Brauchen Schulen Dildos? (und andere Kernfragen einer "Sexualpädagogik der Vielfalt")

„Das erste Mal ein Kondom überziehen, das erste Mal einen Tampon einführen, das erste Mal Analverkehr.“

Darüber sollten, so wunderte sich Christian Weber im April in der Süddeutschen Zeitung, schon Dreizehnjährige in der Schule „als Gedicht, als Bild, als Skulptur, als Theaterstück, als Sketch“ etwas vorstellen. Jedenfalls, wenn es nach dem Standardwerk zu einer Sozialpädagogik der Vielfalt (dort auf S. 151 ff) ginge, das gemeinsam mit anderen die Soziologin Elisabeth Tuider verfasst hat, die an der Universität Kassel das Fachgebiet „Soziologie der Diversität“ leitet.

Die gerade veröffentlichte und global formulierte Solidaritätsadresse der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „zu aktuellen Kampagnen der Diskreditierung und Diffamierung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern“ bezog sich wohl auch auf die heftige Kritik an Tuiders Position.

Weber überlegt:

„Pflichtgemäß hat man mit dem Kopf genickt, als die Leitartikler die Proteste [gegen den Baden-Württembergischen Bildungsplan, LS] gegeißelt haben. Wenn man aber nachliest, was unter einer ‚Sozialpädagogik der Vielfalt‘ möglicherweise konkret zu verstehen ist, wird einem doch komisch zumute.“
Darunter ist beispielweise ein Fragebogen zu verstehen, der auf einem ironischen „Heterosexual Questionnaire“ aus dem Jahr 1972 basiert und den die Ländle-GEW in ihre Broschüre Lesbische und schwule Lebensweisen. Ein Thema für die Schule  aufgenommen hat (dort auf S. 21).
„Ist es möglich, dass deine Heterosexualität von einer neurotischen Angst vor Menschen des gleichen Geschlechtes kommt?“
Oder:
„Laut Statistik kommen Geschlechtskrankheiten bei Lesben am wenigsten vor. Ist es daher für Frauen wirklich sinnvoll, eine heterosexuelle Lebensweise zu führen und so das Risiko von Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft einzugehen?“
Vielfalt ist natürlich eine schöne Sache, solange nur alle in die gleiche Richtung marschieren.
Über diesen Fragebogen hatte auch schon im April Matthias Mattussek geschäumt und Homosexualität bei dieser Gelegenheit gleich insgesamt als „Fehler der Natur“ hingestellt.  Stefan Niggemeier wiederum hatte Matussek lächerlich gemacht: Er zeigte, dass Matussek die Ironie der Fragen, deren Umkehrung gängiger Klischees über Homosexuelle gar nicht verstanden habe und also mit einem Fragebogen für Siebtklässler überfordert gewesen sei.
Die heftige Kontroverse, die von den Kommentatoren unter den Texten beider noch heftiger fortgesetzt wurde, ist ein gutes Beispiel für die Gefechtslage, die sich angesichts einer „Sexualpädagogik der Vielfalt“ entwickelt hat. Regelmäßig stehen sich zwei Positionen gegenüber, die eigentlich beide nicht vertretbar sind und von denen aus gerade diejenigen nicht wahrgenommen werden, um die es angeblich geht: die Kinder und Jugendlichen.

Kinder verwirren, Erwachsene bestätigen Matussek liegt tatsächlich falsch in seinem Verständnis der Fragen, die er als Skandal wahrnimmt. Niggemeier aber übersieht, dass Matusseks Interpretation für den Schulunterricht völlig stimmig ist – denn es ist ja durchaus zu erwarten, dass die meisten Schüler sich nicht unbedingt intensiv mit den Diskursstrategien Erwachsener beim Umgang mit der Homosexualität auseinandergesetzt haben. Die Ironie der Fragen ist für die erkennbar, die sich ohnehin schon auskennen – alle anderen werden sie in eben dem Sinn verstehen, wie Matussek sie verstanden hat.

„Warum verurteilt Weber den sexualpädagogischen Unfug, in dem Aufklärung in Intim-Terror umschlägt, nicht noch schärfer?“

fragt das Deutschlandradio anlässlich von Webers Auseinandersetzung mit Tuiders Sexualpädagogik der Vielfalt.  Das Buch ist sehr gut geeignet, um die unergiebige, aber erregte Diskussion zu verstehen, die sich nicht nur zwischen Matussek und Niggemeier zu Fragen des Umgangs mit Sexualität in der Schule entwickelt hat –  daher lohnt sich ein Blick hinein.

Mein erster Eindruck: Wer sich, wie Christian Weber, angesichts dieses Buches allein auf Analverkehr konzentriert – oder auf die schräge Aufgabe, dass Schüler einen virtuellen Puff einrichten sollen (75) – oder auf die Aufgabe, in der sie sie Gegenstände wie Dildos oder Lack- und Lederkleidung für verschiedene Parteien eines Mietshauses ersteigern müssen (51) – der hat auch gezielt nach Skandalösem gesucht.

Der größte Teil der Aufgaben ist nicht so extrem, und wenn „Vielfalt“ thematisiert wird, ist das Buch deutlich weniger  auf Sexualität konzentriert als etwa der so kontroverse Baden-Württembergische Bildungsplan. Es bezieht viele Aspekte ein: soziale Positionen, Herkunft, persönliche Eigenschaften wie Schüchternheit, Berufswünsche und anderes: „Der intersektionelle Junge“ heißt beispielweise eine Aufgabe, die eben solche verschiedenen Aspekte auflistet. (108)

Das Gesamtbild ist keineswegs so irre, wie Weber es zeichnet – und dass in einer Methodensammlung einige sinnvolle Methoden neben vielen fragwürdigen und einigen indiskutablen stehen, ist nach meiner Erfahrung durchaus üblich. Eher verdeckt die Suche nach möglichst sensationellen Fehlschlägen des Buches seine tatsächlichen Probleme:

„Für die Lesenden ist nicht nachvollziehbar, inwieweit die Ausführungen des Autorenteams faktenbasiert sind oder sich auf Annahmen beziehen. So heisst es beispielsweise auf S. 40 unkommentiert, dass die Auseinandersetzung mit Vielfalt in der Sexualpädagogik mit Sicherheit die eigene Weltsicht bereichert, obwohl gerade dieser Punkt regelmässig zu Diskussionen in der Gestaltung sexualpädagogischer Angebote führt.“

So der Pädagogikprofessor Daniel Kunz in einer Rezension. Das ist durchaus beachtlich: Während Tuider und ihre Mitschreiber durchgängig das Ziel formulieren, hergebrachte Vorstellungen zu reflektieren, zu ihrer „VerUneindeutigung“ und „Verwirrung“ (40) beizutragen, reflektieren und belegen sie ihre eigenen Grundannahmen nirgendwo.
Nach Tuider

„kann es nun auch in sexualpädagogischen Methoden nicht mehr darum gehen, die Polarisierungen von Norm/Abnorm, von positiv/negativ zu zementieren, sondern stattdessen wird gerade diese Einteilung und Grenzziehung thematisiert.“ (16)

Zwei Seiten später schreibt sie dann, wie selbstverständlich: Die

„Zuordnung zu einem der beiden Pole einer Kategorie (zum Beispiel bei der Kategorie Geschlecht die Rolle ‚Frau‘ oder ‚Mann‘) geht immer auch mit einer hierarchischen Anordnung der beiden Pole (Stichwort: Patriarchat) und damit mit einer Privilegierung des dominant gesetzten Teils einher.“ (18)

Das stimmt so allgemein natürlich nicht – Pole sind etwas anderes als Kategorien, und  Polarisierungen sind nicht notwendig hierarchisch geordnet.

Vor allem aber: Die feministische Normalvorstellung, wir würden in einem Patriarchat leben, wird von Tuider blind wiederholt, zum Bestandteil von Aufgaben gemacht (z.B. in der „Blume der Macht“, S. 54) und genretypisch durchdekliniert. Sie geht von der „Norm“ (natürlich in Anführungszeichen) „heterosexuell, deutsch, weiß, christlich“ (39) aus und betont, fast im gleichen Atemzug, dass

„gesellschaftliche Positionen wie Frau, Schwuler, Migrantin oft als Grundlage für Abwertung und Diskriminierung“ (38)

dienten – als ob Frauen der skizzierten Norm nicht ebenso selbstverständlich angehören würden wie Männer.

Kinder brauchen Märchen Dildos Woher aber diese Blindheit für die eigenen Normen rührt, lässt sich mit einem Zitat aus einem Aufsatz erklären, den auch Weber zitiert: Der Kieler Pädagogik-Professor Uwe Sielert schreibt schon 2001 in seinem Text Gender Mainstreaming im Kontext einer Sexualpädagogik der Vielfalt:

„Sich auf einige kulturell festgelegte Markierungen (wie Geschlecht, sexuelle Orientierung, Kernfamilie, biologische Elternschaft) sicherheitsheischend zu verlassen bedeutet, der Selbst-Entfaltung, dem aufregenden und zugleich befriedigenden Selbst-Entwurf aus dem Weg zu gehen.“ (S. 22)

Damit aber niemand auf die Idee kommt, jetzt dürfe also jeder so sein, wie er wolle, fügt Sieler gleich hinzu:

„Das Dominanzmuster des klassisch Männlichen gibt inzwischen am Wenigsten her.“

Das wäre ja auch noch schöner, wenn jemand sich selbst-entfaltend und selbst-entwerfend ausgerechnet zu einem klassischen Mann entwickeln würde.

In der Konsequenz ist für Sieler wie für Tuider nicht allein die – angebliche – Abwertung von Frauen ein Problem, sondern die Tatsache, dass sich Menschen überhaupt in Normalvorstellungen wie „Mann“ und „Frau“ einpassen. Weder Sieler noch Tuider kommt jedoch jemals auf die Idee, zu fragen, ob Normen nicht einen positiven Sinn haben und eine Funktion erfüllen könnten – Normen werden von ihnen jeweils blind als Reproduktionen von Herrschaftsverhältnissen hingestellt.

Eben das aber ist gerade für Kinder und Jugendliche natürlich ganz anders. Wer sich einigermaßen verlässlich im Rahmen einer Gruppe orientieren und dort handeln will, muss ein Bild davon bekommen, was er gemeinhin von anderen erwarten kann – welche Erwartungen andere an ihn haben, welche Erwartungen er also seinerseits erwarten kann – was geschieht, wenn diese Erwartungen enttäuscht werden, welche Spielräume es für Regelübertretungen gibt.

Das hat einerseits schlichte ökonomische und praktische Gründe – ohne solche Normalerwartungen wäre keine soziale Situation berechenbar.

Es ist aber außerdem wichtig, um einzelne zu schützen: Wenn es Normen gibt, an die sich alle halten müssen, dann werden damit auch diejenigen eingebunden, die in der stärksten Position sind – und auch diejenigen, die in der schwächsten Position agieren, gewinnen ein Mindestmaß an Übersicht und Handlungsfähigkeit. Es ist blind, Normen gewohnheitsmäßig als Ausdruck von Herrschaft zu interpretieren, ohne die Selbstverständlichkeit zur Kenntnis zu nehmen, dass Normen Schwächere vor dem Recht des jeweils Stärkeren schützen.

Diese Blindheit kann sich nur jemand leisten, der sich an die eigenen Privilegien so gewöhnt hat, dass sie ihm schon lange nicht mehr auffallen.

Normalerwartungen sind zudem wichtig für die Frage eines Einzelnen nach der eigenen Identität – für die Frage zum Beispiel, wie er sich selbst zu den Erwartungen verhält, denen er begegnet. Wenn er diese Erwartungen – was wiederum normal ist – nicht vollständig bedienen kann oder will, nimmt er sie ja erst recht zum Anlass, über die eigene Position und über soziale Normen zu reflektieren.

Statt aber diese Funktionen anzuerkennen und, durchaus im Sinn einer klassischen Liberalität, human mit Normverstößen umzugehen, werden Sieler und Tuider nicht nur einzelne Normen zum Problem – sondern die Tatsache, dass es überhaupt Normen gibt.

So erklärt sich denn eben auch die Konzentration auf Ungewöhnliches in dieser Sexualpädagogik: Ziel ist nicht einfach nur, beispielsweise, ein offener, ziviler Umgang Heterosexueller mit Schwulen und Lesben, sondern der Angriff auf das Konzept der Normalität generell. Es reicht dann eben nicht, lesbischen und schwulen Liebespaaren in vorgeschlagenen Rollenspielen eine ebenso große Rolle wie heterosexuellen zu geben – Vierzehnjährige oder Zwölfjährige müssen sich auch mit Analsex, Dildos, Intimpiercing, Gang Bangs, Swinger Clubs, Gleitmittel und Lederpeitschen sind auseinandersetzen  (Sex Mosaik, 81ff, Sex Quiz, 102ff).
 

Wo Betonköpfe Betonköpfe Betonköpfe“ nennen Ein solcher prinzipiell geführter Angriff auf Normen aber ist gerade in der Schule natürlich ein ernsthaftes Problem, zumal wenn Erwachsene ihre eigenen Erfahrungen und Positionen ungeprüft auf Kinder projizieren. Wer sich seiner eigenen Position und Identität einigermaßen sicher ist, kann „Verwirrung“ und „VerUneindeutigung“ sicher als befreiend erleben – wer aber ohnehin schon unsicher und verwirrt ist, wird dadurch eher eingeschränkt.

Härte und Unduldsamkeit gegenüber Schwulen sind gerade bei Kindern und Jugendlichen eben regelmäßig nicht allein Ausdruck herrschender Normen, sondern eigener Verunsicherungen. Wer sich hingegen einigermaßen sicher  in der eigenen Identität fühlt, kann deutlich souveräner mit Menschen umgehen, die anders sind als er selbst.

Wer Menschen verwirrt, die sich ihrer selbst sicher sind, stellt möglicherweise sinnvoll Routinen in Frage – wer hingegen Menschen verwirrt, die ohnehin verunsichert sind, wird ihr Bedürfnis nach fraglosen Eindeutigkeiten eher noch wachsen lassen.

Der scheinbar radikalisierende Schritt von einer Erziehung zur Toleranz und Zivilität hin zu einer Erziehung, die den Begriff der Normalität an sich in Frage stellt, ist also tatsächlich eher ein Rückschritt, der Reflexionen verhindert, statt sie zu fördern, und der Verhärtungen aufbaut, statt sie zu lösen.

So ergänzen sich die Gegner und Befürworter einer solchen Erziehung komplementär: Die einen beharren unreflektiert auf einer verhärteten Normalität, die keine Spielräume lässt und Abweichungen schlankweg als Krankheiten und Perversionen hinstellt – die anderen stellen unreflektiert den Begriff der Normalität prinzipiell in Frage und haben eben deshalb überhaupt keinen Sinn für die eigenen, niemals angezweifelten und verhärteten normierten Ideen („Patriarchat“, „Männerherrschaft“).

So stehen sich dann zwei Parteien gegenüber, die beide falsch liegen und einander ähnlicher sind, als sie es wahrhaben wollen.

Falsch ist beispielweise der beliebte Vorwurf, eine „Sexualpädagogik der Vielfalt“ würde Kinder „frühsexualisieren“. In einer sechsten Klasse kann es passieren, dass die eine Hälfte der Klasse bei einem Satz wie „Der Wind bläst um das Haus“ wild zu lachen beginnt, während die andere Hälfte still vergnügt vor sich hin grinst. Kinder und Jugendliche in der Pubertät müssen nicht erst noch eigens „sexualisiert“ werden, sie sind es schon – allerdings: auf eine eigene, gewiss nicht erwachsene Art und Weise.

Eben hier ist Tuider und ihren Mitschreibern offenbar nicht klar oder nicht wichtig, dass ihre großzügige Thematisierung von Lederpeitschen, Dildos und Analsex im Schulunterricht bei Zwölf- bis Vierzehnjährigen eben nicht Vielfalt signalisiert – sondern die Besetzung der Sexualität von Kindern und Jugendlichen durch die sexuellen Erfahrungen und Phantasien Erwachsener.

Tuider, Elisabeth et.al: Sexualpädagogik der Vielfalt. Praxismethoden zu Identitäten, Beziehungen, Körper und Prävention für Schule und Jugendarbeit, Weinheim Basel 2012

Sielert, Uwe: Gender Mainstreaming im Kontext einer Sexualpädagogik der Vielfalt, in: FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung 4.2001. Gender Mainstreaming, S. 18-24

Christoph Webers Artikel Was sie noch nie über Sex wissen wollten vom 24. April 2014 wurde von der Süddeutschen Zeitung nicht online gestellt. Er ist hier aber als Scan einsehbar.

 

  1. Man sagt immer in der Hundeschule lernt nicht der Hund, sondern Herrchen und Frauchen. Mir kommt es fast so vor als wenn dies auch auf viele Pädagogikkenner zutrifft, daß es eigentlich sie sind die lernen oder sich solches ungewust erhoffen…

    derdiebuchstabenzählt

    Antwort

  2. Wenn Normen prinzipiell etwas schlechtes sind und nur Machtverhältnisse schaffen, was ist denn mit folgenden Normen:
    – Morgens rechtzeitig in der Schule sein
    – Seine Hausaufgaben zu machen
    – Andere Kinder nicht schlagen
    Und wenn jeder seine Rolle selber wählen darf, kann man dann auch folgende Rollen wählen:
    – chauvinistischer Macho
    – Triebtäter
    – Exhibitionist
    Das wäre mal eine Vielfalt

    Antwort

  3. Problematisch finde ich den Begriff der „Diversity“ (Vielfalt). Er wird an Gruppen (Kollektiven) festgemacht und nicht an Individuen. Wahre Diversity/Vielfalt würde dann bestehen, wenn man Menschen als Individuen betrachten würde. So war es eigentlich vor der Einführung von Diversity-Programmen, also z.B. in den 80er oder noch 90er Jahren. Vielfalt bedeutete damals im sozialen Bereich: Jeder Mensch soll ein Individuum in seiner Individualität betrachtet werden. Vgl.:
    http://www.gesichter-der-nachhaltigkeit.de/gesichter/dr-alexander-ulfig

    In der konkreten politischen Praxis bedeutet Diversity reine Frauenförderung und Frauenbevorzugung, also das Gegenteil von Vielfalt.

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  4. Und wieder einmal einer dieser Artikel von Dir, die eigentlich auf keinen Fall in einem kleinen, unbekannten Randgruppenblog versauern, sondern viel mehr als Kommentar aus der Praxis mindestens in einer überregionalen Tageszeitung erscheinen sollten. Es ist wirklich zum Verzweifeln.

    Ich habe mich ja schon lange gefragt, warum diese Menschen, die sich angeblich beruflich auf akademischem Niveau mit der Bildung von Kindern und Jugendlichen beschäftigen, so wenig Gespür (oder Respekt) für deren Scham und Unsicherheit bezüglich des Themas Sexualität (besonders, wenn ein Erwachsener darüber spricht) haben. Während Praktiker möglichst junge Leute für Aufklärungsstunden in die Klassen schicken, die Jungen und Mädchen selbst für Themen wie „Wie zieht man Kondom über?“ trennen, oder anbieten „Wer noch Fragen hat, die ihm zu peinlich sind, kann sie anonym auf einen Zettel schreiben“, scheint man im Elfenbeinturm erpicht darauf, schon Zehnjährigen möglichst genau darzulegen (und ja, das ist jetzt leicht überspitzt), daß es Lesben gibt, die ihre transsexuelle Freundin bevorzugt in Bondage mit einem Strapon anal penetrieren und auf eine vorherige Darmspülung verzichten, weil sie den Kaviar-Aspekt dabei besonders erregend finden.

    Aber ein kürzliches Erlebnis hat mich zu der Erkenntnis kommen lassen, daß diese besonders „progressiven“ Leute in Wirklichkeit möglicherweise Kryptotraditionalisten sind, die eigentlich gern Sexualkundeunterricht nach amerikanischem Vorbild hätten, in dem Sex vor allem als etwas dargestellt wird, das besser nur verheiratete Erwachsene zum Zweck der Fortpflanzung haben sollten, und nach dem die beste Verhütungsmethode eine Aspirintablette ist, die sich die Frau fest zwischen die Knie klemmt:

    Der Sohn einer Bekannten geht derzeit in die 4. oder 5. Klasse. Dort herrschte große Aufregung, weil nun tatsächlich im Unterricht bald Sexualkunde drankommen sollte. Als er dann nach der ersten Aufklärungsstunde nach Hause kam (und ohne den aktuellen hessischen Lehrplan im Detail zu kennen, gehe ich stark davon aus, daß darin keine KV-liebenden BDSM-Translesben vorkamen), verkündete er: „Die haben uns wirklich alle Einzelheiten ganz genau erklärt. Bäh! Igitt! Also das mache ich nie!“
    Mission erfüllt…

    Bombe 20

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  5. Schoppe, was meinst du: ist die Übertragung sexueller Vorstellungen Erwachsener in die Vorstellungswelt von Kindern eher ein Versehen aus Übereifrigkeit und Unreflektiertheit ? Oder handelt es sich um eine bewußte Verwirrung mit der Annahme, dass die totale sexuelle Verunsicherung von Kindern einen positiven Effekt habe, den wir nicht sehen? Oder ist das Bild vom Kind ein völlig anderes, nämlich: Kinder seien nicht verunsichert, sondern flexibel und dabei innerlich stabil und können das alles locker verarbeiten (Kinder als Erwachsene)?

    Antwort

  6. Danke für diesen sehr guten Beitrag! Wie immer ein wahrer Augenöffner. Du schaffst es immer wieder, Worte für das zu finden, was für mich ganz unbewusst klar ist (oder es zumindest sein sollte).
    Die Konsequenz, die ich für mich persönlich aus diesen Erkenntnissen gezogen habe, heißt Liberalität. Welche Konsequenzen würdest du persönlich ziehen?

    Antwort

  7. Das Grundproblem solcher und anderer politischen Eskapaden ist, dass immer weniger wissenschaftliche Erkenntnisse in die Entscheidungen einfließen. Gleichzeitig baut sie nun immer mehr auf Ideologie auf und Entscheidungen werden gefällt, bevor auch nur einer auf die Idee kommen kann, darüber inhaltlich, sachlich und fachlich nachzudenken.

    Der Artikel von Dir ist – wie immer – herausragend und ich stimme mit Bombe20 überein, dass hoffentlich bald Deine Artikel Eingang in die „Qualitätsmedien“ finden.

    Antwort

  8. Der Kommentar sollte wirklich in einer Tageszeitung erscheinen.

    Antwort

  9. Ich hab den Eindruck, dass es zumindest zum Teil einfach darum geht, bestimmte grundlegende Annahmen durchzudeklinieren. Wenn Herrschaft und soziale Ordnung über die Produktion – und Ausgrenzung – des „Anderen“ funktioniert, dann ist es eben human, diese Ausgrenzungsprozesse zu unterlaufen und möglichst viel von dem Ausgegrenzten wieder in die Alltagswelt hineinzuholen.

    Das ist ja erstmal in sich schlüssig, wenn man die Grundannahmen akzeptiert.

    Was fehlt, ist m.E. vor allem ab und zu mal der Gedanken: Könnte es eigentlich auch sein, dass wir falsch liegen? Und wenn das so wäre – welche Konsequenzen hätte das?

    Ansonsten ist diese Sexualpädagogik sicher auch eine Reaktion auf veränderte Bedingungen. Ohne jetzt die Rede von der „Generation Porno“ aufzuwärmen – aber im Vergleich zur Art und Weise, wie Jugendliche noch vor zwanzig Jahren aufgewachsen sind, hat sich durch die Erreichbarkeit von allen möglichen Pornos für Kinder schon etwas geändert.

    Zwölf- bis Dreizehnjährige tauschen sich untereinander durchaus ganz offen darüber aus, welche Porno-Seiten sie empfehlen können. Zum Teil haben sie vermutlich Bondage-Filme gesehen, bevor sie selbst überhaupt mal Händchen gehalten haben. Das okkupiert die Erfahrungswelt der Kinder mit Erlebnissen, die auch für viele Erwachsene eine Überforderung wären.

    Und wenn man Kuider sehr, sehr wohlwollend interpretiert, dann könnte man ihre Sexualpädagogik auch als Versuch werten, diese Okkupation der kindlichen Erfahrung durch Erwachsene auszugleichen, zu begleiten.

    Das wäre in meinen Augen allerdings eine allzu wohlwollende Deutung. Für mich ist das Gegenteil wichtig: dass die Kinder die Erfahrung machen, dass es Grenzen gibt – nicht nur ethische Grenzen, sondern auch einfach Grenzen dessen, was sie kennen, können, gleichmütig akzeptieren müssen.

    Dreizehnjährigen statt dessen das Gefühl zu geben, sie müssten z.B. wissen, was ein Gang Bang ist – das attackiert Grenzen, die bei einigen eh schon sturmreif geschossen sind. Es ist bestenfalls gedankenlos.

    Antwort

  10. Danke!

    Und mir fällt auf, dass es natürlich einige sexuelle Praktiken und Aspekte gibt, die auch in einer „Sexualpädagogik der Vielfalt“ nicht auftauchen. Ganz ohne eine Unterscheidung von „Kann man machen“ und „Lieber nicht, ganz und gar nicht“ geht es beim Thema Sexualität eben doch nicht ganz so gut.

    (Anstatt den Autoren diese ihre Inkohärenz vorzuhalten, sollte man sie aber vielleicht einfach nur erleichtert zur Kenntnis nehmen. Man will sie ja nicht unnötig provozieren.)

    Antwort

  11. Danke!

    Eine weitere Konsequenz für mich ist, dass nicht alles über Definitionen lösbar ist. Abstrakt kann man sicherlich ewig darüber diskutieren, ob Homosexualität normal ist, was denn in diesem Fall mit „Normalität“ gemeint ist, ob sie sich biologisch oder sonstwie begründet…

    Wer aber einfach schwule Freunde und Bekannte hat, wird meist nach einer Weile überhaupt nicht mehr auf die Idee kommen, sie als unnormal wahrzunehmen. In meinen Augen würde es schon viel helfen, wenn Abwertungen, Vorurteile, auch Ängste nicht so zementiert würden, dass sie solche Altagserfahrungen verhindern.

    Das ist wohl tatsächlich eine klassisch liberale Position, für die es gar nicht nötig ist, den Begriff der Normalität insgesamt und prinzipiell zu attackieren.

    Antwort

  12. Ein wesentlicher Aspekt blieb bisher unbeachtet, warum Derartiges KEINERLEI Platz an Schulen haben sollte (im Sinne der Aufklaerung):

    Finde leider den Nietzsche-Aphorismus nicht mehr, wo er sagt, dass die Schule das Lehren muss, was man nicht auf der Strasse lernt.

    Ein anderer von ihm: „Die Vernunft in der Schule. – Die Schule hat keine wichtigere Aufgabe, als strenges Denken, vorsichtiges Urteilen, konsequentes Schließen zu lehren; deshalb hat sie von allen Dingen abzusehen, die nicht für diese Operationen tauglich sind, zum Beispiel von der Religion.“
    http://www.zeno.org/nid/20009232583
    „Religion“ muss man heutzutage mit „Genderwahnsinn“ ergaenzen.

    Der „Sinn“ der Vorstellungen, Schule muesse Sexualpraktiken lehren, liegt in dem Prozess des Ersetzens von Verstehen, Wissen, Wissenschaft, …, durch „Kompetenzen“.

    Wie auch andernortes festgestellt, braucht der Kapitalismus in seiner Endphase nur noch wenig Gebildete. Deshalb die immer zunehmende Konzentration in „Schulen“ und „Universitaeten“ auf das Ausleeren, Gefuegigmachen des Menschen in Formen von rein „abstrakten“ Kompetenzen, die einem voellig austauschbaren Arbeitsplatz entsprechen, an dem nur noch Triviales gemanaged wird.

    Deshalb die zunehmende Durchdringung der Schulen durch das „Lehren“ (Eindrillen) von „gutem Verhalten“. Der moderne Arbeitssklave hat nichts mehr als seinen Koerper und seine Einschreibung in den Katalog der Besonderheiten, und hier ist die permanente Sexualisierung (die natuerlich mit Entsinnlichung, „Professionaliserung“, einhergeht) anzusiedeln, wo die Schule dann einuebt (sprachlich!).

    Das Gespenst des denkenden Menschen, der vom Kapitalismus in seiner produktiven Phase geboren wurde, muss wieder ausgetrieben werden, und somit haben wir nun Bluemchen, Verhalten, soziale Kompetenz, Dildos etc. an den Schulen (immer mehr).

    Man kann sicher sein, dass in den besseren (nun privaten) Schulen, die im neuen Feudalismus die Herrschenden heranziehen, sich derartiges kaum finden wird. Waehrend sich in den oeffentlichen Schulen die Kinder/Jugendlichen auf ihr Leben in der „Dienstleistungsgesellschaft“ vorbereiten.

    Antwort

  13. Noch ein Nachtrag, ein Nietzsche-Aphorismus, der immer wahrer wird:

    Sturm- und Drangperiode der Frauen.
    http://www.zeno.org/nid/20009234209

    Diese Zeit wird es sein, in welcher der Zorn den eigentlich männlichen Affekt ausmacht, der Zorn darüber, daß alle Künste und Wissenschaften durch einen unerhörten Dilettantismus überschwemmt und verschlammt sind, die Philosophie durch sinnverwirrendes Geschwätz zu Tode geredet, die Politik phantastischer und parteiischer als je, die Gesellschaft in voller Auflösung ist, weil die Bewahrerinnen der alten Sitte sich selber lächerlich geworden und in jeder Beziehung außer der Sitte zu stehen bestrebt sind.

    Antwort

  14. Oder handelt es sich um eine bewußte Verwirrung mit der Annahme, dass die totale sexuelle Verunsicherung von Kindern einen positiven Effekt habe, den wir nicht sehen?

    Gemäss poststrukturalistischer Theorie bilden Diskurse Machtverhältnisse ab und stabilisieren diese. Die in den Diskursen abgebildeten Machtverhältnisse lassen sich durch Subversion und Intervention unterlaufen. Was hier als Verwirrung bezeichnet wird ist die poststrukturalistische Praxis der Subversion und Intervention. Es ist i.m.h.o unmoralisch, eine solche Diskurspraxis gegenüber Kindern zu anzuwenden, die aufgrund ihres Entwicklungsstandes dem intellektuell nicht gewachsen sind.

    Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen ist nicht verwerflich, im Gegenteil. Verwerflich aber ist es, Diskurspraktiken anzuwenden mit dem Zeil, kindliche Überzeugungen zu zerstören, um anschliessend die eigenen Überzeugungen zu implementieren. Das ist nicht moderne Pädagogik, sondern Indoktrination.

    Antwort

  15. Wieder mal ein sehr guter Text! Den aber leider diejenigen, die es am nötigsten hätten, nicht lesen und, ich fürchte, auch nicht verstehen werden.

    [NUR!!!] „Wer sich seiner eigenen Position und Identität einigermaßen sicher ist, kann „Verwirrung“ und „VerUneindeutigung“ sicher als befreiend erleben“

    Den Satz muß man dick unterstreichen. Ich frage mich wirklich, ob Tuider und Co. jemals selber Kinder erzogen haben. Ich muß bei der Gelegenheit wieder mal an den legendären Spruch von Pinker in der Debatte Pinker Vs. Spelke denken: „In the literature there is a technical term for people who believe that boys and girls are indistiguishable and are molded into their natures by parental socialization, the term for such people is: childless.“

    Jeder, der selber schon Kinder erzogen hat, kennt das strukturell vergleichbare Problem, daß Kinder Ironie nicht verstehen (Erwachsene manchmal auch nicht). Das ist bei jedem Kind anders, manche erkennen Ironie mit 8 Jahren, andere erst mit 12, wobei es plattere und intellektuell anspruchsvollere, also leichter und schwerer erkennbare Formen von Ironie gibt. Generell sollte man bei Kindern unter 10 Jahren vorsichtig sein. Wenn das Kind überfordert ist, wirkt Ironie (oder gar Sarkasmus, der tabu sein sollte) wie eine Lüge oder Bösartigkeit für ein Kind und ist nur verstörend.

    Noch viel absurder wird die Situation bei Begriffen wie Orgasmus, die man nur dann versteht, wenn man selber schon mal einen gehabt hat.

    Aus diesen Gründen halte ich den Konsum harter Pornos bzw. BDSM-Videos im Alter von ca. 10 Jahren für schädlich. Ich kann mir nicht vorstellen, wie Kinder vor der Pubertät diese Bilder emotional verkraften können, denn sie sehen nur die Oberfläche und können nicht wissen bzw. emotional nachvollziehen, was unter der Oberfläche passiert. Wie soll man als Erzieher den Kindern erklären, daß sie hier ein Verhalten sehen, das normalerweise völlig inakzeptabel und strafbar ist, aber dann, wenn die Beteiligten auf mysteriöse Weise Spaß daran haben, wiederum erlaubt ist? Der Pornokonsum von Kindern ist ein Problem, aber man kann es nicht lösen, indem man prophylaktisch noch größere Flurschäden anrichtet als die Pornos.

    Antwort

  16. Habe diesen -guten- Artikel mal beworben. Es ist unerträglich, was man Kindern heute präsentieren darf bzw. damals aufzwang im Pädagogikbereich. Wie auch immer, hier der Link: http://emannzer.wordpress.com/2014/08/09/das-erste-kondom/

    Antwort

  17. Ich halte das für einen durchaus bedenkenswerten Beitrag, der m. E. allerdings einen beachtlichen Schwachpunkt hat. Er ist alleine aus der heterosexuellen Perspektive geschrieben und bezieht die Verunsicherungen die einem homo-, trans- oder intersexuellem Schüler angesichts der (bisherigen?) heteronormativen Sexualpädagogik auferlegt werden, nicht ein.

    Inwiefern schützt es mich als Homo denn, wenn Heterosexualität als Norm propagiert wird? In diesem Moment ist Heterosexualität als Norm nämlich durchaus Teil eines Machtverhältnisses: hier die normalen Heteros, dort die unnormalen anderen.

    Antwort

  18. Wer mit dieser toxischen Linse durch die Welt läuft verursacht höchstens Kolbenfresser. Damit wird nichts besser.

    Es ist nun einmal so, dass die meisten Menschen heterosexuell sind. Und die denken nicht in geschlechtlichen „Macht- und Normfantasien“. So etwas in dieser Weise zu framen ist eigentlich auch ein Angriff auf das Allgemeinwohl aller, inklusive der homo-, trans- oder intersexuellem Schüler.

    Vergiß dieses unselige „Normgerede“ und die feindliche Gegenüberstellung „In diesem Moment ist Heterosexualität als Norm nämlich durchaus Teil eines Machtverhältnisses: hier die normalen Heteros, dort die unnormalen anderen.“ Das ist Unsinn. Unterstellungskampfpropaganda.

    Friedlich gegenseitig akzeptierendes Zusammenleben geht anders. Und das muß auch die LGBTQ lernen. Es ist überfällig.

    Aber da rede ich ja gegen den Wind. Das weiß ich ja.

    Antwort

  19. @ Adrian „Inwiefern schützt es mich als Homo denn, wenn Heterosexualität als Norm propagiert wird?“ Ich möchte nicht Heterosexualität als Norm „propagieren“. Mir geht es eher darum, dass es nichts hilft zu propagieren, es gäbe eigentlich keine Normen.

    Vor einigen Wochen sagte ein Schüler in meiner siebten Klasse (etwa 12 bis 13 Jahre): „Ich bin froh, dass es in unserer Klasse keine Lesben und Schwule gibt.“ Ich hab ihm gesagt, dass er das erstens gar nicht weiß, und dass es zweitens auch überhaupt kein Problem wäre, wenn es sie gäbe – auch nicht für ihn.

    Ihm aber klarzumachen, dass es heterosexistischer Quatsch ist, den er da erzählt – oder dass Normen, wie er sie da verwendet, ohnehin nur scheinhaft sind – das hätte nach meiner Meinung überhaupt nichts geholfen, weil ich damit völlig an ihm vorbeigeredet hätte. Für die Jugendlichen in dem Alter ist es nun einmal eine wichtige Frage, ob sie „normal“ sind (und gerade der Junge, der die Aussage gemacht hatte, hat in der Hinsicht manchmal erhebliche Zweifel an sich).

    Ihnen im Hinblick darauf Ängste zu nehmen, finde ich wesentlich besser, als sie durch die Behauptung zu verunsichern, „normal“ gäbe es gar nicht. Vor allem lässt sich der Begriff dessen, was normal ist, dann eben erweitern, so dass er auch Homosexuelle einschließt.

    Mich stört an der Sexualpädagogik der Vielfalt überhaupt nicht, dass Homosexuelle mit in die Normalität einbezogen werden – sondern dass es dort überhaupt keine Überlegung dazu gibt, dass Normalerwartungen wichtige und auch legitime Funktionen erfüllen. Wenn man das nicht respektiert, dann wird man sie nach meiner Überzeugung auch nicht erweitern können, sondern verhärtet eher Positionen.

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