Monat: Mai 2014

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Warum Linke, Liberale und Konservative sich verständigen können (und Reaktionäre lieber über gegessenen Kuchen klagen)

In einem Kommentar bei Alles Evolution, der zu einem eigenen Beitrag wurde, beschreibt Leszek drei grundsätzliche Strömungen der Kritik am Feminismus: eine linke, eine liberale und eine konservative. Ich finde diese Beschreibung aus mehreren Gründen sehr sinnvoll. Einerseits knüpft sie umstandslos an politische Ordnungsmuster an, die wir ohnehin schon verwenden. Andererseits bietet sie aber auch ...

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Paddeln im Sumpf der Väterfeindschaft

„Väter-Krieg zerstört das Leben der Kinder.“ Welcher Kinder? Aller Kinder! Zumindest der Kinder jedenfalls, deren Eltern sich getrennt haben. Der Krieg, von dessen Front der Berliner BZ-Redakteur Gunnar Schupelius hier berichtet, ist nämlich nicht etwa einfach nur ein Krieg zwischen Vätern – und wirklich schlimm wird ein Krieg ja bekanntlich ohnehin erst, wenn auch Frauen ...

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Warum es sexuelle Gewalt gegen Männer nicht gibt (und sie außerdem auch halb so schlimm ist)

„Theon wurde nicht vergewaltigt.“ Das hat Robin hier zu Beginn des Monats zu meiner Behauptung geschrieben, dass in der Fernsehserie Game of Thrones die Vergewaltigung einer Frau als Medienskandal behandelt wurde, während die unendlich lange Folter, Demütigung und Vergewaltigung eines männlichen Protagonisten kaum der Rede wert sei. Ich hab mir daraufhin noch einmal die über ...

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"Not all men" – Die Politik der Beschämung

Vorgestern habe ich bei Spiegel-Online von der Geburt eines neuen Superhelden gelesen. Die Missy-Journalistin Chris Köver beschreibt dort sein Wirken so: „Alarm, das Mann-Signal ist am Himmel zu sehen. Das bedeutet: Irgendwo auf der Welt wird gerade in diesem Moment ein Mann diskriminiert, höchste Not. Doch fürchten muss sich niemand, denn schon ist er zur Stelle: ...

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Der Geschlechterkampf als Selbstgespräch – Bäuerleins und Knüplings "Tussikratie"

In Theresa Bäuerleins und Friederike Knüplings Buch Tussikratie schreibt Knüpling einen Brief, den sie mit der Anrede „Liebe Männer“ beginnt. Arne Hoffmann hat diesen Brief kritisiert und zugleich das Buch insgesamt hoch gelobt, auch Ole Wintermann hat das Buch sehr positiv besprochen, Christian Schmidt über ein Interview der Autorinnen einen Essay verfasst – aber niemand ist ...

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Von belangloser Gewalt und der Macht des Konsums (Monatsrückblick April 2014)

Wer immer noch der Idee nachhängt, etablierte Geschlechterdebatten seien im Kern rational, zweckdienlich und human, der hat aus irgendwelchen Gründen den Monat April verpasst. Ein mittlerweile schon berühmtes Bild: Alle Toten in den Game of Thrones (A Song of Ice and Fire)-Büchern, durch bunte Lesezeichen markiert. Der gewaltsame Tod ist dort so allgegenwärtig, dass es ...