Gewalt gegen Jungen ist okay: Bitte spenden Sie jetzt!

Ein Brief an das Kinderhilfswerk Plan

 

Sehr geehrte Damen und Herren vom Kinderhilfswerk Plan,

Ich hatte zunächst lange nach der Pointe gesucht. „Gewalt gegen Mädchen“ steht auf Ihren Plakaten, das Wort Gewalt ist dick und rot durchgestrichen, und daneben sieht uns ein großes Mädchengesicht an. Eine aggressive Kampagne, mit Anzeigen und Beilagen in vielen Medien und Plakaten in mehreren Städten, oft gleich mit drei oder vier Plakaten nebeneinander, immer mit demselben Bild und Text.

Warum aber wird nur Gewalt gegen Mädchen kritisiert, nicht gegen Kinder? Ich bin seit vielen Jahren Lehrer und für Jungen und Mädchen natürlich gleichermaßen verantwortlich, und ich bin auch Vater eines Jungen. Warum sollte eine offenbar große Organisation sehr viel Geld ausgeben, um gegen die Gewalt gegen Mädchen zu protestieren, Jungen dabei aber ohne Angabe von Gründen auszulassen?

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Also suchte ich auf den Plakaten nach Hinweisen darauf, fand aber keine. Ich suchte nach alternativen Plakaten mit einem Jungengesicht oder einfach mit einem Bild von Kindern und den Slogans „Gewalt gegen Jungen“ oder „Gewalt gegen Kinder“, in denen das Wort Gewalt ebenso deutlich durchgestrichen wird – ich fand aber keine. Dafür immer dasselbe Mädchengesicht, dies aber viele dutzend Male.

Nun bin ich gerade gestern noch einmal an diese Kampagne erinnert worden, als einer der bekanntesten deutschen Blogger in einem Text am Beispiel der Terrorgruppe Boko Haram kritisierte, dass die weltweite Gewalt Jungen nicht annähernd so ernst genommen werde wie die Gewalt gegen Mädchen – er verlinkte dazu Ihr Plakat. Ich habe dann auf Ihrer Homepage nachgelesen, wie sie die Fixierung auf Mädchen – statt auf Kinder – begründen und bin nun noch ratloser als zuvor. Weiterlesen

Lernen. Eine Triggerwarnung

Von seltsamen Geschehnissen an amerikanischen Universitäten berichtet in dieser Woche die Zeit:

„Im Februar wurde auf Drängen von Studentinnen der Northwestern University ein Disziplinarverfahren gegen eine Professorin eingeleitet, die erklärt hatte, dass die Missbrauchsangst bei Liebeleien auf dem Campus übertrieben werde.

Im Mai verlangten Studenten der Columbia University, Professoren müssten sie vor dem traumatisierenden Inhalt von Ovids Metamorphosen warnen.

Im Oktober löste in Yale eine Psychologin eine Protestwelle aus, als sie sich weigerte, Studenten vorzuschreiben, welche vermeintlich kulturell aneignenden Kostüme sie zu Halloween nicht tragen dürften.“ 

Aktueller Anlass für den Artikel: Die Kantine des berühmten Oberlin-College hatte internationale Speisen angeboten und dafür, voller Naivität, „wohl auf Lob gehofft“. Tatsächlich gab es heftige Proteste von Studentenvereinigungen: Die Speisekarte würde Güter fremder Kulturen vereinnahmen und mache sich der „kulturellen Aneignung“ (cultural appropriation) schuldig.

Stop

Heutige studentische Aktivisten würden, anders als ihre Vorgänger vor einigen Jahrzehnten, nicht mehr für „Free Speech“, die Freiheit der Rede, eintreten – so Josef Joffe in einem anderen Zeit-Artikel:

„Heute wollen die privilegierten Zöglinge von Yale (und anderen Elite-Colleges) nicht hören und sehen, was ihnen ‚Schmerz’ bereitet.“

Der Autor des zuerst zitierten Textes bleibt anonym: Ein solcher Artikel sei Selbstmord für seine akademische Karriere, habe ihm eine Freundin gesagt. Selbst überaus profilierte Rednerinnen, über deren Vorträge Universitäten normalerweise stolz wären, wurden aufgrund von Protesten wieder ausgeladen. Condolezza Rice, die Sicherheitsberaterin von G.W. Bush, und Christine Lagarde, die IWF-Chefin, zum Beispiel. Als vor wenigen Tagen die Feminismuskritiker Milo Yiannopoulos und Christina Hoff Sommers an der University of Minnesota eingeladen waren, konnten sie ihre Vorträge nur gegen massive Störungen halten. Erst in der Woche zuvor war ein Vortrag von Yiannopoulos an der Rutgers University ebenso heftig, und mit den Einsatz von Kunstblut, gestört worden.

Seit Jahren schon verlangen Studenten Trigger Warnings für Bücher – Warnungen davor, dass der Inhalt sie verstören könnte. Bücher wie Mark Twains Huckleberry Finn (weil darin das Wort „Nigger“ vorkommt), F. Scott Fitzgeralds The Great Gatsby (weil darin Gewalt vorkommt) oder Virginia Woolfs Mrs Dalloway (weil der Text an vergangene Verletzungen erinnern könnte) gehören dazu.

Bemerkungen, die ohne böse Absicht gesagt, aber von den Angesprochenen als verletzend erlebt werden, gelten als „Mikroaggressionen“ – die Frage an eine japanisch aussehende Studentin etwa, ob sie japanische Schriftzeichen lesen könne, schließe sie auf subtile Weise aus.

Auch Deutschland ist von solchen Entwicklungen nicht frei. Die feminismuskritische Monika Ebeling erlebte ebenfalls schon massive Proteste bei Reden an Universitäten. Eine Vorlesungsreihe des berühmten Berliner Politik-Professors Herfried Münkler wurde von anonym bleibenden Studenten in einem Blog  regelmäßig selektiv wiedergegeben, Münkler selbst wurde problematischer und diskriminiereneder Äußerungen bezichtigt. Kinderbücher von Astrid Lindgren und Ottfried Preußler lösten eine erregte Diskussion aus: Die Verlage hatten aus Pippi Langstrumpf und Die kleine Hexe den Begriff „Neger“ entfernt, so wie Mark Twains Verlag schon zwei Jahre zuvor im Huckleberry Finn den Begriff „negro“ mit „slave“ ersetzt hatte.

So skurril oder nebensächlich solche Konflikte wirken mögen, so haben sie doch ernsthafte Konsequenzen. Die oben erwähnte renommierte Kinderpsychologin beispielsweise, die ihren Studenten keine Vorschriften im Hinblick auf Halloween-Kostüme machen wollte, hat unter dem Druck massiver studentischer Proteste gegen sie – und gegen ihren Mann, der die Kühnheit besaß, sie offen zu verteidigen – ihre Lehrtätigkeit eingestellt. Für die Aktivisten ist das kein Grund, die Angemessenheit ihres Protestes zu überdenken.

„’Ich will nicht irgendwelche Debatten führen müssen’, schrieb eine Protestführerin in Yale während der Kontroverse um Halloween-Kostüme. ‚Ich will über meinen Schmerz reden.’“

Welchen Sinn aber haben solche Proteste? Und warum werden ausgerechnet Universitäten, die doch eigentlich Zentren offener Debatten sein müssten, zu Zentren ihrer massiven Behinderung?

Und – welche Auswirkungen hat das darauf, dass Universitäten eigentlich Stätten des Lernens sind? Weiterlesen

Feministen haben besseren Sex und gehen Frauen auf den Keks

Eine Collage

„Besserer Sex, gerechtere Welt: Es lohnt sich, für Frauenrechte zu kämpfen.“

Mit dieser Verheißung leiten Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer in der Zeit eine „Anleitung von Männern für Männer“ ein, die dabei helfen soll, „sich mit Recht Feminist nennen“ zu können:

Deutschland braucht mehr Feministen“.

Herr Herr und Herr Speer sind „Aktivisten und Autoren aus Berlin“ und werden von der grünen Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt.

Nur fünf Tage später veröffentlicht die Feministin Nadia Shehadeh bei der linken Zeitung analyse & kritik den Text „Men to watch out for“, was sich ebenso mit „Männer, nach denen du Ausschau halten musst“ wie mit „Männer, vor denen du dich in Acht nehmen musst“ übersetzen lässt. Auch Frau Shehadeh ist selbstverständlich eine „Aktivistin“, zudem eine Bloggerin. Sie beginnt ihren Text ganz anders als Herr Herr und Herr Speer:

„Wann immer es in meiner feministischen Laufbahn um feministische Cis-Männer ging, (…) kam es zu gespenstischen Szenen und Erlebnissen, von denen ich die meisten gerne vergessen würde.“

Sie legt eine Klassifikation männlicher Feministen vor, die ihr allesamt „auf den Keks“ gehen: etwa der  Typus des Keks-Feministen, der beständig Belohnungen für seine aufrechte Gesinnung erwarte, des Breitbein-Feministen, der den Frauen den Raum nehme, oder den des feministischen Boyfriends, der auch nicht besser sei als andere Männer.

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Ein Magazin, das der britische Telegraph bei Twitter gefunden hat…

Der heutige Feminismus, so scheint es, ist ein erfolgreiches Label, mit dem sich praktischerweise eine Position und immer auch zugleich ihr Gegenteil vertreten lässt – dies jeweils mit einem Gestus unerschütterlicher Überzeugung, der jeden Widerspruch allein auf das Konto einer reaktionären, vorgestrigen Gesinnung oder auf den verbissenen Versuch der Privilegiensicherung buchen kann.

Während Herr Herr und Herr Speer Männern frohgemut die Wandlung zum Feministen anempfehlen, ist bei Frau Shehadeh nicht ganz deutlich, ob Männer eigentlich überhaupt eine Chance haben, irgendetwas richtig zu machen.

„Auch der Boyfriend einer Feministin gehört zum unnützen Krempel von »all men«“.

Der Text der jungen Männer ist schon anderswo kommentiert worden, und so, dass ich kaum etwas hinzufügen könnte. Lieber höre ich Frau Shehadeh zu:

„Üben Sie sich zukünftig in Zurückhaltung und halten Sie öfter mal die Klappe, dann sind alle anderen schneller fertig. Sie können sich sinnvoll beteiligen, indem Sie feministische Arbeit (…) durch eigene Unsichtbarmachung unterstützen.“

Als Gentleman alter Schule kann ich einer Dame eine so freundlich formulierte Bitte natürlich nicht abschlagen. Also verzichte ich im Weiteren darauf, eigene Kommentare abzugeben, sondern zitiere lediglich die beiden Texte im Wechsel und bringe sie dadurch ins Gespräch – Herr, Speer und Shehadeh haben ohnehin mehr Kluges zu sagen, als ich es mir jemals ausdenken könnte.

Den Text von Herrn Herr und Herrn Speer setze ich ganz normal, den von Frau Shehadeh fett, um ihr den ihr gemäßen Raum zu lassen. Ich setze nicht einmal Auslassungszeichen, weil ich natürlich den Textfluss nicht dadurch beschädigen will, dass ich völlig sinnfrei auf mich selbst aufmerksam mache. Ab und zu füge ich allerdings Zwischenüberschriften fett und kursiv ein – die sind selbstverständlich nicht als ein Dazwischenreden meinerseits konzipiert, sondern sollen lediglich meinen solidarischen Support symbolisieren. Weiterlesen

Kernschmelze. Rückblick auf einen überfordernden Monat

Eine Bundesregierung, die sich einer kritischen Analyse ihrer Politik in eine präsidiale Wolkigkeit hinein entzieht, und eine politische Kultur, die von Feindbildern geprägt ist – das sind zwei Seiten derselben Entwicklung.

Zu ihr gehört, dass das Beschwören einer Willkommenskultur an Stelle einer Einwanderungspolitik tritt. Zu ihr gehört auch, dass Menschen, die sich als links und aufgeklärt verstehen, Feindbildern der politischen Rechten nicht mit einer Rückkehr zur sachlichen Analyse, sondern lediglich mit anderen Feindbildern entgegnen. Gemeinsam ist diesen Feindbildern allerdings, dass sie sich bei Männlichkeitsklischees bedienen.

Seit einem halben Monat ist der Januar des Jahres 2016 nun schon vorbei – aber der Monat war so voll, und so voller Wendungen, dass ein Rückblick aus kurzer Distanz sich lohnen kann.

Ich hatte einmal in diesem Blog regelmäßige Monatsrückblicke geschrieben, habe das dann aber – weil ich die Zeit dafür nicht mehr fand – vor einem Jahr aufgegeben. Für den Januar 2016 aber lohnt es sich, die kleine Blog-Tradition wieder aufzunehmen: Gerade weil der Monat für alle Beteiligten überfordernd war, hat er sie und ihr Verhalten bis ins Absurde hinein deutlich werden lassen.

„Ein paar grapschende Ausländer, und schon reisst bei uns Firnis der Zivilisation.“

So tweetet Jakob Augstein, Erbe Rudolf Augsteins, Herausgeber der linken Wochenzeitung Freitag und regelmäßiger Kolumnist im Spiegel. Mittlerweile liegen für die Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof über 1000 Anzeigen vor, vorwiegend wegen Diebstahlsdelikten und sexuellen Übergriffen. Für Augstein sind das ein paar Grapschereien, und die Zivilisation ist zwar bedroht, aber wie selbstverständlich nur von deutscher Seite aus.

Amber Kelly, from Narragansett, R.I., and Kyle Terry, from Chicago, Ill., act out a skit demonstrating the awkwardness of dating during a Sex Signals tour, a unique approach to sexual assault awareness training, at Camp As Sayliyah, Qatar, March 15. The two professional actors, both trained in sexual assault prevention and response, mixed improvisational comedy, education and audience interaction during two 90-minute presentations. The performers were traveling to U.S. military installations in Iraq, Qatar and Kuwait.

Eine Szene aus einer Vorführung für amerikanische Soldaten während eines „Sexual Assault Awareness Training“. Ungefähr so stellt Jakob Augstein die Szenen massiver Gewalt am Kölner Hauptbahnhof dar – Anne Wizorek und andere Feministinnen folgen ihm darin. Wer sich die Situation so zurechtlegt, kann dann für den großen allgemeinen Schock darüber nur eine einzige Begründung finden – dass der Mann hier nicht weiß ist.

Die gezielte Verharmlosung von sexueller Gewalt gegen Frauen ist eigentlich gerade bei Menschen, die sich politisch als links verstehen, ein Tabu – Augstein erscheint sie aber offenbar als legitim, weil er damit erprobte Zuordnungen von deutschen Tätern und ausländischen Opfern aufrechterhalten kann. Ausgerechnet Feministinnen folgen ihm darin.

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Dasselbe Geschlecht wie Donald Trump

Ein Youtube-Videos mit 36 Fragen an Männer ist ein günstiger Anlass, die Frage Wie hast Du’s mit dem Feminismus? um die Frage Wie hast Du’s mit dem Antifeminismus? zu ergänzen.

Vor einer Woche wurde bei Youtube ein Buzzfeed-Video hochgeladen, in dem sechs verschiedene Frauen eine lange Liste von Fragen an Männer richten. An alle Männer. Allerdings sind die Fragen seltsam – es sind nicht einmal Lehrerfragen, deren Antworten der Fragende kurioserweise immer schon kennt, der Gefragte aber häufig nicht. Es sind Aussagen und Zuschreibungen in Frageform.

Trotzdem habe viele Männer sich sogleich die Mühe gemacht, auf die Fragen zu antworten – im Blog Alles Evolution sind diese Antworten, auch in den Kommentaren, gesammelt oder verlinkt.  Das ist eigentlich ein Bruch der Spielregeln – denn die einzige erwartete Reaktion von Männern besteht erkennbar darin, vor dem Computer zu sitzen, betroffen auf den Schirm zu schauen und ab und zu entschlossen zu nicken: „Es stimmt, es stimmt alles…..Warum bin ich darauf nicht von selbst gekommen? Ich muss mich, ach was, WIR müssen UNS sehr schnell ändern.“

So hat es durchaus etwas Subversives, wenn viele so tun, als hätten sie den scheinhaften Charakter der Fragen gar nicht bemerkt, wenn sie die Fragen vorsätzlich ernst nehmen und auch entsprechend beantworten. Auch Frauen machen dabei übrigens mit – und zeigen so, dass sie sich durch die Fragen an Männer nicht vertreten fühle

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Die Kunst, auf eine offene, freundliche und ermutigende Weise Fragen zu stellen, ist gar nicht so einfach zu erlernen. Da Frauen bekanntlich das empathischere Geschlecht sind, fällt es ihnen in aller Regel sehr viel leichter.

Die Antworten zeigen zudem, dass viele Männer und nicht-feministische Frauen ein Interesse am Dialog mit Feministinnen haben – auch dann, wenn nur jemand deren Fragen als Angebot zum Dialog verstehen kann, der sich absichtlich ein wenig naiv stellt. Ob es überhaupt einen Sinn hat, einen solchen Dialog zu suchen – aber auch, ob es einen Sinn hat, sich verbissen vom Feminismus abzugrenzen und antifeministische Positionen zu beziehen: Solche Überlegungen lassen sich  an diesem Beispiel sehr gut anstellen.

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Wie hast du’s mit dem Feminismus?

Kritik am Feminismus – mansplained to a feminist

Es mache sie fassungslos, „wie man sich heute nicht als Feministin bezeichnen könne.“ So zitiert der Spiegel gerade die Schauspielerin Ellen Page, für die der Feminismus – um das einmal mit einem Merkel-Begriff auszudrücken, der im Jahr 2010 zum Unwort des Jahres gewählt wurde – alternativlos ist.

Im Blog Alles Evolution gab es vor einer Weile eine lange Diskussion mit der Bloggerin Alice Greschkow. Greschkow hatte in einem Artikel darüber geschrieben, wie schwer sie es finde, mit Männern über Feminismus zu sprechen. Es sei wie ein „Eierlauf“, „als würde ich dem Mann einen unsichtbaren Schatz wegnehmen wollen“. Gerade nach den Ereignissen in Köln gehe sie aber oft offensiv auf Männer zu und frage – „sag mal, was hältst Du vom Feminismus?“ 

Die Frage erscheint hier als zeitgemäße Version der berühmten Gretchenfrage aus dem Faust, mit der Margarete herausfinden wollte, ob Faust tatsächlich ein ehrenhafter Mann ist – Wie hast du’s mit der Religion? Mit jeder andere Antwort als einem entschlossenen Ausdruck der Begeisterung  diskreditiert sich dann der Antwortende selbst. Für Gretschkow ist ihre Frage aber möglicherweise als Auftakt eines offenen Gesprächs gemeint, nicht als dessen Ende.

Tatsächlich sind mir  im Offline-Leben schon Frauen begegnet, die sich als Feministinnen bezeichnet haben und die im Hinblick auf Geschlechterthemen gesprächsbereit waren (im Netz natürlich seltener, da sind Menschen in der Regel entweder gesprächsbereit oder feministisch). Oft hat der Feminismus, so mein Eindruck, für sie eine erhebliche persönliche Bedeutung – als eine politische Bewegung, der sie ihre persönlichen Freiheiten zu verdanken hätten, oder die ihnen dabei geholfen habe, selbstbewusst zu leben.

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Beim Lesen der Diskussion mit Frau Greschkow kam mir dann die Idee, für Feministinnen einmal aufzuschreiben, warum es trotz allem Menschen gibt, die an feministischen Positionen Kritik üben – warum es also Menschen gibt, die trotz aller offenkundigen Alternativlosigkeit noch immer nach Alternativen suchen.

Kritik am Feminismus – Mansplained to a Feminist. Weiterlesen