Gewalt Männer

Warum Frauen nur Opfer und Männer nur Täter sein können

Bild zeigt Werbeplakat "gegen häusliche Gewalt" mit einer Mutter und einem Kind in den Armen und dem Slogan: "Wie kann ich uns schützen?"
geschrieben von: Lucas Schoppe
#mackergohome wo dich deine frau erwartet. mit einem messer.
Gewaltphantasien, die sich bei Twitter unter dem Stichwort „Mackergohome“ sammeln, wirken pubertär im schlechtesten Sinn des Wortes, werden aber – soweit ich das erkennen kann – von erwachsenen Frauen formuliert. Für politisch interessierte Gender-Forscherinnen wäre das eigentlich einmal eine interessante Frage:
Warum eigentlich werden im Internet regelmäßig Plattformen gebastelt, auf denen Frauen und auch Männer in aller Öffentlichkeit und mit großer Begeisterung antimännliche Gewaltphantasien austauschen? Der berühmteste ist der Hashtag killallmen, der ohne störende Zurückhaltung und mit großer Gefolgschaft zur Tötung aller Männer aufruft.
ich seh schon die tränen fließen, seid nur froh, wenn wir nicht schießen!

Haut die macker platt wie Acker!

maskus, mackern und sexisten, entschlossen in die fresse fisten.

wir kochen vor Wut / wir stampfen euch entzwei / zu Mackerhaschee / und auch zu Mackerbrei

Wir geben den Mackern die Straße zurück – Stein für Stein, Stück für Stück!

Macker sind erbärmlich, Misandrie ist herrlich!

bürger von twitter seid nicht faul, gebt den mackern eins aufs maul.

wir stellen das richtig maskus sind nicht wichtig waren es nie misandrie!

ihr seid eh nicht mehr lange da haaahahahaha. MISANDRIE!

Die letzten drei Beispiele zitiert auch die Internet-Feministin Onyx in ihrer deutlichen Kritik  an der kleinen „Mackergohome“-Welle.
Woher nur haben die gewaltverliebten mackergohome-Fans ihr Männerbild? Motiv aus einer millionenschweren Aktion des Familienministeriums

Diese Welle begann mit einem T-Shirt, das eine Frau mit dem Twitter-Namen „tofutastisch“ sich selbst hergestellt und dann stolz auf Twitter präsentiert hatte. „Macker gibt’s in jeder Stadt Bildet Banden macht sie platt reimt sie dort, und zwischen den Zeilen platziert sie das stilisierte Bild eines mit Schlagstöcken bewaffneten Frauen-Mobs.  Der Duden übrigens erläutert „Plattmachen“ als „jemanden umbringen, körperlich erledigen, vernichten“.

Das Bild des T-Shirts wird ein großer Erfolg, die Idee des „Plattmachens“ von „Mackern“ wirkt auf eine Reihe von Frauen inspirierend.
„Ich will übrigens auch so ein tshirt wie das von @Tofutastisch,“

schreibt beispielweise Antje Schrupp, Redakteurin der Zeitschrift „Evangelisches Frankfurt“ und eine der wichtigsten Internet-Feministinnen.

Wie kommt es eigentlich, dass sich hier erwachsene Menschen in aller Öffentlichkeit in Gewaltphantasien suhlen, ohne dass irgendjemandem von ihnen auch nur der Gedanke kommt, dieses Verhalten könne ein wenig seltsam sein? Eine mögliche Antwort findet sich an einem unerwarteten Ort: bei einer millionenschweren Aktion der Bundesregierung.

Mackern in die Fresse fisten und andere Beiträge zum friedlichen  Miteinander Die Begründungen, die mackergohome-Enthusiastinnen für das öffentliche Zelebrieren ihrer Gewaltphantasien liefern, sind klischeehaft und wurden von Christian Schmidt schon eingehend analysiert. Natürlich ist auch der Klassiker aller Gewaltlegitimationen dabei: Unsere Gewalt ist nur Gegengewalt,

„ein ‚Zurückschlagen‘ mit dem Mittel der Ironie bzw. der Umkehrung“.

Und wer sich über ein bisschen ironisches In-die-Fresse-Fisten aufregt, ist nun wirklich selber schuld.

Natürlich seien die Gewaltaufrufe auch keineswegs sexistisch, die vielfach gefeierte „Misandrie“ wende sich doch keineswegs gegen Männer generell:

„Die Rede war explizit nicht von Männern*, sondern eben von Mackern“,
schreibt die gerade schon zitierte Verteidigerin der mackergohome-Welle und definiert gleich zu Beginn ihres Textes, was für sie ein „Macker“ ist:
„Macker/WHMs (weiße heterosexuelle cis-Männer)“.

Es geht also keineswegs gegen alle Männer, sondern lediglich gegen die kleine Gruppe der heterosexuellen, weißen, nicht-transsexuellen Männer, die es aus irgendwelchen Gründen eh‘ nicht besser verdient haben.

Antje Schrupp schließlich macht sich über Männer lustig, die sich durch die Gewaltaufrufe ernsthaft bedroht fühlen:

„diese Typen, die Angst haben, von marodierenden Feministinnen verprügelt zu werden…“ – „ Klingt so, als hätten sie Angst davor, es verdient zu haben?“,
antwortet ihr dann eine Twitter-Gesprächspartnerin auch wie bestellt.

Ich will doch nur spielen…weil ich ein Mädchen bin… Schrupp und andere reaktivieren reaktionäre Geschlechterbilder, in denen Frauen – ganz gleich, was sie tun – harmlos und unschuldig sind und Männer – ganz gleich, was sie tun – gewalttätig und stark.

Und ein Mann, der vor einem Mädchen Angst hat, ist nun einmal lächerlich.

Vor einiger Zeit hat mir eine Freundin Pro-Ana-Seiten im Internet gezeigt – Seiten, auf denen sich Magersüchtige gegenseitig weiter in die Anorexie treiben und ihre schwere Krankheit zu einer Tugend verklären. Was unter Stichwörtern wie killallmen oder mackergohome bei Twitter geschieht, hat eine ähnliche Dynamik, nur ins Politische gewendet: Hier treiben Vertreterinnen und Vertreter eine kranken Politik einander weiter in ihre Störung, nämlich ihre Gewaltfreude hinein und versichern sich gegenseitig, es seien ganz gewiss immer nur die anderen, die nicht mehr alle Tassen im Schrank haben.

Wie aber ist es möglich, dass so etwas nicht auf irgendwelchen obskuren Webseiten, sondern inmitten eines der wichtigsten sozialen Netzwerke, also mitten im Mainstream geschieht?

Männer müssen leider draußen blieben. Ihre Bundesregierung Am 31.März wurde das „Hilfetelefon für Frauen“ ein Jahr alt. Es wurde eingerichtet aufgrund eines Gesetzes, das 2011 noch die Merkel-Regierung aus Union und FDP vorgeschlagen hatte und das von ihrem „Familienministerium“ erarbeitet worden war. Nun stellte die neue Familienministerin Schwesig stolz das Projekt vor, das bis heute etwa 6 Millionen Euro an Steuergeldern gekostet hat.

Die entsprechende Seite des dem Familienministerium unterstellten Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben beantwortet fiktive Fragen dazu, ob sich auch Angehörige von weiblichen Gewaltopfern an das Telefon wenden dürfen, oder ob auch Frauen mit Behinderungen Hilfe geboten wird, oder in wie vielen Sprachen gedolmetscht werden kann, oder ob auch „Fachkräfte“ sich an das Hilfetelefon wenden dürfen.

Nur eine ganz naheliegende Frage wird ganz selbstverständlich ausgespart: Warum eigentlich das Hilfetelefon sein Hilfsangebot auf Frauen beschränkt und sich nicht auch an Männer wendet.

Da mittlerweile hundertfach in Studien belegt wurde, dass auch Männer Opfer häuslicher Gewalt sind, und offenbar in ähnlich hohem Maße wie Frauen, ist die Beschränkung des Angebots auf Frauen nicht nachvollziehbar – die Bundesregierung aber nimmt diese willkürliche Beschränkung nicht einmal als erklärungsbedürftig wahr.

Schlimmer noch wird die Situation angesichts der Werbematerialien, die das Bundesamt allen Interessierten zur Verfügung stellt. Auf jedem seiner Plakate sind Frauen zu sehen, Männer kommen jeweils nur indirekt vor: als Gewalttäter, die das Leben der Frauen belasten. Jeweils wird der gezeigten Frau eine Frage in den Mund gelegt, die sie dem Hilfetelefon stellen kann.

Prototypisch ist ein Plakat, das eine Frau mit abgewandtem Gesicht zeigt, aus dem Fenster schauend, auf ihrer der Kamera zugewandten Gesichtshälfte Kratzspuren, vor ihren nackten Füßen Porzellanscherben von einem offenbar gewalttätigen Streit. Sie hat sich gegen einen Schrank gelehnt, sitzt auf dem Boden und ist wohl am Ende ihrer Kräfte.

Die Plakate zeigen wieder und wieder die verzweifelte Ruhe nach einem Gewaltakt, den Moment, in dem der gewaltsame Mann endlich verschwunden ist und die Chance zum Anruf besteht. Wichtiger noch ist eine unterschwellige zweite Botschaft dieses durchgehenden Arrangements: Es kommt ganz auf die Frau an, der Mann ist als Partner, als Mensch, als Teil einer gemeinsamen Interkation, als Wesen mit eigenen Interessen gar nicht vorhanden. Geblieben sind von ihm nur Spuren, in der Wohnung und auf dem Körper der Partnerin: Er ist nichts als eine Bedrohung, die nur eine gute Seite hat – dass sie auch einmal verschwindet.

Und es betrifft ganz offensichtlich alle Frauen: Eine ältere, die offenbar geweint hat, mit Spuren von Schlägen im Gesicht, die sich selbst hilfesuchend an den Händen hält und fragt, ob sie „deshalb“ dreißig Jahre Ehe aufgeben sollte. Wie die meisten der Fragen beantwortet auch diese sich wie von selbst, sie ist ein Appell an die Betrachter, ihr ein hilfreiches „Natürlich!“ zuzurufen.

Eine jüngere Frau mit zerrissener Strumpfhose, weinend auf einer Treppe sitzend, die offenbar auch noch Angst davor hat, dass ihr Peiniger unter einer Anzeige leiden könnte.
Eine Frau mit Down-Syndrom, die sich hinter einer Gardine versteckt und die naiv Darf er das?“ fragt.
Eine junge Frau mit tiefschwarzem langen Haar, die sich das wohl schmerzende Handgelenk hält und sich weinend fragt, ob sie tun muss, „was er sagt“. Offenbar eine türkische oder arabische Migrantin, die praktischerweise der einheimischen deutschen Bevölkerung versichert, wie fortgeschritten sie doch im Vergleich zu patriarchalen Kulturen ist, in denen nur der Mann das sagen habe.
Bewusst also achten die Verantwortlichen darauf, ganz verschiedene Menschen als hilfebedürftig und der Hilfe Wert darzustellen – soweit es eben weibliche Menschen sind. Das vielleicht schlimmste Bild aber ist das oben schon abgebildete einer Mutter, die – obwohl sie selbst schutzlos ist – schützend ihr Kind auf dem Schoß hat und festhält. „Wie kann ich uns schützen?“, fragt sie sich.

Das „uns“ suggeriert wie das Bild eine Einheit von Mutter und Kind, natürlich gegen den Vater. Dass seit Jahrzehnten alle relevanten Forschungen zu Kindesmisshandlungen stabil zu dem Schluss kommen, dass Gewalt gegen Kinder in gleichem Maße von Müttern wie von Vätern oder in höherem Maße von Müttern verübt wird – das spielt hier keine Rolle. Es spielt auch keine Rolle, dass es die Gewalt von Müttern gegen Kinder verharmlost, wenn Hilfe offenkundig ausschließlich bei der Gewalt von Vätern angeboten wird. Das Kind ist hier ohnehin nicht von Interesse – es hat seine Funktion lediglich als Instrument, um die Bedrohlichkeit des Mannes, also wohl des Vaters besonders zu betonen.

Abgerundet werden die Darstellungen durch einen Spot, in dem in einem gut situierten Umfeld ein betont normal wirkender Mann aus nichtigem Anlass – eine Frau verschüttet etwas Kaffee – beim Frühstückstisch massiv gewalttätig wird. Als er gegangen ist, kann sie endlich zum Telefonhörer bleiben. Auch hier ist ein guter Mann nur der Mann, der nicht da ist.

Die passende Übersetzung für „Macker go home“ ist, nebenbei bemerkt, nicht „Macker, geh nach Hause“, sondern „Macker, hau ab!“

Im zum Hilfetelefon gehörigen Radiospot kommen dementsprechend auch gleich ausschließlich Frauen zu Wort.

Vielleicht müssen sich die Verantwortlichen diese Werbewelt einmal mit leicht veränderten Rollen vorstellen, etwa mit Weißen anstatt Frauen und Schwarzen anstatt Männern, um zu verstehen, welch eine Demagogie sie hier produziert haben. Allein schon der sachliche Gehalt ihres Agierens ist unvertretbar.

Entweder erwecken sie den Eindruck, häusliche Gewalt ginge allein von Männern aus und treffe nur Frauen (und, aber nur zur Steigerung der Werbewirkung, ab und zu auch Kinder) – dann verfälschen sie bewusst und erheblich die reale Situation. Oder sie stellen klar, dass allein Frauen, nicht aber Männer Anspruch auf Schutz vor Gewalt hätten – dann agieren sie verfassungswidrig.

Schlimmer noch als der unvertretbare sachliche Gehalt dieser millionenschweren Aktion ist die irre Demagogie ihrer Bildlichkeit. Ein einziges Mal kommt in der Werbung dafür ein Mann ins Bild, als Normalo, der sich blitzschnell in einen rasenden Gewalttäter verwandelt. Im Spot ist dann sein Abgang eine Erleichterung. Ansonsten sind allein Frauen im Bild, als hilflos-bedrohte Opfer der abstrakt, aber bedrohlich und gewalttätig bleibenden Männer.

Männer sind hier als Mitmenschen gar nicht vorhanden. Ebenso wird alles Wissen darum sorgfältig gelöscht, dass gewalttätige Handlungen in Familien in einem Großteil der Fälle aus einer Dynamik entstehen, an der mehrere – Frauen wie Männer – beteiligt sind und in der sie alle auch Opfer werden können.

Dass eine Bundesregierung in einer solchen Form Stimmungsmache gegen einen großen Teil der eigenen Bevölkerung betreibt, ohne erkennbaren Sinn, einen großen Teil der Forschungsergebnisse zum Thema bewusst ausblendend – das hätte ich mir nicht vorstellen können, wenn ich es nicht gesehen hätte.

Ihr seid nicht allein. Solang ihr keine Männer seid. Was aber sagt die heute wesentlich Verantwortliche dazu? Die Ministerin Schwesig lobt selbstredend das Projekt ihres Ministeriums als großen Erfolg und betont, dass es ihr darauf ankäme, Gewalt gegen Frauen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken,

„damit die Opfer wissen: Ihr seid nicht allein“ (bei 1.42 auf dem verlinkten Video)

Warum Männer zugleich wissen sollen, dass sie allein mit Gewalterfahrungen dastehen, erklärt sie nicht – stattdessen greift sie global auf Zahlen zurück, nach denen fast jede vierte Frau in Deutschland Opfer häuslicher Gewalt werde. Woher sie diese Angaben hat, gibt der entsprechende Spot des Familienministeriums selbstverständlich nicht an: Wie unseriös solche Zahlen gewonnen werden, hat gerade eben erst die EU-Studie zur Gewalt gegen Frauen gezeigt.

Wenn Menschen, die Gewalt erfahren, Hilfe finden können, ist das wichtig und segensreich.  Wenn willkürlich nur der Hälfte der Menschen diese Hilfe angeboten und ebenso willkürlich die andere Hälfte pauschal als Gruppe der Täter präsentiert wird, verwandelt sich das Hilfsangebot in einen Akt unterlassener Hilfeleistung und in Demagogie. Dass Schwesig das Projekt nicht entwickelt, sondern von der letzten Merkel-Regierung geerbt hat, entlastet sie nicht, sondern zeigt nur, dass die in ihrer Verantwortung betriebene Hetze parteiübergreifend gestützt wird.

Zwischen den wildgewordenen sexistischen Gewaltphantasien, die auf Twitter und anderswo immer mal wieder eine Blüte erleben, und einer Kampagne wie der, die das „Hilfetelefon“ begleitet, besteht natürlich kein notwendiger Zusammenhang. Offenkundig aber sind die Parallellen.

In beiden Fällen sind die Akteure ganz auf eine abstrakte Gleichsetzung von Männlichkeit und Gewalt fixiert, und sie sind desinteressiert an der Frage, ob sich diese Gleichsetzung eigentlich empirisch bestätigen lässt.

In beiden Fällen erlaubt es die Fixierung auf die Idee der männlichen Gewalt und der gewalttätigen Männlichkeit, von der eigenen Verantwortung und der eigenen Gewalt abzusehen – im einen Fall von der irren Dezivilisiertheit öffentlich zelebrierter, gruppenbezogener Gewaltphantasien, im anderen Fall von der gewaltsamen Demagogie, für die Millionen von Steuergeldern ausgegeben werden.

Während sich die mackergohome-Akteuerinnen  als „Marginalisierte“ imaginieren, die sich gegen eine erdrückende Übermacht zur Wehr setzen, reisen sie mit ihren Gewaltphantasien tatsächlich ganz im Windschatten offizieller, millionenschwerer Regierungspolitik.

Die Bundesregierung wiederum ist offenkundig überhaupt nicht an der naheliegenden Frage interessiert, ob nicht ein radikal einseitiger, die Geschlechter separierender Ansatz der „Gewaltprävention“ im Leben betroffener Menschen mehr schadet als nützt – zumal er  noch dazu Frauen und Männer säuberlich in Gut und Böse aufteilt und mit klassischen Mitteln der Demagogie verkauft wird.

Die abstrakte Gleichsetzung von Männlichkeit mit Gewalt, oder von Gewalt mit Männlichkeit enthemmt jedenfalls offenkundig beide, sowohl die Gewalt-Propagandistinnen im Internet wie auch die eigentlich auch gegenüber Männern verantwortlichen regierungsamtlichen Akteure: Diese Gleichsetzung erlaubt es den einen, ihre Freude an Gewalt in infantil anmutender Unschuld auszuleben, und den anderen, in infantil-simplen Gut-Böse-Mustern zu agieren.

Hier enden dann aber auch die Parallellen: Denn was bei Twitter nichts weiter als eine ärgerliche Beklopptheit ist, ist im Handeln einer Regierung ein erheblicher Akt der Gewalt.

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41 Comments

  • Wundert sich ernsthaft noch jemand über ide Schrupp? Warum nimmt die noch jemand ernst? Spätestens als die vor ein paar Jahren äußerte, daß man keine Gefängnissse bräuchte, wenn es keine Männer mehr gäbe, ist diese Frau doch als unseriös anzusehen.

  • Wenn Frauen genauso hart vor Gericht bestraft würden, wenn sie für Falschbeschuldigungen einsitzen müßten und wenn die unschuldig sitzenden Männer nicht im Gefängnis säßen, so würde die Frauenquote in Gefängnissen erheblich steigen. Vielleicht auf 20%.

    Häufig werden ja auch Frauen gar nicht erst als Tatverdächtige aufgenommen.

    Was soll man bei so einer Kampagne machen? Es sollten dort vielleicht ganz bewußt Männer anrufen, die von ihren Frauen geschlagen werden. Ich bin ja immer für solche subversiven Aktionen – auch für Parodien von offiziellen Plakaten.

    Könnte man hier auch gut machen. Z.B: Ein Mann, der sein Kind der Mutter übergibt und sich fragt: Wird sie das Gewaltschutzgesetz mißbrauchen?

    Ich finde, solche Sachen müßten Männerorganisationen viel öfter machen. Aufrufe tätigen, daß betroffene Männer das Frauentelefon anrufen. Oder eben Kampagnen parodieren.

    Am fiesesten ist wohl, das exakt gleiche Motiv zu wählen und der Frau einen alternativen Satz in den Mund zu schieben. Wie z.B.: Ich habe angefangen. Ihn wird niemand ernst nehmen, wenn er sich der Polizei anvertraut. Aber ich habe das Frauentelefon der Bundesregierung.

    Man muß da richtig reinhauen und die ganze Perversität persiflieren. Ich finde, so etwas wird viel zu wenig gemacht. Man muß sozusagen den seriösen Skandal suchen.

    PS: Der Knackpunkt an den feministischen zwitschernden Gewaltphantasien ist ja nicht deren drohende Verwirklichung, vor der wir Männer horrende Angst haben, sondern die infantilen Phantasien als solche. Also der chauvinistische und männerfeindliche Gemütszustand.

    Die Schrupp ist sowieso ein Fall für's Irrenhaus. Klassischer Fall von feministischer Esoterik.

  • Die Gewaltaufrufe muss man unbeding ernstnehmen: vielleicht werde diese Frauen nicht selbst koerperlich gewaltaetig werden, aber sie rufen eben andere zur Gewalt auf. Pubertierende Jugendliche, Polizisten, die Staatsgewalt im allgemeinen. Dies ist wohl ungemein gewalttaetiger als ein gewissermassen persoenlicher (riskanter, begrenzter) eigener Gewaltakt.

    Mir scheinen die bisherigen Antworten in die typische Falle der Verharmlosung („nicht ernst nehmen“) zu gehen. Es liegt strukturelle Gewalt vor, und diese hat eine viel groessere Auswirkung.

  • Das ist nicht nur in Deutschland. Bei mir in Costa Rica geht es genauso zu. TV-Spots, vom Mann tauchen nur Haende des pruegelnden Mannes auf.
    Die Frauen haben hier das Recht,, alles, aber auch alles ueber den Mann an Beschuldigungen sagen zu duerfen, ohne jemals Angst haben zu muessen der Luegen und Verleumdungen wegen bestraft zu werden.
    Im Gegenteil, der Mann muss seine Unschuld beweisen! Pervers.
    Ich bin eines der Opfer und habe alles verloren, Existenz, Haus, Einrichtung, ich lebte mehr als ein Jahr auf der Strasse. Erst jetzt sammele ich mich ein wenig.
    Verachtung des Mannes scheint weltweit zu sein.

  • Längst hat sich ein nicht mehr hinterfragter Anspruch nach staatlicher Unterstützung für Frauenhilfeorganisationen etabliert. Durch diesen Anspruch entstand ein Markt. Auf ihm gibt es Nachfrager und Anbieter, doch nur wenig Verbraucher der angebotenen Leistung. Dies ist jedoch unerheblich, da es sich um einen planwirtschaftlichen Markt handelt. Das heißt der Markt ist per se Zweck genug.

    Es geht also letztlich nicht darum, misshandelten Menschen zu helfen, sondern darum, auf der einen Seite als generöser Stifter und auf der anderen Seite als selbstloser Helfer aufzutreten. Beide Seiten werden so erhöht. Sie sind die Guten, weil sie gutes tun – für sich.

    Frauen sind die idealen Opfer für die Opfermacher. Das Frauenbild ist durch die Mythen von der Trümmerfrau bis zur fürsorglichen Mutter entsprechend verzerrt. Es wird durch stete Wiederholung weiter verfestigt. Das Bild der Naziwählerin, der Denunziantin, der Abtreiberin, der Kindsmörderin bleibt immer die Ausnahme und wird niemals verallgemeinert. Somit hat man eine prima Folie für beständige Forderungen an die Gemeinschaft und nach Steuermitteln.

    Eine Privatisierung von Hilfe kommt solange nicht in Frage als der paternalistische Staat nicht hinterfragt wird, als Politiker ihr Image durch Opferfürsorge verbessern können und Helfer von dieser Politik finanziell profitieren. Eine Privatisierung von Hilfe wäre aber notwendig, damit Hilfe diejenigen erreicht, die sie benötigen; damit nicht Millionen in sinnlosen Werbekampagnen verschwinden, die primär nur politische Imagekampagnen sind.

    Der Mann ist als Opfer ungeeignet. Ein schwacher Mann widerspricht seinem Stereotyp. Er darf zwar als Held verrecken, doch nicht als Opfer weinen – schon gar nicht als das Opfer einer Frau. Frauen, die am staatlichen Finanztropf hängen, achten sehr darauf, dass diese Bilder konstant bleiben. Denn in Konkurrenz zu staatlichen Fördergeldern könnte sich die generelle Sinnfrage stellen, ob es überhaupt Staatsaufgabe sein soll, gesellschaftliche und private Verwerfungen zu regeln, beziehungsweise deren Ausgleich zu finanzieren.

    Jedenfalls ist die Leistung von Frauenberatungsstellen generell fragwürdig und unterliegt keiner kritischen Evaluation. Die Berichte, dass durch diese Beratung, Frauen zu Abtreibungen gedrängt, Familien zerstört, Väter diskriminiert und vielfach Falschbeschuldigungen wegen Kinderschänderei angestiftet wurden, sind Legion.

    Die beschriebenen Gewaltphantasien seelisch verkrüppelter Frauen taugen nicht mal als Spitze eines Eisberges. Sie sind nur ein schmelzender Eiswürfel im Wasserglas. Diese Unflätigen mögen sich als Avantgarde wähnen, doch sie sind nur der flottierende Irrsinn einer unglücklichen, selbstbezogenen Frauenschaft, die den Kontakt zum wahren Leben schon vor langer Zeit verloren hat.

  • Da ist man immer noch ein einsamer Rufer in der Wüste. Manche wollen es nicht wahr haben, dass diese Arten von als „progressiv“ wahrgenommer Verhetzerei genau das ist strukturelle Gewalt. Es wird eine generell akzeptierte misandrische Grundhaltung verankert, die sich ja auch schon in der Anmassung des Aubrechens von Männlichem äußert (man stelle sich das einmal umgekehrt vor).

    Es bereitet reale Progrome vor, dessen Vorläufer bereits mit „positiver“ Diskriminierung installiert sind. Bis hin zu realer Eugenik, das vorwiegend Jungen abgetrieben werden. Klingt alles Unwahrscheinlich? Dahinter steckt heftigtes Gedankengut dieser Art. Und wir haben mit Schwesig jemanden dieser Couleur als Ministerin einer Partei die auch für so etwas steht.

    Wir kennen diese Form von sich als progressiv wahrzunehmen oder nicht? Auch das Kokettieren mit Menschenverachtung wie #killallmen. Natürlich bekloppt, aber nicht so einfach abzutun.

  • Ich (männlich) wurde als Kind von meiner (alleinerziehenden) Mutter misshandelt. Ich bin wirklich versucht, dort mal anzurufen, um diese Frauschaft damit zu konfrontieren.

  • „Wie kommt es eigentlich, dass sich hier erwachsene Menschen in aller Öffentlichkeit in Gewaltphantasien suhlen, ohne dass irgendjemandem von ihnen auch nur der Gedanke kommt, dieses Verhalten könne ein wenig seltsam sein?“

    Natürlich ist es seltsam. Aber darauf kommt es gar nicht an! Die Frage ist doch, warum sie es trotzdem tun. Dazu hilft es vielleicht, sich das Ganze unter umgekehrten Vorzeichen zu denken. Naürlich wäre es nicht weniger seltsam, wenn sich Männer im Fahrwasser einer verwirrten Ideologie in Gewaltfantasien an Frauen suhlen würden. Es wäre jedoch mehr als das. Es wäre zudem brandgefährlich, denn gegen Männer als Gruppe wären Frauen hoffnungslos ausgeliefert.
    Jedoch Gewaltfantasien wie der #killallmen Aufruf ist ohne die Mithilfe der Männer, die es zu töten gilt, einfach nicht umsetzbar, wird ohne ihre Mithilfe immer Fantasie bleiben müssen.

    „Ich möchte einen Mann zu einer blutigen Masse geprügelt sehen, mit einem hochhackigen Schuh in seinen Mund gerammt wie ein Apfel in dem Maul eines Schweins.“

    Das schrieb Andrea Dworkin einst, die sehr wohl erkannte, dass sie und ihre Geschlechtsgenossinen wohl niemals aus eigener Kraft die Männer, gegen ihren Willen, in den oben zitierten Zustand wird prügeln können.

    Dieser Unterschied der Geschlechter ist es unter Anderem, vor dem so manch krankhafte Feministin eine unglaubliche Angst hat. Sie fühlen sich ausgeliefert.
    Und hier schliesst sich der Kreis. Denn, in diesen Fantasien geht es darum, die Macht der Männer, derer sie sich hoffnungslos ausgeliefert fühlen, „fantasievoll“ zu
    zu nehmen und in die Hände der Frauen zu legen, um mit dieser neu erworbenen Macht ihren größten Albtraum zu verkehren und, diesmal aber lustvoll, gegen Männer zu richten.

  • Diese Kampagne ist ein hervorragendes Beispiel für Christoph Kucklicks recht abstrakten Begriff von der negativen Andrologie. Bemerkenswert ist auch sein Fazit am Ende seines vielzitierten Essays Das verteufelte Geschlecht, daß Frauen erst dann wirklich gleichberechtigt sind, wenn man ihnen die gleichen Schlechtigkeiten wie Männern zutraut. Zitat:

    Aber erst wenn wir Frauen genauso – Verzeihung – scheiße finden wie Männer, so unmoralisch, egoistisch, verantwortungslos, kommen wir auf die Idee, keines der Geschlechter mehr mit Etiketten zu versehen. Erst wenn wir Frauen alles zutrauen, auch das Böseste, machen wir sie zu ganzen Menschen.

    Eine Meinung, die auf den ersten Blick für einen bekennenden Feministen sehr erstaunlich wirkt, tatsächlich aber logisch und konsequent zuendegedacht ist. Und die deutlich macht, wie rückwärtsgewandt die Aktion unserer regierenden Feministen ist.

  • Richtig guter Artikel! Gut auch zum Verlinken geeignet, nach Möglichkeit in den Kommentarspalten der Mainstream-Websites. Spiegel.de und so.

    Als Ergänzung noch: Wieder einmal nutzt der Feminismus geschickt die instinktiven Dispositionen beider Geschlechter aus.

    Dieses Video zeigt ebenfalls gut die Demagogie dahinter:

    http://www.focus.de/kultur/videos/brutales-video-mann-schlaegt-seine-frau_id_3683171.html

    So geht Meinungsmache.

    Dann lieber sowas hier:

    http://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    http://allesevolution.wordpress.com/2013/04/20/selbermach-samstag-xxix/#comment-72249

    Information statt Stimmungmache. Ich sag nur: Weiterverbreiten!

  • Eine Gegenkampagne, ähnlich wie es z.B. in Kanada teilweise geschieht wäre eine Idee. Da werden als Reaktion auf eine Plakatkampagne, die Männern mit dem Slogan „Don't be that man!“ pauschal allerlei Dreckigkeiten unterstellte, Plakate mit dem Slogan „Don't be that girl“ aufgehängt, z.B. dieses:

    http://o.canada.com/news/mens-rights-posters-dont-be-that-girl-423582/

    http://judgybitch.com/2014/04/09/most-women-dont-kill-their-babies-and-leave-them-in-dumpsters-most-men-dont-rape-drunk-women-even-while-drunk-themselves-so-why-are-men-taught-not-to-rape-but-women-aren/

  • Hallo Anonym,

    Du schrreibst, wieso kommt niemand auf die Idee, diese Aktion seltsam zu finden. Sie ist in höchstem Maße Volksverhetzung, besonders das erste Plakat der Mutter mit dem Kind „Wie kann ich uns schützen“, wo doch schon längst erwiesen ist, daß Gewalt gegen Kindern in gleichem Maße, wenn nicht überwiegend, von Müttern ausgehe.

    Sehr richtig finde ich den Schluß deines Beitrages, wo Du schreibst “ dieser Unterschied der Geschlechter ist es, vor dem so viele krankhafte Feministinnen eine unglaubliche Angst haben“ und sie sind wirklich krank. Nur krankhafte, mit Minderwertigkeitskomplexen beladene Gehirne bringen sowas zu stande.

    Dies ändert aber nichts an der Tatsache, daß diese Aktion abscheulich und vor allem gefährliche ist, weil sie gegen das Fundament des Staates gerichtet ist und dieses zerstört, nämlich die Familie. Solange Männer, vor allem die in der Politik, sich dies alles gefallen lassen und kein Mittel gefunden haben, dagegen vorzugehen, wird sich nichts ändern und der Schaden wwird immer größer werden.

  • Moin,

    hier wird – in typisch rechtspopulistischer Weise – aus einer Mücke ein Elefant gemacht! Die Geschmacklosigkeit dieser Gewaltaufrufe gegen Männer ist offensichtlich und zu verurteilen, aber dies ja wohl kaum über die tatsache hinwegtäuschen, dass ungefähr 90% der Vergewaltigungsopfer Frauen sind (durch Männer) und die körperliche Gewaltquote von Männern gegen Frauen auch ca. im Verhältnis 80:20 liegt. Ich finde es aus diesen Gründen absurd als Männer Krokodilstränen über geschmacklose aufrufe zur Gewalt gegen Männer zu vergiessen, zugleich die Gewalt von Männern gegenüber Frauen aber faktisch als Bagatelle abzutun! In diesem Sinne, wenn die ganzen Machos die die Webseiten der Neu- und Altrechten Gruppierungen bevölkern sich insgesamt für eine gewaltfreiere Gesellschaft einsetzen würden und nicht überholte und antidemokratische Männerbünde verteidigen und befördern würden, wären wir, was die Gewaltfreiheit der Geschlechter angeht, sicherlich wesentlich weiter, als mit dieser jammrigen und frauenverachtenden Kolummne!

    Herzliche Grüße aus Bonn,

    Siebo M. H. Janssen alias LiberalSozialist

  • Selbst wenn es so wäre, was Sie schreiben, was an dem von Ihnen kritisierten Text ist rechtspopulistisch? Und selbst wenn es so wäre, wieso würde dieser Umstand dann den Text diskreditieren? Und auf welche Statistiken und Erhebungen stützen Sie ihre These?

  • @Siebo: „dass ungefähr 90% der Vergewaltigungsopfer Frauen“

    Frauen werden vergewaltigt, Maenner ermordet. Um die Frauen wird gross geklagt, die Maenner verscharrt und vergessen. Dies ist praezise so in allen Kriegen, und in zerfallenden Gesellschaften (Buergerkrieg etc.). In abgeschwaechter Form in allen westlichen Geselllschaften.

    Es ist dummes Geschwaetz, von „Gewalt von Maennern gegen Frauen“ zu reden — Maenner haben immer ueberall die Drecksarbeit gemacht, dafuer ging es den allermeisten auessert dreckig dafuer (ausser den Koenigen), und da faellt dann die „Gewalt gegen Frauen“ darunter — nicht gegen Frauen, sondern immer in konkreten sozialen Umstaenden (gegen die Unterschicht).

    Traurig aber typisch, solche Aussichten heutzutage unter „Sozialist“ zu hoeren. Wenn Sie auch nur einen Augenblick die Menschen dieser Welt betrachteten, dann wuerden sie feststellen, dass ueberall (wie es schon immer war) die Maenner (als Arbeiter) die Hauptlast tragen. Aber es ist natuerlich ausserst unbequem, sich mit solchen dumpfen Gestalten abzutun, da ist es doch viel schoener, den Frauen wohlzureden. Rechnet sich schon, und ist auch ein uraltes Schema. Koennen Sie z.B. in jedem action-Machwerk heute begutachten, dieses archaische Prinzip — Maenner werden massenweise umgelegt, voellig anonym, aber jedes Weibchen wird einzeln beklagt.

  • Noch eine Ergaenzung: Den brutalen Wahnsinn, der hinter einer solchen Aussage wie „dass ungefähr 90% der Vergewaltigungsopfer Frauen“ steht, kann man auch direkt sehen, ohne, wie oben, auf den Kontext einzugehen.

    Wie wuerden die „90%“ wohl aussehen unter Beruecksichtigung der Dunkelziffer? Ach ja, ein „Tabu“ sei es, ueber Vergewaltigung zu sprechen, deshalb wuerde keiner was anzeigen — haha, wenn's nicht so lustig waere, genau dies gilt fuer *Maenner* (nicht fuer Frauen, wie der „gewoehnliche Sozialist“ heutzutage wohl meinte).

    Dann betrachten wir mal die Falschanzeigen. In der deutschen Statistik sind die „Vergewaltigungszahlen“ ja rein durch Anzeigen gegeben (einen solchen Schwachsinn muss man mal in's Auge fassen). Die ueblichen Schaetzungen sind, dass davon 50% falsch sind. Kriminelle Handlungen, die aber voellig straffrei ausgehen (sind ja Frauen, wer wollte die schon fuer zurechnungsfaehig erklaeren?). Ein schoenes Dokument hierfuer ist die Begruendung des Kachelmann-Urteils, wo jeder Satz die Rechtfertigung ausdampft, dass jeder weiss, wie verlogen die Anklage war, dass DIES aber ein gewaltiges Tabu in den westlichen Gesellschaften ist.

    So gehe ich also davon aus, dass selbst in diesem speziell fuer Frauen konstruierten Gehege der Vergewaltigung die wirkliche Gewalt, die an Menschen ausgeuebt wird, zumindest von 50% von Maennern getragen wird.

  • @Siebo M. H. Janssen: Ihre Argumentation strotzt leider nur so vor steinzeitlichen und heutzutage rechtswidrigen Argumenten:

    „ungefähr 90% der Vergewaltigungsopfer Frauen sind“

    = Relativierung von Unrecht

    „ungefähr 90% der Vergewaltigungsopfer Frauen sind (durch Männer)“

    = Blutrache-Argumentation

    und so geht das noch mehrfach weiter.

    „in typisch rechtspopulistischer Weise“

    Rechtspopulistisch ist ein dehnbarer Begriff, der eher außerhalb des Geschlechterthemas liegt ist. Sofern damit radikaler Konservatismus beim Geschlechterthema gemeint ist: In diesen Kreisen gilt vor allem der radikale Feminismus als rechtspopulistisch, zumindest gibt es etliche frappierende Gemeinsamkeiten zwischen radikalem Feminismus und radikalem Konservatismus.

  • Interessant wie reflexartig er (Siebo M. H. Janssen alias LiberalSozialist) das alles mit recht böser stereotyper aber auch recht falscher Unterstellung einordnet und abkanzelt. Ohne wirklich einmal reflektierend nachzudenken. Die faktische Dissonanz stört ihn dabei auch nicht.

    The One Good Man.

    So nennt man dieses protz und prahlerische Macho-Verhalten im Englischen mittlerweile. Typischerweise polternd „ich der starke frauenbeschützende Mann etc. ihr Schlappschwänze …“

    Moin, Moin.

  • Moin Herr Jansen,

    ich denke Sie sind in der SPD, und deshalb könnte ich das dort übliche Genosse und Du benutzen. Doch ich denke, wir verzichten im gegenseitigen Einvernehmen, darauf. Denn in meinen Augen sind sie hier der Populist, nicht Lucas Schoppe.

    Im Gegensatz zu Lucas Schoppe, der seine These herleitet begründet und sich gerade eben gegen die 'Volksweisheit“ der häuslichen Gewalt die nun mal männlich ist, stellt, begründen Sie nicht und begehen Vorverurteilungen.

    Gehen wir einmal davon aus, dass ihre Zahlen der körperlichen Gewalt von 80 zu 20 stimmen, was sie nicht tun, was würde das denn bitte bedeuten? Wenn ich aufgrund dieser Zahlen nun Kampagnen starte, in denen ich einen Teil der Gesellschaft als potentiell gewalttätig hinstelle, dann wird doch die Nachbarin, die Porzelan zerschlagen hört (in Filmen typisch weiblich), Schläge hört (in Filmen typisch männlich) und am Ende die Frau weinen hört (Männer weinen ja nicht, denn Indianer kennen keinen Schmerz und wenn doch ist es ein Grund noch drauf zu hauen) die Polizei ruft, und am Telefon sagt, nebenan schlägt der Mann seine Frau, dann würde ich mir wünschen, das die Polizei in einem Rechtsstaat wie dem unseren, hier unvoreingenommen hingeht, ehe sie in das Grundrecht auf die Unverletzbarkeit der Wohnung eingreift.

    Das tut sie aber nicht. Ich kenne Fälle, in denen die Frau Hämatome am Oberarm hat, sogenannte Festhaltegriffe, oftmals um Gewalt abzuwenden, der Mann Kratzspuren im Geischt. Der Mann musste gehen, ich kenne Fälle in denen der Mann die Atacke der Frau auf Video festhielt und nichts ist passiert, weil die heilige Mutter nun einmal heilig ist, wenn sie den Mann atakiert, dann hat das nun mal seinen Grund….

    Gewalt in Beziehungen, das bestätigen mehrere Studien, ist nun einmal ein Prozess, der oftmals von Gegenseitiger Gewalt geprägt ist, die sich immer weiter hochschaukelt, von blöder Arsch oder blöde Kuh über mittelschwere Schlägereien bis hin zu schwerer Körperverletzung. Das es auch Beziehungen gibt, in denen einer der beiden und nicht nachweislich immer der Mann, gewalttätig ist, sollte auch hier beachtet werden.

    Für Männer in solchen Beziehungen und deren Kinder gibt es keine Hilfen, sondern nur Hohn und Spott in unserer Gesellschaft!. Doch selbst wenn ihre Zahlen, die aus einer Hellfeldpolizeistatistik kommen, sumindest scheint es bei der Zahlenverteilung so, dann haben auch die 20 Prozent Männer ein Recht auf die Hilfe unserer Gesellschaft!

    Zu häuslicher Gewalt, auch wenn Sie es nicht glauben werden
    http://man-tau.blogspot.de/2014/02/get-away-from-me-gewalt-gegen-manner.html

    Wenn ich nun die Gewalt einseitig thematisiere, so ermutige ich nur Frauen hier tätig zu werden, sogar zu Falschanzeigen, denn es gibt keine einfachere Möglichkeit den Mann aus der Wohnung zu bekommen.

    Mit freundlichen Grüssen
    Kai

    PS;:
    Ich habe früher auch mal so ähnlich gedacht wie Sie, bis ich in einer Gewaltbeziehung gelandet bin…

  • Nach der Internetrecherche des – seltenen – Namens muss ich feststellen, dass auch akademische Weihen offensichtlich nicht vor holzschnittartiger Weltsicht schützen. Die beliebte feministische Strategie, alles, was nicht der Ideologie entspricht, als rechts(-radikal) zu denunzieren, den männlichen Kritikern Weinerlichkeit vorzuwerfen, gar niertmit dem“Männerbund“-Klischee… Oh, welch einfache Weltsicht, aber vermutlich dem universitären Filterbubble (oder dem Regiment der universitären Frauenbeauftragten) geschuldet. [KlausT]

  • Ich komme gerade aus dem Urlaub wieder, war da kaum im Netz und will mich erstmal bei den Kommentatoren hier ganz herzlich bedanken für die Diskussionsbeiträge!

    Da ich überhaupt nichts mehr hinzuzufügen habe, kann ich nochmal auf zwei Punkte hinweisen, die ich besonders wichtig finde. Erstens, dass es in der politischen Diskussion offenbar Zauberworte gibt, die die Kraft haben, sobald sie ausgesprochen werden, jede Diskussion zu beenden. „Frauenfeindlich“ gehört dazu, falls das nicht reicht, „frauenverachtend“, „populistisch“, „“rechts“, und wenn das nicht reicht, „rechtspopulistisch“.

    Es gehört zum magischen Charakter dieser Wörter, dass sie keiner Begründung bedürfen. Die Frage zum Beispiel, was denn eigentlich frauenverachtend daran sein soll zu schreiben, dass auch Männer einen Anspruch auf Schutz vor Gewalt haben, ist offenkundig deplatziert – wer so fragt, zeigt nur, dass er selbst in die rechte Ecke gehört. Irgendwie.

    „Rechts“ ist es (zweitens) in meinen Augen, die Humanitas zu teilen, Menschen grundsätzlich in verschiedene Klassen aufzuspalten und damit Herrschaft zu begründen.

    Die Teilung betrifft in aller Regel zwei Aspekte (und die sind beide im klassischen Begriff „Humanitas“ enthalten, daher dieses etwas geschwollen wirkende Wort): Einerseits werden bestimmten Gruppen von Menschen Rechte vorenthalten, andererseits werden ihnen auch bestimmte Qualitäten – zum Beispiel die Fähigkeit zur Zivilisation, zum mitmenschlichen Handeln etc. – abgesprochen.

    Im Kern klassisch „linken“ Denkens steht für mich hingegen die Ablehnung einer prinzipiellen Verfügbarkeit von Menschen für andere, für die die radikalen Ausbeutung der Arbeiter im beginnenden Kapitalismus ein Sinnbild sein kann. Die Legitimation von Gewalt gegen bestimmte Gruppen treibt hingegen eine Ideologie der menschlichen Verfügbarkeit auf die Spitze.

    „Rechts“ und „rechtspopulistisch“ ist es in dieser Hinsicht, eine Anti-Gewalt-Kampagne zu fahren, die nur der einen Hälfte der Menschen einen Schutz vor Gewalt zuspricht, die andere aber pauschal als Täter denunziert.

    „Rechts“ ist auch ein Männlichkeitsbild, das es mit Begriffen wie „Jammerei“ belegt, wenn Männer die erfahrene Gewalt ansprechen und nicht stillschweigend ertragen.

    Man muss also nicht einmal sonderlich große alltagspsychologische Ambitionen haben, um auf den Gedanken zu kommen, dass die beständigen geist- und begründungslosen Vorwürfe an Männerrechtler, sie seien „rechts“, den Charakter einer Projektion haben. Hier fantasieren Menschen, die sich gern selbst für „links“ halten wollen, in ihre politischen Gegner das hinein, was sie an sich selbst nicht wahrhaben wollen.

    Jetzt aber, trotz allem und gerade deshalb, erst einmal frohe Ostern!

  • Hmm, da fühlt sich aber jemand sehr (zu recht 🙂 angegriffen und mitten in einem Shit(-stürmle, wie der Schwob sagt) wieder. War ja alles Spaß und nicht so gemeint, gell (wobei natürlich auch einige Kommentare über's Ziel weit hinausschießen), wenn ich jetzt Fem wäre würde ich ja sagen: Die Arme, ein bisschen Kritik und schon heulen Sie und definieren einfach herbei das Sie recht haben… Worauf ich mich beziehe? http://aplusplusranting.wordpress.com/2014/04/04/tw-das-shirt-der-shitstorm-und-das-hashtag/ (Achtung, Triggerwarnung: Es werden viele Screenshots von Hate Tweets gezeigt (Sexismus, Ableismus, Hate Speech, Antifeminismus, Antisemitismus) und Rechtfertigungsgesülze und … ;o)…

  • Moin, moin,

    weinerlich bin ich nicht – wer sich freiwillig auf solche websites begibt muss damit leben das, zumeist, unter der Guertellinie ausgeteilt wird. Argumente habe ich allerdings keine gelesen die meine Position revidieren wuerden. Was die akademischen Weihen angeht denke ich, dass ich meine intellektuelle Unabaengigkeit dort mehr als einmal unter Beweis gestellt! In diesem Sinne, sozialistisch-liberale Gruesse, Siebo M. H. Janssen alias LiberalSocialist.

    • Irgendwie habe ich gerade den Eindruck, die einzige Sachaussage von Siebo ( ist das nicht so ’ne Beton-Klitsche ? ) im letzten Kommentar ( der ist zwar wirklich das Letzte, aber nicht das letzte Wort ) verdient der Vollständigkeit halber auch eine kleine Anmerkung.

      „Argumente habe ich allerdings keine gelesen die meine Position revidieren wuerden.“
      Das ist allerdings erhellend! Wer Argumente gar nicht erst liest, ist natürlich praktisch absolut Immun gegen sie.
      So ist dann ja auch klar, warum sich Siebo ( oder ist das ein Eigenschafts-Nick, von „Sieb“ abgeleitet und/oder auf das Filterverhalten gemünzt? ) der Diskussion entzieht, um dann am Ende nochmal eine Grimasse zu schneiden. Keine Antwort auf Sachfragen ( Belege? Quellen? ) ist auch ’ne Antwort ( nachgeplapperter, substanzfreier Dünnpfiff, nix weiter ).
      Erinnert mich an Jörg Rupp ( so’n grünbrauner Gammelpfosten ), der aber hatte wenigstens eine ( allerdings absolut schwachsinnige ) Proforma-Antwort auf die Frage, wieso er Frauenhäuser anpriese, aber Männer-, Kinder-, Familienhäuser für mindestens unnötig hielt: „Kein Bedarf, sagt die Pilotstudie“. War zwar glatt gelogen, zumal die Pilotstudie zu einem ganz anderen Ergebnis kommt, nämlich: „Ja“ ( falls wer nicht weiß, was eine Pilotstudie ist, v.dh. dieses Ergebnis nicht versteht, kein Problem, der Jörg wußte es ja ganz eindeutig auch nicht und wird trotzdem von seiner Partei irgendwie am Leben erhalten. Ach übrigens, das ist genau die Partei, die maßgeblich immer wieder an der Verhinderung einer Studie zum Thema beteiligt ist, also das Ergebnis mit der Brechstange negiert ).
      Aber es beweist, daß Jörg R. die Fragen und Argumente wenigstens gelesen hat.

      Siebo scheint, trotz allem angebl. akademischem Weihrauch, noch locker eine Etage tiefer herumzuprojizieren. Ein Flachköpper-Ally, um mal eine wenigstens lustig klingende Bezeichnung für solche Leute ( … wieso? Er hat doch auch „solche Websites“ gesagt! Na gut, ich ändere … ), ähh …. solche traurigen Tranfunzeln zu kreieren ( wollte echt keine Leute beleidigen, ich schwör ).

      Gruß …. Fiete ( ohne Bla-bla alias zacktüdelüt-Peng, aka Quietsch-Quatsch, blödes Aufgepluster, blödes … )

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