Deutschland

Die grüne Unfähigkeit, sich zu schämen

Bild zeigt Werbeplakat der Grünen mit einem Jungen drauf und dem Slogan: "Eure Schulde will ich nicht! Und Du?"
geschrieben von: Lucas Schoppe
Wenn ich mich richtig erinnere, war es Václav Havel, der einmal gefordert hat, Politikern zu verbieten, Kinder auf den Arm zu nehmen, sich mit ihnen ablichten zu lassen und sie so für die eigene Präsentation zu benutzen. Ich mache mir diese Forderung jedenfalls gern zu eigen und möchte sie auf Wahlkampfplakate ausweiten – Kinder sind für die beauftragten Werbeagenturen offenbar Mittel der Wahl, wenn es darum geht, der Inhaltsleere in den Positionen Erwachsener den Anschein der Lebensfreude und Vitalität zu geben.

Dabei sind beispielsweise Kinder auf den CDU-Wahlkampfplakaten zumindest noch inhaltlich motiviert – wenn eine Parte Politik für Familien zu machen verspricht, dann ist es zumindest nicht absurd, dies mit Bildern von Eltern und Kindern zu illustrieren. Wesentlich schamloser sind in dieser Hinsicht Plakate der Grünen – und deren Zusammenhang mit der Pädophilie-Debatte, mit der die grüne Partei seit Monaten konfrontiert ist.

Sex sells. Aber Kinder gehen auch immer.

Natürlich eine Anspielung an Hello Kitty, die den Eindruck erweckt, Kinder würden es sehnlich erwarten, möglichst früh von ihren Eltern in eine Kita gegeben zu werden. Der Ausbau von Kindertagesstätten ist sinnvoll, aber es geht dabei um die Interessen Erwachsener, darum, berufliches und familiäres Leben vereinbaren zu können – ob die Kinder von den entwickelten Lösungen angetan sind, spielt dabei keine Rolle.
Absurder noch ist dieses Plakat:
Das ist nicht einmal mehr assoziativ und am Rande ein Kinderthema, hier ist der Junge ganz selbstverständlich Sprachrohr der Bedürfnisse seiner Mutter. Interessanter als das angepeilte Thema der Spitzenplätze für Frauen ist denn auch, was das Plakat über grüne Fantasien zum Mutter-Kind- bzw. Mutter-Sohn-Verhältnis aussagt – das Kind ist, als sei gar nichts dabei, bloß Gefäß für die Bedürfnisse einer Erwachsenen.
Auf interessante Weise wird auch im folgenden Plakat ein Kind, nun ein Mädchen, für die politischen Forderungen Erwachsener benutzt:
Hier imaginieren sich Erwachsene selbst als Kinder, sind noch klein (und natürlich, entsprechend der traditionellen Bedeutung von Kindern in der politischen Propaganda, unschuldig), aber ihre Energiekonzepte werden später ganz gewiss einmal ganz groß sein und das ganze Land versorgen.
Das einzige Kinder- und Jugendlichen-Plakat der Grünen, das tatsächlich an die Interessen des dargestellten Jungen oder Mädchens anknüpft, ist dieses hier:
Auch hier aber sind es nur indirekt Kinderinteressen, die im Mittelpunkt stehen – die Interessen des Jungen werden erst dann von Belang sein, wenn er einmal erwachsen ist und für die heute angehäufte Schuldenlast aufkommen muss.
Logische Konsequenz der Schamlosigkeit, mit der die Grünen Kinder für ihre Wahlkampfplakate benutzen, ist dann ein kleiner Kasten auf der zentralen grünen Wahlkampf-Website – ein Mädchen bittet um Spenden für die Partei.
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Als ich das erste Mal eines dieser grünen Wahlplakate sah, nämlich das Hello-Kita-Bild, kam mir die Situation sehr unwirklich vor. Ich fragte mich kurz, ob die Grünen nun eigentlich endgültig den Verstand verloren haben, hatte dann aber das seltsame Gefühl, dass sich sonst niemand an diesen Plakaten störte. Jedenfalls ist die Souveränität beachtlich, mit der die Grünen ignorieren, dass ihre Partei sich seit einigen Monaten mit nachdrücklichen, dringlichen und gut begründeten Fragen zu ihrer Unterstützung der Pädophilie auseinandersetzen muss.
Was wäre wohl geschehen, wenn die katholische Kirche während ihrer Pädophilie-Skandale auf die irre Idee gekommen wäre, in ganz Deutschland Bilder von Kindern zu plakatieren, denen Empfehlungen zur Mitgliedschaft in der katholischen Kirche in den Mund gelegt wurden? Vermutlich hätten führende Grünen-Politiker zu den ersten gehört, die sich angesichts der ungeheuren Unsensibilität gegenüber den Opfern publikumswirksam erschüttert gezeigt hätten.
Gewissens-Outsourcing und andere unschuldige Lümmeleien Die Grünen aber haben, was Fragen nach der grünen Pädophilie-Unterstützung angeht, ein erfolgreiches Outsourcing betrieben und eine Arbeitsgruppe des Göttinger Politikwissenschaftlers Franz Walter beauftragt, die Rolle der Grünen bei der politischen Lobbyarbeit für die sexuelle Verfügbarmachung von Kindern zu untersuchen. Nico Fried kommentiert das Verhalten der Grünen in der Süddeutschen Zeitung:
„Ihre historische Aufarbeitung ist lobenswert, ihr politisches Gebaren jämmerlich. Bedurfte es wirklich einer wissenschaftlichen Studie für die Feststellung, dass sich die Partei im ersten Grundsatzprogramm von 1980 für eine Legalisierung sexueller Beziehungen von Erwachsenen mit Minderjährigen aussprach? Ein Blick ins hauseigene Archiv hätte genügt.“
Walters Zwischenergebnisse, die er gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Stephan Klecha zuerst in der FAZ veröffentlichte, sind allerdings zweischneidig. Einerseits wird, so Fried, die „Verteidigungslinie hinfällig“, in der grüne Parteiverantwortliche wie Volker Beck oder Katja Dörner behauptet hatten, es hätte niemals Parteibeschlüsse zur Legalisierung der Pädophilie gegeben. Nach Walter und Klecha findet sich
„die Forderung nach einer strafrechtlichen Freistellung von Pädophilie (…) schon im ersten Grundsatzprogramm der Grünen aus dem Jahr 1980“ und blieb in Kraft „bis zur Fusion mit Bündnis 90 im Jahr 1993“.
Gleichwohl ist auch Walters und Klechas FAZ-Beitrag „Distanzierungstango in der Pädofrage“ durchsetzt von Formulierungen, mit denen sie die Verantwortung Grüner eher kaschieren als aufklären. Der Text steigt ein mit einem berüchtigten Zitat Daniel Cohn-Bendits aus einer französischen Talkshow des Jahres 1982, in dem dieser von der umwerfenden erotischen Wirkung eines fünfjährigen Mädchens beim Ausziehen schwärmt.
Die Wissenschaftler verbuchen dieses Zitat als Lust an der Provokation und beschreiben Cohn-Bendit als „pausbäckigen Lümmel“ – ausgerechnet angesichts einer Situation also, die von der Machtdifferenz zwischen Erwachsenen und Kindern geprägt ist, infantilisieren sie den erwachsenen Mann, präsentieren so die Situation unterschwellig als Spiel zwischen Kindern und kopieren damit eben das pädophile Selbstverständnis, das aufzuklären sie vorgeben.
Ihre aufsehenerregendsten Ergebnisse bestehen darin, dass sie andere Parteien – und insbesondere die FDP, Intimfeindin der Grünen – belasten. Beispielsweise zitieren sie einen Artikel der FDP-Bundestagskandidatin Döring, die ihre Kandidatur inzwischen zurückgezogen hat und die 1980 für die Legalisierung der Pädophilie eintrat. „Kausal keineswegs zwingend, aber doch interessant“ ist es in den Augen Walters und Klechas, dass sie 27 Jahre später in die FDP eintrat – was eine gepflegte Umschreibung des Umstands ist, dass sie zwar keinen logischen Zusammenhang zwischen Dörings Artikel und dem FDP-Beitritt konstruieren können, aber ja doch irgendwie das eine mit dem anderen etwas zu tun haben müsse.
Günter Verheugen schließlich habe 1980 während einer Veranstaltung von Schwulen- und Lesbengruppen in der Bonner Beethovenhalle vor Pädophilie-Lobbyisten eine „Revision der Paragraphen 174 und 176“, in denen es um sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen und von Kindern geht, für möglich gehalten. Verheugen wiederum, der erst der FDP und dann der SPD angehörte, empört sich darüber, dass Walter mit ihm niemals über die Vorwürfe gesprochen habe – was Walter im Spiegel gewunden damit erklärt, dass er nun einmal keine „Oral History“ betreibe, sondern mit Dokumenten arbeite (als ob es für Historiker und Politikwissenschaftler völlig absurd wäre, die Arbeit mit Dokumenten durch Zeitzeugeninterviews zu ergänzen, falls es möglich ist).
Natürlich ist es möglich, sogar wahrscheinlich, dass die Grünen nicht die einzige Partei sind, der eine Unterstützung pädophiler Anliegen vorzuwerfen ist, und dass dies in einer sorgfältigen Forschungsarbeit auch deutlich wird. Dass Walters Arbeit gleichwohl ein Gschmäckle hat, merkt er offenbar selbst: Er klärt über die Grünen nur das auf, was ohnehin nicht mehr lange zu vertuschen war, und belastet ansonsten die politische Konkurrenz seines Auftraggebers.
Es wäre durchaus witzig, wenn der Hintergrund nicht so bitter wäre: Noch die eigene Haltung, Schuld immer nur bei anderen wahrzunehmen, nehmen die Grünen immer nur bei anderen wahr.
Im Spiegel verteidigt Walter sein Vorgehen, beruft er sich auf Schilderungen von Opfern Pädophiler und schließt seinen Text mit einem moralisierenden Overkill, nämlich mit dem Satz „Es widert mich an.“ Es sind aber eben nicht die Täter, über die sich Walter hier so wirkungsvoll empört, sondern diejenigen, die Zweifel an der Unvoreingenommenheit seiner wissenschaftlichen Arbeit formulieren.
Ihren FAZ-Text schließen Walter und Klecha mit der Feststellung, dass
„Bündnis 90/Die Grünen schließlich mit ihrer Vergangenheit unwiderruflich gebrochen“ hätten.
Sie begründen diesen Persilschein mit der grünen Ablehnung sexualisierter Gewalt aus dem Grundsatzprogramm 2002, doch diese Begründung ist nicht tragfähig. Denn schließlich haben die Grünen sich niemals, ebenso wenig wie eine andere demokratische Partei, für sexualisierte Gewalt ausgesprochen und mussten daher auch nicht damit „brechen“ – ihr Problem bestand und besteht darin, dass sie Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen überhaupt nicht als Gewalt wahrnahmen. Wie aber war das möglich?
Die Unfähigkeit, sich zu schämen Nachdem die „Verteidigungslinie“, dass es nie entsprechende Beschlüsse gegeben habe, nicht mehr haltbar ist, haben sich Grüne offenbar nun darauf verständigt, dass
„Nachsicht und Toleranz gegenüber pädophilen Bestrebungen“ (auch hier: Walter/Klecha)
ihr Problem gewesen seien. Diese Selbstkritik hat etwas entschieden Selbstverliebtes: Noch in ihrer programmatischen Position, dass die sexuelle Ausbeutung von Kindern durch Erwachsene straffrei sein müsse, entdecken die Grünen und die aufklärenden Wissenschaftler nichts als eine demokratische Tugend, nämlich eine große Toleranz, die nun einmal leider ausgenutzt worden sei.
Das ist unplausibel. Die programmatischen grünen Beschlüsse sind nur unter der Voraussetzung zu erklären, dass die Verantwortlichen keinen Unterschied zwischen den Bedürfnissen Erwachsener und den basalen Interessen von Kindern machten. Möglicherweise gab es im linksalternativen Milieu, aus dem sich die grüne Partei speiste und speist, in eben dieser Hinsicht spezifische und besonders günstige Voraussetzungen für Pädophile.
Wer die Tabus der „bürgerlichen Gesellschaft“ rundweg für menschliches Elend verantwortlich machte und gar nicht auf die Idee kam zu fragen, ob manche dieser Tabus nicht auch vernünftige Funktionen erfüllen könnten – für den sind eben gerade die Menschen attraktiv, die in der eigenen Imagination noch nicht von diesen Tabus infiziert sind. Kinder konnten so zur Projektionsfläche der Sehnsucht Erwachsener nach einer Unschuld außerhalb der rigiden „bürgerlichen Sexualmoral“ werden.
Zudem operiert diese Position mit einer klaren Gut-Böse-Zuordnung, die eine ehrliche Reflexion des eigene Handelns erschwert – auf der einen Seite stehen die Vertreter einer reaktionären Zwangsgesellschaft, auf der anderen Seite die humanen Repräsentanten einer zukünftigen besseren Welt.
Es ist beispielsweise plausibel davon auszugehen, dass die schwerkriminellen Strukturen der Odenwaldschule ohne solche Schwarz-Weiß-Klischees niemals über Jahrzehnte hinweg hätten verdeckt werden können: Wer über den systematischen sexuellen Missbrauch von Kindern an dieser reformpädagogischen Vorzeigeeinrichtung berichtet hätte, wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Vorwurf begegnet, damit den Vertretern einer „reaktionären“ Pädagogik in die Hände zu spielen.
Die Chefredaktion der inoffiziellen grünen Parteizeitung taz kommt gar nicht auf die Idee, aus diesen Zusammenhängen Schlüsse zu ziehen. Gerade erst hat die Chefredakteurin Ines Pohl einen kritischen Artikel des renommierten Bildungsjournalisten und taz-Redakteurs Christian Füller mit fadenscheinigen Argumenten aus dem Blatt gekippt – offenkundig, um den Grünen im Wahlkampf nicht zu schaden. Sätze wie die folgenden sollten also taz-LeserInnen nicht erreichen (der unterdrückte Füller-Artikel findet sich, mit Dank an Genderama, hier):
„Empathie gibt es bei den Grünen nur für die Opfer der anderen. Als die Bundesregierung 2010 einen Runden Tisch einrichtete, gehörte Fraktionschefin Renate Künast zu denen, die am lautesten Aufklärung forderten — von der katholischen Kirche. Jürgen Trittin weicht noch in seinem jüngsten Interview in der »Welt« jedem Vergleich mit der Kirche aus. Das ist insofern richtig, als die katholische Kirche anders aufklärt als die Grünen — besser und gründlicher.“
Auch die grüne Weigerung, Anlaufstellen für die Opfer ihrer Politik zu schaffen, ist wohl auf ein einfaches Gut-Böse-Verständnis der politischen Landschaft zurückzuführen: Es wäre für Grüne offenbar Neuland, den Gedanken zu akzeptieren, dass auch die Politik ihrer eigenen Partei Opfer produziert. Vor allem aber ist noch in der Weigerung, Opfer der eigenen Politik anzuerkennen, die alte brutale Überzeugung aufbewahrt, dass Pädophilie ein „Verbrechen ohne Opfer“  wäre – die Grünen behandeln die sexuell ausgebeuteten Kinder, die heute erwachsen sind, als Kollateralschäden im ehrbaren Kampf um die sexuelle Befreiung (ein Bericht über eines der Opfer findet sich in der Welt).
Die Unfähigkeit, sich über die eigenen Positionen zu schämen, zeigt sich auch an der letzten grünen Verteidigungslinie gegen Pädophilie-Vorwürfe, nämlich dem Hinweis, dass sich die „Sichtweise der feministischen Strömungen bei den Grünen“ (erneut: Walter/Klecha) durchgesetzt hätte. Tatsächlich hat beispielsweise Alice Schwarzer schon früh gegen die Verharmlosung der Pädophilie deutlich Stellung bezogen.
Doch die feministische Pädophilie-Kritik hat einen Preis: Die sexuelle Ausbeutung von Kindern durch Erwachsene wird darin als Nebenwiderspruch patriarchaler Verhältnisse, die tatsächliche Herrschaftsdifferenz zwischen Erwachsenen und Kindern als Teil einer imaginierten männlichen Herrschaft begriffen.
„Ganz wie die Kinder mit den Pädophilen machen es die Frauen mit den Freiern angeblich ‚einvernehmlich‘ und ‚freiwillig‘“
– diese krumme Parallele zwischen dem sexuellen Missbrauch von Kindern und der Prostitution konstruiert Schwarzer ausgerechnet in einem Text, der mit den pädophilenfreundlichen Positionen der Grünen abrechnet. Sie nimmt dabei gleichfalls Kinder für Interessen Erwachsener in Haftung, während ihr etwa die Inzestverherrlichung ihres Idols Andrea Dworkin niemals ein Wort der Kritik wert war.

Die feministische Position Schwarzers kopiert also eben die problematischen Strukturen, die Bedingung für die grüne Unterstützung von Pädophilen waren: die Identifikation der Bedürfnisse Erwachsener mit den basalen Interessen von Kindern und die klare Einteilung der Welt in simple Gut-Böse-Strukturen.

Wenn die Grünen sich nun auf eine leider allzu große Toleranz und auf die Durchsetzung feministischer Positionen berufen, dann basteln sie sich wiederum Verteidigungslinien, die sachlich nicht haltbar sind. Sie sind nur eben weniger klar durch Sachinformationen zu widerlegen als die primitive Behauptung, es habe niemals Parteibeschlüsse zu Gunsten Pädophiler gegeben.

„Aufgeklärt!“, titelte die taz als grünes Sprachrohr Mitte August, als ob sie das großmäulige Bush-Statement „Mission accomplished“ nachäffen wollte. Nicht nur die flächendeckende, angesichts der Pädophilie-Debatte irrwitzig schamlose Benutzung von Kindern auf den grünen Wahlplakaten zeigt, dass diese Behauptung verfehlt ist. Das Gegenteil ist richtig: Die Aufklärung über die Unterstützung der Grünen für die sexuelle Verfügbarmachung von Kindern und Jugendlichen hat noch nicht einmal ernsthaft begonnen.

Der FAZ-Artikel von Franz Walter und Stephan Klecha ist noch nicht online erhältlich. Ich zitiere hier aus:

Franz Walter/Stephan Klecha: Distanzierungstango in der Pädofrage, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. August 2013, S. 7

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18 Comments

  • Lieber Herr Schoppe,

    Sie schreiben: “Der Ausbau von Kindertagesstätten ist sinnvoll, aber es geht dabei um die Interessen Erwachsener ….“ Ich meine, es geht dabei um die Interessen der Arbeitgeber, sich auf Staatskosten eine Verfügungsmasse anspruchsloser Arbeitnehmerinnen zu sichern, um hierdurch die Löhne weiter auf niedrigem Niveau zu halten.

    Zum Bild: Meine Mudda wird Chef. Hier assoziierte ich einen Türkenbuben, und dachte darüber nach, wie seine Mudda (Häi Alda) wohl Chefin werden sollte, wenn sie es noch nicht ist.

    Die Bemerkung von Walter/Klecha: „Bündnis 90/Die Grünen hätten schließlich mit ihrer Vergangenheit unwiderruflich gebrochen„, ist schönfärberisch. Die Grüne Jugend fordert nach wie vor die Abschaffung des Inzestparagraphen 173 StGB. Bündnis 90/Die Grünen verfolgen nach wie vor die Kampagne 3 +, durch die der Artikel 3 Grundgesetz um das Merkmal „sexuelle Identität“ erweitert werden soll (siehe Seite 236 Grünes Wahlprogramm). Überhaupt taucht dieser Begriff in ihrem Wahlprogramm auffällig häufig auf. Als sexuelle Identität verstehen aber auch Pädophile ihre Neigung, womit wir dann wieder am Anfang der Debatte wären.

    Außerdem haben Walter/Klecha in ihrem Artikel in der FAS den Fall Volker Beck überhaupt nicht erwähnt; ebensowenig den Auftritt Cohn-Bendits in der Odenwaldschule, bei dem er den Lehrern, die gegen Gerold Becker und sein pädophiles Regime Position bezogen in den Rücken fiel. In der FAZ vom 28. 5. 2013 steht: “Er (Cohn Bendit) sprach über die Sexualität Jugendlicher – in die sich Erwachsene grundsätzlich nicht regulierend einzumischen hätten. Die Becker-Fans johlten. Die Lehrer, die einen pädagogischen Diskurs beginnen wollten, sahen sich bloßgestellt. „Becker hat es gefallen, die Lehrerschaft zu spalten und gegeneinander auszuspielen“, berichtet Salman Ansari, ein Lehrer, der damals versuchte, gegen die ständigen Grenzüberschreitungen anzugehen. Ansari sagt: „Cohn-Bendit hat, ohne es zu wissen, uns das Leben an der Schule schwerer gemacht.“

    Und auf Seite 141 ihres Wahlprogrammes fordern die Grünen: “Der Missbrauchsskandal muss angemessen aufgearbeitet werden …“, allerdings meinen sie damit nicht sich selbst. Ja, wie Sie richtig bemerkten, verstehen sich wohl die Grünen selbst als Missbrauchsopfer bösartiger Pädophiler, die sie benützt haben und weiterhin benützen wollen.

    Servus M. M.

  • So toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“. Vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes (Siehe auch in den hierzulande weitgehend unbekannten Studien aus den „Vorreiterländern“ z. B. von Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg: Innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1000 Prozent (Depressionen um 500 Prozent; Suizidrate finnischer Mädchen ist die höchste in Europa):
    Die Krippe scheint in der Tat eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu erwartender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten (siehe dazu Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013).

  • Lieber Matthias Mala,
    es „verstehen sich wohl die Grünen selbst als Missbrauchsopfer bösartiger Pädophiler“. Den Eindruck habe ich tatsächlich, seit ich immer wieder davo gelesen habe, wie Grüne ihre Pädaophilieuntetstützung mit allzu großer Toleranz begründen. Eine Minderheitenposition war es jedenfalls nach Cohn-Bendit nicht, in seinen Augen waren diese Positionen grüner „Maisnteam“. http://www.taz.de/!116063/

    Das Cohn-Bendit-Zitat über die Odenwaldschule ist belastend – vor dem Hintergrund des Wissens um die Struturen systematischen sexuellen Missbrauchs ist es eigentlich nur so zu verstehen, dass er ihren Missbrauch als Befreiung der Kinder und Jugendichen verklärt. http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/theodor-heuss-preis-fuer-cohn-bendit-dany-im-kinderladen-12156195.html

    Vermutlich wird sich Cohn-Bendit darauf berufen, dass er diese Strukturen nicht kannte, aber das passt dann eben in eine Reihe vieler Zumutungen im Hinblick auf das, was man den Grünen glauben soll. Cohn-Bendit berichtet über gegenseitiges sexualisiertes Streicheln mit Kindern, erwartet aber, dass man das lediglich als provokatorische Fantasie liest. Er erwartet, ihm zu glauben, dass er als Kenner und ehemaliger Schüler der Odenwaldschule nichts von den Zuständen dort gewusst hat. Beck erwartet ihm zu glauben, dass ein von ihm publizierter Artikel vom Herausgeber ohne seine Zustimmung geändert wurde, kann dafür aber keine Belege liefern. Ich kann mir vorstellen, dass Beck damit sogar Recht hat – wer aber wie er auf seine Vertrauenswürdigkeit baut, darf sich halt nicht bei so groben Unmwahrheiten erwischen lassen wie der Behauptung, dass es niemals grüne Beschlüsse zur Straffreiheit Pädophiler gegeben habe.

    Rezzo Schlauch behauptet im jüngsten Spiegel, die baden-würtembergischen Grünen hätten sich von den grünen Pädophilie-Beschlüssen in NRW klar abgegrenzt, der Spiegel berichtet aber über ähnliche Beschlüsse in BaWü. Die grüne Spitze beauftragt über die Böll-Stifung einen Wissenschaftler zur Untersuchung der Vorwürfe, weil sie es offenbar nicht schafft, mal in den grünen Archiven nachzuschauen, welche Beschlüsse da dokumentiert sind.

    Die Liste ließe sich fortsetzen: Es passt eben nicht zusammen, dass Grüne so viel Vertrauen erwarten und auch einfordern und sich zugleich nicht die Bohne dafür interessieren, ob sie zumindest ansatzweise vertauenswürdig handeln.
    Servus!

  • Danke für die Hinweise! Der auf dem Plakat erweckte Eindruck, Krippen seien für Kinder etwas ganz Tolles, ist sicher falsch – unterschiedliche Bewertungen und Untersuchungen gibt es eher zu der Frage, ob Krippen schädlich sind oder ob sie es nicht sind.

    Ich lehne Krippen deshalb nicht ab, weil ich mit einer solchen Ablehnung in Widersprüche geraten würde: In meinen Augen ist die Rolle des Mannes als (nicht nur zeitweiliger, sondern) prinzipieller Versorger der Frau absolut nicht erstrebenswert, und ich gehe davon aus, dass prinzipiell beide Eltern für beides verantwortlich sind, für die Kindessorge und für die finanzielle Sorge. Es kann aber eben sein, dass dabei Krippenplätze manchmal notwendig sind.

    Doch dabei geht es ganz um die Interessen Erwachsener, das muss allen Beteiligten klar sein, und sie müssen eben überprüfen, ob die Interessen der Kinder dabei noch gewahrt bleiben. Der Eindruck des grünen Wahlplakats, Kinder würde sich prinzipiell Kitas wünschen, verdeckt diese Verantwortung nur.

  • … diese krumme Parallele zwischen dem sexuellen Missbrauch von Kindern und der Prostitution konstruiert Schwarzer ausgerechnet in einem Text, der mit den pädophilenfreundlichen Positionen der Grünen abrechnet. Sie nimmt dabei gleichfalls Kinder für Interessen Erwachsener in Haftung, während ihr etwa die Inzestverherrlichung ihres Idols Andrea Dworkin niemals ein Wort der Kritik wert war.

    Das ist noch nicht alles. Schwarzer ist bekanntlich eine grosse Verehrerin von Simon de Bauvoir.

    Als 1977 drei Männer wegen Sexualdelikten gegen 13 und 14 Jahre alte Kinder auf den Prozess warteten, gingen französiche Intellektuelle der Zeit für die Täter auf die Barrikaden. Unter ihnen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, die für die Sraffreiheit von sexuellen Beziehungen von Erwachsenen und Kindern eintrat. Sie selbst wurde wegen sexuellen Beziehungen mit Schülerinnen aus dem Schuldienst entlassen, nachdem sich eine Mutter beschwert hatte.

    Weiss Alice Schwarzer, die stets so vollmundig prahlt, es gehe ihr um nichts als Gerechtigkeit, nichts davon? Ist der sexuelle Umgang mit Schülern nicht das klassische Beispiel eines asymmetrischen Machtverhältnisses, was Frau Schwarzer sonst so ziemlich jeder heterosexuellen Beziehung unterstellt?

    Die Frau ist sowas von verlogen und heuchlerisch!

  • Danke für den Hinweis! Die Interessen der Kinder sind für Schwarzer und andere Feministinnen eben so lange wichtig, wie sie sich für ihre erwachsenen Interesssen funktionalisieren lassen. Besonders eindrücklich wird diese Haltung bei Verfechterinnen der mütterlichen Alleinerziehung deutlich, etwa bei Anita Heiliger.

    Schwarzers Doppelmoral im Hinblick auf de Beauvoir suggeriert zudem, dass sexueller Missbrauch halb so schlimm sei, oder gar nicht schlimm, wenn er von Frauen begangen wird.

    Umso seltsamer, dass Walter und Klecha als Wissenschaftler kommentarlos die Deutung übernehmen, die grüne Pädaophiliefreundschaft sei durch die Kritik der Feministinnen implodiert. Als ob „feministisch sein“ und „sexuellen Missbrauch begünstigen“ sich prinzipiell gegenseitig ausschlössen.

  • Ich habe mich als jugendlicher viel mit dem Programm von Arte beschäftigt. Da kamen oft auch Schwarzer und Co zu Themen wie Sexualität zu Wort. Ich weiß zwar nicht mehr genau worüber, aber Arte hat mal zu der Kommune um Otto Mühl berichtet. Viele Leute kamen zu Wort. Es wurde alles sehr harmlos dargestellt. Ich als jugendlicher habe diesen Darstellungen immer „geglaubt“. Die dort verantwortlichen seien doch nur für das „Gute“ für alle Menschen, daher können ihre Taten nicht verwerflich sein. Aber irritiert war ich doch immer und drängte diese zur Seite, schließlich stehen diese Leute auf der „guten“ Seite.

    Mittlerweile denke ich anders über die Sache. Umso mehr ich hier lese, verstehe ich, warum ich damals immer viel Verwirrtheit verspürte, als ich diese Beiträge auf Arte sah.

  • Als interessante Randnotiz betrachte ich bei dem 'Hello-Kita-Plakat', dass das abgebildete Mädchen augenscheinlich mehr als drei Jahre alt ist. Die Grünen ziehlen beim Kita-Ausbau jedoch auf Kinder von 0 bis 2 Jahren ab. Ich frage mich, ob dieses Plakat nicht eine eher abstoßende Wirkung hätte, wenn uns darauf ein 12 Monate altes Baby anschauen würde?

  • Erwähnenswert ist auch, dass die Grünen dem kleinen Jungen, dem man die Message „Meine Mudda wird Chef“ missbräuchlich in den Mund gelegt hat, im Gegensatz zu den anderen abgebildeten Kindern offensichtlich kein korrektes Deutsch zutrauen. Hier wird ein weiteres beliebtes grünes Stereotyp transportiert: Ohne möglichst bald nach der Geburt erfolgende Aufnahme in eine Kita würde es Kindern mit „Migrationshintergrund“ nicht gelingen, richtiges Deutsch zu erlernen und sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Dies ist eine herablassend-paternalistische, wenn nicht sogar diskriminierende Haltung gegenüber diesen Menschen, die die Grünen zu vertreten vorgeben.

  • „Die dort verantwortlichen seien doch nur für das „Gute“ für alle Menschen, daher können ihre Taten nicht verwerflich sein.“ Damit verteidigen sich auch Grüne ja bis heute: mit der Berufung auf allzu große Toleranz, die leider missbraucht worden sei – und eine etwas zu unkritische Begeisterung für die „sexuelle Befreiung“.

    Dabei ist es verrückt, wenn Missbrauchsstrukturen wie bei Mühl oder in der Odenwaldschule überhaupt mit Liberalität, „Freiheit“, Toleranz in Verbindung gebracht wird. Es geht ja einfach nur um die möglichst schrankenlose Verfügbarmachung von Menschen, in diesem Fall von Kindern und Jugendlichen. Dass die Grünen eine solche Anti-Humanität und Anti-Liberalität als falsch verstandene Libertinage und missbrauchte Toleranz präsentieren, ist schon ein Skandal an sich.

  • Es stimmt, eigentlich ist es ein junges Kindergartenkind. Demnach ist das Plakat gleich doppelt unehrlich, auch wenn man den Hintergrund der Pädophuilie-Debatte nicht mit einberechnet: Es suggeriert, dass Kitas zum Wohle der Kinder und nicht der erwachsenen) eingerichtet würden, und es täuscht darüber hinweg, um welche Kinder es beim Kita-Ausbau eigentlich geht.

  • Mir ist diese „Mudda“-Anspielung erst durch die Kommentare hier aufgefallen. Sie bezieht sich wohl auf die in der Prä- und Hochpubertät beliebten „Mudda“-Sprüche und -Provokationen („Dein Mudda is so dick, die braucht ein Zirkuszelt als Kleid“, etc.). Wenn in der Schule Schüler auf andere losgehen und ich sie frage, was der Grund war, dann hör ich in ca. 60% aller Fälle „Der/Die hat meine Mudda beleidigt.“

    Was das auf einem grünen Wahlplakat zu suchen hat, weiß ich auch nicht. Es ist auch in meinen Augen, wohl ohne bewusste Absicht, herablassend – „Wenn Grüne an der Macht sind, können sogar Migranten und Frauen und tatsächlich sogar Migrantenfrauen Chef werden.“

  • Die Grünen wollen sich nicht schämen!

    Die Grünen sind nunmal die besseren Menschen und Politiker. Ausserdem können sich die grünen Feministinnen als bessere Leute darstellen, auch wenn dieses Kleinreden nicht klappen sollte. Dann sind eben die (grünen) Männer und eben die böse männliche Gesellschaft überhaupt schuldan diesem Missbrauch. So bauen die Führungsfrauen der Grünen ihre Machtposition noch weiter aus.

    In Göttingen „missbrauchen“ die Grünen doch auch ihren Nachwuchs (Grüne Jugend), als gewaltbereite Pöbler gegen die AFD.

    DerdieBuchstabenzählt

  • @ DdBz „Die AfD versucht derzeit bundesweit gezielt, legitimen Protest in die Nähe von Gewalt zu rücken, um sich als Opfer darzustellen“, erklärte Kreisvorstandssprecherin Marie Kollenrott. http://www.hna.de/lokales/goettingen/goettinger-gruene-sprechen-sich-gegen-afd-wahlkampf-3059240.html

    Tatsächlich sieht der „legitime Protest“ zum Beispiel so aus, dass alle Adressen mit AfD-Plakaten im Stadtgebiet veröffentlicht werden, mit dem Aufruf, sie abzureißen. http://selbermachen.noblogs.org/2013/08/wahlwande/#more-342 Die Grüne Jugend solidarisiert sich ausdrücklich mit der Kampagne, verlinkt sie auf ihrer Website und zeigt sich pikiert über AfD-Ankündigungen, gegen den organisierten Abriss der Plakate und Angriffe auf Wahlkampfstände juristisch vorzugehen. „Das Stellen oder Androhen von Strafanzeigen ist ein von der AfD gern zur Einschüchterung von kritikäußernden Personen(gruppen) gewähltes Mittel.“ Zum Glück fühlt sich die Grüne Jugend gegen das brutale Einschüchterungsmittel einer Strafanzeige gewappnet: „Eine Solidarisierung ist rechtsstaatlich gedeckt und nicht strafrechtlich relevant.“ http://gj-goettingen.de/stellungnahme-zu-vorwuerfen/#more-4732

    Wie es funktionieren soll, dass sie sich ausdrücklich mit einer Kampagne solidarisieren, deren Kern Gewalt gegen einen politischen Gegner ist (zumindest organisierte Gewalt gegen Sachen), und dass sie sich zugleich von Gewalt distanzieren – das bleibt allerdings das Geheimnis der Grünen. http://www.hna.de/lokales/goettingen/kommentar-gruenen-afd-fehlt-eine-klare-linie-3059449.html

    „Missbraucht“ wird die Grüne Jugend hier nicht, die sind schon selbst für ihre kindische Position verantwortlich – aber verrückt ist es, dass Trittin es in seinem Wahlkreis sorgsam vermeidet, gegen eine Kampagne eindeutig Stellung zu beziehen, die Gewalt als Wahlkampfmittel propagiert. Die ganze Aktion ist selbstgerecht und geschichtsvergessen – das betrifft auch die Meinung, eine Ablehnung der Gewalt gegen Personen würde ausreichen (als ob die Billigung von Gewalt gegen Sachen noch nie ein Einstieg in die Gewalt gegen Personen gewesen wäre).

    Ich kenne wenig von der AfD, und was ich kenne, ist für mich nicht sonderlich attraktiv. Aber dass Grüne nicht einmal in der Lage sind, eine unzweideutige Ablehnung von politischer Gewalt zu formulieren, zeugt von der gleichen Selbstgerechtigkeit, mit der die Partei auch ihre Beschlüsse zur Pädophilie behandelt: Wenn WIR das machen, ist das nicht so schlimm…

  • Weil ich auch denke, daß die Grüne Jugend selbst verantwortlich ist, habe ich „missbraucht“ auch so geschrieben.
    Das ist selbstmurmelnd nicht mit Pädophilie vergleichbar. Wem die AFD oder die Grünen nicht gefallen, der möge sich streiten, aber nicht zu Gewalt greifen. Aber genau wie hier, wird sich bei deren grüner Vergangenheitsbewältigung kaum ein Grüner finden der mal klare Worte spricht. Denn die Grünen glauben eben sie seien die besseren Menschen. Deswegen bglaube ich auch sagen zu können: Die wollen sich nicht schämen.

    DerdieBuchstabenzählt

  • @ DdBz „Die wollen sich nicht schämen.“ Auch im Hinblick auf die Wahlplakate lässt sich das so behaupten. Selbst wenn es nicht den Hintergrund der Pädophilie-Debatte gäbe, vor dem diese Plakate endgültig völlig schamlos werden – selbst dann wären diese Plakate ein Tabubruch. Sicherlich ist allen Parteien klar, dass Kinder sehr gut und effektiv für Werbung benutzbar sind. Gerade um den politischen Kindesbissbrauch auf Wahlplakaten zu verhindern, ist die Wahlwerbung mit Kindern ja auch immer ein Tabu gewesen – und wenn doch Kinder auf Wahlplakate gepackt wurden, dann mussten sich Parteien etwas einfalen lassen, um das zu motivieren (z.B. in diesem Beispiel, das ich übrigens ausgesprochen peinlich finde: http://www.rp-online.de/politik/nrw/nrw-cdu-enthuellt-erstes-roettgen-plakat-1.2771535 ).

    Dass Kinder auf den Grünen-Plakaten völlig unmotiviert, einfach weil Kinder auf Plakaten attraktiv sind, Instrumente der Parteinwerbung werden – das ist regelrecht demonstrativ schamlos. Hätten die Grünen stattdessen Wahlwerbung mit nackten Frauen (und auch ein paar nackten Männern, der Geschlechtergerechtigkeit wegen) gemacht, dann wäre das auch bescheuert und dumpf gewesen, aber nicht so schlimm wie die Ausbeutung von Kindern für Wahlwerbung. In diesem Fall aber hätte es sicher Proteste gehagelt – Grüne sind halt sehr selektiv sensibel.

  • Die Plakate der GRÜNEn haben dem Faß die Krone aufgesetzt. Zweifellos haben auch andere Parteien in Sachen Kinder und Werbung (wann auch immer) danebengegriffen. Ich versuche es nun mal mit einer Bundestagspetition http://www.werbekids.igsz.de. Die Resonanz nach einem Tag (eine Unterstützerstimme von mir) kann man interpretieren, wie man will…

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