"Not all men" – Die Politik der Beschämung

Vorgestern habe ich bei Spiegel-Online von der Geburt eines neuen Superhelden gelesen. Die Missy-Journalistin Chris Köver beschreibt dort sein Wirken so:
„Alarm, das Mann-Signal ist am Himmel zu sehen. Das bedeutet: Irgendwo auf der Welt wird gerade in diesem Moment ein Mann diskriminiert, höchste Not. Doch fürchten muss sich niemand, denn schon ist er zur Stelle: Not-All-Man, der Verteidiger der Verteidigten, Beschützer der Beschützten, die Stimme der Stimmgewaltigen.“ 
Und weiter:
„Dem Not-All-Man ist das Differenzieren wichtig: Während sicher einige Männer vielleicht und ganz eventuell auch mal etwas frauenfeindlich, gewalttätig oder zumindest übermäßig von sich eingenommen sein könnten, gilt das eben nicht für alle Männer. Und das zu sagen, ist dem Not-All-Man sehr, sehr wichtig. (…) Einen solch Mutigen wie Maskierten kennen fast alle, die sich im Netz oder anderswo bemühen, über Sexismus zu diskutieren.“
Das Ende von Matt Lubchanskys Episode Save Me aus seinem Comic Please Listen to Me: Die Geburt einer neuen Art von Superheld. Das Comic gilt als sehr witzig.  Quelle
Der Not-All-Men setzt ein Motiv fort, das für Köver „bislang eines der erfolgreichsten feministischen Netzphänomene“ ist: Witzeleien über die Wendung „Not all men“ (etwa: „Nicht alle Männer sind so“), die mit entsprechenden Bildern versehen seit Beginn des Jahres einen „kometenhaften Aufstieg“ („meteoric rise“, so Jess Zimmerman bei TIME) erlebt hätten.
Für die feministische Website jezebel ist das Not-All-Men-Motiv „das beste Meme im Internet“ („the Best Meme on the Internet“).

„Das Meme ist ein Kind des Internets. Ein Running Gag, ein Schmäh, der sich mal schnell, mal langsam verbreitet, lokal und global“,

erläutert The Gap.  Was aber macht das Not-All-Men-Meme so erfolgreich – und was eigentlich sollte an dem selbstverständlichen Hinweis so belustigend seien, dass nicht alle Männer gleich sind?

In seinem vor wenigen Tagen veröffentlichten Text Das Schweigen der Männer schreibt LoMi in einem anderen Zusammenhang über Erfahrungen an der Universität:

„Da gab es einschlägige Seminare, die bei den männlichen Teilnehmern schweres Unbehagen hervorriefen. In den Pausen wurde zwar gespottet, aber während des Seminars selbst ertrug man mit zusammengebissenen Zähnen die allfällige Anklage gegen das Patriarchat, welches noch heute und auch in Gestalt vermeintlich aufgeklärter Männer wirksam sei. Der im Pausenspott ausgedrückte Unmut wurde hier nicht mehr offen ausgesprochen. Keine Gegenwehr. Lediglich zaghafte Kritik wurde hier und da geäußert.“

Das Not-All-Men-Meme ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie dieses Schweigen von Männern in Geschlechterdebatten produziert wird. Wie viele Männer ruhig bleiben, anstatt ihre Interessen zu vertreten und etwas zu sagen, bemerken dabei viele Frauen offenkundig kaum.

Der Superheld als Maulstopfer Auf den ersten Blick wirken die Not-All-Men-Witzeleien gezwungen. Ein Bild von Spielbergs weißem Hai beispielweise, der mächtig auf ein Boot kracht.

Das Alien, das mit den Worten „Not all men“ durch die Bauchdecke seines gequälten Wirts bricht.

Jack Nicholson, wie er in The Shining ausrastet und durch eine Tür bricht, zum Schrecken seiner hilflosen Frau.

Die Werbefigur für das Getränkepulver„Kool Aid“, wie sie durch eine Mauer bricht…

…und noch in einer anderen Version, die stärker der Solanas-Tradition verpflichtet ist.

Ein Pferd, das aus einem Loch im Weg schaut.

 

Ein junger Mann in ähnlicher Position.
Es sind eben solche Bilder, die der  Zeichner Matt Lubchansky für eine Episode seines Webcomics Please listen to me aufgreift. Die Wendung „Not all men“ wird zum Superhelden Not-All-Men, der im oben zitierten letzten Bild des Comics elegant durch ein Fenster kracht, um eine Frau zu unterbrechen, die gerade über Männer herzuziehen begonnen hat.

„Wenn ich hier mal den Advocatus Diaboli spielen dürfte“ („May I play devil’s advocate“).

Lubchansky beschreibt in der TIME die Verwandlung der Not-all-men-Wendung in den Not-All-Men so: Das sei, als ob

„irgendein Blödmann TATSÄCHLICH auf Menschen zukäme, die über Rassen- oder Geschlechtergerechtigkeit reden, mit den Armen wedeln und ‚ÄHM, ICH ALSO WIRKLICH NICHT‘ rufen würde.“ (1)

Was aber ist eigentlich so belästigend daran, klischeehaften Verallgemeinerungen zu widersprechen? Dass beispielsweise nicht alle Feministinnen Männer hassen/ lesbisch sein/ Solanas lieben/ in Filterbubbles leben/ etc./ würden, haben vermutlich alle schon einmal gehört, die sich irgendwann einmal mit Geschlechterfragen beschäftigt haben – ohne das deswegen gleich  NOT-ALL-FEMINISTS-Superfrauen allüberall durch das Netz stolzierten.

Jess Zimmerman erklärt für die TIME, dass ein Mann sich mit dem Not-all-men-Hinweis selbst in das Zentrum der Diskussion anderer drängen würde („please move me tot he center of your discussion“). Dabei aber sei dieses Manöver immerhin ein kleiner Fortschritt zu klassischen Derails („classic derails“) wie der Frage nach den Problemen von Männern, weil es wenigstens anerkennen würde, dass

„Vergewaltigung, Sexismus und Frauenfeindlichkeit reale Probleme seien – nur halt reale Probleme, an denen der Sprecher überhaupt nicht beteiligt sei.“ (2)

Auch Lubchansky selbst hätte eingeräumt,

„dass die Verlagerung von ‚Aber was ist mit Männerproblemen?‘ zu Nicht alle Männer sind so‘ seine eigene allmähliche Entwicklung zu einem anständigen Menschen begleitet hätte.“ (3)

Dass Männer, wenn sie schon Thema von Diskussionen sind, auch manchmal selbst etwas dazu sagen wollen, ist allerdings weder sonderlich überraschend noch sonderlich problematisch. Es ist zudem ganz gewiss weniger problematisch als die Annahme, dass ein Gespräch über unangenehme oder leidvolle Erfahrungen aller Beteiligten eine Sabotage der Diskussion sei („derailing“), und als die Annahme,  jedes anständige menschliche Wesen müsse selbstverständlich einräumen, dass vor allem Frauen für ihre Erfahrungen Aufmerksamkeit verdient hätten.

Wenn Zimmerman Männern vorwirft, in den Mittelpunkt des Gesprächs anderer zu drängen, dann phantasiert sie ihre eigene Position in ihre Kontrahenten hinein.

Ein zentrales Motiv der Not-all-men-Bilder, einschließlich Labchonskys Comic, das Durchbrechen – durch Mauern, Türen, Fenster, Bauchdecken etc. – und plötzliche Erscheinen sprechender männlicher Wesen reflektiert vermutlich eine Erfahrung, die feministisch orientierte Frauen in den vergangenen Jahren mehr und mehr gemacht haben: Dass Männer sich ihre Ausführungen zur männlichen Herrschaft zunehmend weniger stillschweigend und schuldbewusst anhören, sondern dass sie offen widersprechen.

Antje Schrupp beispielweise, Feministin und erklärte Liebhaberin der Filterbubble, beklagt stellvertretend, dass

„Maskulinisten-Trolle die Debatten über Geschlechter und Feminismus zerstören.“ 

Als ob Debatten, die den Namen auch verdienen, nicht überhaupt erst dann beginnen würden, wenn alle davon Betroffenen auch beteiligt sein können.

Das Not-all-men-Meme ist eine Abwehr dieser Beteiligung, die mit dem Mittel der Beschämung operiert. Die Männer, die davon getroffen werden, sind dabei seltsamerweise eben gerade nicht diejenigen, die gewaltsam oder übergriffig agieren – so wie das hier in einigen Internet-Beispielen gezeigt wird, bei denen die Triggerwarnung tatsächlich gerechtfertigt ist.

Warum Männer, die nicht wie alle Männer sein wollen, irgendwie wie alle Männer sind Wer nämlich gegenüber einer Frau gewalttätig ist und das mit einem höhnischen „Keine Angst, nicht alle Männer sind so“ begleitet, wird gegen die Beschämung durch den Not-all-men-Spott weitgehend immun sein.

Der Spott erreicht hingegen eben gerade die Männer, denen es wichtig ist, nicht gewaltsam, übergriffig oder sexistisch zu agieren. Er basiert darauf, dass das „Nicht alle Männer sind so“-Argument tatsächlich enorm defensiv ist.

Wer so argumentiert, erkennt schließlich feministische Meinungen über Männer grundsätzlich an und wehrt sich lediglich gegen deren Generalisierung. Zimmerman entwirft in ihrem Text eine Skala der Entwicklung eines Mannes zum Feministen, auf der Not-all-men-Männer sich immerhin schon zwischen der zweiten und dritten Stufe – von fünf – bewegen würden.

Zimmerman und Lubchansky aber entwerten die Gültigkeit des eigentlich selbstverständlichen Widerspruchs gegen abwertende Pauschalaussagen, wenn sie ihrerseits pauschal unterstellen, es ginge einem Mann dabei lediglich egoistisch darum, sich persönlich von aller Schuld freizusprechen.

Dabei entgeht Lubchansky, dass er im Not-All-Men eigentlich ein Selbstportrait zeichnet: Er präsentiert einen Mann in dem Widerspruch, misandrische Klischees grundsätzlich anzuerkennen, aber gleichwohl noch etwas dazu sagen und eine eigenen Position bewahren zu wollen. Das Manöver, dass Lubchansky seinem Helden unterstellt, vollführt er dabei selbst: Er wertet gegenüber Frauen andere Männer ab und präsentiert sich selbst als den besseren Mann.

Die Komik des Meme entsteht dabei eben gerade aus der Defensivität des Not-all-men-Arguments, die in einem starken Kontrast zum aggressiven Gestus der Bilder steht. Würde nicht „Not all men“, sondern ein dem Bild entsprechend aggressiver Spruch wie „Shut up, bitch!“ in den Sprechblasen stehen, wären die Bilder bloß plump und verletzend und ohne Chance auf Komik.

Das Arrangement unterstellt unausgesprochen, dass die diskutierenden Männer eigentlich deutlich aggressiver wären, als sie es darstellen – und dass sie das selbst gar nicht erkennen würden. Die Basis dafür, überhaupt am Gespräch teilzunehmen, ist für einen Mann demnach eine grundsätzliche Anerkennung der Schuld, ein Mann zu sein.

Das, natürlich, ist immer auch die Schuld der eigenen Privilegien.

Vom Privileg, nicht privilegiert zu sein Kövers Rede vom „Verteidiger der Verteidigten, Beschützer der Beschützten, (von der) Stimme der Stimmgewaltigen“, die direkt aus Lubchanskys Comic stammt, unterstellt natürlich umfassenden Privilegien, angesichts derer der heldenhafte Einsatz für Männer lächerlich wirkt. Diese Unterstellung muss wiederum nicht angezweifelt werden, wenn die angeblich Privilegierten gar nicht zu Wort kommen.

Der Spott ist auch hier eine Abdichtung der Filterbubble mit dem Mittel der Beschämung.

Die Aufrechterhaltung der Idee einer allgemeinen männlichen Schuld ist den Produzentinnen und Produzenten des Meme dabei wichtiger als die Möglichkeit, dass Männer und Frauen gleichermaßen Position gegen Gewalt und Übergriffe beziehen.

Wer durch das Meme beschämt wird, ist schließlich zu einer solchen Gemeinsamkeit ja in aller Regel bereit: Er möchte eben gerade nicht „that guy“ sein, von dem er sich doch distanzieren soll und von dem er sich auch entschlossen distanziert. Er besitzt lediglich die Unbekümmertheit zu denken, dass er und auch andere Männer tatsächlich nicht so sind, und die Naivität zu glauben, über diese Überzeugung ins Gespräch kommen zu können.

So reflektiert das Meme als Mittel der Beschämung auch eine widersprüchliche Struktur heutiger, feministisch inspirierter Geschlechterpolitik. Diese bewegt zwischen der Behauptung, dass es um einen offenen Dialog zu Beseitigung von Herrschaftsstrukturen ginge, und der Praxis, Debatten möglichst großflächig gegen Widersprüche  abzudichten – zwischen der Forderung nach Gleichberechtigung und einer faktischen Höherbewertung des weiblichen Geschlechts, das einen größeren Anspruch auf Unterstützung, Förderung und Gehör habe. Der Anspruch von Männern auf Unterstützung und Hilfe hingegen wird der Lächerlichkeit preisgegeben.

Das Meme richtet sich gegen eben die Männer, die sich in dieser Widersprüchlichkeit verfangen – die feministische Vorgaben grundsätzlich anerkennen, darüber aber offen ins Gespräch kommen wollen, und die nicht verstehen, dass ein solches Gespräch unerwünscht ist. Gegen Männer also, die durchaus Ally-Material sind, die in ihrer Entwicklung oder Erziehung zum Ally aber noch nicht weit genug gekommen sind.

Begründet wird natürlich auch das von Köver mit männlichen Privilegien.

„Denn Männer sind im Vergleich zu Frauen nach wie vor in der besseren Lage, ob sie wollen oder nicht. Sie werden seltener vergewaltigt und angegrabscht. Sie verdienen nach wie vor im Schnitt mehr für die gleiche Arbeit. Sie müssen weniger im Haushalt machen und…“

Nun werden Männer nach den Kriminalstatistiken tatsächlich deutlich seltener Opfer von Vergewaltigungen als Frauen – es ist allerdings nicht klar, weshalb sie deshalb nicht einem Vorwurf widersprechen sollten, nach dem alle Männer potenzielle Vergewaltiger seien oder, wie Brownmiller das behauptete, von Vergewaltigungen profitierten. Arne Hoffmann übrigens hat in seinen neuesten Büchern gezeigt, dass nach einigen Studien der Anteil der Männer, die sexuelle Gewalt von Frauen erfahren, wohl deutlich höher ist als erwartet (Not am Mann, S. 120ff)

Dass Männer mehr für die gleiche Arbeit verdienten, ist eine irreführende Formulierung, die wichtige Aspekte wie die Dauer der Betriebszugehörigkeit oder das Arbeitsvolumen auslässt. Angesichts der Tatsache, dass Männer nach wie vor den Löwenanteil der Erwerbsarbeit leisten, ist es zudem weder überraschend noch privilegiert, wenn sie einen geringeren Teil der Hausarbeit erledigen.

Zu ihrem Glück jedoch wird Köver vom Not-All-Men unterbrochen, bevor sie noch weitere Argumente dieser Güteklasse produziert.

„Wenn man merkt, daß der Gegner überlegen ist und man Unrecht behalten wird, so werde man persönlich, beleidigend, grob.“

Das schreibt Arthur Schopenhauer am Ende seiner Kunst, Recht zu behalten. Angesichts der Gründe, die Köver und andere für ihre Position anführen, ist es verständlich, dass sie sich nicht auf die Kraft des besseren Arguments stützen möchten, sondern Mittel der Beschämung von solchen Gesprächspartnern entwickeln, die nicht nach den ersten Hinweisen auf männliche Herrschaftsstrukturen von selbst verstummen.

Es ist allerdings wichtig, die Selbstverständlichkeit im Auge zu behalten, das nicht alle Frauen so sind.

Einige Passagen aus der TIME habe ich der besseren Lesbarkeit wegen ins Deutsche übersetzt. Hier sind die englischen Origiale dazu:

(1) Like some dummy would for REAL be coming at people talking about racial or gender equality stuff, waving their arms and saying ‘UM ACTUALLY NOT ME!’”

(2) (…) because it acknowledges that rape, sexism, and misogyny are real issues — just not, you know, real issues that the speaker is involved with in any way.

(3) Lubchansky agreed that the shift from “but what about men’s problems” to “not all men are like that” paralleled his own gradual development into a decent human.

Literatur, wenn nicht anders verlinkt:

Arne Hoffmann: Not am Mann. Sexismus gegen Männer, Gütersloh 2014

  1. „persönlich, beleidigend, grob“

    Aber, aber, Herr Schoppe.

    Schon vergessen, das Sachlichkeit ein WHM-Privileg ist?
    http://aplusplusranting.wordpress.com/2013/11/10/sachlichkeit-ist-ein-privileg/

    Jaja, ich weiß, #notallfeminists.

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  2. „Wenn man merkt, daß der Gegner überlegen ist und man Unrecht behalten wird, so werde man persönlich, beleidigend, grob.“

    Oh ja! Anstatt belastbare Argumente und Fakten zu liefern, wird versucht Schuldgefühle hervorzurufen, in dem immer wieder darauf hingewiesen wird, was andere Männer für schlimme Dinge gemacht haben oder wie schlecht es Frauen in anderen Ländern oder in der Vergangenheit (ohne Berücksichtigung des geschichtliche Kontextes) geht und ging. Und dafür sind nun Reparationen von (unschuldigen) Männer an die (nicht betroffenen) Frauen zu leisten.

    Oder es wird eben beleidigt, moralisch abgewertet.

    Wie Anonym schon schreibt: Jaja, ich weiß, #notallfeminists.

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  3. Der link ist denkbar schräg! Meine Güte…
    Man könnte dem entgegenhalten, dass Unsachlichkeit auch ein Privileg ist 😉 Gründe dafür werden sich sicherlich finden lassen. ^^

    Also wenn ich solche blogposts sehe, wie den von Dir verlinkten, merke ich, dass ich noch viel zu naiv bin.

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  4. „verständlich, dass sie sich nicht auf die Kraft des besseren Arguments stützen möchten“

    Auf eine ähnliche Art wie die von Schoppe beschriebene funktionieren auch die Listen angeblicher Platitüden oder Bullshit-Bingo-Karten. Anstatt auch nur einmal auf ein Gegenargument einzugehen, wird stattdessen eine Art Kategorisierung der Gegenargumente – natürlich stets in vereinfachter und dadurch verzerrender Form – benutzt, die per se als „Strategie“ desavouiert wird, ohne sich inhaltlich damit zu befassen. Dabei werden natürlich auch schlechte Argumente in einer Reihe mit guten gestellt, um deren Gesamtheit zu kompromittieren.

    Wenn ich Schoppes Besprechung der Arbeit von Hinrich Rosenbrock richtig verstehe, beruht dessen gesamte Arbeit auf dieser Methode. Oftmals bedauere ich, daß sich diese Abkehr vom eigentlichen Diskutieren so stark in Twittergeneration verbreitet. Hohn ist es, wenn dann noch vom Anstoßen einer Debatte die Rede ist.

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  5. Feministen kennen nun mal genau zwei grundsätzliche Kategorien: Männlich und weiblich. Das lässt keinen Raum für Differenzierungen. Die Kollektivschuld muss erhalten bleiben. Der eigentlich triviale Hinweis, dass nicht alle Männer gleich sind stört da nur. Alle Männer sind zu Reparationsleistungen verpflichtet, Basta!

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  6. „Alle Männer sind zu Reparationsleistungen verpflichtet, Basta!“

    Reparationsleistungen? Demnach müssten wir Männer wohl einen Krieg verloren haben…

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  7. Komisch, dass es den Begriff „NAFALT“ schon eine ganze Weile länger zu geben scheint, der war anscheinend auch dringend nötig.

    Ich habe die Phrase „Nicht alle Männer sind so!“ bisher eigentlich nur dann gehört, wenn von einer kleinen Minderheit auf alle geschlossen wurden, was ja im Feminismus üblich zu sein scheint. Aber wie ich jetzt gelernt habe, ist wohl auch Sachlichkeit verboten. Sowas. Da bleibt eigentlich nur noch sich zu wundern und mit dem Kopf zu schütteln.

    Gruß, Paul

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  8. Reparationsleistungen? Demnach müssten wir Männer wohl einen Krieg verloren haben…

    @ LoMi

    Gar nicht so weit hergeholt …

    Antwort

  9. Eigentlich ist es lustig. So wie viele Leute genervt sind, daß sie, wenn sie darüber diskutieren, ob Eskimos und Zigeuner eigentlich auch Negerküsse essen, was in ihrer Kindheit noch ganz normal gewesen wäre, heutzutage bereits drei diskriminierende PC-Verstöße begangen haben, sind Feministinnen genervt, daß sie plötzlich Widerspruch ernten, wenn sie pauschal über Männer herziehen.

    So gesehen ist Not-All-Man praktisch die feministische Version des Anti-PC-Diskurses: Ausdruck der Überraschung darüber, daß Dinge, die man jahrelang geäußert hat, ohne überhaupt auf die Idee zu kommen, sie könnten irgendwie problematisch sein, auf einmal als unangemessen kritisiert werden.
    Und die Bilder machen ja, wie Du schreibst, deutlich, wie unerwartet diese Kritik für diese Feministinnen kommt: Daß überhaupt jemand pauschalen Verunglimpfungen von Männern widerspricht, wirkt, als käme dieser durch ein Fenster oder gar eine Wand gebrochen, unerwartet von außerhalb in das Zimmer, in dem das Gespräch stattfindet – seit Jahrzehnten ungestört stattfand.

    Aus dieser Perspektive stimme ich in der Bewertung dieser Form des Widerspruchs auch nicht mit Dir und
    Zimmerman überein: Es ist -so hoffe ich- weniger ein Schritt auf dem Weg zum Feministen, kein Zeichen, daß jemand Ally-Material ist; im Gegenteil, es ist ein Schritt auf dem Weg zum Feminismuskritiker.

    Heutige junge Männer sind doch -in Nordamerika vermutlich noch mehr als hier- in einem gesellschaftlichen Klima aufgewachsen, in dem negative Pauschalaussagen über Männer vollkommen und unwidersprochen normal waren. In dem Männer in Film und Fernsehen, wenn sie sich nicht heldenhaft für andere opfern (oder jedenfalls ihr Leben riskieren) durften, praktisch durchgehend als dumm, unfähig, defizitär oder böse dargestellt wurden. Vielleicht mußten sie im College sogar einen Kurs besuchen, in dem sie lernen sollten, keine Vergewaltiger zu sein. Und gleichzeitig wurden Frauen im Allgemeinen und Feministinnen (mit all ihrer „Wissenschaft“ vom Patriarchat und von Machtstreben als primärer Motivation des Menschen) im Speziellen als weise, selbstlos, gerecht und als die Experten für alles Zwischenmenschliche und erst Recht -geschlechtliche dargestellt.

    Natürlich prägt ein Bombardement mit solchen Nachrichten seit frühester Kindheit das Bild, das ein Mann von Männern, Frauen, der Gesellschaft im Allgemeinen und sich selbst und Diskussionen über das Geschlechterverhältnis im Speziellen hat*. Himmel, bei meinen ersten Beziehungsstreitigkeiten dachte ich insgeheim auch, meine Freundin müßte eigentlich wohl Recht haben, schließlich war sie ja eine Frau und wußte in sowas deshalb besser Bescheid.

    Und von diesem Startpunkt aus ist die Erkenntnis „Moment, ich bin doch gar nicht so. Ich vergewaltige nicht, ich grabsche keine fremden Frauen an, ich bin nicht gewalttätig, finde Kriege nicht toll und bemühe mich, rücksichtsvoll mit der Natur umzugehen. Meine Freunde auch. Und Frauen sagen und tun manchmal doch durchaus dumme, egoistische und ungerechte Dinge“, die sich dann in einem „Wait a second. Not *all* men are like that!“ äußert, wenn eine Feministin das nächste Mal pauschal über Männer herzieht, doch durchaus ein Schritt der Emanzipation.

    Vielleicht wirkt der Boom dieser „Not all men“-Meme ja auch wie eine Antibiotikatherapie: Viele wird man so zum Schweigen bringen können, aber einige derjenigen, die gegen die Beschämungen resistent sind, werden dadurch noch stärker werden, werden männerrechtliche Diskussionen und dadurch Informationen finden, die aus dem „Not *all* men are like that“ ein „*Most* men are *not* like that“ werden lassen.

    Die Zeit, in der man Feminismuskritik einfach ignorieren konnte, ist jedenfalls endgültig vorbei. Die Arroganz der Macht wird der Anfang vom Ende der Misandristen gewesen sein.

    Bombe 20

    * BTW gruselt es mich, mir vorzustellen, welche Auswirkungen es auf junge Frauen haben muß…

    Antwort

  10. Auf abwertende Pauschalisierungen gegen Männer reagiere ich schon lange nicht mehr sachlich, denn Sachlichkeit ist das Letzte, was bei Pauschalisierungen erwünscht ist. Es geht da nicht um einen Austausch von Argumenten, sondern um gegenseitiges Bestätigen, wie böse, pervers, kriminell das aktuelle Haßobjekt (seien es Migranten, Homos, das jeweils andere Geschlecht) doch ist. Daher habe ich mir das „Aber es sind doch nicht alle so“ schon längst abgewöhnt und gegen möglichst giftigen Sarkasmus ausgetauscht. Mein aktueller lautet: „Dann verschwindet doch am besten möglichst in Richtung mittlerer Pazifik, wo ihr vor uns sicher seid.“
    Ein Dackel, pardon, Ally war ich mal. Auch ich habe mich in die vermeintlich falsche Richtung entwickelt. „Not all men“ wird zumindest in meinem Fall exakt falsch interpretiert. Das ist erfreulich und gut.

    Michel D.

    Antwort

  11. @ Bombe 20 „Es ist -so hoffe ich- weniger ein Schritt auf dem Weg zum Feministen, kein Zeichen, daß jemand Ally-Material ist; im Gegenteil, es ist ein Schritt auf dem Weg zum Feminismuskritiker.“ Ja, das kann sehr gut sein. Der Satz mit dem „Ally-Material“ war nicht gut ausgedrückt – ich benutze Formulierungen wie „lila Pudel“, „Mangina“ etc. sowieso nicht, un die Bezeichnung sollte nicht in eine ähnliche Richtung tendieren.

    Ich hatte eher die Idee im Kopf, was denn gewesen wäre, wenn beispielweise schwarze Bürgerrechtller angesichts von rassistischen Klischees nicht dagegen gehalten, sondern lediglich vorsichtig darauf hingewiesen hätten, dass nicht ALLE Schwarzen „so“ wären. Das ist so defensiv, dass es nichts bewirken kann.

    Insofern sehe ich die Situation, glaube ich, ganz ähnlich wie Du: Not-all-men-Äußerungen sind Belege dafür, dass jemand „in einem gesellschaftlichen Klima aufgewachsen (ist), in dem negative Pauschalaussagen über Männer vollkommen und unwidersprochen normal waren“. Es ist vielleicht ein erster Schritt zur Gegenwehr, aber zugleich ist diesem Satz die Einschüchterung des Mannes, der ihn formuliert, sehr deutlich anzumerken.

    Regelrecht infam ist es, wenn diese vorsichtige Äußerung dann – wie von Zimmerman oder Lubchansky – sofort als egoistische Äußerung diffamiert wird: als Äußerung eines Mannes, der Gewaltstrukturen nicht wahrzunehmen bereit sei, sondern allein daran denke, sich selbst aus der Schusslinie zu nehmen.

    Tatsächlich ist an dem Satz – neben der eigentich selbstverständlichen Verurteilung von klischeehaften Zuschreibungen – etwas anderes entscheidend: „Moment, ich bin doch gar nicht so“ – die Erkenntnis, das zwischen misandrischen Klischees und realer Erfahrung eine erhebliche Lücke klafft.

    Das Problem bei dem Not-all-men-Satz ist dann aber zugleich, dass diese Lücke auch dort noch überbrückt wird, nämlich durch die Annahme, dass die Klisches gewiss bei vielen Männern zuträfen, manche Männer aber eben anders seien.

    Dass es aber Menschen, die mit misandrischen Klischees arbeiten, überhaupt nicht interessiert, ob diese Klischees der Wirklichkeit entsprechen oder nicht, – das kann sich jemand, der auf die Not-all-men-Verteidigung setzt, noch gar nicht vorstellen.

    Antwort

  12. @ Michel D. Würde ich irgendjemandem einfach beliebig an den Kopf werfen, dass er aufgrund irgendeiner Gruppenzugehörigkeit gewalttätig, sexgeil, machtigierig, potenziell vergewaltigend sei – ich käme gar nicht auf die Idee zu erwarten, dass er ernsthaft versuchen würde, mich argumentativ zu widerlegen. Eher ginge ich davon aus, dass er mich – mit gutem Grund – für verrückt und übergriffig hält.

    Auch daran wird in meinen Augen deutlich, wie krumm und verzerrt die öffentliche (und oft auch: Pprivate) Rede über Männer ist.

    Mit dem Versuch einer ruhigen, vernünftigen Widerrede, die unter normalen Umständen völlig angebracht wäre, tappt man hier regelrecht in eine Falle. Daher glaube ich auch, dass man sich etwas anderes einfallen lassen muss, Sarkasmus beispielweise. Ironisierungen.

    Grundsätzlich ist es aber wohl das Wichtigste, unterscheiden zu können, wann ein Gespräch überhaupt einen Sinn hat und wann nicht.

    Antwort

  13. @Bombe:

    „Natürlich prägt ein Bombardement mit solchen Nachrichten seit frühester Kindheit das Bild, das ein Mann von Männern, Frauen, der Gesellschaft im Allgemeinen und sich selbst und Diskussionen über das Geschlechterverhältnis im Speziellen hat*“

    Ich bin damit aufgewachsen. Ein negatives Männerbild war normal. „Männer sind Schweine“ war kein ungewöhnlicher Satz, der irgendjemanden ernsthaft empörte. Das abfällige „Männer!“ habe ich von Frauen oft gehört, gerade auch in Gegenwart der so besprochenen Gruppe. Und ja, es hat bei mir einen heftigen Zweifel ausgelöst, hat einen dauerhaften Vorbehalt in mein Denken gepflanzt: Wenn ich das jetzt will, bin ich dann Egoist, Macho, Frauenunterdrücker? Diskutiere ich die Frau jetzt an die Wand, weil sie doch benachteiligt ist und dank ihrer weiblichen Sozialisation weniger redegewandt? Ist dieser erotische Wunsch für Frauen nicht eigentlich total erniedrigend? Ich kann so feminismuskritisch sein, wie ich will, diese Zweifel sind nicht totzukriegen. Und sie haben eine Ursache.

    „BTW gruselt es mich, mir vorzustellen, welche Auswirkungen es auf junge Frauen haben muß…“

    Diese Auswirkungen können wir doch beobachten: In Gestalt von Rechthaberei und ungebremstem Fordern, in Form von überzogenen Erwartungen an Männern und geringerer Bereitschaft, sich selber etwas zu erarbeiten.

    Ich bin Vater und dadurch bekomme ich auch ein bisschen was vom Sozialisationsagenten Fernsehen mit: In Mädchenserien ist es nicht ungewöhnlich, wenn die Jungs- oder Männerfiguren schlechtgemacht werden. Offenbar gelingt die Identifikation mit der Serienheldin nur, wenn der männliche Held die Flügel gestutzt bekommt. Gerade kürzlich hörte ich in einer Serie mehrere junge Frauen abfällig „Männer, wann werden sie es je lernen!“ äußern. Zwar treten Männer in das Leben der Heldinnen dieser Serie. Aber es wird fortlaufend betont, wie sehr diese eigentlich ein Problem für die Mädchenfreundschaft seien. Das berührt mich unangenehm, weil auch ich mich frage, welches Bild das vermittelt und welchen Bärendienst man damit sowohl jungen Mädchen als auch Männern damit erweist.

    Antwort

  14. „bislang eines der erfolgreichsten feministischen Netzphänomene“
    Ich bisher komplett an mir vorbeigegangen, ich höre zum ersten Mal davon.

    Eventuell stehe ich auf der Leitung, aber ich verstehe die meisten Spots nicht. Daß der weiße Hai nicht alle Männer fressen will oder der Alien nicht alle Männer umbringt, ist OK, sagt mir aber nichts. Daß nicht alle Männer wahnsinnig sind oder Mauern sprengen können, war mir auch so klar, soll das eine ironische Behauptung des Gegenteils sein? Wäre peinlich. Muß man Feminist sein und eine völlig verdrehte Realitätswahrnehmung haben, um den Gag zu verstehen?

    „The „not all men“ defense against feminist arguments….“
    Welche feministischen Argumente???

    Auf Standard-Lügen (23% weniger Stundenlohn für gleiche Arbeit) ist die Antwort „not all men“ sinnlos, besser wäre ein Hinweis auf die Falschaussage.

    Das Argument, daß Männer für die Untaten ihrer Geschlechtsgenossen haften sollen, also die Rechtprinzipien Sippenhaft und Blutrache auf Männer angewandt werden sollen, hat eine andere (deftige) Antwort als „not all men“ verdient.

    Wenn das „Argument“ einer der alltäglichen feministischen Sexismen gegen Männer ist (alle Männer sind potentielle Vergewaltiger), dann ist „not all men“ eine sachliche Richtigstellung, die den Sexismus zwar indirekt anprangert, man sollte aber besser direkt den Sexismus benennen.

    In den meisten Fällen scheint die Antwort „not all men“ den Männern in den Mund gelegt zu werden, auch wenn sie keinen Sinn macht und von keinem rational denkenden Mann benutzt werden würde. Das durchschaut man relativ leicht. Unsere Feministen positionieren sich damit entweder als geistig nicht auf der Höhe oder als hinterhältig.

    So gesehen stehe ich vor einem Rätsel. Bzw. freue mich über die Kampagne, das bietet jede Menge Angriffsfläche.

    Antwort

  15. @LoMi: „in negatives Männerbild war normal. „Männer sind Schweine“ war kein ungewöhnlicher Satz, der irgendjemanden ernsthaft empörte.“

    Im Gegenteil, es war ein Nr.1-Hit der Ärzte. Ich habe gerade mal recherchiert:

    Veröffentlicht im Album „13“ am 25. Mai 1998.

    Heute, über 15 Jahre später, auf einem beachtlichen Amazon Bestseller-Rang Nr. 1.714 in MP3-Songs, die letzten positiven Kundenrezensionen nur wenige Monate alt.

    Der Songtext hat es in sich, ein wirklich einmaliges Bombardement misandrischer Aussagen. Das relativiert sich, wenn man das Hintergrundwissen voraussetzt, daß die Ärzte eine „echte“ Punkband und sicherlich keine Feministen waren, etliche ihrer Lieder blanker Zynismus bzw. rabenschwarzer Humor waren und auf dem Index landeten, z.B. das legendäre Schlaflied, und harte, teils verletzende Provokationen Stilmittel der Band waren.

    Ich fürchte allerdings, dieses Hintergrundwissen hat nicht jeder Hörer (m/w) wirklich verinnerlicht. Dann ist der Song übelste Misandrie. Wenn die These von der gewollten Provokationen stimmt, dann werden die Grenzen von Humor auch von daher überschritten.

    Die Google-Suche „Männer sind Schweine“ liefert ungefähr 141.000 Ergebnisse. Unter den Ergänzungen von „männer sind“ als Suchbegriff sind 4 der ersten 7 Vorschläge Varianten von „Männer sind Schweine“. „Männer sind Schweine“ ist damit zu einem signature song nicht nur für die Ärzte geworden, sondern vielmehr noch für eine Generation männlicher Heranwachsender („Generation Schweine“), die ab Mitte der 70er Jahre geboren wurden. Das Lied konnte nur deshalb so erfolgreich sein, weil es die Spitze eines Eisbergs an Diskreditierung von Jungen und Männern war und ist.

    Es gab zwei frühere signature songs über Männer, die ähnlich stark wahrgenommen wurden: Grönemeyers „Männer“ (1984) und Ina Deters „Neue Männer braucht das Land“ (1982). Beide waren zwar kritisch, aber nicht misandrisch. Wenn man den Erfolg der Titel als Volksabstimmungen wertet, hat sich in den 15 Jahren von Anfang 80er bis Ende 90er Jahre die Wahrnehmung und soziale Stellung von Männern grundlegend verschlechtert. Ich habe nicht den Eindruck, daß sie sich seit Ende der 90er wieder verbessert hätte.

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  16. Neulich am Frühstückstisch. Mädel 1: „Meine Haare muss ich jeden Tag waschen, weil sie so fetten!“.
    Kommentar ihrer Schwester: „Dann heul doch, du OPFER!“
    Offensichtlich wendet sich die Opferrhetorik gegen ihre eigenen Träger. Das endlose Gejammere über die Anderen geht besonders den Teenies zunehmend auf den Senkel.
    Vielleicht findet da ja sogar unter den (vermeintlichen) Gewinnerinnen der feministischen Rhetorik ein Umdenken statt.

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  17. Klasse Artikel @Schoppe. Ich denke, dass dieses infantile 'Paintshopping' wohl der vorvorletzte Versuch einer ideologischen Schnappatmung ist, die kurz vor der Hyperventilation steht.

    Wie man.in.th.middle schon richtig schrieb bieten die „jede Menge Angriffsfläche“. Ich würde es noch ergänzen um: ihr Daumen zeigt auf sie selbst, denn sie waren die Täter- und Verursacherinnen. Und sie machen sich im Kontext ihrer albernen Memes, ihre lächerlichen Doktas und Professorx nicht nur lächerlich, sondern zeigen die alberne Fratze ihrer ureigensten Ideologie und Verzweiflung auf.

    Die letzten Kavaleristinninen eines „Little (Möchtefraugern) Big Horn) sozusagen, nur dass diesmal nicht die Indianer kommen. Sondern, wie soll es anders sein, die Männer (fast) jede Unterstützung versagen. Was die Bevölkerung darüber denkt, kann man ja in den Kommentaren zu Zeitungsartikeln lesen

    Und, schlussendlich: Fragt sich, wer sich lächerlicher macht – die Memeristinnen oder das, was sie versuchen mit in ihren Abgrund zu ziehen.

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