man tau-Wochenshow

Die man tau-Wochenshow vom 23. Juli 2017

geschrieben von: Mark Smith

Nachfolgend findet Ihr eine Presseschau der letzten Woche unter anderem mit folgenden Themen:

  • Kaum Terrorgefahr von links
  • Lügen die Medien?
  • Aufklärung als Possenspiel
  • Warum es eine Linke braucht
  • Reiche unter sich
  • AfD wildert bei SPD-Wählern
  • Wider den Kulturkampf
  • Einmal Außenseiter, immer Außenseiter
  • Eine Demo, die Eintritt verlangt, ist keine Demo
  • Privatschulen sind staatlich geförderte Ungleichheit
  • Der „Krieg gegen das Bargeld“ ist eine milliardenschwere Ölquelle für den Finanzsektor
  • Die Heuchelei der Weinerlichen
  • Roma: Bürger zweiter Klasse?
  • Einmal unten, immer unten
  • Der Tierwelt droht ein neues Massensterben
  • Bist du nicht weltoffen, wirst du geschlossen
  • „Poppers Traum ist in Gefahr“
  • Urban Priol Mitternachtsspitzen
  • Wählerschaft der Parteien
  • Flüchtlinge und Terror: Wie nahe ist der Nahe Osten?
  • Die Moral der Überzeugten
  • Frauen werden ausserhalb des Fussballplatzes ausgegrenzt

Auch wenn wir einen Artikel für lesenswert halten, heißt dies selbstverständlich nicht, dass wir allen Aussagen darin zustimmen, und dasselbe Prinzip gilt umgekehrt für diejenigen Artikel, die wir nicht so toll finden: auch dort können Aussagen drin stehen, die wir befürworten. Wenn Sie diese wöchentliche Presseschau für hilfreich halten, dann bitte in den Social-Media-Kanälen teilen oder einfach Bekannten und Freunden weitersagen.


  • Kaum Terrorgefahr von links

Laut dem Chef des BKA ist die Zahl linksextremistischer Gefährder sehr niedrig. Bei den Rechtsextremisten sieht das etwas anders aus, erst recht bei den Islamisten.

Quelle: zeit.de


  • Lügen die Medien?

Ein neues Buch aus dem Rubikon-Umfeld geht der Frage nach: Lügen die Medien? Zu Wort kommen die Journalisten Walter van Rossum, David Goeßmann, Ulrich Teusch, Volker Bräutigam, Ulrich Tilgner, Stephan Hebel, Werner Rügemer und Eckart Spoo. Die Wissenschaftler Noam Chomsky, Daniele Ganser, Rainer Mausfeld, Uwe Krüger, Jörg Becker, Michael Walter, Erich Schmidt-Eenboom, Klaus-Jürgen Bruder und Kurt Gritsch. Sowie mit Maren Müller, Hektor Haarkötter, Sabine Schiffer, Gert Hautsch, Rainer Butenschön, Markus Fiedler und Daniela Dahn wichtige Stimmen aus der Zivilgesellschaft.

Quelle: Rubikon

Anmerkung Mark Smith: Ein Buch, das sich m.E. lohnen würde zu kaufen!


  • Aufklärung als Possenspiel

Die „Aufklärung“ des NSU-VS-Komplexes steigert sich ins Absurde: Eine gespenstische Reise an den Tatort in Kassel.

Quelle: Rubikon

Anmerkung Mark Smith: Ok, man müsste wohl viel, viel mehr von der Sache wissen, aber irgendwie hat es den Anschein, dass in diesem NSU-Komplex schon einiges nicht mit rechten Dingen zugeht.


  • Warum es eine Linke braucht

Linkes Denken besteht aus mehr als nur naiven Fantasien und einer vereinfachten Weltanschauung. Nach dem G20-Gipfel wollen das bloß viele nicht mehr hören.

Quelle: zeit.de

Anmerkung Mark Smith: Eine Replik des Soziologen Stephan Lessenich auf den Essay von Armin Nassehi mit dem Titel „Eine Linke braucht es nicht mehr“. Man muss ja auch nicht allem von Lessenich zustimmen, aber gehaltvoller als das Geplauder von Nassehi ist es allemal.


  • Reiche unter sich

In DIW-Studie wurde die soziale Lage von Anhängern der größten Parteien untersucht. Niedriglöhner wählen Linkspartei, AfD oder gar nicht

Quelle: Junge Welt

Anmerkung Mark Smith: Union und SPD werden sich nicht nur inhaltlich, sondern auch von der Struktur ihrer Wählerschaft immer ähnlicher. Die ländlichen Gebiete wählen eher CDU/CSU und die Städte eher die SPD. SPD ist keine Arbeiterpartei mehr, sondern eine Rentner- und Angestelltenpartei. Arbeiterpartei ist nun die AFD, die Linke oder dann vor allem die Nichtwähler. Frauen wählen viel häufiger die Grünen, die Männer eher die Linke, die AFD und die FDP. Und die Grünen werden primär von Personen im öffentlichen Dienst gewählt. Nun, eigentlich alles nicht sehr verwunderlich.


  • Wider den Kulturkampf

Ein linkes Projekt, das auf Solidarität und sozialer Gleichheit beruht, muss nicht nur die Rechte angreifen, sondern auch das, was der britische Autor Tariq Ali die »extreme Mitte« nennt.

Quelle: Makroskop

Anmerkung Mark Smith: Top Artikel! Unbedingt lesen! 🙂

Anmerkung Lucas Schoppe: Ich sehe den Text etwas kritischer. Die Rede von einer „extremen Mitte“ ist ohnehin diffus, aber ein anderes Problem ist noch wichtiger.

Es ist in meinen Augen ein Grundfehler linker Politik heute, nicht eigenständige Konzepte dafür zu entwickeln, wie denn eigentlich eine sozial gerechtere Gesellschaft aussehen könnte – sondern sich statt dessen an den FEINDEN zu definieren, gegen die man kämpft. Diese Feinde umfassen bei Sebastian Friedrich das gesamte Spektrum von klaren, nationalistischen Gegnern einer Demokratie bis hin zu Menschen, die z.B. einfach Probleme mit einer  Zuwanderungspolitik haben, welche sie als chaotisch empfinden.

Der Fehler ist also doppelt: Sich erst vor allem am Feindbild zu definieren – und dieses Feindbild dann auch noch weit in die politische Mitte zu schieben. Natürlich können so keine Mehrheiten gebildet werden: Wer wählt schon Parteien, von denen er kaum verbrämt als „Feind“ betrachtet wird?


  • Einmal Außenseiter, immer Außenseiter

Den Verhältnissen unserer Kindheit entkommen wir nicht. Wer kein soziales Kapital von zu Hause mitbringt, wird nie Karriere machen. Da kann man noch so exzellent sein.

Quelle: zeit.de

Anmerkung Mark Smith: Der Titel und der Vorspann hören sich ja noch spannend an, aber was dann kommt, sind mehr oder weniger biografische Erinnerungen ohne irgendwelche repräsentative Empirie und ja dann, vermutlich eine induktive Schlussfolgerung auf die gesamte Welt.


  • Eine Demo, die Eintritt verlangt, ist keine Demo

Die Gerichte sollten ein kommerzielles braunes Konzert nicht als Versammlung im Sinn des Grundgesetzes schützen – selbst wenn dort politische Lieder gesungen werden.

Quelle: Süddeutsche Zeitung  


  • Privatschulen sind staatlich geförderte Ungleichheit

Privatschulen müssten nach dem Grundgesetz eigentlich allen Kindern offen stehen. Doch stattdessen herrsche „eine sehr hohe soziale Selektivität“, kritisiert Michael Wrase, Sozialforscher und Ko-Autor einer neuen Studie. Er fordert eine stärkere Regulierung dieses Schulbereiches.

Quelle: Deutschlandfunk Kultur

Anmerkung Lucas Schoppe: Hier fehlt ein wichtiger Punkt: Warum melden denn Menschen ihre Kinder an Privatschulen an, und offenbar zunehmend? Was reicht ihnen an herkömmlichen staatlichen Schulen nicht?


  • Der „Krieg gegen das Bargeld“ ist eine milliardenschwere Ölquelle für den Finanzsektor

Neue Höchstgrenzen für Bargeldtransaktionen, Anreize für Restaurants, künftig kein Bargeld mehr anzunehmen – die Scharmützel und Schlachten im „Krieg gegen das Bargeld“, die der geschätzte Kollege Norbert Häring sorgsam protokolliert, nehmen von Monat zu Monat an Intensität zu. Warum haben eigentlich so viele Akteure ein Interesse an einer Schwächung des Bargelds?

Quelle: NachDenkSeiten


  • Die Heuchelei der Weinerlichen

Sie sind unerbittliche Gegner und bekämpfen sich nach Kräften. Dennoch verbindet politisch Korrekte und Chauvinisten mehr, als ihnen recht sein kann.

Quelle: nzz.ch


  • Roma: Bürger zweiter Klasse?

Das schlechte Image von Roma ist dominant in ganz Europa und existiert seit Jahrhunderten. Warum begegnet die Mehrheitsbevölkerung gerade dieser Minderheit mit so viel Hass und Misstrauen? Die Filmemacher gehen in ganz Europa der Frage nach, weshalb sich Klischees und Vorurteile gegen Roma bis heute hartnäckig halten.

Quelle: arte.tv


  • Einmal unten, immer unten

Großbritannien ist nicht nur in der Frage des Brexit gespalten. Das Land ist immer noch eine Klassengesellschaft, sozialer Aufstieg ist fast unmöglich.

Quelle: zeit.de


  • Der Tierwelt droht ein neues Massensterben

Forscher rechnen aufgrund einer neuen Studie damit, dass in den nächsten Jahrhunderten drei Viertel aller Arten verschwinden werden. Mit massiven Konsequenzen auch für den Menschen.

Quelle: srf.ch


  • Bist du nicht weltoffen, wirst du geschlossen

Lokalpolitiker sehen die rechte Protestbewegung als Gefahr. Deshalb fordern sie einen italienischen Wirt auf, den Pegida-Leuten Hausverbot zu erteilen. Eine Posse.

Quelle: nzz.ch

Anmerkung Mark Smith: Das ist natürlich wieder einmal kein Ruhmesblatt für die SPD-Linke! Das nennt man Gesinnungsterror!


  • „Poppers Traum ist in Gefahr“

Der Forscher Gerret von Nordheim hat 80.000 Tweets nach dem Münchener Amoklauf ausgewertet. Er sagt: Die Öffentlichkeit spaltet sich immer mehr in isolierte Sphären.

Quelle: zeit.de

Anmerkung Mark Smith: Der Artikel ist zwar schon ein bisschen älter, aber zeigt gut auf, dass eine fehlende diskursive Öffentlichkeit Gift für eine lebendige Demokratie ist.

Anmerkung Lucas Schoppe: „In diesen Netzwerken – man kann auch sagen: Echokammern – entstehen dann Narrative, also Erzählungen, die keinen Widerspruch mehr erfahren. Im Fall von München lautete das Narrativ, dass Angela Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik den islamistischen Terror in Deutschland heraufbeschworen habe.“ So stellt Gerret von Nordheim den Tenor eines Clusters von Tweets vor, der zu dem Cluster der Leitmedien keine Verbindung mehr gehabt habe. Wer seine Warnung vor den Echokammern der sozialen Medien liest, sollte unbedingt noch zwei andere Texte dazu lesen:

Meedia und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichten über eine Studie der Otto Brenner Stiftung (IG Metall) zur Berichterstattung der Leitmedien „während der Hochphase des Flüchtlingszustroms“. das Fazit: „Statt kritisch zu berichten, habe der ‚Informationsjournalismus die Sicht, auch die Losungen der politischen Elite‘ übernommen und sei selbst mehr als politischer Akteur denn als neutraler Beobachter aufgetreten.“ 

Der Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo wird von Meedia selbstkritisch zitiert: „Ich glaube, dass wir eine ganze Weile zu sehr dazu tendiert haben, uns zu Mitgestaltern der Flüchtlingskrise zu machen und uns nicht auf die Rolle der Beobachtung konzentriert haben“.

Die Spaltung der Öffentlichkeit in verschiedene Segmente, aus denen Akteure nur noch mit Misstrauen aufeinander schauen, ist eben auch die Folge eines Versagens derjenigen Medien, die mehr als alle anderen die Chance gehabt hätten, einen umfassenderen öffentlichen Diskurs zu fördern. Sinnbildlich das doppelte Titelbild des Spiegel 36/2015, der ein Helles Deutschland der Willkommenskultur und ein Dunkles Deutschland der Fremdenfeindlichkeit schroff miteinander kontrastierte. 

Dass von Nordheim diese Fehler nicht wahrnimmt, ist typisch für eine Situation, in der zwar alle Beteiligten merken, wie sehr die Kommunikation in Filterblasen und Echokammern die Wahrnehmung begrenzt – dies aber jeweils nur an den anderen beschreiben. Die eigene Position bleibt jeweils unangestastet.

So ist das Interview Teil eben der Probleme, die darin beschrieben werden.


  • Urban Priol Mitternachtsspitzen

Quelle: wdr.de

Anmerkung Mark Smith: Ein bisschen aktuelle Satire mit Urban Priol, u.a. auch über den G20-Gipfel in Hamburg.


  • Venus, amtlich zensuriert

Die Stadt Zürich verbietet ein Plakat wegen angeblich sexistischen Inhalts. Ihre Beamten hätten sich mit dem Massstab, den sie anlegen, wohl schon an weit berühmteren Vorbildern vergriffen.

Quelle: nzz.ch

Anmerkung Mark Smith: Die Welt spinnt! Überall wird Sexismus gesichtet, wo vor Jahren noch kaum jemand daran gedacht hätte.


  • Flüchtlinge und Terror: Wie nahe ist der Nahe Osten?

Dritter Vortrag von Gastprofessor Michael Lüders an der Universität Trier

Als Gastprofessor an der Universität Trier richtet der Journalist und Wissenschaftler Dr. Michael Lüders in drei öffentlichen Vorträgen den Blick auf die Krisenregion Naher Osten. In seinen beiden ersten Vorlesungen hat sich der Nahost-Experte auf historische Ereignisse und Entwicklungen im Irak, in Iran, in Syrien und in Afghanistan konzentriert – ohne weitere, in die Nahostkrise involvierte Staaten und Prozesse außer Acht zu lassen. Zum Abschluss seiner Gastprofessur kommt er auf die Kriege in der Region und auf die Phänomene zu sprechen, die den Nahost-Konflikt auch in Europa beinahe täglich spürbar machen: Flüchtlinge und Terror. Hierin erkennt Lüders die „sichtbarsten Kehrseiten der Strategie `Sieben Kriege in fünf Jahren´“ – so der Titel seines dritten und letzten Vortrags am 10. Juli.

Quelle: uni-trier.de und Youtube


  • Die Moral der Überzeugten

Mancher, der sich vor Überfremdung fürchtet, kennt kaum Fremde. Aber umgekehrt sind auch jene realitätsblind, die für Weltoffenheit werben, aber selbst von Problemvierteln abgeschottet wohnen. Schriftsteller Michael Lösch kritisiert auf beiden Seiten eine „Moral der Überzeugten“.

Quelle: Deutschlandfunk Kultur


 

  • Frauen werden ausserhalb des Fussballplatzes ausgegrenzt

Der Frauen-Fussball befindet sich im Aufwind. An der EM schwärmen die Top-Teams von steigenden Prämien. Doch nur 3,7 Prozent der Führungspositionen im europäischen Fussball sind von Frauen besetzt.

Quelle: nzz.ch

Anmerkung Mark Smith:  Langsam wird es lächerlich! Ich habe mal nachgeprüft: Im Deutschen Fußballverband sind ca. 3.7% der Mannschaften Frauenmannschaften. Frauen als Mitglieder machen ca. einen Anteil von 14% aus. Es dürfte mehr oder weniger logisch sein, dass bei diesen Zahlenverhältnissen die Führungspositionen nicht von mehr Frauen besetzt sind. Aber die Frauen können ja selbst Frauenvereine gründen und dort den Vorstand nur mit Frauen besetzen und dann hat der Irrsinn hoffentlich bald ein Ende. 🙂

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27 Comments

    • „Der globalisierte Kapitalismus ist nicht eine einzige, große, wundersame Weltverbesserungsmaschine, sondern der auf Hochtouren laufende Motor der Produktion und Reproduktion krass ungleicher Lebensverhältnisse – und einer historisch einzigartigen Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit.“

      Nuff said.

      Es freut mich übrigens zu lesen, dass auch du inzwischen auf das Vordringen von Idioten in der Partei deines Herzens mit Rauswurf-Forderungen reagierst. 😉

      Gruß crumar
      (Organisation MGTOW)

      • „Der globalisierte Kapitalismus ist nicht eine einzige, große, wundersame Weltverbesserungsmaschine, sondern der auf Hochtouren laufende Motor der Produktion und Reproduktion krass ungleicher Lebensverhältnisse – und einer historisch einzigartigen Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit.“

        Na ja. Das stimmt halt nicht. Der globalisierte Kapitalismus verbessert die Lebensbedingungen von Millionen Menschen.
        In Ländern wo er fehlt – jüngstes Beispiel Venezuela – sieht es dagegen düster aus.

      • „Es freut mich übrigens zu lesen, dass auch du inzwischen auf das Vordringen von Idioten in der Partei deines Herzens mit Rauswurf-Forderungen reagierst.“

        Natürlich sollte sich eine liberale Partei linken Ideologien entledigen, bevor diese sich ausbreiten und Metastasen bilden.

    • Moin Adrian! Hast Du den Text gelesen oder hast Du Tomaten auf den Augen?`:-) Lies doch den Text noch mal und wenn Du immer noch nicht weißt, wo das steht, dann bin ich gerne behilflich.

        • @Adrian

          Und wieder einmal haben diese Kommunisten alles falsch gemacht!
          Hör mal, Adrian:

          „Chinas Wirtschaft ist im vergangenen Jahr nach Regierungsangaben um 6,7 Prozent gewachsen. Es ist die niedrigste Wachstumsrate seit 1990. Im Jahr 2015 hatte die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft noch ein Wachstum von 6,9 Prozent verzeichnet. Der Einbruch ist die Folge einer grundlegenden Neuausrichtung der Wirtschaft durch Peking.

          Dreimal in Folge hatte die chinesische Führung zuletzt jeweils dasselbe Wachstum von 6,7 Prozent für die ersten drei Quartale des vergangenen Jahres genannt. Erst im letzten Quartal 2016 wurde demnach ein leichter Anstieg von 6,7 auf 6,8 Prozent verzeichnet.

          Zuletzt hatte China auch mit schrumpfenden Exportzahlen aufhorchen lassen. Im vergangenen Jahr gingen die Ausfuhren in der Landeswährung berechnet um 2,0 Prozent zurück, wie die Zollbehörde Mitte des Monats mitteilte. Im Gesamtjahr 2016 fiel der Wert der Ausfuhren auf 13,84 Billionen Yuan (1,9 Billionen Euro). Die Exporte sind ein Pfeiler der chinesischen Wirtschaft und Wachstumsmotor.“

          6,7% Wachstum ist was für LOSER!
          Denn Adrian wird mir – aber so was von schnurstracks – die Wachstumsmeldungen der siegreichen kapitalistischen Länder durchreichen und wir werden beide – aber so was von! – in Hohngelächter ausbrechen!

          Ich meine, was sind schon 1,9 Billionen Euro Ausfuhren im Jahr?
          Adrian hat alleine 1 Billion Euro in seinem linken Strumpfhalter und er ist noch nicht einmal links!

          Da kann man gleich sehen, dass diese Chinesen gar nichts von Wirtschaft verstehen und das sieht man am besten an den schlitzäugigen Venezulanern.

          Case closed!

          Gruß crumar
          (Organisation MGTOW)

          • @Adrian

            Nope.
            Es handelt sich faktisch um die Variante eines Staatskapitalismus unter Vorherrschaft und mit Lenkung durch eine kommunistischen Partei.

            Wie man aber leicht sehen kann, ist dies ein ökonomisch erfolgreiches Modell, was gegen deine Idee „alle sozialistischen Staaten sind ökonomisch gescheitert“ spricht.
            Insbesondere sollte Beachtung finden, wie und dass der staatliche Dirigismus hilfreich für die Entwicklung des Gesamtsystems ist.

            Dass die ökologischen Kosten der chinesischen Entwicklung immens sind möchte ich gar nicht bestreiten, aber auch auf diesem Sektor ist die Aufholjagd beeindruckend.

            Gruß crumar
            (Organisation MGTOW)

          • „Dass die ökologischen Kosten der chinesischen Entwicklung immens sind möchte ich gar nicht bestreiten“

            Die Landentwicklung ist notwendig, um das böse Finanzkapital zu generieren. Es sitzen haufenweise bürokratische Maden dran, die alle verdienen wollen, sogar an ganzen Städten, auch wenn diese menschenleer bleiben. Hauptsache das Land wird entwickelt.
            Die Wirtschaftswachstumzahlen Chinas sind wenig bedeutsam und sagen wenig bis nichts.
            Wenn es mal stimmt, dass „Wachstum“ überflüssig oder gar schädlich ist, dann in Bezug auf China.

            Was ja auch so unendlich unehrlich ist, von allen möglichen Weltverbesserern: es wird absolut keine kritische Analyse oder auch nur faktisch zutreffende Beschreibung Chinas gemacht. Ein System unendlich viel korrupter, ungerechter, absurder und fieser als alles, was hier bekannt ist. Ganz sicher nach hiesigen Standards der Menschenwürde einfach abzulehnen…

            Ganz tolle kommunistische Erfolgsgeschichte, hust.

          • Die Landentwicklung ist notwendig, um das böse Finanzkapital zu generieren.

            Also das klingt kapitalistisch.

            Die Wirtschaftswachstumzahlen Chinas sind wenig bedeutsam und sagen wenig bis nichts.

            Ach gar? Selbst ohne irgendeine Statistik zu bemühen und nur auf meine ganz persönlichen Beobachtungen zurückgreifend ist es offensichtlich, dass heutzutage unglaublich viele Produkte in China hergestellt werden, während vor 20 bis 30 Jahren so gut wie nichts von China importiert wurde. Und schon bald fahren wir chinesische Autos.

            Was ja auch so unendlich unehrlich ist, von allen möglichen Weltverbesserern: es wird absolut keine kritische Analyse oder auch nur faktisch zutreffende Beschreibung Chinas gemacht.

            Ich habe dutzende Beiträge gesehen, die die ökologischen Schäden, verursacht durch die rasante Industrialisierung Chinas, thematisieren. Ebenso kritische Beiträge in den Medien, die das politische System Chinas kritisch darstellen.

            Abgesehen ist es zweifelhaft, sehr zweifelhaft sogar, ob China als kommunistisches System gelten kann. Zwar nennt sich die Partei „Kommunistische Partei Chinas“, aber das gaukelt lediglich eine nicht existierende Kontinuität vor, die zum Zweck des Machterhalts der Partei notwendig ist. Würden sie offiziell mit dem Maoismus brechen, ginge die Legitimation der sogenannten kommunistischen Partei flöten. Seit Deng Xiao Pings Reformkurs ist China nicht mehr kommunistisch. So gibt es Privatunternehmen zuhauf und die Profite sind daher private.

            Das kommt davon, wenn man nur noch reflexartig anbellt, was irgendwie als links gelabelt daher kommt. Es vernebelt den Blick auf die etwas komplexere Realität.

          • @Pjotr
            „Also das klingt kapitalistisch.“

            Das ist es auch. Wenn auch steinzeithaft. Geldschöpfung aus Landentwicklung – um einen „ungehemmten Finanzkapitalismus“ zu vermeiden. Dass damit später ökologischer Raubbau und unsinnige Entwicklungsprojekte entstanden, ist eine Folge der vorgegebenen Spielregeln, die durchaus als kommunistisch-planwirtschaftlich angesehen werden können und weniger als „kapitalistisch“.

            Dass es eine lebhafte industriell-wirtschaftliche Entwicklung gegeben hat, die einmalig für ein kommunistisches Regime ist, wollte ich nicht in Frage stellen. Nur die Gültigkeit und die Bedeutung der Wachstumszahlen. Das Problem ist altbekannt, manche Beobachter wollten andere Kenngrössen, wie Energieverbrauchsentwicklung, als Gradmesser der Wirtschaftsentwicklung nehmen, etc, um ein realistisches Bild zu gewinnen.

            „So gibt es Privatunternehmen zuhauf und die Profite sind daher private.“

            Mit der Einschränkung, du gehörst zur Partei…. Eine sehr eigenartige Beziehung zum Privaten haben die Chinesen. Hyperkompliziert und kaum für Aussenstehende zu verstehen, sind die Kapitalmärkte, die alles andere als „frei“ sind und wesentlich korrupter als die Märkte der USA vor der „Great Depression“. Und damit habe ich schon genügend angedeutet, durch welche Art von Krise die chinesische Wirtschaft durchmuss.

          • „Wie man aber leicht sehen kann, ist dies ein ökonomisch erfolgreiches Modell, was gegen deine Idee „alle sozialistischen Staaten sind ökonomisch gescheitert“ spricht.“

            Ja natürlich. Sozialistische Staaten scheitern genau dann nicht, wenn sie sich kapitalistisch ökonomischer Methoden bedienen.

          • @Adrian

            „Ja natürlich. Sozialistische Staaten scheitern genau dann nicht, wenn sie sich kapitalistisch ökonomischer Methoden bedienen.“

            Das ist übrigens ein Widerspruch in sich.
            Wären es *genuin* kapitalistische Methoden, wären sie nicht sozialistisch adaptierbar und anders herum.
            Es gab „den Markt“ lange bevor es einen Kapitalismus gegeben hat und einen Handelskapitalismus (bereits im Feudalismus) lange vor einem Finanzkapital.
            Das chinesische Modell beruht eher darauf, eine ordinäre Marktwirtschaft zuzulassen und die Globalsteuerung zu übernehmen.

            Ökonomisch gesehen funktioniert das – nachweisbar – sehr erfolgreich.
            Politisch ist das primäre Ziel der KP China – so wie ich es verstanden habe – die Armut in China zu beseitigen.
            Mit diesem *sozialen Ziel* sind sie recht weit gekommen.
            Ob es die Opfer wert war, ist die/meine Frage.

            Gruß crumar

          • Das chinesische Modell beruht eher darauf, eine ordinäre Marktwirtschaft zuzulassen und die Globalsteuerung zu übernehmen.

            Das sehe ich auch so. Die strategische Ausrichtung der Volkswirtschaft Chinas ist eine zentral geplante. Ich verstehe aber nicht wirklich, warum dieses Modell kein kapitalistisches sein soll.

            Ich bin da ganz im Gegenteil der Meinung, dass das chinesische Modell zeigt, dass der Kapitalismus dort am besten funktioniert, wo die politischen Bürgerrechte und Arbeitnehmerrechte auf ein Minimum beschränkt sind. Die Chinesen zeigen uns gerade, dass die Mär von der Einheit von „freier Marktwirtschaft“ und Demokratie eben eine Mär ist. Weder fördert die Marktwirtschaft demokratische Strukturen noch werden sie benötigt. Sie sind im Gegenteil für die Arbeitgeber ein Hindernis, ein komparativer Nachteil in einer globalisierten Ökonomie.

            Ich stelle mir die Entwicklung Chinas folgendermassen vor: Die Funktionäre der KP Chinas werden nach und nach durch Oligarchen ersetzt, die dann eine gelenkte Demokratie installieren werden, die vordergründig dem Bürger eine Wahl gestattet, die de facto nichts ändert. Wie in der US-amerikanischen Plutokratie wird es nicht mehr nur eine Partei – die KP – geben, sondern, halleluja, gepriesen sei der Herr, gepriesen sei die freieste aller freien Marktwirtschaften – sondern ZWEI!

  • Zu „Wider den Kulturkampf“:

    Hier rückt man gleich mit der „Neuen Klassenpolitik“ an. Die soll sich „Gegen die extreme Rechte und die extreme Mitte“ richten. Das betrifft „die traditionellen Mitte-links- und Mitte-rechts-Parteien in Europa“, also im Wesentlichen alle.

    Übrig bleiben die Linksextremisten, die sich dann als die einzigen Nicht-Extremen mit diesem Unsinn positionieren wollen?

    Man kennt das ausserdem schon zur Genüge, seit Jahrzehnten predigen diese Leute, immer schriller werdend, dass die „Kleinbürger“ ja auch nichts anderes als „verkappte Faschisten“ wären …. um nur eine der zahllosen Wendungen, die die Demokraten denunzieren sollen, zu nennen….

    • @Alex @Mark

      Wer so etwas schreibt:

      „Die ideale staatliche Gestaltwerdung des »weltoffenen« Neoliberalismus war die rotgrüne Bundesregierung 1998 bis 2005. Als eine Art linker Flügel der extremen Mitte verband sie ein kulturell einigermaßen progressives Programm mit einem wirtschafts- und sozialpolitisch stramm rechten Kurs: Die Reform des Staatsbürgerschaftsrechts und die Einführung der Lebenspartnerschaft kombinierte Rot-Grün mit einem im Sinne der Kapitalinteressen radikalen Umbau des Sozialstaats inklusive der deutlichen Senkung des Spitzensteuersatzes.“

      hat die analytischen Fähigkeiten eines 12-jährigen, denn 1998 setzten sich linke Hoffnungen auf ein erstmalig rot-grünes Projekt, welches sich damals immerhin anschickte, 16 Jahre CDU/FDP und Kohl zu beerben. Daraus im Nachhinein einen „weltoffenen Neoliberalismus“ als Zielstellung zu formulieren, heißt den Rechtsschwenk und den Opportunismus dieser Koalition nachträglich zu rechtfertigen.

      Der Begriff des „linken Flügels der extremen Mitte“ taugt zu gar nichts – dem Autor ist anscheinend entgangen, dass das „kulturell einigermaßen progressive Programm“ die *Girlanden- und Symbolpolitik* für den faktisch „wirtschafts- und sozialpolitisch stramm rechten Kurs“ war.
      Niedriglohnsektor, Leiharbeit, Harz4 – war da was???

      Ach so: „Am stärksten betroffen von den sozialen Verwerfungen der vergangenen Jahre sind Menschen, die im Niedriglohnbereich arbeiten müssen, und gänzlich Abgehängte. Der Ausbau des Niedriglohnsektors und Liberalisierungen für Leiharbeitsfirmen verstärkten den Druck.“
      Exakt das hat „rot-grün“ eingeführt, was sich keine CDU/FDP-Regierung jemals getraut hätte. Das ist nicht ein Produkt der letzten Koalition, nicht mal der vorletzten.

      An dieser Stelle hier wird mit richtig schlecht, denn er zitiert Nancy Fraser und er meint es positiv:

      »Dazu müssen wir die Leiden von Frauen und Schwarzen Menschen mit jenem Leid in Beziehung bringen, das so viele Trump-Wähler quält. Auf diese Weise könnte eine revitalisierte Linke das Fundament für eine machtvolle neue Koalition legen, die sich vornimmt, Gerechtigkeit für alle zu erkämpfen.“

      Als ob sie mit der Opferhierarchie der „Leiden von Frauen und Schwarzen Menschen“, die natürlich *primäre Leiden* sind, nicht das Ziel der „Gerechtigkeit für alle“ bereits in einem Satz beerdigt hat.
      Mit genau diesem Denken hat die US-Linke die letzte Wahl verloren und das „Leid der Trump-Wähler“ hat diese US-Linke vorher einen Dreck interessiert.

      Intersektionaler Feminismus und „black lives matter“ sind das Produkt und *Nutznießer* der Girlanden- und Symbolpolitik, deren *Opfer* das des „wirtschafts- und sozialpolitisch stramm rechten Kurses“.
      Ernsthaft zu glauben, Opfer und Nutznießer bildeten in Zukunft als Linke eine „machtvolle neue Koalition“ unter der Voraussetzung, diese würde als Priorität weiterhin „die Leiden von Frauen und Schwarzen Menschen“ akzeptieren ist grenzdebil.

      So lange eine deutsche Linke solche politischen Analysen tätigt und daraus Politik ableitet, wird sie jede Wahl verlieren.

      Gruß crumar
      (Organisation MGTOW)

      • @Crumar

        Du schreibst:

        „Mit genau diesem Denken hat die US-Linke die letzte Wahl verloren und das „Leid der Trump-Wähler“ hat diese US-Linke vorher einen Dreck interessiert.“

        Die US-Linke mit Clinton hat doch die Wahl u.a. verloren, weil sie „Klasse, Schicht, Milieu“ aussen vor gelassen hat und das holt der Autor ja jetzt wieder rein. Und es schleckt ja auch keine Geiß weg, wenn man sagt, dass die Frauen, was das ökonomische Kapital anbelangt,l schlechter daran sind als die Männer (im Durchschnitt). Bei anderen Kapitalarten mag das wieder anders aussehen und dann kommen natürlich noch viele andere Problemlagen dazu, die z.B. bei den Männern größer sind als bei den Frauen. Ich sehe jetzt Dein Problem mit dem Text noch nicht so richtig – nur weil er Frauen und Peoples of Color rein bringt?

        • @Mark

          „Die US-Linke mit Clinton hat doch die Wahl u.a. verloren, weil sie „Klasse, Schicht, Milieu“ aussen vor gelassen hat und das holt der Autor ja jetzt wieder rein. “

          Du erkennst bullshit noch nicht einmal, wenn es dir direkt vor die Nase gehalten wird.
          Er rekonstruiert mit Nancy Fraser eine verlorene Wahl aus der Perspektive alles RICHTIG gemacht zu haben.
          Sie stellen es NICHT so dar, als hätten sie genau mit den Prioritäten, die gesetzt haben die Wahl VERLOREN.
          Das ist aber FAKT.
          Aber mit den ZUKÜNFTIGEN Bündnissen, die nicht etwa darauf beruhen, genau diese Menschen, die sie verloren haben, weil sie diese bewusst AUSGESCHLOSSEN haben, werden sie gloriose Siege einfahren.
          Facepalm.
          Leider haben das die „allies“ in spe aber nicht richtig erkannt.
          Es ist nicht IHRE Schuld, sondern die „allies“ müssen sich einfach geschmeidig anpassen.
          Wenn sie GAR NICHTS ändern, dann steht der Sieg unmittelbar bevor! Die Frau hat einen Schaden, einen Sockenschuss, der Autor ist ein Idiot.

          Beide sind komplett unfähig zu lernen und retten sich in idiotische Utopismen. Sie haben noch nicht einmal eine materialistische Erklärung für ihre Hypothese, es GÄBE eine „extremistische Mitte“.
          Das ist die nächste Idiotie, in die sich gerettet wird.

          Ich will, das solche Pfeifen in Zukunft hochkantig aus der Linken rausgeworfen werden.
          An einem einzigen Punkt hat „Kraut&Rüben“ völlig richtig gelegen: RECLAIMING THE LEFT sollte unser Anliegen sein.

          Gruß crumar
          (Organisation MGTOW)

  • @Schoppe

    Ich würde mal behaupten, der Beitrag von Friedrich ist zu 90% deskriptiv und analytisch. Natürlich sind Begriffe wie Klassenkampf oder Kämpfe gegen die „extreme Mitte“ bzw. rechts nicht unbedingt nötig. Das heißt, man könnte das noch viel neutraler schreiben, sodass es nicht gerade abschreckt. Aber die Analyse und Deskription finde ich eigentlich richtig.
    Und dann zu den eigenen Konzepten. Ich glaube, bei Heiner Flassbeck findest Du, was die Makroökonomie anbelangt, sehr gute Konzepte, was eigentlich zu tun wäre und zwar meist ohne Kampfbegriffe.

    https://www.youtube.com/watch?v=usiVEn1inSQ

  • Zu „Frauen werden ausserhalb des Fussballplatzes ausgegrenzt“:

    Klubs der ersten Divisionen in Europa 2016/17:
    https://de.uefa.com/MultimediaFiles/Download/FirstDiv/uefaorg/Publications/02/40/03/72/2400372_DOWNLOAD.pdf

    Spieler gesamt: 15.385.668
    Männer: 14.135.211 – 91,88%
    Frauen: 1.249.997 – 8,12%

    Knapp 8% Anteil bei den Spieler, aber im Management am liebsten 50% (mindestens) haben wollen.

    Und natürlich wollen sie auch genauso viel Geld wie die Männer.

    Ich habe mal ein paar Zahlen zusammengestellt und als Bilddateien gespeichert:

    http://www.bilderload.com/daten/fussballbl20162017zuschauerschnitt6AUO5.png

    http://www.bilderload.com/daten/fussballem20162017ticketpreiseHERJJ.png

    http://www.bilderload.com/daten/fussballem20122013zuschauereinnahmenSHYYV.png

    Angesichts dieser Zahlen sind die Forderungen mehr als lächerlich.

    Feminismus – Willkommen im real existierenden Surrealismus!

    • @Herr Unbekannt

      Vielen Dank erst einmal für die von dir zusammengestellten Tabellen – sehr gut gemacht!

      Man sollte jedoch Missverständnisse vermeiden und herausstellen, dass sich die von dir genannten Zahl am Anfang auf in Vereinen spielende Frauen und Männer bezieht, es sich aber nicht um Profispieler handelt.

      Die Profispieler werden m.E. in der Spalte „non-amateur“ ausgewiesen und nicht nach Mann/Frau aufgeschlüsselt.

      Gruß crumar
      (Organisation MGTOW)

    • Gern geschehen!
       
       
      @crumar

      …es sich aber nicht um Profispieler handelt.

      Stimmt, danke für`s nachhohlen!
       
       
      Passend zum Thema fragt die FAZ:

      Was hindert den DFB eigentlich daran, Männern und Frauen dieselben Prämien zu zahlen?

      http://www.faz.net/aktuell/sport/frauenfussball-em/fussball-em-2017-dfb-frauen-erhalten-geringere-praemien-15108262.html

      Was wohl?

       
       
      Was hindert Frauen eigentlich daran, eigene Vereine und einen eigenen Fussballbund zu gründen?
      Dann wären sie völlig unabhängig von diesem sexistischen, frauenfeindlichen Männerfussball.
      Dann könnten sie in ihrem Verband eine 100%ige Frauenquote durchsetzen und frei über die Spielerinnengehälter entscheiden.

      Und ganz nebenbei könnten sie damit zeigen, dass sie nicht nur meckern und auf Kosten der Männer spielen können, sondern dazu fähig sind, selbst etwas auf die Beine zu stellen.

      Nach
      26 Jahren Weltmeisterschaft,
      27 Jahren Bundesliga,
      33 Jahren Europameisterschaft,
      37 Jahren DFB Pokal der Frauen,

      nach 8 Europa- und 2 Weltmeisterschaftstiteln,

      sollte der Frauenfussball doch endlich in der Lage sein, auf eigenen Beinen zu stehen.
      Aber vermutlich gilt: „Tuen könnt ich`s wohl, allein mir fehlt der Wille.“

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