Monat: Januar 2013

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Warum es immer noch verantwortungslos ist, in Deutschland Vater zu werden

Heute hat der Bundestag ein neues Gesetz zur Kindessorge bei nichtverheirateten Eltern verabschiedet. Die Rechte von Vätern werden minimal gestärkt – und auch diese winzige Änderung ist bekanntlich nicht Resultat einer größeren Väter- und Kinderfreundlichkeit im Parlament, sondern war durch Urteile des Europäischen Gerichtshofs und des Verfassungsgerichts nötig geworden. Selbst die kleinen Änderungen, mit denen ...

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Luftwurzeln

Es gibt Pflanzen, erzählte er ihr, die Luftwurzeln schlagen. Sie sind nicht in der Erde verankert, aber ihre Wurzeln wachsen durch die Luft, bis sie auf etwas treffen, das ihnen Halt gibt. Manchmal… Du dozierst schon wieder, antwortete sie. Sie stand vor dem Spiegel und sah sich missmutig an, er blickte aus dem Fenster und ...

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"What about the menz?" – Warum Männer nicht aufschreien und Frauen wohl eh nicht zuhören würden

„Wenn ich lese, was so manche Frau ernsthaft als sexuelle Belästigung auffasst muss ich aufpassen, dass mir nicht die Hutschnur reisst.Jetzt sind solche Dinge ja individuell und jede/r hat seine eigene Schamgrenze, Humorgrenze, whatever. Ich will also niemandem das Recht absprechen, sich belästigt zu fühlen. Kann jede/r machen, wie er/sie/es möchte. Ich bitte aber darum, ...

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"Flirten ohne Creepen" – Der Text, den Brüderle nicht kannte

Flirten, oder überhaupt der Beginn einer Bekanntschaft, ist immer ein Spiel mit Unsicherheiten und Uneindeutigkeiten – das ist so selbstverständlich, dass es fast ein wenig peinlich ist, es aufzuschreiben. Eine moralische Bewertung aber baut auf Eindeutigkeiten. Natürlich gibt es die auch – bei klaren Übergriffen, bei Beleidigungen, gar bei Gewalt. Die Uneindeutigkeit des Flirts aber ...

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Betoniert gute Gewissen, oder: Wie ich einmal versuchte, einen Artikel bei Spiegel-Online zu kommentieren

Bei Spiegel-Online vertritt Gregor Peter Schmitz die Meinung, dass „der Fall Brüderle“ in den USA unmöglich wäre – da die USA emanzipierter seien als Deutschland, wäre Brüderle dort nämlich erledigt. Bill Clinton habe den Lewinsky-Skandal nur überstanden, weil die Menschen trotz allem den Eindruck gehabt hätten, er würde Frauen nicht herablassend zum Objekt degradieren. Ich ...

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Ein Eisbär (Teil 4: Die Entscheidung)

Hier kommt nun der Schluss der Eisbären-Erzählung, in der ich versuche, die Themen dieses Blogs auf eine etwas andere Weise als in essayistischen Texten durchzuspielen. Mir hat das Spaß gemacht – ich hoffe, beim Lesen macht der Text das auch. Er schließt direkt hier an. Als sie dort angekommen waren, informierte Anna die Gruppe darüber, dass Karl nicht ...

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Wie ich einmal "Patriarchat" zum Unwort des Jahres machen wollte

Offene Briefe sind ausgesprochen peinlich und wichtigtuerisch. Aber da ich nun einmal gerade damit beschäftigt bin, ein Blog zu basteln, und mich gegen den Vorwurf der Wichtigtuerei daher eh nicht mehr wehren kann, kann ich auch gleich die Gelegenheit nutzen und einen offenen Brief formulieren – allein im Interesse der Leserinnen und Leser selbstverständlich, die ...

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Ein Eisbär (Teil 3: Hunger)

Der dritte Teil der Eisbären-Geschichte, der direkt an den zweiten anschließt. Es ist schon auch ein Experiment, ob es klappt, Themen, die mich hier beschäftigen – das Verhältnis von Männern und Frauen, die Konsequenzen für die Kinder, insebsondere im Vaterentzug – in der Form einer Geschichte anzugehen, die zudem noch nicht frei von grotesken Elementen ...

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Der Panther wird befreit

Ein letzter Ruck, ein Kreischen noch der Säge: Die Tür ist offen und das Tier ist frei. Er blickt gelangweilt, müde, traurig-träge, als ob er schon zu lang gefangen sei, Als ob die Kraft schon lang kein Ziel mehr hätte, die dort am Rande schleicht – und ohne Sinn der Blick nach außen wär. – Da ...

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Ein Eisbär (Teil 2: Ankunft des Ungeheuers)

Hier kommt der zweite Teil der Geschichte vom Eisbären, der erste Teil ist hier. Ich hab sie auch deshalb in mehrere (vier) Teile verpackt, weil die ganze Geschichte auf einmal hier einfach nur — lang aussieht – und ich fand es zum Lesen schöner, kürzere Teile zu haben, anstatt ewig viel Text auf einmal vorgesetzt ...