Gewalt

Der Staat als Gewalttäter – Wie staatliche Institutionen bei häuslicher Gewalt mitmischen

Bild zeigt eine Frau mit einem T-Shirt mit der Aufschrift: "Husbant Beater"
geschrieben von: Lucas Schoppe
Das amerikanische Justizministerium begeht den Monat Oktober als Monat zur Aufklärung über häusliche Gewalt („Domestic Violence Awareness Month“)  – in Zusammenarbeit mit dem „Office on Violence Against Women“. Gegen die damit nahegelegte Konzentration auf männliche Täter und weibliche Opfer hat die amerikanische Psychologin Tara Palmatier, die auf die Beratung von Männern gewalttätiger (Ex-)Partnerinnen spezialisiert ist, einen Monat der Aufklärung häuslicher Gewalt gegen Männer und Jungen initiiert – gemeinsam mit einer Hotline für männliche und weibliche Opfer häuslicher Gewalt und mit der männerrechtlichen Webseite „A Voice for Men“.
An jedem Oktobertag dieses Jahres veröffentlichte sie daher in ihrem eigenen Blog  und bei AVfM einen Bericht eines Mannes, der Gewalt durch eine Partnerin erlebt hat: „In his own words“. Einunddreißig Geschichten von Männern, die Gewalt durch die Partnerin erleben.
Ein Geschichte von einem Mann beispielweise, dem seine Partnerin mit einer Pistole in den Bauch schießt, der sie bei der Polizei deckt und der drei Wochen später schon wieder arbeiten geht, um seine Familie zu ernähren.
Eine Geschichte von einem Mann, dessen Frau unzählige Pferde, Ziegen, Hühner, Hunde, Katzen und andere Tiere im Haus und angrenzenden Stall hält, und der es hinnimmt, dass sie dafür die Familie finanziell ruiniert, er sich schwerkrank nicht einmal Medikamente kaufen kann und wiederholt von ihr geschlagen wird.
Eine Geschichte von einem Vater und Lehrer, der schlüssige Beweise dafür liefern kann, dass seine Frau ihn misshandelt hat, für den sein Schulleiter, die stellvertretende Schulleitung, unzählige Kollegen, zwei Eheberater und viele andere aussagen, während bei der Frau erhebliche psychische Störungen diagnostiziert werden – und der trotzdem erleben muss, wie das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder der Mutter zugesprochen wird.
Eine Geschichte von einem Mann, der nach einem zwölfstündigen Arbeitstag bereitwillig die Hausarbeit übernimmt, während die Frau den Tag über durch verschiedene Internet-Partnerbörsen surft.

Eine Geschichte von einem Mann, der von seiner Frau nachts immer wieder wegen nichtiger Gründe aus dem gemeinsamen Haus geworfen wird – auch wenn sie dann die drei Kinder im Alter zwischen einem und vier Jahren dort allein lässt, weil sie selbst trinken geht.

Diese und viele andere Geschichten erscheinen unglaublich. Natürlich geben sie die Realität aus einer bestimmten Perspektive wieder, der eines direkt Betroffenen, und aus anderer Perspektive würden manche Geschichte möglicherweise anders klingen. Gleichwohl gibt es auffällige Ähnlichkeiten zwischen ihnen, die über den Einzelfall hinaus aussagekräftig sind.

Das betrifft insbesondere die Geschichten, in denen Kinder direkt involviert sind.

Mit Verrücktheit gegen Verrücktheit

„Ich habe mich dafür geschämt, dass ich es mir von ihr habe gefallen lassen, wie sie beständig während ihrer Wutausbrüche Schränke, Geschirr und andere Dinge absichtlich zerstörte.“ („I was embarrassed that I would put up with someone who was always breaking cupboards, dishes and other things on purpose during tantrums.“)

Beschämung – embarrassment – ist einer der zentralen Begriffe vieler dieser Geschichten. Nicht diejenigen schämen sich hier, die andere misshandeln, Familien für sinnlose Einkäufe finanziell ruinieren, Kinder verwahrlosen lassen oder quälen und andere mit Schimpfworten malträtieren  – sondern diejenigen, die dieses Verhalten erleben und die kein Mittel dagegen finden.

Das gilt auch für Max, der beschreibt, wie er sich und seine Kinder schließlich habe retten können.  Er erzählt davon, wie seine Frau sich schon zu einer Zeit, als die gemeinsamen Kinder noch sehr jung waren, beständig mit Internet-Bekanntschaften traf, wie sie das gemeinsame Baby einfach auf einem Kinderhochstuhl festschnallte und in seinen vollen Windeln vor den Fernseher setzte oder wie sich das Baby (vielleicht auch sie dem Baby) den Arm brach und es dann über Stunden hinweg mit gebrochenem Arm in seine Krippe legte, darauf wartend, dass Max nach Hause käme und sich um das Kind kümmern würde.

Er erzählt davon, wie sie ihn regelmäßig schlug, trat und kratzte, wie ihre Gewalt mehr und mehr eskalierte und die Dinge, die sie nach ihm warf, immer größer wurden.

Er erzählt – wie übrigens eine Reihe von Männern in den Berichten – davon, dass seine Ex-Partnerin ihn wiederholt attackierte, als er schlief, und dass er sich beim Einschlafen oft gefragt habe, ob sie wohl in der kommenden Nacht den versteckten Baseballschläger finden würde.

Angesichts solcher Erfahrungen wird die Scham plausibler. Wenn Max von ihnen berichtet, muss er damit rechnen, dass seine Zuhörer entweder am Wahrheitsgehalt seiner Erzählungen zweifeln oder dass sie ihn für verrückt und würdelos erklären, eine solche Situation freiwillig auszuhalten. Wenn es denn stimmt, was er berichtet – warum ging er dann nicht einfach?

„Aber ich hatte Angst davor zu gehen, Angst die Scheidung einzureichen. Auf keine Fall hätte ich meine Kinder allein bei einem solchen Menschen leben lassen.“ („But I was scared to leave, scared to divorce. No way I could abandon my kids to live alone with someone like that.”)
Dass Männer aus Sorge um die Kinder bei der misshandelnden Frau bleiben, ist regelrecht ein Leitmotiv der von Palmatier herausgegebenen Texte. Es ist zudem ein plausibles Motiv, denn zugleich berichten viele Männer von der Aussichtslosigkeit, nach einer Trennung das Sorgerecht zu erhalten – selbst dann, wenn gewichtiger Gründe für die väterliche und gegen die mütterliche Sorge sprechen.
So stecken sie in einem Dilemma fest: Wenn sie bleiben, dann liefern sie ihre Kinder einer Gewaltsituation aus – wenn sie gehen, dann liefern sie ihre Kinder einer Gewaltsituation aus, in der sie ihnen selbst nicht mehr helfen können. Wie also hat „Max“ eine Lösung dafür gefunden?
„Ungefähr um diese Zeit [am Ende der Ehe] bekam ich mein erstes Smartphone mit einer Funktion für Bild- und Tonaufnahmen. Mir wurde klar, dass ich es IMMER dabei haben sollte.“ („Around the same time, I got my first smartphone with video and audio recording features. It occurred to me that I should ALWAYS have it on me.”)
“ABR – Always Be Recording” (“Nimm alles auf.”) sei das Prinzip gewesen, dass sein und seiner Kinder Leben gerettet habe. Er habe das Smartphone immer dabei gehabt und Sorge getragen, mit ihm unauffällig Aufnahmen machen zu können.

Eines Abends hätte seine Frau einen massiven Wutanfall gehabt, geschrien, die Wohnungseinrichtung zerstört und ihn so hart geschlagen, dass das älteste Kind hilfesuchend einen Verwandten angerufen hätte.

Nachdem sie gemerkt habe, dass das Kind sie „verpfiffen“ hatte („ratted [her] out“), sei sie mit einem Schlachtermesser auf das Kind losgegangen, das sich im Badezimmer – dessen Tür sie einzutreten versuchte – versteckt hatte. Sie habe geschrien:

„Komm raus und schau Dir an, was du getan hast! Komm raus und sieh es dir an! Sieh dir an, wozu du mich bringst!” (“Come out here and see what you did! Come out here and watch! Watch what you are making me do!”)
Max habe schließlich die Polizei gerufen, und bei deren Eintreffen hätte die zuvor nicht zu bändigende Frau sich plötzlich ruhig und zivil verhalten. Dieses Mal aber hätte ihr das nicht geholfen, da er alles auf Video aufgenommen hätte und vorzeigen konnte.
„Und meine Kinder und ich, wir sind entkommen.“ („And my children and I, we got away.“)
Offensichtlich bietet hier nur ein fast verrücktes Verhalten – die beständige Bereitschaft zur Aufnahme des alltäglichen Lebens – die Möglichkeit, eine verrückte Situation zu beenden. Max ist sich sicher, dass er seiner Ex-Frau das Messer hätte entreißen können: Er scheute davor zurück, weil er befürchtete, ihr dabei blaue Flecken zuzufügen, die gegen ihn hätten verwendet werden können.

Mit dem Kindswohl gegen das Kindeswohl Sein paranoid anmutendes ABR-Prinzip spiegelt so eine radikal ungleiche, unzivile Situation wieder. Er geht – und das nach aller Erfahrung, von denen auch in den anderen Texten der Reihe erzählt wird, zu Recht – davon aus, dass ihm als Vater und selbst den Kindern von anderen nicht geglaubt, dass die Mutter auf jeden Fall geschützt und als das eigentliche Opfer wahrgenommen würde, wenn es nicht unumstößliche Beweise des Gegenteils gäbe. Das ABR-Prinzip ist eine Schlussfolgerung aus der deprimierenden Einsicht, dass angesichts häuslicher Gewalt die Aussagen von Mann und Frau nicht gleichwertig sind, sondern dass der Frau deutlich eher Glauben geschenkt wird.

Diese Ungleichheit der Wahrnehmung wirkt sich nicht allein zu Lasten des Mannes, sondern auch zu Lasten der Kinder aus. Schließlich ist das Interesse Dritter, sich ein unvoreingenommenes Bild der Situation zu verschaffen, erheblich eingeschränkt, wenn sie stillschweigend davon ausgehen, immer schon im Voraus zu wissen, wer Täter und wer Opfer ist. Dass die Situation auf diese Weise kaum geklärt werden kann, belastet natürlich vor allem diejenigen Beteiligten, die in der schwächsten Position sind – die Kinder.

Zudem wird an dem Beispiel auch deutlich, wie sehr die vorurteilsbeladene Wahrnehmung der Frau als Opfer es verhindert, ihr die angemessene Verantwortung für ihr Verhalten zuzuweisen. Wer häusliche Gewalt prinzipiell als männlich beschreibt, nimmt die Mutter kaum als aktiv Handelnde wahr – sie tritt gleichsam an die Stelle des schützenswerten Kindes. Ihr wird signalisiert, dass die eigentlich problematische Gewalt die des Mannes sei, während die Gewalt der Mutter gegen ihre Kinder oder ihren Mann vernachlässigt werden könnte.

Damit aber wird der Mutter eben gerade die Verantwortung nicht zugewiesen, die sie zum Schutz der Kinder tragen müsste. Dass die Mutter in Max‘ Erzählung ihr kleines Kind anschreit, es solle sich anschauen, was es angerichtet habe, ist also nicht nur ein Ausdruck ihrer psychotischen Wut – es ist auch ein Ausdruck der institutionellen Strukturen, auf die sie im Normalfall zählen kann. Diese Strukturen unterstützen so einen für Kinder tief schädlichen, als „Parentifizierung“ bezeichneten Prozess, in dem die Kinder gegenüber ihren eigenen Eltern in die Rolle der Erwachsenen manövriert werden.

Diese kinderfeindlichen institutionellen Strukturen werden ausgerechnet durch den Irrglauben gestützt, dass im Mittelpunkt des Familienrechts das Kindeswohl stünde. Das ist offenkundig falsch: Dem Kindeswohl wäre am besten gedient, wenn die Aussagen der beteiligten Erwachsenen jeweils mit dem gleichen Maß an Vertrauen oder Skepsis begegnet würde und wenn die Aussagen der Kinder ernst genommen und fachkundig interpretiert würden.

Eben das ist nicht der Fall, und das gilt für die USA offenbar wie für Deutschland. Ein von seinem Kind getrennter Vater berichtet beispielweise bei „In his own words“, dass seine dreijährige Tochter sich jedes Mal verzweifelt wehren würde, wenn sie zur Mutter zurück gehen solle, kann aber nichts an der Situation ändern – obwohl es deutliche Hinweise gäbe, dass die Mutter zur Kindessorge nicht geeignet sei.

„Es bringt mich um. Aber ich kann nichts machen.“ („It kills me. But there is nothing I can do.“) 
Ein anderer Vater erlebt, dass der neue Lebenspartner seiner Ex-Frau körperlich – mit Gewalt oder unangemessener Nähe – übergriffig gegenüber seinem Sohn und seiner Tochter wird, dass auch die Mutter den Sohn angreift, kann aber (obwohl der neue Lebenspartner bereits ein Vorstrafenregister hat) nichts an der Situation ändern. Das Verhalten der Mutter, auch ihre Beurteilung ihres neuen Partners, sind offensichtlich über alle Zweifel erhaben.
„Unser Land lebt im finstersten Mittelalter, wenn es um weibliche Täterinnen geht – selbst wenn sie ihre Kinder gefährden und misshandeln.” („our county is in the Dark Ages when it comes to female abusers — even when they’re endangering and abusing their kids.”)

Der Staat als Co-Gewalttäter Natürlich kann der Schluss daraus nicht sein, dass nun zur Abwechslung für ein paar Jahrzehnte Männern jedes Wort geglaubt werden müsse – die Erzählungen sind Darstellungen aus bestimmten Perspektiven und keine ungetrübte Wiedergabe der Realität. Auffällig aber ist, und das gilt für Deutschland ebenso wie für die USA, dass institutionelle Strukturen und Vorannahmen es verhindern, dass aus verschiedenen Perspektiven ein verlässliches Gesamtbild entstehen könnte.

Ein Großteil der Berichte stellt beispielweise das Verhalten offensichtlich gestörter Frauen dar. Nun ist es – das weiß ich aus eigener Erfahrung wie aus der anderer – ein gängiger anwaltlicher Rat an Männer in Trennungssituationen oder Sorgerechtsauseinandersetzungen, psychische Schwierigkeiten der Mutter nicht offen zum Thema zu machen. Männern würde dabei unterstellt, der Mutter schaden zu wollen und also ein kooperativer Verhältnis zu verweigern.

Das lässt sich noch allgemeiner fassen. In der Forschung zu Suchtkrankheiten gibt es den Begriff der „Co-Abhängigen“ – Partner von Drogensüchtigen, die ganz auf die Wahrnehmung ihrer Partner fixiert sind, die ihre Partner in deren Sucht tragen, unterstützen und schützen und die nach außen hin ein heiles Bild bewahren. Wenn es um häusliche Gewalt von Frauen geht, verhalten sich staatliche Institutionen – Ämter, Beratungsstellen, aber auch Ministerien und Gesetzgeber – ganz nach einer solchen Logik der Co-Abhängigkeit. Schlimmer noch: Sie zwingen Väter und Kinder in eben dieselbe Logik hinein, weil Väter damit rechnen müssen, bei offener Kritik an der Mutter und klarer Distanzierung von ihr den Kontakt zu den Kindern ganz zu verlieren und selbst als Täter präsentiert zu werden.

Die vielen Studien, die zeigen, dass häusliche Gewalt ebenso von Männern wie von Frauen verübt wird, machen so einen wichtigen Unterschied noch nicht deutlich genug: Während die häusliche Gewalt von Männern zu Recht offen angesprochen und in ihrer Schädlichkeit bloßgestellt wird, wird häusliche Gewalt von Frauen de facto staatlich unterstützt.

Denn dass Männer und Frauen (und auch ältere Kinder) darum wissen, wie sehr Frauen im Zweifelsfall wesentlich eher geglaubt würde als Männern, wie sie Anlaufstellen haben, die sich bewusst der Hilfe für Männer verweigern, und wie gar in staatlichen Kampagnen häusliche Gewalt als Männerdomäne präsentiert wird – das ändert natürlich auch die Dynamik der Gewalt selbst. Es ist durchaus für beide Geschlechter normal, als deren Opfer Strukturen familiärer Gewalt als aussichtslos zu erleben – für Männer aber sind sie, aufgrund der institutionell gesetzten Rahmenbedingungen, oft tatsächlich aussichtslos, solange sie den Kontakt zu ihren Kindern nicht verlieren wollen.

Wenn also eine Politikerin wie die Berliner Senatorin Dilek Kolat  – als ein Beispiel von vielen möglichen – wider besseres Wissen öffentliche Gelder einsetzt, um häusliche Gewalt als männlich und Frauen als Opfer dieser Gewalt zu präsentieren, dann ist dieses Verhalten noch destruktiver, als es schon auf den ersten Blick erscheint. Es geht dabei keineswegs nur darum, Schutz vor Gewalt exklusiv Frauen (und Kindern höchstens mitgemeint, aber auf keinen Fall Männern) zuzugestehen – obwohl das schon schlimm genug wäre.

Denn tatsächlich schützt Kolats sexistische Interpretation häuslicher Gewalt Frauen ja keineswegs. Erin Pizzey, Pionierin der Frauenhausbewegung, machte schnell die Erfahrung, dass sich ein großer Teil der beherbergten Frauen selbst gewalttätig gegenüber den Partnern verhalten hatte und dass die Gewalt oft auch von ihnen ausgegangen war. Offenkundig ist ein großer Teil der Fälle häuslicher Gewalt also Teil einer Dynamik, an der durchaus beide Erwachsenen aktiv beteiligt sind.

Der Schutz aller, der Männer, der Frauen und besonders der Kinder, ist daher vernünftig nur zu gewährleisten, wenn das Gewaltpotenzial aller beteiligten Erwachsenen unvoreingenommen thematisiert werden kann.

Die verbissene Interpretation häuslicher Gewalt als männlichem Machtmonopol, wie sie Kolat als eine von vielen mit großem Einsatz öffentlicher Mittel vorlegt, schützt also niemanden, nicht einmal die Frauen und schon gar nicht Männer oder Kinder.

Die einzig erkennbare Funktion dieser Interpretation ist nicht der Schutz der Menschen – sondern der staatliche Schutz von Gewalt, soweit sie von Frauen ausgeübt wird.

(wird fortgesetzt)

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18 Comments

  • Ich glaube, der Aspekt, dass ihnen niemand glaubt, wenn sie sich wehren, ist es, der die Lage stark verschärft. Da ist die Aufnahme wahrscheinlich wirklich das beste Mittel um sich zu wehren. Allerdings eben auch nicht ganz einfach. Eine Tonaufnahme gelingt noch einigermaßen gut, eine Videoaufnahme wird dann schon schwieriger, da sie eher bemerkt wird.
    Allerdings könnte das Smartphone – vernünftig eingesetzt – hier in der Tat einiges an Beweiserleichertung bringen

  • Für solche Zwecke gibt es inzwischen winzige Pocket-Camcord​er, wie den Veho VCC-003. Der ist nur 2 x 2 x 5 cm klein (inkl. Batterie und Speicherkarte), lichtstark genug für Innenaufnamen und kostet keine 50 EUR.

  • Es geht halt gar nicht um irgendeinen Schutz für irgendjemand.

    Es geht darum, sich politisch als Beschützer zu profilieren. Man male irrationale Teufel an die Wand und präsentiere gleich die Polizeistaatliche Rettung mit.

    Jo Biden, der spiritus rector des VAWA, ist einer der exponiertesten Knastbefüller in den USA. Im „war on drugs“ hat er sich auch gut hervorgetan. Mit dem Ergebnis, dass heute mehr Schwarze in den den USA inhaftiert sind als es jemals Sklaven gab.

    25% der Weltknastbevölkerung sitzt in den USA ein, pro capita mehr als Breschnjev eingesperrt hat.

    Keine Ahnung, vielleicht hat er auch in correction shares investiert, oder wird entsprechend geschmiert.

    Unsere schmierigen SpezialdemokratenInnen und Feministinnen lassen sich immer gerne vor diesen schmutzigen Karren spannen. In Berlin haben sie die extra dafür geschaffenen Institutionen (z.B. BIG) fest im Griff, dort sitzt das gleiche Personal das damals so eifrig „Aufdeckungsarbeit“ und „politische Zahlen“ betrieb. Die „schulen“ wiederum die Berliner Polizei etc.

    Das Spielchen wird wohl so lange weitergehen, wie dieser Feminismus behaupten kann, für „Frauen“ zu sprechen. Das ist jedenfalls eine Lehre aus der Alkoholprohibtion, die auch maßgeblich geschaffen wurde um FrauenUndKinder vor dem extra dafür geschaffenem Gespenst „drunken deadbeat-dad“ zu „schützen“. Als das durchging, ließen sich die Herren Politiker ordentlich Schampus anliefern..

    Gut, in den USA regt sich langsam was gegen das haarsträubend absurde Einknastungssystem. Im Zuge dessen gerät evtl. auch VAWA unter Beschuß. Was dann evtl. über den Atlantik schwappt.

  • @ Christian „Ich glaube, der Aspekt, dass ihnen niemand glaubt, wenn sie sich wehren, ist es, der die Lage stark verschärft.“ Der Punkt ist auch in meinen Augen zentral, weil hier deutlich wird, wie sehr der institutionelle Rahmen – mit den stillschweigenden odr ausdrücklichen Vorannahmen der dort Tätigen – die Dynamik in den Familien prägen kann.

    Einfach gesagt: Zu einem guten Teil tragen die Institutionen zu eben den Konflikten bei, als deren Lösung sie sich dann präsentieren.

  • Meines Wissens sind es insbesondere Menschen der Kategorien „schwarz“ und „männlich“, die weit überproportional die Gefängnisse der USA befüllen. Wenn man das ausnahmsweise einmal nicht wohlwollend interpretiert, wirkt das so, als ob das Land vor allem versuchen würde, seine eigenen Ängste einzuknasten, die es zugleich unermüdlich und lustvoll durch die Medien ventiliert.

    Ein wesentliches Problem ist dabei, auch für Deutschland, in meinen Augen: Viele Menschen haben sich schlicht damit abgefunden, dass zwischen ihrer persönlichen Erfahrung und den medial transportierten Dramen ein gewaltiger Unterschied klafft – und dass die persönliche Erfahrung offenbar weniger gültig ist.

    Abgesehen von Menschen, die in stark ideologisierten Kontexten arbeiten, kann – wie ich glaube – eigentlich niemand die Behauptung bestätigen, dass a. Männer durchweg gewalttätig seien und b. Frauen gewiss nicht gewalttätig seien.

    Trotzdem kommt z.B. Kolat mit ihrem Sexismus problemlos durch. Der Grund dafür ist wohl u.a., dass wir uns längst daran gewöhnt haben, zweigleisig zu fahren und damit zu leben, dass unsere eigene Erfahrung und die medial transporierte Erfahrung nichts miteinander zu tun haben.

  • Ähnliches Thema, anderer Aspekt: Auf dieser Seite wird durchgerechnet, mit welcher Gefängnis-Belegung zu rechnen ist, wenn eine Bevölkerungsgruppe öfter angeklagt, öfter und zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt wird als eine andere.

    http://permutationofninjas.org/post/21544144182/on-why-most-convicts-are-men-and-it-probably-has

    Ergebnis: Anhand der bekannten Bias-Zahlen lässt sich ein männlicher Anteil an Gefängnisinsassen von über 90% vollständig erklären, auch wenn man davon ausgeht, dass Männer und Frauen gleich viele und gleich schwere Verbrechen begehen.

    Das ist zwar nur ein Gedankenspiel, aber kaum jemand macht sich klar, wie sich Bias-Effekte hier addieren können.

    Ich frage mich, ob es ein ähnliches Gedankenspiel mit harter Mathematik auch auf Genderseiten gibt, um die gläserne Decke zu erklären…

  • Nun, lieber Lucas Schoppe, das wird ein langer Weg werden, bis sich der paternalistische Staat hier aus einer Domäne zurückzieht, die einem falschen Mütter- und Frauenbild frönt. Zu sehr sind die Akteure solcher Kampagnen jene Nutznießer öffentlicher Mittel, die die weibliche Opferrolle zum Erhalt ihrer Pfründe perpetuieren.
    Eine andere Geschichte ist auch die Darstellung weiblicher Gewalt in Film und Fernsehen. In immer mehr Filmen prügeln Frauen wie selbstverständlich auf ihre Partner ein und Mann hat diese Prügel in männlich aufrechter Haltung entgegenzunehmen. Das erinnert mich an das Spießrutenlaufen, das ich als Kind noch erlitt. Da galt es auch, die Keile erhobenen Hauptes und ohne Träne zu ertragen, um trotz Verfehlung aus der Strafe noch als Held hervorzugehen. Ähnliche Mannhaftigkeit wird den Männern heute vorbildhaft dargeboten, indem man Männer zeigt, die weibliche Gewalt widerspruchslos ertragen. Ähnliche Szenen gibt es in umgekehrter Weise so gut wie nie.
    Insbesondere in deutschen Fernsehproduktionen fällt mir das Bild der prügelnden Frau und des geprügelten Mannes auf. Es soll damit wohl aus Sicht politisch korrekter Redakteure die moderne emanzipierte und wehrhafte Frau dargestellt werden.
    Darüberhinaus hier ein Link zu einem interessanten Aufsatz, der aus polizeilicher Sicht die Täterschaft von Frauen an Kindesmisshandlung belegt. Zitat:
    “So finden sich nach Saimeh (2010) in der Gruppe der unter 30jährigen Täter zu 55% Frauen. Dies ändert sich nach Saimeh jedoch mit zunehmendem Alter der Opfer, denn bei einem Alter des Opfers von über 15 Jahren stellen Männer in 91,7% der Fälle die Täter dar, wobei die Verletzungsgefahr mit zunehmenden Alter des Opfers sinkt. Schwere Gewalt gegen Kinder – und zwar von der Kindesmisshandlung bis zur Kindstötung – wird als typisch weibliches Gewaltdelikt bezeichnet und ist besonders signifikant bei jungen Müttern zu beobachten.“
    Servus M.M.

  • Lieber Matthias Mala, die selbstverständliche Darstellung weiblicher Gewalt im Film ist mir auch gerade wieder aufgefallen, im neuen Thor-Film. (Davon war gerade ja auch schon bei Genderama die Rede: http://genderama.blogspot.de/2013/10/hin-zu-einer-maskulistischen-filmkritik_28.html ) Jane Foster (Nathalie Portman) begegnet Thor zum ersten Mal nach langer Zeit wieder, haut ihm zur Begrüßung eine runter, und dann der Einfachheit halber noch eine. Im Kino leises Gelächter, besonders übrigens bei Männern. Was wohl passiert wäre, wenn Thor in der Szene einfach mal zurückgehauen hätte?

    Loki begrüßt sie kurz danach ebenfalls mit einer Ohrfeige. Das wirkt nicht dramatisch, auch nicht skandalös, aber einfach etwas gaga (ich hab den Film über nicht verstanden, was Thor eigentlich von dieser Frau will).

    Wichtig ist vielleicht, dass hier nicht nur ein weibliches Verhalten (einen Mann kannst du schonmal schlagen), sondern auch das erwartete männliche Verhalten vorgeführt wird (wenn eine Frau dich schlägt, lass dich schlagen, ohne dich zu wehren).

    Vielen Dank übrigens für das Zitat, es ist sehr interessant! Der Link hat bei mir nicht funktioniert, aber ich hab den Text hier gefunden:
    http://www.kriminalpolizei.de/weitere-rubriken/kriminalistikkriminologie/detailansicht-kriminalistikkriminologie/artikel/kindesmisshandlung.html

    http://www.kriminalpolizei.de/weitere-rubriken/kriminalistikkriminologie/detailansicht-kriminalistikkriminologie/artikel/kindesmisshandlung.html

  • @Schoppe: Was wohl passiert wäre, wenn Thor in der Szene einfach mal zurückgehauen hätte?

    Er waere eingesperrt worden.

    Etwas ausfuehrlicherer Analyseansatz: An der Oberflaeche haben wir den maennlichen Helden, super-stark, eine Projektionsfigur fuer den maennlichen Zuschauer (wie der Mann in Gravity). Der kann es locker einstecken, es ist ein Zeichen seiner Staerke (wie er sich auch locker opfern kann — bewundernswert). Darunter ist die absolute Drohung — wenn ein Mann sich wagte, zurueckzuschlagen, landete er sofort im Knast. Dies ist das zweite Gesicht des stoischen Einsteckens. Die Opferung des Mannes (wie in Gravity) ist eine Variante.

  • „Insbesondere in deutschen Fernsehproduktionen fällt mir das Bild der prügelnden Frau und des geprügelten Mannes auf. Es soll damit wohl aus Sicht politisch korrekter Redakteure die moderne emanzipierte und wehrhafte Frau dargestellt werden“

    Das ist sehr schön analysiert, sehr genau auf den Punkt gebracht. Es sind meistens die deutschen Fernsehfilme, in denen Mann selbstverständlich geschlagen wird, weil seine moralische Minderwertigkeit mal wieder überdeutlich wurde.

    Ich fände den Ansatz von Arne Hoffmann sinnvoll, mehr „maskulistische“ Filmkritik zu verfassen ( als erster Schritt der Bewußtmachung)

  • Nur ein Beispiel, das mir mal eben per Zwangswerbung übers Internet gesendet wurde. Ein Mann, ein Spot 25 Sekunden lang, davon zweimal Gewalt von Frauen gegen den Mann. Einmal bekommt er voll eins in die Fresse. Das zweite Mal reißt ihm Frau beinahe das Ohr ab, um ihn sofort zu vögeln. Da weiß Mann sofort, warum er kein Produkt von Beiersdorf kaufen sollte!
    Hier der Link: http://www.youtube.com/watch?v=HZPBsRaGLMA&feature=youtube_gdata_player

  • Es fällt vielen Frauen offenbar heutzutage gar nicht mehr ein, dass sie auch eine Verantwortung gegenüber Vater und Kind und Kind und Vater und auch beiden einzeln haben.

    Weiterhin, so scheint es, hat eine wesentliche und tiefe Entwicklung so stattgefunden, dass die Verantwortung des Vaters, die er gegenüber dem Kind spürt, systematisch missbraucht wird. Das „Kindeswohl“ ist offenkundig weiblicher Definitionshoheit unterworfen und beide – Kind und Vater einzeln für sich – können so beliebig dienstbar bzw. benutzbar gemacht werden. Ein Konzept von gegenseitiger Achtung von allen in dieser Weise existentiell Beteiligten und verbundenen wird so über sich aus der darin unweigerlich vorhandenen Verantwortung verabschiedenden Frauen selbstbequem umgangen. Ein Verhalten, dass man eigentlich von Teenagern her kennt, nur hier lebenslange nicht mehr heilbare Konsequenzen für die davon Betroffenen bedeutet.

    Es ist wohl auch genau diese Verantwortungsentledigung, dass eine der wesentlichen „Errungenschaften“ der Emanzipation zu sein scheint. Respekt vor Frauen muss dann auch per Zwang gesellschaftlich bzw. staatlich verordnet werden, dass wäre nur folgerichtig.

  • In meinem Gutachten steht, „Der Vater übte psychologische Gewalt aus, als er der Mutter androhte das gemeinsamme Kind in sein Heimantland zu nehmen, und es ihr somit komplett zu entziehen“… Ja, das habe ich so gesagt. Ja, das war psychologische Gewalt… Aber der Satz vor diesem ist wesentlich interessanter:
    „Wenn Du dem Sorgerecht so wie ich es will nicht zustimmst und nicht sofort hier ausziehst, dann zeige ich Dich wegen Pädophilie an und Du siehst Deinen Sohn nie wieder“. Darauf antwortete ich:
    „Mach das und ich werde meinen Sohn mit nach Deutschland nehmen und Du wirst ihn nie wiedersehen“… Meine Ex findet überhaupt nichts dabei gegen mich gewaltätig zu sein, aber wenn ich auf diese Gewalt reagiere, dann ist es sooooo schlimm das sie so traumatisiert ist…
    Gottseidank war psychologische Gewalt damals noch kein Straftatbestand, sonst hätte es übel enden können für mich.
    Einer aus unserem Vorstand ist Mediator, eine Freundin (auch Mediatorin) rief ihn an und war total aufgelöst und weinte. Sie sagte ihr Mann hätte sie geschlagen… Im weiteren Verlauf des Gespräches kam heraus das sie ihm Kaffee über den Anzug geschüttet hat. Selbstredend hatte er diesen Anzug gerade an!

    Wie bitte möchte man hier ne Gewaltspirale durchbrechen wenn man sich sofort Gewehr bei Fuss zur Frau stellt und auf alles schiesst auf das sie zeigt?

    Gruss
    Kai

  • Es geht um mehr als die Gewaltspirale zu durchbrechen. In diesem familiären Bereich geht es um ganz grundsätzliche akzeptierte Missachtung und in der Folge verdeckt und unverdeckte geleugnete Gewalt an Vater und Kind – von der Mutter ausgehend. Da ist mittlerweile auch eine weibliche Erwartungshaltung eingetreten, die davon ausgeht, dass ihnen das zusteht und nicht als das angesehen wird als das was es tatsächlich ist.

    Dies geht auch in einem weiterem Rahmen vor sich. Sicherheit(sgefühl) der Frau vor jeder (Eigen)Verantwortlichlichkeit bis hin zur kompletten Aushebelung unseres Rechtssystems – der Mann ist schuldig bevor bewiesen und hat dementsprdchend weder verlässlich durchdetzbare Bürger- und Menschenrechte.

    Vor allem Jugendliche und Junge Männer spüren das sie nicht mehr wirklich als gleichwertige Menschen angesehen werden. Ironischerweise passiert dies über den Claim einer angeblichen Gleichstellung (und natürlich Genderismus), die in ihrem orwellschen PC-positiv Narrativ bereits alle Instutitionen korrumpiert hat.

    Es ist eine Entwicklung, die von entfesselten wie entarteten und manipulierten Instinkten tatsächlich massgeblich von Frauen zu ihrem Vorteil ausgeht. Manche Männer benutzen das und korrumpieren so weiter etc.

    In diesem Sinne reiht es sich auch einen offenbaren Kanon des Werteverfalls ein – eine Dekadenzerscheinung die wohl für alle unsere derzeitigen und sichtbar sog. „strukturellen“ (Dauer) Krisen verantwortlich zu sein scheint. Gemein ist ihnen allen offenbar ein ideologischer und unehrlich menschenverachtende Character der „Lösungen“ wie hier der offenkundige aber durch vermeintliche „Positivismen“ legitimierte Geschlechtsrassimus.

    Das ist dann die Umgebung in der auch diese spezifische familiäre Diskrimination und Gewalt ausgehend von Frauen stattfindet – männliche Disponibilität etc.

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