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Frau Clinton auf dem Weihnachtsbaum und ein Kind als Rammbock

geschrieben von: Lucas Schoppe

Ein kleiner Adventskranz zur Wochenmitte

Da ich gerade meist mit Klausuren beschäftigt bin, habe ich in diesem Text einfach mal ein paar Nachrichten gesammelt, die trotz der gewohnten adventlichen Hektik auffällig waren. Ganz ohne Absicht passen sie gut zusammen.

Am 24. September, vor nun bald zweieinhalb Monaten also, haben wir einen neuen Bundestag gewählt – und noch immer versucht niemand ernsthaft, dann irgendwann auch mal so etwas wie eine Regierung zu bilden. Die SPD überlegt gerade angestrengt, ob sie vielleicht doch Gespräche beginnen sollte, in denen darüber gesprochen wird, ob sie vielleicht irgendwann einmal Gespräche beginnt, in denen es dann um die Beteiligung an einer Regierung gehen könnte. Der Diskussionsprozess in der SPD ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

Journalisten begründen diese Situation immer mal wieder mit der unwahrscheinlichsten aller Erklärungen, nämlich damit, dass die meisten Parteien seltsamerweise gar nicht regieren wollten.  Diese Erklärung hat immerhin den Vorteil, dass wir damit näher liegende Erklärungen vermeiden können – nämlich zum Beispiel die, dass Frau Merkels Zeit vorbei ist, dass sich aber unglücklicherweise niemand traut, dass auch Frau Merkel mitzuteilen.

Offenbar hat einerseits niemand mehr Vertrauen zu Angela Merkel. SPD und FDP haben, sozusagen, schon einmal kräftig und andauernd auf die heiße Herdplatte gefasst und möchten das verständlicherweise nicht so gern wieder machen – auch wenn die SPD gleich zwei Versuche brauchte, um festzustellen, dass es tatsächlich weh tut. Andererseits traut sich aber auch niemand, Angela Merkel zu stürzen – schließlich ist sie noch nicht so sturmreif geschossen, wie zum Beispiel Kohl es war, als Merkel ihn beiseite räumte.

Der Erste, der sich am Sturz Merkels versucht, wird dafür wohl mit seiner politischen Karriere bezahlen. Der Zweite wird sich immer noch erheblich verletzen. Der Dritte aber könnte dann Erfolg haben. Also spekulieren zu Zeit alle darauf, dieser Dritte sein zu können, was aber aus leicht verständlichen Gründen bislang noch nicht besonders gut geklappt hat.

Schließlich traut sich nicht einmal der Bundespräsident, Frau Merkel zu fragen, ob sie nicht möglicherweise einfach mal aus dem Weg gegen könnte. Lieber fordert er seine eigene Partei auf, doch noch ein drittes Mal auf die Herdplatte zu fassen. Könnte ja sein, dass es diesmal nicht weh tut.

Immerhin zeigt diese Situation, dass die Deutschen bei weitem nicht so obrigkeitshörig sind, wie es ihnen manchmal nachgesagt wird, insbesondere von Deutschen selbst. Im Gegenteil: Die Obrigkeit ist uns so egal, dass es uns nicht einmal sonderlich auffällt, wenn sie uns für längere Zeit abhanden kommt.

Das wiederum ist doch wirklich mal ein gutes Zeichen.

 

Frau Clinton auf dem Weihnachtsbaum

Noch besser wäre es, wenn wir uns die Zwischenzeit mit sinnvollen Beschäftigungen vertreiben würden. Ich zum Beispiel schau stattdessen immer mal wieder bei Twitter rein, was erstens selbst keine sonderlich sinnvolle Beschäftigung ist und was zweitens zu Folgehandlungen führt, die auch nicht sonderlich klug sind. Neulich zum Beispiel hat irgendjemand einen Link retweetet, in dem jemand anderes ausgerechnet einen Artikel der Edition F. verlinkt hatte, und ausgerechnet den habe ich dann gelesen.

„14 tolle Geschenkideen für tolle Frauen“ liefert uns Katharina Alexander, und dazu gehören dann zum Beispiel kleine Keramikarbeiten einer Australierin, die dreieckige Frauen mit großen Vulvas darstellen. Die Figuren sind „nicht günstig“, jedoch „einzigartig“, aber mittlerweile leider ohnehin ausverkauft. Ich hab nachgeschaut, ob es diese Figuren wirklich gibt oder ob hier nicht doch eher irgendein böswilliger Maskulist Fake News über den heutigen Feminismus verbreitet.

Ich verstehe ohnehin nicht, warum sich manche Männer so am Feminismus abarbeiten, um ihn zu erledigen, das bekommen Feministinnen selbst schließlich sehr viel besser hin. Die Edition F. zum Beispiel empfiehlt den tollen Frauen auch noch „Klitoris-Jutebeutel“. Das sind einfache Jutebeutel, auf denen irgendjemand eine Klitoris gemalt hat, die für unbefangene Beobachter eher wie ein komischer Kleiderbügel aussieht. Wer also Zeitgenossen auf diese Weise zum Staunen bringen möchte („Warum hat dieser Mensch einen Kleiderbügel auf seinem Jutebeutel?“), der muss dafür nur 12 Euro einschließlich Versand ausgeben. Aber möglichst bald, die Jute-Klitoris in Gold und Silber ist schon ausverkauft.

Außerdem gibt es dann für tolle Frauen noch „Klitoris-Schmuck“ aus dem 3D-Drucker („We like!“) – keinen Schmuck für die Klitoris, sondern Schmuck, der wie eine Klitoris geformt ist und der mit Versand nur knapp über zwanzig Euro kostet. Ein „Menstruationstassen-Pin“ hingegen ist eher ein Spargeschenk, knapp unter zehn  Euro mit Versand. Etwas großzügiger ist da schon die „My favorite season ist he fall of the patriarchy“-Tasse, ein sehr lustiges Wortspiel, das vom Patriarchat schon für 25 Dollar einschließlich Versandkosten zur Verfügung gestellt wird.

Noch besser sind die fünf Bleistifte, die einschließlich Versand über 20 Euro kosten, weil „Feminism is for everybody“ drauf steht. Für jeden jedenfalls, der eine Menge unnötiges Geld herumliegen hat. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob hier nicht einfach ein gehässig grinsendes  Patriarchat beweisen will, dass Feministinnen ihm tatsächlich jeden Mist abkaufen, wenn nur die richtige Phrase draufsteht.

Fünf Stück davon sind schon für zwanzig Euro zu haben.

Mein absoluter Favorit aber – Geschenke, bei denen man aber auch überhaupt nichts falsch machen kann – sind die Weihnachtsbaumspitzenschmuckfiguren aus der Reihe Woman to look up to. Frauen, zu denen wir aufsehen können, was natürlich schon wieder ein ganz tolles Wortspiel ist. Serena Williams, Beyoncé oder Hilary Clinton als Engel für  für die Weihnachtsbaumspitze, je nach Größe des Baumes von 80 englischen Pfund (etwas über 90 Euro) über 350 Pfund bei einem richtig großen Baum (knapp 400 Euro) bis hin zu einer Christbaumspitze für einen öffentlichen Weihnachtsbaum, die schon für 700 Pfund (knapp 800 Euro) zu haben ist.

Edition F. übrigens ist kein Witzblatt, sondern verdient viel Geld damit, dass deutschlandweit berühmte Firmen dort Anzeigen schalten, um Imagepflege zu betrieben. Ich stelle mir gerade ein paar Maskulisten vor, die sich begeistert mitteilen, wo man teure Penis-Schmuckstücke aus dem 3D-Drucker bekommen kann. Oder die für tolle Männer Jutetaschen mit Penissen darauf kaufen, die aussehen wie Küchengeräte. Oder eine Weihnachtsbaumspitze, die Sigmar Gabriel als Engel zeigt und die nur 400 Euro kostet.

Warum versuchen eigentlich so viele Menschen, ernst genommen zu werden, wenn man doch offensichtlich viel mehr Geld damit verdienen kann, dass man sich als selbstverliebter Idiot präsentiert, der gern an sich selbst herumspielt und darüber die Welt um sich herum vergisst?

Jedenfalls verpackt der Edition-F.-Artikel für Menschen, die vom Feminismus nicht rundweg ordnungsgemäß begeistert sind, entweder eine sehr gute oder eine sehr schlechte Nachricht. Entweder ist der heutige Feminismus so sehr versackt, dass seine Gegner nur noch gelassen dabei zuschauen müssen, wie er sich in einer großen Wolke selbst produzierter Lächerlichkeit auflöst. Oder der heutige Feminismus ist so fest etabliert, dass es Feministinnen völlig egal sein kann, wie lächerlich sie sich machen, weil sich ohnehin niemand traut zu lachen.

 

Zivilcourage ist was für Anfänger

Dummerweise schließt das eine das andere nicht aus. Wie es möglich ist, gleichzeitig in einer Machtposition zu agieren und sich komplett als rücksichtslose Idiotin zu präsentieren, hat vor einer Weile die Bürgermeisterin in New Brighton in Minnesota gezeigt, über die Hadmut Danisch berichtet hat.  Diese Bürgermeisterin erklärt anderen Ratsmitgliedern das Konzept des „white privilege“ und stößt damit bei einer Ratsfrau auf Widerstand: Sie stamme aus einer Familie von Einwanderern, die sich alles selbst erarbeitet hätten, und sei gewiss nicht privilegiert gewesen.

Die Bürgermeisterin weist sie zurecht, dass das eine der rassistischsten Bemerkungen sei, die sie je gehört habe – zittert – besteht darauf, das eigene Statement ohne Unterbrechung zu Ende führen zu können – kann dann aber mit dem ertrotzten Alleinrederecht unglücklicherweise gar nichts anfangen – und ist schließlich offenbar kurz davor zu weinen.

Natürlich ist dieses Video für konservative Gruppen ein Geschenk, das sie ausgiebig nutzen und weiter verteilen. Interessanter als der psychische Zustand der Bürgermeisterin einer winzigen Stadt in der amerikanischen Provinz, über den wir ohnehin keine vernünftige Aussage machen können, ist aber das Verhalten der anderen Gesprächsteilnehmer in den Minuten des Videos.

Vier Männer und eine weitere Frau wirken wie erstarrt – lediglich eine Frau wagt eine Gegenrede, und niemand schreitet ein, als sie dafür maßlos als Rassistin beschimpft wird. Einer der Männer meldet sich zwischendurch vorsichtig wie ein Schulbub und zieht die Meldung auf Anweisung der Bürgermeisterin sofort und wortlos wieder zurück. Obwohl eigentlich alle merken müssen, dass die Angriffe der Bürgermeisterin auf ihre Kollegin verrückt sind, schreitet niemand ein.

Dass eine einzelne Person irrational ausflippt, passiert beständig, ohne dass es von überregionalem Interesse wäre. Bedrückend, nämlich über New Brighton und die amerikanische Provinz hinaus interessant ist der Eindruck, dass ein Klima der Einschüchterung entsteht. Offenbar trauen sich Menschen hier nicht einmal dann, den Mund aufzumachen, wenn etwas geschieht, das offensichtlich verletzend und verrückt ist. Das wiederum kann eine Tendenz sein, die über New Brighton und seine zwanzigtausend Einwohner weit hinausweist.

 

Wie, sind Männer jetzt plötzlich doch kein Abschaum?

Ganz überrascht merken jetzt sogar Feministinnen selbst, dass eine rigide Kontrolle öffentlicher Äußerungen auch sie selbst treffen kann. Weil sie Männer als Abschaum („men are scum) bezeichnete, wurde gerade die Komikerin Marcia Betsky 30 Tage lang bei Facebook gesperrt.  Die Sperre stößt wohl auch deshalb auf wütendes Unverständnis, weil die Verteidiger Betskys die Bezeichnung von Männern als „Abschaum“ gar nicht als Hate Speech, sondern als sachliche Feststellung wahrnehmen, die man doch einfach mal treffen können muss.

In der Schweiz verlor die Feministin Franziska Schutzbach ihren Lehrauftrag an der Uni Basel, nachdem sie zu einem Redeverbot und wirtschaftlichen Boykott von ihr unliebsamen Politikern aufgerufen hatte.

Tatsächlich bin ich ganz konservativ der Meinung, dass der Lehrauftrag von Schutzbach dann zurückgezogen werden sollte, wenn sie keine gute Lehre betrieben hat – aber nicht aus politischen Gründen. Natürlich würde sie selbst solch eine Liberalität anderen gegenüber niemals aufbringen und ist offenbar sogar an dem berüchtigten grünen Online-Pranger beteiligt. Ich weiß nur nicht recht, was aus einer öffentlichen Diskussion werden soll, wenn der größte Erfolg verschiedener Gruppen jeweils darin bestehen kann, Vertreter anderer Gruppen aus dem Diskurs zu kicken.

 

Wie man aus einem Kind einen Rammbock bastelt

Ausgerechnet eine Frage hat mich dann etwas hoffnungsvoller gestimmt, bei der ich noch heute hoffe, dass sie ein Fake ist – aber das hoffe ich bei der Edition F-Webseite auch insgeheim. Bei der Plattform Quora äußert jemand diese große Sorge:

„Ich habe meinen zwölfjährigen Sohn in einem Kleid zur Schule geschickt, um Gender-Stereotype zu bekämpfen, und nun möchte er nicht mehr zur Schule gehen. Was soll ich tun?” (I sent my 12 year old son to school in a dress to combat gender stereotypes, and now he doesn’t want to go to school anymore. What should I do?) 

Das verbindet kunstvoll gleich mehrere Ebenen des Komplett-Bescheuerten. Die selbstverständliche Annahme, Kleider bei Jungen würden Geschlechterstereotype bekämpfen – der Glaube, Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen würden vor allem auf gesellschaftlichen Prägungen beruhen, die man recht unkompliziert umprägen könnte – der Glaube, es sei eine gute Idee, Kinder einfach mal aus den sozialen Normen heraus zu erziehen – die Blindheit gegenüber der schulischen Interaktion zwischen Kindern – die Unfähigkeit, mit Konsequenzen einer eigenen Entscheidung klarzukommen – die Empathielosigkeit gegenüber einem Kind – und, vor allem, die Selbstverständlichkeit, mit der hier ein Kind benutzt wird, um die politische Agenda eines Elternteils durchzudrücken.

Wie kommt eigentlich ein hirnbesitzender Mensch auf die Idee, ein Kind als Ramme zu verwenden, um damit das Tor des bösen Patriarchats einzudrücken?

Die weit über hundert Antworten von Männern und Frauen sind allerdings kaum einmal wutschnaubend, und auch wenn ihnen die Empörung anzumerken ist, argumentieren die meisten vernünftig und versuchen dem Fragesteller geduldig zu erklären, was er nicht so gut gemacht hat. Gleich mehrere hoffen ausdrücklich, dass die Frage von einem Troll stammt, also ein Fake ist – antworten dann aber trotzdem meist sachlich darauf.

Wenn das verallgemeinert werden kann, hinterlässt das bei mir den beruhigenden Eindruck, dass die meisten Menschen eigentlich durchaus vernünftig sind, aber meist lieber die Klappe halten, weil ihnen die öffentlich geführten großen Debatten einfach zu blöd sind. Das ist verständlich, aber schade, weil dadurch mit der Zeit die Hoffnung verloren geht, öffentliche Diskussionen könnten auch mal vernünftig verlaufen.

Stattdessen glauben dann nämlich Menschen, die teure Schmuck-Klitorisse aus dem 3D-Drucker als Weihnachtsgeschenke anpreisen, sie leisteten damit einen Beitrag zur Emanzipation. Oder Menschen sind sich irgendwie ganz sicher, der Rassismus würde umso wirksamer bekämpft, je mehr Zeitgenossen sie im Laufe eines Tages jeweils als die größten Rassisten aller Zeiten beschimpft hätten.

Andererseits ist es beruhigend zu sehen, dass alltägliches pragmatisches Denken einfach weiter funktioniert, ohne sich von der Aufgeregtheit und Überspanntheit öffentlicher Debatten beeindrucken zu lassen. Nur die Bundesregierung sollte vielleicht nicht mehr allzu lange demonstrieren, dass wir sie gar nicht brauchen – in ihrem eigenen Interesse jedenfalls, wenn schon nicht in unserem.

 

Über die im Text erwähnte Franziska Schutzbach hat Mark hier schon mehrmals Texte veröffentlicht:

Franziska Schutzbach und die männliche Herrschaft

Franziska Schutzbach: Über männliche Abwehr feministischer Kritik

Franziska Schutzbach über angebliches Intellektuellen-Bashing – oder wie man vollständig an einer Sache vorbeireden kann

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12 Comments

  • Warum sind Feministinnen eigentlich oft so sehr auf Geschlechtsteile fixiert? Ich dachte, Geschlecht sei ein soziales Konstrukt – warum dann dieser Fokus auf biologische Merkmale?

    Egal. Was ich anmerken wollte: Laut dem verlinkten Artikel wurde Franziska Schutzbach nicht wegen des Kommentars in ihrem privaten Blog gefeuert, sondern die Entscheidung ist bereits vorher gefallen. Ob das eine Schutzbehauptung ist, kann ich natürlich auch nicht sagen.

    Ob jemand, der irgendwo zwischen Rassismus und Demokratiefeind schwebt, ein guter Lehrer sein kann, mag jeder selbst beurteilen. Ich halte zum Beispiel Björn Höcke für oftmals böswillig fehlverstanden und bin der Ansicht, dass er sehr viel weniger Angriffe für seine Meinung verdient hat, als er abbekommt, aber im Schuldienst möchte ich ihn auch nicht wieder sehen.

    • „Warum sind Feministinnen eigentlich oft so sehr auf Geschlechtsteile fixiert?“

      Das ist auch mein Eindruck. Bemerkenswert wird diese Fixierung auch vor dem Hintergrund, daß Feministen den Männern vorschnell eine Fixierung auf das männliche Geschlechtsteil vorwerfen – um nicht zu sagen: eine Verherrlichung ihres Schwanzes.

      Darüber hinaus ist mein Eindruck, daß es im Feminismus eine seltsame Fixierung auf Blut gibt – das bekannteste Beispiel hierfür ist das „menstrual management“ der legendären „mentrual activists“.

    • Interessante Frage, warum gerade Feministinnen so sehr auf Ihre Geschlechtsorgane fixiert sind. 🙂
      Uns Männern werfen die Feministinnen ja immer vor, wir wären Schwanzfixiert. 😉
      Sind aber selber so stark Vagina und Klitoris fixiert, wie wohl kein einziger Mann auf der ganzen Welt auf seinen Schwanz fixiert sein wird.
      Meiner ist halt da, ab und an habe ich Spaß damit und ansonsten brauche ich Ihn zum Wasserlassen. FERTIG.

      Bei Scheidende Geister ist ein interessanter „Jammerfrau“ Artikel, in dem es um eine Mutter geht, die ernsthaft meint, Eltern sollten doch nur das Negative der Elternschaft sehen.
      Was werfen Feministinnen aber immer uns MGTOWs vor?
      Das wir nur das Negative in einer Beziehung sehen würden.

      Fazit, der beiden Erkenntnisse: Feministinnen sind und machen Alles das selber, was sie uns Männern vorwerfen.

      Ich meine, der Feminismus ist Nichts weiter, als die größte Projektion, die es je gegeben hat.

      Viele Frauen haben viele Unzulänglichkeiten, mit denen Diese nicht klarkommen und Projezieren diese jetzt auf einen ausgewählten Feind, uns Männer, um sich dann darüber aufregen zu können.

      Darüber, über Projektionen, gibt es schon komplette Psychologische Abhandlungen.
      Aber mittlerweile sollte doch so gut wie jedem das Licht aufgehen, was diese Frauen eigentlich treiben.
      Sollte man meinen. 🙂

  • „Entweder ist der heutige Feminismus so sehr versackt, dass seine Gegner nur noch gelassen dabei zuschauen müssen, wie er sich in einer großen Wolke selbst produzierter Lächerlichkeit auflöst. Oder der heutige Feminismus ist so fest etabliert, dass es Feministinnen völlig egal sein kann, wie lächerlich sie sich machen, weil sich ohnehin niemand traut zu lachen“
    Beides gleichzeitig würde ich sagen. Er hat sich etabliert und daher den öffentlichen Diskurs aktuell auf seiner Seite. Gleichzeitig allerdings verliert der Feminismus in der Gesellschaft immer mehr am Boden und erschafft sich seit einiger Zeit immer mehr Feinde. Darüber täuscht der aktuelle öffentliche Diskurs nur hinweg. Der Feminismus wird in den nächsten Jahren einen gewaltigen Absturz erleben der für viele Akteure völlig überraschend kommen wird. Und das obwohl es inzwischen ja genug Beispiele dafür gibt, dass sich stark emotional und undifferenziert geführte Diskurse sehr plötzlich radikal drehen können.

  • Die Verherrlichung der Menstruation als urweibliches Symbol und ihre künstlerische Adaption war in den 80er Jahren unter Feministen schon mal trendig. Doch das Thema floppte bald. Heute dank Internet hält sich das Blut in der feministischen Blase etwas länger. Wohl auch, weil Mannsbilder meinen, zu jedem Gegacker noch ein Kikeriki draufzusetzen. – Bedenkt: für eine Legebatterie braucht es keinen Hahn …

    • Ja, die 80er. Als Mystizismus auf mystische Art links wurde.
      Als „Die Nebel von Avalon“ Kult wurde. Weise Frauen gegen böse Druiden. Merlin und so.
      Die jungen Gläubigen und Bauchfühlenden von damals entschlossen sich, ihr weibliches So-Sein könne die Welt vom Bösen, also dem „Männlichen an sich“ heilen.
      Auf der Linken war man irgendwie im Durchschnitt netter zu Frauen als bei der Rechten, was immer sie auch laberten und meinten und fühlten, man drückte ein Auge zu.
      Da waren Nischen mit weniger Ellbogen schön auf weiblich abzugreifen.
      Und irgendwie eine gerechtere Gesellschaft, eine bessere Welt wollte man als lnker Mann ja auch. Lasst doch die Mädels ihr Bauch-Ding machen, besser wir haben sie auf unserer Seite, irgendwie.
      Die jungen Kult-Amazonen machten sich auf den Weg durch die Institutionen, immer schön geförderte Frauenprojekte am Gründen, immer schön in die Verwaltungen, Parteien und natürlich Bildung und Pädagogik, bio war auch Querschnittsaufgabe, eine lernte sogar ein Handwerk, nein nicht kochen, sondern Tischlern, zwei drei wurden sogar Elektrikerinnen.
      Jetzt sind sie wundersamerweise auf den Posten in den Instituten und Institutionen bis ganz oben angekommen, haben die Seilschaften gegründet, die sie immer wollten, haben Kontakte zur (patriarchalen) Macht aufgebaut, auch mit mächtigen Frauen glaubt man sich per Vaginakult eins, jede Menge junge verbildete narzisstische Internetdinger hat man zur Gefolgschaft gezogen, tja, und jetzt kann man eben die erhofften Schlachten der Jugend endlich mal schlagen, zu zwei Drittel mit den Mythen und Irrtümern von damals, man hat aber auch ein paar Anleihen beim Marxismus gemacht, daher GPG, Patriarchat hatte man ja schon immer im Kopf, also jetzt ist Ausbeutung nicht mehr Kapitalist sein, sondern einfach Mann sein, am besten alt und weiß, da zahlt man es seiner Generation am schönsten heim, die hatten einen zwar immer irgendwie toleriert und machen lassen, z.T. auch tatkràftig unterstützt, aber denen kann man nicht jedes beliebige x für ein u vormachen, die jüngeren Buben sind da noch formbarer, aber die Alten, die sind deplorable.
      Und ausgebeutet sein ist jetzt nicht mehr malochen im Schweiße seines Angesichts für viel zu wenig Geld, sondern einfach Frau sein.
      Und jetzt, am Peak angekommen, machen die 80er-Feministinnen eben, was sie können, und was sie so weit gebracht hat, Labern (jetzt per Internet-Megaphon), Nörgeln, öffentliche Knete einsammeln, guten Kontakt zur Macht halten, am besten Alles vom Schreibtisch aus, nochmal die alten Lieder hören („Neue Männer braucht das Land“, „The Ballad of Lucy Jordan“, Pretenders etc.)“ und dabei ganz Frau sein und die kosmische Energie fließen lassen, durch symbolische historisch erprobte Schockattacken wie Tampons werfen und was es da noch so gibt, ich hab es glaub vergessen, weil ich es vegessen wollte.

      • Oh ja, da gab es die Matriarchatsforscherin Feierabend, die Luisa Franca mit ihrem linksradikalen Hexenkult, die femitheoretische Zeitschrift Courage aus München, den Tricont-Verlag mit neuem Mystizismus, der den Grinsegott und Frauenversteher Dalai Lama nach Deutschland einflog, ach ja und die ganze Alternativbewegung mit Frauen in lila Latzhosen und dazu die herrliche Franziska Becker, die den ganzen Schwachsinn karikierte. Damals tobte der Wahnsinn offensichtlich und irgendwie lag ein Schmunzeln über dem ganzen Mondscheinmenstruieren, doch der verflog, und zurück blieb teutonisch idealistisches Jakobinertum. – Aber wie gesagt, außerhalb der Legebatterie (Hühnerei = Menstruation) gibt es noch freies Land, in dem Hähne balzen und Hühner, die befruchtete Eier legen. Das ist ein Miteinander, das Sinn macht, alles andere ist Schall & Rauch & Co.

  • „Das verbindet kunstvoll gleich mehrere Ebenen des Komplett-Bescheuerten.“

    Die folgenden sechs Kritikpunkte treffen es sehr genau. Man glaubt gar nicht, daß es überhaupt möglich ist, mit einer einzigen Maßnahme – den eigenen Sohn in einem Kleid für Mädchen in die Schule schicken – so viel Unheil anzurichten. Vor allem die letzten beiden Punkte schreien zum Himmel:

    – die Empathielosigkeit gegenüber einem Kind
    – und, vor allem, die Selbstverständlichkeit, mit der hier ein Kind benutzt wird, um die politische Agenda eines Elternteils durchzudrücken

    Wobei es möglicherweise kein Zufall ist, daß wir hier gar kein „Kind“ vor uns haben, sondern einen *Jungen*. Mit Jungen kann man – und natürlich frau – eigentlich alles machen: die haben’s verdient.

    Das ist eine Sache, über die ich mich in ähnlichen Zusammenhängen immer gewundert habe: mit welcher Selbstverständlichkeit Feministen bei solchen Erziehungsmaßnahmen die Gefühle und Interessen – ja, die Würde – ihrer eigenen Kinder verletzen oder zumindest aufs Spiel setzen. Dieses Fehlen der Bereitschaft, sich in die Welt des eigenen Kindes zu versetzen, und zu berücksichtigen, was irgendwelche Maßnahmen im Leben dieses Kindes anrichten (könnten).

    In der Maßnahme des erwähnten Elternteils haben wir übrigens einen klaren Fall von Objektifizierung des eigenen Kindes: Instrumentalisierung sowie Negierung von Autonomie und Subjektivität des Kindes. So geht Feminismus.

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