Zwischen Hetze und Liebedienerei

Ein Kommentar zur SWR2-Sendung Maskulinisten – Krieger im Geschlechterkampf
Ein Blogger aus einem obskuren Blog fabuliert über die „gesellschaftspolitischen Gefahren des Frauenwahlrechts“ – ein Experte beichtet über eine politische Bewegung, die von „Feindseligkeit (…) gegenüber Frauen, Weiblichkeit und insbesondere gegenüber dem Feminismus und der Frauenbewegung“ geprägt sei – und Ausschnitte aus einer Veranstaltung des Magazins Compact sind von Sirenen unterlegt. Dazwischen der Titel der Sendung: Maskulinisten – Krieger im Geschlechterkampf, geschrieben von Nina Marie Bust-Bartels.
Schon der Beginn dieser Hörfunksendung, die bei SWR2 mehrfach ausgestrahlt wird, kreiert den Eindruck eines Bürgerkrieges. Offenkundig gewaltbereite Männer würden gegen Feministinnen, ja gegen alle Frauen entschlossen in die Schlacht ziehen, um die Fortschritte der letzten Jahrzehnte wieder zunichte zu machen.
Dass eine solche ressentimentgeladene, holzschnittartige Freund-Feind-Darstellung von eben dem kriegerischen Ethos bestimmt ist, das sie den politischen Gegnern unterstellt – das kann angesichts der beschworenen Gefahren natürlich keine Rolle spielen.
Dabei ist schon der Titel falsch: Wer eigentlich bezeichnet sich selbst als „Maskulinist“? Oder, anders gefragt: Wer würde schon von „Femininistinnen“ reden?
Mit diesem Bild illustriert der SWR auf seiner Homepage seine Sendung Maskulinisten – Krieger im Geschlechterkampf. Es ist kaum vorstellbar, dass eine Sendung über Feministinnen ähnlich bebildert würde.
Ein nackter Oberkörper, rasiert, glänzend, muskulös – ganz das Bild eines starken, selbstverliebten Mannes, der sich allerdings absurderweise selbst als Opfer wahrnimmt. Immerhin passt das Bild zur Sendung: Es zeigt gleichsam einen Torso und lässt alles weg, was hier gerade nicht von Interesse ist.
Vor allem aber stehen keine kriegerischen Auseinandersetzungen an. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich allerdings etwas ganz anderes verändert: Männer äußern sich weitaus häufiger und selbstbewusster zu geschlechterpolitischen Themen als noch vor einem Jahrzehnt, und sowohl Männer als auch Frauen greifen die Vorstellung an, Geschlechterdebatten könnten legitim nur aus einer feministischen Perspektive geführt werden.

Angst vor der Vielfalt und Sehnsucht nach einfachen Fronten Ein Motor dieser Entwicklung war die Erfahrung Tausender von Vätern, die aufgrund geschlechtsspezifischer rechtlicher Benachteiligungen willkürlich von ihren Kindern getrennt wurden.
Es äußern sich Männer, die Opfer häuslicher Gewalt wurden und zugleich erleben, dass sie in offiziellen Darstellungen zu diesem Thema, bloß weil sie Männer sind, allein als Täter in Frage kommen.
Männer und Frauen weisen darauf hin, dass Jungen an den Schulen offenkundig große geschlechtsbedingte Nachteile erleben.
Männer und Frauen diskutieren gesundheitspolitische Nachteile von Männern, sie fragen, warum Männer so viel häufiger als Frauen obdachlos werden oder Selbstmord begehen – und ob es dafür auch soziale Ursachen gibt.
Männer und Frauen stellen offen die Frage, was es eigentlich mit „linker“ Politik und mit sozialer Gerechtigkeit zu tun hat, wenn die Familienministerin eine Frauenquote in Aufsichtsräten als oberste Priorität ihrer Politik vorstellt, von der nur eine kleine Handvoll ohnehin schon privilegierter Frauen profitiert.
Die Fantasie einfacher Frontverläufe zwischen herrschenden Männern und unterdrückten Frauen ist nicht mehr überzeugend – wenn sie es denn überhaupt jemals war. Das aber kann Bust-Bartels offenbar nicht akzeptieren.
Natürlich leben Männer (ebenso wie Frauen) in ganz unterschiedlichen sozialen Positionen, und sie haben völlig unterschiedliche politische Ziele. Natürlich äußern sich auch Männer, die ihre Kritik brachial formulieren, die sie mit Frauenfeindlichkeit oder Fremdenfeindlichkeit verbinden. Immerhin haben sich viele andere mit der brachialen Rhetorik und der politischen Haltlosigkeit dieser Positionen längst auseinandergesetzt und sich davon klar distanziert. Das Blog maskulist.de beispielweise, aus dem die Sendung zu Beginn zitiert, ist politisch isoliert und seit 2011 inaktiv. Das verschweigt die Autorin, wie so vieles andere.
Über die Ziele dieser vielfältigen Bewegung hätte Bust-Bartels sich leicht informieren können, wenn sie es nur gewollt hätte. Sie weiß um diese Vielfalt, erwähnt sie aber nicht.
Stattdessen konzentriert sie sich auf wenige Aspekte, die sie für die Fantasie eines Bürgerkriegs braucht: Sie zitiert ausführlich aus einem einzigen Forum, wgvdl.com, das tatsächlich längst im eigenen Saft schwimmt und nach außen hin kaum Wirkung hat – sie erweckt den Eindruck, Thilo Sarrazin sei mit einigen primitiven Räsonnements zu steinzeitlichen Männern und Frauen repräsentativ für die „Maskulinisten“ – und sie verlässt sich ohne alle kritische Distanz auf einige Autoren, die sie als „Experten“ präsentiert.
Warum journalistisches Ethos unwichtig ist, wenn man gute Experten hat
„Wenn ich in einer privilegierten Position bin und einen Teil meiner Privilegien abgeben muss, dann führt das dazu, dass ich mich extrem benachteiligt fühle.“
So erklärt Hinrich Rosenbrock, einer von diesen Experten, die wachsende Beteiligung von Männern an geschlechterpolitischen Diskussionen. Ob Trennungsväter ohne Kinder, Obdachlose, Gewaltopfer oder Selbstmörder – alle leiden aus dieser Sicht bloß unter dem Verlust ihrer Privilegien.
Das setzt den Ton für die gesamte Sendung: Eine „männliche Opferideologie“ hätten Männer entwickelt, und diese Formulierung Rosenbrocks übernimmt die Erzählerin wörtlich und distanzlos. Rolf Pohl, ein anderer der Experten, redet davon, dass Männer sich als Opfer gerierten. Männer würden sich als „Opfer der Emanzipation“ präsentieren oder als „Opfer einer von ‚den Frauen’ dominierten Welt“.
Die Erzählerin fragt treuherzig: „Wie kommen Maskulinisten zu dem Schluss, Männer seien das eigentlich benachteiligte Geschlecht?“ – kommt dann aber selbst überhaupt nicht auf die Idee, einmal zu überprüfen, ob es nicht tatsächlich in einigen Bereichen Nachteile für Männer und Jungen geben könnte.
Einzige Ausnahme: Dass Väter menschen- und grundrechtsverletzend aus der Sorge für ihre Kinder ausgeschlossen wurden und noch immer rechtlich deutlich benachteiligt sind, erwähnt die Autorin kurz in der harmlosen Formulierung, dass „Männer bei Sorgerechtsstreitigkeiten lange den Kürzeren“ gezogen hätten. Das aber relativiert sie sogleich und beflissen mit dem Hinweis, dass Männer doch die meisten gesellschaftspolitischen Machtpositionen besetzen würden. In diesem Zusammenhang darf dann natürlich auch der irreführende Hinweis nicht fehlen, dass Männer 22 Prozent mehr verdienen würden als Frauen.
Es geht es also überhaupt nicht darum zu überprüfen, ob Männer oder Jungen tatsächlich in einigen Bereichen benachteiligt sind oder nicht – es geht allein darum, dass Männer doch, bitteschön, SO nicht über sich selbst reden und nachdenken sollen.
Es geht nicht um eine Auseinandersetzung mit sozialen Realitäten, sondern um die Aufrechterhaltung längst überlebter Geschlechterklischees: Ein Mann jammert nicht.
Dass Männer nach vielen Studien in gleichem Maße Opfer häuslicher Gewalt werden wie Frauen, tut der Wissenschaftler Hinrich Rosenbrock mit einer auffällig unplausiblen Äußerung ab:
„Wenn man sich die Studien genauer anschaut, dann ist das eine Erfassungsmethode aus den USA kommend, die kennt zwei Kodierungen, die kennt Null, es gibt keine Gewalt und die kennt Eins, es gibt Gewalt.“
Die Studien würden „einen bösen Blick genauso wie eine Vergewaltigung“ gewichten.
Nicht einmal die offensichtliche Unwahrscheinlichkeit dieser Äußerung veranlasst Bust-Bartels zu kritischen Nachfragen – ebenso wenig wie die Tatsache, dass Rosenbrock überhaupt nicht verrät, auf welche „Erfassungsmethode“ er sich eigentlich so vernichtend bezieht. Selbst journalistischen Laien müsste auffallen, dass hier irgendetwas nicht stimmt.
Der Wissenschaftler meint übrigens wohl die Conflict Tactics Scale von Murray A. Straus, deren Sinn gerade die sehr differenzierte Erfassung verschiedener Arten häuslicher Gewalt ist. Was Rosenbrock zudem über die genannten Studien sagt, ist die glatte Unwahrheit. Das hätte Bust-Bartels und ihrer Redaktion beispielweise mit einem kurzen Blick in Bastian Schwithals Studie Weibliche Gewalt in Partnerschaften deutlich werden können – oder mit einem Durchblättern des über 700 Seiten starken Handbuchs Familiäre Gewalt im Fokus von John Hamel und Tonia L. Nichols, das als Übersetzung aus dem Englischen die deutsche Diskussion auf den Stand der amerikanischen Ergebnisse zum Thema bringen kann.
Doch eine solche Überprüfung zumindest der unwahrscheinlichsten Aussagen kommt für die SWR-Journalisten ganz selbstverständlich nicht in Frage. Stattdessen übernehmen sie ungeprüft Darstellungen wie die, dass „Maskulinisten die online-Kommentarspalten gezielt entern“. Das unterstellt unbelegt Absprachen, die es nicht gibt, und verschleiert, dass viele Männer – und auch Frauen – sich aus ganz eigenem Antrieb an den Diskussionen beteiligen.
Zudem bedient sich die Metaphorik des „Enterns“ abermals der Kriegslogik, die diese Sendung doch eigentlich den „Maskulinisten“ unterstellt. Die Kommentarspalte ist eigentlich UNSERE – aber DIE entern sie gewaltsam.
Hinrich Rosenbrock wird übrigens von einer ehemaligen Freundin öffentlich der häuslichen Gewalt beschuldigt – obwohl das unmittelbar zum Thema gehört, ist es verständlich, dass das im Sinne der Unschuldsvermutung  nicht erwähnt wird. Anderen gegenüber aber ist solch eine Zurückhaltung natürlich nicht für nötig. Es sei auffällig, so Rosenbrock selbst nicht ohne Perfidie über seine politischen Gegner,
„wie viele nach eigener Darstellung Ex-Partnerinnen haben, die in Frauenhäusern leben oder gelebt haben.“
Munter-suggestiv, aber ohne jeden Beleg werden die „Maskulinisten“ als gewalttätig, als Frauenschläger hingestellt.
Warum Männer Täter sind – gerade dann, wenn sie Opfer sind Diese Unterstellung der Gewalttätigkeit durchzieht die gesamte Sendung. In unterschwelligen Unterlegenheitsgefühlen gäbe es gar, so Rosenbrock, „ziemlich starke Parallelen (…) zwischen Antifeminismus und Antisemitismus.“
Diese antisemitischen Unterlegenheitsgefühle gab es durchaus: als sozialen Neid und als Bildungsneid gegenüber Juden, die in der Zeit der Judenemanzipation oft beeindruckende soziale und Bildungs-Aufstiege gestalten konnten – auch als sexuellen Neid, der sich im brutalen Klischee des „geilen Juden“ ausdrückt – und all dies grundiert von einem jahrhundertealten religiösen Neid auf das „auserwählte Volk“, auf „Gottes erste Liebe“ (Friedrich Heer).
Diese schließlich massenmörderische Dynamik alter und uralter Ressentiments setzt Rosenbrock nun tatsächlich gleich mit den Beschwerden von Vätern, die aufgrund geschlechtsbedingter Nachteile ihre Kinder nicht mehr sehen können – oder mit Widersprüchen von Männern, die Opfer häuslicher Gewalt sind und die sich dagegen wehren, in offiziellen Kampagnen auch noch als Täter hingestellt zu werden.
Für Antisemitismus interessiert sich der Wissenschaftler also überhaupt nicht, und er kennt sich damit wohl auch kaum aus. Ihn interessiert der Antisemitismus eben gerade so weit, wie er ihn zur Diffamierung politischer Gegner gebrauchen kann. Auch hierin folgt ihm die Autorin mit ihrer Redaktion völlig distanzlos.
Ebenso unkritisch präsentiert die Sendung auch Thomas Gesterkamp, der feminismuskritische Männer mit dem norwegischen Massenmörder Anders Breivik vergleicht – schließlich sei auch Breivik Antifeminist gewesen. Mit dieser Logik wäre dann übrigens jeder, der schon einmal den Kommunismus kritisiert hat, irgendwie wie ein Nazi – immerhin war ja auch Hitler glühender Antikommunist.
Selbstverständlich unerwähnt bleibt, dass Breivik nicht nur vom soldatischen Mann geträumt hat, der sich bedenkenlos opfert – für ihn stellt das Töten von Menschen auch nur dann ein Problem dar, wenn diese Menschen weiblich sind. Es ist eben dieses Männerbild des disposable male, des heroisierten, aber auch rundum verfügbaren Wegwerf-Mannes, das seit Jahrzehnten von männerbewegten Männern – und Frauen – scharf kritisiert wird.
In der Fixierung auf den kriegerischen Mann und der Gleichgültigkeit gegenüber realen männlichen Leiderfahrungen hat die Sendung also sehr viel mehr mit dem Geschlechterbild Breiviks gemein, als es ihren Verantwortlichen recht sein kann.
Sie findet dann jedenfalls eine leichte Erklärung für die „männliche Opferideologie“, und eine Erklärung zudem, die bequemerweise keinen Blick auf soziale Realitäten erfordert. „Maskulinisten“ würden nämlich
„die angebliche Unterdrückung der Männer mitverantwortlich (machen) für deren Gewaltausbrüche“.
Bei diesem Satz steht dann endgültig in Frage, ob sich in den SWR-Redaktionen eigentlich irgendjemand dafür verantwortlich fühlt, noch einmal zu kontrollieren, welche Formulierungen denn so über den Sender gehen. „Deren Gewaltausbrüche“, das sind hier die Gewaltausbrüche der Männer – und wenn Männer über eigene Leiderfahrungen sprechen, dann täten sie das angeblich nur, um ihre Gewalt zu legitimieren und zu verschleiern.
Trotz alldem stellt es Bust-Bartels als verwunderlich dar, dass es Männer gibt, die ihre öffentliche Darstellung als „politische Hetze“ empfinden. Zum Glück ist die Medienlandschaft insgesamt tatsächlich offener geworden, und massenmediale Darstellungen zu geschlechterpolitischen Themen sind heute oft differenzierter und weniger einseitig, als sie es noch vor wenigen Jahren waren. Aber so, wie hier die Verantwortlichen über Männer reden, würde wohl über keine andere Gruppe von Menschen öffentlich geredet werden.
Was etwa würde wohl in einem öffentlich-rechtlichen Sender geschehen, der eine Sendung mit der kranken Kernthese produziert, dass Türken in Deutschland nur über eigene Leiderfahrungen sprechen würden, um die für sie angeblich typischen Gewaltausbrüche zu legitimieren? Wer eine solche Sendung auch nur ernsthaft planen würde, würde (hoffentlich und) zu Recht erhebliche Schwierigkeiten bekommen.
Der SWR aber produziert eine eben solche Sendung und strahlt sie gleich mehrmals bedenkenlos aus.
Dabei sind die politischen Positionen, die so diffamiert werden, nicht kriegerisch, sondern zivil. Es ist weithin Konsens, geschlechtsbedingte Nachteile von Frauen und von Männern, von Jungen und von Mädchen gleichermaßen abzulehnen.
Für diese umfassend antisexistischen Positionen sind Hinrich Rosenbrock, Rolf Pohl oder Thomas Gesterkamp etwa in derselben Weise Experten, in der schon Franz-Josef Strauß ein Experte für sozialistische Theoriebildung war: Sie sind verbissene politische Gegner, die eben gerade nur das wahrnehmen, was sie zur Rationalisierung ihrer Gegnerschaft brauchen.
Die Sendung folgt dem ohne alle journalistische Distanz, weil sie offenkundig gerade dieselbe politische Agenda hat wie die „Experten“ der sozialdemokratischen Friedrich-Ebert-Stiftung (Gesterkamp) und der grünen Heinrich Böll Stiftung (Rosenbrock).
Zur einen Seite hin also Hetze gegen Bürger, die diese Hetze auch noch selbst finanzieren müssen – zur anderen Seite hin ebenso bedenkenlose politische Liebedienerei: Die Sendung wirkt, als würden sich Bust-Bartels und der ganze SWR um den Karl-Eduard von Schnitzler-Gedächtnispreis bewerben.
Interessant ist aber auch: Hetzerische Sendungen wie diese oder die von Rolf Homann, scheinbar wissenschaftliche Texte wie die von Thomas Gesterkamp, Hinrich Rosenbrock oder Robert Claus, nun bald eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung mit Claus, Gesterkamp,  Andreas Kemper und Michael Seemann, der „Maskus“ öffentlich als „menschlichen Abschaum“ beschimpft und dafür als Experte bei der Abschlussdiskussion „Solidarität, Schutz und Spielregeln“ zum „politischen Handlungsbedarf“ teilnimmt
– all dies nimmt rapide zu, seitdem es auf männerrechtlicher Seite viel mehr gibt als wgvdl.com.
Die Hetze richtet sich nicht gegen die, die selber hetzen – sondern gegen eine Entwicklung, in der Kritik auf langsam wachsender Basis sachbezogen und klar geäußert wird.
Hinter dieser Hetze steht nicht die Angst vor dem Krieg – sondern die Angst vor der friedlichen, offenen Diskussion.
  1. Ich bewundere Sie und Arne, dass ihr Euch diesen Mist anhört und danach noch die Kraft habt, ihn sachlich zu kommentieren. Ich habe nur ein Stück (3 Min) davon gehört und dann abgeschaltet. Es war für mich nur eine weitere Demonstration von Dummheit und journalistischer Verwahrlosung.

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  2. Vor diesem Hintergrund überlege ich mir, ob ich mir die Sendung „Hart aber fair“ am kommenden Montag antue. Zwar ist eine renomierte Feminismuskritikern dabei, Frau Kelle, allerdings stammt diese aus dem konservativen Mileu. Fortschrittliche, linke, hunmanistisch orientierte Männerrechtler sind natürlich nicht dabei. Vermutlich will man auch in dieser Sendung das Bild vom „rechten“, verunsicherten, um seine Privilegien fürchtenden männlichen Macho aufrecht erhalten. [KlausT]

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  3. von Axel , AE
    Bin zwar kein Maskulist, aber grade mal angehört die Sendung. Scheint eine typische ÖR-Bildungssendung mit erheblichem Schnarchpotential zu sein, die wohl kaum ein zufälliger Hörer zu Ende hört.

    Ärgerlich ist die typische ÖR-Politkorrektheit, die kaum eine differenzierte Beschäftigung zuläßt.
    Schön die Auftritte von Pohl und Rosenbrock, deren tatsächlicher Bildungshintergrund merkwürdig unpräzise dargestellt wird. Rosenbrock ist plötzlich Soziologe? Gendermagister war wohl zu peinlich.Und er lehrt? Dachte, er macht seine Diss. „Lehren“ klingt zumindest nach Privatdozent.

    Übel ist bei beiden wirklich die Identifikation von Maskulismus und „Fremdenfeindlichkeit“ (Pohl) und sogar – man höre und staune – „Antisemitismus“ (Rosenbr)! Frauen sind also die neuen Juden. Uff.
    Schon diese Argumentation zeigt, daß Pohl und Rosenbrock schlicht ideologische Antifa-Linksextremisten sind, die offenbar alles von Hitler aus denken.

    Gibt es nicht mehr genügend Nazis, oder werden die schon von anderen bearbeitet, wird flugs jeder „Feind“ als So-irgendwie-Nazi bezeichnet. Und Nazis muß man bekämpfen, und dafür muß es unbedingt Forschungsposten und viel Geld geben!

    Was Frau Dr. Kerstin Zimmer, gegenwärtige Nicht-Professorin (Habile werden doch bei denen sonst verschenkt?) und Chefin von Rosenbrock, zu seinen Ausfällen sagt?

    http://www.uni-marburg.de/fb03/soziologie/institut/arbeitsschwerpunkte/ang_soz

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  4. für Klaus:

    Geht ja auch um Genderkram allgemein. OK, Arne H. hätte man schon einladen können. Wahrscheinlich ist der Fokus aber nicht auf Männerrechten.
    Ich denke, dem Plasberg kann man schon vertrauen. Lies mal allein den Einleitungstext: http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/

    „Gleichheitswahn“? Das klingt nicht nach „Wir kriechen den Genderspinnern in den…“

    Die Auswahl der Diskutanten hat es allerdings in sich: Kubicki und Kelle gegen Hofreiter und Wizorek. Thomalla dürfte als „Künstlerin“ auf Genderseite stehen. Also 3:2 für Genda. Allerdings sind Kelle&Kubicki keine Anfänger und gewiß nicht auf den Mund gefallen. Hofreiter ist ne Schlaftablette und mit seiner Haarausfall-Frisur ne PR-Katastrophe. Wizorek ist hingegen zwar was fürs Auge, aber eine hoffnungslose Fanatikerin.

    Also: Schau´s Dir an! Das wird herrlich!

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  5. „Schau´s Dir an! Das wird herrlich!“ Naja, als Spektakel mag es sein. Es kann aber auch sehr langweilig werden, weil alle Beteiligten ohnehin ihre seit Ewigkeiten festen Positionen haben und ohnehin nicht miteinander ins Gespräch kommen werden.

    Denn DAS fänd ich mal interessant: Ein offenes Gespräch, in dem klar wird, dass eigenständige Positionen von Männern in Geschlechtderdebatten auch aus linken und liberalen Perspektive formuliert werden.

    Dabei eine Feministin, die offen ins Gespräch geht und sich damit argumentativ – und ohne die üblichen klischeehaften Unterstellungen – auseinandersetzt.

    Das wär mal eine interessante Konstellation. Wizoreks Äußeres ist da ganz egal – wichtig ist nur, dass so eine Offenheit von ihr nicht zu erwarten ist.

    Für mich würde so ein Gespräch also interessant werden, wenn es aufhören würde, ein Lagerwettstreit zu sein („3 zu 2“), sondern wenn wirklich mal eine inhaltliche Debatte zu Stande käme.

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  6. Die Bezeichnung „Soziologe“ ist meines Wissens ganz richtig – schließlich sind Gender Studies oft, als Schwerpunkte, bei anderen Fachbereichen angesiedelt, besonders in der Soziologe, aber auch in vielen anderen.

    Der Antisemitismus-Vergleich hat wohl keinen Antifa-Hintergrund. Dort gibt es übrigens, und schon seit vielen Jahren, innere Auseinandersetzungen zum Thema Antisemitismus, weil es eben auch einen linken Antisemitismus und z.T. eine deutliche Israelfeindlichkeit gibt, aber auch andere Gruppen, die eben das scharf kritisieren.

    Es führte zu weit, das hier genauer zu klären – wichtig ist nur: Die Antisemitismus-Vergleiche von Rosenbrock sind weniger wegen eines Links-Rechts-Schemas problematisch, sondern weil sie völlig beliebig sind. Sie sind so unseriös, dass ein Wissenschaftler so nicht daherreden darf, und auch so, dass eine Journalistin das nicht unkritisch übernehmen und sich zu eigen machen darf.

    Eine besonders irre Pointe: Auf feministischer Seite gibt es ein Kultbuch, das tatsächlich die Ideologie des Massenmords an den europäischen Juden in Geschlechterdebatten übersetzt hat – als Forderung nach einem industriellen,möglichst vollständigen Massenmord an Männern.

    SCUM von Valerie Solanas ist nicht repräsentativ für den heutigen Feminismus, aber das ist auch nicht das Problem. Unverständlich ist, dass sich heutige Feministinnen niemals ernsthaft mit solchen extremen Gewaltbedürfnissen und -Ideologien in ihren eigenen Reihen auseinandergesetzt haben, für die Solanas ja nur ein besonders extremes Beispiel ist.

    Das Buch wurde immer wieder neu aufgelegt, auch in deutschen Übersetzungen, auch bei renommierten Verlagen – und es erlebt immer wieder eine Renaissance, zuletzt vor wenigen Jahren bei schwedischen Feministinnen.

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  7. @Schoppe

    Auch auf die Gefahr hin, mich hier zu wiederholen:
    Dies ist das beste Beispiel einer medialen *Inszenierung* des ÖR.

    Wir alle hier (und Arne, Gerhard, Christoph usw.) sind seit Jahren das beste Beispiel dafür, dass „Geschlechterdebatten auch aus linken und liberalen Perspektive“ diskutierbar wären.

    Medial wurden und werden wir nicht nur ausgeschlossen, sondern rundweg verleugnet – das zeigt dein schöner Beitrag hervorragend auf..

    Klaus schreibt:

    „Fortschrittliche, linke, hunmanistisch orientierte Männerrechtler sind natürlich nicht dabei. Vermutlich will man auch in dieser Sendung das Bild vom „rechten“, verunsicherten, um seine Privilegien fürchtenden männlichen Macho aufrecht erhalten.“

    Genau. Sie machen daraus einen inszenierten „Lagerwettstreit“, in dem feminismuskritische Beiträge allein durch die Auswahl der Diskutanten scheinbar von „rechts“ kommen werden und „linke“ Ansichten scheinbar von Hofreiter und Wizorek vertreten werden.

    „Fortschrittliche, links, humanistisch“ ist als Position jedoch nur dann deckungsgleich mit „feministisch“, wenn man medial durchsetzen kann, dass wir *nicht* existieren.
    Ein solches „frame“ ist geradezu darauf angewiesen – damit nämlich die Gleichung aufgeht – uns alle aus dieser Diskussion auszusperren.
    Das „frame“ erfordert das „framing“.

    D.h. die „inhaltliche Debatte“ ist völlig egal, weil das Resultat vorhersehbar ist – es ist also eine geschlossene Debatte und keine offene.

    Der meines Erachtens entscheidende Spielzug ist der für das Publikum nicht sichtbare, nämlich die Verteilung der Spielfiguren auf dem Brett und die Zuweisung der Farben.

    Hilft nichts, wir brauchen den Aufbau einer Gegenöffentlichkeit.

    Schönen Gruß, crumar

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  8. Crumar, sehr schön erläutert. Deswegen weise ich häufig in Kommentaren (Amazon, Zeit usw.) darauf hin, dass es linke und linksliberale Männerrechtler gibt bzw. bezeichne mich selbst als solchen. Einfach um den Lesern, die nicht so in der Materie und in der „Szene“ drinstecken, deutlich zu machen, dass sich links-sein und feminismuskritisch sein NICHT ausschließt. Der Trick ist ja, für Linke ein „Tabu“ zu schaffen! So wie man als Linker (zu Recht) nicht gegen „die Ausländer“ sein kann, so soll suggeriert werden, so kann man als Linker auch nur Feminist sein. So versteht sich auch die Strategie, die Mannerrechtler und Feminismuskritiker pauschal in die rechte Ecke zu stellen. In dem Moment, wo vielen Linken klar würde, dass Feminismus und „Gender“ keineswegs „links“ sind, würde nämlich die – m.E. z.T. ohnehin nur vordergründige – Solidarität mit dem Feminismus und Gender Mainstreaming zusammenbrechen. [KlausT]

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  9. Scum. Der Abschaum des Feminismus. Er hat offenbar auch eine Anhängerin in einer Grimme-Preisträgerin.

    Aufgefallen ist zuletzt Jasna Strick, durch ihren Bericht der SZ, in dem sie sich selbst als hochqualifizierte Arbeitslose darstellt, deren Chancen durch die böse Gesellschaft beschnitten werden.

    Sie betreibt einen Twitter-Account unter dem Nick Tugendfurie. Das Titelbild ihres Accounts zeigt das Emblem „not ALL men MUST DIE“. Damit rückt sie sich selbst in die Nähe von Menschenfeinden und Menschenschlächtern. Denn wer in dieser Weise Menschen – hier die Männer – verachtet, offenbart seine faschistische und rassistische Gesinnung. Die erwünschte Henkersarbeit sollen dann aber sicher andere machen, dafür ist man sich selbst dann wohl zu fein.

    In jedem Fall passt diese Präsentation zu einem ihrer nächsten Reiseziele. In ihrem Blog nennt sie als eines ihrer nächsten Projekte:
    01. bis 04. März 2015 Jeddah (Saudi Arabien)
    Urban Knitting – historical techniques in modern cityscape
    Workshop und Vortrag im Rahmen des Design Symposiums der Dar Al-Hekma Frauenuniversität

    Na, dann ist sie ja als männermordende Phantastin am richtigen Ort, um irgendwelche phallischen Poller oder Geländer zu umstricken und somit Männer symbolisch zu kastrieren. Jedenfalls kann man ihr dort guten Rat geben, wie man Menschen – und insbesondere Männer – schlachtet und totprügelt. Schließlich sind die Saudis recht garstig zu ihren eigenen Mannsbildern, wenn die mal nach der falschen Pfeife tanzen.

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  10. für Lucas von Axel (AE):

    Na ja, Dein Wunsch nach Sachlichkeit in Ehren, aber welche Genderfeministin ist denn so unideologisch, daß sie Dich nicht nur versucht, möglichst schlecht zu machen?
    Hast Du mal bei Wiki geschrieben?
    Nein, ich denke, der Genderismus ist die aktuelle Mode der gläubigen Uni-Lumpenproleten. Früher war´s der Marxismus u.ä. Das war so verrückt, daß eine inhaltliche Argumentation gar nicht möglich war.
    Und das ist es heute auch nicht.

    Die Fanatiker wollen ihre Gegner schlicht bekämpfen und ihre Ansichten durchsetzen. Um Problemlösung geht es dabei gar nicht, sondern um Krawall, Macht, Geld, Pöstchen….

    Heißt, außer so einem Spektakel wie morgen das bei Plasberg kriegst Du nichts anderes. Leider.

    Wird trotzdem unterhaltsam. Kelle ist ja noch ganz nett; daher freu ich mich besonders auf Kubicki, der junge hübsche Frauen gern als „Zaubermäuse“ bezeichnet….

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  11. für Lucas, wieder vom Axel:

    bei Manndat steht, Rosenbröckchen sei Sozialpsychologe und Sozialanthropologe.
    Merkwürdig, die Uni weiß wohl selbst nicht so recht, was sie ihm für Titelchen gibt.
    Das mit dem „Psychologen“ tut weh, weil die normalerweise ganz schön schwitzen müssen. Den Sozianthropologen kennt man – laut Bob Trivers im ganzen Westen übel rot.

    „Die Antisemitismus-Vergleiche von Rosenbrock sind weniger wegen eines Links-Rechts-Schemas problematisch, sondern weil sie völlig beliebig sind.“
    – Sicher. Kennst Du den FAZ-Artikel dazu: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kampf-gegen-rechts-ein-volk-von-antifaschisten-13429214.html ?
    Sogar „Saufen gegen rechts“ wird honoriert.
    Jeder, der sich irgendwie links einordnet, nutzt das Naziargument, um den Gegner zu schmähen. Müßte doch eigentlich längst mal justiziabel sein.
    Deswegen meinte ich ja, daß R.s Chefin eigentlich im Quadrat springen müßte – was eine Blamage für eine Universität! Leider kann man versteckt irgendwo im Bildungsprogramm solcherlei wohl unkritisiert äußern. Da brauch man sich über heftige Kritik bis hin zu „Lügenpresse“ nicht wundern. Irgendwann stimmt die Kritik dann schlicht.

    Kann mir nicht vorstellen, daß sich die „Zeit“ so was auf Papier leisten würde.

    Das Scum-Buch, tja, merkwürdig. Wie das Video mit der hübschen Strohwitwe vor 6 Monaten, die 90% aller Kerle umbringen will. Akif Piri hat dazu auf seiner Seite ein Buch zitiert, daß er 1997 geschrieben hat, mit EXAKT diesem Thema: Alle Männer tot, Virus. Und was machen die Frauen nun? Tja, viele Bereiche des modernen Lebens werden fast nur von Männern betrieben.
    Da sollte sich die Scum-Autorin mal fragen, ob sie das ganz und wirklich will.

    Antwort

  12. Die Männerrechtler könnten die fluffigsten und nettesten Menschen der Welt sein, die Berichterstattung über ihren Kampf wird immer an „mein Kampf“ erinnern. Anstand und Respekt wird mit Füssen getreten, gleichgültig wie liberal, fair und freundlich die „Maskus“ sind.

    Daher schlage ich vor es mit einem Leistungsstreik zu versuchen, reden wird nichts bringen. Aber wenn man sieht wie die japanische Regierung am Rad dreht weil immer größere Teile der Männer der Gesellschaft den Rücken kehren, dann wird deutlich was wirkt. Männer die sich beschweren werden immer von Frauen und anderen Männer als Heulsusen und Schwächlinge unmöglich gemacht, ohne das auch nur ein Nachteil für die Gesellschaft erwächst. Hingegen werden Männer die ruhig und gelassen ihres Weges gehen, ohne fürderhin den Martyrer, Ernährer und Deppen vom Dienst für diesen ganzen Zirkus zu spielen, vielleicht mal angemacht von wegen Asozial, aber seine (nicht)Handlungen schmerzen den echten Schmarozern.

    Der Mann ist Atlas, trägt die ganze Welt, macht sie sicher für Frauen und Kinder und dennoch ist er der Buhmann. Mir reichte es vor ein paar Jahren, ich ließ alle außer meiner Welt fallen. Ich fordere jeden auf das Gleiche zu tun. Es wird nicht lange dauern bis die ersten „Wirtschaftsflüchtlinge“ darum betteln in eure Welt gelassen zu werden, denn die ihre wird ohne euch zusammengefallen sein.

    Solidarität kann es nur ohne Zwang geben. Aber sie wird eingefordert, garniert mit Beleidigungen und der Annahme das ich auch noch danke und 'tschuldigung zu sagen habe. Die einzige Frage die sich mir noch stellt ist warum sich so viele kinderlose Männer diesen Scheiß antun?

    Grüße und guten Abend
    vortex

    Antwort

  13. Rosenbrock scheint auf jeden Fall gewisse Affinitäten zur linksradikalen Szene zu haben: http://mann-om-man.blogspot.de/2015/02/hinrich-unser-fleissiger-linksradikale.html

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  14. Hallo Lucas, ich habe nun eine Analyse der Aussage Rosenbrocks veröffentlicht. Es könnte sein, dass mir Fehler unterlaufen sind. Ich wäre allen dankbar, wenn sie entweder hier oder in anderen Blogs, diese Analyse korrigieren oder weitere Argumente zusamentragen könnten. Bitte durch Links darauf aufmerksam machen. Danke 😉

    Diese Hetze gegen das Männliche ist einfach nicht mehr zu ertragen. http://mann-om-man.blogspot.de/2015/03/mannerhetze-als-forschung-getarnt.html

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  15. … und dann startete Jasna Strick auch noch den Twitter Faden:
    Männertränen sind mein Gummibärensaft
    Kaltherzig ist das. Und sie ist stolz auf ihre Empathielosigkeit.

    Antwort

  16. „Die Hetze richtet sich nicht gegen die, die selber hetzen – sondern gegen eine Entwicklung, in der Kritik auf langsam wachsender Basis sachbezogen und klar geäußert wird.“

    Das z.B. ist eine sehr gefährliche Aussage, die im Extremfall dazu dienen wird eine mögliche, sich abspielende Niederlage als Sieg zu verkaufen und das sind sich die Leute auch durchaus bewusst. Es wird so getan, wie wenn die immer extremere Rhetorik ein Zeichen der Schwäche und der bald folgenden Implosion sein muss. Genauso wird das Vorhandensein des Aufschreis und radikalfeministischen Gesetze (Yes means Yes, VaWa etc. ) anscheinend als Argument verwendet, dass es so ja rein logisch nicht weitergehen darf. Geschichtlich ist das natürlich Blödsinn, eine Radikalisierung, auch garniert mit nicht mehr rational begründbaren Elementen, ist sehr selten ein Zeichen der inneren Auflösung.

    Nur so als Gedankenstützte; wenn „Yes means Yes“ in Amerika in jedem Bundesstaat durchgesetzt wird, dann hat der Radikalfeminismus dort gewonnen und nicht anders rum. Spätestens dann wird wohl auch der letzte Mann merken, dass diese Schlacht, wie du richtig sagst, kaum politisch oder medial zu gewinnen ist.

    Was dann noch bleibt ist die individuelle Verweigerung und der persönliche Rückzug. Den werden Männer zum Glück auch ganz ohne politische Unterstützung von alleine durchführen, dafür wird das Klima bis dann sicherlich toxisch genug sein.

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  17. Hallo Michael, es hat ein bisschen mit meiner Antwort gedauert – es war beruflich viel los in dieser Woche.

    Danke für Deinen Text und den Link! Auf die CTS bin ich deshalb gekommen, weil sie regelmäßig in diesem Zusammenhang kritisiert wird. Ihre Funktion lässt sich u.a. so beschreiben:

    Mit diesem Instrument wird nicht gefragt, ob jemand – idR. in den letzten 12 Monaten – häusliche Gewalt durch einen Partner oder eine Partnerin erlebt hat. Stattdessen wird ein langer Katalog abgearbeitet, in dem es um konkrete Handlungen geht: Armumdrehen, Schubsen, Schläge etc.

    Dass damit deutlich mehr Männer als angenommen als Opfer häuslicher Gewalt erscheinen, hat wohl einen relativ einfachen Grund. Tendenziell erleben die meisten Menschen Gewalt von Frauen als weniger gravierend als Gewalt von Männern und Gewalt gegen Frauen als gravierender als Gewalt gegen Männer.

    Wird also nach dem GewaltERLEBEN gefragt, nicht nach konkreten Handlungen, dann werden Männer deutlich seltener angeben, Gewalt durch eine Partnerin erlebt zu haben, als umgekehrt – auch wenn beiden dasselbe getan wurde. Dazu gehört auch, dass von häuslicher Gewalt betroffene Frauen die Gewalt acht- bis neunmal häufiger zur Anzeige bringen als von häuslicher Gewalt betroffene Männer. (Hamel/Nicholls: Familiäre Gewalt im Fokus, S. 376)

    Werden Kontexte wie die Anzeigebereitschaft oder die Interpretation einer Handlung – als Gewalt oder nicht – ausgeblendet und wird allein nach der Handlung selbst gefragt, dann gleichen sich die Zahlen bei der Gewaltbetroffenheit von Männern und Frauen regelmäßig an.

    Dass die CTS nur JA oder NEIN zuließe und nicht nach Schweregraden unterscheide, ist eine glatte Falschinformation. Bei einzelnen Items wird gefragt, ob etwas in den letzten Monaten geschehen sei oder nicht – angesichts der großen Menge verschiedener Items lassen sich allerdings selbstverständlich sehr genaue Unterschiede im Schweregrad von Gewalthandlungen machen.

    Ist die Vermutung richtig, dass Rosenbrock über die CTS spricht (und ich sehe keinen anderen Kandidaten), dann äußert er sich nicht nur irreführend, sondern lügt regelrecht.

    Das hat übrigens nicht nur für Männer Folgen. Wer häusliche Gewalt, wie im berühmten und weit verbreiteten Duluth-Modell, einfach als Konsequenz einer patriarchalen Machtausübung interpretiert, der fördert dann mit großem Einsatz auch unsinnige Behandlungsmethoden.

    „In einer Längsschnittstudie der Absolventen des Duluth-Gruppenprogramms zeigten die Ergebnisse, dass das Durchlaufen der feministischen Erziehungsintervention keinen Einfluss auf die Rückfälligkeit in den folgenden 5 Jahren hat.“ (Familiäre Gewalt im Fokus, S. 277)

    Mit anderen Worten: Hier werden Programme zur Behandlung männlicher Gewalttäter finanziert, deren Wirkungslosigkeit erwiesen ist.

    Es gab sogar in einem Fall eine Anklage gegen eine Forscherin, die in Florida eine Studie zu diesen Behandlungen geplant hatte. Diese Studie sei (so der Staatsanwalt) unnötig und unethisch, da doch alle Beteiligten ohnehin wüssten, dass die Behandlungen erfolgreich seien. Ein Kommentar anderer Forscherinnen dazu:

    „Diese politischen Angriffe gegen Forschung und Forscher selbst können kaum den Versuch verdecken, IPV-Interventionen (IPV-Intimate Partner Violence, LS), die zu einer wahren Industrie geworden sind, zu schützen.“ (Familiäre Gewalt im Fokus, S. 281)

    Das also tun hier Rosenbrock und Bust-Bartels: Mit Unwahrheiten verschleiern sie Gewalt gegen Männer, und sie begünstigen zudem Gewalt gegen Frauen, indem sie an einer Interpretation von Gewalt festhalten, die schon lange nicht mehr haltbar ist.

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  18. […] (Maskuline Muskelspiele) oder Frauen zu schlagen und den Massenmörder Breivik zu unterstützen (Maskulinisten – Krieger im Geschlechterkampf), und das Deutschlandradio hat eindrucksvoll dargelegt, dass Väter oft Gewalttäter, Alkohol- und […]

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  19. […] Zeitungen wie, gleich mehrfach, Die Zeit, der Tagesspiegel oder Der Spiegel und natürlich öffentlich-rechtliche Sender geben diese Perspektive distanz- und kritiklos […]

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  20. […] kaschiert. Stattdessen stehen immer wieder die Kritiker im Mittelpunkt, die immer wieder irgendwie rechts sind und natürlich Angst vor der Vielfalt […]

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  21. […] Sender diese Duldsamkeit als Signal, jeder dumpfen Sendung über Männer eine noch dumpfere, jedem idiotisch denunzierenden Beitrag mit einem noch idiotischeren zu ergänzen. Es spielt dabei […]

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  22. […] wird Männerrechtlern dann gestattet. Postmoderne Linke verwenden für sie den Begriff der „Maskulinisten“, der von keinem der so Bezeichneten selbst benutzt wird. Der Begriff soll wohl unterstellen, es […]

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  23. […] Zwischen Hetze und Liebedienerei – Ein Kommentar zur SWR2-Sendung Maskulinisten – Krieger im… […]

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