Zerstörte Chancen – Esther Vilar begegnet den Wundern im Alice-Land

Nachdem nun das Ende der Dauerpräsenz Alice Schwarzers in den Medien bevorsteht, lohnt es sich, noch einmal einen Blick zurück zu werfen in die ferne Zeit, in der diese Präsenz begann.
1975 wurde der Vietnamkrieg beendet, starb der spanische Faschist Franco, wurden die Konditorei Coppenrath&Wiese und das Unternehmen Microsoft gegründet, David Beckham und Angelina Jolie geboren, Borussia Mönchengladbach wurde Deutscher Meister und gegen Twente Enschede UEFA-Pokalsieger, Spielbergs Der Weiße Hai wurde zum ersten Mal auf die Kinos losgelassen und Coppolas Der Pate II mit dem Oscar ausgezeichnet – und im deutschen Fernsehen lieferte sich Esther Vilar einen aufreibenden Schlagabtausch mit Alice Schwarzer.
Alice Schwarzer bringt einige Notgroschen vor der politischen Verfolgung in Sicherheit.
Balthasar Esterbauer (1715): Schalldeckel der Kanzel in der Comburg – Die sieben Todsünden – Avaritia (Geiz, Habgier) (Quelle)

Beide waren vier Jahre zuvor schon allgemein bekannt geworden – Vilar mit dem provozierend-polemischen, aber seiner Zeit auch weit vorauseilenden Buch Der dressierte Mann, Schwarzer mit der Aktion Wir haben abgetrieben, bei der sich 374 Frauen in der Illustrierten Stern selbst der Abtreibung bezichtigten, um eine Reform des Paragraphen 218 zu erreichen. Dass die Selbstbezichtigung in vielen Fällen, auch in Schwarzers eigenem, unwahr war, spielte noch keine Rolle – wenn es einem guten Zweck dient, muss die Wahrheit sich eben ab und zu als flexibel erweisen.

Für diejenigen, die gern Körpersprache und soziale Manöver deuten, ist schon der Beginn der Sendung interessant – Schwarzer kommt zu spät, macht dafür seltsamerweise lauthals anderen Vorwürfe, wartet, bis Vilar sich einen Platz ausgesucht hat, verlangt dann diesen Platz für sich selbst und eröffnet schließlich unvermittelt das Gespräch mit einer gezielten Beleidigung:

„Das soll einige Leute geben, die glauben, dass das, was sie geschrieben haben, das sei also keine pure Dummheit oder so, das sei eine Satire.“ (1:09)

An dem, was dann geschieht, lässt sich wie an einem Kammerspiel zeigen, welche Entwicklung die deutschen Geschlechterdebatten in den Jahren darauf nahmen, welche Chancen sie ausgelassen haben – und welche Rolle Alice Schwarzer dabei spielte.

Alice Schwarzer kämpft, etwas verspätet, gegen den Stürmer Auf den ersten Blick treten beide für dasselbe ein – dafür, dass Frauen selbstverantwortlich leben und eigenständig ihr Leben gestalten. Vilar bezeichnet sich in diesem Sinne selbst als „ganz offene Feministin“. (1:37) Beide unterscheiden sich dann aber grundsätzlich in der Einschätzung der Schwierigkeiten, die einer weiblichen Selbstständigkeit im Weg stehen.

 

Vilar beschreibt eine gegenseitige Abhängigkeit von Frauen und Männern, eine Angst vor der Freiheit bei beiden, in der die Frau „sich als Schutzobjekt gibt“. Sie versuche, „dass der Mann sie wie ein Kind behandelt“ (20:30), lasse ihn aber tatsächlich für sich arbeiten – was für sie erhebliche Vorteile habe, beispielsweise ein im Schnitt erheblich längeres Leben.
„Es gibt in der Bundesrepublik fast keine Frauen, die ein ganzes Leben lang ihre Familien selber ernähren, ihren Mann und ihre Kinder.“ (13:14)
Schwarzer hingegen sieht Frauen einer allgemeinen männlichen Unterdrückung und Ausbeutung ausgeliefert, räumt Nachteile von Männern bestenfalls in massiv abwertenden Formulierungen ein
„wie kaputt die sind, wie grotesk die manchmal sein können“ (22:39) –

und besteht auf einer klaren Opferhierarchie: Männer seien durchaus auch Opfer, profitierten aber eigentlich allesamt von der Männerherrschaft, und Frauen seien ganz gewiss die „Opfer der Opfer“ (36:46).

Vilar stellt diese Position gleich zu Beginn bloß:

„Dass die Welt von Männern beherrscht wird, ist genauso paradox wie zu sagen, dass die Seefahrt von Matrosen beherrscht wird.“ (2:13)

So provozierend diese Position für Schwarzer natürlich ist, so legt sie doch einen grundsätzlichen Widerspruch offen – einen Widerspruch, von dem sich ein Feminismus niemals befreit hat, der auf der Idee einer allgemeinen patriarchalen Unterdrückung der Frau basiert: Schwarzer fordert Selbstständigkeit für Frauen, beschreibt sie aber als fundamental unselbstständige Wesen, die hilflos einer umfassenden Männerherrschaft ausgeliefert seien.

Noch am Ende des Gesprächs kann sie beispielweise nicht akzeptieren, dass Frauen sich ihre Position als Hausfrau selbst wählen und nach Umfragen glücklich damit sind – während Vilar schlicht feststellt, dass sie doch nicht anderen Frauen vorschreiben könne, was sie unter Glück zu verstehen hätten. (42:34)

Dass Vilar ihre Bücher selbst geschrieben habe, zweifelt Schwarzer gleich zwei Mal an – sie könne sich zwar nicht vorstellen, dass eine Mann „eine solche Konfusität“ zu Papier bringen könne (9:07), möchte dann aber trotzdem wissen, wer eigentlich dahinter stünde (20:58): Dass eine Frau eigenständig auf Gedanken gekommen ist, die von ihren eigenen Gedanken abweichen, ist ein selbstverständlich inakzeptabler Gedanke.

Auffällig ist auch hier Schwarzers beliebiger Umgang mit der Wahrheit. Mal macht sie Vilar lächerlich und stellt sie als „Ruferin in der Wüste“ hin, die mit ihrer Meinung ganz allein dastehe (9:35), mal beklagt sie lauthals, wie massiv Vilar schon seit Jahren allüberall protegiert werde (19:25). Beliebig auch wirft sie Phantasiezahlen ins Spiel, dass etwa die Lebenserwartung von Frauen in der „Doppelbelastung“ geringer sein als die von Männern (sie wollten sich doch jetzt nicht gegenseitig langweilen, raunzt sie Vilar an, als diese Schwarzers Zahlen beharrlich korrigiert), oder dass Männer überhaupt nur ein Drittel der insgesamt anfallenden Arbeit verrichteten und deshalb völlig zurecht später in Rente gingen.

Dass Vilar am Ende gleichwohl immer stiller wird, liegt nicht nur daran, dass ihr Schwarzer beständig ins Wort fällt und sich selbst beständig in Rage redet – es liegt wohl auch an zwei Schlüsselsituationen des Gesprächs.

Verachtung von Frauen wirft Schwarzer Vilar vor und einen Verrat an ihrem Geschlecht – während diese betont, dass es ihr ganz im Gegenteil um eine „Ehrenrettung für mein Geschlecht“ (26:43) ginge.

Schwarzer: Ich glaub, dass jemand, der so zynisch ist und so gemein wie Sie, der solche Dinge schreibt – ich wundere mich überhaupt, dass Frauen Sie noch nicht angegriffen haben.
Vilar: Haben sie schon.
Schwarzer: Richtig. Richtig. (25:06-25:14)
Das konnte leicht als offener Aufruf zur Gewalt gegen Vilar verstanden werden und wurde so wohl auch verstanden. Viel später, im Jahr 2007, erzählt Vilar von ihren Gründen, Deutschland zu verlassen:
„Ja, auf der Toilette der Münchner Staatsbibliothek haben mich vier junge Frauen zusammengeschlagen. Das war nicht zum Lachen. Ich wurde bespuckt, ich bekam unentwegt Morddrohungen, mein Haus in München pinselte man mit Totenköpfen und Ähnlichem voll. Ich habe Deutschland von einem Tag auf den andern verlassen, ich hatte einen kleinen Sohn, ich konnte nicht mehr bleiben. Ich bin in die Schweiz.“
Noch irrwitziger, falls das möglich ist, wirkt aus heutiger Sicht eine andere Passage des Gesprächs. Vilars Bücher seien, so Schwarzer, so infam und unerhört, dass Frauen sich erkundigen sollten, ob juristische Schritte dagegen möglich seien.
„Wenn wir in ihren Büchern das Wort ‚Frau‘ ersetzen würden durch das Wort ‚Jude‘ oder ‚Neger‘, dann wären ihre Schriften reif für den ‚Stürmer‘! (…) Sie sind nicht nur Sexistin, sie sind auch Faschistin! Das ist eine sehr ernsthafte Anschuldigung und in Anbetracht ihrer persönlichen Situation, glaub ich, doppelt schwerwiegend.“ (31:19 – 31:40)

Die Vorwürfe begründet Schwarzer an keiner Stelle – der Gestus der aufrechten Empörung ersetzt bekanntlich jederzeit und umstandslos jedes Argument. Es ist auch nicht etwa Vilar selbst, die angesichts der Stürmer– und Faschismus-Vorwürfe die erzwungene Emigration ihrer jüdischen Familie in ihr Geburtsland Argentinien ins Gespräch bringt. Es ist Schwarzer, die implizit auf Vilars Judentum und das Schicksal ihrer Familie hinweist und diesen Hinweis dann sogleich gegen sie verwendet: Wenn sie, Schwarzer, nicht umhin komme, sogar die Jüdin Vilar als Faschistin zu bezeichnen, dann müsse diese Jüdin ja ganz gewiss etwas ganz ungeheuer Schreckliches getan haben.

Sollte es einmal einen Wettbewerb um die verlogenste Äußerung in der Geschichte des bundesdeutschen Fernsehens geben, dann müssten diese Sätze unbedingt zu den Top-Favoriten auf den Gesamtsieg zählen.

Gute Hetze, böse Unschuld und weitere Wunder im Alice-Land Vermutlich hatte es dreißig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust für viele Deutsche eine erhebliche schuldentlastende Funktion, dass eine Jüdin im deutschen Fernsehen, zudem ohne nachvollziehbare Begründung und für die Angreiferin völlig folgenlos, als Faschistin und Stürmer-Agitatorin beschimpft werden konnte. Das legt die Frage nahe, ob sich nicht überhaupt der Erfolg Schwarzers ganz anderen Elementen ihrer öffentlichen Stellungnahmen verdankt als dem Klischee, sie habe für die Gleichberechtigung von Frau und Mann gekämpft.

Denn das hat sie ganz offensichtlich nicht, schon 1975 nicht. Der klassische Feminismus hatte sich weitgehend um gleiche Rechte, aber nicht um gleiche Pflichten bemüht – um das Frauenwahlrecht zum Beispiel, aber nicht um die Frauenwehrpflicht, oder um die Entscheidungsmacht des Familienoberhaupts, aber nicht um seine Versorgungspflichten. (Ausführlicher dazu ist z.B. das gerade erschienene und ohnehin sehr lesenswerte Plädoyer für einen liberalen Maskulismus).

Mit dieser Schieflage war ein stabiler, gleichberechtigter Geschlechtervertrag kaum zu etablieren, und es ist eines der wesentlichen Verdienste von Vilar, dass sie darauf reagiert. An keiner Stelle greift sie die Gleichberechtigung von Mann und Frau an, fordert aber, dass die gleichen Rechte mit gleichen Verantwortungen einhergehen müssten – und behauptet provokant, dass Frauen sich aus vielen Verantwortungen heraushielten.

Schwarzer hingegen konstruiert das Schreckensbild einer allgemeinen, erdrückenden und inhumanen Männerherrschaft, unter der Frauen nicht nur auf gleiche Rechte, sondern auf ganz besonderen Schutz Anspruch hätten. Anstatt damit aber angesichts der Widersprüche und der Unzeitgemäßheit einer klassischen bürgerlichen Geschlechterordnung nach Lösungen zu suchen, betoniert sie diese Ordnung, radikalisiert sie noch in der Phantasie der umfassend schutz- und hilflosen Frau – und behauptet zugleich schlankweg, sie würde damit zur Überwindung der Verhältnisse beitragen.

Eine tief reaktionäre Anlage von Schwarzers Denken war also eigentlich schon 1975 zu erkennen, wurde aber im Lauf der Jahrzehnte deutlicher. Wenn sie sich heute gegen einen „Rufmord“ verwahrt, weil ihre Steuerhinterziehungen trotz Rückzahlung eines Teils des hinterzogenen Geldes öffentlich wurden, dann wirkt das komisch angesichts der Härte, mit der sie andere öffentlich attackiert. Antje Sirleschtov im Tagesspiegel:

„Die Frau, die Jörg Kachelmann öffentlich noch einen Vergewaltiger nannte, als das Gericht den Wettermann schon nicht mehr rechtlich belangte, die ihre Nachfolgerin an der Spitze der Zeitschrift ‚Emma‘ öffentlich der Unfähigkeit bezichtigte und auch sonst das scharfe rhetorische Schwert gegen niemanden scheut, gibt sich zart besaitet, wenn es um ihr eigenes Leben geht und die Frage, was Geld und Moral miteinander zu tun haben.“

Eine wesentliche Wurzel für die Frauenbewegung der zweiten Jahrhunderthälfte war in Deutschland die „68er-Bewegung“. Es müsste für Alt-68er eigentlich seltsam sein zu sehen, wo ihre Bewegung mit Schwarzer angekommen ist – nämlich in der dauerhaften Ko-Operation mit Springers Bild-Zeitung zur systematischen öffentlichen Hetze gegen Einzelne.

Schwarzers Emma polemisierte derweil gegen die Unschuldsvermutung und schlug den Begriff, gemeinsam mit dem Begriff „einvernehmlicher Sex“, zum Unwort des Jahres vor.  Nun ist der Zweck der Unschuldsvermutung ja nicht, wie von Schwarzers Zeitschrift suggeriert, der Täterschutz, nicht einmal vorwiegend der Schutz Unschuldiger – sondern der Schutz einer liberalen Rechtsordnung vor dem Abgleiten in autoritäre Repression. Wenn der Staat Sanktionen gegen Einzelne verhängt, dann ist es auch die Verantwortung des Staats, nachzuweisen, dass diese Sanktionen legitim und notwendig sind – es ist nicht die Aufgabe der betroffenen Bürger, die Illegitimität der Sanktionen  nachzuweisen.

Wer die Unschuldsvermutung bekämpft, will den autoritären Staat. Das ist hier plausibel nur angesichts der Vorstellung, dass der Staat die Aufgabe habe, Frauen vor der allgegenwärtigen männlichen Bedrohung zu schützen.
Zugleich wirkt Gewalt gegen Männer damit legitim – legendär ist ja Schwarzers Kommentar zur Verstümmelung John Bobbitts durch seine Frau:
„Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. (…) Und da muß ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich.“
Was wäre wohl umgekehrt geschehen? Wenn ein Mann seiner schlafenden Frau die Vagina mit einem Messer verstümmelt und ein berühmter deutscher Journalist dazu triumphierend kommentiert hätte, dass einer es nun getan habe („Nun kann es jeder tun.“) und dass nun ja „Männerfreude“ aufkommen müsse – dann hätte dieser Journalist gewiss nicht das Bundesverdienstkreuz bekommen, sondern Job und Reputation verloren. Und zurecht.

Wie man eine Persilschein-Maschine baut Ein autoritärer Staat, der nicht lange fackelt – starre und leicht erkennbare Freund-Feind-Muster – ein herrischer und beliebiger Umgang mit der Wahrheit – Gewaltnähe – Verweigerung von demokratischen Debatten – das Festhalten an Strukturen, die sich längt überlebt haben – ein starres Gefühl eigener moralischer Überlegenheit und die beständige Weigerung, sich und andere an denselben Maßstäben zu messen: Der Feminismus, für den Schwarzer steht, hat durchgängig alle Merkmale einer autoritären, reaktionären Politik.

Nun gibt es möglicherweise in vielen Ländern, auch in Deutschland, eine heimliche Sehnsucht nach einer solchen Politik, nur dass diese Sehnsucht eben gerade in Deutschland aus guten Gründen besonders verpönt ist. Die Ursache für den Erfolg von Schwarzers Feminismus ist also möglicherweise nicht, dass sie sich für Gleichberechtigung eingesetzt hat – denn das hat sie nicht.

Die Ursache ist wohl, dass sie seit Jahrzehnten autoritäre und reaktionäre Sehnsüchte in einer schuldbefreiten Version bedient. Feminismus – als Behauptung, in einer „Männerherrschaft“ für den Schutz von Frauen tätig werden zu müssen – ist hier gleichsam eine Maschine, die beständig Persilscheine produziert.
„Der Feminismus in Deutschland bekäme die Chance, als so vielfältig wahrgenommen zu werden, wie er ist“,
wenn Schwarzers Dauerpräsenz ein Ende habe – so Stefan Kuzmany bei Spiegel-Online. Das ist wohl zu einfach. Ob Aufschrei, Mädchenmannschaft oder Femen in Deutschland – auch der Feminismus jüngerer Generationen arbeitet mit denselben betonierten Freund-Feind-Schemata, die schon Schwarzer seit jeher verwendet. Wäre beispielweise die liberale französische Feministin Elisabeth Badinter eine Deutsche, dann würde sie hier als Antifeministin gelten und auf entsprechenden Hater-Listen landen.
„Etwa gleich viel Männer und Frauen riefen spontan beim Sender an“,

schrieb 1975 Der Spiegel zur Reaktion auf das Gespräch von Schwarzer und Vilar. Indem Positionen wie die Vilars, im Wortsinne, aus dem Diskurs geprügelt wurden, hat sich eine Idee etabliert, die von jüngeren Feministinnen unbeirrt weitergetragen wird: die offen idiotische Idee nämlich, eine sinnvolle Geschlechterdebatte könne am besten unter Ausschluss der Männer geführt werden.

Pech nur, dass bei Schwarzers Steuerhinterziehungen die hausgemachten Persilscheine ihre Gültigkeit verlieren.

„Ja, ich habe einen Fehler gemacht, ich war nachlässig“,
gibt sie zu. Verstehe ich natürlich – das ist mir auch schon ein paar Mal passiert, dass ich aus lauter Nachlässigkeit plötzlich ein paar Schweizer Konten hatte.
„Ich habe in Deutschland versteuerte Einnahmen darauf eingezahlt in einer Zeit, in der die Hatz gegen mich solche Ausmaße annahm, dass ich ernsthaft dachte: Vielleicht muss ich ins Ausland gehen.“

Schon Arne Hoffmann hat darauf aufmerksam gemacht, wie deplatziert diese Begründung ist angesichts der Tatsache, dass Esther Vilar aufgrund der Gewalt gegen sie tatsächlich das Land verlassen musste – während Schwarzer sich immer weiter etablierte. Mehr noch: Schwarzer geht offenbar davon aus, dass bei einer erzwungenen Emigration auch ihr Vermögen beschlagnahmt worden wäre – als wäre die Bundesrepublik Deutschland ihr gegenüber womöglich so vorgegangen wie das nationalsozialistische Deutschland gegen Juden. Das ist allzu offensichtlich gaga.

Als „Hetze“ bezeichnet die Missy-Herausgeberin Stefanie Lohaus in der Zeit die scharfen öffentlichen Reaktionen auf Schwarzers Steuerhinterziehung, sie grenzt sich aber zugleich von Schwarzer und ihrer „Doppelmoral“ ab. Offensichtlich versucht sie, Schwarzer als Person zu kritisieren, aber den Feminismus in Deutschland vor dieser Kritik zu schützen.

Es gibt eine bessere Möglichkeit.

Wenn Schwarzers auf Autopilot gestellte Dauerpräsenz in den Massenmedien tatsächlich zu Ende gehen sollte, ergibt sich daraus vielleicht die Gelegenheit, einmal in Ruhe die Frage zu stellen, welche Chancen in den vergangenen Jahrzehnten eigentlich verpasst, sogar zerstört wurden – durch eine reaktionäre, feministisch betonierte Geschlechterdebatte, die nicht auf rationalen Austausch, sondern moralisierend auf beständig verfügbare Gut-Böse-Holzschnitte setzte, nicht auf Kooperation, sondern auf Konfrontation, nicht auf den Austausch verschiedener Perspektiven, sondern auf den Ausschluss der einen Hälfte der Bevölkerung aus dem Gespräch.

Zu Esther Vilars „Der dressierte Mann“ gab es im vergangenen Jahr, off topic, eine interessante und längere Diskussion bei Alles Evolution, die mit diesem Kommentar begann.

Zu Alice Schwarzers „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“ habe ich diese Artikel auf man tau veröffentlicht.

Ein weiteres, sehr interessantes Interview mit Alice Schwarzer findet sich hier (danke an Genderama für den Hinweis).

  1. @Lucas

    Schön, dass du diese Wurzel des Feminismus zur Betrachtung ausgegraben hast. Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Sendung, genauer: was sie ausgelöst hat. (Die Sendung selber hatte ich – natürlich – nicht gesehen). Ich war 15 damals – und von einem Tag auf den anderen war das Thema „Frauenunterdrückung“ in der breiten Bevölkerung angekommen. Zumindest in dem Mittelstandsmilieu, in dem ich aufwuchs. Die Mütter meiner Schulfreunde diskutierten darüber, in jedem Supermarkt war es Thema.

    Und alle Frauen waren wütend. Wütend auf die „Männerwelt“, auf ihre Männer. Die Wut und die Empörung als emotionaler Grundzustand bei weiten Teilen der Frauenwelt hat in meiner Wahrnehmung hier angefangen. Zumindest hatte sie hier eine Breite erreicht, auch eigentlich unpolitische Frauen erfasst. (Und griff etwas später auf die Töchter dieser Müttergeneration über).

    Und diese unbändige Wut in dieser Breite hat mich damals als Heranwachsender sehr beeindruckt. Und die Wut als Gestus ist – so denke ich – auch das Wesentliche an der Wirkung von Alice Schwarzer. DAS ist der Funkt der übersprang. Argumentativ war sie ja schwach bis faktisch unhaltbar mit ihren Aussagen. Beispiel: Lebenserwartung – jede dieser plötzlich wütenden Frauen konnte das ja im Alltag beobachten, in ihrem persönlichen Umfeld, dass in den allermeisten Fällen die Männer vor den Frauen sterben.

    Nein – es war nicht die Macht der Argumente, es war die Macht der demonstrativen Wut in ihrer ganzen Boshaftigkeit, die eine ganze Generation von Frauen zum Schwingen gebracht hat, in Resonanz gebracht hat. Und dafür waren die ganzen Unverschämtheiten, die du aufzählst, nützlich. Dieses ganze sich-Vergreifen-im-Ton, die offenen Beleidigungen und Beschimpfungen, alles dies stützte die Pose.

    Aber auf was waren die Frauen wütend? Auf ihre Ehemänner? Kaum. Sowohl bei meinen Eltern wie auch den Eltern meiner Freunde waren die das klassische Modell des „treusorgenden Familienvaters“. Die mit ihrer vielen Arbeit, den Überstunden und allem, dafür sorgte, dass ihre Familie im Wohlstand von Eigenheim, Zweitwagen, jährlich zwei Urlauben usw. angekommen war. Und zu Hause hatten sie meist nichts zu sagen, hier führten die Mütter das Regiment, und zwar unangefochten.

    Woher also die Wut?

    Meine Vermutung: Es ist ein Fremdgefühl gewesen. Die Wut gehörte zum Familiensystem dieser Frauengeneration. Und wurde per unbewusster Identifikation übernommen. (Sehr holzschnittartig, ich weiß).

    ————— Ende 1. Teil ————————–

    Gruß
    virtual-cd

    Antwort

  2. —————– 2. Teil ————————-

    Aber z.B. in Familienaufstellungen, besonders in der frühen Variante, wo noch mit Lösungssetzungen und „guten Ordnungen“ als Lösungsbildern gearbeitet wurde, findet es sich sehr, sehr häufig.
    Das stellt man ein Familiensystem auf – und die Frau empfindet eine Wut gegen ihren Mann. Spontan. Sofort. Als Stellvertreterin, als Fremde, die das Familiensystem gar nicht kennt. Da ist etwas sehr archaiisches.
    Fast immer zeigt die Familenaufstellung, dass es sich um Gefühle handelt, die zur einer früheren Generation gehören. Und dort von den Frauen nicht ausgedrückt wurden.

    Hellinger nannte das am Anfang immer die „doppelte Verschiebung“ des Gefühls. Es ist eine Verschiebung im Subjekt, das die Gefühle empfindet. Und eine Verschiebung im Objekt der Gefühle.

    Und da findet dann in der Tiefe der Psyche, in den Unterströmungen der Seele, eine ungute Reaktionsbildung statt. Jetzt haben diese Frauen eine Wut, auf Männer, auf ihren Mann. Der bietet aber keinen rechten Anlass dazu – eigentlich kann man ihm nichts vorwerfen. Aber gerade das macht die Wut noch grenzenloser. Da ist dann ja eine kognitive Dissonanz, wenn diese Frauengeneration denken muss: Eigentlich weiß ich gar nicht, was so schlimm an ihm ist. Aber ich bin wütend.

    Und diese kognitive Dissonanz wird dann aufgelöst über das Herbeifantasieren einer umfassenden Männerherrschaft, eines Patriarchats. DAS ist die Lösung dieser inneren kognitiven Dissonanz. Wenn wir gesellschaftlich ein Unterdrückungssystem haben, in dem Männer „an sich“ über Frauen „an sich“ HERRSCHEN, ja dann braucht der konkrete Mann sich gar nichts zu Schulden zu kommen lassen, und es ist trotzdem gerechtfertigt, ihn zu hassen. So wie der eifrige kommunistische Klassenkämpfer einen Kapitalisten hassen kann, ohne das dieser einen besondere persönlich-moralische Verfehlung begangen haben müsste. Er ist eben der Klassenfeind und damit wird er zu Recht gehasst.

    Das ist die (Psycho)Dynamik, die bis heute wirkt – und schon vor 40 Jahren gewirkt hat. Wie man an dieser historischen Quelle sehr schön sehen kann.

    Gruß
    virtual-cd

    Antwort

  3. @ virtual-cd Von einer diffusen Wut auszugehen, bei der es eine Erleichterung ist, wenn endlich einmal ein stimmiges Objekt dafür angeboten wird – das kommt auch nach meiner Erinerung gut hin. Ich habe nicht die Sendung mitbekommen, dafür war ich noch zu klein, aber in späteren Jahren Ausläufer dieser Wut.

    Beispielsweise eine Frau, die zum nachhaltigen Schaden für alle Beteiligten urplötzlich ihren Mann verlassen hatte, die Kinder wurden aufgeteilt – und die offenbar selbst gar nicht recht wusste, warum sie eigentlich gegangen ist. Sie hat hinterher deutlich schlechter gelebt als vorher und ihre Entcheidung wohl auch bereut.

    Dabei ist wichtig, dass es – besonders in links-altenativen Kreisen, aber nicht nur dort – eine regelrechte Wut-Kultur gab. Wut musste nicht legitimiert werden, sondern legitimierte selbst alles mögliche. „Wut und Trauer“ war nach meiner Erinnerung ein gängiger Slogan linken Polit-Kitsches. Dahinter steckte die Überlegung, in einem irgendwie inhumanen umfassenden „System“ zu leben und Wut dann prinzipiell als eine Lebensäußerung, als Auflehnung gegen die Falschheit der Verhältnisse zu verstehen.

    Insofern gehört zur diffusen Wut daher auch die diffuse Idee einer „Befreiung“. Wenn ich mir die Sendung heute ansehe, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, wie jemand Schwarzer ernsthaft als „Siegerin“ empfunden haben kann. Sie agiert durchgehend unfair, unseriös, immer wieder gezielt übergriffig, verletzend – eigentlich peinlich, es anzusehen.

    Aber möglicherwiese wurde tatsächlich gerade das als befreiend erlebt – dann aber nicht als „Befreiung“ von der Männerrherrschaft, sondern von basalen Fairnesserwartungen und zivilen Regeln. Das prägt feministische Diskussionskultur weithin bis heute.

    Antwort

  4. Es war aber auch damals 1975 schon so, dass die Position von Vilar im veröffentlichten Mainstream ins Lächerliche gezogen wurde. Wer Vilars Ansicht beipflichtete setzte sich ins Abseits.

    Offensichtlich herrschte schon damals das Prinzip: Teile und herrsche. Indem Männer gegen Frauen ausgespielt wurden, wurde das Proletariat gespalten. Diese Spaltung setzt sich bis heute durch, in Teilen haben wir fast eine Apartheid der Geschlechter, zumindest was den Mythos sozialer Ungleichheit angeht. So wird der Mütterbonus klaglos aus der Rentenkasse – also überwiegend von Männern – finanziert, während zur vorgezogenen Rente mit 63 für 45 Beitragsjahre, der Spalter Schröder meinte, er wundere sich, dass Frauen dagegen nicht auf die Barrikaden gingen, da diese Rentenbegünstigung in erster Linie Männer beträfe. – So banal und offensichtlich tritt das Prinzip divide et impera selten zutage. Es ist allerdings auch das Prinzip Schwarzer, weswegen sie auch von Seiten der CDU hofiert und aus Steuermitteln gesponsert wird.

    Im übrigen, was Solidarität angeht, kann jeder Prolet an den Arbeitgebern lernen. Die Arbeitgeberverbände verfügen über beachtliche Mittel und Lobbymacht, weil eben jeder Arbeitgeber weiß, was solidarisches Handeln wert ist; während Hänsel und Gretel sich in den Haaren liegen und ihre einstige Partei, die SPD ebenso wie die Gewerkschaften mit unsinnigen Behauptungen über soziale Unterschieden von Männern und Frauen – weiteres Stichwort Gender-pay-gap – diesen Unfug noch anheizen.

    Antwort

  5. @Lucas

    Ja, das mit der „Wut-Kultur“ hat schon eine ziemliche Tradition. „Wut und Trauer“ oder „Gefühl und Härte“, das waren so Slogans der eher gedankelosen Art, die besonders in den 80ern irgendwie „in“ waren. Und ja: Die Wut wurde dann oft Selbstzweck. Anlassfei, habituell. Und das haben wir bis heute.
    Auch das mit der „Befreiung“ als Befreiung von zivilisierten Umgangsformen, das man sich ungeniert daneben benehmen kann, aber immer voll entschuldigt ist, weil man „unterdrückt“ ist und sich nur wehrt gegen eine Übermacht „der Gesellschaft“ – das sind so die Topi, wie das auf der Oberflächenebene erscheint.

    Auf SPIEGEL-Online war die Tage ein Videodokument, die diese Art von wütender Krawallinszenierung aus den 90ern zeigt. Die Vorgänge in Toronto anlässlich eines Vortrages von Warren Farrell zeigen dieselbe Energie. Und wen man sich Berichte von den Saalschlachten von SA oder auch der KPD aus den späten 20ern bis frühen 30ern durchliest, spürt man Ähnliches.

    Individualpsychologisch gedeutet spricht das alles natürlich für Persönlichkeiten, die irgendwo in der Pubertät hängen geblieben sind. Rebellion als Selbstfindungsprozess.
    Ich finde es immer wieder sehr sprechend, dass unsere heutigen Feministinnen unter „Mädchenmannschaft“ oder „Alpha-Girls“ firmieren. Das spricht eine beredte Sprache. Eine Freud'sche Fehlleistung allererster Güte, diese Selbstbezeichnungen. Da lugt die unbewusste Motivation sehr schön kraftvoll hervor und sagt: „Rülps, da bin ich wieder“.

    Aber ich habe gerade noch einen anderen Gedanken – das mache ich aber in einem separaten Post, sonst komme ich wieder an die Zeichengrenze …

    Gruß
    virtual-cd

    Antwort

  6. „eine regelrechte Wut-Kultur …gehört zur diffusen Wut daher auch die diffuse Idee einer „Befreiung“.“

    Die Befreiung von der finstren nationalsozialistischen Vergangenheit dürfte schon in den 60er Jahre die gesellschaftliche Stimmung geprägt haben. Wut ist das mindeste, was man bei der Diskussion der NS-Verbrechen empfinden mußte, das dürfte stilbildend gewesen sein, zumal auch sonst alte Autoritäten demontiert wurden. Wut konnte so gesehen umstandslos auf alles angewandt werden, was sich irgendwie mit dieser Zeit in Verbindung bringen ließ. Das wäre ein Erklärungsmodell für Deutschland, allerdings nicht für andere Staaten.
    War das in Frankreich oder den USA so ähnlich? Meine Geschichtskenntnisse versagen hier leider.

    Antwort

  7. Nun also zu dem anderen Gedanken:

    Es gibt in der Seele so etwas wie ein Gesetz des Ausgleiches. Wenn uns jemand etwas Gutes tut, haben wir instinktiv das Bedürfnis, dies irgendwie auszugleichen. Mit einem kleinen Geschenk, einer Aufmerksamkeit, einer Gefälligkeit – was auch immer. Wenn uns jemand etwas Böses antut, haben wir ebenso den Instinkt, ihm auch zu schaden. Es ist ein Ausgleich von Geben und Nehmen, der eine Beziehung festigt.

    Was aber passiert, wenn der Ausgleich nicht möglich ist? Wenn ein Teil einer Beziehung mehr nimmt, als dieser Teil jemals zurückgeben kann? Dann ist die Beziehung gefährdet.
    Und – jetzt kommt das Paradoxe dabei: In aller Regel wird der Nehmer dem Geber Böse. Das scheint ungerecht. Ist aber unter dem Prinzip des Ausgleiches, der vermutlich tief in den archaischen Strukturen unseres Nervensystems wurzelt, verständlich. Weil: Der Teil, der genommen hat, aber nicht in gleicher Weise zurückgegeben hat oder nicht in gleicher Weise zurückgeben konnt, ist in der Schuld des Gebers. In der psychischen Verschuldung.

    Und da kommt er nicht heraus. Und das fühlt sich eng und bedrängt an. Es ist aber für den Schuldner ein Weg, diese bedrängende Beziehung, wo ich immer in der Schuld bleibe, zu beenden. In dem ich dem Geber böse werde.

    So ist es zumindest in der Beziehung zwischen Individuen.

    Aber vielleicht ist es auch so zwischen Kollektiven im kollektiven Unbewussten.
    Die Frauen werden kollektiv den Männern böse – nicht, weil diese mehrheitlich sie schlecht behandeln. Sondern im Gegenteil: Weil die Frauen als Gruppe mehr nehmen als sie geben.

    Das zeigt sich ja z.B. auch in unseren Sozialsystemen oder generell in steuerfinanzierten Leistungen. Aber auch im Rechtssystem. Du hast ja schon den Punkt angesprochen: Die Fauen als Gruppe bekamen Rechte, ohne die damit für Männer einhergehenden Verpflichtungen. Wahlrecht ohne Wehrpflicht – nur als ein Beispiel.

    Im Unbewussten gibt es nun eine Instanz, die über solche Dinge Buch fürht. Und die merkt: Ich bin hier ständig im Defizit. Und das macht ein schlechtes Gefühl.
    Und dafür wird dann eine für das Bewusstsein plausible Quelle gesucht. Deswegen muss der inhärent schlechte Mann erfunden werden. Aber das sind alles höchst nachrangige Anstrengungen des „Rationalisierungs-Hamsters“.

    Jedenfalls: Wenn an der Überlegung etwas dran wäre, dann ist alles, was wir im Moment an Frauenförderung und Frauenpriviligierung machen, kontraproduktiv. Es verstärkt das Ungleichgewicht im Geben und Nehmen zwischen den Geschlechtern.
    Je mehr die Männer geben und Frauen privilegiert werden, desto mehr müssen die Frauen den Männern böse werden. (Und begreifen natürlich – ebenso wie die Männer – nicht: wieso?).

    Gut, alles etwas spekulativ. Ich bin mir recht sicher, dass es auf der individuellen Eben so passiert. Ob man es strukturell auf Kollektive übertragen darf im wirkenden Mechanismus – da bin ich mir nicht ganz sicher.

    Gruß
    virtual-cd

    Antwort

  8. @man.in.th.middle
    „Die Befreiung von der finstren nationalsozialistischen Vergangenheit dürfte schon in den 60er Jahre die gesellschaftliche Stimmung geprägt haben. Wut ist das mindeste, was man bei der Diskussion der NS-Verbrechen empfinden mußte …“

    Nein, das glaube ich nicht. Im Gegenteil: Die ersten 2-2,5 Jahrzehnte der neuen Bundesrepublik (also im Westen) waren ja eher durch Verdrängung gekennzeichnet. Das Gefühl dazu wäre eher Verunsicherung – und dann so zu tun, als ob nicht wäre. Das Pfeifen im dunklen Wald.

    Nein: Wut ist nicht die wirklich primäre Emotion. Das ist sie eigentlich nie. Wut ist fast IMMER ein Sekundärgefühl. Das dazu dient, ein Primärgefühl nicht aufkommen zu lassen, weil DAS zu bedrohlich wäre.

    Die Primärgefühle in der Rückschau auf den Nationalsozialismus könnten Erschrecken, tiefe Trauer oder auch Scham sein. Insbesondere, wenn man qua Geburt in dieser Traditon steht.

    Ja, die 68er wahren – auf der Oberfläche – wütend. Auf ihre Vätergeneration, auf die Tätergeneration. Aber dahinter war eigentlich ein Erschrecken. So in die Richtung: Und davon stamme ich ab!. Gerade, wenn der eigene Vater wirklich ein Nazi-Täter war. Dann habe ich ein Problem. Weil auf einer ganz existenziellen Ebene sagt die Seele auch zu diesem Vater: „Ich komme von dir. Ich bin durch dich. Ohne dich wäre ich nicht.“ Und dann war der Vater ein Nazi. Und dann muss sich die Seele sagen: „Ich bin in dieser Welt nur duch einen Nazi.“

    Schwierige Sache, das.

    Die Wut ist da viel einfacher. Die schafft scheinbar klare Fronten. Verdeckt aber, worum es eigentlich geht.
    (Hinzu kommt, individuell gesprochen: Wer seine Eltern oder einen Elternteil ablehnt, lehnt damit ja auch sich selber ab. Da gibt es dann keinen inneren Frieden, da ist Krieg im Innern dieser Person.)

    Gruß
    virtual-cd

    Antwort

  9. „…. wenn Schwarzers Dauerpräsenz ein Ende habe – so Stefan Kuzmany bei Spiegel-Online. Das ist wohl zu einfach. Ob Aufschrei, Mädchenmannschaft oder Femen in Deutschland – auch der Feminismus jüngerer Generationen arbeitet mit denselben betonierten Freund-Feind-Schemata,..“

    Die Aufschrei-Gruppe, Mädchenmannschaft oder Femen sind mMn radikalisierte Zirkel, die nicht in der breiten Masse der Frauen verankert sind. Für viel wichtiger halte ich den institutionalisierten Feminismus mit seiner Feministischen Infrastruktur, wo tausende von Nachwuchs-Schwarzern herangezogen werden. Die und die ganzen Mädchenmannschaften in den feministischen Parteien werden schon dafür sorgen, daß der schwarzersche Feminismus nicht ausstirbt.

    An der Erhaltung des betonierten Freund-Feind-Schemas sind diese Gruppen umso mehr interessiert, wegen der Arbeitsplatzgarantie.

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  10. 75 – 7 ergibt rumgegröhle

    Mann muss das ganze in seiner Zeit sehen.

    Sehen wir uns doch mal die 68er Pappnasen an, die glaubten die BRD ist ein Unterdrückerstaat. Da sitzt Ulrike Meinhof in einer Sendung und schwadroniert von BRD und Unterdrückerregime (kann das jetzt nicht so schnell raussuchen in welcher Sendung), schwärmt vom Klassenkampf, öffentlich in einem öffentlich rechtlich finanzierten Sender. Und es waren ja nicht nur sie, Esslin und und und. Übrigens mit freundlicher Unterstützung der freien und demokratischen DDR, auch schon für das Magazin von Meinhofs Partner, die Zeitschrift Konkret wurde von der DDR Geld gezahlt… Für das Geld was die DDR Bürger da reingepumpt haben, haben sie dann auf ihren Malle-Urlaub verzichtet, all das für unsere Befreiung…

    Da brauchte es keine besseren Argumente, Wut und ich habe recht, reichten allemal aus.

    Die ganzen 68 Pappnasen glauben doch bis heute, dass der Kampf der RAF zwar mit den Mitteln falsch, im Prinzip aber richtig war.

    Was macht es 7 Jahre später schon aus, wenn eine Alize irgend einen Stuss redet, niederschreien war bereits bei linken beliebte Streitkultur… Und das die Hausfrau, die einen Schulabschluss, evtl. ein Studium hatte, aber keinen KitaPlatz, sauer war, ist auch verständlich. Da sucht man sich einen Unschuldigen, haut drauf und gut ist. Ist im Müllhaldenforum doch nicht anders. Schuld, die Männer, die erst 10 Jahre vorher ihre Stellung als Familienoberhaupt aufgegeben haben. Schuld die Gesellschaft, die das so wollte. Aber auf keinen Fall die Frauen selber, die im Gegensatz zu Frankreich und England, nach dem Krieg lieber auf die Befreiung vom Nachtischkochen durch Dr. Oetker warteten, als weiter zu arbeiten…

    Übrigens klasse Text, wie immer!

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  11. Lieber Schoppe

    Sehr schöne Analyse, zeigt sie doch den defizitären Argumentationsmodus einer Schwarzer auf, der permanent mit Halbwahrheiten und Unterstellungen arbeitet.

    Sehr erhellend in diesem Zusammenhang ist ein Interview von A. Schwarzer im Rahmen der „Sternstunde Philosophie“ , einer Reihe des Schweizer Fernsehens, in welchem sie ein 50 minütiges Gespräch führt.
    Hier ist exemplarisch die Denk-und Begründungsschwäche einer Schwarzer zu besichtigen, die einerseits nur behauptet, andererseits auf missliebige Einwände der Moderatorin sofort mit persönlichen moralinsauren Angriffen reagiert.

    Krieg ich leider nicht verlinkt. Ist über 3.SAT oder YOU TUBE jedoch unter Sternstunde Philosophie vom 02.02.2014 abrufbar . UNBEDINGT ANSEHEN. Sehr erhellend

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  12. Hier ist der Link

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  13. Um Schwarzer einmal weiterhin in Perspektive zu setzen, wieviel Schaden diese Frau in unserer Gesellschaft angerichtet hat und wie aus meiner Sicht fatal und eigentümlich dumm die Menschen hier diese Volks- und Menschenverhetzende Fanatikerin weiterhin als „moralische Instanz“ sehen:

    Gestern fand ein wichtiger Event für die Männerbewegung statt. CAFE (Canadian Association for Equality) hatte Karen Straughan öffentlich auf dem Ryerson University Campus in Toronto zu Gast. Der Event stellt für den nordamerikanischen Raum eine Art Durchbruch dar.

    Anschauen. Sehens- und hörenswert.

    Auch das Interview mit der couragierten Professorin Dr. Janice Fiamengo der University of Ottawa über die Zustände der ausgeübten feministisch-ideologischen Kontrolle und bewusste Agitation/Manipulation in den nordamerikanischen Universitäten ist dazu sehens- und hörenswert. Hier ist es wohl nicht anders.

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  14. Danke für den Hinweis und den Link. Es geht mir dabei ebenso wie schon bei dem Vilar-Gespräch – es ist quälend, zuzusehen.

    Sobald Schwarzer etwas nicht in den Kram passt, rastet sie aus. Wenn der Gesprächspartnerin Barbara Bleisch andere Zahlen vorliegen, als Schwarzer sie angibt, und sie es sogar wagt, diese Zahlen zu nennen – dann meint die große Feministin, dass sie es eigentlich gar nicht einsähe, auf diesem Niveau weiter zu reden.

    Wenn Bleisch von der Leiterin einer Beratungsstelle für Prostituierte erzählt, die doch glatt was anderes behauptet als Schwarzer, verwandelt diese Leiterin sich bei der auf der Stelle in eine „Edelhure, die selber ein kleines Studio hat“.

    Zieht Bleisch Parallelen zur Abtreibungsdebatte, lässt die große Feministin sie nicht mal ausreden, weil ihr das nicht in den Kram passt.

    Und das alles schon in den ersten 13 Minuten. Weiter hab ichs dann nicht mehr geschafft.

    Dass so eine Type zu einer öffentlichen Ikone werden konnte, ist nur mit einer erheblichen kollektiven Störung zu erklären.

    Antwort

  15. @ Kai „Mann muss das ganze in seiner Zeit sehen.“ Das hab ich mir auch überlegt – ob so ein Gespärch heute eigentlich noch möglich wäre. Aber unten ist ja ein neues Interview mit Schwarzer verlinkt, aus der Reihe (kein Witz) „Sternstunde Phlosophie“ – an Schwarzers Habitus hat sich kein bisschen geändert.

    Ich erinnere mich an die Sendung „Menschen bei Maischberger“, als eine Frau von Femen Deutschland – und natürlich, wie üblich, die Talkshowbeautragte des deutschen Feminismus – eingeladen waren. Auf die wirklich kaputten Aktionen der Femen (Zerstörung eines Mahnmals für die Opfer des Stalinimsu z.B.) oder ihre Gewaltpropaganda (Hodenabschneiden als Befreiungsakt) ging Maischberger mit keinem Wort ein, statt dessen schmiss sie sich, ebenso wie Alice, völlig unkritisch an die Femin ran.

    Ich glaube also – das Gespräch ist nicht nur zeitbedingt. Vilar hat die deutlich besseren Argumente (was keine große Kunst ist, weil Schwarzer fast keine Argumente formuliert), aber sie hat einen großen Nachteil: Während Schwarzer an übliche Dispositionen anknüpft, die Frau als schutzwürdig und den Mann als bedrohlich beschreibt, argumentiert Vilar gegen diese eingeübte Sicht an, weigert sich, Frauen als schwach zu beschreiben, sondern besteht auf ihrer Verantwortung – und sieht in Männern keine Bedohung, sondern gesteht ihnen einen Anspruch auf fairen Umgang zu. Ich glaube, das ist ein wesentlicher Aspekt, der dazu geführt hat, dass Schwarzer die Emotionen vieler ansprechen, Vilar aber als abgehoben und isoliert dargestellt erden konnte.

    Übrigens finde ich sehr wichtig, dass nach der Sendung Männer in gleichem Maße reagiert haben wie Frauen. Daran merkt man, dass es eine ferne Zeit ist – Geschlechterdiskussionen, an denen sich Männer gleichteilig beteiligen können. Heute gälte sowas als „Derailing“.

    Viele Grüße!

    Antwort

  16. @ Matthias Mala Ja, das sehe ich auch so. Die Frage, wem bestimmte Positionen eigentlich nützen, ist natürlich umso schwieriger zu stellen, je hochgestimmter der moralische Anspruch dieser Positionen ist. Wären aber in den „linken“ Parteien noch klassische linke Positionen bekannt, dann würde ihnen der Gedanke selbstverständlich sein, dass der Feminismus auf eine „Spaltung der Arbeiterklasse“ hinausläuft – jedenfalls, wenn er Unterschiede zwischen Frauen und Männern als DEN gesellschaftlichen Hauptwiderspruch behandelt.

    Am gleichen Tag, an dem in der Zeit der „Mann in Not“-Text erschien, erschien auch eine kurze Meldung über die Rente mit 63. „Rente ab 63 schadet Frauen“. http://www.zeit.de/2014/02/rentenreform-berufsjahre-frauen

    Der „Schaden“ besteht darin, „dass zwar jeder zweite Mann, aber nur jede siebte Frau die geforderten 45 Berufsjahre erfüllt.“ Das heißt: der „Schaden“ besteht darin, dass Frauen von dem Gesetz im Schnitt weniger profitieren können, weil sie in großer Zahl weniger Berufsjahre haben.

    Soll heißen: Dass Männer, die nach schweren körperlichen Tätigkeiten (z.B. auf dem Bau) Anfang sechzig – wenn sie es denn bis dahin schaffen – körperlich kaputt sind, dass diese Männer also auch noch mit Rentenabzügen bestraft werden, weil sie nach 45 jahren Knochenarbeit nicht bis 67 weiterarbeiten können – das ist völlig in Ordnung.

    Denn wenn denen irgendeine faire Erleichterung angeboten wird, dann ist das – um Gottes Willen! – nur legitim, falls Frauen mit deutlich weniger Berufsjahren davon auch profitieren. Sonst gibts da gar nix.

    Das müssen Neid und Gier kaum noch versteckt werden – die gehen schon weitgehend ungeschminkt als ernstzunehmende politische Positionen durch.

    Antwort

  17. @ mitm „Für viel wichtiger halte ich den institutionalisierten Feminismus mit seiner Feministischen Infrastruktur“ Ja, ich auch. Wobei ich glaube, dass hier für die öffentliche Diskussion die Quoten in den Parteien und die Gender Studies-Strukturen an den Unis am folgenreichsten sind – weil sie demokratische und offene Debatten behindern.

    Für Einzelne wiederum wird natürlich – davon können z.B. Trennungsväter in der Regel nicht nur ein Lied, sondern ganze Opern singen – die starke frauenpoitische Schlagseite von Beratungsstellen und vielen Jugendämtern entscheidend sein, weil hier Einzelnen, von einer größeren Öffentlichkeit fast immer unbemerkt, ganz wesentliche Chancen gemommen werden können. Ich glaube, dass die Menge an Leid, die dort produziert wird, immens ist.

    Ein wichtiger Erfolg wäre es, wenn sich in den Parteien etwas ändern würde – aber das ist m.E. leider utopisch.

    Antwort

  18. @ virtual-cd „Wenn an der Überlegung etwas dran wäre, dann ist alles, was wir im Moment an Frauenförderung und Frauenpriviligierung machen, kontraproduktiv. Es verstärkt das Ungleichgewicht im Geben und Nehmen zwischen den Geschlechtern.“ Das finde ich einleuchtend. Damit wird die Politik der Frauenförderung – den Punkt hatten wir hier schon irgendwo einmal in einem anderen Zusammenhang – zu einem politischen perpetuum mobile, weil sie beständig eben diejenigen Probleme produziert, als deren Lösung sie sich dann anbietet.

    Dass übrigens Menschen sauer werden können, wenn sie bei anderen in der Schuld stehen, finde ich ganz nachvollziehbar, bei Männern wie bei Frauen. Schwierig aber wird es eben, wenn ich dann diese Menschen dafür verantwortlich mache, micht doch bitteschön von meiner Schuld an sie zu befreien – und mich dabei immer mehr in diese Schuld verstricke.

    Insofern bin ich sicher: Aufzurechnen bringt eigentlich nichts, es wird immer jemand da sein, der mehr einzahlt als andere. Wichtig wäre ein Zustand, in dem alle Beteiligten sicher sein können, dass sich ihre Investitionen in die gemeinsamen Interessen (sei es nun eine Familie, ein berufliches Projekt, eine Gesellschaft, …) zumindest auf lange Sicht bezahlt machen – und dass auch alle etwas investieren, nicht nur einzelne.

    Eine solche Orientierung am gemeinsamen Interesse wird ja gerade durch eine Geschlechterpoitik unterminiert, in der beständig das eine Geschlecht gegen das andere ausgespielt wird (und das in aller Regel nicht mal wechselseitig).

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  19. „Dass so eine Type zu einer öffentlichen Ikone werden konnte, ist nur mit einer erheblichen kollektiven Störung zu erklären.“

    Da spielen, neben ihrer oft verwendeten unredlichen Ankerrhetorik (vorab als vermeintlich richtig hingestellte aber groteske Falschbehauptungen, dann Bezug zum Folgenden etc.), sehr geschickte suggestive Manipulationen, die weit in die (archaische) Psyche reichen, mit. So etwas können soweit ich weiß Psycho- bzw. Soziopathen aller Couleur ausgesprochen gut.

    Wie z.B. in der neuesten Kampagne „Wer braucht Feminismus“ (http://werbrauchtfeminismus.de/meike-buettner/). Feminismus ersetzt hier alles u.a. auch den gesamten Humanismus, Gott, … etc. Darüber sogar noch wesentlich hinaus, schwingen in jedem dieser Zitate der deutschen Version dieser vordergründig vermeintlich engelhaft und für Follower offenbar (Status-)aufwertende, neben drastischen Projektionen von persönlicher Verantwortung auch unglaubliche Unterstellungen gegen Männer und Männliches mit, die tatsächlich entmenschlichend und m.E. schwer (Geschlechts-)rassistisch gegen das männliche Geschlecht sind.

    Vielleicht lohnt es sich das (auch im Zusammenhang mit Schwarzers agieren) näher zu betrachten.

    Dockt das an eine offenbar amoklaufende narzisstische wie eigennützig missbrauchende “Rebellions- und Opferstilisierungskultur” an? Getrieben von instinktiv aber entgrenzten weiblich-neurotischen Dominanz/Kontrolldrängen und männlich-neurotischen (Status-/Versorgungs-)Gegenstücken dazu?

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  20. Endlich!

    Alice Schwarzer im Visier der Staatsanwaltschaft: http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=12507

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  21. Was jenes Streitgespraech Schwarzer – Villar betrifft, erzaehlen doch BEIDE gewaltigen Stuss. „Maenner wuessten von Frauen nur, was ihnen ihre Mutter erzaehlt haette“ etc. von Villar. BEIDE sehen Frauen als Opfer, nur mit dem Unterschied, dass sich Schwarzer akademisch gibt (also eine Karikatur des Maennlichen), und Villar, hm, sagen wir „alternativ“ (also weich, weiblich). Grosse Brille versus Schlafanzug. Dass Villar gewissermassen „mehr Recht“ hat, liegt doch nur daran, dass Schwarzer so enorm unrecht hat („Maenner, Maenner, Maenner …“). Fast sympathisiere ich mit Schwarzer, die ja in absurder Weise sich gegen den von Villar verkoerperten New-Age-Feminismus stellt (na ja, letzteres ist eine Interpretation, scheint mir aber naheliegend).

    Bei der Gelegenheit: Sich so etwas mit doppelter Geschwindigkeit anzusehen und anzuhoeren, geht ganz gut — man sieht und hoert doch alles, aber es ist viel angenehmer, und man spart noch Zeit. Das Wesentliche wird extrahiert.

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  22. Feminismus als Karikatur des Maennlichen scheint mir ein wichtiger Aspekt. Irgendwo hatte ich schonmal was dazu geschrieben (so eine Suchfunktion fuer diese Internetseite waere gut).

    Das 20. Jahrhundert zerstoert „den Mann“, und der Feminismus springt in die Luecke, versucht sie so gut wie moeglich auszufuellen (was natuerlich die Approximation des Maennlichen durch Hausfrauen ergibt). Das die Maenner an allem Schuld sind, ist hierbei Wunschphantasie (so dass die Stellvertretung der fehlenden Maenner immer in der Schwebe bleibe).

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  23. Die TV wir haben uns alle so lieb und Feminismus ist ja toll Diskussionen laufen alle ohne Kritik ab. Einmal einen redegewandten Männerrechtler da rein und dann ist Schicht im Schacht, dann machen femen die Bluse ganz schnell zu… Das wäre so als ob Alice S. und Ilse Lenz bei Menschen bei Blub sitzen und über Villar diskutieren. Viele haben das Buch dann nicht gelesen, keine Gegenargumente, da kann ich gleich in die Kirche gehen und die Predigt des Pastor als klasse Dialog preisen…

    Aber wenn ich an den #Aufguss denke, da war doch die Diskussion in ZDF-Neo?, Aufgusstante Wizorek und Kegelschwester @schwarzblond, die gegen einen Flirt-Lehrer und ich glaube Eberling gleichen Stiel fuhren. Das Publikum fand es zumindest doof. Zumindest das wäre heute so nicht mehr drinn…

    Antwort

  24. […] ist die Aggressivität Alice Schwarzers gegen Esther Vilar: Die  christliche Deutsche Schwarzer beschimpfte die jüdische Deutsche Vilar offen als […]

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