Wie die SPD unwählbar wurde

Es gibt wohl kaum einen Satz in der gegenwärtigen deutschen Politik, der in der Männerbewegung ähnlich oft zitiert wird. In der „Champions League des Sexismus“, die gerade von MANNdat veranstaltet wird, ist er natürlich mit dabei, und der Bremer Professor Gerhard Amendt bezeichnet ihn in der „Welt“ als einen „Aufruf zum Kampf gegen die Männer“, der sie in den „Status der Unmenschlichkeit“ rücke.
Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“
Ein Satz, der zum ersten Mal im Berliner Programm der SPD von 1989 auftauchte (S. 22) und der dann 2007 auch in das Hamburger Programm übernommen wurde (S. 41). Diese Übernahme war nicht selbstverständlich – prominente SPD-Frauen wie Hannelore Kraft, Gesine Schwan und Kerstin Griese hatten gefordert den Satz zu streichen, da er „rhetorisch verstaubt“ und „nicht mehr angemessen“ sei.  Auf Druck der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) und der Jusos war er auch jedoch auch in die Neufassung des Grundsatzprogramms aufgenommen worden  – und nach dringlicher Fürsprache Erhard Epplers:
„Dieser Satz stammt nicht von einer radikalen Feministin, sondern von mir. Und ihr dürft ihn getrost ins Hamburger Programm übernehmen.“
Der Gedanke verharmlost den Satz, dass er nur deshalb problematisch sei, weil er rhetorisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit wäre. In einem Kommentar hier bezieht sich Crumar beispielsweise auf
„den legendären Satz, der nicht nur ahistorisch und asozial ist, sondern radikal zu Ende gedacht Männer nicht als Bestandteil einer menschlichen Gesellschaft sieht. Zerlegt man den Satz in Gegensatz Paare, wird deutlich, dass Frauen das Menschsein verkörpern, womit Männern nur noch die Position des zu überwindenden Unmenschen bleibt.“

Ganz gleich, wie immer der ja tatsächlich ausgesprochen wolkige Satz interpretiert wird, er arbeitet mit einem Gegensatz von Männlichkeit und Menschlichkeit. Demokraten würden selbst Nazis zwar als politische Gegner bekämpfen, ihnen aber nicht die Zugehörigkeit zum Menschsein abstreiten.

Warum aber sollten aus Sicht der SPD Männer insgesamt noch schlimmer sein als Nazis? Und wie gerät ein solcher Satz in das Grundsatzprogramm eine Partei, die sich als demokratisch versteht, und wie kann er sich dort über Jahrzehnte behaupten? Um auf die Fragen eine Antwort zu finden, lohnt sich ein Blick auf die Zusammenhänge, in denen dieser Satz steht.

Vom männlichen Bedürfnis nach Schichtdienst (und anderen Seltsamkeiten des Berliner Programms)
„Die Zukunft verlangt von uns allen, Frauen und Männern, vieles, was lange als weiblich galt; wir müssen uns in andere einfühlen, auf sie eingehen, unerwartete Schwierigkeiten mit Phantasie meistern, vor allem aber partnerschaftlich mit anderen arbeiten.“ (S. 22)
Im Berliner Programm von 1989 geht dieser Abschnitt dem Satz von der menschlicheren männlichkeitsüberwindenden Gesellschaft direkt voran. Einerseits reproduziert er natürlich Klischees – anders als Frauen erscheinen Männer als phantasielos, als unfähig zur Einfühlung und zum partnerschaftlichen Arbeiten, als hilflos gegenüber unerwarteten Schwierigkeiten. Andererseits und zugleich aber („was lange als weiblich galt“) distanziert er sich von eben diesen Klischees, stellt sie als überlebte gesellschaftliche Konstruktionen dar.
Eine seltsame Zwitterposition – während Zuschreibungen an Männlichkeit und Weiblichkeit lediglich den Status von Klischees haben, sollen Frauen zugleich auch tatsächlich in einem deutlich besseren Licht dastehen als Männer. Diese Widersprüchlichkeit zieht sich durch die vorhergehenden Abschnitte. Noch immer, so beklagt die SPD etwa,
„werden Zeitabläufe und Organisationsformen von Erwerbsarbeit und ehrenamtlicher Tätigkeit durch männliche Bedürfnisse bestimmt.“ (S. 21)

Diese Äußerung ist gerade bei einer ehemaligen Arbeiterpartei überraschend – vermutlich wäre kein Mitglied der traditionellen Arbeiterbewegung auch nur auf die Idee gekommen, dass beispielsweise der Schichtdienst nicht der Gewinnmaximierung von Unternehmen diene, sondern die Bedürfnisse der männlichen Arbeiter befriedige.

Erklären lässt sich dieser Satz nur, wenn vorausgesetzt wird, dass „weibliche Bedürfnisse“ darauf gerichtet sind, Erwerbsarbeit und Kindessorge zu verbinden, während „männliche Bedürfnisse“ ganz in der Erwerbsarbeit aufgingen. Von eben dieser Aufteilung allerdings distanziert sich das Programm gerade einen Absatz vorher, wenn die SPD dort beklagt, Frauen werde noch immer „der private Bereich, Hausarbeit und Kindererziehung zugewiesen“. Die SPD rettet sich aus diesem Widerspruch mit der Forderung nach einer 30-Stunden-Woche für Frauen UND Männer.

Dass Frauen möglicherweise gute Gründe haben könnten, die häusliche Arbeit der Erwerbsarbeit vorzuziehen, kommt im SPD-Denken nicht vor – ebenso wenig wie die Idee, dass es auf den Wünschen von Frauen selbst basieren könnte, dass sie weniger ehrenamtliche Tätigkeiten leisten als Männer.

„In allen Gremien sollen Frauen und Männer je zur Hälfte vertreten sein; wo Überzeugungsarbeit dies nicht erreicht, sind gesetzliche Quoten nötig.“ (S. 21f.)

Wer auch nur probehalber auf die Idee käme, dass die relative Zurückhaltung von Frauen auf ihren Entscheidungen selbst und nicht bloß auf feindseligen Strukturen beruhen könnte, müsste diesen Satz als Aufforderung verstehen, Frauen über gesetzlichen Druck in Ehrenämter und andere Gremien hinein zu zwingen.

So ist der Satz von  der menschlicheren männlichkeitsüberwindenden Gesellschaft in seinem ursprünglichen Habitat mehrdeutig. Einerseits drückt sich in ihm die nirgendwo belegte oder gar überprüfte Überzeugung aus, dass „die herrschende Kultur männlich geprägt“ (S. 20) sei, so dass die „menschlichere Gesellschaft“ wohl die wäre, die weniger männlich dominiert ist. Zugleich aber werden Frauen auch tatsächlich als menschlicher präsentiert als Männer, als „Opfer männlicher Gewalt“ (S. 21), deren soziale Kompetenzen doch viel größer seien als die ihrer Peiniger.

Für Männer schafft die SPD damit eine absurde Kommunikationsbasis. Nehmen sie ihn ernst, dann können sie sich eigentlich nur noch in die Ecke zurückziehen und sich schämen (anstatt sich, wie Eppler, eitel und öffentlich für die Erfindung des Satzes zu rühmen). Ansonsten müssen sie zwangsläufig ein Doppelspiel spielen: Entweder sie  gehen davon aus, dass natürlich nicht sie, sondern nur andere Männer gemeint seien. Oder – und das ist die humanere Variante – sie stimmen dem Satz vordergründig zu und schütteln zugleich, sobald sie sich unbeobachtet fühlen, den Kopf darüber, welchen Quatsch man als Sozialdemokrat manchmal erzählen muss, nur um die Genossinnen von der ASF zufrieden zu stellen.

Von Schlüssel- und Führungspositionen (und anderen typischen SPD-Interessen im Hamburger Programm) Im Hamburger Programm von 2007 hat sich die Situation nur vordergründig verbessert.
„Wir Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen wollen, dass Frauen und Männer gleiche Rechte und Chancen haben (…). Wir wollen, dass Frauen und Männer ihren Weg – gemeinsam oder getrennt, mit oder ohne Familie – selbstbestimmt wählen können.“ (S. 40)

Das muss beispielsweise in den Ohren entsorgter Väter wie Hohn klingen. Hätten die „Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen“ auch nur einmal die revolutionäre Idee durchgespielt, dass auch Männer unter rechtlichen Benachteiligungen leiden können, dann wäre es nicht SPD-Politik gewesen, auch kleine Verbesserungen der heillosen rechtlichen Position von nicht-ehelichen Vätern und ihren Kindern über Jahre hinweg und mit großem Aufwand zu blockieren.

Während sich die SPD 2007 mit klischeehaften Zuschreibungen an Geschlechter stärker zurückhält als 1989, gerät ein anderer Aspekt in den Vordergrund.

„Die Schlüsselpositionen von Wirtschaft und Gesellschaft werden ganz überwiegend von Männern besetzt. Frauen erhalten vielfach weniger Lohn als gleich qualifizierte Männer.“ (S. 40)

Der zweite Satz ist phrasenhaft, er wäre genau andersherum auch richtig – wer beispielsweise in Teilzeit arbeitet, erhält eben weniger Lohn als gleichqualifizierte Arbeitskollegen, die eine Vollzeitstelle haben. Eine Anspielung auf das Gender Pay Gap“, die schon von dem Wissen geprägt ist, dass die Vorstellung einer Benachteiligung von Frauen bei den Löhnen nicht haltbar ist – und die trotzdem nicht von ihr lassen kann.

Wichtiger aber ist die für eine ehemalige Arbeiterpartei überraschende Fixierung auf „Schlüsselpositionen“, auf die obersten Plätze der Gesellschaft und des Arbeitslebens. Das ist kein Zufall:

„Erforderlich sind gesetzliche Maßnahmen für die gleiche Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in Unternehmen, Verwaltung, Wissenschaft und Forschung sowie Aufsichtsgremien.“ (S. 41)
Keine Rede von einer allgemeinen gleichen Teilhabe: Soweit das Programm einer ehemaligen Arbeiterpartie, die vergessen hat, dass es Arbeiter gibt.
Wofür gläserne Decken gut sind Ein schönes Beispiel für die sozialdemokratische Verdrängung des Erbes als Arbeiterpartei, das vordergründig mit Geschlechterthemen nicht viel zu tun hat, ist die „Rente mit 67“. Es hat die SPD Jahre gekostet, bis sie gemerkt hat, dass diese Rente vor allem die Menschen trifft, die ehemals ihre Klientel waren: Bergleute, Maurer, Betonbauer, Zimmerer, Dachdecker, Gerüstbauer, Textilverarbeiter, Gartenbauer und andere, die schon das Renteneinstiegsalter von 65 zu großen Teilen nicht erreichen. Das Demographische Netzwerk dazu:
„So geht von den im Hoch- oder Tiefbau beschäftigten Personen fast jeder Zweite aus Gesundheitsgründen vorzeitig in Rente. In Ausbauberufen, wie z.B. Fliesenleger oder Heizungsbauer und in Berufen der Holzbearbeitung liegt diese Quote jeweils bei über 40%. Anders bei akademischen Berufen.“

Für alle diese Menschen ist die Rente mit 67 faktisch eine „verkappte Rentenkürzung“ (worauf übrigens ausgerechnet die FDP die SPD schon früh aufmerksam machte), und die Verantwortung für diese Kürzung wird eben gerade auf die abgewälzt, die unter ihr leiden – sie hätten ja schließlich länger arbeiten können. Als klassische sozialdemokratische Politik lässt sich das auch mit großem propagandistischem Geschick nicht verkaufen.

Die SPD jedoch, ganz fixiert auf vermeintliche gläserne Decken für karrierebewusste Frauen, bekam nicht einmal mehr mit, dass große Teile ihrer ehemaligen Wähler mittlerweile in den Keller fielen. Möglicherweise liegt das eben auch daran, dass die am stärksten betroffenen Berufe fast ausschließlich Männerberufe sind. Wer nur auf „Schlüsselpositionen“ starrt, dort viele Männer entdeckt und so eine „männliche Herrschaft“ fabuliert, kann mit gesellschaftlich produziertem männlichen Leid eben nur wenig anfangen.

Ihre eigene Vergangenheit als Arbeiterpartei verdrängt die SPD also machtvoll und führt sie nur noch gelegentlich aus Gründen der Imagepflege vor. Das ist Resultat einer weitgehenden Verbürgerlichung der Partei und keine Konsequenz feministischer Positionsnahmen. Die feindseligen feministischen Klischees im SPD-Grundsatzprogramm und ihre Wirkungen in der Partie verdecken jedoch diesen Prozess und verstärken ihn. Der Blick wandert von sozialen Unterschieden hin zu Geschlechterunterschieden, und Reflexionen privilegierter Männer und Frauen über die Aufstiegs- und Karrierechance privilegierter Frauen erscheinen als zentrale, ja einzig nennenswerte Beiträge zu Fragen sozialer Gerechtigkeit.

So erfüllt die hohle, demagogische Gegenüberstellung von Menschlichkeit und Männlichkeit eben doch einen Zweck. Anstatt sich mit politischen Zusammenhängen auseinandersetzen zu müssen, und mit der eigenen Verantwortung für politische Entwicklungen, personalisiert die SPD gesellschaftliche Konflikte und entdeckt die Verantwortung dafür in einem vorgeblich „männlichen“ Verhalten. Oder noch einmal in Crumars Worten, hier im Kommentar:

„Die Umstände den Männern anzulasten, ihrem Verhalten, entlastet die politischen Akteure, die die Verhältnisse geschaffen haben, in denen sich Männer verhalten müssen.“
Eine Partei, die solche gruppenbezogenen Feindschaften pflegt und die Angehörige großer Gruppen schlicht aus der Menschlichkeit hinausdefiniert, um politische Analysen zu vermeiden und ihre eigene politische Verantwortung zu verwischen, ist selbstverständlich unwählbar – für Männer und für Frauen.
  1. Eine vernichtende aber treffende Analyse einer abgewirtschaften, aber feministisch korrekten Partei. Da die Grünen ja noch „schlimmer“ sind, frage ich mich als Linker und feminismuskritischer Mensch, wen ich überhaupt noch wählen kann,wenn ich wählen und meine Stimme nicht verschenken will 😦

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  2. „Zerlegt man den Satz in Gegensatz Paare, wird deutlich, dass Frauen das Menschsein verkörpern, womit Männern nur noch die Position des zu überwindenden Unmenschen bleibt.““

    Es ist die Frage, ob der Satz wirklich als Gegensatz aufgebaut ist und diese Zerlegung damit zutreffend ist. Man kann ihn ja auch so verstehen, dass derjenige, der eine humanistische Gesellschaft haben möchte, also eine, die den Interessen von Männern und Frauen dient, dafür sorgen muss, dass nicht nur ein Geschlecht die wichtigsten Entscheidungen trifft (=die Männer=die männliche Gesellschaft) (das wäre noch immer eine unzutreffende Beschreibung der gegenwart, aber das ist eine Kritik in eine andere Richtung).

    In dem Satz muss insofern nicht logisch enthalten sein, dass Männer keine Menschen sind. Sondern nur, dass eine menschliche Gesellschaft keine ist, in der nur Männer das sagen haben und Frauen davon ausgeschlossen werden.

    Damit will ich nicht sagen, dass der Satz gelungen ist. Er ist recht platt und kämpferisch ausgelegt und beruht zudem auf falschen Vorstellungen darüber, welchen Anteil die Geschlechter jeweils an der Gestaltung der Gesellschaft haben.

    Ich versuche es mal an einem schlechten Beispiel:
    „Wer eine ausgewogene Ernährung will, der muss fettige und kohlenhydratlastige Ernährung überwinden“ sagt eben nicht, dass man keine Fette und keine Kohlenhydrate mehr essen soll. Sondern stellt auf eine „gesunder Mischung“ ab.

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  3. Wer eine mehrdeutige Behauptung in die Welt setzt, muß für alle Bedeutungen geradestehen und kann sich nicht je nach Wetterlage mal die eine und dann die andere Bedeutung herauspicken.
    Es ist ja auch niemand gehindert, eine Doppeldeutigkeit durch zusätzliche Erläuterungen zu beseitigen.
    Steinbrücks kürzliche Demutsadresse an die „Spitzenfrauen“ und die bekannte Macht der Asf sprechen dafür, daß keine Absicht besteht, die Doppeldeutigkeit zu beseitigen.

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  4. Sehr start, Man merkt aber auch eine gewisse Hilflosigkeit – oder projiziere ich das? Denn wen soll ein werktätiger Mann noch wählen? Skurrilerweise scheint ausgerechnet die FDP als Hort der soialen Gerechtigkeit, zumindestens wenn es um die Belange berufstätiger Familienväter wie mir geht: Bildungsthemen, Steuern begrenzen, Gesundheitswesen – demgegenüber hat das linke Parteienspektrum völlig bekloppte Wahlprogramme, die einem arbeitenden Familienmenschen schon sauer aufstoßen – Steuererhöhungen – ob durch Tarif, Abschaffund des Splitting, Abschaffung von Karrierechancen, Ignoranz auf der Bildungsseite (ausgerechnet bei der Studienratspartei Grüne).
    Und die SPD – welche jämmerlicher Anblick.

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  5. Bitte in das folgende nicht persönlich – ich habe lauthals lachen müssen.
    Und möchte dein „schlechtes Beispiel“ gerne verwenden:

    1. Wer Gesundheit will, muss Krankheit überwinden!
    2. Wir haben die Wahl zwischen der typisch weiblichen, fettigen und kohlenhydratreichen Ernährung und einer gesunden, mit Männlichkeit verbundenen.

    Wer den ersten Satz will, der wird doch wohl nichts gegen den zweiten haben, oder?
    Es geht schließlich um deine freie Wahl als Individuum, dich für richtiges oder falsches Verhalten zu entscheiden.
    Es ist völlig ergebnisoffen, für welche Variante der Ernährung (gesellschaftliches Leitbild) man sich entscheidet! 😉

    Der Trick ist doch eine platt allgemeine Forderung zu stellen, die niemand verneinen kann.
    Der Clou jedoch ist, ich versehe nachfolgend die zwei Entscheidungsoptionen mit ganz klar ab- bzw. aufwertenden Eigenschaften, die eine Wahl suggerieren, die rational gar nicht existiert.

    Welcher klar denkende Mensch entscheidet sich schon für die Option „Krankheit“?
    Wer ist schon gegen deine Option „Humanismus“?
    Natürlich sind alle hier für eine humanistische Gesellschaft.

    Nur suggerierst du, die 3 % der Männer, die wirklich Entscheidungen treffen können, seien wegen ihres Geschlechtes deckungsgleich mit den 97 % aller Männer, die nichts zu sagen haben.
    Diese Identität von Interessen ist jedoch ein theoretisches, feministisches Konstrukt.
    Du unterstellst damit weiterhin, 50 % der Gesellschaft (die Frauen) hätten die richtigen, nämlich humanistische Interessen, die andere Hälfte vertrete bloße Herrschaftsinteressen.
    In deiner Konstruktion geht es somit gar nicht um die Interessen von Frauen UND Männern, sondern ausschließlich um die Interessen von Frauen.

    Eine Frage: Warum hat sich die SPD denn überhaupt gegründet, wenn bspw. Bismarck für alle Männer gesprochen, gedacht und entschieden hat?
    Und was macht deine eigenen Interessen als Mann so überaus fragwürdig, dass du sie noch nicht einmal denken darfst?

    Gruß, crumar

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  6. Ich denke und glaube, dass es eine Mischung aus Ratlosigkeit und Desillusionierung ist, wobei ich hier ganz bestimmt projiziere! 😉
    Misst man alle existierenden politischen Parteien an der Vertretung wirklicher Geschlechtergerechtigkeit und untersucht sie auf ein Jota an Interessenvertretung für Männer, dann wird man automatisch zum Nichtwähler.

    Aber wie ein kluger Kopf gesagt hat: „Würde nicht wählen etwas ändern, dann hätten wir die Wahlpflicht!“

    Es geht meines Erachtens darum, solche ketzerischen Gedanken in die Parteien in hineinzutragen; aber möglichst von außen.
    Sich intern in Parteikämpfen zu verzetteln ist sinnlos in meinen Augen.

    Und meine zwei Cent: Die FDP ist eine Ruine der einstigen Liberalität, deren real-existierende Fassade von Baum und Leutheuser-Schnarrenberger künstlich zusammengehalten wird.
    Die ist m.E. nur wählbar, wenn man eine ganze Hotelkette besitzt und selbst dann wäre ich mir nicht so sicher (wen wählt Paris Hilton? Und gibt es dann davon ein Video?).

    Gruß, crumar

    Antwort

  7. Ich würde sagen: Der Slogan lebt davon, dass man zunächst allgemein humanistische Werte als genuin weiblich deklariert, und dann den vermeintlichen Kontrast dazu – „männlich“ – als unabwendbar zu überwindendes Negativmoment darstellt.

    ->“Die Zukunft verlangt von uns allen, Frauen und Männern, vieles, was lange als männlich galt; wir müssen zielstrebiger, intelliegenter, rationaler und mutiger werden!

    Wer die menschliche Gesellschaft will, muss das Weibliche Überwinden!“

    – Nick

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  8. Ich habe ziemlich genau dasselbe Problem. CDU und FDP sind mir politisch fremd. Ich bin aber auch im Väteraufbruch („Allen Kindern beide Eltern“), und spätestens als ich gesehen habe, wie Väter, die sich dort für den Kontakt mit ihren Kindern engagieren, von SPD und Grünen in die Nazi-Ecke gestellt wurden (Gesterkamp, Rosenbrock), war klar, dass ich da auch nicht hingehöre.

    Gut, ich gestehe, es war eigentlich schon vorher klar, es wurde dann nur nochmal überdeutlich.

    Ich hab jetzt ein paarmal die Piraten gewählt, weil ich naiv dachte, die könnten sich zu einer Alternative entwickeln – abr die haben sich bekanntlich auch erledigt.

    Antwort

  9. „eine gewisse Hilflosigkeit – oder projiziere ich das?“ „eine Mischung aus Ratlosigkeit und Desillusionierung“ Mag sein, dass es auch eine Projektion ist, jedenfalls trifft es sehr gut.

    Die FDP hat sich in meinen Augen u.a. durch ihre völlig unverblümte Klientelpolitik diskreditiert (wenn man ihr den Kredit denn überhaupt eingeräumt hatte), die Hoteliers sind ja nur ein Beispiel. Was aber eben nicht bedeutet, dass andere keine Klientelpolitik betreiben würden – was ja auch ein Grund für eine gewisse Hilf- und Ratlosigkeit ist.

    Antwort

  10. @ Christian Ich finde auch, dass Deine Interpretation des Satzes eine logisch mögliche Interpretetion ist, wenn auch wohl die wohlwollendste. Kurz gefasst: Es ginge nicht um „Männlichkeit“, sondern um „männliche Dominanz“. Ich bin auch sicher, dass viele Sozialdemokraten den Satz eben so verstehen. Trotzdem ist mir die Interpretation aus einigen Gründen nicht plausibel.

    Einerseits baut der Satz tatsächlich auf einer Opposition. Wer A will, muss B überwinden.
    Das heißt, A gibt es nur nach dem Ende von B.
    Das heißt, solange B da ist, gibt es A nicht, und umgekehrt.
    Jenseits von allen interpretativen Unterstellungen ist es daher einfach eine Feststellung, dass die SPD-Aussage mit einem Gegensatz arbeitet.

    Tatsächlich hat der Satz ja auch einen Vorläufer, den alten, durchaus selbstgerechten feministischen Slogan „Weniger Mann ist mehr Mensch.“ Natürlich könnte damit auch gemeint gewesen sein, dass Menschen insgesamt umso mehr „Mensch“ sind, je weniger sie sich in angestammten geschlechterrollen bewegen. Dann aber hätte der Satz „Weniger Frau ist mehr Mensch“ ebenso häufig geäußert werden müssen – und das wurde er nach allem, was ich weiß, nicht. Darum ging es nie.

    Zudem finde ich, dass auch die blinde Dominanzunterstellung an Männer – durch die SPD, nicht durch Dich – etwas Abwertendes hat. Als ob diejenigen Männer, die weit von jeder gesellschaftlichen Dominanz entfernt leben (die 97 Prozent sind m.E. gut geschätzt), keinen Anspruch hätten, wahrgenommen zu werden.

    Und schließlich: Wenn der SPD in ihrem Grundsatzprogramm einfach nur eine ungünstige, missverständliche Formulierung unterlaufen ist, dann hatte sie zwischen 1989 und 2007 sehr viel Zeit, sie zu revidieren (etwa als: „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männlich dominierte überwinden.“ Würde ich auch nicht unterschreiben, aber zumindest wäre die Aussage eindeutig). Kritik genug gab es ja. Wenn der Satz trotzdem stehen bleibt, dann zeigt die Partei damit, dass sie mit der Konstruktion eines Gegensatzes von Männlichkeit und Menschlichkeit ganz zurieden ist.

    Das Beispiel von Nick hingegen – „Wer die männliche Gesellschaft will, muss die weibliche überwinden“ – hätte nach meiner Überzeugung keine 2 Stunden im Parteiprogramm überlebt, und die dafür Verantwortlichen wären kaum auf ihren Posten geblieben.

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  11. @ man-in-th.middle „Es ist ja auch niemand gehindert, eine Doppeldeutigkeit durch zusätzliche Erläuterungen zu beseitigen.“ Ganz sicher, und die wären auch offensichtlich notwendig.

    Wenn diese „Klarstellungen“ ausbleiben, dann zeigt das in meinen Augen, dass der SPD eben sehr wohl an dem brutalen Gehalt ihres Satzes gelegen ist, mit dem Männer aus der Menschlichkeit ausgesondert werden. Nicht unbedingt als offene Position der SPD – aber doch als Interpretationsangebot für potenzielle radikalfeministische Wählerinnen (UND Wähler).

    Antwort

  12. Ich habe heute an meine zuständige SPD-Bundestagsabgeordnete eine E-Mail geschrieben. Natürlich werde ich die übliche Bla-bla-Antwort bekommen, mit den typischen Ausflüchten (Z.B. „Gesamtzusammenhang sehen“), aber vielleicht gelingt es mir doch, ein wenig kritisches Bewusstsein dafür zu erzeugen, dass dieser Satz vielleicht doch „ein wenig“ ungeschickt ist, wenn man nicht nur Frauen als Wählerinnen will.
    Ich dokumentiere den Text nachfolgend, vielleicht auch als Anregung an die Leser und Leserinnen hier, sich selbst auch einmal an seine/n BT-Abgeordnete/n zu wenden.

    Sehr geehrte Frau ******,

    ich bin seit vielen Jahren linker Wechselwähler. Das Spektrum reichte von SPD, Grüne, Linke bis Piraten. Dieses Jahr erwäge ich, bei der Bundestagswahl SPD zu wählen. Ich habe mich ein wenig mit den Programmen der SPD beschäftigte und bin dabei auf den Satz gestoßen:

    „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“

    Dieser Satz steht im aktuellen Grundsatzprogramm der SPD aus dem Jahre 2007. Nach der Lektüre dieses Satz haben sich meine Zweifel verstärkt, ob die SPD für mich wählbar ist. Schließlich stehe ich „als Mann“ für eine männliche = unmenschliche Gesellschaft. Wenn mich – als Mann – eine Partei derart pauschal allein aufgrund meines Geschlechts abwertet, wie soll ich sie dann wählen können? Ich muss doch davon ausgehen, dass die SPD meine Interessen nicht vertreten wird, denn schließlich stehe ICH für keine menschliche Gesellschaft und ICH muss überwunden werden. Den Slogan „Das WIR entscheidet.“ muss ich so verstehen, dass damit nur Frauen gemeint sind!

    Mit freundlichen Grüßen
    Klaus T***

    Antwort

  13. Vor kurzem habe ich meinen SPD-Bundestagskandidaten gefragt, wie denn das im Eingangsposting genannte Zitat zu verstehen sei.
    Ich erhielt folgende Antwort:

    „Vielen Dank für Ihre Nachricht und dafür, dass Sie sich offensichtlich intensiv mit dem Grundsatzprogramm der SPD auseinander setzen – und das in der Woche, in der meine Partei den 150. Geburtstag feiern konnte.

    Nun aber zu Ihrer Frage. Der von Ihnen zitierte Satz ist die Kurzform dessen, was in den Absätzen davor im Kapitel 3.4 unseres Hamburger Programms unter der Überschrift „Die Gleichstellung der Geschlechter“ beschrieben ist. Dort findet sich noch ein anderer Satz, der unsere Grundhaltung (und darum geht es in einem Grundsatzprogramm) sehr gut zum Ausdruck bringt. Heißt es doch dort: „Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen, dass Frauen und Männer gleiche Rechte und Chancen haben – nicht nur auf dem Papier, sondern im täglichen Leben. Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der Frauen und Männer gleich, frei und solidarisch miteinander leben können.“

    Die konkrete Fortsetzung unserer Grundsätze findet sich u.a. im SPD-Regierungsprogramm 2013-2017. Darin sind unsere – aus dem von Ihnen zitierten Satz abgeleiteten – Forderungen z.B. nach einem Entgeltgleicheitsgesetz, nach einer Umgestaltung des Ehegattensplittings zu einem Partnertarif für Ehegatten oder auch zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf formuliert.

    Auf diesem Wege wollen wir das Ziel einer Gesellschaft, in der Männer und Frauen tatsächlich gleichberechtigt sind, weiter verwirklichen.

    Mit freundlichen Grüßen“

    Antwort

  14. Die Frage ist, ob Clientelpolitik jetzt wirklich das schlimmste übel ist.
    Bei der SPD finde ich gerade, dass es die Partei ist, die ihr eigenes Clientel weitaus nachlässiger behandelt hat als die anderen etablierten Parteien.

    Wer jetzt Erbauung möchte und irgendwelches Blafasel von Solidarität und guter Gesellschaft kann auch in die Kirche gehen oder ein entsprechendes Buch lesen.
    Letztlich lässt sich die Politik an den Auswirkungen messen und nicht an Gesten und Gebaren.
    Die Abschaffung der Praxisgebühr mag für das Ärzte und Apothekerklientel gemacht worden sein, spürbare positive Auswirkung hat es auch für alte und chronisch Kranke.
    Die GEZ pro Wohnung statt für Person mag für mich als Single ungünstiger sein, als die Rechner-Radiogebühr, ich habe aber auch jahrelang in WGs gelebt und Leute die sich aus „Kostengründen“ WGmäßig zusammentun werden es als Erleichterung empfinden, wenn nur noch ein Betrag fällig wird.
    Die SPD Politik hat das Leben der Werktätigen nicht verbessert. Im Vergleich zur „alten“ CDU unter Kohl war es sogar eine Zäsur. Kohl selbst stand ja als gutes Werbemodell für die Kassenbrille 😉
    Eine neue Ära der Interventionspolitik wurde von SPD und Grünen in den 90ern eingeleitet, nicht von den Konservativen. Den Atomausstieg haben ebenfalls NICHT die Grünen bewerkstelligt. Ja selbst die Femis fahren mit CDU besser, denn schließlich hat die für die Weiterfinanzierung von Schwarzers Frauen-Mediaturm gesorgt.
    Was ist also die SPD mehr als ein Ärgernis?
    Ich finde den Ansatz „Politik soll Menschen machen“ mit irgendwelcher Einflussnahme eine Umkehrung des ursprünglichen Demokratieverständnisses, in dem Menschen aushandeln und mitbestimmen, wie sie miteinander Leben wollen. Sprich durch Werben, also Manipulation oder
    allgemeinen Gesetzvorschriften für die allgemeine Bevölkerung.
    Deswegen macht mir Klientelpolitik noch die geringsten Sorgen. Sofern diese in echten demokratischen, das heißt wirklich ausgehandelten Prozessen zum Tragen kommt.

    Antwort

  15. @ Horsti Danke für die Dokumentation des Briefes. Es ging ja eigentlich um eine einfache Frage – doch der Brief des Kandidaten enthält zwar viele Wörter, aber eine Antwort hab ich nicht darin entdeckt.

    Antwort

  16. @ Klaus T. „Natürlich werde ich die übliche Bla-bla-Antwort bekommen“ Das ist auch in meinen Augen sehr wahrscheinlich (wenn man z.B. den Kommentar von Horsti unten liest, der einen entsprechenden Brief dokumentiert) – ich finde den Brief trotzdem sehr gut. Auch wenn solche Briefe vielleicht nur den Zweck erfüllen, dass es Sozialdemokraten irgendwann auf die Nerven geht, zu dem, was in ihrem Programm steht, irgendwelche Erklärungen finden zu müssen.

    Antwort

  17. PS:

    Und was die negativen Seiten des Lobbyismus angeht, ist man bei der SPD ja auch nicht dagegen gefeit.
    Schröder ist später bei Gazprom untergekommen und Schily
    (der die biometrischen Reisepässe durchgedrückt hat), als Aufsichtsrat der Safe ID Solutions und der Byometric Systems AG. Und ansonsten nimmt sich die SPD mit Sarrazin und Buschkowsky auch nicht sonderlich viel mit Parteien, die sonst eher am „rechten“ Rand stehen. Es wird halt nur
    mit etwas mehr Menschelei und Makulatur verpackt.

    Antwort

  18. @ Lucas:

    Das sehe ich genauso. Viel Bla-Bla, aber keine konkrete Antwort.

    Deine Analyse ist übrigens sehr gut. Früher war für die SPD noch der „Kapitalist“ das Feindbild, also i.d.R. zwar ein Mann, jedoch jemand aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung und seiner Unternehmereigenschaft. Heute dagegen ist der Mann per se, aufgrund seines Geschlechts das SPD-Feindbild. Konsequenterweise kümmert sich die SPD daher auch um Längen mehr um verhinderte Top-Managerinnen, die angeblich aufgrund ihres Geschlechts den Sprung in den DAX-Aufsichtsrat nicht packen, als um ihre männliche Arbeiter-Stammklientel, die man nach 12 Monaten Arbeitslosigkeit mit beinharten Auflagen reihenweise ins Hartz-IV-Nirwana schickt.

    Man(n) sollte eher die SPD überwinden.

    Antwort

  19. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei letzterer den ersten bestimmt.

    So lautet eins der fünf Axiome der Kommunikation nach Watzlawick. Den hier diskutierten Satz „wer die menschliche Gesellschaft will, der muss die männliche überwinden“ kann Mann nur dann wohlwollend interpretieren, wenn die feministische Politik der SPD, die sich all zu oft gegen die Interessen von Männern richtet, ausgeblendet wird.

    Antwort

  20. Ich habe dem SPD Vorstand vor wenigen Tagen aufgefordert, er möge doch die ASF (die wahre Souveränin der SPD) bitten, doch mal der Frau Klatten einen Brief zu schreiben, damit diese die verklavende Praxis beendet, dass Leiharbeiter und Verkverträgler bei BMW nach getaner Arbeit zur Arge müssen um aufzustocken – sozusagen ein Brief von „guten Frauen“ an eine „gute Frau“. Ich habe außerdem die Frage gestellt, ob solch ein Brief nicht sozialdemokratisch zielführender sei, als der ASF- Brief an den Parteivorsitzenden, in dem ihm die Damen befahlen, Vaterzeit zu nehmen, obwohl unsere Verfassung garantiert, dass solche Entscheiungen ein Paar im persönlichen, intimen Rahmen treffen darf. Schließlich habe ich der Partei mitgeteilt, dass ich keine Lust darauf habe, wie angedroht, als Familie (vorsintflutlich heterosexuell mit zwei Studenten) mehr Steuern angeblich für mehr Bildung zu bezahlen, damit dann nochmal 250 zusätzliche Genderlehrstühle an deutshcen Universitäten eingerichtet werden. Und schließlich habe ich gebeten, Herrn Steinbrück darauf aufmerksam zu machen, dass nicht nur 30 Milliarden an Steuern hinterzogen werden, sondern noch zusätzlich 170 Milliarden durch Off-Shore Machenschaften. Auch hier hätte ASF doch die Möglichkeit endlich mal ein dickes Brett zu bohren.Resultat: keine Antwort (ist auch eine)! Diese Partei wird eben nochmal 4 Jahre in der Opposition brauchen, um zur Besinnung zu kommen und Buße zu tun für die Femigen-Machenschaften ihrer quotenerzeugten, jeder wichtigen sozialen Auseinandersetzung ausweichenden, Weiberwirtschaft.

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  21. Wir sollten hier eine politische Aktion starten

    Wir koennten die Diskussion hier zu einem Ausgangspunkt fuer eine politische Aktion machen. Scheint mir sinnvoll, und moeglicherweise auch wirksam. Da gibt es einiges zu diskutieren, womit ich hier mal anfange.

    A) Form der Aktion

    Wir koennten eine gemeinsam verfasste Vorlage erstellen fuer Briefe an SPD-Abgeordnete. Oder einen offenen Brief (an entsprechende SPD-Adressaten). Oder eine Petition (zur ersatzlosen Loeschung des Satzes). Moeglich auch eine Kombination. Warum nicht eine Vorlage, die man an einzelne Abgeordnete schicken kann, und die wir auch entsprechend an „die SPD“ schicken (was das hiesse, waere noch zu bestimmen).

    Im weiteren werde ich von dem Schreiben als „Brief“ sprechen.

    B) Position des Briefschreibers

    Ich schlage vor, eine aehnliche Position einzunehmen wie Lucas (so zumindest meine Interpretation), naemlich die eines Menschen, der prinzipiell der SPD nahesteht (sie z.B. in der Vergangenheit mal gewaehlt hat), fuer den sie aber jetzt unwaehlbar geworden ist.

    Zumindest in diesem Blog-Kontext scheint mir dies nicht unangemessen. Und eine solche „nahe“ Kritik ist sehr verschieden von einer, die aus grosser Entfernung kommt, eh mit der SPD nichts anfangen kann.

    Es ginge also nicht um eine allgemeine Aburteilung, sondern um einen durchaus auch emotionalen Zugang.

    C) Thema des Briefes

    Ich bin hier fuer eine extreme Verkuerzung. Keine allgemeine Diskussion, keine Moeglichkeit zu Ausfluechten. GENAU auf diesen einen Satz, mit der unbedingten Aufforderung zur Aktion:

    Ich fordere sie auf, den menschenverachtenden Satz „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“ ersatzlos aus dem Parteiprogramm zu streichen. Ansonsten ist die SPD fuer mich unwaehlbar, heute und in der Zukunft.

    – Die Unwaehlbarkeit gewinnt erst Staerke, wenn sie von einem potentiellen SPD-Waehler kommt.
    – Ich glaube, eine Qualifikation („menschenverachtend“) ist noetig hier. Sie muss aber moeglichst abstrakt und allgemein sein.
    – Der Zusatz „heute und in der Zukunft“ fuehrt einen programmatischen Gehalt ein, eine Bindung des Schreibers, gewissermassen eine Mini-Manifest. Dies ergibt eine groessere Wucht: Da sind Menschen, die u.U. die SPD waehlen wuerden, dies aber niemals tun werden, solange dieser Satz nicht bedingungslos gestrichen wird.

    Ich gehe davon aus, dass man so die ideologische Verblendung besser packen an: sie werden sich winden, und Millionen Lehrformeln verwenden, wir aber insistieren genau auf diesen Punkt: dieser Satz muss weg. Ich glaube, die werden grosse Schwierigkeiten damit haben, deshalb die Fokussierung.

    Weiter in der Fortsetzung.

    Antwort

  22. D) Zusaetzliche Argumentation

    Etwas Argumentation, um die Kraft des „menschenverachtend“ zu staerken, ist wohl noetig; meines Erachtens sollte aber nur ein Minimum verwendet werden.

    Z.B. nach obigem Satz der folgende:

    Ueber Tausende von Jahren wurde die heutige Zivilisation aufgebaut von Milliarden (maennlichen) Arbeitern. Von der Jagd bis zur Wissenschaft. Und dies meist unter brutalen Bedingungen (die niemals so auf Frauen zutrafen). Der genannte Satz verhoehnt all diese Arbeiter.

    Hier in dieser Allgemeinheit von Arbeitern zu sprechen, scheint mir inhaltlich angemessen (an sich), und zumal pasend fuer die SPD als ehemalige Arbeiterpartei.

    Oder ein solcher Satz als Einleitung.

    E) Alles zusammen, erster Ansatz:


    Ich bin ein Mensch, der der SPD zumindest in der Vergangenheit einmal nahe stand, sie evtl. auch gewaehlt hat.

    In Ihrem Parteiprogramm findet sich der Satz „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“

    Ueber Tausende von Jahren wurde die heutige Zivilisation aufgebaut von Milliarden (maennlichen) Arbeitern. Von der Jagd bis zur Wissenschaft. Und dies meist unter harten Bedingungen (die niemals so auf Frauen zutrafen). Der genannte Satz verhoehnt all diese Arbeiter.

    Ich fordere sie auf, diesen menschenverachtenden Satz ersatzlos aus dem Parteiprogramm zu streichen. Ansonsten ist die SPD fuer mich unwaehlbar, heute und in der Zukunft.

    (Hier nur „hart“ anstelle von „brutal“. Glaube zwar, dass man im arithmetischen Mittel durchaus von brutal sprechen kann (unbedingt so, wenn man die Kriege einbezieht, da auch eine Form von Arbeit darstellen), aber vielleicht kann man Steigerungen der Fantasie des Lesers ueberlassen.)

    Eine solche Forderung koennte der Keim fuer eine neue SPD sein, oder allgemeiner, fuer eine Wiederherstellung der Wuerde der Arbeit (die der Feminismus mit seinem Hass verfolgt, in schoenster Eintracht mit den neuen Herrschern).

    Antwort

  23. Ein Nachtrag noch:
    Wenn man nach unser aller Lieblingssatz googelt, kann man eine Menge (aus unterschiedlichen Gründen) interessanter Dinge finden.

    Erwähnenswert ist eine Lobbyistinnengruppe namens „Gender Mainstreaming Experts International“, die -wie es offenbar gerade Mode ist- ihre „Wahlprüfsteine“ an die Parteien verschickt hat. Deren Zielrichtung wird an Fragen wie „Werden Sie institutionelle und organisatorische Strukturen wie Ministerien, Stabstellen, Abteilungen etc. nutzen, ausbauen oder einrichten, (…)?“ und „Wie werden Sie sicherstellen, dass professionelle Gender-Kompetenz (…) in der Regierungsarbeit genutzt werden?“ überdeutlich: Sie sind weniger ideologisch als finanziell motiviert, also im Prinzip nichts anderes, als wenn der Bauernverband die Parteien fragt, wie sie es mit den Agrarsubventionen halten.

    Erwähnenswert also nicht deswegen, sondern wegen der Antwort der SPD auf den Katalog, in der sie natürlich die Forderung nach der Überwindung des Männlichen wie ein Banner stolz vor sich herträgt. Richtig bizarr wird es aber bei der letzten Frage, in der die Experinneninnen sich Träumereien hingeben, endlich ohne lästige Nachfragen oder gar Kritik -und komme sie auch nur von Einzelnen- tätig sein zu können:

    =====
    6. Wie werden Sie sich gegenüber Agitationen anti-demokratischer Organisationen und Einzelpersonen verhalten, die verfassungsrechtliche Standards wie die Gleichberechtigung und staatliche Gleichstellungspolitik von Männern und Frauen diskreditieren?

    Die SPD bekennt sich in ihrem Grundsatzprogramm wie in ihrem Regierungsprogramm zur Bundestagswahl 2013 zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Dies gehört zu unserem Selbstverständnis als SPD und ist Gebot des Grundgesetzes.
    Die Berichterstattung in Zeitungen und Zeitschriften unterliegt der Pressefreiheit. Wenn falsche Aussagen getätigt werden, kann ggf. presserechtlich dagegen vorgegangen werden.

    Wir als SPD können nur mit überzeugenden Argumenten antworten und uns selber vorbildhaft verhalten. Wo notwendig werden wir intervenieren und Stellung beziehen gegen diese Positionen und unsere feministischen geschlechtergerechten Positionen dem entgegensetzen.
    Die antifeministische Männerrechtsbewegung wird, wenn wir in Regierungsverantwortung sein sollten, keinerlei Zugang bekommen. Wir werden dafür sorgen, dass progressive und profeministische Kräfte in der Männerpolitik gestärkt werden.
    =====

    Antwort

  24. Wir lernen hier ein paar interessante Dinge:

    1. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands bedauert offenbar die Existenz der Pressefreiheit zutiefst, weil sie von bösen Menschen -äh, Unmenschen- übelst dazu mißbraucht wird, Dinge zu äußern, die von den Ansichten der SPD und ihrer Klientel abweichen. („Falsche Aussagen“ wie die mantrahaft wiederholten 23% Gehaltsunterschied werden ja wohl eher nicht gemeint sein.)

    2. Das wußten wir natürlich schon, aber schön, es mal so offen aufgeschrieben zu sehen: Die Geschlechterpolitik der SPD versteht sich explizit als feministisch.

    3. Zum Stichwort „anti-demokratisch“ fällt der SPD übergangslos die „antifeministische Männerrechtsbewegung“ ein.

    4. Natürlich würde sich kein Politiker öffentlich mit Menschen sehen lassen, die sich für die Gleichberechtigung und Menschenrechte von Männern und Jungen einsetzen, aber die SPD kündigt schonmal vorsorglich an, diese Schmuddelkinder würden, sobald sie an der Macht ist, „keinerlei Zugang bekommen“. Wozu, bleibt allerdings offen: Zum Kanzlerklo, zu den Medien, zum Internet, zu fließendem Wasser?

    5. Dafür wird es mit der SPD mehr Trillerpfeifen für Vortragsstörer und neue Diffamierungsaufträge für die FES geben. Und sicherlich Forschungsaufträge dazu, wie man die Nützlichkeit der Männer für ausgewählte Frauen weiter steigern könnte.

    (Die Seite der GMEI ist seit knapp einer Woche leider, leider nicht mehr erreichbar. Die Antwort der SPD findet sich aber noch im Google-Cache.)

    Eigentlich finde ich dieses Format des Wahlkampfes überhaupt nicht so schlecht. Viel ehrlicher als die üblichen und dann eh nie gehaltenen Wahlversprechen: Jede Partei listet die Gründe auf, aus denen man sie nicht wählen sollte, dann kann sich jeder das geringste Übel aussuchen…
    Wenn ich in dieser Hinsicht bezüglich der SPD noch irgendwelche Zweifel gehabt hätte, wären sie spätestens hiermit ausgeräumt. Der Bürger dankt.

    Bombe 20

    Antwort

  25. @ Bombe 2o Vielen Dank für die Informationen! Ich bin immer noch am Überlegen, ob die „Gender Mainstreaming Experts International“-Gruppe nicht ein Hoax ist – sie vereinigt einfach so viele Klischees in sich, dass sie so aussieht, als ob sie von ein paar Männerrechtlern mit Sinn für Ironie erfunden worden wäre.

    Die permanente stupide Gleichsetzung von Gleichberechtigung und Gleichstellung – das tatsächlich überdeutliche Schielen nach mehr und noch mehr staatlichen Geldern („professionelle Gender-Kompetenz“ im Regierungshandeln nutzen!) – dazu die offene Gier nach Posten – die verwirrende Überzeugung, es sei „anti-demokratisch“, eine andere Meinung als die Frauen der GMEI zu haben (wo kämen wir denn da hin, wenn in einer Demokratie jeder meinen könnte, was er will) – der kaum verhohlene Ruf nach Sanktionen gegen diese Fremdmeinungsträger – die Abschottung und die Einigelung in einen Kreis Eingeweihter – und die bekloppte Idee, ausgerechnet „Wahlprüfsteine“ passwortgeschützt nur einer elitären ausgesuchten Gruppe zugänglich zu machen und darauf zu achten, dass bloß nicht die ganze Bevölkerung mitbekommt, was die Parteien so sagen. Also, Ironie schön und gut, aber DAS ist eigentlich zu dicke, um noch glaubwürdig zu sein…

    Aber ich habe ein wenig gegoogelt und festgestellt – es ist ganz offeensichtlich kein Hoax, das ist tatsächlich echt. Wir hatten neulich bei „Alles Evolution“ eine kurze Diskussion darum, ob Feminismus faschistoid sei – ich hab dagegen argumentiert, aber in Situationen wie dieser hab ich dann immer mal wieder das Gefühl, viel zu wohlmeinend zu sein.

    Aber schön zu wissen, dass die SPD das alles gern mitmacht. Bzw. eben nicht schön, aber doch nützlich, auch wenn Du damit recht hast, dass es nicht gerade überraschend kommt.

    Antwort

  26. Moment mal… Wie kommt ihr denn daraf, dass mit dieser Frage wir gemeint wären? Weder sind wir anti-demokratisch, noch wollen wir die Gleichberechtigung diskreditieren – im Gegenteil! Gleichberechtigung ist doch genau das, was wir wollen, oder nicht?
    Wir haben lediglich ein anderes Verständnis davon, was Gleichberechtigung konkret bedeutet, aber das macht uns ja nicht zu Betroffenen im Sinne der Fragestellung.
    Allerdins frage ich mich, wer mit der Fragestellung eigentlich gemeint ist, mir jedenfalls ist so jemand nicht bekannt…

    Antwort

  27. Kinder, es wird noch besser.

    Die Auslassungszeichen in der Antwort der SPD haben mir keine Ruhe gelassen. Hätte ja sein können, daß die fehlenden Teile die Fragen in einem völlig anderen Licht erscheinen lassen und ich mit meiner Beurteilung jemandem ganz furchtbar Unrecht getan hätte. Also habe ich auch noch das ursprüngliche Anschreiben der GMEI herausgesucht und bin zu dem Schluß gekommen: Der SPD ein kleines Bißchen, aber eigentlich… nicht so wirklich.

    Die vollständigen Fragen 4 und 5 sehen dafür noch viel mehr nach Satire aus als die gekürzten Versionen:

    =====
    4. Werden Sie institutionelle und organisatorische Strukturen wie Ministerien, Stabstellen, Abteilungen etc. nutzen, ausbauen oder einrichten, um die durchgängige Gleichstellungsorientierung in der Regierungsführung zu sichern? Wenn ja, wie sollen diese aussehen (Ansiedlung, Ausstattung, Befugnisse, Kooperationsformen, Kooperationspartner/innen)?
    =====

    Da fehlt doch eigentlich nur noch die Bitte, schon mal die nach der Wahl anstehenden einschlägigen Ausschreibungen mitzuschicken, damit die infrage kommenden Mitgliederinnen vorsorglich passende Angebote formulieren können.

    Um meinen Vergleich von oben nochmal zu bemühen: Der Bauernverband fragt nicht nur allgemein nach Agrarsubventionen, sondern bittet gleich um eine Aufstellung, mit welcher Getreideart in welcher Landschaft jeweils die maximale Förderung abzuschöpfen wäre.

    =====
    5. Wie werden Sie sicherstellen, dass professionelle Gender-Kompetenz (fundierte Kenntnis der Geschlechterverhältnisse, der Diskriminierungstatbestände und der gleichstellungspolitischen Strategien zur Verhinderung bzw. zum Ausgleich von Diskriminierung) in der Regierungsarbeit genutzt wird?
    =====

    (Die Kriterien in den Klammern werden nämlich ganz zufällig von all unseren Mitgliederinnen exakt erfüllt – jedenfalls so, wie wir sie definieren. Weiteres Informationsmaterial senden wir Ihnen gern zu.)

    Lucas,

    im ersten Moment habe ich die GMEI auch für eine Satire gehalten, oder einen Versuch, die Parteien zu foppen, aber ich fürchte, die Damen Expertinneninnen sind echt…

    Allerdings glaube ich nicht, daß die Seite vorsätzlich nur noch mit Paßwort erreichbar ist. Letzte Woche ging es ja noch, seitdem gibt es verschiedene Fehlermeldungen, darunter auch die mit der momentan stattfindenden Wartung.
    Registriert ist die Domain seit 2006. Wäre seltsam, wenn die jetzt so plötzlich auf Tauchstation gingen.

    Nachdenklichermann,

    das ist ja gerade das Schöne an dieser Frage, daß sie so offen formuliert ist und die Antworten damit mehr als beabsichtigt über ihre Verfasser aussagen.

    Bei antidemokratischen Gleichberechtigungsgegnern habe ich an die Geschlechterhierarchisten am tangential rechten Rand der maskulistischen Bewegung gedacht, die gern mal Sprüche wie „Wer Gleichberechtigung sagt, will betrügen“ absondern oder von der gottgewollten Ordnung „Mann über Frau wie Frau über Kind“ salbadern. (Daß im Kontext professioneller Gender Mainstreamerinnen die Anhängerinnen von Solanas, Miller Gearhart/Daly und anderer Männerausrottungsphantasien nicht gemeint sein konnten, war ja leider klar.)
    Es war einzig und allein der Autor der SPD-Antwort, der von diesem Begriff auf das kam, was er als die „antifeministische Männerrechtsbewegung“ bezeichnet, also vermutlich uns. Aber wie gesagt, für eine solch klare Positionierung muß man in der Politik ja schon dankbar sein.

    Den erschreckend kurzen Sprung von Gleichstellungskritikern zur diese schützenden Pressefreiheit kann man der SPD allerdings wohl nicht in vollem Maße anlasten. Dabei handelt es sich vermutlich um eine Bezugnahme auf die Einleitung zum Fragenkatalog, in der „unsachliche Berichterstattung“ der Medien und „anti-demokratische Agitationen“ in einem Atemzug als Versuche der Diskreditierung von GM genannt werden.
    Kritische Distanz sieht trotzdem anders aus…

    Bombe 20

    Antwort

  28. […] werden kann, lässt sich wie im Grundsatzprogramm der SPD leicht damit beantworten, dass eben die männliche Gesellschaft überwunden werden […]

    Antwort

  29. […] muss die männliche überwinden: Es wäre kein vernünftiges Ziel, der inhumanen Formel aus dem SPD-Grundsatzprogramm die komplementäre Inhumanität gegenüberzustellen und die Gesellschaft dadurch menschlicher machen […]

    Antwort

  30. […] die menschliche Gesellschaft will, muss eben nicht die männliche überwinden, sondern die verschiedenen Teile der Gesellschaft miteinander ins Gespräch […]

    Antwort

  31. […] Gewalt, mit der sie männliche Opfer und weibliche Täterschaft ausblendet. Oder für die Parole aus dem sozialdemokratischen Grundsatzprogramm, die Männlichkeit und Menschlichkeit in einen Widerspruch bringt: Wer die menschliche Gesellschaft […]

    Antwort

  32. […] Das hat Folgen. Die Äußerung von Ressentiments, Gefühlen der Verachtung und gar des Hasses gegen Männer erscheinen als legitim, weil sie nicht als Äußerungen einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, sondern als Akte der Gesellschaftskritik interpretiert werden. So ist es für die Grünen kein Problem, Männern rundweg die Tendenz zum Vergewaltigen zu unterstellen – und die SPD operiert in ihrem Grundsatzprogramm seit Jahrzehnten mit einem Gegensatz von Männlichkeit und Menschlichkeit. […]

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