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Die größte Angst

geschrieben von: Lucas Schoppe

Eine erbauliche und nachweihnachtliche Betrachtung zu der Frage, wem es denn eigentlich dient, wenn Menschen sich selbst klein machen

Ich weiß nicht, ob Weihnachten tatsächlich das Fest der Liebe ist – aber ganz gewiss ist es das Fest des Kitsches. Es gibt zum Beispiel Filme, die an ca. 360 Tagen im Jahr kaum erträglich sind, die aber zu Weihnachten plötzlich zu rührenden und tiefen Einsichten in die Bedingungen menschlichen Lebens mutieren. It’s a Wonderful Life von Frank Capra ist so ein Film, den ich bezaubernd fand, als ich ihn einmal zu Weihnachten sah – und der mich kalt ließ, als ich ihn später noch einmal zur Sommerzeit geschaut habe.

Ein anderer, wesentlich weniger bekannter Film mit einer deutlichen Tendenz zum Kitsch ist Coach Carter: Ein Film über einen Basketball-Coach an einer High-School, der von seinen Spielern verlangt, nicht nur beim Sport, sondern auch in der Schule erfolgreich zu sein. So bringt er dann Jungen, die wir in Deutschland „bildungsfernen Schichten“ zuordnen würde, dazu, ihre Bildung und sich selbst ernst zu nehmen.

Seine Tendenz zum Kitsch hat der Film unter anderem Marianne Williamson zu verdanken, einer sehr erfolgreichen Autorin christlich inspirierter Selbsthilfebücher. Coach Carter fragt seine Spieler, was ihre größte Angst sei – und nachdem sie lange keine befriedigende Antwort darauf geben können, hat schließlich einer der Ghetto-Jungen ein Zitat der Erbauungsautorin Williamson parat, das er aus niemals vollständig geklärten Gründen auswendig gelernt hat.

Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein. Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein. Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit ängstigt uns am meisten.

Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brillant sein soll? Aber wer bist Du, es nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes. Es dient der Welt nicht, wenn Du Dich klein machst. Sich klein zu machen, nur damit sich andere um Dich nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, Er ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir anderen unbewusst damit die Erlaubnis, es auch zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen.“

Aus weiteren ungeklärten Gründen wird dieses Zitat häufig Nelson Mandela zugeschrieben, der es 1994 in seiner Antrittsrede verwendet haben soll. Das stimmt natürlich nicht. Die New York Times schrieb zu diesem Gerücht:

Stellen Sie sich das vor: Nelson Mandela, gerade befreit nach 27 Jahren im Gefängnis, nutzt die Plattform seiner Antrittsrede, um uns darüber zu informieren, dass wir alle das Recht hätten, großartig, talentiert und fabelhaft zu sei, und dass es andere befreien wird, so zu denken. Schwer, sich das vorzustellen, ohne zu lachen.“ 

Aber da ja gerade Weihnachten war, lache ich nicht, sondern nehme das Zitat einfach einmal ernst. Die Frage, ob nun tatsächlich jeder von uns ein Licht Gottes in sich trägt, lasse ich allerdings bewusst offen. Ein anderer Gedanke aus dem Zitat gefällt mir jedoch: Wenn wir uns selbst klein machen, dann helfen wir anderen damit nicht.

 

Schwache Lehrer ertragen keine starken Schüler

Das Referendariat zum Beispiel war für mich, wie für viele andere, eine furchtbare und sinnlose Zeit. Die Schule ist nun einmal immer noch strikt hierarchisch organisiert, und es ist für solche autoritären Strukturen ganz normal, dass Neulinge darin Phasen der rituellen Unterordnung ertragen müssen. Zumindest bei Gymnasiallehrern ist das Referendariat in aller Regel ein solches Initiationsritual, das sich als Ausbildung tarnt. Der größte Vorteil daran ist, dass es irgendwann vorbei ist.

Für den Unterricht ist das nicht nur sinnlos, sondern schädlich. Ich habe Ausbilder beiderlei Geschlechts erlebt, die uns viel über Schülerorientierung und humanen Unterricht erzählten und die zugleich autoritärer waren als alle anderen, die ich zuvor und hinterher erlebt hatte. Es ist aber nun einmal ein Irrtum zu denken, die Schüler hätten mehr Platz, wenn die Lehrer etwas kleiner gemacht worden sind. Ganz im Gegenteil: Schwache oder geschwächte Lehrer ertragen keine starken Schüler.

Das gilt dann auch für die Schüler selbst. Ich habe schon mehrmals mit unterschiedlichen Schülern ein fast identisches Gespräch geführt, sie nämlich gefragt, warum sie im Unterricht so zurückhaltend wären, obwohl sie sich doch offensichtlich für dessen Themen sehr interessierten und eine Menge dazu zu sagen hätten. Sie erzählten dann, dass sie sich aus Rücksicht auf ihre Mitschüler zurückhielten. Ein ganz besonders intelligenter und interessierter Schüler war dazu gar von einer Kollegin aufgefordert worden.

Ich sage dann jedes Mal, dass ich das falsch finde – dass es die Verantwortung der anderen wäre, ihre Beiträge zu leisten. Warum auch sollte jemand, der interessiert und vielleicht gar begeistert bei einem Thema dabei ist, sich zurückhalten zu Gunsten anderer, die deutlich weniger interessiert sind?

Wenn sich ab und zu jemand exponiert, sich engagiert, seine Position deutlich macht, können davon alle profitieren – ob sie nun zustimmen oder anderer Meinung sind. Wenn aber die dominieren, die vor allem darauf achten, dass sich bloß niemand anderes allzu sehr hervortut – dann schadet das allen.

Was mir einen eleganten Übergang von der Schule in die Bundespolitik ermöglicht.

 

Die Kunst des Verschwindens als politische Waffe

Seit Monaten lässt sich keine Regierung bilden, und das auch deshalb, weil zwar niemand mehr genügend Vertrauen zur Kanzlerin hat, um mit ihr zusammen zu arbeiten – weil sich aber auch niemand traut, offen gegen sie aufzutreten. Statt Kooperation oder offene Konfrontation wählen die Vertreter anderer Parteien schlicht den Rückzug.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich in den achtziger und neunziger Jahren Helmut Kohl verachtet habe, weil er in meinen Augen für nichts anderes stand als für den eigenen Willen zum Machterhalt. Der Vergleich mit Merkel lässt ihn mir heute sympathischer erscheinen: Zumindest die Europapolitik und die Partnerschaft mit Frankreich waren ihm offensichtlich sehr wichtige Anliegen.

Bei Merkel erkenne ich nichts davon. Sie kann aus dem Atomausstieg aussteigen und wenige Monate später wieder den Atomausstieg forcieren. Sie kann angesichts einer Immigration von Hunderttausenden „Wir schaffen das“ verkünden, ohne uns als Kanzlerin wenigstens mal einen kleinen Tipp zu geben, auf welche Weise wir „das“ überhaupt schaffen können. Sie kann erklären, noch einmal und weiterhin Kanzlerin werden zu wollen, ohne sich dann aber überhaupt ernsthaft um die schwarz-rot-grüne Koalition zu bemühen, die sie zur Kanzlerin machen soll. Die Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen.

Dass Merkel für nichts erkennbar steht, macht sie zugleich auch unangreifbar. Ihr sind sachliche Fehler kaum nachzuweisen, weil ihr ohnehin kaum nachzuweisen ist, dass es ihr irgendwo einmal um irgendein sachliches Problem geht. Sie vermeidet systematisch die Auseinandersetzung, bietet politischen Gegnern so keine Angriffsflächen und macht es ihnen schwer, die eigenen Anhänger zu mobilisieren. Ihr Handeln erscheint so als alternativlos – und wenn sie morgen das Gegenteil davon tut, wird auch das als alternativlos erscheinen.

Das ist alles nicht sehr schön und nicht sehr demokratisch – zum echten Problem aber wird es erst dadurch, dass andere dieses Verhalten wie selbstverständlich akzeptieren. Dass jemand, der sein Licht scheinen lässt, damit auch andere ermutige, dasselbe zu tun – das gilt eben auch umgekehrt. Wer programmatisch keine klare Position bezieht und alle Angriffsflächen vermeidet, der macht es auch anderen schwer, sich zu exponieren und deutlich zu machen, wofür sie stehen.

Erst jetzt stellen die Freidemokraten Lindner und Kubicki vorsichtig klar, dass Merkels Abgang neue politische Perspektiven ermöglichen würde, und die Reaktion aus Merkels eigener Partei ist bezeichnend: Der Kommentar aus der Union auf diesen Angriff besteht im Wesentlichen daraus, dass niemand offen für die eigene Vorsitzende und Kanzlerin Partei ergreift.

Besonders wirr agiert die SPD. Noch am 20. November stellte der Parteivorsitzende, wieder einmal, unmissverständlich klar, dass es mit der SPD keine große Koalition geben wird.

Nicht einmal drei Wochen später möchte er dann Sondierungsgespräche mit Merkels Partei führen und nutzt den SPD-Parteitag, auf dem über diese Gespräche abgestimmt wird, für die Ankündigung der „Vereinigten Staaten von Europa“, die bis zum Jahr 2025 errichtet werden sollten. Ganz nebenbei, und während es um etwas ganz anderes geht, wird von der SPD also ein Projekt ins Gespräch gebracht, das einen wesentlich ernsthafteren Rahmen verdient hätte. Es ist offensichtlich, dass Schulz schlicht nach einer Möglichkeit gesucht hat, irgendeine inhaltliche Begründung für die plötzliche Meinungsänderung vorzulegen.

Da wird also ein fragiles, umstrittenes, gigantisches Jahrtausendprojekt im Vorübergehen benutzt, um dem SPD-Parteivorsitzenden die Möglichkeit zu geben, sein Gesicht zu wahren und die Inhaltsleere seines eigenen Agierens zu überspielen.

Narzisstisch sind eben gerade nicht diejenigen, die deutlich und offen sagen, wofür sie stehen, und die es wagen, dafür auch den entsprechenden Raum zu beanspruchen. Narzisstisch agieren eher Menschen, die so tun, als würden sie überhaupt keinen Raum einnehmen. Sie vermeiden nämlich die Konfrontation mit den Grenzen anderer, und sie vermeiden die Erfahrung, zwischen den eigenen Interessen, den Interessen anderer und dem Gemeininteresse unterscheiden zu müssen. Das Gemeininteresse kann ihnen jederzeit im Eigeninteresse verschwinden.

Wer so tut, als würde er keinen Raum beanspruchen, der neidet dann auch anderen den ihren. Wer keine Angriffsfläche bietet, wer die Debatte mit Menschen anderer Meinung vermeidet – der kann sich selbst sauber fühlen und die Schmutzigkeit anderer beklagen. Bei Twitter beispielsweise gibt es Accounts, die allein zu dem Zweck geführt werden, anderen zu folgen und Listen zu erstellen, welche Accounts durch massenhafte Meldungen abgeschossen werden sollten. Wichtiger, als selbst etwas beizutragen, ist es hier, dass andere an ihrem Beitrag gehindert werden.

 

Der geschlechterpolitische Drall des politischen Putzzwangs

Wer sich selbst als sauber geriert, braucht eben andere, die er als schmutzig bloßstellen kann. Die Ziele sind beliebig, aber es ist auffällig, dass der politische Putzzwang einen geschlechterpolitischen Drall hat.

Dass insbesondere Männlichkeit immer wieder als problematisch erscheint, entspricht traditionellen Klischees. Jemand erscheint schließlich gerade dann besonders „männlich“, wenn er Raum beansprucht, sich nicht klein macht, wenn er agiert und wenn ihm auch die Verantwortung für die Konsequenzen seines Agierens zugewiesen werden kann.

Natürlich gibt es heute überhaupt keinen nachvollziehbaren Grund, warum Frauen nicht ebenso agieren könnten – im Bereich der Geschlechterphantasien erscheint ein solches Agieren weiterhin als männlich. Das gilt insbesondere für feministische Geschlechterphantasien.

Wenn ein Mann in einem öffentlichen Verkehrsmittel die Knie nicht züchtig beieinander hält, kann ihm „Manspreading“ vorgeworfen werden: In verschiedenen amerikanischen Städten wird dieses Verhalten per Beschilderung sozial geächtet, in den Omnibussen Madrids ist es sogar verboten.

Der Begriff „Mansplaining“ hingegen trifft Männer, die Frauen angeblich beständig die Welt erklären würden. Der eigentlich positive Begriff des Erklärens – das ja immerhin ebenso Sachkenntnis wie die Fähigkeit voraussetzt, sich in den Gesprächspartner hineinzuversetzen – wird allein dadurch in etwas Negatives umgewandelt, dass er ausdrücklich als spezifisch männlich erscheint.

Männlichkeit wird so zur Chiffre für Menschen, die mehr Raum beanspruchen, als ihnen von Rechts wegen zusteht – sei es nun im Raum der Kommunikation oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Dabei ist in diesen Manövern unschwer der alte Lieblingsvorwurf eines übelwollenden Spießigkeit erkennbar: „Da hält sich jemand für etwas Besseres.“  Im grünen „Frauenstatut“ ist sogar festgelegt, dass Männer – die auch bei den Grünen den Löwenanteil der Basisarbeit leisten – in Parteiversammlungen nur dann sprechen dürfen, wenn ebenso viele Frauen sprechen.

Das ist eben das Gegenteil der Logik, die Williamson beschreibt. Anstatt selbst Raum zu beanspruchen und andere damit zu ermutigen, dasselbe zu tun, können Frauen bei den Grünen Männern eben dadurch ihren Raum nehmen, indem sie selbst keinen Raum besetzen.

Hier ist schön zu erkennen, wie sehr es auf Kosten aller den Gesamteindruck stört, wenn sich jemand für was Besseres hält.

Das allerdings hilft niemanden, und mehr noch, es kaschiert ein deutlich größeres Problem als das der raumgreifenden Männlichkeit: dass sich nämlich Männer aus wichtigen Bereichen stillschweigend zurückziehen. Dramatisch wird dies im Bereich der Bildung, sowohl in den Kindergärten als auch in den Grundschulen, und immer mehr auch in den weiterführenden Schulen. In der Großstadt Braunschweig beispielsweise, immerhin die zweitgrößte Stadt Niedersachsens, gibt es an den Grundschulen insgesamt gerade einmal 37 männliche Lehrkräfte. 

Kinder und Jugendliche wachsen so in der Illusion einer rein weiblichen Erwachsenenwelt auf – zumal viele von ihnen auch ohne Vater leben, weil der sich entweder selbst von seiner Verantwortung distanziert hat oder weil er von der Mutter herausgedrängt wurde.

In den einzelnen Fällen gibt es natürlich verschiedene Gründe, warum Männer sich zurückziehen – aus egoistischer Bequemlichkeit, aus dem Gefühl der Vergeblichkeit, oder weil sie zermürbt sind. Insgesamt aber trägt es sicherlich zum männlichen Rückzug bei, dass Männer in öffentlichen Debatten entweder lächerlich gemacht oder als aggressiv hingestellt werden, wenn sie ihre Position behaupten. Männer, die auf männliches Leid offen hinweisen, werden als „Jammerlappen“ oder als Produzenten von „Male Tears“ beschämt – oder sie werden als rückwärtsgewandte potentielle Gewalttäter hingestellt, wenn sie offen Positionen vertreten, die von feministischen Positionen abweichen.

Hier formuliert Williamson dann eben einen wichtigen Punkt, auch wenn sie ihn in den Duktus religiöser Erbauungsliteratur einkleidet. Wer sich selbst klein macht, hilft nicht anderen, größer zu werden – sondern er behindert sie eher am Wachsen.

Auf Geschlechter bezogen: Wenn Männer sich aus ihrer Verantwortung zurückziehen, können sie nicht erwarten, dass Frauen statt ihrer diese Verantwortung übernehmen. Wenn Männer sich selbst klein machen, machen sie Frauen damit nicht größer. Sie unterstützen nur eine Logik der Interaktion, in der schließlich überhaupt niemand mehr wachsen kann, ob nun Mann oder Frau, Mädchen oder Junge.

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20 Comments

  • „Zumindest bei Gymnasiallehrern ist das Referendariat in aller Regel ein solches Initiationsritual, das sich als Ausbildung tarnt. Der größte Vorteil daran ist, dass es irgendwann vorbei ist.

    Für den Unterricht ist das nicht nur sinnlos, sondern schädlich“

    Das mag heute so sein und grundsätzlich glaube ich auch, daß es vom Referendar so, also als „rituelle Mutprobe“, verstanden wird.
    Aber ich denke auch, daß es da schon erhebliche Unterschiede gibt. Wir, in den beginnenden 70ern, sahen es in vielen Fällen als eine Art sportliche Aufgabe, dem Prüfling zum Erfolg zu verhelfen. Da mußte schon ein ziemlich seltsames Subjekt antreten, um nicht unterstützt zu werden.
    Vielleicht entsprang das dem Eindruck, daß derjenige selbst gerade noch eine fast schülerhafte Rolle inne hatte und quasi in’s kalte Wasser geworfen wurde.
    Und ich glaube immer noch, daß das auch gut so war und sich auch für uns Schüler gelohnt hat.
    Allerdings hatte ich auch einigermaßen Glück mit meinen Lehrern, da war nicht allzu viel Ausschuss dabei, im Gegenteil, ein paar davon betrachteten wir mehr oder weniger deutlich als gute Freunde.

    „Schwache oder geschwächte Lehrer ertragen keine starken Schüler.“
    Stimmt! Wer Angst vor Augenhöhe hatte, hatte einen sehr schweren Stand. Das führte dann recht sicher zu manchmal gnadenlosen Kämpfen.

    „Ein ganz besonders intelligenter und interessierter Schüler war dazu gar von einer Kollegin aufgefordert worden.

    Ich sage dann jedes Mal, dass ich das falsch finde – dass es die Verantwortung der anderen wäre, ihre Beiträge zu leisten.“

    Jain …
    Da setzt m.E. die hohe Kunst der Pädagogik an. Die Hand, die immer sofort hochfliegt, sollte durchaus registriert werden ( besonders, wenn sie mal unten bleibt ), aber man muß sie wohl auch mal ( ohne abfällig Blick ) übergehen und jemand anderen auch mal regelrecht fordern. Ist sicherlich gar nicht einfach, da das richtige Mittelmaß zu finden, aber nun ja, das gehört nun mal zur Profession ( mit Glück ist ein kleiner Schuss Passion – nicht zuviel – dabei ).

    Zur „Regierungsbildung“ grinse ich nur noch dreckig und keineswegs fröhlich. Ich erinnere mich, daß ich hier in der Diskussion der Wahlergebnisse schon genau das geunkt hatte, was dann auch eingetreten ist ( noch deutlich genauer sogar, als befürchtet hatte ). Eine ganz widerliche, großteils übelst verlogene Prozedur, die da durchgezogen wird, nur um zu verschleiern, was hinter den Kulissen tatsächlich abläuft. Allein die dazugehörige Zeitschinderei ist ekelerregend.

    Dem Rest des Artikels schließe ich mich einfach mal mit ein paar deutlichen Worten an:
    Macht Euch gerade, Männers!

  • Ich würde es mal dialektisch sagen:
    „Nicht mehr scheinen wollen, als man ist und nicht weniger scheinen wollen, als man ist.“ Also: Grenze und Grenzenlosigkeit zugleich! 🙂
    Wer also den König in sich hat, soll nicht so tun, als wäre er ein Bettler. Das wäre dann „nicht weniger scheinen wollen, als man ist“.

  • „Wenn Männer sich aus ihrer Verantwortung zurückziehen, können sie nicht erwarten, dass Frauen statt ihrer diese Verantwortung übernehmen. Wenn Männer sich selbst klein machen, machen sie Frauen damit nicht größer.“

    Welche Verantwortung habe ich, wenn der Staat es doch so will? Widerstandsverantwortung? Warum? Wer bestimmt das? Ich jedenfalls weine dieser westlichen Feministinnenwertegemeinschaft keine Träne nach.

    „… machen sie Frauen damit nicht größer.“ Will ich auch nicht, Frauen größer machen … langes Elend, oder wie …

    • Dominanz trifft es nicht so ganz denke ich.

      „Wenn Männer sich aus ihrer Verantwortung zurückziehen“

      Hier ist zunächst einmal jeder einzelne gefragt, für sich selbst festzustellen was seine Verantwortung überhaupt ist. Das kann auch mit Dominanz zu tun haben, ist aber m.M.n. nicht auf Dominanz beschränkt. Um ehrlich zu sein, Dominanz kommt mir bei dieser Frage nicht als erstes in den Sinn..

      • Ich hab tatsächlich vor allem an die genannten Väter gedacht, die sich aus ihrer Verantwortung zurückziehen.

        Wenn aber Männer allgemein keine Verantwortung mehr für die schulische und vorschulische Bildung von Kindern wahrnehmen, dann bekommen auch die Institutionen ein Problem. Das würde ich aber nicht zuerst an Männer adressieren, sondern an die Bildungspolitik, die sich überhaupt nicht dafür interessiert, warum Männer massenweise aus- oder , mehr noch, gar nicht erst einsteigen.

        • „Wenn aber Männer allgemein keine Verantwortung mehr für die schulische und vorschulische Bildung von Kindern wahrnehmen, dann bekommen auch die Institutionen ein Problem. Das würde ich aber nicht zuerst an Männer adressieren, sondern an die Bildungspolitik, die sich überhaupt nicht dafür interessiert, warum Männer massenweise aus- oder , mehr noch, gar nicht erst einsteigen.“

          Ja, das ist gut zusammengefasst.

          Ich würde noch hinzufügen dass es eine besonders perverse Situation darstellt, wenn man Männern gerade daraus dass sie diese Verantwortung übernehmen einen Strick dreht. Zu langes stilles Zusammensein (also nicht rough & tumble play sondern eben „vorschulische Bildung“) mit einem kleinen Kind kann für Männer da zu hässlichen Vorwürfen führen.

    • „Ein schönes Plädoyer für den dominanten Mann.“ Ich beziehe das mal nicht auf Mann-Frau-Verhältnisse, sondern bleibe einfach bei dem Schul-Beispiel aus dem Text.

      Für Lehrkräfte ist es wichtig, Dominanzverhalten im Repertoire zu haben. Damit ein Lehrer die Funktion, die er hat, erfüllen kann, muss er deutlich machen, dass er Regeln vorgeben, auf ihre Einhaltung achten, ihre Nicht-Einhaltung ggfs. sanktionieren und insgesamt das Programm bestimmten kann. Es tut Klassen nicht gut, wenn Lehrkräfte sich aus dieser Funktion zurückziehen.

      Wenn ein Lehrer aber nichts als Dominanzverhalten im Repertoire hat, ist das auch nicht gut. Das ist dann in aller Regel ein Zeichen von Angst, nicht von Selbstvertrauen. Er ist den Kindern oder Jugendlichen gegenüber so misstrauisch und fürchtet den Kontrollverlust so sehr, dass er sie beständig dominieren muss.

      Ich wollte kein Plädoyer für den dominanten Mann halten, auch wenn ich natürlich weiß, dass Dominanzverhalten wichtige Funktionen erfüllen kann. Mir ging es eher um ein Plädoyer gegen den submissiven Mann, der das Gefühl hat, die vermeintliche Schuld seiner Männlichkeit abtragen zu können, wenn er sich selbst so weit wie möglich zum Verschwinden bringt.

      • Ich frage mich, woher diese Empfindlichkeiten kommen, bei der Frage der Dominanz so genau definieren zu müssen?

        Selbstverständlich ist nicht derjenige besonders dominant, der beständig durch sein autoritäres Verhalten deutlich machen muss „dass er Regeln vorgeben, auf ihre Einhaltung achten, ihre Nicht-Einhaltung ggfs. sanktionieren und insgesamt das Programm bestimmten kann“. Dominant ist, wer das allenfalls andeuten muss und trotzdem in der beschriebenen Position ist.

        Oder anders gesagt: Natürlich ist ein Kampf um Dominanz hässlich. Schön und ideal ist nur vollendete Dominanz.

      • „Wenn ein Lehrer aber nichts als Dominanzverhalten im Repertoire hat, ist das auch nicht gut. Das ist dann in aller Regel ein Zeichen von Angst, nicht von Selbstvertrauen. Er ist den Kindern oder Jugendlichen gegenüber so misstrauisch und fürchtet den Kontrollverlust so sehr, dass er sie beständig dominieren muss. “

        Sehe ich genau so, weshalb ich auch lieber von Autorität spreche.
        Es ist wie mit Steuern und Regeln im Maschinenbau.
        Dominanz ist reines Steuerungsverhalten, Autorität setzt eine Regelung voraus ( sonst wird sie zu Autoritarismus und das ist wieder ein reines Dominanzverhalten ). Der Unterschied ist die durch das Feedback gegebene Intraktivität.

        Natürlich muß ein Lehrer schon mal in Vorlage ( die Richtung durch Steuerung vorgeben ) gehen, bspw. wenn er eine Klasse das erste mal unterrichtet. Aber die Installation der Autorität erfolgt erst durch die Anerkennung ( das regelnde Feedback ) seitens der Schüler. Die Kunst dabei ist es m.E., diese Rückmeldungsmöglichkeit im ( möglichst exakt ) richtigen Maße ( insofern kontrolliert ) von Anfang an zu vermitteln.

        Das gilt übrigens nicht nur für Lehrer, sondern für jede „Machtgefällesituation“, bspw. die Elternschaft.

  • Ich verliere immer mehr die Überzeugung, dass es dem Feminismus noch um irgendwelche humanistischen, fortschrittlichen Ziele geht, sondern in erster Linie darum Dominanz zu institutionalisieren. Diese weitgehend inhaltsleere Ideologie brennt ein Strohfeuer nach dem anderen ab, um davon abzulenken, dass sie nicht wirklich wissen was sie wollen. Dieser destruktive Aktionismus ist doch eher eine Wohlfülveranstaltung der Frustrierten. Hauptsache das Patriarchat wird vernichtet. Insofern ist es gewünscht und ein Erfolg, wenn sich die Männer zurückziehen. Die dabei entstehenden Kollateralschäden sind Nebensache.

    • „Ich verliere immer mehr die Überzeugung, dass es dem Feminismus noch um irgendwelche humanistischen, fortschrittlichen Ziele geht, sondern in erster Linie darum Dominanz zu institutionalisieren.“

      Yepp!
      Um beim Topic Pädagogik zu bleiben, Feminismus ist ein schwacher Lehrer … 😉

  • Wenn wir uns selbst klein machen, dann helfen wir anderen damit nicht.

    Das stimmt in meinen Augen. Das Herausreißen aus dem Kontext macht diese Aussage gleichwohl angreifbar, denn es zeigt keine Beschränkung des eigenen Wachstums auf. Jemand, der nach genannter Maxime handelt, kann sich genauso gut auf das Recht des Stärkeren berufen. Die Aussage wäre die gleiche.

    Erst durch die Annahme, dass jeder Mensch einen immanenten, unveräußerlichen Wert* hat, kann diese Aussage auch von Schwachen bestätigt werden – zumindest, wenn wir davon ausgehen, dass die Sicht auf den Menschen als Träger eines immanenten, unveräußerlichen Werts allen gemeinsam ist. Denn erst dann kann der Schwache, aufgrund seines eigenen Wertes für den Anderen, sich darauf verlassen, nicht vom Stärkeren erdrückt zu werden und muss dessen Auftrumpfen nicht mit Widerstand und Verhinderung begegnen, sondern kann sich selbst zu besseren Leistungen inspirieren lassen.

    Die Betonung des immanenten, unveräußerlichen Werts des Gegenübers (auch des politischen oder ideologischen Gegners) vermisse ich in den heutigen Debatten sehr stark. Insbesondere der Feminismus kennt eine solche Sichtweise in meinen Augen überhaupt nicht.

    * Das ist gleichbedeutend mit der Aussage „Jeder ist ein Kind Gottes.“ im Christentum und in meinen Augen eine der zentralen Innovationen die diese Religion im Wertekonzept der Menschen gebracht hat.

  • Interessante Ansichten.

    Als männlicher Noch-Kindergärtner/Erzieher muß ich auch den Rückzug bestätigen. Ich werde diesen Bereich so schnell als möglich verlassen. Ich habe sehr nette und auch zugewandte und aufmerksame Kolleginnen, die ich teils persönlich sehr schätze, aber die männliche Art der Erziehung ist einfach nicht wirklich erwünscht. Darüberhinaus geht es einen mit den Jahren doch etwas an, wenn man sich gefühlt jeden Tag anhören darf, man sei quasi ein gefühlloser Klotz, nur weil man mit seinen Emotionen nicht alle 10 Minuten hausieren geht. Zudem ist ein Frauenberuf auch deswegen mit der Zeit recht stressig, weil die guten Damen einfach nicht ordentlich streiten können in der Masse, Probleme werden durch endlose Pseudoharmonie über Jahre mitgeschleppt, während gelegentlich Intrigen gestartet werden, die anzusehen nicht selten einfach beschämend ist (niemand ist so aggressiv und nieder gegen Frauen wie andere Frauen…!). Die guten Kolleginnen wissen auch bzw. sehen es, was falsch läuft (zb in Sachen der Inklusion und daß die Grenzen hat), aber der Mund wird schon dichtgehalten, denn ihn aufzumachen würde die Harmonie stören. Außerdem könnte man sich dann nicht ständig so toll beklagen und über irgendwen lästern.

    Es ist aber vor allem die Tatsache, daß Männer in diesem Bereich nicht wirklich erwünscht sind (irgendwann merkt man das einfach), außer eben sie benehmen sich wie die Frauen und erziehen auch so. Männliche Sichtweisen werden da bestenfalls angehört und das war es dann.

    Ein bisschen ist das schade, weil die Kinder mögen Männer schon. Aber es soll halt nicht sein, so ist das Leben. Wenn man nur weiblich denkende Männer in diesen Berufen haben möchte, sollte man das vorher einfach sagen. Andererseits könnte das natürlich die Harmonie gefährden…

    • Gab vor einiger Zeit einen Artikel (ich glaube in der „Zeit“), wo es um Diskriminierungen von Menschen ging, die in Berufen arbeiten, die vom jeweils anderen Geschlecht dominiert werden. Natürlich – immerhin reden wir hier von der „Zeit“ – ging es im Artikel nur um die Erlebnisse einer Frau im Bereich der KFZ-Mechatronik. Die Gegenseite wurde in den Kommentaren erst aufgegriffen. Und auch dort meldeten sich Männer, die in der Kindererziehung tätig waren. Einige schilderten ähnliches wie du, andere widersprachen.

      Es stellt sich natürlich nun die Frage ob entweder die einen nur immer sehr viel Pech oder die anderen sehr viel Glück mit ihren Kolleginnen gehabt haben, oder ob sich gar letztere einfach eben, wie du andeutetest, „weiblicher“ geriert haben und somit eher akzeptiert wurden.

      Tatsächlich geht das aber in einen Bereich, den auch Lucas hier im Blog sehr oft thematisiert hat: das zunehmende Fehlen von relevanten männlichen Bezugspersonen für eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen. Und wenn dann in der Erziehung auch noch die wenigen vorhandenen Männer weggeätzt werden, wenn sie sich erlauben, in ihren Erziehungspraktiken nicht auf derselben Linie zu sein, wie ihre weiblichen Kollegen, dann verstärkt sich das ja sogar auch noch.

      Es ist, meines Wissens, entwicklungswissenschaftlich relativ unstrittig, dass Männern und natürlich speziell Vätern eine sehr wichtige und sich tatsächlich von der mütterlichen / weiblichen Rolle unterscheidende Funktion zukommt. Und, das würde jetzt wohl den Puls jedes Gender-Gläubigen schnell auf Kolibriniveau schnellen lassen, diese Aufgabenverteilung ist erschreckend Geschlechterstereotyp, was aber wohl für jeden, der noch die Vernunft besitzt, evolutionäre Erklärungsansätze nicht unvermittelt als Hexenwerk zu verdammen, nicht sehr überraschend erscheint.

      Mütter / Frauen tendieren eher zu einer behütenden Funktion, Väter / Männer eher zu einer fordernden, ermutigenden. Selbstredend gibt es hier natürlich im individuellen unzählige Abweichungen und stufenlose Varianzen, aber in der Normalverteilung dürfte das wohl schon jeder einzelne aus seinen eigenen Beobachtungen des Verhaltens von Müttern und Vätern mehr oder weniger so wahrgenommen haben.

      Somit ist es alles andere als förderlich, wenn gerade die Erziehungsansätze, die darauf ausgerichtet sind, das Kind noch weit in der Phase, in der es sich der Wärme des heimischen Nestes sicher sein kann, bereits auf ein eigenständiges Leben außerhalb dieses Nestes vorzubereiten, bei immer mehr Kindern und Jugendlichen wegbrechen.

      Es würde als feste Behauptung zu weit führen und wäre so einfach nicht belegbar, dennoch möchte ich andeuten, dass es mich nicht überraschen würde, wenn es kausale Zusammenhänge gäbe zwischen der fortschreitenden Marginalisierung väterlicher / männlicher Einflüsse auf die Erziehung und der merklich stärker werdenden Dichte an geradezu grotesk narzisstischen „Schneeflöckchen“ unter den jungen „Erwachsenen“ im jetzigen Studentenalter.

      • Es gibt einen nachgewiesenen statistischen Zusammenhang zwischen Gewalttätern und fehlenden Vätern. Und bevor die Schnappatmung einsetzt: Nein, eine Implikation ist keine Äquivalenz und es heißt nicht, dass fehlende Väter direkt zu Gewalttätern führen.

        Die Vaterrolle, das wollte ich nur zur Aufgabe des Forderns und Ermutigens hinzufügen, ist auch die, der Kontrolle oder des Beibringens der Kontrolle der eigenen Kraft und Aggressivität.

        Der scheinbar wachsende Narzissmus könnte auch mit dem „in Watte gebetteten“ Leben junger Erwachsener von heute zu tun haben. Sie gehören bereits zu einer Generation, in der die Erwachsenen pausenlos um die wenigen existierenden Kinder kreisten, immer bereit zu unterstützen und zu loben. Was grundsätzlich nicht falsch ist, aber wie so oft, macht die Dosis das Gift.

      • Es ist tatsächlich das „fordernde, ermutigende“, daß im Prinzip auf Dauer nicht so gern gesehen wird. Das wird als kaltherzig interpretiert und dann eben auch ich. Und irgendwann gehen Dir die Emo-Sprüche einfach auf den Senkel, wiefern es auch irgendwann persönlich wird. Das hat gar nichts mit der menschlichen Qualität der Kolleginnen zu tun, darin unterscheiden sich die feminien/mütterlichen nicht von ihren Gegenteilen. Latent nervt auch irgendwann die ständige Betonung der Damen, daß man ein Mann sei. Eigentlich denkt man daran wenig, aber man wird immer wieder daran erinnert, obwohl es für einen selbst keine Bedeutung hat. Und irgendwann nervt das, wenn man das ständig hört. In dem Punkt bin ich dann der, der emotionale Intelligenz bei den Damen vermisst, aber ich will mich nicht beklagen, ich habs gerne versucht, war interessant, aber für männliche Männer ist das (noch) nichts. War dann eine nette Erfahrung. Die gesellschaftspsychologische Relevanz ist mir klar, aber ich bin auch nicht Don Quichotte. Ich will auch keinen Beruf, in dem ich mir ständig darüber Gedanken machen muß, daß ich ja ein (männlicher) Mann bin, weil das etwas ist, das mich ansonsten wenig interessiert. Ich wollte Kinder erziehen und ihnen vor allem was über naturwissenschaftliche Dinge nahebringen und nicht andauernd über mein Geschlecht nachdenken oder darauf hingewiesen werden. Das ist öde.
        Gegen die ganzen Schneeflocken (deutlich bemerkbar) werde ich als Einzelner auch wenig machen können. Wenn das alle so haben wollen, dann bitte. Wird nicht gut gehen, aber das sage ich aus dem Verstand, nicht aus dem Gefühl und damit wäre ich in dem Berufskreis schon aus der Diskussion raus. Fühlt sich gut an, wenn man alle immer lieb hat, da kann ich nichts gegen sagen. Nur klug ist es halt nicht, aber der Gedanke fühlt sich wieder nicht so gut an und so solls denn halt laufen, nur eben ohne mich. 😀

  • „Dass insbesondere Männlichkeit immer wieder als problematisch erscheint, entspricht traditionellen Klischees. Jemand erscheint schließlich gerade dann besonders „männlich“, wenn er Raum beansprucht, sich nicht klein macht, wenn er agiert und wenn ihm auch die Verantwortung für die Konsequenzen seines Agierens zugewiesen werden kann.“

    Ich hab schon immer so gelebt, so agiert – und gelernt, dass ich damit „meine männliche Seite lebe“. Erst eine Lesbe, die mal eine tolle Mitarbeiterin war, hat mich hinterfragt: WARUM zum Teufel labelst du diese Qualitäten als „männlich“?

    Das gab mir zu denken. An der Stelle dieses Nachdenkens über Klischees könnten sich Feminist/innen und Maskulisten/Männerrechtler eigentlich treffen – um gemeinsam einen Humanismus 2.0 zu kreieren.

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