Geschlechterpolitik

Argumentieren wie Schwesig

Bild zeigt eine junge Frau, anmutig auf dem Rasen sitzend mit wallendem Kleid und Seifenblasen in die Luft blasend.
geschrieben von: Lucas Schoppe

Was wir alle von der Bundesfamilienministerin lernen können

Wenn die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig dem Spiegel ein großes Interview gibt, und wenn sich dann noch am selben Nachmittag eine ganze Horde von Männern bei Twitter darüber lustig macht, dann ist die Sachlage eigentlich klar: Hier können Männer es offensichtlich nicht ertragen, dass eine junge, selbstbewusste Frau ihren Weg in der Politik und bis an die Spitze des Ministeriums gegangen ist. Statt die Leistung dieser Frau anzuerkennen, machen sie männliche Privilegien geltend, setzen die Frau symbolisch in Tweets herab – und merken gar nicht, dass sie dabei wirken wie die alten Herren Waldorf und Statler aus der alten Muppet-Show.

waldorf

Quelle: m.gifford

Da ich aber zufällig einer dieser Männer bin, sieht die Situation für mich ein wenig anders aus. Zwar fänd ich es gut, wenn nach Heiner Geißler in den Jahren 1982-85 endlich einmal wieder ein Mann das Familienministerium leiten würde, damit der Eindruck zumindest irritiert wird, Familie und Kinder wären reine Frauenangelegenheiten. Dafür aber ist Schwesig ja nun nicht allein verantwortlich.

An ihr stört mich nicht ihr Geschlecht, sondern ihre Politik.

Als Trennungsvater merke ich nur zu gut, wie hart, kalt und einseitig diese Politik ist. Dass Väter mit mehreren hundert Euro Umgangskosten im Monat vielleicht einmal Hilfen gebrauchen könnten, um den Kontakt mit ihren Kindern nicht schon aus finanziellen Gründen zu verlieren – das interessiert die Ministerin gar nicht.

Stattdessen fordert sie laut, unterhaltssäumigen Vätern den Führerschein zu entziehen – wohl wissend, dass umgangspflichtige Mütter deutlich säumiger zahlen und dass viele Väter gar nicht mehr zahlen können. Anstatt zu überlegen, ob nicht eine Politik der Idealisierung von Alleinerziehung für die Betroffenen ruinös ist, macht die Ministerin Politik mit Ressentiments – mit Ressentiments gegen Menschen, für die sie eigentlich verantwortlich sein sollte.

Dazu die Neigung zu Schaufensterpolitik (Entgeltgleichheitsgesetz), zu irreführenden Informationen (Gender Pay Gap) oder zu einseitiger Bedienung winziger Klientels (#TeamGinaLisa): Wer glaubt, Schwesig habe nur deshalb Gegner, weil sie eine Frau ist, der hat sich noch nie ihre Politik angeschaut.

Da ist es wichtig, sich nicht in Bitterkeit oder Wut zurückzuziehen, sondern sich ab und zu einmal über eine solche Politik und die Wortblasen, mit denen sie verkauft wird, lustig zu machen. Solange da eben noch erlaubt ist.

seifenblasen

(Symbolbild)

Fußnoten zu Platon und Fußnoten zu Schwesig

Der britische Philosoph Alfred North Whitehead hat einmal behauptet, alle abendländische Philosophie sei eigentlich als eine Serie von „Fußnoten zu Platon“ zu verstehen.  Wer wüsste das besser als wir, die wir verstehen, wie wichtig Platons Grundsatz war, dass ein wohlgeordneter Staat von weisen Philosophenherrschern geleitet werden müsste.

Kaum war beispielsweise das Interview online, das die Familienministerin Manuela Schwesig den Spiegel-Journalistinnen Barbara Hans und Anna Reimann gegeben hatte – da bildete sich auf Twitter auch schon der Hashtag #ArgumentierenWieSchwesig. Sein Zweck: Die Essenz des Interviews zu konservieren und deutlich zu machen, was wir alle daraus lernen und mitnehmen können.

Ich habe mich daran gern selbst beteiligt und werde im folgenden Text vor allem auf meine eigenen Überlegungen stützen, die ich in der bei Twitter üblichen Komplexität angstellt habe. Dazwischen werde ich mich so weit wie nur möglich zurückhalten und lediglich Passagen aus dem Interview mit der Ministerin zitieren, damit sich alle selbst ein Bild davon machen können, ob und inwieweit ich ihren Überlegungen gerecht zu werden vermochte. Los geht’s :

 

Wie viel verdienen Kollegen? „Das Recht zu erfahren, ob man im Vergleich mit mindestens sechs Kollegen gleichermaßen eingestuft ist oder ob es da Unterschiede gibt, ist […] ein zentrales Instrument.“

Victim Blaming „Statt strukturelle Ungleichheiten zu bekämpfen, versucht man lieber die Schuld den einzelnen Frauen in die Schuhe zu schieben. […] Die Frau ist ja selbst schuld, wenn sie als Altenpflegerin statt als Automechanikerin arbeitet und deshalb weniger verdient.“

Wer mir widerspricht, beweist damit nur, dass ich recht habe „Das Gesetz bietet mit dem Auskunftsanspruch und den Berichtspflichten konkrete neue Instrumente. Sonst hätte es ja auch nicht diesen massiven Widerstand gegeben.“

Oder auch:

Wirksam ist immer gut „Die Gesetze, die ich auf den Weg gebracht habe, sind wirksam. Nur deshalb hat es diese harten Auseinandersetzungen ja gegeben.“

Mehr Härte Spiegel: „In einem anderen Fall hat ein weich gestaltetes Gesetz das Gegenteil dessen bewirkt, was Sie bezweckt haben. […]“ Schwesig: „Ich bin überrascht, dass diese Firmen härtere gesetzliche Regelungen geradezu provozieren.“

Lebensferne „Das Gesetz ist nicht lebensfern, sondern wichtig für viele Frauen.“

Weniger arbeiten „Daher schlage ich die Familienarbeitszeit vor. Mit ihr gibt es einen finanziellen Ausgleich, wenn beide Partner ihre Arbeitszeit ein wenig reduzieren und sich die Familienarbeit gerechter teilen.“

Populismus Spiegel: „Einige Ihrer Vorstöße klingen sehr plakativ und ziemlich populistisch. So wollen Sie zum Beispiel Vätern, die keinen Unterhalt zahlen, den Führerschein entziehen.“ Schwesig: „Ich sehe darin keinen Populismus und meine den Vorstoß vollkommen ernst. Es bringt mich auf die Zinne, wenn sich Eltern aus der Verantwortung stehlen.“

Empathie „Man muss sich in die Lebenslagen der Menschen hineinversetzen können. Man braucht Empathie.“

Gute und böse Populisten „Wir dürfen Rechtspopulisten nicht das Feld überlassen, indem wir die Emotionen der Menschen nicht mehr ansprechen.“

Wir und die „Rechtspopulisten benutzen die Sorgen der Menschen und schüren sie. Wir wollen die Ängste ernst nehmen und Lösungen finden.“

Entfremdung von der Politik „Merkels nüchterner Politikstil spricht die Menschen nicht mehr an. Die Menschen fühlen eine Entfremdung von der Politik.“

Ängste und Fakten „Es reicht jedenfalls nicht, einem Menschen, der Angst hat seinen Job zu verlieren, Fakten entgegenzuhalten.“

Alphamänner „Wir dürfen auch nicht den Eindruck erwecken, dass es nur noch um Putin, Erdogan und Co. geht.“

Weinerlich Spiegel: „Der CDU-Mann Volker Kauder hat Ihnen vor einiger Zeit in Bezug auf Ihren Einsatz für die Frauenquote Weinerlichkeit vorgeworfen.“ Schwesig: „[Es gibt] immer viele ältere Herren […], die versuchen, die Benachteiligung von Frauen herunterzuspielen und Frauen klein zu machen.“

SPD „Anders als bei den vergangenen Bundestagswahlen gibt es dieses Mal die reale Option, dass die SPD stärkste Partei wird.“

RSS
Follow by Email
Google+
https://man-tau.com/2017/03/30/argumentieren-wie-schwesig/
PINTEREST
LINKEDIN
Whatsapp
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann verpassen Sie keine Artikel mehr! Drücken sie auf den folgenden Link/Button und geben Sie Ihre Email-Adresse an, um über neue Artikel informiert zu werden.

85 Comments

  • „Statt strukturelle Ungleichheiten zu bekämpfen, versucht man lieber die Schuld den einzelnen Frauen in die Schuhe zu schieben. […] Die Frau ist ja selbst schuld, wenn sie als Altenpflegerin statt als Automechanikerin arbeitet und deshalb weniger verdient.“

    Ausbildungsgehalt KFZ-Mechatroniker
    Ausbildungsjahr: 520-730 Euro
    Ausbildungsjahr: 550-790 Euro
    Ausbildungsjahr: 620-880 Euro
    Ausbildungsjahr: 670-930 Euro
    Einstiegsgehalt
    1500 bis 1900 Euro (Brutto)

    https://www.ausbildung.de/berufe/kfz-mechatroniker/gehalt/

    Ausbildungsgehalt Altenpfleger
    Ausbildungsjahr: 1010 Euro
    Ausbildungsjahr: 1072 Euro
    Ausbildungsjahr: 1173 Euro
    Einstiegsgehalt
    2400 bis 2600 Euro (Brutto)

    https://www.ausbildung.de/berufe/altenpfleger/gehalt/

    Strukturelle Diskriminierung von Frauen… listen and believe!

    Und wenn die beiden ein Date haben, erwartet die Frau das er bezahlt…

  • „Rechtspopulisten benutzen die Sorgen der Menschen und schüren sie“

    Da Schwesig und Co. mit der erfundenen Lohn“lücke“ („Lücke“ als unterschwellige Aussage, es sei ein signifikantes bereinigtes GPG vorhanden und ein Beweis für die flächendeckende Diskriminierung von Frauen) die Sorgen der weiblichen Menschen schüren, sind sie offenbar Rechtspopulisten.

    • Die erfindet nichts Neues. Diese ganze Lügerei hat Ursula von der Leyen seinerzeit als ihre Vor-Vorgängerin ins Leben gebracht. Das Ministerialdirigentchen „Röschen“, UvdL ruderte zwar schnell zurück, aber eine Schwesig äfft nun Alles nach, was ihr die politische Großmutter des Feminismus irrtümlich mitteilte.

      Unser „Küstenbarbie“ halt …

      Vernagelt, ideologisiert und Alles nachplappernd, was sich schon vor über einem Jahrzehnt als massiv fehlerhaft entpuppt hat. Die SPD halt, ganz sicher nicht die „gute Tante“.

  • Oh, ich bin bei Onyx gesperrt 😮 Und das passiert ausgerechnet mir, einem wahren Musterbeispiel an Sachlichkeit und Offenheit! 😀 xD

    Egal, es passt hier genauso gut.

    Tom174 stellt in der Diskussion um Equal Pay Day und Frauenberufe fest


    Bei „Frauen“ Berufen ist der Angebots- und Nachfrage Mechanismus deswegen kaputt, weil von einer Frau nicht erwartet wird, eine Familie ernähren zu können. Daher kann es sich eine Frau eher leisten, ihren Neigungen zu folgen, auch wenn dieser Beruf schlechter bezahlt wird.

    Woraufhin Onyx antwortet: Das ist keine rechtfertigung für eine schlechte Bezahlung von Berufen, die de facto mehr verdient haben.

    Und Tom frägt nach: Woran machst du das „de facto“ fest? Welche Fakten, wenn nicht Angebot und Nachfrage legst du da zu Grunde?

    Bezeichnenderweise kam darauf keine Antwort mehr. Warum sollte man auch auf so eine dumme Frage antworten? Schließlich ist doch völlig klar:
    Ich muss mir keinen gutbezahlten Beruf suchen. Ein Beruf muss gut bezahlt werden, weil ICH ihn mir gesucht habe. #ArgumentierenWieSchwesig

    Lucas, dieser Tweet ist eine echte Perle, ich glaube ich werde den noch öfter verlinken 😀

    • Ich stelle mal in Frage das Frauenberufe überhaupt schlechter bezahlt werden. Es gibt dort natürlich die Berufe bei denen man in der Ausbildung nichts verdient, was geändert werden sollte, aber danach können diese Berufe, was Gehalt angeht, meist sehr gut mit Handwerkern mithalten. Die wenigsten sind Ingenieure.

      • Hier noch weitere Beispiele:

        Erzieher Einstiegsgehalt
        1700 bis 2300 Euro (Brutto)

        https://www.ausbildung.de/berufe/erzieherin/gehalt/

        Krankenpfleger Einstiegsgehalt
        2400 bis 2600 Euro (Brutto)

        https://www.ausbildung.de/berufe/krankenpfleger/gehalt/

        Zimmerer Einstiegsgehalt
        1600 bis 2100 Euro (Brutto)

        https://www.ausbildung.de/berufe/zimmerer/gehalt/

        Maurer Einstiegsgehalt
        1720 bis 1800 Euro (Brutto)

        https://www.ausbildung.de/berufe/maurer/gehalt/

        Aber weil Frauen ja immer die Opfer sind, glauben einfach alle das Frauenberufe schlechter bezahlt werden.

      • @Matze:

        »Ich stelle mal in Frage das Frauenberufe überhaupt schlechter bezahlt werden.«

        Was ist mit dem Pflegesektor (wo Onyx m. W. arbeitet)? Ein typischer Frauenberuf, und ziemlich mies bezahlt+. Da verstehe ich sogar, dass Onyx so pissig ist, auch wenn sie bei der Suche nach den Schuldigen zu oft zu kurz denkt.

      • Krankenpflege ist nicht schlecht bezahlt, Altenpflege sieht da etwas anders aus.
        Als Krankenpflegerin liegst Du über einem Handwerksberuf, ohne Zulagen. Hatte die Disse mal bei den Piraten, hatte dann Stellenausschreibungen rausgesucht, dann kam einer und sagte, hey, da kommen aber noch Nachtzuschläge zu und wir müssen auch an die Fortbildung denken etc. pp.
        Einer der am Anfang sagt, LOHNLÜCKE, stieg da ein mit, wir wollen doch bitte keine Neiddiskussion führen 🙂
        Leider habe ich mir das nicht gesichert :):):)

      • @Kai V:

        »Krankenpflege ist nicht schlecht bezahlt, Altenpflege sieht da etwas anders aus.«

        Hm, ok, mein Hintergrund war ein Bekannter von mir, der in der Altenpflege arbeitet.

      • Ich glaube, das in dieser Diskussion zwei ganz unterschiedliche Vorstellungen vom WERT einer Tätigkeit kollidieren.

        Einmal geht es, besonders von Onyx stark gemacht, gleichsam um den inneren Wert einer Arbeit – wie wertvoll finden wir es, Kranke oder Arme zu pflegen? Es gibt insgesamt Tätigkeiten, die viele Menschen ungeheuer wertvoll finden, ohne dass sie überhaupt bezahlt würden – zum Beispiel, wenn Eltern sich Zeit für ihre Kinder nehmen, mit ihnen spielen, ihnen vorlesen etc.

        Auf der anderen Seite geht es um den PREIS für eine Arbeit, die über den MARKT vermittelt wird. Da spielt der innere Wert einer Tätigkeit eigentlich gar keine Rolle, oder nur eine sehr mittelbare.

        Bloß mittelbar wichtig ist auch die Ausbildung: Zwar kann man im Großen und Ganzen davon ausgehen, dass mit einer guten Ausbildung auch die Bezahlung steigt, aber direkt ist der Zusammenhang nicht (das ist ja zum Beispiel erkennbar am Beispiel des Mechatronikers).

        Auf dem Markt ist die Ausbildung wichtig, weil sie erstens eine Nachfrage begründet – es gibt nun einmal i.d.R. Menschen, die ein Interesse an einer gut ausgebildeten Arbeitskraft haben. Zudem begrenzt sie das Angebot: Ein mehrjährige erfolgreiche Ausbildung hat nun einmal nicht jeder zu bieten. Größere Nachfrage, kleineres Angebot – der Preis steigt.

        Natürlich ist das so vereinfacht, aber es wird schon deutlich, wo bei vielen Frauen Schwierigkeiten entstehen können.

        Erstens nämlich auf der Nachfrageseite. Es gibt ja Feministinnen – wie z.B. Jasna Strick -, die sich bitter darüber beklagen, dass für ihre Arbeit eigentlich viel zu wenig bezahlt werde. Nun mag Strick davon überzeugt sein, eine saugut ausgebildete Aktivistin zu sein – aber das heißt ja noch nicht, dass irgendjemand ein Interesse an der Tätigkeit hat und dafür Geld bezahlen möchte. Wer sucht schon dringend Frauen, die z.B. sehr geübt darin sind, Männern mit dem Vorwurf des „Mansplaining“ den Mund zu verbieten?

        Dieses Nachfrage-Problem wird für Frauen m.E. größer durch die künstlich gepushten Gender-Studies, bei denen überhaupt nicht klar ist, welches Interesse an entsprechend ausgebildeter Arbeit bestehen sollte. Es liegt nahe, dass hier dann politisch Druck erzeugt werden muss, um entsprechende Stellen aus öffentlichen Mitteln zu schaffen.

        Viel größer aber ist das Problem für Frauen wohl auf der Angebotsseite. Das Spektrum der Berufe, die Frauen ergreifen,ist deutlich kleiner als bei Männern, und oft sind die Berufe nahe an klassischen Tätigkeiten der bürgerlichen Hausfrau (Erziehung, Pflege). Das Problem dabei: Auch wenn viele Frauen finden, dass eine Tätigkeit zu schlecht bezahlt wird, wählen sie trotzdem keine andere. Das setzt gängige Marktmechanismen außer Kraft und bedeutet: Das Angebot an Arbeitskräften bleibt hoch, der Preis niedrig.

        Ich meine das überhaupt nicht als Vorwurf an einzelne Frauen – aber es beschreibt eine allgemeine Tendenz, und erst die ist ja auch wirksam auf dem Markt. Hintergrund ist wohl, dass – auch aus Allmendingers Studie vor ein paar Jahren geht das hervor – auch der weitaus größte Teil junger Männer UND Frauen weiterhin vom Mann erwartet, gut zu verdienen und eine Versorgerfunktion wahrzunehmen. Frauen müssen also in sehr vielen Fällen deutlich weniger als Männer ihre Berufswahl am Gehalt orientieren – und das wirkt sich tendenziell in einer Berufswahl aus, die im Hinblick auf basale Marktmechanismen sehr ungünstig ist.

        Was Schwesig macht, ändert nichts an der Situation, es verstärkt diese Situation sogar, kaschiert aber mit großem Mitteleinsatz die Folgen. Sie erzeugt gemeinsam mit anderen einen enorm hohen politischen Druck, um öffentlich finanzierte Stellen besser zu bezahlen, wenn diese Stellen mehrheitlich mit Frauen besetzt sind.

        Es müsste aber eigentlich doch verständlich sein, warum viele Männer das als unfair empfinden. Erstens ist die Berufs- und Ausbildungswahl vieler Frauen sehr eingeschränkt, weil sie schon damit rechnen, dass ihr Beruf vom Partner gleichsam subventioniert wird. Statt das aber Männern immerhin als einen Verdienst anzurechnen, müssen diese sich zweitens noch vorhalten lassen, sie würden Frauen diskriminieren. Während von Männern weiterhin ganz selbstverständlich erwartet wird, sich am Markt zu orientieren, wird dem Staat – vorwiegend durch männliche Beitragsleistungen finanziert – die Aufgabe zugeschoben, fehlende Marktorientierung von Frauen gefälligst auszugleichen.

        Wie sehr auch Schwesig selbst von Männern marktgerechtes Verhalten völlig selbstverständlich erwartet, ist ja z.B. an ihrem populistischen, ressentimentgeladenen Gerede über unterhaltsverweigernde Väter zu erkennen. NATÜRLICH hat der Vater so zu arbeiten, dass er nicht nur sich selbst, sondern auch Kinder und jahrelang auch die Frau finanzieren kann. Wehe, wenn nicht – dann ist er ein Schwein, das alle Verachtung verdient.

        Würde ein Großteil der Frauen ernsthaft ein Interesse haben, am „Gender Pay Gap“ etwas zu ändern – dann würden sie eine Type wie Schwesig längst in die Pampa gejagt haben.

      • Liebe Onyx,
        „Leben retten für 2500 Brutto. Mit Schicht-, WE-, Feiertagsdiensten.“
        2 Argumentationslinien, zum einen 2500 Brutto, mit Schicht, WE und Feiertagsdiensten…
        Mal aus der Website mit den Zahlen:
        „Wenn du deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast und ins Berufsleben einsteigst, wirst du in der Regel nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlt. Dein Einstiegsgehalt richtet sich nach Entgeltgruppe 7a und liegt (Stand 2016) bei 2574 Euro. Dein Gehalt steigt nun in regelmäßigen Abständen an, so dass du nach 13 Jahren 3220 Euro verdienst.“

        Und nu kommt es:
        ->>> (…) Nicht zu vergessen sind Aufschläge, beispielsweise für Nachtschichten und Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Und auch die Auszahlung eines Weihnachtsgeldes ist üblich. “
        Sind also nicht enthalten die Zuschläge… Gut, die sind nicht so hoch wie in der freien Wirtschaft, das betrifft aber auch Bahnmitarbeiter (übrigens beide Geschlechter) etc.

        Nur zur Vollständigkeit:
        „Wobei: Diese Ausbildungsgehälter im Beruf des Altenpflegers richten sich in öffentlichen Einrichtungen nach Tarifverträgen. Solltest du deine Ausbildung in einer rein privatwirtschaftlich geführten Pflegeeinrichtung absolvieren, können diese Entgelte variieren und sind in der Regel geringer. Entweder gibt es hier einen Haustarif oder dein Einkommen ist reine Verhandlungssache.“

        Somit wird öffentlicher Dienst besser bezahlt wie private Krankenpflege. Das ist kein Problem, aber was vergleichen wir denn nu?

        Argumentationslinie 2, Leben retten… Wir reden hier von ALTEN und PFLEGE. Also reden wir hier nicht von Notarzt.
        Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Notarzt in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar
        25 Jahre = 3.693 Euro
        https://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Notarzt-Notaerztin

        Dazu eine Altenpflegerin ohne Studium in einem Altenheim 2500… Mal ernsthaft, willst Du mir das wirklich erzählen? Du willst mich doch jetzt verarschen, oder? Und welche Leben retten denn Altenpflegerinnen? Die mit denen ich zu tun hatte haben meiner Oma den Arsch abgewischt (häuslicher Pflegedienst), da war nichts mit Leben retten. Da war Leben erhalten und Pillen einwerfen… Das habe ich übrigens auch gemacht wenn die nicht da waren, übrigens ohne Ausbildung und ohne Gehalt. Die Frauen hatten auch richtig Stress, nicht das ich da was abwerten will. Aber Leben retten, sorry…
        So, und deshalb musst Du jetzt mehr Geld verdienen wie ein Dachdecker, was Du ja als Altenpflegerin schon tust, weil ein sauberer Arsch, gewischt von einer Altenpflegerin wichtiger ist wie ein Dach, weil meine Windeln sonst nass sind, aber wenn mir die Scheiße vom Dach ins mein Pflegebett ins Gesicht regnet, so ist das halb so wild… Sorry, kommt noch irgendwas? Ich gestehe Dir ja zu dass Altenpflegerin ein harter Job ist, ich kenne das im Altenheim und von der mobilen Pflege. Ja, da ist Druck, da werden Zeiten gemessen etc. pp. Doch sorry, hyperventilieren wir da nicht gerade?
        Und Leben retten, 1600 bis 2200 Euro (Brutto) für die Feuerwehr… Die riskieren sogar noch ihr Leben wenn die ins Haus rennen… (zahlen von obiger website)
        Und Leben retten, haben wir noch die Daten vom Notarzt mit 25 Jahren und Studium im Kopf? Krankenschwester in der Notaufnahme 2150 bis 3100 pro Monat (ich weiss jetzt nicht ob beides mit Nachtzuschlägen etc. pp. Oder nicht, evtl. vergleichen wir Äpfel mit Birnen) https://www.gehalt.de/einkommen/suche/krankenschwester-notaufnahme
        Aber auch Polizei!:
        Polizei, Einstigsgehalt: 1600 bis 1800 Euro (Brutto)
        https://www.ausbildung.de/berufe/polizist/gehalt/
        Und nun mal Leben riskieren:
        Ein Soldat mittleren Ranges, zum Beispiel ein Feldwebel nach drei Jahren Dienstzeit, erhält dafür dann zwischen 2200 und 2300 Euro brutto im Monat.
        http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundeswehr-reform-was-soldaten-verdienen/10154420.html

        Ich weiss, genau diese Diskussion wolltest Du Dir ersparen… 🙂
        Aber mal ernsthaft, Du willst mir also nicht den Arsch abwischen wenn ich älter bin? Davor soll ich Angst haben 🙂 Ist ein Scherz oder? Ich krepiere eh Jahre früher, so sieben, da brauche ich nicht mal solange durchhalten… Wo ist mein monetärer Ausgleich dafür?

    • matze und andere antifeministen glauben ja auch, dass ErzieherInnen für das „bisschen Spielen mit Kindern“ mal nicht beschweren sollen und sogar überbezahlt seien.

      Aber das nur nebenbei. Viel Spaß weiter in der antifeministischen Ignoranz-Bubble.

      • Gut Onyx,
        dann mal Butter bei die Fische
        Krankenfleger ist mit welchem Job zu vergleichen und wie viel wird hier weniger bezahlt?
        Altenpfelger ist mit welchem Job zu vergleichen und um wie viel wird hier weniger bezahlt?
        Kindergärtnerin ist mit welchem Job zu vergleichen und um wie viel wird hier weniger bezahlt?

        Was Matze und andere in ihren Bubbles denken ist ja gut und schön… Aber ich würde es ja gerne mal verstehen.

        Ausbildungsgehalt Altenpfleger
        Ausbildungsjahr: 1010 Euro
        Ausbildungsjahr: 1072 Euro
        Ausbildungsjahr: 1173 Euro
        Einstiegsgehalt: 2400 bis 2600 Euro (Brutto)

        Ausbildungsgehalt KFZ-Mechatroniker
        Ausbildungsjahr: 520-730 Euro
        Ausbildungsjahr: 550-790 Euro
        Ausbildungsjahr: 620-880 Euro
        Ausbildungsjahr: 670-930 Euro
        Einstiegsgehalt: 1500 bis 1900 Euro (Brutto)

        Ausbildungsgehalt Dachdecker
        Ausbildungsjahr: 450-520 Euro
        Ausbildungsjahr: 630-700 Euro
        Ausbildungsjahr: 870-970 Euro
        Einstiegsgehalt: 1900 bis 2000 Euro (Brutto)
        Ich kenne persönlich übrigens 2 Dachdecker die heute nicht mehr Dachdecken weil sie einen schweren Arbeitsunfall hatten. Zusätzlich noch schlecht Wetter etc. pp.

        So, wo ist jetzt die Altenpflegerin unterbezahlt? Im Vergleich zur Bundesfrauenministerin ist jeder unterbezahlt, keine Ahnung, dummes Zeug quatschen und Menschen beleidigen kann jeder, ohne Ausbildung!

        Alle obigen Gehälter von https://www.ausbildung.de/

      • Da onyx mich hier nicht sperren oder löschen und damit die Wahrheit unterdrücken kann, lohnt sich eine Erwiderung.

        Ich hatte letztens das Glück, mit einem Mann zu reden, der 20 Jahre als Erzieher gearbeitet hat – und zwar primär mit Frauen. Er bezeichnet dies als die schlimmste Zeit seines Lebens, denn seine Schilderung geht etwa so:

        Die Frauen hätten so gut wie alle keine Lust gehabt, mit den Kindern zu spielen, geschweige denn aus sie einzugehen oder sich für sie was auszudenken, sondern hätten es vorzogen, rauchend und kaffeetrinkend im Gemeinschaftsraum der Mitarbeiter zu sitzen, während sie erwarteten, daß die Kinder sich entweder selbst beschäftigen oder auf Konmando parieren. Darüber hinaus sei es ihre Lieblingsbeschäftigung gewesen, dem Mann nachzustellen, in der Hoffnung, ihn bei irgendwas zu erwischen, was ihm sexuell ausgelegt und somit gegen ihn verwendet werden könnte.

        Soziale Berufe sind eben in der Regel nur schwach kontrolliert – weshalb es dort für Frauen sehr angenehm ist.

        Da ich erwarte, daß nun von Einzelfällen fabuliert wird, darf ich hinzufügen, daß er in 8 verschiedenen Positionen gearbeitet hat und immer denselben Sachverhalt vorgefunden hat.

        Meine Erfahrungen in der Wissenschaft sind analog: Der Leistungswille der Frauen ist in aller Regel sehr schwach ausgeprägt, da die meisten Frauen glauben qua Geburt mit Weiblichkeit beschenkt, begabt und gesegnet worden zu sein und sie verbringen ihr ganzes Leben mit dem Versuch, von anderen die Anerkennung ihrer geschlechterrassistischen Grundeinstellung zu bekommen.

      • Onyx, wenn dir die Leute hier auf eine ähnliche Art und Weise antworten würde wie du das umgekehrt auf deinem Blog öfter machst, dann sähe eine Antwort auf deinen post so aus:

        😴 (sleep smiley)

        Und jetzt vergleich das bitte einmal mit der Antwort, die Kai V dir tatsächlich gegeben hat. Das sind sachliche Fragen zum Thema (!), untermauert mit konkreten Fakten. Ob dir die Fragen gefallen oder nicht steht auf einem anderen Blatt, aber selbst wenn sie dir nicht gefallen bedeutet das nicht dass du sie einfach ignorieren kannst (und stattdessen persönliche Angriffe fährst).
        Es mag durchaus sein, dass Kranken- / Altenpfleger spezifische Probleme haben über die es sich zu diskutieren lohnt. Eine Diskussion ist dann aber mehr als sich hinzustellen und „MEHR GELD, UNFAIR“ zu brüllen. Als Startpunkt für eine Diskussion könnte z.b. die Frage von djadmoros dienen „wieviel gesellschaftliche Grundversorgung darf man dem Markt überlassen?“ Dazu gehört dann aber auch, dass man die Sache von mehreren Seiten betrachtet und verschiedene Perspektiven gegeneinander abwägt.

        Damit genug von der Diskussions-Meta-Ebene.

        In der Sache schließe ich mich den Fragen von Kai V an 🙂

      • @elmar:

        Meine Erfahrungen in der Wissenschaft sind analog: Der Leistungswille der Frauen ist in aller Regel sehr schwach ausgeprägt, da die meisten Frauen glauben qua Geburt mit Weiblichkeit beschenkt, begabt und gesegnet worden zu sein und sie verbringen ihr ganzes Leben mit dem Versuch, von anderen die Anerkennung ihrer geschlechterrassistischen Grundeinstellung zu bekommen.

        Kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Die Frauen bei uns im Team unterscheiden sich weder in der Leistungsfähigkeit noch in der wissenschaftlichen Performance von den männlichen Kollegen.

      • @PingPong
        Zu Deinem Posting:
        1. Mansplaining
        2. Antifeministisch
        3. Ignorant!

        Sonst würdest DU
        1. Glauben
        2. Dich anschliessen, aber bitte still und leise ohne gleich das Wort an Dich zu reissen und bitte ohne das Du dafür auch noch Lob erwartest
        3. Nicht für Fakten das Wort Fakten verwenden, sondern alternative Fakten äh, ne das war Trump, hier ist das FakeNews…

        Klar!
        Feministische Grüsse

      • @pingpong

        „Die Frauen bei uns im Team unterscheiden sich weder in der Leistungsfähigkeit noch in der wissenschaftlichen Performance von den männlichen Kollegen.“

        Das freut mich sehr. Ich würde diese Erfahrung auch gerne machen.

      • @ Kai
        Du bist lustig. Du tust genau das gleiche, bzw verlangst es von mir, was immer Feministinnen in diesem Kontext vorgeworfen wird. Nämlich völlig unterschiedliche Branchen nebeneinander zu setzen und versuchen, sie gegeneinander auszuspielen, wer am ärmsten dran ist. Das läuft bei mir nicht. Wer nicht erkennt, welche unterschiedlichen schwierigen Anforderungen diverse Berufe haben und alles abwertet, was er nicht versteht, sollte nicht erwarten, ernst genommen zu werden. Ich habe es zu oft erlebt, dass Leute über Berufe herumlabern, von denen sie keinen Schimmer haben. So auch hier, wie üblich. Das könnt ihr ohne mich machen. Ich unterhalte mich lieber mit Leuten, die wissen wovon sie reden.

      • „matze und andere antifeministen glauben ja auch, dass ErzieherInnen für das „bisschen Spielen mit Kindern“ mal nicht beschweren sollen und sogar überbezahlt seien“

        Wo habe ich das geschrieben? Oder willst du mir erklären was ich eigentlich denke?

      • @ matze
        Irrelevant. Wenn eure einzige „Argumentation“ daraus besteht, zu sagen, dass andere noch weniger verdienen, und darum sollen sich die ganzen PflegerInnen und ErzieherInnen mal gefälligst nicht beschweren, habt ihr einfach nichts, aber auch gar nichts verstanden.

      • Bitte schön
        O-Ton matze
        „Da kann man soviel Arbeitsbedingungen und Gehälter vergleichen wie man will. Ich bin auch einigermaßen erstaunt, was manche Erzieher verdienen und wie man da noch rumjammern kann. Wenn sich das ganz Abackern als Maurer oder Fliesenleger oder sonst irgendeinem körperlich belastenden oder gefährlichen Beruf nicht mehr lohnt, warum sollte man dort dann noch abeiten. Dann doch lieber für das gleiche Geld Mensch-ärgere-dich-nicht spielen.“
        https://karstenmende.wordpress.com/2015/05/09/gender-pay-gap-streik-der-kindergartnerinnen-beweist-das-gegenteil/

      • Liebe Onyx,
        ich bin immer Lustig, muss man ja sein in einer Welt in der z. B. eine Schwesig für eine sozialdemokratische Partei Ministerin ist und man mit Dir ne Diskussion führen soll. Sonst ist das auch nicht zum Aushalten…
        Aber gut, ich verlange von Dir erst mal nur das Du dieses, wir sind aber so arm dran belegst. Und da habe ich dann mal gesagt, im Vergleich zu wem, was oder what ever… Ich bin studierter Informatiker, ich bin erst mal diskriminiert. Der Chef meines Chefs, ca. 15.000 Euro Brutto, der ist aber erst mal diskriminiert, aber sowas von! Du verstehst die unterschiedlichen Anforderungen halt nicht! Selbst Schuld!!! Das ist jetzt hier das Niveau! Klasse…
        Aber mich kann man ja nicht ernst nehmen weil… „bzw verlangst es von mir, was immer Feministinnen in diesem Kontext vorgeworfen wird. Nämlich völlig unterschiedliche Branchen nebeneinander zu setzen und versuchen, sie gegeneinander auszuspielen, wer am ärmsten dran ist.“
        Nö, das tue ich nicht. Aber wie gesagt, mein Chef ist diskriminiert, die arme Sau! So, und nu? Ich muss Dir einfach glauben, ich muss die unterschiedlichen Anforderungen verstehen etc. pp. Nur kann ich Dich nicht ernst nehmen, wie auch? Mal aus dem Spiegelinterview:
        „Oder: Die Frau ist ja selbst schuld, wenn sie als Altenpflegerin statt als Automechanikerin arbeitet und deshalb weniger verdient. Stattdessen müssen wir fragen, wie es sein kann, dass Pflegeberufe so schlecht bezahlt werden.“

        Die Schwesig macht doch genau das, Altenpflegerin gegen Automechaniker ausspielen! Eben das was ich aufgegriffen habe. Nur das der Automechaniker nicht mehr existiert, der heißt heute Automechatroniker und hat 4 Lehrjahre im Gegensatz zur Altenpflegerin mit drei Lehrjahren. Und der verdient auch noch weniger! Womit nun doch wohl klar ist das Schwesig keinen blassen Schimmer hat von was sie redet. Das brauchst Du mir jetzt nicht mal zu glauben, sondern das ist belegt!

        So, und nu? Du bist diskriminiert weil Du eine Frau bist und laut einer Zahl, wie die auch immer erstellt wurde, Du als Frau im Durchschnitt weniger verdienst… Genauso wie ich als Deutscher im Durchschnitt 47.681 Euro Sparguthaben besitze, die ich übrigens mal suchen muss, die habe ich wohl gerade verlegt…
        Es scheint viele Gefühle zu geben, gefühlte Sparguthaben, gefühlte Diskriminierung, gefühlte Intelligenz bei Ministerinnen… alles gefühlt…
        Ich stell mir gerade meine Gehaltsverhandlung vor. Chef, wenn Sie nicht kapieren warum ich mehr Geld verdienen muss, Sie wissen Anforderungen und so… Übrigens, auch das ich die unterschiedlichen Anforderungen nicht kapiere, wie kommst Du darauf? Gibt es da irgendein Argument? Mal ernsthaft, jemand der es mit Deinem Niveau schafft sich in einem Job zu behaupten, den Job muss man doch nicht ernst nehmen, oder?

        Wobei Du dann nachher nochmal sagst:
        „Irrelevant. Wenn eure einzige „Argumentation“ daraus besteht, zu sagen, dass andere noch weniger verdienen, und darum sollen sich die ganzen PflegerInnen und ErzieherInnen mal gefälligst nicht beschweren, habt ihr einfach nichts, aber auch gar nichts verstanden.“

        Argumentieren wie Schwesig 🙂 Du hast KEINE Argumente!

      • Liebe Onyx,
        och, da gibt es einige…
        Zu erst einmal behauptest DU das Altenpfleger unterbezahlt sind. Also solltest DU auch belegen können warum, und nicht ich warum nicht! Reihenfolge!

        Dann habe ich behauptet das Automechatroniker 4 Jahre lernen, Altenpfleger aber nur 3. und dann sogar noch weniger verdient… Ups Argument…
        Weiterhin sage ich das Du Dich auf gefühlte Zahlen (Statistik, die nicht mal ne Ministerin belegen kann) berufst um Deine Benachteiligung zu belegen.
        Und weil DU solche Minimalzusammenhänge nicht kapierst, trotzdem in einem Job bist, habe ich behauptet dieser Job hat NULL wert. Ups, Argument! Apropos, QED!

        Evtl. sind sogar noch andere Argumente enthalten, erhebe somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit aller meiner genannten Argumente…

        Du solltest es evtl. auch mal als Familienministerin versuchen, echt jetzt…

      • „Zu erst einmal behauptest DU das Altenpfleger unterbezahlt sind. Also solltest DU auch belegen können warum“

        Leben retten für 2500 Brutto. Mit Schicht-, WE-, Feiertagsdiensten.
        In deinen Augen ok? Für Betroffene weniger. Eines Tages, wenn du selbst betroffen bist, immobil im Bett liegst, auf Hilfe angewiesen bist, wirst auch du das zu spüren bekommen. Aber dann ist es zu spät. Ich werde kein Mitleid mit dir haben. Sag keiner, er hätte von nichts gewußt.

      • „Irrelevant“

        LOL, wenn es heißt das Frauenberufe schlechter bezahlt werden wie Männerberufe ist es irrelvant das Frauenberufe besser bezahlt werden wie Männerberufe.

        „Wenn sich das ganz Abackern als Maurer oder Fliesenleger oder sonst irgendeinem körperlich belastenden oder gefährlichen Beruf nicht mehr lohnt, warum sollte man dort dann noch abeiten. Dann doch lieber für das gleiche Geld Mensch-ärgere-dich-nicht spielen.“

        Sich anders zu entscheiden wäre dumm, aber solange behauptet wird das man in Frauenberufen nichts soviel verdient, bleibt der Wechsel aus.

      • Onyx: „Du tust genau das gleiche, bzw verlangst es von mir, was immer Feministinnen in diesem Kontext vorgeworfen wird. Nämlich völlig unterschiedliche Branchen nebeneinander zu setzen und versuchen, sie gegeneinander auszuspielen, wer am ärmsten dran ist“

        Du verstehst den Sinn des Beispiels nicht bzw. vergisst worum es ursprünglich ging. Es wird auf feministischer Seite immer behauptet, das Frauenberufe schlechter bezahlt sind als Männerberufe. Und diese Beispiele zeigen aber: Diese Behauptung kommt nur durch einen Vergleich von Durchschnittswerten zustande. Und jeder der mal einen Grundkurs in Statistik besucht hat weiß, dass Durchschnittswerte stark anfällig für Ausreißer sind. Und hier sieht man eben ein gutes Beispiel dafür.

        Ob die Berufe trotzdem zu schlecht bezahlt sind kann man ja trotzdem fragen, nur da es eben eine ganze Reihe noch schlechter bezahlter Männerberufe gibt, kann man hier nicht wirklich von Frauendiskrimminierung reden.

        Zumal man hier nämlich noch sagen könnte: Für einige nicht gerade geringe Menge an Frauen würde es sich finanziell lohnen auf einen typischen Frauenberuf umzusteigen. Und immerhin ist es nach dem Vergleich ja auch so, dass der ständige Kampf von Feministinnen für mehr Handwerkerinnen (weil man ja Geschlechterrollen durchbrechen will) für die Frauen ein Kampf mit finanziell schlechtem Ergebnis darstellt.

    • Und mal kurz dazu:
      „Da kann man soviel Arbeitsbedingungen und Gehälter vergleichen wie man will. Ich bin auch einigermaßen erstaunt, was manche Erzieher verdienen und wie man da noch rumjammern kann. Wenn sich das ganz Abackern als Maurer oder Fliesenleger oder sonst irgendeinem körperlich belastenden oder gefährlichen Beruf nicht mehr lohnt, warum sollte man dort dann noch abeiten. Dann doch lieber für das gleiche Geld Mensch-ärgere-dich-nicht spielen.“

      Hab ich da jetzt was falsch verstanden? Ist es nicht genau das was Feminstinnen immer wollen? Mehr Männer in die Pflege? Also, heben wir das Positive raus! Hey, immer im Warmen, keine Rückenprobleme mit 50, kein schlecht Wetter und immer viel Spass mit Kindern! Ist das jetzt auch nicht recht? Müssen die Männer da nur dann rein wenn es ein Scheissjob ist der auch noch unterbezahlt ist?

    • @ Kai
      „Dazu eine Altenpflegerin ohne Studium in einem Altenheim 2500… Mal ernsthaft, willst Du mir das wirklich erzählen? Du willst mich doch jetzt verarschen, oder?“

      Würd ich gern. Aber komplett ahnungslose Leute wie du sind mir diese Mühe nicht wert.

      „Und welche Leben retten denn Altenpflegerinnen? Die mit denen ich zu tun hatte haben meiner Oma den Arsch abgewischt (häuslicher Pflegedienst), da war nichts mit Leben retten. Da war Leben erhalten und Pillen einwerfen… Das habe ich übrigens auch gemacht wenn die nicht da waren, übrigens ohne Ausbildung und ohne Gehalt. Die Frauen hatten auch richtig Stress, nicht das ich da was abwerten will. Aber Leben retten, sorry…

      Ja, leben retten. Ich sag ja, du hast keine Ahnung vom Berufsbild.

      • @ONYX
        finde ich niedlich die Disse mit Dir. Alle anderen haben KEINE Ahnung, und das behauptest Du andauernd, nur belegen tust Du es nicht. Andere verweisen auf Seiten im Internet, aber die haben auch keine Ahnung. Selbst wenn es um den BAT geht, alles Falsch, weil wir haben keine Ahnung… Und beim Arschabwischen retten Altenpfleger täglich leben… Tausendfach! Nicht das Arschabwischen nicht wichtig ist, aber es rettet auch Leben! Und heute reicht es zu sagen, Du hast keine Ahnung um seine Ahnung zu zeigen. Nur Onyx hat Ahnung weil das Arschabwischen Leben rettet!

        Und man darf natürlich nicht die Krankenpflegerin mit einem KFZ Mechaniker vergleichen, weil man das nicht vergleichen kann. Man weiss aber man ist unterbezahlt, weil eine Zahl die irgendwas vergleicht zeigt das Frauen 250000 Prozent weniger verdienen und weil Arschabwischen Leben rettet. Automechaniker sind nicht unterbezahlt, weil die ja nur an Bremsen rumspielen. Bringt man Verdienste von Feuerwehrleuten, BAT wie Altenpfleger, die auch leben retten, dann hat man keine Ahnung. Aber als Feministin hat man Ahnung, weil Feministinnen nun mal viel Ärger angestaut haben, weil sie keine Argumente haben und alle anderen keine Ahnung haben!

        Und man braucht auch nicht auf die Argumente von anderen eingehen, man findet die Argumente nicht mal, kapiert die nicht, aber man ist ob seiner super Tätigkeiten einfach unterbezahlt.

        Menschen die ihre Angehörigen zuhause pflegen sind natürlich nicht unterbezahlt, die retten auch keine Leben, und vor allem, wenn die nicht sofort für Milllionengehälter stimmen, dann haben die auch keine Ahnung!

        Das war bisher die Argumentationlinie von Dir Onyx. Super, war es das, oder kommt noch irgendwas?

        http://www.n-tv.de/panorama/Team-Wallraff-findet-verwahrloste-Senioren-article12774036.html
        https://www.welt.de/wirtschaft/article120098457/Lassen-Sie-ihn-der-liegt-doch-schon-im-Sterben.html
        http://www.zeit.de/gesellschaft/2012-06/leserartikel-pflegeheim-lieblos-vernachlaessigt-

        • @kai
          Da du die Tätigkeit in Pflegeberufen auf „Arschabwischen“ reduzierst und auch offensichtlich nicht willens oder in der Lage bist darüber mal zu reflektieren, kann ich definitiv sagen dass du keine Ahnung hast.
          Ich werte im Gegensatz zu dir keine Berufsgruppen ab in denen vorwiegend Männer arbeiten sondern respektiere die Leistung anderer. Etwas was du offenbar nicht kannst.
          Daher macht eine weitere Diskussion mit dir wenig Sinn.

        • Wenn du Tätigkeiten in Pflegeberufen konsequent auf „Arschabwischen“ reduzierst und auch nicht willens oder in der Lage bist, darüber mal zu reflektieren, kann ich sagen dass du definitiv keine Ahnung hast. Im Gegensatz zu dir werte ich keine Berufsgruppen ab, von denen ich keine Ahnung habe und in denen vorwiegend Männer tätig sind. Von daher macht eine Diskussion mit dir keinen Sinn

          • Hase Onyx:

            Ich habe während der Semesterferien im Altenheim gejobbt. Und ich kann dir bestätigen, dass die heiligen Schwestern und -Pflegerinnen dort lediglich eins gemacht haben:

            – Den Arsch abgewischt
            – Das Bett bezogen je Woche
            – Medikamente vorsortiert
            – Spaß im Café gehabt

            Erzähl mir nichts von der Realität. Denn diese ist böse und scheinheilig. Und frag dich mal, was ein Kanal- oder Sanitärreniger im Gegensatz zu anderen Menschen aus deiner Branche verdient, obwohl er nichts anderes macht, als die Scheiße zu entsorgen.

            Und frag mich nicht, wie ich angegangen wurde, weil ich die kostbare Zeit verschwendet habe, weil ich mit den Alten Spiele spielte, sie teilweise vom Rollstuhl befreite oder einfach nur mit ihnen plauderte, während die Schwester Oberin mit ihren Kolleginnen tratschen musste, um mich anschließend zu rügen.

            Ziemlich bigott also, was du da schreibst und dreist die mehrfach genannten und belegten Fakten ignorierend. Du! Bist! Eine! Tpische! Feministin! (Deine) Emotionen zählen mehr, als alle Belege dieser Welt und daher bist du so schwer benachteiligt.

            Reich dir selbst die Tränenvase, könnte ja Leben retten …

      • Echt, ist jetzt ein Joke oder? 🙂 Bist Du wirklich so Kindergarten?

        „Ich werte im Gegensatz zu dir keine Berufsgruppen ab in denen vorwiegend Männer arbeiten sondern respektiere die Leistung anderer. Etwas was du offenbar nicht kannst.“

        Seit Stunden kommt hier von Dir:
        „Wo ist jetzt noch mal DEIN Argument? Ich hab keins gefunden. Überraschung.“
        Oder aber:
        „Würd ich gern. Aber komplett ahnungslose Leute wie du sind mir diese Mühe nicht wert.“

        Das obwohl man massenweise Argumente bringt, selbst BAT Gruppen und Tätigkeiten miteinander vergleicht. Aber klar, alle anderen sind doof, weil man selbst ja sooooooo super ist! Das braucht man auch nicht belegen oder mit Argumenten zu unterfüttern. Und „Daher macht eine weitere Diskussion mit dir [also mir] wenig Sinn.“

        Ich frage mich nur welche Diskussion? Ich hatte keine mit Dir! Du hast hier MEINE Arbeit, also das Argumentieren mit Fakten, nicht respektiert, was übrigens auch eine Leistung ist! Du wertest hier durchgehend andere ab, dich selbst aber als Lebensretterin auf! Aber Argumente, Null! Man muss glauben oder man ist doof! Genau das ist doch der Lillifee-Feminismus den ich bemängele. Ich bin sooooo super und in meinem Königreich da bin ich die Prinzessin… und alle anderen sind doof!

        So, hier mal eine Stellenbeschreibung einer Pflegefachkraft:
        https://pqsg.de/seiten/openpqsg/hintergrund-stellenbeschreibung-pk.htm
        Sorry, Lebenretten finde ich da nicht! Da steht:
        Einleiten von Sofortmaßnahmen und Benachrichtigung des Arztes im Notfall

        Und nun nochmals ne Stellenbeschreibung, diesmal Feuerwehrmann, Gehalt war oben:
        Neben der Brandbekämpfung zählen unter anderem auch die
        • Rettung von Menschen und Tieren
        und etwas später:
        Zu den Hauptaufgaben zählt
        • die medizinische Erstversorgung und …
        um dann nochmals hinzuweisen das:
        Eine Feuerwehrbeamtin / ein Feuerwehrbeamter ist körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Neben den Witterungseinflüssen muss auch unter Qualm und Hitze gearbeitet werden, aber auch der Umgang mit verletzten Personen oder dem Tod ist belastend.
        https://www.bochum.de/C125708500379A31/vwContentByKey/W27M2D2Z534BOLDDE

        Und nochmals,
        Einstiegsgehalt Feuerwehr 1600 bis 2200 Euro (Brutto)
        Einstigesgehlat Altenpflege 2400 bis 2600 Euro (Brutto) beide Werte von bereits genannter Seite und nach BAT!

        Aber wenn man das bringt hat man KEINE Ahnung, weil Du weisst was Feuerwehrmänner leisten müssen und weil Du weisst was Altenpfleger leisten müssen, und Du weisst Du bist unterbezahlt weil Du weisst was alle anderen leisten müssen! Aber Du wertest dadurch natürlich nicht andere ab! NEIN, wie auch… mal eben mehr Gehalt fordern, trotzdem unterbezahlt im Gegensatz zu Feuerwehrmann. Das ist natürlich keine Abwertung! Denn Gehalt ist ja überhaupt kein Wert…

        Alle anderen mal kurz als Ahnungslos bezeichnen oder Argumente nicht anerkennen, sogar diese verleugnen, all das ist natürlich der volle Respekt. Und wenn man dann versucht Dich zu reizen, damit überhaupt mal was kommt, dann ist man natürlich ein Arschgesicht, weil man Deinen Job nicht würdigt.

        Wobei gerade das nun interessant ist, denn Fremdbild und Eigenbild scheinen bei Dir eine kleine Lücke in der Grösse des Grand Canyon aufzuweisen. Und nochmals, wir reden hier von einer angeblichen Lohnlücke von 25 Prozent zwischen Männern und Frauen über alle Berufsfelder und Tätigkeitszeiten hinweg. Wir wissen nicht einmal ob Frauenberufe unterbezahlt sind (im Vergleich zu was auch immer), was ja nun die Aussage von Schwesig ist, UND DARUM GEHT ES HIER JA. Dazu ist nichts gekommen, ausser das diese Zahl über der Diskussion schwebt und Schwesig auch noch behauptet das Altenpfleger weniger verdienen wie Kfz Mechaniker… Was nicht mal stimmt. Aber auch das ist natürlich keine Abwertung von KFZ Mechatronikern durch Schwesig, wie auch. Der volle Respekt gegenüber Autoschlossern…

        Ich find es echt niedlich, jetzt haber ich aber genug gespielt und lass es mal sein… Wenn Du Bock hast kannst Du ja mal meine Argumente mit Rot unterlegen, wenn da nicht mindestens 10 rote Unterstriche kommen, dann hast Du da einen Fehler. Argumente von Dir? NULL! Aber wir sind ahnungslos! Und bei uns mangelt es an Respekt!

        Dabei kann man schön mal über Altenpflege reden. Wie viel Zeit gibt es denn für einen alten Menschen in einem Altenheim? 12 Minuten für Grundpflege, wie lang sind die Zeiten für Nahrung? Wie lang für soziale Kontakte, waren es 10 Minuten? Für 10 Minuten soziale Kontakte mit einem Altenpfleger, dafür sollen jetzt bei alten Menschen Leben gerettet werden? Wie viel Zeit wird mit diesen Menschen pro Tag verbracht? Eine halbe Stunde inklusive 10 Minuten individuelle Sozialkontakte? Wo retten wir da noch Leben? Und da wäre mal eine Diskussion über Pflege angebracht, wollen wir eher die Schwarzwaldklinik oder doch eher Schnelldurchlauf… Aber das ist mit Dir ja nicht möglich, weil alle anderen haben ja keine Ahnung…

        Ich habe es kapiert Prinzessin Lillifee!

        • Sensationell. 😂
          Erst mal abspeichern. So viel Schwachsinn, so viele Unterstellungen, soviel Giftspritzerei. Das glaubt einem ja sonst keiner, wie Antifeministen in freier Wildbahn durchdrehen können.
          Ich habe nur noch eine gut gemeinte Empfehlung für dich. Geh mal kalt duschen und denke das nächste mal nach, bevor du hysterisch in die tasten haust.
          Das hier ist weitab von irgendeinem Niveau auf dem ich reden will.

      • Hysterisch 🙂 Wie gesagt, von Dir kommt nichts ausser dämliche Unterstellungen! Was anderes hat hier aber auch keiner erwartet…

  • Hallo Lucas,

    Sorry, etwas länger… 🙂
    mich stört die Argumentation von Schwesig nicht mal wirklich, ist normales Politikerblabla. Mich stört eher das Journalisten da nicht mal nachforschen und das die Tante damit durchkommt. Z. B. Schwesig zum Führerscheinentzug:
    ‚Schwesig: Ich sehe darin keinen Populismus und meine den Vorstoß vollkommen ernst. Es bringt mich auf die Zinne, wenn sich Eltern aus der Verantwortung stehlen. Bei Arbeitnehmern schaut der Staat bei der Steuerklärung darauf, ob man nun 78 oder 80 Kilometer Arbeitsweg hat, aber bei der Eintreibung von Unterhalt herrscht Nachlässigkeit.‘

    Nun sind Unterhaltskosten sofort Pfändbar, die werden, wenn ich das in D richtig sehe, von den Landesregierungen eingetrieben. Habe mal in folgendes gefunden:
    http://www.lagus.mv-regierung.de/serviceassistent/download?id=43925

    Hierzu Seite 3 das Geleitwort der Ministerin, züständig für diesen Verein.
    „Das Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern blickt auf ein arbeitsreiches Jahr 2010 zurück. Die Beschäftigten erbringen vielfältige Leistungen für die Menschen in unserem Bundesland und darüber hinaus.“ Blablabla was sind wir toll. Um dann weiter zu machen mit:
    „Die Liste der genannten Aufgaben ist nicht vollständig. Eine solche Aufzählung würde den Rahmen sprengen, denn die etwa 600 Beschäftigten haben insgesamt etwa 500 Millionen Euro für gesundheitliche und soziale Belange jüngerer und älterer Menschen „bewegt“. In diesem Bericht zeigt die Behörde, welche besonderen Herausforderungen im Jahr 2010 zu bewältigen waren, ohne den Blick auf die Standardaufgaben zu vernachlässigen. Machen Sie sich selbst ein Bild – die Lektüre lohnt sich!“

    Und wie sich die Lektüre lohn. Seite 10, grauer Kasten links:
    „Vorschuss auf den Unterhalt
    Im Jahr 2010 hatten über 17.000 Kinder in M-V Anspruch auf Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz. Hierfür wurden über das LAGuS insgesamt ca. 30,5 Millionen Euro an Landes- und Bundesmitteln ausgegeben.“
    Boa, 30,5 Millionen, wie viel ist das Umgerechnet in Führerscheinen?

    „Die bei den Jugendämtern der Landkreise und kreisfreien Städte angesiedelten Unterhaltsvorschussstellen prüfen insbesondere, ob die Leistung im Einzelfall eine Vorschuss- oder Ausfallleistung darstellt, betreiben den Rückgriff bei den Unterhaltsschuldnern und stellen fest, ob diese nicht zahlen wollen oder ggf. nicht zahlen können.“
    Ist nicht wahr, die prüfen das? Boa!!! Wie sagt Schwesig so schön: „aber bei der Eintreibung von Unterhalt herrscht Nachlässigkeit.“ Tja, da haben wir dann ja gleich die FLACHfrau…

    „Die Rückholquote beträgt für M-V ca. 13-14 Prozent der Ausgaben, so wie für Berlin, Brandenburg, Hamburg, Bremen und Thüringen; der Bundesdurchschnitt liegt bei 20 Prozent.“
    Ist nicht wahr, wirklich. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, der Bundesdurchschnitt liegt bei 20% und MecPom schafft nur 14%. Wie kommen die denn wohl auf 20% ohne an den Führerschein zu gehen? Pfänden die etwa vorher noch gleich das Auto? Das interessiert die Schnalle aber nicht!

    „Das LAGuS ist mit den Fällen konfrontiert, in denen den Schuldnern nur noch mit den Maßnahmen der Stundung, Niederschlagung, Erlass und Vergleich im Insolvenzverfahren begegnet werden kann. Hier wird über die von den UVStellen beantragten Maßnahmen entschieden. Im Jahr 2010 waren dazu 459 Anträge zu bearbeiten.“
    Ach ne, und diesen Typen die insolvent sind, denen nehmen wir jetzt den Führerschein ab und alles ist gut? Wie viele sind denn jetzt insgesamt nicht in der Lage Unterhalt zu zahlen, weil sie z. B. letztes Jahr bereits in die Privatinsolvenz gegangen sind? Und wie viele, weil die Unterhaltsschulend zu hoch sind, haben denn überhaupt das Handtuch geworfen?

    Nur zur Vollständigkeit der Rest:
    „Das LAGuS ist außerdem Widerspruchsbehörde für Unterhaltsvorschussangelegenheiten in M-V. Im Jahr
    2010 gingen insgesamt 73 Widersprüche ein, davon wurden 48 abgeschlossen.“

    Doch wie sagt Küstenbarbie so schön:
    „Schwesig: Ich sehe darin keinen Populismus und meine den Vorstoß vollkommen ernst.“
    Und da hätte dann der Journalist sagen müssen, Frau Schwesig, wenn Sie das Ernst sehen, warum wehren Sie Sich gegen den Vorwurf Küstenbarbie, aussen Blond und innen hohl… Zu ihren Angriffen auf den Rechtsstaat wie Team Gina Lisa ist ja leider auch nichts gekommen. Hab mir das Interview aber auch nicht bis zum Ende angetan. Hatte mal zu einem Interview in der FAZ was geschrieben:
    https://www.fischundfleisch.com/klausbaerbel/journalismus-offener-brief-an-die-faz-32390

    Oder auch über Anre der Fall eines Österreichers:
    http://www.heute.at/news/oesterreich/Beinhart-Kein-Job-trotzdem-2-500-Euro-Alimente;art23655,1412506?ref=newsletter_topthemen

    Wullf musste gehen, nicht weil er sich hat einladen lassen, sondern weil er bei der Bild angerufen hat und auf Berichterstattung einfluss nehmen wollte. Schwesig nimmt Einfluss auf den Rechtsstaat und alles ist suuuuuper!!! Habe ich mich so verändert oder gibt es NULL, wirklich NULL kritischen Journalismus der mal Politker anpisst in D? In F haben wir wenigstens noch die Ente…
    http://www.lecanardenchaine.fr/

    Doch Schwesig kommt mit all dem Mist durch…

    • Nochmal dazu, nur mal als kleines Rechenbeispiel für total bekloppte Familienministerinnen:
      459 Personen haben Anträge auf Stundung, Erlass etc. beantragt.
      Demgegenüber wurden 17.000 Kinder UV gewährt.
      UV geht bis zum 12. Lebensjahr, gehen wir mal von Durchschnittlich 7 Jahren aus, die eine dieser 459 Personen im Durchschnitt noch für die Kinder Leistungen erbringen muss:

      459 * 7 = 3213 * 1,8 Kinder = 5783… Selbst diese kleine Modellrechnung, die am unteren Ende kratzt, zeigt das allein 1/3 der Leistungen direkt per Antrag in einem Amt bearbeitet werden oder wurden das Schwesig untersteht.

      Gehen wir mal, weil in unteren sozialen Schichten eine höhere Kinderrate ist, von 2,5 Kindern pro Leistungspflichtigem aus, so sind wir schon bei der Hälfte. Der Rest der Fälle wird auch nicht besser sein. Aber Führerscheinentzug, das hilft! Familienministerinnen mit Hirn, das hilft bestimmt nicht!

  • „Das ist keine rechtfertigung für eine schlechte Bezahlung von Berufen, die de facto mehr verdient haben.“

    Diese Haltung negiert völlig, daß es so etwas wie Marktmechanismen gibt, die Preise für Güter oder Dienstleistungen bestimmen. Diese Haltung läuft auf ein Verbot von Marktmechanismen hinaus, sowie als notwendigen Ersatz auf einen Big Brother (oder besser eine Big Sister), der definiert, was bestimmte Arbeiten „de facto“ wert sind. Das ist zutiefst illiberal und totalitär.

    Die gleiche Denkweise liegt übrigens einen neuen Lieblingswort „gleichwertige Arbeit“ von Schwesig und Co. zugrunde, bzw. der politischen Forderung, daß „gleichwertige Arbeit gleich bezahlt werden muß“.

    Der Marktwert einer Arbeit ist der Preis, der auf dem Markt für diese Arbeit erzielt wird. Daß gleichwertige Arbeit ist gleich bezahlt wird, ist in freien Märkten eine Tautologie. Die Forderung, daß diese Tautologie erfüllt werden muß, ist wörtlich genommen Unsinn und dient nur als Populismus und Volksverdummung. Die Forderung postuliert nämlich implizit, daß die Tautologie nicht zutrifft, das geht aber nur dann, wenn die Annahme freier Märkte falsch ist.

    Die feministische Forderung „gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit“ bedeutet also in Wirklichkeit, eine marktorientierte Preisfindung für Arbeit zu verbieten und feministischen Diktatorinnen das Recht zur Preisfestsetzung zu übertragen.
    #DDR4.0.

    • @mitm:

      »Diese Haltung läuft auf ein Verbot von Marktmechanismen hinaus, sowie als notwendigen Ersatz auf einen Big Brother (oder besser eine Big Sister), der definiert, was bestimmte Arbeiten „de facto“ wert sind. Das ist zutiefst illiberal und totalitär.«

      Ich denke schon, dass sich hinter dieser feministisch verkleisterten Beschwerde ein reales Problem verbirgt, nämlich: wieviel gesellschaftliche Grundversorgung darf man dem Markt überlassen? Man kann Deinen Einwand nämlich dahingehend weiterdenken, dass man sagt: »Jede Art von gesellschaftlicher (Dienst-)Leistung gehört aus Prinzip und vollständig auf den Markt«, und dann ist man mitten im neoliberalen Modell, das jede Art von staatlicher Regulierung auf Hayeks »schiefer Ebene in den Totalitarismus« sieht, und das den Gebrauch von Marktmechanismen für (fast) jegliche Problemlösung für eine Selbstverständlichkeit hält. Aber diese radikale Konsequenz muss (und sollte) man m. E. gerade nicht ziehen.

      »Grundversorgung« impliziert immer eine gewisse Bedingungslosigkeit, deswegen haben wir in Deutschland zum Beispiel einen relativ gut entwickelten Mieterschutz. Warum nicht den radikal schleifen, weil’s der Markt schon richten wird? Warum nicht das Militär grundsätzlich privaten Firmen wie Blackwater überlassen? Wenn man sich nicht ausdrücklich auf den marktradikalen Standpunkt stellt, dann stellen sich in Bezug auf staatliche Regulierung stattdessen pragmatische Fragen von Effizienz (Staatsversagen vs. Marktversagen) und Angemessenheit, und dann sind Beschwerden wie die oben genannte nicht von vornherein absurd.

      Was mich an dieser Stelle viel mehr stört ist, dass der Femininismus eine angemessene Wahrnehmung dieses Problems verstellt, indem er es zu einem Geschlechterproblem umdeklariert, womöglich über Kapriolen wie eine »feministische Ökonomik«. Angemessen wäre es nämlich, darin ein grundsätzliches Problem der Ausbalancierung von Markt und Staat zu sehen anstatt eine weitere Volte patriarchaler Herrschaft.

      Der springende Punkt ist m. E. daher, dass feministische Verschwörungstheorien eine saubere Analyse eines realen Problems massakrieren, nicht, dass es sich um ein reines Scheinproblem handelt.

      • Danke djadmoros, ich wollte etwas ähnliches schreiben!

        Was mich an dieser Stelle viel mehr stört ist, dass der Femininismus eine angemessene Wahrnehmung dieses Problems verstellt, indem er es zu einem Geschlechterproblem umdeklariert, womöglich über Kapriolen wie eine »feministische Ökonomik«. Angemessen wäre es nämlich, darin ein grundsätzliches Problem der Ausbalancierung von Markt und Staat zu sehen anstatt eine weitere Volte patriarchaler Herrschaft.

        Das trifft den Nagel auf den Kopf!

        Und genau aus diesem Grund gefällt mir der Tweet von Lucas so gut, er zielt nämlich genau auf diesen Missstand ab. Auf die Aussagen von Onyx bzw Schwesig mit einem Sachargumenten zu antworten is m.E. vergebene Liebesmüh. Wer so argumentiert, ist an einer konstruktiven Diskussion gar nicht interessiert, s. djadmoros. Daher ist eine Antwort wie die von Lucas m.E. angemessen, denn sie legt den Finger auf das wirkliche Problem: Die unglaubliche Egozentrik und Einseitigkeit. Als gäbe es auf der ganzen Welt keine anderen Kräfte die wirken und die jeder für sich individuell in seinem Leben ausbalancieren muss. ICH finde, dass Pflege zu schlecht bezahlt wird (Ende der Diskussion). ICH sehe die Berufswahl von Frauen ausschließlich unter dem Gender-Aspekt (und deshalb ist die völlig absurd überzeichnete Anklage „die Frau ist selbst schuld wenn sie sich entscheidet in der Pflege zu arbeiten“ gerechtfertigt).

        Lucas Tweet dreht diesen Irrsinn um, sodass er für alle sichtbar ist. Es ist aus meiner Sicht eher eine Mittel der Satire bzw. der bewussten Überzeichnung.

      • @djadmoros: „… und dann ist man mitten im neoliberalen Modell, …“

        Einen ungehemmten Kapitalismus wollte ich nicht propagieren. Faktisch haben wir heute einen ziemlich regulierten Markt, der mMn ganz OK ist: nach unten durch Mindestlöhne begrenzt, im Mittelfeld durch eine überwiegend nach Tarifen bezahlte Arbeitnehmerschaft gedämpft. Die Forderung „gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit“ beurteile ich vor diesem Hintergrund. Hätte ich klarer ausdrücken sollen. Denn selbst dieser ziemlich regulierte Markt wird hier prinzipiell infrage gestellt.

        „wieviel gesellschaftliche Grundversorgung darf man dem Markt überlassen?“

        Die Frage kann man mMn so nicht stellen, sondern muß sie weiter fassen.

        Die Grundversorgung ist vereinfacht X Leistungseinheiten (ärztliche Behandlungen, Stunden Pflegearbeit, …) = Gesamtsumme der allokierten Mittel dividiert durch Preis pro Leistungseinheit. Der Markt kann höchstens bei der Preisfindung mitwirken. Die Allokation öffentlicher Mittel ist willkürlich, die Maßstäbe, wieviel von welcher Art von Grundversorgung moralisch vertretbar ist, ist eine ethische Frage.

        Deine Frage geht von der ethischen Frage nach der menschenwürdigen Grundversorgung, Bildung usw.usw. aus, das ist die wirkliche, originäre Frage. Weil die Gesamtsumme der öffentlichen Mittel volkswirtschaftlich betrachtet nicht beliebig steigerbar ist, entsteht hier ggf. zusätzlicher Druck auf die Preise über die normalen Marktkräfte hinaus. Das Argument Grundversorgung unterstützt aber eher die Haltung, nach günstigen Preisen zu suchen und unverdiente Profite zu verhindern.

        „…, dass sich hinter dieser feministisch verkleisterten Beschwerde ein reales Problem verbirgt, nämlich: wieviel gesellschaftliche Grundversorgung darf man dem Markt überlassen?“

        Glaube ich daher nicht. Die politische Forderung, Marktmechanismen aufzuheben und Preise zugunsten von Frauen anzuheben bzw. zu diktieren, kann man nicht plausibel damit begründen, daß danach die Grundversorgung besser wäre. Die Forderung nach höheren Löhnen impliziert zugleich eine Forderung nach höherer Gesamtsumme der öffentlichen Mittel, also höhere Steuern und höhere Staatsquote (das sagt man lieber nicht laut) oder Senkung der Löhne für Männer, damit es aufkommensneutral bleibt (das sagt man auch lieber nicht laut).

    • Diese Haltung läuft auf ein Verbot von Marktmechanismen hinaus

      So ist es.
      Wenn jeder die gleiche Bezahlung bekommen muss, gibt es keine Möglichkeit mehr, besondere Leistungen tüchtiger, geschickter und engagierter Arbeitnehmer durch ein leistungsgerechtes Gehalt anzuerkennen.
      Auf Dauer leidet so die Motivation gerade der Leistungsträger.

      Ich hatte hier mal etwas dazu geschrieben, wie die Bezahlung in der Privatwirtschaft festgesetzt wird:
      https://auschfrei.wordpress.com/2017/02/04/gehaltsfestsetzungen-in-der-industrie-vs-gpg/

    • „Diese Haltung negiert völlig, daß es so etwas wie Marktmechanismen gibt, die Preise für Güter oder Dienstleistungen bestimmen.“

      Es sei denn, Du bist z.B. Arzt. Oder Jurist. Oder Lehrer.
      Was für Beispiele fielen Euch noch ein?

      „Die gleiche Denkweise liegt übrigens einen neuen Lieblingswort „gleichwertige Arbeit“ von Schwesig und Co. zugrunde, bzw. der politischen Forderung, daß „gleichwertige Arbeit gleich bezahlt werden muß“.“

      Schauen wir uns doch kurz genauer den Lehrerberuf an:

      „Mehrere Hundert Euro – so groß kann die Lücke zwischen den Nettogehältern von Lehrern in Deutschland sein. Sie hängt davon ab, in welchem Bundesland Lehrer arbeiten, an welcher Schulform sie unterrichten, wie alt sie sind und ob sie verbeamtet oder angestellt sind. … Bundesweit betrachtet könnten die Einkommensunterschiede in Zukunft sogar größer werden. … Wie groß die Gehaltsunterschiede zwischen Lehrern in Deutschland insgesamt sind, lässt sich nur begrenzt an Besoldungs- und Entgelttabellen ablesen. Die Bezahlung ist schwer zu vergleichen, auch weil Regeln zur Verbeamtung, zu Arbeitszeiten, Abgaben und Zuschlägen immer wieder anders ausfallen.“

      http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/lehrer-gehaelter-lehrer-klagen-ueber-grosse-unterschiede-a-1098144.html

      Jetzt ist die offene Frage: wie sollte es denn sein?

      Ich persönlich kann mich vorallem zunächst mal für die Abschaffung der Schulpflicht begeistern, wir hier in Deutschland sind im internationalen Vergleich nämlich ein Exot, da wir Eltern, die die Bildung ihres Nachwuchses komplett selbst in die Hand nehmen (wollen), drohen das Sorgerecht zu entziehen. Manche Menschen treibt das sogar zur Flucht.

      Als Nächstes könnte man die Verbeamtung der Lehrer zur Disposition stellen. Es ist schwer einsichtig, weshalb große Teile der Lehrerschaft u.a. ausufernden Kündigungsschutz genießen.

      Und dann, ja dann, bin ich leicht unentschieden.
      Es ist klar, dass der Markt an (reinen) Germanisten z.B. gesättigt ist, Schulen eher Bedarfe an mathematisch und/oder naturwissenschaftlich ausgebildetem Personal anmelden, um das sie allerdings mit der freien Wirtschaft konkurrieren müssen.

      Logischerweise müssten also Menschen mit bestimmten, besonders nachgefragten Fächerkombinationen höher entlohnt werden (können) als der Rest. Obwohl das im Prinzip nicht zu meiner Vorstellung von Gerechtigkeit passt, obwohl sie in der Theorie „gleichwertige“ Arbeit leisten.

      @Schoppe: bist Du eigentlich verbeamtet? Als Lehrer für? Deutsch und Englisch? Wie ließe sich das – falls es so wäre – aus Deiner Sicht denn rechtfertigen?

      • @ semikolon Finde ich auch, dass Lehrer keine Beamten sein müssen. Ich bin aber einer, weil ich als Beamter deutlich besser verdiene, als ich als Angestellter verdienen würde.

        Offizielle Begründung für den Beamtenstatus ist übrigens, dass Lehrkräfte hoheitliche Aufgaben zu erfüllen hätten (z.B. Vergabe von Noten, Erteilung von Abschlüssen etc.). Tatsächlich ist wohl das Kalkül, dass öffentliche Arbeitgeber sich die Zahlungen für Sozialkassen sparen können. Insbesondere die Krankenkassenbeiträge – da klinken sich die öffentlichen Arbeitgeber über den Beamtenstatus einfach aus dem Solidarsystem aus.

        Mehr Markt wäre sinnvoll – obwohl es tatsächlich im Rahmen einer Marktwirtschaft ohnehin unmöglich ist, den Markt ganz auszublenden. Es gibt heute schon, soweit das im Rahmen des Systems möglich ist, bestimmte Vorteile für Lehrkräfte gesuchter Fächer – leichterer Quereinstieg, Verbeamtung über die Altersgrenze hinaus etc. Das heißt – soweit es geht, werden durchaus Anreize auf dem Markt gesetzt.

        Würde es ganz über den Markt geregelt werden, würden Physik- oder Musik-Lehrkräfte deutlich mehr verdienen als Deutsch- oder Politik-Lehrkräfte. Nicht, weil sie besseren Unterricht machen, sondern weil es einfach deutlich weniger von ihnen gibt und weil sie dringender gesucht werden.

        Auch das aber würde sich mit der Zeit regulieren, in der Theorie – dann würden eben mehr Leute, die am Beruf interessiert sind, Fächer studieren, die gesucht sind, und es gäbe einen gewissen Ausgleich. Auch hier allerdings würden Marktmechanismen unterlaufen, wenn viele Frauen kalkulieren würden, dass sie auch mit einem geringeren Gehalt ja eigentlich gut leben können, solange der Partner nur gut verdient.

        Auch dieses Beispiel endet also wieder bei der Feststellung: Der Markt kann, wenn überhaupt, nur dann funktionieren, wenn möglichst viele Frauen die eigene Erwerbsarbeit nicht als Zuverdienst betrachten, sondern wenn sie sich mit dem Partner gleichrangig für die Familienfinanzen verantwortlich fühlen. Der sogenannte „Gender Pay Gap“ wird immer ein Ausdruck davon sein, dass wir so weit noch nicht sind.

      • „Finde ich auch, dass Lehrer keine Beamten sein müssen.“

        Das ist ja schonmal erfreulich.
        (Für eine Änderung der Schulpflicht bist Du wahrscheinlich nicht, sonst hättst Dus wohl erwähnt.)

        „Ich bin aber einer, weil ich als Beamter deutlich besser verdiene, als ich als Angestellter verdienen würde.“

        Das ist aber doch nicht der Grund, sondern die Konsequenz dessen.

        Als Grund ist anzunehmen, dass Du schlicht früh genug in Deinem Leben Dein einschlägiges Studium beenden konntest, Dich also so verhalten hast wie vom System geplant/gewünscht/vorgegeben.

        Hättest Du z.B. zunächst eine Lehre gemacht, ein paar Jahre Berufserfahrung „draußen in der echten Welt“ gesammelt und dann erst die Lehrerkarriere eingeschlagen, wärest Du möglicherweise nicht rechtzeitig für die Verbeamtung mit Deiner Ausbildung fertiggeworden.

        Du wärest garantiert kein schlechterer Lehrer deswegen gewesen, aber halt (höchstwahrscheinlich) lebenslang u.a. geringer entlohnt worden für exakt dieselbe Tätigkeit.

        „Es gibt heute schon, soweit das im Rahmen des Systems möglich ist, bestimmte Vorteile für Lehrkräfte gesuchter Fächer – leichterer Quereinstieg, Verbeamtung über die Altersgrenze hinaus etc. Das heißt – soweit es geht, werden durchaus Anreize auf dem Markt gesetzt.“

        Und trotzdem ist das System grausamst uuuuuneffizient.
        Stellenausschreibungen und Einstellungsverfahren könnten kaum sperriger ausgestaltet werden, die mir bekannten Schulleiter jedenfalls beklagen sich über die ausufernde Bürokratie des Vorgangs der Personalbeschaffung.

        „Würde es ganz über den Markt geregelt werden, würden Physik- oder Musik-Lehrkräfte deutlich mehr verdienen als Deutsch- oder Politik-Lehrkräfte.“

        Sie würden wohl etwa soviel verdienen wie die verbeamteten Lehrer jetzt – den Anderen inklusive Dir würde man bloß den Lohn absenken und den Kündigungsschutz nehmen etc.

        Und da hättest Du jetzt auch kein Problem mit, nehme ich an, schließlich hättest Du selbst Dich ja auch für ein Physikstudium bspw. einschreiben können.

        Richtig so?

  • Wer wüsste das besser als wir, die wir verstehen, wie wichtig Platons Grundsatz war, dass ein wohlgeordneter Staat von weisen Philosophenherrschern geleitet werden müsste.

    Ohh, hier dreht sich ein Karl Popper im Grabe um 😉
    Laut ihm haben Platons Vorstellungen von einem idealen Staat recht wenig mit einer offenen Gesellschaft gemein. Platon war ein großer Freund der Idee: Schäfer, Wachhund, Schafe. Eine Vermischung (Schaf wird zu Wachhund, etc.) lehnte er ab, da dies zu eine Degeneration des Staates führen würde.

    Zudem sind die Schäfer strikt von den Schafen zu trennen. Letztere können machen, was sie wollen, solange sie den Staat in seinen Strukturen nicht beeinträchtigen. Zudem sollten sie den Schäfern ein angenehmes Leben ermöglichen. Darüber hinaus zählen sie nichts. Platon hat sich mit denen dann auch nicht großartig weiter beschäftigt.

    Die Schäfer dagegen sollten komplett kommunistisch organisiert sein, da laut Platon jeglicher Familiensinn und / oder materialles Ungleichgewicht zu einer Disbalance unter den Schäfern führen würde. Welche im Nachgang weiterhin für eine Degeneration des Staates sorgt.
    Bei den Schäfern gibt es keine Familien mehr. Kinder sollten von früh an zur Schäfertätigkeit fernab der Erzeuger erzogen werden. Feste Paarbindungen waren auch nicht mehr vorgesehen, denn die machen abhängig und Abhängigkeit führt zur Degeneration des Staates…

    Ich bin gespannt, was da noch weiter kommt…

    (Hab gerade Poppers ‚Die offenen Gesellschaft und ihre Feinde – Band 1 – Der Zauber Platons‘ in der Mache…)

    • @Johann Liebert:

      »Ohh, hier dreht sich ein Karl Popper im Grabe um«

      Bei Popper drehen sich allerdings auch die Kenner Platons im Grabe um. 🙂 crumar hatte bei Alles Evolution kürzlich mal diesen Text verlinkt, der zeigt, auf welch haarsträubende Weise Popper seine Platon-Zitate zusammengebastelt hat.

      • Korrektur: es waren konkret Hegel-Zitate, aber das Problem ist in der »Offenen Gesellschaft« ein grundsätzliches, es trifft auch Poppers andere Interpretationen.

    • @ Johann Liebert, djadmoros Der angesichts des Themas ohnehin übertriebene Einstieg über Platon ist der beginn des Teils, den ich nicht mehr vollständig ernst meine… Ich bin, was die Bewertung des Philosophenherrschers angeht, ganz auf Poppers Seite – und erst recht im Hinblick auf den Vorwurf, Platon habe eine geschlossene Gesellschaft imaginiert.

      Gleichwohl ist Popper als Hegel- UND als Platon-Interpret sehr einseitig und holt sich das heraus, was er braucht, um DAGEGEN seine eigene Position zu beschreiben.So sehr ich Poppers Votum für eine offene Gesellschaft wichtig finde – als Platon- und Hegel-Interpret ist er – um das mal freundlich zu sagen – ergänzungsbedürftig….

      Trotzdem finde ich, dass es genau die richtige Zeit ist, um an Poppers „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ zu erinnern – die Feinde werden nämlich gerade immer lauter und kommen aus vielen Richtungen.

      • @Lucas Schoppe:

        Ich denke, man sollte Popper lesen wie einen Klassiker: man würdigt den Ansatz, aber nimmt nicht mehr jede Aussage buchstäblich. Wenn man so vorgeht, hat sogar Hayek seine Qualitäten! 🙂

  • Aber weil Frauen ja immer die Opfer sind, glauben einfach alle das Frauenberufe schlechter bezahlt werden.

    Danke für die Recherche, Matze. Ich muss zugeben, dass ich, obwohl sonst sehr skeptisch, zum Teil auf die feministische Dauerpropaganda reingefallen bin und so ganz selbstverständlich vermutet habe, dass der Einstiegslohn des Mauerers über dem der Krankenpflegerin liegt.

  • @onyx: „oft erlebt, dass Leute über Berufe herumlabern, von denen sie keinen Schimmer haben.“

    Zwangsläufig, das trifft uns alle. Es gibt hunderte oder sogar tausende Berufe im Sinne von abstrakten Berufsbildern, die dann noch abhängig von Arbeitgeber genauer bestimmt werden. Die kennt niemand alle. Alleine die über 300 Seiten lange Anlage A zum TV-L (s. http://www.tdl-online.de/tv-l/tarifvertrag.html) beschreibt hunderte von Fallgruppen.

    „…unterschiedliche Branchen nebeneinander zu setzen und versuchen, sie gegeneinander auszuspielen, wer am ärmsten dran ist.“

    Das bringt in der Tat nichts ein, auf der Ebene von Branchen schon gar nicht, auf der Ebene von einzelnen Berufen auch nicht. Einen KFZ-Mechaniker und einen Altenpfleger zu vergleichen ist wie Äpfel und Birnen vergleichen.

    Nicht umsonst haben verschiedene Branchen i.d.R. eigene Tarifverträge. Die Tarifverträge sind selber wiederum Ergebnis von Marktmechanismen. Die Arbeitgeber versuchen natürlich, die Löhne zu senken, aber wenn sie es übertreiben, finden sie keine guten Mitarbeiter. Also werden sie den Gewerkschaftsforderungen nach höheren Löhnen „großzügig entgegenkommen“, bis die Löhne marktgerecht sind.

    Genau diese Tarifautonomie greift Schwesig mit ihrem populistischen Gerede vom „ungerechten GPG“ und von „ungerecht bezahlten Frauenberufen“ an. Sie will, daß einzelne Fallgruppen oder ggf. ganze Tarife deswegen höher bezahlt werden, weil dort überwiegend Frauen arbeiten (oder umgekehrt die Löhne in männerdominierten Fallgruppen gesenkt werden). Absurd. Übrigens würden dann mittelfristig Männer in die feministisch vergüteten, also überbezahlten Fallgruppen drängen, und die Löhne müßten wieder gesenkt werden. Das wird lustig.

    • „Einen KFZ-Mechaniker und einen Altenpfleger zu vergleichen ist wie Äpfel und Birnen vergleichen.“

      Gut. Dann sag du Kai, matze, und wer auch immer solche idiotischen Vergleiche bringt, um zu „beweisen“, dass PfegerInnen sich nicht zu beklagen haben, dass das kein Argument ist.
      Um den „Wert“ eines Berufes wertzuschätzen und Lohnforderungen nachvollziehen zu können, stelle man sich schlicht die Situation vor, was wäre, wenn von heute auf morgen alle in diesem Bereich einen Tag lang ihre Tätigkeit niederlegen. Das müsste dann auch den letzten Idioten überzeugen.
      Ob ein paar Züge, Autos oder PCs nicht laufen, oder ob Menschen sterben, jeder mag da seine eigenen Prioritäte setzen….

      • Liebe Onyx, hast Du immer noch nicht begriffen das Schwesig das Beispiel gebracht hat? Lies doch einfach mal das Speigel Interview…

      • Wenn die Züge, S-Bahnen und U-Bahnen nicht laufen, und ihre Autos nicht funktionieren, kommen viele Altenpflegerinnen auch nicht rechtzeitig oder gar nicht zu ihrer Arbeit. Und Kontrollmaschinen in Intensivstationen sind auch PCs.

      • @onyx

        Gut. Dann sag du Kai, matze, und wer auch immer solche idiotischen Vergleiche bringt, um zu „beweisen“, dass PfegerInnen sich nicht zu beklagen haben, dass das kein Argument ist.

        Diskussion & Zitieren 101: Kontext beachten.
        Direkt der nächste Satz von mitm lautet nämlich: Nicht umsonst haben verschiedene Branchen i.d.R. eigene Tarifverträge. Die Tarifverträge sind selber wiederum Ergebnis von Marktmechanismen.
        Der erste Teil von mitm, der, den du zitiert hast, ist ohne den zweiten Teil nicht zu haben. Und zum zweiten Teil kam von dir bisher: nichts.

        Um den „Wert“ eines Berufes wertzuschätzen und Lohnforderungen nachvollziehen zu können, stelle man sich schlicht die Situation vor, was wäre, wenn von heute auf morgen alle in diesem Bereich einen Tag lang ihre Tätigkeit niederlegen. Das müsste dann auch den letzten Idioten überzeugen.
        Ob ein paar Züge, Autos oder PCs nicht laufen, oder ob Menschen sterben, jeder mag da seine eigenen Prioritäte setzen….

        Und bei diesem Kindergarten-Niveau wunderst du dich wenn du bei anderen Menschen bisweilen aneckst und sie entsprechend pampig reagieren?
        Was ich an der Diskussion hier am erstaunlichsten finde: Wie die Kommentatoren es schaffen aus deinen Beiträgen die 90% Rabulistik auszublenden und (zumindest versuchen) auf die 10% Inhalt zu antworten.

      • @pingpong: Du beschreibst ziemlich genau, warum ich eine weitere Diskussion für unproduktiv gehalten und mich ausgeklinkt habe.

  • Na dann man viel Erfolg, Lucas, im Umgang mit solchen ExtremistInnen (oder wie schreibt man das nun genderkorrekt?)</em<. Ich meine, nach vielen Jahren der Gefechte mit solchen Auslegern, welche sich als Links bezeichnen, im Grund aber rechts und recht einfach strukturiert, dass es sich einfach nicht lohnt mit solchen Leuten überhaupt noch Dispute (nannte man mal inhaltliche Diskussion) zu führen.

    Schon gar nicht auf 160 Zeichen Twitter. Aber selbst, wenn es 1.600 wären, es würde Null und Garnichts in deren Weltbild ändern. Dass Schwesig ein Rückfall in die Zeit der UvdL ist (die mit der Mülltonne bei Gottschalk), dass wissen doch sowieso alle, welche sich mit der Materie auskennen bzw. Fakten vorlegen können – und nicht, wie diese Tante aus Sch(les)wig-Holstein …

    Was nützt es denn, mit der Wahrscheinlichkeit im Promillbereich, irgendwelche Leutchen überzeugen zu können, wenn gleichzeitig weitere Tausend, die man auch als ideologisch Vernebelte bezeichnen könnte, stellvertretend nachrücken?

    Ich habe das mit dieser „SeeroiberJenny“ (Anne Helm) hinter mir, welche zum Thema Ungleichbehandlung beim Thema Beschneidung nicht einen Millimeter abwich -und anschließend ihre ‚Hordinnen‘ an Freundinnen mit in die Diskussion einschleppte. Nun ist sie in der Partei „Linke“, als das mit den Piraten nichts mehr wurde (u.a. dank ihr, Domscheidt-Berg & Co.). Nun, immerhin haben die sich nicht alle nackt ausgezogen und ihren Nonsens auf den Körper gekritzelt …

    Man sieht doch schon oben, in dieser Diskussion mit dem verschliffenen ‚Rohdiamanten‘ Onyx, wohin so etwas führt. Fehlt nur noch, dass am Ende, wenn man in der Sackgasse steckt, der Vorwurf kommt, dass man das hätte „fühlen müssen“ – als ob man Gefühle erzwingen kann … 😉

    Nicht unterkriegen lassen, Lucas – aber auch nicht aufreiben.
    Es bringt überhaupt nichts und ich gehe da nun andere Strategien,

    Besten Gruß vom Emannzer

    PS & Off-Topic: In den letzen Tagen puzelten bei mir ca. 15 Pingbacks aus deinem ursprünglichen „Blogspot“ herein. Die meisten aus 2014, also ‚uralt‘ (ca. 2014), vielen Dank dennoch dafür.

    Habt ihr den Like-Button für Blogger entfernt?

    Schönes neues Layout; gut gemacht,
    Herr „Gymnasiallehrer“ 😉

    • „Man sieht doch schon oben, in dieser Diskussion mit dem verschliffenen ‚Rohdiamanten‘ Onyx, wohin so etwas führt. “

      Klär mich auf. Wohin führt es, wenn ich „verschliffener Rohdiamant“ ein bisschen aus dem realen Leben berichte und ein paar lebensfremde antifeministische Phantasiewelten mit Erfahrungen aus 1. Hand korrigiere?

      • „Klär mich auf.“

        Ups, du dürftest doch genug nackte Menschen gesehen haben, in deinem Berufsleben?

        „Wohin führt es, wenn ich „verschliffener Rohdiamant“ ein bisschen aus dem realen Leben berichte …“

        Dahin, dass du dich vollkommen versteigst, aus welchem Grund auch immer, werte Onyx. Ich habe durch meinen Background selbst und oft genug in Altenheimen und Krankenhäusern während meines Studiums gejobb – und dabei festgestellt, dass es gerade den Frauen vollkommen egal war, was aus den Leuten wurde, die man links liegen ließ, anlässlich der (vielen) Kaffeepause(n). Also, Wortspiel, ErzählMirNix von der Realität!

        „… und ein paar lebensfremde antifeministische Phantasiewelten mit Erfahrungen aus 1. Hand korrigiere?

        Was denn? Das ich einen Anschiss hoch Zehn bekam, von der ehrenwerten Frau Oberin, weil ich mich um die Leute gekümmert habe, die bettlägerig waren und anschließend wieder mit dem Rollator gehen lernten. Oder weil es nicht anginge, dass ich mit denen „Mensch ärgere dich nicht“ spielte, während die ehrenwerten Schwestern sich ihren Kuchen schmecken ließen.

        Informiere dich bitte mal – oder lass‘ es, mir ist es egal, gute Frau. Aber dröhne mich bitte nicht voll mit empathischem Gerede und einer Minderbezahlung, die schon lange widerlegt ist und wie sie auch durch @Matze klar belegt wurde. Oder möchtest du lieber Ölwannen tauschen, die Kanalisation reinigen bzw. Mülltonnen leeren?

        Check your Privileges

        Oder lass‘ es eben, in deinem „Gedankensalat“, wie du es nennst. Es ist dein Thema, schon längst nicht mehr meins. Und wir können gerne diskutieren – aber nicht auf dieser Basis.

        Deine ist ideologisch motiviert und es sei dir selbst belassen, wie du damit weiter umgehst. Aber gewöhn‘ dich doch daran, dass da kaum jemand mitzieht; vor allem nicht, wenn die Faktenlage etwas anderes darstellt.

        Und komme mir bitte nicht mit den Unterschieden in der Bezahlung. Jede Grundschullehrerin verdient mehr, als das, wovon Andere nur träumen können. Das ist halt das Jammern, auf sich selbst überhöhtendem Niveau, welches 60 Jahre ‚Geschlechtergerechtigkeit‘ mit sich brachten und immer noch bringen.

        Oder ist den Popo abwischen für dich mehr wert, als einen Kanal für weniger Geld zu reinigen?

      • @ emannzer
        @matze hat nichts belegt. Der hat, wie die meisten hier, keine Ahnung. Aber Ich hätte es wissen müssen. Mehr als emotional motiviertes Bashing kommt da nicht. Gute Besserung.

      • „@matze hat nichts belegt.“

        Ich habe in Frage gestellt das Frauenberufe schlechter bezahlt werden wie Männerberufe, was Schleswig im Interview behauptet, und dazu Beispiele von verschiedenen typischen Frauen und Männerberufen und deren Bezahlung gebracht.

        Definiere einen Beleg.

        Btw.: Was hat das Zitieren von Gehältern von ausbildung.de mit Antifeminismus zu tun?

      • Auch hier, ANDERE haben nichts belegt und keine Ahnung… Echt niedlich… Wenn man damit nicht Ministerin für irgendwas werden könnte, sogar Presseinterviews bestehen, dann wäre das ja sogar lustig. Doch so ist es traurig.

    • Großes Binnen-I geht gar nicht, das legt auf die Zweigeschlechtlichkeit fest und erinnert manche außerdem unangenehm an phallische Symbolik. Ich würde ja „ExtremistX“ oder „Extremist_in_nen“ empfehlen, um die Fluidität resp. Unbestimmtheit des Gender-Begriffes zu symbolisieren.

      Ist hier aber auch nicht nötig, weil eigentlich eh nur Männer extremistisch sind. Die genderkorrekte Schreibweise ist also „Extremisten“.

      • Tja, Lucas,

        „… Die genderkorrekte Schreibweise ist also „Extremisten“ …“

        Das ist so, wie mit den Exhibitionisten, die gibt es ja auch nur im StGB. Zumindest laut der so genannten Legislative. Auch das ist also genderkorrekt gehalten.

        Einen feinen Sarkasmus hast du,
        finde ich zumindest 🙂

    • @Onyx

      Du wirst hier nicht „gebasht“, sondern widerlegt – das ist ein großer Unterschied.

      Lucas sagte es ja schon, als er indirekt von dem Unterschied zwischem eigenen Wertgefühl der Arbeit und der Wertschätzung durch die Gesellschaft und den Lohngrößen sprach.

      Ich bin nicht dein Feind, auch wenn ich dir eher distanziert gegenüber stehe. Aber du wirst @Matze und seine Argumente nicht so einfach beiseite wischen können, wie du es gerne hättest, würdest oder möchtest. Denn es sind belegte Tatsachen, die du nicht einfach beiseite wischen kannst, Onyx. Und das hat nichts mit Shitstorms oder einem Bashing zu tun, sondern basiert auf Tatsachen.

      Mir scheint, als ziehest du dich in dein Schmolleckchen zurück und ignorierst alles andere, was dir da an Gegen-Argumenten entgegengebracht wird und wurde. Eigentlich eine, verzeih‘, Fallstudie dessen, was Arne Hoffmann mal als Gruppennarzissmus prophezeit hatte.

      Was bringt es und der dir? Vielleicht magst du dich dazu ja mal elegisch äußern. Und nicht nur in den kurzen Stakkato-Anwürfen, welche andere ‚Shitstormer‘ dir schon längst widerlegt haben?

      Hier ist nicht Twitter und und daher, ich glaube daran, wirst du das in der Relation faktenreich darlegen, was nun dein Problem ist, welches ein feministisch orientiertes „Pay-Gap“-Thema; vor dem Hintergrund von Kanalarbeiter-Entlohnung sein soll.

      Kleiner Tipp: Am besten nicht persönliche Emotionen mit Realitäten vermengen.

      Dann klappt es eventuell auch mit der kommunistischen Gleichmacherei. Klar, macht vielleicht wütend, dieser Gedanke, aber nachdenken darüber könnte man doch wohl schon – oder!?

      • „Du wirst hier nicht „gebasht“, sondern widerlegt “

        😀
        mir welchen Argumenten?

        „Aber du wirst @Matze und seine Argumente nicht so einfach beiseite wischen können, wie du es gerne hättest, würdest oder möchtest“

        Noch mal, welche Argumente? Dass AltenpflegerInnen nur Ärsche putzen? Dass ErzieherInnen nur spielen? Dass Mauer noch weniger verdienen? Das sollen ernstzunehmende gegenargumente sein, die gegen eine Lohnforderung sprechen? Ernsthaft?

        • Hase, lass es!

          Ich hatte dir weiter oben -meine- persönlichen Erfahrungen miteteilt.

          Und zwar die, welche aus deinem eigenenen Berufsfeld stammen.

          Hör einfach auf, die heilige Johanna zu mimen.

          Danke!

          PS: Es gab genug Einwände hier, auf welche bist du näherungsweise eingegangen?

          Es ging und geht immer nur um dich.
          Weinlicher Altruismus?

          Und damit ist es nun auch ‚gut‘ für mich …

      • @ emanzer
        Ich muß niemanden „mimen“. Nur weil du vllt ein paar Tage reingeschnuppert hast, macht dich das lange nicht zum Experten einer ganzen Branche ggü jenen, die jahrelange professionelle Erfahrungen haben.

        Es bleibt dabei. Ihr habt keine Ahnung vom Beruf, wollt es aber besser wissen als die, die direkt involviert sind. Es ist sinnlos….

        • @Onyx_

          “ Es ist sinnlos….“

          Du merkst schon, wie du aus dir ein Opfer -unter Ausschluss anderer Erahrungen- konstruierst? Soviel Reflektion sollte dir zuzutrauen sein!

          Um es (für mich) kurz zusammenzufassen:

          Du tönst großartig herum, trompetest indirekt von ‚Vollideoten‘ und präsentierst dich als selig machende ‚Allwissende‘.

          Mädel; komm‘ auf den Boden, rede dich oder lass‘ es – aber liefer‘ endlich.

          Oder lass‘ es halt, mir ist das nämlich langsam zu blöd, wie du dich stilisierst!

          Danke für das ‚erhellend blendende‘ Gespräch, Onyx!

      • „‚Allwissende‘.“

        Wenn du es als „allwissend“ bezeichnest, wenn dir widersprochen wird von Leuten, die wissen wovon sie reden, bitte schön. Wenn du offenkundige Ahnungslosigkeit als „Argument“ bezeichnest, und auf entsprechende Antworten nichts zu erwidern hast als persönlcihe Angriffe, dann kann ich auch nichts dafür.

      • Wenn du es als „allwissend“ bezeichnest, wenn dir von Leuten widersprochen wird, die wissen wovon sie reden, bitte schön.
        Und wenn du offenkundige Ahnungslosigkeit als „Argument“ bezeichnest, kann ich es auch nicht ändern.

  • @Kai V: „Ich kenne persönlich übrigens 2 Dachdecker die heute nicht mehr Dachdecken weil sie einen schweren Arbeitsunfall hatten.“

    Das betrifft nach meinem Eindruck einen der lohnrelevanten Einflußfaktoren, die bei den GPG-Berechnung durchs Raster fallen.

    Dachdecker und fast alle Bauberufe haben ein sehr hohes Unfall- bzw. Berufsunfähigkeitsrisiko (Krankenpfleger übrigens auch). Dieses Risiko kann man in etwa anhand der Prämien für Berufsunfähigkeitsversicherungen und Risikolebensversicherungen quantifizieren (auch wenn das einem wenig nützt, wenn man verkrüppelt oder tot ist). Marktübersichten über diese Prämien scheint es nicht zu geben, bei Direktversicherern kann man aber Beispiele vergleichen. Da kommt man dann unter realistischen Annahmen auf Differenzen von 300 – 800 Euro für die Jahresprämie. Die sind aus dem Nettogehalt zu zahlen, bei 2/3 Abgabenquote muß man brutto 1000 – 2000 mehr verdienen, um die Risikoprämien zu zahlen, bzw. das risikokompensierte Gehalt ist entsprechend geringer. Bei 25-30.000 Jahresgehalt macht das ca 3 – 8% aus.

    Wie sich die Verteilung der Risikoklassen bei Männern und Frauen unterscheiden, ist schwer zu sagen, die typische Frauenberufe sind aber eher risikoarm. Nach meinem Bauchgefühl macht dürfte die Differenz des Durchschnitts der hypothetischen Risikoprämien in der Gegend 100 – 300 Euro netto bzw. den 2 – 3-fachen davon brutto liegen.

    M.a.W. würde das ca. 1% des bereinigten GPGs, das angeblich „unerklärt“ ist, erklären.

    Das ist einer der Gründe, warum ich davor warne, das „bereinigte“ GPG als wirklich bereinigt anzusehen.

    • Berufsunfähigkeit hat mehrere Einflussfaktoren. Ich als Informatiker bin Berufunfähig wenn ich Alzheimer bekomme. Doch ich kann theoretisch blind, ohne Hände oder auch gehörlos arbeiten. Ein Maurer mit einem arm kann nicht mehr arbeiten. Somit fliesst meines Wissens nach ein wie eine Tätigkeit ausgeführt werden kann.

      Natürlich auch das Verletzungs und Unfallrisiko. Das Unfallrisiko, also Arbeitsunfall, ist im Baubereich sicherlich hoch. Ich weiss nicht wie oft mein Vater als Bauleiter verhört wurde weil er wieder mal mit einem Fuss im Gefängnis stand. einmal ein neu eingestellter Maurer, Hitze vom Gerüst gefallen, war etwas älter und froh endlich wieder einen Job gefunden zu haben. Das ging meinem Vater an die Nieren, aber richtig. Und wenn da ein Pipifax am Gerüst nicht gestimmt hätte wäre die Gerüstbaufirma, der Bauigel und mein Vater drann gewesen…

      Was gleich zu Pflegeberufen und Bauberufen ist sind Berufskrankheiten, vor allem Rückenleiden. In wie weit irgendwelche Krankheitsübertragungen bei Altenpflegern existieren weiss ich jetzt nicht. Krankenhauskeime sind ja auch ein Thema… Dazu mal das hier:
      http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2014-11/krankenhauskeime-frankreich-hygiene

      Retten Franzosen jetzt besser Leben?

  • @Schoppe:

    Nach meinem Scharmützel weiter oben, hier noch eine Anmerkung: Dieses „Umdrehen“ vom Hashtag #ArgumentierenWieSchwesig hast du gut hinbekommen. Man muss die Leutchen wohl dort packen, wo sie aktuell stehen, bei ihren 160 (oder 70?) Buchstaben. Gut gemacht, kapieren werden sie es allerdings nicht; vermute ich mal.

    Danke für die diesbezügliche Verve.

  • Dieses Interview war ja auch keineswegs der erste Teil der Dramareihe Küstenbarbie und das Versagen der vierten Gewalt.

    Eine frühere Episode lief Mitte letzten Jahres im ARD-Morgenmagazin, kurz bevor der Bundestag einstimmig das neue #TeamGinaLisa-Sexualstrafrecht verabschiedete und sich dann selbst dafür stehend applaudierte. (Eine Vorstellung, bei der es mir immer noch kalt den Rücken herunterläuft. Alle schimpfen auf Erdogan, aber dieses Bild fand ich in einer Demokratie wirklich gruselig. Und daß viele Abgeordnete vermutlich nicht mal genau wußten, wofür genau sie da stimmten und welche Folgen es für die Rechtspraxis haben könnte, macht das Ganze noch schlimmer…)

    Da wurde Schwesig nämlich von Susann Link als Stichwortgeberin reichlich Zeit für eine ministerielle Erklärung in (grober) Interviewform eingeräumt; entsprechend harmonisch lief das dann auch ab. Nur eine Frage stach ein wenig heraus: Als nämlich Link von Schwesig wissen wollte, welche Argumente denn die Kritiker des Gesetzentwurfs so anführen würden.

    Nun mag man schon die Andeutung, es könne überhaupt Kritiker geben, für Rape Apology halten, aber ansonsten ist so eine Frage doch eine Steilvorlage: Schwesig hätte nun die schwächsten Gegenargumente (oder, wenn ihr selbst das noch zu schwierig gewesen wäre, Strohmänner derselben) präsentieren und mit wohlgeübten Begründungen widerlegen können, ohne daß deren Proponenten ihrerseits Gelegenheit zur Gegenrede oder Richtigstellung gehabt hätten.

    Das tat sie aber nicht. Stattdessen erzählte sie fröhlich, den Inhalt der Frage vollkommen ignorierend, wer sich denn so alles für ihren Vorschlag ausgesprochen hätte. Und Link nahm, in einer Reaktion, die sie in einer vernünftigen Welt auf alle Zeiten das Recht zum Tragen des Titels „Journalistin“ hätte kosten müssen, diese Nicht-Antwort ohne die kleinste Nachfrage hin.

    So lange ich auch nachdenke, mir fallen (spontane temporäre Schwerhörigkeit mal ausgenommen) grob gesehen nur zwei Gründe für Schwesigs ausweichende Reaktion ein:
    Entweder sie konnte die Frage nicht beantworten, weil ihr die Inhalte der Kritik an ihrem Vorhaben tatsächlich unbekannt waren, oder sie wollte es nicht, weil sie ihre eigenen Gegenargumente für so schwach hielt, daß ihr das Risiko zu groß war, dem Fernsehpublikum selbst eine abgeschwächte Version der Kritik darzustellen.

    Beide Möglichkeiten sind für einen Minister in einem demokratischen System ein absolutes Armutszeugnis.

    Ich mußte dabei spontan an eine dieser kanadischen RoboCop-Neuauflagen denken (ich glaube, es war Prime Directives). Da will der Antagonist (Damien?) irgendeine potentiell böse und gefährliche Neuerung in der ganzen Stadt einführen, es wird in den OCP-eigenen Medien auch heftig Werbung dafür gemacht, nur eine Fernsehfigur wettert (recht polemisch) dagegen. Damien verlangt dann, daß dieser Kritiker abgeschaltet wird, woraufhin ihn ein Berater darauf aufmerksam macht, daß laut Marktforschung eine einzelne kritische Stimme die Glaubwürdigkeit um n Prozent erhöhe. Aber er will das nicht hören, auch der letzte Widerspruch muß weg.

    Das war in dem Film eine deutlich charakterisierende Szene: Eine abweichende Meinung zu „seinem Baby“ konnte Damien einfach nicht ertragen, entweder aus Fanatismus oder aus Angst, jemand könnte ihr folgen. Jedenfalls zeigte sein Verhalten ihn schwach, nicht stark.
    Gruselig, sich so etwas in der deutschen Politik wiederholen zu sehen.

    Bombe 20

    (Okay, ich habe das Interview jetzt wiedergefunden und es ist sogar noch schlimmer, als ich es in Erinnerung hatte: Erst tut sie so, als seien inzwischen alle ehemaligen Kritiker –die ausschließlich in der Unionsfraktion zu finden waren, die Welt außerhalb der Politik findet für sie offenbar nicht statt– „aufgewacht“ und nun voll auf ihrer Seite, und im Rest ihrer Antwort sagt sie öfter das Wort „Frauen“ als der verzweifeltste Stripclub-Koberer an einem besonders schlecht laufenden Abend.
    „Immer, wenn es um die Rechte von Frauen geht, wird blockiert.“ Vielleicht ja, weil Frauen bereits übergleichberechtigt sind und bei jeder weiteren Ausweitung ihrer Rechte sehr vorsichtig um’s Grundgesetz herummanövriert werden muß? Costa-Concordia-Politik quasi, und wenn das Schiff doch auf Grund läuft, war sie ja nicht der Kapitän. Frauen und Kinder zuerst!)

Leave a Comment