Geschlechterkampf

Facebook: Nazi-Mist ist okay, Feminismus-Kritik muss weg

Bild zeigt einen Spruch an der Wand: Nazis essen heimlich Döner.
geschrieben von: Lucas Schoppe
Vor ein paar Monaten habe ich zum ersten (und letzten) Mal ein Bild bei Facebook gemeldet. Das Bild vom 4.1. zeigt eine Dose Nüsse, beschriftet ist sie mit den Worten „Buchenwald’s Beste“, darunter steht „Cash-Jews“ (also etwa: Geldjuden), neben den Schriftzug „Nur echt mit dem Stern“ ist ein Judenstern gezeichnet, unten prangt ein Hakenkreuz mit dem Satz „Hergestellt nach dem deutschen Reinheitsgebot“. Was Juden eigentlich mit Nüssen zu tun haben, macht das Partizip vor dem Begriff „Cash-Jews“ klar – es sind „Geröstete Cash-Jews“.
Ein lupenreines Nazi-Bild, das antijüdische Klischees nutzt und sich offen über den Massenmord an den europäischen Juden lustig macht. Ein paar Tage später erhielt ich von Facebook eine sehr knappe Mail mit dem Satz „Wir haben deine Meldung zu [Umstrittener Humor] Schwarzer Humors Foto überprüft.“ Das war alles: Das Bild wurde nicht entfernt, obwohl ich weiß, dass ich bei Weitem nicht der einzige bin, der es gemeldet hatte. Mittlerweile ist er auf der entsprechenden Seite der Gruppe ein zweites Mal gepostet, Hunderte von Facebook-Nutzern geben an, dass sie es mögen. Die Seite ist insgesamt voller rassistischer und antisemitischer Bilder und Sprüche, regelrecht zwanghaft sind Witze über Anne Frank (die zum Beispiel mit Papierhütchen und dem Spruch „I played hide and seek“ dargestellt wird, 9.1.), die Seite macht sich über eine Statistik lustig, die eine rapide Schrumpfung der jüdischen Weltbevölkerung während der Nazi-Herrschaft zeigt (31.3.), nutzt Nazi-Chiffren wie den Hitler-Code „88“ („Frage mich, womit die heizen“, 28.3.), macht zahllose Witze über Juden, Schwarze oder Türken und spottet auch über Angriffe auf Israel in der heutigen Zeit („Reise nach Jerusalem“, 3.1.). Auch rassistische Klischees werden offen bedient, Bilder erhängter Schwarzer mit dem Satz „Mal die schwarze Seele baumeln lassen“ untertitelt (1.4.), gleich mehrmals wird die Frage „What’s the most positive thing in Africa?“ mit „HIV“ beantwortet, und unter einem Bild eines Affen neben einem weißen Kind steht der Satz „Black children and white children are the same“ (1.4.) Dies nur einige Beispiele von sehr viel mehr möglichen.

 

Nazis rein, Kritiker raus Die Facebook-Seite „[Umstrittener Humor] Schwarzer Humor“ gefällt zum Zeitpunkt dieses Posts 53.908 Nutzern. Dass hier „schwarzer Humor“ vorgeführt würde, ist eine Schutzbehauptung – die meisten Posts sind nicht witzig, sie wirken lediglich durch die Heftigkeit der Grenzüberschreitung. Die Seite wirkt gerade durch die Schamlosigkeit, mit der sie brutal-dummes Nazi-Gerede vorführt und ausstellt. Facebook wiederum ignoriert Beschwerden über die Seite und deckt die rechtsradikale Propaganda, die auf seiner Plattform betrieben wird – vielleicht schlicht deswegen, weil sie erfolgreich ist und Nutzer an Facebook bindet.

Sicherlich – es gibt radikale Verfechter der Meinungsfreiheit, die auch einer solchen Seite ein Existenzrecht zugestehen. Ich finde das falsch – die Verhöhnung der Ermordeten ist keine „Meinungsäußerung“, sondern einfach eine kranke Rohheit. Der Massenmord an den europäischen Juden war ja unter anderem auch der größte systematische Kindermord der Weltgeschichte, und die zwanghaften Anne Frank-Witze der Seite spielen darauf an – eine solch Verrohung einfach stehen zu lassen, als Unterhaltungsmaterial für Tausende, ist barbarisch und hat in meinen Augen mit einem liberalen Verständnis von freier Rede gar nichts zu tun.

Umso erstaunter war ich, als ich nun bei Genderama  las, dass Facebook sehr wohl Einträge löscht – beispielsweise dieses Bild„I need feminism because when I kill my husband feminists will defend me“ steht auf dem Schild, das eine junge, in die Kamera lächelnde Frau in den Händen hält. Das Bild spielt satirisch unter anderem auf feministische Verteidigungen der Massenmörderin Aileen Wuornos an und auf den Prozess gegen Jodi Arias, die in den USA wegen eines brutalen Mordes an ihrem Freund verurteilt und die von Feministinnen unterstützt wurde – als „geschlagene Frau“, die sich bloß gewehrt habe. Gelöscht wurde auch ein Text des britischen Politikers Mike Buchanan über männliche Opfer häuslicher Gewalt.

Natürlich, Foto und Text wurde von Facebook in den USA und Großbritannien gelöscht, und Facebook in Deutschland hat möglicherweise andere Maßstäbe, die dann eben auch an der „Umstrittener Humor“-Seite deutlich wurden. Allerdings gibt es auch in den USA „Controversial Humor“-Gruppen, die von Facebook unbeanstandet offen rassistische Bilder und Witze posten. Zudem gehört es ja gerade zur Bedeutung von Facebook, dass nationale und geografische Grenzen keine Rolle spielen – mit Freunden in London oder New York kann man dort ebenso problemlos kommunizieren wie mit Freunden in Lindau oder Neunkirchen. Maßstäbe, die entlang nationaler Grenzen radikal unterschiedlich sind, werden dem Medium offenkundig nicht gerecht.

Zornige Göttinen Es ist ebenso klar, dass Facebook schlicht doppelte Standards anlegt (dazu mehr auch hier) – während Nazi-Propaganda gegen Beschwerden geschützt wird, wird sachliche, satirisch überspitze Kritik an feministischen Positionen als intolerabel behandelt. Anders ausgedrückt: Feministische Positionen werden von Facebook regelrecht sakralisiert, Kritik an ihnen weist schon durch ihre bloße Existenz ihre eigene Verworfenheit nach, ist faktisch blasphemisch, ohne dass überhaupt noch gefragt werden müsste, ob sie inhaltlich begründet ist oder nicht. Diese Tendenz wiederum ist ja nicht auf die USA oder Großbritanien begrenzt – gerade erst war ja beispielsweise eine Radiosendung der ARD  in der Diskussion, die ohne jeden Nachweis den Einsatz für Menschenrechte von Männern und Jungen mit dem Massenmord Breiviks verknüpft. Für den Autor der Sendung, Ralf Homann, sind feministische Positionen offenkundig in einem solchen Maße sakralisiert, dass er schon ein klares Abweichen von ihnen, gar eine offene Kritik als eine massive Verletzung wahrnimmt, so gravierend, dass er sie nur mit einem Massenmord assoziieren kann. Dieselbe religiöse Überhöhung findet sich auch schon in der Schrift der grünen Heinrich Böll-Stiftung, die Homanns Radiobeitrag zu Grunde liegt. Auch hier stellt der Autor der „wissenschaftlichen“ Studie nicht ein einziges Mal die Frage, ob die Männerrechtsbewegung vielleicht vernünftige Argumente hat, sondern unterstellt ihr rundweg eine „antifeministische“ Haltung, die er dann seinerseits mit Breiviks Verbrechen verknüpft. Auch die massiven Störungen  bei Vorträgen von Monika Ebeling, die Männern ebenso wie Frauen einen Anspruch auf Schutz ihrer Rechte und Integrität zubilligt, sind Symptom der Feminismus-Sakralisierung: Es reicht den Störern und Pöblern nicht, Ebelings Position kritisieren, sich von ihr klar abgrenzen zu können – für sie ist es unerträglich, dass eine solche Position überhaupt geäußert werden darf.

Natürlich ist die religiöse Überhöhung einer politischen Position, die sich auch in den willkürlichen Löschaktionen bei Facebook zeigt, widersinnig. Gewiss: Von einer „Heiligkeit des menschlichen Lebens“ lässt sich auch dann noch sinnvoll sprechen, wenn man die religiösen Hintergründe der Position nicht teilt. Sie kann im Sinne einer allgemeinen menschlichen Unverfügbarkeit interpretiert werden oder im Sinne von Kants Formel, dass ein anderer Mensch nie nur als Mittel zum Zweck, sondern immer auch als Zweck an sich betrachtet werden müsste. Eine „Heiligkeit politischer Positionen“ hingegen ist offenkundiger Quatsch. Eine Position ist im demokratischen Sinne ja eben gerade deshalb politisch, weil sie nicht heilig ist – weil sie sich der offenen Debatte stellt, kritisiert und relativiert, ja, auch in der Diskussion bekämpft werden kann. Politische Positionen zu sakralisieren ist eine klare Absage an demokratische Politik.

Noch einen anderen Nachteil aber hat die Sakralisierung des Feminismus: Sie untergräbt gemeinsame zivile Maßstäbe. Sie ist ein besonders extremes Beispiel für eine Tendenz, die Rechte und Schutzwürdigkeiten nicht mehr allgemein allen Menschen zugesteht, sondern lediglich bestimmten Gruppen, die sich besonders erfolgreich als Opfer gesellschaftlicher Strukturen präsentieren konnten. Menschenrechte gelten nicht mehr universell, sondern exklusiv, als Sonderrechte besonders schutzwürdiger Gruppen – während Angehöriger anderer Gruppen, als „Herrscher“ und „Unterdrücker“ imaginiert, aus der Humanität hinausdefiniert werden („Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“) So haben eben beide Seiten der doppelten Standards, die Facebook anlegt, einen inneren Zusammenhang in der Leugnung gemeinsamer ziviler Regeln und Rechte – und es ist aus der Facebook-Perspektive nur stimmig, einerseits rechtsradikale Hass-Propaganda als „schwarzen Humor“ zu verkaufen und gegen Einsprüche von Nutzern zu schützen, aber andererseits sachlich fundierte, satirisch nur leicht überhöhte Kritik an feministischen Positionen als unerträglich zu empfinden und zu löschen.

RSS
Follow by Email
Google+
https://man-tau.com/2013/06/06/facebook-nazi-mist-ist-okay-feminismus-kritik-muss-weg/
PINTEREST
LINKEDIN
Whatsapp
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann verpassen Sie keine Artikel mehr! Drücken sie auf den folgenden Link/Button und geben Sie Ihre Email-Adresse an, um über neue Artikel informiert zu werden.

18 Comments

  • Guter Artikel, aber das erste Bild ist keine „Erdnussdose“ sondern eine Dose mit Cashew-Nüssen. Daher macht dann auch „Cash-Jew“ (einen abstoßenden) Sinn.

  • Welches der folgenden Optionen wäre für mantau denn akzeptabel?

    [ ] Nazi-Posts ja, Feminismus-Kritik ja
    [ ] Nazi-Posts ja, Feminismus-Kritik nein
    [ ] Nazi-Posts nein, Feminismus-Kritik nein
    [ ] Nazi-Posts nein, Feminismus-Kritik ja

    Mehrfachauswahl möglich.

  • Mensch Schoppe,

    Du bist doch ein kluges Kerlchen, warum raffst Du es nicht?

    Jede Ideologie braucht ihren Punching-Ball, die sie in Zeiten ihrer Diskurshoheit als Bösewicht prügeln kann.
    Bei Adolphe waren es die Juden, bei den deutschen Linken die Nazis, die dann ausstarben und mühsam als imaginärer NSU bis heute konserviert werden mußten und wenn es nur eine Handvoll lächerlicher Figuren ist, gegen die sich organisierte Volksaufläufe idiotischer Linkswähler zusammenrotten lassen. Denk mal nach: wo geht denn da eine Gefahr von aus?
    Keine, müßte jedem Denkenden klar sein. Und ich bin sicher, so einen richtigen Nazi, so ein richtiges gefährliches Junghitlerlein kennst selbst Du nur vom neurotisch gefärbtem Hörensagen.
    Und die brutalen Ausländerfeinde? Meines Wissens und dem Verständiger und der Kriminalstatistik nach erleben wir hauptsächlich rassistisch induziertes Abschlachten von Deutschen- oder geht das nicht in Deinen Bregen?

    Ein 'Systemwechsel' hat mittlerweile stattgefunden: mangels echter Nazis und wegen der Verschiebung der Diskurshoheit von Rot nach Lila mußte auch ein neuer Feind her: der 'Antifeminist' mit seiner wahnsinnigen Gefährlichkeit auf Breivikniveau- die unsägliche Propagandasendung des Hetzerpudels Hohmann erinnerst Du ja noch- taucht als Golem am Horizont auf und damit der auch bei den linken Nochverbündeten so richtige Schauer hervorruft, ist er selbstverständlich braun angestrichen. Erbärmlich, Deine und Hoffmanns pflichtbewußt- reflexhaften Suaden über die Nazis von wgvdl- damit haben sie euch voll verarscht und als Deppen demaskiert, die man beliebig übers Nazi- Stöckchen springen lassen kann. Spätestens seit dieser Scheißbook- Aktion müßte es doch klar sein: irgendwelche raren rechten Spinner interessieren überhaupt nicht mehr, da sie erkennbar zum Gruselmonster nicht mehr taugen. Boostern von Feminismusgegnern zum neuen Golem ist angesagt und der rechter Umtriebe unverdächtige Danisch ist Dir in der Erkenntnis der Realität um Meilen voraus:
    http://cuncti.net/streitbar/437-wie-wir-zur-zensurgesellschaft-werden
    'Nazimist' erledigt sich von selbst, wenn man ihm die Aufmerksamkeit zukommen läßt, die ihm zusteht: nämlich keine.
    Wenn man es so macht wie Du, wird man dauernd wie ein Bär am Nasenring in der Manege herumgeführt von den genital Qualifizierten. Traurig.

  • Großartig! Schreib irgendwas Kritisches über Nazis, und der rechte Rand der Männerbewegung kriegt sich gar nicht mehr ein vor Wut … 😀

  • Der Beitrag von „qed“ ist einer der Gründe, warum es die feminismuskritischen Leute so schwer haben, in einer breiteren Öffentlichkeit adäquat wahrgenommen zu werden und die Feministen leichtes Spiel haben, die feminismuskritisch Bewegung pauschal zu denunzieren. Schrecklich diese Ansammlung von Hass auf Linke, Feministinnen, Ausländer. Leute wie „qed“ machen mir Angst!!!

  • @ qed Die Anrede als „kluges Kerlchen“ rührt mich natürlich sehr und von Herzen, aber abgesehen davon: Es ist naiv zu glauben, nur wegen Homann und Konsorten würden ich oder andere sich von brachial-maskulistischen Statements distanzieren. Homanns, Rosenbrocks, Gesterkamps, Kempers etc. Diffamierungsbedürfnis ist so groß, die würden schnell etwas anderes finden, wenn sie wgvdl nicht hätten. Da käme man mit dem Rundum-Distanzieren eh nicht hinterher.

    Das will Brachial-Maskulisten einfach nicht in den Kopf – dass es gute Gründe gibt, es z.B. bescheuert zu finden, wenn eine Ablehnung von Nazi-Sprüchen sofort mit Hinweisen auf gewalttätige Ausländer gekontert wird. Oder wenn der NSU als bloß imaginäre Gefahr hingestellt wird. Da brauch ich doch keinen Homann, um auf Abstand zu gehen.

    Allenfalls kann man darüber diskutieren, inwieweit die Bezeichnung als „Antifeminist“ in manchen Kreisen nicht mittlerweile als Diffamierungs-Instrument deutlich wirksamer ist als die Bezeichnung als Nazi. Aber dafür braucht man dann Argumente, oder Beispiele (wie etwa das Verhalten der Grünen Kreuzberg-Friedrichshain beim Namensstreit um den Platz vor dem Jüdischen Museum) – nicht nur Rhetorik.

  • Tja, wenn man aber den Rest dieser Seite liest, sieht man, wie hoffnungslose die ganze Lage ist: Der uebliche Hass auf den Staat. Und dann noch ein Loblied auf die Republikaner.

    Auf Genderama und Cuncti heisst dies ja immer so schoen „libertaer“. Die unbefleckte Wirtschaft, die brutal vom Staat unterdrueckt wird. Steuern runter, etc. etc. Der ganze uebliche Schwachsinn. Wohl eine ganz aehnliche faschistoide Phantasie wie die feministische Phantasie: ein allmaechtiger Feind (der Staat bzw. der Mann), der umso staerker wird, je schwaecher er in Wirklichkeit wird.

    Wie halten es denn die Leser dieses Blogs z.B. mit den ueblichen Phantasien (in diesen Kreisen) von der Privatisierung der Schulen: Dann wird offensichtlich nichts mehr von Bildung uebrigbleiben.

  • Ich kann mit Kapitalismuskritik eigentlich nicht sehr viel anfangen, aber die großen Internetfirmen betrachte ich inzwischen doch kritisch weil hier anscheinend sehr viel leichter Monopole entstehen als man es bisher kannte. Es kann halt nur ein Amazon, ein Youtube, ein Facebook geben ect…
    Wenn es sich bei einem solchen Monopolisten um ein soziales Netzwerk handelt, dass sich dann der feministischen Ideologie verschreibt und nach wenig nachvollziehbarem Muster Beiträge löscht ist das doppelt problematisch. Für mich ist das ein weiteres eindrückliches Beispiel wieviel Macht Frauen als soziale Gruppe heute besitzen.
    Vielen Dank Herr Schoppe für Ihr Blog. Bin ein großer Fan!
    Taeja.

  • @ Oliver K. „Die unbefleckte Wirtschaft, die brutal vom Staat unterdrueckt wird. Steuern runter, etc. etc. Der ganze uebliche Schwachsinn.“ Ich finde, beides sind Zerrbilder – sowohl das Bild vom Markt, der irgendwie immer zu günstigen Entscheidungen käme (wenn man ihm nicht dazwischenfunkt), als auch das Bild vom Staat, der ganz gewiss immer im Sinne der Menschen agiere und nicht völlig von Eigeninteressen bestimmt sei. Ich finde übrigens das Buld bei Genderama und Cuncti differenzierter – es ist wohl einfach so, dass feminismuskritische Positionen häufig mit einer großen Skepsis gegenüber staatlichen Gestaltungsansprüchen verbunden sind (weil feministische Akteure häufig eben gerade die staatlichen Institutionen zur Duchsetzung ihrer Ziele nutzen).

    Was Privatschulen angeht: Mehr Konkurrenz der staatlichen Schulen duch Privatschulen würde den Schulen fänd ich gut – die staatlichen Schulen sind, durch die Top-Down-Strujkturierung des staatliche Bildungssystens, oft nicht selbständig genug, um sinnvolle Schulentwicklungen konsequent betreiben zu können. Die Ergebnisse von einer allgemeinen Privatisierung (bei der, nach einer Idee von Milton Friedman, dann Bildungsgutscheine ausgegeben werden, damit auch ärmere Familien sich den Schulbesuch der Kinder leisten können) sind allerdings eher ernüchternd:
    http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/freie-schulwahl-einfache-idee-schwierige-umsetzung-1.725255

  • @ Taeja Vielen Dank für den Kommentar zum Blog!

    Die sozialen Netzwerke sind, glaube ich, anfälliger, als man es ihnen ansieht. Natürlich: Ab einer gewissen Masse haben Konkurrenten kaum noch eine Chance, weil es sich für die Einzelnen eben lohnt, beim gößten Netzwerk zu sein, da man dort die meisten Kontakte (wieder-)findet. Andererseits können sich so eben auch Abwanderungsbewegungen immer weiter verstärken . Ein ganz gutes Beispiel ist ja SchuelerVZ, das gerade dicht gemacht hat, aber vor wenigen jahren noch einige Millionen Mitglieder hatte und gerade für jüngere Schüler fast unumgänglich war. Falls Facebook aus rein ideologischen Gründen Mitglieder gängelt und sich das herumspricht, kann ihm das trotz der starken Marktposition durchaus schaden.

Leave a Comment