Väter

Gespräche verweigern, Gesetze sabotieren, „Kindeswohl“ schreien

Bild zeigt Vater und Mutter, die getrennt sind und das Kind mitten drin.
geschrieben von: Lucas Schoppe

Der Alleinerziehendenverband untergrabe systematisch das neue Sorgerechtsgesetz, stellt das Magazin PAPA-YA in einer Mitteilung fest (dazu auch das Magazin Focus und Genderama).  „Darin berichtet das Magazin über Informations-Veranstaltungen, auf denen der VAMV Müttern exakte Anweisungen zum „Kampf“ gegen Väter gebe. (…) Scharfe Vorwürfe richtet ‚PAPA-YA‘ im Zusammenhang mit seiner Berichterstattung an die VAMV-Vorsitzende Edith Schwab, Berufskolleginnen und – zum Teil inkognito – auftretende Verbandsmitglieder. So hetze eine Fachanwältin für Familienrecht auf Veranstaltungen mit fragwürdigen Tipps alleinerziehende Mütter gegen die Väter ihrer Kinder auf. Einige dieser ‚Hinweise‘ können nach Ansicht des Magazins als strafbare Handlungen eingestuft werden. Dazu zählen den Angaben zufolge Aufrufe zu Falschaussagen hinsichtlich des Kindeswohls und ‚Anleitungen‘ für eine dauerhafte, wörtlich als ‚Entsorgung‘ bezeichnete, Trennung des Kindes vom Vater.“ Angesichts offizeller schriftlicher Stellungnahmen des Alleinerziehendenverbands sind diese Vorwürfe völlig glaubwürdig. Eine im Internet erhältliche Handreichung des VAMV zum neuen Sorgerecht gibt beispielsweise Tipps, wie Mütter angesichts der veränderten Gesetzeslage gegen eine gemeinsame Sorge argumentieren könnten. Da heißt es zum Beispiel: „Offenbar scheint der Gesetzgeber Eltern, deren ‚ablehnende Haltung sich verfestigt‘ hat, die gemeinsame Sorge nicht in jedem Fall zumuten zu wollen. Hier dürften langjährige Gerichtsverfahren, beispielsweise den Umgang betreffend, einschlägig sein, weil sie die Unfähigkeit der Eltern, ohne Hilfe Dritter gemeinsame Entscheidungen zu fällen, schwarz auf weiß vor Augen führt.“ (sic!, S. 8) Im Klartext: Nach der Darstellung des Verbands lohnt es sich für Mütter, den Umgang zwischen Vätern und Kindern über lange Zeit so zu erschweren, dass der Vater-Kind-Kontakt nur über Gerichtsverfahren gesichert werden kann – weil eben diese Gerichtsverfahren sich als Argument gegen eine gemeinsame Kommunikationsbasis und also gegen eine Beteiligung der Väter an der Sorge werten ließen. Wenn der Verband schon in leicht erhältlichen schriftlichen Stellungnahmen Müttern so unverblümt ein destruktives Verhalten gegen Väter und Kinder nahelegt, dann ist tatsächlich davon auszugehen, dass Repräsentantinnen dieses Verbands in mündlichen öffentlichen Stellungnahmen und erst Recht in vertraulichen Beratungssituationen noch viel deutlicher werden.

 

Wie das Familienministerium die Sabotage von Gesetzen finanziert Jörg Mathieu fordert daher als Chefredakteur der PAPA-YA vom Familienministerium: „Im Interesse des gesamtgesellschaftlichen Friedens, vor allem aber im Interesse der Kinder muss das Ministerium seine jährliche Förderung für den Verband in Höhe von mindestens 500.000 Euro von der Einstellung solcher Kampagnen abhängig machen“. Besser noch wäre es, die Förderung des VAMV gleich ganz einzustellen. Es ist ein  erkennbares Interesse dieses Verbands, dass möglichst viele Kinder bei Alleinerziehenden aufwachsen – eben das stärkt schließlich seine Position. Dieses nachvollziehbare Verbandsinteresse widerspricht jedoch offenkundig sowohl Kindes- als auch Gemeininteressen – mittlerweile hat sich längst bis in die Mainstreammedien hinein herumgesprochen, dass die sogenannte „Alleinerziehung“, die im Regelfall nichts weiter als eine Erziehung unter den Bedingungen des Vaterentzugs ist, unter pädagogischen, entwicklungspsychologischen und auch ökonomischen Gesichtspunkten denkbar ungünstige Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern bereitstellt. „Für die Kinder (…) wäre es bis auf ganz wenige Ausnahmen besser, die Eltern blieben zusammen.“ (So der Entwicklungspsychologe Kurt Kreppner im Spiegel) Es gibt für die Förderung des Alleinerziehendenverbands aus Steuermitteln also keinen vernünftigen Grund – eher wäre es vernünftig und legitim, Gegenpositionen zu fördern.

Da aber tatsächlich nichts dafür spricht, die (in aller Regel: mütterliche) Alleinerziehung gegenüber der Erziehung durch beide Eltern zu privilegieren, muss der VAMV seine Position eben mit etwas anderem untermauern als mit Argumenten. Dadurch begründet sich die Verbandspolitik, auf Konflikte und Kommunikationsstörungen zwischen Eltern zu setzen und Mütter regelrecht dazu zu ermutigen, Konflikte mit den Vätern zu schaffen, aufrechtzuerhalten und möglichst auch die Kinder  zu involvieren. Denn wenn die Beziehung der Eltern rettungslos konfliktbeladen und eine Kommunikation nicht möglich ist, dann scheide die Möglichkeit einer gemeinsamen Sorge aus – ob sie nun prinzipiell wünschenswerter wäre oder nicht. Warum aber eigentlich die einzige Alternative zur gemeinsamen Sorge die mütterliche, aber nicht die väterliche Alleinsorge sei, lässt der Verband selbstverständlich offen.

Wie Gerichte die Verweigerung von Gesprächen belohnen Wie erfolgreich das Kalkül ist, zeigt sich auch an Gerichtsurteilen. Im vergangenen Jahr hatte das Amtsgericht Köln beispielsweise einem Vater die gemeinsame Sorge verweigert, obwohl es das Interesse des Vaters am Wohlergehen und an einer guten Sorge für das Kind ausdrücklich einräumte – es mangele den Eltern aber nun einmal an „Kommunikationsfähigkeit“.  Das spreche auch dann gegen ein Recht des Vaters auf Sorge für sein Kind, wenn man davon ausgehe, „dass die Schwierigkeiten in der Kommunikation im Wesentlichen von der Antragsgegnerin zu vertreten sind“. Das bedeutet: Der Vater kann das Sorgerecht nur erhalten, wenn er nachweist, dass die Kommunikation mit einer Mutter gelingt, die ihrerseits zur Kommunikation nicht bereit ist – und die vom Gericht soeben mit einem weiteren starken Motiv ausgestattet wurde, die Kommunikation mit dem Vater auch in Zukunft zu verweigern. Wenn das Gericht dann die Perspektive einer „Aufarbeitung der Probleme auf der Paarebene“ als Bedingung für eine andere Entscheidung skizziert, dann schafft es damit zugleich die Grundlage dafür, dass es eine solche „Aufarbeitung“ niemals geben wird. Der Richter drückt der Mutter gleichsam eine Waffe in die Hand, macht den Vater dafür verantwortlich, dass sie die Waffe nicht benutzt – und imaginiert sich dabei selbst als distanzierte, „unabhängige“ Instanz, die im Namen des Volkes und im Interesse des Kindeswohls Recht gesprochen hat. Das wäre Stoff für eine Komödie, wenn die Folgen nicht so bitter wären. Die Kosten dieses so sinnvollen Verfahrens, 3000 Euro, trägt der Antragsteller.

Das sei sicherlich ungerecht gegenüber dem Vater, argumentieren nun einige Verfechter solcher Verfahren, aber im Interesse des Kindeswohls sei leider keine andere Lösung möglich, wenn doch die Eltern nunmal nicht miteinander reden könnten. Das ist offenkundig vorgeschoben. Schließlich kann es nicht im Interesse des Kindeswohls sein, zwischen den Eltern Regeln zu etablieren, die ein ziviles Verhältnis erschweren und die einen Bruch ziviler Erwartungen belohnen. Es ist grundsätzlich fragwürdig, Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Eltern als Argument gegen eine gemeinsame Sorge ins Feld zu führen – immerhin geht es nicht um liebevolle, innige Gespräche, sondern um eine zivile Kommunikation, die etwa am Arbeitsplatz ganz selbstverständlich von Menschen verlangt wird. Würden Eltern für sich in Anspruch nehmen, dass sie es zu eklig fänden, ihre Babys zu wickeln, oder dass sie nicht bereit wären, ihre Kinder zu füttern, weil man sich dabei ja das Hemd dreckig machen könnte – dann würde niemand auf die Idee kommen, diese Weigerung schlicht zu akzeptieren. Wenn aber eine Mutter nicht bereit ist, mit dem Vater ihres Kindes zu kommunizieren, dann wird ihr das nicht nur als gutes Recht zugestanden, sondern sie kann sogar kalkulieren, dass sich diese Weigerung für sie lohnt. Wenn also überhaupt Kommunikationsprobleme zwischen Eltern ein Grund für eine Verweigerung gemeinsamer Sorge sein sollten, dann müsste die Alternative dazu nicht die mütterliche Alleinsorge sein – sondern eine gleich große Möglichkeit mütterlicher und väterlicher Alleinsorge. Nur so nämlich könnte niemand kalkulieren, dass sich die Verweigerung der Kommunikation bezahlt macht.

Wichtig wäre es also, das gemeinsame Sorgerecht schlicht zu vorauszusetzen und davon auszugehen, dass für beide Eltern auch eine Bereitschaft zum Gespräch miteinander zur Sorge gehört. Für das Gericht zäumt das jedoch das Pferd von hinten auf: „Erst wird das gemeinsame Sorgerecht begründet, dann wird durch Beratungsauflagen versucht sicherzustellen, dass dies dem Wohle des Kindes entspricht.“ Das bedeutet umgekehrt: Zuerst müsste der Vater in Beratungsprozessen eine Kommunikationseben hergestellt haben, dann könnte er das Sorgerecht erhalten. Das etabliert eine destruktive Logik in der Elternbeziehung und schiebt die Auflösung dieser Logik dann in Beratungsinstitutionen ab.

Wie Elternberatungen Väter von ihren Kindern wegberaten Dass Elternberatungen dieser sinnwidrigen Aufgabe überhaupt gewachsen sind, ist zudem sehr zweifelhaft. Evaluationen und Qualitätskontrollen gibt es in solchen Beratungssituationen selten – und nur dann, wenn die entsprechenden Institutionen freiwillig Befragungen dazu durchführen. Oft wird dabei eine Zufriedenheit der Beratenen festgestellt, „obwohl sich ihre Probleme nicht immer in gleicher Weise verbessert haben“, schreibt Andreas Vossler in einem Text zur „Evaluation von Erziehungs- und Familienberatung in Deutschland“. Die dort aufgeführten wenigen Studien seit Mitte der Achtziger Jahre sind punktuell: Ganz offenkundig ist das Interesse sehr gering, ob die Beratungsinstitutionen das Gewicht, dass Gerichte ihnen auferlegen, überhaupt tragen können – oder wollen.

Meine persönlichen Erfahrungen mit Elternberatungen sind überaus ernüchternd, und ich weiß, dass andere Väter ähnliche Erfahrungen machen (da meine Ex-Partnerin schon mehrmals umgezogen ist, konnte ich selbst gleich in mehreren Städten  Elternberatungen, nun ja, untersuchen). Typisch ist es, Beratungstermine über Monate hin zu verschleppen – dass nur drei bis vier Beratungstermine im Jahr möglich sind und trotzdem von einem „Beratungsprozess“ geredet wird, ist durchaus normal. Eine Beraterin einer Evangelischen Familienberatung vom Diakonischen Werk riet mir offen, ich sollte mich doch nicht auf unser Kind konzentrieren, sondern einfach mit einer anderen Frau noch ein anderes Kind bekommen. Eine andere Beraterin bei der Caritas machte mir ohne erkennbaren Anlass grundsätzlich klar, dass ich mir gut überlegen müsste, was ich in der Beratung ansprechen wolle – wenn sie vor Gericht aussagen würde, dass die Kommunikation zwischen den Eltern erschwert sei, hätte ich nämlich keine Chance auf eine gemeinsame Sorge. Es ist kein bösartiges Gerücht einiger übelwollender Vätergruppen, dass das Ziel der Elternberatung oft nicht die Kommunikation, sondern die Verhinderung der Kommunikation und das endlose Aufschieben von Veränderungen ist – Väter werden aus der Beziehung zu ihren Kindern regelrecht hinausberaten. Die Teilnahme an einer Elternberatung ist also oft unwürdig und nötig eben nur deshalb, weil Gerichte die Verweigerung der Teilnahme – bei Vätern, nicht bei Müttern – als Beleg für ein Desinteresse am Kindeswohl werten.

So also wird die Elternbeziehung restlos in staatliche und andere Institutionen überführt, die gar nichts damit anfangen können: Der Gesetzgeber greift massiv in die Rechtsgleichheit der Eltern ein und schafft so Regeln, die auf Seiten der Mutter einen Bruch ziviler Erwartungen regelrecht belohnen – und bei den Beratungsinstitutionen, in die dann die verbleibenden Reste der Elternbeziehung verschoben werden, interessiert sich niemand allzu genau dafür, ob sie eigentlich bereit und in der Lage sind, ihre Aufgabe im Interesse der Kinder (und auch der Eltern, nämlich beider Eltern) wahrzunehmen.

Eine Änderung der Situation wäre nur dann möglich, wenn eine rechtliche Gleichheit der Eltern garantiert würde – und wenn niemand mehr davon profitieren könnte, die Kommunikation zwischen Eltern zu verhindern, seien es nun einzelne Personen oder mit Steuermitteln gefütterte Verbände.

Dieser Text passt gut in die kleine Serie Prima Gründe, Väter loszuwerden, als No. 3: Kommunikationsschwierigkeiten. Die ersten beiden Folgen finden sich hier:

Prima Gründe, Väter loszuwerden. No. 1: Konflikte
Prima Gründe, Väter loszuwerden. No. 2: Kontinuität und Bindung (Schmerzensmänner, ungebunden)

 

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21 Comments

  • Es gibt eine einfache Lösung dafür: Kommunikation=Kindeswohl. Wenn sich also ein Elternteil sperrt, was leicht nachweisbar ist, dann wird das als Gefährdung angesehen.
    Am eigenen Beispiel konnte ich sehen, wie schnell die Mutter Kooperationsbereit war, nachdem das Kind in den Väterlichen Haushalt wechselte und ihr der Sorgerechtsentzug drohte. Zuvor hatte selbige Mutter über 5 Jahre jegliche Kommunikation und Kooperation verweigert oder sabotiert.

  • Alleinerziehende ziehen kaputte, schwache Menschen groß. Das ist gewollt, da sich diese leichter beherrschen lassen.

  • @ Schoppe

    *Der Vater kann das Sorgerecht nur erhalten, wenn er nachweist, dass die Kommunikation mit einer Mutter gelingt, die ihrerseits zur Kommunikation nicht bereit ist – und die vom Gericht soeben mit einem weiteren starken Motiv ausgestattet wurde, die Kommunikation mit dem Vater auch in Zukunft zu verweigern. *

    Das bedeutet: bedingungslose Unterwerfung des Mannes unter die weibliche Suprematie, das wahre Ziel feministischer Gouvernanz, nicht nur in diesem Sektor, sondern mit totalitärem Anspruch überall, wo sie zu wirken beginnt.

  • @ Alexander Roslin Ich finde ja nicht, dass sich dieser Unterwerfungsabspruch allüberall durchgesetzt hat – aber in der Kindessorge ist er überdeutlich. Ganz einfach erkennbar schon daran, dass jeder Schritt, den ein Trennungsvater macht, im Zweifelsfall gegen ihn ausgelegt werden kann. Er ist engagiert um Kontakt zum Kind bemüht? Dann setzt er die Mutter unter Druck. Er hält Abstand? Dann ist er nicht am Kind interessiert. Er will Gespräche? Dann möchte er der Mutter ins Handwek pfuschen (die es doch eh schon schwer genug hat). Er will keine Gespräche? Dann ist er ein Kommunikationsverweigerer. Selbst wenn die Mutter lügt, oder zuschlägt, ist es im Zweifelsfall besser, die Situation einfach laufen zu lassen und sich nicht zu beschweren – weil ansonsten ja deutlich werden könnte, wie massiv das „Vertrauensverhältnis“ der Eltern gestört ist, womit dann eine gänzliche Entfernung des Vaters begründet werden könnte.

    Die Logik ist eindeutig totalitär – Resultat einer simplen, in der Konsequenz völlig amoralischen Dauermoralisiererei, der es in keinem Moment um eine pragmatische und zivile Organisation des Lebens von Menschen geht. Nur ist diese Logik nicht lückenlos verbreitet, selbst in Jugendämtern hab ich Gegenbeispiele kennen gelernt…

  • Glaub ich auch. Es fehlt in der Regel nicht an der „Fähigkeit“ zur Kommunikation – sondern das Problem sind Rahmenbedingungen, die eine Verweigerung der Kommunikation belohnen.

  • Das kann gut sein. Jedenfalls ist schon die sogenannte „Ein-Eltern-Familie“ (was selbst grammatikalisch ein rechter Quatsch ist) in weit überdurchschnittlichem Maße abhängig von staatlichen Transferleistungen. Bdingungen für das Aufwachsen selbstbewusster, selbstständiger Bürger sehen anders aus.

  • @ Schoppe

    *Ich finde ja nicht, dass sich dieser Unterwerfungsabspruch allüberall durchgesetzt hat – aber in der Kindessorge ist er überdeutlich.*

    Der Bereich Familie/Kinder war der erste Pfeiler des „Patriarchats“, der zum Einsturz gebracht werden sollte und wurde.

    Dort begann mit dem neuen Scheidungsrecht der Angriff.

    Zerrüttungsprinzip bedeutet ja realiter nicht, dass die Schuldprinzip aus demVerfahren ausgeschlossen wurde, sondern nur, dass de facto IMMER der Mann schuldig geschieden wird.

    Aber das war nur der Anfang.

    Es geht weiter.

    Mittels Quotierungen und Vorwürfen sexueller Belästigung, mit immer rigideren Benimmcodes, deren Regeln Feminist.I.nnen formulieren, über deren Einhaltung Feminist.I.nnen wachen und richten, wird man Männer immer umfassender disziplinieren, erpressen, einschüchtern, unterdrücken können.

    Alles, um Frauen zu schützen vor der vilifizierten Männlichkeit.

    Es gibt kaum einen süffigeren Vorwand für die Abschaffung der Freiheit.

    Immer weitere Bereiche der Gesellschaft werden so zu misandrischen Biotopen umgebaut.

    Der Komplex „Familie“ war nur der Anfang.

    Familie ist heute vor allem die Mutter und IHRE Kinder.

    Männer sind von Frauen frei zuwählbares Accessoire.

    Vater darf sein, wen die Mutter, die Kinderbesitzerin, dazu ernennt.

    Wenn ich mir ansehe, wie z.B. US-Universitäten immer mehr zu männerfeindlichen Biotopen gemacht wurden und werden via Date Rape Hysterie, Gender Study Departments und deren Tross, vorstelle, dass das ja auch in Deutschland beginnt – in alle Fächer werden allmählich Genderideolog.I.nnen implantiert z.B. über das Professorinnenprogramm – dann wird das Bildungssystem der nächste Pfeiler sein, der fällt.
    Untergraben-morsch ist er ja schon längst (Situation der Jungen in Kindergarten/Grundschule, Zahl der männlichen Studenten in einer feministisch dominierten pädagogischen „Wissenschaft“, deren Misandrie Männer abschreckt, Damoklesschwert der Falschbeschuldigung – Lehrer Arnold lässt grüssen oder bei Kindergärtnern der Vorwurf „Kindesmissbrauch“, es ist so leicht, einen Mann fast straflos zu vernichten, das wird Wirkung zeigen).

    Als nächstes, parallel oder danach, wird man die Welt der Wirtschaft „erobern“ mit Quoten, Frauenförderung und Kampf gegen sexuelle Belästigung, die Parteien, die Öffentliche Verwaltung, das Militär.

    Immer das gleiche Muster: Aktivist.I.nnen mit alarmistischen Vorwürfen, Medien, die diese völlig unkritisch verbreiten, eine Politik, die frauenschützend handeln muss, Männer, zu eingeschüchtert und zu gedemütigt, um für sich einzustehen – gegen Frauen kämpft man nicht, schon gar nicht gegen „leidende“ Frauen, die doch nur ihr Leid klagen.

    Wir sind erst am Anfang des Weges in's Matriarchat.

  • @ Alexander Roslin „Familie ist heute vor allem die Mutter und IHRE Kinder. Männer sind von Frauen frei zuwählbares Accessoire.“ Ja, das stimmt tatsächlich, leider. Von ihren Vertreterinnen wird ein Widerspruch gegen diese Position empört als Angriff auf die weibliche „Autonomie“ gewertet.

    Gleichwohl glaube ich, dass nicht die gesamte Gesellschaft solchen Strukturen unterworfen werden kann. „Familie“ und insbesondere die Beziehung zu Kindern haben auch viele Männer eher als weibliches Territorium wahrgenommen, und sie haben Strukturen wie die beschriebenen als relativ normal wahrgenommen. Das wird in der Wirtschaft anders sein – bei Autobauern etwa, oder in anderen männlich geprägten Feldern, werden Struktueren feministischer Politik nur mit enormem Druck durchzusetzen sein. Ich glaube nicht, dass das klappen kann.

    Anders im Bildungssektor, da halte ich Deine Befürchtung für realistisch. Am Beispiel der Schule ist für mich das Verhalten der GEW ein großes Alarmsignal. In ihrer berüchtigten Studie „Bildung von Geschlecht“ versucht sie ja beispielsweise, Bildungsnachteile von Jungen (und eine mögliche Verantwortung von Frauen-Mono-Kulturen in den Kollegien) wegzureden. Nicht die Schulen etwa hätten Schuld am relativen Bildungsversagen der Jungen, sondern deren typisch männlich geprägte Verhaltensweisen. Nicht die Schulen, die Kinder sind Schuld – das ist das Credo einer autoritären Schulpädagogk, von dem sich die GEW eigentlich immer scharf desitanziert hat.

    Zudem argumentiert die Studie, dass die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gar nicht so groß seien, wenn man nur Schüler und Schülerinnen DERSELBEN Schulstufe (also etwa nur der Hautpschule) vergleiche. Dass Jungen auf Haupt- und Förderschulen, Mädchen auf Gymnasien weit überrepräsentiert sind, wird dabei souverän als irrelevant herausgerechnet. Plötzlich ist also die Aufteilung der Schüler im dreigliedrigen Schulsystem, gegen die sich die GEW immer positioniert hat, kein Problem mehr.

    Die Beispiele ließen sich fortsetzen, klar ist aber: Die Beibehaltung jungenfeindlicher Strukturen in den Schulen ist der „Bildungsgewerkschaft“ so wichtig, dass sie dafür ohne mit der Wimper zu Zucken ihre politischen Kernforderungen vergisst. Der Fachterminus für ein solches Verhalten ist meines Wissens „gaga“.

  • Aus der Handreichung des VAM(V):

    „Der Vater, der das Sorgerecht mit der Mutter zusammen ausüben möchte kann weiterhin mit
    der Mutter zusammen eine Sorgeerklärung abgeben, was das Einverständnis der Mutter
    voraussetzt. Er kann auch allein eine Sorgeerklärung beim Jugendamt abgeben und die
    Mutter auffordern, ebenfalls eine Sorgeerklärung abzugeben, wodurch die Eltern die
    gemeinsame Sorge erlangen würden.
    […]
    Wenn ernste Bedenken gegen die gemeinsame Sorge bestehen, kann es auch vorteilhaft
    sein, das Verfahren durchzuführen, selbst wenn am Ende des Verfahrens nicht unbedingt die
    alleinige Sorge der Mutter steht.
    […]
    Darüber hinaus hat das Gericht auch die Möglichkeit, Teilbereiche wie beispielsweise das
    Aufenthaltsbestimmungsrecht aus der gemeinsamen Sorge herauszunehmen, was bei einer
    übereinstimmenden Sorgeerklärung vor dem Jugendamt nicht möglich ist. Eine
    Teilübertragung wird immer dann in Betracht kommen, wenn hinsichtlich bestimmter
    Teilbereiche der elterlichen Sorge eine gemeinsame Sorgetragung ohne negative
    Auswirkungen für das Kind zu erwarten ist, in anderen Teilbereichen hingegen nicht.“

    Übersetzung:
    Der VAMV rät derzeit an der Alleinsorge interessierten Müttern davon ab, die gemeinsame elterliche Sorge beim Jugendamt zu erklären, sofern diese „ernste Bedenken“ (?) hiergegen haben. Der Verband rät in diesem Fall zum Gerichtsweg, dort auf mindestens die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes (ABR) zu insistieren, wissend, dass mit dem ABR zunächst der Lebensmittelpunkt der Kinder bei den Müttern festgelegt und mittels sich anschließenden Fortzügen von Müttern und Kindern der Kind-Vater-Entfremdung der Weg geebnet ist.
    Was unter „ernste Bedenken“ zu verstehen ist, bleibt offen. Ein Blick auf den Saldo des eigenen Girokontos mag schon erste „ernste Bedenken“ begründen, wie auch die verlockende, von Narzissmus getragene Vorstellung, nahezu uneingeschränkt Macht über zumindest ein (Kind) bis zwei (Kind und Vater) Menschen ausüben zu können.

    Um all denjenigen Leserinnen und Lesern die Vorstellung des VAM(V) von gelebter Vaterschaft nahezubringen, die bisher nicht so recht wissen, worauf die wachsende Empörung gegen den VAM(V) gründet, empfehle ich die Lektüre des Formulierungsvorschlages zum § 1626a BGB: http://www.vamv.de/uploads/media/Sorgerecht_Formulierungsvorschlag_des_VAMV_4_11_10.pdf

    In zwei Sätzen zusammengefasst, besagt jener Formulierungsvorschlag: Kinder sind Eigentum der Mütter, sofern diese es selbst so sehen. Über die Lebensmittelpunkte der Kinder entscheiden immer diese Mütter (Väter zahlen Kindesunterhalt).

    Als Horrorszenario inszeniert, aber mit immerhin dem positiven Effekt in Aussicht, dass auf diesem Wege einige der mütterlich narzisstischen Linien aussterben, die bereits mehrfach getätigte Aussage von Edith Schwab, dass die Sorgerechtsreform vermutlich zu mehr Abtreibungen, somit weniger Geburten führen würde (taz, nd).
    Dem kann man die Vermutung entgegensetzen, dass wieder mehr Männer bereit sein werden, sich mit Partnerinnen an ihren Seiten, die Väter als gleichwertige Elternteile ihrer Kinder dulden, noch einmal mehr als Väter zu versuchen.

  • geht auch andersrum- der vater ist nicht bereit zu reden- da hat de mutter keinerlei handhabe- leider! und das kind bleibt auch leider auf der strecke!

  • wie kommst du drauf, dass alleinerziehende kaputte, schwache menschen großziehen? das zeigt doch nur deinen frust! es kann viel besser sein- nur müssen beide eltern auch bereit sein, an einer elternebene zu arbeiten. einseitig bringt das nix! alleinerziehende sind wohl in der lage, ordendlich für das kind zu sorgen- ich sehe das bei meiner ex!

  • völliger schwachsinn! wer sagt denn das??? und wo soll das gesetzlich stehen? hast da einfach was falsc verstanden… teste dich mal selbst, ob du in der lage bist, mit deiner ex sprechen zu können!

  • „nur müssen beide eltern auch bereit sein, an einer elternebene zu arbeiten.“ Ja, das ist wichtig. Dann stellt sich allerdings die Frage, warum man eigentlich noch unbedingt von „Alleinerziehung“ reden muss – wenn Vater und Mutter sinnvoll zusammenarbeiten, dann erzieht die Mutter ja nicht allein. Wenn allerdings jemand wirklich allein erzieht bzw. erziehen muss (weil der Ex-Partner/die Ex-Partnerin nicht da ist), wenn das Kind also eines der Eletrnteile nicht oder kaum im Alltag erleben kann – dann ist das eben tatsächlich nicht gut für das Kind.

  • Es gibt bei der ganzen Sache einen Punkt, den ich schwer nachvollziehen kann. Es geht hier offenbar regelmäßig um den Fall, dass die Eltern (vorgeblich) nicht miteinander kommunizieren können, und deshalb das Sorgerecht betreffende Entscheidungen nicht gemeinsam fällen können. Aber gerade diese das Sorgerecht betreffenden Entscheidungen in der Zeit der Kindeserziehung sind ja recht seltene Einzelentscheidungen (Einschulung, Schulwechsel, gravierende medizinische Eingriffe und dergleichen). Wenn nun wirklich die Eltern so zerstritten sind, dass keine Kommunikation mehr möglich ist, wie muss man sich dann den Kindesumgang vorstellen? Dieser müsste dann ja um so belastender für das Kind sein.

    Ich selbst war auch schon in einer ähnlichen Situation – vier Gerichtsverhandlungen, dabei zehn Berater des Jugendamts verschliessen. Allerdings war ich verheiratet, weshalb ich kein Problem hatte, das Sorgerecht gegen den Antrag meiner Exfrau zu verteidigen. Es ging bei diesen ganzen Verhandlungen und Gesprächen immer nur um des Kindesumgang. Dieser ist schließlich durch den Druck, den meine Exfrau auf die Kinder ausgeübt hat, gescheitert. Es hatte einfach keinen Sinn, das durchzuboxen, die Kinder konnten sich mir gegenüber nicht mehr frei verhalten. Dazu muss ich anmerken, dass ich die Kinder nur ein paar Stunden die Woche hatte, da ich keine Übernachtungsmöglichkeit bieten konnte.

    Auf das Sorgerecht hätte ich durchaus verzichten können und würde das heute vielleicht sogar tun; es hat meines Erachtens gegenüber dem Umgang einen sehr geringen Stellenwert. Man müsste schon sehr misstrauisch gegenüber der Mutter sein, wenn man unterstellt, dass sie grundsätzlich Fehlentscheidungen trifft, was Schule usw. anbelangt. Und angenommen, es kommt hier tatsächlich zu Meinungsverschiedenheiten – dann müsste man ja wieder vor Gericht alles austragen. Das kann's doch irgendwie nicht sein.

  • Eine Erfahrung, die ich auch gemacht habe, ist dass sich Gericht und Jugendamt/Beratungsstellen wechselseitig den schwarzen Peter zuschieben. Das Gericht drückt sich um ein Urteil und verweist die beiden Parteien an die Beratungsstellen. Die wiederum sind völlig zahnlos, haben keine Druckmittel, treten nicht als Zeugen auf und verweisen einen letztlich wieder ans Gericht.

    Ich durfte mir vom Richter auch so einige zynische Sprüche anhören wie „Wenn Sie sich ungerecht behandelt fühlen: Ich habe noch mehrere Aktenzeichen frei.“

    Die Anwälte spielen durch ihre Neigung zur Eskalation auch eine eher unheilvolle Rolle.

  • @ Stephan Fleischhauer „Auf das Sorgerecht hätte ich durchaus verzichten können und würde das heute vielleicht sogar tun; es hat meines Erachtens gegenüber dem Umgang einen sehr geringen Stellenwert.“ Ja, das sehe ich auch so. Das Sorgerecht hat einige pragmatische Vorteile – z.B. ist es idiotisch, als Vater nicht selbst mit Ärzten des Kindes sprechen zu dürfen, oder mit Lehrern. Und die Möglichkeit zur Verweigerung des Sorgerechts hat einen erheblichen symbolischen Stellenwert – sie ist ein Signal, dass es ganz in Ordnung ist, wenn die Mutter nicht mit dem Vater des Kindes kooperieren und kommunizieren will. Ansonsten ist der Umgang von einer größeren realen Bedeutung, finde ich auch. Allerdings finde ich, dass beides ohnehin im Regelfall zusammengehören müsste.

    „Eine Erfahrung, die ich auch gemacht habe, ist dass sich Gericht und Jugendamt/Beratungsstellen wechselseitig den schwarzen Peter zuschieben. Das Gericht drückt sich um ein Urteil und verweist die beiden Parteien an die Beratungsstellen.“ Möglicherweise steckt in manchen Fällen auch Absicht dahinter. Auffällig ist jedenfalls, wie viel gerade in manchen Beratungsstellen getan wird, um Klärungen hinauszuzögern. Es dauert beispielsweise immer wieder monatelang, bis Termine möglich sind (und das liegt nicht nur an Überlastungen). Ich habe es auch mehrfach erlebt, dass die Mutter – trotz einer gerichtlichen Einigung auf Teilnahme an einer Beratung – durch die Beratungsstelle mehrfach und ausdrücklich drauf hingewiesen wurde, dass ihre Teilnahme an der Beratung selbstverständlich freiwillig sei und nicht von ihr erwartet werden könne.

    „Es ging bei diesen ganzen Verhandlungen und Gesprächen immer nur um des Kindesumgang. Dieser ist schließlich durch den Druck, den meine Exfrau auf die Kinder ausgeübt hat, gescheitert.“ Das tut mit leid. Ich kenne mehrere solcher Situationen. Mein Eindruck ist, dass ein Vater allein tatsächlich wenig in einer solchen Lage tun kann (Druck zu machen vergrößert das Problem ja meist nur), sondern dass viel davon abhängt, ob irgendjemandem sonst mal auffällt, wie problematisch und destruktiv – nicht nur gegenüber dem Mann, sondern auch gegenüber den Kindern – ein solches mütterliches Verhalten ist.

    Wenn sich Ämter, Beratungsstellen und Gerichte im Hinblick darauf blind oder unwissend stellen, ist die Situation sicher kaum zu klären (was nur zeigt, dass diese Blindheit oder Unwissenheit, ob simuliert oder echt, schlicht nicht legitimierbar ist).

  • Ich bin erstaunt wie viel gesagt und geschrieben wird über Kinder von getrennten Eltern. Grundsätzlich Interessiert mich nur, an wen kann man sich wenden und gute Hilfe bekommen. Welche Webseiten sind hier Interessant.
    Jugendämter sind mehr oder weniger Versager!

  • Selbst Jugendämter können manchmal hilfreich sein (hab ich selbst gemerkt) – es kommt aber immer darauf an, an wen man gerade gerät. Es ist also ein Glücksspiel – grundsätzlich stimmt es, dass ein Vater sich von den Jugendämtern nicht viel Hilfe erwarten darf, oft eher noch Schwierigkeiten.

    Für Väter ist es das beste, sich vor Ort an Väterorganisationen zu wenden – die können oft selbst weiter helfen, oder sie können Einschätzungen zu den Angeboten vor Ort abgeben.
    Hier ist eine Sammlung der örtlichen Webauftritte des Väteraufbruchs:
    http://www.vaeteraufbruch.de/index.php?id=30

    Hier ist noch eine Sammlung von Väter-Selbsthilfegruppen, sie ist fast drei Jahre alt, aber umfassender als die Liste beim Väteraufbruch.
    http://www.vaeter-aktuell.de/links/Selbsthilfegruppen/

    Alles Gute!

  • @schoppe
    „Das wird in der Wirtschaft anders sein – bei Autobauern etwa, oder in anderen männlich geprägten Feldern, werden Struktueren feministischer Politik nur mit enormem Druck durchzusetzen sein. Ich glaube nicht, dass das klappen kann.“

    M.E. ist die Argumentation von roslin sehr schlüssig. Es geht um weibliche Suprematie und weibliche Bevorugung.
    Schlüssig ist auch der Vorwurf der sexuellen Belästigung als Herschaftsinstrument zur „weiblichen Machtergreifung“. Die Medien verstärken dieses „juristische“ Instrument durch Dauerskandalisierung.

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