Monat: Mai 2013

Bild zeigt Mann und Frau auf einem Film-Cover.

Weit oberhalb der Grunzlautschwelle, oder: Warum das Bundesforum Männer öfter ins Kino gehen sollte

Im Hinblick auf die Gleichstellungsarbeit schreibt das „Bundesforum Männer“ in seinen „Wahlprüfsteinen„: „Wir sprechen uns gegen ein Entweder-oder aus und wünschen uns ein Sowohl-als-auch.“  Nun hat es bekanntlich in der Gleichstellungspolitik niemals „Entweder Männer oder Frauen“-Strukturen gegeben, sondern lediglich ein klares „Entweder Frauen oder gar nichts“. In dem Satz wird also eine Tendenz deutlich, die ...

Bild zeigt zwei Männer.

Wie Geschlechterpolitik Zivilitätsbrüche produziert

Dieser Text war ursprünglich der zweite Teil des Textes „In aller Unschuld alle Männer töten“, der damit aber natürlich viel zu lang geworden wäre. Dass ich den zweiten Teil nachreiche, hat den Vorteil, dass auch einiges aus der Zeit zwischendurch einbauen kann – zum Beispiel die Diskussion anlässlich des ersten Textes, ob Feminismus denn faschistisch ...

Bild zeigt Plattencover von Meat Loaf.

Maskuline Muskelspiele monströser Männerrechtler (mittendrin: mutige menschenfreundliche Medienprofis)

Das verhieß nichts Gutes: „Nach den Attentaten in Oslo und auf der Insel Utøya im Sommer 2011 verfolgt die norwegische Polizei eine Spur im Internet: Sie führt von Anders Breivik zu dem antifeministischen Blogger „Fjordman“, der auch in Deutschland Follower hat. Sie nennen sich Maskulisten und haben sich inzwischen über die Bewertung von Breiviks Terroranschlägen ...

Bild zeigt das Buch von Valerie Solana S:C:U:M.

In aller Unschuld alle Männer töten

„Ein anderes Mal kritisierte ich den Verkauf von Valerie Solanas “Scum”-Manifest durch eine linke Gruppierung an einem Büchertisch. Das brachte mir als Reaktion der verantwortlichen Feministin den Spruch ein: ‚Befreit die sozialistischen Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen!‘ sowie eine Erklärung, wieviel ihr dieses Buch gegeben habe und wie wichtig es für den Feminismus und für ...

Bild zeigt Sonnenuntergang am Stand mit Vater und Sohn.

Leuchten

Jetzt ist das Abitur für dieses Jahr fast vorbei. Heute habe ich noch einmal in einer Aufsicht gesessen, für einige Nachschreiber, und da ich meine Klausuren korrigiert und freundliche Gutachten geschrieben und also sonst nichts anderes zu tun hatte, konnte ich mir die Zeit endlich einmal wieder mit dem Schreiben eines eigenen Textes die Zeit ...

Spider Man amazing

Wie Spider-Man an lauter Väter kam (und sie gleich wieder verlor) – Marc Webbs "The Amazing Spider-Man"

„Mal ehrlich – wen interessiert das?“ fragte die Süddeutsche Zeitung skeptisch, als im vergangenen Jahr ein neuer Spider-Man-Film in die Kinos kam, der die Geschichte wieder einmal von vorn erzählte, die gerade erst von Sam Reimi und seinen Spider-Man-Filmen erzählt worden war.  „Zehn Jahre sind auch in der Ära des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms eine kurze Zeitspanne für ein ...

Bild zeigt Filmausschnitt aus dem Film von Susanne Biers.

Wie friedfertige Erwachsene gewalttätige Jungen produzieren – Susanne Biers "In einer besseren Welt"

„Hin zu einer maskulistischen Filmkritik“ möchte Arne Hoffmann und hat auf Genderama zu diesem Zweck bereits den Dokumentarfilm „The Central Park Five“ von Ken und Sarah Burns  und Joseph Kosinskis „Oblivion“ (mit Tom Cruise)  analysiert. Für mich ist dieser Ansatz sehr reizvoll, und so habe ich mir einmal zwei ganz unterschiedliche neuere Filme aus ganz ...

Bild zeigt eine Mutter mit ihren drei Kindern im dritten Reich.

Väter schaffen Konflikte, sind rechtsradikal und stören intakte Familien (oder: Weitere Erzählungen aus der tageszeitung)

Ich beginne mit einem Geständnis. „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.“ Diesen Satz von Hanns-Joachim Friedrichs habe ich immer für etwas betulich gehalten, für allzu selbstverständlich. Insbesondere durch Erfahrungen mit der „tageszeitung“, die ich lange oft und gern las, habe ...

Bild zeigt Soldaten auf Pferden.

Übermächtige Väter, hilflose Mütter und die Kavallerie der taz

„In einer Demokratie dürfen alle mitreden und ihre Meinung äußern, sie dürfen sogar Wahlentscheidungen treffen. Klingt fortschrittlich – aber ist es das auch? Grundrechte für alle – das führt nicht unbedingt zu einem harmonischen Bild.“ Soweit die taz vom 3.5., in der Johannes Gerner die Entdeckung macht, dass das Konzept der Rechte schön und gut ...

Bild zeigt eine Frau mit Fahne in der Hand.

Warum auch Feministinnen Männerrechtler brauchen (das aber nicht zu sagen wagen)

Gründe für den Erfolg feministischer Forderungen in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg: „1. Sie waren nach einem aufgeklärt-humanistischen Wertekanon schlicht und ergreifend intuitiv richtig und gerecht.2. Sie waren einfach zu verstehen und erforderten keine höhere Mathematik oder soziologische Studien.3. Sie betrafen ein massenhaft auftretendes Phänomen, sehr viele Frauen waren persönlich betroffen. 4. Sie standen nicht ...