Ein guter Mann spricht sich mal was von der Seele

Ihr seht es wohl, ich habe Recht:
Der Mann an sich ist herzlich schlecht.
Wobei ich durchaus nicht verhehle:
Auch Männer haben eine Seele.
Sie ist recht klein. Kann schnell verschrumpeln.
Doch sitzt ein Mann mit seinen Kumpeln
bei einem Wein oder beim Bier,
dann wächst sein kleines Seelentier
und bläst sich auf, und wird gigantisch,
wird welterschütternd, gar romantisch,
dehnt sich am Ende aus ins All
und platzt. Nein, nicht mit einem Knall,
es ist wohl eher ein Gewimmer –
Da lob ich mir die Frauenzimmer!
Weil deren Seele in sich ruht
und dabei nichts als Gutes tut.
Sich herschenkt. Sich wohl auch verschwendet,
sich oft als Liebende verwendet,
gern kreativ die Schöpfung schützt
und dabei auch im Haushalt nützt,
die Arbeitswelt humaner macht
und tröstet, aufbaut, fördert, lacht
und Kinder nährt und Männer stillt –
Ihr seht es wohl: Ein schwaches Bild
bietet daneben solch ein Mann.
Man denkt an sich, man baggert an,
man kriegt sie rum, man bettet sich.
Ich büße.
               Frauen: Rettet mich!
Dieses Gedicht ist dem Hinni Rosenbrock, dem Thommi Gesterkamp und dem Andi Kemper gewidmet, mit, dings, solidarischen Grüßen!

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