Familie

Kinderbetreuung als Befreiung? Warum Kinder eine „moderne Familienpolitik“ nicht stören sollen

Bild zeigt Verkehrszeichen mit einer Mutter und einem Kind an der Hand.
geschrieben von: Lucas Schoppe
„Wie viel Betreuung braucht ein Kind?“, fragte Christian Schmidt vor einigen Tagen. Bei mir hat die Antwort ein paar Tage gedauert, unter anderem übrigens deshalb, weil ich zwischendurch unser Kind betreut habe.
Ein Zweck der Frage ist wohl, eine realistische Einschätzung dessen zu bekommen, wie viel eigentlich von einer Mutter in welchem Kindesalter erwartet werden kann – ob und wann von ihr vor allem verlangt werden kann, neben der Kinderbetreuung einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.
 „Wieviel Service braucht mein Wäschetrockner? Wieviel Auslauf braucht mein Dackel? Wieviel Betreuung braucht mein Kind?“,
ergänzt einer der Kommentatoren ironisch und interpretiert damit Christians Frage betont technisch – als ginge es eigentlich nur darum, mit wie viel Wartungsaufwand bei einem Kind gerechnet werden müsse und wie viel Zeit noch für anderes übrig bleibe.
In diesem Sinne wären die meisten Probleme gelöst, wenn es gelänge, selbstreinigende, pannensichere Kinder zu entwickeln, die zuverlässig mit geringer Kraftstoffzufuhr auskommen. Das klingt womöglich absurd, aber kein Ideal ist so absurd, dass es nicht irgendwo in pädagogischen Vorstellungen schon ernsthaft vertreten worden wäre – Kinder soll man sehen, aber nicht hören. Kinder sollen da sein, aber nicht stören.
Für einen etwas humaneren Umgang reicht es offenbar nicht, allein auf die Frage konzentriert zu sein, wie groß der Zeitwand der kindlichen Wartung ist. Worum aber geht es dann noch?

Liebe ist…die eigene Abschaffung zu finanzieren Christian weist auf den Widerspruch hin, dass Väterrechtler einerseits früh eine eigene Erwerbstätigkeit der Mutter erwarteten, zugleich aber die Notwendigkeit der Betreuung – auch durch den Vater – stark betonten. Das lässt sich leicht auflösen.
Heute kann eine Mutter, immer noch, weitgehend willkürlich die Sorge des Vaters für die gemeinsamen Kinder verhindern – und dann zugleich erwarten, dass eben dieser Vater ihr den Lebensunterhalt zu finanzieren habe, weil sie ja nun schließlich die Kindesbetreuung allein leisten müsse. Dass Väter sich darüber empören, finde ich selbstverständlich – unverständlich ist allenfalls, dass nicht mehr Männer und auch Frauen an solchen Verhältnissen Anstoß nehmen.
Es ist nicht gut, Väter auszugrenzen – aber wenn eine Mutter dies schon tut, dann soll sie wenigstens nicht auch noch erwarten, dass der Vater ihr das finanziert. Das ist keineswegs ein Widerspruch. Eher schon ist zu erwarten, dass einige Mütter weniger bereitwillig die Väter ihrer Kinder ausgrenzen würden, wenn sie die finanziellen Folgen selbst zu tragen hätten.
Der Widerspruch löst sich also leicht, sobald es nicht allein um den Zeitaufwand der Kindesbetreuung geht, sondern auch um die Frage, wer die Betreuung leistet. Als meine Ex-Partnerin wegzureden versuchte, dass unser Sohn auch wegen meiner intensiven Betreuung in den ersten Monaten – bevor ich dazu keine Möglichkeit mehr hatte – eine enge Bindung zu mir hatte, berief sie sich auf Ergebnisse der Bindungsforschung: Kinder würden ohnehin erst nach einigen Monaten bindungsfähig, und da sei ich nicht mehr regelmäßig dagewesen.
Das hätte dann, wenn es ernst gemeint wäre, zur Konsequenz, dass es in der ersten Lebenszeit eines Kindes völlig egal ist, wer es betreut. Wichtig wäre nur, dass es warm gehalten wird, etwas zu trinken und zu essen hat und ab und zu soziale Kontakte erlebt. Wenn das jeden Tag von einem anderen Menschen erledigt würde, fiele das dem Kind gar nicht auf.
Natürlich stimmt das nicht. Für die Bindungssicherheit eines Kindes ist es wesentlich, dass  bestimmte Personen – in aller Regel Mutter oder Vater – verlässlich für das Kind da sind. Entscheidend ist die Frage, ob das Kind diese Verlässlichkeit erlebt, nicht die Zeitdauer der Betreuung.
Eine Mutter, die sich umfassend und fürsorglich um das Kind kümmert, aber zugleich den Vater fernhält, verunsichert das Kind und wird diese Verunsicherung nicht durch großen eigenen Zeitaufwand auffangen können. Schließlich erlebt das Kind, dass ein Mensch, zu dem es eine existenzielle Beziehung hat, nicht bei ihm ist.
Meist suchen die Kinder dann die Schuld dafür bei sich selbst. Unser Sohn hat einmal gemutmaßt, dass ich deswegen immer wieder von ihm weggehe, weil er nicht lieb genug sei. So etwas hätte ich ihm nie vermittelt, auch nicht unterschwellig. Es ist aber eine Erklärung für eine Situation, die ihm ansonsten völlig unerklärlich ist.
Ähnliches gilt natürlich auch, wenn nicht die Mutter den Vater ausgrenzt, sondern der Vater sich von sich aus entzieht. Es ist allerdings interessant, dass sich Alleinerziehungs-Lobbyistinnen zwar lautstark und effektvoll über solche Väter empören, aber völlig desinteressiert an der Frage sind, wie sie stärker in die Betreuung der Kinder eingebunden werden könne.
Wie viel Betreuung brauchen Eltern?  Die Verunsicherung von Kindern schafft Abhängigkeiten, und beides vergrößert die Notwendigkeit der Betreuung. Wenn Kinder verunsichert sind, ertragen sie es kaum, dass Vater oder Mutter sie kurz allein lassen, um auf Toilette zu gehen – und das gilt nicht nur für wenige Monate alte Kinder.
Als Lehrer erlebe ich immer wieder Kinder und Jugendliche, die – auch noch mit zwölf, dreizehn Jahren oder später – kaum in der Lage sind, auf Klassenfahrt zu gehen und für ein paar Tage von ihrem Zuhause entfernt zu sein. Es haben dann häufig und offensichtlich eher die Eltern als die Kinder Angst davor, dass die elterliche Betreuung für ein paar Tage nicht direkt möglich ist.
Kinder aber, die sich sicher fühlen, können es auch ertragen, wenn Vater oder Mutter nicht jederzeit unmittelbar greifbar sind. Es ist also ein Trugschluss zu glauben, viel Betreuungsaufwand für ein Kind sei an sich gut, wenig Betreuungsaufwand sei schlecht. Ein sehr großer Betreuungsaufwand kann ganz im Gegenteil Anzeichen einer Schädigung des Kindes sein.
Ich möchte daher die Perspektive von Christians Frage so verstehen: Es geht nicht darum, wie viele Abstriche wir von unserem Leben als Erwachsene machen müssen, wenn wir dort ein Kind einbauen wollen. Es geht eher darum, was wir tun müssen, um einem Kind die Sicherheit zu geben, die es für ein würdiges, gutes Aufwachsen braucht.
Dabei greift die Frage nach dem bloßen Zeitaufwand eben zu kurz. Natürlich ist er in den ersten Monaten und Jahren größer als später, und zu Beginn ist eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung natürlich absolut notwendig.
Es ist auch sinnvoll, zwischen „Präsenz“ und „Betreuung“ zu unterscheiden, wie das einige Kommentatoren bei Alles Evolution tun. Ich habe zum Beispiel unseren schlafenden Sohn, als er noch sehr klein war, oft im Arm gehabt und dabei gelesen – auf diese Art und Weise habe ich problemlos auch einigen sehr dicke Bücher bis zum Ende lesen können. Das war sehr schön, und es käme mir sehr seltsam vor, es als aufopferungsvolle väterliche Betreuungstätigkeit zu verkaufen.
Heute werden Kinder zudem weitaus stärker betreut, als es vor einigen Jahrzehnten üblich war. Ich bin beispielsweise schon als Dreijähriger allein zum Kindergarten gegangen – wenn auch nicht ganz allein, eine vierjährige Nachbarstochter hat mich begleitet und auf mich aufgepasst. Heute ertragen es manche Eltern kaum, dass Zwölfjährige allein zur Schule gehen oder fahren.
Ich hatte als Jugendlicher ziemlich große Freiheiten, und mich damit in Ruhe zu lassen, ist meine Eltern vermutlich manchmal schwerer gefallen als eine umfassende Betreuung. Wenn ich daran denke, welche Risiken ich ab und zu eingegangen bin, hab ich jetzt schon Bauchschmerzen bei dem Gedanken, dass unser Sohn auch in ein paar Jahren in dieses Alter kommen wird.
Sicherheit des Kindes ist also nicht problemlos in Betreuungszeit zu übersetzen und umgekehrt. Was aber ist dann für die Sicherheit notwendig?
Kinderarmut als Befreiung Wichtig ist zum Beispiel, dass die Eltern selbst in einer halbwegs sicheren Situation leben können, dass sie keine gravierenden ökonomischen Schwierigkeiten haben. In diesem Sinne leisten auch traditionelle Väter einen wichtigen Beitrag zur Betreuung der Kinder: Sie stellen einen Rahmen bereit, in dem die Familie ökonomisch einigermaßen sicher leben kann, und sie verschaffen dem Kind zugleich die wichtige Erfahrung, dass zur Aufrechterhaltung des Familienlebens eine regelmäßige Arneit außerhalb der Familie notwendig ist.
Als „männliche Tragödie“ bezeichnet Warren Farrell die Tatsache, dass Väter traditionell ihre Liebe zu ihren Kindern eben gerade durch Tätigkeiten zeigen, in denen sie sich notwendig von ihren Kindern distanzieren müssen. Anstatt allein zu überlegen, was die Familienpolitik zur Entlastung der Mütter tun kann, wäre es eigentlich längst an der Zeit, auch von Müttern zu fordern, Männer von diesem Dilemma zu entlasten. Tatsächlich aber steigert eine vorgeblich moderne Familienpolitik diese Tragik weiter ins Absurde, wenn sie Väterlichkeit ganz auf Zahlungsverpflichtungen reduziert.
Die Alleinerziehung ist, europaweit und unabhängig von den Bedingungen des jeweiligen sozialen Netzes, das höchste Armutsriskiko für Kinder (dazu das Dossier Armutsrisiken des Familienministeriums, S. 22). Das ist nicht überraschend – die Arbeit im Beruf, in der Kinderbetreuung und im Haushalt ist natürlich von zwei erwachsenen Menschen wesentlich besser zu erledigen als von einem. Diese selbstverständliche Einsicht drückt sich heute manchmal nur noch in der ungeheuren Empörung über Väter aus, die zu wenig Unterhalt zahlen – als ob es völlig fraglos selbstverständlich wäre, dass sie zuvor aus dem Leben ihrer Kinder entfernt worden sind.
Denn natürlich sind Väter nicht allein für die ökonomische Reproduktion der Familie wichtig. So gern ich mich um unseren Sohn kümmere – ich merke auch, wie gut es tut, ab und zu eine Pause dabei machen zu können. Der Glaube, ganz allein und rund um die Uhr für ein Kind da sein zu können, ist nicht heroisch, sondern Ausdruck einer selbstverliebten Überschätzung der eigenen Möglichkeiten.
Das Kind wird dadurch in erhebliche Abhängigkeiten von einer einzigen Bezugsperson manövriert. Es erlebt nicht, dass Erwachsene sich zu seinem Wohl miteinander verständigen. Es erlebt auch nicht, dass verschiedene Erwachsene verschiedene Grenzen und Verhaltensweisen haben und damit verschiedene Möglichkeiten eröffnen. Es erlebt stattdessen wesentlich immer dieselben Bedingungen immer derselben Beziehung, in der es notwendig jeweils in der schwächeren Position ist.
Es ist daher kein Wunder, dass die Folgen der Alleinerziehung und der Vaterentbehrung, auch statistisch betrachtet, für Kinder gravierend sind. Eine Kommentatorin bei Alles Evolution macht gleichwohl darauf aufmerksam, dass eine „Pathologisierung“ von alleinerzogenen Kindern ihnen auch nicht helfen würde. Das Verschweigen dieser Folgen hilft ihnen allerdings auch nicht.
Natürlich gibt es Situationen, in denen es zur Alleinerziehung keine Alternative gibt – wenn ein Partner gestorben ist, sich standhaft der eigenen Verantwortung entzieht oder schwer erkrankt ist. Dann hilft es nichts, dem Kind und dem alleinerziehenden Elternteil beständig die ungünstigen Konsequenzen vorzuhalten.
Bei der Alleinerziehung, oder genauer, bei der mütterlichen Alleinerziehung geht es aber um etwas ganz anderes als um eine Notlösung in einer sehr ungünstigen Situation. Sie ist ebenso kinder- wie männerfeindlich  als „Befreiung“ von männlicher Herrschaft propagiert worden und wird weiterhin, gerade von Grünen und Sozialdemokraten, als wichtiger Bestandteil einer „modernen Familienpolitik“ verkauft. Sie erscheint so im Vergleich zur Erziehung in einer Familie mit Vater und Mutter als eine ganz selbstverständliche, oft wohl sogar bessere Alternative.
Das ist nicht zu halten. Wer krank ist oder einen Unfall hatte und deshalb einen Arm verloren hat, muss ja auch nicht beständig darauf aufmerksam gemacht werden, dass mit zwei Armen doch ganz gewiss manches leichter wäre. Es wäre aber auch offensichtlich unsinnig, wenn jemand deshalb die Amputation eines Armes als natürliche Alternative zum Leben mit beiden Armen verkaufen würde, die ganz allgemein Vorteile und Nachteile hätte.
Christians Frage greift aus meiner Sicht daher zu kurz. Es geht nicht nur darum, wie viel Betreuungszeit für ein Kind veranschlagt werden muss – so dass die Betreuungszeit nach einer Trennung dann eben weitgehend von einer Person abgeleistet wird, die dafür eine gewisse Entschädigung erhalten sollte.
Wesentlich ist, dass Erwachsene sich damit auseinandersetzen, was dem Kind Sicherheit bietet – und dass dazu gehört, sich auf Dauer, in gleicher Verantwortung und mit gleichen Rechten, mit dem anderen Elternteil darüber zu verständigen, was für das Kind gut ist.
Wer dazu nicht bereit ist, wird dem Kind schaden – unabhängig von dem Zeitaufwand, zu dem sie oder er bereit ist.

 

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8 Comments

  • Eine kleine kritische Anmerkung zu Deiner Argumentation, die so oder ähnlich immer wieder zu hören ist.
    Das Recht des Vaters auf angemessenen Umgang mit seinen Kindern ist – oder besser gesagt, sollte – ein bedingungsloses Recht sein, das sich direkt aus der Vaterschaft ableitet. Bedingungslos heisst, dass kein Nachweis positiver pädagogischer Effekte nötig sein sollte, um dieses Recht zu begründen. Diese Argumentation ist eine defensive, die ein i.m.h.o „natürliches Recht“ durch Studien rechtfertigen will, Studien, die positive Effekte durch die Beziehung des Vaters zum Kind behaupten. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Ergebnisse solcher Studien immer angezweifelt werden können und nie eindeutig sind, da wir uns in diesem Fall nicht im Bereich der exakten Wissenschaften bewegen.

    So liessen sich ohne weiteres Belege finden, die zeigen, dass sich auch Kinder von Alleinerziehenden, die keinen Kontakt zum anderen Elternteil hatten, sich gut entwickelten. Das wäre dann ein Argument gegen die Notwendigkeit des Einbezugs beider Elternteile – insbesondere des Vaters – in die Erziehung.

  • Sehr gut gesehen. Was nicht dem Artikel Abbruch tun soll.

    Es ist ja gerade dieses systematische in Frage stellen der „natürlichen Daseinsrechte“, die auch Männer haben, auch und gerade in Bezug auf Familie und ihrer Vaterrolle, auf das immer argumentierend und überzeugen wollend eingegangen wird.

    Dabei wird hier mittlerweile dauerhaft und sehr krass auf diese Weise alles untermeniert. Das hat tatsächlich System. Und ein darauf Eingehen mit Argumentation ist bei Rückblick offenkundig schon die Defensive und der Verlust. Hier ist insbesondere der Feminismus natürlich in keinster Weise redlich unterwegs, aber der Rest auch nicht. Das haben die letzten Jahrzehnte gezeigt.

    Wir müssen umschalten und einfordern. Ohne viel zu argumentieren. Einfach fordern. Und nicht mit unterwürfiger Haltung, sondern genauso dreist und ansonsten auf Durchzug schalten.

    Es scheint nicht anders zu gehen.

  • Sorry Peter,

    ich glaube du weißt nicht wovon du sprichst. Ich bin ohne Vater aufgewachsen, kann dir also sagen wie es ist, denke ich jedenfalls.

    Es war kein Mann da der mir gezeigt hat wie man eine Schleuder baut, einen Fahrradreifen flickt, eine Säge schärft. Hab ich mir alles selber beibringen müssen. Auch das rasieren, ist schon übel.

    Bin heute über 50, hab eine Familie, meine Kinder sind groß und glaub mir, ich hab viel falsch gemacht.

    Zu sagen einen Vater braucht es nicht, ist Anmaßend. Sorry für meine harten Worte, es braucht ihn sehr wohl. Du wirst es kaum glauben, ich kenne es nicht einen Vater zu haben und trotz dem vermisse ich es. Wie mag es sein, wenn man wie in so vielen Büchern beschrieben diesen Stolz sieht, diese Ermunterung es noch mal zu versuchen, nie aufzugeben.

    Weißt du ich habe all das versucht an meine Kinder weiterzugeben, all das was ich selber nicht hatte. Ich bin dein Argument, ich habe es auch ohne Vater geschafft, bin was geworden, habe etwas erreicht, bin also dein positiver beweis das es auch ohne diesen einen Mann geht.

    Suhl dich in deinem Stolz, denn du wirst nie wissen wie schlecht es mir geht, ohne IHM.

    anonym

  • @anonym

    So hat Peter es bestimmt nicht gemeint. Ganz im Gegenteil. Das hast du wirklich missverstanden.

    Er meinte es ja gerade genau in deinem Sinne. Denn so ließe sich ja genau die Notwendigkeit eines Vaters im Leben eines Kindes wegargumentieren, nämlich das es keinen Vater braucht.

    Das wollte er damit sagen.

  • @ anonym Ich habe Peter auich so verstanden wie petpanther. Nicht in dem Sinne, dass ein Vater für Kinder nicht nötig ist – sondern in einem ganz anderen Sinn: Dass nämlich der Anspruch eines Vaters auf guten Kontakt zum Kind (und das ließe sich auch auf den Anspurch eines Kindes auf guten Kontakt zum Vater erweitern) unabhängig von dem Nachweis besteht, dass dieser Kontakt positive pädagogische Auswirkungen habe.

    Das bedeutet eigentlich nur: Ein Vater muss nicht erst beweisen, dass der Umgang mit ihm dem Kind gut tut – ebensowenig, wie jemand der Mutter den Umgang mit dem eigenen Kind verweigern würde, solange sie den pädagogischen Nutzen noch nicht nachgewiesen hat.

    Ich habe Peters Position also als Stärkung der väterlichen Position verstanden, nicht als Schwächung.

  • Das Problem ist, dass wir Kinder nicht wie Mäuse in sterilen Käfigen aufwachsen lassen könne und wollen, um Erkenntnisse über einzelne Faktoren zu machen. Z.B. höre ich sehr häufig, wie schlecht sich eine Scheidung auf ein Kind auswirkt. Ist es aber die Scheidung die dem Kind schadet oder ist es der Streit der Eltern vor, während und nach der Scheidung? Dazu müsste man eine ganze Menge Familien finden, die sich perfekt gleichen und sich nur um ein Punkt unterscheiden. Mit Labor-Ratten lässt sich das erzeugen. Mit Menschen nicht. Es ist deshalb sehr einfach, das Ergebnis einfach einem Kriterium zuzuweisen ohne zu überlegen, ob auch andere Kriterien Einfluss hatten.

  • Hallo,
    heute zum „Tag der Männer“ der einzigste Artikel im SPON (den man mit viel „Optimismus“ als solchen durchgehen lassen könnte), allerdings von vornherein ohne Kommentarfunktion (wir wollen den Tieren ja keine Plattform bieten, gelle SPON): http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sorgerecht-fuer-kinder-vater-muss-ein-jahr-nach-trennung-warten-a-978885.html
    Das passiert immer öfter, wo Frau erwartet, Man(n) könnte sich dazu (unerwünscht) kritisch äußern… ;o)
    chris

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