„Lasst das mal den Papa machen“. Der „Stromberg“-Film ist sexistisch: Fragt sich nur, gegenüber wem

– Gastbeitrag von Johannes Meiners –

Johannes Meiners‘ Filmkritik über den Stromberg-Film und seine Großmannsucht“ setzt sich auch mit Figuren einer Fernsehserie auseinander, die ich  früher während der ersten Staffeln einmal gern gesehen habe. Ich fand sie witzig, bin dann aber irgendwann ausgestiegen warum, weiß ich nicht einmal mehr. Doch auch angesichts der Sympathie für die Serie überzeugt mich die Kritik, die Johannes Meiners an dem Film übt. Viel Spaß dabei!  Lucas Schoppe
Bernd Stromberg ist zurück: Noch ein Mal – als Kinofilm. Die Büro-Satire spielt im (vermeintlichen) Alltag europäischer Durchschnittsbürger, in diesem Falle Versicherungsangestellter in Nordrhein-Westfalen. So viel vorweg: Ich teile die Ansicht des Schauspielers – und Hauptdarstellers – Christoph Maria Herbst, wonach „Stromberg“ auserzählt sei).

Die Finanzierungsprobleme rund um den Film konnten durch zahlende, am Ende alphabetisch entlang ihrer Vornamen aufgelistete, fast nur männliche Fans offenbar gelöst werden. Die Produktion hält gleichwohl einige Lacher bereit, die durchaus hörenswert sind. Ähnliches gilt für das Bildmaterial mit der ein oder anderen überraschenden Sentenz. Herbst selbst spielt neuerlich stark auf. Ohne ihn wäre die Satire wie der frühere Krimi „Derrick“ ohne Derrick – oder „Wetten, dass…“ ohne Thomas Gottschalk.

Der vorliegende Text ist keine „gewöhnliche“ Rezension eines aktuellen künstlerischen Ergusses. Nein, es geht um eine dezidiert maskulistische Filmkritik: Im Mittelpunkt steht die Darstellung des Geschlechterverhältnisses. Und daran gibt es aus dieser Sicht eine Menge zu deuteln. Die folgenden Zeilen erheben daher in alle Richtungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Ist Stromberg wirklich „sexistisch“? Laut Teaser der Werbung für den Film: JA.

Er reiße rassistische und sexistische Witze. Dass dies ein für weiße, heterosexuelle Männer geradezu konventionelles Verhalten ist, scheint im Teaser nicht mal einen erläuternden Halbsatz wert zu sein. So selbstverständlich wirkt die Annahme wohl aus Sicht derer, die sie formulierten.

 

Dem Autor dieser rezensierenden Zeilen zufolge lautet die Antwort ebenfalls: JA.

Im Filmgeschehen ist Stromberg wiederum der Aktivposten, Dreh- und Angelpunkt schlechthin: Alles, was Menschen lächerlich machen kann oder von anderen so empfunden wird, wird ihm zugeschrieben. Er muss jede Menge aushalten, durchstehen, lösen – Clown, Prellbock, Chef und Untergebener, Fußabtreter und Organisator in einer Person. Alle Verantwortung, aber auch eine Menge Einfluss, werden ihm schon während der gesamten Staffelzeit zugeschrieben.

Er „belästigt“ die „Vorständin“ Berkel von Stromberg aufs Platteste: Sie sei ja eigentlich nicht sein (wirklicher) „Chef“, da sie doch eine Frau sei. Zudem machte er Gesten, als wolle er ihr gleich, scherzhaft, an die Brüste fassen (in Analogie zu „Problemlösungen“ – Probleme würden dann mehr Spaß machen, wenn man sie direkt anginge).

Der danebenstehende – männliche – Vorstand greift hingegen sofort ein, natürlich zugunsten seiner Kollegin. Doch das nützt dem Mann mit den nach hinten gekämmten Haaren und der randlosen Brille in den Augen der mächtigen „Sittenpolizei“ der (vermeintlich) politisch Korrekten längerfristig nur wenig…

Noch anorganischer bzw. anachronistischer erscheinen die Äußerungen Strombergs, wonach so aufrichtige Menschen wie er in Vorständen „noch seltener“ zu finden wären als Frauen. Nur kurz auf der Meta-Ebene dieser Rezension zur – hoffentlich klärenden – Erläuterung: Würde „der Bernd“ tatsächlich etwas gegen Frauen als (seine) Chefinnen haben, wäre dieser Satz verdammt ungewöhnlich. Ein essenzielles Charakteristikum von Diskriminierungen ist doch vielmehr, dass sie entweder unbewusst oder – zumindest – unreflektiert verlaufen, zu den sozialen Konventionen zählen, die irgendwann später hinterfragt und ggf. als „ungerecht“ kategorisiert bzw. verändert werden.

„Schirmchen“, eine Kollegin, die Stromberg begehrt, zieht immer wieder über „die Männer“ her, pauschal und kollektiv: Dies gilt für ihren nun Ex-Mann („Andreas ist lateinisch für Arschloch“), der nun erneut heiratete, weshalb sie sich umso mehr ausrangiert fühlte, wie ein „Faxgerät“ im digitalen Zeitalter, und für Stromberg („Alle Männer sind unromantisch“).

In einer anderen Einspielung reckt eine Verkäuferin mehrfach den rechten Mittelfinger und verflucht hemmungslos ihren Exmann. Sexuelle Kontakte hätten sich nach femininen Maßstäben zu vollziehen – die sich natürlich ändern können, aber nur, wenn die Frau sich entsprechend entscheidet: Diese Botschaft wird unterschwellig permanent transportiert.

Der Trottel „Ernie“ muss daher ein weißer Hetero-Mann sein. Er wird übrigens auch von allen weiblichen Figuren herablassend behandelt. Niemand würde eine Beziehung mit ihm beginnen.

Ulf wiederum soll einen „ganzen Mann“ darstellen, zumal er jetzt Familienvater ist, und Tanja bei dem „Kerl“ rächen, der es wagte, zu kritisieren, dass „ihr Weiber immer ne Extrawurst bekommt“. Es ging darum, dass sie ihren (Adoptiv)Sohn mit zur Betriebsfeier ins Hotel bringen durfte, er seine Kinder hingegen nicht. Natürlich stellt sich heraus, dass nicht sie, sondern ER im Unrecht ist. Ulf prügelt sich am Morgen nach der Feier am Frühstücksbuffet mit einem anderen Mann, um sich für seine „Schwäche“ vom Vortag zu „revanchieren“: Er hatte sich (noch) nicht überwinden können, für Tanja bei dem Kollegen in IHREM Sinne Klartext zu reden, der sie dafür beneidete, ihren Nachwuchs mitbringen zu dürfen.

Auch die anderen weißen Hetero-Männer bekommen ihr Fett weg, insbesondere das Vorstandsmitglied von vorhin mit den nach hinten gekämmten Haaren und der randlosen Brille – augenscheinlich kein Sympathieträger, wie er dann auch jedem Zuschauer darlegen durfte, indem er sich als Gegner der Frauenquote für Spitzenpositionen outete.

Es folgen Proteste gegen „die da oben“, natürlich nur noch Männer, die ihre jungen Huren aus dem für ein Gelage gemieteten Anwesen scheuchen und von einem Balkon weit oben in Anzügen mit offenen Hemden herabblicken, als die Capitol-Angestellten kommen, um gegen Massenentlassungen zu protestieren: Mann schmeißt mich (für die Nichtteilnahme an der Sex-Orgie) raus“, betont Stromberg, so, als ob ein Chief Executive Officer (CEO) in der Realität tatsächlich die Teilnahme an derartigen Gelagen als ein Einstellungskriterium ansehe – und so, als ob eine Chefin nicht nach Sympathien bzw. eigenen Befindlichkeiten, auch sexuellen, entschiede.

Völlig unangemessen ist zudem die – dick aufgetragene – Suggestion, wonach der geringe Frauenanteil an Konzernspitzen und in anderen Führungspositionen primär an „Männerbünden“ – „Old boys networks“ – läge. Dass es etwas mit geschlechtsspezifisch im Median divergierenden Dispositionen in Bezug auf Fähigkeiten, Interessen und Lebensprioritäten zu tun haben könnte, wird nicht erwogen. Die im Film mitwirkende Vorständin Berkel verhält sich vielfach ungeeignet für ihre Position – was Angriffspunkte, auch im satirisch-komödiantischen Sinne böte. Trotzdem wird sie rasch aus dem Geschehen genommen – vor der mit der Totschlagskeule erfolgenden Managerschelte.

Müßig zu erwähnen, dass die Proteste im Film wieder von einem (bereits entlassenen) MANN initiiert, angeführt und maßgeblich zum – nicht abschließend geklärten – Erfolg gebracht werden: Stromberg.

Ebenso geradezu selbstverständlich, dass beim Film „Stromberg“ selbst mit Arne Feldhusen ein Geschlechtsgenosse die Regie führt und auch das Drehbuch von einem Mann, Ralf Husmann,  stammt. Natürlich werden auch fast alle Stressjobs von essenzieller Relevanz, die – nicht nur – zu diesem Film gehören, von Männern ausgeübt.

Weiße, heterosexuelle Männer schädigen also vorsätzlich weiße, heterosexuelle Männer, indem sie sie, ihre Leistungen, ihre Sexualität, ihr gesamtes Verhalten, wesentliche Charakteristika ihrer für verallgemeinerbar gehaltenen Persönlichkeit systematisch herabwürdigen. Und lassen sich dann – gerne – erklären, wie schlimm weiße, heterosexuelle Männer sind. Von wem? Weißen, heterosexuellen Frauen der oberen Mittelschicht, urbanen Akademikerinnen.

Vielleicht sollten an derartigen Produktionen beteiligte Menschen den Titel bzw. die Titelmusik dieses – trotz allem durchaus sehenswerten – Filmes (noch) ein wenig ernster nehmen und sich diesen Ernst auch für andere gesellschaftspolitische Debatten zum Thema, bspw. zum Sorgerecht, bewahren: „Lasst das mal den Papa machen“.

  1. Vorweg: Ich habe den Film nicht gesehen. Ich sag also nur was zum Text.

    Mal die Ersten von mehreren Fragen, die mir so beim Lesen kamen:

    Du setzt so einfach voraus, dass es hier um weiße, heterosexuelle Männer geht. Ist diese Einschränkung (weiß, heterosexuell) wirklich so sebstverständlich? Könnte es nicht genau so um „die Männer“ gehen?
    Kommen andersfarbige bsw. eindeutig besser weg?

    Was mir nicht ganz klar geworden ist, wohl auch, weil ich den Film noch nicht gesehen habe: Welche Männerbilder gibt es jetzt eigentlich? OK, einige Luschen und (fast?) alle nicht die Hellsten. Aber welchen Part hat Stromberg?
    Er ist doch, wenn ich es richtig verstanden habe, am Ende erfolgreich, oder? Damit würde sich der Anti-Held aber doch am Ende als Sieger entpuppen. Damit wäre es doch fast egal, dass er ansonsten ein wandelndes Katastrophengebiet ist.
    (Ich habe an dieser Stelle einen Verdacht, aber da muss ich noch etwas drüber nachdenken.)

    Eine andere Frage kam mir bei dem

    „So selbstverständlich wirkt die Annahme wohl aus Sicht derer, die sie formulierten. „

    Tja, damit und mit deinem Hinweis auf die an der Produktion beteiligten Männer kommen wir zu einer weiteren ausgesprochen spannenden Frage.
    Warum kolportieren Männer eigentlich ein vielleicht negatives Männerbild?

    Ich glaube, hier sollte man besser nach Motivbündeln suchen als nach monokausalen Erklärungen. Diese Männer-Darstellung könnte ja auch eine Entlastungsfunktion haben. Und nicht nur die viel beschriene Selbstablehnung der geschlechtlichen Identität sein.
    Wer sich vom Bild des machenden, durchsetzungsfähigen Mannes distanziert, kann sich vielleicht auch besser von Anforderungen distanzieren. Oder erhofft es zumindest. So gesehen wäre das Männerbild im Film Ausdruck eines Männerstreiks. Man verweigert sich damit ja auch der Rolle des Machers. Die einen zugleich nützlich für andere macht.

    Ich bin mir überhaupt unsicher, ob man diesen Film aus der Perspektive „Männer und Frauen“ lesen soll/muss. Oder nicht vielleicht eher unter dem Oberbegriff „Männerdisput über Männerbilder und ihre Ablehnung“. Und ob hier nicht primär eine bestimmte bürgerliche Ästhetik attackiert werden soll – wenn der Sieger ein Held ist, dann ist der Held ein Prolet. Welches Bild wird denn damit attackiert? Welches will es ersetzen oder ablösen?

    So weit ein paar erste Gedanken ;-).

    Antwort

  2. Ein gutes Stichwort, das „Seitenblick“ gebracht hat: „WARUM kolportieren Männer eigentlich ein negatives Männerbild?“
    Vielleicht ist die Antwort ganz einfach: Weil es in Falle „Strombergs“ Medienprofis im Bereich des Mainstream-Kinos sind – die haargenau wissen, wo die Grenzen des Mainstreams verlaufen. Und wo sie sich gehörig ihre Frechdachs-Pfoten verbrennen würden. Immer wenn die Rede davon ist, ein ganz Frecher (aber eben Erfolgreicher) würde „sich nicht den Mund verbieten lassen“ und auch gerne mal Tabus verletzen, kann man sicher sein: DER verletzt garantiert keine echten Tabus! Und jene, die ihm den Mund verbieten würden, fände man allenfalls in der CSU.
    So einer, der immer an der „Grenze“ spöttelte, war z.B. Harald Schmidt (so sehr ich ihn schätze). Seine Masche war immer auch der (pseudo-)frauenfeindliche Witz. Alle, die sich fragten, wie viel davon ev. ernst gemeint war, mussten dann erleben, dass er gen Ende seiner Karriere eine leider bierernst gemeinte Alice-Schwarzer-Laudatio hielt (als sie mal wieder irgendeinen staatstragenden Preis erhielt).
    Und damit kommen wir aufs Thema „Stromberg“ zurück: Stromberg-Autor Ralf Husmann war früher Schmidts Autor – der weiß, wie der Hase läuft! Husmann hat natürlich verinnerlicht, dass „sexistische“ Witze nur von Vollpfosten kommen dürfen und immer von den Frauenfiguren konterkariert werden müssen (daher sind die Anti-Männer-Tiraden von Stromberg-Freundin „Schirmchen“ eben Pflicht und dürfen keinesfalls fehlen).
    Nehmen wir das Beispiel Kabarett: Volker Pispers darf auf der Bühne nicht nur DDR-Nostalgie verbreiten, sondern auch ungeniert den Berufsstand der Ärzte angreifen und dabei gar beleidigend werden – kein Arzt im Publikum wird sich wehren. Auch keiner, dem seine Ostalgie auf den Sack geht. Traut er sich aber auch nur EINEN Witz über Frauen, ruft die versammelte Weiblichkeit „Buuuuh!!“ (kann ich bezeugen – ich war dabei).
    Zurück zur Eingangsfrage: WARUM kolportieren Männer eigentlich ein negatives Männerbild? — Nun, wer in Deutschlands Humor-Branche Erfolg haben will, kann vielleicht gar nicht anders. Wie es in anderen Branchen aussieht, mag sich jeder selbst zusammenreimen…

    Antwort

  3. „Volker Pispers darf auf der Bühne nicht nur DDR-Nostalgie verbreiten, sondern auch ungeniert den Berufsstand der Ärzte angreifen und dabei gar beleidigend werden – kein Arzt im Publikum wird sich wehren. Auch keiner, dem seine Ostalgie auf den Sack geht.“

    Ostalgie bei Pispers? Der ist doch Rheinländer!

    Antwort

  4. Okay – unpräzise formuliert. Streng genommen kann nur ein echter Ossi ostalgisch sein. „DDR-Verharmlosung“ wäre treffender gewesen, kommt aber aufs Gleiche raus.

    Antwort

  5. @Anonym
    >“WARUM kolportieren Männer eigentlich ein negatives Männerbild? …
    Weil es … Medienprofis sind“

    Diese Seite ist bestimmt auch vorhanden. Ich frage mich nur, ob es jenseits der finanziellen Seite und jenseits der Abarbeitung an weiblichen Wünschen nicht noch einen weiteren Aspekt gibt. Nämlich den, dass Männer untereinander einen verdeckten Disput über Anforderungen von Männern an Männer führen. Und es könnte ja sein, dass sie dazu auch bestimmte Männerbilder benutzen i.S.v. vorführen. Die Figuren im Film könnten also noch eine weitere Ebene haben, auf der sie eine Funktion haben.

    Dieser Disput wäre nicht identisch mit intrasexueller Konkurrenz, sprich dabei geht es nicht um das Konkurrenzverhältnis, um Frauen zu gewinnen.
    Wenn Männer bsw. im Arbeitsalltag immer auch kooperieren mussten, dann haben sie eigene Anforderungen aneinander, die eben nicht etwas mit den Frauen zu tun haben. Lomi hat ja schon mehrfach darauf hingewiesen, wie sehr es beispielsweise von der sozialen Schicht abhängt, welche Verhaltensweisen ein Mann zu zeigen hat, und welche inakzeptabel sind. Der Disput „der ist ein Prolet – der ist ein verkopftes Weichei“ wäre ein Beispiel dafür.

    Ich glaube allerdings, unsere Antennen sind wohl für die Wahrnehmung eines innermännlichen Disputs schlecht ausgerichtet – schließlich hören wir ja massenmedial fast nur Frauen über Männer reden. Deshalb rechnen wir vielleicht gar nicht damit, dass es auch noch andere Diskurse gibt …

    Antwort

  6. Vorschlag zur Betrachtung eines klassischen Filmes

    The night of the hunter http://en.wikipedia.org/wiki/The_Night_of_the_Hunter_(film)

    Meines Erachtens ein ganz typisches Schema: der Film lebt einzig von der Kraft des boesen Mannes, ohne ihn waere gar nichts, aber er wird pausenlos denunziert, und am Ende ohne Spur eliminiert. Die „Kritik“ kriegt davon gar nichts mit.

    Habe den Strombergfilm nicht gesehen, aber der lebt ja auch davon, dass ein Mann die „Drecksarbeit“ macht — ohne das waere gar nichts, und *zusaetzlich* kann man den Drecksarbeiter noch permanent denunzieren (vielleicht erzeugt dies einen perversen doppelten Lustgewinn?).

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  7. @ Oliver K Ich erinnere mich an den Film und hab jetzt nochmal nachgelesen – im Mittelpunkt ein grundbrutaler Mann, der aber als guter (als „Reverend“) daherkommt. Seine Gegenspieler sind – Kinder, deren Steifvater er ist. Es ist also eine Geschichte des bösen Mannes UND des bösen Vaters.

    Es wäre vermutlich überhaupt gut, öfter mal ein paar ältere Filme mit einzubeziehen – nicht nur, um negative Männlichkeitsklischees vorzuführen, sondern auch, weil Männlichkeit schon lange viel differenzierter in Filmen dargestellt wird, als es das einfache Schema traditioneller Mann vs. moderner Mann nahelegt. Zwei Mal hab ich das schon versucht (und betreibe jetzt mal etwas Eigenwerbung),

    einmal in einem Text über neuere englische Filmklassiker
    http://man-tau.blogspot.de/2013/05/weit-oberhalb-der-grunzlautschwelle.html

    das andere Mal in einem über den James Dean-Film „Rebel Without a Cause“ („Denn sie wissen nicht, was sie tun“)
    http://man-tau.blogspot.de/2013/03/james-dean-und-die-fehlenden-vater.html

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