Väter

Wegbeißen, wegberaten, wegprozessieren – und weitere Zaubertricks der Vaterentsorgung

Bild zeigt Vater und ein Baby auf seiner Brust, die schlafen.
geschrieben von: Lucas Schoppe

 

„Das Magazin „PAPA-YA“ fordert vom Bundesfamilienministerium eine Überprüfung der Arbeit des Verbandes allein erziehender Mütter und Väter (VAMV). Der VAMV untergrabe systematisch das neue Sorgerechtsgesetz (…).“
So begann im Mai des vergangenen Jahres eine Pressemeldung über einen Artikel des Magazins Papa-Ya, der schwere Vorwürfe gegen den Verband der alleinerziehenden Mütter und Väter, VAMV, erhob:
„Aufrufe zu Falschaussagen hinsichtlich des Kindeswohls und ‚Anleitungen‘ für eine dauerhafte, wörtlich als ‚Entsorgung‘ bezeichnete, Trennung des Kindes vom Vater“

seien von Vertreterinnen des Verbands auf öffentlichen Veranstaltungen verbreitet worden.

Ob dieses Kind sich tatsächlich wohlfühlt, lässt sich nicht genau entscheiden. Die Frage sollte auch nicht per Schnellverfahren beantwortet werden, und schon gar nicht ohne Einbindung des Jugendamts oder des VAMV, oder gar ohne Einbindung von Familienanwälten. ( Quelle )

Insbesondere der Münchner Familienanwältin Strasser, die seit vielen Jahren Informationsveranstaltungen des VAMV abhält,  und einer Münchner Beratungsstelle, Kiebitz e.V., unterstellt der Artikel (der hier im Gelben Forum als pdf-Datei zu finden ist) zudem eine Zusammenarbeit mit dem Ziel, Vätern auf Wunsch der Mütter die Möglichkeit des Umgangs zu nehmen und entsprechende Gutachten bereitzustellen.

Nun hat die Anwältin den Chefredakteur von Papa-Ya, Jörg Mathieu, verklagt – was diesen nicht überrascht.
„Das die im Artikel namentlich genannte Person sich juristisch dagegen wehren würde, war abzusehen. Wir sehen der öffentlichen Verhandlung am 03.02. in München aber gelassen entgegen,“

erklärt er im Interview.

Inwieweit die Vorwürfe sich bestätigen, wird sich in der Verhandlung ja erweisen – wenn sie denn fair abläuft. Von außen lässt sich allerdings feststellen, dass die Gerichtsverhandlung Probleme austrägt, die eigentlich längst politisch hätten geklärt werden müssen.

Bauanleitungen zum Barrikadenbau Eine ganze Reihe allgemein bekannter Informationen lassen die Vorwürfe in Richtung VAMV plausibel werden. Eine Handreichung des Verbands zur neuen Gesetzgebung listet beispielsweise seitenweise auf, welche Gründe gegen eine gemeinsame Sorge sprächen, welche Gründe nicht angeführt werden könnten oder wie die Mutter in ihrer Stellungnahme gegen ein Sorgerecht des Vaters vorgehen sollte.

„Stichworte: Hochstrittigkeit, Motivation des Antragsstellers (Macht / Druckmittel / Blockade der Entscheidungen der Mutter anstelle von Übernahme von Verantwortung für das Kind /Absicht, gemeinsame Entscheidungen zu finden und abzustimmen), negative Auswirkungen auf das Kind“ (S. 5).

Demgegenüber gibt es dort faktisch keine Hinweise darauf, dass die gemeinsame Sorge auch Vorteile für alle und insbesondere für die Kinder haben kann – allenfalls wird einmal unverbindlich die Frage gestellt, was für eine gemeinsamen Sorge spräche, ohne dann auf dieses Thema weiter einzugehen.

Stattdessen schreibt der Verband über eine verfestigt ablehnende Haltung“ der Eltern, die als Grund gegen die gemeinsame Sorge angeführt werden könne:

„Hier dürften langjährige Gerichtsverfahren, beispielsweise den Umgang betreffend, einschlägig sein, weil sie die Unfähigkeit der Eltern, ohne Hilfe Dritter gemeinsame Entscheidungen zu fällen, schwarz auf „weiß vor Augen führt.“ (S. 8)

Das bedeutet im Klartext: Eine Mutter, die sich mit dem Vater um einen reibungslosen Umgang bemüht, verliert Argumente, die gegen eine starke Beteiligung des Vaters am Sorgerecht sprechen könnten. Eine Mutter aber, die wiederholt für Konflikte im Umgang gesorgt hat, schwächt damit die Position des Vaters. (Dazu auch dieser Artikel bei man tau.)

Die manipulative Beratung in der VAMV-Handreichung, die auf das Errichten von Barrikaden gegen eine gemeinsame Sorge fixiert ist, widerspricht dem erklärten Willen des Gesetzgebers, in dessen Augen eine gemeinsame elterliche Sorge grundsätzlich zum Wohle der Kinder ist. Natürlich ist der Verdacht naheliegend, dass Vertreterinnen eines Verbands, der schon in veröffentlichten Texten so unverblümt Ratschläge zur Abwehr väterlicher Sorge gibt, noch sehr viel deutlicher agieren, wenn sie sich nicht öffentlich kontrolliert fühlen.

Steuergelder für die Familienverwertung Warum aber tun sie das eigentlich? Wenn der Verband doch die Alleinerziehenden vertritt, dann gehören dazu schließlich auch die Mütter, die gern mit Vätern zusammenarbeiten würden und deren Anliegen es eher ist, diese Väter einzubinden, als sie auszugrenzen. Das ist natürlich auch im Sinne der Kinder: Sowohl entwicklungspsychologisch als auch ökonomisch und sozial sind die negativen Folgen vaterlosen Aufwachsens für Kinder erheblich.

Die Daten zu psychosozialen Folgen der Vaterlosigkeit, gerade noch einmal vom Flussfänger zitiert, wirken wie Zahlen aus einem Horrorfilm, und europaweit ist die Alleinerziehung das größte Armutsrisiko für Kinder – selbst in Schweden mit seinen umfangreichen staatlichen Hilfen (dazu das „Dossier Kinderarmut“ vom Familienministerium, S. 22).

Die Alleinerziehung lässt sich, wenn die Folgen für die Kinder bedacht werden, als Lösung für den Notfall rechtfertigen, wenn ein Partner nicht bereit oder nicht in der Lage zur Kindessorge ist – sie lässt sich nicht rechtfertigen als eine vorgeblich ganz normale Form der Familie, als eine Option unter anderen.

Warum es trotzdem eine Politik des Vaterentzugs gibt, kann man wohl nicht ohne den Hinweis erklären, dass diese Politik – bei allen negativen Folgen für Kinder und Väter – auch ein Millionengeschäft ist. Der VAMV allein erhält laut Papa-Ya-Artikel mindestens 500.000 Euro jährlich vom Familienministerium, und seine starke Stellung als Lobbygruppe kann er auf Dauer nur aufrechterhalten, wenn die Zahl der Alleinerziehenden hoch bleibt.

Die großzügige Versorgung des Verbands mit Steuermitteln legitimiert sich dabei durch die noch immer lebendige Vorstellung von der unschuldigen Notlage alleinerziehenden Mütter, die samt ihrer Kinder von verantwortungsvergessenen Vätern im Stich gelassen worden und nun auf Hilfe angewiesen seien. Das aber ignoriert die VAMV-Politik, gerade diejenigen Notlagen überhaupt erst herzustellen, gegen die sich der Verband dann als notwendige Abhilfe in Positur setzt – orchestriert von einer „Alleinerziehen-als-Befreiung“-Ideologie, die den väterlichen Wunsch zur Kindessorge kurzerhand als illegitimen Eingriff in die Angelegenheiten der Mütter denunziert.

Zudem sind die auf Dauer gestellten Konflikte, die Folge einer Politik der Elternkonfrontation sind, natürlich eine erhebliche Einnahmequelle für Familienanwältinnen und -anwälte. Wäre es Ziel des Kindschaftssrechts und seiner Umsetzung, möglichst schnell und unkompliziert Verständigungen zwischen Eltern herbeizuführen, die sich gegenseitig in ihren Rechten achten müssen und die gleichermaßen dem Kind gegenüber verpflichtet sind – dann wären deutlich weniger Konflikte zu erwarten, die sich über Jahre hinziehen und die immer wieder Anwälte, Ämter, Verfahrensbeistände, Gutachter, Berater und Gerichte bemühen.

Wenn aber Familien größere Möglichkeiten erhalten, sich von ihre institutionellen Verwertern zu distanzieren, dann reagieren diese Institutionen scharf.

„Die Unterzeichnenden dieses Aufrufs fordern den Gesetzgeber auf, bei der Neuregelung des Sorgerechts nicht miteinander verheirateter Eltern darauf zu verzichten, ein rein schriftliches Schnellverfahren ohne Anhörung der Eltern oder des Jugendamtes einzuführen.“

So der Aufruf zur Neuregelung des Sorgerechts, den der VAMV gemeinsam mit dem Juristinnenbund und Beratungsinstitutionen lanciert hat. Abgelehnt wird dabei, dass der Vater ohne weiteres Verfahren am gemeinsamen Sorgerecht beteiligt wird, wenn er einen entsprechenden Antrag stellt und die Mutter in einer festgelegten Frist keinen Widerspruch einlegt.

Natürlich ist diese Regelung ungünstig, und das gleich doppelt. Dass der Vater das Grundrecht auf Kindessorge – und das Kind sein Grundrecht auf väterliche Sorge – erst nach einem väterlichen Antrag erhält, signalisiert der Mutter, dass grundsätzlich und bis auf Weiteres nur sie für die Kindessorge zuständig sei. Zugleich signalisiert es dem Vater, dass er seine Verantwortung nur übernehmen müsse, wenn er das auch wolle und einen entsprechenden Antrag stelle.

Den VAMV aber stört etwas ganz anderes an diesem Gesetz – es geht ihm schon viel zu weit, es schafft eine Möglichkeit der väterlichen Sorge ohne ausdrückliche Zustimmung der Mutter, und es schafft überhaupt neue Möglichkeiten, das Recht zur Kindessorge beider Eltern zu etablieren, ohne dabei die üblichen Institutionen (Jugendamt, Familienanwälte, Gerichte, Beratungsstellen, VAMV, …) in Anspruch zu nehmen.

Es gab nur eine Fraktion im deutschen Bundestag, die sich die Kritik des VAMV kritiklos zu eigen machte und der die extrem zurückhaltende gesetzliche Neuregelung schon viel zu weit ging: die der SPD. Warum es verrückt ist, dass ausgerechnet Sozialdemokraten in ihrer Familienpolitik der VAMV-Lobbyarbeit hinterherlaufen, kann ich an meinem eigenen Beispiel vielleicht deutlicher machen.

Familienpolitik im Verrücktland Vor dem Hintergrund meiner eigenen Erfahrungen sind mir die Vorwürfe, die Papa-Ya erhebt, völlig plausibel. Ich muss dazu ein paar persönliche Geschichten erzählen, es wird aber wohl deutlich, dass das hier der Klärung sachlicher Fragen dient.

Den Verein „Kiebitz e.V.“ kannte ich beispielsweise schon seit Jahren – meine ehemalige Partnerin, damals noch mit unserem Kind in der Nähe von München lebend, wollte dort nach der Trennung eine Elternberatung nur bei diesem Verein beginnen, und schon damals warnte meine Anwältin mich nachdrücklich vor dieser Beratungsstelle und ihrer Zusammenarbeit mit einer nach ihren Auskünften ausgesprochen väterfeindlichen Münchner Anwältin.

Sollten sich die Vorwürfe von Papa-Ya bewahrheiten, dass der Verein es gezielt darauf angelegt hat, Väter aus der Beziehung zu ihren Kindern herauszuberaten und entsprechende Gutachten zu erstellen, dann wird vielleicht erst angesichts solcher konkreter Situationen klar, wie perfide ein solches Vorgehen ist. Schließlich ist diese Beratung für einen Vater, der willkürlich von seinen Kindern getrennt wird, oft eine letzte, zumindest aber sehr wichtige Hoffnung.

Dass eine Ärztin ein Gutachten erstellt, die mit äußerst willkürlichen Argumenten (die mit mir übrigens gar nichts zu tun hatten) und durch die Blume Umgangseinschränkungen empfiehlt, ohne jemals mit dem Vater gesprochen zu haben – das habe ich auch erlebt. Ich hatte nur das Glück, an einen Richter zu geraten, der sich für ein solches offenkundig voreingenommenes Gutachten nicht interessierte.

Dass dabei Mütter offen, und offen rechtsbrechend, gegen Väter aufgehetzt werden, ist oft überhaupt nicht nötig. Ich habe beispielweise eine Situation in der Familienberatung erlebt, in der die Beraterin ohne erkennbaren Anlass ein Gerichtsurteil vorlegte, nach dem einem Vater die gemeinsame Sorge vorenthalten worden sei, weil die Mutter nicht mit ihm habe sprechen wollen. Natürlich ist das ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Mutter, aber im Zweifelsfall könnte sie sich immer darauf berufen, uns lediglich eine sachlich relevante Information nicht vorenthalten zu haben.

Vor allem aber: Den Umgang mit unserem Kind aufrecht zu erhalten, kostet durchaus sehr viel, in mehrfacher Hinsicht.

Ich hätte mich gern an den Wohnort unseres Kindes versetzen lassen – ohne Sorgerecht und ohne Bereitschaft meiner Ex-Partnerin, wenigstens für die absehbare Zukunft dort auch wohnen zu bleiben, wäre das aber sinnlos gewesen. Ich habe also eine Zweitwohnung für den Umgang gemietet, weil das nicht viel teurer als ein Hotel, aber wesentlich sinnvoller ist, und fahre alle zwei Wochen hin. Mit den Kosten für die Zugfahrten, die Wohnung und den doppelten Haushalt bezahle ich schon für die Aufrechterhaltung des Umgangs etwa 700-800 Euro im Monat, der Kindesunterhalt ist noch nicht enthalten.

In den ersten drei Jahren, als ich auch der Mutter gegenüber noch Betreuungsunterhalt bezahlen musste, konnte ich den regelmäßigen Umgang nur aufrechterhalten, weil ich einen Kredit über mehrere tausend Euro aufgenommen habe – obwohl ich ja als A13-Beamter überdurchschnittlich viel verdiene.

Insgesamt ist das natürlich eine kranke Situation, in der für eine Umgang im Zweiwochentakt ein sehr großer Aufwand nötig ist und enorm viel Geld in die Luft gepumpt wird, das ich für unseren Sohn ausgebe, das aber niemals bei ihm ankommt. Perfide daran ist, dass ein Vater in dieser Situation ja eine ganz einfache Möglichkeit hat, nicht nur enorm viel Geld und Zeit zu sparen, sondern auch einen großen Teil der Autonomie über sein Leben zurück zu gewinnen. Er muss nur den Kontakt zum Kind aufgeben.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will, ist etwas anderes. Mit einem normalen Facharbeitergehalt, mit dem Gehalt eines klassischen SPD-Wählers also, wäre es mir schon aus finanziellen Gründen nie und nimmer möglich gewesen, den Kontakt mit unserem Kind aufrecht zu erhalten. Im Kosmos der sozialdemokratischen Familienpolitik ist der Umgang eines Trennungskindes mit dem Vater, und der Umgang eines Vaters mit dem getrennt von ihm lebenden Kind, schon unter relativ gewöhnlichen Bedingungen ein Privileg Wohlhabender.

Nach allem, was von der neuen sozialdemokratischen Familienministerin bekannt ist, ist nicht zu erwarten, dass sie an dieser Situation etwas ändern oder sie auch nur als Problem begreifen wird. Ihre Prioritäten liegen bei der Frauenquote für Führungsgremien, ebenso wie die ihres Justiz-Kollegen Heiko Maas, für den die Einführung der Frauenquote in Aufsichtsräten „absolute Priorität“ hat (mehr dazu auch hier). Auch das ein Beispiel dafür, wie eng eine feministisch orientierte Politik und eine Fixierung auf die Interessen weniger Privilegierter zusammenhängen.

Da wurden gerade im NSA-Skandal die Rechte von Millionen auf informationelle Selbstbestimmung massiv verletzt, und da steht weiter die Frage im Raum, wie viele Freiheiten wir eigentlich für das Versprechen, vor Terror geschützt zu werden, noch aufgeben wollen – da steht die EU vor dem Auseinanderbrechen und kann nur mit massivem Einsatz finanzieller Mittel und mit erheblichen rechtliche Problemen zusammengehalten werden – und auch: Da wurde der Bundesrepublik vor wenigen Jahren de facto bescheinigt, mit ihrem Kindschaftsrecht die Grund- und Menschenrechte hunderttausender Kinder und Väter massiv verletzt zu haben, so dass es dringend wäre, endlich Rechtsfrieden herzustellen und mit dem Aufsammeln der Scherben zu beginnen –

– aber angesichts all dessen hat der neue sozialdemokratische Justizminister kein dringenderes Problem als die Frage, wie er möglichst schnell eine Handvoll ohnehin schon privilegierter Frauen per Gesetz auf lukrative Aufsichtsratsposten hieven kann.

Die Gedankenlosigkeit dieser Politik schlägt auf die Familienpolitik besonders gewaltsam um, weil gerade hier Kinder direkt betroffen sind. Als „Verrücktland“ bezeichnet unser Sohn ein imaginäres Land, in dem im gedanklichen Spiel immer das Gegenteil dessen behauptet wird, was eigentlich wahr ist. Aus diesem Land stammt auch weiterhin die deutsche Familienpolitik.

Wenn Kunstformen wie „Ein-Elter-Familien“ oder „Mutter-Kind-Familien“ als wesentliche Elemente moderner Familienpolitik verkauft werden, als ob sie nichts mit der Ausgrenzung von Vätern zu tun hätten – dann werden reaktionäre Positionen, nach denen allein die Mutter zum Kind gehöre, als progressive Politik verkauft. Dann kann natürlich auch der sozialdemokratische Ministerpräsident Beck der sozialdemokratischen VAMV-Vorsitzenden und Familienanwältin Edith Schwab für ihre Verdienste das Bundesverdienstkreuz verleihen.

Auf lokaler Ebene gibt es Mitarbeiterinnen des VAMV, die gesprächsbereit und konstruktiv agieren – auf dieser Ebene hat es auch schon vereinzelt eine Zusammenarbeit mit dem Väteraufbruch gegeben. Im Interesse der Kinder, und der Eltern, ist das wichtig. Die Politik des VAMV aber, für die vor allem Schwab steht, ist von solchen konstruktiven Ansätzen weit entfernt.

Diese Politik der mütterlichen Alleinerziehung hält an längst überlebten Geschlechterstereotypien fest und produziert damit beständig Konflikte, und sie missbraucht zugleich das Recht als Transmissionsriemen, um diese Konflikte in die Elternbeziehungen hineinzutragen – wo sie dann überhaupt nicht mehr lösbar sind.

Was am 3.2. in München vor Gericht ausgetragen wird, hätte also nicht vor ein Landgericht, sondern schon längst in die politische Diskussion gehört. Mit welchem Recht, beispielsweise, wird ein Verband aus Steuermitteln unterstützt, in dessen Eigeninteresse es ist, humane Änderungen in der Praxis des Kindschaftsrechts, also Entwicklungen zu einer besseren Beteiligung beider Eltern an der Sorge zu verhindern?

Dass der VAMV, oder Vertreterinnen dieses Verbands, Gerichtsverfahren gegen Kritiker anstrengen, ist jedenfalls nichts Neues. Im Gedächtnis geblieben ist die Strafanzeige des Verbands gegen Matthias Matussek, weil der es gewagt hatte, auf Forschungsergebnisse über Kindesmisshandlung und -missbrauch in der mütterlichen Alleinerziehung hinzuweisen (mehr dazu z.B. bei Arne Hoffmann: Sind Frauen bessere Menschen, S. 54). Die Strafanzeige war natürlich völlig aussichtslos – der großzügig aus Steuermitteln gedopte Verband aber kann es sich leisten, aussichtslose juristische Auseinandersetzungen zu beginnen. Das schüchtert Kritiker ein, die, auch wenn sie im Recht und nicht gerade Spiegel-Ressortchef sind,  weniger Geld für solche Auseinandersetzungen zur Verfügung haben als der Verband.

Eine Politik wiederum, die zwar Lippenbekenntnisse zur Bedeutung beider Eltern für die Kinder ablegt, aber zugleich die verbissenen Gegner der gemeinsamen elterlichen Sorge, und der väterlichen Sorge, großzügig finanziert und unterstützt – eine solche Politik signalisiert, dass sie Taktiken der Väterausgrenzung stillschweigend weiterhin für legitim hält.

Gleichwohl ist es vielleicht immerhin ein Fortschritt, dass diese politischen Konflikte am 3.2. wenigstens vor einem Gericht ausgetragen werden und nicht allein, wie sonst üblich, zwischen den Eltern – und mitten im Leben der Kinder.

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31 Comments

  • Auch als nicht verbeamteter Akademiker (mit durchschnittlichem Akademiker Einkommen), ist man da mit Unterhalt + Fahrt/Übernachtungskosten sehr schnell am finanziellen Limit.
    Wenn noch Betreuungsunterhalt gezahlt werden muss ist es eigenltich unmöglich kontatk zu halten.

  • „Ich hätte mich gern an den Wohnort unseres Kindes versetzen lassen – ohne Sorgerecht und ohne Bereitschaft meiner Ex-Partnerin, wenigstens für die absehbare Zukunft dort auch wohnen zu bleiben, wäre das aber sinnlos gewesen.“

    Erklär das doch bitte nochmal genauer.

    Was hat das Sorgerecht denn konkret damit zu tun?
    Und was wäre für Dich die „absehbare Zukunft“ gewesen?

    „Ich habe also eine Zweitwohnung für den Umgang gemietet, weil das nicht viel teurer als ein Hotel, aber wesentlich sinnvoller ist, und fahre alle zwei Wochen hin.“

    Wie lange machst Du das denn jetzt schon?
    Wäre Dir der Zeitraum – falls im Vorhinein bekannt – für einen Komplett-Umzug lang genug erschienen? Oder gibt es noch andere Gründe, die Dich davon abhielten?

  • Hallo,
    sehr interessanter Artikel. Ich finde, gerade wenn Betreuungsunterhalt gezahlt wird, muss ein geregelter Kontakt stattfinden. Aber leider sehen viele Frauen, dass anders. Menschen wie sie, sorgen für ein wenig Aufklärung. Danke dafür.

  • „Insgesamt ist das natürlich eine kranke Situation, in der für eine Umgang im Zweiwochentakt ein sehr großer Aufwand nötig ist und enorm viel Geld in die Luft gepumpt wird, das ich für unseren Sohn ausgebe, das aber niemals bei ihm ankommt.“

    Sorry dass ich Dir wiedersprechen muss! Das Geld kommt bei Deinem Sohn an, jeder einzelne Cent! Jede Minute mit Dir ist so ungeheuer wichtig…

    Doch da liegt genau der Hund begraben, und nun versuche ich auch mal das Spiel Deines Sohnes zu speilen…
    Während doch die armen Frauen die ganze Erziehung allein stemmen müssen, ja nicht mal vom Vater finanziell unterstützt werden, der sich nicht blicken lässt etc. etc. etc., während also all die Frauen am Hungertuch nagen, kannst Du Dir 2 Wohnungen leisten… Ist dass nicht ungerecht??? Und für Frauen, wie Deine Exfrau muss nun auch noch einen 24h Kindergarten eingerichtet werden, damit sie als Krankenschwester arbeiten kann, weil Du Dich ja nicht kümmerst… War das jetzt Verrücktland?

    Es ist wie immer, mehr als erstaunlich, welche Unterstützung Vereine erhalten, die bar jeglicher Vernunft agieren…

    So was wie Kiebitz haben wir auch in Frankreich und es gibt massenweise Vereine in Europa, oftmals mit Frauenklimbim im Namen. Genau so, wie die Tatsache, das Jugendämter zumeist gegen Väter agieren. Trotzdem will die SPD genau diesen Dingern (die übrigens vom ihrer Macht in Westeuropa einmalig sind) bei der Vermittlung zum Sorgerecht auch noch die Macht einräumen…

    Alles wie gehabt im Verrücktland…

    Gruss
    Kai

  • „Wäre Dir der Zeitraum – falls im Vorhinein bekannt – für einen Komplett-Umzug lang genug erschienen? Oder gibt es noch andere Gründe, die Dich davon abhielten?“

    Ich bin zwar nicht Lucas, doch ich kenne solche umzugsfreudigen Mütter ebenfalls. In Frankreich dauert eine Versetzung 2 Jahre. Einer unserer Väter hat vorsoglich eine in die Bretagne beantragt, weil seine Es daher kommt. Als er erfuhr dass sie dorthin geht, hat er zufällig auch ein Angebot bekommen. Jetzt ein Jahr später sitzt er allein in der Bretagne, Mama hat ein Jahr Auszeit genommen, dass sie in Marseille verbringt…

    Was das gem. SR damit zu tun hat? Ganz einfach, rein theoretisch hat man da ein Mitspracherecht. Theoretisch natürlich nur…

  • „Die großzügige Versorgung des Verbands mit Steuermitteln legitimiert sich dabei durch die noch immer lebendige Vorstellung von der unschuldigen Notlage alleinerziehenden Mütter, die samt ihrer Kinder von verantwortungsvergessenen Vätern im Stich gelassen worden und nun auf Hilfe angewiesen seien.“

    Das ist das Bild, das auch ich im Kopf habe. Gewiss, ich kenne in meinem Umfeld einige wenige Fälle, wo die Mutter den Vater rabiat ausgeschlossen hat. Ansonsten habe ich kaum Kenntnis, wie es in anderen Fällen läuft. Dafür aber habe ich die Geschichten im Kopf, die alleinerziehende Mütter erzählen. Und die lauten fast immer gleich: Der Vater kümmere sich nicht. Das ist auch das tradierte Bild, dass der Vater die Mutter mit den Kindern sitzen lässt. Ich kenne es von Kindesbeinen an.

    Wie sieht die Realität diesbezüglich aus? Ich habe keine Ahnung.

    Ich kann jetzt nur mutmaßen: Ein Großteil der Scheidungen wird von Frauen eingereicht. Das war zu DDR-Zeiten so und soll jetzt in Gesamtdeutschland wohl auch so sein. Das wiederum passt nicht in das Bild des Mannes, der Hals über Kopf seine Frau sitzen lässt. Schließlich ist er dann der Sitzengelassene.

    Aber mehr Evidenz habe ich nicht.

  • Allein die transparente !!! Erfassung der TRENNUNGSKOSTEN bei allen Beteiligten (Kurz-und langfristige Schädigungen des Kindes,Überforderung des „alleinerziehenden“Elternteiles,Depressionen und Suchterkrankungen beim „entsorgten“ Elternteil) sollte unsere politisch Verantwortlichen WACH werden lassen!! Es ist auch kaum nachvollziehbar,daß Rechtsanwälte „Beratungen „durchführen,von denen sie PERSÖNLICH höchst lukrative Einnahmen generieren.Hier liegt doch ein SYSTEMATISCHER Fehler vor oder wird der offensichtliche „Interessenkonflikt“bewußt nicht zur Kenntnis genommen??

  • Ja, das stimmt. Bei sehr hohen Umgangskosten gibt es die Möglichkeit, den Betreuungsunterhalt (nicht den Kindesunterhalt) leicht zu kürzen, weil der Unterhalt den Umgang eigentlich nicht gefährden soll. Angesichts der großen Kosten, die sehr schnell anfallen können, ist es aber illusorisch zu meinen, dass alle nötigen Ausgaben auch wirklich finanziert werden können, wenn man sie nur gut genug aufteilt.

  • Die Frage ist damit eigentlich schon beantwortet. Wäre die Situation so, dass Eltern tatsächlich gemeinsam über den Aufenthalt – und eben auch: einen möglichen Umzug – des Kindes entscheiden, dann wäre ein Umzug für mich berechenbar gewesen. Ich hätte mit hinreichender Sicherheit davon ausgehen können, dass ich nicht gleich ein Jahr später den nächsten Versetzungsantrag stellen muss. Denn es ist doch eigentlich klar, dass ein Vater nicht alle Nase lang hinter der Mutter herziehen kann – allein beruflich ginge das auch einfach nicht.

    Hintergrund der geltenden Regelungen ist wohl, dass die „Autonomie“ der Mutter auf gar keinen Fall angetastet werden soll. Sie habe doch das Recht auf Freizügigkeit, und das dürfe ihr doch nicht dadurch angetastet werden, dass der Mann darüber mitreden kann, wo sie hinzieht. Dass es hier nicht um die Mutter, sondern um das Kind geht, spielt ebenso wenig eine Rolle wie die Tatsache, dass die Autonomie des Vaters ja ganz erheblich angetastet wird – zumindest, wenn er den Kontakt zum Kind behalten will. Die „Autonomie“ der Mutter ist eine Autonomie auf Kosten anderer. Also eigentlich nur eine privilegierte Form der Abhängigkeit.

    „Wie lange machst Du das denn jetzt schon?“ Fünf Jahre.

  • @ Kai „Das Geld kommt bei Deinem Sohn an, jeder einzelne Cent! Jede Minute mit Dir ist so ungeheuer wichtig…“ Es müsste aber so nicht sein. Letztlich ist es so, dass sehr viel Geld ausgegeben wird, um eine sehr ungünstige Situation aufrechtzuerhalten. Das geht nur deshalb so lange so, weil die Alternative noch ungünstiger wäre. Aber wie wär es zwischendurch mal mit günstigen (und damit meine ich nicht: preisgünstigen) Alternativen?

    Dass übrigens Kinder sich die Situation irgendwie erklären müssen, finde ich absolut nachvollziehbar. Es ist sogar gut, wenn sie sich eine einigermaßen vernünftig klingende Erklärung suchen – die Situation zwischen den Erwachsenen ist nämlich in vielen Fällen so verrückt, dass man es Kindern gar nicht zumuten kann, sie realitätsgetreu wahrzunehmen.
    (Und das mein ich nicht ironisch.)

  • @ LoMi „Das ist auch das tradierte Bild, dass der Vater die Mutter mit den Kindern sitzen lässt. Ich kenne es von Kindesbeinen an.“ Gibt es ja auch. Ich kenne selbst auch solche Situationen, wie wahrscheinlich jede und jeder. Ungünstig wird dieses Bild, wenn es zur Folie für sämtliche Trennungssituationen wird, in denen der Vater den Kontakt zu seinen Kindern verliert. Das kann ja viele Gründe haben: Egoismus, Zermürbung, finanzielle Not, Druck in einer neuen Beziehung, Ängste, Rachebedürfnisse etc.

    Ich plädiere auch nicht dafür, fortan allüberall die Väter als Opfer zu sehen – aber es wäre wichtig, dass es Regelungen gibt, die Kooperation belohnen bzw. stärken und die Verweigerung von Kooperation sanktionieren. Für beide Eltern.

    Rein anekdotisch, ohne Beweiskraft, nur als Hinweis darauf, wie Situationen aussehen können: Eine Bekannte von mir hat jahrelang ihrem Ex-Mann bei dem Versuch, die gemeinsamen Kinder zu sehen, das Leben so schwer wie möglich gemacht. Sie zog mit den Kindern vom einen Ende des Landes zum anderen, hat Umgang mit Falschangaben hintertrieben, hat ihn schikaniert – bis er schließlich nach Jahren aufgab, sein Sorgerecht „ruhen“ ließ und keinen Kontakt mehr zu seinen Kindern suchte. Im selben Moment, in dem er sich zurückgezogen hatte, ging sie herum und erzählte überall, wie schrecklich es sei, dass der Vater sich nicht um seine Kinder kümmere.

    Ein anderes Beispiel, als Gegenbild: Eine Freundin von mir hat alles getan, damit der getrennt lebende Vater des gemeinsamen Kindes sich um das Kind – das eigentlich für beide ein Wunschkind war – kümmerte. Er blockte alles ab, gratulierte dem Kind nicht mal zu Geburtstagen. Sie trug ihm das Sorgerecht regelrecht hinterher, wandte sich ans Jugendamt und ans Familiengericht und bekam dort ähnliche Sprüche zu hören, wie sie auch Trennungsväter oft hören: Wenn er nicht wolle, könne man nunmal nichts machen – Sie solle doch froh sein, es ginge doch alles auch noch schlimmer – etc.

    Wie gesagt, anekdotische Beispiele ohne Beweiskraft für irgendwas – nur als Hinweis darauf, dass die Interpretationsschablonen, die wir im Kopf haben, so oder so für die meisten Fälle vermutlich zu grob sind. Was übrigens gar nicht so schlimm wäre, wenn wir faire und zivile Regelungen hätten.

  • „Es ist auch kaum nachvollziehbar,daß Rechtsanwälte „Beratungen „durchführen,von denen sie PERSÖNLICH höchst lukrative Einnahmen generieren.“ Das stimmt, das ist ein Problem – ich sehe dafür allerdings keine Lösung, denn natürlich müssen Anwälte beraten. Wenn es ums Kindschaftsrecht geht, wäre es aber gut, die Pflicht zur Kooperation ernst zu nehmen, und eine anwaltliche Politik der grundlosen Konfrontation zu ächten.

    Solange schwerwiegende Konflikte zwischen den Eltern stumpf als Grund für die rechtliche Ausgrenzung des Vaters herangezogen werden können, wird sich die sinnlose Konfrontation aber ggfs. für die Mütter und ihre Anwälte lohnen.

  • „Ich plädiere auch nicht dafür, fortan allüberall die Väter als Opfer zu sehen – aber es wäre wichtig, dass es Regelungen gibt, die Kooperation belohnen bzw. stärken und die Verweigerung von Kooperation sanktionieren. Für beide Eltern.“

    Das ist ein konstruktiver Ansatz, auch deswegen, weil man dafür keine pauschalen Opfergruppen konstruieren muss. Das finde ich gut.

    Mir selber fällt diese Sichtweise etwas schwer, weil das Thema Trennung emotional aufgeladen ist, mit Schuldgefühlen nämlich. Wie gesagt, in meinem Hinterkopf spukt das Bild der treulosen Männer herum. Als ich Kind war, gab es ein beliebtes Lied: Ein kleiner Matrose… http://www.labbe.de/liederbaum/index.asp?themaid=19&titelid=270
    Als Kind hat mir das einiges Kopfzerbrechen gemacht, dass der Matrose schuld war am Tod des Mädchens. Insofern reagiere ich auf das Thema Trennung immer mit Schuldgefühlen und immer reflexhaft mit dem Gefühl, dass die Mehrheit der Männer sich verantwortungslos verhielten und ich mich dafür schämen müsste.

  • @Schoppe
    Auch auf die Gefahr hin anekdotisches aufzublähen, aber da scheint mir schon fast ein erkennbares Muster vorzuliegen.

    In meinem Freundes- und Bekanntenkreis war die Trennung jeweils der Anlass für die Mütter, Kind/Kinder einzupacken und (weit) wegzuziehen.
    D.h. zu den Kosten für Unterhalt für Frau und Kind/Kinder kamen jeweils noch Fahrtkosten und Kosten der Unterbringung am jeweiligen Ort hinzu.

    Damit kannst du das Geld eines sehr gut verdienenden Ingenieurs verbraten, bis nichts mehr übrig bleibt.
    In einem Fall mir bekannten Fall war dieser Mann gezwungen, erheblich Mehrarbeit zu leisten und konnte so seine Kinder weniger oft besuchen, was dann wiederum gegen ihn ausgelegt wurde – er kümmere sich gar nicht um seine Kinder.

    Was mich erschreckt ist diese finanzielle Voraussetzung der Inanspruchnahme von Rechten – was die Rechte von weniger wohlhabenden Vätern vollends aushebelt, wie du ja auch schon geschrieben hast.
    Wer nicht so gut verdient, ist als Vater bei diesem Spielchen schon weg, bevor er auch nur ein Blick auf das Konto werfen konnte.

    Diese Assoziation sei hier erlaubt: am meisten an dem Fall Kachelmann beschäftigte mich die Tatsache, dass ihn seine Unschuld zu beweisen 1 Million Schweizer Franken für Staranwälte kostete.
    Und alle anderen Männer, die solche Summen nicht zur Verfügung haben sehr wahrscheinlich im Knast gelandet wären.

    Damit verwandelt sich „Recht“ in eines, dass man nicht per se hat, sondern sich leisten können muss.
    Traurig.

    Schönen Gruß, crumar

  • Hallo Lucas,

    klar ist die Situation so wie sie ist einfach nur Mist!
    Ich wollte auch nur sagen, dass dieses Geld trotzdem sinnvoll für Deinen Sohn eingesetzt ist. Sicherlich würdest Du den Betrag lieber für sein Studium, seine spätere Wohnung oder sogar auch lieber für eine Weltreise für ihn ausgeben, anstatt es so zu machen.
    Ich kenne Väter, die meckern über z.B. 200 Euro Unterhalt wie verrückt (ich mecker ja auch). Dann wird das Kind 18, macht ein Studium, die Väter drücken durch dass sie direkt ans Kind zahlen und überweisen freudig 1000 Euro für Wohnung, Lebensunterhalt, Urlaub und Kneipenbesuche… Halt auch so Väter die sich vorm Unterhalt drücken!

    „(Und das mein ich nicht ironisch.)“
    Ich weiß… Ich kann das nicht mehr ironisch sehen, sondern nur noch zynisch…

    Gestern fragte mein Sohn ob ich der Mutter mal gesagt habe ich würde ihn einfach mit nach Deutschland nehmen und sie würde ihn dann nie wieder sehen.
    Ich frage, wie kommst du darauf? Mama hat das gesagt, ich habe Mama gefragt was sie denn gemacht hat, damit Papa das sagt. Nichts, sagte die Mama…

    Jetzt kennt mein Sohn auch Watzlawic, drittes Axiom, mit 8 Jahren!
    Bei uns geht es jetzt in die Phase, wo er mit 8 Jahren langsam selbst entscheiden kann wo er leben will, wo er auch sagt ich möchte länger bei Dir sein, Papa… Da muss Mutter natürlich mit allem Gegensteuern was geht…

    Falls es interessiert, ja, ich habe dass gesagt, ich sagte ganz genau, so ruhig wie möglich während ich ihr in die Augen sah:
    „Tu dass, dann musst Du Deinen Sohn aber 24h – 7 Tage rund um die Uhr überwachen, sonst hohle ich ihn mir! Ich gehe nach Deutschland, England oder sonst wo hin. Ich werde versteckt leben wenn es sein muss. Ich werde am Existenzminimum leben wenn es sein muss, aber ich werde mit meinem Sohn leben und dann siehst Du ihn nie wieder! Deine Entscheidung!“ Danach bin ich aufgestanden, ins Schlafzimmer gegangen, habe meinen Sohn aus dem Bett geholt und bin mit ihm schlafend auf dem Arm spazieren gegangen, drei Stunden… Das hat glaube ich geholfen…

    Ach ja, das „Tu das“ bezog sich auf die Aussage meiner Ex:
    „Wenn Du nicht sofort aus der Wohnung ausziehst, dann kann ich Dich auch wegen Pädophilie anzeigen und dann siehst Du Deinen Sohn nie wieder!“

    Was sagt man seinem Sohn auf diese Frage? …

  • „weg….“

    Nur kurz zum Titel: Das Wort „wegmachen“ gebrauchzten Nazis, wenn sie von Juden sprachen. Und das Wort „wegmachen“ wird für Abtreibungen verwendet.

  • @ crumar „Damit verwandelt sich „Recht“ in eines, dass man nicht per se hat, sondern sich leisten können muss.“ Ja. Das wäre mal ein guter Anlass, über die „tatsächliche Durchsetzung von Rechten“ zu reden.

    Die Situation krankt m.E. an der grundsätzlichen Fehlkonstruktion, dass der Mensch, der die wesentliche Entscheidung trifft, nicht auch der Mensch ist, der die wesentlichen Konsequenzen trägt. Wäre die Mutter selbst an den Kosequenzen ihrer Entscheidung zum Wegziehen finanziell beteiligt, dann würden viele Entscheidungen vermutlich anders aussehen.

    „Autonomie“ bedeutet schließlich – eigentlich – nicht, dass man machen kann, was man will, und sich nicht um die Folgen kümmern muss.

  • @ LoMi Das mit dem kleinen Matorsen habe ich als Kind nie verstanden – woran genau ist sie nun eigentlich gestorben? An gebrochenem Herzen, weil er so viel unterwegs war?

    Die Schuldgefühle jedenfalls sind ein gutes Argument für faire und vernünftige Regelungen. Selbst jemand, der wirklich in irgendeiner Weise „schuldig“ geworden ist, z.B. den Partner betrogen hat, verliert dadurch ja nicht gleich alle Rechte – und dieser Mensch wird dadurch auch nicht für die eigenen Kinder völlig unwichtig. Gerade die emotionale Aufladung von Schuldfragen und -vorwürfen, die ja in Trennungssituationen eh erwartbar ist, macht in meinen Augen vernünftige, pragmatische, sachliche Verfahrens umso wichtiger.

  • „dann kann ich Dich auch wegen Pädophilie anzeigen und dann siehst Du Deinen Sohn nie wieder“ Das wundert mich ja schon lange: Woher die Sicherheit kommt, dass die Zugehörigkeit zum männlichen Geschlecht die wesentliche Bedingung sexueller Übergriffe auf Kinder sei. Nicht, zum Beispiel, das Schaffen massiver Abhängigkeitssituationen in der „Alleinerziehung“. Oder die Ausgrenzung anderer Erwachsener, so dass die Mutter-Kind-Beziehung nicht nur völlig unkontrolliert ist, sondern das Kind auch keine alternativen Ansprechpartner hat, wenn es welche braucht. Oder das Manövrieren des Kindes in eine Partner-Ersatz-Funktion.

    Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass umgekehrt ein Mann sich Hoffnungen machen würde, mit einem solchen Satz gegenüber einer Frau wirklich eine Drohkulisse aufbauen zu können.

    Dass eine solche Drohung nicht nur unfair ist, sondern auch erheblich feindselig, dem Vater wie dem Kind gegenüber, spielt dabei wohl schon überhaupt keine Rolle. Warren Farrell hat einmal (in „Father and Child Reunion“) „Twelve guarantees of child abuse“ – etwa: zwölf Garantien für Kindesmisshandlung – aufgelistet, die mit dem beliebig geäußerten Pädaophilie-Vorwurf einhergingen, eine Auflistung der vielfältigen damit verbundenen Schädigungen für das Kind.

    Wer verstehen würde, was er – bzw. in aller Regel natürlich: sie – mit so etwas eigentlich sagt, würde es nicht sagen. Oder soziopathisch sein.

  • 'Oder soziopathisch sein. '

    Ich weiß nicht ob meine Exfrau das in letzter Konsequenz auch ohne meine Drohung wirklich so durchgezogen hätte, wie man sieht hat sie meine Drohung aber wirklich ernst genommen. Ich halte sie jedenfalls für gestört. Wenn ich ihr das heute so vorhalten würde, käme mit Sicherheit irgendwas wie, siehst du was du für ein Glück gehabt hast eine so tolle Frau zu finden, denn eine andere hätte dich wirklich angezeigt… Es ist komisch was einem so alles verborgen bleibt, wenn man verliebt ist, vor allem was man für eine tollte Frau hatte…

    Bezeichnend ist, auch dass unsere Gutachterin alles geglaubt hat was meine Ex gesagt hat. In meinem Gutachten steht auch dieser Satz von mir mit der Bemerkung der Vater übte psychische Gewalt aus. Der Vater wirft der Mutter vor gewalttätig zu sein, auch dem Kind gegenüber, obwohl sie es ist, die viel mehr Zeit mit dem Kind bla bla bla. fehlte nur noch, das Ei der Mutter, das beim Prozess der Zeugung ja eine wesentlich wichtigere Rolle spielt im Gegensatz zum Samen des Vaters, der ja genau genommen kein Samen ist sondern nur Sperma und damit ein paar unwichtige Chromosomen für Fettleibigkeit und große Nasen hinzufügt… Ich würde ja wirklich ausnahmslos jedem Menschen helfen der auf der Straße einen schweren Unfall hat. Ich kann nichts und niemanden leiden sehen/ Bei der Gutachterin würde ich hingegen in die nächste Bar gehen mir ein Bier und etwas zu knabbern bestellen und fragen ob ich mit dem Stuhl etwas dichter an die Unfallstelle dürft um besser sehen zu können wie sie leidet… Männerphantasien 😉

    Wir haben gestritten, wir wurden laut, wir haben uns gegenseitig Vorwürfe gemacht…. Wir haben dabei auch sicherlich beide Grenzen überschritten. Schuld, nur einer, wie kann es auch anders…

    Nun aber ist es so, dass sich ihre Gewalt auch gegen unseren Sohn richtet, nur weil er sagt dass er mehr zu mir möchte… Da ist sie nicht besser wie die Frau die ihren Kindern sagt, wenn ihr zum Papa geht; dann geh ich zurück nach Panama, der Vater der dann mit Selbstmord droht oder die Mutter die sagt, dann braucht ihr hier nie wieder ankommen, oder die Lehrerin die alles daran setzt dass ihr Kind dann nicht mehr eingeschult wird…Die Waffen die man in diesem Konflikt benötigt um zu Siegen und das Kind auf seine Seite zu ziehen, Waffen wie Liebe, Zuneigung, Geborgenheit, Wahlfreiheit, Teilen können… die beherrschen diese narzisstischen Eltern nicht! Deshalb verlieren sie auch in letzter Konsequenz, oftmals leider zusammen mit dem Kind…

  • Beim Umzug geht es nicht um Geld, sondern darum Distanz zu schaffen. Sicherlich nicht in jedem Fall, wie z. B. wenn die Mutter zurück zu den Eltern geht, weil dort einfach mehr Unterstützung ist, sie aber den Vater mit in die Entscheidung einbezieht…

    Aber bei Lucas geht es nur darum Distanz zu schaffen. Da hilft keine finanzielle Beteiligung, dann würde die Mutter was anderes machen um diese Distanz zu schaffen. Wenn es sein muss das Kind direkt beeinflussen,..

    Da hilft nur die konsequente Unterbindung jeglichen Versuches eines Distanzaufbaus zum anderen Elternteil. Wenn es sein muss auch mit Zwangsmaßnahmen oder in der letzten Konsequenz der Überführung des Kindes in den Haushalt des Vaters… Was dann bei der Mütterlobby als Nötigung durch Richter angesehen wird… Passiert aber nicht, weil Mütter sind ja gut und tun nur das beste für ihr Kind, Väter sind böse, Vergewaltiger und bei Lucas ist es dann ja die neue Partnerin die sich ums Kind kümmert (wenn er eine hat, ansonsten ist es die Oma, die Nachbarin oder das Kind sitzt ja nur vorm Composter mit seinen 2 Jahren und spielt Egoshooter um für sein Schulmaßacker gerüstet zu sein) weil er ja nur die 50 Tacken Unterhalt sparen will… Wobei dann so verantwortungsvolle Mütter wie Schwab ihr Kind alleine erziehen, im Internat…

  • „Bezeichnend ist, auch dass unsere Gutachterin alles geglaubt hat was meine Ex gesagt hat. In meinem Gutachten steht auch dieser Satz von mir mit der Bemerkung der Vater übte psychische Gewalt aus. Der Vater wirft der Mutter vor gewalttätig zu sein, auch dem Kind gegenüber, obwohl sie es ist, die viel mehr Zeit mit dem Kind bla bla bla.“

    Das ist die Art Voreingenommenheit von Gutachtern, von der ich auch gehört habe. Wahrscheinlich sind die einschlägigen Gutachterinnen und Gutachter bereits kräftig vorurteilsbelastet. Womöglich ist eine solche Psychologisierung eigentlich juristischer Fragen sowieso problematisch. Es wäre auf jeden Fall mal interessant, von außerhalb die Qualität dieser Gutachten prüfen zu lassen.

  • Ist bereits passiert…
    Auf einschlägigen feministischen Seiten findest Du Hinweise darauf.
    So z. B. auch in der ERNA
    „Und das ausgerechnet in einem Land, das für die mangelnde Qualifikation seiner Psycho-Sachverständigen berüchtigt ist. So fand allein das Freiburger Max-Planck-Institut für Strafrecht in jedem dritten deutschen Gerichtsgutachten „wissenschaftlich völlig unbegründete, subjektive Wertungen, Unterstellungen, Spekulationen, Pseudo-Theorien oder Vorurteile“.“

    Natürlich sind hier dann die Gutachten gemeint die der ERNA nicht gefallen. Die Gutachter die Männer hinter Gitter bringen oder ihnen grundlos das Sorgerecht entziehen wollen usw. die sind natürlich alle super gut und über jeden noch so kleinen Zweifel erhaben!

    Das Problem ist folgendes (mal franz. Variante, die deutsche wird ähnlich sein):
    1. Der Richter läd die Eltern zur ersten Scheidungsverhandlung (ca. 4 Monate nach dem Antrag)
    2. Auf dieser Verhandlung beantragt er ein Gutachten
    3. Er beschliesst das die Kinder bei der Mutter bleiben und der Vater die Kinder jedes 2. WE sehen darf (nach Aktenlage)
    4. Dann kommt irgendwann, wann ist egal, ein Gutachter und achtet gut oder schlecht auf irgendwas…
    5. EIN JAHR SPÄTER, nachdem sich also die Situation verfestigt hat, also das Kind so toll bei der Mutter lebt, spricht der Richter ein Scheidungsurteil mit endgültigem Umgangsrecht…
    Da hat das arme Kind sich ja bereits so toll eingelebt, und selbst wenn der Vater das Kind vor der Trennung zu 70% betreut hat, hat es sich an die neue Situation so toll gewöhnt…

    Damit er aber nicht gross was ändern muss, nimmt er den Gutachter der genau das besonders gut achtet was der Richter hören will. Nach ein bis zwei Gutachten kennt der Richter den Gutachter und nach einiger Zeit hat er seine 5 Lieblinge, die er immer wieder nimmt…
    Da kannst Du die Knete auch gleich im Klo runterspülen und das als Entwicklungshilfe für Afrika deklarieren, irgendwann kommt das ja durch die Kanalisation bestimmt da unten an, oder auch nicht…

  • All dies sind eigentlich Verhaltensweisen von Frauen, hier Müttern, die klar in den Gewalt- und Missbrauchsbereich gehören und dazu dienen Väter und Kinder zu unterdrücken.

    So können sie alles kontrollieren. Genau dies soll gesellschaftlich als legitim angesehen werden. Und das wird es offenbar auch soweit.

    Es werden hier die Leben von Kindern und Vätern in einem Maß mißachtet, die eigentlich grundsätzliche Menschenrechtsübertretungen sind. Aus gesellschaftlicher Bequemlichkeit, aber auch aus Disponibilität von Männern und Kindern gesehen aus der Brille von feministisch geprägten Geschlechtsrassismus – wie immer dient so etwas sich von jeder Moral und Verantwortung gegenüber anderen zu befreien und dennoch als guter Mensch angesehen und respektiert zu werden.

    Hier gibt es auch Zusammenhänge zum Genderismus und allgemein Machtverhältnissen. Diesem ideologisch-doppelmoralischem Gift, dass sich hinter vermeintlicher „Gleichheit“ etc. (und vielen anderen Unterstellungen von feministischer Seite her) versteckt, bedienen sich heutzutage auch Männer. Hinzu kommt, die Angst sich der hier etablierten politische Korrektheit zu stellen, die in mittlerweile in alle gesellschaftlichen Bereiche eindringt bzw. eingedrungen ist.

    Es kreiert nicht mehr nur unter den Kindern und Vätern eine Umgebung der Angst, im Sinne dass man sich seines (geachteten) Lebens rechtsstaatlich nicht mehr sicher ist und beliebig (von anderen) bestimmt werden kann – auch dann wenn man mit die eigenen Unversehrtheit kompromittierenden Willkürlichkeit konfrontiert ist. Insbesondere letzterer Punkt ist bisher bei dieser Diskussion viel zu kurz gekommen, denn er macht die innere Verunsicherung deutlich, die mehr als psychisch krüppelnd ist, für beide Vater und Kind. Hier wurde und wird weiterhin (auch gesellschaftliches) Vertrauen zerstört (dass auf gesellschaftlicher Ebene an die Grundfeste unseres Seins geht).

  • „Das mit dem kleinen Matorsen habe ich als Kind nie verstanden – woran genau ist sie nun eigentlich gestorben? An gebrochenem Herzen, weil er so viel unterwegs war?“

    Verstanden habe ich das auch nicht als Kind. Ich verstand aber die Schuldzuweisung. Irgendwie war mir diese Verbindung zwischen Männern und ihrer verantwortungslosen Liebschaft und die negativen Folgen solcher Liebelei für die Frau bekannt. Vielleicht hat mein Kopf daraus auch später erst einen Knoten gemacht. Ich meine aber, dass das hin und wieder Thema war: Mann vergnügt sich gedankenlos mit einer Frau (ohne sie zu heiraten, also sie materiell zu versorgen) und sie muss schlussendlich leiden (muss hungern, wird von der Gesellschaft ausgestoßen usw.). Es passt jedenfalls sowohl zu Fausts Gretchen und Effi Briest, die später in der Schule Thema waren. Ich kann nicht mehr rekonstruieren, wie diese Verbindung eigentlich entstanden ist. Noch weniger weiß ich etwas über die rechtliche Stellung der Frau in früheren Zeiten. Es herrschte das Bild vor, die Frau sehr rechtlos und komplett durch die Männer fremdbestimmt, etwa im Mittelalter.

    Schließlich kam dann noch das Bild der Männer, die egoistisch „immer nur das Eine wollen“, hinzu.

    Und schon wird aus dem kleinen Matrosen ein an kurzfristiger Lust orientierter verantwortungsloser Mann, der seine geschwängerte Geliebte dem Elend überlassen hat. Wie gesagt, was ich davon als Kind miteinander verknüpfte und was erst später, das weiß ich nicht. Insgesamt hat sich aber ein diesbezüglicher Schuldkomplex aufgebaut, der bis heute mein Handeln mit bestimmt.

  • Stichwort SPD
    Was offensichtlich wenige wissen (finde im Netz keinen Hinweis darauf, sondern nur in einem Dokumentarfilm hatte ich eine kurze Bemerkung darüber gehört): Willy Brandt musste seine deutsche Staatbürgerschaft neu beantragen, nachdem sie ihm von den Nazis aberkannt wurde.

    Ähnlich müssen nicht eheliche Väter ihr natürliches Recht (auf Sorgerecht) beantragen.

    Schwab ist SPD-Mitglied. Es wundert mich, dass keinem die vorhin genannte Parallele je aufgefallen ist und bei Madame Schwab nachgefragt hat.

    Das wäre doch eine Nachfrage bei der SPD wert, hinsichtlich „Wer die menschliche Gesellschaft haben möchte, muss die Väter entsorgen!“, oder so ähnlich ;-).

  • „Warum aber tun sie das eigentlich?“
    Es geht hier nicht nur um Steuergelder, es geht um das Geschäft schlechthin.
    Im Jahre 2010 hatten wir – unbemerkt von der schlafenden, schweigenden Mehrheit – zum ersten Mal in der Geschichte mehr Familienverfahren als Neugeburten: 690.000 zu 660.000.

    Zum Vergleich mit dem Jahr 1961, alte Bundesländer: 77.000 zu 1.100.000.

    Vergleicht man die Zahl der Anwälte 1961 mit 2010 (22.000 zu 135.000), dann weiss mann wie der Hase läuft.

    Dazu kommt noch eine ganze Armada von Gutachter Sozialpsychologen, -pädagogen, -therapeuten und sonstige „Professionen“ die am Scherbenhaufen Trennungs- und Scheidungsfamilie kräftig mitverdienen.

    Was früher das Militär- und Industriekomplex war, ist heute das Beratungs- und Betreuungskomplex. In irgend ein nutzloses Loch müssen unsere Steuermilliarden versenkt werden.

    Die Afrikaner wussten es schon längst: „Um ein Kind zu erziehen brauchst Du ein ganzes Dorf ….

    … wenn der Vater fehlt!“ Der letzte Teil wird immer wieder ausgeblendet, wie im erühmten Brechtschen Spruch „Stell Dir vor es gibt Krieg und keiner geht hin ….“

    Damit wird aber klar, welche Interessen hier vertreten werden: Es geht nicht um die 500.000 EUR aus dem Familienministerium, es geht um die Milliarden Gebühren der Professionen, die entfallen würden, wenn die Paare plötzlich selbst alles geregelt bekommen.

  • „Diese Politik der mütterlichen Alleinerziehung hält an längst überlebten Geschlechterstereotypien fest und produziert damit beständig Konflikte“

    Diese Geschlechterstereotypien können auf zwei reduziert werden:
    1. Der Vater soll keine Werte vermitteln, sondern überweisen
    2. Arbeit macht den Vater frei von seinen Kindern

    Alles andere leitet sich daraus ab.

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