man tau-Wochenshow

Die man tau-Wochenshow vom 30. Juli 2017

Photographer:: Gabi Ben-Avraham
geschrieben von: Mark Smith

Nachfolgend findet Ihr eine Presseschau der letzten Woche unter anderem mit folgenden Themen:

  • Bewerbung um einen Eintrag im steuerfinanzierten grünen Pranger
  • „Die Demokratie vermag sich selbst auszuschalten“
  • Das bayerische Gefährder-Gesetz. Wegsperren – diese Möglichkeit zielt auch auf aufmüpfige Menschen, auf den fortschrittlichen Teil unserer Gesellschaft insgesamt
  • Feminismus ist nicht das Gegenteil von Wissenschaft
  • Neoliberaler Bonapartismus Frankreich Emmanuel
  • „Der Boden stellt eine gigantische Umverteilungsmaschinerie dar“
  • Kritik an mangelnder Transparenz: Spiegel löscht umstrittenes Sachbuch „Finis Germania“ aus Bestseller-Liste
  • Was steht eigentlich in «Finis Germania»?
  • Götz Kubitschek zu seinem unerwünschten Bestseller ‚Finis Germania‘
  • Boden – Wichtig für die Menschen, getilgt aus der ökonomischen Theorie
  • Wir hatten es doch geschafft
  • Ausschluss eingeschlossen
  • Der Westen probt den hybriden Aufstand
  • Großbritannien verbietet Autos mit Verbrennungsmotoren
  • Wozu braucht ihr Freiheit?
  • „Fragen Sie uns, was wir am nötigsten brauchen“
  • Europas Flüchtlingspolitik: Keine Humanität, keine Solidarität
  • „Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“: die bittere Bilanz einer WDR-Journalistin nach ihrem umstrittenen Zitat in der Flüchtlingskrise
  • Das Ende von Eden
  • Sind Frauen wirklich selber schuld am tieferen Gehalt?
  • Was überhaupt ist „Wettbewerbsfähigkeit“?
  • «Die Welt schlafwandelt in die nächste Tragödie»
  • Die Retter Europas
  • US-Angriff auf Nord Stream 2 – warum ist Merkel auf einmal so kleinlaut?
  • Sexistisch? Wir doch nicht!

Auch wenn wir einen Artikel für lesenswert halten, heißt dies selbstverständlich nicht, dass wir allen Aussagen darin zustimmen, und dasselbe Prinzip gilt umgekehrt für diejenigen Artikel, die wir nicht so toll finden: auch dort können Aussagen drin stehen, die wir befürworten. Wenn Sie diese wöchentliche Presseschau für hilfreich halten, dann bitte in den Social-Media-Kanälen teilen oder einfach Bekannten und Freunden weitersagen.


  • Bewerbung um einen Eintrag im steuerfinanzierten grünen Pranger

Hiermit gebe ich mich als glühender Antifeminist nach den Maßstäben der grünen Heinrich-Böll-Stiftung zu erkennen und bewerbe mich um einen Eintrag in deren Online-Pranger „Agent*In“ für solche widerwärtigen Menschen. Gleichzeitig rege ich an, zu prüfen, ob man dieser Organisation nicht irgendwie das Steuergeld entziehen kann und fordere alle anständigen Grünen auf, sich öffentlich zu distanzieren.

Quelle: Blog Norbert Häring

Anmerkung Mark Smith: Wenn sich sogar Norbert Häring in diese Diskussion einschaltet, der ja sonst vor allem über Ökonomie schreibt, dann muss schon Fleisch am Knochen sein.


  • „Die Demokratie vermag sich selbst auszuschalten“

Der Historiker Volker Weiß sieht einen Trend zu autoritären Präsidialregimen und Führungsfiguren. Die Gefahr liege darin, dass diese sich auf demokratischem Wege etablierten, sagte Weiß im Dlf. Politiker wie Trump, Erdogan, Putin oder auch Macron inszenierten sich als Alleskönner mit heroischem Gestus.

Quelle: Deutschlandfunk

Anmerkung Mark Smith: Das Problem sind ja nicht bloß die Figuren, sondern desgleichen die vorhandenen Strukturen, die es erlauben, quasi mittels Demokratie die Demokratie abzuschaffen. Hier müsste ja mal nachgebessert werden, insbesondere in Frankreich, in der Türkei, den USA und Russland.


  • Das bayerische Gefährder-Gesetz. Wegsperren – diese Möglichkeit zielt auch auf aufmüpfige Menschen, auf den fortschrittlichen Teil unserer Gesellschaft insgesamt

Am 19. Juli hat der Bayerische Landtag ein Gesetz verabschiedet, das weitreichende Folgen haben wird. Sogenannte Gefährder können vorbeugend länger eingesperrt werden. Nicht nur 14 Tage wie bisher, sondern drei Monate und nach richterlicher Überprüfung auch mehr, unendlich, wie Heribert Prantl in seinem Kommentar in der Süddeutschen Zeitung meint. Es bedarf keiner „konkreten“ Gefahr, sondern künftig nur einer „drohenden“ Gefahr.

Quelle: NachDenkSeiten


  • Feminismus ist nicht das Gegenteil von Wissenschaft

Wer Diskussionen um die biologische und soziale Bedeutung der Geschlechtsunterschiede nur als Kampf zwischen Ideologien sieht, leistet der Aufklärung einen Bärendienst.

Quelle: NZZ

Anmerkung Mark Smith: Weshalb hier Feminismus mit Wissenschaft in Verbindung gebracht wird und nicht Wissenschaft mit den Gender Studies, ist nicht nachvollziehbar. Was hat der Feminismus, die Arbeiterbewegung, die Gewerkschaftsarbeit, der Maskulismus, der Anarchismus etc. mit Wissenschaft zu tun? Sie können sich auf wissenschaftliche Studien stützen, um ihre politischen Forderungen geltend zu machen, aber eine inhärente Essenz, die die Gütekriterien für Wissenschaft verkörpern würden, gibt es vermutlich in diesen politischen Bewegungen nicht.


  • Neoliberaler Bonapartismus

Emmanuel Macron will das Wahl- und das Arbeitsrecht reformieren. Er regiert technokratisch, bisweilen autoritär. Und der Ausnahmezustand? Auch damit hat er etwas vor

Quelle: freitag.de


  • „Der Boden stellt eine gigantische Umverteilungsmaschinerie dar“

Prof. Dr. Dirk Löhr über Bodenpolitik – ein im öffentlichen Diskurs ausgeblendetes und gewaltig unterschätztes Thema

Quelle: Telepolis


  • Kritik an mangelnder Transparenz: Spiegel löscht umstrittenes Sachbuch „Finis Germania“ aus Bestseller-Liste

Wer in dieser Woche einen Blick in die Bestsellerliste des Spiegel wirft, bekommt kein wahrheitsgetreues Bild der erfolgreichsten Buchtitel des Landes präsentiert. Die Chefredaktion hat in das Ranking eingegriffen und einen Titel gestrichen: das als antisemitisch kritisierte Buch Finis Germania. Für den Schritt steht der Spiegel nun in der Kritik. Auf einen Vermerk hat die Redaktion nämlich verzichtet.

Quelle: meedia.de


  • Boden – Wichtig für die Menschen, getilgt aus der ökonomischen Theorie

Wohneigentum ist so teuer geworden, dass junge Familien es sich nur leisten können, wenn sie gut situierte Eltern haben. Viele Haushalte geben ein Drittel bis die Hälfte ihres Einkommens für Miete und Nebenkosten aus. Das alles liegt vor allem an stark gestiegenen Grundstückspreisen, nicht an den Baukosten. Die ökonomische Theorie hat dazu fast nichts zu sagen, weil das Thema heikel ist. Dabei gibt es Möglichkeiten zur Abhilfe.

Quelle: Blog Norbert Häring


  • Wir hatten es doch geschafft

Ein Haus, drei Kinder auf dem SPD-Gymnasium und ein Lebensabend ohne finanzielle Sorgen? In der alten BRD ging das, auch als Flüchtling und Arbeiter. Das ist lange vorbei

Quelle: freitag.de

Anmerkung Mark Smith: Toller Essay – unbedingt lesen!


  • Ausschluss eingeschlossen

Gleichstellung, Teilhabe und Inklusion sind zur Sache der Menschlichkeit geworden. Aber es gibt ein Logikproblem: Ohne Diskriminierung ist das Ziel nicht zu erreichen.

Quelle: zeit.de

Anmerkung Mark Smith: Verkürzt könnte man den Essay auf folgende Formel bringen: „Keine Toleranz der Intoleranz ist vermutlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss.“


  • Der Westen probt den hybriden Aufstand

In drei aufeinander abgestimmten Übungen trainieren die EU und die NATO ihre gemeinsame Krisenreaktion. Die simulierte Gefahr droht durch Russland, Hacker, das Kalifat, Migranten und Globalisierungskritiker

Quelle: Telepolis

Anmerkung Mark Smith: Militärische Logik operiert meist im Feindbildmodus und einer selbsterfüllenden Prophezeiung im Sinne von: „Man klappert mit den Waffen und hört, als Echo, Waffen klappern.“


  • Endspiel für die Luftverpester

Ein Software-Update und Fahrverbote sind vom Tisch. Mit dieser Strategie ziehen Autohersteller zum Diesel-Gipfel. Spätestens seit dem Urteil aus Stuttgart an diesem Freitag ist klar: So einfach wird es nicht.

Quelle: spiegel.de


  • Wozu braucht ihr Freiheit?

Die geplante polnische Justizreform läuft auf das Ende von Gewaltenteilung und Demokratie hinaus.

Quelle: Novo Argumente


  • „Fragen Sie uns, was wir am nötigsten brauchen“

Beschimpfungen, ein warmes Essen zur richtigen Zeit und Hilfe von unerwarteter Seite: In einer neuen Folge der Serie „Wie ich euch sehe“ erzählt ein Obdachloser aus seinem Leben.

Quelle: Süddeutsche Zeitung


  • Europas Flüchtlingspolitik: Keine Humanität, keine Solidarität

Solidarität und Humanität sind beliebte Begriffe bei Politiker*innen. Doch in der Realität kann davon nicht die Rede sein. Die Debatte um die Verhinderung von Fluchtbewegungen über das zentrale Mittelmeer wird immer abwegiger. In Einem ist man sich einig: Wenn Schutzsuchende in Libyen festsitzen, muss sich Europa die Hände nicht schmutzig machen.

Quelle: Pro Asyl


  • „Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“: die bittere Bilanz einer WDR-Journalistin nach ihrem umstrittenen Zitat in der Flüchtlingskrise

Vor rund eineinhalb Jahren sorgte die WDR-Journalistin Claudia Zimmermann für Schlagzeilen. In einer niederländischen Radiosendung erklärte sie mitten während der Flüchtlingskrise, die öffentlich-rechtlichen Medien seien „angewiesen, pro Regierung zu berichten“. Der WDR reagierte entsetzt und dementierte, Frau Zimmermann ruderte zurück. Heute sagt sie: „Bei Sendern und Verlagen ist meine journalistische Karriere in Deutschland nach dieser Äußerung zu Ende.“ Mit dem WDR verhandelt sie um die Modalitäten der Trennung.

Quelle: meedia.de

Anmerkung Mark Smith: So etwas ist natürlich ein Witz! Unter Medienvielfalt und diskursiver Öffentlichkeit ist natürlich etwas anderes zu verstehen, als dies der WDR offenbar handhabt.


  • Wie die Vermachtung der Wirtschaft dank Internet die Lohnquote drückt

Die zunehmende Ungleichheit in den Industrieländern lässt sich auch in der Lohnquote wiederfinden. In den letzten Jahrzehnten ist der Anteil der Löhne und Gehälter am Volkseinkommen gefallen. Dementsprechend stieg der Anteil der Kapitalerträge. Bekannte US-Ökonomen haben einen bisher vernachlässigten Grund hierfür ausgemacht.

Quelle: Blog Norbert Häring


  • Was steht eigentlich in «Finis Germania»?

Das Buch «Finis Germania» des im September 2016 gestorbenen Historikers Rolf Peter Sieferle ist erneut im Zentrum heftiger Diskussionen. Dabei steht weniger der Inhalt als die Rezeption im Vordergrund. Doch worum geht es in dem Buch eigentlich?

Quelle: NZZ

Anmerkung Mark Smith: Der Sturm im Wasserglas um „Finis Germania“ geht in die zweite Runde. Der Autor kommt dabei zu folgendem Schluss: „Die Zeit für eine Lektüre ist verschwendet. Für die Aufregung darüber allerdings ebenso.


  • Götz Kubitschek zu seinem unerwünschten Bestseller ‚Finis Germania‘

Quelle: Youtube

Anmerkung Mark Smith: RT hat den Verleger von „Finis Germania“ Götz Kubitschek zum Buch befragt. Bei Götz Kubitschek habe ich immer ein wenig den Eindruck, wie er Kreide gefressen hat und nicht das sagt, was er eigentlich wirklich denkt. Also ein bisschen ein Wolf im Schafspelz. Er wird ja vor allem der Neuen Rechten zugeordnet und als Anhänger der Ideen der „Konservativen Revolution“ gesehen. Also für mich ein politischer Wirrkopf, der in der gegenwärtigen Zeit kaum Einfluss auf das politische Zeitgeschehen hat, aber in Krisenzeiten nicht ungefährlich wäre.


  • Bruchlandung mit Terrorangst

Grundrechte einschränken, um den Terror zu bekämpfen, ist heikel. Wie oft wollen die EU-Mitgliedstaaten mit ihren Vorratsdatenfantasien eigentlich noch am EuGH scheitern?

Quelle: zeit.de


  • Das Ende von Eden

Im Juni 2014 wurden Bilder von jungen Mitgliedern des Sapanahua-Stammes im Internet verbreitet, die erstmals Kontakt zur Außenwelt suchten und aus den Tiefen des Regewaldes fliehen wollten. Die Dokumentation fragt nach ihren Gründen. Sie zeigt, dass das Leben fernab unserer modernen Zivilisation höchst entbehrungsreich und gefährlich ist – und keinesfalls paradiesisch.

Quelle: arte.tv


  • Sind Frauen wirklich selber schuld am tieferen Gehalt?

Frauen verhandeln weniger häufig über ihren Lohn als Männer, was zu tieferen Gehältern führt. Erklärt dies die bestehende Lohnkluft zwischen den Geschlechtern?

Quelle: NZZ

Anmerkung Mark Smith: Frauen werden, wenn sie wie Männer auftreten und fordernd sind, negativ bewertet und haben somit auch bei Lohnverhandlungen die schlechteren Karten als Männer. Nur dürfte dies keine Einbahnstrasse sein: Männer, die nicht wie der „typische Mann“ auftreten, werden vermutlich auch benachteiligt sein. Und zum Gender Pay Gap: Gewisse Studien aus Deutschland kommen ja noch auf einen Gap von 2%, was statistisch nicht mehr signifikant ist. Es würde mich interessieren, wie hoch der Gap ist, wenn innerhalb der Geschlechterpopulationen Lohnunterschiede untersucht würden. Ich könnte wetten, dass auch innerhalb einer Geschlechterpopulation der bereinigte Gap bei mindestens 5% ist.


  • Was überhaupt ist „Wettbewerbsfähigkeit“?

Deutschland lobt sich landauf, landab für seine Wettbewerbsfähigkeit. Ein Mythos. Denn durch Lohnsenkungen und Flexibilisierungen wurden wichtige Funktionen des Wettbewerbs außer Kraft gesetzt.

Quelle: Makroskop

Anmerkung Mark Smith: Super Artikel!


  • Ist ja nur Afrika …

Afrika kommt in den Medien meist nur am Rande vor. Allzu oft mit falschen Darstellungen und üblichen Vorurteilen. Dabei gäbe es so viele Geschichten zu erzählen.

Quelle: Makroskop


  • «Die Welt schlafwandelt in die nächste Tragödie»

Hunger, Cholera, Bomben auf Zivilisten: IKRK-Präsident Peter Maurer war im Jemen – und zeigt sich tief erschüttert.

Quelle: srf.ch

Anmerkung Mark Smith: Tragödie ist das richtige Wort und ob die Welt in diese schlafwandelt, wäre dann eine andere Frage.


  • Die Retter Europas

Flaschenpost an die Gegenwart: Christopher Nolans „Dunkirk“ ist ein Drama des Überlebens und des Widerstands im Angesicht eines überlegenden Feindes

Quelle: Telepolis


  • US-Angriff auf Nord Stream 2 – warum ist Merkel auf einmal so kleinlaut?

America first“ … das ist nicht nur das Motto des in Europa so gescholtenen Donald Trump, sondern auch der Leitspruch der beiden Kammern des US-Parlaments. Mit überwältigender Mehrheit haben bereits am Dienstag die Abgeordneten im Repräsentantenhaus einem neuen Sanktionspaket zugestimmt und es gilt als abgemacht, dass auch der Senat nahezu einstimmig zustimmen wird. Das ist insofern pikant, da das neue Sanktionspaket auch Passagen enthält, die nur als dreiste Interessenpolitik zugunsten amerikanischer und zulasten europäischer Konzerne zu bewerten sind.

Quelle: NachDenkseiten

Anmerkung Mark Smith: Schöne geopolitische Analyse von Jens Berger von den NachDenkSeiten.


  • Sexistisch? Wir doch nicht!

Vermeintlich aufgeklärte Männer glauben, dass Sexismus längst überwunden sei – und gehen nach Feierabend mit dem Chef Bier trinken und Fußball spielen. Wie Männerrunden noch immer Frauen von Karrieren ausschließen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Anmerkung Mark Smith: Gewisse Leute begreifen offenbar nicht, dass eine nicht vorhandene Ergebnisgleichheit zwischen den Geschlechtern nicht automatisch Diskriminierung bedeuten muss. Und auch der Rest ist mehrheitlich Schrott! Man muss wirklich übersensitive Fähigkeiten besitzen, wenn man hinter den geschilderten informellen Männerrunden Sexismus sehen will. Abgesehen davon, dass ja keine Frau dazu gezwungen ist, nach Arbeitsschluss noch mit den Kollegen auf ein Bier in die Kneipe zu gehen – alles freiwillig.

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24 Comments

  • „Er wird ja vor allem der Neuen Rechten zugeordnet …“

    Was ich schon immer wissen wollte, wer ist die „Neue Rechte“ und wer ordnet wen und warum dieser zu?

    • Ich habe zwar gerade leider nicht die Zeit es dir zu erklären, möchte aber kurz darauf hinweisen, dass das lesenswerte Buch von Volker Weiss „Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“

      https://www.bol.de/shop/home/suchartikel/die_autoritaere_revolte/volker_weiss/EAN9783608949070/ID43646523.html

      deine Fragen beantwortet.

      Der Autor weist übrigens auch darauf hin, dass das die Neue Rechte keineswegs islamkritisch ist – und schon gar nicht islamkritisch in einem aufklärerisch-menschenrechtlichen Sinne – sondern, dass die ethnopluralistische Weltsicht der Neuen Rechten beinhaltet, dass man prämoderne, autoritäre und fundamentalistische Islam-Interpretationen grundsätzlich durchaus gutheißt, die Neu-Rechten wollen diese nur nicht in den westlichen Ländern haben, in denen sie leben, weil sie dort eben die eigenen rechts-autoritäre, kultur-essentialistische neu-rechte Ideologie zur Geltung bringen wollen und den politischen Islam daher als rechte Konkurrenz-Ideologie ansehen.

      Ein fundamentalistischer Scharia-Islam in islamischen Ländern wird hingegen im Rahmen der neu-rechten Ideologie nicht als kritikwürdig angesehen, ganz gleich, wie wenig menschenrechtskompatibel er ist.

      In ihren Einstellungen und Wertehaltungen finden sich zwischen neu-rechten Ethnopluralisten und islamischen Fundamentalisten einige Parallelen.

      • Danke für Deine Unzeit.

        Nur wie genau packt man den angeblich kreidefressenden Neurechten Rittergutbewohner in diese Kiste und wer genau bestimmt den Neurechten?

        Wer bestimmt also genau wer neu Rechts ist?

        Sind islamliebende Linke jetzt etwa die Neurechte?

        Nebenbei, was ist schlimm daran neu rechts zu sein? Warum wäre neu Links etwa besser?

        PS: Was hat eigentlich meine Frage mit Islamkritik zu tun und warum erwähnst Du nicht eine etwa vorhandene Christentumkritik, Budusmuskritik, Hinduismus … usw, … ich denke Du verstehst was ich meine?

        • @ddbz
          „Wer bestimmt also genau wer neu Rechts ist?“
          Kann praktisch jedermann. Diese Leute hängen idR aneinander, beziehen sich in ihren Schriften aufeinander etc. Alles leicht zu analysieren. Genauso geht man auch vor, wenn man andere Kreise, zB Expressionisten Wiens oder wen auch immer durchleuchtet und „historisiert“. Ein Akt der Geschichtsschreibung.

          „Nebenbei, was ist schlimm daran neu rechts zu sein?“

          Nun, wer sich auf eine Geistestradition beruft, die nichts als Tod und Vernichtung brachte und durchweg verbrecherisch war, der sollte wohl nicht unbehelligt bleiben, oder?

          „..ich denke Du verstehst was ich meine?“
          Muss wenigstens ich passen.

  • Nord Stream 2

    Schröder ist der SPD-Kanzler, der die Agenda 2010 zu verantworten hat, ein Sozialabbau sondergleichen.

    Positiv an Schröders Regierungszeit war, dass er den US-Imperialisten die Gefolgschaft im Irakkrieg verweigerte und damit so handelte, wie man es von einem souveränen Staat erwarten darf. Er war ausserdem derjenige, der schon während seiner Zeit als Bundeskanzler eine vorsichtige Hinwendung zu Russland betrieb und das Verhältnis normalisieren wollte. Ein freundschaftliches Verhältnis von Europa / EU mit Russland widerspricht allerdings US-amerikanischem Hegemonialstreben. Das aggressive Vorgehen der US-Imperialisten gegen Nord Stream 2 ist Teil der US-amerikanischen Strategie der Eindämmung des russischen Einflusses auf Europa.

    Merkel als Ostdeutsche ist wie so viele aus der ehemaligen DDR amerikahörig. Gauck war und ist ein ähnlicher Fall. Hyperkritisch gegenüber Russland, geradezu naiv gegenüber der USA.

    Wie wird die Sache enden? Ich vermute, dass vor der Wahl noch einige starke Sprüche zu hören sein werden. Ist die Wahl dann gelaufen, wird Merkel auf den Kurs der US-Imperialisten einschwenken. Möglicherweise wird es ein paar unbedeutende Modifikation an den Sanktionen gegen Russland geben, die Merkel als erfolgreiche Diplomatie ihrer Regierung verkaufen wird und ihr erlaubt, „das Gesicht zu wahren“.

    Eine bemerkenswerte Tatsache ist, dass die Apostel des freien Marktes, die USA, den Markt aushebeln wollen, weil ihr Produkt (Erdgas) auf dem Markt wegen des Preises nicht konkurrenzfähig ist und ohne eine aggressive Intervention des Staates auf politischer Ebene keinen Absatz findet.

    Vasallen haben dem Imperium einen Tribut zu entrichten. Das war schon immer so.

  • Aus dem NZZ-Artikel zu Finis Germania:
    „Die Tatsache, dass Deutschland sich bis heute um eine bestmögliche Aufarbeitung des «Dritten Reichs», speziell der Shoah, bemüht, soll ins Absurde gezogen werden.“

    Diese Stelle zeigt am besten, dass der Verfasser des Artikels Sieferle Argumentation offenbar selbst nicht verstanden hat. Sieferles Punkt ist vielmehr, dass bisher eben KEINE angemessene Aufarbeitung erfolgt und dies sogar aktiv unmöglich gemacht wird, indem der Holocaust apodiktisch als „das Böse“ absolut gesetzt wird, was jede differenzierte Untersuchung zu dessen Entstehung, Entwicklung und Konsequenzen ausschließt. Ich finde seine Gedanken zu dem Thema zumindest diskussionswürdig. Voraussetzung wäre natürlich, dass man sich das Buch tatsächlich mal unvoreingenommen durchliest. Dann wird man sich übrigens auch fragen, wo denn der oft erwähnte Antisemitismus sich versteckt.

    Wobei ich generell das Buch nicht sonderlich gelungen fand, denn es ist sehr fragmentarisch. Häufig hatte ich das Gefühl, dass interessante Punkte nicht hinreichend begründet und in sich anbietender Tiefe und Konsequenz verfolgt wurden. Wer sich ein Bild von Sieferle machen will, sollte m.E. besser zu „Das Migrationsproblem“ greifen.

    • @Hugor
      „Ich finde seine Gedanken zu dem Thema zumindest diskussionswürdig.“

      Was hat Sieferle denn konkret anzubieten, den Holocaust besser verstehen zu können? Läuft es nicht wieder mal nur darauf hinaus, dass dieses Ereignis einer Renaissance des notorischen deutschen Nationalstolzes im Wege steht und dies irgendwie umgedeutet werden müsste oder besser noch ganz vergessen wird?
      Kann man Sieferle überhaupt annehmen, dass es ihm um den Holocaust als solchen geht, den er einfach besser verstehen wollte?
      Der ganze Rahmen seines Buches zeigt doch schon klar, dass das nicht sein Ziel ist.

      Sieferle „argumentiert“ nicht, er schreibt mehr in einer Art expressionistischer Kollage, deren Kit weniger Intellektualität, sondern „Geistigkeit“ ist. An diesem Stil sind Rechtsaussen übrigens immer ganz gut zu erkennen.

      • „Läuft es nicht wieder mal nur darauf hinaus, dass dieses Ereignis einer Renaissance des notorischen deutschen Nationalstolzes im Wege steht und dies irgendwie umgedeutet werden müsste oder besser noch ganz vergessen wird?“

        Keineswegs. Das Ereignis als solches und seine ganze Furchtbarkeit will Sieferle (meinem Verständnis nach) keineswegs relativieren. Worum es ihm geht, ist, dass wir nie verstehen werden, was da wirklich passiert ist, wenn wir uns darauf beschränken, das Dritte Reich als ein singuläres Ereignis sui generis, als das Absolut Böse, zu sehen und nicht als etwas, dass – wie alle anderen gesellschaftlichen Ereignisse auch – seine Wurzeln letztlich in der Natur des Menschen hat und deswegen erforscht und verstanden werden sollte, schon um ähnliche Entwicklungen zu erkennen und zu verhindern. Wer den Faschismus als das Absolut Böse ansieht, gefährdet die Erkennung ähnlicher Tendenzen, vor allem wenn sie sich als Anti-Faschismus darstellen.

        Und ja, die Schleifung des eigenen Nationalstolzes ist durchaus diskutabel. Sicherlich ist übertriebener Chauvinismus zu vermeiden, aber der Selbsthass, der die deutsche Gesellschaft durchzieht, hat viele negative Konsequenzen – auch und gerade in Bezug auf die Integration von Migranten. Ob man nun Sieferles weitreichenden Deutungen zustimmt oder nicht, scheint mir doch nachvollziehbar, dass Selbsthass keine gesunde Grundlage für eine Gesellschaft sein kann.

        „An diesem Stil sind Rechtsaussen übrigens immer ganz gut zu erkennen.“

        Woran machts du fest, dass Sieferle ein „Rechtsaußen“ ist? Und selbst wenn er es wäre, bedeutet diese Bezeichnung erst einmal überhaupt nichts. Ich finde in sieferles Werken viele sehr interessante Gedanken. Selbstverständlich muss man seine Ansichten nicht teilen, aber die Art und Weise, wie heutzutage mit mißliebigen Menschen wie ihm umgegangen wird und wie unerwünschte Meinungen gezielt verfolgt und dem Diskurs entzogen werden, finde ich weit demokratiegefährdender und faschistoider als die „Neurechten“.

        • Die Kollektivschuld-Besessenheit, ja geradezu als Fetisch, ist ein besonderer Selbsthass nur bei den Ultrarechten.

          „Woran machts du fest, dass Sieferle ein „Rechtsaußen“ ist?“

          Und dann noch am Stil. Das ist eine gewisse Schule, Tradition. Ganz am Anfang war doch dieses Buch gepostet, das das nachvollzogen hat.
          Und ferner dieser hochtrabende Ton, der eine seht treibende Kraft des Narrativs ist.

          „Ich finde in sieferles Werken viele sehr interessante Gedanken.“

          Das ist die Ummantelung mit passablen Ideen, damit das andere dann geschluckt werden kann. Die Ultrarechten sind ja nicht dumm und verstecken, so literarisch möglich, ihre Aussagen. Teilweise gehen sie zu extremen Längen. Und so auffällig, plump und dumm gehen die auch nicht vor.
          Das Klischee mit dem Skinhead ist nicht weniger hohl als das des langhaarigen Bombenlegers.

          „wie unerwünschte Meinungen gezielt verfolgt und dem Diskurs entzogen werden“

          Das Buch ist eine Inszenierung des Spiegel. Ausserdem bekam dieses Machwerk sicherlich ungewöhnlich viel Beachtung, verglichen mit so Vielem der „Neuen Rechten“. Wo ist das Problem? Bei einer Zensur sicher nicht.

          • „Die Kollektivschuld-Besessenheit, ja geradezu als Fetisch, ist ein besonderer Selbsthass nur bei den Ultrarechten.“

            Welche Kollektivschuld-Besessenheit? Sieferle diagnostiziert eine solche Besessenheit doch gerade beim Mainstream.
            Und Menschen, die sich z.B. fragen, weshalb das Leugnen von Völkermorden nur dann strafbar ist, wenn es sich um NS-Verbrechen handelt, und warum Deutschland das vermutlich einzige Land der welt ist, in dem man schräg angeguckt wird, wenn man die eigene Nationalflagge hisst, gibt es ganz sicher nicht nur im ultrarechten Spektrum.

            „Das ist die Ummantelung mit passablen Ideen, damit das andere dann geschluckt werden kann. Die Ultrarechten sind ja nicht dumm und verstecken, so literarisch möglich, ihre Aussagen.“

            Sorry, aber was du hier bringst, ist nicht mehr als eine Immunisierungsstrategie und ein Zirkelschluss. Du unterstellst, dass Sieferle rechts und böse ist, und nimmst das als Begründung dafür, dich mit seiner Argumentation nicht auseinanderzusetzen, weil die ja im Kern doch nur rechts und böse sein kann, denn Sieferle ist ja rechts und böse. Derartiges Diskursverhalten können ideologische Feministen auch nicht besser.

            „Wo ist das Problem? Bei einer Zensur sicher nicht.“

            Wenn du bis jetzt noch nicht verstanden hast, wo ich das Problem sehe, werde ich es wohl nicht mehr schaffen, dir das begreiflich zu machen. Auf alles, was entfernt mit Antisemitismus in Verbindung gebracht werden könnte, scheinst du ja generell etwas empfindlich zu reagieren, vielleicht sollten wir das nicht mehr vertiefen.

          • @Hugor
            „Welche Kollektivschuld-Besessenheit? Sieferle diagnostiziert eine solche Besessenheit doch gerade beim Mainstream.“

            Der übliche Trick anderen die eigenen Obzessionen, Aussagen oder Absichten unterzuschieben. Solltest du doch von den Feministen bestens kennen. Neben denen sind es die Rechtsaussen, die sich dieser Rhetorik regelmässig bedienen.

            „Und Menschen, die sich z.B. fragen ….“

            All diese Fragen werden aber von Rechtsaussen propagandistisch befeuert, um Zwietracht und Misstrauen zu säen….

            „Du unterstellst, dass Sieferle rechts und böse ist ..“

            Das ist sicher, dass er die ultrarechte Tradition bedient. Wer das nicht erkennt, kennt diese Tradition nicht. Mir ist es völlig egal, was Sieferle sonst noch an mehr oder weniger guten Einfällen und Beobachtungen hat, wenn es in der Quintessenz auf Neofaschismus und Neo-Nationalstolz hinauslaufen soll. Sicher ist damit auch nicht ein Nationalstolz in Schwarz-Rot-Gold gemeint.

          • Zitat aus achgut-link

            „Wer sich in die Traktate der deutschen Umwelt-Kassandras und Klima-Alarmisten vertieft, entdeckt sogleich, dass Sieferle kein Alien ist, sondern dass große Teile seines Denkens perfekt in diese Szene passen. Wer sich mit ihr längere Zeit befasst und ihre Publikationen und Verlautbarungen gelesen hat, dem kommt das meiste nur allzu bekannt vor.“

          • Alex – wenn Argumente und Ideen auf dem Tisch liegen, die ich für zutreffend oder zumindest diskussionswürdig halte, ist mir insoweit egal, in welche Schubladen der Mensch, der sie vorgebracht hat, von anderen gesteckt wird. Bei dir ist das offenbar anders. Steht dir frei, aber dann brauchen wir hier nicht mehr weiterzureden.

          • @Hugor, es geht hier um zusammenhängende Ideenwelten, in der jemand wie Siefert recht einfach verortet werden kann. Das hat mit dem „Menschen“ nichts, aber auch gar nichts zu tun.

            Im Übrigen erinnert diese Verteidigung stark an die die der identitären Feministen, die auch regelmässig von einen Angriff auf das So-Sein der Person ausgehen, wo doch nur Ideen, Ideologien und Weltanschauungen gemeint sind. Und da spielt es keine Rolle, wieviele Einzelelemente nun richtig oder gut wären. Umso schlimmer, wenn vor allem gute Argumente eingesetzt werden, um ein absurdes Weltbild zu entwerfen oder zu stützen.

          • „es geht hier um zusammenhängende Ideenwelten, in der jemand wie Siefert recht einfach verortet werden kann.“

            Was weißt du denn von Sieferle, das es dir erlaubt, ihn in eine bestimmte Schublade zu stecken? Anscheinend nicht viel…
            Aber selbst wenn man unterstellt, dass du ihn richtig einordnest – inwiefern delegitimiert das per se seine Argumentation? Wenn Hitler sagt, 1+1 ergebe 2, ist das dann falsch und kann ignoriert werden, weil Hitler ein Nazi war?

  • Zu „Feminismus ist nicht das Gegenteil von Wissenschaft“:

    Weshalb hier Feminismus mit Wissenschaft in Verbindung gebracht wird und nicht Wissenschaft mit den Gender Studies, ist nicht nachvollziehbar.

    Für einen Privatdozenten der Philosophie an der Universität Zürich ist der Text in diesem Punkt erstaunlich schlampig. Zufall ist das aber wiederum nicht, denn die personelle, strukturelle und inhaltliche Verzahnung mit der feministischen Ideologie ist ein Hauptkritikpunkt an den Gender Studies (den Dominique Kuenzle hier ungewollt bestätigt).

    Einen bösen Patzer leistet er sich mMn mit dem Begriff „wissenschaftlich orientierter Feminismus“:

    Indem der wissenschaftlich orientierte Feminismus beharrliche sexistische Strukturen mithilfe von unbewussten Stereotypen erklärt,

    Da geht einiges durcheinander. Feminismus ist eine Ideologie. Ideologien streben nicht nach Wissen, sondern nach Macht. Sie basieren immer auf selektiven Realitätswahrnehmungen und willkürlichen Wertungen, die man nicht wissenschaftlich begründen kann. Daß Stereotype, bewußte oder unbewußte, bestimmte soziale Strukturen monokausal verursachen oder entscheidend mitgestalten, ist ziemlich umstritten bzw. unsicher. Daß diese Strukturen (z.B. das GPG) negativ als Unrecht bewertet werden, ist oft willkürlich, also ideologisch und nicht wissenschaftlich. Das gilt erst recht für den beliebig dehnbaren bzw. überdehnten Begriff „sexistisch“, der vor allem der Propaganda dient.

    Wenn man von den unsauberen Begriffen und Argumenten einmal absieht, dann ist die Hauptbotschaft, die Kuenzle nach meinem Eindruck verkünden möchte, eine Aufforderung zu mehr Wissenschaftlichkeit in den Gender Studies bzw. der Geschlechtersoziologie. Er zeichnet das Bild von idealtypischen wissenschaftlichen Gender Studies. Das ist nett gemeint, geht aber völlig an den Machtstrukturen vorbei. Wissenschaftliche Gender Studies gibt es mit Sicherheit genügend irgendwo im Untergrund (bzw. oben im Elfenbeinturm), aber deren Ergebnisse taugen nicht für feministische Machtpolitik und deshalb interessiert das keinen.

    Die gleiche Ausweichstrategie bei Kritik an den Gender Studies findet man übrigens bei einem Streit zwischen Emma und Prof. Villa. Eine ziemlich massive Kritik kam vor einigen Wochen von Vojin Sasa Vukadinovic: http://www.emma.de/artikel/gender-studies-sargnaegel-des-feminismus-334569

    Woraufhin eine der feministischen Granden, Paula-Irene Villa, sehr detailliert darauf antwortet: http://missy-magazine.de/blog/2017/07/12/the-sargnagel-talks-back-eine-replik-auf-die-emma

    Dort stehen so markante Sätze wie „Frauenemanzipation? Wieso sollten sich die Gender Studies auch dafür interessieren?“

    Hashtag-Antwort: #realexistierendegenderstudies!

    Vielsagend ist, daß ihre Anpreisung der wissenschaftlichen Gender Studies im feministischen Kampfblatt Missy Magazine erscheint (nach einer Erstveröffentlichung auf ihrem Facebook-Konto).

    • nochmal das Originalzitat von der Wochenrundschau, wie mitm post, Mark:

      „Weshalb hier Feminismus mit Wissenschaft in Verbindung gebracht wird und nicht Wissenschaft mit den Gender Studies, ist nicht nachvollziehbar“

      Auch der Marxismus behauptete noch eine Wissenschaft zu sein. Auch das hat der Feminismus vom Marxismus appropriiert 🙁

  • Der Artikel zum „wissenschaftlichen Feminismus“ in NZZ hat keinen Kommentarbereich; ist immer schade, so was.

    Ich habe dem mäandernden Textfluss versucht zu folgen. Undankbarer Job. Mir ist unklar, wie um Himmelswillen „Feminismus“ mit „Wissenschaft“ zusammen kommen soll. Der Feminismus ist eine durch und durch politische Angelegenheit. Es noch nie einen anderen theoretischen Unterbau gehat als die Verfassung.

    Ich kann Kuenzles abenteuerliche Assoziation nur als Versuch sehen, den Begriff „Feminismus“ aufzuwerten. Fehlversuch.

  • Zu
    «Die Welt schlafwandelt in die nächste Tragödie»

    Hunger, Cholera, Bomben auf Zivilisten: IKRK-Präsident Peter Maurer war im Jemen

    Broch: Die Schlafwandler. Gilt als „Schlüsselroman“ für 1. Weltkrieg.
    Jetzt Russland, Iran, Syrien und Türkei gegen Arabien und westliche Welt. Vielleicht kann man Katar als das neue Sarajewo sehen. Ein unbedeutender Vorfall, der die Dominos in Bewegung setzt.
    Kann sein, muss nicht, das Leben ist halt Risiko.

  • „Quelle: NachDenkseiten

    Anmerkung Mark Smith: Schöne geopolitische Analyse …“

    Antiamerikanismus im alten Spiegel-Stil, aber viel rasanter. Interessant und vereinnahmend geschrieben, was die Suggestivkraft erhöht.
    Ein „Story“ halt, Fortsetzung folgt.

  • Aus dem Blog s. oben

    „Hiermit gebe ich mich als glühender Antifeminist nach den Maßstäben der grünen Heinrich-Böll-Stiftung zu erkennen und bewerbe mich um einen Eintrag in deren Online-Pranger „Agent*In“ ….“

    Dafür sollten die von ihm Geld verlangen 🙂
    Gehört vielleicht bald zum guten Ton, am Pranger der Guten zu stehen?

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