Monat: Juli 2013

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Gender Studies und die Logik der Feindschaft

Alexandra Weiss, Innsbrucker Koordinatorin im Büro für Gleichstellung und Gender Studies, ist richtig sauer – doch zum Glück gibt ihr die taz die Gelegenheit, ihre Empörung öffentlich zu machen: „Die aktuell populäre Rede von der „Krise der Männlichkeit“ und der damit einhergehende Antifeminismus sind Ausdruck eines Verteilungskampfs. In der Krise sollen damit gefährdete männliche Machtpositionen ...

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Gender Studies: Wissenschaft von unten, installiert von oben

„Man muss bei einer wissenschaftlichen Gender Studies davon ausgehen dürfen, dass sich chauvinistische Wissenschaftler ebenso zu dem Fach hingezogen fühlen würden wie Feministen. Es gäbe keine als Wissenschaft getarnte Streitschrift gegen die Kritiker des Fachgebietes, in der sie als “maskulinistische bzw. antifeministische Autor_innen” (= Klassenfeind, S. 7) bezeichnet werden. Denn “maskulinische” und “antifeministische” Wissenschaftler würden ...

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Gender Studies als Wissenschaft von allem und jeder

„Wissenschaftliche Gender Studies hätten das Ziel, ohne ideologische Scheuklappen die Natur und Kultur der menschlichen Geschlechter zu erforschen. Biologische, psychologische, historische und soziologische Erkenntnisse würden gleichermaßen akzeptiert werden.“ So skizziert Andreas Müller im „Feuerbringer-Magazin“ die Möglichkeit wissenschaftlich fundierter Gender Studies. Eigentlich müsste dies eine fraglos mehrheitsfähige Position sein – denn auch wenn vermutlich verschiedene Interessierte ...

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Aber die Kaiserin hat ja gar nichts an! – Psssssst…..

„Dies ist keine Einladung, mich zu vergewaltigen“ („This is not an invitation to rape me.“) steht auf dem Bild einer jungen Frau. Sie flaniert offenkundig an einem öffentlichen Ort, trägt ein ärmelloses, enges, weißes Hemd mit großem, aufgeknöpften Ausschnitt, ohne BH. Die Webseite der schottischen Kampagne des Vereins “Rape Crisis Scotland” erläutert zu dem Bild: ...

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Der böse, fremde Sohn – Lynne Ramsays "We Need To Talk About Kevin"

„Mami war glücklich bevor der kleine Pinkel-Kevin dazukam, weißt du das? Jetzt wacht Mami jeden Morgen auf und wünscht sich, sie wäre in Frankreich.“ („Mummy was happy before widdle Kevin came along, you know that? Now Mummy wakes up every morning and wishes she was in France!”) Der etwa zweijährige Kevin steht noch im Laufstall ...

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Deserteure an der Wickelfront

Das Kind war ein Wunschkind, für beide Eltern, doch noch vor der Geburt zog der Vater sich zurück, trennte sich, kappte den Kontakt, und über Jahre hinweg schickte er seinem Kind – das nun allein bei der Mutter lebte – nicht einmal mehr eine Geburtstagskarte. Die Mutter wollte das nicht akzeptieren, fand den Umgang mit ...

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Wie Alice Schwarzer einmal eine Alien-Invasion bekämpfte

„Ich brauche den Feminismus, damit jemand meine Stimme zum Verstummen bringt.“ Diesen Satz, eine Übersetzung der Reaktion eines amerikanischen Mannes auf die dortige „whoneedsfeminism“-Kampagne, habe ich vor wenigen Tagen auf der Facebook-Seite des deutschen Pendants „Wer braucht Feminismus?“ veröffentlicht. Er wurde sofort gelöscht. Anlass für mich waren Berichte von Lesern, die aus kritischer männlicher Perspektive ...

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Wer braucht Feminismus? Na, wir!

Jasmin Mittag war in den USA und hat von dort etwas mitgebracht. Sie stellt beunruhigt fest, dass der Feminismus diejenige soziale Bewegung mit dem schlechtesten Image sei: „Sich für Umweltschutz, Tierrechte oder Frieden einzusetzen, ist zum Beispiel wesentlich angesehener“. Natürlich ist es ein Mysterium, warum viele Menschen eine halbwegs intakte Umwelt oder die Vermeidung von ...