„Männer, Frauen – und die Welt, die wir Kindern bauen“

Männer, Frauen – und die Welt, die wir Kindern bauen: Das war, etwas schlicht gereimt, das Motto meines ersten Blogs. Dieses Blog bleibt bestehen, wenn auch inaktiv – ich mache hier weiter, weil es auf dem alten Blog öfter einmal Probleme mit dem Kommentieren gegeben hat.

Natürlich ist, wie nach jedem Umzug, noch nicht alles endgültig eingerichtet. WordPress hatte ein paar Schwierigkeiten, die blogspot-Formatierungen zu übernehmen, und nur bei ein paar Texten habe ich das per Hand nachgearbeitet. Das alte Blog bliebt als eine Art Archiv, nur die meistverlinkten Texte werde ich umleiten. Die Kommentarfunktion ist dort allerdings nun ausgeschaltet, weil ich natürlich parallele Diskussionen zum selben Thema vermeiden möchte.

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Der folgende Text ist damit, nach zweieinhalb Jahren und immerhin etwa 700.000 Zugriffen vorher, ein neuer Anfang. Ich schreibe ihn als Selbst-Vorstellung und werde ihn so auch auf eine Extra-Seite dieses neuen Blogs packen (Über mich). Die ersten Absätze sind daher sicher nichts Neues, sondern skizzieren noch einmal meine persönlichen Hintergründe, die darauf folgenden Absätze sind dann zugleich auch ein Fazit meiner ersten Zeit als Blogger.

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Polemischer antifeministischer Backlash, gruselige Verschwörungs-Theorien …

…und andere sachliche Worte der Zeit für Kritik an den Gender Studies
In der Zeit hat die Kulturjournalistin und Deutschlandradio Kultur-Redakteurin Catherina Newmark gerade einen Text veröffentlicht, in dem sie Kritikern der Gender Studies vorwirft, ihre Kritik lediglich Aus Angst vor einem anderen Leben zu üben: aus Angst also vor einer Änderung bestehender Verhältnisse, aus Angst davor, das Menschen anders leben könnten, als es gängigen Normen entspricht.
Da der Kommentarbereich nur knappe Texte erlaubt, schreibe ich hier meinen Kommentar dazu.
Erzeugt solch ein Bild tatsächlich Angst? Auch diese Illustration einer bunten Geschlechtervielfalt variiert immer dieselben beiden Grundmuster: Mann und Frau. Sollten sich Traditionalisten am Ende durch Gender Studies bestätigt fühlen können?

Der Text in der Zeit ist durchgehend von dem Bemühen geprägt, die Gender Studies als grundsätzlich unproblematisch darzustellen – obwohl doch Probleme bei einem sehr jungen Fach eigentlich zu erwarten und zudem völlig verständlich sind. Kritiker erscheinen durch diese Darstellung als unlautere, unsachliche Ideologen, die bloß persönlichen Interessen folgen.

„Antifeministische Rhetorik“, also natürlich keine Argumente, führten sie an, und das ist denn natürlich als „Backlash“ zu verstehen – als ob Kritik durch nichts anderes begründet sein könnte als durch die Angst von Männern, die um ihre Machtpositionen fürchten und nun gegen emanzipatorische Positionen zurückschlagen.

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Die Superheldin als Mörderin

Das hier ist der zweihundertzweiundzwanzigste Text, der in diesem Blog veröffentlicht wird. Eine gute Gelegenheit für eine Veränderung. In den letzten Woche haben sich nämlich gehäuft Kommentatoren bei mir gemeldet, die sagten, dass sie Schwierigkeiten mit dem Kommentieren hier hätten. Daher werde ich – wenn alles klappt, wie ich es vorhabe – demnächst bei WordPress weitermachen.

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Die Information, dass James aus Mamis Herz entsprungen ist, vermittelt Kindern möglicherweise etwas einseitige Vorstellungen über die Natur der menschlichen Fortpflanzung. Aus einem Kinderbuch der Happy Family-Serie, die in Kinderbüchern das Leben bei alleinerziehenden Müttern preist. Kindgerecht, natürlich.

Vorher aber wollte ich mich noch bei einer internettypischen, beliebten Textsorte bedienen, die hier in den letzten zweieinhalb Jahren schmerzhaft zu kurz gekommen war: beim Rant. Schließlich hatte ich schon viele verschiedene Arten von Texten veröffentlich, sogar Gedichte – da wäre zum Ausgleich solch eine ungehemmte Wutrede eigentlich einmal ganz passend gewesen.

Gerade war ich auch richtig schön wütend, unbekümmert aus dem Bauch heraus, wie es für solche Situationen bzw. Textsorten allgemein als angemessen erachtet wird – als mein ungeschickter Kopf im unpassenden Moment ungefragt dazwischenredete und die ganze effektiv aufgebaute Wut auf das Unangenehmste verwirrte. Aber von vorn – –

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