Vom unaufhaltsamen Verlust eines Kindes

Ein Bericht von Fiete über seinen Marsch durch die Institutionen

Der folgende Bericht ist hat viele Wendungen und führt trotzdem fast von Beginn an eine traurige Richtung. Fiete hatte ihn hier als Kommentar veröffentlicht. Ich habe ihn für die Veröffentlichung als Artikel gekürzt und stellenweise leicht bearbeitet – er wäre sonst mehr als doppelt so lang gewesen wie ein gewöhnlicher Text hier im Blog.

Dadurch, dass der Text jetzt veröffentlicht wird, ist er auch eine Ergänzung zum Text über die radikale Ablehnung von Vätern durch die Störenfriedas. So hart und extrem solche Positionen auch wirken – sie haben gleichwohl Konsequenzen und tragen zu einem Klima der Härte bei. Die bis zur Verzweiflung unaufhaltsam wirkende Mühle der Institutionen bekommt in Positionen wie denen der Störenfriedas ihre ideologische Rechtfertigung.

Hier aber kommt mit Fiete einmal einer derjenigen zu Wort, die in solchen Positionen ausdrücklich ausgeschlossen werden – mit der absurden Begründung, Väter seien ohnehin im Patriarchat (wörtlich: Väterherrschaft) privilegiert. L.S.

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Es begann mit einer Beratung beim Diakonischen Werk Osnabrück. Die suchte ich auf, weil die Exe sich immer unverständlicher verhielt. Als der Verdacht in mir aufkeimte, daß sie möglicherweise aus dem gemeinsamen Haushalt verschwinden könnte, oder mich rauszuschmeißen versuchen würde und möglichweise auch zu richtig bösen Strategien greifen könnte, wurde mir klar, daß es ohne fachliche Hilfe extrem haarig werden könnte.

Ein schräger Vorfall Genauer: Ich mußte aufgrund eines absolut schrägen Vorfalls, den die Exe offenbar gezielt inszenierte, vermuten, daß sie im Notfall auch vor Denunziationen im sexualisierten Bereich nicht zurückschrecken würde.

Ich war gerade Pinkeln, als nach kurzem – gehörten, aber nicht verstandenem – Mutter-Kind-Wortwechsel das Kind (3 Jahre alt) plötzlich in’s Badezimmer hereinspazierte und fragte:

„Papa macht Pipi im Stehen?“

Ich, überrascht, aber völlig locker und nichtsahnend: „Klar, Lee-Lou. Männer können das, manche Frauen auch …“. Weiter kam ich nicht, da im selben Moment die Exe hereingeschossen kam und hektisch sagte:

„Das finde ich aber gar nicht gut jetzt, komm sofort her, Lee-Lou, sowas sollst Du gar nicht sehen!“

Derartige Verklemmtheiten waren in unserer Familie vorher absolut unbekannt.

Ich rief hinterher: „Sachma, spinnst Du, was soll denn der Scheiß?“ Keine Antwort.

Dieser erziehungstechnische Paradigmenwechsel war dann endlich ausreichend, um zu erkennen, daß die vorhergegangenen Vorfälle der letzten Wochen keine extremen Ausreißer, sondern eher Spitze des Eisbergs waren. Bis dahin hatte ich der Exe in Punkto beste Interessen des Kindes noch halbwegs vertraut.

Die Beratungsstelle Also hin zu irgendeiner Beratungsstelle. Die Exe verwies mich ohnehin in jedem zweiten Gesprächsversuch auf ein professionelles partnerschaftliches Gespräch, allerdings leicht erkennbar, um normale Gespräche zu blockieren, oder ganz zu verhindern.

Die Dame, bei der ich den Termin hatte, war höflich, ließ mich auch ein paar Beispiele für mein Anliegen vortragen. Dann riet sie mir, den oben geschilderten Vorfall unbedingt zukünftig zu verschweigen, da ich sonst damit rechnen müsse „in Teufels Küche“ zu geraten, was ich mit Staunen und Schrecken zur Kenntnis nahm. War aber ganz offenbar ehrlich und wohlmeinend von ihr gedacht.

Als offizielle Empfehlung riet sie mir sofort einen Anwalt zu suchen und mich beim Verband der Alleinerziehenden Mütter und Väter zu melden, das wäre eine Selbsthilfegruppe streitbefangener Eltern(teile). Da hörte ihre Fachkompetenz also scheinbar schon wieder auf, bestenfalls. Daß ich um den Erhalt unserer Familie besorgt und bemüht war, scheint für sie undenkbar gewesen zu sein.

Die Nachbarn Unseren Nachbarn erzählte meine Exe, dass ich immer ausrasten würde und sowieso schwerer Alkoholiker sei. Recht genau das Gegenteil traf zu. Sie blockte, brach Gespräche ab, oftmals mitten im Satz und unter Türenknallen, auch wenn das Kind schlief. Nebenbei bin ich zwar garantiert kein Antialkoholiker, aber nie süchtig gewesen.

Der Kindesentzug Schließlich verschwand sie mit dem Kind: An einem Montag, am 15.01.2007. Als ich von der Arbeit heimkam, war sie weg. Im Laufe des Abends erfuhr ich von einer Bekannten, daß sie möglicherweise kurzfristig in ein Frauenhaus gegangen sein könnte.

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Das erste Jugendamt Das sofort involvierte Jugendamt reagierte prompt und korrekt. Am selben Tag (Dienstag) noch hatte ich Erstgespräch bei der zuständigen Dame des Allgemeinen sozialen Dienstes. Sie versuchte wie ich, die Exe per Telefon oder SMS zu erreichen, was nicht gelang.

Die Abteilung für Elternarbeit ist dort ausgelagert an das Diakonische Werk. Auch dort wurde ich freundlich und geduldig angehört. Versuche, die Exe zu erreichen, blieben ebenfalls erfolglos. Man riet mir dazu, Vermisstenanzeige zu erstatten.

Bei der Polizei Das scheiterte an einem Polizisten, der mich auslachte, als ich ihm davon berichtete, daß die Exe gewalttätig geworden war – ca. sieben Wochen vor dem Kindesentzug, im Kinderzimmer, mitten in der Nacht. Er drohte mir kaum verhohlen damit, seinerseits gewalttätig zu werden, wenn ich nicht sofort aufhören würde, seine Dienstruhe zu stören.

Ich erklärte, daß die Mutter unseres Kindes wegen psychischer Probleme verrentet sei und ich nach den Seltsamkeiten der letzten Zeit Schlimmeres nicht ausschließen könnte – einen Suizid, unter Umständen auch einen erweiterten Suizid. Das kommentierte er so: „Die Frau ist erwachsen, das ist ihr gutes Recht.“

Elternberatung Die Dame von der Elternberatung des Diakonischen Werkes wiederum riet mir, mich an deren psychologische Beratungsstelle zu wenden. Dort bekam ich sofort eine Zusage für ein partnerschaftliches Gespräch, auch im Beisein von zwei psychologisch erfahrenen Fachkräften, natürlich unter dem Vorbehalt, daß die Exe sich damit einverstanden erklären würde.

Die blockte aber wieder, das Gespräch fand nie statt.

Der Umzug Da die Dame des Diakonischen Werkes hartnäckig bei dem zuständigen Frauenhaus am Ball blieb, bekam ich drei Tage nach dem Kindesentzug Meldung von ihr, daß die Exe sich gemeldet hätte und widersprüchliche Angaben machte: Sie war nicht in dem erwarteten Frauenhaus, sondern bereits in Niedersachsen. Erst wollte sie angeblich wieder zurück in die Wohnung, dann meldete sie sich für die Zukunft um, wechselte also spontan ihren „gewöhnlichen Aufenthalt“.  Da sie aber mal eben das Bundesland gewechselt hatte, sei man – so das Diakonische Werk –  aus dem Fall raus.

Trotzdem hatte ich noch mehrere Gespräche mit den beiden nicht mehr zuständigen Damen, nur konnten die scheinbar praktisch gar nichts mehr tun, außer nett und verständnisvoll zu sein. Die Dame vom Diakonischen Werk hat allerdings noch – quasi ihre private Initiative – einen „ergänzenden Bericht“ an Gericht und Jugendamt in Osnabrück gesandt, der aber keinerlei offizielle Beachtung fand.

Ab dann wurde es so schrill und bizarr, daß ich vorsichtshalber noch mal betone, mir nichts davon auszudenken.

Kleinigkeiten und Kleinlichkeiten Der Fall zog also von Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen (Osnabrück) um und wurde nun vollends wirr.

Aber gerade das ist interessant und gar nicht untypisch, sondern erfüllt Muster, die mir seitdem immer wieder begegneten, auch in vielen Fällen anderer betroffener Eltern, auch bei Müttern und ganzen Paaren. Psychologische, juristische und ideologische Muster. Zum großen Teil Kleinigkeiten und Kleinlichkeiten.

Das zweite Jugendamt, das Familiengericht: In staatlicher Obhut Ich telefonierte erstmal rund eine Woche mit diversen Ansprechpartnern und Anrufbeantwortern im Osnabrücker Jugendamt und Familiengericht herum, ohne irgendeine verwertbare Auskunft zu erhalten.

Neun Tage nach dem Kindesentzug bedrängte ich dann eine Richterin dermaßen, daß sie zusagte „schwierige Ermittlungen“ (Originalzitat) anzustellen und mich dann zurückzurufen. Das dauerte ca. 3-4 Minuten. Dann sagte sie, ich solle mir keine Sorgen machen, es wäre alles gut, Kind und Mutter wären „in staatlicher Obhut“. Meine Nachfragen, wieso ich das beruhigend finden solle, wo das Kind wäre, was zu tun sei, blockte sie mit dummen Sprüchen ab: Ich solle doch nach NRW gehen, sie kenne die Familienrichter vor Ort ja gar nicht, bräuchte mir auch ihren Namen nicht zu sagen. Und so beendete sie das Gespräch und legte auf.

Vom jetzt zuständigen Jugendamt erfuhr ich nächsten Tag endlich, wer die zuständige Mitarbeiterin ist und daß angeblich die Akte aus NRW angefordert würde, was jedoch nie geschehen ist. Natürlich habe ich in NRW nachgefragt.

Die Sachbearbeiterin Die neue Sachbearbeiterin war erstmal unerreichbar, bis ich etwa eine Woche später, also rund zwei Wochen nach Kindesentzug, mal mit unterdrückter Nummer dort anrief. Sie nahm sofort ab, druckste verwirrt herum, wußte angeblich von gar nichts, machte aber, nach erheblichem Drängen, einen Termin für wiederum noch eine Woche (zum 08.02.2007) später für ein Erstgespräch. Schneller ging es angeblich nicht.

Am 31.01.2007 rief mich das Diakonische Werk aus NRW an und teilte mir mit, daß die Dame vom Osnabrücker Jugendamt mir von der Exe ausrichten ließ, ich solle sofort das Aufenthaltsbestimmungsrecht an die Mutter abtreten, sonst würden nur noch gelegentliche begleitete Umgänge erlaubt werden.

Die Verfahrenspflegerin Am 01.02.2007 besuchte mich die bereits am 25.01.2007 (also am Tag, nachdem ich mit der Richterin telefoniert hatte) eingesetzte Verfahrenspflegerin, eine abgetakelte Familienrechtsanwältin. Sie hatte kein Interesse an Aussagen zum Fall, fühlte sich dadurch eher belästigt (was sie recht deutlich in ihrem „Bericht“ thematisiert hat) und suchte nach Anzeichen von Gewalt oder Sucht.

Im Jugendamt: Wagen Sie es nicht! Am selben Tag rief mich die, mir bis dato noch unbekannte, Jugendamts-Fachkraft an und sagte, daß nur noch gelegentliche begleitete Umgänge erlaubt werden würden. Dies ganz ohne Hinweis auf die Mutter, sondern als amtliches Faktum verkündet. Auf Nachfrage nach irgendeiner Begründung antwortete sie (Originalzitat): „Das ist Sache der Gerichte“ – und legte auf.

Der Termin beim Jugendamt war dann bezeichnend.

Als erstes lehnte die Sachbearbeiterin meinen Beistand, einen sehr guten Freund der Familie, ab. „Datenschutz“, und so. Dann, unter vier Augen, wurde sie für mich völlig unverständlich und sehr ungeduldig. Hinweise auf Fakten, Argumente und ähnliches kommentierte sie mit:

„Interessiert mich überhaupt nicht, … weiter, weiter, …. ich habe keine Zeit für sowas“.

Mitgebrachte Fotos (Papa und Kind, glücklich) wischte sie glatt vom Tisch und erzählte gehässig, daß die Exe ihr viel „bessere“ Fotos gezeigt hätte – ein mir von der Exe geklautes Album, das überhaupt nichts mit der Familie zu tun hatte.

Dann stand die reichlich massige Dame auf, stapfte kurzatmig im Raume herum, fuchtelte erregt mir dem Zeigefinger durch die Luft und dröhnte immer wieder:

„Waaaagen Sie es nicht, Herr M., ich rate Ihnen im Guten, wagen Sie es nicht, ich rufe sofort die Polizei, wagen Sie es jaaa nicht …..!“,

undsoweiter, an die 5 Minuten am Stück: Ich schwöre, das war genau so, das ist keine emotional basierte Überzeichnung!

Nachdem es mir zu bunt wurde, sie offenbar nichts um sich herum mehr wahrnahm, nicht mehr ansprechbar war, zückte ich mein Telefon, wählte 110 und streckte es ihr entgegen: „Bitte, einfach den grünen Knopf drücken, gar kein Problem“.

Sie fiel schwer japsend in ihren Stuhl und schnappatmete: „…Ihr Kind zu entführen, … wagen Sie es jaaa nicht!!“

Daß das Kind bereits von der Mutter entführt worden war und es mein Anliegen war, daran – möglichst in Kooperation mit den zuständigen Stellen – etwas zu ändern, war von dem Moment an scheinbar keiner einzigen involvierten Fachkraft mehr begreiflich zu machen. Im gesamten Fallverlauf nicht und an keiner Stelle.

Immerhin ließ sie sich herab, mit der Exe – nicht mit mir! – einen Termin für ein partnerschaftliches Gespräch, das die Exe plötzlich wieder wollte, und einen Miniumgang mit dem Kind im Beisein von ihr und der Verfahrenspflegerin für eine Stunde zu vereinbaren. Das wurde der Mutter als vorbildliche Kooperationswilligkeit ausgelegt. Beide Termine wurden aber noch zweimal mit fadenscheinigen Begründungen kurzfristig verschoben – beispielsweise, weil gerade kein Begleitschutz für die Exe organisierbar wäre.

Der Bericht der Verfahrenspflegerin Versuche, die Verfahrenspflegerin zu erreichen, um wenigstens ein paar Stichpunkte zum Fallverlauf sagen zu können, endeten am 14.02.2007 mit ihrer telefonischen Bemerkung, das wäre gar nicht nötig, ihr Bericht sei längst fertig und auf dem Weg zum Gericht. Glatt und dreist gelogen, denn der „Bericht“ (eher ein Hetzpamphlet) stammt vom 08.03.2007 und wurde mir erst in der ersten Anhörung am 12.03.2007 von der Richterin überreicht. Sie beschwerte sich  – bei mir, nicht bei der Verfahrenspflegerin – bitter darüber, daß sie doch „keine Postbotin“ sei.

Mit der Exe hat die Verfahrenspflegerin aber am 16.02.2007 laut ihrem Bericht noch ausführlich geplaudert: zum Beispiel darüber, daß ich unter psychopathischem Kontrollzwang leiden würde, was mir bis zu dem Zeitpunkt auch absolut neu war und bis heute nirgendwo diagnostiziert wurde.

Das Elterngespräch: So, jetzt machen wir eine Mediation! Das „partnerschaftliche Gespräch“ war ein Fiasko mit kabarettistischen Qualitäten.

Jugendamts-Dame und Exe schoben sich grinsend Stichworte zu. Sagte ich etwas, sagte die Dame vom Amt: „Sie sagen mal gar nichts, ich führe das Gespräch hier“ (Originalzitat). Dann holte sie ein Flipchart aus der Ecke und sagte: „So, jetzt machen wir eine Mediation!“

Das verlief lächerlich: Sogar mir, als absolut unbeschlagenen Laien, war nach weniger als drei weiteren Sätzen klar, daß sie davon noch weit weniger Ahnung hatte als ich. Die ganze Farce dauerte insgesamt an die zwei Stunden und brachte – überhaupt gar nichts, außer eben Entsetzen über derartige Zustände im Amt.

Halt! Ein Ergebnis brachte das Gespräch, nämlich, daß ich gar nicht erst nach einer Stelle für begleitete Umgänge suchen bräuchte, da die Exe schon eine ausgesucht und dort ein Erstgespräch geführt hätte, ein Wechsel wäre ihr jetzt nicht mehr zumutbar.

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Der begleitete Umgang Der Miniumgang war auch entsetzlich, da das Kind bereits ernsthaft verstört war und fast die Hälfte der Stunde brauchte, um sich halbwegs zu fangen. Natürlich fragte es, nachdem es einigermaßen Vertrauen gefasst hatte: „Papa hat Mama Aua gemacht?“, was ich vorsichtig negierte, ohne der Exe dabei den schwarzen Peter zuzuschieben. Ich erinnerte die Kleine daran, daß wir so etwas grundsätzlich nicht machen, da das einfach nicht richtig ist, in ihr bereits wohlbekannter Formulierung.

Hinterher die beiden Amtsdamen unisono: „Sehr liebevoll, … sehr liebevoll….“ Die Jugendamts- Bedienstete aber rastete aus und meinte, sie wäre „ja bald geplatzt“ (Originalzitat), daß ich dem Kind „einreden“ würde, die Mutter nicht geschlagen zu haben.

Daß die Exe dem Kind vorgelogen hat, daß ich eben das angeblich getan hätte, war hingegen völlig in Ordnung und blieb es auch, bis heute. Die Verfahrenspflegerin meinte auch, das wäre ja wohl eine üble Manipulation des Kindes meinerseits und daß sie mindestens von gegenseitigen Gewalthandlungen ausginge. Man signalisierte mir schließlich, daß ich gehen solle.

Die Richterin, die Anwältin Schon vor diesen beiden Terminen begann die Richterin, mich über die – leider – von mir beauftragte Rechtsanwältin unter Druck zu setzen. Die Richterin rief die Anwältin an und fragte, ob sie „ihren Mandanten nicht im Griff“ (Originalzitat) hätte. Der solle nichts aussagen und keinerlei Anträge stellen, sonst würde sie ihm sofort und endgültig sämtliche Rechte und Pflichten am Kind vollständig entziehen. Genau das setzte sie auch konsequent um.

Die Anhörung Diese Ankündigung wiederholte sie in der Anhörung (12.03.2007) auch offen vor allen Beteiligten und Mitwirkenden.

Ergebnis der Anhörung, inoffiziell und mündlich: Alles wird gut! Das Kind lebt vorläufig zwar bei der Mutter, dem Vater werden aber ab sofort ausgiebige begleitete Umgänge eingeräumt. Sollten diese Umgänge ergeben, daß vom Vater keine Gefährdung ausgeht, hat der Begleiter das Recht und die Pflicht, die Umgänge auszuweiten und zwar bis hin zu unbegleiteten 14-tägigen Wochenend-Aufenthalten Zuhause, und zwar „ohne Einschaltung des Gerichts“ (wie die Richterin „besonders betonte“) und rechtsverbindlich. Es wird ein familienpsychologisches Gutachten bestellt.

Tatsächliches Ergebnis, laut Protokoll und Beschluss: Das Kind bleibt bei der Mutter, der Vater erhält ein „begleitetes Umgangsrecht“ (wortgenau, daß diese Formulierung Unfug ist, weiß ich zwischenzeitlich auch), es wird ein Gutachten bestellt. Die terminliche Organisation der Umgänge wird der Diakonie überlassen.

Tatsächliches Ergebnis in der Praxis: Das Kind bleibt bei der Mutter und zwar mindestens bis zum Verfahrensabschluss. Vor Ende April gibt es garantiert keinen Umgang, da die Beratungsstelle bis dahin mit einem Umzug beschäftigt ist, was selbstverständlich allen Fachleuten auch bekannt war, nur mir nicht. Anpassungen dieser „Umgangsregelung“ sind gar nicht vorgesehen, jedenfalls nicht im laufenden Verfahren.

Das erste Gutachten Das Gutachten wird von einer Heilpraktikerin gebastelt, die angeblich ein paar Semester Psychologie studiert hat und sich ansonsten als Kleinstheimbetreiberin betätigt. Die Wahrnehmung der Umgangstermine wird der Mutter überlassen.

Genau so ging es dann eineinhalb Jahre weiter, mit sich permanent steigernden Unglaublichkeiten.

Das Ende des Umgangs mit dem Kind Das Kind sah ich selten und sehr unregelmäßig, im Schnitt ungefähr alle fünf bis sechs Wochen für je eine Stunde. Die Mutter boykottierte die Proforma-Umgänge im Juni 2008 endgültig, ganz offenbar mindestens mit Billigung oder auch wohlwollender Protektion durch Gericht, Jugendamt und Verfahrenspflegerin.

Das zweite Gutachten Das erste Gutachten, das Umgänge nicht ganz ausschloss, wurde von der Richterin verworfen. Das zweite wurde ohne mein Zutun, ohne Kenntnis meiner Aussagen oder der Prozessakten geschrieben –  jedoch laut Sachverständigem, dem ich nie persönlich begegnet bin, nach gründlicher „Aktenanalyse“. Nach dem für „schlüssig und nachvollziehbar“ (mit Reliabilität oder Validität, Verifikation gar, hat diese Begriffswahl überhaupt gar nichts zu tun) erklärten Werk bin ich eigentlich im permanenten Wechsel zwischen Knast und Forensik zu verorten, ein Berserker im Dauerblutrausch, der seinen Lieblingszeitvertreib im seelischen Quälen und körperlichen Foltern von Frauen und Kindern sowie Amokläufen gegen unsere Institutionen sieht.

Gut also, daß das Kind in letzter Sekunde doch noch vor mir gerettet wurde.

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Abschlussbeschluss: Sorge und Umgang zeitlich unbefristet vollständig ausgeschlossen. Der Vater muß, bevor er mit Erfolgsaussicht irgendeinen einen Antrag stellen kann, erstmal mittels „Stellungnahme eines in Psychiatrie erfahrenen Arztes“ (Originalzitat) glaubhaft nachweisen, daß er seine Gewalttaten erkannt, aufgearbeitet und für die Zukunft abgestellt hat.

Das ist für einen sein gesamtes Erwachsenenleben praktizierenden Pazifisten faktisch unmöglich – etwa so, wie die bekannte Frage sinnvoll zu beantworten: „Haben Sie aufgehört, ihre Frau zu schlagen?“ Nur der, der einräumt, gewalttätig zu sein, kann hier den Nachweis bringen, nicht gewalttätig zu sein.

  1. Aus meiner Uebersetzung des Erin Pizzey Artikel in AVfM:
    https://luismanblog.wordpress.com/2016/01/19/wie-es-dem-feminismus-gelang-die-familienbindung-zu-zerstoeren/

    Die feministische Bewegung begann nun auch die Justiz, die Polizei, Sozialarbeiter und alle Organisationen für Familien zu unterwandern. Viele Frauen bekamen von ihren Anwälten den Ratschlag, sich als Opfer häuslicher Gewalt darzustellen, um schnell eine Scheidung zu bekommen. Wenn z.B. in Kanada ein Vater von der Arbeit nach Hause kam und das Haus leer vorfand, da Frau und Kinder ausgezogen waren, wurde das ‘Geld absaugen’ genannt. Sobald er die Polizei anrief um seine Familie als vermisst zu melden, wurde ihm nicht gesagt wo sie waren – die Polizei sagte nur, dass Frau und Kinder sicher seien. Falls er dann nicht alles tat was seine Frau von ihm verlangte, drohte sie zu behaupten (das wurde die Wunderwaffe genannt) er hätte seine Kinder sexuell belästigt, die er danach niemals wiedersehen dürfte.

    Die Gerichte wurden durchweg ablehnend gegenüber Männern und Vätern. Das ‘Duluth Modell’ wurde 2006 eingeführt, eine Art Buß- und Strafprogramm für Väter. Es war als Straftäter-Besserungsprogramm ausgelegt und Richter wurden angewiesen, dass alle Väter zu der Schulung geschickt werden sollten, selbst wenn die ihnen vorgeworfenen Gewalttaten widerlegt waren. Hinter diesem Modell stand aber keineswegs eine therapeutische Zielsetzung. Deren Haupt-Anliegen war es die Männer die ihre Kinder wieder sehen wollten zu schikanieren und ihnen eine Schuld einzureden. Die Männer wurden gezwungen sich für ihre gesellschaftliche Bevorzugung als Mann zu entschuldigen und sie mussten zugeben dass sie, nur auf Basis der Tatsache dass sie Männer sind, schuldig sind Frauen zu missbrauchen. Wer darauf nicht einging durfte seine Kinder nicht mehr sehen.

    Antwort

  2. Wenn man das so liest, dann scheint er ja einen ziemlich schlechten Eindruck gemacht zu haben. Alle halten ihn anscheinend für einen kontrollfreak, der unwesentliches kommunizieren will und noch nicht einmal seiner eigenen Anwältin zutraut ein Verfahren zu führen.

    Das auch noch kombiniert mit „bei mir ist so etwas noch nie diagnostiziert worden, also kann es nicht vorliegen“

    Die Sorge um sein Kind und dir besondere Belastung dadurch sind verständlich.

    Es liest sich aber etwas als typisches Beispiel, wie man alle gegen sich einnimmt und dadurch der Gegenseite die Arbeit erleichtert.

    Das erste was man Leuten in so einer Situation raten sollte ist ihre Außendarstellung zu kontrollieren. Und einzusehen, dass man in eigenen Fällen befangen ist und es daher besser ich, jemanden anderen für einen sprechen zu lassen.

    In dem Text sind soll viele Warnzeichen dafür, dass er sich selbst schadet und es nicht merkt, es ist erstaunlich

    Antwort

    1. @EvoChris

      Aha … es handelt sich also um ein Beispiel persönlichen Versagens und nicht um ein Protokoll systembedingter Schwierigkeiten?

      Antwort

      1. Schwer zu sagen, da man ja die Einzelheiten nicht kennt, aber bereits das hier geschilderte gesamte auftreten und Verhalten von ihm war nachteilig.

        Leute bedrängen, Anträge und Vortrag an Gericht vorbei, sich mit allen anlegen, alle sind Inkompetent bis auf man selbst, keine Selbstreflexion, wie das angekommen ist und das die anderen vielleicht auf ihn reagieren statt eines schlechten Systems… Ich kann mir Szenarien denken, bei denen sich anfangs alle redlich verhalten haben.

        Das er in den Verfahren Befangenheitsanträge und Strafanzeigen an seinen Anwalt vorbei getätigt hat, ist schon üblicherweise ein sicheres Zeichen in eine sehr ungünstige Richtung.

        Mich würde auch interessieren, wie es zu den Gutachten genommen ist. Üblicherweise wird der Gutachter ja mit denjenigen reden – es sei denn dieser verweigert die Zusammenarbeit. Dann bleibt nur die Begutachtung nach Aktenlage.

        Aber auch da lässt sich das Bild natürlich auf die Weise wie er sich verhalten hat einfacher malen.

        Wie viel anders würde sich denn jemand verhalten, auf den die Diagnose des Arztes zutrifft?

      2. @EvoChris

        „Leute bedrängen, Anträge und Vortrag an Gericht vorbei, sich mit allen anlegen, alle sind Inkompetent bis auf man selbst, keine Selbstreflexion, wie das angekommen ist und das die anderen vielleicht auf ihn reagieren statt eines schlechten Systems“

        Aha. Würdest du nicht sagen, daß es einen Unterschied macht, ob man um etwas bitten muß, weil man kein Recht auf etwas hat, oder ob man sehr wohl ein Recht hat, und darauf reagiert, daß es augenscheinlich unterlaufen oder verweigert wird?

        Wenn man z.B. Frauen flachlegen will, dann kann ich deinen Standpunkt nachvollziehen. Schließlich hat man keine Recht darauf, daß sich andere Menschen für einen interessieren – auch Frauen nicht. Nur du scheinst implizit auf dem Standpunkt zu stehen, daß Väter keine Rechte haben, weshalb sie gerade klug beraten sind, wenn sie niemanden gegen sich aufbringen, anstatt auf ihrem Recht zu bestehen.

        Denn – sowas sage ich immer wieder gerne – wer ein Recht hat, der muß nichts Besonderes tun, um sein Recht zu bekommen, er muß weder um etwas bitten, noch eine Gegenleistung erbringen, um das Geforderte auch zu verdienen, noch muß er sich um die Kooperation anderer bemühen, um zu bekommen, was er verlangt. Denn er hat ja sowieso ein Recht darauf und das Einzige, was der Natur des Rechtes nach erforderlich ist, um es zu bekommen, besteht darin, auf ihm zu bestehen.

        Aber du scheinst das anders zu sehen – weshalb du hier keine Indizien für ein Systemversagen, sondern vor allem Indizien für persönliche Ungeschicklichkeit und mangelnde Weitsicht siehst.

      3. Das Gericht hat hier letztendlich auf der Grundlage eines Gutachtens entschieden.

        Weiter ist hier nicht viel passiert, was Einfluss auf das Verfahren hatte. Entscheidungen zum Sorgerecht sind auch Beschwerdefähig.

        Nur wenn die ganze Akte voll von belegen ist, wie jemand die Kontrolle über ein Verfahren, die Richterin und seine eigene Anwältin erkämpfen will, weil die alle unfähig sind, dann ist es schwer ein Gutachten zu entkräften, in den einen genau das vorgehalten wird.

        Wie ich schon an anderer Stelle anmerkte: da schreibt man der Gegenseite das Gutachten schlüssig.

        Worauf hin mich sinnigerweise beschimpfte und anführte, dass ich ein Idiot bin, der anders als er keine Ahnung hat.

        Ich verstehe, warum seine Anwältin lachte. Es war ein Verzweiflunglachen aufgrund der grotesken Selbstsabotage

      4. @EvoChris

        „Nur wenn die ganze Akte voll von belegen ist, wie jemand die Kontrolle über ein Verfahren, die Richterin und seine eigene Anwältin erkämpfen will, weil die alle unfähig sind, dann ist es schwer ein Gutachten zu entkräften, in den einen genau das vorgehalten wird.“

        Versuche einmal Verfahrenstaktik von materiellem Recht zu trennen: WENN Belege für x existieren und WENN wir wissen, daß Gerichte gerne die Verantwortung für ihre Entscheidung den Gutachtern überlassen, DANN verlagert sich FAKTISCH die Entscheidung auf jemanden, der weder Anspruchsgegener noch Anspruchsinhaber ist. WENN das so ist, DANN stimmt es, daß Wohlverhalten des Vaters=Anspruchsinhaber eine bedeutende Rolle spielt.

        ABER: Genau das soll ja gerade NICHT passieren, weil WENN es passiert, die gerade zu einer Entrechtung der Väter führt.

        Was du machst, ist zu sagen: Was immer faktisch der Fall ist, ist zu Recht der Fall. Also liegt das Problem im Verhalten des Vaters.

        Solche Gedankengänge werden sicherlich im Biologismus und im Pickup eingeübt, aber sie sind hier fehl am Platz.

      5. @ Elmar, Christian „Denn – sowas sage ich immer wieder gerne – wer ein Recht hat, der muß nichts Besonderes tun, um sein Recht zu bekommen“ Sehe ich ganz genau so. Niemand darf Wohlverhalten als Bedingung einfordern, um Menschen verbriefte Rechte zuzugestehen. Das wäre ein Schritt hin zum Abbau von RECHTEN und hin zu einem Do-ut-des-System: Ich gebe Dir, was Du willst, wenn (oder damit) Du mir gibst, was ich will.

        Allenfalls kann es bestimmte extreme Verhaltensweisen geben, die es rechtfertigen, Rechte von Menschen auszusetzen. Aber wenn das eine staatliche Institution tut, dann ist sie in der Beweispflicht.

      6. @Lucas

        „Aber wenn das eine staatliche Institution tut, dann ist sie in der Beweispflicht“

        Es ist keine Entziehung in dem Sinne, es ist eine Reaktion auf das vorbringen der Mutter im einstweiligen Anordnungsverfahren, auf das hat das Gericht mit probehalber begleiteten Umgang reagiert, was nicht zu beanstanden ist.
        Im Hauptverfahren hat man anscheinend ein zwei Gutachten eingeholt, die, wenn ich es richtig verstehe, beide (!) die Vorwürfe bestätigen (ganz zu schweigen von der Akte)

        Da wäre die Beweislast der Gegenseite (nicht: des Staates) durchaus erfüllt

        Ich hoffe nur, das Fiete nicht der ist, der andere Väter für Vereine berät

      7. @Elmar

        „ABER: Genau das soll ja gerade NICHT passieren, weil WENN es passiert, die gerade zu einer Entrechtung der Väter führt“

        Welches Beweismittel abseits des Sachverständigengutachten würdest du denn alternativ verwenden?

        Und warum sollte man für das Familienrecht abweichen von diesem Beweismittel, welches ja sonst überall verwendet wird?

      8. @EvoChris

        „Welches Beweismittel abseits des Sachverständigengutachten würdest du denn alternativ verwenden?“

        Wie immer, wenn es darum geht, die Privilegien der Frauen abzubauen, versuchst du vom Thema abzulenken. Ich denke, wir können damit die Diskussion einstellen. So bringt das einfach nichts.

        „Und warum sollte man für das Familienrecht abweichen von diesem Beweismittel, welches ja sonst überall verwendet wird?“

        Es ist nicht nur im Familienrecht ein Problem. Aber als Nicht-Jurist ist dir das natürlich unbekannt.

      9. Wo lenke ich ab? Das Gutachter schlecht oder parteiisch sein können ist quasi nicht zu ändern. Bereits bekannte Gegenmittel sind das vorherige Abfragen durch die Gerichte, ob Einwände bestehen, das Gegengutachten, die Anhörung des Sachverständigen in einem Termin und das Obergutachten. Alle stehen auch im Familienrecht zur Verfügung.

        Was konkret willst du ändern?

      10. „Was konkret willst du ändern?“

        Vorschläge zur systematischen Reform des Familienrechtes wären interessant zu diskutieren. Leider ist das Thema dieses postes ein völlig anderes.

      11. Du meinst in einem solchen Artikel sind Vorschläge dazu wie man ähnliches verhindern kann abseits des Themas?

        Würde ich anders sehen.

        Hast du dich eigentlich mal mit der Praxis des Familienrecht beschäftigt? ZB im Referendariat bei einem Richter, der das macht oder in der Rechtsanwaltsstation bei einem Familienrechtler? Du hattest ja Referendariat gemacht, wenn ich mich richtig erinnere

      12. „Würde ich anders sehen.“

        Niemand hindert dich, deine Vorschläge hier in die Kommentare zu schreiben. Aber dann gehen sie eben auch leicht unter.

      13. Ich sehe bei dieser Sache keine andere Lösung, aus meiner Sicht kann man mit den bestehenden System arbeiten.

      14. Jetzt muß ich doch noch einmal auf Chris eingehen, so leid mir das tut, zumal hier bei L. Schoppe normalerweise nicht irgendwelche verlogenen Intrigen gefahren werden ( ist mir bis jetzt zumindest nicht aufgefallen ).

        @ Chris:
        Wärest Du bitte so nett, Deine hasserfüllten Lügen auf Deinen Blog zu beschränken?

        „@Lucas

        „Aber wenn das eine staatliche Institution tut, dann ist sie in der Beweispflicht“

        Es ist keine Entziehung in dem Sinne, es ist eine Reaktion auf das vorbringen der Mutter im einstweiligen Anordnungsverfahren, auf das hat das Gericht mit probehalber begleiteten Umgang reagiert, was nicht zu beanstanden ist.
        Im Hauptverfahren hat man anscheinend ein zwei Gutachten eingeholt, die, wenn ich es richtig verstehe, beide (!) die Vorwürfe bestätigen (ganz zu schweigen von der Akte)

        Da wäre die Beweislast der Gegenseite (nicht: des Staates) durchaus erfüllt

        Ich hoffe nur, das Fiete nicht der ist, der andere Väter für Vereine berät“

        Natürlich hat das Gericht dem Kind mir in der ersten Anhörung heimlich und inoffiziell ein essentielles Grundrecht defakto wie in dem Fall auch dejure entzogen. Nämlich die Sorge und den darin enthaltenen Umgang und zwar praktisch vollständig. Sowie das dazugehörige Recht des Kindes.
        Es gab zu dem Zeitpunkt kein EA-Verfahren, das ist DEINE PRIVATE HASSLÜGE, Chris!
        Es gab das reguläre Verfahren NZS 8F 26/06 SO u. 27/06UG. Kannst Du da irgerndwo ein „EA“ entdecken? Ich nicht!
        Unterlasse diese intriganten Lügereien also bitte.

        Es gab auch keinen „probehalber begleiteten Umgang“, auch das ist glatt und unverschämt gelogen!
        Es war genau so, wie von L. Schoppe richtig zitiert, also eine suggerierte Version ( probehalber kurzfristig begleiteter Umgang ), eine offizielle Version ( begleiteter Umgang und Punkt, ohne jede fallbezügliche Konkretisierung ) und eine tatsächliche Version ( bewachter, unbegleiteter Umgang bis Umgangsboykott oder mindestens Verfahrensabschluss ).
        Und das ist logischerweise zu beanstanden, denn es bildet u.a. asymmetrisches Recht und hierarchische Übersteigerung von Richterprivilegien ab, wodurch es schon gegen Art. 3 GG ( und einige weitere ) verstößt. Zumal die Anordnung von begleitetem Umgang ( auch das habe ich Dir bereits mehrfach zu erklären versucht ) verweigert wurde.

        Es wurden zwei Gutachten eingeholt, zu dem Zweck, die Vorgaben der Richterin scheinzurechtfertigen, das ist wahr. Dadurch werden sie aber nicht zu sachverständigen wissenschaftlichen Fachleistungen im Sinne des Gesetzes und der dazugehörigen Richtlinien.

        Das erste wurde verworfen, eben weil es, trotz allein 63 unwahren Unterstellungen – z.T. dreist als wörtliche Rede meinerseits gekennzeichnet! – allein in der „Exploration zum Vater“ ( 15 Seiten in Schriftgröße 16+ mit doppeltem Zeilenabstand ), Umgänge nicht vollständig und zeitlich unbegrenzt ausschloss, sondern sogar ganz am Rande erwähnte, daß der Umgangsbewacher die Begleitung mit der Begründung ablehnte, daß Vater und Kind „Ein Herz und eine Seele“ waren und es keinerlei Umgangsproblematik gab, die nicht von der Mutter ausging.
        Das habe ich auf Deinem Blog bereits ca. 3 – 5 mal ausdrücklich und ausführlich erklärt.

        Das zweite GA wurde von einem hauptberuflichen Hetzpamphletisten erstellt, der jeden verifizierbaren Kontakt mit mir verweigert hat und die Akte gar nicht las, schon seine Behauptung, er hätte „nach Aktenlage ein Familiensystem begutachtet“ ( was per se gar nicht möglich ist ), ist somit schon erlogene Hetze. Er hat sich beim Kaffeetrinken mit Mutter und Verfahrenspflegerin in einen nahezu unkontrollierten Blutrausch gesteigert.

        Auch das habe ich auf Deinem Blog bereits ausführlich erläutert, weshalb ich Dich nur bitten kann, Deine persönliche narzisstische Hetzkampagne langsam mal zu beenden.
        Daß Dein Scheinangebot, ich solle Dir mal Infos zum Fall zukommen lassen, nicht ernst gemeint war, ist unzweifelhaft, da ich entsprechend öffentlich nachgefragt habe, was ich Dir zuschicken soll und es kam bis heute keine Antwort von Dir.

        Und warum der Staat die Beweislast der Gegenseite zu erfüllen hätte, indem er sie seinen Subunternehmern übergibt, versuchst Du noch nicht mal zu erklären. Kein Wunder, denn das geht nicht.
        Der Staat hat, sofern keine Beweise vorliegen – und die wenigen Beweise zum Fall, die es gab, sprachen sogar ausnahmslos für das Kind und mich – keine Grundrechte anzutasten!
        Dabei hat er die Kinderrechte sogar vorrangig zu beachten, laut BVerfG ( Inklusion der UNkrk in das GG ).
        Und, daß es dem Kind schadet, im permanenten Verschleppungszustand zu leben und keinen Zugang zur Hälfte seiner Familie, seiner Wohnung und seinem sozialen Umfald zu haben, permanent Hass und Angst eingebläut zu bekommen, sollte selbst bei reinen Paragraphenhengsten schon mal irgendwie angekommen sein, denn es ist bis jetzt nicht davon auszugehen, daß man keine funktionierende Familie gehabt haben darf, um Jura zu studieren.

        Wie Du zu der absolut abstrusen Auffassung kommst, wenn es keine Beweise gibt, wird halt nach persönlichem Geschmack einfach wilde Sau gespielt, weil der Richter das darf, er hat ja studiert ( und nichts anderes sagt Deine Argumentation letztendlich aus ), ist mir unbegreiflich, allerdings kaum überraschend.

        Und am Ende zeigt sich das Ziel Deiner Kampagne:
        „Ich hoffe nur, das Fiete nicht der ist, der andere Väter für Vereine berät“

        Es geht nicht um mich, ich bin, als Hassobjekt, nur Vehikel für Deinen Konkurrenzneid.
        Was die Tatsache, daß ich – wie wohl praktisch alle entsorgten Eltern – am Anfang gar keine Ahnung von der institutionellen Realität hatte, mit Deinem Angstobjekt ( „Die wollen meine Karriere nicht finanzieren“ ) zu tun hat, magst Du einmal kontextuell zu erklären versuchen.

        Es gibt nicht „den der andere Väter für Vereine berät“. Schon dieser Spruch ist wirr.

        V.dh. kann ich „dieser“ auch gar nicht sein.
        Und schon die Tatsache, daß Du den Unterschied zwischen Verfahrenspfleger, Verfahrenspfleger des Kindes, Verfahrensbeistand und Ergänzungspfleger bis zu unserem Streit offensichtlich nicht kanntest und v.dh. mehrfach Unfug geschrieben hast, den ich korrigieren mußte, beweist unzweifelhaft, daß Du von Familienjuristik keinerlei Dunst hast und in’s Blaue hineinpöbelst.
        Tatsache ist, daß ich mich intensiv damit befasst habe und zwar einige Jahre lang und disziplinübergreifend, w.h. ich habe z.B. die psychologischen, psychiatrischen, soziologischen Aspekte mitbeachtet, habe mich mit den höheren Rechten befasst, bis hin zu Rechtsphilosphie und Rechtsdogmatik, soweit das relevant war ( und das war es in hohem Maße ) u.s.w..
        Du nicht! Du singst das Heldenlied der Juristenkaste, ohne auch nur ein Quäntchen Substanz dazu zu liefern.

        Nebenbei habe ich schon v.dh. nie Rechtsberatungen durchgeführt, daß das nämlich verboten ist. Ein Überbleibsel der Nazizeit ist nämlich das Rechtsanwalts- u. Beratungsgesetz, welches sehr weit auslegbar ist und im Kern lautet: Wer Rechtsberatungen durchführt, ohne zwei Staatsexamen dazu abgelegt zu haben, macht sich strafbar.
        Und bekannt und verhasst wie ich nunmal bei einigen Juristen bin ( nicht nur bei Juristen ), die auch google bedienen können, wäre ich im Knast, wenn ich die entsprechenden Bedingungen auch nur sehr weit ausgelegt erfüllt hätte. War auch so schon teuer genug, das Abenteuer.

        Was ich gemacht habe, ist z.B. als persönlicher Beistand Jugendamtbesuche und Umgänge begleitet, Infos gesammelt und verteilt, Texte lektoriert und ähnliche Kleinigkeiten. Und zwar immer auf eigene Kosten. In manchen Fällen hat es genützt, in manchen eher nicht. Aber bei allen, wo ich aktiv mitgewirkt habe, bin ich heute noch in guter Erinnerung.
        Ob Du das, lieber Chris, nach einigen Jahren Praxis, auch noch sagen kannst, wage ich gelinde anzuzweifeln.

        Und in zwei Fällen bin ich sogar ein wenig stolz darauf etwas mitgewirkt zu haben.
        Beide gingen mir sehr nah, waren derzeit auch mal in den Medien und haben u.a. auch das BVerfG und den EGMR beschäftigt. Eines der Kinder kenne ich persönlich, es ist etwa so alt wie meine ehemalige Tochter.
        Beide sind dem Eingriff der deutschen Justiz jetzt nahezu irreversibel entzogen.
        Mehr Daten gibt es dazu aber nicht, da beide noch nicht volljährig sind und es in beiden Fällen sicherlich einige Googlekenner gibt, die nur zu gern etwas dazu im Netz lesen würden.
        Außerdem soll man schlafende Hunde nicht wecken und ich hoffe auf etwas didaktischen Effekt, z.B bei einer OLG-Richterin, welche nicht freiwillig ihre kindesfeindliche Haltung im jeweiligen Fall um 180° gedreht hat. Möge sie jetzt überlegter „erkennen“.

        @All:

        Wenn Ihr Fragen habt, bitte, kein Problem, einfach fragen, ich antworte gern ( habe aber keine Feeds abonniert, schaue also gelegentlich mal „von Hand“ hier rein ).
        Nur eine Bitte: Macht den von Chris dazu verbreiteten Unfug nicht zur Basis Eurer Fragen und Kommentare, das bringt nix, bestenfalls. Er hat weder vom Fall, noch von FamR-Praxis Ahnung und ist ( seit ich ihm mal ein paar extrem krasse Fehleinschätzungen um die Ohren gehauen habe ) als befangen anzusehen ( höflich formuliert ), wenn er de Nick „Fiete“ wittert.

        Sehr schade, zumal ich ihn immer als zwar naiv, aber gutwillig eingeschätzt habe.
        Wohl zu Unrecht, wie ich jetzt gestehen muß.

        So wie es bei Eltern den Unterschied zwischen Paarebene und Elternebene gibt ( den Chris übrigens auch nicht sauber trennen kann, daraufhin habe ich ihm eines seiner „juristischen Statements“ um die Ohren gehauen, das scheint der Auslöser seines narzisstischen Anfalls gewesen zu sein ), so gibt es bei Juristen – und anderen sozialen Berufen – den Unterschied zwischen rein persönlicher und sachlicher Ebene. Und da ist er – wie leider sehr viele in dem Bereich beschäftigte:
        Vollkommen Differenzierungsunfähig!

      15. EvoChris schreibt:
        „Und warum sollte man für das Familienrecht abweichen von diesem Beweismittel, welches ja sonst überall verwendet wird?“
        Weil es in der angewandten Form kein Beweismittel ist. Sondern es sich um ein Gefälligkeitspamphlet nach parteiischen Vorgaben des Richters von einem seiner von ihm abhängigen Subunternehmer handelt. Ähnlich wie bei den Parteistatements der Verfahrensbeistände ( ebenfalls und noch abhängiger Subunternehmer des Richters )
        Logisch, oder?

        „Welches Beweismittel abseits des Sachverständigengutachten würdest du denn alternativ verwenden?“
        Ein echtes Beweismittel eben, da gäbe der Möglichkeiten viele. Sachverständige Zeugen, bspw., direkte Schau vor Ort, notfalls begleiteter Umgang und Abfrage eines Fachberichts.
        Nur um mal ein paar naheliegende zu erwähnen, die in meinem Fall Verfahrensentscheidend zwingend gewesen wären.
        Aber dazu hätte das Gericht natürlich einer amtlichen Ermittlungspflicht unterliegen müssen und die gibt es im Sondergericht FG nicht.

        Eigentlich würde das Lesen der Aussagen der Parteien in den meisten Fällen schon den Ermittlungsweg vorgeben, aber auch das gibt es bei dieser geheimen Gerichtsform als Vorgabe leider nicht.

      16. EvoChris schreibt:

        „Das Gutachter schlecht oder parteiisch sein können ist quasi nicht zu ändern. Bereits bekannte Gegenmittel sind das vorherige Abfragen durch die Gerichte, ob Einwände bestehen, das Gegengutachten, die Anhörung des Sachverständigen in einem Termin und das Obergutachten. Alle stehen auch im Familienrecht zur Verfügung.

        Was konkret willst du ändern?“

        Weniger die graue Theorie, die keinen Richter interessiert, eher die Praxis.
        Daß SV schlecht sein KÖNNEN, ist nicht zu ändern. Aber gezielt nur dfie schlechtesten anzuwerben schon. Wenn der Richter denn wollen würde.
        Im Falle des SV Bachler wurde über 5 Jahre von diversen Betroffenen und Unterstützern in D. u. Ö. gekämpft, bis der Betrüger endlich von den Gerichten nicht mehr als „IHR bevorzugter Sachverständiger“ daueralimentiert werden konnte. Daß der Kerl ein betrügerischer Scharlatan ist, war lange vorher klar. Eben deshalb war er ja so beliebt.

        Daß ein Richter auch mal fragen könnte, ob wer Einwände gegen seine Vorgehensweise hat, ist natürlich möglich. Tut er aber garantiert nicht, wenn er seine Willkür durchziehen will. Warum nicht? Weil er als sakrosankter Mufti von allen Kollegen blind gedeckt wird.

        Ein Gegengutachten bezahlt kein Richter freiweillig. Wäre er ja blöd. Und praktisch kein normaler Mensch kann eines kaufen, denn gerade ein von Entsorgung betroffener Elternteil ist i.d.R. nicht in der Lage, spontan mal eben 4-13k € auf den Tisch zu blättern.

        Die Anhörung des SV ist eine kann-Bestimmung. Meinst Du, der Richter lässt sich darauf ein? Nicht wirklich. Und selbst wenn, kann er den Müll des SV immer noch für „schlüssig und nachvollziehbar“ erklären, ohne auch nur ein Wort davon bewußt gehört zu haben. Er kann dem nichterwünschten Elternteil das Gehör dazu verweigern, oder einfach die Anhörung vor der Anhörung schon abbrechen ( „es ergeht ein Beschluss auf dem Dezernatsweg, die Sitzung ist geschlossen“, sagt der Richter im zweiten Verfahrenszug, als mein Beistand sich erhob, um konkret die Sachlage zu erörtern, es waren gerade die Formalien abgespult, also etwa knapp 10 Minuten nach Einlass ).

        Ein Obergutachten gibt es nur, wenn die Beschwerdeinstanz nicht mitmauert, sondern verhandelt. Also ebenfals sehr selten. Und das OGA muß der Amtsrichter nach Rückverweis nicht verwerten und wird das auch nicht tun. ( außer man hat einen OLG-Einzelrichter und kann den zwingen, direkt zu entscheiden, was unter meiner Mitwirkung mal gelungen ist, allerdings auf etwas „unsaubere“ Art und nicht in meinem Fall ).

        Konkret ändern müßte man vieles.
        Much too Much to list!
        Ein wichtiger Schritt wären real unabhängige Ombudsleute, mit eigenen Prozessrechten und eine Pflicht des Gerichts voll zu protokollieren.
        Das ist in den entsprechenden Justizkreisen auch seit locker 1 – 2 Jahrzehnten wohlbekannt.
        Wird aber radikal geblockt.

      17. EvoChris schreibt:
        „Ich sehe bei dieser Sache keine andere Lösung, aus meiner Sicht kann man mit den bestehenden System arbeiten.“

        Der emotionale Tunnelblick von EvoChris ist sicherlich für Außenstehende überraschend, für mich nicht mehr. Er ist damit ein recht typischer Justizvertreter.

        Tatsache ist, ich habe ihm auch seinem Blog mindestens drei naheliegende und m.E. praktisch zwingende Lösungen erläutert. Er hat sie icht gelesen, vermute ich, jedenfalls hat er sie ignoriert.

        Daß das bestehende System – und noch mehr die tatsächliche Praxis, der letzte Schrott sind, kann man an diversen Stellen im Netz und auch in diesem Thread hier nachlesen und sicherlich ausreichend nachvollziehen.

        Sonder- u. Geheimgerichte sind nicht ohne Grund offiziell ( ! ) seit Ende WW2 verboten in D.
        Das Familiengericht ist der letzte Auswuchs dieses „Brauchtums“, der unbelehrbar stur weiterbetrieben wird.

      18. EvoChris schreibt:
        „Das Gericht hat hier letztendlich auf der Grundlage eines Gutachtens entschieden.

        Weiter ist hier nicht viel passiert, was Einfluss auf das Verfahren hatte. Entscheidungen zum Sorgerecht sind auch Beschwerdefähig.

        Nur wenn die ganze Akte voll von belegen ist, wie jemand die Kontrolle über ein Verfahren, die Richterin und seine eigene Anwältin erkämpfen will, weil die alle unfähig sind, dann ist es schwer ein Gutachten zu entkräften, in den einen genau das vorgehalten wird.

        Wie ich schon an anderer Stelle anmerkte: da schreibt man der Gegenseite das Gutachten schlüssig.

        Worauf hin mich sinnigerweise beschimpfte und anführte, dass ich ein Idiot bin, der anders als er keine Ahnung hat.

        Ich verstehe, warum seine Anwältin lachte. Es war ein Verzweiflunglachen aufgrund der grotesken Selbstsabotage“

        Der erste Satz ist richtig, allerdings vollkommen bedeutungslos und ein reines Ablenkungsmanöver in Form von Füllstoff.
        Selbstverständlich kann es Fälle geben, wo ein GA notwendig werden kann. Das sind allerdings sehr, sehr wenige.
        Tatsache ist, daß Richter, wenn sie keine Argumente für ihre vorab gefasste Entscheidung haben, mit GA geradezu um sich werfen, um Masse im Sinne ihres Ergebniswunsches zu schaffen. So auch in meinem Fall.

        Die Akte war noch sehr dünn, die Beweise eindeutig ( Straftat nach §235 StGB, keinerlei Vater-Kind-Probleme, laut Aussage der Mutter, bestätigt durch das vorher zuständige Jugendamt ). Das Kind wäre also sofort und zwingend herauszugeben gewesen, im SO-Verfahren. Im UG-Verfahren ( „großes FG“, also beides in einer Anhörung ) wäre zunächst auf eine konkrete Vereinbarung hingzuarbeiten gewesen. Nach SO-Beschluss hätte ich begleiteten Umgang für die Mutter beantragt, allerdings bei einer Stelle ihrer Wahl, dazu regelmäßig mindestens alle 2 Wochen und mindestens 1 Stunde Dauer, verpflichtend, oder öfter und länger, je nach Kapazität der Umgangsstelle. Dazu natürlich aktive, systemisch-lösungsorientiere Begleitung, Abfrage des Explorationsberichts, nach 6 – 10 Sitzungen u.s.w. ( WENN es ein faires Verfahren gegeben und ich Ahnung von Jura gehabt hätte! )

        Nun mag es ja theoreitisch vorkommen, daß ein Richter so dermaßen überfordert ist, daß er noch nicht einmal Zeit hat die Akten zu lesen und deshalb ein GA vorschlägt ( ! ). Darf zwar nicht, ist aber denkbar.
        Dann hätte er vorschlagen können, daß die Eltern eine Frist von 4 Wochen gesetzt bekommen, um je bis zu 3 Gutachter zu beantragen. Eine extreme Notlösung, aber wäre gegangen.

        Tatsachlich wurde aber genau so vorgegangen wie im Eingangspost beschrieben.

        „Weiter ist hier nicht viel passiert, was Einfluss auf das Verfahren hatte. Entscheidungen zum Sorgerecht sind auch Beschwerdefähig.“
        Das ist natürlich eine fantasievolle Halluzination, nichts weiter.
        Es wurde von Richterin, Verfahrenspflegerin, Jugendamt ( 2 ) und den SV über eineinhalb Jahre lang jede Ermittlung und jedes Beweismittel verweigert, verhindert, blockiert, negiert u.s.w. und zwar aktiv UND in Form von Verfahrensverschleppung. Passiv blockierte der die Begleitung verweigernde Umgangsbewacher.
        All das hatte nicht nur extremen Einfluss auf des Verfahren, es wurde überhaupt zum alleinigen Verfahren. Ein anderes gab es nicht.
        Natürlich sind Entscheide zu Sorge ( und Umgang ) beschwerdefähig. Aber das nützt gar nichts, wenn das OLG gewohnheitsmäßig jede Beschwerde abweist, mit der universellen Begründung: „Aufgrund des zutreffenden Beschlusses des AG…..,“. Passt immer und ist nicht ( ! ) beschwerdefähig.

        „Nur wenn die ganze Akte voll von belegen ist, wie jemand die Kontrolle über ein Verfahren, die Richterin und seine eigene Anwältin erkämpfen will, weil die alle unfähig sind, dann ist es schwer ein Gutachten zu entkräften, in den einen genau das vorgehalten wird.“

        Dem kann in der ersten Anhörung logischerweise aber gar nicht so sein. Und tatsächlich war dem auch zu keinem anderen Zeitpunkt so. Die Kontrolle über den eigenen RA muß ein Mandant logischerweise per se haben, sonst könnte man diesen Beruf abschaffen, bestenfalls.
        Das hätte aber nicht in der Prozessakte zu landen. Und wäre es auch in meinem Fall nicht, wenn diese RAin nicht selbst immer wieder dafür gesorgt hätte. Durch aktiven wie passiven Parteiverrat. So hat sie als letzten Akt ( nach über einem halben Jahr Prozessverlauf ) auf mindestens drei Aufforderungen, das Mandat niederzulegen ( man ist ja nett ) einfach gar nicht reagiert. Dann die Mitteilung an sie, daß ihr das Mandat entzogen ist ( auch da war ich noch nett ), ebenfalls mehrfach ignoriert und nicht dem Gericht zugeleitet. Erst dann habe ich dem Gericht gezwungenermaßen mitgeteilt, daß das Mandatsverhältnis zerrüttet ( und auch das ist noch nett, eigentlich wäre ein dreifacher Parteiverrat anzuführen gewesen ) und ihr das Mandat schon seit Wochen entzogen ist. Kurze Zeit später teilte sie dann dem Gericht überflüssigerweise mit, sie hätte das Mandat in einem Fall niedergelegt, worauf ich ihr schrieb, daß sie doch der Vollständigkeit halber auch den anderen Fall noch niederlegen sollte, was sie auch tat.

        Wo Chris die „Akten voller Belege“ herzaubert, nach denen ich das Gericht „unter meine Kontrolle bringen“ wollte, ist wieder so eine Frage, die eher auf bewußtseinsverändernde Substanzen, als auf irgendetwas vernünftiges hindeutet. So etwas gab es natürlich nicht.

        Das gleiche gilt für die „Kontrolle über das Verfahren“.
        Mir war es wichtig, daß ein rechtsstaatliches, faires Verfahren im besten Interese des Kindes geführt wird ( vom Gericht und sonst niemandem ). Und, da ich keine Ahnung davon hatte ( jedenfalls nicht mehr als jeder normale Mensch ), hätte der Versuch, da die praktischen Vorgaben zu machen, mir leicht erkennbar gar nichts genützt. Warum hätte ich das also tun sollen?
        Habe ich logischerweise auch nicht.

        Kontrolliert hat das Verfahren eine männerhassende Proberichterin, die wilde Sau gespielt hat, weil sie sich zum wilde-Sauspielen berufen fühlt und, laut Titel, die Befugnis dazu hatte.

        „weil die alle unfähig sind,“
        Ich halte diese Leute keineswegs für unfähig, ebenso wie ich Killer nicht für unfähig halte. Es sind Profis, mit jahrelanger Erfahrung, die sicherlich auch als Seilschaften erfahren und gut vernetzt sind. Das darf aber, auch laut Gesetz, für einen Elternteil kein Grund sein, sein Kind standrechtlich erschießen zu lassen.
        So sehe ich das.

        „dann ist es schwer ein Gutachten zu entkräften, in den einen genau das vorgehalten wird.“
        ( Er meint vermutlich zwei GA ).
        Nein, diese GA brauchten nicht entkräftet zu werden, denn das erste wurde wg. mangelnder Radikalität von der Richterin selbst verworfen, wie bereits erläutert.
        Das zweite war keines, wie der SV offen zugab, er konnte und wollte mich nicht begutachten und hat nachweislich die Akten NICHT gelesen.
        Er gab zu, daß er rein subjektiv qualifiziert und „die Akte“ ( wortgenau – ohne Angabe welche ) lediglich „gewürdigt“ ( auch wortgenau – also sich vielleicht davor verbeugt, evtl. noch ein Räucherstäbchen angezündet ).
        Und seine Qualifikation ( übrigens auf psychiatrischer Ebene, obwohl er gerade nicht promoviert hat, er ist schlichter dipl.Psych ) basiert auf theatralischer Übertreibung der hasserfüllten Beschimpfungen von Mutter und Verfahrenspflegerin, ist somit als Beweismittel grundsätzlich schon unbrauchbar.

        „Wie ich schon an anderer Stelle anmerkte: da schreibt man der Gegenseite das Gutachten schlüssig.“
        Und wie ich schon mehrfach erläuterte, belegt EvoChris an allen diesen Stellen eindeutig, daß er das genau so machen würde, weil er es unzweifelhaft richtig findet, was ihn m.E. für jeden sozialen Beruf ( etwa ab Taxifahrer aufwärts ) vollkommen unbrauchbar macht.

        „Worauf hin mich sinnigerweise beschimpfte und anführte, dass ich ein Idiot bin, der anders als er keine Ahnung hat.“

        Glatt gelogen!
        Zunächst beschimpfte Chris mal Manfred Herrmann, dann jede Art von FamR-Workshop für Betroffene, dann mich und zwar mit Lügen, Falschunterstellungen und weiteren unwahren Inhalten.

        Daraufhin habe ich ihn ( nach diversen Versuchen, seinen Müll friedlich klarzustellen ) als Idioten, Deppen, Wicht u.s.w. bezeichnet und zu jedem dazu von ihm aufgestellten Dummspruch haarklein sein verlogenes Gesülze en Detail widerlegt ( woraufhin er den gleichen Unfug in anderer Formulierung nochmal heruntergebetet hat, genau wie es es hier erneut macht ).
        Denn Fakt ist: Ich halte es ihm ausdrücklich ( ! ) zugute, daß er zwar ein Arschloch ( sorry, aber genau mit dieser Bezeichnung habe ich auf seinem Blog angefangen ihn zu titulieren, weshalb ich das hier fairerweise auch anführe ) ist, aber eben ein dummes, ahnungsloses. Also eben ein Depp, ein Blödmann, ein Idiot, wie man auf Vox Populi so sagt.
        Und das ausschließlich ( ! ), weil er es durch ständige Repetierung von gröbstem Unfug massiv und unzweifelhaft bewiesen hat.
        Ich glaube, daß er unter Einfluss ( hoffentlich körpereigener ) Drogen ( bspw. Adrenalinschocks ) stand und sein Tunnelblick dermaßen verengt war, daß er zu keinerlei vernünftiger Erkenntnis fähig war. Anders ist es mir unerklärlich, warum er so tut, als hätte er Ahnung von meinem Fall, ich aber nicht.
        Der zeitliche Ablauf dazu ist unverkennbar.

        „Ich verstehe, warum seine Anwältin lachte. Es war ein Verzweiflunglachen aufgrund der grotesken Selbstsabotage“
        Nö, das kann er offenbar bis heute nicht verstehen, weil er auch den Rest des Falles gar nicht verstehen will.
        Zunächst mal der Hinweis, daß ich dabei war, er nicht.
        So! Und warum hätte sich diese RAin denn, noch dazu in grotesker Weise ( laut Chris ), selbst demontieren sollen? Gibt es einen Grund, warum sie nicht als RAin im Sinne des Mandanten gearbeitet hat?
        Oh ja, den gibt es.
        Nur hat der mit mir nichts zu tun.
        Sie arbeitet nämlich als FamRAin, hat kein anderes Standbein. Und sie kennt die Riin ( das hat sie zwar mir ggü. bestritten, aber mittels Internet – hatte ich ja ca. zwei Jahre später – konnte ich ermitteln, daß die beiden einander kaum unbekannt sein konnten ).
        Und es ist bekannt, daß Richter ihre Pappenheimer recht gut im Griff haben. Dazu reicht oftmals schon die Drohung mit dem Bezirksrevisor, unerwünschte Aktivität, VKH gestrichen.
        Und es gibt weitere Möglichkeiten im Kungelclub, aktive wie passive.
        Was hier das Mittel der Wahl war, ob es überhaupt eines brauchte, weiß ich nicht. Ist aber egal.
        Daß ein gehässiges Gekichere, das deutlich Amusement verrät, kein „Verzweifelungslachen“ ist,
        brauche ich wohl kaum erklären, oder?
        Tatsache ist, daß ich auch hier im Thread bereits dargelegt habe, was ihre Optionen gewesen wären und, daß sie keine einzige davon genutzt hat, die eine oder andere hat sie sogar nachdrücklich verweigert. Bspw. die Klärung der falschen rechtlichen Belehrung der Richterin, welche sie sogar noch wochenlang vehement als richtig verteidigt hat ( Chris hier übrigens auch, was skandalös ist, denn gerade als Student sollte er wissen, was eine falsche rechtliche Belehrung ist ).

      19. @Fiete

        Du versuchst, alles darzulegen, zu argumentieren und aufzuklären. Das ist sicher ehrenwert, aber sinnlos, da alles dafür spricht, daß EvoChris nun durch Provokationen und simples Ungerechtigkeiten Zulauf und Aktivität auf seinem blog zu erzeugen versucht.

      20. „Ich sehe bei dieser Sache keine andere Lösung, aus meiner Sicht kann man mit den bestehenden System arbeiten.“

        Dazu verweise ich auf die direkt darüber stehenden Kommentare von EvoChris und meine Erwiderungen dazu.
        In letzter Konsequenz bedeutet das:
        Würde EvoChris in seinem jetzigen Bewußtseinszustand Familienrichter werden ( was hoffentlich nie passiert ), hätte auch er mein Kind unter völlig gewissenloser Begehung von schwerwiegenden Straftaten eiskalt geschlachtet, um seinen Hass auf mich auszuleben.

        Allerdings – und das ist hier sehr wichtig:
        In einem Punkte hat er nicht ganz unrecht!
        Man kann auch mit diesem System arbeiten, wenn auch mehr schlecht als Recht, aber es ist durchaus möglich.
        Das erfordert aber einen rein zufällig charakterlich wie moralisch absolut sauberen und rechtstaatlich integeren Richter, der so sehr pro Kind engagiert sein muß, daß er auch das letzte mögliche Quäntchen Recht aus den bestehenden Bedingungen herausquetscht. Allein schon, um ein Aufschaukeln zu vermeiden und die Entscheide – trotz Humanität! – beschwerdefest zu machen. Was nicht immer einfach ist.
        Er selbst hat das auf seinem Blog in einer Bemerkung nebulös angedeutet und in dem speziellen Punkte stimme ich ihm glatt zu.
        Die Gesetze müssen angepasst werden. Auch das GG, zumindest in der Ausformulierung.
        Als erstes aber die ZPO, der heilige Gral der FamRichter, das Ding ist Schrott ( wie oben schon grob erwähnt ) und dann das FamFG.

      21. @ Elmar:
        Sicherlich hast Du Recht, auch ich vermute, daß Chris einfach den Randalefaktor zu nutzen versucht ( warum auch immer ).
        Aber es geht mir nicht darum ihn zu überzeugen, das ist vermutlich unmöglich.

        Ich denke dabei – wie desöfteren – an die potentiellen Leser.
        Und die sollten m.E. die Möglichkeit erhalten, sich ein wenigsten zweiseitiges Bild von der Geschichte zu machen.
        Ich denke, das macht zwar reichlich Arbeit, aber auch Sinn.
        Eben deshalb habe ich ein paar andere Vorhaben nach hinten verschoben und, werde noch ein paar Kommentare ( also ergänzende oder widerlegende Erläuterungen ) hier einfügen. Wobei ich auch ein paar von Deinen und Lucas‘ Kommentaren etwas ergänzen werde. Aber nach und nach und in Ruhe.

        Das könnte das Bild schon ein wenig klarer machen.

      22. @Fiete

        „Ich denke dabei – wie desöfteren – an die potentiellen Leser.“

        Das ist ja auch genau das Richtige. Nur – meiner Ansicht nach – kommt der Leser eben durch solche Diskussionen ohne Fortschritt auch nicht weiter. Denn Leute, die wirklich Probleme haben, wollen kein Spektakel, sondern sie wollen einen Schritt nach vorn machen. Und je unglaubwürdiger die Medien, die Linken, Feminismus und das politische establishment werden, desto stärker ist der Wunsch nach Orientierung durch Aufklärung.

        Aber letztlich mußt du selbst entscheiden, ob du die durch Diskussionen mit EvoChris wirklich erreichen kannst.

      23. Sich am Unverständnis abzuarbeiten ist genauso sinnlos wie zu glauben mit der teuren Helferindustrie etwas für das Kind erreichen zu können. Trennungsväter sind in der Regel sehr ressourcenarm. Wir sind bereits voll mit dem Unterhaltsrecht beschäftigt, mit der Verteidigung eines Rests von Vaterschaft, mit Ablehnung und Unterverständnis quer durch Verwandtschaft und Medien.

        Wir werden nicht gefördert wie ein vamv, unsere Presseerklärungen liest keiner, unsere Aktionen verschwinden im Nichts, in allen Parteien sind wir Fremdkörper mit unseren Erfahrungen. Wir werden verklagt, sind auskunftspflichtig, jede Büroaushilfe im Jugendamt hat Vollzugriff auf unsere Daten bei allen Behörden, wir werden hinter der Hand oder öffentlich ausgelacht wenn wir unsere Kinder gleichberechtigt mitbetreuen wollen. In der Aussendarstellung sind wir grantelnde Versager, die viel wollen und nichts können.

        Also gilt es, die wenigen Ressourcen effizient einzusetzen. Lange Kommentare in Blogs, in denen man auf Schlagworte von Ahnungslosen eingeht sind nicht effizient. Ebensowenig wie lange Gerichtsanträge. Wie wärs mit aktiv werden für andere Väter? Auch in der realen Welt abseits vom BIldschirm? Erfahrungen weitergeben, Andere beraten und begleiten? Aktivität in der eigenen Sache, Verweigerung denen, die uns ausnutzen?

      24. @ BS Selbst das wird schwierig. Beim VafK finde ich es schwierig, weil sich da – je nach Ort – Väter begegnen, die selbst verwundet und durch jahrelange Mühen zermürbt sind. Abseits solcher Organisationen wird man kaum helfen können – man kommt ja an die Väter kaum ran. Viele ziehen sich ja auch nach einer weile zurück, denn wenn die Mütter nicht mitspielen, ist es zermürbend, den Kontakt zum Kind aufrechterhalten zu wollen.

        Was mir als pragmatische und einfache Möglichkeit nur einfällt: Das Leute versuchen, mit den Trennungsvätern ins Gespräch zu kommen, die sie kennen. Manche haben ja vielleicht überhaupt keine Probleme – aber es gibt eben auch manche, die wirklich mal Unterstützung brauchen könnten. Und sei es nur dadurch, dass überhaupt mal jemand mit ihnen redet.

        ;Mir zum Beispiel hat es gut getan, dass ein Kollege – der männerrechtch überhaupt keine Ambitionen hatte – öfter mal nachgefragt hat, was denn nun mit meinem Kind sei. War mir unangenehm, aber ich hab ihm das mal bei einem Kneipengang erzählt. Das war gut, weil ich so überhaupt begonnen hab, darüber mal etwas zu sagen.

      25. Es ist auf jeden Fall schwieriger wie fürs Internet Texte zu verfassen. Wenn man bei Hilfe und Beratung anderer Väter ansetzen will, gibts es verschiedene Kristallisationspunkte, nicht nur den vafk. Wobei auch im vafk erstklassige Ortsgruppen existieren (Beispiel: Karslruhe, wo Franzjörg Krieg akiv ist).

        Andere Leute gründen selbst etwas, das geht vom lockeren Angebot zu Treffen (Beispiele mir bekannt, aber nicht per Mausklick im Internet erreichbar), bekannt gemacht durch ganz klassische Anzeigen bis hin zu etwas, das sich zu Vereinen mit Beratungszweck entwickelt, die manchmal ein erstaunlich hohes Niveau und damit Hilfequalität erreichen (Beispiel: Hamburger Väter). Auf allen Ebenen gibt es Beispiele, wie das laufen kann. Dazu muss man freilich mal über die Kommentarspalten hinauskommen. Das ist die wahre Hürde. Es ist verführerisch, allabendlich nach den Mühen des Tages einen satten Text zu verfassen und damit auch die echten Probleme sehr brav mental kanalisiert zu bekommen. Das werfe ich niemand vor!! man sollte sich aber darüber klar sein dass erst jenseits davon das Feld beginnt, nichtvirtuell aktiv zu sein.

        Andere Leute bewirken viel, indem sie bewusst ins Minus gehen. Aktivität muss nicht immer konstruktiv sein, sie kann auch auf der destruktive Scheine gewaltige Schubkraft entwickeln. Leute wie Detlef Bräunig werden nach vorne hin gerne als geistig einfach gestrickte Clowns belächelt, tatsächlich kosten sie durch ihre starke Multiplikatorwirkung dort Millionen, wo es richtig weh tut, nämlich in den klammen Gemeinden. Wegen solchen Taktiken ist die medial riesige aufgeblähte Unterhaltsvorschussverlängerung gekippt und kommt nun auch den Bund in der Verlängerung so richtig teuer. Geld ist die einzige Sprache, bei der auch die FamilienrechtstäterInnen in Rechtspflege und Politik etwas hören. Erzeugt Änderungsdruck, bleibt nicht brav, gebt euch nicht mit Kommentaren zufrieden!

      26. @ Fiete, Elmar Es ist eine Unterstellung, dass es Christian um einen „Randalefaktor“ ginge – und eine, die nichts bringt. Schließlich hat Christian deutlich gemacht, was ihn motiviert: Er hat den Eindruck,dass Väter sich mit Vorwürfen an Ämter, besonders aber an Gerichte selbst bescheuert präsentieren und ihren eigenen Interessen schaden.

        Ganz ehrlich: ich glaube, damit hat er recht. Es ist nun einmal eine ungleiche Machtposition, die nicht aufzuweichen ist. Wer einen guten Anwalt hat, hat es da leichter, weil der sich besser damit auskennt, wie man mit desinteressierten oder bornierten Richern umgehen kann. Wer keinen guten Anwalt hat, wird das kaum durch eigene Gegenwehr kompensieren können – dazu ist die eigene Machtposition einfach zu schwach und das Terrain zu unbekannt. Hilfreich können mancherorts auch Leute vom VafK sein, aber auch das ist Glückssache.

        Natürlich sieht Christian Väter damit sehr stark aus einer Außenperspektive. Leider sind aber die Bedingungen so, dass diese Außenperspektive zählt und die Perspektive der Väter selbst dagegen weit abfällt.

        Jedenfalls hat es in meinen Augen keinen Sinn, jemandem (hier: Christian) beleglos bestimmte Motive zu unterstellen, der sich deutlich selbst anders zu seinen Motiven geäußert hat.

      27. @Schoppe

        „Es ist eine Unterstellung, dass es Christian um einen „Randalefaktor“ ginge – und eine, die nichts bringt.“

        Nein, das ist eine Beobachtung, in Bezug auf die nicht nur wir hier übereinstimmen: Hinter den Kulissen wird erheblich gemailt und umorganisiert.

        Die Augen vor dem Problem zu verschließen, wird niemandem etwas nützen – auch wenn es erst mal angenehmer sein mag.

      28. @Lucas Schoppe:

        Du schreibst:
        “ Es ist eine Unterstellung, dass es Christian um einen „Randalefaktor“ ginge – und eine, die nichts bringt“

        Sicherlich ist es eine Unterstellung, aber ganz ehrlich, welche andere bleibt denn sonst noch?

        “ Schließlich hat Christian deutlich gemacht, was ihn motiviert: Er hat den Eindruck,dass Väter sich mit Vorwürfen an Ämter, besonders aber an Gerichte selbst bescheuert präsentieren und ihren eigenen Interessen schaden.“

        Ist das eine legitime Motivation, genau dieses, von ihm selbst an den Tag gelegte Verhalten ( nur eben, daß es hier scheinbar zu seinem Vorteil nutzen kann ) allen Vätern zu unterstellen, die sich nicht mal eben einen der teuersten Anwälte in D. leisten können?
        Woher stammt denn dieser Eindruck? Sicher, z.T. bestimmt direkt aus Hörsaal und Praktikum. Ich gehe mittlerweile davon aus, daß diese Gesinnung ( und etwas anderes ist es nicht ) hochrelevanter Lehrinhalt im Jurastudium ist.
        Aber wer zwingt ihn denn, diese radikal elternfeindliche Geisteshaltung zu übernehmen und zu seiner eigenen zu machen, dafür sogar wirre Lügenkonstruktionen in den Raum zu stellen?
        Mehr als eine fehlinterpretierte extreme Autoritätshörigkeit fällt mir dazu nicht ein, selbst beim besten Wohlwollen nicht.
        Er verwechselt bestenfalls Respekt und Obrigkeitsglauben.

        Ich habe – deshalb verweise ich ja mehrfach auf den zeitlichen Ablauf – seine „Vermutungen“ sachlich eindeutig widerlegt. Er übersteigert sie immer mehr, erklärt sie zu Tatsachen und wiederholt sie gebetsmühlenartig. Was übrigens im institutionellen Wesen quasi DIE übliche Methodik eltern- u. kinderfeindlicher Akteure ist.
        Warum?
        Welches tatsächliche Motiv hat ein angehender Jurist, der gerne als Blogger zu „Ruhm“ kommen möchte, sich komplett auf Argumenti ad hominem, ad personem, ad populum zu verlegen und somit, trotz der scheinbar „normalen“ ( eher wohl formellen ) Formulierungsweise, in wildes – rein rhetorisches – Gepöbel zu verfallen?
        Sieger sein, den Ruhm einheimsen auf der einen Seite und den anderen als Respektsperson platt machen, vernichten, auf der anderen Seite.

        Kurz: den Randalefaktor initiieren und bis zum geht-nicht-mehr ausreizen.

        Ich will ihm wohl zugute halten, daß er ein junger Mensch ist und v.dh. vielleicht seine Reflektionsfähigkeit nicht so richtig ausgebildet und im Griff hat.
        Aber er erweckt ja auch gezielt den Eindruck, als wäre er Jurastudent und nicht mehr im ersten Semester ( er deutet Praktika an ).
        Da erwarte ich zumindest, daß er sich mit Sachaussagen auseinandersetzt und nicht seine rhetorischen Fähigkeiten zum wilden Bashing gegen ganze Menschengruppen instrumentiert. Das ist doch genau das Verhalten, was wir ( also sagen wir mal „die Feminismuskritiker“ ), z.B. als „Geschlechterrassismus“ bis hin zu faschistoiden Auswüchsen immer wieder kritisieren.

        Nachdem ich ihm auf seinem Blog, mindestens drei- bis viermal erläutert habe – und zwar zunächst sachlich, freundlich und in Ruhe, daß ich eher viel zu lange immer wieder still gehalten habe, er aber in immer heftigere Lügereien verfiel, zieht er zu Man-Tau um und behauptet, ich würde Schulen stürmen und quasi mit der verbalen AK47 auf Lehrer losballern und ähnlichen hasserfüllten Unfug mehr.
        Er unterstellt, daß ich schon Wochen vor der ersten mündlichen Anhörung, mit einem höflichen Brief, nämlich ( ungefähr ) einer Schilderung des Tathergangs vom tätlichem Angriff der Mutter bis hin zur Kindesentziehung ( zumindest ungefähr diesem Zeitraum ), die Richterin quasi dazu gezwungen hätte, mir anzusagen, daß sie mein Kind und mich vernichten wird und, daß das gut und richtig so wäre. Daß die Anwältin, die zumindest passiv für die Gegenseite gearbeitet hat, das aus Verzweifelung getan hätte, weil ich sie angeblich gezwungen und befehligt hätte. Er unterstützt die abstruse Ansicht, eine RAin würde unter dem Befehl des Richters stehen und hätte den eindeutigen Auftrag, den Mandanten dahingehend an die Kette zu legen, daß der auf keinen Fall verfahrensentscheidende Fakten dem Gericht bekannt geben dürfe. Weder über seine „Rechtsvertretung“, noch selbst. Er macht sich diese Ansicht sogar ganz offen zu eigen.

        Jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch muß doch erkennen, daß das mindestens eine wutentbrannte kognitive Dissonanz ist.
        In meiner Welt und vermutlich auch über die Hälfte der Bevölkerung betreffend, nennt man das Arschlochverhalten, krankhaft, oder mindestens völlig idiotisch. Sorry, aber nach fast 60 Jahren ausgedehnter Kontakte durch fast alle sozialen Schichten, maße ich mir die Kompetenz an, das so deutlich zum Ausdruck zu bringen.
        Das heißt natürlich nicht, daß ich irgendeinen involvierten Menschen so angesprochen hätte ( das ist allein Chris‘ gezielte Pöbelei, kein normaler Mensch hätte das getan, eben deshalb unterstellt er es ja, um so einen „Psychopathen“ zu basteln ).
        Angesprochen habe ich es höchstens in solcher Form ( „die Arschlöcher wollen das Kind und mich einstampfen“ ) z.B am Tresen im Club. Und da hieß die Antwort in mindestens der Hälfte der Fälle etwa: „Kenne ich, ging mir sehr ähnlich, die Schweine sind krank im Kopf“. Was sich dadurch erklärt, daß Biker von Trennungsproblematiken eher überdurchnittlich oft betroffen sind ( da gibt es regelrechte philosophische Abhandlungen in Bikerkreisen zu ).

        Meine Erklärungen dazu bügelt er ab, mit: „Das sagen sie alle und immer“, nach der Methode:“Jeder der im Knast sitzt, behauptet natürlich, er wäre unschuldig, dabei weiß man doch, daß es in D. alles so optimal geregelt ist, daß praktisch nur Schuldige verurteilt werden können und die sogar noch viel zu viele mildernde Umstände bekommen“.
        Und ich wäre so ein Verbrecher, der zusammen mit VAfK und E.F.K.I.R. andere Eltern zu solchen Verbrechen gegen unschuldige Richter und RAe aufstachelt.
        Genau diese Aussage lässt er sinngemäß von Anfang an in sturer Penetranz als einzige immer wieder ab, ohne auch nur ein einziges Sachargument dazu anzuführen.

        W.h. Er benimmt sich wie ein allwissender Großinquisitor im Namen des Herrn.

        Natürlich gibt es auch unter den entsorgten Eltern(-teilen) Deppen, die sich benehmen wie die Axt im Walde. Bei manchen akut verständlich, bei anderen Vorschädigung. Das ist unbenommen. Und ich habe nie Zweifel daran gelassen, daß ich im gesamten Verlauf des ersten Verfahrens völlig ahnungslos war.
        Er behauptet aber ( und völlig hanebüchenerweise ), ich hätte derzeit ( schon ) als Haupt-Agitator für kinderfeindliche Terroristengruppen und Kampf-Experte gearbeitet. Daß das eine dreiste Lüge ist, ist ihm egal, er wiederholt es als heiliges Mantra.

        „Es ist nun einmal eine ungleiche Machtposition, die nicht aufzuweichen ist.“
        Das sagst Du und das sage ich. Chris behauptet, daß es quasi umgekehrt ist. Nämlich, daß die Väterterroristen ihre Macht über die lieben sozialen Helfer brutal ausüben und sich „der Staat“ nur mühsam dagegen wehren kann, indem er diese Terroristen rechtlich und wirtschaftlich vollständig vernichtet. Also, daß es sich dabei um einen humanitären Akt für die Kinder handeln würde.

        Und damit ist er ja überhaupt keine Ausnahme.
        Genau diese, sich institutionsintern aufschaukelnde Ideologie ist es doch, welche dafür sorgt, daß es in D. keinen funktionierenden Rechtsstaat gibt. Und das traditionell schon ( nein, das ist nicht den Nazis anzulasten, die haben das lediglich nahezu perfekt angewendet und propagandistisch ausgeschlachtet ).

        Anders gesagt: er verhält sich in Punkto Diskussion exakt so, wie die Profiteure am Kinder- u. Sorgehandel.

        Erst wird, wenn auch scheinbar höflich formuliert, höchstaggressiv und sachfrei herumgepöbelt, immer wieder übelste Nachreden abgefeuert, jeglicher zwischenmenschlicher Respekt verweigert. Bis der Gegenüber das auch deutlich und unter Aufgabe der eh schon verlorenen Respektsbasis erwidert. Und dann heißt es: „Siehste, hab ich doch gleich gesagt, das ist der Beweis!“
        Eine in Machtpositionen immer tödlich wirkende Kombination aus Circelschlüssigkeit, den drei magischen Regeln und insgesamt selffulfilling prophecy.

        Für die Realität ist da kein Platz, sie wird komplett bestritten, resp. ignoriert u./o. überzeichnet.
        Regel dieser Taktik ist: Niemals differenzieren, immer Absolutismen in den Raum stellen, egal wie dumm die sind.

        Im Familienrecht nennt man das: Immer ordentlich mit Dreck bewerfen, ein wenig wird immer hängenbleiben.

        Die Tatsache, daß es tatsächlich Verbrecher und Psychopathen gibt auf der Welt, reicht bei dieser Strategie vollkommen aus, um den so Angegriffenen zu einem solchen zu präjudizieren und letztendlich auch tatsächlich dejure zu verurteilen ( Schaffung einer juristischen Tatsache ohne Realitätsbezug ).

        Nun, Geld und Macht kann Chris durch mich direkt nicht erreichen, das ist wohl unzweifelhaft.
        Damit ist die Frage: „Cui bono?“, aber noch nicht beantwortet, obwohl er das sicher so darstellen würde.

        Naheliegend wäre, daß er sich ausprobieren und trainieren möchte, logischerweise als Jurist. Was bietet sich da an?
        Eben, der Randalefaktor!
        Einen Fall mittels der erlernten Tricks gezielt eskalieren, um so eine „Terrorargumentation“ als bestes probates Mittel durchzuexerzieren.

        Ich muß allerdings gestehen, daß ich mit so einer Vorgehensweise schon auf seinem Blog, nochmehr hier auf Man-Tau, nicht im Geringsten gerechnet habe, da ich mit Chris schon einige Jahre immer mal den einen oder anderen Kontakt hatte, seine Netzaktivitäten grundsätzlich schätzte und davon ausgegangen bin, daß wir gute Gründe haben, uns wie zivilisierte Menschen zu verhalten, zumal ich von einer gewissen Ähnlichkeit wichtiger Positionen ausgegangen bin. Z.B. in Punkto Gleichberechtigung, was in meinen Augen auch einen gewissen Reflektionswillen voraussetzt.
        Dem ist umgekehrt ganz offensichtlich überhaupt nicht so.

        Möglw. ist das der entscheidende Fehler meinerseits, ich hege die grundsätzliche Auffassung, daß ein gewisser Vertrauensvorschuss wesentliche eine Basis der Humanität ist.

        Nun gut, ich bin insofern gelegentlich immer noch etwas blauäugig ( und das will ich auch unbedingt bleiben ). Ich formuliere gern locker, bin „Angehöriger bildungsferner Schichten“, gebe das offen zu. Und mache mich gerade, wie man unter Bikern so sagt, w.h. ich nehme kein Blatt vor den Mund, ohne dadurch gleich in Respektsverluste zu verfallen.
        Manchem „Bildungsbürger“ der mittleren bis oberen Schichten ist das scheinbar zuviel, einige kommen damit offenbar nicht klar und sie reagieren verstockt und beleidigt.
        Möglw. stammt Chris aus solchen Kreisen und ist dementsprechend hart sozialisiert. Ich weiß es nicht.
        Da stellt sich aber die Frage, warum er nicht wenigstens versucht ein formelles Äquivalent zum „Gerademachen“ anzuwenden.
        Bspw.:
        „Sehr geehrter Fiete, ich wünsche, daß wir uns nur noch formell siezen, ausschließlich Sachpunkte streng formell erörtern, dafür aber en Detail, mit direker Beleganführung und ohne jede subjektive Wertung.“
        Würde zwar so ziemlich jede Diskussion ( unter Blogbedingungen ) endlos verlängern, aber wäre problemlos akzeptabel. Hätte, sofern er bereit wäre, sich selbst an diese Vorgaben zu halten ( was ich im Nachhinein für extrem unwahrscheinlich halte ), schon auf seinem Blog schon die Debatte sogar deutlich verkürzen können ( die Eskalation vermieden ) und für alle erheblich übersichtlicher gemacht. Und hier hätte es gar keinen Streit gegeben, da die Bedingungen ganz andere sind ( Posting eines subjektiven Kommentars ), da wäre höchstens ein Link zu seinem Blog als Ergänzung der Infolage sinnvoll gewesen.

        Statt dessen benimmt er sich wie der hinterletzte Stalker, kommt hinterhergerannt um mit den gleichen selbsterfundenen Tiefschlägen nachtretend herumzuhetzen. Daß die falschen Unterstellungen längst mehrfach widerlegt sind und ich hier versuchte, auszudifferenzieren wo Ahnungslosigkeit greift, was da an Gewohnheiten, wirtschaftlichen Hintergründen, Ideologien, systemisch bedingten Aspekten u.s.w. hinein spielt ( zumindest war das mein Plan ), ist ihm nicht nur egal ( das wäre ja noch in Ordnung ), sondern wird von ihm geziehlt in ein Circel-Game gezerrt und zwar brechstangenartig ( s.o. Kombi aus selbsterfüllender Prophezeihung, Circelschlüssigkeiten und den drei Zauberregeln – beschwöre oft, wiederhole oft, verstärke oft ).

        Ich bleibe dabei: Das ist reine Stimmungsmache, ohne ein wenigstens einigermaßen redliches Motiv.
        Anders gesagt, ein charakterliches wie moralisches, also ganz klar psychosoziales Defizit, vergleichbar mit pathologischem Narzissmus ( ohne damit jetzt eine fachliche Psychodiagnose abgeben zu wollen, sondern umgangsprachlich gemeint ).

        Die dumme Ausrede, daß er meinen würde, man müßte halt mal eben die Gesetzeslage ändern, dann wäre das alles kein Problem, ist einfach nur lächerlich, denn sie hat mit dem gesamten Vorgang ( spezieller Einzelfall vor Sept 2009 und Diskussion auf Blogebene 2017 ) nicht das geringste zu tun.
        Vom Nichtzutreffen als Argument mal ganz abgesehen, denn er selbst sagt ja, man könne mit diesem Systen durchaus arbeiten, was ich ebenfalls so sehe, nur können das im besten Interesse der Kinder ausschließlich absolut charakterfeste Menschen unter sehr hohem ( und z.T. durchaus riskantem ) Einsatz. Nicht jedoch irgendwelche karrieregeilen Opportunisten o.ä. Gestörte. Die würden sich durch bessere Gesetze nicht im geringsten abhalten lassen.

        In einem ( rein hypothetischen ) nahezu ideal funktionierenden Rechtsstaat würden Richter ( oder andere „Sozialprofis“ ), die wie Chris agieren, mit hoher Wahrscheinichkeit in relativ kurzer Zeit gefeuert und könnten sich Jobs außerhalb des sozialen Bereichs suchen. Und in dem Sinne muß natürlich versucht werden, Druck „auf Berlin“ auszuüben.
        Aber das betrifft reine Idealismen ( z.B. „Gerechtigkeit“, als ewig flexibler moralischer Wert ) und hat in der Diskussion über vergangene konkrete Fälle von institutioneller Kinderschänderei schlichtweg nichts zu suchen. Wenigstens kann es diese gezielte Kindesmißhandlung aus niederen Gründen keinesfalls rechtfertigen.
        Soviel Differenzierungsvermögen erwarte ich einfach von jedem Akademiker, auch schon von Studenten.

        Ich hätte gern in weiteren Texten mal ausgeführt, wie mir später tatsächlich auch die Kontrolle über mich selbst ( i.P. Rhetorik ) in Teilen entglitten ist, welche Symptomatiken da wie getriggert wurden, wie sich umgekehrt Hilflosigkeit in regelrechte Lähmungen verwandelt hat, wie die Profis da virtuos mit gespielt haben u.s.w..
        Aber wozu noch? Damit dann ein paar Leute auf Evochris‘ Blog verlinken, nach der Methode: „Habe ich doch gleich gesagt, gut, daß das Kind vor diesem Berserker gerettet wurde“?

        Der ganze Streit dreht sich doch um ein ganz einfaches Prinzipiendillemma:
        Ich sage, genau wie Du, oder Elmar, oder B.S. ( und viele andere ), daß eine Eltern-Kind-Beziehung, die von keiner internen Belastung getrübt ist ( externe sind gesondert abzuhandeln ) aus rechtlicher, aber auch gesetzlicher Sicht nicht willkürlich institutionell zerstört werden darf.
        Das gibt die Rechtslage ohne jeden Zweifel absolut vor.

        Chris behauptet: doch, sie muß sogar, sonst würde der Richter mindestens seinem rechtlichen wie gesetzlichen Auftrag nicht nachkommen, sondern sogar aktive Rechtsverweigerung betreiben.
        Nach der Methode: Reines Antragsrecht würde automatisch bedingen, daß der Antrag über das Recht gestellt wird, ohne Ansicht der Folgen und unter strikter Einbeziehung der persönlichen Probleme der beteiligten Institutionellen.

        Und das ist, schlichtweg Blödsinn, der oberhalb der ZPO mit überhaupt gar nichts zu begründen wäre.
        Selbst die rudimentärsten Rechtserkenntnisse sagen das unzweifelhaft und zwingend aus. Der nebulöse „Rechtsinstinkt“ eines jeden Normalbürgers ( im weitesten Sinne Common Sense ) gibt das auch vor. Und die derartiges betreffenden Fachabhandlungen über höheres Recht, Rechtsphilosophie und im Weiteren Rechtsdogmatik ebenso. Man könnte schon fast von „Reiner, objektiver Vernunft“ sprechen ( wobei natürlich klar ist, daß es die – streng genommen – nicht wirklich in dieser Absolutform geben kann ).

        Wir sagen ( sinngemäß ): Die Umsetzung von Recht ist ein gravierendes Problem, das interdisziplinär permanent bearbeitet werden muß, um nicht in schlimmste Verhältnisse abzurutschen ( grob gesagt – ich hoffe, daß ich da jetzt nicht zuviel unterstelle ).

        Chris sagt ( ebenfalls sinngemäß ): Das ist gar kein Problem, nur die Gesetze sollte man mal ein wenig genauer ausformulieren, dann funktioniert das quasi zwangsweise und absolut richtig. Und ansonsten wäre es besser Hundert Kinder zu vernichten, als niedere Vorschriften anzutasten ( wodurch er die „Unabhängigkeit“ der Richter zum Schwarz-Weiß-Phänomen erklärt, das schon einfachgesetzlich bestens geregelt ist und auch in der Praxis perfekt läuft. Schon allerdings seine rein persönliche Überformung einer einzigen Fallbetrachtung aus der Distanz beweist m.E. das genaue Gegenteil ).

        „Wer einen guten Anwalt hat, hat es da leichter, weil der sich besser damit auskennt, wie man mit desinteressierten oder bornierten Richern umgehen kann. Wer keinen guten Anwalt hat, wird das kaum durch eigene Gegenwehr kompensieren können – dazu ist die eigene Machtposition einfach zu schwach und das Terrain zu unbekannt. Hilfreich können mancherorts auch Leute vom VafK sein, aber auch das ist Glückssache.“

        Da sind wir uns alle fast einig, Chris unterstellt allerdings implizit, daß jeder einen guten Anwalt tatsächlich hat ( per se ) und der VAfK ( egal welcher Vertreter von welcher Ortsgrupe ) auch nur „so ein durchgeknallter Terrortrupp“ sei ( „alles randalierende Fietes“ ). Übrigens übernimmt er da recht genau die Schnittmenge der Meinungen von VAMv und djb.

        Hätte Chris wenigstens versucht, mal die harten Fakten zu extrahieren und nur die zu bewerten, was ja erste und oberste Aufgabe der Gerichte ist, wären ihm folgende Tatsachen unabweisbar geworden:

        1 – Die Mutter ist heimlich verschwunden ( daß man da auch List nahezu unausweichlich annehmen kann, ist dabei nicht einmal erheblich und habe ich auch nicht besonders erwähnt ).

        2 – Die Mutter gab in ihrer ersten amtlich erfassten Aussage an, daß es überhaupt keine Vater-Kind-Probleme gab, sie jedoch jeden Umgang in Zukunft verhindern wolle.

        Das wäre schonmal verfahrensleitende Faktenbasis gewesen ( in einem wenigstens halbwegs funktionierenden Rechtsstaat ). Da wäre dann höchstens zu hinterfragen und zu prüfen gewesen, ob sie massive Gründe gehabt haben könnte, in diesen Punkten zu Lügen ( echte Lebensgefahr bspw. ). Das hätte dann aber eigentlich nur noch unter Strafrechtsbedingungen erfolgen können, was auch logisch wäre, da es sich ggf. um dringende Verdachte von Offizialdelikten gehandelt hätte, die Weiterleitung an die Staatsanwaltschaft hätte also zwingend erfolgen müssen.

        3 – Die Mutter gab im selben Gespräch ( mit dem D.W. i.V. des JA ) an, sie wolle in die gemeinsame Wohnung zurückkehren ( ohne Angabe meines desbez. Status, aber man kann wohl nahelegen, daß sie davon ausging, daß ich die Wohnung zu räumen hätte – „der fliegt jetzt raus“, was sie Nachbarn ggü. auch bestätigte, aber das konnte Chris nicht wissen ).

        4 – Als ihr mitgeteilt wurde, daß sie, sofern nicht weitere massive Gründe dagegen stehen, sofort Umgang zu ermöglichen hätte ( und das ist schon eine sehr „milde“ Interpretation, der Gesetzeslage, eigentlich hätte sie das Kind unverzüglich herausgeben müssen, da eine Straftat nach §235 BGB zumindest als massiver Anfangsverdacht vorlag, aber zu den entsprechenden Beurteilungen wäre das JA natürlich nicht befugt gewesen ), gibt sie innerhalb von 10 Minuten an ( die Zeitspanne wußte Chris nicht ), daß sie jetzt doch nach Nds umzuziehen gedenkt und das JA damit seine Zuständigkeit verliert.

        Von der Tatsache mal abgesehen, daß sie das Kind ( gesetzlich ) gar nicht ummelden konnte ( GSR ) und somit der Zuständigkeitswechsel eine billige Nebelkerze war ( auf die aber alle prompt reingefallen sind ), reichen diese vier Punkte m.E. völlig aus, um den weiteren Verfahrensablauf – bis auf Details – zwingend vorzugeben.

        Chris geht in keinem seiner Kommentare, weder hier, noch auf seinem Blog, auch nur mit einer einzigen Silbe darauf ein.

        Statt dessen unterstellt er ein „Recht“ von RAin und Richterin, sich beleidigt zu fühlen, wenn ein Betroffener auf eben diese Tatsachen abstellt, welches sogar eine konsequente Trennung der Vater-Kind-Beziehung s.M.n. rechtfertigen würde.
        Und unterfüttert das mit Lügen, erfindet ein eA-Verfahren, konstruiert den Terroristen, der Lehrer grundlos anschreit, u.s.w. u.s.f.

        Kurz: Fakten und realistische Argumente sind ihm ein Gräuel, das Gerücht, daß es ja tatsächlich irgendwo Terroristen auf der Welt gibt, reicht ihm als Basis zur vollständigen familiären Existenzvernichtung, entgegen der objektiven Beweislage. Als Indiz gibt er an, daß ich ja ( angebl. im Blutrausch ) eigenmächtig gehandelt hätte. Warum ich das tun mußte, daß ich das bei praktisch null und nach langem Zögern erst angesetzt habe, ist wurscht, da es seine, oben schon erläuterten hanebüchenen Konstruktionen ( jeder hat per se einen guten Anwalt, Richter sind immer neutral, das Gesetz hat alles im Griff etc. ) ansonsten vollkommen ad absurdum geführt hätte.

        Er verfolgt damit exakt die Methode, die auch zum abschließenden Antrag der Verfahrenspflegerin geführt hat.
        Auch die schildere ich mal eben knapp:

        A – Zunächst hat sie ganz zart begleitete Umgänge angeregt ( soweit noch im Bereich des Möglichen, wenn auch wesentliche Aspekte ausblendend ). Das hat sie mit verzerrter, z.T. erlogener „Berichterstattung“ begründet.
        B – Dann hat sie sich eineinhalb Jahre lang an der Verhinderung derselben massiv beteiligt ( das wäre weder nötig noch erwünscht, die Bewachten Umgänge würden gut laufen und 14-tägig stattfinden ).

        C – Ihr Schlussantrag: Da die Umgänge nicht begleitet wurden, ist nicht auszuschließen, daß der Vater dem Kind während der Treffen bestimmte Verhaltensweisen zur Aufführung vor Gericht einbläut. Das wäre eine KWG. Der Umgang wäre also zukünftig auszuschließen.

        Methodisch betrachtet exakt das Muster, daß auch Chris hier durchgängig verfolgt. Der Rest seines Geschreibsels ist m.E. reine Makulatur.

        Und nur, um evtl. Verdachten, ich würde mir im Nachhinein etwas zurechtlügen vorab den Wind aus den Segeln zu nehmen, hier zwei absolut wörtliche Zitate, die ich gern schriftlich beweisen ( PDF vom Original ) und – wenn das nicht reicht – auch an Eides statt glaubhaft machen kann.
        Das erste ist die einzige Stellungnahme des Umgangsbewachers ggü. der ersten SV ( und hochwahrscheinlich der echte Grund, warum die Richterin das GA verworfen hat, da sonst ihr ganzer Plan wie ein Kartenhaus zusammengefallen wäre ), das Interview fand im Juni 2007 statt, das GA wurde im Oktober 2007 ausgehändigt:

        „Es gibt eine Erwartungshaltung der Mutter und die ist ganz offensichtlich, die Tochter soll sich genau so fürchten, wie sie selbst. lch erleb es dann, wenn die Tochter mit dem Vater im Spielzimmer ist, dann blüht sie richtig auf und der Vater auch. So, wie er mit ihr umgegangen ist, da gab es nichts dran auszusetzen.“
        ….
        „Das war durchgängig der Fall. Das Kind hat sich wohlgefühlt in der Situation mit dem Vater und ich hatte immer ein gutes Gefühl dabei. Meines Erachtens steht unbegleiteten Umgangskontakten des Kindesvaters zum Kind übers Wochenende, 14-tägig, nichts entgegen.“

        Das zweite ist der Kerninhalt der „ergänzenden“ Stellungnahme des DW i.V. des JA in NRW, vom 26.02.2007, also über zwei Wochen vor der ersten mündlichen Anhörung der Eltern:

        „lch nahm Kontakt zu Frau B. [ JA-MA NRW ] auf, die mir berichtete, Frau S. hielte sich im Frauenhaus Osnabrück auf. Sie teilte mir mit, Herr M. sei bei ihr gewesen und hätte keinesfalls einen gewalttätigen Eindruck hinterlassen. Er sei sehr besorgt um seine Tochter. Sie hätte in der Zwischenzeit mit Frau S. telefoniert und gefragt, ob sie eine Möglichkeit für Besuchskontakte zwischen Vater und Tochter sehen würde.
        Frau S. lehnte jeglichen Kontakt zwischen ihrer Tochter und Herrn M. ab.
        Frau B. fragte daraufhin Frau S., ob Herr M. irgendwann schlecht oder gewalttätig mit seiner Tochter umgegangen sei und ob sie ein solches Verhalten in Zukunft fürchten würde. Dies wurde in beiden Fällen von Frau S. verneint. Daraufhin teilte Frau B. Frau S. mit, gäbe es keinen vernünftigen Grund, Besuchskontakte zu verhindern. Frau S. beendete daraufhin das Gespräch.“

        [ … ]

        „Nach diesen Informationen setzte ich mich mit dem Frauenhaus Osnabrück in
        Verbindung. Da es um die Tochter ging, wurde ich an das Kinderhaus weiter
        vermittelt. Die dort zuständige Pädagogin war nicht zu sprechen. lch hinterließ eine Nachricht mit der Bitte um Rückruf. Kurze Zeit später kam dieser mit der sehr kurz und unfreundlich mitgeteilten Nachricht, ich hätte mit dem Fall nichts zu tun, man würde das Jugendamt Osnabrück einschalten.
        Nach Rücksprache mit dem Jugendamt [ NRW ] rief ich nochmal zurück und teilte mit, da Frau S. sich nur vorübergehend in Osnabrück aufhalten würde und dem Jugendamt (Frau B.) persönlich mitgeteilt hatte, sie wolle zurück nach L., läge die Zuständigkeit bei mir und ich bat um einen Gesprächstermin mit Frau S..
        Minuten später erhielt ich wieder einen Rückruf, Frau S. hätte sich jetzt
        entschieden, ihren Wohnsitz nach Osnabrück zu verlegen und somit wäre ich aus
        dem Geschäft. lch teilte dies Herrn M. mit und forderte ihn auf, sich mit dem
        Jugendamt Osnabrück in Verbindung zusetzen.“

        Damit sollten die Punkte 1-4 ( s.o. ) wohl schon mal ausreichend belegt sein.
        Interessant ist auch, wer da wann ( und vermutlich warum ) zum Gesprächspartner wird.

        Aber es geht noch etwas weiter:

        „[ … ] Am 31.01.07 erhielt ich einen Anruf von Frau K., Jugendamt Osnabrück [ Anmerkung Fiete: Frau K. war für mich derzeit noch nicht zu sprechen, trotz täglicher dringender Versuche seit rund einer Woche bei ihr persönlich ]. Wir tauschten kurz lnformationen aus. lch teilte ihr auch mit, daß Herr M. weder auf Frau B., noch auf mich einen gewalttätigen Eindruck gemacht hat. Frau K. berichtete mir, Frau S. sei zu Besuchskontakten zwischen Vater und Tochter nur bereit, wenn Herr M. unterschreiben würde, daß sie das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht erhielte. lch sagte Frau K., daß ich es für unverantwortlich von Frau S. halten würde, das Kind zu Erpressungsversuchen zubenutzen, um eigene lnteressen durchzusetzen.“

        [ … ]

        „lch habe keine persönlichen Kontakte zu Frau S., es fällt vom Rande des
        Geschehens folgendes auf: Auf Nachfrage vom Jugendamt [ NRW ] verneint Frau
        S. eine Kindesgefährdung durch den Vater. Als das Jugendamt [ NRW ] Frau S.
        mitteilt, dann gäbe es rechtlich keine Gründe, Besuchskontakte zu verhindern, teilt
        sie dem Jugendamt Osnabrück mit, sie sehe eine Kindesgefährdung. Frau S. teilte dem Jugendamt [ NRW ) mit, sie wolle zurück nach L. [ Wohnort des Kindes in NRW ]. Nachdem ihr das Jugendamt mitgeteilt hat, es gäbe keine Hinderungsgründe für Besuchskontakte zum Vater und ich versuchte, Kontakt zu ihr aufzunehmen, entschied sie innerhalb von10 Minuten, ihren Lebensmittelpunkt zukünftig nach Osnabrück verlegen zu wollen.
        Frau S. greift meines Erachtens zu allen Mitteln, Besuchskontakte von Herrn M. zu seiner Tochter zu verhindern. Sie nimmt sehr flexibel alles auf, was zur Verhinderung der Besuchskontakte nützlich ist und verändert auch kurzfristig Positionen, um dies zu erreichen.
        lch glaube, es sollte zumindest überprüft werden, ob ihre psychische Erkrankung hierfür ursächlich ist.“

        Anmerkung: Am 01.02.2007 ( einen Tag nach dem Gespräch zwischen DW – Unterzeichnerin dieses Zitats – und JA-Osnabrück, s.o., erster Kontakt meinerseits mit Frau K. ) rief mich Frau K. an und teilte mir mit, daß nur noch höchstens gelegentliche begleitete Kontakte erlaubt wären. Ohne Hinweis auf die Mutter, sondern als amtliche Anordnung!

        Na? Wer verhält sich da wie eine Wehrsportgruppe? Ich etwa?

      29. „§235 BGB “ muß natürlich „§235StGB“ heißen.

      30. @fiete

        „Ich gehe mittlerweile davon aus, daß diese Gesinnung ( und etwas anderes ist es nicht ) hochrelevanter Lehrinhalt im Jurastudium ist.“

        Nur damit keine Mißverständnisse entstehen: EvoChris hat auf seinem blog ml verkündet nach 3 Semestern Jura sein Studium abgebrochen und dann auf eine akademische Ausbildung komplett verzichtet. Das ist schon ein paar Jahre her.

      31. @ Elmar:
        „Nur damit keine Mißverständnisse entstehen: EvoChris hat auf seinem blog ml verkündet nach 3 Semestern Jura sein Studium abgebrochen und dann auf eine akademische Ausbildung komplett verzichtet. Das ist schon ein paar Jahre her.“

        Danke für den Hinweis, das wußte ich nicht.
        Und – ich kann es nicht anders sagen – mir fällt dabei der sprichwörtliche Stein vom Herzen.
        Ganz gewiss nicht aus Gehässigkeit, sonst hätte ich gesagt, ungefähr: “ Der Kerl hat ja defakto weniger Jura studiert als ich“, was natürlich so nicht ( ! ) ganz korrekt wäre.
        Aber für die Justiz, sowie davon betroffene Menschen ist es, davon bin ich persönlich überzeugt, besser so.
        Warum auch immer er abgebrochen haben mag.

      32. @Fiete

        „Warum auch immer er abgebrochen haben mag.“

        Darüber weiß ich nichts. Aber ich nehme an, nun verstehst du, warum ich jemanden, der nach dem Abi keine Affinität zu Naturwissenschaften hatte, nicht recht ernst nehmen kann, wenn er behauptet, „die Grundlagen der Biologie“ vestanden zu haben. Denn normale Leute benötigen dafür ein Studium der Biologie.

      33. @ Fiete, Elmar Das geht mittlerweile nur noch ins Persönliche und hat mit einer Sachebene bestenfalls alibimäßig etwas zu tun. Das hat keinen Sinn, und ich möchte auch nicht, dass hier über jemanden persönlich so hergezogen wird.

        Fiete, ich kann mir vorstellen, dass es für Dich sehr verletzend ist, was Christian geschrieben hat, deshalb hab ich auch gedacht, dass die Möglichkeit zu einer entsprechenden Entgegnung da sein muss. Nur ist das, was Christian schreibt, auf einer sachlichen Ebene sehr wichtig (dass er im Konkreten spekulativ arguemtiert, ist eine andere Sache).

        Denn in meinen Augen ist das gerade ein wesentlicher Punkt, der das Leben als Trennungsvater so ungeheuer scher machen kann. Einerseits geht es um Existenzielles, um den Kontakt zu den eigenen Kindern. Ganz gleich, wie er damit umgeht. Andererseits aber spielt die Perspektive des Vaters selbst fast keine Rolle – wichtig ist die Außenperspektive AUF ihn, nicht seine Perspektive auf die Situation.

        Und dieser Blick auf den Vater ist eben weder wohlwollend, noch ist es ein Blick auf gleicher Höhe – sondern ein Blick aus Hierarchiepositionen heraus (auch die Muter ist durch ihre rechtliche Bevorzugung hier hierarchisch weit überlegen) und ein missgünstiger Blick, geprägt von Unterstellungen.

        Vom „mirror of malicious eyes“ spricht Yeats in einem Gedicht, vom Spiegel boshafter Augen. Das ist natürlich ein Blick in den Spiegel, der umso mehr schadet – umso mehr, als es um Belange geht, bei denen er nicht einfach ignoriert werden kann.

        Denn das muss ein Vater schon lernen, wenn er sich in diesem Umfeld auf Dauer bewegen möchte: Zu realisieren, wie er gesehen wird von Menschen, die a. in Machtpositionen sitzen und die b. oft – auch wenn ihnen das gar nicht klar ist – starke allgemeine Vorbehalte gegen Väter haben.

        Das ist der Punkt, auf den Christian (so verstehe ich ihn) immer wieder hingewiesen hat: Daran zu denken, wie es AUSSIEHT, was Väter tun. Denn was es wirklich IST – oder wie es im Innern des Herzens GEMEINT ist: Das spielt im Kontext der Kindschaftssorgeinstitutionen oft keine große Role.

      34. @Schoppe

        „Das geht mittlerweile nur noch ins Persönliche und hat mit einer Sachebene bestenfalls alibimäßig etwas zu tun. “

        Dem kann ich nicht zustimmen: So wenig esz.B. undemokratisch ist, wenn sich eine Demokratie gegen Feinde der Dmokratie zur Wehr setzt, so wenig ist es Fiete vorzuwerfen, daß er sich gegen diejenigen wehrt, die jede ergebnisoffene und ertragreiche Diskussion unmöglich machen. Fiete tut dies sogar durch Argumente. Wenn du diese Argumente nicht verstehst oder nicht teilst, dann kannst du das ja darlegen. Denn du das würde es uns ersparen, darüber nachzudenken, welche Motive du haben könntest, Versuche, eine Diskussion wieder herzustellen, zu unterbinden.

      35. @Elmar

        „Nur damit keine Mißverständnisse entstehen: EvoChris hat auf seinem blog ml verkündet nach 3 Semestern Jura sein Studium abgebrochen und dann auf eine akademische Ausbildung komplett verzichtet“

        Ich habe so etwas nie verkündet.

      36. @EvoChris

        Oh, doch. Wer länger dabei ist, der kennt deine Geschichte.

      37. @Elmar

        Du magst es dir inzwischen so gewünscht haben, dass du es tatsächlich glaubst.

        Ich habe dazu aber schlicht gar nichts gesagt. Und das werde ich auch weiterhin nicht

      38. Vielleicht bist ja auch nur ein Kunstprodukt, eine Figur, erfunden von irgendjemandem, zu irgendeinem Zweck …

        Angesicht der Zeit, die diese Figur investiert, könnten es auch mehrere Leute sind … wie bei den feministischen accounts, die die wikipedia manipulieren…

        Genug Schaden richtest du ja an.

      39. @Elmar

        Auch das könnte alles sein, aber ich werde schlicht nichts dazu sagen

      40. @Lucas&Elmar,
        ich denke, Lucas hat recht, insofern, daß es wirklich zu persönlich wird. Was ich auf persönlicher Ebene sagen wollte, habe ich mehr als deutlich gesagt, das reicht denn auch, denke ich. Zumal es mittlerweile auch so viel war, daß Chris sozusagen jetzt erstmal am Zuge wäre. Ansonsten würde es unfair.

        Und Streit um des Streitens willen, macht wirklich gar keinen Sinn.

        Die Alibifunktion muß ich aber ( auch – da gehe ich vermutlich mit Elmar konform, denke ich ) zurückweisen. Ohne das implizit jetzt vom Vorzeichen her umkehren zu wollen, obwohl ich mir in dem Punkte gar nicht sicher bin.

        Ansonsten sprichst Du, Lucas, mir mit Deinem Kommentar praktisch durchgehend sprichwörtlich aus der Seele. Man könnte fast sagen: Danke für das Gratistransscript 😉
        Und das meine ich verdammt ehrlich!

        ( Soviel Süßholz muß mal sein, weil es so ist )

        Ich zitier mich mal durch, kann ich nich anders:

        „Fiete, ich kann mir vorstellen, dass es für Dich sehr verletzend ist, was Christian geschrieben hat, deshalb hab ich auch gedacht, dass die Möglichkeit zu einer entsprechenden Entgegnung da sein muss.“

        Und das ist nicht hoch genug einzuschätzen!
        Finde ich auch ziemlich mutig in dem Fall und räume ein, daß Chris mir die Möglichkeit grundsätzlich ( aber ) auch gelassen hat.

        „Nur ist das, was Christian schreibt, auf einer sachlichen Ebene sehr wichtig (dass er im Konkreten spekulativ arguemtiert, ist eine andere Sache).“

        Auch das erkenne ich durchaus an und es tut mir sehr leid, daß das immer mehr untergeht, was ich aber an der Tatsache ( m.E.! ) festmache, daß er eben nirgendwo auch nur Ansätze zeigte, das ganze inhaltlich insgesamt als Ironie o. wenigstens Sarkasmus zu kennzeichnen, oder wenigstens als irgendeine Spekulation. Ich hielt das von Anfang an, bis jetzt, für seine scheinbar völlig unbelehrbare, jedenfalls eigene Meinung, z.T. scheinbar ernsthaft nach der Methode zusammengeschustert: „Nix is so hart wie das Leben, alles ist möglich, nichts ist ( aktiv, wie passiv, also auch ‚es gibt kein „nichts“‚ ) – auszuschließen – und kann hemmungslos vorausgesetzt ( ! ) werden“.
        Und damit liegt er, unter dem Aspekt der relativen Begründungsfähigkeit betrachtet ( und zunächst mal nur unter diesem ), m.E. exakt auf dem Kurs derer, die ebenso leichtfertig professionell Familien vernichten. Das Buch „die Familie und ihre Zerstörer“ hat seinen Titel ja nicht grundlos, womit ich das Thema aber auch als persönliches endgültig abschließen will.
        Sofern er das akzeptiert.

        Inhaltlich wollte ich, im Endeffekt und rein grundsätzlich betrachtet, in etwa auf fast das gleiche raus, wohlgemerkt -rein grundsätzlich betrachtet. Nur, daß ich eben logischerweise von meiner eigenen, auch ( ! ) immer subjektiven Warte aus erzählen wollte – und – inhaltlich wesentlich präziser, in Hinsicht auf den Fall selbst ( da bin ich nunmal ganz objektiv, trotz aller Subjektivität, der einzige, na, wenigstens der bestinformierteste, Experte auf der Welt – isso…)

        Ich denke, das ist vorteilhaft, sonst hätte ich es gelassen. Zumal ich glaube, daß das zumindest für FamR-Betroffene und viele sonstige damit befasste, die am leichtesten zu verstehende Darstellungsweise ist.
        Da reicht „das Bißchen Jura“ ( auch bezogen auf zwei erfolgreiche Staatsexamen ) allein m.E. nicht ganz aus, wiewohl man da schon zumindest ein paar Prinzipien und konkrete Vorschriften und Rechte ( und dazu die dahinterstehenden Kommentare u.s.w. ) etwas genauer studiert haben sollte. Und das geht glücklicherweise auch ganz gut über das Internet, vermutlich sogar mit deutlich höherer Bandbreite, als in den allermeisten Unis.
        Nur – und auch da hat Chris ja nicht unrecht – da muß man kritisch sein und sehr vorsichtig. Nicht leicht im Trial&Errorverfahren, es gibt gigantische Mengen an Schrott im Netz.

        M.E. gehört ansonsten auch noch ein wenig Kinder- u. Erwachsenenpsychologie, -soziologie, am besten sogar noch ein paar in den psychiatrischen Bereich fallende Aspekte ( fliegen auch tatsächlich so rum, wer hat nicht schon mal den Namen Boch-Galhau gelesen, oder so), dann, was für Arten von z.B. Verfahrenspflegern, Verfahrensbeiständen, Ergänzungspflegern, Umgangspflegern, wat et da noch so allet Professionellet jibt, was die müssen, was die können, wodurch sie sich ansonsten i.d.R. unterscheiden ( können ), Aufbau einer Fallentwicklung, rechtliche Aspekte, juristische ( also besonders auch „jurisdiktive“, das ist ein interessanter Unterschied ) etc. pp. …. Und ganz sicher auch Training/Erfahrung, im weitesten Sinne.

        Dat is nich oooohne!

        Und das muß – wenigstens im ganz Groben, grundlegenden Überblick – eigentlich jeder im FamVerfahren auch idealerweise einigermaßen parat haben, sonst ist meist Würfeln statistisch gesehen sicherer und gerechter, auch insofern gehe ich übrigens mit Chris prinzipiell ( aber nicht aus rechtlicher, gesetzlicher o. sozialer Sicht ) konform. Das ist aber leider und logischerweise reichlich oft praktisch gar nicht der Fall ( mit dem „Durchblick“ ), andere Interessen überlagern das, oder eben Ignoranz. Oder auch einfach charakterliche Unreife, das scheint nicht selten so zu sein.
        Besonders bei den Betroffenen nicht, aber bei den übrigen Involvierten – realistisch betrachtet – selten so viel mehr.
        Klingt mies, weiß ich, rücke ich aber nicht von ab. Soll sich ja seit einigen Jahren angebl. langsam etwas bessern, aber das überzeugt mich bis jetzt noch nicht so wirklich. Liegt vielleicht auch daran, daß ich direkt vom Betroffenengeschehen nur noch wenig mitbekomme.

        ( Ich halte nur die faktenbasierte Darstellung dessen, gerade wenn sie Wertungen enthält, für diskutabler als die ähh … postfaktische, sagen wir rein fiktionäre, weil deren Wertungen – als solche – auch letztendlich nur Fiktionen sein können, die man nur annehmen o. widerlegen kann, wohlwissend, daß diese Darstellungsweise eben, auch auf institutioneller Ebene, gar keine Ausnahme ist, aber eben auch keine feststehende, o. der gar „vernünftige“ Regel, Gesetz o.ä., sie hat so gesehen „rein private, praktische Gründe“ – so, nu is aber wirklich Schluss mit persönlich… ).

        „Denn in meinen Augen ist das gerade ein wesentlicher Punkt, der das Leben als Trennungsvater so ungeheuer scher machen kann. Einerseits geht es um Existenzielles, um den Kontakt zu den eigenen Kindern. Ganz gleich, wie er damit umgeht. Andererseits aber spielt die Perspektive des Vaters selbst fast keine Rolle – wichtig ist die Außenperspektive AUF ihn, nicht seine Perspektive auf die Situation.“

        Unterschreib ich blind!
        Wie gesagt, ich habe schnell zwar kapiert, daß da irgendetwas ganz und gar nicht stimmt. Es hat aber schon länger gedauert, bis ich das wenigstens einigermaßen richtig einordnen konnte ( theoretisch! – praktisch werde ich das nie können, das gibt meine kleine Welt schon moralisch einfach nicht her ) – und genug Überblick ( und den noch am meisten ) und Wissen, um etwas halbwegs sicher erkennen u./o. probieren zu können, hatte ich praktisch den ganzen Prozessverlauf nicht.

        Aber ich kann sagen, daß der Prozessverlauf grundsätzlich irgendwie manipuliert war, was da also im ganz Groben abläuft, erstmal diffus systematisch, dann auch systemisch betrachtet und was jetzt „treffende Munition“ davon ist und was nicht, habe ich recht flott erfasst. Nur leider nützt das „nackt“ erstmal noch exakt gar nichts. Eher im Gegenteil.
        Man wird sehenden Auges ( ! ) am Nasenring durch die Manege gezerrt – und zwar heftig gezerrt. Das ist das perfide an der Sache, die durchaus z.T. auch ganz bewußte Provokation.
        Immerhin geht es ja gerade nicht um eine geschmacklose Kabarettsendung, sondern um Dein u. Deines Kindes verdammtes kleines Bißchen Leben, nicht mehr und nicht weniger!

        Oder, wie ich immer sage: Der beste Trick der Gegenseite ist deren Unglaublichkeit!
        Das isso, ich schwör!

        Und zwar auf multiplen Ebenen und Wegen. Praktisch, sozial, psychologisch, rechtlich, gesetzlich, gruppendynamisch, könnte man sicher noch ein paar Aspekte u. Kriterien mehr anführen.

        Auch und besonders in Bezug auf die Außensicht auf den betroffenen Elternteil ( Elternpaare scheinen es m.E.n. i.d.P. etwas besser zu haben ).
        Und das bekommt der mit.
        Nicht unbedingt in jedem Fall sofort, eher mit etwas Verzögerung, aber recht kontinuierlich und zumindest quantitativ recht genau, selbst wenn man manche Qualitäten davon – zumindest in den ersten Wochen und Monaten – nur mit Staunen irgendwie erfassen, wahrnehmen, aber nicht im geringsten klar erkennen, oder gar verarbeiten kann. Zu unglaublich, das gibt’s nicht!
        Man schüttelt den Kopf und würde am liebsten laut loslachen, nur: Das ist kein schlechter Witz, was einem da um die Ohren fliegt, nur das Niveau und das Prinzip sind ähnlich!

        Und ja, das zermürbt!
        Wie an anderer Stelle schon erwähnt, sagten mehrere Psychexperten mir, recht deckungsgleich: „Aber das ist doch ganz normal, Herr M., wenn das nicht so wäre, DANN müßten wir uns Gedanken über Sie machen“.
        ( Wertvolle Erkenntnis bezüglich dieser Experten, tatsächlich, nicht ironisch, auch über einen selbst, als Bestätigung „manifesten Wissens“ jedenfalls, aber konkret zu praktisch nix zu gebrauchen, weil eigentlich ’ne banale Binse ).

        „Vom „mirror of malicious eyes“ spricht Yeats in einem Gedicht, vom Spiegel boshafter Augen. Das ist natürlich ein Blick in den Spiegel, der umso mehr schadet – umso mehr, als es um Belange geht, bei denen er nicht einfach ignoriert werden kann.“

        Ich sehe das einfach mal metaphorisch, hab’s aber sowieso nich so mit Lyrik, aber, daß man die zu beobachtenden Ansichten und daraus resultierende Effekte, auch auf sich selbst, gar nicht ignorieren kann – und zwar schon mal überhaupt gar nicht – und, daß das schon dadurch natürlich das eigene Stresszentrum reichlich reizt, entsprechend dicker Hals aufkommt, ist ebenfalls unvermeidbar, soviel „Ommmm“ kann keiner ( Ausnahmen mögen die Regel bestätigen – können aber m.E. nicht allzu viele sein ).
        Und ich denke, manche nutzen diesen Effekt sehr gezielt, möglw. mehr Damen als Herren, aber das würde ich nicht beschwören.

        „Denn das muss ein Vater schon lernen, wenn er sich in diesem Umfeld auf Dauer bewegen möchte: Zu realisieren, wie er gesehen wird von Menschen, die a. in Machtpositionen sitzen und die b. oft – auch wenn ihnen das gar nicht klar ist – starke allgemeine Vorbehalte gegen Väter haben.“

        Ja! Leider! Denn das tut ggf. satt weh. Zumal es am Zusammenbruch des vorherigen Weltbilds hochprozentig beteiligt ist! Und auch das ist insofern: völlig normal!
        Man sieht en Detail, wie man von denen, von denen man dachte, man bezahlt sie, damit sie einem als Sozialexperten ( und damit meine ich auch die Juristen ) wichtige soziale Dienste leisten – und, daß die das in hohem Maße – wenigstens so ungefähr – auch zu tun versuchen, mal eben vom recht beliebten pazifistischen Familienvater zum monströsen Public Enemy umgestrickt wird, bandenartig und mindestens mittelfristig und zumindest teilweise unter autosuggestiver Verinnerlichung ( zumindest bin ich davon recht sicher überzeugt, anders ist manches m.E. gar nicht erklärbar ). Eine äußerst erstaunliche, geradezu wahnwitzige gruppeninterne Aufschaukelung. Stille Post ist lau dagegen, die spielen das z.T. mit verdammt offenen Karten, wenn man genauer hinschaut!

        „Das ist der Punkt, auf den Christian (so verstehe ich ihn) immer wieder hingewiesen hat: Daran zu denken, wie es AUSSIEHT, was Väter tun. Denn was es wirklich IST – oder wie es im Innern des Herzens GEMEINT ist: Das spielt im Kontext der Kindschaftssorgeinstitutionen oft keine große Role.“

        Wie schon gesagt, das sehe ich grundsätzlich sehr ähnlich! Wobei da jeder eigene Detailkriterien ansetzt.
        Eben deshalb hebe ich, wenn mal wer meine Meinung zu einem Fall wissen möchte, oder auch als Tipp „an alle“, der immer passt, darauf ab, daß man unbedingt seinen Kooperationswillen und die -fähigkeit herausstreichen MUSS! Sonst droht sofort die Querulantenfalle, wie auch hier ( nur war es mir hier wesentlich „egaler“ und scheint nicht so erfolgreich gewesen zu sein, was eigene Gründe hat ).
        Kommt dazu noch ein Verweis auf das Kontinuitätsprinzip, welches ein widerliches Gummiband an Interpretationsmöglichkeiten bietet – und zack! Kind, Sorge, Umgang – weg! Je nachdem, was der Richter daraus zu basteln gedenkt. Wenn er keine allzu blöden Fehler einbaut, wird die Beschwerdeinstanz das recht sicher locker durchwinken.

        Und Du hast keine Chance – als einzelner Vater ohne Background – wirklich gar keine – das wieder rauszureißen, weil den pechschwarzen Stempel auf der Stirn.
        Das ist, obwohl rechtlich das allerdünnste was es gibt, in der Praxis der betonhärteste Beschluss, den Du kriegen kannst, weil da – mit Verlaub – keine Sau mehr beigeht, der steht wie ’ne Eins!
        Und z.B. beim BVerfG bekomme erstmal erfolgreich Zugang, der allergrößte Teil der Fälle wird, nicht zuletzt auch wg. solcher u. ähnlicher Stempel, gleich in die Registratur verschoben und ist damit defakto erledigt.
        Da kannst Du noch so sehr winseln, daß der Stempel auf ursprünglich Verleumdung u. übler Nachrede aufbaut ( schon der Hinweis darauf ist u.U. ein absoluter Kardinalfehler ), das interessiert nicht, wird eher als Bestätigung betrachtet.
        Es ist dann – oft sicher ein für alle mal – zu spät!
        Verkackt das Ding!

        Entsprechend beliebt ist diese Taktik!
        Auch wenn sie eigentlich praktisch immer lächerlich ist, oft sogar ganz eindeutig grundrechtsnegierend – sie zündet!
        Sehr zuverlässig und probat.

        Also: Kooperationsfähigkeit und -willigkeit bei jeder Gelegenheit herausstreichen!
        Eher zuviel als zuwenig, kann insofern nicht falsch sein, aaaber ( ! ) immer so, daß man keine „offensichtlich“ falsche Schutzbehauptung draus basteln kann, weder implizit, noch explizit!

        Mein einziger inhaltlicher und ( nur ) insofern „allgemeiner Rechtsrat“, besonders an alle Väter!
        Der ist erlaubt, aufgrund seines allgemeinen, relativ subjektiven und v.dh. „unfachlichen“ Charakters, soweit ich weiß 😉

        Der in letzter Konsequenz wahrscheinlich beste, da bin ich sicher!

        Noch vor der „Schlipsregel“, obwohl die auch sehr oft nützlich und i.d.R. auch nicht allzu riskant sein kann.
        Und die finde ich total scheiße, habe mich noch nie dran gehalten ( ging auch nicht, hab gar keinen Galgenstrick plus „Zubehör“ ), aber, wenn’s hilft, der Zweck heiligt die Mittel …

        … isso, meine Meinung …

    2. @ Christian Grundsätzlich ist es ja wichtig zu überlegen, welchen Status ein Erfahrungsbericht eigentlich hat.

      Er kann keine objektive Untersuchung institutioneller Zusammenhänge sein. Auch in der Wiedergabe dessen, was geschehen ist, hätten andere Beteiligte in aller Regel andere Versionen. Der Bericht gibt aber wieder, was ein Mensch erlebt hat, wie er es erlebt hat und wie er sich das hinterher rekonstruiert. In dieser Hinsicht ist der Bericht nicht allein subjektiv, sondern hat einen Stellenwert auch für andere.

      Und natürlich macht sich ein Mensch damit auch angreifbar – daher hatte ich Fiete auch vorher gefragt, ob ich seinen Kommentar als Artikel einstellen kann. Das gilt umso mehr für Trennungsväter, von denen die allermeisten ohnehin verstummen und sich stillschweigend zurückziehen, wenn nach der Trennung die Mutter nicht mit ihnen kooperieren will. Es gibt ja für sie faktisch keine Hilfe – es sei denn, juristischen Beistand, der dann aber für jede Kleinigkeit sehr teuer ist.

      Deshalb finde ich es sehr wichtig, dass es Väter gibt, die IHRE Geschichten erzählen. Eine Gefahr liegt dabei auf der Hand: Das nämlich ihre Erzählung sofort vom Resultat her interpretiert wird. Wer den Kontakt zu den Kindern verloren habe, müsse ja wohl irgendetwas falsch gemacht haben….

      Natürlich findet sich dann auch immer etwas – vorausgesetzt, die Erzählung ist ehrlich genug.

      Das übersieht: Bei JEDEM Vater und JEDER Mutter würden sich im nachhinein Gründe finden, wenn man irgendwie rechtfertigen müsste, dass ihnen der Kontakt zum Kind genommen wurde. Ich kenne die Situation als Trennungsvater ja ganz gut und weiß: An einem Tag kann das eine Verhalten FALSCH sein, am nächsten Tag das entgegengesetzte. Hätte ich mich zum Beispiel immer an das angepasst, was die Mutter wollte, hätte ich den Kontakt zu unserem Kind vermutlich schon lange verloren. Hätte ich mich nicht angepasst, hätte ich ihn auch verloren. Dass ich den Kontakt noch habe, ist Resultat eines beständigen Eiertanzes – aber auch schlichtes Glück.

      Das heißt nicht, dass sich Väter nicht auch bescheuert benehmen können. Nur weiß ich eben ganz genau: Ich habe schon viele Ratschläge bekommen, oft gegensätzlich und widersprüchlich – manchmal auch widersprüchliche von derselben Person. Aber immer in der größten Überzeugung vorgetragen. Denn schließlich: Wenn ein Vater Schwierigkeiten hat, sein Kind zu sehen, dann muss er ja etwas falsch machen, oder?

      Wenn ein Vater merkt, dass er aus der Beziehung zum Kind immer weiter ausgeschlichen wird, und er nimmt das hin – dann wird er den Kontakt verlieren. Wenn er aber revoltiert, Rabbatz macht, Leuten im Jugendamt und Gerichte auf die Nerven geht – dann kann eben das als Grund angeführt werden, warum er den Kontakt zum Kind ganz zu Recht verloren hat.

      Erschreckend dabei – auch an Deinem Kommentar – ist die Selbstverständlichkeit, mit der Vertretern staatliche Institutionen das Recht zugestanden wird, Kinder und Eltern zu trennen. Das dürfte eigentlich nur dann möglich sein, wenn die Gefahr für die Kinder groß ist – und dann sind die Institutionen in Beweispflicht. Sich einfach auf „Sorge um das Kind“ zu berufen, reicht nicht – sonst könnte ich als Lehrer bestimmt zwei bis drei Mal die Woche Kinder aus ihren Familien rausholen.

      Wenn Fiete darauf hinweist, dass bei ihm der ihm nachgesagte Kontrollzwang niemals diagnostiziert worden sei, dann geht es eben darum: Es reicht hier, dass ihm institutionell ein Label verpasst wird, ohne dass dafür überhaupt ein Beleg vorliegt. Die Beweispflicht liegt aber bei der Institution, nicht bei dem, dem ein Label verpasst wird.

      Typisch finde ich an Fietes Bericht das Labyrinthische und die Ausweglosigkeit der Situation. Ich kenne Väter, die sich ganz anders verhalten haben als Fiete und die auch den Kontakt zu den Kindern verloren haben (was natürlich auch immer ihre Schuld war, irgendwie).

      Ich unterstelle den Menschen, die solche Strukturen schaffen, nicht einmal rundweg bösen Willen. Allerdings unterstelle ich, dass viele schlicht gar nicht reflektieren, was sie tun. Ein Kommentator zum Beratungsartikel hat ja zum Beispiel deutlich aufgeschrieben, welche Maßstäbe solch eine Beratung haben könnte. https://man-tau.com/2017/02/15/wie-man-vater-rausberat/#comment-9299 Das wäre eigentlich zu erwarten, dass sich ALLE im Beratungswesen mit solchen Maßstäben auseinandersetzen. Tun sie aber nicht.

      Was Richter und Anwälte angeht, reflektieren viel zu wenig, wo sie zu viel Macht haben – und wo sie schlichtweg nichts ausrichten können. Die einzige vernünftige Möglichkeit ist, die Verantwortung wo immer möglich an die Eltern zurück zu verweisen – was ein Kerngedanke des Cochemer Modell ist. Wenn sich Gerichte und Anwälte statt dessen an Stelle der Eltern zu den Herren der Situation machen, dann ziehen sich sich damit zu viel Macht zu – und sind sich gleichzeitig ihrer Grenzen überhaupt nicht ausreichend bewusst.

      Das Inhumane, Abstrakte, Grausame des Systems, das Fiete hier beschreibt und das nicht nur er so erlebt hat – das ist eben AUCH ein Resultat der Tatsache, das hier Verantwortungen, die vernünftig nur die Eltern tragen können, routiniert in Institutionen hinein delegiert werden. Die aber können mit dieser Verantwortung gar nichts anfangen.

      Antwort

      1. Stell dir mal vor es kommt ein neuer Schüler in deine Klasse. Von der Mutter angemeldet.

        Kurz danach steht der Vater im Lehrerzimmer und verlangt, dass du ihn hier anmeldest, er gehöre auf eine andere Schule. Du sagst damit hättest du nicht zu tun, es wäre nicht deine Zuständigkeit. Er schnauzt dich an, dass er dann ja auch das Kind aus der Klasse zurück entführen könnte. Du sagst schon wegen deiner Aufsichtspflicht, dass er das nicht machen werde, sonst würdest du die Polizei rufen müssen. Er sagt: bitte wählen Sie jetzt und hält die das Telefon hin.

        Daraufhin macht er dann noch eine Dienstaufsichtsbeschwerde und zeigt dich bei der Staatsanwaltschaft an. Wegen Beihilfe zur Kindesentführung. Außerdem führt er an, dass du als Beamter auf Probe nicht alleine unterrichten dürftest und macht eine weiter Anzeige. Kommt alles in deine Personalakte. Er erzählt dir, das alle anderen von Pädagogik keine Ahnung hätten und macht diverse Auskünfte zu deinen Unterrichtsekonzepten geltend.
        In der Situation erreicht dich ein Schreiben der Mutter. Es tue ihr Leid, dass du so viel Ärger mit ihren es hast, genau weil er so wäre habe sie es endlich geschafft sich von ihm zu trennen. Sie appelliert an dich, das Kind bloß nicht ab ihn herauszugeben, er sei verrückt, auf wenn er das Kind liebe, aber es sei auf lange Sicht einfach nicht möglich mit ihm zusammen zu leben. Man wolle das auch in einem Hauptverfahren klären, mit einem Gutachten.

        Am nächsten Tag geht noch ein Schreiben von ihm ein, dass du ja die Unterrichtskonzepte vorgelegt habe und das er das beim Elternabend in einer Woche ansprechen werde.

        Wie würdest du ihn einschätzen?

        Und wie einen Bericht in einem Blog über die Ereignisse unter der Überschrift „wie ein Lehrer mir mein Kind unaufhaltsam entzog“

      2. @ Christian Ich habe ja eingeräumt, dass es Gründe gibt, Kinder und Eltern zu trennen. Aber wenn staatliche Institutionen das machen, liegt die Beweispflicht bei ihnen, zu zeigen, das das nötig, sinnvoll und unumgänglich ist. Ich sehe in dem Bericht von Fiete aber lediglich Beispiele dafür, dass er Menschen auf die Nerven gegangen ist – was je nach Situation durchaus sinnvoll sein kann. Aber jemandem das Kind zu nehmen, weil er mir auf die Nerven geht, ist nicht legitim.

        Die Überschrift bezieht sich auf das Eindruck, es mit einem unaufhaltsam agierenden, zumindest durch den Vater nicht zu steuernden System zu tun zu haben. Diesen Eindruck habe ich auch schon gehabt, ganz unabhängig von Fietes Text.

      3. Der Staat trennt nicht. Er weist lediglich einen von beiden das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu und regelt, dass der andere Umgang bekommt – in Fietes Fall zunächst begleiteten Umgang.

        Der andere Teil kann jederzeit mehr gewähren, beide können jederzeit entscheiden, dass sie das Wechselmodell oder das nestmodell etc betreiben.

        Der Staat vermittelt nur in einem Konflikt, in dem einer der beiden, der der das Kind bei sich hat, das verhindert.

        Es ist keine Kindererziehung durch den Staat.

        Und: es war ja auch kein sauberer Fall. Fiete waren Gewalt etc vorgeworfen worden. In dem Moment greifen Schutzpflichten des Staates gegenüber dem Kind.

        Da werden üblicherweise dann ein paar Termine begleitet gemacht, wenn das gut klappt, dann wird ausgeweitet. So sollte es meines Wissens nach auch bei Fiete gemacht werden. Allerdings ist er anscheinend in der Zwischenzeit mit Anträgen und Beschwerden amok gelaufen.
        Dazu hat er noch angemerkt, dass er sein Kind ja auch zurück entführen könnte. Was soll denn der Richter da machen?
        Auf der einen Seite einer, der sich wie ein verrückter Querulant aufführt, der deutlich macht, dass er das Gericht hasst und es nicht anerkennt, auf der anderen Seite die Mutter, die im Vergleich wesentlich rationaler erscheint.

        Soll es den begleiteten Umgang aufheben und sich später vorhalten lassen, dass es doch klar war, dass der durchdreht, wenn was schiefgeht?

      4. Die Argumentation, der Staat würde ja nicht trennen ist bekannt – ich habe sie häufig von Personen der Helferindustrie gehört. Die Aussage ist etwa so wertvoll wie ein „der Staat hat die Tat ja nicht begangen“ auf deinen Protest hin, nachdem sich die Gefängnistür hinter dir für 5 Jahre schliesst, falschbeschuldigt und trotzdem verurteilt.

        „Der Staat vermittelt, er erzieht nicht“. Stimmt, wenn das Kind einem Elternteil entzogen wird. Er greift aber sehr massiv ein, wenn dieser Elternteil „ohne staatlichen Segen“ den Kontakt zum Kind wiederherstellt. Nimm als Trennungsvater das Kind einfach mal nach der Schule nach Hause, handel mal so eigenmächtig wie es die Mutter umgekehrt und unsanktioniert mit der Wegnahme gemacht hat. Für so was sind schon Hubschrauber zur Suche nach Vater und Kind angefordert worden.

        Der billigste Trick ist aber, egal was passiert dem Vater die Folgen für den Ereignisverlauf unterzujubeln. Er macht „zu viel“: Querulant! Er reagiert nicht gleich: „Hat kein Interesse!“ Er sagt was, anstatt sich still beleidigen zu lassen: „Hat sich nicht im Griff!“. Er holt sich Rat in öffentlichen Väterforen: „Zieht öffentlich über die Mutter her!“

      5. Ich habe selten so viele pejorative Voruteile und rechtliche Entstellungen gelesen, wie in diesem Kommentar. Und langsam frage ich mich, welches Motiv dahintersteckt. Unkenntnis in der Sache allein kann es kaum sein.

        „Fiete waren Gewalt etc vorgeworfen worden. In dem Moment greifen Schutzpflichten des Staates gegenüber dem Kind.“

        Keineswegs: Die Schutzplichten des Staates greifen erst dann, wenn diese Gewalt auch wirklich vorliegt, nicht aber schon dann, wenn irgendjemand das bloß behauptet. Denn der Vater hat natürlich bei gemeinsamem Sorgerecht – vor der Trennung – sehr wohl Rechte, in die der Staat nicht einfach eingreifen kann bei bloßen Behuptungen.

        „Allerdings ist er anscheinend in der Zwischenzeit mit Anträgen und Beschwerden amok gelaufen.“

        Hier wird der Standpunkt wiederholt, daß sich ein Trennungsvater seine Umgangsrechte verdienen muß – was bedeutet, daß er eigentlich keine hat oder keine haben sollte.

        „Dazu hat er noch angemerkt, dass er sein Kind ja auch zurück entführen könnte. Was soll denn der Richter da machen?“

        Versuchen, herauszufinden, was wirklich der Fall ist, was ernst zu nehmen ist und was inwiefern glaubwürdig ist. Das ist die zentrale Aufgabe eines Richter. Sie besteht hingegen nicht darin, bloßen Denkmöglichkeiten nachzugehen und vorauseilend diesen zu begegnen. Das ist übrigens immer so, denn die Funktion eines Richters, den Rechtsfrieden in der Gesellschaft herzustellen, wird nicht dadurch ausgefüllt, Konflikte künstlich von Amts wegen herzustellen. Würde es dennoch gemacht werden, läge ein klarer Fall von Amtshaftung vor.

        „Auf der einen Seite einer, der sich wie ein verrückter Querulant aufführt, der deutlich macht, dass er das Gericht hasst und es nicht anerkennt, auf der anderen Seite die Mutter, die im Vergleich wesentlich rationaler erscheint.“

        Gefühle oder Einstellungen dem Gericht über sind keine Rechtsgrundlage für ein Urteil. Auch der subjekte Eindruck von Rationalität stellen keinen eigenen Rechtsgrund dar. Worin das Motiv liegen könnte, solche Gerüchte zu streuen, ist mir rätselhaft.

        „Soll es den begleiteten Umgang aufheben und sich später vorhalten lassen, dass es doch klar war, dass der durchdreht, wenn was schiefgeht?“

        Ja. Wenn ein Gericht so entscheidet, daß es primär seine eigene Verantwortung minimiert, anstatt die Rechte der Beteiligten zu wahren und durchzusetzen (und das nachweisbar ist), dann führt das instantan zu disziplinarischen oder gar strafrechtlichen Konsequenzen wegen Rechtsbeugung.

        Ich halte es für keine gute Idee, wenn du hier dein Laienverständnis zu besten gibst. Denn es wimmelt darin vor Fehlern.

        Und ich sehe auch keinerlei Sinn darin. offen agitatorisch gegen Erfahrungsberichte vorzugehen. Aber vielleicht sagst du uns ja mal, was wirklich dahinter steckt?

      6. @Elmar

        „Keineswegs: Die Schutzplichten des Staates greifen erst dann, wenn diese Gewalt auch wirklich vorliegt“

        Das sieht der Staat anders, in ständiger Rechtsprechung. Es wäre ja auch bizarr, wenn eine zutreffende Risikoanalyse keine vorläufigen Maßnahmen erlauben würde

        „nicht aber schon dann, wenn irgendjemand das bloß behauptet“

        In diesem Fall wahrscheinlich eidesstattlich versichert, oder war das kein ea-Verfahren?

        „Denn der Vater hat natürlich bei gemeinsamem Sorgerecht – vor der Trennung – sehr wohl Rechte, in die der Staat nicht einfach eingreifen kann bei bloßen Behuptungen“

        Ins Sorgerecht greift er ja auch nicht ein, wenn er den Umgang regelt.

        „Hier wird der Standpunkt wiederholt, daß sich ein Trennungsvater seine Umgangsrechte verdienen muß – was bedeutet, daß er eigentlich keine hat oder keine haben sollte.“

        Nein, es wird lediglich anerkannt, dass es eine Gemengelage vieler Interessen und Rechte ist. Und das der Gesetzgeber als Hauptkriterium das Kindeswohl auserkoren hat.

        „Versuchen, herauszufinden, was wirklich der Fall ist, was ernst zu nehmen ist und was inwiefern glaubwürdig ist“

        Hat sie doch, mit zwei Gutachten. Aber in der Zwischenzeit muss natürlich auch das Verhältnis geregelt werden, während der Ermittlung. Deswegen begleiteter Umgang. Was auch gleich Ermittlung ist.

        .
        Gefühle oder Einstellungen dem Gericht über sind keine Rechtsgrundlage für ein Urteil. Auch der subjekte Eindruck von Rationalität stellen keinen eigenen Rechtsgrund dar. Worin das Motiv liegen könnte, solche Gerüchte zu streuen, ist mir rätselhaft.

        „Ja. Wenn ein Gericht so entscheidet, daß es primär seine eigene Verantwortung minimiert, anstatt die Rechte der Beteiligten zu wahren und durchzusetzen“

        Du vergisst immer das Recht des Kindes.

        “ (und das nachweisbar ist), dann führt das instantan zu disziplinarischen oder gar strafrechtlichen Konsequenzen wegen Rechtsbeugung“

        Die Anordnung von begleiteten Umgang ist in solchen Situationen Gang und gäbe

        „Ich halte es für keine gute Idee, wenn du hier dein Laienverständnis zu besten gibst. Denn es wimmelt darin vor Fehlern.“

        Ach Elmar, ist dir das nicht selbst peinlich?

        „Aber vielleicht sagst du uns ja mal, was wirklich dahinter steckt?“

        Habe ich dich oben

      7. @ Christian „Soll es den begleiteten Umgang aufheben und sich später vorhalten lassen, dass es doch klar war, dass der durchdreht, wenn was schiefgeht?“ ich glaube, das ist gerade die Falle, wenn die Verantwortung von den Eltern an Institutionen abgegeben wird. Dort entscheiden dann Menschen, die natürlich ein großes Interesse daran haben, sich gegen Eventualitäten abzusichern und dem Vorwurf der Fahrlässigkeit vorzubeugen.

        Ein Beispiel: Wenn sich Lehrer das Recht, eine Klassenfahrt zu machen, vorher von Richtern bestätigen lassen müssten, dann gäbe es vermutlich keine Klassenfahrten mehr. Denn die basieren grundsätzlich auf dem „Wird schon gutgehen“-Prinzip.

        Insgesamt finde ich die Schärfe der Diskussion hier schade – die Schärfe gegen Dich, aber eben auch Deine Schärfe gegen Fiete. Tatsächlich drückt sich hier ein Problem aus, das grundsätzlich ist, wenn es um Geschlechterthemen geht. Es gibt wohl Empathie mit Männern – aber kaum in einer Situation, in der sie vorwiegend ALS MÄNNER wahrgenommen werden. In solch einer Situation steht einerseits ihre Rolle als Versorger im Vordergrund (die Klagen über unterhaltsverweigernde Männer sind ja endlos) – andererseits die unterstellte Bedrohung, die von ihnen ausgeht. Sobald wir in Geschlechterkategorien denken, wird der Anrecht auf Schutz der weiblichen Seite zugeschoben.

        Dabei müsste hier ja eigentlich klar sein, dass ein Vater in einer Situation wie Fiete in einer verzweifelten Extremsituation ist, dass er Hilfe braucht – und dass die Erwartung unrealistisch ist, er solle umsichtig und gelassen agieren sowie allen anderen Beteiligten demonstrieren, dass er von ihrem guten Willen ausginge. Sicher – eben solch ein Verhalten ist wichtig, um erfolgreich zu sein. Es verkennt aber den ungeheuren Druck der Verhältnisse.

        In dieser Hinsicht bin ich Richtern und Anwälten gegenüber auch deutlich skeptischer als Du. Für die Situation nichtverheirateter Väter gilt das über viele Jahre hinweg nicht einmal – es war ja gerade der Clou der Menschenrechtsverletzungen, dass die nicht einmal eine Möglichkeit hatten, vor Gericht zu gehen.

        Aber alle Beteiligten arbeiten nun einmal in einem System, dessen Menschenrechts- und Verfassungswidrigkeit dokumentiert ist. Ist das jahrelang niemandem aufgefallen? Kommt wirklich niemand auf die Idee, das irgendetwas falsch läuft, wenn elterliche Auseinandersetzungen nie gelöst, sondern regelrecht gezielt über Jahre hinweg ausgebaut werden? Oder wenn sich alle beteiligten auf das „Kindeswohl“ berufen, aber nirgends eine operationalisierbare Definition dafür vorliegt?

      8. @Lucas

        „Insgesamt finde ich die Schärfe der Diskussion hier schade.“

        Dafür ist EvoChris selbst verantwortlich: Wer ohne Grund eine derartige polemische und männerfeindliche Rhetorik auffährt, darf sich nicht wundern, wenn keine Liebe erntet. Das ist bei Feministen genauso: Mäßigung wäre in diesem Fall ungerecht und unverdient, denn das Recht auf Mäßigung wurde durch eigenes Tun verwirkt.

      9. @elmar

        „ich glaube, das ist gerade die Falle, wenn die Verantwortung von den Eltern an Institutionen abgegeben wird. Dort entscheiden dann Menschen, die natürlich ein großes Interesse daran haben, sich gegen Eventualitäten abzusichern und dem Vorwurf der Fahrlässigkeit vorzubeugen.“

        ja und nein. Natürlich spielt das eine Rolle. Aber es kommt natürlich auch auf die Art der Vorwürfe und die erste Einschätzung des Richters an, was an denen dran ist. Und aus Sicht des Richters ist ein zunächst begleiteter Umgang auch eine sehr einfache Möglichkeit ein Feedback zu bekommen und Kritik zu entkräften: „Sehen sie läuft doch alles, da wurde nichts beanstandet, jetzt müssen sie es akzeptieren“.

        „Ein Beispiel: Wenn sich Lehrer das Recht, eine Klassenfahrt zu machen, vorher von Richtern bestätigen lassen müssten, dann gäbe es vermutlich keine Klassenfahrten mehr. Denn die basieren grundsätzlich auf dem „Wird schon gutgehen“-Prinzip.“

        Klar und die verantwortung ist gar nicht mal ohne. Aber der Fall liegt ja noch etwas anders: Ein Lehrer wird krank vor einer Klassenfahrt. Du springst ein. Er hatte einen Elternteil als Begleitperson, die er auch nicht kennt, aber sie hat sich freiwillig angeboten. Einige Zeit vorher geht ein Brief besorgter Eltern ein, dass sie wüßten, dass die Begleitperson schon mal bei einer anderen Freizeit Kinder geschlagen hat/sexuell belästigt hat/was auch immer. Deswegen wollen sie, dass du sie mit den Kindern nicht unbeaufsichtigt lässt oder besser eine andere aussuchst. Du triffst dich mit der Person und sie behauptet zuerst, dass du von Klassenfahrten und Erziehung keine Ahnung hättest, genau wie der Lehrer davor. Deswegen wolle sie ja mit, damit die Kinder erzogen werden. Sie möge Kinder sehr gerne, aber Lehrer seien nun einmal ein korrupter Haufen, da wäre Reformbedarf.
        Wie wohl ist dir bei der Klassenfahrt?

        „Insgesamt finde ich die Schärfe der Diskussion hier schade – die Schärfe gegen Dich, aber eben auch Deine Schärfe gegen Fiete.“

        Ja, wahrscheinlich hätte ich das besser kommunizieren sollen. Aber ich bin auch wirklich etwas entsetzt und halte es für höchst bedenklich.

        „Dabei müsste hier ja eigentlich klar sein, dass ein Vater in einer Situation wie Fiete in einer verzweifelten Extremsituation ist, dass er Hilfe braucht – und dass die Erwartung unrealistisch ist, er solle umsichtig und gelassen agieren sowie allen anderen Beteiligten demonstrieren, dass er von ihrem guten Willen ausginge. Sicher – eben solch ein Verhalten ist wichtig, um erfolgreich zu sein. Es verkennt aber den ungeheuren Druck der Verhältnisse.“

        Jein. Natürlich braucht er Hilfe. Aber er hatte sie ja auch, er nahm sie nur nicht an. Er hatte eine Rechtsanwältin. Die hat ja erst einmal nichts falsch gemacht. Auch die Richterin hat schlicht eine Regelung getroffen, die eine Ausweitung sehr leicht zugelassen hätte. Und wenn das Gutachten positiver ausgegangen wäre, dann wäre es auch zu einer anderen Entscheidung gekommen.

        Das wichtigste aber: Es ist eine Hilfe ihn einmal eine neue Sicht auf die Sache zu geben, in der er nicht der hilflose Spielball der Justiz ist. Sondern sein Verhalten zu beleuchten. Und es ist unglaublich wichtig die Nachteile seines Verhaltens anderen Vätern deutlich zu machen.

        Ich bin wie du glaube ich auch in Facebook in einigen Vätergruppen. Da kommen pausenlos Posts von Leuten, bei denen ich ganz klar sehe, dass sie sich selbst schaden, dass aber als sinnvollen Kampf gegen das System sehen. Ich sehe da Verbitterung und Kampf, der nur schaden erzeugt. Sie legen sich aus Unkenntnis mit allen an und leute ermuntern sie noch dazu.
        Da hat sich vielleicht auch bei mir einiges aufgestaut und Fiete ist jetzt der, der es abbekommt. Um so mehr, weil ich vermute, dass er gar kein Bewußtsein dafür hat, wie falsch seine Tipps sind und inwiefern er Leuten damit schadet

        Es ist aus meiner Sicht übrigens eine interessante Parallele zu dem Verhalten im Feminismus zu den Vergewaltigungsfällen:
        Dort würde man auch sagen „glaub doch erst mal dem Opfer, zu fragen, was es falsch gemacht hat ist victim blaming“ und man würde 2 (!) Gutachten gegen das Opfer auch beiseite wischen mit parteiischer Justiz und der Rape Culture.
        In einem Prozess eines Vaters wischen wir die Gutachten nunmehr weg, erklären, dass man Verständnis für seine Situation und seine subjektive Seite haben müsste und das er sich doch eben wehren können muss und was fällt dem Richter ein, dass so zu werten.

        „In dieser Hinsicht bin ich Richtern und Anwälten gegenüber auch deutlich skeptischer als Du“

        Das ist verständlich. Gerade wenn man das Recht dahinter und die Verfahren dahinter nicht versteht ist da sehr vieles schwer nachzuvollziehen. Und natürlich sind auch die Regeln in vielen Fällen ungünstig und natürlich verdienen Rechtsanwälte auch mit Verfahren Geld.
        Gerade deswegen finde ich es ja so wichtig sich mal in die Perspektive des Richters zu begeben und zu verstehen, wie er seine Entscheidung treffen muss. Die Sicht ist aus meiner Sicht zwingend notwendig.

        „Für die Situation nichtverheirateter Väter gilt das über viele Jahre hinweg nicht einmal – es war ja gerade der Clou der Menschenrechtsverletzungen, dass die nicht einmal eine Möglichkeit hatten, vor Gericht zu gehen.“

        Das ist etwas so wie „Frauen durfen ja früher auch nicht arbeiten gehen“. Es stimmt. Aber es ist auch seit einiger Zeit anders und kann dem einzelnen Richter auch nicht vorgehalten werden.

        „Aber alle Beteiligten arbeiten nun einmal in einem System, dessen Menschenrechts- und Verfassungswidrigkeit dokumentiert ist.“

        Das werden auch genug Leute über die Schule sagen. Bis vor kurzem durfte man noch prügeln! Und die Jungs werden von Lehrern systematisch benachteiligt, wie kannst du in einem solchen Unrechtssystem arbeiten?
        Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Gesetz erst einmal Gesetz ist. Erst wenn es für verfassungswidrig erklärt worden ist, ist es nicht mehr anzuwenden. Wenn ein Richter etwas für verfassungswidrig hält darf er es nicht einfach ignorieren, er müsste das Verfahren aussetzen und den Fall an das Bundesverfassungsgericht schicken. Die Position der Amtsrichter, dass sie so etwas niemanden aufdrängen und das das eine Frage der höheren Gerichte ist finde ich da angesichts hoher Pensen durchaus verständlich

        “ Ist das jahrelang niemandem aufgefallen? Kommt wirklich niemand auf die Idee, das irgendetwas falsch läuft, wenn elterliche Auseinandersetzungen nie gelöst, sondern regelrecht gezielt über Jahre hinweg ausgebaut werden? Oder wenn sich alle beteiligten auf das „Kindeswohl“ berufen, aber nirgends eine operationalisierbare Definition dafür vorliegt?“

        Das Rumhacken auf dem Kindeswohl als umbestimmten Rechtsbegriff halte ich übrigens auch für falsch. unbestimmte Rechtsbegriffe gibt es in vielen Normen und sie sind eine stärke des BGB, nicht eine Schwäche. Weil sie das Gesetz offen für einen gesellschaftlichen Wandel machen. Aber natürlich gibt es auch Kriterien für das Kindeswohl. Ich hatte sie neulich zitiert, insbesondere den Kontinuitätsgrundsatz etc.
        Sie gefallen den meisten Vätern nur nicht.

      10. Erstmal meinen herzlichen Dank an Dich, @Lucas Schoppe, für die saubere Bearbeitung des Textes! Das macht Sinn so, besonders die Zwischenüberschriften sind super. Warum bin ich da eigentlich nicht drauf gekommen? 😉

        Den verlinkten Kommentar von @Andreas Puderbach habe ich leider jetzt erst gelesen. Er bestätigt das, was auch von anderen Fachleuten zur FamR-Problematik angeführt wird, u.a. von Richtern a.D.. Jeder bildet sich irgendeine Zuständigkeit für irgendetwas ein und meint, nur so dürfe es laufen. Und blendet dabei wesentliches Grundwissen zum eigenen Job konsequent aus.
        Um einem Rechtspfleger in einem berliner Amtsgericht ungefähr drei Zeilen Proformatext zu diktieren, mußte ich mit dem Mann über eine halbe Stunde herumdiskutieren und jedes Mal fing der Depp sofort wieder an zu schreiben, hackte ungefähr sieben bis acht Zeilen in seine Schreibmaschine und war dann erstaunt, als ich sagte, daß das so nicht ginge, da ich lediglich eine formelle Ansage machen wolle, der eigentliche Inhalt müsse noch entworfen und mit den betroffenen Eltern abgestimmt werden. War dem Kerl einfach nicht begreiflich zu machen.

        Bei Chris sehe ich einfach nur noch eine extrem übersteigerte Fantasie in dem Bezuge. Er konstruiert sogar einen Fall mit einem Vater, der in die Schule stürmt und den Lehrer beschimpft, um Dir, Lucas Schoppe, seine wirre Meinung zu meinem Fall, den er immer noch nicht kennt ( selbst das von mir Geschriebene dazu hat er nicht wahrgenommen ), als „gut und richtig“ zu verkaufen.
        Dieses Konstrukt hat allerdings mit dem von mir hier eingebrachten Fall nix, aber auch gar nix zu tun, sondern ist das gleiche Konstrukt ( nur mit anderen Berufsbezeichnungen ), das er schon in den realen Fall unbekannterweise hineinfantasiert hat.

        Auffällig ist daran, daß er den einzig relevanten Aspekt konsequent ausblendet: Haben die Eltern die gemeinsame Sorge? Darf die Mutter, ohne Absprache mit dem Vater, das Kind von einer Schule ab- u. bei einer anderen anmelden?
        Interessiert ihn nicht, sondern allein sein komplett selbsterdachtes Bild von „Fiete als Pädagogenterrorist“ ist für ihn verfahrens- u. handlungsrelevant.

        Und damit sind wir beim Punkt Reflektion.
        Laut Chris reflektiere ich ich bis heute gar nicht, in keiner Weise.
        Das ist eine typische systemische Parallele, denn: Es ist Bestandteil der Tiefschlagsversuche, die ich in der realen Welt des Falles erlebt habe.
        Seltsamerweise hat aber kein einziger der wütend auf mich eindreschenden je die eigene Aktionsweise auch nur ansatzweise hinterfragt.
        Genau so hier. Chris wiederholt immer das gleiche gebetsmühlenhaft. Ob es einen realen Hintergrund hat, oder auch nicht, reflektiert er gar nicht. Selbst wenn ich es ihm in zehnfacher Ausfertigung zehnmal hintereinander widerlegen würde, würde er wieder seine falsche Unterstellung zur Basis seiner Argumentation machen.

        Deshalb hier noch einmal für alle:
        NEIN! Ich bin nicht ab 16.01.2007 mit dem Megaphon durch alle möglichen Institutionen Amok gelaufen. Auch nicht mit Waffen.
        Es gab eine zeitliche Abfolge der Verrücktheiten des Falles.
        Und ja, ich habe reagiert, mit zunehmendem Irrsinn im Fallverlauf auch radikaler.
        Aber immer rein reaktiv!
        Also so, wie es auch das deutsche Recht, in Anlehnung an das internationale, eindeutig vorsieht.
        W.h.: Zunächst bietet man jede mögliche Kooperation an, versucht jeden Ansatz, selbst faulste Kompromisse. Dann, also nach Versuch und Versagen sämtlicher milderen Mittel, bleibt nur die Steigerung, wobei die immer unter Zeitvorbehalt zu stellen, also nur so kurzfristig wie möglich in Erwägung zu ziehen ist. Danach wird geprüft und die Rücknahme der Maßnahmen als oberste Prämisse angesetzt.

        DAS ist die offizielle Formel für Eingriffe in Grundrechte!

        Das wußte ich derzeit natürlich noch nicht, aber mein ganz normaler „Rechtsinstinkt des einfachen Angehörigen bildungsferner Schichten“ reichte dafür vollkommen aus.
        Soviel soziale Grundbildung haben – da bin ich mir recht sicher – die meisten Mitbürger, auch wenn sie ihr Ghetto kaum je verlassen haben.

        Warum ist das so vielen Mitarbeitern sozialer Institutionen so unbekannt, resp. abhanden gekommen?
        Nun, ich vermute, es hängt mit dem gleichen Effekt zusammen, der auch die Blockwartmenthalität im dritten Reich beschreibt: gib einem Menschen ohne spezielle Vorbildung Macht, ermuntere ihn sie zu nutzen, und erspare ihm die Kontrolle, oder decke ihm sogar den Rücken, wenn er Mist baut.
        Das reicht!
        Er wird immer weniger reflektieren, seine Kompetenz weit überfordern und immer mehr Willkür anwenden.
        Wie auch Chris selbst feststellt, sind Richter auch nur Menschen.

        Ein reales Beispiel dazu ist die Remonstrationspflicht von Beamten.
        Kennt keiner? Macht nix! Kennt auch kein Beamter!
        ( Am ehesten vermutlich ausgerechnet ein paar „Reichsbürgern“ bekannt )
        Sie besagt nix weniger, als daß ein Beamter seine Arbeit verweigern muß, wenn er sicher ist, daß dieselbe erheblich und willkürlich in die Grundrechte anderer eingreift.
        Das gibt schon der Beamteneid auf das Grundgesetz vor.
        Interessiert Richter aber überhaupt nicht, denn sie scheinen im Studium zu lernen, daß Richteramtsprivilegien eine ganz tolle Sache sind, die man ausgiebigst nutzen sollte und nicht einfach ein notwendiges, streng zu beschränkendes Übel.
        Sind sie aber!

        Nun der historische Aspekt:
        Es waren Beamte der deutschen, holländischen, belgischen, französischen Staatsbahnen, die Kostennoten für unbezahlte Fahrkarten verschickten. An die Hinterbliebenen der in die KZ verschleppten Kinder ( der Erwachsenen sicherlich auch ). Sie taten nur ihre Pflicht und fühlten sich nicht zuständig, sich mit den humanitären Aspekten des Vorgangs zu befassen.
        TATSACHE!

        Sollte ein Mitleser zufällig mal miterleben dürfen, wie ein schreiendes, um sich schlagendes Kind von Polizisten unter Fußtritten aus einer Schule o. einem Kindergarten geschleift wird, weil irgendein Sachbearbeiter vom Jugendamt meinte, es wäre für dieses Kind nicht „Kindeswohl“ Eltern zu haben, die für es sorgen, möge er an diese Zeilen denken.
        Ähnliches passiert in D. täglich.
        Richter segnen es im Nachhinein blind vom Stapel ab.
        Und wenn es gelingt, z.B. durch „Herausnahme“ am Freitag und Informationsverweigerung, die Eltern am Montag zu erpressen, einen Hilfeantrag zur „freiwilligen Inobhutnahme“ zu unterschreiben ( und das gelingt in fast allen entsprechenden Fällen ), braucht es keinen Richter. Es war ja eine selbst beantragte Hilfemaßnahme, die rechtlich nahezu unangreifbar ist.
        Das Kind ist erstmal monatelang seinem Elternhaus entzogen und in der Zeit lässt sich eine wunderbare Geschichte einfädeln, die den Zustand auf Jahre perpetuiert.
        Einfach weil für das, was daran schlimm ist, keiner sich zuständig fühlt und das ganze Team sich über die erfolgreiche Arbeit des Kollegen freut. Und die Kooperationspartner auch, weil das Geschäft brummt.
        Denn eines haben unsere sozialen Bediensteten erfahrungsgemäß im Schnitt offenbar weit weniger, als jeder Penner an der Strassenecke.

        Charakter!

      11. EvoChris schreibt:
        „Er schnauzt dich an, dass er dann ja auch das Kind aus der Klasse zurück entführen könnte. Du sagst schon wegen deiner Aufsichtspflicht, dass er das nicht machen werde, sonst würdest du die Polizei rufen müssen. Er sagt: bitte wählen Sie jetzt und hält die das Telefon hin.“

        Er versucht hier, die im Eingangspost ( ursprünglicher Kommentar von mir ) getätigten Äußerungen zur durchgeknallten Jugendamtsmitarbeiterin aus Osnabrück zur glatten Lüge meinerseits zu erklären. Er unterstellt, ich hätte das JA gestürmt, die JA-MA angepöbelt und mit einer Entführung des Kindes gedroht, so daß sie die Polizei hätte rufen müssen.

        Woher er die Motivation nimmt, sich derartigen Horrormüll aus den Fingern zu saugen, entzieht sich meiner Kenntnis, ein redliches Motiv ist mir dazu jedoch absolut unvorstellbar.

        Tatsächlich lief dieser Kontakt, nach mehrwöchiger Verweigerung durch diese JA-MA, genau so, wie ich es geschildert habe:
        Ich wurde von ihr bepöbelt und bedroht und das Kind war jetzt bereits seit über 3 Wochen von der Mutter entführt. Ich habe lediglich versucht, darauf hinzuweisen – und zwar absolut höflich, obwohl mein Beistand von ihr bereits illegal rausgeworfen wurde – daß mein Kind und ich ein Herz und eine Seele waren, es entführt wurde und ich daran gern, mit ihrer Hilfe etwas ändern wolle.
        Die Nummer der Polizei wählte ich ( nicht sie ), nachdem sie einige Minuten lang stampfend und fluchend mit der Polizei gedroht hatte, um ihr den Wind aus den Segeln zu nehmen. Auch das tat ich absolut ruhig und ohne jede Aggression ihr ggü..

        Diese Story von Chris ist m. E. also rein als zweckdienliche Lüge zu verstehen.

      12. EvoChris schreibt:
        „Daraufhin macht er dann noch eine Dienstaufsichtsbeschwerde und zeigt dich bei der Staatsanwaltschaft an. Wegen Beihilfe zur Kindesentführung. “

        Er unterstellt damit, daß ich gleich nach den ersten Gespräch mit der osnabrücker JA-MA eine DA-Beschwerde gemacht und sie angezeigt hätte.
        Auch hier ist der Wunsch von Chris der Vater des Gedankens, genauer, sein überhöhter Adrenalinspiegel lässt ihn halluzinieren, bestenfalls.

        Meine einzige Reaktion auf die Bedrohung, Bepöbelung und die illegale umgangsausschließende Anordnung durch diese JA-MA war, daß ich das JA und das DW in NRW aufgesucht habe, um anzufragen, ob das JA Osnabrück denn jetzt wenigstens – wie versprochen – die Akten zum Fall angefordert hätte ( hat es nie ) und ob es nicht möglich wäre, die Elternarbeit nach §§17 u. 18 SGB VIII in NRW fortzusetzen. Was beide leider verneint haben.
        Da ich nicht wußte, daß das sehr wohl doch gegangen wäre, da das Kind in NRW offiziell immer noch wohnte ( Wohnortprinzip im Zivilverfahren ), gab es keine ( in Zahlen Null ) weitere Reaktion meinerseits auf diesen Zwischenfall mit der hochaggressiven JA-MA.
        Eine DA-Beschwerde wäre zwar möglich und auch sinnvoll gewesen, da sie pflichtkonterkarierend gearbeitet hatte und der Rausschmiss meines Beistands ( nach §13 SGB X ) illegal war, der eigenmächtige Umgangsausschluss durch sie ebenso, jedoch hatte ich erstens ganz andere Sorgen, nämlich z.B. zweitens, daß ich befürchtete, daß ich mit dieser JA-MA noch weiter gezwungenermaßen in Kontakt stehen müsse ( was dann ja auch der Fall war ).
        Und aus den gleichen Gründen hätte sich auch eine Strafanzeige naheliegend ausgeschlossen, allerdings kam ich sowieso nicht mal ansatzweise auf eine derartige Idee. Das erklärt sich schon dadurch, daß ich ein einfacher Bürger war, ohne je in einer Institution gearbeitet zu haben, deren Angestellten den dazu üblichen Berufsnarzissmus an der Tag legen ( Richter z.B. ). Denunzianten waren mir ein Gräuel und sind es heute noch, obschon ich selbst mittlerweile mehrfach von solchen Typen angezeigt ( und verurteilt ) wurde. Kein Grund in blinde Rachsucht zu verfallen.
        Ich machte mir „lediglich“ noch mehr Sorgen und das Kind.

      13. EvoChris schreibt:

        „@Elmar

        „Keineswegs: Die Schutzplichten des Staates greifen erst dann, wenn diese Gewalt auch wirklich vorliegt“

        Das sieht der Staat anders, in ständiger Rechtsprechung. Es wäre ja auch bizarr, wenn eine zutreffende Risikoanalyse keine vorläufigen Maßnahmen erlauben würde

        „nicht aber schon dann, wenn irgendjemand das bloß behauptet“

        In diesem Fall wahrscheinlich eidesstattlich versichert, oder war das kein ea-Verfahren?“

        En Detail:
        „„Keineswegs: Die Schutzplichten des Staates greifen erst dann, wenn diese Gewalt auch wirklich vorliegt“

        Das sieht der Staat anders, in ständiger Rechtsprechung. Es wäre ja auch bizarr, wenn eine zutreffende Risikoanalyse keine vorläufigen Maßnahmen erlauben würde“

        Da muß ich ( leider ) zustimmen. Bis Sept 2009 ( FGG ) mußte ( zumindest offiziell ) ein massiver Anfangsverdacht tatsächlich begründet vorliegen, um in Grundrechte von Kindern und Eltern so erheblich einzugreifen, laut BVerfG.

        Seit Inkrafttreten des FamFG reicht es, wenn 2 „insofern erfahrene Fachkräfte“ ( ISEF ), eine davon Jugendamtsextern, ein amtsinternes Teamgespräch in Gang bringen, um einen vagen Verdacht ( der konstruiert sein kann ) „glaubhaft“ zu machen. Damit gelten diese „Schutzpflichten“ dann als ausreichend begründet und es können die hoheitlichen Sonderfunktionen gestartet werden, inkl. gewaltsame Inobhutnahme.

        Allerdings ist das nirgendwo geschlechtsspezifisch ausformuliert. In meinem Fall ( noch nach FGG ) hätte das also bedeutet, daß das JA im Vorgriff auf einen zu erwartenden Beschluss, die Möglichkeit gehabt hätte, das Kind notfalls mit Gewalt wieder zurückzuholen, im Zweifel vorläufig in Obhut zu nehmen. Bei korrekter Anwendungsweise.
        W.h.: Wenn die harten Fakten Handlungsprämisse gewesen wären.

        „„nicht aber schon dann, wenn irgendjemand das bloß behauptet““

        Da gilt es zu differenzieren. Kurzfristig, bei möglicher „Gefahr im Verzuge“ kann eine Behauptung durchaus erster Initiationsgrund sein. Dann müßte aber sofort der Sachstand entsprechend geprüft und überhaupt erstmal umfassend ermittelt werden.

        Und insofern hat Elmar Recht, es gab ja nur ein – leicht als reine Boshaftigkeit erkennbares – Gerücht, wie durch mein Zitat aus der „ergänzenden“ Stellungnahme des DW i.V. des JA wohl klar zu erkennen ist.
        Die Sachlage wurde konsequent ignoriert, verschwiegen, teilweise sogar diametral negiert. Und in dem Punkt ist das Gericht eindeutig absolut hauptverantwortlich für den weiteren Verlauf.

        „In diesem Fall wahrscheinlich eidesstattlich versichert, oder war das kein ea-Verfahren?“

        Nein! Der einzige, der irgendetwas an Eides statt versichert war, war ich. Und auch eA-Anträge gab es ( lange Zeit später ) ausschließlich von mir, wie bereits mehrfach erwähnt.
        Gericht und sonstige Gegenseite haben eselsstur ihre beiden Hauptsacheverfahren ( SO u. UG ) durchgeprügelt. Allein schon, um Zeit zu schinden und so vollendete Tatsachen zu schaffen, an Recht und Gesetz vorbei.

      14. „„Denn der Vater hat natürlich bei gemeinsamem Sorgerecht – vor der Trennung – sehr wohl Rechte, in die der Staat nicht einfach eingreifen kann bei bloßen Behuptungen“

        Ins Sorgerecht greift er ja auch nicht ein, wenn er den Umgang regelt.“

        Doch, tut er. Das verstehen viele Juristen nicht, da scheinbar Sorge und Umgang vollständig und absolut juristisch voneinander abgekoppelt sind. Damit ist für sie die Sache erledigt.
        Defakto und in dem Punkte automatisch auch dejure ist dem aber keinswegs so.

        Da die gemeinsame Sorge von Anfang an bestand ( gSR-Erklärung frühestmöglich gegen den Widerstand einer Verwaltungsangestellten durchgesetzt ), die Sorge ohne Umgang nicht im Alltag ausübbar ist, ist hier der rechtliche Aspekt zu beachten. Denn auch und gerade die Alltagssorge ist, ungeachtet ihres „losen Charakters“ ( braucht nicht schriftlich erklärt zu werden, kann an jeden quasi automatisch übergehen ) , der wesentlichste Aspekt der Sorge überhaupt.
        Und der hebt i.d.Bez. ganz klar auf Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit ab. Auch in stehender Grundsatzrechtsprechung ( BVerfG ).

        Das bedeutet, da nicht begründet wurde, warum der BU erst nach Monaten anlaufen sollte, noch dazu ohne fachliche Limitierung o. Ausgestaltung, war die verpflichtende Wahl des kurzfristigsten und mildesten Mittels ( die ja von vornherein unter der Mißachtung des Wunsch- u. Wahlrechts schon manipulativ verzerrt war ), spätestens ab Juni 2007 ( endgültige Verweigerung der Begleitung, mehr als 6 Umgänge, Statement des Bewachers über seine Begründung der Verweigerung an die erste SV und Inkenntnissetzung des Gerichts darüber durch mich ) eindeutig nicht mehr gegeben.

        Das heißt, das Gericht hätte entsprechend neu regeln müssen. Ob es darüber irgendwie genervt ist, oder nicht, ist dabei völlig unerheblich.

        „„Hier wird der Standpunkt wiederholt, daß sich ein Trennungsvater seine Umgangsrechte verdienen muß – was bedeutet, daß er eigentlich keine hat oder keine haben sollte.“

        Nein, es wird lediglich anerkannt, dass es eine Gemengelage vieler Interessen und Rechte ist. Und das der Gesetzgeber als Hauptkriterium das Kindeswohl auserkoren hat.“

        Hier wird es bizarr. Die „Gemengelage“ wurde ja in dem Fall künstlich erzeugt, zumindest aber überformt. Private Interessen ( der Professionen ) haben da schon mal gar nicht hineinzuspielen . Waren aber, ganz eindeutig, Hauptfaktor der Entwicklung.
        Die Rechte waren recht einfach überblickbar, wurden aber nur fragmentarisch im Eigeninteresse wahrgenommen.

        Und, das sei am Rande erwähnt, da es in der Praxis wichtig ist, obwohl es offiziell gar nicht so ist: Der Unterschied zwischen einem professionellen „Kindeswohl“ und den besten Interessen des Kindes kam massiv zum tragen. Denn: ein „Kindeswohl“ ist unangreifbar, es ist eine freie Meinungsäußerung der jeweiligen Person auf insofern privater Ebene. W.h.: es ist durch die Meinungsfreiheit abgedeckt.
        Man könnte es v.dh. kaum überspitzt als „Lizenz zum Wildesauspielen“ betrachten.

        Die besten Interessen des Kinds hingegen sind sehr grob, aber ansonsten eindeutig in der UNkrk definiert ( festgestellt und niedergeschrieben ist genauer, da es sich um Naturrechte handelt ). Und gelten in D. als einfachgesetzlicher Teil des GG ( seit Mitte 2010 sogar absolut vorbehaltlos, die Vorbehalte greifen in meinem Fall aber eindeutig nicht ), der aber vorrangig sogar vor den grundgesetzlichen Rechten der Erwachsenen zu beachten ist, ebenfalls laut BVerfG.
        Eben das hätte schon gereicht, um bei konsequenter Umsetzung exakte Ermittlungen und Abwägungen zwingend zu begründen und auch den Zeitfaktor in’s Spiel zu bringen.

        Genau das wurde aber bewußt und mit deutlichem Vorsatz vollständig unter den Tisch gekehrt, um das vorher angepeilte Ziel mit Gewalt zu verfolgen.

        „„Versuchen, herauszufinden, was wirklich der Fall ist, was ernst zu nehmen ist und was inwiefern glaubwürdig ist“

        Hat sie doch, mit zwei Gutachten. Aber in der Zwischenzeit muss natürlich auch das Verhältnis geregelt werden, während der Ermittlung. Deswegen begleiteter Umgang. Was auch gleich Ermittlung ist.“

        Nein und nochmal nein.
        Sie ( die Richterin ), hat eben keine sachverständigen Gutachten bestellt, genau so wenig wie sie BU angeordnet hat. Beides habe ich ja selbst mehrfach beantragt, um eben „mir den Umgang zu verdienen“ wie Elmar es nennt, obwohl mir klar war, daß das rechtlich betrachtet unnötig ist. Den faulen Kompromiss bin ich eingegangen, nicht gern, wg. der bereits zu beobachtenden Schäden am Kind, aber um dem Grundsatz „Recht haben und Recht bekommen sind 2 verschiedene Paar Schuhe“ möglichst konsequent die Grundlage zu entziehen. Das war selbst mir ahnungslosen Hilfsarbeiter sehr wohl bewußt. Was ich nicht wußte war, daß dieser Spruch in der Amtsrealität eine völlig andere Bedeutung hat, als volkstümlich bekannt.

        Es wurde das erste GA bestellt, bei einer dafür per se völlig unbrauchbaren und extrem vom Gericht abhängigen Heilpraktikerin, um jede naheliegende Form von Ermittlungen scheinbegründet zu verweigern. Nach der Methode: „Ich lasse ein mir genehmes Beweismittel basteln, um dadurch zwei bis drei Telefongespräche und evtl. einen o. zwei anzuhörende Zeugen und Zurkenntnisnahme der bereits vorliegenden, resp. anzufordernden Akteninhalte unauffällig zu verweigern“.
        Beim zweiten GA war das sogar noch offensichtlicher, denn es ist auf den ersten Blick ein übel zusammengemurkstes Pamphlet und der SV hat schon vorab Fehler eingebaut, die ihn zwingend aus dem Spiel hätten herauskatapulieren müssen. Er gibt offen zu, bei aufmerksamer Lesart unmißverständlich, daß er ohne jede Substanz nach wütend vorgetragenen Gerüchten wild herumqualifiziert hat ( Vulgo: selbst aggressiv gepöbelt ). Und beschwört eine „Todesgefahr ( wörtlich ) für Mutter, Kind und letztendlich auch die involvierten Profis. Wohlgemerkt, ohne die Akten gelesen o. mich je gesehen, resp. gesprochen zu haben!

        „Aber in der Zwischenzeit muss natürlich auch das Verhältnis geregelt werden, während der Ermittlung“
        Selbstverständlich, wurde aber nicht!
        Weder geregelt, noch ermittelt.
        Es wurde eben, wie schon mehrfach betont, kein ( ! ) begleiteter Umgang angeordnet und auch keine Erkenntnisse des Bewachers abgefragt, oder vorliegende ( im GA ) beachtet. Das Gericht hätte diese „Zwischenstände“ aber im Juni 2007 zur weiteren Entscheidung zwingend heranziehen müssen, zumindest nachdem ich die dazugehörigen Sachstände dem Gericht mitgeteilt hatte.
        Hat es aber nicht, leicht erkennbar mit dem Tenor: „Ich bin genervt und kriege jetzt ’ne Krise“.

        „Deswegen begleiteter Umgang. Was auch gleich Ermittlung ist.“
        Wäre, wenn ….
        Ich sage ja, ich wurde verarscht ( s.o. ).

        „Gefühle oder Einstellungen dem Gericht über sind keine Rechtsgrundlage für ein Urteil. Auch der subjekte Eindruck von Rationalität stellen keinen eigenen Rechtsgrund dar. Worin das Motiv liegen könnte, solche Gerüchte zu streuen, ist mir rätselhaft.“

        Mir auch! Besonders wenn es sich um „Gefühle oder Einstellungen des Gerichts“, also der es verkörpernden Person handelt.
        Ganz so rätselhaft finde ich das aber mittlerweile nicht mehr. Hier kommen rein persönliche und ökonomische Aspekte in’s Spiel. Und, da Richter ja ihre „Unabhängigkeit“ rein menschlich aufbauen, nicht rechtlich, ist das Ergebnis vorhersehbar. Mangelnde Kontrolle, Kollegensolidarität und lange Gewohnheit erledigen der Rest.

        Daher meine Forderung ( nicht nur meine ) nach unabhängigen Ombusstellen, mit eigenen Prozessrechten und -pflichten ( was übrigens eine aktive wie passive soziale Kontrolle mit sich bringen würde – analog zur gSR und zur Doppelresidenz – und die wäre wahrscheinlich schon ein echter Paradigmenwechsel im Familiengericht ).
        Diese müssen für jeden anrufbar sein, dürfen aber nicht parteilich arbeiten, sondern haben ausschließlich zu beobachten und dabei die rechtlichen Aspekte besonders im Auge zu behalten. Sie sind in dieser Funktion in alle betreffenden Vorgänge zu involvieren und haben mit absolut vollständigen Protokollen zu arbeiten, die bei entsprechenden Folgeverfahren als Hauptbeweismittel zu verwenden sind.

        „„Ja. Wenn ein Gericht so entscheidet, daß es primär seine eigene Verantwortung minimiert, anstatt die Rechte der Beteiligten zu wahren und durchzusetzen“

        Du vergisst immer das Recht des Kindes.“

        Ich aber nicht. Ich gehe konsequent von den Kinderrechten aus.
        Und Elmar hat m.E. Recht. Denn es geht um nix anderes, als Verantwortung so hin- u. her zu delegieren, daß sie verschwindet, als „menschlich verständlich“ darstellbar wird, jedenfalls der Richter sagen kann: „Ich kann doch gar nichts dafür“.
        Doch kann er, denn er ist es, der diese Vertuschungen zulässt, anregt, oder sogar selbst aktiv initiiert u. begeht.

        „Die Anordnung von begleiteten Umgang ist in solchen Situationen Gang und gäbe“
        Wäre! Ist es aber leider nicht ( s.o. ).
        Wobei Gewohnheit übrigens auch nicht als Rechtsgrund zu betrachten wäre.
        Ich habe mal gewagt, das als Schlendrian zu bezeichnen, das wurde als „Beweis“ einer Beleidigungsabsicht strafrechtlich verwertet.

      15. @Lucas Schoppe:

        „@ Christian „Soll es den begleiteten Umgang aufheben und sich später vorhalten lassen, dass es doch klar war, dass der durchdreht, wenn was schiefgeht?“ ich glaube, das ist gerade die Falle, wenn die Verantwortung von den Eltern an Institutionen abgegeben wird. Dort entscheiden dann Menschen, die natürlich ein großes Interesse daran haben, sich gegen Eventualitäten abzusichern und dem Vorwurf der Fahrlässigkeit vorzubeugen.“

        Absolut richtig erkannt, Lucas. Im speziellen Fall standen da zwei Wahrscheinlichkeiten einander gegenüber.
        Einmal die, daß da ein Rocker, der sämtliche Bedingungen aller negativen Klischees erfüllt ( alkoholsüchtig, permanent hochaggessiv, kriminell und mehr als gewaltbereit, erziehungsunfägig sowieso u.s.w. ), implizit ( die Exe arbeitet sehr erfolgreich hochsuggestiv, um sich den Bonus zu „verdienen“, sie hätte noch untertrieben ) als Gefahr für Mutter und Kind zu bearbeiten wäre.

        Zum anderen die, daß eine wg. psychischer Störungen verrentete Frau unter Begehung von heimtückischen Straftaten und ohne realen Grund, das Kind enteltert und sich damit an unbekannte Orte abgesetzt hat, welche erst offen zugibt, daß es dafür keinen real begründbaren Hintergrund gibt, sondern sie aus niederen Motiven dem Kind den Vater vollständig entziehen will, dann, als ihr erklärt wird, daß das so nicht geht, in wilde, vage und völlig nebulöse Beschuldigungen verfällt.

        Ersteres wäre leicht zu überprüfen gewesen. Das vom JA ( O-brück ) versprochene – nie erfolgte – Anfordern der Akten des JA ( NRW ), Augenscheinnahme der Wohnung des Kindes, max. die Befragung der Nachbarn, hätte das Konstrukt pulverisiert.

        Zweiteres ist heute noch einzige tatsächlich bewiesene faktische Grundlage des Falles.

        Ein ganz kleines Bißchen Wahrscheinlichkeitsrechnung und Ermittlungsmethodik sollte man doch selbst „reinen Juristen“ schon auf „normalmenschlicher Basis“ abverlangen können, oder?
        Scheinbar fällt das aber jedem „Penner an der Ecke“ leichter, als einem sehr großen Teil studierter Juristen. Warum auch immer, sicherlich spielen da auch berufsalltägliche Dinge mit hinein.
        Jedenfalls wurde ersteres fantasievoll bis zum Gehtnichtmehr aufgepumpt, zweiteres mit dem aufgepumpten Müll dick zugekleistert.

        „Ein Beispiel: Wenn sich Lehrer das Recht, eine Klassenfahrt zu machen, vorher von Richtern bestätigen lassen müssten, dann gäbe es vermutlich keine Klassenfahrten mehr. Denn die basieren grundsätzlich auf dem „Wird schon gutgehen“-Prinzip.“

        Und das ist grundsätzlich gut so!
        Denn das ist das wichtigste Prinzip, nachdem die Alltagssorge funktioniert.
        In allerletzter Konsequenz bauen UNmrk u. -krk ihre kindschaftsrechtlichen Aspekte vollständig auf dieser jahrtausendealten Erfahrung auf.
        Das BVerfG sagt dazu, daß ein Kind kein Recht auf ein optimales Aufwachsen hat, sondern, daß man davon ausgehen kann und muß, daß i.d.R. alle daran beteiligten Menschen ihr möglichstes, oder zumindest das nötigste geben, um dem Kind zu ermöglichen, für sich selbst eine Art „Maximalwert“ herauszuholen.
        Etwas Schwund ist immer.

        „Dabei müsste hier ja eigentlich klar sein, dass ein Vater in einer Situation wie Fiete in einer verzweifelten Extremsituation ist, dass er Hilfe braucht – und dass die Erwartung unrealistisch ist, er solle umsichtig und gelassen agieren sowie allen anderen Beteiligten demonstrieren, dass er von ihrem guten Willen ausginge. Sicher – eben solch ein Verhalten ist wichtig, um erfolgreich zu sein. Es verkennt aber den ungeheuren Druck der Verhältnisse.“

        Auch den gesellschaftlichen Gruppendruck an Unis und in Behörden und Gerichten, will ich meinen. Man lügt sich Vorurteile schön, um es mal in Ghettodeutsch zu sagen.
        Und schafft damit schonmal asymmetrisches Recht.
        Denn ( leicht überspitzt formuliert ) ein Bankangestellter, Pastor, oder Studienrat ) kann sich seine Sonntagskluft anziehen und wohlduftend als Gesprächspartner erscheinen.

        Ein prekärjobbender Typ in schwarzem Leder, der bei 4° Celsius im strömenden Gewitter mit dem Moped angerauscht kommt und triefend schief auf dem Amtsstuhl herumhängt, nicht.

        Wenn ersterer sagt: „Ich mache mir solche Sorgen um das Kind, die Mutter ist psychisch gestört“, wird das eher als glaubwürdig betrachtet.

        Bei zweiterem ist es leicht, das zur „typischen Rache-Strategie in Gangsterkreisen“ umzustricken.
        Und genau das wird auch gemacht.

        „In dieser Hinsicht bin ich Richtern und Anwälten gegenüber auch deutlich skeptischer als Du. Für die Situation nichtverheirateter Väter gilt das über viele Jahre hinweg nicht einmal – es war ja gerade der Clou der Menschenrechtsverletzungen, dass die nicht einmal eine Möglichkeit hatten, vor Gericht zu gehen.“

        Und auch das ist in der Praxis manipulierbar, lässt sich defakto „wasserdicht“ machen.
        Der Richter im zweiten Verfahren 2010 ( wörtlich im Dezernatsbeschluss ):

        „Bei allem Verstänsdnis über die Verzweiflung des Vaters über den Abbruch der Kontakte zwischen dem Kind und ihm wird es doch zuallererst seine Aufgabe sein, die auf seiner Seite liegenden Voraussetzungen für eine Wiederanbahnung von Kontakten zu schaffen. Hierzu gehört beispielsweise eine detaillierte Stellungnahme eines in Psychiatrie erfahrenen Arztes, dass die im Beschluss des AG- Osnabrück aufgezeigten psychiatrischen Störungen und Persönlichkeitsstörungen gerade nicht – bzw. nicht mehr – vorliegen.“
        ….
        „Selbst wenn zudem das Kind den Wunsch nach Wiederanknüpfung von Kontakten zum Vater geäußert hätte, was vorliegend nach Aussage der Ergänzungspflegerin gerade nicht der Fall war, hätte das Gericht dem Wunsch des Vaters nach Wiederanknüpfung der Kontakte – auch in begleiteter Form – nicht entsprochen, solange nicht die o.g. Voraussetzungen auf Seiten des Vaters geschaffen sind.“

        W.h.: Ohne ein Privatgutachten ( teuer ), welches Bedingungen erfüllen muß, die völlig unrealistisch sind ( das macht in der verlangten Form garantiert kein seriöser Arzt ) braucht der Vater gar nicht erst versuchen erneut Anträge zu stellen. Und das Kind auch nicht.
        Übrigens war die erwähnte Ergänzungspflegerin die gleiche, die im ersten Verfahren als Verfahrenspflegerin der Gegenseite bestellt war.
        Überflüssig zu erwähnen, daß nach drei Jahren massiver Gehirnwäsche und desbez. auch Einwirken dieser Person, wohl kaum ein mittlerweile sechsjähriges Kind offen in Opposition gegangen und Umgänge verlangt hätte.

        „Aber alle Beteiligten arbeiten nun einmal in einem System, dessen Menschenrechts- und Verfassungswidrigkeit dokumentiert ist. Ist das jahrelang niemandem aufgefallen? Kommt wirklich niemand auf die Idee, das irgendetwas falsch läuft, wenn elterliche Auseinandersetzungen nie gelöst, sondern regelrecht gezielt über Jahre hinweg ausgebaut werden? Oder wenn sich alle beteiligten auf das „Kindeswohl“ berufen, aber nirgends eine operationalisierbare Definition dafür vorliegt?“

        Eben das ist die zentrale Frage, vor welcher die Verantwortlichen einfach weglaufen.
        Und das nicht, oder nicht nur, aus Angst vor zukünftig „zu verlierenden“ Fällen.
        Sondern nicht zuletzt, weil es sehr lukrativ ist.

      16. EvoChris schreibt:
        „@elmar

        „ich glaube, das ist gerade die Falle, wenn die Verantwortung von den Eltern an Institutionen abgegeben wird. Dort entscheiden dann Menschen, die natürlich ein großes Interesse daran haben, sich gegen Eventualitäten abzusichern und dem Vorwurf der Fahrlässigkeit vorzubeugen.“

        ja und nein. Natürlich spielt das eine Rolle. Aber es kommt natürlich auch auf die Art der Vorwürfe und die erste Einschätzung des Richters an, was an denen dran ist. Und aus Sicht des Richters ist ein zunächst begleiteter Umgang auch eine sehr einfache Möglichkeit ein Feedback zu bekommen und Kritik zu entkräften: „Sehen sie läuft doch alles, da wurde nichts beanstandet, jetzt müssen sie es akzeptieren“.“

        Eben!
        Und das habe ich ja schon detailliert behandelt.
        Wenn der Richter gerade keinen BU anordnet, sondern nur so tut als ob, um Feedback selbst aktiv zu verhindern und wilde Beschuldigungen maßlos aufzupumpen, dreht sich diese Ansicht um 180°.
        Aus:
        „Sehen sie läuft doch alles, da wurde nichts beanstandet, jetzt müssen sie es akzeptieren“

        wird dann: „Sehen Sie, mein Plan läuft doch, da wurde nur vom Ausgegrenzten etwas beanstandet, das müssen Sie aber nicht akzeptieren“.
        Berechtigte Kritik wird durch selffullfilling prophecy „entkräftet“.

        „Aber der Fall liegt ja noch etwas anders: Ein Lehrer wird krank vor einer Klassenfahrt. Du springst ein. Er hatte einen Elternteil als Begleitperson, die er auch nicht kennt, aber sie hat sich freiwillig angeboten. Einige Zeit vorher geht ein Brief besorgter Eltern ein, dass sie wüßten, dass die Begleitperson schon mal bei einer anderen Freizeit Kinder geschlagen hat/sexuell belästigt hat/was auch immer. Deswegen wollen sie, dass du sie mit den Kindern nicht unbeaufsichtigt lässt oder besser eine andere aussuchst. Du triffst dich mit der Person und sie behauptet zuerst, dass du von Klassenfahrten und Erziehung keine Ahnung hättest, genau wie der Lehrer davor. Deswegen wolle sie ja mit, damit die Kinder erzogen werden. Sie möge Kinder sehr gerne, aber Lehrer seien nun einmal ein korrupter Haufen, da wäre Reformbedarf.
        Wie wohl ist dir bei der Klassenfahrt?“

        Ein rein emotionales Konstrukt, das keinerlei Wert hat. Nicht alles was stark humpelt, wird eben dadurch zum Vergleich. Im einzelnen auch wohl häufig genug widerlegt.

        „Ja, wahrscheinlich hätte ich das besser kommunizieren sollen. Aber ich bin auch wirklich etwas entsetzt und halte es für höchst bedenklich.“

        Kein Kommentar, lasse ich offen im Raum stehen.

        „Jein. Natürlich braucht er Hilfe. Aber er hatte sie ja auch, er nahm sie nur nicht an. Er hatte eine Rechtsanwältin. Die hat ja erst einmal nichts falsch gemacht. “

        Wunschkonstrukt.
        Ich habe jeden Schritt angenommen. Von jedem.
        Daß die RAin in eindeutiger Situation bestenfalls gar nichts gemacht hat, sondern sogar der Gegenseite ( inkl. Richterin ) sehenden Auges in die Hände gespielt, ist nunmal keine Hilfe, eher das Gegenteil.

        „Auch die Richterin hat schlicht eine Regelung getroffen, die eine Ausweitung sehr leicht zugelassen hätte.“

        Qed! Und es wurde bewiesen!
        Sie hat jede Ausweitung und jede engere Ausdifferenzierung/Spezifizierung gezielt vollständig verweigert, um sie unmöglich zu machen und so ihren Plan durchzuziehen.

        „Und wenn das Gutachten positiver ausgegangen wäre, dann wäre es auch zu einer anderen Entscheidung gekommen.“

        Tja, aber ein wirtschaftlich abhängiger Subunternehmer des Gerichts, der fachlich bestenfalls untere Lage ist, wird seinen Auftraggeber wohl kaum vor den Kopf stoßen, wenn er dadurch nicht nur akut viel Geld, sondern auch seine Reputation bei diesem Gericht verliert.
        Was hätte ich diesen SV denn bieten sollen, um sie dazu zu überreden, doch mal die bekannten Fakten zu beachten und nicht Horrorromane zu verfassen?

        Die erste SV hat ja sogar versucht, einen winzigen Kompromiss einzubauen ( vermutlich Mitleid ), was dann dazu führte, daß ihr der Lohn verweigert wurde. Und ich könnte mir vorstellen, daß sie beim AG/FG Osnabrück seitdem kaum noch Aufträge erhält.
        Daß ich das ( also, daß sie Heilpraktikerin ist und wg. Inkonsequenz gefeuert wurde ) im „GWG“-Forum geäußert und sie gefragt habe, ob sie denn zwzeitl. mal ihren Studienabschluss gemacht hat, hat sie das dermaßen aufgeregt, daß sie den Forenbetreiber so unter Druck gesetzt hat ( ich kenne die Kanzlei die sie vertritt, das sind recht scharfe Leute ), daß er seine Webseite geschlossen hat ( was mir sehr leid tut, es war eine wichtige Seite, aber ich habe dabei garantiert nichts unwahres unterstellt, sondern einfach Tatsachen trocken benannt ).

        „Das wichtigste aber: Es ist eine Hilfe ihn einmal eine neue Sicht auf die Sache zu geben, in der er nicht der hilflose Spielball der Justiz ist.“

        Absolut korrekt!
        Eben deshalb verweise ich hier noch einmal auf die Workshops, die hauptsächlich auf Manfred Herrmann und Franzjörg Krieg zurückzuführen sind. Andere Möglichkeiten kenne ich bis heute nicht.

        „Sondern sein Verhalten zu beleuchten.“

        Gern! Ich bin zwar wahrscheinblich ein relativ überdurchschnittlich autoreflektiver Mensch, aber ich freue mich über jeden, der dazu begründet ein paar Aspekte neu beleuchten kann.
        Dazu muß er diese Aspekte aber erstmal kennen, sonst leuchtet da gar nichts.

        „Und es ist unglaublich wichtig die Nachteile seines Verhaltens anderen Vätern deutlich zu machen.“

        Selbstverständlich! Und die Vorteile auch.
        Ich bin aus dem Einzelfall-Geschäft erstmal raus, war genug deswegen unterwegs, nicht nur im Netz. Habe letztes Jahr noch gelegentlich die Insassen eines „Flüchtlingscontainers“ ein wenig gecoached und die sind mittlerweile entweder „umgelagert“ worden, oder „freiwillig“ ( also ohne Abschiebe-Sanktionen und mit materiellen Vorteilen ) in ihre Heimatländer zurückgekehrt ( erst vorgestern bekam ich eine bestätigende E-Mail aus Albanien ).
        Aber jeder, der sich das zutraut, sei hiermit ermuntert, andere Betroffene, bei weitem nicht nur Väter ( ! ), desbezüglich zu unterstützen.

        Eben deshalb zerpflücke ich in mühsamer Kleinarbeit ( die mir eigentlich gar nicht liegt ) auch mal ganze Kommentarthreads.

        „Ich bin wie du glaube ich auch in Facebook in einigen Vätergruppen. Da kommen pausenlos Posts von Leuten, bei denen ich ganz klar sehe, dass sie sich selbst schaden, dass aber als sinnvollen Kampf gegen das System sehen.“

        Die gibt es, es sind allerdings gar nicht so viele. Nur ziehen sie stets einen Kometenschweif an Verstörten hinter sich her. Was aber auch mit daran liegt, daß sie in diese Rolle gedrängt werden. Teile der Pegidas, der Reichsbürger und leider auch der Demo-für-alle-Geschichte wurden so gebildet und geformt.
        Aber das ist hier nicht mal ansatzweise abhandelbar, sondern würde jedes Maß sprengen.

        „Da hat sich vielleicht auch bei mir einiges aufgestaut und Fiete ist jetzt der, der es abbekommt. Um so mehr, weil ich vermute, dass er gar kein Bewußtsein dafür hat, wie falsch seine Tipps sind und inwiefern er Leuten damit schadet“

        Reine Umkehrprojektion, was ich belegen möchte:
        Meine „Tipps“:
        Die Workshops sind gut und wichtig, nur leider gibt es davon zu wenige.
        Kooperationsfähigkeit und -willigkeit unbedingt herausstreichen!
        Punkt!

        Wessen Autoreflektionsfähigkeit damit jetzt in welchem Maße dargestellt wird, überlasse ich der Einschätzung der Mitleser.

        Meine Kritik am System ist und bleibt meine ganz private Sache, die ich niemandem aufzwingen kann und will. Sie ist insofern überhaupt kein „Tipp“.
        Allerdings steckt schon ein wenig Erfahrung und – tadaa! – Reflektion dahinter. Und die dazu von mir angeführten Fakten sind i.d.R. überprüfbar.

        „Es ist aus meiner Sicht übrigens eine interessante Parallele zu dem Verhalten im Feminismus zu den Vergewaltigungsfällen:
        Dort würde man auch sagen „glaub doch erst mal dem Opfer, zu fragen, was es falsch gemacht hat ist victim blaming“ und man würde 2 (!) Gutachten gegen das Opfer auch beiseite wischen mit parteiischer Justiz und der Rape Culture.
        In einem Prozess eines Vaters wischen wir die Gutachten nunmehr weg, erklären, dass man Verständnis für seine Situation und seine subjektive Seite haben müsste und das er sich doch eben wehren können muss und was fällt dem Richter ein, dass so zu werten.“

        Der Unterschied nennt sich „in dubio pro reo“, im Zweifel für den Angeklagten. Nur, daß es im FamR-Verfahren eben keinen Angeklagen gibt, sondern nur am Ende Verurteilte.
        Es gibt in meinem Fall nichts wegzuwischen, sondern ganz im Gegenteil, jede Menge zu beachten, das gezielt weggewischt wurde. Und auch das kann ich ggf. locker en Detail belegen, wie hier ja auch schon durch wortgenaue Zitate geschehen.

        Und das wäre noch ein Tipp von mir:
        Lernt dafür zu sorgen, daß Eure Beweismittel nicht in der Mülltonne verwinden!
        Das ist aber im Einzelnen eine Kunst, die man nicht mal eben pauschal vermitteln kann, dazu spielen da zu viele verschiedene Aspekte, auch auf nichtjuristischen Gebieten, hinein.

        „„In dieser Hinsicht bin ich Richtern und Anwälten gegenüber auch deutlich skeptischer als Du“

        Das ist verständlich. Gerade wenn man das Recht dahinter und die Verfahren dahinter nicht versteht ist da sehr vieles schwer nachzuvollziehen.“

        Sehe ich eher umgekehrt.
        Gerade wenn man es versteht – und das tun bestimmt mehr Menschen, zumindest grundsätzlich, als Juristen sich vorstellen können – ist es für normale Bürger nicht nachzuvollziehen.
        Jeder Maurer weiß, daß er – auch schwerst genervt und mit hohem Fieber und Streit mit dem Bauherrn – seine Wand fachgerecht und ausreichend gerade hochzuziehen hat. Sonst greift die Gewerkhaftung und er zahlt, bzw. darf, mit Glück, nachbessern.

        Und ich glaube, daß L. Schoppe vermutlich in dem Punkte gerade kein Volltrottel ist, der nicht weiß was Verwaltungsvorgänge sind ( gibt es an Schulen auch und können sicherlich ganz ähnliche Effekte auslösen ) und völlig unempathisch auf „seinem Recht & Gesetz“ herumpocht.
        Ich auch nicht, behaupte ich mal und beziehe das auch auf viele Mitkommentatoren hier.

        Nicht exakt jeden Vorgang hinter den juristischen Kulissen erkennen und en Detail analysieren zu können, bedeutet ja nicht automatisch, die dahinterstehenden Rechtsprinzipien nicht zu begreifen.
        Ich denke manchmal, daß es eher andersrum funktioniert, nämlich, daß die Juristen beim Auswendiglernen von Vorschriftendetails u. ausgetretenen -wegen leicht den Überblick über das Recht an sich verlieren. Hinzu kommt der tägliche technische Ablauf, sowie jede Menge Gewohnheit, die regelrecht ansteckend sein kann. Von sozialer Herkunft u.ä. Faktoren ganz zu schweigen.

        „Gerade deswegen finde ich es ja so wichtig sich mal in die Perspektive des Richters zu begeben und zu verstehen, wie er seine Entscheidung treffen muss. Die Sicht ist aus meiner Sicht zwingend notwendig.“

        Nennt man Empathie, wenigstens im weitesten Sinne.
        Und diese Fähigkeit ist in den unteren Schichten scheinbar eher verbreiteter, als bei den „oberen Bildungsbürgern“.
        So ein „billiger Hiwi“, wie ich es war, hat eher im Kopf was er wohl für einen Eindruck hinterlässt, als jemand, dem das egal sei kann, weil er auf einem sicheren Posten festgeschraubt ist. Da bin ich mir recht sicher.
        Das fällt unter das Vorhandensein von aktiver wie passiver sozialer Kontrolle.

        Wie sich der tatsächlich ausschlaggebende „Entscheidungszwang“ eines Richters zusammensetzt, ist allerdings dem Normalbürger wirklich nahezu völlig unbekannt, jedenfalls weit außerhalb seiner Weltsicht als Bürger an sich, soviel ist wohl sicher. Das kann Otto N. aus eigenem Antrieb vermutlich höchstens in sehr geringem Maße nachvollziehen, selbst wenn er ein paar Eckdaten dazu hat ( siehe das Beispiel mit dem Maurer oben ).
        Aber, daß deshalb der Richter Kinder verfassungswidrig zertrampeln müßte und der Elternteil grundsätzlich zu dumm wäre, das zu erkennen, ist ganz gewiss nicht der Fall. Eher im Gegenteil. Der Richter müßte noch viel intensiver beobachtet und ggf. in die Schranken gewiesen werden.

        „Das ist etwas so wie „Frauen durfen ja früher auch nicht arbeiten gehen“. Es stimmt. Aber es ist auch seit einiger Zeit anders und kann dem einzelnen Richter auch nicht vorgehalten werden.“

        Doch! Man kann es im Endeffekt und im Einzelfall nur dem einzelnen Richter zur Last legen. Solange das nicht als felsenfest überprüfte, empirisch geradezu betonierte systemische u./o. systematische Grundsätzlichkeit beweisbar ist, ist das sogar ein juristisches Prinzip, daß man dahingehend nur Einzelfallentscheidungen treffen, resp. offiziell kritisieren darf. Das wird schon dadurch begründet, daß eben nicht alle Richter immer so sind.

        Und „anders“ ( bez. neuer Gesetzesänderungen ) heißt hier nicht „besser“, oder gar „geheilt“, wie der vermurkst wiedereingeführte §1626a BGB wohl ausreichend belegt, besonders im Zusammenspiel mit dem §1671 BGB, der auch weg muß.

        „„Aber alle Beteiligten arbeiten nun einmal in einem System, dessen Menschenrechts- und Verfassungswidrigkeit dokumentiert ist.“

        Das werden auch genug Leute über die Schule sagen. Bis vor kurzem durfte man noch prügeln! Und die Jungs werden von Lehrern systematisch benachteiligt, wie kannst du in einem solchen Unrechtssystem arbeiten?“

        Ooops?
        Unbefristeter Generalstreik der Richter und Lehrer, um einen Paradigmenwechsel zu erzwingen?

        Ich vermute ( und lasse mich ggf. eines besseren belehren ), daß Schoppe hier etwas anderes zum Ausdruck bringen wollte.
        Nämlich, daß es ja durchaus auch engagierte, z.T. vielleicht sogar recht enthusiastische Lehrer und Richter gibt und, daß es v.dh. wohl möglich ist, auch in einem solchen System das bestmögliche anzustreben.
        Überspitzt gesagt: Eine Art „Marsch durch die Institutionen“ aus passionierter Profession, im Gegensatz zu einem solchen, um Macht u. Karriere zu befördern.
        Der durchschnittliche Kandidat wird vermutlich irgendwo zwischen diesen beiden Gründen hin u. her eiern und variable Schnittmengen von beidem für sich in Anspruch nehmen.

        „Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Gesetz erst einmal Gesetz ist. Erst wenn es für verfassungswidrig erklärt worden ist, ist es nicht mehr anzuwenden. Wenn ein Richter etwas für verfassungswidrig hält darf er es nicht einfach ignorieren, er müsste das Verfahren aussetzen und den Fall an das Bundesverfassungsgericht schicken. Die Position der Amtsrichter, dass sie so etwas niemanden aufdrängen und das das eine Frage der höheren Gerichte ist finde ich da angesichts hoher Pensen durchaus verständlich“

        Ein abgespeckter Spezialidealismus, der in der Realität kaum je greift.
        Analog zur Remonstrationspflicht, die ja auch praktisch unbekannt ist.
        Warum ist zu weit führend und wurde hier ja in Kleinigkeiten auch schon erwähnt. Grob pauschalisiert gesagt: Der Mensch ist scheuklappenbewehrt, abgebrüht und feige, das ist nunmal ein wesentliches Prinzip in unserer Welt.

        Ein Richter jedenfalls, der etwas verfassungswidriges durchziehen möchte, wird sich von ein paar Rechtstatsachen sicherlich nicht davon abhalten lassen. Schon gar nicht, wenn er gute Tricks kennt, diese in potemkinschen Dörfern zu verbuddeln.

        „Das Rumhacken auf dem Kindeswohl als umbestimmten Rechtsbegriff halte ich übrigens auch für falsch. unbestimmte Rechtsbegriffe gibt es in vielen Normen und sie sind eine stärke des BGB, nicht eine Schwäche. Weil sie das Gesetz offen für einen gesellschaftlichen Wandel machen. Aber natürlich gibt es auch Kriterien für das Kindeswohl. Ich hatte sie neulich zitiert, insbesondere den Kontinuitätsgrundsatz etc.
        Sie gefallen den meisten Vätern nur nicht.“

        Nun, prinzipiell wäre es egal, ob man von einem „Kindeswohl“, oder den besten Interessen des Kindes spricht. Warum dem tatsächlich aber nicht so ist, habe ich oben schon kurz angedeutet.

        Eine „Stärke des BGB“ ist die Unbestimmtheit aber gerade nicht. Der gesellschaftliche Wandel, der dadurch zustande kommt, daß jeder im Eigeninteresse mit irgendwelchen „Kindeswohls“ um sich werfen kann, ohne auch nur ansatzweise den Bezug zu den besten Interessen des Kindes herstellen zu können, ist m.E. sogar katastrophal. Wie man an der modernen Familienpolitik eigentlich auch sehr leicht ablesen kann.

        Da werden bestenfalls notdürftige Surrogatfiguren zu Eltern ( oder besserem ) deklariert, weil irgendwer meint, es reicht, wenn ein Kiund irgendeine Bezugsperson hat. Nicht zwei, schon gar keine Eltern, sondern einfach irgendwer, der gerade zur Hand ist. Bestes Beispiel für ein „Kindeswohl“, wie ich meine. Und im übrigen sämtliche desbz. wissenschaftlichen Erkenntnisse negierend.

        Und Gummibandkriterien rein juristischer Konstruktion sind da keine Hilfe, im Gegenteil.
        Gerade das Kontinuitätsprinzip ist so ein Müll, in der Praxis.

        Dazu reicht es schon, sich mal vor Augen zu führen, daß Quantität nicht gleich Qualität ist.
        Weil ein Elternteil das Kind vielleicht effektiv 10 Stunden weniger im Monat allein ( ! ) betreut, wird er dadurch ja nun nicht automatisch zum schlechteren.
        Er kann genau so gut der bessere sein, aus Sicht des Kindes und auch seiner besten Interessen. Die Stundenzahl, sofern da nicht noch eine ganze Reihe von Aspekten hinzukommt, besagt zunächst schlichtweg gar nichts über die Betreuungsqualität.
        Und das ist auch in Juristenkreisen durchaus bekannt.

        Trotzdem wird das Prinzip angeführt, z.B. um Kinder, die ein paar Monate zwangsweise bei einer Pflegestelle untergebracht waren, nicht wieder an die Eltern herauszugeben, welche es vorher jahrelang und ohne jede Verfehlung großgezogen haben.
        Wenn alle Stricke gerissen sind, hält das Gummiband Kontinuitätsprinzip immer noch auch den letzten Quatsch erstmal ganz hübsch zusammen. Auch da heiligt der Zweck die Mittel und es ist egal, ob die stinken, formal geht das, also wird es gemacht.

    3. @Christian: Dein Kommentar lässt einen nur noch fassungslos zurück. Du wähnst dich dabei, im Recht zu sein, weil ja alle sich an dieses gehalten haben – aber der Vater (Fiete) das Ganze durch eine unterstellte Disposition selbst gebrochen hat?

      Sprich: Weil er etwas einforderte, nämlich den Kontakt zu seinem Kind zu bekommen und eine diesbezügliche Unterstützungspflicht durch die Kindsmutter (frühverrentet aufgrund phsychischer Probleme). In anderen Ländern wird solchen PAS-Müttern das Sorgerecht entzogen, Spanien z.B., nur hier darf ‚Mutti‘ schalten und walten, wie sie meint lustig sein zu dürfen?

      Und tatsächlich: Sie darf das dank Unterstützung aus feministischen Netzwerken (Frauenhaus & Co.) ohne jedes Risiko tun – und Papa hat das gefälligst komplett zu schlucken? Mach diesen Irrsinn mal ein paar Monate selbst mit, es wäre spannend zu lesen, wie du dann schreiben würdest! Immer noch so abgehoben, als wärest du ein Abziehbild o.g. Protagonistinnen?

      Lies dir bitte mal durch, was @lusismann oben gepostet hat, denk mal einen Moment tiefer über @Elmars Statut nach und frag dich mal, was @Lucas in obenstehender Antwort zum Ausdruck brachte. Oder sind das alles, was der VafK, die ehemals existierende Site pappa.com oder im Trennungsfaq.com geschreiben, so an Schicksalen aufzubieten haben, Einzelthemen, an denen die Väter selbst schuld sind?

      Sicherlich, @Fiete hätte manchmal gelassener reagieren können und das schreibt sich ja auch von einer abgehobenen Warte so leicht, nicht wahr? Noch mal: Gerate selbst mal in solch eine Situation, welche teilweise jahrlang wärt und dann könne wir gerne erneut darüber reden.

      So aber stellt sich doch nur eine Frage: Warum ist die Selbstmordrate unter Vätern derart gestiegen, verlieren Männer in dieser Situation den Mut und gehen dann in die innere Immigration; weshalb drehen manche durch (Familientragödien) oder klinken sich gleich aus und werden zu Papas gemacht, die den Kontakt zu ihren Kindern verloren haben bzw. sich weigern, dieses Hamsterrad mitzumachen?

      Anstatt Väter wie Lucas, Fiete u.v.a.m. zu torpedieren, sollte man im Gegenteil genau diese unterstützen, anstelle defetistisch anmutender Kommentare a la „selbst schuld“ zu postulieren.

      Sorry – aber dein abgehobener Kommentar hat mich ziemlich verärgert!

      Antwort

      1. @emannzer

        Ich verstehe gut, dass sich das ärgert.

        Aber was soll ich machen?

        Mich ärgert es, wenn ein sinnvoller Kampf um Reformen durch etwas überschattet wird, wo jeder Jurist mit praktischer Erfahrung sofern sieht, dass es alles andere als ein Fall ist, den man als Beispiel anführen sollte.

        Es macht es zu einfach, die Männerbewegung als verbitterte Laien darzustellen.

        So hat jeder etwas, was ihn sauer macht, weil er eine andere Perspektive hat.

      2. @Christian. Du schreibst, vielleicht nicht mal ganz zu Unrecht:

        „Mich ärgert es, wenn ein sinnvoller Kampf um Reformen durch etwas überschattet wird, wo jeder Jurist mit praktischer Erfahrung sofern sieht, dass es alles andere als ein Fall ist, den man als Beispiel anführen sollte.“

        Weißt du, was du damit ausdrückst? Nämlich nichts anderes, als dass die Situation in der Tat und per se genau dieses ist: Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit gegenüber Vätern!

        Und deswegen bedarf es keiner sich wohlverhaltenden Protagonisten wie Fiete, Lucas Schoppe, Franzjörg Krieg, meiner Wenigkeit, u.v.a.m. Denn was haben diese Appeasement-Papas denn, egal wie sie nun vorgingen, denn erreicht? Richtig, fast garnichts! Und daher sind sie allesamt auch keine Kronzeugen, im Guten wie im Schlechten, die man nun heranziehen kann oder darf – sondern das ganze Konstrukt an sich!

        Man muss nicht, auf dem Rücken vieler Väter, etwas ändern wollen, wenn man es nicht endlich mal angeht. Du schreibst doch zurecht und selbst von dem „sinnvollen Kampf um Reformen“. Wer soll denn diesen führen – devote bzw. rebellierende Papis, die sich primär um Kontakte zur Familie (aka Kinder) kümmern, oder rechtsvertraute Menschen, die bestmöglich nicht persönlich involviert sind. Denn nur diese haben den kühlen Kopf. Du könntest, an deinem Anspruch gemessen, solch einer sein, z.B.

        Aber guck dir mal an, was ein Rechtsanwalt Schulte-Frohlinde hinter sich hat, der sicherlich angemessen und rational vorgegangen ist. Nicht mal der kam großartig voran (gewann am Ende aber trotzdem). Und der Mann, ich hatte mal Kontakt zu ihm, war einer aus dem Fach.

        Und da soll nun Fiete alles falsch gemacht haben?

      3. @emannzer

        Leider verfolgt EvoChris eine typisch weibliche Strategie: „Wenn ein Mann Probleme oder schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann hat er immer selbst daran schuld.“.

        Der Sache dient eine solche Einstellung leider nicht.

      4. Nachtrag zu RA Schulte-Frohlinde. Er schreibt:

        „Seit dem 8. August 2011 bin ich für meine Kinder gemeinsam sorgeberechtigt und die Kinder leben bei mir.

        Nachdem ich zwei Jahre lang keinen Kontakt mehr zu ihnen hatte, erreichten mich vor den Sommerferien aus dem Umfeld Nachrichten über die schlechte Verfassung der Kinder. Daraufhin habe ich die Kinder geholt und bin mit ihnen an das Meer gefahren. Drei Tage nach meiner Rückkehr erreichte mich die Nachricht, dass die Krankheit der Kindesmutter offen ausgebrochen ist und sie sich in stationäre Behandlung begeben mußte. Eine Krankheit, die Jugendamt und Familiengericht über acht Jahre als Streitigkeit zwischen den Eltern verharmlost hatten, zum Schaden der Kinder und nicht zuletzt zum Schaden der Mutter selbst.

        Daraufhin kam es bei dem Jugendamt zu einem Gespräch. Das Jugendamt war nicht bereit, den Zustand der Kindesmutter zur Kenntnis zu nehmen oder daraus Konsequenzen abzuleiten. Mir wurde eröffnet, dass ich entweder rechtlos die Kinder betreue, bis die Mutter sie (zu einem gegenwärtig unbekannten Zeitpunkt) wieder übernimmt, oder die Kinder in eine Pflegefamilie kommen ..“

        http://schulte-frohlinde.de/node/190

      5. „Und da soll nun Fiete alles falsch gemacht haben?“

        Ja.

        Nach seiner Beschreibung spricht alles dafür.

        Ich habe es schon in anderen Diskussionen gesagt: es bringt nichts einen Krieg gegen das Gericht anzufangen und die Sage von der Willkür der Richter und der per der gegen Männer voreingenommenen Justiz zu verbreiten.

        Schon gar nicht anhand solcher Fälle. Ein Protest sollte sich strikt nach Berlin richten und jeder sollte andere Betroffene in deren Interesse dazu raten, nicht auf Leute zu hören, die ihnen zu ihren eigenen Lasten einen Krieg einreden wollen.

        Das korrupte Gericht ist das Patriarchat der Väterbewegung. Ein unsichtbarer allmächtiger Gegner an dem man seinen berechtigen Frust abbauen kann.

        Genauso wie Feministinnen unter den Frame des Patriarchats überall Unterdrücker sehen, sehen die Väter überall korrupte Richter, die nur Väter benachteiligen wollen.

        Das aufzugeben wird schmerzvoll. Aber es ist ein notwendiger Prozess. Wenn ich der Buhmann bin, weil ich diesem Bild nicht zustimme, dann sei es so

      6. @EvoChris

        „Das aufzugeben wird schmerzvoll. Aber es ist ein notwendiger Prozess.“

        Ist ja sehr interessant, zu hören, wohin du die Väterrechtsbewegung lenken willst.

        Eventuell hast du ja auch die Andeutung eines Argumentes, um alle anderen von deiner Politik zu überzeugen?

      7. @Christian:

        „Das korrupte Gericht ist das Patriarchat der Väterbewegung. Ein unsichtbarer allmächtiger Gegner an dem man seinen berechtigen Frust abbauen kann.“

        So hattest du das geschrieben. Nun ja, es bringt tatsächlich nichts, sich in derartigen Situationen auch noch daran abzuarbeiten (teurer wird es sowieso).

        Allerdings baust du hier auch eine Algebra auf, welche so nicht stimmt: Andere hetzen auf und das multipliziert sich dann irgendwie, oder was.

        Fiete schrieb ganz eindeutig, dass es nicht nur die Gerichte waren, sondern dass er es auch mit einer ganzen Armada zu tun bekam, die Papas außergerichtlich aburteilten.Und das er sich dagegen wehrte. Aufgehetzt durch andere, oder nicht, dass ist in diesem Falle irrelevant. Denn es scheint, als wollte er lediglich Kontakt zu (auch) seinem Kind! Wo ist also der Fehler?

        Der Fehler liegt im System und ich vermute, dass du dass selbst weißt oder ahnst. Warum also noch einen (Diskussions-)Nebenkriegsschauplatz aufmachen, so ganz ohne Not? Damit sage ich nicht, dass ich deinen Thesen grundsätzlich widerspreche, meine aber, dass du grundfalsch mit diesen Simplifizierungen liegst, welchen nicht nur seit Gestern von der Wirklichkeit Hohn gesprochen wird.

        Sich nur am Kinn zu kraulen wie Gesterkamp, tut mir leid, dass macht dich nicht zu einem Experten dessen, was hierzulande abläuft.

        PS: Und damit klinke ich mich aus diesem Strang im Thread auch aus, Christian. So lange, wie du nicht eine einzige Frage beantwortet hast, sondern permanent neue Themen aufmachst, so lange seien dir die „Famous last Words“ gegönnt …

      8. @Christian:

        »… die Sage von der Willkür der Richter und der per der gegen Männer voreingenommenen Justiz …«

        Was Fiete hier geschildert hat, sind seine Erfahrungen, und dafür, dass hinter diesen Erfahrungen eine Struktur steckt, sprechen auch die Erfahrungen, die die Väterbewegung seit zwanzig Jahren macht. Weder Fiete noch die Väterbewegung behaupten jedoch, dass diese Struktur universell sei – diejenigen Väter, die das Glück haben, an normale und (nicht kafkaeske) Verhältnisse zu geraten, haben keinen Grund, ihre Stimme zu erheben, weil sie das bekommen haben, was sie nach Vernunft und Vertrauen von den Repräsentanten unseres Staates erwarten durften: Fairness und Recht. Wenn daher seitens der Väterbewegung überwiegend Horrorgeschichten erinnert und publiziert werden, dann ist das ein zwangsläufiger Selektionsvorgang auf der Grundmenge der Erfahrungen. Das solltest Du eigentlich begreifen können, anstatt es als »Sage« vom Tisch zu wischen.

        Was Du Dir im Übrigen offenbar nicht vorstellen kannst, ist die Verbindung von Inkompetenz und Ideologie in behördlichen Vorgängen. Ich habe selbst einen Anwalt in der Familie, der genau weiß, wieviel davon abhängen kann, an welchen Richter man gerät. Gerade der Grundsatz der Unabhängigkeit der Justiz kann eben auch dazu führen, dass sich Richter in dieser Unabhängigkeit wie Halbgötter fühlen und auch aufführen. Und wieviel Ideologie in den Jugendämtern stecken kannn, sehen wir am unangefochtenen Status von Leuten wie Anita Heiliger, die ihre Weltanschauung an führender Stelle im Deutschen Jugendinstitut verbreitet hat.

        Dass manche Angehörige der Väterbewegung den Eindruck erwecken, als stünden sie dauernd unter Grabenschock, liegt schlicht daran, dass sie sich an einem Ort der Gesellschaft befinden, an dem sich der betreffende Wahnsinn wie in einer Jauchegrube sammelt. Und das ignorierst Du.

      9. @elmar

        „Ist ja sehr interessant, zu hören, wohin du die Väterrechtsbewegung lenken willst.“

        Aus meiner Sicht ein Weg ohne Alternative

        „Eventuell hast du ja auch die Andeutung eines Argumentes, um alle anderen von deiner Politik zu überzeugen?“

        Hatte ich eigentlich schon dargelegt: Verbitterte Leute, die sich mit den Gerichten anlegen, obwohl man gut erkennen kann, dass sie nicht verstehen, warum diese auf eine bestimmte Weise entschieden haben, entwerten alle Bemühungen der Väterbewegung und vergeuden Kraft.

        Jeder, der sich in dem Gebiet auskennt schlägt schlicht die Hände über dem Kopf zusammen, wenn ihnen Fiete erklärt, wie er sich aufgeführt hat. Es ist dann relativ leicht, die Leute schlicht als Spinner abzutun, für die man nicht ändern muss.

        Zudem schadet es Vätern – wenn ihnen Leute raten sich so aufzuführen, dann sinken ihre Chancen noch weiter, ihre Kinder zu bekommen. Und die sind meist nach der Faktenlage eh schon nicht gut.

        Die Mär von der korrupten Justiz, die Vätern schaden will, sorgt für Paranoia im Prozess. Der Vater bekämpft Windmühlen, statt für sein Kind zu kämpfen kämpft er gegen einen Richter, der ihn gar nicht angegriffen hat.

      10. @djadmoros

        „Wenn daher seitens der Väterbewegung überwiegend Horrorgeschichten erinnert und publiziert werden, dann ist das ein zwangsläufiger Selektionsvorgang auf der Grundmenge der Erfahrungen. Das solltest Du eigentlich begreifen können, anstatt es als »Sage« vom Tisch zu wischen.“

        Das es für viele ein Horrorerlebnis ist bestreite ich auch gar nicht. Dennoch muss das nicht an dem jeweiligen Richter liegen. Sondern dieser kann schlicht das Gesetz nach der herrschenden Meinung und der üblichen Rechtsprechung ganz neutral anwenden und es kann trotzdem eine Horrorgeschichte werden. Einfach weil beide vollkommen auf der Beziehungsebene gefangen sind und die Gesetze nun einmal im Sorgerecht vorsehen, dass die Entscheidung einem übertragen wird.

        „Was Du Dir im Übrigen offenbar nicht vorstellen kannst, ist die Verbindung von Inkompetenz und Ideologie in behördlichen Vorgängen“

        Das es Richter in der Art gibt- klar. Das die ganze Justiz einer (gar feministischen) Ideologie anhängt – das halte ich in der Tat für eine Verschwörungstheorie.
        Wie wenig die Leute teilweise bereit sind die Lage des Richters nachzuvollziehen hat sich ja neulich in meinem Beispielsfall gezeigt:
        https://allesevolution.wordpress.com/2017/02/17/wie-wuerdet-ihr-als-richter-entscheiden/

        Jeder, der da nicht auf „der mutter wird das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugewiesen“ geklickt hat, hat sich damals geweigert, die in der Rechtsprechung vorherrschende wertung nachzuvollziehen.

        „Ich habe selbst einen Anwalt in der Familie, der genau weiß, wieviel davon abhängen kann, an welchen Richter man gerät“

        Auch da würde ich zustimmen,dass es in einigen Fällen durchaus Auswirkungen hat. Aber sofern an dem Gericht nicht ein erkennbar unfairer und willkürlicher Richter ist, spielt das für da Ergebnis oft eine nicht so große Rolle. In schwierigen Fällen gibt es häufig welche, die vergleichen können, bei denen beide Parteien eher ein gutes Gefühl haben, und andere, die einen eher mit dem Holzhammer in einen Vergleich prügeln wollen und welche, denen es schlicht egal ist und die ihr Pensum abarbeiten.

        Es würde eher helfen, wenn Väter begreifen, dass die Karten bereits der gesetzlichen Lage nach üblicherweise für sie nicht günstig sind und der Richter das nicht willkürlich ändern wird. Wer davon ausgeht, dass die Chancen des berufstätigen Vaters im Vergleich mit der Halbtags arbeitenden Mutter, die bisher die Kinder betreut hat, gleich groß sind, der wird alles für willkürlich halten. Er geht dann aber auch schon von einer falschen Ausgangslage aus.

      11. „Leider verfolgt EvoChris eine typisch weibliche Strategie: „Wenn ein Mann Probleme oder schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann hat er immer selbst daran schuld.“

        Sich zu fragen, was man falsch gemacht hat und nach Möglichkeiten zu suchen, es besser zu machen, ist aus meiner Sicht eben die bessere Strategie als darüber zu jammern, dass alle gemein zu einem sind und sich gegen einen verschworen haben aber man selbst vollkommen unschuldig ist.

      12. Ich glaube, es geht in diesem langen Strang insgesamt um zwei ganz unterschiedliche Fragen. Die erste ist, in welcher Situation sich Trennungsväter befinden können. Die zweite ist, welches Verhalten vor Gericht vernünftig sein kann.

        Zur zweiten Frage: Grundsätzlich hat es ja tatsächlich überhaupt keinen Sinn, Richtern prinzipiell Parteilichkeit zu unterstellen, sie als voreingenommen hinzustellen,oder ähnliches. Gerade dann, wenn man damit Recht hätte, wäre das ja nur eine Gelegenheit für Richter, diese Parteilichkeit auch zu legitimieren. Auch wenn man sich nicht alles gefallen lassen muss – mit Unterstellungen wird man nichts erreichen. Es ist schon wichtig, sich hier klug und taktisch zu verhalten und im Kopf zu haben, wie dieses Verhalten aus der Perspektive anderer aussieht.

        In der ersten Frage geht es aber darum, in welcher Situation Väter SIND. Und diese Situation kann nun einmal sehr bedrückend sein. Es hat schon etwas Brutales, menschen in die Situation zu bringen, dass sie willkürlich den Kontakt zu ihren Kindern verlieren – und dann zu erwarten, dass sie das bitte ruhig, gefasst und umsichtig hinzunehmen haben.

        Ich bin mir sicher: Wäre die Situation umgekehrt – wären also Mütter diejenigen, die in der regel unterhaltspflichtig sind, während Väter das Sorgerecht erhalten – dann wäre die Situation längst schon kollabiert. Weil ich mir sicher bin, dass Frauen das nicht mit sich hätten machen lassen. Zumindest hätten sie längst dafür gesorgt, dass kein Unterhalt mehr fließt. Und dass nicht ruhig, gelassen und umsichtig – sondern eher in dem Gefühl, dass niemand von ihnen verlangen könne, den Verlust ihres Kindes auch noch finanzieren zu müssen.

        Das eben ist an der Situation gar nicht klar. Insgesamt verhalten Männer sich sehr ruhig und durchaus duldsam. Dass ab und zu mal jemand außer sich ist, Richtern und Jugendämtern alles Mögliche unterstellt – das wirkt nur für diejenigen fatal, die nicht sehen, wie gelassen Väter insgesamt ihre Situation hinnehmen.

        Geschihcten wie die Fietes finde ich auch deshalb wichtig, weil sie zeigen, dass diese Gelassenheit für viele mit echten Kosten verbunden ist. Das heißt nun nicht, dass die Väterbewegung zu den Beklopptheiten der „Radikalen Väter“ zurückkehren sollte (wer die nicht kennt – umso besser….). Aber allen Beteiligten, Vätern ebenso wie Leuten in Jugendämtern und Gerichten, fehlt offenbar ein Gespür für Relationen. Väter leisten angesichts ihrer Situation insgesamt sehr viel, was Selbstdisziplin und einen zivilen Umgang angeht.

      13. „„Und da soll nun Fiete alles falsch gemacht haben?“

        Ja.

        Nach seiner Beschreibung spricht alles dafür.“

        NEIN! Nach DEINER Beschreibung, Chris, NICHT meiner!

      14. „Ich habe es schon in anderen Diskussionen gesagt: es bringt nichts einen Krieg gegen das Gericht anzufangen und die Sage von der Willkür der Richter und der per der gegen Männer voreingenommenen Justiz zu verbreiten.“

        @ ALL:
        Ich bitte um Entschuldigung für diese dummdreiste Lüge von Chris, er ist schlichtweg zu sehr wahrnehmungsgestört, um zu realisieren, daß ich EBEN KEINEN KRIEG mit wem auch immer angefangen habe. Er setzt es gewohnheitsmäßig einfach voraus, ist mit der Unglaublichkeit der Tatsachen offensichtlich stark überfordert.
        So besorgniserregend das tatsächlich ist.

        Es wurde ein Krieg gegen mein ehemaliges Kind und mich geführt. Nicht wegen mir, sondern einfach weil es eines der massivsten Standbeine dieser Branche ist.
        Das Beispiel von Robert Schulze-Frohlinde ( auch Osnabrück soweit ich weiß ) ist typisch dafür.
        Der Fall Kutzner spielte ebenfalls in Osnabrück.
        Die Kooperationspartnerschaft Gerichte, Jugendämter, periphere Drittleister ist berühmt berüchtigt. Nur wird sie im Jurastudium sicherlich nicht thematisiert, sondern vermutlich peinlichst totgeschwiegen.

        Es macht überhaupt keinen Sinn, jeden Fall, nach der planmäßigen Eskalation zum bedeuerlichen Einzelfall zu erklären, nur um die dahinterstehende Systematik zu bestreiten.
        Außer – man möchte Teil dieser Systematik sein.

        Ich habe oben das Beispiel von der Herausnahme am Freitag und der Umwandlung in eine „freiwillge Inobhutnahme“ am Montag angeführt. Dieses Beispiel habe ich in der hiesigen Kleinstadt mal bei einer Versammlung des örtlichen Betroffenenkaffeekränzchens gebracht ( und ein wenig ausführlicher erläutert ).
        Ungefähr der Hälfte der Anwesenden war deutlich anzusehen, daß man schwankte zwischen: „Jetzt ist er völlig durchgedreht“ und „Kann ja verstehen, daß er sich was einbildet, sicher auch so ein entsorgter Vater“.
        Nur, daß es diesmal nicht der übliche Kaffeeklatsch war ( da gehe ich sowieso nicht hin, das Gejammer bei Schwarzwälderkirschtorte nervt ), sondern, daß ein deutschlandweit bekannter Rechtsanwalt eingeladen war, der eben die dahintersteckenden Prinzipien gerade mal grob zu umreißen versucht hatte ( was kaum wer richtig wahrgenommen hatte, weil man es ja mit seiner Realitätsauffassung abzugleichen versucht ). Der RA schaute mich an, wir schauten in das „Publikum“, er schaute mich wieder an, schüttelte den Kopf und ergriff das Wort: „Der Mann hat Recht, das ist üblich, genau so läuft das in sehr vielen Fällen, alles richtig dargestellt“.

        Zack! War Ruhe im Karton!

        Und nochmal erwähnt, weil es hier Sinn macht:
        Der beste Trick der Gegenseite ist die Unglaublichkeit!
        Wenn ein Fall eskaliert, es z restriktiven Maßnahmen und sich steigernden Reaktionen kommt, Anzeigen gegen Richter, Anträge auf sofortige Kindesherausgabe u.s.w., dann muß einfach der ahnungslose Betroffene Schuld sein, denn die „studierten“ Fachpersonen bleiben ja ganz ruhig und sachlich, nicht wahr?
        Nein! Nicht wahr!
        Im Gegenteil: Der einfache Mensch erträgt eine Menge und bevor er anfängt sich gegen Amtspersonen zu wehren, muß schon eine Menge vorgefallen sein.
        Das Problem ist: Gerade im Familiengerichtsfall hat er keine Chance sich zu wehren. Er kann nichts beweisen, die Gegenseite braucht nichts zu beweisen. Er wird dafür strafgerichtlich verurteilt, Straftäter angezeigt zu haben, denn die fühlen sich beleidigt. Die Straftäter nicht, resp. die Anzeigen gegen sie werden niedergeschlagen. Das nennt man kollegiale Solidarität. Ob die Täter den Betroffenen beleidigt, verleumdet, ihm übel nachgeredet haben, sein Kind durch Familienentzug foltern, interessiert nicht, es sind Kollegen! Nestbeschmutzer erfahren das EdeKa-Prinzip: Ende der Karriere!
        So bleiben auch ansonsten relativ korrekt arbeitende Kollegen immer schön in Reih und Glied.

        Weshalb ich mir übrigens einen kleinen Seitenhieb erlaube: Das Amtsgericht in Osnabrück liegt am Kollegienwall. Ich schreibe diese Strasse seitdem nur noch ohne das „i“. Da klemmt irgendwie immer die Tastatur.

      15. „Schon gar nicht anhand solcher Fälle. Ein Protest sollte sich strikt nach Berlin richten und jeder sollte andere Betroffene in deren Interesse dazu raten, nicht auf Leute zu hören, die ihnen zu ihren eigenen Lasten einen Krieg einreden wollen.“

        Und wer redet hier wem einen Krieg ein, lieber Evochris?

        Was Dich stört ist doch gar nicht der Protest, sondern selbst auf Seiten der Kriegstreiber zu stehen. Nur so ist diese präventive Selbstverleugnung erklärbar.
        Hätte ich, als Kriegsbeschädigter, eine Protestnote an die Frau Justizministerin schreiben sollen?
        Wenn ja, welchen Inhalts? Sie bekommt täglich solche Briefe und liest sie nicht.
        Aber es ist schon klar, was Du damit sagen willst:
        „Haltet gefälligst still und lasst Euch hinrichten und Euer Kind auch. Geht auf keinen Fall zu irgendsolchen Workshops, da wird nur gehetzt, die werden alle von solchen Fietes geleitet. Vertraut dem nächsten Famrechtsverdreher“
        Das ist der ganze Tenor Deiner desbezüglichen Kommentare seit locker einer Woche oder mehr.

        Da kommt dann höchstens noch ein verschämtes: „Das kann natürlich schon mal im Ausnahmefall ein ganz klein wenig ungerecht erscheinen, aber da muß der Bürger durch. Oder er muß mit Protestnoten nach Berlin das gesamte System an sich mal eben abschaffen, das dauert ja höchsten ein paar Generationen. Kein Problem also.“

        Ich wollte das nur mal kurz zusammenfassen, das zu kommentieren überlasse den geschätzten Mitschreibern hier.

      16. @ Emannzer:
        „Aufgehetzt durch andere, oder nicht, dass ist in diesem Falle irrelevant. Denn es scheint, als wollte er lediglich Kontakt zu (auch) seinem Kind! Wo ist also der Fehler?“

        Grundsätzlich hast Du ja Recht, wie oben u.a. auch von mehreren schon erwähnt: Recht darf nicht durch persönliche Sympathie oder Antipathie vergeben oder entzogen werden. Wird es aber!
        Aber hier ist der Aufhetzungsfaktor mal absolut sicher zu klären und das wüßte Chris auch, wenn er denn mal seinen eigenen Blog verfolgen würde.

        A – Ich wurde aufgehetzt und zwar durch die Sorge um mein Kind, das GG, meine Moral und meinen Charakter als Elternteil. Durch sonst niemand! Ich hatte derzeit noch keinen Internetanschluss und keinen PC. Das Konstrukt, ich wäre als „der Väterberater Deutschlands“ schon zu Fallbeginn Amok gelaufen ist ausschließlich Chris‘ aggressive Fantasie!

        B – Chris hetzt auf und zwar gegen jeden vernünftigen Versuch, sich positivrechtlich für sein Kind einzusetzen. Wer ihn möglw. dazu aufhetzt, ist hier nur sekundär von Belang, aber wäre durchaus interessant zu erfahren.

        C – Wer so aufgehetzt ein Richteramt antritt, oder einen Jugendamtsposten, oder eine Beratungs- u. Therapiestelle, der hätte besser – und sozial erfolgreicher – als stellvertretender Kartonzerreisser bei ALDI anfangen können.

        D – Nein, es liegt mir fern irgendwen aufzuhetzen. Auch nicht gegen Chris. Es geht mir um eine resignierte, sicherlich verknappte, aber realistische Darstellung tatsächlicher Abläufe und Ausbildungssituationen (!) zum Thema „praktische Umsetzung der UNkrk in D.“.
        Chris bietet sich nur ( dafür müßte ich ihm fast dankbar sein ) gerade als Paradebeispiel selbst an.

    4. Mein lieber Christian, rede nicht über Dinge, die du nicht mal ansatzweise verstehst. Das muss ich hier in aller Deutlichkeit mal so sagen.

      Natürlich sind wir alle bei der Schilderung der Vorfälle auf Fietes Informationen angewiesen. Er ist Partei in diesem Konflikt und der Verdacht liegt nahe, dass seine Wahrnehmung und Schilderung des Sachverhalts nicht objektiv ist. Mit dieser allgemeinen Feststellung könnte man nun ein Urteil gegen Fiete fällen, wenn, ja wenn man aus eigener Erfahrung nicht wüsste, wie willkürlich Institutionen, die grundsätzlich an erster Stelle das Kindeswohl wahren sollten, gegen Väter operieren.

      Leute bedrängen, Anträge und Vortrag an Gericht vorbei, sich mit allen anlegen, alle sind Inkompetent bis auf man selbst, keine Selbstreflexion, wie das angekommen ist und das die anderen vielleicht auf ihn reagieren statt eines schlechten Systems… Ich kann mir Szenarien denken, bei denen sich anfangs alle redlich verhalten haben.

      Leute bedrängen. Echt jetzt. Ruhe ist erste Bürgerpflicht oder was?! Wer um sein Recht kämpfen muss, der kommt nicht umhin, „Leute zu bedrängen“. Du redest manchmal so unbeschreiblich unbedarft. Es ist übrigens völlig belanglos, ob Fiete in einer sehr emotionalen Situation taktisch-strategisch geschickt gehandelt hat, ob er nun diesen oder jenen Brief besser nicht an diese oder jene Institution geschrieben hätte. Wenn Institutionen völlig voreingenommen sind, dann kann jede Handlung gegen dich ausgelegt werden. Hätte er still gehalten, wären ihm mangelndes Interesse oder ganz allgemein Versäumnisse vorgeworfen worden.

      Eine kompetente Beratungsstelle würde berücksichtigen, dass in einer emotional schwierigen Situationen Menschen sich eben emotional verhalten. Eine kompetente Beratungsstelle würde versuchen, den Konflikt wieder auf die Sachebene zurück zu führen. Ein Gutachten würde feststellen, wer sich einer fairen Lösung verschliesst und dann prüfen, ob die Gründe dafür respektabel sind.

      Interessant übrigens, dass hier mit Bildern zweimal auf Kafka verwiesen wird. In einer vergleichbaren Situation habe ich vor Gericht gefragt, ob ich hier die Hauptfigur in einem Kafkaroman sei.

      Lieber Christian, kümmere du dich um pick-up und Geschlechterunterschiede und lass die Erwachsenen hier in Ruhe diskutieren. Und mach endlich deine Hausaufgaben!

      Antwort

      1. „Leute bedrängen. Echt jetzt. Ruhe ist erste Bürgerpflicht oder was?! Wer um sein Recht kämpfen muss, der kommt nicht umhin, „Leute zu bedrängen“.“

        Natürlich ist Ruhe die erste Bürgerpflicht. Das wird dir jeder erfahrene Familienrechtler sagen. Der Richter sieht dich in einem Verfahren 30 Minuten bis eine Stunde, in der zeit muss er sich eine Meinung bilden. Und wenn er einen als ruhig, gefasst und um das Kindeswohl bemüht einschätzt, dann ist er weitaus eher geneigt, für einen zu entscheiden.

        Natürlich kann man auch lieber den wilden Mann spielen. Dann hat er eben den Eindruck, dass man ein wilder Mann ist. Aber ist das vorteilhaft?

        Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass Leute meinen, dass sie dem Richter richtig Beine machen, wenn sie ihn mit schwachsinnigen Anträgen bedenken. Das einzige, was der Richter dann denkt ist, dass man ein Idiot ist, den der eigene Anwalt nicht kontrollieren kann und der sich auch von diesem nicht belehren lässt. Das ist ein sehr negativer Eindruck. Denn die Erfahrung sagt: Wer noch nicht einmal ein vernünftiges Geschäftsverhältnis mit seinem Anwalt führen kann, der kann das noch weniger mit seinem Partner.

        Die Leute verwechseln ruhig immer mit „in der Sache nichts vortragen“ oder denken, dass nur aggressive Schriftsätze etwas bewegen. Das ist schlicht falsch.
        Ich frage mich immer, wie die Leute sonst geschäftliche Beziehungen aufbauen. Gehen die da zum Geschäftpartner und beleidigen ihn erst mal um dann seinem Chef noch einen Brief zu schreiben, dass er ein Idiot ist, weil er das nicht einfach schluckt? Welchen Sinn hat es den Richter gegen sich aufzubringen?

        Man kann im übrigen unproblematisch in der Sache hart vortragen ohne dabei den Richter gegen sich aufzubringen oder zu weich zu sein. Man kann sich auch wie ein zivilisierter Mensch verhalten und dabei seine Meinungen und Ansichten ganz deutlich machen.

      2. Natürlich ist Ruhe die erste Bürgerpflicht. Das wird dir jeder erfahrene Familienrechtler sagen. Der Richter sieht dich in einem Verfahren 30 Minuten bis eine Stunde, in der zeit muss er sich eine Meinung bilden. Und wenn er einen als ruhig, gefasst und um das Kindeswohl bemüht einschätzt, dann ist er weitaus eher geneigt, für einen zu entscheiden.

        Muss der Vater irgendwas beweisen? Muss die Mutter gleichermassen beweisen, dass sie geeignet ist, die Kinder zu betreuen? Warum nicht? Du hast Misandrie genau so verinnerlicht wie Feministen. Solche grundsätzliche Fragen stellst Du dir schon gar nicht.
        Seine Verhaltensweise erklärt sich primär aus dem Umstand, dass ihm das Kind entzogen wurde und nicht durch Charaktermängel. Du redest hier wie ein Sonntagsschüler, der Muttis Ratschläge befolgt.

    5. Hallo Christian,

      nun, wir haben hier eine Frau die von einer Stadt in die andere zieht. Ich kenne dt. Recht nicht so, aber wäre sie vom Elsass drei Kilometer weiter nach D zu ihren Eltern gezogen, INTERNATIONALE KINDESENTFÜHRUNG! Konveition von Dingsda und Bumsda und das Kind wäre zum Vater gekommen. In Frankreich darf man das Kind nicht aus der gemeinsammen Familienwohnung nehmen (ausser wenn man Mutti ist), gibt es auch ein Gesetz für. Doch hier muss nicht die Mutter und das System diesen Schritt rechtfertigen, nein, der Papa muss kooperieren (sollte er, trotzdem)…

      Hätte hätte Fahrradkette… Der Fall zeigt wie das ganze Spiel laufen kann. Bei uns in Frankreich läuft es ähnlich, Mutter lässt Andeutungen fallen das der Vater das und das gemacht hat. Zu weit will man sich nicht aus dem Fenster lehnen sonst kann es gegen einen verwendet werden… Das fällt bei einigen im System dann auf fruchtbaren Boden und der Vater wird abgeblockt. Die Mutter kommt damit durch, sie selbst wird jedoch nicht überprüft und schwups ist der Vater im betreuten Umgang, bei dem immer einer mit Argusaugen draufschaut das er nicht doch evtl. dem kleinen Kind mal die Hand auf das Bein legt, ist er nicht doch ein Pädo? etc. pp.

      Natürlich kann man dem Vater hier vorwerfen nicht zu kooperieren. Man kann Dir, nachdem man Deine Wohnung ausgeräumt hat, auch vorwerfen nicht mit den Einbrechern zu kooperieren 😉
      Denn, da ist der Denkfehler, Kooperation führt nicht unbedingt zu einem besseren Ergebnis, erst wenn die Mama das ganze soweit überzieht das die Sachbearbeiter oder Richter langsam sagen, hallo, 2 mal im Jahr ne Verhandlung ist dann doch etwas ville, erst dann dreht es sich. Ansonsten wirst Du rauskooperiert…

      „Der Staat trennt nicht. Er weist lediglich einen von beiden das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu und regelt, dass der andere Umgang bekommt – in Fietes Fall zunächst begleiteten Umgang.“

      Ja, also am Anfang war aber nichts mit Aufenthaltsbestimmungsrecht, da war nur, wehe Sie nehmen das Kind mit, dann können wir auch anders. Obwohl er alle Rechte gehabt hätte (wenn er verheiratet war). So was haben wir schon mal Vätern und Müttern empfohlen, kurz vor der Verhandlung kurz das Kind mitnehmen und dann am Wohnort einschulen… Fertig, Schach Matt! Und das wusste die Betreuerin hier, sie hatte NULL, wirklich NULL Rechtsgrundlagen!

      Antwort

      1. Es geht nicht darum, dass man allem zustimmt und sich nicht wehrt. Es geht darum, dass man sich auf eine sinnvolle weise wehrt, die einem nicht schadet.

        Natürlich kann man in der Sache erwidern und auch rechtliches ausführen, aber das sollte man eben einem Rechtsanwalt überlassen.

        Was man bei einem „plötzlichen Umzug“ evtl durchbekommt ist eine eA auf Rückführung, aber eben auch nur dann, wenn eben sonst nichts gegen einen spricht. Dann gehen alle Verfahrensverzögerungen erst einmal zu Lasten der Mutter.

        Auch Zurückentführen kann klappen, wenn die Mutter weggezogen ist. Ist aber natürlich auch alles abhängig vom Alter des Kindes und wie es sich wenn es älter ist äußert

      2. @ Kai V:
        „„Der Staat trennt nicht. Er weist lediglich einen von beiden das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu und regelt, dass der andere Umgang bekommt – in Fietes Fall zunächst begleiteten Umgang.““

        Nur der Sachlichkeit halber: Chris lügt sich die Tasche voll.
        Der Staat trennt. Es wurde keinem von beiden das ABR entzogen, das hat er sich nur so ausgedacht, um den Fall in seine gewünschte Rechtfertigungsrichtung zu manipulieren. Die ist zwar die gleiche, die auch die amtliche Gegenseite gefahren hat, aber Rechtfertigungen hatten die nicht nötig, sie hatten Protektion.
        Und es wurde auch nicht vorläufiger begleiteter Umgang angeordnet, sondern im Gegenteil, genau das verweigert, wie ich ihm auch schon mehrfach zu erklären versucht habe. Allein, die kognitiven Dissonanzen sind bei ihm dermaßen stark, daß er das einfach nicht zu realisieren bereit ist, resp. sogar einmal in den Wahn verfallen ist, daß das ja ein Vorteil für mich wäre, weil Beweise mir ja geschadet hätten. Ich kann bei solchen Realitätsverlusten nur den Kopf schütteln.

        „Ja, also am Anfang war aber nichts mit Aufenthaltsbestimmungsrecht, da war nur, wehe Sie nehmen das Kind mit, dann können wir auch anders. Obwohl er alle Rechte gehabt hätte (wenn er verheiratet war). So was haben wir schon mal Vätern und Müttern empfohlen, kurz vor der Verhandlung kurz das Kind mitnehmen und dann am Wohnort einschulen… Fertig, Schach Matt! Und das wusste die Betreuerin hier, sie hatte NULL, wirklich NULL Rechtsgrundlagen!“

        Der Vollständigkeit halber: Ich hatte sowieso alle Rechte und die waren vom Staat auch anerkannt worden. Wir waren nicht verheiratet, haben aber eine gSR-Erklärung gegen den Willen der zuständigen Jugendamtsmitarbeiterin durchgesetzt ( übrigens eine reine Verwaltungsaufgabe der Dame, die gar kein Recht hat, dazu irgendwelche ideologischen „Beratungen“ zu veranstalten. Ist aber auch üblich, daß die Mutter erstmal mit den „Nachteilen“ – rein auf Paarebene – des gSR vollgesülzt wird ).

        Ergo: Ich habe bei bestehender voller Sorge das objektiv strafrechtlich relevant entzogene Kind über eineinhalb Jahre aufgrund der Entscheide ( oder eben gezielter Nichtentscheide ) nur stark unregelmäßig unter unbegleiteter Bewachung im Schnitt alle 5-6 Wochen für je eine Stunde in einer Besucherzelle gesehen. Einem echten Verbrecher ohne Sorge hätte man mindestens ein bis zwei Stunden im Monat unter geregelten Bedingungen zugestanden.
        Und, wie schon mehrfach erwähnt: Die objektive Beweislage sprach eindeutig und nur für mich.
        Bedenkt man dann noch die im Fallverlauf begangenen Straftaten nicht zuletzt der Richterin auf Probe, zeigt das, was die Jurisdiktion ( es ist eben gerade keine Judikative ) unter „richterlicher Unabhängigkeit“ versteht.
        Aber, daß mich das, nach Dutzenden von fruchtlosen Kommunikationsversuchen, die immer sarkastischer erwidert wurden, während ich zusehen mußte, wie es dem Kind immer schlechter ging, irgendwann aufgeregt hat, ist, laut EvoChris, ein objektiver Grund, mich ohne Ermittlungen, Beweise, Diagnosen, oder wenigstens irgendeinen Beleg, zum sabbernden Schwerstverbrecher zu erklären und dem Kind jeglichen Umgang mit mir, zeitlich unbefristet ( defakto für immer ) vollständig zu verbieten…..

      3. Chris scheibt:
        „Es geht nicht darum, dass man allem zustimmt und sich nicht wehrt. Es geht darum, dass man sich auf eine sinnvolle weise wehrt, die einem nicht schadet.

        Natürlich kann man in der Sache erwidern und auch rechtliches ausführen, aber das sollte man eben einem Rechtsanwalt überlassen.“

        Falsch! Er hat die ganze Zeit die Position vertreten, daß man sich auf keinen Fall wehren darf, denn die Justiz hat immer Recht. Und, daß man garantiert gar nichts sachlich vortragen darf, denn dann ist man Amokläufer. Und, daß man einen Anwalt hat und der ist immer gut und dazu da seinen Mandanten zu kontrollieren, im Sinne der Gegenseite.
        Das hat er jetzt über ’ne Woche lang endlos repetiert. Warum er jetzt plötzlich so tut als ob er eigentlich das Gegenteil meinen würde, mag der geneigte Mitleser selbst entscheiden.
        Ich stelle dagegen:
        Unser angehender Jurist hat keinen ( in Zahlen Null! ) konstruktiven Vorschlag unterbreitet. Seine Idee, man hätte sich und das Kind erstmal hinrichten zu lassen und dann einen Brief nach Berlin zu schreiben, werte ich einfach als äußerst dummen Scherzversuch.
        Daß man nach Abrechnung der Verfahrensgebühren ( erster Akt der mit den Richtern verbandelten FamR-Anwälte ) keinen Anwalt mehr hat, so gesehen auch nie einen hatte, verschweigt er gezielt. Daß der Anwalt eben nicht die Aufgabe hat, seinen Mandanten zu kontrollieren, im Sinne der Gegenseite, verschweigt er ebenfalls, wenn auch um so zu tun, als
        wäre diese Nichtaufgabe eine der „positiven“ Aufgaben der Anwälte.
        Tatsächlich rät er hier also zum Parteiverrat, resp. sich als Mandant auf einen solchen einzulassen.

        Sich selbst hat er verraten, als er verschämt eingestand, daß ja eventuell eine eA-Rückführung machbar gewesen wäre.
        Tja, und warum habe ich davon erst erfahren, nachdem ich, lange nach Fallabschluss, mich autodidakt und auch mithilfe des Workshops des E.F.K.I.R. ein wenig in die Materie eingearbeitet hatte?
        Hmmmm?
        „Was man bei einem „plötzlichen Umzug“ evtl durchbekommt ist eine eA auf Rückführung, aber eben auch nur dann, wenn eben sonst nichts gegen einen spricht. Dann gehen alle Verfahrensverzögerungen erst einmal zu Lasten der Mutter.“
        Ach? Gar? Jetzt plötzlich?
        Nun, es ist schon bezeichnend, daß unser „Jurist“ selbst in dem Zusammenhang eine Mordsangst hat, einen objektiven Straftatbestand nach §235 StGB auch als solchen zu benennen. Er macht lieber einen „plötzlichen Umzug“ daraus.
        Richtig ist, daß diese Möglichkeit besteht ( eA ) und, daß ein tauglicher Anwalt das hätte wissen müssen. Ein tauglicher Richter übrigens auch. Und, daß ich davon erst lange nach der Vaterschaft erfahren habe.

    6. @Chris:
      okay, Du hast scheinbar nicht nur noch extremere kognitive Dissonanzen als die derzeitigen institutionellen Mitarbeiter, sondern versuchst offenbar, den von Dir auf AllesEvolution mit „Ih“ gezielt vom Zaun gebrochenen Streit noch fortzusetzen.

      Das ich das einfach nur schäbig finde und keines seriösen Juristen würdig, sei nur am Rande erwähnt.

      Ich möchte deshalb alle geneigten Leser einladen, selbst nachzusehen, wo Du hier, wie dort auch, wilde Spekulationen aufeinanderstapelst, um einen äußerst individuellen Eindruck zum „Fachstatement“ hochzustilisieren.

      Zum Anschubs gebe ich mal ein paar Fragen zu Deinem jetzigen Kommentar hier vor:

      „Wenn man das so liest, dann scheint er ja einen ziemlich schlechten Eindruck gemacht zu haben. Alle halten ihn anscheinend für einen kontrollfreak, der unwesentliches kommunizieren will und noch nicht einmal seiner eigenen Anwältin zutraut ein Verfahren zu führen.“

      Woran machst Du das fest? Offenbar an derer Vorgehensweise, nicht an irgendeinem konkreten Beleg. Nach der Methode: „Wenn die Kollegen das sagen, muß es ja stimmen“.
      Das ist typisch, Chris.

      „Das auch noch kombiniert mit „bei mir ist so etwas noch nie diagnostiziert worden, also kann es nicht vorliegen““
      Nun, mittlerweile habe ich je mehrere Psychiater und Psychologen mit dioesem Vorwurf konfrontiert. Alle schüttelten den Kopf. Ich werde in einem ( pschiatrischen ) Gutachten von vorletztem Jahr als „offen, wach und zugewandt“ in der Hauptsache beschrieben.
      Womit belegst Du, daß die Anwältin, die ( osnabrücker ) Jugendsamtsmitarbeiterin, die Verfahrenspflegerin, oder eine der beiden Richterinnen mir ggü. „offen und zugewandt“ waren?

      „Die Sorge um sein Kind und dir besondere Belastung dadurch sind verständlich.“
      Ein Standarttextbaustein, den ich in mehrfachen Alternativformulierungen vorliegen habe, der „ein gewisses Verständnis“ heucheln soll, nichts weiter.

      „Es liest sich aber etwas als typisches Beispiel, wie man alle gegen sich einnimmt und dadurch der Gegenseite die Arbeit erleichtert.“
      Das unterstellst Du gefühlt etwa zum zweidutzendsten Mal. Woran machst Du es fest?
      Was habe ich wem ggü. konkret wann falsch gemacht?
      Gerade ein Jurist sollte doch von Tatsachen und nicht irgendwelchen emotionalen Antipathien ausgehen, oder?

      „Das erste was man Leuten in so einer Situation raten sollte ist ihre Außendarstellung zu kontrollieren. Und einzusehen, dass man in eigenen Fällen befangen ist und es daher besser ich, jemanden anderen für einen sprechen zu lassen.“
      Nun ja, der gute alte Schlips-Tipp.
      Okay, ich hatte keinen Schlips, es war mitten im Winter, ich fuhr ein altes Polizeimotorrad und hatte Vereinsembleme auf der schwarzen Lederkluft.
      Reicht das aus, um offensichtlich dienstuntaugliche, resp. -unwillige Sozialarbeiter und Gerichtsangestellte in ihrer ( wie auch immer gearteten ) Befangenheit zu rechtfertigen und diese zur „richtigen Verhandlungsbasis“ zu erklären?
      Und wie kommt es dann, daß einige Leutchen gar kein Problem mit mir hatten?
      Und wie erklärst Du, daß genau diese Leute abgedrängt wurden?

      „In dem Text sind soll viele Warnzeichen dafür, dass er sich selbst schadet und es nicht merkt, es ist erstaunlich“
      Welche denn? Zeig doch mal eines auf.
      Ich gehe jede Wette ein, daß ich zu jedem Beispiel locker eine Entkräftung hinbekomme.
      Auch auf Deinem Blog ist mir das gelungen, was Dich jedoch nicht daran hinderte, Deine Anwürfe einfach nochmal und nochmal unsubstantiiert zu wiederholen.

      Wer Lust hat, mag ja mal dort den chronologischen Ablauf des Streits zu analysieren versuchen ( was sich nicht leicht wird ).

      Und damit ist das Thema „unser naiver Jurastudent“ für mich erledigt. Ich werde gelegentlich mal meine angefangene sachliche Abarbeitung der Zitate fortsetzen, so rein der Vollständigkeit halber und um es potentiellen Lesern einfacher zu machen, den Wirrwarr zu verstehen. Als Diskutant bist Du für mich allerdings indiskutabel geworden und das hast Du Dir selbst zuzuschreiben.

      Antwort

  3. Diese Erlebnisse sind der übliche Verlauf der Dinge für Trennungsväter in den nicht seltenen Trennungen mit anhaltender Strittigkeit, sofern die Väter nicht früher aufgeben wie du. Es gibt KEINEN besseren Verlauf durch irgendwelche Verhaltensregeln, durch Tricks, durch gewiefte Schachzüge. Ähnliche Geschichten gibt es massenhaft, in selbstverfassten Büchern, in Foren mit Trennungsväterbeteiligung, auch Zeitungsartikeln und anderen Medienbeiträgen. Es ist nicht so, dass Trennungsväter darüber schweigen oder keine Möglichkeit hätten, darüber zu reden. Vielmehr ist es so, dass sich keine Sau dafür interessiert. Der Fokus liegt einfach ganz woanders. Väter sind „commodities“, blosse entmenschlichte Waren und Güter. Sieh dir im Vergleich mal die Medien an, wenn die Düsseldorfer Tabelle erhöht wird oder so wie jetzt der Unterhaltsvorschuss verlängert. Dann siehst du, was im Fokus steht.

    In ähnlicher Situation bin ich ausgestiegen, habe beschlossen das Labyrinth zu verlassen und das von vornherein verlorene Spiel nicht mehr mitzuspielen, stattdessen mein eigenes Leben in den Fokus zu stellen. Das bedeutet auch, keine Regeln dieses Spiels mehr zu befolgen, keine Dogmen zuzulassen. Ich zahle keine Lohnsteuer mehr, keinen Unterhalt, was ich im Leben tun will tue ich. Habe im Privatleben einen gewissen Ruf weg, der mir einiges einfacher macht und sich lustigerweise fortpflanzt, weil Andere sehen, dass es auch Wege abseits der dummbraven deutschen Konformität gibt.

    Felder, auf denen man nichts erreichen oder gewinnen kann, muss man verlassen. Es ist widersinnig, kleinste Hoffnungen zum Anlass zu nehmen, weiter auf diesem Weg zu bleiben. Wechsle das Feld. Sofort.

    Antwort

    1. @ BS:
      „Es gibt KEINEN besseren Verlauf durch irgendwelche Verhaltensregeln, durch Tricks, durch gewiefte Schachzüge“
      Nun ja, man kann schon einiges versuchen. Und es gibt ja auch Workshops dazu, die für die notwendige Fortbildung zu sorgen anstreben ( ganz zwei in D, soweit mir bekannt, einmal vom E.F.K.I.R., einmal vom VAfK-Karlsruhe, aber ich bin nicht auf aktuellem Stand ).

      Aber es stimmt schon: Wenn sich eine geschäftliche Kooperative quer durch die Institutionen Dir entgegenstellt, kannst Du bestenfalls versuch das allerlimsste zu verhindern oder etwas abzumildern, mehr auf keinen Fall.
      Selbst Rechts- u. Staatsanwälte sind schon als Väter entsorgt worden. Selbst der von mir zum nächsten Post von Schoppe erwähnte Wolfgang Bergmann, einer der anerkanntesten Kinder- u. Familien-Experten in D., war entsorgter Vater und – soweit bekannt – hat er seine Kinder bis zu seinem Tod nicht wiedergesehen.

      „Felder, auf denen man nichts erreichen oder gewinnen kann, muss man verlassen. Es ist widersinnig, kleinste Hoffnungen zum Anlass zu nehmen, weiter auf diesem Weg zu bleiben. Wechsle das Feld. Sofort.“
      Verstehen kann ich das. Aus Sicht der persönlichen Psychohygiene ist das der einzig konsequente Schritt.
      Raten würde ich dazu allerdings trotzdem nicht, denn es ist für die allermeisten Eltern ein Ding der absoluten Unmöglichkeit. Zumal sie es ja vorher i.d.R. nicht wissen können, daß ihr Bild vom „funktionierenden sozialen Rechtsstaat“ eine billige Illusion ist.

      Anders gesagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

      Antwort

  4. Andreas Puderbach 6. März 2017 um 12:18 pm

    Zuallererst sei manchen Kommentatoren hier positiv zuzusprechen, dass sie sich wohl allesamt um das „Wohl der Kinder“ und vielleicht auch um die Rechte entsorgter Elternteile – also meist Väter – Gedanken und berechtigte Sorgen machen, es sei aber nicht verziehen, dass sie lieber scheinbar in einen Bericht herein interpretieren, als diesen erst einmal für sich selbst stehen zu lassen. Wenn man schon zwischen den Zeilen liest, sollte man dies Kraft eigener Erfahrung, Empathie und auch fachlichen Wissens tun.

    Denn tatsächlich strotzt der Bericht – und es handelt sich hier nicht um einen Einzelfall – von rechtswidrigem Verhalten seitens der Justiz, von Imkompetenz unterhalb der Meßbarkeitsgrenze und dem Zutun eines unfähigen Rechtsanwaltes, der sicher trotzdem sein Salär erhalten hat.

    Das Ternine bei Diakonie, Caritas und Co selten der Sache dienlich sind, ist bekannt. Zumindest denjenigen, die diese schon durch haben…

    Der Polizist, der Fiete auslachte, handelte inkompetent und überschätzte seine Befugnisse, die eine Dienstaufsichtsbeschwerde gerechtfertigt hätten. Nicht nur, dass er die Anzeige hätte aufnehmen müssen (!), und die Beurteilung des Sachverhaltes einem Staatsanwalt zu überlassen hat, zusätzlich hat der Polizist auch noch dem Vater mit Maßnahmen gedroht, jeglicher Grundlage entbehrend.

    Begleiteter Umgang ist nur dann zu beschließen – und im Übrigen zwingend zu befristen – wenn eine Gefährdung des Kindeswohles abzuleiten ist. Woraus wollten die „Experten“ des mittelalterlich anmutenden deutschen Familienrechts dies denn ableiten? Aus den alleinigen Aussagen der Mutter? Übernehmen diese Quacksalber und nichts Anderes sind sie, nun die Arbeit der Staatsanwaltschaft, also der Strafverfolgungsbehörde, der sie den Sachverhalt bei berechtigtem Verdacht hätten mitteilen müssen? Und warum taten sie es dann nicht? Wären sie sich dann ihrer Sache nicht mehr allzu sicher gewesen? Mit Sicherheit!

    Dieser Vorgang beweist nur wieder Eines, – was ich in meinem Buch „Deutschland, Deine Väter…ausgesperrt und abkassiert“ anhand vieler Beispiele schon 2015 aufzeigte: Wenn eine parentailisierende Mutter ein Kind entziehen will, und genau weiß, wie man dreist und frech genug zu agieren hat, erhält sie den gewünschten Erfolg.

    Nichts anderes ist dem Bericht zu entnehmen. Die Dramatik solcher Vorgänge kann nur dann öffentlich gemacht werden, mit dem Ziel, irgendwann einmal Änderung herbei zu führen, wenn die Väter und die „Väterrechtler“, und die, die glauben es zu sein, sich nicht in Laiendiagnostik und dem amateurhaft anmutenden Analysieren von solcherlei Berichten verlieren würden, sondern sich rechtskundig machten und vielleicht ab und an mal daran denken würden, wie es ihnen seinerzeit erging. Zumindest können nur die tatsächlich Betroffenen ansatzweise nachempfinden – und auch dies fehlt häufig, nämlich EMPATHIE – wie es Fiete erging und noch ergeht.

    Auch hätte die Jugendamtmitarbeiterin nie eine „Mediation“ machen dürfen, weil sie keine Mediatiorin ist! Ein Beispiel dafür – und als Mediator sehe ich die Entwicklung mit Schrecken – wie ein ungeschützter Berufsname von der Helferindustrie mißbraucht wird. Nicht mehr und auf keinen Fall weniger, ist dem Bericht zu entnehmen.

    Im Übrigen kann ich versichern, dass im Laufe jahrelanger Beschäftigung mit solchen Fällen, ich beobachtet habe, dass – bis auf Ausnahmen – immer nur diejenigen Väter überhaupt eine Chance hatten, ihr Kind dauerhaft sehen zu können, die von Anfang an – und teils unter Mithilfe kompetenter Rechtsberatung – sich eben nicht haben einlullen lassen und „ruhig“ vor Gericht den Trottel machten. Denn genau dann bist Du das gefundene Fressen, dass schnell und kompromisslos abgearbeitet wird.

    Wer glaubt, er könne hier mit seinen „Verhaltenstips“ punkten, möge sein Traumschlösschen mal verlassen und überlegen was er zum Beispiel demjenigen Vater geraten hätte, der gerade vor mir auf dem Schreibtisch liegt.

    Vormals ein sechsstelliges Gehalt auf mittlerer Manegementebene und mit Sicherheit in der Lage sich eloquent und seriös verhalten zu können, der genauso auftrat wie empfohlen, und heute Krankengeld bezieht und nur durch ein Wunder, noch unter den Lebenden verweilt. Allerdings ohne Kind…

    Antwort

  5. @ Andreas Puderbach:
    Danke für den nüchternen Versuch, etwas Sachlichkeit in die Debatte zu bringen.

    „Wenn man schon zwischen den Zeilen liest, sollte man dies Kraft eigener Erfahrung, Empathie und auch fachlichen Wissens tun.“
    Das ist ein ganz wichtiges Statement, das ich noch etwas ausdehnen möchte. Nämlich um den schnodderigen Zusatz: Das erzähle mal einem Richter, Rechtsanwalt, oder Jugendamtsmitarbeiter.
    Erfahrung haben die ja, im ZwischendenZeilenlesen. Aber mit Erfahrung um die besten Interessen des Kindes, hat das nichts zu tun. Man liest zwischen den Zeilen, was man dort eben so lesen möchte, je nach Geschäftsinteresse. Unser angehender Jurist hier beweist es in Serie.
    Empathie, oder gar Fachwissen interessieren insofern auch nur im Eigeninteresse, einen beruflichen Enthusiasmus, im Sinne einer Profession, oder gar Passion, sucht man da vergeblich.

    „Denn tatsächlich strotzt der Bericht – und es handelt sich hier nicht um einen Einzelfall – von rechtswidrigem Verhalten seitens der Justiz, von Imkompetenz unterhalb der Meßbarkeitsgrenze und dem Zutun eines unfähigen Rechtsanwaltes, der sicher trotzdem sein Salär erhalten hat.“
    Jupp! Und selbstverständlich war das erste, was die RAin mir mitteilte, als ich andeutete, daß ich langsam überlege den Anwalt zu wechseln ( sinngemäß ): „Das geht gar nicht Herr M., die Gebühren dürfen nicht doppelt abgerechnet werden.“
    Ein anderer Anwalt, der die Dame kannte, sagte dazu ( nahezu wörtlich ): „Die ist gut drauf, wenn sie das schon ansagt, dann hat sie längst die Gebühren geltend gemacht und wohl auch genehmigt bekommen.“
    Und, ganz nebenbei, als ich dann selbst dem Gericht mitgeteilt hatte, daß ihr das Mandat entzogen ist ( sie weigerte sich es niederzulegen, obwohl ich sie mehrfach dazu aufgefordert hatte ), weigerte sie sich, meine Akten herauszugeben. Sie zitierte mich in ihre Kanzlei, fragte dort ganz erstaunt, was ich denn von ihr wolle und drückte mir grinsend einen einzigen Brief der Verfahrenspflegerin in die Hand ( „Viel Glück, Herr M.“ ) – und schob mich aus ihrem Büro.

    „Die Dramatik solcher Vorgänge kann nur dann öffentlich gemacht werden, mit dem Ziel, irgendwann einmal Änderung herbei zu führen, wenn die Väter und die „Väterrechtler“, und die, die glauben es zu sein, sich nicht in Laiendiagnostik und dem amateurhaft anmutenden Analysieren von solcherlei Berichten verlieren würden, sondern sich rechtskundig machten und vielleicht ab und an mal daran denken würden, wie es ihnen seinerzeit erging“

    Exakt! Eben deshalb erwähne ich immer gern die Workshops von Franzjörg Krieg und Manfred Herrmann, denn eine andere Möglichkeit sich wenigstens grob rechtskundig zu machen, besteht kaum in D. ( ist zumindest gar nicht so einfach, in dem Internetwust etwas halbwegs brauchbares zu finden ). Lieber wird herumgejammert und gemeckert, wie man es ja von der institutionellen Szene her auch kennt. Was im Übrigen auch die Abneigung von Chris erklärt.

    „Zumindest können nur die tatsächlich Betroffenen ansatzweise nachempfinden – und auch dies fehlt häufig, nämlich EMPATHIE – wie es Fiete erging und noch ergeht.“
    Das ist ein wichtiger Punkt, den ich noch erweitern möchte. Nein, den Roman meines weiteren Schicksals erspare ich der Öffentlichkeit. Tut hier nix zur Sache.
    Aber die Empathie ggü. den betroffenen Kindern kann man nicht genug hervorheben. Daß die Fachkräfte da ein wenig immunisiert sind, kann ich ja durchaus noch nachvollziehen. Aber, daß sie völlig schmerzfrei Kinderleben als solche – im Sinne des Rechts grundlos – vernichten, zum Thema auch offenbar überhaupt gar keine Ausbildung haben, oder wenn, dann nur das hysterisierende Gekreische von VAMv, Mütterlobby&Co, ist schon skandalös.

    “ … zusätzlich hat der Polizist auch noch dem Vater mit Maßnahmen gedroht, jeglicher Grundlage entbehrend.“
    Ausdrücklich offen gedroht hat er natürlich nicht, aber sein Tonfall und die Mimik sprachen ein deutliches „… sonst…! „, als er mich aufforderte die Wache zu verlassen.

    „Auch hätte die Jugendamtmitarbeiterin nie eine „Mediation“ machen dürfen, weil sie keine Mediatiorin ist! Ein Beispiel dafür – und als Mediator sehe ich die Entwicklung mit Schrecken – wie ein ungeschützter Berufsname von der Helferindustrie mißbraucht wird. Nicht mehr und auf keinen Fall weniger, ist dem Bericht zu entnehmen.“
    Absolut richtig erkannt! Sie zog ein hektographiertes FlipChart aus der Ecke und improvisierte drauflos. Vermutlich hat sie mal von der Verfahrenspflegerin ( die sich auch als Mediatorin bezeichnet ) ein paar Stichpunkte dazu gehört ( vermutlich etwa: „Man braucht ein FlipChart, einen blauen Edding, zieht in der Mitte des Blattes einen Strich und schreibt links und rechts davon Parteipositionen auf“; jedenfalls machte sie exakt das und sonst nix ).
    Ich habe, nachdem ich mich mal ein wenig vorab eingelesen hatte, vor ein paar Jahren ein Referat einer erfahrenen Mediatorin in unserer Kleinstadt angehört und die Dame war so nett, anschließend auch ein paar kritische Fragen zu beantworten.
    Nach meiner Beschreibung der „Mediation“ im JA-Osnabrück mußte sie lachen ( sinngemäß ): „Und da haben Sie sich nicht irgendwie veralbert gefühlt?“
    Doch, hatte ich. Daß es dazu ein paar Regeln gibt, die vorab speziell angepasst werden, daß es dabei um begleitete, moderierte Verhandlungen geht, daß dabei Verträge und Vereinbarungen herauskommen sollen, auch vorab schon, daß z.B. im Familienrecht – wenigstens in hochstrittigen Fällen – empfohlen wird, in gegengeschlechtlicher Comediation zu arbeiten u.s.w., wußte die Tante im JA offenbar nicht ( die Verfahrenspflegerin aber vermutlich auch nicht ).

    Und diese Referentin bestätigte mir noch einmal, daß das ganze ein u.U. recht aufwändiger Vorgang ist und nicht ganz billig, da man schon echte Fachkräfte dazu braucht, die sich mit Pech erstmal etappenweise an mögliche und realistische Ziele herantasten müssen.

    Man könnte daraus glatt die Regel ableiten: Wenn Du im JA den Satz hörst ‚Jetzt machen wir eine Mediation‘, gehe schnurstracks zum Fachbereichsleiter und beantrage eine kompetente Sachbearbeiterin nach §§17 u. 18 SGB VIII, denn Du hast keine solche.

    „Im Übrigen kann ich versichern, dass im Laufe jahrelanger Beschäftigung mit solchen Fällen, ich beobachtet habe, dass – bis auf Ausnahmen – immer nur diejenigen Väter überhaupt eine Chance hatten, ihr Kind dauerhaft sehen zu können, die von Anfang an – und teils unter Mithilfe kompetenter Rechtsberatung – sich eben nicht haben einlullen lassen und „ruhig“ vor Gericht den Trottel machten. Denn genau dann bist Du das gefundene Fressen, dass schnell und kompromisslos abgearbeitet wird.“
    Genau das entspricht auch meinen Erfahrungen ( als leicht zu lenkender Depp ) und späteren Beobachtungen in anderen Fällen. Und das ist auch grober Gesamt-Tenor der Texte im Netz zu den etablierten Workshops, welche Chris als „Tipps zum masochistischen Ramboterror“ wertet.

    Aber, ich muß auch gestehen, daß ich ein wenig vorgewarnt hätte sein können, wenn ich nicht selbst als junger Mensch unter der „üblichen kognitiven Schwäche“ gelitten hätte.
    Als Zuvieldienstleistender bei der Bahnhofsmission Hamburg-Hauptbahnhof hatte ich u.a. einen Penner kurzfristig betreut, der angab, er sei eigentlich Brückenbauingenieur und hätte an dieser oder jener Großbrücke leitend mitgearbeitet. Wie ich später erfuhr, waren diese Angaben richtig. Er wurde von Exe, Jugendamt und Gericht gnadenlos eingestampft, bis er seine Kinder ( plus Haus und was so dazugehört ) aufgab, in die freiwillige Obdachlosigkeit ging und sich gemütlich zu Tode soff….

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  6. […] Sehr, sehr traurige Männer-Geschichte bei man tau: „Vom unaufhaltsamen Verlust eines Kindes„. […]

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