Monatsrückblicke

Blogparaden, Blogstöckchen und Blockwärtinnen (Monatsrückblick Dezember 2013)

Bild zeigt eine Werbekampagne, die sich gegen Väterausgrenzung wehrt.
geschrieben von: Lucas Schoppe
RSS
Follow by Email
Google+
https://man-tau.com/2013/12/31/blogparaden-blogstockchen-und-blockwartinnen-monatsruckblick-dezember-2013/
PINTEREST
LINKEDIN
Whatsapp
„Sie ist die Frau, für die zwei Männer Platz machen mussten, Ex-Innenminister Freidrich und Ex-Verteidigungsminister de Maizière.“
Während Ursula von der Leyen also laut Spiegel vom 21.12. Männer aus dem Weg räumt (S. 20) und „den Kabinettspoker so kaltblütig gespielt wie kein Mann“ habe (S. 24), sehen die Männer in der Spiegel-Berichterstattung eher soft aus: Harte Mädchen, weiche Jungs.
Die Koalitionsvereinbarungen in Berlin waren geschlechterpolitisch aus zwei Gründen interessant. Einerseits, weil sie einiges an feministischen Pflichtprogramm absolvierten, Frauenquoten, die Bestrafung von Freiern bei „erkennbarer Zwangsprostitution“ (eine Regelung, deren zweifelhafte Realitätstauglichkeit erzaehlmirnix zu dem Spott veranlasste, die Regierung wolle nun eine „Kennzeichnungspflicht für Zwangsprostituierte“ einführen), und aus personalpolitischen Gründen.
Ursula von der Leyen steht als erste Frau an der Spitze des Verteidigungsministeriums, Andrea Nahles, deren Berufserfahrung sich fast ausschließlich auf die Pflege ihrer Parteikarriere beschränkt, ist nun Arbeitsministerin, und Manuela Schwesig (dazu gab es eine längere Diskussion bei Alles Evolution).

 

Zwischen Weihnachtskitsch und Shitstorm – Mit einer knallreaktionären Ideologie, verpackt in Sentimentalitäten, gelang es einem Nivea-Werbeclip, seine eigene Blogparade aus scharfen Kritiken loszutreten.

Die Koalition liefert aber auch ein Leitmotiv des vergangenen Monats – die Fragen, wie ganz unterschiedliche Akteure eine Zusammenarbeit organisieren können, und die Frage, wo eine Zusammenarbeit nicht mehr sinnvoll ist. Kurz: Verknüpfungen und Grenzziehungen.

Pimmelchen, Kanonenfutter und die tatsächlichen Probleme von Frauen Mit dem Verteidigungsministerium verbindet von der Leyen offenkundig offenbar einen erhebliches PR-Potenzial – als erste Frau an der Spitze. Kritik an der Berufung wertete Lisa Caspari in der Zeit selbstverständlich sogleich als „Sexismus“ – mit der bewährten Methode, nachvollziehbare Zweifel und dämliche Polemik so zu vermischen, dass schließlich alles gleichermaßen als illegitime Kritik erscheint.
„Wenn eine Frau das Verteidigungsministerium übernimmt, sind sexistische Kommentare programmiert.“
Einen Hintergrund dieser Bewertung führte wiederum der Spiegel vor, der das Kunststück fertig brachte, denn zu kleinen „Frauenanteil“ (21.12., S. 21) in der Bundeswehr zu kritisieren, ohne auch nur mit einem Wort zu erwähnen, dass ein wesentlicher Grund dafür in der – bloß ausgesetzten, nicht abgeschafften – Wehrpflicht für Männer liegt.
Ähnlich weltvergessen äußerte sich die niederländische Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert, die frohgemut erklärte, es mache keinen Unterschied, ob man „ein Pimmelchen hat oder nicht“ (Spiegel, 21.12, S.18) – bei dieser Gelegenheit wäre es übrigens interessant zu erfahren, was passieren würde, wenn ein europäischer Politiker ab und an mal über „Mösichen“  daherredete.
Auch in den Niederlanden darf die Geschlechtszugehörigkeit an der Spitze des Verteidigungsministeriums, selbstverständlich, nicht von Belang sein – während das Fußvolk ebenso selbstverständlich männlich zu sein hat. Die Wehrpflicht in den Niederlanden ist seit 1996 ausgesetzt, Männer und Frauen können freiwillig dienen, aber die Männer zwischen 17 und 45 Jahren werden weiterhin erfasst. Wer also Irritationen über die Berufung einer Frau an die Spitze des Verteidigungsministeriums als frauenfeindlich abtut, ignoriert gemeinhin mit großer Selbstverständlichkeit, dass das Kanonenfutter fast ausschließlich männlich ist (hat jemand etwas von „Sexismus“ gesagt?).
Von der Leyen selbst ähnelt in ihrem politischen Habitus Gerhard Schröder – sie profiliert sich gegen ihre Partei und auf deren Kosten, macht sich für sie aber eben gerade dadurch unentbehrlich. Ein Gegenmodell ist dazu Manuela Schwesig, die im Parteiapparat und mit erheblicher Unterstützung älterer Herren wie Steinmeier und Steinbrück eine Blitzkarriere machte, ohne jemals durch allzu eigenständige Positionen aufgefallen zu sein. Gleichwohl beklagt sie, dass die besonderen Schwierigkeiten von Frauen auf dem Weg nach oben nicht genügend Berücksichtigung fänden.

Das Blog achdomina nahm Äußerungen Schwesigs zu den „tatsächlichen Problemen von Frauen“ auseinander und zeigte, dass sie tatsächlich

„die realen, handfesten Probleme des alltäglichen Lebens derjenigen, über die sie spricht, nicht vor Augen“
habe – das weitgehend substanzlose Gerede vom Gender Pay Gap oder das große Interesse an „Frauen in Führungspositionen“ bediene lediglich Interessen relativ kleiner Gruppen.
Dass von der Leyen und Schwesig nach schon von Männern etablierten, wenn auch ganz verschiedenen Mustern Karriere machen, ist ihnen natürlich nicht vorzuwerfen. Irritierend aber ist, wie sie dabei ihre Geschlechterzugehörigkeit ins Spiel bringen: Die eine spekuliert auf den medialen Reiz einer Frau an der Spitze eines Ministeriums, das in den letzten Jahren viele und fast ausschließlich männliche Soldaten in den Tod geschickt hat (Todesfälle von Frauen sind hier weiterhin eine absolute Ausnahme). Die andere beklagt die besonderen Schwierigkeiten von Frauen, hat aber ihre eigene Karriere der massiven Protektion von Männern zu verdanken.
Anstatt sich aber zu fragen, ob diese feministische Politik der Privilegiensicherung nicht an dem relativ schlechten Abschneiden der Sozialdemokraten bei Wählerinnen beteiligt sein könnte, hat sich in der SPD offenbar die Meinung durchgesetzt, sie bräuchte immer mehr und mehr desselben – als ob es einfach ausgeschlossen sei, dass andere Menschen davon einmal genug bekommen könnten.
Paraden und Stöckchenwürfe Inhaltlich interessanter waren ohnehin andere Debatten.
„Männerrechtler Hand in Hand“,
titelte der homosexuelle Blogger Adrian über die Blog-Parade zum Thema „Die Schwulen und die Männerbewegung“, die Christian Schmidt initiiert hatte. Obwohl nur grob das Thema, aber nicht seine Ausgestaltung abgesprochen war, hatten alle Beiträge – bei Alles Evolution, beim Flussfänger, bei Genderama, im wortschrank, bei Mein Senf, beim Pelz-Blog, bei Maskulismus für Anfänger und auch hier bei man tau  – eine klare Abgrenzung von Schwulenfeindlichkeit gemein.
Die Verbindung untereinander in der Blog-Parade, aber auch das Verständnis von Schwulenrechten als Männerrechten bedeutet zugleich eine Abgrenzung zu einer anderen Seite hin, nämlich eine – unabgesprochene, aber trotzdem unisono vorgetragene – scharfe Kritik an der Position, dass männerrechtliches Engagement selbstverständlich schwulenfeindlich wäre. Es sind genau genommen zwei Gruppen, die diese Position vertreten, nämlich etablierte Feministinnen und brachiale Maskulisten – und es ist kein Zufall, dass die Blog-Parade aus eben diesen beiden Richtungen natürlich auch, zum Teil höhnisch, kritisiert wurde.
Im Fazit war die Blog-Parade nach meinem Eindruck ein großer Erfolg, weil sie die großen Gemeinsamkeiten, die Unterschiede und auch den großen Willen zur Kooperation männerrechtlicher Blogger deutlich machte.
Das Thema Homosexualität ist aus mindestens drei Gründen wichtig für eine Klärung männerrechtlicher Positionen: Es ist davon auszugehen, dass Schwulenfeindschaft sich zu einem guten Teil aus einer für alle Männer ungünstigen Erwartung speist, nämlich der Erwartung, Versorger der Frau zu sein – der Erfolg einer Männerbewegung wird auch davon abhängen, inwieweit Männer mit ganz unterschiedlichen gründen miteinander solidarisch sein können – und ein Einsatz auch gegen maskulistische Schwulenfeindlichkeit ist auf die Interessen von Männern konzentriert, nicht auf eine Auseinandersetzung mit dem Feminismus.
Dass eben dies Männerrechtlern fehle, dass womöglich gar der Einsatz für die Interessen von Männern nur ein Vorwand für die Formulierung feminismusfeindlicher Positionen sei, war ein Vorwurf, den die Netzfeministin (für Arne Hoffmann eine Equity-Feministin, also eine Feministin, die für Gleichberechtigung eintritt und gegen Benachteiligungen beider Geschlechter) Robin Urban anlässlich der mau gebliebenen Unterstützung der Movember-Kampagne zur Aufklärung über männertypische Erkrankungen erhoben hatte.
Schon in der Kommentarspalte wurde der Text intensiv diskutiert, mit häufiger und ausdrücklicher Zustimmung von Männern, beim Flussfänger, bei Genderama und bei und man tau erschienen Antworten.
Ganz offensichtlich ist das Bedürfnis nach gemeinsamen Klärungen der männerechtlichen Positionen überhaupt sehr groß. Elmar Diederichs veröffentlichte auf seinem Blog jungsundmaedchen schon Ende November eine scharfe Attacke auf evolutionsbiologische Erklärungen in Geschlechterdebatten.
Christian Schmidt lud auf Alles Evolution in mehreren Beiträgen zur Diskussion von Elmars Thesen: zum Vorwurf, nur mit ausreichendem biologischen Wissen könnten biologische Erklärungen kritisiert werden, zur Bedeutung evolutionärer Erklärungen für den Maskulismus, zur Gendrift und zu anderen evolutionsbiologischen Konzepten, die Elmar nicht richtig wiedergegeben habe, zum Vorwurf der „Biologismus“ und zu den philosophischen Theorien des Geistes, die Elmar anführt.
Die These Elmars, dass evolutionäre Erklärungen eigentlich keine brauchbaren Erklärungen sozialen Verhaltens lieferten und so für den Maskulismus kaum brauchbar wären, stand in den Diskussionen schroff dem Vorwurf gegenüber, evolutionäre Theorien gar nicht verstanden zu haben.
Möglicherweise ist die Diskussion typisch für männerrechtliche Positionsbestimmungen: Auch wenn beide Seiten die Kontroverse nicht auf einen Streit der Fakultäten reduzieren wollen, ist doch deutlich, dass ein entsprechend der Disziplinen – Philosophie, Soziologie, Psychologie, Biologie – unterschiedliches professionelles und fachwissenschaftliches Selbstverständnis die Diskussion selbst ebenso prägt wie ihre zeitweiligen Verhärtungen. Gerade Männer diskutieren eben nicht unbedingt in erster Linie als Männer, sondern eingebunden in ihre beruflichen oder auch wissenschaftlichen Habitualisierungen.
Weit weniger kontrovers waren die Reaktionen auf den zweiten großen Anstoß für männerrechtliche Reflexionen, der in diesem Monat von einer Frau ausging: erzaehlmirnix warf ein Blogstöckchen, und zum jetzigen Zeitpunkt haben allein vierzehn Blogger, darunter mit Robin und Onyx auch zwei feministische Bloggerinnen, auf die acht Fragen von erzaehlmirnix geantwortet (ich habe alle am Ende meiner eigenen Antwort verlinkt), dazu viele in Kommentaren zu ihrem eigenen Artikel.
Auch an der trotz Weihnachtszeit enorm großen Bereitschaft zur Beteiligung wird deutlich, dass das Bedürfnis nach einer Formulierung der eigenen Position, die mit den Formulierungen anderer verglichen werden kann, enorm ist. Fast allen ist auch hier die Abgrenzung vom „lunatic fringe“ der Männerbewegung, von Frauen- und Schwulenfeindlichkeit gemein.
Nivea im Shitstorm Es wächst aber womöglich auch die Bereitschaft, sich offener und gemeinsam gegen männerfeindliche Zumutungen auszusprechen. Nivea spürte das mit einem Weihnachts-Werbespot, der den abwesenden Vater sorgfältig ausklammerte und zugleich das Bild einer heilen Familie vermittelte (Arne Hoffmann verlinkte und kommentierte die  Proteste  regelmäßig bei Genderama, die „fast schon eine sich selbständig bildende neue Blogparade“ seien).
Abstoßend war an dem Spot – dazu als passendes Gegenstück der Weihnachtsgruß einer Siebzehnjährigen an den Vater, den sie viele Jahre nicht sehen konnte – in meinen Augen nicht allein das sorgfältige Herausschneiden des Vaters aus dem Familientableau und die herablassende Darstellung der anderen Männerfiguren des Onkels und des Opas, sondern insbesondere die Darstellung des Kindes (danke an Nick für den Hinweis darauf).
Das Kind ist stumm, noch zu jung zum Sprechen, erzählt aber aus dem Off. Das Resultat: Der Spot propagiert eine Ideologie der mütterlichen Alleinerziehung, die allein die Bedürfnisse Erwachsener im Auge hat und die Interessen von Kindern ignoriert, sie legt aber zugleich eben diese Ideologie einem kleinen, von ihr erheblich betroffenen Kind in den Mund, das zugleich als stummer Mittelpunkt des sichtbaren Geschehens zur beliebigen Projektionsfigur Erwachsener aufgebaut wird.
Interessant war für mich zu sehen, dass die Proteste dagegen sich nicht durch erwartbare Widersprüche ruhigstellen ließen – einige von ihnen finden sich in intensiven Diskussionen zu einem Artikel im wortschrank.
„Das hat sowas von ‚Knutschverbot‘, wenn du dich daran erinnerst. Da ging es drum, dass Heteros gefälligst nicht öffentlich knutschen sollen weil das Homosexuellen und ungewollt Partnerlosen weh tun könnte“,
schreibt beispielsweise erzaehlimirnix dort. Die Analogie ist allerdings krumm – analog zum „Knutschverbot“ wäre es gewesen, wenn Väterrechtler gefordert hätten, dass sich überhaupt niemand mehr über Weihnachten freuen dürfe, und schon gar nicht öffentlich. Ebenso ins Leere geht der Vorwurf, die Protestierer würden offenbar erwarten, dass
„jeder 2-Minutenspot jedem gerecht werden müsste“.
Wer Weihnachten als Familienfest inszeniert und dort den Vater betont herausnimmt, der vergisst schließlich nicht einfach nur, irgendeine Minderheit zu bedenken – als ob die Familie am Weihnachtsabend plötzlich gemerkt hätte, dass ihr der Quotendicke fehlt. Dass Problem ist, dass eine zentrale Figur fehlt und der Eindruck erweckt wird, das wäre gleichgültig.
Nivea verbreitet eine knallreaktionäre Ideologie, nach der ein Kind neben der Mutter eigentlich nur noch die Großmutter (mütterlicherseits natürlich) bräuchte – die Proteste dagegen sind kein Zeichen dafür, dass nun nach Feministinnen auch Maskulisten die Werbelandschaft verbissen nach möglichen Sexismen durchkämmen, sondern dafür, dass Nivea hier einfach sehr tief ins Klo gegriffen hat.
Das Unverständnis gegenüber diesen Protesten zeigt wiederum, wie sehr wir bereits daran gewöhnt sind, Vaterabwesenheit als etwas ganz Normales zu betrachten.
Zwei Schlussfolgerungen daraus: Ganz offensichtlich wird es Zeit, statt der weitgehend künstlichen Diskussionen um den Gender Pay Gap darüber zu reden, wer eigentlich das verdiente Geld ausgibt. Der Nivea-Spot bewirbt an keiner Stelle ein Nivea-Produkt, sondern ist allein darauf konzentriert, einer weiblichen Zielgruppe eine maßgeschneiderte Ideologie zu liefern und so die Kundenbindung zu erhöhen.
Wer Geld zum Ausgeben hat, bekommt praktische und opportune Welterklärungsmodelle gratis mitgeliefert. Der kress-Mediendienst, der den werbetechnischen Kindesmissbrauch durch Nivea als „unglaublich rührend“ empfindet, postet zugleich noch einen anderen Spot als vorbildlich, der in ganz ähnlicher Weise nicht etwa ein Produkt, sondern lediglich eine gefällige Ideologie verkauft.
Zudem ist klar geworden, dass natürlich der gerade in feministischen Kreisen beliebte Glaube nicht haltbar ist, „Betroffene“ hätten einen privilegierten Zugang zur Wahrheit hätten und alle anderen könnten demgegenüber nur schweigen und lernen – dass es aber auch keine Alternative ist, so zu tun, als ob sich nur Nicht-Betroffene sachlich und objektiv zu einem Sachverhalt äußern könnten, während „Betroffene“ lediglich persönliche Befindlichkeiten projizierten. Es wäre simpel, aber auch vernünftig, davon auszugehen, dass es überhaupt keinen an die eigene Position privilegierten Zugang zur Wahrheit gibt, weder den Betroffener noch den Nicht-Betroffener.
Feministinnen übrigens waren in diesen Wochen damit beschäftigt, bei Twitter einen Account einzurichten, der das Blocken (das heißt de facto: das Löschen) unwillkommener anderer Nutzer organisieren sollte, und damit, zur Weihnachtsmesse im Kölner Dom mit blanken Brüsten und dem Spruch „I am God“ auf den Altar zu hüpfen.
Die Gier nach Aufmerksamkeit, die Verachtung gegenüber den Werten anderer, die Infantilität, die idiotische Selbst-Vergötterung – bei den Femen kondensiert die große Wolke Feminismus endgültig zu einem Tropfen aus konzentriertem Narzissmus. Warum Femen mit all ihrer Gewaltnähe und ihrer bekloppten „Solange-ich-dabei-meine-Brüste-zeige-darf-ich-alles“-Moral bei Medien Erfolg haben und hofiert werden, müssten vielleicht einmal einschlägig Belastete wie etwa Sandra Maischberger  beantworten.
Es sieht jedenfalls nach einem interessanten neuen Jahr aus: Während Männer sich im Netz sortieren, ihre eigenen Positionen klären, sich klar von belastenden Positionen anderer abgrenzen und gerade dadurch an Durchschlagkraft gewinnen können – während sich eine Regierungskoalition gebildet hat, die geschlechterpolitisch mit ihren verhärteten Klischees und ihren Sprechblasen außer Angriffsflächen wenig zu bieten hat – währenddessen sind Feministinnen vorwiegend damit beschäftigt, sich als Blockwärtinnen zu betätigen, anderen und einander den Mund zu verbieten oder gleich ganz in öffentlich zelebrierten Schwachsinn abzutauchen.
Ich wünsche allen einen Guten Rutsch und dann ein wunderschönes neues Jahr!
RSS
Follow by Email
Google+
https://man-tau.com/2013/12/31/blogparaden-blogstockchen-und-blockwartinnen-monatsruckblick-dezember-2013/
PINTEREST
LINKEDIN
Whatsapp
Unsere Plattform ist frei von Werbung oder Paywalls und stellt alle Inhalte kostenlos zur Verfügung. Sie können unsere Arbeit unterstützen, indem Sie Artikel, die Ihnen gefallen haben, in Social-Media-Kanälen, liken oder kommentieren. Sharing is caring!

8 Comments

  • Hinweis:
    „Dass von der Leyen und Schwesig nach schon von Männern etablierten, wenn auch ganz verschiedenen Mustern Karriere machen, ist ihnen natürlich nicht vorzuwerfen.“
    Bei diesem Satz stimmt was nicht. [KlausT]

  • Anstatt sich aber zu fragen, ob diese feministische Politik der Privilegiensicherung nicht an dem relativ schlechten Abschneiden der Sozialdemokraten bei Wählerinnen beteiligt sein könnte, hat sich in der SPD offenbar die Meinung durchgesetzt, sie bräuchte immer mehr und mehr desselben …

    Eine schöne Umschreibung von „Wahnsinn“ lautet: Immer wieder dasselbe tun und ein anderes Resultat erwarten. 🙂

  • @ Klaus T Ja, es ist ein wenig verschwurbelt ausgedrückt, glaub ich. Ich versuche mich morgen an einer klareren Version…

    Und: Ich hatte in eben dem Zusammenhang ein schönes Zitat vergessen, dass ich eigentlich gern zur hirnbefreitesten geschlechterpolitischen Äußerung des Monats (natürlich neben „I AM GOD“) erküren wollte, von Alan Posener in der Welt:

    „Adolf Hitler glaubte, das Volk sei weiblich. Ein starker Mann könne und müsse es seinem Willen unterwerfen. Merkel weiß: Das Volk, der große Lümmel, ist männlich. Also launisch, aufbrausend, besserwisserisch und am Ende bereit, sich ihrer Führung anzuvertrauen, wenn sie ihm nur glauben macht, das habe er immer schon so gewollt.“

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article123358556/Der-Uschi-Witz-und-die-reale-Macht-der-Frauen.html

  • Vielen Dank für den Hinweis auf die Bewertung des Nivea-Spots durch Kress, die mir entgangen war. Ich habe mit Bezug darauf um Löschung meines Kress-Accounts gebeten.

  • In Polen hat der Kleine einen Papa!!
    Ich zitiere aus der Online-Petition Väterdiskriminierende Weihnachstwerbung der Beiersdorf AG einstellen:
    Weiter hatte ich Ihrer Antwort entnommen, dass es sich bei dem Onkel im Werbespot um den Bruder der Mutter handeln würde. Nun habe ich Kenntnis davon erlangt, dass es den identischen Spot in Polen auch in polnischer Sprache gibt, nur wird dort der Onkel als Vater tituliert. Es wäre wünschenswert, wenn Sie auch hier Stellung beziehen könnten. Liegt es daran, dass es in Polen andere Werte aus Sicht von Nivea gibt oder daran, dass der Firmengründer Oskar Troplowitz aus Polens tammt und dort der Familienbegriff anders als hierzulande besetzt ist?

  • In einem anderen Strang hat Nick auch einen Link zu der polnischen Version kopiert: http://reklam73.rssing.com/browser.php?indx=19331740&item=20

    Insgesamt ist der polnische Spot wesentlich weniger getragen und wirkt durch den Wechsel der ruhigen Klaviermusik zu einer schnelleren Musik mit Gesang frischer.

    Der Mann ist nicht nur Vater statt Onkel, es wird auch die Szene fortgelassen, in der er sich beim Anziehen des Kindes zum Deppen macht – der deutsche Onkel bekommt es ja nicht auf die Reihe, das Hemd des Jungen richtig zu knöpfen. Der polnische Papa hingegen macht mit dem Kind Scherze, er ist vielleicht ein Clown, aber kein Idiot.

    Es fehlt, wie auch Nick bemerkt, die Kunstpause am Ende – natürlich, denn sie hat ja auch keinen Sinn mehr, es muss ja nicht mit der Erwartung gespielt werden, dass nun der Vater kommen könnte.
    http://man-tau.blogspot.de/2014/01/wie-alice-schwarzer-einmal-man-tau-zum.html?showComment=1389139587310#c1266654580969118686

    In Polen wäre die deutsche Version vermutlich eine massive Selbstbeschädigung gewesen – man sieht, Nivea macht aus der Werbung auch gern eine traditionelle Familiengeschichte, wenn es opportun ist.

  • Die Übergabe der Petition wird demnächst durch Marco Trübel erfolgen. Zum polnischen Film schreibt er in seiner jüngsten Mitteilung: Zu meiner Fragestellung, warum es in dem polnischen Werbespot einen Vater gibt und nicht wie in Deutschland einen Onkel, konnte man mir keine Auskunft geben und bat mich darum, dies in dem Übergabetermin seitens der Beiersdorf AG näher zu erläutern.
    Ahnungslose Schmierenfabrikanten …
    Matthias Mala

Kommentar verfassen

close

Enjoy this blog? Please spread the word :)