Darf sich ein Mann Feminist nennen?

Männer.ch hat vor ein paar Tagen ein Statement auf ihrem Facebook-Profil veröffentlicht, das sich insbesondere damit auseinandersetzt, ob sich ein Mann ebenfalls Feminist nennen darf. Für mich hat männer.ch vielfach etwas Schwammiges in ihren Texten und deshalb wieder einmal ein paar Fragen.

Wer ist männer.ch?

In Deutschland ist männer.ch ev. noch nicht so bekannt und deshalb kurz eine Selbstbeschreibung bzw. –verortung durch männer.ch.

männer.ch schreibt über sich selbst u.a. folgendes:

männer.ch vereint die regionalen Männerinitiativen, interessierte Einzelpersonen und Paare sowie die Fachleute der Buben-, Männer- und Väterarbeit in der Schweiz. Als Dachverband progressiver Schweizer Männer- und Väterorganisationen engagiert sich männer.ch seit 2005 dafür, dass Männer den Gleichstellungsprozess nicht verschlafen – oder dabei vergessen gehen. Wir sehen Emanzipation als historische Chance, um Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit für alle zu realisieren. Für uns ist klar: Gleichstellung öffnet auch Buben, Männern und Vätern ganz neue Horizonte, ihr Leben jenseits von Ernährerzwang und Leistungskorsett zu gestalten. Nutzen wir die Chance – gestalten wir die Veränderung mit!

männer.ch schreibt:

DER Feminismus existiert nicht.

Queerfeminismus, Gleichstellungsfeminismus, Differenzfeminismus… Es gibt eine Vielzahl von Feminismen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Werten, Strategien.

Wenn ein Mann ohne weitere Differenzierung von sich sagt, er sei «Feminist», ist das deshalb erst mal eine ziemlich lose Ansage. Etwa so trennscharf wie die Selbstbezeichnung als «Konservativer» oder «Progressiver». Eine grobe Verortung. Ein Hinweis auf ein Zugehörigkeitsbedürfnis. Vielleicht Ausdruck von Solidarität. Aber ohne Erklärung und Tatbeweis eine ziemliche Leerformel, die uns aus Erfahrung erst mal hellhörig macht.

Weshalb sollte dies „sicherlich“ ein Hinweis auf ein Zugehörigkeitsbedürfnis sein, aber bloß „vielleicht“ ein Ausdruck von Solidarität?

Wie steht es beispielsweise mit einer Frau, wenn sie von sich sagt, sie sei Feministin, muss sie dann ebenfalls einen Tatbeweis bzw. Rechenschaft abliefern, am besten bei männer.ch? Und wenn nein, warum nicht? Wenn jemand sagt, er sei ein Demokrat oder für den Rechtsstaat oder für die Menschenrechte, muss er sodann speziell betroffen sein, damit er das überhaupt sagen darf? Muss er dann desgleichen bei männer.ch einen Tatbeweis abliefern, damit er sich dieses Etikett umhängen darf? Und warum sollte mich das a priori hellhörig machen, wenn mir jemand sagt, er sei ein Demokrat oder ein Sozialist? Ist es meine Aufgabe, nun nachzuprüfen, ob er sich ev. mit fremden Federn schmückt?

Bild zeigt einen Mann mit einem T-Shirt mit Aufschrift Feminist.

Ein selbsternannter Feminist

männer.ch schreibt:

Feminismus ist sowohl Erfahrung wie Erkenntnis.

Die Sache wird noch komplizierter. Es gibt ja nicht nur eine Vielzahl von Feminismen, sondern auch unterschiedliche Verständnisse darüber, was dieser –ismus überhaupt sei.

Für manche ist Feminismus eine Erfahrungstatsache: nämlich die Erfahrung, als Frau nicht einfach als Mensch, sondern eben als Frau behandelt zu werden. In diesem Verständnis ist es logisch unsinnig (oder unglaublich anmassend), wenn sich ein Mann als «Feminist» bezeichnet, fehlt ihm doch eben gerade diese persönliche Betroffenheit.

Wie wird ein Mensch behandelt und wie wird eine Frau behandelt? Was ist der Unterschied bei der Behandlung eines Menschen und einer Frau? Gibt es den typischen Menschen? Und gibt es die typische Frau? Und was ist der Unterschied bei der Behandlung eines Menschen und eines Mannes? Noch einmal: Darf ich mich nur dann Menschenrechtsaktivist nennen, wenn ich selbst gefoltert wurde oder mir sonstige elementare Menschenrechte verweigert wurden? Darf ich nur dann Sozialist sein, wenn ich selbst unter der Brücke schlafe und sonst dem Prekariat angehöre?

männer.ch schreibt:

Für andere ist Feminismus ein Werkzeug, eine analytische Herangehensweise. Sie basiert auf der Erkenntnis, dass Geschlechterverhältnisse keineswegs «natürlich» gegeben, sondern immer Ausdruck von (Macht-)Interessen sind. In dieser Lesart können Männer sehr wohl Feministen sein, wenn sie sich dem Kampf gegen ungerechte Geschlechterverhältnisse anschliessen.

Gibt es eine Gesellschaft, in der keine Macht-(interessen) vorhanden sind? Kann es überhaupt eine Gesellschaft geben, in der keine Macht-(Interessen) vorhanden sind? Ich vermute nein, somit dürfte diese Aussage, dass die Geschlechterverhältnisse ein Ausdruck von (Macht-)Interessen sind eine Binsenweisheit sein. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass Geschlechterverhältnisse eben nicht bloß auf (Macht-)Interessen beruhen, aber das müsste an anderer Stelle diskutiert werden.

männer.ch schreibt:

Profeministisch ist gut genug.

männer.ch hat nach 12 Jahren Existenz und Arbeit eine klare Identität: Wir sind das Dach der progressiven Männer und Väter. Wir vereinen unter diesem progressiven Dach sowohl profeministische wie emanzipatorische Kräfte.

Diese Selbstdefinition beinhaltet eine doppelte Differenzierung: Wir verstehen uns explizit nicht als Feministen, sondern als Profeministen. Und wir schaffen auch Platz für jene Männer, denen die Selbstbezeichnung Profeminist zu weit geht, weil ihnen die Emanzipation der Männer (von patriarchalen Rollenkorsetten und Machtstrukturen) um ihrer selbst willen am Herzen liegt.

Warum sind wir Profeministen statt Feministen?

(…)

Um etwas Demut und Vorsicht walten zu lassen. Wir haben ja durchschaut, welche Illusionen uns eingeimpft wurden, damit wir uns männlich fühlen. Zum Beispiel die Illusion, dass unser Wort mehr Gewicht und unsere Meinung mehr Wert hat als die aller Nicht-Männer.

Stellt sich allemal die Frage, woher männer.ch weiss, dass die Bevölkerung oder die Männer den Eindruck haben, dass  die Meinung der Männer mehr Wert hat als die aller Nicht-Männer? Gibt es dazu empirische Untersuchungen, die immer zum gleichen Ergebnis kommen? Vor allem: Es wird ja hier bloß das geschlechtsspezifische symbolische Kapital berücksichtigt, Interaktionen hängen jedoch gewiss noch von ganz anderen Kapitalarten ab, die Menschen besitzen oder eben nicht besitzen: politisches, soziales, ökonomisches, sonstig symbolisches, kulturelles etc.

männer.ch schreibt:

Wir finden es aber keine schöne Vorstellung, wenn männliche Feministen Frauen zu erklären beginnen, wie Feminismus besser geht. Wir müssen auch nicht dabei sein, wenn Männer zu wetteifern beginnen, wer der noch bessere Feminist ist. Da nehmen wir uns lieber von Beginn weg aus diesem Rennen der Macker mit pinken Kappen.

Das dürfte diesen Männer vermutlich gleich gehen, die sich Feministen nennen, wenn männer.ch ihnen erklären möchte, was ein wirklicher Feminist sein könnte und was nicht. Aber ganz allgemein: Weshalb Sprechverbote einrichten? Wenn eine Frau denkt, sie könne der Väterrechtsbewegung etwas mitteilen, was dieser ev. nützen könnte, weshalb nicht? Dürfen Betroffene nur mit Samthandschuhen angefasst werden? Sind diese gleichsam metaphorisch gesprochen in einem Naturschutzreservat?

männer.ch schreibt:

Um Raum zu schaffen für einen Mehrwert männlicher Beteiligung am Gleichstellungsprozess: Wir wissen als Männer doch am besten, wie das Patriarchat funktioniert und welchen Schaden es anrichtet.

Warum sollten Männer am besten wissen, wie ein Patriarchat funktioniert? Übrigens: Was versteht eigentlich männer.ch genau unter einem Patriarchat in Westeuropa (Definition, Operationalisierung, empirische Befunde)?

männer.ch schreibt:

Das Patriarchat ist für uns keine Herrschaft der Männer. Sondern die Herrschaft eines männlich geprägten Leistungsprinzips, das Fremd- und Selbstausbeutung zur Norm und Qualität erklärt.

Von welchem Leistungsprinzip spricht hier männer.ch und weshalb sollte dieses männlich geprägt sein? Und wer genau hat dieses Leistungsprinzip männlich geprägt und zur Norm und Qualität erhoben? Und was genau ist in diesem Zusammenhang mit Fremd- und Selbstausbeutung gemeint? Wer beutet wen aus und auf welche Weise geschieht das? Und das weiblich geprägte Leistungsprinzip wäre dann vollständig anders?

männer.ch schreibt:

Die Herrschaft eines Systems von Abwertung und Spaltung, das uns kranke Bonsai-Männer als «echte Kerle» verkaufen will. Dieses Knowhow nutzen wir. Wir sind Whistleblower. Wir sind lustvolle Verräter des Patriarchats. Eine noble Aufgabe, finden wir. Und vor allem eine Aufgabe, für die es Menschen braucht, die zu Männern gemacht wurden. Weil nur diese Menschen wissen, wie die Tricks und Incentives funktionieren, mit denen wir zu Männern gemacht wurden und mit denen wir bei Laune gehalten werden auch wenn in unserer Seele die Wüste beginnt.

Hört sich in meinen Ohren alles irgendwie kryptisch an: Welche Herrschaft von welchem System? Wer sind sie kranken Bonsay-Männer, die als echte Kerle verkauft werden? Und wiederum: Wie wäre es mit einer Definition von Patriarchat (plus Operationalisierung und empirische Befunde)? Von welchen Tricks redet hier männer.ch, also welche Tricks wurden angewendet, um die Männer von männer.ch zu Männern zu machen? Um es klar zu sagen: Ich verstehe nicht, von was hier genau männer.ch redet.

männer.ch schreibt:

Aus Respekt. Emanzipation ist eine Riesenaufgabe für alle. Wir schicken uns an, Strukturen und Normen zu verändern, die den Interessen der Mächtigen entsprechen und über mehrere Generationen streng eingeübt wurden. Das kann ja nicht schmerzfrei gehen. Um diesen Kampf zu fechten und als Männer Wege ins Offene zu finden, braucht es unsere ganze Aufmerksamkeit und Kraft. In dieser Situation den Frauen ritterlich zur Seite stehen zu wollen, ist für uns Ausdruck einer völligen Selbstüberschätzung und einer ziemlichen Ignoranz gegenüber der Aufgabe, die wir Männer zu lösen haben: uns selbst zu befreien.

Die Frage wäre nun auch wieder, was genau versteht männer.ch unter Emanzipation? Und welche Strukturen und Normen möchten sie denn gerne verändern, die den Mächtigen entsprechen und über mehrere Generationen streng eingeübt wurden? Und wer sind überhaupt die Mächtigen? Also könntet ihr hier mal diese Mächtigen genau benennen und beschreiben und lokalisieren? Und von was genau will sich nun männer.ch befreien? Und wollen das überhaupt alle Männer?

Fazit

Dieses Statement hört sich in meinen Ohren ziemlich nebulös, kryptisch und teilweise pathetisch an. Es ist quasi eine Rede über Alles und Nichts, also das Meiste ist ziemlich schwammig und „waschi-waschi“, wo man überhaupt nicht weiß, um was es geht oder was Sache ist. Und es wäre natürlich schön, wenn männer.ch ein paar Fragen von mir beantworten würde, insbesondere das mit dem Patriarchat würde mich schaurig interessieren.

  1. „Als Dachverband progressiver Schweizer Männer- und Väterorganisationen …“

    Bei der Selbstbeweihräucherung „progressiv“ läuten bei mir sofort die Alarmglocken. Dieser Begriff ist auf der Sachebene völlig inhaltsleer, auf der Diskursebene zeigt er Arroganz und wenig Fähigkeit zur Selbstkritik an. Der Islamische Staat hält sich übrigens auch für progressiv, weil er Europa endlich zu seinem Glück, dem Glauben an den barmherzigsten Allah, verhelfen will.

    „Für manche ist Feminismus eine Erfahrungstatsache: nämlich die Erfahrung, als Frau nicht einfach als Mensch, sondern eben als Frau behandelt zu werden.“

    Ich frage mich bei solchen Sätzen immer. merken die Leute nicht, was sie das für einen Unsinn schreiben, oder ist das der übliche feministische Populismus? Alleine der erste Satz enthält einen deutlich erkennbaren Kategorienfehler: Feminismus ist entweder eine Ideologie in Sinne von Theorien oder eine soziale Bewegung in Sinne einer Menge von Personen oder eventuell noch eine persönliche Weltsicht.
    Die „Erfahrungstatsache“ ist dagegen ein gut bekannter wertfreier sozialer Sachverhalt, den man empirisch nachweisen kann und aus dem zunächst nichts folgt.

    „Wir vereinen unter diesem progressiven Dach sowohl profeministische wie emanzipatorische Kräfte.“

    Ist ein progressives Dach das Gegenteil von einem Flachdach oder noch etwas anderes? Von welchen weltlichen oder kirchlichen Autoritäten emanzipieren sich diese Kräfte anno 2017? Sind Maskulisten, die gegen feministische Grundrechtsverletzungen kämpfen, auch emanzipatorisch?

    „Wir verstehen uns explizit nicht als Feministen, sondern als Profeministen.“

    Ein XY-ist ist eine Person, die sich FÜR (pro) eine Ideologie oder soziale Bewegung namens XY-ismus einsetzt. Ein Feminist also für den Feminismus (was auch immer das ist).

    Ein Profeminist ist semantischer Unsinn, wenn damit ein halbherziger Befürworter des Feminismus gemein ist. Das ist bestenfalls eine Person, die auf das Beuteschema feministischer Propaganda paßt.

    „Wir finden es aber keine schöne Vorstellung, wenn männliche Feministen Frauen zu erklären beginnen, wie Feminismus besser geht.“

    Das ist die devote Haltung, die führende Feministinnen von ihren Allies erwarten.

    „Wir wissen als Männer doch am besten, wie das Patriarchat funktioniert und welchen Schaden es anrichtet.“

    Klar doch. Und die Erde ist 6000 Jahre alt und wurde damals in 7 Tagen erschaffen. Diese Aussage würde ich als den ideologischen Offenbarungseid ansehen. Den ganzen Rest kann man sich schenken.

    „… man überhaupt nicht weiß, um was es geht oder was Sache ist.“

    Sehe ich nicht so. Welche Indizien haben wir denn? 1. kritiklose Übernahme feministischer Dogmen, 2. Einsatz von klassischen feministischen rhetorischen Tricks, 3. klare Selbstdarstellung als feministische Allies.

    Das ganze ist ein klassischer Fall feministischer Allies, die sich missionarisch betätigen. Fragen braucht man da gar nichts, etwas anderes als noch mehr Propaganda ist nicht zu erwarten.

    Antwort

    1. @mitm

      „Ein Profeminist ist semantischer Unsinn, wenn damit ein halbherziger Befürworter des Feminismus gemein ist. Das ist bestenfalls eine Person, die auf das Beuteschema feministischer Propaganda paßt.“

      Eventuell geht es darum, eine Art Lackmus-Test seitens der Feministen zu bestehen: Denn wenn auch Männer Feministen sein können, dann leuchtet es ein, daß Feminismus eine Menschenrechtsbewegung ist, Offenbar können für die Rechte von Personen auch diejenigen eintreten, die nicht selbst entrechtet wurden. Falls Männer aber keine Feministen sein können, dann liegt vermutlich ein Verständnis zu Grunde, nach dem Feminismus ein revanchistischer Geschlechterrassismus ist, an dem Männer nicht teilheben dürfen, weil sie nicht abgewertet wurden und daher nicht revanchistisch berechtigt sind. In diesem Fall braucht man eine besondere Bezeichnung, die einerseits die Parteilichkeit zugunsten des Feminismus anzeigt, andererseits aber nicht die Berechtigungen zur Geschlechterrevanche aus dem Feminismus induziert.

      „Profeminist“ bietet sich in diesem Fall an.

      Antwort

  2. „Wir sind lustvolle Verräter..“
    Das glaube ich sofort!
    Wenn die selbst zugeben, dass:
    „Geschlechterverhältnisse keineswegs «natürlich» gegeben, sondern immer Ausdruck von (Macht-)Interessen sind“
    und dann freimütig zugeben, dass sie
    „die Emanzipation der Männer (von patriarchalen Rollenkorsetten und Machtstrukturen)“ anstreben, also gerade die „Machtinteressen“ der Männer aufgeben wollen, dann sind sie tatsächlich „lustvolle Verräter“ :-D.

    Antwort

  3. Männer.ch(en)?

    Mich erinnern die an das „BuFoMä“
    (Bundesforum Männer)

    Und die gestellten Fragen sind durchaus berechtigt!

    Antwort

    1. Das finde ich nicht!

      Wir sollten vielmehr mit der hochnotpeinlichen Befragung von männer.ch beginnen:

      „Wir sind lustvolle Verräter des Patriarchats. Eine noble Aufgabe, finden wir. Und vor allem eine Aufgabe, für die es Menschen braucht, die zu Männern gemacht wurden.“

      Da die Mehrarbeit für die Erziehung im Patriarchat offensichtlich Frauen obliegt, ist es anmaßend von Männern, sich diese unbezahlte Arbeit von Frauen anzueignen und sie so unsichtbar zu machen.

      Diese unbezahlte oder unterbezahlte Tätigkeit wird nicht nur allen Frauen von männer.ch diskursiv abgesprochen, sondern in eine männliche männer.ch-Arbeit verwandelt.
      Nur so wird weibliche Mühsal und Plackerei zu einer „noblen Aufgabe“ – nämlich einer männlichen.

      Diese klammheimliche Macker-Verhalten lässt sich noch steigern:

      „Weil nur diese Menschen wissen, wie die Tricks und Incentives funktionieren, mit denen wir zu Männern gemacht wurden und mit denen wir bei Laune gehalten werden auch wenn in unserer Seele die Wüste beginnt.“

      Als ob Frauen nicht wüssten, wie „Tricks und Incentives funktionieren“, mit denen Männer zu Männern erzogen und bei Laune gehalten werden.
      Eben WEIL sie die Hauptlast der Sozialisierung von Kindern, demnach auch Jungen, unentgeltlich entrichten!
      Das unerträgliche mansplaining von männer.ch geht hier Hand in Hand mit der Ab – und Entwertung weiblichen Wissens!

      Ich bin fassungslos, dass solch frauenfeindliche Gestalten sich öffentlich als „Pro-Feministen“ bezeichnen dürfen, ohne mit einer vollen Windel geschlagen zu werden. (lacht)

      Aber richtig erbärmlich ist dieses plakativ herausgestellte männliche Selbstmitleid Angesichts des Schicksal aller Frauen weltweit, die täglich patriarchale Unterdrückung, Ausbeutung und rape culture zu erleiden haben.

      Da reimt der potentielle rape apologist und denialist:: „Wenn in unserer Seele die Wüste beginnt.“
      Ich bin fassungslos.
      „Man up!“, du Würstchen!!!

      Gruß crumar

      Antwort

  4. bitte mal im Spam nachsehen ….

    Antwort

  5. Wir sehen Emanzipation als historische Chance, um Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit für alle zu realisieren.

    Sobald ich solchen Bullshit lese, rollen sich mir regelmässig die Fussnägel auf. Hat – so als Beispiel – der gering Begabte die gleichen Chancen wie der Hochbegabte? Inwiefern hilft Feminismus, dieses Utopia zu verwirklichen und auf welche Art und Weise? Das würde mich echt interessieren. Die hauen Parolen raus, offensichtlich auswendig gelernte Phrasen ohne Inhalt, ohne jemals darüber nachzudenken. Idioten. Virtue signalling rauf und runter. Seit wann übrigens wird Opportunismus mit dem Label „progressiv“ versehen?

    Das Patriarchat ist für uns keine Herrschaft der Männer. Sondern die Herrschaft eines männlich geprägten Leistungsprinzips, das Fremd- und Selbstausbeutung zur Norm und Qualität erklärt.

    Männlich geprägtes Leistungsprinzip? Aha. Der Urgrund alles Bösen ist das Männliche. Und da es die Schuld der Männer ist, sollten die Frauen von allen Leistungsanforderungen befreit werden. Und für die ausgebeuteten (selbstausgebeuteten!) Männer bietet männer.ch Schwitzhütten mit sozialpädagogischer Begleitung an. Ja nee, ist klar.

    Ich kann die Typen nicht ausstehen. Meinem Bullshitdetektor haut es jedesmal die Sicherung raus. Sind die blöde oder einfach nur dämlich? Ich weiss es nicht.

    Antwort

    1. Von mir aus dürften sie gerne so einen Bullshit schreiben, wenn sie sich wenigstens dafür für Problemlagen von Jungen und Männern einsetzen würden, aber das machen sie ja kaum.
      Häusliche Gewalt gegen Männer durch Frauen, hören wir nix. Sexueller Missbrauch von Jungen: hören wir nix. Unzureichende Beratungsstellen speziell für Männer im sozialen und medizinischen Bereich – hören wir nix.
      Ganz allgemein bei schweren Straftaten, wo Männer viel mehr betroffen sind als Frauen, hören wir nix.
      Bei Selbstmorden, Unfällen, Suchterkrankungen, im Bildungswesen, Obdachlosigkeit, Zwangsdienste oder dass Männer früher sterben, hören wir nix.
      Sie wollen einen Vaterschaftsurlaub und dass alles schön so aufgeteilt ist, dass Frauen und Männer alles gleich machen. Diese Institution ist für mich ein Witz. 🙂

      Antwort

    2. Über diese unsinnige, immer wieder aufgetischte Behauptung könnte man gelegentlich mal qualifizierter diskutieren.

      Das könnte man und käme dann schnell zur Erkenntnis, dass das Privateigentum an Produktionsmitteln und die Konkurrenz auf dem Markt das Leistungsprinzip erfordert, dem sich der Arbeitnehmer unterworfen sieht. Das gilt für Männer und Frauen grundsätzlich gleichermassen. Inwiefern es angebracht ist, das Leistungsprinzip als „männlich“ zu konnotieren, bleibt schleierhaft, ausser man ist Feminist und sieht den Urgrund im „männlichen Wesen“.

      Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie inkonsistent Feministen „argumentieren“. Plötzlich wird ganz selbstverständlich von einem männlichen Wesen ausgegangen, ein Wesen, dass zu Konkurrenz und Wettbewerb neigt, womit die kapitalistische Wirtschaftsweise zum Ausdruck des männlichen Wesens wird. Die Lösung aus feministischer Sicht ist deshalb, Frauen an die Spitze der Unternehmen u.a zu setzen. Am weiblichen Wesen soll die Welt genesen – so könnte man es auf eine Kurzformel bringen. Von da an leben wir in Wohlstand und Harmonie und ganz ohne Stress.

      Das ist so unglaublich seicht und platt.

      Antwort

      1. Das weiblich konnotierte Leistungsprinzip hatten wir vermutlich im realexistierenden Sozialismus. 🙂 Da floss Honig und Milch und alles war schööööööööön, deshalb mussten sie dann eine Mauer bauen, damit nicht ganz alle abhauen. 🙂

  6. „Männlich geprägtes Leistungsprinzip?“

    Über diese unsinnige, immer wieder aufgetischte Behauptung könnte man gelegentlich mal qualifizierter diskutieren. Hier wird (absolute) Leistung mit relativer Leistung bzw. Konkurrenz verwechselt. Konkurrenz ist ein biologisches Grundprinzip, ohne Konkurrenz gäbe es keine Evolution.

    „Sind die blöde oder einfach nur dämlich?“

    Keines von beiden, sondern professionelle feministische Missionare, die ihr Handwerk (Propaganda und Volksverdummung) verstehen.

    Antwort

    1. Ich würde es anders herum sehen. Die verstehen eben kein Handwerk. Nicht einmal ihr eigenes. Auf deren (allg Feministen) Wirken hin, ist doch zum Beispiel die Zahl der Frauen die in partnerschaftlichen Konflikten zu guter Letzt eben doch vom Partner, der mittels aller erdenklicher Situationen in die Ecke gedrängt wird, ermordet werden.
      Und deren Propaganda wirkt auch nur, weil wir schon vorverdummtes Volk aus den Schulen entlassen.
      Und nicht weil die ihr Handwerk verstünden.

      Naja, da Männerrechtler wohl die einzigen sind, die zumindest halbwegs behaupten können sich gegen bestehende Machtstrukturen zu stemmen um eine gerechtere Situation zwischen den Geschlechtern zu erreichen, sollte die Definitionshoheit darüber wer oder was überhaupt Feminist ist, zumindest mal gegenüber Männer.ch bei ‚uns‘ liegen.

      Mädchen leiden weil ‚werfen wie ein Mädchen‘ angeblich abwertend ist, anstatt deskriptiv, aber Jungs haben es auszuhalten, dass jedes Elend auf der Welt Folge patriarchalischer Machtstrukturen ist, was immerhin fabulös genannt werden kann, aber wohl eher in seiner Funktion nichts als eine Nebelkerze ist.

      Die immer noch unglaublich schadet, den den bisher angerichteten Schaden, den kann man ja gar nicht abschätzen.
      Vielleicht sollten Feministinnen mitsamt ihrer restlichen Geschlechtsgenossinnen, die ja hauptsächlich durch schweigend beklatschende Mittäterschaft auffallen, einfach mal 2 Jahrzehnte lang zum Ersatzdienst herangezogen werden, ich vermute den Damen und Cuckolds würde Arbeit im Altersheim mit vereinsamten und schlecht versorgt dahinscheidenden Menschen eine gute Lehre sein. Nicht im Sinne das die daraus was lernen würden, aber vielleicht zumindest soweit ein Jucken im Kopf einsetzt, das zumindest mal ein Zweifel an den immer gleichen und aus alle Rohren schallenden Mantren.

      Weil’s mir gerade durch die Hirnrinde zischt, nochmal ganz kurz zur Behauptung es ist alles linksversifft, vielleicht haben wir ja einen Lehrer hier der mit ließt.
      Was passiert, wenn man 20 Oberstufler bittet kurz HÜ-mäßig aufzuschreiben, warum die Flaggen der USA und der BRD aussehen, wie sie nun mal aussehen.

      Ich wette 60-75% können die 13 Gründungsstaaten und die 51(?) aktuellen Staaten nennen und das deshalb Stripes und Stars sind wie sie sind. Vermutlich kommen noch knapp die Hälfte auf die Idee das es mal ne Trikolore gab und das bestimmt mit der Farbgebung zu tun hat.

      Wieviel wird wohl zu unserer Flagge kommen. Ich schätze mir 2-3 halbwegs guten Antworten darf man sich glücklich schätzen.

      Und klar, wenn ich die andere, die wirtschaftspolitische Brille anziehe, da sieht alles neoliberal und somit klar rechts (grüße an alle TAZ Faschos) bis rechtsversifft aus.

      Aber mit der sozialpolitischen Brille ist alles linksversifft.

      ————————————————————————————————————————————————————

      Und das traurigste, Schopenhauers Beschreibung des Weibes trifft auch noch heute genauso zu wie vor 2000 Jahren Senecas, die Verantwortung für das Elend tragen wir (westlichen) Männer.

      Schätze der Chinese wird’s dann in 100 Jahren aufräumen.

      Antwort

      1. Da gehört noch gestiegen ans Ende des ersten Satzes.

Antwort

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