Hate Speech

Hass und Zensur

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geschrieben von: Lucas Schoppe
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„Nachdem die Journalistin Anne Wizorek Anfang 2013 unter dem Twitter-Hashtag #aufschrei zur Veröffentlichung sexistischer Alltagserfahrungen aufrief, hatte man den Eindruck, dass unter dem Label auf jeden Erfahrungsbericht eine Hassbotschaft kam. Bis heute schreiben User Tweets wie ‚Ich verspreche euch, liebe Femis, dass das noch Jahre hier so weitergehen wird’.“

Das hätte ich natürlich nicht gedacht: Dass ich hier noch einmal aus dem Weser Kurier zitieren würde, der etwas langweiligen, semi-seriösen Zeitung meiner Heimatstadt. Maximilian Haase schreibt dort über den „Hass-Reflex“, also über automatisierte, hasserfüllte, sexistische Reaktionen, mit denen Frauen nach seiner Darstellung konfrontiert werden, wenn sie sich im Internet selbstbewusst äußern.

„hatte man den Eindruck“: Welcher man hier gemeint ist, ob der Eindruck stimmte, wodurch genau dieser Eindruck hervorgerufen wurde, ob die einfache Gegenüberstellung Erfahrungeberichte versus Hassbotschaften so wirklich stimmt – das lässt Haase hier geschickt und spannungsreich im Dunkeln. Dafür liefert er dann auch effektvoll genau einen einzigen Satz als Beleg.

Diese Satz allerdings stammt unglücklicherweise von einem User auf Twitter, der überhaupt keine  Hassbotschaften, Beschimpfungen, Gewaltandrohungen oder ähnliches verbreitet und sich immer wieder klar von solcher Herzrede distanziert. Stattdessen kritisierte er, der hier als Paradebeispiel eines männlichen Haters verkauft wird, zum Beispiel offen die (Ex-)Piratin Julia Schramm, als sie launig die Opfer der Bombardierung Dresdens als „Kartoffelbrei“ verhöhnte. An Anne Wizorek wandte er sich so:

„Wie würde denn LEGITIMER, AKZEPTABLER Widerspruch aussehen? Ernsthafte Frage“

Denn darum geht es hier – um Widerspruch, nicht um Hass. Darum, Positionen zu formulieren, die weder Frauen noch Männer pauschal als Opfer oder Täter darstellen. Der zitierte Satz drückt, anders als der Bremer Qualitätsjournalist das gezielt suggeriert, nicht aus, dass Frauen weiter und weiter mit Hass zu kämpfen haben – sondern dass Positionen nicht ohne Widerspruch bleiben, die Männer generell als Täter und Herrscher denunzieren. Eben diese männerfeindlichen Positionen übrigens werden bei Twitter häufig ausgesprochen hasserfüllt formuliert.

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Wichtige Frage welche von heutiger Sitzung bedacht wird: Wie lange mochte uns das Denken wohl noch erlaubt bleiben? (Der Denker-Club, Karikatur von 1819 anlässlich der Karlsbader Beschlüsse)

Der Bericht in der Bremer Provinz wäre nicht weiter wichtig, wenn er nicht einem weit verbreiteten Tenor folgen würde. Dabei ist das Thema trotz der unernsten journalistischen Darstellung ernst. Tatsächlich gibt es im Internet ja Gewaltandrohungen, Beschimpfungen, massive Grenzüberschreitungen – und es gibt Männer im Netz, die solche Äußerungen gezielt gegen Frauen richten.

Es wäre also eigentlich wichtig, dass sich die  zivileren Nutzer, gleich welcher Meinung sie sind, auf eine gemeinsame Ablehnung solchen Verhaltens verständigen, gleich gegen wen es gerichtet ist. Statt dessen tun Haase und viele andere genau das Gegenteil: Sie verwischen gezielt Grenzen und stellen Äußerungen als Gewaltandrohungen und Hassreden hin, die damit überhaupt nichts zu tun haben. Welchen Zweck hat das eigentlich?

Eine Zensur findet nicht statt muss dringend her Eine Antwort gibt schon Wizorek selbst. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau, das seltsamerweise nach kurzer Zeit aus dem Netz genommen wurde und nun beim Missy Magazin zu lesen ist, zeigt sie sich angetan von einer gerade eingeführten Praxis der Süddeutschen Zeitung. Dort wurde die Kommentarfunktion unter Artikeln abgeschafft, nur einige Texte noch können – intensiv moderiert – von Lesern kommentiert werden.
Die Aufschrei-Heldin spricht sich offen für eine solche „starke Moderation“ aus:
„Was ist denn diese Meinungsfreiheit wert, wenn in solchen Kommentaren gegen Menschen gehetzt wird, die sich daraufhin gar nicht mehr trauen, sich zu äußern?“
Dann muss man diese Meinungsfreiheit eben einschränken.

 

Auf einem Vortrag bei der re:publica 13 hat sie schon ganz ähnlich argumentiert. Dort führt sie (etwa bei 34:00) Tweets und Zitate aus Emails vor, die sie erhalten habe und die tatsächlich sehr gewaltsam und übergriffig sind.
Dann aber sagt sie, dass solche Äußerungen „unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit“ (35:20) andere zum Schweigen bringen sollten – und eben das stimmt so nicht. Für keinen auch nur halbwegs zurechnungsfähigen Menschen ist es nämlich von der Meinungsfreiheit gedeckt, einem anderen Menschen beispielsweise per Email damit zu drohen, die Geschlechtsteile mit einem glühenden Eisen zu zerstören.
Nötig ist hier kein Angriff auf die Meinungsfreiheit, sondern eine gemeinsame, möglichst breit getragene Ablehnung von Gewalt, auch von verbaler Gewalt – die angesichts der von Wizorek zitierten Äußerungen auch leicht zu gestalten wären. Doch auch sie verwischt lieber Grenzen, anstatt zu allgemeinen Abgrenzungen aufzurufen.
In ihrer Darstellung ist es die Freiheit der anderen (wer immer das sein mag), die unsere (wer immer das sein mag) Freiheit bedrohe. Die Meinungsfreiheit ist hier kein allgemeines Gut mehr, sondern funktioniert wie ein Nullsummenspiel – je größer die Freiheit der einen, desto geringer die der anderen.
Wie Wizorek sich die Einschränkungen der Meinungsfreiheit vorstellt, machte sie vielleicht bei einer anderen Gelegenheit klar – als sie sich nämlich Kritik an der politisch motivierten Verwüstung einer Berliner Apotheke verbat. Schließlich hatte der Apotheker, empörenderweise, die Pille danach nicht verkaufen wollen.
Autorinnen und Autoren einer ganzen Reihe von Texten, die in den letzten Tagen erschienen sind und die viel zitiert wurden, argumentieren ganz ähnlich wie sie.
Ein wunderbarer Ort (und wer dort weg muss)  Das Nuf, die eines der „Lieblingsblogs“ der Mütterzeitschrift Brigitte Mom betreibt, nimmt wie Wizorek Positionen gegen Gewalt ein, denen zunächst nicht vernünftig zu widersprechen ist – und sie verleiht diesen Positionen dann ebenfalls einen seltsamen Spin.
„Das Internet ist für mich ein wunderbarer Ort und ich möchte nicht, dass sich dort ungehindert Menschen bewegen, die andere Menschen beleidigen, angreifen, bedrohen, einschüchtern und fertig machen.“
Hier wird wohl niemand, der alle Tassen im Schrank hat, mit „Doch, ich möchte das aber, und da hab ich auch ein Recht zu“ antworten.
Ebenso nachvollziehbar ist ihre Beobachtung, dass „die Angreifer und Aggressoren enthemmter“ im Internet agieren als in der Offline-Welt. Vielleicht haben viele Schwierigkeiten, eine Situation richtig einzuschätzen, in der sie einerseits allein an ihrem Schreibtisch sitzen – und sich zugleich in der Öffentlichkeit bewegen und mit anderen Menschen interagieren.

Seltsam wird der Text aber, wenn Das Nuf sich zwar an „Menschen“ wendet, die diese Gewalt beobachten und einschreiten sollten – aber zuvor nur von „Frauen“ schreibt, denen diese Gewalt widerfahre. Dann verknüpft auch sie verbale Gewalt und Meinungsäußerungen:

„Wenn ihr mal nicht der Meinung bestimmter Menschen, die permanent Angriffen ausgesetzt sind, seid: sagt einfach nichts.“
Eben das ist nicht mehr nachvollziehbar. Dass ein Mensch das Recht hat, vor Bedrohungen, Beleidigungen und Angriffen beschützt zu werden, hat nichts mit der Stichhaltigkeit seiner Meinungen zu tun. Es ist ohne Weiteres möglich, die Meinung eines Menschen zu kritisieren, ohne die Verletzung seiner Rechte gutzuheißen. Selbst Nazis erleben ab und zu Gewalt – kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee, sie deshalb nicht mehr kritisieren zu dürfen.

 

Auch Das Nuf verwischt wichtige Grenzen und Unterschiede, und ihre Grenzverwischung hat dieselbe Zielrichtung wie die von Wizorek oder Haase: Es geht am Ende darum, die Möglichkeit von Kritik einzuschränken.
Noch klarer wird das, wenn sie schließlich Michael Seemann zitiert und verlinkt, der als Mittel gegen Hass im Internet empfiehlt: „Hater/Maskus aktiv ausgrenzen“. Wichtiger als eine gemeinsame Koalition gegen Hass im Internet ist es auch hier, den politischen Gegner beliebig als Hassenden zu präsentieren.
Michael Seemann übrigens wütet gewohnheitsmäßig gegen „Maskus“, nämlich „ideologische dummbratzen, die menschenverachtenden hass mit brachialer idiotie verbinden“, empfindet „nazi- und masku-mobs“ verglichen mit der NSA-Überwachung als die größere Freiheitsbeschränkung, oder setzt „Maskus“ mit Holocaustleugnern gleich. Dass er ganz nebenbei den Holocaust verharmlost, wenn er Patriarchatsleugnung und Holocaustleugung auf eine Stufe stellt, ist übrigens nicht so wild – es geht ja gegen den richtigen Feind.

Das Nuf schreibt:

„Das Internet sind Menschen. Echte Menschen. Keine virtuellen und ich möchte, dass das langsam mal alle verstehen.“
Es ist wohl zunächst an der Zeit, dass sie selbst es versteht. Wenn sie sich mit gravitätischen Worten für mehr Humanität im Internet ausspricht und sich im selben Text auf einen so exzessiven politischen Hetzer wie Seemann als Gewährsmann beruft – dann geht es ihr vor allem darum, dass andere ihre Menschlichkeit anerkennen. Es geht nicht um Gegenseitigkeit.

 

Die Hater, das sind die anderen Eben das ist ein durchgehendes Problem dieser Texte zum Hass im Internet – die Hater stehen, wie von Zauberhand dorthin platziert, immer nur auf der anderen Seite.

„Ich habe wirklich lange und oft darüber gegrübelt, was Menschen dazu antreibt, in (…) Shitstorms immer weiter zu machen“,
schreibt beispielweise Frau Dingens treuherzig – bei einer Lesung wäre hier ein unschuldiger Augenaufschlag angebracht.

 

Kein Wort davon, dass Yasmina Banaszczuk aka. Frau Dingens gerade erst selbst versucht hatte, einen Shitstorm gegen den Blogger Sascha Pallenberg zu entfachen. Sie hatte dabei entweder die Stärke ihrer eigenen Position überschätzt oder die von Pallenberg unterschätzt – jedenfalls schlug ihr Versuch auf sie selbst zurück. Wäre Pallenberg aber der gewesen, für den sie ihn gehalten hat – nämlich ein weitgehend unbekannter Blogger, der es wagte, sich öffentlich mit der bekannten Stern-Bloggerin anzulegen – dann hätte er gegen den von ihr herbeigerufenen Shitstorm wohl keine Chance gehabt.

Eben diesen Aspekt spricht auch ein Kommentator im Blog von Caspar Clemens Mierau an. Dieser schreibt in seinem Text „’Stirb, du Hure!’ – Lasst uns endlich über Einschüchterungskultur anstatt abstrakter Netzpolitik reden“:

„Wir müssen Opfern zuhören und ihre Geschichten ernst nehmen. Wir dürfen nicht den Fehler machen, dies als kleines Übel im Netz abzutun. Es ist der Alltag von vielen Menschen – insbesondere Frauen – mit Worten attackiert zu werden.“
Das ist völlig richtig, wenn ihm auch in dem Aspekt, dass „insbesondere Frauen“ betroffen sind, nicht alle zustimmen werden.
In seinen Beispielen sind dann allerdings ausschließlich Frauen die Opfer – mit Ausnahme einer Äußerung Linus Torvalds, die damit aber einen besonders prominenten männlicher Urheber hat. Suggestiv ist vor allem die Rede von einer „Einschüchterungskultur“ – sie erweckt den Eindruck, dass es nicht etwa eine breite, weit überwiegende Mehrheit gegen den Hass im Netz gäbe, sondern eine offenbar männlich geprägte Kultur, die diesen Hass trage.

Dagegen wendet sich ein Kommentator:

„Ich finde es etwas schade, dass in diesem Artikel der psychische Schaden durch aggressive Feministinnen, die spaßige Juxe über das Zerhacken von Männern machen, etwas zu kurz kommt.“
Mirau entgegnet: „Es war so absehbar, das dieser Kommentar kommt.“ Das ist ungefähr so, als ob jemand behaupten würde, dass zwei plus zwei fünf ergibt und darauf die Widerrede erhält, dass er sich irre und zwei plus zwei vier sei – und als ob er dann aufstöhnen würde: „Dieser Einwand war so absehbar…“ Eigentlich könnte ja jemand, der einen Einwand schon antizipiert, bei der Gelegenheit auch einmal kurz überlegen, ob er nicht vielleicht stichhaltig ist.

 

Mierau überlegt das nicht, sondern löscht den Dialog nach kurzer Zeit. Er löscht bei der Gelegenheit dann auch gleich die Nachfrage einer „Petra“ zu seinem knalligen Titel „Stirb, du Hure!“ – einem Zitat, das nirgendwo im Text vorkommt.
„ich tue mich extrem schwer mit der überschrift. was war dein Gedanke die zu wählen?“
Gelöscht werden damit verschiedene Einwände, die offenkundig aus ganz unterschiedlichen Richtungen stammen – übrig bleibt eine cleane Version des Textes mit gesäubertem Kommentarbereich. Was hier entfernt wurde, war weder Hate Speech, noch Drohung, noch Verharmlosung von Gewalt. Es hat Mierau einfach nicht gepasst. Sein Blog, seine Entscheidung – aber sehr unglücklich in einem Text, der sich in eine Diskussion über „starke Moderation“ einordnet.
Gedöns und Selbstgespräche Die Diskussion im Netz wäre weniger gravierend, würde sie nicht von großen Institutionen gespiegelt und aufgegriffen werden. Ein „Europäisches Rahmenstatut zur Förderung von Toleranz“ schlägt bereits vor, EU-weit Kritik am Feminismus („Antifeminismus“) mit Rassismus oder totalitären Ideologien gleichzusetzen und zu „eliminieren“.
In Deutschland setzen Veröffentlichungen von Parteistiftungen der Grünen und der SPD Rechtsradikalismus und Kritik am Feminismus gleich. In der Zeit verknüpft die dafür verantwortliche Redakteurin der Friedrich Ebert Stiftung, Christina Schildmann, Drohungen gegen eine Sexualpädagogin pauschal mit feminismuskritischen Positionen. Männer, die Kritik üben, stellt sie dar, als ob sie vorzivilisierte Menschen oder Tiere wären.
Kein Wort aber zum Beispiel davon, dass auch der feminismuskritische Wissenschaftler Gerhard Amendt ernstzunehmende Drohungen aus feministischen Gruppen erhalten hat und zeitweilig nur noch mit Personenschutz auftrat. Oder davon, dass feministische Gruppen Veranstaltungen der ehemaligen Gleichstellungsbeauftragten Monika Ebeling gezielt stören und unmöglich machen. Auch verbale Gewalt gegen Frauen ist aus dieser Perspektive also ganz in Ordnung, wenn sie nur die richtigen Frauen trifft. Kurz:
Hass kommt immer nur von der anderen Seite, von Männern gegen Frauen. Hass wird gestützt durch eine „Kultur“, die sich auf Meinungsfreiheit beruft – eine „antifeministische“ Kultur. Wer also Hass eindämmen möchte, muss die Meinungsfreiheit für die politischen Gegner eindämmen.

So etwa lässt sich das Argument zusammenfassen, das in den zitierten Texten variiert wird. Warum aber ist es den Autorinnen und Autoren so viel wichtiger, den Hass politisch zu verwerten, als ihm gemeinsam entgegenzutreten?

Eine Antwort bietet vielleicht die Überschrift einer österreichischen Zeitung. Gender-Debatte: Woher kommt der Furor, wenn es um Frauenthemen geht?  Eben darum aber geht es ja nicht: Ein Gespräch über Geschlechter ist gerade keines über ein exklusives Frauenthema. Es ist nur über Jahrzehnte hinweg so geführt worden.

Anders gesagt: Eine Geschlechterdebatte, als Debatte zwischen den Geschlechtern, gibt es nicht und hat es nie gegeben. Was unter diesem Titel läuft, war und ist das Selbstgespräch einiger Frauen und weniger männlicher Stichwortgeber.

Es sieht allerdings so aus, als ob sich das in absehbarer Zeit ändern könnte. Männer jedoch, die Geschlechterthemen nicht – bequem für alle Seiten – als „Gedöns“ abtun, sondern eigene Positionen vertreten, die auch noch verlangen, gehört zu werden, und dabei nicht einmal zur Rechtfertigung auf feministische Rhetorik zurückgreifen: Solche Männer werden von einigen Frauen offenbar als widerrechtliche Eindringlinge in ihr ureigenes Territorium wahrgenommen. Als kriegerische Frauenfeinde. Als Diskursvergewaltiger.

Was dagegen hilft, ist nicht Zensur. Was helfen würde, wäre: Die Selbstverständlichkeit anzuerkennen, dass eine abweichende Meinung kein Zeichen von Hass ist. Gegen den Hass, den es gibt, gemeinsame Positionen zu formulieren – über politische Grenzen hinweg.

Wer dazu nicht bereit ist, sollte nicht behaupten, etwas gegen den Hass im Internet und anderswo unternehmen zu wollen.

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19 Comments

  • Die sozialen Medien sind ein offener Raum und gewiss kein Ponyhof. Wie kann man das als „Social-Media-Expertin (Wizorek) ignorieren. Dass die Feministinnen mit Widerspruch jeder Art nicht klar kommen, ist nicht nur ein weiterer Beleg ihrer völligen Diskurs-Unfähigkeit, sondern auch ihres undemokratischen und totalitären Selbstverständnisses.
    Zudem ist das lächerlich, was sie da an Beispielen bringen. Da können Politiker jeder Couleur ganz andere, handfeste Beleidigungen und Bedrohungen vorweisen. Echtes stalken und echte Bedrohungen sehen eben ganz anders aus. Wer sich kontrovers in die Öffentlichkeit begibt, sollte sich da schon ein dickes Fell zulegen.
    Wenn man sich aber nicht anders zu wehren weiß, bejammert man halt die Schärfe und Wucht der Kritik.
    Ich habe auch für Wut (in Grenzen) Verständnis, denn die kommt nicht von Ungefähr. Hass entsteht da meist aus einem Ohnmachtsgefühl angesichts des offensichtlichen Irrsinns, der da unbekümmert und ignorant (die kritischen Stimmen ignorierend) weiterhin verbreitet wird. Nicht jeder kann das nüchtern, sachlich und eloquent formulieren und ist einfach nur stinksauer. Auch das darf und soll man ausdrücken – in Grenzen, versteht sich. Und Satire, Ironie, Spott und Häme sowieso.
    Es ist ein gutes Zeichen, dass sich viele – zu Recht – empören.

  • Ein wunderbares Wort: Diskursvergewaltiger – und Vergewaltigungen sind nach feministischer Logik ja stets männlichen Ausgangs.

    Nicht selten beobachte ich, dass, wenn ich eine bestimmte Gruppe von Frauen (z.B. Radikal-Feministinnen, Femen) oder Frauenquote etc. kritisiere als frauenfeindlich angefeindet werde. Den Anstrich des vermeindlichen Frauenhassers hat man sich sehr schnell eingefangen, selbst dann, wenn ich nur eine ganz bestimmte Person (z.B. Heidi Külzer, Claudia Simone Dinkel, Alice Schwarzer etc.) für ihre Handlungen in die Kritik nehme. Wir Männer sollten einfach weiter leise treten und nicht jammern, kritisieren und schon gar nicht anklagen. Doch wir Bürger nehmen via Internet nun den Qualitätsjournalisten wie Maximilian Haase das Zepter der Diskurshoheit aus der Hand. Das zu verdauen, bedarf einer Stärke und Selbsterkenntnis – wer die nicht hat reagiert dann mit #Aufschrei-Hysterie und anderen unangemessenen Aktionen / Artikeln. Eine insgesamt erfreuliche Entwicklung. Wie mein Manfred W. im Kuckucksvaterblog vor kurzem titelte: Rückzugsgefechte aus unhaltbaren Positionen.

  • Vielleicht sollte Amendt und andere einfach anfangen Hatemails zu sammeln und gemeinsamen zu Veröffentlichen, auf das es der Öffentlichkeit transparent werde (und die Einseitigkeit ein Ende nehmen werde ;o)…
    chris

  • Hier kommt auch und insbesondere die vorwiegend weibliche Nutzung von Shaming Leerhülsen als “Argument” zum Ausdruck. Nicht das sich auch Männer solchem gouvernantenhaftem Paternalismus bedienen würden.

    Aber diesem Zusammenhang ist es auch eine typische Ausprägung hypoagenter weiblicher relationaler Gewalt, die auf instinktiven Sozialverhalten, auch von den davon betroffenen damit dann einzuschüchternden Männern, beruht. Dämonisierungsunterstellungen zur persönlichen Diskreditierung gerichtet auf das Gegenüber, dem Konfliktgegner, den es zu überwinden gilt. Und der salopp gesagt tatsächlich platt und mundtot gemacht werden soll. Entsprechend ist dann auch die provokante Wirkung. Die richtige dann folgende Abgrenzungsreaktion auf diese Übergriffigkeit wird dann als Beweis genommen.

    Wir erleben wie ein Mob der ständig haltet den Mob schreit unsere gesamte soziale Struktur und den gesamten politischen Diskurs damit übernimmt. Ein Mob, der absichtlich mit eigennützig böswilligen Unterstellungen Hass sät und schürt, um dann die Reaktionen zu nutzen.

    Die Vulgärfeministin und offenkundig öffentliche Profibeutelschneiderin Wizorek weist in der kopierten Tradition der amerikanischen Rebecca Watsons und Co. hier nicht nur totalitär „spachkulturell“ den Weg.

    Im Schulterschluß mit einer zunehmend und deutlich wahrnehmbar unseriösen, ideologisch absichtlich mit Lügen agitierenden „Presse“.

  • „Was wäre eine Befreiungsbewegung ohne Hass.“

    Alice Schwarzer

    Und sie hat es weit gebracht mit ihrem Hass – bis zum Bundesverdienstkreuz. Vorbildliches Role model mit entsprechender Signalwirkung.
    Nach Lage der Dinge muss von männerbewegter Seite noch einiges an Hass generiert werden, um dahin zu kommen wo Schwarzer & Co heute sind.

    Sarcasm off.

  • Genau.

    Hass säen und Reaktion darauf als Hass branden.

    Eine neue innovative weibliche Entwicklung des politischen Diskurses und der politischen Kultur. Mit allerlei Deflektionsstrategien zum weiteren Pressing, wie dem dazu ausgeheckten geschlechtsrassistischen wie eugenischen
    Genderismus, der offenbar einzig auf Frauen nicht anzuwenden ist und dem Männlichen immer gegenübergestellt wird.

    Oder das fadenscheinige nicht ablehnbare Benutzen des „Equality“ Begriffs. Angewandt wie bei Telemarketing Drückern. Gleichberechtigung zur Gleichschaltung mit der zusätzlich nochmals draufgesattelten “wenigten-50%-Frauen-Regel”.

    Beigesteuert von feministisch bewegten Frauen mit immer als ganz unschuldig dargestellten Motiven. Offenbar
    vorbildlichstes weibliches zwischenmenschliches Verhalten, dass sich auch sonst in jeder Situation als einzig
    zu bedienendes und verdienendes Inszeniert.

    „My Body my Choice“ angewandt auf alles und jeden. Sticht immer, gegenüber jedem Menschen, jeder Gruppe und jeder Gesellschaft.

    Eine Selbstbedienungs- und Unterdrückungsfreikarte in Opferpose, die alle anderen für vogelfrei erklärt, insbesondere natürlich die ganz offensichtlich verhassten Männer.

    Der neue „intellektuelle“ Standard des Feminismus insgesamt für unsere ganze zur Zeit noch relativ freie westliche Gesellschaft:

    „The Esoteric Doctrine of Man-Hating

    Feminism is a formula for irresponsibility. All that is necessary, in feminist rhetoric and belief, is to blame men for everything bad. As long as a feminist makes “male domination” her target — as long as she denounces the traditional family and Judeo-Christian morality, and makes men the scapegoats of her arguments — nothing else she says or does really matters.“

    Kürzlich gesehen und zitiert aus einer Betrachtung des Einflusses und der Rolle von einer der ideologischen Zündlerinnen, Andrea Dworkin.

    http://theothermccain.com/2014/10/12/the-indecent-mind-of-andrea-dworkin/

    Hier hat auch eine Frau das Bundesverdienstkreuz bekommen, die maßgeblich für die nun toxische Maße erreichenden Beschämung von Jungen verantwortlich ist. Neben der Familienzerstörung eine gar vielleicht mittelbare kindesmissbräuchliche Folge.

    Amokläufe, Zulauf zur Isis etc. möglicherweise damit verbunden? Ein Gedanke, der dabei aufkeimt. Reine Fantasie oder ist da vielleicht etwas dran an der Identitäts- und Persönlichkeitsentfremdung von Jungen, die dazu mit beitragen könnte? Hierzu auch ein ein kürzliches Video von Laurie A. Couture, eine erfahrene Familienberaterin.

    Zitat daraus (ab 25:45)

    “I am presenting this Information to the public in hopes that there will be increased pubic scrutinising of feminist media resources, human Service fields and Feminist ideology in general. We need a very serious critic because the shaming of boys and men has reached a level that is toxic and it shloud not be tolerated anymore. The public health and safety is at risk. Boys are at risk.

    As a mental health counselor I am seeing more and more Boys that just hate themselves and they are shamed about their sexuality, they re shamed about their male body, they are shamed about being boys, they are shamed about any sort of maleness,…”

    Feminist Media Censorship Puts Public Safety at Risk

  • „Mehr Erotik, meine Herren!“ (Oskar Maria Graf)
    Muss ja nicht gemäß des Erfolges der 50 Shades of Grey sein,
    Würde aber helfen, die Situation auf der persönlichen Ebene zu entkrampfen. Erfahrungsgemäß.
    Denn ob Beziehung oder Weltfrieden: der Erfolg beginnt nicht vor, sondern hinter der eigenen Haustür. Also Sex statt „Gedöns“.

  • Wenn man sich z.B. das Problem, dass sich heutzutage Jungen stellt, aus meinem obigen Kommentar betrachtet.

    Wie erscheint Ihnen dann Ihr Kommentar? Clever? Cool?

  • Parzival von der Dräuen sagt: Die Hassrede des Feminismus halte ich tatsächlich für ein Rückzugsgefecht. Ebenso die Behauptung, dass jede andere Meinung als die des angeblich weit differenzierten Feminismus ein Verbrechen gegen eine Befreiungsbewegung sei. Insofern würde ich bei aller Hoffnung auf einen Dialog oder eine Geschlechterdebatte nicht darauf vertrauen, dem Scheitern des Feminismus oder seiner Behauptungen einen Kombattandenstatus zu verleihen.

    Es ist, trotz der politisch gewollten Unterstützung fast aller Parteien mit der dem Feminismus entfernten Motiven unter anderem die demographische Krise zu mildern, ein Abwehrgefecht. Die Wizoreks oder Schwarzers sind auf dem absteigenden Ast, die Mädchenmannschaft hat sich zerfleischt, wie der Feminismus auch die Piraten als Partei zerstört hat. Die Lügenmärchen des Gender Mainstreamings sind so offensichtlich, dass auch die ZEIT oder die Süddeutsche bei den Lesern nicht mehr damit durchkommt und das einfache Volk hat für die Spinnereien dieser anakademisierten Kaste eh keine Zeit.

    Das nun gleichwohl die Analogismen zwischen dem Totalitären, dem, höflich ausgedrückt, Islamismus oder Feminismus manifest werden und eine sich entwickelnde freiheitliche Kultur westlicher Staaten bedrohen, ist offensichtlich, dass diese Erscheinung zwar unterschiedlich hergeleitet werden kann – in den Folgen dennoch die gleiche Deckungsgleichheit aufweisen wird. Die daraus resultierende Systemkritik am westlichen Modell erklärt sich reziprok aus sich selbst und dürfte herausarbeiten können, dass sich ein Nomenklatura anmaßt, über die Mehrheit zu entscheiden. Die Feministinnen sind demnach genauso freiheitsfeindlich wie die SPD-Frauen, die Bundestagsparteien beugen das Grundgesetz, besetzen das Verfassungsgericht Mietmäulern, die Presse ist Werkzeug der Parteien und der Wirtschaft und nicht vierte Gewalt.

    Die Scharmützel mit dem Feminismus als Symptom dessen, sind da nebensächlich, Nebenschauplatz und dienen mehr der eigenen Beschäftigung oder Bespaßung, sich nicht dessen bewusst zu werden, dass man mit der Gesamtsituation unzufrieden zu sein hat. Neben der Fremdbestimmtheit, der heute Frauen nachlaufen wie geschnitten Brot, scheint die Linke auch den Nebenwiderspruch als Denkfigur vergessen zu haben. Nun, der Nebenwiderspruch ist den Linken nicht exklusiv vorbehalten, sondern ein Jeton, der seit „Brot und Spiele, seit „Teile und herrsche“ ebenso bei Konservativen, Rechten oder Liberalen aufs Tapet gebracht wird.

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=142382579215758&set=pb.100003320511634.-2207520000.1413218940.&type=3&src=https%3A%2F%2Fscontent-b-lhr.xx.fbcdn.net%2Fhphotos-xpf1%2Ft31.0-8%2F332609_142382579215758_1248952068_o.jpg&smallsrc=https%3A%2F%2Fscontent-b-lhr.xx.fbcdn.net%2Fhphotos-xfa1%2Fv%2Ft1.0-9%2F421491_142382579215758_1248952068_n.jpg%3Foh%3D99be5b96bb187e3f874608f5e35ab5b2%26oe%3D54BF054A&size=1264%2C1664

  • „Eine Geschlechterdebatte, als Debatte zwischen den Geschlechtern, gibt es nicht und hat es nie gegeben. Was unter diesem Titel läuft, war und ist das Selbstgespräch einiger Frauen und weniger männlicher Stichwortgeber.“

    Das kann ich unterschreiben. Eine Debatte sollte idealiter so verlaufen, dass man einander zuhört und damit auch schon etwas Bereitschaft aufbringt, seine eigene Meinung wenigstens in Teilen zu revidieren.

    Auf der anderen Seite sind politische Debatten selten echte offene Diskussionen. Es sind Scheingefechte, in denen Rhetorik eine größere Rolle spielt als gute Argumente. Da geht es mehr um den Eindruck, den man auf ein Publikum macht. Wichtig ist vor allem, wen das Publikum als Sieger der Debatte ansieht. Ob dieser „Sieg“ sachlich gerechtfertigt ist oder nicht, ist dafür wenig von Belang.

    Man wird also damit leben müssen, dass es nie eine ergebnisoffene Geschlechterdebatte mit Feministinnen geben wird. Es wird immer ein Schaukampf sein. Freilich kann man in diesem Schaukampf demonstrieren, dass Feministinnen oft nicht einmal ansatzweise verständigungsbereit sind. Das wäre ein taktischer Spin, mit dem man eventuell beim Publikum punkten kann. Über diesen Spin kann man sich womöglich auch öffentliche Aufmerksamkeit verschaffen, nämlich dann, wenn der Gesprächsabwehr der Feministinnen die Legitimation abhanden kommt.

  • „Die sozialen Medien sind ein offener Raum und gewiss kein Ponyhof.“ Ja, in dem Sinne, dass man auf Widerspruch stößt und auf Menschen, die – möglicherweise aus verständlichen Gründen – sauer sind auf das, was man sagt.

    Gut wäre es trotzdem, wenn wir uns über alle Unterschiede hinweg auf Grenzen verständigen könnten (ich weiß, dass das pathetisch klingt, ich meine es aber ganz pragmatisch). Patriarchatsleugung beispielweise mit Holocaustleugnung auf derselben Ebene anzusiedeln, ist gaga, und es ist in mehrfacher Hinsicht eine Schweinerei.

    Das ist es aber z.B. auch, wenn jemand – wie neulich, leider, bei Alles Evolution – Bilder von einer Porno-Seite postet und mal eben in den Raum stellt, Wizorek würde nebenbei als Pornodarstellerin arbeiten. Das ist dämlich und primitiv. Ganz unabhängig von der Sorge, dass solche Aktionen es leicht machen, feminismuskritische Argumente beliebig abzuwerten – ein solcher Umgang mit Gegnern vergiftet vor allem die Debatte.

    Von niemandem kann man erwarten, sich offen und aufmerksam mit Leuten auseinanderzusetzen, wenn er bzw. sie von ihnen gleichzeitig auf eine solch bekloppte Weise angeschossen wird.

    Es gibt Hass im Netz, und es gibt auch Grenzüberschreitungen aus Primitivität und Bosheit. Es ist ein richtiges Anliegen, dagegen etwas zu tun. Nur ist Zensur politischer Meinungen eben der falsche Weg.

    Besser wäre eine Verständigung auf gemeinsame Grenzen. Dazu gehört AUCH, wenn auch nicht als Einziges, dass sich Männerrechtler – wie das bei Alles Evolution ja auch einige getan haben (ich selbst hab den Post erst gerade eben gesehen) – selbst schnell gegen einen solchen Mist wenden.

    Ohnmachtsgefühle verstehe ich, und hab ich selber oft. Dass sie sich in Wut äußern, verstehe ich auch. Trotzdem ist es wichtig, darauf zu achten, welche Grenzen dabei eingehalten werden müssen.

  • Schoppe,

    ich muss mal nachfragen, hat Wizorek eigentlich genauer gesagt, wie diese Moderation erfolgen sollte? Wer soll da mit welchen Befugnissen eingreifen dürfen?

    Das wäre interessant. Eine Moderation in privaten Foren finde ich nicht verkehrt. Umgekehrt finde ich Christians sehr offene Kommentarpolitik auch richtig. Aber solange man diese Dinge privat regelt, sind sie unbedenklich, egal welche Tendenz entsteht.

    Bedenklich wäre erst, wenn man nach der Hilfe des Staates ruft und dadurch zur Vermachtung des Internets beiträgt.

    Generell finde ich richtig, was Du zu den Grenzen sagst. Aber das ist zunächst ein kulturelles Problem. Wir werden stärker lernen müssen, öffentliche Diskussionen auszuhalten und hier auch wieder Öffentlichkeit als besondere Sphäre wahrzunehmen. Mir scheint, dass im Internet eben oft kommuniziert wird wie im eigenen Privatbereich des Freundeskreises. Dort gibt es aber schon etablierte Regeln, wie weit man gehen kann und wie Grenzverletzungen sanktioniert werden. In Netzdebatten treffen aber einander unbekannte Menschen, die einen solchen normativen Unterbau nicht haben. Hier sollten die Verkehrsregeln gelten, die wir auch in der physischen Öffentlichkeit nutzen, wo man für gewöhnlich auch etwas zurückhaltender Fremden gegenüber auftritt.

  • „As a mental health counselor I am seeing more and more Boys that just hate themselves and they are shamed about their sexuality, they re shamed about their male body, they are shamed about being boys, they are shamed about any sort of maleness,…”
    Da werden sich die (Hardcore-)Femis aber freuen, Ziel erreicht („am Besten ist ein Junge, wenn er gar keiner mehr ist“… oder so ähnlich, gebrochene oder am Besten gar keine Persönlichkeit mehr…).
    Daneben sollte aber auch das was mit Mädchen so passiert Beachtung finden. Auch sie werden indoktriniert. Das geschieht natürlich mit den komplementären Zielen u. Handlungsanweisungen (Junge=böse, Mädchen=gut, Junge=Täter, Mädchen=Opfer, Junge=dumm, Mädchen=intelligent, etc.), hindert aber auch sie an der Entfaltung einer eigenständigen Persönlichkeit…
    Das geht m. E. in der Diskussion komplett unter…
    chris

  • @Chris

    Yup.

    Dazu vielleicht auch das Neueste von Sandberg und Co.. Allerdings nicht auf Jungen begrenzt. Oder wird dann nach Geschlecht feministisch lifestyledesigned aussortiert?

    “Social Freezing
    Karriere und Kind – auf Eis gelegt

    Das Tiefkühlen weiblicher Eizellen entschärft den Konflikt zwischen Karriere und Kind. Apple und Facebook wollen das “Social Freezing” jetzt für ihre Mitarbeiterinnen bezahlen und senden damit eine klare Botschaft: Erst Karriere, dann Kind – beides geht, zeitversetzt.”

    http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/social-freezing-karriere-und-kind-auf-eis-gelegt-a-997311.html

    Wir sind mit dem Feminismus auf einem wirklich guten und sicherlich menschenachtenden Weg. Er steht ja für alles Gute in der Welt. Und jeder dagegen ist, muss ja auf der bösen Seite stehen.

  • […] Im heutigen Feminismus findet sich davon allerdings fast nichts. Listen-and-Learn-Haltungen, die dialogische durch monologische Strukturen ersetzen – extreme Empfindsamkeiten (Safe Spaces! Trigger warnings!) – die pauschale Wahrnehmung von Kritik, und sei es polemischer Kritik, als Ausdruck von „Hass“: […]

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