Wie man Väter rausberät

Erfahrungen eines Vaters mit ein Elternberatungen

Das Blog Alles Evolution behandelt heute ein Thema, das abstrakt klingt, das aber Eltern nach einer Trennung zentral ist: Beziehungsebene und Elternebene. Wie bekommen Eltern es hin, sich von den Verstrickungen ihrer gescheiterten Beziehung zu lösen und ihre gemeinsame Verantwortung als Eltern wahrzunehmen?

Eine kompetente Elternberatung kann dafür ungeheuer wichtig sein. Christian Schmidt fragt: „Hat einer Erfahrung mit einer solchen Beratung? Wenn ja, dann würde mich ein Bericht interessieren.“

Das hätte er lieber nicht tun sollen. Ich habe nämlich viel Erfahrung mit solchen Beratungsstellen. Das liegt einerseits daran, dass ich ausschließlich Beratungen erlebt habe, die zwar nur sehr unregelmäßig und unverlässlich stattfanden – die sich dafür aber über viele Monate oder gar Jahre hinzogen. Andererseits liegt es daran, dass die Mutter mit unserem gemeinsamen Kind gleich mehrfach umgezogen ist, so dass ich eine Reihe verschiedener Beratungsstellen in verschiedenen Teilen der Republik kennen gelernt habe.

Mein Kommentar wurde daher so lang, dass ich Christian nicht die Kommentarspalte verstopfen wollte und ihn nun lieber hier als Text veröffentliche. Ich weiß: Bei dem, was ich erzähle, sind einige Kleinlichkeiten dabei – die führe ich, beispielhaft, trotzdem an, weil gerade beständige Kleinlichkeiten ein Klima ja sehr prägen können.

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Ich habe übrigens, was Erfahrungen mit Jugendamt und Gerichten angeht, Glück gehabt – weiß aber, dass andere viel schlechtere Erfahrungen machen und gemacht haben. Ich bin zwei Mal vor Gericht gegangen, um den Umgang zu sichern, weil die Mutter ihn immer schwieriger gemacht hat – und ich wurde jeweils in zwei verschiedenen Städten sowohl von den Mitarbeiterinnen des Jugendamts als auch von den Familienrichtern unterstützt. Ein drittes Mal bin ich in einer weiteren Stadt für das gemeinsame Sorgerecht vor Gericht gegangen, was ebenfalls gut geklappt hat.

Das bedeutet: Die Institutionen, mit denen viele Trennungsväter regelrecht traumatische Erfahrungen machen, habe ich selbst als einigermaßen positiv und konstruktiv erlebt. Sehr, sehr schlechte Erfahrungen habe ich hingegen mit anderen Institutionen gemacht: nämlich mit kirchlichen Beratungsstellen.

 

Beratungs-Bullies: Was einem Vater in der Elternberatung so alles passieren kann

Wir hatten vor Jahren schon gerichtlich eine Elternberatung vereinbart, ausdrücklich mit dem Ziel der Sicherung und des Ausbaus des Vater-Kind-Umgangs. Die Mutter hat sich dem allerdings sehr konsequent entzogen – und hat dabei durchgehend Unterstützung von den Beratungsstellen bekommen.

Eine Beraterin der Diakonie stellte klar, dass die Beratung unter der Bedingung strikter Freiwilligkeit ablaufen müsse. Das Resultat: Es dauerte mehr als ein halbes Jahr, bis die Mutter überhaupt einmal zu einer Vereinbarung eines Termins bereit war.

Bei einer anderen Beratungsstelle, bei der Caritas, sagte die Mutter einen vereinbarten Termin nach dem anderen ab, meist kurzfristig. Zwei Mal erschien ich sogar in der Beratungsstelle (ich hatte immerhin einen Weg von mehreren hundert Kilometern) und erfuhr erst vor Ort, dass die Mutter abgesagt hatte.

Als etwa sechzig bis achtzig Prozent aller vereinbarten Termine ausgefallen waren, beschwerte ich mich schriftlich bei der Beraterin – worauf die in der nächsten stattfindenden Sitzung regelrecht einen Wutanfall bekam, mir unterstellte, am Wohl unseres Kindes völlig desinteressiert zu sein und lediglich die Mutter unter Druck setzen zu wollen. Natürlich gab es angesichts des Beratungsverlaufs für solche Vorwürfe an mich überhaupt keine Grundlage, sie gehören aber gewissermaßen zur verbreiteten Folklore der Väterfeindschaft. Auf deren Klischees konnte die Beraterin – die sich offenkundig angegriffen fühlte – routiniert zurückgreifen.

Überhaupt habe ich sehr viele persönliche Angriffe in Beratungssituationen erlebt, bei denen jeweils ein Anlass kaum erkennbar war. Derselben Beraterin hatte ich einmal gesagt, dass ich es als ungünstig ansehe, dass wir Familienberatungen ausschließlich bei Frauen erlebt hätten – weil dadurch der Eindruck entstünde, Familie und Kindessorge seien reine Frauenthemen. Resultat war auch hier, dass sie das als persönlichen Angriff erlebte und wütend wurde.

Das war begleitet von vielen kleineren Situationen innerhalb dieser Beratung, die ich als übergriffig erlebte. Als die Mutter z.B einmal gegen Ende einer Beratungssitzung in einem zehnminütigem Monolog einen Vorwurf nach dem anderen an mich lancierte, merkte ich an, dass ich doch zumindest die Möglichkeit haben müsse, zu solchen Vorwürfen auch Stellung zu nehmen.

Die Beraterin las daraufhin spitz vor, was sie im Protokoll notiert hatte: „Dem Vater fällt es schwer, zuzuhören.“

Das ist leider nicht unwichtig, weil es eben solche Beraterinnen sind, die dann auch vor Gericht als Expertinnen für den Fall aussagen – eine demonstrativ tendenziöse Protokollführung ist dabei also durchaus ein Einschüchterungsmittel.

Ich kann mir gut vorstellen, dass solche Einzelheiten von außen betrachtet ärgerlich, aber unwichtig wirken. Sie prägen aber die Gesprächsatmosphäre. Dazu gehört auch, dass die Mutter mich in einer Beratungssitzung anbrüllte und mir permanent ins Wort fiel, so dass ich tatsächlich keinen einzigen Satz zu Ende bringen konnte. Nur ich selbst griff ein, gleichsam in einer Doppelrolle als Mediator und Vater, die Beraterin schaute ruhig zu. Erst als ich entschiedener meine Position vertrat, wurde sie aktiv und beklagte die Spannungen zwischen den Eltern.

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Regelrecht verrückt fand ich auch den Vorschlag einer Beraterin aus der Diakonie, ich solle mich doch einfach von unserem Kind distanzieren und mit einer anderen Frau ein neues Kind haben. Soviel zur Orientierung am Kindeswohl. Als ich sie in der Beratung darauf aufmerksam machte, dass die Gesetze zur Vaterausgrenzung Menschenrechte verletzt hätten, fuhr sie mich an: „Das sagen SIE!“ Ich entgegnete: „Nein, sagt der Europäische Gerichtshof…“ – was natürlich sinnlos war, weil sie ohnehin nichts davon hören wollte.

Was mich aber vor allem stört: Es war und ist in ganz unterschiedlichen Beratungssituationen ungeheuer schwierig bis unmöglich, wenn ich als Vater die Situation unseres Kindes zum Thema der Beratung machen möchte. Dies gilt auch dann, wenn offenkundig ist, dass unser Kind in Not ist. Sowohl bei Mutter wie auch bei Beraterinnen laufe ich damit auf. Sorgen, die ich mir als Vater mache, werden in der Beratung – auch wenn sie noch so gut begründet sind – schlicht als Versuch gewertet, Druck auf die Mutter auszuüben.

Es ist, als ginge mich unser Kind eigentlich nichts an.

 

Rechtlosigkeit und Ressentiments: Über fehlende Kontrollen und andere Seltsamkeiten

Dies als ein paar Döntjes aus den Erfahrungen in der Elternberatung. Meine Schlüsse daraus:

  • Beratungsstellen sind weitgehend von einer weiblichen Monokultur geprägt. Das ist enorm kontraproduktiv – und nicht, weil etwa Frauen an sich alles schlecht und Männer alles besser machen würden, sondern weil der Blick durch das weitgehende Fehlen von Männern sehr beschränkt ist und weil dadurch der Eindruck vermittelt wird, Familie und Kindessorge seien allein Angelegenheit von Frauen.
  • Kontrollen, Evaluationen oder einfach Ansprechpartner bei Problemen mit der Beratung fehlen völlig. Das ermutigt Beraterinnen auch zu deutlich übergriffigem Verhalten. Fehlverhalten bleibt ohne Konsequenzen – für sie zumindest. Zudem ist es eine reine Glücksache, ob man an konstruktive oder destruktive Beraterinnen gerät – es gibt keine Strukturen, die ein zumindest halbwegs konstruktives Verhalten gewährleisten.
  • Zwar berufen sich Beraterinnen rituell auf das Kindeswohl – es fehlt aber an allen Operationalisierungen, tatsächlich das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt der Beratung zu stellen. Das wäre aber eben der zentrale Punkt, wenn es wirklich darum ginge, von der Beziehungs- auf die Elternebene zu gelangen.
  • Die Beratungssituation ist häufig geprägt von starken, aber von Beraterinnen offenbar gar nicht reflektierten Ressentiments gegen Väter. Die Frauen-Monokultur trägt sicher zu einer stillschweigenden, selbstverständlichen Solidarisierung mit der Mutter bei. Unterschwellig ist die Beratung sehr häufig getragen von der Idee, dass die Mutter vor dem Druck des Vaters geschützt werden müsse und dass eben dies dem Wohl des Kindes am besten diene. Nach den kleinen Verbesserungen für Väter im Sorgerecht hat sich dieses Abwehrverhalten womöglich noch vertieft.
  • Beraterinnen reflektieren in aller Regel überhaupt nicht, welche Folgen eine Verweigerung von Kommunikation hat. Standard-Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass halt niemand zur Kommunikation gezwungen werden könne. Das übersieht, unter anderem, dass es hier ja um das Kind, nicht um die Erwachsenen geht. Würden Eltern nicht die Kommunikation miteinander, sondern die Kommunikation mit dem Kind verweigern, würden wir ja auch nicht achselzuckend sagen: „Tja, kann man halt nix machen.“ Zumindest die Konsequenzen der Verweigerung der Kommunikation müssen deutlich werden: nämlich dass dadurch das Kind in eine ungeheuer schwierige Situation gebracht wird, in der es schließlich eben die Verantwortung tragen muss, die von den Erwachsenen verweigert wird. Es ist nämlich das Kind, das eben den Graben zwischen den Eltern beständig überbrücken muss, den die Eltern ihrerseits immer breiter ausheben.

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  • Insgesamt ist das Zurückschrecken vor Konsequenzen einer der schwerwiegendsten Fehler in Elternberatungen. Wer sich der Kommunikation entzieht, muss damit konfrontiert werden, dass er oder sie sich damit einem wesentlichen Teil der Kindessorge entzieht. Ein Entzug des Sorgerechts, ganz oder teilweise, müsste eine logische Konsequenz sein. Die völlige Gleichgültigkeit gegenüber der Kommunikationsverweigerung signalisiert einfach nur, dass die Kommunikation unwichtig und erlässlich ist.
  • Beratungen sind nach meiner Erfahrung meist ziellos, mäandernd und zugleich statisch. Sie können sich ergebnislos über Jahre erstrecken und erfüllen dabei dann lediglich die Funktion, den jeweiligen Status Quo zu erhalten, ganz unabhängig davon, wie der aussieht. Es fehlt dringend an klaren Vorgaben für Beratungen – zum Beispiel dem Ziel, Eltern möglichst schnell in die Lage zu versetzen, ohne Beratung miteinander im Sinne des Kindes zu kommunizieren.
  • Die Situation in kirchlichen Beratungsstellen ist nach meiner persönlichen Erfahrung dramatischer als, zum Beispiel, in Jugendämtern. Vielleicht hat hier der Druck von Väterverbänden auf Jugendämter schon oft ein Mindestmaß an Selbstreflexion bewirkt. Vielleicht sind die Mitarbeiterinnen in kirchlichen Beratungsstellen einfach auch schlechter ausgebildet – das wäre zumindest einmal interessant zu erfahren.

Jedenfalls ist es meine Erfahrung, dass ein großer Teil der Beraterinnen regelrecht unglaubliche Fehler macht. Ich habe nur einzelne Ausnahmen erlebt, insbesondere kurzfristig bei Pro Familia. Dort wollte dann aber die Mutter sehr schnell nicht weiter machen.

Das heißt: Das große Angebot an unseriösen Beratungen schafft eben jederzeit auch die Möglichkeit, eine seriöse Beratungssituation zu verlassen, sobald sie der Mutter (oder gegebenenfalls auch mal dem Vater) unbequem wird.

 

Die Mutter als Kind: Regeln der Beratung

Als Lehrer habe ich natürlich schon unzählige Beratungs- und auch Mediationsgespräche selbst geführt. Ich bin mir sicher, dass Regeln der schulischen Beratung und der Elternberatung nicht völlig unterschiedlich sind. Das bedeutet zum Beispiel:

  • im Konfliktgespräch beiden Perspektiven Raum zu geben und von den Gesprächspartnern zu erwarten, sich diese Perspektiven auch jeweils anzuhören,
  • auf die Einhaltung grundlegender Gesprächsregeln (niemanden niederbrüllen, nicht systematisch ins Wort fallen etc.) zu achten,
  • nicht unmotiviert und gar noch offen Partei gegen eine der Personen zu ergreifen,
  • das Ziel zu haben, die Beteiligten von der Beratung unabhängig zu machen und in Zukunft möglichst selbstständig mit ihrer Situation klarzukommen,
  • die Bedeutung der Kommunikation ebenso deutlich zu machen wie die Konsequenzen der Verweigerung,
  • so zurückhaltend wie möglich mit moralisierenden Zuschreibungen zu sein
  • und, sehr wichtig, nicht mit Unterstellungen zu arbeiten, weil Menschen durch sie zum Verstummen gebracht werden.

Nach meiner Erfahrung wird in Elternberatungen – und zwar in der Regel, nicht als Ausnahme – keine einzige dieser Regeln verlässlich eingehalten. Natürlich gibt es positive Gegenbeispiele – aber ich halte es für ausgeschlossen, dass die große Menge der negativen Beispiele, die ich erlebt habe, auf reinem Zufall beruht.

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Ich kann mir kaum vorstellen, dass ich bloß ganz zufällig ein ausgesprochen ungünstiges Sample erwischt habe.

Ein Grund für diese Situation ist sicher eine uneingestandene oder gar offene ideologische Voreingenommenheit. Wer Mutter und Vater stillschweigend als Opfer und Täter wahrnimmt oder davon ausgeht, dass das Kind bei der Mutter immer am besten aufgehoben ist und dass sie vom Vater eigentlich einfach nur in Ruhe gelassen werden sollte (mit Ausnahme der monatlichen Zahlungen, natürlich) – der hat dann eben überhaupt kein Interesse daran, Gesprächsregeln zu etablieren, die gleichermaßen für beide gelten und beide auch gleichermaßen schützen.

Vor allem aber wird dabei unterschwellig immer die Mutter als zu schützende Kind wahrgenommen – was das reale Kind und seine Situation weitgehend aus dem Fokus schiebt.

 

Lippenbekenntnisse und Kindesinteresse: Was sagt eigentlich das BMFSFJ dazu?

Grundlage dafür, dass die Trennungseltern in der Beratung von der Paar- auf die Elternebene wechseln können, ist also – dass sich die Beratung weg bewegt von den Lippenbekenntnissen zum Kindeswohl und sich stattdessen in die Lage versetzt, tatsächlich kontrolliert, konkret und professionell im Interesse des Kindes zu agieren.

Bedingungen dafür sind:

  • eine systematische Kontrolle der Leistungen der Beratung,
  • eine Transparenz über ihre Regeln und theoretischen Voraussetzungen,
  • eine zeitliche Begrenzung und deutliche Zielorientierung – nämlich orientiert an der Wiederherstellung der eigenständigen elterlichen Kommunikationsfähigkeit,
  • ganz offenbar auch eine deutlich bessere Ausbildung,
  • ein Ende der weiblichen Monokultur – beispielsweise durch die Verpflichtung, dass auch männliche Berater verfügbar sein müssen, wenn die Eltern das für sinnvoll halten,
  • eine klare Abgrenzung von dysfunktionalen Positionen, zum Beispiel von männer- und kinderfeindlichen Modellen wie denen Anita Heiligers oder des VAMV, und vor allem
  • konkrete, allen Beteiligten bekannte Vorstellungen darüber, wie die Beratung den vitalen Interessen des Kindes dienen kann.

Es wäre schön, wenn zum Beispiel das Familienministerium auch auf solche Zusammenhänge einmal seine Aufmerksamkeit lenken könnte – natürlich erst, wenn es mit den viel wichtigeren Angelegenheiten fertig ist, mit denen es sich so Tag für Tag beschäftigen muss.

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  1. Das ist eine interessante Perspektive, vielen Dank dazu. Ich habe auch schon Väter erlebt, die ganz zufrieden mit ihrer Beratungsstelle waren, aber das mag regional sein, meine Erfahrungen beschränken sich da auf die Beratungsstelle hier vor Ort (die von einem Mann geführt wird, keine Ahnung, ob das vielleicht ein Grund sein mag).

    Ich glaube, dass es sehr schwer ist, eine solche Beratung sinnvoll durchzuführen, wenn die andere Seite mauert. Gerade wenn sie weiß, dass mauern ihr durchaus etwas bringt.

    Es wäre sicherlich interessant, wenn diese Beratungsstellen unparteiischere Angebote vorhalten würden oder eben auch für Männeranliegen sensibilisert wären.
    Das man dir rät einfach eine neue Familie zu gründen ist wirklich der Hammer.

    Grundsätzlich finde ich Beratungsstellen sinnvoll. Letztendlich müssen die Eltern eben von der Beziehungsebene weg kommen und auf der Elternebene ankommen. Es ist schade, dass man dabei Unterstützung braucht, eigentlich sollte das klar sein, aber die Praxis zeigt, dass viele es nicht schaffen.

    Was vielleicht auch an der Gestaltung der Normen liegt. Viele Mütter wissen, dass es sich lohnt nicht zu kooperieren. Und ich glaube auch, dass bei vielen der Umstand, dass sie bei nichtehelichen Kindern erst alleine das Sorgerecht haben, sich nachteilig auswirkt: Eine alte Erfahrung ist, dass es uns schwerer fällt, etwas, was uns schon „gehört“ aufzugeben. Und viele Mütter haben eben den Eindruck, dass ihnen das Kind gehört.

    Antwort

    1. „Ich habe auch schon Väter erlebt, die ganz zufrieden mit ihrer Beratungsstelle waren“ Das glaube ich gern. Mein Punkt ist ja auch gar nicht, dass es keine guten Beraterinnen gäbe, sondern dass es keine Strukturen gibt, die ein Mindestmaß an Qualität gewährleisten. Es ist Glücksache. Wir hatten einmal zum Beispiel eine Beraterin, mit der ich nicht nur ganz zufrieden war, sondern die ich wirklich klasse fand. Nur wollte die Mutter dort nicht weiter machen.

      „Viele Mütter wissen, dass es sich lohnt nicht zu kooperieren.“ Das ist m.E. der Kernfehler vieler Institutionen, die sich heute um Kindessorge kümmern: Nicht die Kooperation, sondern die Verweigerung von Kooperation de facto zu belohnen. Das gilt übrigens auch für Väter: Vätern, die sich der Verantwortung für ihre Kinder gegen den Willen der Mütter völlig entziehen, wird es sehr leicht gemacht – Vätern hingegen, die sich gern um die Kinder kümmern wollen, wird es sehr schwer gemacht, wenn die Mutter nicht mitspielt.

      Antwort

      1. “ da soll er sehen, was er davon hat bzw dann ist er eben auch nicht gut für das kind oder das Kind will ihn eben auch nicht sehen, nach allem, was er gemacht hat.“
        Und genau diese Haltung ist auch eine der tragenden Säulen der „Beratungs- u. Gerichtskultur“ in D.. Was auch kein Wunder ist, da in dem Punkte offizielle Politik, Tradition und das erfolgreichste Geschäftsmodell der heutigen Dienstleistungssparten wunderbar zusammenpassen. Und die Kirchen kriegen auch ein reichliches Stück vom großen Kuchen ab.

    2. “ Es ist schade, dass man dabei Unterstützung braucht, eigentlich sollte das klar sein, aber die Praxis zeigt, dass viele es nicht schaffen.“

      @Chris:
      Ich gehe einen Schrit weiter und sage, den meisten Eltern ist der Unterschied zwischen den Ebenen natürgemäß durchaus irgendwo mehr oder weniger bewußt. Aber die von Gerichten und Jugendämtern verwalteten und belieferten Drittleister leben großteils davon, die Mütter auf der Paarebene aufzustacheln, sie dort zu halten und zu unterstützn, den Vater von jedem Bezug zur Elternebene zu isolieren und das Kind überhaupt nur in ihre Gedanken aufzunehmen wenn es darum geht, Tränendrüsen zu aktivieren ( bspw. „laut Mutter schlägt der Vater das Kind und quält Mutter und Kind permanent seelisch, auch im Beratungsgespräch nimmt er keine Rücksicht auf das Mutter-Kind-Verhältnis und ist nicht koperationsbereit“ ), ansonsten ist es reine Verfügungsmasse, die es möglichst umfassend abzuschöpfen gilt ( Humanressource Kind ).

      Kann WE werden, bis ich dazu komme, L. Schoppe’s Post noch um ein paar Kleinigkeiten zu ergänzen und bei Alles Evolution hast Du ja auch noch eine längere Stellungnahme bei mir gut.
      Passt mir v.dh. ganz gut in’s Konzept, daß hier einiges angesprochen wird, was das Bild von den Unterschieden zwischen theoretischen Formalien ( z.B. Lehrbuchinhalte ) und Praxis schon mal ein wenig weiter auffächert.

      Antwort

      1. „den meisten Eltern ist der Unterschied zwischen den Ebenen natürgemäß durchaus irgendwo mehr oder weniger bewußt“

        Das ist relativ. Wenn man sie logisch fragt sicherlich. Aber wenn sie über ihren Fall nachdenken, dann denken sie eben in Gefühlen und dann hat er sie eben verlassen, da soll er sehen, was er davon hat bzw dann ist er eben auch nicht gut für das kind oder das Kind will ihn eben auch nicht sehen, nach allem, was er gemacht hat.
        Es kommen ja dann auch Aussagen von Kindern wie „ich will den Papa nicht sehen, weil er keinen Unterhalt zahlt“ was üblicherweise klar aus der Beziehungsebene der Mutter stammt.

        Ich wollte das Konzept einfach mal darstellen, weil es oft gut ist, so etwas einmal zu benennen. Weil es ansonsten in Diskussionen auch nicht auftaucht.

      2. @ Fiete „Kann WE werden, bis ich dazu komme, L. Schoppe’s Post noch um ein paar Kleinigkeiten zu ergänzen“ Würde mich freuen. ich habe den Post ja extra als Erfahrungsbericht angelegt, nicht als Studie – da sind Ergänzungen eigentlich sehr wichtig.

        Dass das Kind faktisch eine „Humanressource“ ist, ist m.E. ein sehr wichtiger Punkt. Wenn der Elternteil, der das Sorgerecht bzw. Aufenthaltsbestimmungsrecht hat, damit zugleich Ansprüche auf finanzielle Leistungen erwirbt und Verpflichtungen zur Erwerbsarbeit loswird – dann gibt es natürlich auch ein starkes ökonomisches Interesse an der Verfügung über das Kind (hört sich furchtbar an, aber eben darum geht es).

        Bei uns war es zum Beispiel so, dass ich uns vor der Trennung weitgehend allein finanziert habe und die Mutter immer wieder, aber unverlässlich, etwas dazuverdient hat – und dass ich diese Aufteilung nur auf Zeit akzeptieren, aber auf Dauer nicht tragen wollte. Ich wollte mich ja auch um unser Kind kümmern.

        Durch die Trennung, das alleinige Sorgerecht, meine Trennung vom Kind und meine gleichzeitige Verpflichtung zum Kindes- UND Betreuungsunterhalt hat sie dann eben durchgesetzt, finanziell von mir versorgt zu werden. Mit beständiger Unterstützung des deutschen Staates.

        Es wäre also sinnvoll, von der häufig ohnehin heuchlerischen Berufung auf das Kindeswohl ab und zu mal abzusehen und stattdessen zu fragen, wie die Situation eigentlich ÖKONOMISCH funktioniert, bzw. eben nicht funktioniert. Auf jeden Fall sind Regelungen in hohem Maße dysfunktional, nach denen Menschen ihren eigenen ökonomischen Interessen eben dadurch dienen können, dass sie die Kinder vom anderen Elternteil ganz oder weitgehend trennen.

        Perspektivisch ist es daher auch in dieser Hinsicht gut, wenn das Wechselmodell, ergänzt durch ein faires Modell zur Berechnung des Unterhalts, zum Standard wird. denn dann müssten beide kalkulieren, dass sie ihre eigenen ökonomischen Interessen dann am besten verfolgen können, wenn die Kinder eine gute und tragfähige Beziehung zum anderen Elternteil haben.

  2. Ich kann deine Erfahrungen nur unterschreiben, Lucas. Ohne hier jetzt zu weit auszuholen hatte ich es im Vorfeld mit drei Frauen zu tun:

    Familienberaterin
    Jugendamtsmitarbeiterin
    und einer Richterin

    Es ging um das gemeinsame Sorgerecht, welches man mir entziehen lassen wollte (damit man das Kind umbennen darf). Und ich gab die ‚Schlacht‘ im Vorfeld schon fast verloren, da ich nach alten Erfahrungen (ProFamila=Feminismus pur) ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht habe.

    Aber weit gefehlt! Die drei Damen waren allesamt kompetent und es fielen Sätze wie, „na, da hat sich die Mutter aber ein ordentliches Ei gelegt“ (Erziehungsberatung) oder „ich empfehle ihnen dringend, die Klage zurückzuziehen“ (Rat der Frau vom Jugendamt an die Kindsmutter).

    Am besten hat letztgenannte das Ganze noch getoppt mit dem Satz: „Das was sie da meinen, dass hat man vieleicht vor zwei Jahren gedacht!“

    Kurzum: Ich war mehr als platt, denn damit hätte ich nicht gerechnet im Vorfeld. Na ja, dann kam die Verhandlung und es ging (wider Erwarten) tatsächlich für die Mutter nach hinten los. Am Ende wurde die Mutter ermahnt, sich ihrer Rolle als Mitverantwortlich mal bewusst werden und ordnete eine gemeinsame Mediation an. Interessant am Rand: Die Gerichtskosten wurden mit 0,- Euro beziffert und am Ende nickte mir die Richterin noch wohlwollend zu. Wow!

    Nun, dann kam die Mediation: Bei der Caritas und von einem Mann. Ich habe noch niemals einen derartigen Menschen, wie diesen Typen erlebt. Er war einseitig, parteilich und hinterfragte bei der Mutter nichts, aber rein überhaupt garnichts. Da war ich plötzlich der Angeklagte!

    Nach zwei Sitzungen habe ich diese Schmierenkomödie (in Abstimmung mit der Mutter) abgebrochen und danach diesem Mediator im Anschluss und per Telefon noch mal meine Meinung mitgeteilt (von wegen Feedback und so).

    Selten habe ich soviel Gestammel gehört und jemanden erlebt, der sich als s.g. Pädagoge so dermaßen in die Ecke gedrängt fühlt. Letztendlich bestätigte es den vorher immer nur gelesenen Verdacht, dass Männer oft die größten Feinde von Vätern sind.

    Diese ganze Klerus-Truppe ist es aber unisono! Alleine die Plakate, welche in diesem Beratungsraum hingen, die Broschüren, welche auslagen, die sprachen eine klare Sprache: Pro Frau, Mann böse).

    Soweit mein, doch etwas länger gewordener Kommentar dazu. Am Ende gab es auch noch ein Happy-End mit dem Kind, damals 8 Jahre alt:

    Frage: „Deine Mutter meint, dass du nun unbedingt Xyz heißen möchtest und nicht mehr Abc“
    Antwort: „Weißt du Papi, ich will gar nicht so heißen, sagst du ihr das bitte nachher“
    Ende vom Lied: Kind baut sich vor der Mutter auf und sagt „Ich will nicht Xyz heißen!“

    Soweit meine Erfahrung mit dem Thema gelebte Elternebene. Offensichtlich hatte ich Glück bei der ganzen Geschichte, in Summe. Dir Lucas wünsche ich das auch und bei deinem Engagement sehe ich, dass es zwar ein steiniger Weg ist – aber einer, der sich lohnt.

    Wenn dein Kind einmal über 7 Jahre ist, dann wird es dich bis zum Lebensende lieben. Und genau das wünsche ich dir, ob der größeren Widrigkeiten (im Vergleich zu mir) von Herzen.

    Antwort

    1. @ Emannzer Danke für den Beitrag!

      Unser Kleiner (mittlerweile schon ziemlich Großer) ist übrigens gerade acht geworden… 🙂

      Antwort

  3. Danke für den detailreichen Erfahrungsbericht.

    Ich würde mir von Vätervereinen wie VAfK dazu ausführliche Erfahrungenbeschreibungen und systematische Untersuchungen.

    Antwort

  4. Danke für den Bericht 🙂

    Ich würde gerne noch als Ergänzung etwas anfügen.

    Mich würde interessieren, welchen Ausbildungshintergrund die jeweiligen Beraterinnen hatten. Es ist schon ein Unterschied, wenn jemand nur ’normal‘ ausgebildet wird oder ob noch eine systemische Ausbildung / Haltung dazu kommt. Gerade letzteres sollte eine Parteilichkeit (die wohl immer zu gewissen Teilen gegeben ist, absolute Neutralität ist nur sehr schwer zu schaffen) doch soweit zurück dämpfen, dass das Wohl beider Rat suchenden im Mittelpunkt steht.

    Von daher wäre meine Empfehlung bei der Suche nach Beratern darauf zu achten, ob ein systemischer Hintergrund (zertifiziert nach SG oder DGSF) vorhanden ist. Es ist nicht der Weisheit letzter Schluss und auch kein Allheilmittel, das möchte ich da noch gerne mit anfügen. Nur denke ich, dass dies für ein besseres Beratungserlebnis sorgt und solche Gurken dann vermieden werden können.

    Meine Hypothenuse: Wer einmal mit einem systemischen Berater zusammengearbeitet hat, geht nur ungern zur normalen Beratung zurück.

    Und ja, eine männliche Perspektive kann durchaus das Blickfeld erweitern. Das habe ich bei meinen systemischen Kursen als sehr schönes Feedback erhalten (Zitat: ‚Endlich sind mal ein paar Männer dabei! Sonst sind ja immer nur Frauen dabei, das ist ja nicht zum aushalten‘ <- von einer Frau geäußert)

    Antwort

    1. @ Johann Liebert Danke für den Beitrag! „Wer einmal mit einem systemischen Berater zusammengearbeitet hat, geht nur ungern zur normalen Beratung zurück.“ Das kann ich mir sehr gut vorstellen.

      Wer eine Familie als System betrachtet, und wer sich dabei z.B. eine Sensibilität dafür erworben hat, wo jemand aus dem System ausgegrenzt wird – der wird nicht so schnell auf die Idee kommen zu behaupten, dasss eine vollständige Trennung von Vater mal ganz gut wäre, damit das Kind „zur Ruhe kommt“ etc. Er wird eher von beiden Eltern erwarten, die Bedeutung des anderen Elternteils und der Kooperation mit ihm für das Gesamtsystem – auf das das Kind ja angewiesen ist – zu respektieren.

      Antwort

  5. Solche Beratungen sind in der in Deutschland praktizierten Form nicht nur überflüssig, sondern ausgesprochen schädlich. Würden im Strassenverkehr nur ein paar Prozent der Fahrzeuge technische Mindestanforderungen erfüllen und der Rest nicht, wäre die Hölle los. Geht es aber um die Zukunft unserer Kinder, soll alles kein Problem mehr sein – Hauptsache jemand rechnet die Stunden ab, in der die „Berater“ auf ihrem Sessel sassen.

    Der Grund liegt aber nicht nur im Lotteriespiel zwischen Nullqualifikation und Mindestkenntnissen der Berater. Er liegt auch im Kontext. Beratungen finden ja häufig nur statt, weil einem Elternteil, meistens der Mutter, völlig freie Bahn gelassen wurde, ihre kindeswohlschädlichen Vorstellungen zu Umgang und Sorgerecht zu entfalten. Man schickt die Eltern dann bei einem Dissens zu einer „Beratung“, wohl wissend dass dort noch weniger wie warme Worte herauskommen. Heraus kommt Verzögerung, Ausbremsung, für dumm verkaufen, der Mutter mitgeben dass sie machen kann was sie will.

    Richtig wäre, erst einmal klare Regeln zu setzen, gesellschaftlich und juristisch durchsetzbar. Hat ein Elternteil Schwierigkeiten das zu verstehen, darf er gerne zu einer Beratung und er darf auch gerne den anderen Elternteil dazu einladen, wenn ihm das hilft. Auf der anderen Seite kann ein kleiner Teil der Beratungstätigkeit zur gerichtsnahen Mediation aufgewertet werden, natürlich mit genauen Qualifikations- und Qualitätsanforderungen. Das Ziel sind dann gemeinsame und durchsetzbare (!) Regelungen, die ein Gerichtsverfahren überflüssig machen.

    Alles dazwischen ist überflüssige Arbeitsbeschaffung für irrlichternde Hobbypsychologinnen oder einfach nur für erwiesene ahnungslose Schwätzerinnen.

    Mein Rat an andere Väter ist, schlechte Beartungen sofort zu verlassen. Aufstehen, weggehen. Zum Abschied noch eine schriftliche Beschwerde an die nächsthöhere Charge der Einrichtung schicken. Nur für die Akten. Die Hoffnung, dass mit der Teilnehme an so einer Beratung vielleicht doch etwas besser werden könnte, ist ein Trugschluss. Und die Furcht, dass ein Abbruch negative Folgen hat auch. Wer dort die Tür aufmacht, hat bereits verloren, nicht erst später. Hört auf, euch einfühlsam mit dem Mist zu beschäftigen, der auf euch abgeladen wird.

    Antwort

    1. @ BS „Mein Rat an andere Väter ist, schlechte Beratungen sofort zu verlassen. Aufstehen, weggehen.“ Beratungen können manchmal ja auch auf legitime weise unangenehm sein – zum Beispiel dann, wenn ein Elternteil etwas akzeptieren muss, das es nicht gern akzeptieren will. Oder wenn beide Eltern akzeptieren müssen, dass sie als Eltern weiterhin beide für ihr Kind von Bedeutung sind, auch wenn sie als Paar nicht mehr viel miteinander zu tun haben möchten.

      Deshalb wären auch da Kriterien wichtig: Wann ist eine Beratung eigentlich schlecht? Wenn die Anliegen eines Elternteils auf Dauer keinen Platz haben – wenn ein Elternteil gedemütigt wird – wenn es kaum möglich ist, über die Situation des Kindes zu sprechen.

      Ein guter Lackmustest ist vermutlich zu fragen, was Beraterinnen von der gemeinsamen Sorge halten. Wenn sie die nicht gleich grundsätzlich richtig und gut finden und auch begründen können, warum – sondern wenn sie anfangen zu lavieren („Ja, kann schon gut sein, vorausgesetzt, die Eltern kommunizieren gut miteinander etc.“): Dann sind sie als Beraterin mit hoher Wahrscheinlichkeit schlecht.

      Das nicht deshalb, weil sie die falsche politische Meinung haben – sondern weil sie die gemeinsame Bedeutung der Eltern für die Kinder nicht anerkennen, sondern stillschweigend andere Prioritäten setzen. Damit fehlt dann eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine sinnvolle Beratung.

      Solche Leute schaden vermutlich deutlich mehr, als dass sie helfen würden.

      Antwort

      1. Bei den Kriterien bin ich anderer Ansicht. Die machen sich in einem Blog-Aufsatz oder sonstiger schriftlicher Stellungnahme sicher gut, aber in so eine Beratung geht man gewöhnlich nicht mit einer Liste explizit formulierter Qualitätskriterien, die man dann während der Beratung abprüft. Das ist auch gar ncht nötig, wie man auch an den anderen geschilderten Erfahrungsberichten sehr gut sieht: Es fällt auch so sofort auf.

        Ein eventueller Grenzbereich zwischen „unangenehmen Wahrheiten“ und „schlechter Beratung“ lässt sich auch mit vorher zurechtgelegten Kriterien nicht beseitigen. Denn auch die Anwendung der Kriterien setzt Objektivität und Distanz voraus, wenn ich die nicht habe komme ich auch mit den unangenehmen Wahrheiten nicht klar. Somit verhindert das eigene Problem die Beurteilung des Problems.

  6. Hallo Lucas,
    Ich persönlich habe mit Beratungen eher gute Erfahrungen gemacht. Unsere Gerichtsgutachterin, eine klinische Psychologin, war sowas von grottig. Konnte, was Standard ist, nicht eine Frage des Gerichtes an Sie im Gutachten beantworten, was aber egal war, Gutachten zählt…
    Diese Pflicht JA gibt es hier in Frankreich nicht. Es ist auch ein Ding der Unmöglichkeit das eine Beraterin, die ja neutral den Konflikt lösen soll, vor Gericht aussagt oder ein Memo schreibt, das weitergegeben wird.

    Die Beratung hingegen, nachdem ich eine Gerichtliche Mediation (keine Familienberatung) absichtlich gegen die Wand laufen lassen habe (hier sollte ich dann nur abgestraft werden und am Ende ein Papier unterschreiben in dem ich mich ans Urteil halten sollte), war mehr als Super. Ich habe meine Ex gebeten mir 3 Beratungen zu nennen, ich würde eine auswählen.

    Die Beratung war bei einer Organisation die auch Besuchspunkte hat, hier sind die Erfahrungen von uns sehr schlecht. Ist aber bei allen diesen Einrichtungen gleich. Aber die Mediation (auch von anderen Vätern bestätigt) ist sehr gut und professionell. Als erstes werden klare Ziele definiert, was möchten beide, am Ende versucht man Lösungen für diese klar definierten Ziele zu finden. Man arbeitet an der Kommunikation etc.

    Mein Vorteil war, meine Ex hat mitgespielt. Und hier geht das Problem los, Richter sind mit Fällen überlastet, bei einer Situation Frau=Sorgerecht, Mann=Bittsteller hast Du keine Verhandlungsmasse. Wir hatten mal vor langer Zeit einen Fall, kenn ich nur vom Hörensagen, da war ein Ehepaar kriegten vom Richter gesagt, so, gemeinsame Erziehung, einen Monat beim Mann, einen Monat bei der Frau (beide wollten den Hauptumgang), danach sagte der Richter noch, viel Spaß in der Mediation. Ups, die beiden konnten sich ganz fix einigen… Bei einer Familienberatung in der
    1. Keine klaren Ziele definiert sind (erst mal vom Richter, wenn nicht dann von der Beraterin) braucht kein Mensch, da kannst Du nach dem dritten Mal gleich zuhause bleiben (ok, ist schlecht für die Gerichtsakte).
    2. Zu einer Mediation gehört auch mal dass ein Partner noch mal seinen Frust rauslässt. Danach muss aber Schluss sein. Also einmal die Konten noch auf Null bringen.
    3. Wenn, was häufig der Fall ist, die Mediation oder Beratung nur einen Zweck hat, Zeit gewinnen, hast Du eh keine Chance. Vor Gericht muss der Richter klar sagen was die Ziele der Mediation sein sollen und was passiert wenn einer diesen Zielen zuwiderläuft (also die Beratung blokiert). Gute Mediatoren können zwar auch hier viel erreichen, aber es muss irgendwie passen. Das kann ein Richter umgehen in dem er eine Situation schafft in der beide Verhandlungsmasse haben, da hat die Mama dann auf einmal richtig Interesse zu verhandeln…
    4. Gerade bei sehr kleinen Kindern muss eine Mediation offen sein, z. B. eine Nachmediation in drei Jahren anbieten…
    5. Man muss die Möglichkeit haben eine Beraterin abzulehnen, wenn es nun total nicht passt.

    In F gibt es auch schwarze Schafe, oder Mediationen zu denen man besser nicht hingeht. Die kennen wir aber alle und können Gegenlenken…

    Und zu Deinen männlichen Beratern, das möchtest Du nicht wirklich! Jeder männliche Familienrichter haut noch härter andere Männer raus. Nimm einen Dings, äh einen Schupelius, stell Dir den in der Beratung vor, würg!

    Ups, zugemüllte Kommentarspalte 😉

    Antwort

    1. @ Kai „Ups, zugemüllte Kommentarspalte “ Nee, ganz und gar nicht. Danke für die Hinweise – schön, wieder mal von Dir zu lesen!

      „Und zu Deinen männlichen Beratern, das möchtest Du nicht wirklich! Jeder männliche Familienrichter haut noch härter andere Männer raus.“ Ich hab zwei Mal männliche Familienrichter erlebt, das war beider Male sehr gut. Für einen Vater ist es vermutlich eine sehr gute Konstellation, einen Richter zu bekommen, der womöglich gerade selbst vor ein paar Jahren Vater geworden ist…

      Ansonsten ist mir aber völlig klar: Eine pragmatische Beraterin wird auf jeden Fall deutlich besser und konstruktiver sein als, etwa, ein feministischer Berater, der grundsätzlich unterstellt, dass Väter ihre Kinder eh nur als Machtinstrument gegen die Mütter in Stellung bringen wollen. Mir ging es aber nicht um einzelne Frauen und Männer, sondern um die Monokultur – denn die signalisiert etwas, was gar nicht günstig ist.

      Ansonsten stimm ich Dir voll zu. Deutliche, allen bekannte Zielsetzungen sind wichtig – wenn es sein muss, dann eben auch als richterliche Vorgaben, einschließlich Sanktionsandrohungen für den Verweigerungsfall – und auch ein pragmatischer Umgang mit der Situation. Wenn jemand mal seine Wut rauslässt, dann würde ich nicht pikiert dasitzen und eine Strichliste führen, welche und wie viele Gesprächsregeln er jetzt gerade verletzt. Aber wenn jemand permanent aggressiv auftritt, muss natürlich klar sein, dass das eine Verständigung erschwert.

      Wie gut, dass das bei Euch alles bekannt ist, und dass Ihr Berater im Vorfeld einschätzen könnt! In dem Winkel von Deutschland, in dem ich die letzten Beratungserfahrungen gemacht habe, gibt es nichtmal erreichbare Väterorganisationen…

      Antwort

  7. Dass die Kindsmutter so oft umgezogen ist, liegt vermutlich daran, dass sie in ein günstiges Umfeld für einen Kindsentzug gesucht hat. Kenne ich genauso von einem anderen Fall, man zieht das Einzugsfeld einer „mütterfreundlichen“ Richterin, Judendamt, Beratungsstellen etc. Mütterlobbyvereine helfen bestimmt gerne bei der Suche…

    Antwort

    1. @ yx Das Gefühl hatte ich auch manchmal – ich kann es aber nicht belegen…

      Antwort

  8. Interessanter Bericht, danke. Ein Bekannter von mir, der in Sorgerechtsstreitigkeiten mehrfach von der Mutter und Beraterinnen denunziert wurde ist letzten Endes dazu übergegangen, alle Gespräche und sonstige Kommunikation mitzuschneiden. Mir ist bewusst, dass die Verwendbarkeit solcher Mitschnitte vor Gericht nicht immer gewährleistet ist, aber ich denke wenn der Karren schon mal verfahren ist, dann ist es besser, solche Mitschnitte zu haben als sie nicht zu haben.

    Antwort

    1. @ bydonc „Ein Bekannter von mir, der in Sorgerechtsstreitigkeiten mehrfach von der Mutter und Beraterinnen denunziert wurde ist letzten Endes dazu übergegangen, alle Gespräche und sonstige Kommunikation mitzuschneiden.“ Das hab ich mir tatsächlich auch schon überlegt. Es ist trotzdem absurd: Welchen Sinn soll den eine „Elternberatung“ haben, zu der ich so wenig Vertrauen haben kann, dass ich mich über Gesprächsmitschnitte absichern muss?

      Das beinhaltet unweigerlich den doppelten Eindruck, dass erstens die Beraterin voreingenommen gegen mich ist, und dass sie es zweitens mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Ich wüsste nicht, wie unter solchen Bedingungen eine Beratung konstruktiv sein könnte.

      Antwort

  9. […] Wichtiger, lesenswerter Artikel von Lucas Schoppe über die Probleme von Vätern mit Elternberatungen. […]

    Antwort

  10. Sodele, sorry erstmal, daß ich es nicht eher geschafft habe, aber abgesehen von ein paar technischen Hintergründen war es mir auch wichtig, zu versuchen, etwas Abstand zur emotionalen Ebene zu bekommen, da es ( zumindest am Rande ) gerade um Aspekte geht, mit denen ich heute noch immer wieder so meine Schweierigkeiten habe. Auch nach ungefähr 8 – 10 Jahren noch. Grob verkürzt gesagt ist das Thema Beratung/Information der Aspekt, der den Zusammenbruch meines damaligen – recht blauäugigen, aber vermutlich auch recht durchschnittlichen – Weltbilds einleitete. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, daß das Engagement von Fachkräften im sozialen Bereich dermaßen stark von ideologischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist und noch weniger, daß dadurch die möglicherweise vorhandenen idealistischen Faktoren so stark überlagert und teilweise regelrecht ausgeklammert werden. Ist aber offenbar sehr oft so.

    Daß ich hier auf man Tau anfange und nicht auf AllesEvolution, hat den praktischen Grund, daß der ökonomische Aspekt nicht nur parteilich wichtig ist, sondern auch das Verhalten und die Vorgehensweisen der Jugendämter und Gerichte, sowie der davon verwalteten und belieferten Drittleister ( in der Betroffenenszene – m.E. zurecht – als „Kinder- u. Sorgehandel“, in der Schweiz als „Streitbewirtschaftungsindustrie“ benannt ) in hohem Maße mitbestimmt. So kann ich mir auf Chris‘ Blog einige Schreiberei ( nicht gerade mein herausragendste Fähigkeit ) mittels Verlinkung ersparen.
    Da der Themenbereich „familienrechtliche Praxis“ riesig ist und sicher schon sehr viele Punkte ( auf beiden Blogs ) abgesprochen wurden, lese ich mich den ganzen Kram vorher nochmal aufmerksam durch, in der Hoffnung, daß ich so im Endeffekt weitere Zeit beim Schreiben wieder einsparen kann.

    Vorab schonmal meinen herzlichen Dank an Chris und L. Schoppe, daß endlich mal wieder das Thema Kindschaftsrecht auf dem Tapet ist. Dasselbe ist in den weitreichenden – überwiegend politischen und z.T, auch ideologischen – Diskussionen der letzten paar Jahre nämlich m.E. viel zu kurz gekommen, was ich fatal finde, da so die üblichen alten Gerüchte, besonders in den weniger informierten Teilen der Szene, wieder hochkochen ( besonders auf den „Anfänger- u. Jammerseiten“, wo sachliche Infos und entsprechende Diskussionsansätze immer wieder regelrecht im Blödfug ersaufen ).
    Besonders ggü. Chris ist mir wichtig zu erwähnen, daß ich seine Netzaktivitäten sehr schätze. Daß ich ihn, wenn es mit notwendig erscheint, auch mal mehr oder weniger deutlich abwatsche, hat rein thematische Gründe, die absolut nicht persönlich, oder gar abwertend, gemeint sind, eher im Gegenteil. Ich halte ihn für so wichtig in der „Geschlechterbloggerszene“, daß ich davon ausgehe, daß bei AllesEvolution auftauchende Meinungen durchaus nachhaltige Auswirkungen auf eine Menge Leute haben können, was natürlich nicht immer nur positiv sein muß. Ergo halte ich mich gelegentlich geradezu für verpflichtet, meinen Senf dazu zu geben, gerade wenn derselbe zu anderen Meinungen im Widerspruch steht, bzw. zu stehen scheint ( @Chris: vielleicht erinnerst Du Dich noch an unsere kurze Diskussion auf FB vor ein paar Jahren, zum Titel „Das Patriarchat“, den ich übrigens immer noch Scheiße, oder zumindest äußerst ungeschickt finde ).
    Daß L. Schoppe schon eine Art Oberlehrerfunktion in Punkto Diskussionskultur hat, also quasi „DIE pädagogische Autorität“ in der Bearbeitung von Geschlechterkrieg und Negierung von Kindesinteressen darstellt, braucht wohl kaum erläutert zu werden, denke ich. Was nicht heißt, daß ich immer seiner Meinung bin, aber i.d.R. legt er dieselbe so allgemein dar, daß in Details ausreichend Interpretationsbandbreite bleibt, ohne den Sinn zu verwässern. Eine Kunst, wie ich meine.

    Ach, noch was, was leicht zu Mißverständnissen führen kann:
    Selbstverständlich ist alles was ich schreibe subjektiv geprägt. Mancher mag also meinen, ich wäre auch bloß so ein aus Verzweifelung durchgeknallter Vater, der posttraumatische Realitätsverluste in radikaler Form durch das Netz trötet ( gibt es einige von – Mütter natürlich auch – die auch untereinander immer wieder regelrechte Schlachten austragen ).
    Ich denke, dem ist nicht so, oder zumindest nicht in relevantem Maße, ich halte mich nämlich immer noch für durchaus reflektionsfähig und -willig ( auch wenn mir seit 10 Jahren von verschiedenen Seiten das Gegenteil einzureden versucht wird, bspw. durch Gutachter, Gerichte, Jugendämter etc ). Aber ich bin in dem Punkte offen, w.h.: Wer meint, mir zu irgendeinem Aspekt eine Schablone anziehen zu müssen, darf sich gern ermuntert fühlen, das ebenfalls offen und ehrlich zu tun. Dann weiß ich das wenigstens und kann mich reflektierend und dialogisch damit auseinandersetzen.
    Kurios finde ich, daß ich mich seit fast einem Jahrzehnt immer wieder um psychologische und z.T. auch psychiatrische Unterstützung ( Abseits vom Familienrecht, allerdings als Folge der damit erlebten Unglaublichkeiten ) bemühe und auch dabei immer wieder gegen Gummiwände laufe. Die glaubhaftesten Kommentare von Fachleuten, die ich dazu befrage, lassen sich etwa so zusammenfassen ( tatsächlich haben mindstens zwei – recht kompetent wirkende – Fachleute es recht wortgenau so ausgedrückt ): „Aber Herr M., Sie sind doch eigentlich völlig normal und blicken auch die fachlichen Aspekte recht gut. Die von Ihnen berichteten Störungen beweisen das. Hätten Sie die nicht, dann müßten wir uns wirklich ernsthaft Gedanken machen, was da aus dem Ruder läuft“. Für diese nette Form von Verweigerungshaltung muß ich den Leuten auch noch ehrlich dankbar sein, kein Scherz. Manch anderer Spruch dazu war war erheblich enttäuschender.

    Und nochmal sorry für die lange Einleitung, aber ich hoffe, daß sie ein paar überflüssige Unterdiskussionen ersparen ( oder – wo sinnvoll – auch gerade anregen ) kann. Ich bin ein schlechter ( und auch unwilliger ) Schreiber und trage die Beschimpfung „Angehöriger bildungsferner Schichten“ nicht ganz grundlos als Titel vor mir her. Besonders die Organisation und Strukturierung schriftlicher Texte ist gar nicht mein Ding. Ich rede gern Klartext im Sinne von einfacher Populärsprache ( „wie der Schnabel gewachsen ist“ ), differenziere aber trotzdem gern und oft wohl auch etwas weiter, als manche Akademiker. Nur eben nicht nach Lehrbuch, sondern Erfahrung, Logik und auch dem – z.Zt. relativ unbeliebten – gesunden Menschenverstand ( Common Sense ist m.E. die treffendere Bezeichnung, da sie den Gemeinsinn mit einschließt; gerade vor ein paar Tagen mußte ich lesen, wie jemand beide Termini im Sinne einer Populismuskritik heftig angegriffen hat, m.E. noch dazu in selbst populistisch pauschalisierender Weise, was ich schlimm, aber auch typisch fand ).
    Ergänzende Info zu mir:
    Ich war mal kurzfristig Moderator und offizieller Vereinsvorsitender des Väterwiderstand eV i.G. ( woraus dann aber glücklicherweise nix wurde ), danach Moderator, Hauptautor und technischer Vizekoordinator bei Väter-für-Gerechtigkeit ( und bedaure es immer noch, daß es die Seite nicht mehr gibt ) und habe einige Jahre bei Jugendämter.com ( als Moderator und Autor ) ausgeholfen ( leider ist das Projekt aber wohl ein unbeherrschbares Monster, das auch nach mehreren radikalen Veränderungen m.E. nicht in den Griff zu kriegen ist ).
    Und ich habe – das halte ich für obligatorisch – selbstverständlich so ziemlich alles gelesen, was ich als Gratisangebot zu den naheliegenden Fachbereichen im Netz finden konnte, von Rechtsphilosophie/Rechtsdogmatik, über Psychologie/Psychiatrie, bis hin zu Parteipolitk&Co. Alles natürlich vom Startpunkt der Betroffenenproblematiken aus, aber ohne dabei die Selektion bis in den Bereich kognitiver Dissonanzen zu übertreiben ( hoffe ich zumindest ).
    Kurz und überspitzt:
    Das letzte Jahrzehnt war intellektuell wie emotional eine radikale Mischung aus autodidaktischer Tour de Force und Tour de Farce für mich, auf so ziemlich allen überhaupt möglichen Gebieten.
    Und permanent grenzwertig. Mindestens. „Ein Horrortrip“ wäre als Bezeichnung größtenteils zutreffend.

    Nu aber endlich in Medias res!
    Schoppe schreibt:
    „Als Lehrer habe ich natürlich schon unzählige Beratungs- und auch Mediationsgespräche selbst geführt. Ich bin mir sicher, dass Regeln der schulischen Beratung und der Elternberatung nicht völlig unterschiedlich sind. Das bedeutet zum Beispiel:

    im Konfliktgespräch beiden Perspektiven Raum zu geben und von den Gesprächspartnern zu erwarten, sich diese Perspektiven auch jeweils anzuhören,
    auf die Einhaltung grundlegender Gesprächsregeln (niemanden niederbrüllen, nicht systematisch ins Wort fallen etc.) zu achten,

    nicht unmotiviert und gar noch offen Partei gegen eine der Personen zu ergreifen,

    das Ziel zu haben, die Beteiligten von der Beratung unabhängig zu machen und in Zukunft möglichst selbstständig mit ihrer Situation klarzukommen,
    die Bedeutung der Kommunikation ebenso deutlich zu machen wie die Konsequenzen der Verweigerung,
    so zurückhaltend wie möglich mit moralisierenden Zuschreibungen zu sein
    und, sehr wichtig, nicht mit Unterstellungen zu arbeiten, weil Menschen durch sie zum Verstummen gebracht werden.

    Nach meiner Erfahrung wird in Elternberatungen – und zwar in der Regel, nicht als Ausnahme – keine einzige dieser Regeln verlässlich eingehalten. Natürlich gibt es positive Gegenbeispiele – aber ich halte es für ausgeschlossen, dass die große Menge der negativen Beispiele, die ich erlebt habe, auf reinem Zufall beruht.“

    Genau das ist m.E. der Kernpunkt des ganzen Dilemmas, mit starker Betonung auf dem letzten Satz!
    Das kann m.E. kein Zufall sein!
    Was sonst?
    Da drängt sich die Frage auf:
    CUI BONO? Wem nützt das?

    Dazu fallen mir als erstes zwei Aspekte ein, die wohl auf so ziemlich jeden Menschen zutreffen:

    Ökonomie ( Geld, Macht, Karriere, aber i.d.F. auch z.B. Faulheit und Bequemlichkeit )

    „Seelenheil“ ( Gewissen, Gesinnung, Befriedigung u.s.w. )

    Zweiteres soll ja z.T. dazu dienen ersteres ein wenig im Zaum zu halten ( Moral ). Ich behaupte, daß das im institutionellen Wesen in D. ( nicht nur im Familienrecht allein ) nicht mal ansatzweise gelingt. Im Gegenteil, wird sich eine Sache so lange selbst und gegenseitig schön gelogen, bis man sich selbst als Helden und alle anderen als zu bekämpfenden Feind betrachtet.
    Und das ist ganz praktisch, da es die Einkommens- u. Karrieremöglichkeiten erheblich erweitert. Gerade, wenn man ansonsten wenig eigene Ressourcen mitbringt ( etwa soziale Kompetenz, Empathie, Differenzierungsvermögen u.ä. ).

    Zum Thema „Herausberatung“ schließe ich mich insofern dem Kommentar von „BS“ größtenteils an ( https://man-tau.com/2017/02/15/wie-man-vater-rausberat/comment-page-1/#comment-9134 ), bis auf den letzten Absatz, der nämlich in ein für die meisten praktisch unlösbares Dilemma führt:

    „Mein Rat an andere Väter ist, schlechte Beartungen sofort zu verlassen. Aufstehen, weggehen. Zum Abschied noch eine schriftliche Beschwerde an die nächsthöhere Charge der Einrichtung schicken. Nur für die Akten. Die Hoffnung, dass mit der Teilnehme an so einer Beratung vielleicht doch etwas besser werden könnte, ist ein Trugschluss. Und die Furcht, dass ein Abbruch negative Folgen hat auch. Wer dort die Tür aufmacht, hat bereits verloren, nicht erst später. Hört auf, euch einfühlsam mit dem Mist zu beschäftigen, der auf euch abgeladen wird.“

    Die Ablehnung einer bestimmten Beratung zieht nämlich sehr schnell das Vorurteil der Beratungsresistenz und der allgemeinen Kooperationsunwilligkeit/-unfähigkeit nach sich. Gerade inkompetente Mitarbeiter und auch ganze Seilschaften der Inkompetenz ( z.B. Beratungsstelle>Jugendamt>Gericht ) kennen „ihre Pappenheimer“ gut, sind aufeinander eingespielt und haben im Berufsalltag entsprechende Taktiken und Textbausteine entwickelt und ggf. auch sofort auf Stichwort zur Hand. Ohne eine ausreichende Zahl entsprechend geübter Unterstützer hat ein betroffener Mensch da überhaupt keine realistische Chance, sich erfolgreich zur Wehr zu setzen. Er gerät in eine Spirale aus Intrigen, Rufmord, Verleumdung und übler Nachrede, die durch z.B. jugendamtliche Maßnahmen und gerichtliche Schritte immer enger zugezogen wird. So oder so, es ist eine tödliche Zwickmühle.
    So ziemlich meine wichtigste Botschaft in Gesprächen mit anderen Betroffenen war und ist daher immer:
    Betont Eure Kooperationswilligkeit immer und auf jeden Fall! Und sei es, indem Ihr eine Ablehnung damit begründet, daß Ihr das tut, gerade UM die Kooperationsmöglichkeiten zu verbessern!
    Auch wenn das vordergründig erstmal seltsam klingen mag.
    Sonst geht der Schuss garantiert voll nach Hinten los!

    Ganz kurz zum Punkt von Johann Liebert, der die Ausbildung und den Unterschied zwischen Systemik und „klassischer Statuslehre“ anspricht:
    Der systemisch-lösungsorientierte Ansatz ist bei Betroffenen ( besonders den Vätern ) meist recht gut bekannt, im Berufsalltag der involvierten Professionen aber reichlich unbeliebt. Was meine These, daß Idealismus wenig, individuelles Geschäftsinteresse dafür um so mehr zählt, m.E. eindeutig bestätigt. Allerdings bin ich seit rund 3-4 Jahren aus den akuten Fällen raus und kenne naturgemäß sowieso mehr voll „verkackte“, als gut gegangene Fälle.
    Im übrigen ist es um die Ausbildung der „Sozialarbeiter“ ( auch der Richter ) sehr schlecht bestellt in D.. Kompetenz scheint tatsächlich größtenteils private Initiative, oder eben nicht so wichtig zu sein. Ein Jugendamtsmitarbeiter ist z.B. keineswegs immer der – bis vor einigen Jahren noch nahezu gesellschaftsweit erwartete – „studierte Fach-Beamte“, sondern mit Pech einfach irgendeine vom Liegenschaftsamt wegversetzte Büroangestellte ( oder Praktikantin, oder hat einen Zeitvertrag o. o. o…. ), hart gesagt.
    Den Schein „insofern erfahrene Fachkraft“ ( laut FamFG reichen zwei Einschätzungen solcher ISEF, plus ein amtsinternes Teamgespräch aus, um eine Inobhutnahme zu inszenieren ) kann man ( ggf. vom Vorgesetzten o. Träger unterstützt ) – bspw. beim „Weinsberger Forum“ – ohne viel Aufwand erwerben.
    Und immer noch scheint es so zu sein, daß Familienjuristik kein eigener Studiengang ist. Sondern oftmals das was übrig bleibt, wenn der Student es nicht zum Abschluss eines lukrativen Fachjurastudiums geschafft hat. Gerüchtehalber ändert sich das zwar langsam, es soll schon ein paar Fachkurse dazu geben, aber von dem „Excellenzfach Familienrecht“ habe ich noch nichts gehört. Und das ist m.E. ein heftiges Manko, da es sich um eines der sensibelsten Jurafächer überhaupt handelt. Wenn in Kreisen radikal Betroffener also vom „Abschaum der Juristerei“ geredet wird, hat das m.E. durchaus einen realistischen Hintergrund, so mies das zunächst klingt.

    Uepselloniks schreibt:
    „Dass die Kindsmutter so oft umgezogen ist, liegt vermutlich daran, dass sie in ein günstiges Umfeld für einen Kindsentzug gesucht hat. Kenne ich genauso von einem anderen Fall, man zieht das Einzugsfeld einer „mütterfreundlichen“ Richterin, Judendamt, Beratungsstellen etc. Mütterlobbyvereine helfen bestimmt gerne bei der Suche…“

    Ist auch meine Erfahrung. Es reichte zwar ein einziger, rein formeller, nicht tatsächlicher Umzug, aber dadurch haben sich die Realitäten in meinem Fall um rund 180° gedreht. Und das war sicherlich auch genau so geplant ( was ich natürlich nicht beweisen kann, aber jede andere Erklärung würde noch deutlich mehr humpeln ). Scheint eine übliche und institutionell voll akzeptierte Strategie zu sein.

    bydonc sagt:
    „Interessanter Bericht, danke. Ein Bekannter von mir, der in Sorgerechtsstreitigkeiten mehrfach von der Mutter und Beraterinnen denunziert wurde ist letzten Endes dazu übergegangen, alle Gespräche und sonstige Kommunikation mitzuschneiden. Mir ist bewusst, dass die Verwendbarkeit solcher Mitschnitte vor Gericht nicht immer gewährleistet ist, aber ich denke wenn der Karren schon mal verfahren ist, dann ist es besser, solche Mitschnitte zu haben als sie nicht zu haben.“

    Heimliche Mitschnitte sind illegal und eine Genehmigung werden ausgrenzungswillige Mütter und schlechte Fachkräfte garantiert nicht geben. Was bleibt ist, der ( heimliche ) Mitschnitt in Anwesenheit eines persönlichen Beistands ( den man auch ggf. erstmal durchsetzen muß, nach §13 SGB VIII – außergerichtlich – o. §12 FamFG – vor Gericht ) und gemeinsame Verfassung eines „Gedächtnisprotokolls“ der wesentlichen Punkte ( welches dann – von beiden – an Eides statt versichert werden muß, um wenigstens formal glaubwürdig zu sein und in die Akten zu kommen – es wird aber trotzdem mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Unglaubwürdigkeit von den sich dadurch angegriffen fühlenden Fachkräften suggeriert werden ). Als Beweismittel vor einem Familiengericht wird eine Aufzeichnung höchstens zugelassen, wenn man den Richter sowieso auf seiner Seite hat und dann ist es meist kaum nötig. In parallel laufenden Strafverfahren kann man sie möglw. als „letzten ultimativen Unschuldsbeweis“ verwenden, das aber nur unter sehr engen Bedingungen, die selten erfüllbar sind.
    Kurz zusammengefasst: Aufzeichnungen und Beistände – besonders in Kombination – sind grundsätzlich sehr empfehlenswert, auch wenn sie bei vielen Fachkräften leider sehr heftige Antipathien auslösen ( was insofern logisch ist ). Aber man muß auch wissen, was man damit wie anstellen kann, sonst können auch sie leicht zum ernsthaften Nachteil geraten, denn nirgendwo triffst Du auf so viele Bekloppte ( Narzissten, Helfersyndrome, Missionare etc. ) wie im sozialen Bereich und da besonders im Familienrecht ( Psychiatrierecht soll ähnlich schlimm sein, was ich für recht glaubwürdig halte ).

    Schoppe sagt dazu:
    „Es ist trotzdem absurd: Welchen Sinn soll den eine „Elternberatung“ haben, zu der ich so wenig Vertrauen haben kann, dass ich mich über Gesprächsmitschnitte absichern muss?

    Das beinhaltet unweigerlich den doppelten Eindruck, dass erstens die Beraterin voreingenommen gegen mich ist, und dass sie es zweitens mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Ich wüsste nicht, wie unter solchen Bedingungen eine Beratung konstruktiv sein könnte.“

    Stimmt! Der Gedanke einer Aufzeichnung ist aber gerade dann sinnvoll ( zumindest theoretisch ), da auch in dem Fall die Beweislast ( daß er gerade kein „Kindeswohl“ dadurch vernachlässigt ) beim Ablehnenden liegt. Und zwar eher nicht in der laufenden Instanz ( da wird man mit seiner Begründung bestenfalls ausgelacht, i.d.R. aber gar nicht erst zur Kenntnis genommen ), sondern frühestens im Beschwerdeverfahren, bspw. beim BVerfG o. EGMR ( sofern man den langen Atem dafür hat ).

    So. Das poste ich jetzt schon mal, da sich so eine m.E. eine ganz passende Gliederung ergibt, nämlich:

    Einleitung und allgemeine Anmerkungen zum bereits hier geschriebenen
    Ergänzende Beispiele zum bereits geschriebenen, größtenteils eigene Erfahrungen ( ich hoffe, das wird nicht allzu lang, indes, die Hoffnung ist schwach … )
    weitere Überlegungen, Erfahrungen, Anmerkungen zum Themenbereich ( da kommt dann auch der Post von Chris auf AllesEvolution und die Juristik verstärkt in’s Spiel ).

    Antwort

    1. Irgendwie sind die Minuszeichen ( resp. die Punkte ) in den Aufzählungen verschwunden, Windose- .rtf-Datei und WordPress scheinen nicht ganz kompatible Formatierungsweisen zu verwenden. Tut mir leid, war keine Absicht.

      Antwort

    2. @ Fiete „Betont Eure Kooperationswilligkeit immer und auf jeden Fall! Und sei es, indem Ihr eine Ablehnung damit begründet, daß Ihr das tut, gerade UM die Kooperationsmöglichkeiten zu verbessern!“

      Das ist tatsächlich wichtig, zeigt aber eben auch, mit welchen Unterstellungen und Projektionen in der Beratung möglicherweise gearbeitet wird. Dass die Beraterin kooperationsbereit ist, steht selbstverständlich eh außer Frage – jeder Zweifel daran würde ja ihre fachliche Kompetenz in Frage stellen, was ein destruktives Verhalten (und überdies, natürlich, eine typisch männliche Abwertung weiblicher Kompetenz) wäre. Die Mutter ist auch kooperationswillig, schließlich geht es ihr um das Kindeswohl.

      Damit hat das Bundesverfassungsgericht ja tatsächlich 2003 die Gesetzgebung erstmal durchgewunken, die dann später vom EuGH für menschenrechtswidrig und vom VerfG selbst für grundgesetzwidrig erklärt wurde: Der Gesetzgeber dürfe davon ausgehen, dass eine Ausgrenzung des Vaters aus der gemeinsamen Sorge bei der Mutter ausschließlich durch die Sorge für das Kindeswohl motiviert sei. Dass es dem Vater, wenn er das Recht zur Kindessorge anstrebt, tatsächlich um die Kindessorge gehen könnte – das wiederum konnte sich der Gesetzgeber zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht vorstellen.

      Diese Einseitigkeit und Unterstellungsbereitschaft wirkt bis heute nach und wird zum Teil auch gepflegt: Der Mutter geht es um das Kindeswohl – der Vater hat finstere eigene Motive und schiebt das Kindeswohl ganz bestimmt immer nur vor.

      Wenn er also Kooperationsbereitschaft der anderen erwartet, muss er daher erstmal seine eigene Kooerationsbereitschaft unter Beweis stellen. Was wiederum bedeutet: Wenn es Schwierigkeiten mit den zuständigen Institutionen gibt, oder wenn die Mutter nicht kooperiert – dann kann es nur daran liegen, dass der Vater nicht kooperationsbereit war.

      Den Eindruck einer absurden, irrationalen Welt erwecken familienrechtliche Institutionen gerade durch dieses beständige, sich auch beständig selbst bestätigende Kreisen um die eigenen Vorurteile und Ressentiments – die im eigenen System (und nur darauf kommt es an) jedoch als fachlich fundierte Beurteilungen im Interesse des Kindeswohls verbucht werden.

      Wenn ich mich nicht sehr täusche, weichen diese Strukturen allerdings in den letzten Jahren auf. Es gibt immer noch viele Irrationalitäten – aber sie sind nicht mehr völlig alternativlos.

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  11. „Eine kompetente Elternberatung kann dafür ungeheuer wichtig sein. Christian Schmidt fragt: „Hat einer Erfahrung mit einer solchen Beratung? Wenn ja, dann würde mich ein Bericht interessieren.““

    Nun, ein kompletter Bericht würde zu lang werden, aber einige der erlerbten Kuriositäten werde ich hier mal – wie angekündigt – erzählen und dann auf AllesEvolution verlinken. Wird trotzdem eine sicherlich manchem kaum glaubwürdige Chronologie des absoluten Irrwitzes werden.

    Schoppe schreibt:
    “ Ich weiß: Bei dem, was ich erzähle, sind einige Kleinlichkeiten dabei – die führe ich, beispielhaft, trotzdem an, weil gerade beständige Kleinlichkeiten ein Klima ja sehr prägen können.“
    Ich denke, oftmals sind gerade diese Kleinigkeiten und Kleinlichkeiten typisch für die dahintersteckenden Grundsätzlichkeiten. Jedenfalls scheinen manche Fälle aus fast gar nichts anderem zu bestehen, als aus sich immer weiter hochschaukelndem, oft völlig substanzfreiem „Kleinkram“ ( mein Fall z.B. ).

    Es begann mit einer Beratung beim DW-Osnabrück. Die suchte ich auf, weil die Exe sich immer unverständlicher verhielt. Als der Verdacht in mir aufkeimte, daß sie möglw. aus dem gemeinsamen Haushalt verschwinden könnte, oder mich rauszuschmeißen versuchen würde ( was beides sicherlich schon monatelang geplant war, nur begriff ich das derzeit noch nicht ) und möglw. auch zu richtig bösen Strategien greifen könnte, wurde mir klar, daß es ohne fachliche Hilfe evtl. extrem haarig werden könnte.
    Genauer: Ich mußte aufgrund eines absolut schrägen Vorfalls, den die Exe offenbar gezielt inszenierte, vermuten, daß sie im Notfall auch vor Denunziationen im sexualisierten Bereich nicht zurückschrecken würde.
    Ich war gerade Pinkeln, als nach kurzem – gehörten, aber nicht verstandenem – Mutter-Kind-Wortwechsel das Kind ( 3 Jahre alt ) plötzlich in’s Badezimmer hereinspazierte und fragte:
    „Papa macht Pipi im Stehen?“
    Ich, überrascht, aber völlig locker und nichtsahnend: „Klar, Lee-Lou. Männer können das, manche Frauen auch …“. Weiter kam ich nicht, da im selben Moment die Exe hereingeschossen kam und hektisch sagte:
    „Das finde ich aber gar nicht gut jetzt, komm sofort her, Lee-Lou, sowas sollst Du gar nicht sehen!“.
    Derartige Verklemmtheiten waren in unserer Familie vorher absolut unbekannt.
    Ich rief hinterher: „Sachma, spinnst Du, was soll denn der Scheiß?“ Keine Antwort.
    Dieser „erziehungstechnische Paradigmenwechsel“ war dann endlich ausreichend, um zu erkennen, daß die vorhergegangenen Vorfälle der letzten Wochen keine extremen Ausreißer, sondern eher Spitze des Eisbergs waren. Bis dahin hatte ich der Exe in Punkto beste Interessen des Kindes noch halbwegs vertraut.

    Also hin zu irgendeiner Beratungsstelle, zufällig eine in Osnabrück. Die Exe verwies mich eh in jedem zweiten Gesprächsversuch auf ein professionelles partnerschaftliches Gespräch, allerdings leicht erkennbar, um normale Gespräche zu blockieren, oder ganz zu verhindern.

    Die Dame, bei der ich Termin hatte, war höflich, ließ mich auch ein paar Beispiele für mein Anliegen ( was mach ich mit der offenbar durchgedrehten Exe und in Bezug auf die unhaltbare familiäre Situation? ) vortragen. Dann riet sie mir, den oben geschilderten Vorfall
    unbedingt zukünftig zu verschweigen, da ich sonst damit rechnen müsse „in Teufel’s Küche“ zu geraten, was ich mit Staunen und Schrecken zur Kenntnis nahm. War aber ganz offenbar ehrlich und wohlmeinend von ihr gedacht.
    Als offizielle Empfehlung, riet sie mir mir sofort einen Anwalt zu suchen und mich beim VAMV zu melden, das wäre eine Selbsthilfegruppe streitbefangener Eltern(teile). Da hörte ihre Fachkompetenz also scheinbar schon wieder auf, bestenfalls. Daß ich um den Erhalt unserer Familie besorgt und bemüht war, scheint für sie wohl undenkbar gewesen zu sein.

    Unsere Nachbarn waren Eltern, die schon einmal, aufgrund jugendamtlicher Aktivitäten, getrennt waren, jetzt aber wieder zusammenlebten. Sie glaubten der Exe zunächst, daß die ja soo gern mit mir reden wolle, was aber nicht ginge, da ich immer ausrasten würde und sowieso schwerer Alkoholiker sei. Recht genau das Gegenteil traf zu. Sie blockte, brach Gespräche ab, oftmals mitten im Satz und unter Türenknallen, auch wenn das Kind schlief. Nebenbei bin ich zwar garantiert kein Antialkoholiker, aber nie süchtig gewesen ( außer Nikotin, das reicht mir vollends zur Lehre ).
    Also rieten die Nachbarn ihr zu einer ihnen bekannten Suchtberatungsstelle guten Rufs ( auch DW, aber andere Stadt ).
    Nachdem ich davon erfuhr ( durch die Nachbarn, nach ihrem Erstgespräch dort ) machte ich sofort einen Termin, bei dem ich schon wieder etwas lernen konnte und mußte.
    Nachdem ich auch dort ( eigentlich überflüssigerweise ) meine Sorgen vorgetragen hatte, kam die Frage nach dem partnerschaftlichen Gespräch, daß ich selbstverständlich unbedingt wollte. Man sicherte mir auch entsprechende fachliche Begleitung desselben zu.
    Aaaber:
    Ich wurde gefragt, welche Sucht ich denn tatsächlich hätte. Keine dafür relevante, selbstverständlich ( rauchen reicht da nicht ). So erfuhr ich dann, daß ein Versuch eines partnerschaftlichen Gesprächs völlig unmöglich sei. Denn dafür kamen nur zwei Personengruppen in Frage: Süchtige und Angehörige von Süchtigen, wobei bei den Angehörigen der Verdacht einer Sucht ausreicht.
    Mein Einwand, daß die Exe den Vorgang doch angeleiert hätte, und als vermeintliche Angehörige eines Süchtigen somit antragsberechtigt wäre, wurde damit entkräftet, daß die sich zwar ausgejammert, jedoch ausdrücklich keinen Antrag gestellt hätte, mit der Begründung, das solle ich machen, um mich „überhaupt mal willig“ zu zeigen. Bumm, erste Zwickmühle und voll reingefallen.
    Klar, daß ich mich höflich für den Termin bedankte und an dem Punkt abbrach. Man empfahl mir noch eine Rechtsanwältin, möglw. glaubte man, die wäre gut, tatsächlich hat die sich aber als gegen mich agierende Intrigantin erwiesen ( dazu vielleicht später mehr ).

    Ein paar Tage vor diesem Termin verschwand die Exe mit dem Kind ( Montags, 15.01.2007, nach der Arbeit; als ich heimkam, war se wech, im Laufe des Abends erfuhr ich von einer Bekannten, daß sie möglw. kurzfristig in ein Frauenhaus gegangen sein könnte ).

    Das sofort involvierte Jugendamt reagierte prompt und korrekt. Am selben Tag ( Dienstag ) noch hatte ich Erstgespräch bei der zuständigen Dame des AsD. Sie versuchte auch ( genau wie ich ) die Exe per Telefon, resp. SMS, zu erreichen, was nicht gelang. Die Abteilung für Elternarbeit ( nach §§17 u. 18 SGB VIII ) ist dort ausgelagert an das DW ( derselben Stadt wie die Suchtberatung ). Auch dort wurde ich freundlich und geduldig angehört, versucht die Exe zu erreichen, ebenfalls erfolglos. Man riet mir Vermisstenanzeige zu erstatten. Das scheiterte an einem Polizisten, der mich auslachte, als ich ihm davon berichtete, daß die Exe gewalttätig geworden war ( ca. sieben Wochen vor dem Entzug, im Kinderzimmer, mitten in der Nacht ) und mir kaum verhohlen drohte, seinerseits gewalttätig zu werden, wenn ich nicht sofort aufhören würde, seine Dienstruhe zu stören. Mein Argument, daß die Dame wg. Psychoproblemen verrentet sei und ich nach den Seltsamkeiten der letzten Zeit befürchte, daß schlimmeres nicht auszuschließen wäre ( bspw. Suizid, u.U. auch erweitert ), kommentierte er so: „Die Frau ist erwachsen, das ist ihr gutes Recht“.
    ( Zum Verständnis: Ich fuhr Motorrad und lief v.dh. in voller MC-Montur herum, es war Winter und ich hatte nur schwarzes Leder mit Clubabzeichen als adäquate Bekleidung ).

    Die Dame vom DW ( Elternberatung ) riet mir, mich an deren psychologische Beratungsstelle zu wenden ( in ihrer Stadt, also eine andere, als die mir schon bekannte ). Dort bekam ich sofort eine Zusage für ein partnerschaftliches Gespräch, auch im Beisein von zwei gegengeschlechtlichen psychologisch erfahrenen Fachkräften, natürlich unter dem Vorbehalt, daß die Exe sich damit einverstanden erklären würde.
    Die blockte aber wieder, das Gespräch fand nie statt.

    Da die Dame des DW ( Elternarbeit ) hartnäckig bei dem zuständigen Frauenhaus am Ball blieb, bekam ich drei Tage nach dem Kindesentzug Meldung von ihr, daß die Exe sich gemeldet hätte, widersprüchliche Angaben machte ( sie war nicht in dem erwarteten Frauenhaus, sondern bereits in Nds; erst wollte sie angebl. wieder zurück in die Wohnung, dann meldete sie sich für die Zukunft um, wechselte also spontan ihren „gewöhnlichen Aufenthalt“ ) und auf weitere Nachfrage mal eben das Bundesland gewechselt hatte, man also aus dem Fall raus sei. ( Trotzdem hatte ich noch mehrere Gespräche mit den beiden nicht mehr zuständigen Damen, nur konnten die scheinbar praktisch gar nichts mehr tun, außer nett und verständnisvoll zu sein. Die Dame vom DW hat allerdings noch – quasi ihre private Initiative – einen „ergänzenden Bericht“ an Gericht und Jugendamt in Osnabrück gesandt, der aber keinerlei offizielle Beachtung fand )

    Ab dann wurde es so schrill und bizarr, daß ich vorsichtshalber noch mal betone, daß ich mir nichts davon ausdenke, im Gegenteil, ich beschränke mich dabei auf das Wesentliche und ganz Offenbare.

    Der Fall zog also von NRW nach Niedersachsen ( Osnabrück ) um.
    Womit das Thema Beratung defakto auch endgültig abgeschlossen ist, denn von da an gab es nur noch wirren Müll.
    Aber gerade der ist interessant und m.E. gar nicht untypisch, sondern erfüllt Muster, die mir seitdem immer wieder begegneten, auch in vielen Fällen anderer betroffener Eltern ( auch Müttern und ganzer Paare ). Psychologische, juristische und ideologische. Großteils Kleinigkeiten und Kleinlichkeiten eben.

    Ich telefonierte erstmal rund eine Woche mit diversen Ansprechpartnern ( und ABs ) im osnabrücker JA und FamG herum, ohne irgendeine verwertbare Auskunft zu erhalten.
    Neun Tage nach dem Kindesentzug ( am 24.12.2007 ), bedrängte ich dann eine Richterin dermaßen, daß sie zusagte „schwierige Ermittlungen“ ( wortgenau ) anzustellen und mich dann zurückzurufen. Dauerte ganze ca. 3-4 Minuten ( wie ich später erfuhr, ist sie die Bürokollegin und Vertretung von „meiner“ Richterin ). Dann sagte sie, ich solle mir keine Sorgen machen, es wäre alles gut, Kind und Mutter wären „in staatlicher Obhut“ ( wortgenau ). Meine Nachfrage, wieso ich das beruhigend finden solle, wo das Kind wäre, was zu tun sei, wer sie denn überhaupt sei, ich bräuchte so langsam mal einen Ansprechpartner etc., blockte sie mit äußerst dummen Sprüchen ( ich solle doch nach NRW gehen, sie kenne die Familienrichter vor Ort ja gar nicht, bräuchte mir auch ihren Namen nicht zu sagen u.s.w. ). Und beendete das Gespräch ( legte auf ).

    Im Nachhinein vermute ich sehr stark, daß längst ein „Frauenhausgewaltschutzmechanismus“ auf Hochtouren lief, der allerdings nie offiziell wurde, in keiner Akte je auftaucht. Dieser setzte sich aber, wie im Nachhinein deutlich wurde, bis in weitere Behörden fort ( bis in das Computernetzwerk der Polizei und der Meldeämter bspw. )

    Vom jetzt zuständigen JA erfuhr ich nächsten Tag endlich, wer zuständige Mitarbeiterin ist und, daß angebl. die Akte aus NRW ( auf dem mehrfach von mir dringend beantragten Weg der Amtshilfe ) angefordert würde, was jedoch nie geschehen ist ( natürlich habe ich in NRW nachgefragt ).

    Die neue Sachbearbeiterin war erstmal unerreichbar, bis ich ca. eine Woche später ( also about zwei Wochen nach Kindesentzug ) mal mit unterdrückter Nummer dort anrief. Sie nahm sofort ab, druckste verwirrt herum, wußte angebl. von gar nichts, machte aber, nach erheblichem Drängen, einen Termin für wiederum noch eine Woche ( zum 08.02.2007 ) später für ein Erstgespräch ( schneller ging es angebl. nicht ).
    Am 31.01.2007 rief mich das DW aus NRW an und teilte mir mit, daß die Dame vom osnabrücker JA mir von der Exe ausrichten ließ, ich solle sofort das ABR an die Mutter abtreten, sonst würden nur noch gelegentliche begleitete Umgänge erlaubt werden.

    Am 01.02.2007 besuchte mich die bereits am 25.01.2007 ( s.o., einen Tag nachdem ich mit der Richterin telefonierte ) eingesetzte Verfahrenspflegerin, eine abgetakelte Familienrechtsanwältin. Sie hatte kein Interesse an Aussagen zum Fall, fühlte sich dadurch eher belästigt ( was sie recht deutlich in ihrem „Bericht“ thematisiert hat ) und suchte nach „Skandalpotential“, also Anzeichen von Gewalt, Sucht, alles was sich als „böse“ interpretieren lässt.
    Am selben ( 01.02.2007 ) Tag rief mich die, mir bis dato noch unbekannte, JA-„Fachkraft“ an und sagte, daß nur noch gelegentliche begleitete Umgänge erlaubt werden würden ( ohne Hinweis auf die Mutter, sondern als „amtliches Faktum“ ). Auf Nachfrage nach irgendeiner Begründung ( wortgenau): „Das ist Sache der Gerichte“, und legte auf.

    Der Termin beim JA war bezeichnend.
    Als erstes lehnte die Sachbearbeiterin meinen Beistand ( ein sehr guter Freund der Familie ) ab. Von wegen „Datenschutz“ und so. Dann, unter 4 Augen, wurde sie für mich völlig unverständlich und sehr ungeduldig. Fakten, Argumente u.s.w. kommentierte sie mit: „Interessiert mich überhaupt nicht, … weiter, weiter, …. ich habe keine Zeit für sowas“. Mitgebrachte Fotos ( Papa und Kind, glücklich ) wischte sie glatt vom Tisch und erzählte gehässig, daß die Exe ihr viel „bessere“ Fotos gezeigt hätte ( ein mir von der Exe geklautes Album, das überhaupt nichts mit der Familie zu tun hatte ).
    Dann stand die reichlich massige Dame ( geschätzt deutlich über 100 Kilo ) auf, stapfte kurzatmig im Raume herum, fuchtelte erregt mir dem Zeigefinger durch die Luft und dröhnte immer wieder: „Waaaagen Sie es nicht, Herr M., ich rate Ihnen im Guten, wagen Sie es nicht, ich rufe sofort die Polizei, wagen Sie es jaaa nicht …..!“, u.s.w., an die 5 Minuten am Stück ( ich schwör, das war genau so, das ist keine emotional basierte Überzeichnung! ).
    Nachdem es mir zu bunt wurde, sie offenbar nichts um sich herum mehr wahrnahm, nicht mehr ansprechbar war, zückte ich mein Telefon, wählte 110 und streckte es ihr entgegen: „Bitte, einfach den grünen Knopf drücken, gar kein Problem“.

    Sie fiel schwer japsend in ihren Stuhl und schnappatmete: „…Ihr Kind zu entführen, … wagen Sie es jaaa nicht!!“
    Daß das Kind bereits von der Mutter entführt worden war und es mein Anliegen war, daran – möglichst in Kooperation mit den zuständigen Stellen – etwas zu ändern, war von dem Moment an scheinbar keiner einzigen involvierten Fachkraft mehr begreiflich zu machen. Im gesamten Fallverlauf nicht und an keiner Stelle.
    Immerhin ließ sie sich herab, mit der Exe ( nicht mit mir! ) einen Termin für ein, plötzlich von der Exe wieder unbedingt gewolltes, partnerschaftliches Gespräch und einen Miniumgang mit dem Kind ( im Beisein von ihr und der Verfahrenspflegerin für eine Stunde ) zu vereinbaren. Was der Mutter übrigens als vorbildliche Kooperationswilligkeit ausgelegt wurde. Beide Termine wurden aber noch zweimal, unter sehr durchsichtigen Fadenscheinigkeiten ( bspw. daß gerade kein Begleitschutz für die Exe organisierbar wäre ) kurzfristig verschoben ( ganz offenbar, um mir die Wahrnehmung der Termine zu erschweren ).

    Versuche, die Verfahrenspflegerin zu erreichen, um wenigstens ein paar Stichpunkte zum Fallverlauf sagen zu können, endeten am 14.02.2007 mit ihrer telefonischen Bemerkung, das wäre gar nicht nötig, ihr Bericht sei längst fertig und auf dem Weg zum Gericht. Glatt und dreist gelogen, denn der „Bericht“ ( eher ein Hetzpamphlet ) stammt vom 08.03.2007 und wurde erst in der ersten Anhörung ( 12.03.2007 ) von der Richterin an mich überreicht, welche sich ( bei mir, nicht bei der Verfahrenspflegerin! ) bitter darüber beschwerte, daß sie doch „keine Postbotin“ sei ( sic! ) und, daß sie noch nicht mal wüßte, wer meine Aussagen überhaupt kenne, woraufhin ich ihr höflich erklärte, was ein Briefkopfverteiler ist, was sie jedoch eher noch zorniger machte.
    Mit der Exe hat die Verf.Pfl. aber am 16.02.2007 ( laut ihrem „Bericht“ ) noch ausführlich geplaudert, um weitere Belastungsaussagen zu generieren ( z.B., daß ich unter psychopathischem Kontrollzwang leiden würde, was mir bis zu dem Zeitpunkt auch absolut neu war und bis heute nirgendwo diagnostiziert wurde, obwohl ich das natürlich den Psychofredies brav mitgeteilt habe ).

    Das „partnerschaftliche Gespräch“ war ein Fiasko mit kabarettistischen Qualitäten.
    JA-Dame und Exe schoben sich höhnisch grinsend Stichworte zu. Sagte ich etwas, hieß es: „Sie sagen mal gar nichts, ich führe das Gespäch hier“ ( wortgenau ). Dann holte sie ein Flipchart aus der Ecke und sagte: „So, jetzt machen wir eine Mediation!“. Das lief dermaßen lächerlich, daß sogar mir, als absolut unbeschlagenen Laien, nach weniger als drei weiteren Sätzen klar war, daß sie davon noch weit weniger Ahnung hatte, als ich. Die ganze Farce dauerte insgesamt an die zwei Stunden und brachte – überhaupt gar nichts, außer eben Entsetzen über derartige Zustände im Amt.
    Halt! Ein „Ergebnis“ brachte das Gespräch, nämlich, daß ich gar nicht erst nach einer Stelle für begleitete Umgänge suchen bräuchte, da die Exe schon eine ausgesucht und dort ein Erstgespräch geführt hätte, ein Wechsel wäre ihr jetzt nicht mehr zumutbar.

    Der Miniumgang war auch entsetzlich, da das Kind bereits ernsthaft verstört war und fast die Hälfte der Stunde brauchte, um sich halbwegs zu fangen. Natürlich fragte es, nachdem es einigermaßen Vertrauen gefasst hatte: „Papa hat Mama Aua gemacht?“, was ich vorsichtig negierte, ohne der Exe dabei den schwarzen Peter zuzuschieben (! Erinnerte die Kleine daran, daß wir so etwas grundsätzlich nicht machen, da das einfach nicht richtig ist, in ihr bereits wohlbekannter Formulierung ).

    Hinterher plapperten die beiden „Amtsdamen“ unisono: „Sehr liebevoll, … sehr liebevoll….“. Und die JA-Bedienstete rastete gleich danach wieder aus und meinte, sie wäre „ja bald geplatzt“ ( wortgenau ), daß ich dem Kind „einreden“ würde, die Mutter nicht geschlagen zu haben.
    Daß die Exe dem Kind vorgelogen hat, daß ich eben das angebl. getan hätte, war völlig in Ordnung und blieb es auch, bis heute. Die Verf.Pfl. meinte auch, das wäre ja wohl eine üble Manipulation des Kindes meinerseits und, daß sie mindestens von gegenseitigen Gewalthandlungen ausginge. Man signalisierte mir, daß ich gefälligst endlich zu verschwinden hätte, man wolle noch ein wenig schwätzen.

    Schon vor diesen beiden Terminen begann die Richterin mich über die ( leider ) beauftragte RAin zu erpressen, welche das mir als Form der Belästigung darstellte, allerdings nicht durch die Richterin, sondern durch mich! Die Richterin rief sie ( laut deren Aussage ) an und fragte, ob die RAin „ihren Mandanten nicht im Griff“ ( wortgenau ) hätte, der solle nichts aussagen und keinerlei Anträge stellen, sonst würde sie ihm sofort und endgültig sämtliche Rechte und Pflichten am Kind vollständig entziehen. Und genau das setzte sie auch quasi sofort konsequent um.
    Diese Ankündigung ( das „sonst“ war leicht erkennbar unsinnig, da ich ja bereits ausgesagt hatte und in dem Punkte meine Auffassung von Recht und Pflicht auch höher wertete, als solche Spruchkaspereien ) wiederholte sie in der Anhörung ( 12.03.2007 ) auch ganz dreist vor allen Beteiligten und Mitwirkenden.

    Daß meine schriftlichen Einlassungen ( immer an ausnahmslos alle Beteiligten und Mitwirkenden, auch jeweilige Beratungsstellen und Gutachter ) dringende Bitten um Auskünfte und Infos enthielten ( und zwar im gesamten Fallverlauf ), hat bis heute keine Sau auch nur zur Kenntnis genommen.

    Ergebnis der Anhörung, inoffiziell: Alles wird gut! Das Kind lebt vorläufig zwar bei der Mutter, dem Vater werden aber ab sofort ausgiebige begleitete Umgänge eingeräumt. Sollten diese Umgänge ergeben, daß vom Vater keine Gefährdung ausgeht, hat der Begleiter das Recht und die Pflicht, die Umgänge auszuweiten und zwar bis hin zu unbegleiteten 14-tägigen Wochenend- Aufenthalten Zuhause und zwar „ohne Einschaltung des Gerichts“ ( Richterin wortgenau, wie sie „besonders betonte“ ) und rechtsverbindlich. Es wird ein familienpsychologisches Gutachten bestellt.
    Daß das rechtlicher, wie juristischer, grober Unfug ist, konnte ich ja noch gar nicht wissen.
    Diese Version wurde mir von der Richterin und der Rain auf mehrfache Nachfrage unzweifelhaft ausdrücklich so bestätigt ( nur war dabei leider, leider, das Protokollgerät ausgeschaltet ).
    Toll, nä?
    Von wegen!

    Tatsächliches Ergebnis, laut Protokoll und Beschluss:
    Das Kind bleibt bei der Mutter, der Vater erhält ein „begleitetes Umgangsrecht“ ( wortgenau, daß diese Formulierung schon wieder Unfug ist, weiß ich zwischenzeitlich auch ), es wird ein GA bestellt, bei ( Name und Adresse ) zu folgenden Fragen: „…..“ . Die terminliche Organisation der Umgänge wird der Diakonie überlassen.

    Tatsächliches Ergebnis in der Praxis: Das Kind bleibt bei der Mutter und zwar bis mindestens Verfahrensabschluss. Vor Ende April gibt es garantiert keinen Umgang, da die Beratungsstelle bis dahin mit Umzug beschäftigt ist ( wie ich sofort nach der Anhörung beim Erstgespräch dort erfuhr ), was, laut Umgangsbegleiter, selbstverständlich allen Fachleuten auch bekannt war, nur mir nicht. Anpassungen dieser „Umgangsregelung“ sind gar nicht vorgesehen, jedenfalls nicht im laufenden Verfahren. Das Gutachten wird von einer Heilpraktikerin gebastelt, die angeblich ein paar Semester Psychologie studiert hat und sich ansonsten als Kleinstheimbetreiberin betätigt. Die Wahrnehmung der Umgangstermine wird der Mutter überlassen.
    Berichte und Fachenschätzungen des Umgangsbegleiters ( defakto eine reine Bewachung, ohne Begleitung, durch den Chef dieser Beratungsstelle ) sind eher unerwünscht ( und gab es auch nicht )

    So, liebe Leute, ich habe Euch schon lang genug mit dieser abenteuerlichen Geisterbahnfahrt genervt, kürze hier also mal etwas ab.
    In genau dieser Methodik ging es dann eineinhalb Jahre weiter, mit sich permanent steigernden Dummdreistigkeiten und Unglaublichkeiten. Das Kind sah ich selten und sehr unregelmäßig, im Schnitt ungefähr alle 5-6 Wochen für je eine Stunde. Die Mutter boykottierte die Proformaumgänge im Juni 2008 endgültig, ganz offenbar mindestens mit wohlwollender Protektion durch Gericht, JA, Verf.Pfl..
    Das erste GA wurde verworfen, da der Richterin nicht radikal genug ( schloss Umgänge nicht ganz aus ), das zweite wurde ohne mein Zutun und ohne Kenntnis meiner Aussagen, oder der Prozessakten, jedoch laut SV ( dem ich nie persönlich begegnet bin ), nach gründlicher „Aktenanalyse“ zurechtgeschreibselt. Laut dem, dann für „schlüssig und nachvollziehbar“ ( nein, mit Reliabilität oder Validität, Verifikation gar, hat diese Begriffswahl überhaupt gar nichts zu tun ) erklärten Werk bin ich eigentlich im permanenten Wechsel zwischen Knast und „Forensik“ zu verorten und sowieso ein Berserker im Dauerblutrausch, der seinen Lieblingszeitvertreib im seelischen Quälen und körperlichen Foltern von Frauen und Kindern, sowie Amokläufen gegen unsere lieben Institutionen, sieht. Gut also, daß das Kind in letzter Sekunde doch noch vor mir gerettet wurde.

    Abschlussbeschluss: Sorge und Umgang zeitlich unbefristet vollständig ausgeschlossen. Der Vater muß, bevor er mit Erfolgsaussicht irgendeinen einen Antrag stellen kann, erstmal mittels „Stellungnahme eines in Psychiatrie erfahrenen Arztes“ ( wortgenau ) glaubhaft nachweisen, daß er seine Gewalttaten erkannt, aufgearbeitet und für die Zukunft abgestellt hat.

    Das das, nicht nur für einen sein gesamtes Erwachsenenleben als praktizierender Pazifist bekannten Menschen, sondern – schon aus psychiatrischer Sicht und in jedem Fall – per se völlig unmöglich ist, weil da eindeutig ein unfachliches Gefälligkeitsattest, resp. -gutachten verlangt wird, interessiert wiederum kein Schwein, zumindest nicht in Jugendämtern und Gerichten in D..

    Die Episode mit der Leiterin der Kinderschutzbundstelle, welche erst eine „Spieltherapie“ mit Kind und Mutter anfing, um dieselbe in aggressiver Weise abzubrechen, als ich nach Verifikationsmöglichkeiten für ein nachträglich von ihr angedachtes Gespräch mit ihr fragte ( sie teilte dem Gericht trocken mit, daß sie leider dem Kind nicht – wie vom JA empfohlen – helfen könne, da ich ihr die Genehmigung dazu verweigern würde ), sei nur als ein willkürlich herausgegriffener Punkt der weiteren Abstrusitäten am Rande erwähnt.
    Desweiteren gab es, nach Anzeige einiger eindeutig nicht rechtskonformer Aktivitäten und einigen Dienstaufsichtsbeschwerden, insgesamt drei Beleidigungsklagen praktisch deckungsgleichen Inhalts, welche mich einen PC, einen Drucker und ein halbes Jahr Zwangsarbeit ( Pardon, offiziell heißt das „freiwillige Arbeit“ ) kosteten ( theoretisch müßte auch noch ein Haftbefehl offen sein, der allerdings seit ungefähr 2013 nicht vollstreckt wird, weiß der Geier warum, ich werde sicherlich nicht nachfragen ).

    Kurzes Zwischenfazit: Solche Leute brauchen keine Verschwörung, sie wissen auch so was sie zu tun haben. ( Hat mal ein kluger Kopf irgendwo gesagt, mittlerweile ist es für mich eine grundlegende Lebensweisheit geworden )

    Tja, ich denke, die zwei-drei kleinen Sarkasmen im obigen Text sind ausreichend erkennbar. Alles weitere ist genau so gelaufen. Wörtliche Reden sind garantiert mindestens inhaltlich exakt ( ich bin zwar zu faul, sie alle nochmal nachzuschlagen, aber die meisten habe ich zwischen Ohren fest eingebrannt, den Mist kann ich gar nicht mehr vergessen ).

    An den dritten Teil mache ich mich morgen mal ran, für heute reicht es erstmal, oder?

    Antwort

    1. Lieber Fiete, vielen Dank für diesen umfangreichen Bericht, der in vielen Teilen sehr bedrückend ist. Dies insbesondere wegen des Eindrucks, dass hier eine Maschinerie blind durchläuft, die trotz ihrer offenkundigen Irrationalität und trotz ihrer deutlichen Destruktvität scheinbar einfach nicht zu stoppen ist.

      Natürlich wäre sie leicht zu stoppen – aber eben nicht von der Position eines Vaters oder eines Kindes aus, die dort hineingeraten sind. Diese Hilflosigkeit wird meines Erachtens gerade durch die radikale Selbstbezüglichkeit des Systems produziert: Da es faktisch keinen Bezug nach außen hat, sondern beständig um die eigenen Prämissen kreist, kann es auch von außen kaum beeinflusst werden. Beispiele:

      „Der Vater muß, bevor er mit Erfolgsaussicht irgendeinen einen Antrag stellen kann, erstmal mittels „Stellungnahme eines in Psychiatrie erfahrenen Arztes“ ( wortgenau ) glaubhaft nachweisen, daß er seine Gewalttaten erkannt, aufgearbeitet und für die Zukunft abgestellt hat.

      Das das, nicht nur für einen sein gesamtes Erwachsenenleben als praktizierender Pazifist bekannten Menschen, sondern – schon aus psychiatrischer Sicht und in jedem Fall – per se völlig unmöglich ist, weil da eindeutig ein unfachliches Gefälligkeitsattest, resp. -gutachten verlangt wird, interessiert wiederum kein Schwein, zumindest nicht in Jugendämtern und Gerichten in D..“

      Der Vater ist gewalttätig. Punkt. Wenn er sagt, dass er nicht gewalttätig ist, dann ist er nicht nur gewalttätig, sondern auch uneinsichtig. Ein Vater kann also das Gefühl bekommen, dass er sich nur dann in ein etwas positiveres Licht setzen kann, wenn er seine Gewalttätigkeit zugibt. Auch und gerade dann, wenn er nie jemandem etwas getan hat – denn ein pazifistischer Vater ist eine irgendwie böswillige Provokation, weil er diejenigen ins Unrecht setzt, die nach ihrem Selbstverständnis unbedingt für das Gute (resp. „Kindeswohl“) eintreten.

      „Und die JA-Bedienstete rastete gleich danach wieder aus und meinte, sie wäre „ja bald geplatzt“ ( wortgenau ), daß ich dem Kind „einreden“ würde, die Mutter nicht geschlagen zu haben.“

      Das Problem ist nicht, dass die Mutter dem Kind etwas Belastendes einredet, das die Vater-Kind-Beziehung massiv stören kann – sondern dass der Vater sich weigert, seine eigene Dämonisierung gegenüber dem Kind zu ratifizieren.

      Dass die Jugendamtsmitarbeiterin nicht wissen kann, ob nun der Vater oder die Mutter recht hat, ist ihr ja zuzugestehen. Sie agiert aber eben nicht aus dieser Unsicherheit heraus, sondern tut so, als ob der Sachverhalt ohne weitere Prüfung immer schon geklärt wäre.

      Es geht also gar nicht darum, was in der realen, gemeinsamen Welt tatsächlich geschieht – sondern es geht lediglich um den Anspruch einiger Akteure, dass ihre eigenen (Gewalt-)Fantasien auf jeden Fall und um jeden Preis von anderen bestätigt zu werden hätten.

      Diese radikale Selbstbezüglichkeit ist ja bezeichnend für die Logik des Vaterentzugs. Das Standardverfahren ist ja, dass einem Vater erst der Kontakt zum Kind verweigert wird – und dass er dann irgendwann mit eben dem Argument weiter verweigert wird, dass die Beziehung zwischen Vater und Kind erkaltet oder gestört sei.

      Institutionen der Elternberatung wiederum bemühen sich nicht etwa darum, die elterliche Kommunikation wieder herzustellen – sondern sie werden zu Werkzeugen, die Kommunikation zu verhindern. Die Mutter muss nicht mit dem Vater kommunizieren, weil sie ja auf Gesprächsmöglichkeiten beim Jugendamt, in der Elternberatung o.ä. verweisen kann. Dort aber kommt nie ein Gespräch zu Stande. Die Kommunikation wird immer weiter in eine niemals erreichte Zukunft verschoben – und die Feststellung einer entsprechend gestörten Kommunikation zwischen den Eltern lässt sich dann wiederum nutzen, um die Beziehung zwischen Vater und Kind einzuschränken.

      Interessanterweise kenne ich übrigens Mütter, die ihre Kinder allein aufziehen, die sich aber intensiv um eine Kommunikation und Kooperation mit dem Vater bemüht haben. Auch solche Mütter laufen bei Institutionen wie dem Jugendamt oder Gerichten gegen Wände, wenn die Väter sich ihrer Verantwortung entziehen.

      Im Kern sind diese Strukturen also nicht einmal nur väterfeindlich – Väter, die sich destruktiv verhalten, können mit ihnen sehr gut leben. Grundsätzlich sind sie, was die Elternebene angeht, kooperationsfeindlich – und sie sind natürlich tief kinderfeindlich.

      Antwort

  12. Hallo Lucas,
    Dein Antwort-Kommentar stellt exakt das dar, was ich „zwischen den Zeilen“ zum Ausdruck bringen wollte, das freut mich ( scheint, als wäre mir mal wieder ein Text einigermaßen gelungen, was nicht immer der Fall ist ).

    Besonders erwähnenswert sind die letzten beiden Absätze von Dir. Denn das ist auch eine ( spätere ) Erfahrung von mir. Es gibt gar nicht so wenige Mütter, die ähnliche Erfahrungen machen müssen. Auch das zeigt die Systemaik der Geschäftsinteressen der professionellen Akteure und ihrer und ihre Umsetzung m.E. in typischer Weise. Es gibt ja seit Sept 2009 das FamFG, welches mit dem darin enthaltenen §89 durchaus ein Werkzeug zur Disziplinierung unwilliger Elternteile mit sich bringt. Richtig angewendet funktioniert das auch relativ gut.
    Aber frage mal in irgendeiner Selbsthilfegruppe nach diesen Möglichkeiten, oder spreche irgendeine Fachkraft darauf an und man wird Dir mir hoher Wahrscheinlichkeit etwa so antworten:
    „Aber Herr Schppe, das bringt doch nichts, man kann das Kind/ die Mutter/ den Vater doch nicht zwingen. Das verursacht doch nur noch mehr Streitigkeiten und Gerichtsverfahren“.

    Tatsache ist, daß ich trotzdem gern auf entsprechenden Plattformen darauf hingewiesen habe. Und auf WKW bekam ich auch mindestens zwei Rückmeldungen dazu ( eher drei, aber ich bin mir nicht sicher, da die WKW-Gruppen recht chaotisch liefen, was den Überblick erschwerte ).
    Beide Male hatten Mütter, die zunächst, auf entsprechende Beratung hin ( ! ; auch „Beratung“ in Väter-Gruppen übrigens ), den väterlichen Umgang ausschließen lassen wollten, selbst Umgangsanträge eingereicht, die dem Vater den Wind aus den Segeln nahmen, indem sie ein exaktes Modell vorschlugen, das die Forderungen des Vaters eher noch übertraf, nur eben exakter geregelt und natürlich mit dem „Vollstreckungshinweis“ versehen.
    Die jeweiligen Richter erkannten die dahintersteckende Absicht und spielten mit.
    Beide ( resp. alle drei ) Mütter machten einige Monate später die Rückmeldung, daß die Umgänge sich gut eingespielt hätten, die Eltern sogar mal miteinander telefonierten, wenn es etwas dringendes zu besprechen gab. Kurz gesagt: diese Fälle erfuhren innerhalb weniger Monate eine sehr deutliche Deeskalation.

    Das wirft natürlich die Frage auf:
    Wie kann es sein, daß die vom Gesetzgeber dazu geschaffenen Ansätze gerade nicht zu einer regelrechten Erfolgswelle werden?
    Ich lasse die Frage einfach mal offen im Raum stehen ….

    Antwort

  13. Andreas Puderbach 25. Februar 2017 um 1:27 pm

    Durch Zufall, aufgrund einer Verlinkung in einem anderen Blog, bin ich auf den hochinteressanten Bericht gestoßen und habe ihn, mit wieder neu aufkommender Verärgerung, gelesen.

    Ich darf zunächst mitteilen, dass ich selbst als Mediator tätig bin, und mich hauptsächlich im Rahmen der Mediation mit dem Thema „Scheidungsfolgenvereinbarung“ und Trennungen beschäftige. Dies ist aber nicht mein einziges Berufsfeld als Selbständiger, was aber hier nicht weiter interessieren dürfte.

    Schlußendlich zeigt der Bericht tatsächlich, was im großen Feld der „Beratung“ alles schief läuft. Oder besser gesagt: Es läuft so ziemlich Alles schief!

    Zuallererst ist es zwar müßig, aber wichtig zu vermitteln, dass die allermeisten „Berater“ genauso überschätzt werden, wie es bei anderen Berufsbildern der Fall ist, die sich in der Öffentlichkeit ein nahezu schon von Kadavergehorsam und Obrigkeitsdenken geprägtem Image erfreuen.

    Die Vorfälle bei Diakonie, Caritas und Co sind mit kurzen Worten zu kommentieren: Unterirdisch. Schlecht ausgebildet. Entweder resultierend aus ideologischer Verblendung oder schlichter Inkompetenz von Leuten, denen man jeden Job in leistungstragender Position in der freien Wirtschaft schon fristlos gekündigt hätte.

    Die Grundsätze der Mediation werden selbst in den schlechtesten Ausbildungen gelehrt, welche zu verinnerlichen, keine große Kunst ist.

    Ich selbst hatte eine Diskussion bei facebook (in einer Mediatorengruppe) einmal harsch beenden müssen, als eine Mediatorin mich meinte darauf aufmerksam machen zu müssen, dass man Themen wie „Unterhalt“ und „Versorgungsausgleich“ nicht mediativ behandeln dürfe. Hier sei auf Aussagen der Anwälte und der gängigen Rechtssprechung Rücksicht zu nehmen. Von „Elternautonomie“ hatte sie noch nie gehört, oder wollte davon nichts hören, machte aber im Rahmen der Werbung für „Familiencoaching“ sich groß aufblasende Werbung im Internet.

    Es ist jedem Elternteil – und insbesondere den Vätern – zu raten, solche Beratungen sofort zu beenden und dies sachlich argumentativ aufgebaut, auch der Gerichtsbarkeit zu erklären, unter Bennennnung einer Alternative, die auszusuchen einem zusteht.

    Ich selbst musste die Erfahrung machen, dass nach erfolgreicher Mediation und Regelung aller relevanten Punkte, die Eltern mit ihrer ausgearbeiteten Abschlußvereinbarung große Schwierigkeiten hatten, diese notariell beurkunden zu lassen, da selbst auch die Notare teilweise versuchten, diese eigenmächtig abzuändern. Was mißlang….

    Denn ich sehe mich durchaus in der Lage, die gefundenen Lösungen in ihrer Formulierung so auszutarieren, dass sie rechtlich Bestand haben, auch wenn es den Vorstellungen vieler sogenannter Berater und Mediatoren nicht passt, die doch dahingehend ausgebildet wurden, eigene Vorstellungen in der Mediation außen vor lassen zu müssen!

    So konnte ich erwirken, dass bis jetzt jede Lösung auch beurkundet wurde und so ihren Abschluß fand. Die Gegenwehr der damit betrauten Juristen war allerdings genauso erhellend wie erschreckend und bewies, dass man Mediation und Beratung zwar gerne sieht, aber nur so lange, wie sie von ihnen selbst getätigt wird (was ja auch für diejenigen monetär von Interesse ist) und wenn es den eigenen Vorstellungen nicht zuwider läuft.

    Alles in Allem zeigt dies ein Zustandsbild, dass genauso erschreckend wie beängstigend ist und ich sehe für die wenigen seriös und fachlich gut arbeitenden Mediatoren in der Zukunft eher „schwarz“…..

    Antwort

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