Familie Kindheit Väter

Von der Exekution des Kindeswohls

geschrieben von: Lucas Schoppe

Oder: Wie das deutsche Familienrecht einen schrecklichen Film produzierte

Wie passt es eigentlich zusammen, dass allüberall Politiker und Journalisten emphatisch und öffentlichkeitswirksam von Gleichberechtigung reden – während es für sie völlig selbstverständlich ist, ausgerechnet in der Elternschaft gleiche Rechte verbissen zu blockieren?

Eigentlich wollte ich hier ja regelmäßig am Montag und, falls etwas anliegt, ab und zu zwischendurch am Donnerstag oder Freitag Texte veröffentlichen. Das hatte in den letzten Woche auch gut geklappt – nur gestern lag ich den ganzen Tag krank im Bett. Es ist aber vielleicht ganz gut, dass ich so auch einen Tag mehr Zeit hatte, um zu der aufwühlenden, belastende Situation zu Beginn des Textes etwas Distanz zu gewinnen.

 

Die Schande von Helbra

Es ist ein schreckliches Video, das ausgerechnet am Weltfrauentag veröffentlicht wurde. Ein achtjähriges Mädchen wird in der kleinen Harzgemeinde Helbra von Polizisten aus seiner Grundschule getragen, wehrt sich verzweifelt, schreit panisch nach seinem Vater – aber die Polizei nimmt das Mädchen gewaltsam mit. Als Schande von Helbra bezeichnet ein Kommentator der Mitteldeutschen Zeitung diese Exekution staatlicher Macht.

Die Mutter hatte die Familie vor einigen Jahren verlassen, der Vater hatte das Kind allein aufgezogen und es der Mutter nicht wieder übergeben wollen, als die nun doch wieder für es sorgen wollte. Bei Gericht hatte sie durchgesetzt, dass das Kind nicht länger bei ihm leben sollte. Dieses Gericht wiederum warf dem Vater offenbar vor, dass er die Beziehung des Kindes zur Mutter nicht toleriere.

Das ist durchaus möglich. Es ist möglich, dass das Mädchen schon wenige Minuten nach der dokumentierten Szene ganz ruhig bei der Mutter war und allein der Vater – was offenbar im Video zu hören ist – die Situation angeheizt hatte. Möglich ist auch, dass die Darstellung des Vaters stimmt, er habe die Verständigung mit der Mutter vergeblich gesucht. Möglich ist sogar, dass selbst die Bild-Zeitung einmal recht hat, die behauptet, die mit dem Fall betraute Psychologin habe ausdrücklich davor gewarnt, das Mädchen aus der Beziehung mit dem Vater zu reißen und zur Mutter zu bringen.

Obwohl aber angesichts der Bilder und der zur Verfügung stehenden Informationen niemand die Einzelheiten des Falls beurteilen kann, attackiert die verantwortliche Justizministerin Sachsen-Anhalts den Vater und wirft ihm vor, mit dem Video eine Inszenierung zur Manipulation der Öffentlichkeit fabriziert zu haben. Das erspart ihr immerhin lästige Nachfragen nach ihrer eigenen Verantwortung für die Situation.

Kann nichts dafür, erkennt aber aus der Ferne mit fachlichem Blick, dass der Vater schuld ist: Sachsen-Anhalts Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU)

Sie kann damit offenbar auf eine Geschlechterklischees bauen, mit denen Menschen im Konfliktfall auch ohne ausreichende sachliche Informationen Schuld eher bei den Vätern finden. Selbst in dem eher männerrechtlich orientierten Forum Alles Evolution machen einige Beiträger bei einer Debatte des Falls dem Vater schnell entschiedene und erregte Vorwürfe. 

Dabei kann auch dort niemand beurteilen, ob das Gericht seine Entscheidung aufgrund einer familienrechtlich typischen Voreingenommenheit für die Mutter oder aus guten Gründen getroffen hat. Die beteiligte Polizei war von der Weisheit der richterlichen Entscheidung jedenfalls nicht rundweg überzeugt und wollte den Einsatz abbrechen. Ausgerechnet der verantwortliche Polizist aber hat nun eine Morddrohung erhalten.

Der Vorwurf an den Vater, dass er das Video offen zugänglich gemacht habe, ist ganz sicher bigott.

Ich kenne reihenweise solcher dramatischer Situationen, die nur eben normalerweise nicht von direkter staatlicher Gewalt bestimmt werden. Sie werden aber möglich durch deren stillschweigende Androhung. Als Trennungsvater wusste ich immer: Würde ich mich so verhalten, wie die Mutter sich verhalten hat, und würde ich ihr willkürlich den Kontakt zum Kind unmöglich machen – dann würde ich mich strafbar machen und müsste mit staatlichen Sanktionen rechnen. Ich hätte ebenfalls mit Sanktionen rechnen müssen, wenn ich das Verhalten der Mutter nicht finanziert hätte. Normalerweise wirkt eben schon die bloße Androhung staatlicher Gewalt, die dann gar nicht mehr exekutiert werden muss.

Gleichwohl entstehen so fortlaufend schreckliche, dramatische Situationen, in die Kinder regelrecht systematisch eingebunden werden, möglicherweise von beiden Eltern.

Mütter, die ihre Kinder, die Väter oder beide bei Übergaben regelmäßig zusammenschreien und die dadurch den Umgang systematisch belasten.

Konsequente Verweigerungen jeglicher Kommunikation, so dass das Kind gleichsam durch eine Eiswand hindurch übergeben wird und beständig zwischen zwei radikal getrennten Ländern vermitteln muss.

Willkürliche Ausfälle des Umgangs oder der Umgangsmöglichkeiten.

Dazu gehören auch körperliche Übergriffe: Mir hat ein Freund gerade noch seinen kleinen Finger gezeigt, der seit einigen Monaten krumm ist – die Mutter hatte ihn bei einer Übergabe des kleinen Kindes zu brechen versucht und davon wohl nur abgelassen, weil Zeugen zugegen waren.

Ich bin mir sicher: Es gibt eine unendliche Menge solcher Situationen, die mit jedem Tag größer wird. Sie kommen aber nie an die Öffentlichkeit, weil Väter kalkulieren können, dass eine Veröffentlichung ihnen noch zum Vorwurf gemacht und als Konfliktverschärfung ausgelegt werden würde – oder weil Väter oder Mütter Angst haben, die Situation ihres Kindes durch eine Veröffentlichung noch zu erschweren.

Es fehlt zudem an Interesse: Selbst das furchtbare, aber auch furchtbar bezeichnende Geschehen in Helbra war für die meisten Qualitätsmedien nicht berichtenswert.

Es ist dieser Schleier des Unwissens, der es Politikern wie Sigmar Gabriel oder Manuela Schwesig ermöglicht, Väter stumpf als verantwortungslose Gesellen hinzustellen, die nicht einmal anständig für ihre Kinder zahlen wollten – oder einer verantwortlichen Ministerin, auf Kosten des betroffenen Vaters von ihrer Verantwortung abzulenken. Als Trennungsvater bin ich hingegen erleichtert, dass endlich einmal ein Vater sturköpfig, vielleicht auch rücksichtslos genug war, eine solche Situation und ihre Gewaltsamkeit an die Öffentlichkeit zu bringen.

 

Was kann denn die Politik daran ändern? – Sehr viel

Leider ist in der Politik kaum jemand bereit, darauf  selbstkritisch zu reagieren. Die dramatische Schuldzuschreibung an Einzelne ist gegenüber der sachlichen Analyse von Bedingungen eben deutlich attraktiver. Dabei ist das zumindest dies klar: Eine Situation wie die in Helbra war nur möglich, weil die Eltern nicht kommunizierten. Eine verantwortungsvolle Politik würde sich also damit auseinandersetzen, welche Bedingungen elterliche Kommunikation behindern und daher geändert werden müssen.

Das lässt sich leicht auflisten:

Doppelresidenz: Die sogenannte „Alleinerziehung“, also das herkömmliche Residenzmodell nach Trennungen ist weiterhin der Normalfall – was klarstellt: Es kommt bei Trennungseltern erst in zweiter Hinsicht auf die Kommunikation der Eltern an, in erster Hinsicht darauf, dass ein Elternteil das Sagen hat. Das behindert eine Verständigung. Wichtig ist hier eine Bevorzugung der Doppelresidenz als Regelfall, die bislang aber allein die FDP fordert.

Gleichberechtigung: Väter sind rechtlich weiterhin benachteiligt – nicht-verheiratete auch gesetzlich, auch andere durch institutionelle Voreingenommenheiten. Das Ungleichgewicht zwischen den Eltern schadet der Kommunikation. Das Verweigern der Gleichberechtigung in der Elternschaft ist also nicht allein ein Gerechtigkeitsproblem, es hat auch erhebliche negative pragmatische Folgen.

Verantwortung beider Eltern: Eine Trennung der Elternschaft in Sorgeberechtigte und Unterhaltsverpflichtete prämiert es, den anderen Elternteil aus der gemeinsamen Elternschaft herauszudrängen. Auch das verhindert Kommunikation. Hier ist z.B. das Rosenheimer Modell eine Lösung, verbunden mit der Doppelresidenz als Regelfall.

Qualitätskontrolle der Institutionen: Jugendämter und Beratungsstellen brauchen dringend eine zuverlässige Qualitätskontrolle. Mir sind reihenweise Fälle bekannt, in denen Ämter und Beratungsstellen die Kommunikation der Eltern behindert oder verhindert haben, anstatt sie zu fördern.

Aus- und Weiterbildung: Es fehlt in der Ausbildung von Richtern an kinder- und familienpsychologischem Basiswissen, und es fehlt an einer vernünftigen Weiterbildung, einschließlich einer Verpflichtung der Richter dazu. Dasselbe gilt für Familienanwälte.

Verpflichtende Beratungen und Mediationen: Beratungen und Mediationen müssen verpflichtend sein können. Beratungsstellen argumentieren gern, es habe doch keinen Sinn, Eltern dahinein zu „zwingen“. Das ist nicht schlüssig. Wenn Eltern nicht bereit sind, sich mit den Konsequenzen ihres Verhaltens für ihre Kinder auseinanderzusetzen, dann sind sie auch nicht bereit, ihre elterliche Sorge wahrzunehmen. Natürlich setzt das aber eine wirksame Qualitätskontrolle der Beratungen voraus.

Zuweisung politischer Verantwortung: Da die meisten dieser Bedingungen auf politischer Ebene zu klären sind, und nicht auf der Ebene der Familie, muss die politische Verantwortung für solche Fälle wie den hier dokumentierten offen angesprochen werden. Das betrifft das Familien- und Jugendministerium ebenso wie das Justizministerium, auch das zuständige des Landes Sachsen-Anhalt.

Woran aber scheitern solche Verbesserungen, die zu einem guten Teil auf der Hand liegen und die seit Jahrzehnten nicht nur von Väterverbänden, sondern auch von verantwortungsbewussten Wissenschaftlern gefordert werden? Immerhin ist schon lange deutlich, dass Kinder profitieren, wenn sie einen guten Kontakt zu beiden Eltern haben und die Eltern einigermaßen zivil zusammenarbeiten.

 

Das irrationale Fundament moderner Familienpolitik

Natürlich scheitern Veränderungen vor allem daran, dass Besitzstände verteidigt werden. Der Verband der Alleinerziehenden Mütter und Väter zum Beispiel würde geschwächt, wenn es weniger Alleinerziehende gäbe und mehr Eltern, die im Sinne der Kinder kooperieren. Nach den kleinen rechtlichen Verbesserungen für Väter bildeten sich sogleich Rollback-Bewegungen – die militante Berliner Mütterlobby zum Beispiel. Leider haben solche Gruppen in den etablierten Parteien noch immer eine große Lobby.

Das wiederum wäre so nicht möglich, wenn die Familienpolitik nicht uneingestanden auf lange Traditionen bauen könnte.

Das zwanzigste Jahrhundert war unter anderem ein Jahrhundert des Vaterverlusts: Die Generation, deren Väter im ersten Weltkrieg gefallen waren, zog in den zweiten – nun verloren noch mehr Kinder ihre Väter – und diejenigen Väter, die aus Krieg du Kriegsgefangenschaft zurückkehrten, waren dann mit der Herstellung des Wirtschaftswunders beschäftigt. Als die sozialen, politischen und ökonomischen Bedingungen es dann aber endlich erlaubt hätten, dass Väter bei ihren Kindern bleiben können, wurden Väter juristisch ausgegrenzt.

Verblüffend sind bis heute die Parallelen zu einer spezifischen, ganz besonders tief tabuisierten Erfahrung. Die Familienpolitik des Nationalsozialismus orientierte sich keineswegs am herkömmlichen Ideal der bürgerlichen Kleinfamilie, sondern an der Fantasie einer Verschmelzung des Kindes mit der verherrlichten Mutter. Der Vater wurde ja auf den Schlachtfeldern gebraucht, war ersetzbar und sollte bereit sein, sich für das eigentliche Zentrum des Volks zu opfern.

Was der Mann einsetzt an Heldenmut auf dem Schlachtfeld, setzt die Frau ein in ewig geduldiger Hingabe, in ewig geduldigem Leiden und Ertragen. Jedes Kind, das sie zur Welt bringt, ist eine Schlacht, die sie besteht für Sein oder Nichtsein ihres Volkes,“

erklärte Adolf Hitler 1934 vor der „Reichsfrauenschaft“.

Eine Propagandapostkarte aus dem Jahre 1939. Quelle: Deutsches Historisches Museum

Auch weil die Familie sich so kaum selbst tragen konnte, wuchs die Bedeutung des Staates – was dessen Einfluss auf die Kindererziehung vergrößerte.

Dabei ist die perverse Fantasie, „dem Führer ein Kind“ zu schenken, gleich doppelt erschreckend. Erstens werden damit die Kinder, und insbesondere natürlich die Jungen, von Beginn des Lebens an als Opfer für „das Volk“ präpariert. Zweitens drücken die Mütter das Gefühl aus, ihr Kind eigentlich nicht mit ihrem realen Mann, sondern mit einem idealisierten Übervater bekommen zu haben, mit Adolf Hitler eben. Eine politisch-pervertierte Neuauflage der Weihnachtsgeschichte.

Nach dem Krieg müssen solche begeisterten Fantasien so peinlich und beschämend gewesen sein, dass sie kaum einmal offen zur Sprache kamen. Als soziale Erfahrungen kehren sie aber wieder, und dies eben auch an Orten, an denen sie niemand erwartet: In der Verherrlichung des Mutter-Kind-Inzests durch die Radikalfeministin Andrea Dworkin zum Beispiel – in der Verdammung des Vaters als Eindringling in die idealisierte Einheit von Mutter und Kind, die als „Befreiung“ fantasiert wird – oder im offenen Widerstand gegen egalitäre Modelle der Elternschaft, etwa bei den Störenfriedas.

So ist ausgerechnet die Elternbeziehung von einer tiefen, bleibenden rechtlichen Ungleichheit geprägt, während sich doch ansonsten in Politik und Medien alle Beteiligten gern emphatisch und öffentlichkeitswirksam für die Gleichberechtigung der Geschlechter aussprechen. Die Blockade humanisierender Entwicklungen wahrt längst überlebte Besitzstände, und sie vollzieht tief irrationale Strukturen nach – verschwiegenene politische Traditionen und Traumatisierungen ganzer Generationen. Das moderne Familienbild, das uns so aufgeklärt und rational vorkommt, steht auf einem Untergrund der Irrationalität.

Es hätte wenig Sinn, dagegen nun wieder das Hohelied der bürgerlichen Kleinfamilie zu singen. Es gibt gute Gründe dafür, dass diese Form der Familie an Bindekraft verloren hat. Nur ist es ebenso sinnlos und kurzsichtig, noch immer ein Hohelied der Befreiung aus der Kleinfamilie zu singen – als würden die ökonomischen und entwicklungspsychologischen Funktionen der Familie nach deren Ende problemlos durch andere Strukturen getragen werden können.

Die bleibende Schwierigkeit, angemessene rechtliche, institutionelle und politische Strukturen für Familien nach einer Trennung zu schaffen, spiegelt so die allgemeine Schwierigkeit, neue tragfähige Strukturen für das Aufwachsen von Kindern zu finden, nachdem die Strukturen der Kleinfamilie nicht mehr selbstverständlich tragen.

Alle wissen irgendwie immer ganz genau, was gut für das Kind ist – sind aber nicht bereit, sich darüber zu verständigen: Das ist für Trennungskinder eine vertraute Situation.

Politisch unentschuldbar aber ist, dass wir durchaus wissen, welche Schritte wichtig und welche eher schädlich sind – dass aber der politische Wille dazu fehlt.

Wichtig ist es anzuerkennen, dass Eltern-Kind-Strukturen auch nach einer Trennung der Eltern ein System bilden, und dass dieses System für die Kinder nur funktional sein kann, wenn alle Beteiligten das anerkennen.

Wichtig ist eine vollständige Gleichberechtigung der Eltern, auch angesichts ihres Status in den Institutionen – damit sie beide den Kindern gegenüber die Funktionen der Erwachsenen sinnvoll wahrnehmen und sich untereinander gleichberechtigt verständigen können.

Ein Trugschluss hingegen ist die Hoffnung, nach dem Auflösen familiärer Strukturen könnte dann eben der Staat die Funktionen der Familie übernehmen.

Ich hatte die Familien- und Jugendministerin und ihr Ministerium gefragt, ob sie zu dem Fall in Helbra eigentlich irgendetwas zu sagen hätten. Natürlich gab es keine Antwort.

Das liegt nicht allein daran, dass nicht jedem beliebigen Twitter-Nutzer seitens eines Ministeriums geantwortet wird. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass die verantwortliche Politik keine Veranlassung sieht, ihre Verantwortung auch zu tragen.

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45 Comments

  • „Als Trennungsvater wusste ich immer: Würde ich mich so verhalten, wie die Mutter sich verhalten hat, und würde ich ihr willkürlich den Kontakt zum Kind unmöglich machen – dann würde ich mich strafbar machen und müsste mit staatlichen Sanktionen rechnen.“

    Okay, ich will diese pesönliche Äußerung gar nicht bewerten.
    Aber mir fällt mal wieder eine Seltsamkeit an mir selbst auf.
    Denn die zitierten Bedenken kamen mir im eigenen Prozessverlauf gar nicht.
    Nicht, daß sie mir nicht bewußt gewesen wären, aber die Selbstverständlichkeit alles dafür zu tun, um dem Kind selbst die dissozialste Mutter so weit überhaupt möglich zu erhalten, stand weit vor rechtlichen Aspekten dazu. Selbst wenn es illegal gewesen wäre, hätte ich immer noch nach Möglichkeiten gesucht, den Kontakt herzustellen/zu erhalten. Und in der Tat habe ich vor der Verschleppung schon mehrmals sanft auf das Kind eingewirkt, um ihm den Kontakt zu erleichtern.

    Und noch etwas anderes ist mir – besonders im Kommmentarstrang bei AE – aufgefallen:
    Nicht gerade wenige vertreten die Meinung, daß man „diesen Ungebildeten und Ausländern“ durchaus ein Frühfremderziehungsgesetz vor die Nase setzen müsse.
    Scheinbar sind gerade die knapp über prekär gebildeten der Mittelschicht für diese Sprüche empfänglich ( früher hätte man gesagt: der typische Bildzeitungsleser, der dann allerdings intellektuell eher zur Unterschicht gezählt worden wäre ).
    Das wirft zwei Fragen auf:
    1. – Wie kommt es, daß Telediagnostik auch unter sog. „Männerrrechtlern“ so beliebt ist?
    2. – Liegt hier ein St. Floriansprinzip vor?

    Beides zusammen bediente und instrumentierte schon Özdemir 2010 mit seiner Forderung ( Zwangskita ab spätestens 3J. ) und der „Begründung“ derselben ( angebl. Mangel an „sozialer Grundbildung“ bei KiGa-frei aufgewachsenen ). Und ich gehe mittlerweile davon aus, daß beides sich höchst erfolgreich nach unten zu den TAZ-, SPON-, Focus-, Tagesshow-, Heute-Journalkonsumenten durchgefressen hat und zur „weiß-doch-jeder-Tatsache“ geronnen ist.

    Gerade für mich als „radikaler Kinderrechtsspinner“ und ebenso „radikaler Bildungsferner“ ist das extrem Besorgniserregend. Die alte Weisheit, daß die meisten Menschen im Alltag überwiegend vernünftig denken und handeln, wird dadurch arg angekratzt.
    Allerdings bemerke ich auch, daß man lautstarkes Meinungsverkünden und gelebte Alltagspraxis stark differenzieren muß.
    Was wiederum ein Argument für mehr Selbstständigkeit ist. Ich denke, besonders die, die immer nach dem starken Arm gegen andere rufen, sollten angehalten werden, sich mal etwas mehr um ihre eigene Nase zu kümmern, dann würden sie wahrscheinlich auch nicht ständig unter diesem Druck stehen, eigene Defizite in andere zu projizieren.
    Das zu erkennen, resp. die Blindheit einiger „gewohnheitsmäßiger Durchblicker“ demgegenüber, dafür war das Video mit der „Exekution“ ( hübsche Doppeldeutigkeit, sehr passend! ) eine ganz hervorragende Bildfläche.

    • Nicht gerade wenige vertreten die Meinung, daß man „diesen Ungebildeten und Ausländern“ durchaus ein Frühfremderziehungsgesetz vor die Nase setzen müsse.
      Scheinbar sind gerade die knapp über prekär gebildeten der Mittelschicht für diese Sprüche empfänglich ( früher hätte man gesagt: der typische Bildzeitungsleser, der dann allerdings intellektuell eher zur Unterschicht gezählt worden wäre ).

      @ Fiete

      Also das ärgert mich jetzt schon ein bisschen. In besagtem Strang habe ich dargelegt, welche positiven Auswirkungen ein früher KITA-Besuch hat und warum es insbesondere für Kinder mit fremdsprachigen Eltern notwendig wäre.
      Natürlich kann man sich ideologisch auf den Standpunkt stellen, dass der Zwang ein nicht angemessener Eingriff in die Grundrechte sei. Solches habe ich auch gehört, als das Gurtenobligatorium eingeführt wurde (Gurtenpflich Auto ist gemeint).
      Nun gut, darf man so sehen. Allerdings sollte man sich auch die Konsequenzen vor Augen halten, nämlich eine beträchtliche Zahl an Kindern, die mit ungenügenden Sprachkenntnissen in der Schule versagen und deren beruflichen Aussichten gegen Null tendieren. Ich würde – da hier ein konkretes Problem angesprochen und ein konkreter Lösungsansatz vorgeschlagen wird – zumindest einen konkreten Alternativvorschlag erwarten, wie das Problem angegangen werden sollte. Es betrifft übrigens insbesondere, aber nicht nur Kinder mit fremdsprachigen Eltern, sondern auch Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern. da würde manches Kind profitieren, und die frühkindliche Förderung, insbesondere der Spracherwerb, ist sehr wichtig.
      Sorry – off topic

      • Bin gerade knapp mit Zeit, v.dh. nur ganz kurz:
        Du willst Mir nicht ernsthaft eine Ideologisierung vorwerfen, oder?
        Weil s für ein paar Kinder u.U. vielleicht Vorteile bringt, soll „der Rest“ gravierende Nachteile inkauf nehmen?
        Bindung als Voraussetzung für alle verschlechtern, damit die eh schlecht gebundenen vielleicht in der Schule besser integriert und werden und damit nach Gehör von den anderen auch nur Ghettosprache lernen, ohne dadurch ein mehr an sozialer Grundbildung zu erhalten?
        Nicht wirklich, oder?

        Ich werde mich morgen nochmal etwas ausführlicher dazu äußern, obwohl ich dachte, ich hätte das in meinem Kommentar schon halbwegs umfassend dargelegt.

        Btw. Es lag mir fern, Dich, resp. Deinen Kommentar auf AE schlecht zu machen, es ging mir ( wie immer ) allein um die Betrachtung der Entwicklung und der Rechte der Kinder. Und da läuft die momentane Debatte ( leider auch auf vielen Blogs ) z.T. einfach bestenfalls auf BILD-Niveau. Und das eben gerade NICHT aus politideologischer Sicht, sondern unter Berücksichtigung dessen, was die Forschung zu Bindung, sozialer Grundbildung, Entwicklung der Kinder etc. sagt.

  • „Das erspart ihr immerhin lästige Nachfragen nach ihrer eigenen Verantwortung für die Situation.“

    Welche eigene Verantwortung soll sie denn haben? Sie kann kaum die Entscheidungen vor Ort jedes einzelnen Gerichtsvollziehers im Vorfeld abklären und sie kann auch kaum Bundesrecht dahingehend ändern, dass Herausgabebeschlüsse nicht mehr vollstreckt werden können.

    Als Landespolitikerin kann sie auch nur sehr eingeschränkt Bundesrecht ändern.

    Und Kritik am Vater sein Kind solchem Stress auszusetzen halte ich auch für geboten. Natürlich könnte man sagen, dass sein Kind ein kleiner Preis ist, um eine gesellschaftliche Debatte anzustoßen, aber das ändert erst einmal nichts daran, dass es dem Kind hier schlecht ist und rufe wie „Wehr dich, halt dich fest, du schaffst das“ bei einem Kind gegen zwei Polizisten nicht wirklich produktiv sind.

    • „Welche eigene Verantwortung soll sie denn haben?“

      Dann soll sie die Klappe halten, denn macht sie etwa die Situation des Kindes mit ihrem Gerede besser?

      „Und Kritik am Vater sein Kind solchem Stress auszusetzen halte ich auch für geboten.“

      Was heißt „für geboten“? Pflicht zur Kritik in Deinem Sinne und wer keine Kritik äußert oder es gar anders sieht, verstößt gegen dieses Gebot?

    • „Welche eigene Verantwortung soll sie denn haben?“
      Die volle politische, Chris. Denn immerhin ist sie ja mit genau diesem Job beauftragt.

      „Sie kann kaum die Entscheidungen vor Ort jedes einzelnen Gerichtsvollziehers im Vorfeld abklären und sie kann auch kaum Bundesrecht dahingehend ändern, dass Herausgabebeschlüsse nicht mehr vollstreckt werden können.“
      Das wäre auch beides nicht ihre Aufgabe, Chris. Da wäre der Gerichtsvollzieher einem anderen Fachbereich zuzuordnen und „das Bundesrecht“ ( ich vermute mal Du meinst die Gesetzeslage ) sagt, soweit mir bekannt, überhaupt nicht aus, daß in so einem Fall genau diese bestimmte Verfahrens- u. Vollstreckungsform Vorschrift wäre.
      Somit hätte sie, als Landesministerin also sehr wohl die Pflicht und die Möglichkeit, auf eine Änderung in Richtung Umsetzung der gültigen Kinderrechte hinzuwirken. Dafür gibt es, soweit ich weiß, Ministerkonferenzen auf Bundesebene und das restliche Personal ihres Ministeriums steht ihr auf Landesebene zur vollen Verfügung.

      „Und Kritik am Vater sein Kind solchem Stress auszusetzen halte ich auch für geboten.“
      Ich auch, aber dann doch bitte sachlich und nach adäquater Recherche. Und dann zunächst mal Gericht und Jugendamt kritisieren, denn denen wird in D. göttliche Macht zugewiesen, nicht dem einzelnen Vater. Und ganz am Rande ist da auch noch die Mutter involviert. Wer da nun für diese Gewaltanwendung welche Anteile zu verantworten hat, ist schlicht unbekannt.
      Kurz gesagt: Erstmal schlau machen, dann schlau reden, umgekehrt kommt wirre Projektion dabei raus. Allerdings ist genau diese offenbar ein wichtiger Bildungsinhalt an den Unis, besonders scheinbar im Fach Juristik.

    • @ Christian Natürlich hat sie kein Weisungsrecht im Hinblick auf Urteile, zum Glück haben wir noch eine Gewaltenteilung. Sie hat aber die Dienstaufsicht über Gerichte, und sie ist für die Organisation und Infrastruktur von Gerichten und Staatsanwaltschaften verantwortlich. Der im Text erwähnte Punkt, dass Richter Aus- und Fortbildungsverpflichtungen haben müssten, fällt m.E. in ihren Zuständigkeitsbereich. Bundesgesetze kann sie nicht beschließen, sie kann Gesetzgebungsverfahren aber anstoßen.

      Das heißt: Sie hätte jetzt erst einmal eine Menge ganz anderer Dinge zu erledigen, als öffentlich den Vater zu attackieren. Sie muss überprüfen, ob Gericht und Gerichtsvollzieher korrekt gehandelt haben (im Hinblick auf deren Dienstpflichten, nicht im Hinblick auf den Inhalt des Urteils, das wäre Angelegenheit anderer Gerichte). Sie muss auch klären, ob die verschiedenen involvierten staatlichen Gewalten, Polizei und Justiz, tatsächlich zu einer konträren Einschätzung der Situation gekommen waren. Und vor allem muss sie sich darum kümmern, wie es zu einer solchen Situation kommen konnte – ob die Gerichte ihres Landes ausreichend ausgebildet sind, um Entscheidungen treffen zu können, die ohne entwicklungspsychologische Kompetenz überhaupt nicht sinnvoll getroffen werden können.

      Ihr Ministerium heißt übrigens „Ministerium für Justiz und Gleichstellung“. Wenn ich auf deren Webseite den Reiter „Themen“ anklicke, finde ich als große Themen „Frauen und Gleichstellung“, „Geschlechtlich-sexuelle Vielfalt“ sowie „Gender Mainstreaming“ (neben ein paar kleineren Themen, die im Unterschied zu den genannten keine weiteren Unterthemen haben: „Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt“ sowie „Europa“, „Opferschutz“, „Konferenzen“ und „Austellung Justiz im Nationalsozialismus“). Auf den ersten Blick sieht das nach einer recht einseitigen Schwerpunktsetzung aus, die nicht unbedingt dazu geeignet ist, die Justiz des Landes angemessen bei ihren Aufgaben zu unterstützen.

    • @Christian:

      »Welche eigene Verantwortung soll sie denn haben? Sie kann kaum die Entscheidungen vor Ort jedes einzelnen Gerichtsvollziehers im Vorfeld abklären und sie kann auch kaum Bundesrecht dahingehend ändern, dass Herausgabebeschlüsse nicht mehr vollstreckt werden können.«

      Sie könnte sich ja auch als politische Vorkämpferin für eine Änderung der grundsätzlichen Zustände profilieren! Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Du verteidigst das Finden von Gründen!

      »Natürlich könnte man sagen, dass sein Kind ein kleiner Preis ist, um eine gesellschaftliche Debatte anzustoßen«

      Irgendwann läuft es exakt darauf hinaus! Die Trennungskinder leiden ohnehin – dieses hier vielleicht etwas plakativ, und vielleicht auch etwas inszeniert, aber wenn die Tochter gern zur Mutter gegangen wäre, wäre eine Inszenierung nicht möglich gewesen.

    • Der Arbeitslose ist für seine Arbeitslosigkeit selbst verantwortlich, aber Fachministerinnen können nichts für die Zustände in ihrem Bereich. Christian, irgendwas stimmt mit Deinen Maßstäben nicht. Ich werde den Eindruck nicht los, dass die im wesentlichen darin bestehen nach oben zu buckeln und nach unten zu treten?

      • @lh
        „Der Arbeitslose ist für seine Arbeitslosigkeit selbst verantwortlich, aber Fachministerinnen können nichts für die Zustände in ihrem Bereich“

        Wo sage ich, dass der Arbeitslose immer selbst verantwortlich ist?

        Ich kritisiere, dass hier vorschnell von „Zuständen“ gesprochen wird. Das erinnert mich etwas an Gina Lisa: Es ist ein Skandal, dass die Richterin Zweifel hat, das belegt die Rape Culture, Ministerin machen sie was. Und sie macht was und solidarisiert sich.
        Wir sollten uns davor hüten einer Identitätspolitik zu verfallen und davon auszugehen, dass alle Väter unterdrücken und diese per se die Benachteiligten sind, alle Richter korrupt, alle Rechtsanwälte mit ihnen im Bunde und alle Urteile gegen Väter Ausdruck dieses Missstandes.

        Ein fairer Artikel darf nicht nach einer Verurteilung der Richter schreien und Maßnahmen fordern, wenn der Sachverhalt gar nicht feststeht und einem noch nicht einmal klar ist, was die Richter hier konkret gemacht haben, ob es gerechtfertigt war.
        Zumindest sollte man mal sauber ermitteln, wer hier was entschieden hat und die Ebenen Richter und Gerichtsvollzieher trennen.
        Zudem sollte man sich informieren, ob Richter nicht bereits Fortbildungen haben.

        Ich habe sicherlich einen anderen Blick auf Gerichte und Entscheidungen als betroffene Väter. Damit ecke ich sicherlich auch an. Natürlich sehe ich mich da in der eigenen Sicht als Stimme der objektiven Vernunft, die dazu bewegen soll, sich die Anteile noch einmal klarer zu machen (wie auch sonst). Auch das mag falsch sein, ich bin auch damit einverstanden, wenn man mich als advocatus diaboli oder als Idiot, der keine Ahnung von den WAHREN Hintergründen hat, ansieht, solange dann zumindest eine Diskussion entsteht, in denen man etwas tiefer ins Thema einsteigt.

        „Christian, irgendwas stimmt mit Deinen Maßstäben nicht. Ich werde den Eindruck nicht los, dass die im wesentlichen darin bestehen nach oben zu buckeln und nach unten zu treten?“

        Wir wissen hier noch nicht einmal, wo oben oder unten ist. Das kann bei dem gegenwärtigen Wissen nur aus einer Identitätspolitik bestimmt werden, wo oben und unten ideologisch vorgegeben ist. Die gleiche Antwort wie die deine könnte eben auch aus einer feministischen Sicht auf den Gina Lisa Prozess gegeben werden. Eben „Deine Maßstäbe sind falsch, sie ist vergewaltigt worden und du schützt den Täter, dem Patriarchat, du trittst nach unten“

        • Du willst mir hier doch nicht ernsthaft verkaufen, dass die Zuordnung eines Bundesministers zu „oben“ und eines Arbeitslosen zu „unten“ nur eine postmodern-identitätspolitische Verwirrung ist? Wenn das der Stand der Postmoderne sein sollte, dann hätte sich jegliche sachliche Diskussion nämlich erledigt.

          Ich gebe Dir ja recht, dass man komplizierte Sachverhalte nicht zu oberflächlich von außen betrachten sollte und der Advocatus Diaboli segensreiche Wirkungen hat, aber wenn das bei Dir letztlich nur darauf hinausläuft, dass die Armen selbst schuld sind und die Mächten nichts dafür können, dann scheint dabei eben nur die oben beschriebene kleinbürgerliche „Moral“ durch.

        • @ Chris:
          „Ein fairer Artikel darf nicht nach einer Verurteilung der Richter schreien und Maßnahmen fordern,“
          Ach? Gar?
          Aber er darf Vorverurteilen und spekulativ und implizit nach Maßnahmen gegen einen Vater und dessen Kind schreien, bei noch wesentlich windigerer Datenlage?
          Beim Gericht kann man in dem Fall eindeutig davon ausgehen, daß es den einen oder anderen Grundsatz und dessen Möglichkeiten hochwahrscheinlich ( und ebenfalls wahrscheinlich bewußt! ) außer acht gelassen hat. Beim Vater in dem speziellen Fall haben wir überhaupt keine Ahnung auf was für einem Vorlauf ( und noch weniger auf was für einer Vorlaufsteuerung ) seine akute Reaktion basiert.

          Weißt Du was das für ein Ding in der Mitte Deines Gesichts ist? Fass mal an, das ist eine Nase ….

          ( Sorry, @ Lucas, aber … )

      • „Christian, irgendwas stimmt mit Deinen Maßstäben nicht. Ich werde den Eindruck nicht los, dass …“

        Vielleicht kann man ja versuchen, sachlich zu bleiben und nicht persönlich zu werden. Es handelt sich um ein komplexes Thema, da wird es immer Meinungsverschiedenheiten geben … 😉

    • Nun, welche Verantwortung sollen Politiker in einer unabhängigen Justiz überhaupt haben… Ich meine, ausser das sie eben seit Jahren verhindern das z. B. ein Wechselmodell eingeführt wird, das Männer bis vor den EU Menschenrechtsgerichtshof müssen um überhaupt mal Recht zu erhalten. Das Politiker Schwesig, oder jetzt Grüne in Bremen gewähren lassen wenn sie irgendwas von Führerscheinentzug fantasieren um von ihren eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken… Ich meine, haben Politiker überhaupt irgendwelche Verantwortungen ausser denen irgendwo für das Nasebohren maximal viel Geld abzuschöpfen???

    • Als Landespolitikerin kann sie auch nur sehr eingeschränkt Bundesrecht ändern.

      Wie bereits von L. Schoppe dargelegt, widerspiegeln ihre Themenschwerpunkte, so wie auf der Website des Ministeriums gelistet, eben genau die feministisch-sexistische Politik, wie sie entsorgten Vätern seit vielen Jahren bekannt ist. Damit ist sie verantwortlich. Abgesehen davon möchte ich dieser Person nicht im Dunkeln begegnen, obwohl ich kein ängstlicher Mensch bin.

  • Das spricht mir in Vielem aus der Seele.
    Ich habe mir das Video nicht angeschaut.
    Weil ich genau weiß, da kämen wieder böse Erinnerungen aus meiner Kitazeit vor vier Jahren an sich ohnmächtig weinend am Boden wälzende Kinder hoch, und diese Btterkeit kann ich momentan nicht gebrauchen, ich böser alter weißer Mann habe mich gerade um meine kranke Mutter in der Reha zu kümmern.
    Aber seitdem habe ich mir viele Gedanken über Feminismus, Kindererziehung und das Versagen, die Heuchelei unserer Wertegesellschaft gemacht.
    Vor allem um das Menschenbild, das Feministinnen vertreten. Warum die gesllellschaftliche Linke so empfänglich für so offensichtlich inhumane und jeder menschlichn Emanzipation Hohn sprechende Ideen und Verhaltensweisen ist.
    Ich habe nicht auf Alles eine Antwort gefunden, aber ich bin mir sicher, eine Antwort ist, dass die Aufarbeitung der Nazizeit in Bezug auf die Rolle und das Gedankengut der Frauen und über Frauen, Kinder und Familie einen großen dunklen Fleck hat.
    Manchmal kommt es mir vor, als ob die ganze sexistische Schuldzuweisung an Männer, und nur Männer, bzw. „das Männliche“, für alles, was in der Weltgeschichte schief lief und läuft, auch den wesentlichen Zweck hat, von den Fragen abzulenken, ihnen auszuweichen, die „die deutsche Frau“ sich stellen müsste, und die man ihr auch stellen müsste, als Mann und als nichtdeutsche Frau, über ihre Verantwortung, und was da noch fruchtbar in ihrem geistigen Schoß ist, aus dem das einst kroch.
    Genauso wie das z.B. auf die amerikanische weiße Frau in Bezug auf die Sklaverei und den Umgang mit den Indigenen zutrifft.
    Die Konstruktion einer geschichtsübergreifenden, allgegenwärtigen Opferrolle, nimmt Frau generell aus jeder Verantwortung für alle Übel dieser Welt, und auch bei mir war lange Zeit „Naziunrecht“, „Naziverbrechen“ etc. automatisch mit Horden von SA- SS-,Partei-und Wehrmachtsmännern assoziiert. Nicht mit KZ-Wärterinnen, Funktionärsfrauen, Denunziantinnen, Nazi-Fangirls. Wieso eigentlich?
    Frauen tauchten da in meinem Kopf gar nicht erst auf, die wurden ja auch sicher alle von den bösen Nazis mit Gewalt zum Mitmachen gezwungen.
    Da gab es eigentlich gar kein öffentliches Narrativ drüber, das war einfach voraussetzunglos in meinem und anderen Köpfen.
    Und dass diese allgegenwärtige, opferhafte Nicht-Verantwortung für Alles und Jedes besonders en vogue wurde, als die Täterinnen noch lebten, und die Töchter als Erwachsene, und die Enkelinnen als Heranwachsende im Feminismus aktiv wurden (also in den späten Siebzigern), der damals unbeschränkt als substantiell links galt, darüber könnte man jetzt auch Überlegungen anstellen, z.B., ob diese Täterinnen sich damit igendwie der Frage nach ihrer Verantwortung, und abstrakter, was eigentlich am Nazitum weiblich war, klammheimlich entziehen wollten, und unbewußt auch die Töchter und Enkelinnen sie damit in Schutz nahmen. Auf die deutsche Frau sollten keine Schuld oder Verantwortung fallen.

    Wie gesagt, nach der Kitazeit habe ich Vieles überdacht, ich erinnerte mich an das Verlobungsfoto meiner Oma, der stolzen Kriegerbraut an der Seite von Opa mütterlicherseits, dem Bomberpiloten. Kurioserweise war der ein in sich gekehrter Mann, mit dem ich als Kind nicht soviel Kontakt hatte, aber aus den paar Gesprächen, die ich erinnere, ist mir heute klar, dass dieser Mann mit dem Nazitum gebrochen hatte, der hat nicht viel erzählt, aber jedenfalls nichts verherrlicht, und mir eindringlich gesagt „Krieg ist eine schlimme Sache“ und „Ideologie macht die Menschen dumm und kaputt im Kopf“. Der war in keinem Stahlhelm und in keiner HIAG, hatte keine Devotionalien, der war still und bescheiden und hatte als einziges Hobby die Imkerei in seinem Garten.
    Anders meine Großmutter mütterlicherseits.
    Ich habe mit der Zeit, auch durch deren Schwester, meine Großtante, mitbekommen, dass sie meine Mutter die ganze Kindheit über z.T. bestialisch verprügelt hat, bis zum Alter von 21.
    Der für die Zeit im Westen noch leicht untypische frühe Start in die Berufstätigkeit als Frau, die Scheangerschaft mit mir und die baldige Heirat, das sehe ich auch zum Teil als Flucht vor der gewalttätigen Mutter. Heute, wo sie auf die 80 zugeht, sehe ich viele Eigenheiten, manchmal könnte man fast sagen, Deformationen in ihrem Innenleben, die wohl durch „Omi“ jahrelang in sie hineingeprügelt wurden.
    Naja, ich habe dann auch bei Youtube mal den Film „Hitler-eine Karriere“nach Joachim Fest gefunden.
    Der folgt zwar im Wesentlichen einer psychologisierenden Betrachtungsweise, aber das meiner Ansicht nach sehr gut.
    Vor allem das Bildmaterial war wohl zu dieser Zeit relativ unbekannt.
    Da gibt es auch einige Stellen, die die tiefe Begeisterung der „deutschen Frau“ für den „Erlöser“ A.H.. zeigen, die fast was von Beatleskult hatte, und überhaupt nicht propagandistisch gestellt, sondern völlig authentisch wirkt. Eine Anmutung von religiöser Erweckung mit eindeutig sexueller Aufladung.
    Nun könnte man sagen, die armen Opfer wurden halt von den bösen Männern manipuliert, aber die Manipulation muss da auf etwas getroffen sein, was in diesen Frauen vorher schon angelegt war.
    Die Nazipropaganda war ja vor allem eine Mischung aus vormodernen Mythen, Mutterkult, Heldenkult, Erlöserkult auf der einen Seite („Tausendjähriges Reich“, ein Begriff aus der neutestamentlichen Eschatologie) und andererseits futuristischer Glaube an technologischen Fortschritt, ja technolgische Überlegenheit, totalitäre technokratisch-bürokratische Erfassung und Organisation der Repression. Die Proskriptionlisten über Juden, Oppositionelle und andere Unerwünschte wurden ja z.B. von einem der ersten Computer von Konrad Zuse informationstechnisch erstellt.
    Also das beinhaltete weit mehr als „nur“ Nationalchauvinismus und Rassismus.
    Für Jede/n etwas dabei. Und eben auch für das empathische, soziale, kinderliebende, zivilisierende Geschlecht, die Frau.
    Am Ende, wie man weiß, ca. 50 Millionen Tote durch diesen Krieg, Millionen Menschen den Gaskammern oder durch Zwangsarbeit vernichtet, Tausende behinderte Kinder und Erwachsene für die „Rassenhygiene“ umgebracht, Europa und große Teile Asiens und Afrikas verwüstet.
    Das spricht an sich schonmal gegen eine prinzipiell moralische Andersartigkeit, spricht intrinsisch höhere Moralität des weiblichen Geschlechtes, besonders in Deutschland. Warum wird sowas aber heute noch behauptet, wenn der Frau eine größere Moralität innewohnte, müsste man die Kollaboration, die Mittäterschaft der Masse der Frauen nicht umso negativer bewerten?
    Es ist ja nun nicht so, dass von den deutschen Frauen ein signifikant größerer Widerstand ausgegangen wäre als von den Männern, ganz zu schweigen von dem Vergleich, was Frauen z.B. in Frankreich oder Italien dafür geleistet haben.
    Viele, Viele haben das Nazireich eher als Karrieremöglchkeit gesehen, als Chance für Reich und Führer ihre Frau zu stehen.
    Hinterher war es aber anscheinend auch bei den Frauen niemand gewesen, und während Millionen Männer das mit dem Leben, der Verstümmelung oder Kriegsgefangenschaft bezahlt haben, sind die meisten deutschen Frauen da schon um einige Größenordnungen besser rausgekommen.
    Und bei der Vergangenheitsbewältigung kamen die deutschen Frauen als Mittäterinnen eleganterweise so gut wie gar nicht mehr vor.
    Und, wie gesagt, ab den siebziger Jahren, war dann sowieso klar dass „die Männer“, „ihr“ Patriarchat, als Tätergeschlecht im Fokus zu stehen haben.
    Die Frauen und „das Weibliche“ sind auch dank dieser Behauptung aus der Aufarbeitung der Nazizeit sowohl persônlich wie politisch-ideologisch ziemlich billig davon gekommen, finde ich zumindest.
    Den Film „Hitler-eine Karriere“ würde ich jedem, der sich mit Geschlechterpolitik auseinander setzt, jedenfalls wärmstens ans Herz legen.

    • Und bei der Vergangenheitsbewältigung kamen die deutschen Frauen als Mittäterinnen eleganterweise so gut wie gar nicht mehr vor.

      Ausser als heldenhaft sich aufopfernde Trümmerfrauen, als diejenigen, die – welch symbolträchtiges Bild – die Trümmer der Männer wegräumten. Wer sich schon mal fünf Minuten auf einer Baustelle aufgehalten hat, der weiss, dass das ein Schmarren sondergleichen ist und trotzdem nicht hinterfragt wird. Warum nicht? Ist es auch Männern ein Bedürfnis, sich die Frauen – stellvertretend für die eigene Mutter – als rein und unbefleckt zu phantasieren?

      Was ich sonderbar finde, ist, dass niemand auch nur ansatzweise kritisiert, dass die Frau irgendwann das Gefühl hat, sie müsse nun mit einem anderen rumvögeln, den Ehemann und das Kind verlässt und irgendwann vom Gedanken erfasst wird, das Kind gehöre doch eigentlich ihr. Ich entschuldige mich für die drastische Sprache, halte sie aber der Klarheit wegen für angemessen.
      Auch ich habe nicht die erforderlichen Informationen, um den Fall letztendlich zu beurteilen. Es fehlt einiges. Aber stellen wir uns mal vor, es wäre der Vater gewesen, der eine andere gefunden hätte, auszieht, Mutter und Tochter alleine lässt und später dann das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Tochter forderte. Ich bin mir sicher, dass ein solches Anliegen nicht mal vor Gericht erwogen sondern ohne weiteres in kürzester Zeit als aussichtslos abgeschmettert würde.

      Der Auszug aus dem gemeinsamen Haushalt, die Aufnahme einer ausserehelichen Beziehung wäre Grund genug, um seinen Antrag abzuschmettern. Das Erstaunliche aber ist, dass in den Diskussionen (auf Alles Evolution) dieser Sachverhalt nicht mal angesprochen wird. Warum? Weil uns feministische Propaganda seit gefühlten 50 Jahren einbläut, dass auch die Hure eine Heilige ist. Dem Vater hätte man bei vertauschten Rollen ein solches Verhalten als Ausdruck mangelnder Fürsorge, als unsteten Lebenswandel ausgelegt. Diese Bigotterie stinkt mir gewaltig.

      • Das ist keine Bigotterie, sondern Ausdruck der Machtverhältnisse. Solche Konflikte entstehen nur, wenn eine Partei sicher ist keine Kompromisse machen zu müssen (und nicht kommunizieren zu müssen). Die Mütter und die Feministinnen in den Behörden werden einen Teufel tun, diese Macht abzugeben. Macht ist doch der wesentliche Kern ihrer fanatischen Existenz. Sachfragen oder Mediation interessieren die nicht, die auf den Endsieg fixiert sind. Susanne Bär wird die „Kundin“ noch durchdrücken, so wie sie das dritte Geschlecht inszeniert hat.

  • Das ist nicht das erste mal, dass ich davon höre, wie Polizei sich weigert…und da muss ich mal sagen, sehe ich schon ein wenig Hoffnung drin

    Bei einem Freund hat die Frau durchgesetzt, dass der jüngste von fünf Jungs mit 13½ in eine Einrichtung sollte, statt zu seinem Vadder zu dürfen. Dass darf er ja – für Neulinge sei’s angemerkt – erst mit 14 selbst entscheiden und da das Gericht meinen Kumpel fur erziehungsUNfähig hielt, ging das wohl irgendwie nicht anders ^^

    Der Kleene ist dann jedenfalls ausgebüchst – klar, bei „der“ Erziehung – und bei seinen vier Brüdern im väterlichen Haushalt gelandet. Ja genau, die sind alle schon vorher zu Vaddern geflüchtet, trotz oder wegen der schlechten Erziehung weiß ich nicht.

    Auf jeden Fall kamen dann auch die cops und wollten wissen, ob der Kurze bei ihm ist, was Kollege bejahte und die cops mit „dann bleibt der jetzt auch hier“ quittierten. Astrein, oder?

    Aber was sind das fur Gerichte? Welchen sinn hat sowas, wenn der Richter nicht ne Provision bekommt hintenrum, für vermittelte Bewohner der und der sozialen Einrichtung? Ich kenne auch aus dem Bereich jemand und den hab ich nur mal nach solchen Möglichkeiten gefragt und er sagte was von „der Korruption Tür und Tor offen“ wenn ich mich recht erinnere. Warum schafft man so ein System, also mal ganz unabhängig von den Ungerechtigkeiten, die sowieso schon vorm Familiengericht abgehen? Warum?

  • Wei sie es können, und weil es lukrativ ist.
    Auch im Sozialgewerbe herrscht Konkurrenz um „Kunden“, auch wenn die Silbe „Soz“ einen unterschwellig nicht daran denken lässt.

  • @Lucas

    “ Sie hat aber die Dienstaufsicht über Gerichte, und sie ist für die Organisation und Infrastruktur von Gerichten und Staatsanwaltschaften verantwortlich. Der im Text erwähnte Punkt, dass Richter Aus- und Fortbildungsverpflichtungen haben müssten, fällt m.E. in ihren Zuständigkeitsbereich. Bundesgesetze kann sie nicht beschließen, sie kann Gesetzgebungsverfahren aber anstoßen.“

    Du bist doch im öffentlichen Dienst. Genauso wie für Lehrer gibt es für Richter etc Fortbildungen.
    Hier mal ein kleiner Auszug.

    http://www.deutsche-richterakademie.de

    http://www.deutsche-richterakademie.de/icc/drade/med/98a/98a1fad2-03a4-e51b-00b6-4066350fd4c2,11111111-1111-1111-1111-111111111111.pdf

    14.01.-20.01. Grundlagen des Ehe- und Familienrechts
    25.02.-02.03. Effektiv verhandeln: Kommunikationsanalyse und erfolgsorientiertes Training für Zivilrichterinnen und Zivilrichter
    04.03.-09.03. Grundlagen des Familienrechts
    08.04.-13.04. Gewalt in der Familie – Familien- und strafrechtliche Hessen
    Aspekte, Glaubhaftigkeitsbeurteilung bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch
    14.05.-18.05. Familienpsychologische Gutachten
    24.06.-29.06. Familienrecht für Fortgeschrittene
    22a 19.08.-25.08. Praktische Fragen des Familienrechts
    29.10.-02.11. Kindschaftsrecht in der familiengerichtlichen Praxis mit interdisziplinären Bezügen
    02.12.-07.12. Die Anhörung/Vernehmung von Kindern und Jugendlichen, auch unter Berücksichtigung der Videovernehmung
    08.04.-13.04. Gewalt in der Familie – Familien- und strafrechtliche Aspekte, Glaubhaftigkeitsbeurteilung bei Verdacht
    auf sexuellen Missbrauch
    14.05.-18.05. Familienpsychologische Gutachten
    28.01.-02.02. Umgang mit Konflikten
    18.03.-23.03. Der MENSCH in der Robe (Aufbautagung)
    21.05.-25.05. Der Umgang mit querulatorischen Persönlichkeiten und Einschätzung von Drohverhalten
    24.09.-28.09. Psychologische Grundlagen des Entscheidens Der Jurist im Spannungsfeld zwischen Vernunft und Intuition
    01.10.-05.10. Psychologische Rhetorik und andere Urteilseinflüsse vor Gericht
    08.10.-12.10. Konfliktlösung im Sorge- und Umgangsrechtsverfahren

    Und noch einmal: Als der Richter seinen Beschluss gemacht hat konnte er nicht ahnen, dass sich eine solche Szene entwickelt.
    Wenn überhaupt, dann musst du Schulungen für die handelnden Personen vor Ort verlangen. Die Richter haben nicht gesagt, dass man das Kind schreiend und Heulend aus der Schule holen soll. Sie haben lediglich erlaubt, dass auch Zwang eingesetzt werden darf um den Beschluss umzusetzen.

    Die Ausführung obliegt dann jemanden anders.
    und natürlich haben die Fortbildungen:
    http://www.jak.nrw.de/

    Vergleich das doch mal damit, dass ein Lehrer in einer kritischen Situation einen Schüler zu hart anpackt und du dann der zuständigen Ministerin vorwirfst, dass sie die Schulen nicht richtig überwacht und es keine Fortbildungen für Lehrer geben würde.

    • @ Christian Ich würde den Kultusministerien eine ganze Menge Vorwürfe machen, unter anderem wegen der Fortbildungssituation der Lehrkräfte.

      Dass ein Ministerium nicht wegen des Fehlverhaltens einer einzelnen Lehrkraft verurteilt werden kann, ist klar. Wenn diese Lehrkraft sich aber gewalttätig verhält und dabei lediglich Vorgaben exekutiert, ohne sich eines persönlichen Fehlverhaltens schuldig gemacht zu haben – dann ist das sehr wohl eine Frage der politischen Verantwortung.

      Die von Dir aufgelisteten Fortbildungsveranstaltungen entsprechen dem Bild, das ich hatte. So ähnlich sieht es an den Schulen auch aus: Etwa 70% aller Fortbildungen können Lehrer sich eigentlich sparen, weil sie Wiederholungen des Bekannten sind. Da macht man mit, um seine Fortbildungsverpflichtungen zu erfüllen.

      Von den aufgelisteten Fortbildungen geht m.E. allein die der „Konfliktlösung“ über gewöhnliche Kenntnisse von Richtern hinaus. Ansonsten sind alle entwicklungspsychologischen Angebote direkt auf die juristische Brauchbarkeit zugeschnitten: Wie habe ich Gutachten zu interopretieren? Wie ist die Glaubhaftigkeit von Aussagen zu beurteilen?

      Ich finde es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen – aber entwicklungspsychologische Kenntnisse werden dabei bestenfalls simuliert. Die Liste ergibt den Anschein: Richter werden auch an Familiengerichten problemlos damit durchkommen, wenn sie über den unmittelbaren juristischen Horizont niemals hinausschauen. Es wird sicher Richter geben, die das machen – aber das ist ganz ihrem persönlichen Engagement überlassen.

      Ich weiß aus Gesprächen mit Juristen (schon während des Studiums), dass das eine Grundsatzfrage ist: Viele Juristen gehen davon aus, dass es überhaupt nicht nötig sei, über ihr unmittelbares Handwerk hinaus Fachkenntnisse zu besitzen. Das halte ich für einen erheblichen Fehler, gerade in Familiengerichten.

      „Ein fairer Artikel darf nicht nach einer Verurteilung der Richter schreien und Maßnahmen fordern, wenn der Sachverhalt gar nicht feststeht und einem noch nicht einmal klar ist, was die Richter hier konkret gemacht haben, ob es gerechtfertigt war.“

      Dazu möchte ich darauf hinweisen, dass ich ausdrücklich geschrieben habe, wir könnten von außen gar nicht beurteilen, ob der Richter auf der Basis verbreiteter Voreingenommenheiten oder aus guten Gründen entschieden hat. Der Punkt, um den es geht, ist ein anderer.

      Die Ministerin hat die Dienstauficht. Da in diesem Fall staatliche Gewalt erheblich in Familienstrukturen eingegriffen hat, ist es umso wichtiger, dass dieser Eingriff klar legitimiert ist.

      Die enorme Heftigkeit des Falles war für den Richter sehr wohl vorauszusehen – was er nicht ahnen konnte, war ledighlich, dass der Fall dokumentiert und öffentlich gemacht würde. Zumal hat es offensichtlich konträre Einschätzungen zwischen Exekutive und Judikative gegeben. Hier gäbe es also durchaus Veranlassung zu überprüfen, ob alle Beteiligten ihren Dienstverpflichtungen nachgekommen sind (unabhängig vom Inhalt des Urteils).

      Die Ministerin aber, die für diese Prüfung zuständig ist, haut als erstes öffentlich schwere Anschuldigungen an den Vater raus – also ausgerechnet an die Person (neben dem Kind), deren Rechte hier möglicherweise verletzt worden sind. Damit demonstriert sie offen, dass sie gar nicht daran denkt, ihre Dienstaufsicht unvoreingenommen wahrzunehmen.

      Das ist in meinen Augen ein Rücktrittsgrund – und zwar völlig unabhängig davon, ob dem Richter tatsächlich etwas vorzuwerfen ist oder nicht. Eine seriöse Überprüfung dieser Situation wird es nach dem vorverurteilenden Verhalten der zuständigen Ministerin ja ohnehin nicht mehr geben.

      • Soweit mir bekannt ( kann mich natürlich irren ) gibt es bei Richtern gar keine effektive Fortbildungsverpflichtung.
        Und was ich da an Kurstiteln lese, lässt mich grausen.
        Es zeigt, daß man davon ausgeht, daß ein Richter erstmal ein Richter ist und sich dann vielleicht später dafür interessieren mag, was man dazu eigentlich mal gelernt haben sollte.
        Ohne Studiengang Familienrecht ( und zwar vollumfassend! ) sehe ich da auch für die absehbare Zukunft einfach nur schwarz ….

      • „Von den aufgelisteten Fortbildungen geht m.E. allein die der „Konfliktlösung“ über gewöhnliche Kenntnisse von Richtern hinaus. “

        Natürlich enthalten auch die anderen Seminare immer wieder praktische Probleme, wie etwa die Abwägungen bei Fragen des Aufenthaltsbestimmungsrechts und auch zu besonderen Verhandlungssituationen. Dazu gibt es auch die Fachzeitschriften, die die zuständigen Richter lesen, sowohl beispielsweise die NJW als auch die FamRZ. Es gibt zudem die Berufserfahrung der anderen Richter an dem Gericht und eine Vielzahl von Kommentaren und Lehrbüchern. Richter haben üblicherweise Zugriff auf Beck Online und damit nahezu auf die gesamte juristische Literatur sowie auf Juris und damit sehr viel an Rechtsprechung.

  • Vielleicht ist es mal ganz gut sich den Weg dahin anzuschauen.
    Hier mal ein Muster eines Antrags dazu:
    https://www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/13-familienrecht-dd-muster-einstweilige-anordnung-auf-kindesherausgabe_idesk_PI17574_HI7625124.html

    Der Beschluss könnte dann lauten:
    der Gerichtsvollzieher X wird mit der Vollstreckung des Beschlusses vom XXX beauftragt und ermächtigt ermächtigen, die Anordnung notfalls unter Hinzuziehung von Polizeibeamten unter Anwendung von Gewalt durchzusetzen, wobei dem Gerichtsvollzieher auch gestattet ist, die Wohnung der Antragsgegnerin zu durchsuchen.

    Begründung:
    Der Vater versichert beständig die Übergabe durchzuführen, setzt dies aber nicht um, sondern verzögert sie immer wieder. Nach Berichten des Jugendamtes besteht die Gefahr, dass der Vater eine Entfremdung des Kindes von der Mutter vornimmt. Da der Kindesvater den Beschluss nicht von sich aus umsetzt muss dieser nunmehr vollstreckt werden um einer weiteren Entfremdung des Kindes vorzubeugen.

    Was wäre daran per se falsch, und zwar so falsch, dass eine Justizministerin meint, dass die Grenzen der richterlichen Unabhängigkeit überschritten sind:

    http://www.gesetze-im-internet.de/drig/__25.html
    § 25 Grundsatz

    Der Richter ist unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen.

    Die Dienstaufsicht über Richter ist gerade inhaltlich sehr eingeschränkt. Die Entscheidung ist auch nicht ex post zu bewerten, sondern zum Zeitpunkt des Erlasses.
    Willst du wirklich davon ausgehen, dass man damit rechnen musste, dass das so endet?
    Dann müsstest du davon ausgehen, dass die Richter wußten, dass die Entfremdung von der Mutter bereits derart stark ist, dass die Jugendamtsmitarbeiter vor Ort, die üblicherweise ein sozialpädagogisches Studium hinter sich haben und ebenfalls Schulungen besuchen, mit dem Kind nicht umgehen können und das der Vater das durch zurufe an das Kind noch verstärkt und der Gerichtsvollzieher vor Ort dann den Einsatz auf diese Weise durchführen lässt.

    • Christian: Mein Problem mit deiner Argumentation ist, dass ihr das Kindeswohl egal ist.
      Dir ist mehr am perfekten Staatsapparat als Garant des Wohls der Bürger gelegen. Der idealistische Irrtum des biedermeierlichen Hegel.
      Du bist mehr damit beschäftigt, Verwaltungshandeln zu verteidigen, anstatt das Kind.
      Nun ist es aber so:
      Die Verwaltungen haben immer rechtliche Argumente, Ausführungsvorschriften usw. legen die aber immer ihren Gunsten aus.
      Grundrechte u.Ä. interessieren die erstmal gar nicht, für sie ist Recht das Vehikel, ihr Handeln zu legitimieren.
      Behörden wiegen fast nie die Rechte der Betroffenen ab. Sie picken sich das heraus, womit sie dienstlich auf der sicheren Seite sind.
      So wie das Pack, das damals behinderte Kinder aus den Heimen geholt und in LKWs vergast hat. Man ist durch ein Dekret rechtlich auf der sicheren Seite, weiß sich noch dazu politisch gedeckt durch einen Führer, Reichsleiter oder eine Ministerin.
      Verwaltungen brauchen sich nichtmal an geltendes Recht halten, die haben erstmal Entscheidungsbefugnis, und der Akt gilt erstmal.
      Und das ausführende Personal hat sich danach zu richten, nicht nach igendwelchem Gewissen.
      Darum wurde „Michael Kohlhaas“ geschrieben. Es ist heute noch der selbe Leviathan, durch den SS-Staat verschlimmbessert.

      Betroffene sind erstmal gehalten, Einwände und Einsprüche zu erheben, und das kann sich über Jahre hinziehen. Selbst bei einer offensichtlich rechtswidrigen Entscheidung aus persönlichen Motiven wird das Verwaltungsmensch quasi nie zur Verantwortung gezogen, es wird mit Glück lediglich der Verwaltungsakt aufgehoben.
      Bis dahin können Betroffene schlichtweg schon verreckt sein, wenn es sich zum Beispiel um Kranke handelt.
      Du verstehst völlig falsch, wie in Deutschland das Verhältnis von Staat, Recht und Bürger ist. Besonders heute, wo überall Feministinnen in Ämtern und Verwaltungen sitzen, die sich politisch ermächtigt fühlen, ohne Rücksicht auf Rechte Anderer, besonders Männer und Kinder, aber auch Abweichlerinnen, ihre persönlichen Steckenpferde, Psychosen, Neurosen, Sadismen und sonstigen Befindlichkeiten auszuleben.
      Die sehen sich nicht als Diener der Menschen, des Volkes oder sonstwie, sondern freuen sich, endlich mal Macht ausüben zu können, und dabei nahezu unangreifbar zu sein, weil die politische Klasse ihnen durch ihr Gebaren und durch völliges Desinteresse an der breiten Bevölkerung genau das suggeriert: „Bedient Euch und lebt Euch aus, keiner kann Euch was“.
      Der Feminismus ist DAS Vehikel, um das Rad der Zeit in Bezug auf totale Entmündigung der Menschen wieder zurück zu drehen, und dessen Protagonistinnen machen willig mit, weil dieses Bauchgefühl der Macht einfach unübertrefflich ist, je illegitimer die Machtausübung, desto geiler. Geile, geile Bauchgefühle.
      Man schlage mal über Jenny Wanda Barkmann und Andere bei WP nach.
      Und die Aufgabe der Behörden ist auch tatsächlich nicht das Wohl der Bürger oder die Wahrung ihrer Rechte, sondern die Autorität und die Absicherung staatlichen Handelns zu erhalten.
      Und wenn an der Spitze halt korrupte Verbrecher sitzen, wird das in der Regel ohne große Änderungen durchgereicht. Und wenn ein Verwaltungsmensch sich da aus Eigeninitiative dagegen stellt, begibt er sich, je nachdem, in mittlere bis größere Gefahr, es gibt da Erlebnisberichte, lies mal ein paar.
      Lies auch mal etwas Kafka, Bukowski hat auch eine nette Kurzgeschichte geschrieben, der Name ist mir gerade entfallen.

      Der deutsche Staat züchtet in seinen Behörden keine tapferen Helden des Menschenrechts, sondern das Gegenteil. Hemd näher als Hose. Nach mir die Sintflut.
      Der deutsche Staat ist kein Rechtsstaat, sondern ein Untertanenstaat, daran hat sich trotz der Heuchelei der Alternativen oder der „Diktatur der Arbeiterklasse“ nichts geändert in den letzten hundert Jahren.
      Das dürfte nicht nur den deutschen Staat betreffen, aber der ist nunmal das barbarischte Machtinstrument mit den willigsten Kretins der aufgeklärten Moderne.
      Und wenn bei geltendem Recht sowas rauskommt, wie Kinder zu misshandeln, dann ist dieses Recht eben Unrecht.

      Das fängt schon damit an, den Verfassungsgrundsatz der Gleichberechtigung im ganzen Staatshandeln stur in das faktische Gegenteil, Gleichstellung ohne Eignungsnachweis, nur qua Vaginabesitz, also in sachgrundlose Bevorzugung umzusetzen.
      So wie die Quotierung der Abgeordnetenmandate gerade eben.
      Dass da plötzlich die Regierung den Wählern und Wählerinnen vorschreiben will, welcher Person sie qua Geschlechtsteil die Stimme zu geben hat…
      Das dies ein Staatsstreich der Kinderschänderinnen wie dieser Ministerin ist, fällt schon gar keinem der deutschen Eunuchen aus Politik und Kultur überhaupt mehr auf. Dazugehören ist halt Alles heutzutage.
      Weil einfach keiner von diesen Restmenschen noch im Geringsten eine demokratische Gesinnung hat oder je hatte, kein BVerfG, kein Staatsrechtler, kein Lafontaine, kein Albrecht Müller, kein Augstein, kein Precht, keine heute-Show, kein Politmagazin, auch keine „Anstalt“, kein Schwein aus der bildungsbürgerlichen Klasse merkt noch was. Das sind die Dichter und Denker, die Ausschwitz möglich gemacht haben und wieder machen würden, und in den deutschen Verwaltungen sitzen schon wieder die Helferlein, die Menschen in Viehwagons verladen lassen würden. „Wird schon alles nicht so schlimm werden, zumindest nicht für mich, ich bin ja ein Braver und hab nix zu verbergen“,denkt man sich im Allgemeinen.
      Und ich halte auch den Appell an Gerechtigkeit, im Sinne „Ihr redet doch von immer von Gleichberechtigung, dann handelt doch endlich so!“, für milde gesagt blauäugig.
      Die Leute, die ihre Politik alternativlos und kaltschnäuzig durchziehen, sind gerade durch ihre Gewissenlosigkeit, ihr Bedürfnis nach Definitionsmacht und Machterhalt und ihre persönlichen finanziellen Interessen gekennzeichnet, deswegen halten sie sich auch da, wo sie sind.
      Bücher, Webseiten, Gerichtsurteile, der alltägliche Wahnsinn erzählen seit Jahren täglich davon.
      Was nutzen da noch Appelle an Moral und Gewissen?
      Genau deswegen wird diese hohle, verlogene Kultur auch dem Islam unterliegen, oder jeder beliebigen totalitären Ideologie, die auch nur den Anschein vermitteln kann, dass zwischen Worten und Taten eine Übereinstimmung besteht, wie schlimm sie auch sein mögen.
      Die Menschen haben Verlogenheit und Heuchelei irgendwann mal satt, in Deutschland sind die Menschen nunmal sehr duldsam, aber wenn das Fass überlâuft, dann wird es irgendwann mal wieder eine gewaltige Eruption geben, die sich in viele Bahnen lenken lässt, aber dann bestimmt nicht von den Heuchlern und Koofmichs, die heute den Ton angeben.

  • und bei Familienanwältin hat man zumindest bei Fachanwälten auch eine Fortbildungspflicht
    § 15 FAO – Fortbildung 2

    (1) Wer eine Fachanwaltsbezeichnung führt, muss kalenderjährlich auf diesem Gebiet wissenschaftlich publizieren oder an fachspezifischen der Aus- oder Fortbildung dienenden Veranstaltungen hörend oder dozierend teilnehmen. Die hörende Teilnahme setzt eine anwaltsorientierte oder interdisziplinäre Veranstaltung voraus. Bei dozierender Teilnahme ist die Vorbereitungszeit in angemessenem Umfang zu berücksichtigen.

    (2) Bei Fortbildungsveranstaltungen, die nicht in Präsenzform durchgeführt werden, müssen die Möglichkeiten der Interaktion des Referenten mit den Teilnehmern sowie der Teilnehmer untereinander während der Dauer der Fortbildungsveranstaltung sichergestellt sein und der Nachweis der durchgängigen Teilnahme erbracht werden.

    (3) Die Gesamtdauer der Fortbildung darf je Fachgebiet 15 Zeitstunden nicht unterschreiten.

    (4) Bis zu fünf Zeitstunden können im Wege des Selbststudiums absolviert werden, sofern eine Lernerfolgskontrolle erfolgt.

    (5) Die Erfüllung der Fortbildungspflicht ist der Rechtsanwaltskammer durch Bescheinigungen oder andere geeignete Unterlagen unaufgefordert nachzuweisen. Fortbildung im Sinne des Absatzes 4 ist durch Bescheinigungen und Lernerfolgskontrollen nachzuweisen.

  • Prima Recherche, prima Analyse – Danke dafür!

    Einen Satz oben im Haupttext würde ich abschwächen:

    „Wenn Eltern nicht bereit sind, sich mit den Konsequenzen ihres Verhaltens für ihre Kinder auseinanderzusetzen, dann sind sie auch nicht bereit, ihre elterliche Sorge wahrzunehmen.“

    Das finde ich zu stark – ich würde eher formulieren: „… dann sind sie auch nicht bereit, die Verantwortung für ihre elterliche Sorge zu übernehmen.“

    • Ich frage mich nun aber, wer den Anfang gesetzt hat, und wer die rechtlichen Grundlagen, um ein Kind derart im Namen des Kindeswohls zu misshandeln. Das Kind wurde hier ja offensichtlich nicht gefragt.
      Und zu sagen, die Mutter und die Behörden kommen ihrer elterlichen bzw. behördlichen Sorge um das Kindswohl nach, aber übernehmen nur nicht die Verantwortung, finde ich eine ziemliche Sophisterei.
      Wenn das elterliche Sorge ist, dann ist der Begriff eine Perversion seiner selbst.

      • Die offizielle Definition der Sozial Industrie ist: geht es der Mutter gut, geht es dem Kind gut. „Kindeswohl“ ist nur die Beschönigung und ein Instrument zur Durchsetzung der Frauenherrschaft. Das ist der erklärte politische Wille unserer postmodernen Demokratie.

  • Die Mutter hatte die Familie vor einigen Jahren verlassen, der Vater hatte das Kind allein aufgezogen und es der Mutter nicht wieder übergeben wollen, als die nun doch wieder für es sorgen wollte.

    Du stellst es so dar, als hätte die Mutter vorübergehend auf den Umgang verzichtet. Hast du dafür eine Quelle?

    Es ist möglich, dass das Mädchen schon wenige Minuten nach der dokumentierten Szene ganz ruhig bei der Mutter war und allein der Vater – was offenbar im Video zu hören ist – die Situation angeheizt hatte.

    Was wäre in diesem Fall zu tun? Nehmen wir an, der Vater versucht, den mütterlichen Umgang zu unterbinden, und verursacht damit beim Kind genau diese widersprüchliche Reaktion. Wie müssten Jugendamt und Gerichte damit umgehen? Dürfen sie das Kind herausverlangen, auch wenn das Kind wie am Spieß schreit?

    Die beteiligte Polizei war von der Weisheit der richterlichen Entscheidung jedenfalls nicht rundweg überzeugt

    Inwieweit war die Polizei überhaupt in das Verfahren involviert? Kannten sie genug Hintergründe, um das Gerichtsurteil zu kritisieren? Ist es nicht auch möglich, dass die Polizei lediglich die konkrete Übergabetaktik in der vorliegenden Situation für falsch hielt? Hielt die Polizei den Einsatz schon vor dem Eintreffen in der Schule für falsch?

    Ausgerechnet der verantwortliche Polizist aber hat nun eine Morddrohung erhalten.

    Ist daraus abzuleiten, dass der Einsatz falsch war?

    Der Vorwurf an den Vater, dass er das Video offen zugänglich gemacht habe, ist ganz sicher bigott.

    Solche Videos sind grundsätztlich ein Problem. Nehmen wir mal an, eine Mutter will den Umgang des Kindes mit seinem Vater verhindern, indoktriniert das Kind entsprechend und stellt schließlich ein Video online, das zeigt wie das Kind sich schreiend dagegen wehrt, zum Vater gebracht zu werden. Fändest du das fair gegenüber dem Vater? Selbst dann, wenn die Mutter völlig überzeugt davon ist, dass das Kind aus eigenem Willen nicht zum Vater will, sollte sie es unterlassen, diesen Streit in die Öffentlichkeit zu tragen.

    Ich kenne reihenweise solcher dramatischer Situationen, die nur eben normalerweise nicht von direkter staatlicher Gewalt bestimmt werden.

    Es ist hier überhaupt nicht klar, was du meinst. Möchtest du sagen, dass man viel mehr solcher dramatischen Situationen auf Youtube sehen sollte? Oder kritisierst du lediglich, dass die staatliche Gewalt hier involviert ist? Welche Art von Situationen meinst du überhaupt? Solche wo ein Kind sich schreiend gegen den Umgang mit einem Elternteil wehrt?

    Sie werden aber möglich durch deren stillschweigende Androhung.

    Verstehe ich dich richtig? Du hast solche Situationen mit schreiendem Kind nicht wirklich erlebt, aber sie wurden angedroht? Oder staatliche Gewalt wurde angedroht. Wenn du ein Beispiel nennen würdest, wäre es einfacher zu verstehen.

    Später nennst du Beispiele, wo aber nicht klar ist, worin die „stillschweigende Androhung“ bestehen soll: Mütter, die Kinder/Väter bei Übergaben zusammenschreien und die dadurch den Umgang systematisch belasten, Verweigerungen der Kommunikation, Auslallenlassen des Umgangs, körperliche Gewalt gegen den Vater.

    Sollte sowas gefilmt und hochgeladen werden? Wie gesagt, ich vertehe nicht, worauf du hinaus willst.

    Sie kommen aber nie an die Öffentlichkeit, weil Väter kalkulieren können, dass eine Veröffentlichung ihnen noch zum Vorwurf gemacht und als Konfliktverschärfung ausgelegt werden würde – oder weil Väter oder Mütter Angst haben, die Situation ihres Kindes durch eine Veröffentlichung noch zu erschweren.

    Ich vermute eher, dass sich viele Situation nicht eigenen, gefilmt zu werden, und dass Persönlichkeitsrechte einer Veröffentlichung entgegenstehen. Wenn Eltern es nicht hochladen, um Konflikte nicht zu verschärfen, ist das meines Erachtens kein schlechter Grund. Solche Videos haben individuell verschiedene Hintergründe, zeigen aber nur einen Auschnitt, so dass das andere Elternteil zu einem Gegenvideo herausgefordert wird. Ich kann mir von solchen Videos keine Aufklärung der Öffentlichkeit über Misstände versprechen.

    Die dramatische Schuldzuschreibung an Einzelne

    Inwiefern „dramatisch“?

    Was kann denn die Politik daran ändern?

    Alles, was du im folgenden schreibst, hat nichts mehr mit der Bewertung des hochgeladenen Videos und den Hintergründen von Helbra zu tun. Du schreibest selbst: Obwohl aber angesichts der Bilder und der zur Verfügung stehenden Informationen niemand die Einzelheiten des Falls beurteilen kann. Du kannst also gar nicht wissen, ob deine Vorschläge etwas verändert hätten. Vielleicht sind die beteiligten Richter und Ämter bestens qualifiziert und haben alles mögliche versucht. Vielleicht ist der Fall absolut optimal gelaufen, vielleicht war es einfach die beste Lösung, vielleicht wäre jede andere Art der Übergabe noch schlimmer gewesen.

    • Beste Lösung für wen? Das Kind?
      Und wenn ein Kind gegen seinen Willen misshandelt wird, soll es besser nicht an die Öffentlchkeit gelangen?
      Gewalt gegen Kinder soll also lieber im Dunkeln bleiben?
      Zumindest, wenn eine asoziale Rabenmutter Eigentumsrechte beansprucht, nachdem sie ihr Desinteresse und ihre Nichtqualifikation zur Sorge unter Beweis gestellt hat?
      Weil Mutter plötzlich der Meinung ist, sich gute Gefühle machen zu wollen, weil es also für sie ein emotionales Bedürfnis ist, nicht für das Kind, darf auf das Kind solch ein Zwang ausgeübt werden?
      Es geht hier also um das Mutterwohl, besser gesagt, Frauenwohl, um emotionale Selbstverwirklichung der Frau, denn eine Mutter ist sie ja nicht, nur eine Erzeugerin, und nicht um das Kindeswohl.
      Weibliche Emotionen erwachsener Frauen gehen vor männlichen, soviel kennen wir schon, aber auch vor Emotionen von Kindern?
      Bei männlichen Kindern kennen wir das schon, da ist Kindermord durch Frauen en Kavaliersdelikt, aber Frauengefühl geht selbst vor Mädchengefûhl?
      Frauen brauchen Kindesmisshandlung für ihr Ego, und die „Rechsordnung“ steht voll dahinter?
      Aber wir leben im Patriarchat, ja???
      Warum rechtfertigt ein emotionales Bedürfnis von Männern nach Sex dann nicht Vergewaltigung?
      Wenn Mann sich als Herrscher über die Frauen dadurch besser fühlt, es für seine Selbstverwirklichung braucht?
      Wenn es gerechtfertigt ist, Kindern Gewalt zuzufügen, warum dann nicht auch erwachsenen Frauen?
      Ich dachte immer, Kinder seien schutzbedürftiger gegenüber Erwachsenen?
      Offensichtlich spricht der Feminismus im Amt Frauen Eigentumsrechte an Kindern zu, wie im alten Rom der Sklavenhalterin an ihren Sklaven.
      Obwohl auf dem Papier schon seit einiger Zeit Kinder als vollwertige Menschen, und nicht als Untermenschen betrachtet werden. Allerdings hat sich das bei Feministinnen und deutschen Behörden noch nicht durchgesetzt.
      Meines Wissens ist ein solcher Zwang bei Erwachsenen nur zur Gefahrenabwehr wie z.B. Nothilfe, oder bei Verhaftungen bei dringendem Tatverdacht oder bei strafrechtlicher Verurteilung zulässig.
      Geht also hier vom Kind eine Bedrohung für Leib, Leben oder Vermögen für die Erzeugerin oder sonstwen aus?
      Oder welcher Straftat ist das Mädchen verdächtig?
      Mir war auch so, als wären Kinder in unserem Land sowieso nicht strafmündig ?!

      Frage: Hat die Nicht-Mutter eigentlich Unterhalt gezahlt?

    • An zwei Stellen ist mein Kommentar missverständlich.

      Ich schrieb: Verstehe ich dich richtig? Du hast solche Situationen mit schreiendem Kind nicht wirklich erlebt, aber sie wurden angedroht? Oder staatliche Gewalt wurde angedroht. Wenn du ein Beispiel nennen würdest, wäre es einfacher zu verstehen.

      Der dritte Satz sollte eigentlich eine Frage sein, etwas so: Oder meinst du damit, dass staatliche Gewalt angedroht wurde?

      Dann nochmal mein letzter Absatz. Das Wort „optimal“ klingt vielleicht unangemessen, weil es auch im Sinne von „sehr gut“ verwendet wird. Ich meine es aber im ursprünglichen Sinn: Die beste Möglichkeit aus den vorhanden Optionen.

      • @ FS:
        Du gehst oben von der Möglichkeit aus, daß die involvierten Institutionen „alles richtig“ gemacht hätten.
        Das halte ich in dem Fall schon dadurch für ausgeschlossen, daß keine Fachkraft vor Ort war, die in so einem Fall hätte erfolgreich intervenieren können.
        Es war insofern ein rein exekutiver Akt ( wie auch L. Schoppe hervorhebt ).
        Auch Chris merkt oben weiter an, daß die Sachbearbeiterinnen des Bürgermeister- o. Landratsamts – seiner Meinung nach – ein Soziologiestudium absolviert hätten, was ich a. stark anzweifele, und was b. noch nichts über ihre kinder- resp. familienpsychologischen Kompetenzen aussagt.
        Ob der Mitarbeiter der Leistungsabteilung eines JobCenters mal ein paar Semester Soziologie studiert hat, oder nicht, sagt auch nichts darüber aus, wie er bspw. mit siebenköpfigen Migrantenfamilien umzugehen in der Lage ist, zumal das in einem Verwaltungsamt gar nicht seine Aufgabe ist.
        Er soll, genau wie die Sachbearbeiterin im Jugendamt, Akten führen, Anträge standardisiert bewilligen, Erklärungen abheften ( schon dazu sind die Jugendamtsmitarbeiterinnen in der Regel zu dumm, bzw. völlig falsch instruiert, Beisp. gSR-Erklärungen, die wie Anträge bearbeitet werden ), Formulare ausfüllen helfen, kurz: Im Dienste des Bürgers dessen staatsrelevante Akten führen.
        Schon die Beratungsversuche der Sachbearbeiter in diesen Ämtern sind eigenmächtige Kompetenzüberschreitungen per se, sofern sie sich nicht auf das reine Ausfüllen von Formblättern beziehen, sondern in persönliche (Beziehungs-)Dynamiken einzugreifen versuchen.

        Philosophisch gesagt:
        Gib einem karrieregeilen Idioten praktisch unbeschränkte und vor allem unkontrollierte Macht, und er wird jedem Menschen maximalen Schaden zufügen, wenn er sich auch nur den geringsten Vorteil davon verspricht. Selbst wenn dabei ein Kind stirbt und der Vorteil nur ein lobendes Wort des Chefs wegen guter Kostenstellenabschöpfung ist.
        Er wird es höchstwahrscheinlich immer wieder tun!

        So einfach funktioniert das!

        Daß in dem Fall aber wohl irgendein heftiges soziopsychologisches Problem vorliegt, wird sicherlich niemand hier bestreiten wollen.

        Es ist also ganz klar, daß behördlicherseits eklatant versagt wurde.
        Und ich kenne genug Fälle, wo ein Elternteil das Kind komplett allein unterhalten halt ( warum auch immer ), bis Gericht u./o. Jugendamt „mal eben“ auf dem Papier beschloss/en, daß es jetzt – ohne die geringste flankierende Maßnahme – vom einen zu anderen – möglw. komplett entfremdeten – zwangsungesiedelt werden muß, auch mit Gewalt.

        Man darf dabei auch nicht vergessen, daß die involvierten Institutionen keinerlei Evaluationspflicht unterliegen, bezüglich der Entwicklung der betroffenen Kinder.
        Und in der Sondergerichtsform FG gibt es keinerlei Dienstaufsicht, keinen Beschuldigten, keine Ermittlungen, keine Beweisaufnahme, dementsprechend auch keine Verteidigung, keine effektive Anhörung o. gar Verhandlung.
        All das kann jeder irgendwie auf diesen Posten geratene Richter ( Fachstudiengang unnötig! ) völlig frei ( oder wie ich immer sage, anhand seiner Vorliebe für Kaffeepause und Stuhlgang ) selbst zusammenpuzzeln, oder es lassen!
        Nicht mal ein prüfbares Protokoll gibt es, selbst dann nicht, wenn der Richter für reine Willkürhandlungen bekannt ist!

        Noch anders formuliert:
        Es handelt sich um eines der sensibelsten und am schwierigsten zu bearbeitenden Gebiete der Juristik überhaupt!
        Und da werden die dümmsten Blockwarte einfach per Gesetz zu Absolutherrschern erhoben und politisch noch kräftig angefeuert, möglichst viel Unfug zu treiben!
        Weil das den Umsatz überproportional erhöht!

        Umkehrschluss: Es wird mit roher Gewalt alles dafür getan, um eine fachliche, oder zumindest humanitäre Bearbeitung der tatsächlich auftretenden Fälle bestenfalls vollständig zu verhindern, möglw. sogar regelrechte institutionelle Amokläufe durchzusetzen!

        • Das halte ich in dem Fall schon dadurch für ausgeschlossen, daß keine Fachkraft vor Ort war, die in so einem Fall hätte erfolgreich intervenieren können.

          Da war auch das Jugendamt dabei.

          Christian weist – zurecht – darauf hin, dass ein Abbruch der Übergabe die Sache wahrscheinlich noch schwieriger gemacht hätte. Denn das hätte sowohl den Vater als auch die beiden keifenden Frauen bestärkt. Bei einem zweiten Versuch hätten die wahrscheinlich noch eine Schippe draufgelegt.

          Statt sich über die Staatsgealt aufzuregen, wären doch mal Vorschläge angebracht, wie man das überhaupt hätte besser machen können. Das Justizministerium hat in seiner Pressemitteilung berichtet, dass der Vater bereits im Vorfeld mitgeteilt hätte, dass er nicht bereit ist, das Kind herauszugeben. Eine Abholung aus der väterlichen Wohnung erschien demnach nicht gerade vielversprchend. Es blieb eigentlich gar nichts anderes übrig, als das Kind von der Schule zu holen. Man hätte vielleicht versuchen können, Lehrer zu finden, die die Sache unterstützen, und vielleicht hat man das sogar versucht. Allerdings kann man dritte Personen nicht zwingen, sich in die Sache einzumischen.

          Die die beteiligten ausführenden Organe (oder gar das Gericht) schlecht qualifiziert gewesen sind, kannst du auch nicht darlegen. Du folgst nur dem Schema „dass er dies und das studiert hat, sagt auch nichts darüber aus …“ – das ist richtig, es sagt erstmal nicht viel aus. Aber du müsstest schon zeigen, was da falsch gemacht wurde.

          Daß in dem Fall aber wohl irgendein heftiges soziopsychologisches Problem vorliegt, wird sicherlich niemand hier bestreiten wollen.

          Ja. Es könnte allerdings sein – und es spricht einiges dafür – dass ein solches Problem beim Vater vorliegt.

          Es wird mit roher Gewalt alles dafür getan

          Rohe Gewalt – Körperverletzungen oder ähnliches – gab es hier gerade nicht. Würdes du das Auflösen einer Sitzblockade auch als „rohe Gewalt“ beschreiben?? Hier wurde Zwang angewendet. Aber keine rohe Gewalt.

          Eine Sache würde mich wirklich mal interessieren. Angenommen, die Rollen wären vertauscht, es ginge hier darum, dass ein Kind von der unkooperativen Mutter zum Vater verbracht werden soll. Das gleiche Theater: Gebrüll des Kindes, Polizeieinsatz. Würdest du die Sache genau so beurteilen? Man dürfte auf gar keinen Fall Zwang anwenden? Notfalls müsste das Kind eben bei der Mutter bleiben, auch wenn sie den Kontakt zum Vater boykottiert? Das Schreien des Kindes muss eben mit jedem Mittel verhindert werden, auch wenn damit der Kontakt zum Vater damit für immer ausgeschlossen ist? Hauptsache, man vermeidet eine solche Szene?

          • @FS:
            Gleich vorweg: Du folgst hier der üblichen Bashingstrategie wie Chris und ich habe keine Lust darauf herumzureiten.
            Ich lehne solche Strategien grundsätzlich und ziemlich konsequent ab. Das ist mir zu persönlich und noch mehr zu unsachlich. Wie L. Schoppe selbst, ich und ein paar weitere deutlich und begründet dargelegt haben, machen wirre Spekulationen aus rein emotionalen Hintergründen heraus hier einfach keinen Sinn.

            So, en Detail ( ich mache mir einfach mal die eigentlich m.E. überflüssige Mühe, den Quatsch anhand Deiner kaum veränderten Argumentation noch mal zu erörtern ):

            „Das halte ich in dem Fall schon dadurch für ausgeschlossen, daß keine Fachkraft vor Ort war, die in so einem Fall hätte erfolgreich intervenieren können.

            Da war auch das Jugendamt dabei.“
            Sag ich doch, keine Fachkraft vor Ort!
            Oder bist Du ernsthaft der Meinung, daß ein Verwaltungsbüro eines Bürgermeister- o. Landratsamts ( Stichwort Mausschubser u. Formularabhefter ) als Kinder- u. Familiendynamikpsychologische Fachperson ( oder was immer hier hilfreich gewesen wäre ) gewertet werden sollte?
            Dann schaue Dich in diesen Ämtern mal etwas um und frequentiere einfach nur gelegentlich mal zum Aktenstudium eine Ortsgruppe einer relativ gut etabierten Elternselbsthilfegruppe ( vollkommen egal mit welchem geschlechtsspezifischen Hintergrund ).
            Vom Vorlauf mal ganz zu schweigen, weil a. unbekannt und b. ein Versagen da per se ziemlich nahe liegt, wie ich im weiteren noch mal ( schwitz ) ausführen werde.

            „Christian weist – zurecht – darauf hin, dass ein Abbruch der Übergabe die Sache wahrscheinlich noch schwieriger gemacht hätte. “
            Okay, und?
            Was soll mir das sagen? Glaubst ich komme nicht von allein drauf, daß ein Abdecken des Brunnens das dort drinnenliegende Kind nicht wieder herausholt?
            Doch, FS, so bildungsfern ich auch bin, soviel einfache Logik darfst Du auch mir einfach zutrauen
            Bleibt aber die Frage: Warum ist das Kind da drin?
            Warum wurde der Brunnen nicht vorher abgedeckt, oder das Kind am Händchen zum Spielplatz gebracht? Wer und warum hat durchgeboxt, daß ausgerechnet da ein unabgedeckter Brunnen gebaut wird und das offenbar ohne dem Kind ausreichend Bildung zu verschaffen, so, daß es nicht hereinfalle?
            Und wie wurde das geplant, die Baustellle organisiert?
            Wer ist dafür verantwortlich, daß sie noch nicht mal gesichert wurde?

            Vielleicht fällt es Dir leichter, das anhand eines abstrakteren Beispiels zu verstehen.
            Wer nun konkret in diesem speziellen Fall welchen Mist angerichtet hat, können wir, wie bereits mehrfach gesagt, aufgrund der gigantischen Infolücken unmöglich klären ( was sehr schade ist ).

            Aber wer dafür verantwortlich ist, schon mit einiger Sicherheit. Nämlich:
            A – im direkt organisatorischen Bereich die traditionelle Struktur der Jugendämter und konkret der zuständige Fachbereichsleiter. ( Die politischen Vorgaben u.s.w. lasse ich hier gezielt mal außen vor, in der Hoffnung, daß wir uns hier alle in dem Bereich wenigstens „so ungefähr“ einig sind).
            B – der Richter, einfach weil er die größte Macht und auch deren größten Gestaltungsspielraum hat. Er IST in dem Vorgang DIE absolute Instanz und kann über alle dafür vorgesehenen Mittel nahezu durchgehend direkt mit Zwang verfügen. ( Seine inoffiziellen Machtmittel – und die sind erheblich! – lasse ich weg, weil der Text sonst enzyklopädische Maße annehmen würde, zumal wir dazu garantiert nicht den Hauch einer Info zum speziellen Fall bekommen können, allein schon weil das Sondergericht FG geheim tagt und der Richter auch ansonsten i.d.R. ausschließlich geheim wirkt ).

            „Denn das hätte sowohl den Vater als auch die beiden keifenden Frauen bestärkt.“
            Ach? Es geht überhaupt nicht um das Kind, sondern darum ein renitentes Arschloch nicht zu bestärken, koste es was es wolle?
            Weil man Arschlöcher, besonders wenn sie möglw. durch ständigen Beschuss dazu geworden sind, für alle Zeiten weiter „arschlochisieren“ muß?
            Ehrlich FS, dieses „Argument“ verstehe ich allerbestenfalls überhaupt nicht.
            Warum hat man, wenn der Vater denn so ein übles Arschloch wäre, dann der Schule überlassen, gegen ihn ein Hausverbot auszusprechen? Und sonst nix, aber auch gar nix zur Deeskalation der Situation getan?
            Die Frage nach dem Vorfeld, dem JA-Prozess, dem Gerichtsverfahren und darin involvierte Dritte bleibt bestehen. Und da es da einige Möglichkeiten gibt, liegt immer noch ein Versagen von JA und FG am allernächsten.
            Und – sollte nicht das Kind der wesentliche Aspekt des Verfahrens sein?
            Warum muß das Kind erst mit windigen Tricksereien zur Schule gezwungen werden, obwohl es offensichtlich dort gar nicht unterrichtet werden sollte?
            Und warum stellen die ausführenden Personen sich dabei dermaßen strunzdämlich an, daß die hübsche Falle zur Katastrophe wird?
            Niemand zwingt JA-Mitarbeiter o. Richter intelligenzfreien Scheiß zu veranstalten, selbst die ( schon z.T. ziemlich dämlichen ) Gesetze nicht.
            Der geringste Vorwurf kann hier den Polizisten und Lehrern gemacht werden.
            Die Cops sind zu dumm und zu falschgebildet, um die Zusammenhänge zu durchschauen und unterstehen in dem Fall direkt JA u./o. Gerichtsvollzieher.
            Die Lehrer werden auch sicherlich nicht zur Abwehr von Angriffen durch wen auch immer gegen Kinderrechte geschult, im Gegenteil wird ihnen vermutlich eher die „Hinschaukultur“ ( also krankhaftes Mißtrauen gegen Eltern ) gepredigt.
            Wobei wir natürlich nicht wissen können, ob in dem Fall möglw. ein Lehrer mit ISEF-Lizenz ( „insofern erfahrene Fachkraft“, ein Titel, der als „qualifizierende Fortbildungsmaßnahme“ zu erwerben ist und einer „Blockwartbefugnis“ gleich kommt ) mitgewirkt haben könnte und falls ja, in was für einer Rolle. Gut möglich, aber eben unbekannt.

            „Bei einem zweiten Versuch hätten die wahrscheinlich noch eine Schippe draufgelegt.“
            Äh, … was?
            Stark, schön und mutig, oder wie?
            Klar, beim zweiten Mal wäre es dem Vater sogar recht sicher wie Daniel G. ergangen, den man im Hause seiner Mutter mit CS-Gas besprühte, verprügelte, in Handschellen legte und dann einige Strassen weiter wegfuhr und dort aussetzte. Und laut Daniel hat er gegen niemanden Gewalt angewandt, sondern der Einsatz wurde mittels angebl. „Gefahr im Verzuge“ vorher gründlich hysterisiert. Nachdem er dann lange alles mögliche an legalen Möglichkeiten versucht hat, ohne seine Tochter auch nur eine Sekunde zu Gesicht zu bekommen, ist er dann wirklich ausgerastet und hat das Kind geklaut und abzuhauen versucht. Man hat ihn geschnappt, er kam in den Knast und jetzt ist er ebenfalls Ex-Vater. Die gravierenden Störungen der Mutter, die erstinitiativ zu dieser irren Entwicklung geführt haben, wurden vollständig in den Protokollen und Beschlüssen verschwiegen.

            „Statt sich über die Staatsgealt aufzuregen, wären doch mal Vorschläge angebracht, wie man das überhaupt hätte besser machen können.“
            Ähm, ja! Da stimme ich Dir voll zu!
            Und eben deshalb, habe ich auch nach den entsprechenden Möglichkeiten gefragt, resp. warum die nicht genutzt wurden.
            Über „die Staatsgewalt“ rege ich mich grundsätzlich nie auf, die halte ich nämlich für notwendig!
            Über unnötige Gewalt GEGEN Kinder allerdings schon!
            Nun wissen wir nicht ob – und falls ja, welcher Elternteil hier welche Form von Gewalt gegen das Kind angewandt hat.
            Von JA und Gericht wissen wir es aber ( beim JA nicht ganz sicher, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, siehe nicht ersichtlicher Vorlauf des Falles, beim Richter kann eigentlich kein vernünftiger Zweifel aufkommen ).

            Konkret: Was is mit BU und was mit Umgangspflege?
            Das sind nur die beiden Möglichkeiten, die mir als allererste in dem Fall spontan durch den Kopf schießen. Beide wurden offensichtlich nicht, oder allerhöchstens in schwachsinnig dilletantischer Form betrieben. Sonst hätte es eine derartige Eskalation höchstwahrscheinlich nie gegeben!
            Wo war der Verfahrensbeistand o. Ergänzungspfleger?
            Was is mit sonstigen beratenden, aufsuchenden „Dritthilfen“?
            Und – da denke ich, stimme ich mit den Bedenken und Forderungen von Lucas überein – damit sind wir wieder mal bei der Sackgasse Aus- u. Fortbildung. In dem Fall müßte man eigentlich eher von Qualifikation reden. Somit ( s.o. ) nicht nur vor Ort keine Fachkraft, sondern wahrscheinlich im ganzen Fall nix sonderlich nennenswertes.
            Ich behaupte einfach mal ganz dreist, irgendeine Hottentottengroßfamilie ( oder so ) traditioneller Ausrichtung hätte den Fall friedlicher und sozialer lösen können. Und das vermutlich auch getan!
            ( Was nicht heißen soll, daß nicht möglw. ein engagierter Mensch irgendwo Fallkontakt hatte, aber gegen locker ein halbes Dutzend durchgeknallter Gottkönige hat der ggf. keine Chance )

            „Das Justizministerium hat in seiner Pressemitteilung berichtet, dass der Vater bereits im Vorfeld mitgeteilt hätte, dass er nicht bereit ist, das Kind herauszugeben. “
            Tja, komisch eigentlich, daß das MiniRecht das scheinbar vorher wußte, aber trotzdem kein Fachleut involviert war. Ereignisorientierte Wartung?
            Nö! Es ist DIE aktuelle Kindschaftspolitik, die für derartige Verhältnisse sorgt!
            Das IST der Plan!
            Nach der Methode: „Der hält nicht still, also erstmal abknallen“.

            „Eine Abholung aus der väterlichen Wohnung erschien demnach nicht gerade vielversprchend.“
            Hätte das gleiche Desaster gegeben, ist unerheblich. Frage bleibt: Warum erst das Kind in den Brunnen fallen lassen?
            Verstehe mich nicht falsch, natürlich ist es theoretisch und auch praktisch möglich, daß es tatsächlich Fälle gibt, wo eigentlich niemand so richtig was dafür kann, daß eine Situation so irrwitzig aus dem Ruder läuft.
            Aber das ist sehr selten. Und noch seltener, daß ausgerechnet in dem Fall dann der Vater erstens so gewitzt ist, trotzdem noch Aufnahmen davon machen zu können UND zweitens, daß man ihn sogar lässt.
            Daß alle drei Bedingungen erfüllt sind, ist kaum wahrscheinlicher als ein Riesenlottogewinn.
            Statistischer Umkehrschluss: Es gibt aber jede Menge solcher Aufnahmen und Berichte solcher Fälle. Sicherlich deutlich mehr als Lottogewinner. Das hat garantiert Gründe. Und um die geht es bei der Befassung mit solchen Fällen. Die systematischen, systemischen und methodischen Fehler sind nunmal selbst nach vorsichtigstem Überschlag gegeben und mit gewisser Wahrscheinlichkeit bei der Betrachtung derartiger Fälle – wenigstens auf dem Niveau aller anderen Möglichkeiten – zu berücksichtigen.
            Und aus dieser Perspektive ist die Schuld der Eltern noch am geringsten zu bewerten, da in D. – im Gegensatz zum GG-Text – die Richter und JA-Mitarbeiter für die Kinder in der Praxis verantwortlich sind und eben gerade NICHT die Eltern, wenn ein Fall als irgendwie möglw. „problematisch“ gemeldet wurde. Das ist direktes Ergebnis der politischen Rechtsprechung ( manche sprechen schon lieber von Jurisdiktatur, als von Jurisdiktion ), also …. tadaa! … exekutiv der arbeitsweise der Richter ( legislativ sind mehr Leute dran beteiligt, von denen aber auch ein hoher Anteil Juristen sind, anscheinend aber nur relativ wenige erfahrene Eltern ).

            “ Es blieb eigentlich gar nichts anderes übrig, als das Kind von der Schule zu holen.“
            Klar, ein waidwundes Reh sollte man erlösen. Man kann es zwar genau so zuhause erschießen, aber ….
            Man sollte dabei aber auch fragen dürfen, warum da wer im besoffenen Kopp mit der rostigen Flinte von Opa im Wald herumgeballert hat, oder?
            Notwehr ist da ein schwaches, stark nach Ausrede müffendes Argument.
            Das Kind hat
            1 – niemandem etwas ernsthaftes getan
            2 – Das Kind wäre, selbst wenn, dafür nicht verantwortlich zu machen
            3 – Auch vom Vater ( ebenso wie von der Mutter ) ist keinerlei Gewaltvorlauf bekannt, besonders nicht gegen das Kind. ( Wahrscheinlich war da einer von beiden Eskalationsbeflissen, aber wir haben keine Ahnung wer und in welchem Maße).
            4 – Es wurde aber massiv körperliche Gewalt gegen das Kind angewendet.
            5 – ein Versuch und Versagen milderer Mittel wird nicht berichtet, ist aber statistisch recht unwahrscheinlich ( s.o. )
            6 – Steht im BGB eine Vorschrift ( §§-Nummer vergessen ) welche besagt, daß das Gericht in jeder Lage des (FG-)Verfahrens auf eine einvernehmliche Lösung im Interesse des Kindes hinwirkt ( w.h.: Hinzuwirken hat! ).
            7 – Eingriffe in die Grundrechte von Bürgern ( und vorrangig Kindern! ) sind eine ultima Ratio! D.h., daß derartiges nur und ausschließlich in belegt extremen Fällen, nach Versuch und Versagen aller anderen Mittel und immer in der mildesten Form versucht werden muß, natürlich so kurzfristig wie überhaupt möglich und unter regelmäßiger Überprüfung der Revidierbarkeit! ( Schätze, das wußte selbst Chris höchstens zu geringen Anteilen … 😉 )

            So! Nun schau mal was dem wenigen an Pressetext dazu zu entnehmen ist.
            Spare es Dir, Du wirst nix finden. Und wenn Du ein paar hundert Fallberichte liest, nicht nur das Mediengesabbel, wirst Du immer noch nix dazu gefunden haben.
            Denn diese „nervigen Kleinigkeiten“ interessieren in D. im FamRecht keine Sau!
            Wozu auch? Die politjuristische Wagenburg steht in dem Bereich absolut fest geschlossen hinter dem Kinder- und Sorgehandel. Und die Medien größtenteils auch. Es besteht so gut wie überhaupt keine Gefahr, daß wegen ein paar zertrampelten Kindern auch nur eine einzige Karriere verlangsamt wird. Im schlimmsten Fall wird eine JA-Dame zum Liegenschaftsamt ( oder so ) wegversetzt, wen juckt das?
            Der Görgülü-Senat macht heute noch genau den gleichen Scheiß, wie seinerzeit, „meine Richterin“ hat nicht nur erfolgreich ihre Probezeit absolviert ( obwohl sie schon in derselben weiträumig berühmt-berüchtig für Kinder-u. Vätervernichtung war ), sie sitzt jetzt mindestens im djb und im NRB und ihre „Fortbildungs-Referate“ in „Kinderschutzinstitutionen“ laufen eher besser und lukrativer als noch vor 10 Jahren.
            So what?
            Alle wollen immer diese unangenehmen entsorgbaren Eltern begrenzen, ausgrenzen, verschwinden lassen. Aber wer begrenzt denn die größenwahnsinnigen Kinderklauer?

            „Man hätte vielleicht versuchen können, Lehrer zu finden, die die Sache unterstützen, und vielleicht hat man das sogar versucht.“
            Welche Sache? Das Shreddern eines Kindes, oder die Exekution eines Befehls? ( siehe „Kind im Brunnen“ ) Kinder sind als zu pfändende Sachen nunmal etwas heikler als ein leeres Katzenklo, da sollte man vielleicht besser vorher mal das Ding zwischen den Kopfhörern in Gang bringen und noch besser wen ranlassen, der etwas davon versteht.
            Ist übrigens für den Steuerzahler letztendlich mit absoluter Sicherheit auch deutlich kostengünstiger, wenn man mal die Heimaufenthalte, Pflegestellenschiebereien, Belastung von Notfallambulanzen in der Psychiatrie, die Kosten für Hetzpamphletisten ( vulgo: Sachverständige ), die u.U. lebenslange Behandlung durch psychologische Psychotherapeuten und die Unsummen, die sonstige Drittleister ( bspw. „Wildwasser“, DW, dKSB, Caritas & Co ) verschlingen, mit einberechnet. Von den Massen an unfähigen FamRA in D. mal ganz schweigen, die sind allein ein beachtlicher Geldverbrennungsposten.
            Und weißt Du was? Eben das ist einer der wesentlichen Faktoren, warum genau das ( vernünftige Vorgehensweise ) eben gerade NICHT gemacht wird!
            Das würde nämlich pro Jahr zig milliarden €uro vom BIP wegsparen. Es ginge uns dann zwar besser, auch würden nicht so viele Kinder zu Sozialzombies gemacht, aber genau deswegen würde der Umsatz der Branche ( und damit ein Teil des BIP ) auf Bruchteile wegbrechen.
            So ein paar zig Milliarden ( p.A. ) sind natürlich schon ein Argument, gegen das simple Menschlichkeit keine Chance hat, gell?

            „Allerdings kann man dritte Personen nicht zwingen, sich in die Sache einzumischen.“
            Wozu auch?
            Man kann beide Eltern dazu disziplinieren und das geht i.d.R sogar ohne Zwang.
            Nebenbei meinst Du hier vierte, denn erste sind die Eltern, zweite das Gericht und das JA ( was schon etwas arg wackelig ist ) und dritte der Gerichtsvollzieher und die Polizei ( und was vorher möglw. noch so mitgewirkt hat ). Und letztere wird insofern defakto schon „gezwungen“, da der einzelne Polizeibeamte den Umfang der Grundrechtsverletzung gar nicht abschätzen kann und von Remonstration per se keinen Schimmer hat. Das hoheitliche Recht ( eigentlich ja eines der Innenbehörde ) ersteckt sich in so einem Fall auf das JA, resp. ( wie vermutlich vorliegend ) auf den Gerichtsvollzieher. Kurz: Die Cops sind zwar die mit der dicksten Arschkarte, aber eigentlich praktisch unschuldig, sie müssen „Amtshilfe“ leisten. Sie sind auch an Planung und Organisation solcher Gewaltmaßnahmen – soweit mir bekannt – nicht nennenswert beteiligt.

            „Die die beteiligten ausführenden Organe (oder gar das Gericht) schlecht qualifiziert gewesen sind, kannst du auch nicht darlegen.“
            Doch! Aber ganz sicher ( s.o. ).
            Wenn Du Dich erstmal ein Jahrzehnt mit solchen Abläufen näher befasst hast, FS, wirst auch Du das können, da würde ich glatt ’ne schöne Flasche Whisky drauf setzen.
            Sehen wir es mal ganz subjektiv und rein vom common sense her:
            Was qualifiziert Eltern?
            Nichts außer der Elternschaft.
            Ist dieselbe i.d.R. Qualifikation genug?
            Sagen wir mal vorsichtig, grundsätzlich ja.
            Wird diese Qualifikation von irgendeinem FamR-Fallinvolvierten Interessenten verlangt?
            Nein!
            Wird irgendeine sonstige Qualifikation i.Bez. auf Kinder und Familien(dynamiken) verlangt?
            Nein!
            Wenigstens etwas Erfahrung in dem Bereich?
            Nein!
            Kontaktübungen, ernsthafte Praktika? Nein!
            Jeder Dummbratz kann nach Erwerb von ein paar Studienscheinchen und ein paar Prüfungen, die nix erwähnenswertes mit der Materie zu tun haben, Gott über ein komplettes Kinder- und oftmals auch Erwachsenenleben spielen!
            Schwarzen Umhang anziehen und los geht’s!
            ( Und wer immer noch glaubt, daß Sachbearbeiter eines regionalen Verwaltungsamtes alles hochstudierte, erfahrene Soziologen sind, darf nochmal über „Los“ latschen, und von vorn anfangen. Sind sie nicht, es sind einfach kommunale Angestellte, oftmals mit Zeitverträgen. )
            Wie weiter oben schon erwähnt, handelt es sich hier um den m.E. sensibelsten Bereich der Juristik, es hängen mächtige Lobbies in dem Geschäft massiv drin, bis in die höchste Politik.
            Würdest Du Dein einziges Kind für eine lebensgefährliche Abenteuerrally durch das umkämpfte Absurdistan für – sagen wir mal – ein halbes Jahr jemandem anvertrauen, nur weil der sagt: „Ich habe Forstwirtschaft studiert, nehme einen Verbandskasten mit und kann ‚Hänschen-Klein‘ singen?“
            Ich nicht!

            „Du folgst nur dem Schema „dass er dies und das studiert hat, sagt auch nichts darüber aus …“ – das ist richtig, es sagt erstmal nicht viel aus. Aber du müsstest schon zeigen, was da falsch gemacht wurde.“
            Aber gern. Lies mal diesem Kommentar und Du solltest darin einige konkrete Fallbezogene und desweiteren einen Haufen übergeordnete Fehler finden, die ich aufgezeigt habe… 😉

            Ganz am Rande ist es nicht meine Pflicht aus Mini-Fragmenten Nachweise gegen wen auch immer zu filtern.
            Allerdings habe ich auch weder auf den Vater, noch auf die Mutter, wild spekulierend drauflosgebasht. Auch sonst auf keine konkrete Person.
            Sondern tatsächlich bestehende Wahrscheinlichkeiten aufgeführt und unfundierte Spekulationen zu eben solchen erklärt.

            „Daß in dem Fall aber wohl irgendein heftiges soziopsychologisches Problem vorliegt, wird sicherlich niemand hier bestreiten wollen.

            Ja. Es könnte allerdings sein – und es spricht einiges dafür – dass ein solches Problem beim Vater vorliegt.“
            Sicher. Und mindestens genau so viel, daß locker ähnlich schlimmes bei dem Richter, der Jugendamtsmitarbeiterin, bei sonstigen Beteiligten u./o. Mitwirkenden gegeben ist.
            Und? Ist das ein Grund einer dieser ganz konkreten Personen jetzt einen ganz bestimmten Vorwurf zu machen?
            Warum dann ausgerechnet der schwächsten dieser Personen, welche am wahrscheinlichsten von den anderen am heftigsten malträtiert wurde?
            Weil er das veröffentlicht hat?
            Ach? Hauptsache heimlich?
            Wir wissen nicht, warum der Kerl hier derartig reagiert, aber es ist hochwahrscheinlich, daß er reagiert.
            Und zwar auf etwas, daß sein gesamtes Leben komplett umkrempelt ( das ist wohl sicher, denke ich ), das des Kindes noch dazu, und wovon wir überhaupt nicht wissen, ob, resp. welche Anteile er daran hatte. Das kurze Ende einer wahrscheinlich sehr lange dauernden Schlammschlacht auf dem Rücken des Kindes. Da wird mancher ( unabhängig vom Geschlecht ) schon mal irrational und das sogar absolut verständlicherweise!
            Die „Experten“ in dem Fall agieren mehr als sie reagieren und sie machen das täglich in ganzen – speziell darauf geübten – Teams. Da könnte man doch schon ein wenig Professionalität erwarten, oder?
            Nee!
            Kann man leider nicht!
            Wie oben schon grob ausgeführt.

            „Rohe Gewalt – Körperverletzungen oder ähnliches – gab es hier gerade nicht.“
            Ähm, FS. ich glaube an dieser Stelle ging das Temperament mit Dir durch.
            Es steht locker about 50:50, daß hier ein gesamtes Kinderleben vollständig zerstört wurde. Oder ist bspw. eine Mehrfachvergewaltigung unter Anwendung von Chloroform keine rohe Gewalt, weil ja keine äußeren Verletzungen sichtbar werden?

            Nebenbei geht es doch gar nicht um die Ultima Ratio unumgängliche Gewaltausübung. Sondern darum, daß es eben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit KEINE Ultima Ratio war! Sondern der übliche unsanktionierte Schlendrian, der hier zufällig mal wieder an’s Licht gezerrt wird.
            Das was man da sieht, ist eben kein extrem seltener Einzelfall, sondern „lediglich“ ein nicht ganz typischer Ablauf in einem Bündel von ein paar dutzend Formen und
            Varianten, die täglich hundertfach in D. institutioneller Alltag sind!
            Anders gesagt: Das ist DIE Normalität aus Sicht der damit täglich befassten Personenkreise!
            So verkehrt läuft das in einem sehr großen Anteil strittiger Fälle!
            In erheblich mehr Fällen jedenfalls, als man selbst mit Biegen und Brechen rechtfertigen könnte.

            „Würdes du das Auflösen einer Sitzblockade auch als „rohe Gewalt“ beschreiben?? Hier wurde Zwang angewendet. Aber keine rohe Gewalt.“
            Wortklauberei! Wenn die Sitzblockade aufgelöst wird, um ein Kind zu klauen und zu verkaufen ( auch das gab es tatsächlich schon ) ist es ganz selbstverständlich rohe Gewalt. Und auch dann sind die Befehlshaber die verantwortlichen Gewalttäter!

            „Eine Sache würde mich wirklich mal interessieren. Angenommen, die Rollen wären vertauscht, es ginge hier darum, dass ein Kind von der unkooperativen Mutter zum Vater verbracht werden soll. Das gleiche Theater: Gebrüll des Kindes, Polizeieinsatz. Würdest du die Sache genau so beurteilen?“
            Selbstverständlich!
            Möglich, daß ich dazu nachher noch die kleine Anekdote nachschiebe, wie ich einer Mutter riet, dem Vater eine Vollstreckung von Ordnungsmitteln anzudrohen, obwohl einige Väterrechtler dagegen waren ( kommt aber etwas ganz anders am Ende bei raus und das ist gut so ). Habe ich schon zwei-drei-Mal erzählt, passt hier aber m.E. ganz gut.

            „Man dürfte auf gar keinen Fall Zwang anwenden?“
            Doch! Darf ein Gericht! Aber ( im Falle schwerer Grundrechtseingriffe, s.o. ) ausschließlich unter ganz engen Bedingungen und die wären im vorliegenden Fall kaum ganz zu verheimlichen gewesen. Es gibt aber in den dazu gelesenen Texten keine einzige darauf hinweisende Silbe!
            Da wird dann plump mit dem Vorwurf der Kooperationsunwilligkeit des Vaters wild aus der Hüfte geschossen.
            Wissen wir, wie lange er möglw. um Kooperation jeglicher Art gebettelt hat und wie zynisch sie ihm verweigert wurde?
            Nun, ich weiß, daß ich über ein Jahr ( bei jedem Beteiligten und Mitwirkenden ) gebettelt habe und, daß daraufhin nur noch gnadenloser, brutaler und hämischer zugeschlagen wurde. Und immer auch auf das Kind!
            Warum sollte ich mich also daran beteiligen, ausgerechnet GEGEN Kind und Vater irgendwelche Reinwaschungsübungen von verallgemeinerten Täterkreisen durchzuführen?
            Selbst wenn der Fall so liegt, daß der Vater schwere Fehler im Verfahrensverlauf begangen hat, wird er dadurch mal eben auch zu einem schlechten Vater?
            Nö! Wird er keineswegs!
            Und warum er die Herausgabe verweigert hat, ist zumindest ungefähr ahnbar:
            Weil man ihm – implizit o. explizit, aber wahrscheinlich kaum anzweifelbar ) angekündigt hat, daß er danach nie wieder Vater sein soll!
            Das ist in der Eskalationsstufe so gut wie unausweichlich, bei den üblen Zuständen in D..
            Wer den Fall wie und warum auf das Level gepusht hat, wissen wir nicht im geringsten. Und der gerne gebrauchte „juristisch-chronologische Rückwärtssalto“, man sähe ja, daß der Kerl spinnt, also war die Entscheidung richtig, ist dermaßen intelligenzfrei, daß ich Personen, die sowas absondern, mit lebenslangem Berufsverbot in allen sozialen Bereichen belegen würde, wenn ich könnte.
            Jemanden erst mit allen gemeinsten Mitteln ( z.B. unter Mißbrauch des Kindes als Waffe ) in den Wahnsinn zu treiben, ihn dann zu erschießen und dann zu sagen: „Ging ja nicht anders“, ist so ziemlich das Dissozialste, was ein adulter Mensch an Schäbigkeiten überhaupt an den Tag legen kann.

            „Notfalls müsste das Kind eben bei der Mutter bleiben, auch wenn sie den Kontakt zum Vater boykottiert?“
            Nein! Warum?
            Dafür gibt es Mittel:
            BU, Androhung von Umgangsvollstreckung und die Vollsteckung selbst ( als wesentliche Maßnahmen, Flankierung je nach Einzelfall ).
            Das alles sind keine Zwangsmaßnahmen, sondern liegen zwischen „freiwillig“ und Ordungsmittel.
            Erst danach kommen Zwangsmittel in Betracht.
            Und ob Du es glaubst, oder nicht, generell funktionieren diese Mittel sehr gut, wenn sie denn mal vernünftig gehandhabt werden, aber eben das ist offensichtlich immer noch eher die Ausnahme.
            Schau mal auf den Blog von Franzjörg, der hat immer mal nur leicht verklausulierte Beiträge dazu, wo er zwar kaum einzelne Maßnahmen diskutiert, aber die dazugehörigen Zusammenhänge doch anspricht:
            https://vater.franzjoerg.de/

            „Das Schreien des Kindes muss eben mit jedem Mittel verhindert werden, auch wenn damit der Kontakt zum Vater damit für immer ausgeschlossen ist? Hauptsache, man vermeidet eine solche Szene?“
            Was unterstellst Du da? Ich bin weder in einem JA noch bei Gericht an entscheidender Stelle und habe auch noch gar kein Kind geklaut, geschlagen, sonstwie gequält ( wohl habe ich aber Dokumente, laut denen ich genau das – und nicht nur gegen Kinder, auch gegen Mütter, Gutachter, sonstige Schergen und Mitprofiteure, sogar gegen Sachen und Tiere – schon immer gewohnheitsmäßig getan habe und auch in Zukunft weiter eine Schneise der Verwüstung durch dieses Ländle ziehe. Eben deshalb habe ich angefangen mich mal ernsthafter mit der Materie im weiteren Rahmen zu beschäftigen ).

            Sodele, lieber FS, das mal eben konzentriert für’s Erste.
            Die kleine Anekdote kommt in einem weiteren Kommentar hier drunter.

          • Sorry, ich habe nicht bedacht, daß beim Kopieren die Kursivschrift rückgängig gemacht wird und v.dh. glatt vergessen, daß ich ggf. mit Hochkommata hätte arbeiten müssen. Mein Fehler. Im Zweifel einfach zum Original hochscrollen.

            So! Nu eben noch in möglichst abgekürzter Form die zusammengefasste Geschichte, wie ich einmal ( nee, vermutlich dreimal, aber ich kann die Fälle sowieso nicht auseinanderhalten und sie liefen nach dem gleichen Muster ab ), gegen den Rat erfahrener Väterexperten, einer Mutter riet, einem Hallodri von Vater mittels Vollstreckungsandrohung die offene Tür einzurennen und erfolgreich zu blockieren.

            Personen:
            Vater, Mutter, ein Kind. Plus ein paar Profideppen ohne Ahnung oder Gespür.

            Problem:
            Der Vater will unbedingt Umgang, die Mutter gewährt denselben, aber der Vater nimmt ihn nur nach Lust und Laune wahr.
            Darunter leidet nicht nur die Mutter, sondern auch das Kind, weil es entwickelt genug ist, die Vorgänge mitzubekommen.
            Gericht macht gar nix, nachdem es „großzügigen Umgang eingeräumt“ ( 1 ) hat.
            Anwalt der Mutter drängt zum Umgangsausschluss, „um das Gezerre und Gequäle zu beenden“ ( Auch ’ne empathiefreie Standardformel der Mütterlobby ).
            Die Mutter versucht immer wieder, in Kontakt mit dem Vater zu treten, scheitert aber letztendlich damit, wobei die Stimmungslage immer unerträglicher wird.
            Findet dann mal Umgang statt, weil der Vater plötzlich auftaucht, kommen die beiden aber astrein miteinander klar.
            Um so schlimmer, wenn die Mutter beim nächsten Termin dem Kind wieder erklären muß, daß es diesmal den Vater wohl nicht sieht. Und Termine verschweigen und auf positive Überraschung zu machen, will sie auf Dauer natürlich auch nicht.

            Also aus fachlicher Sicht: Paarebene walzt Elternebene platt, professionelles Geschäftsinteresse ungleich Kindesinteresse.

            Also fragt sie in einer WKW-Gruppe nach, die dafür bekannt war, daß sich manchmal auch ein paar Leute vom VAfK mitunterhalten.
            Man diskutiert lange hin u. her, aber es kommt irgendwie nix realistisch umsetzbares dabei heraus.
            Mittlerweile ist die Mutter soweit, daß sie auch nur noch raus aus dem Dilemma will und eigentlich nur noch auf Unterstützung ( moralisch und formulierungstechnisch ) von erfahrenen Vätern für den Umgangsausschlussantrag ( soll ihr Gegenantrag zur nächsten Anhörung werden ) hofft.

            Da hat der doofe Fiete eine zündende Idee:
            Wer sagt eigentlich, daß nur nichtbetreuende Eltern Umgangsanträge stellen dürfen?
            Niemand!
            Und wer sagt eigentlich, daß nur Väter „ihren“ Umgang vollstrecken lassen dürfen?
            Auch niemand!

            Ja dann, liebe Mutter, stelle doch einfach einen Antrag bei Gericht, der die Forderungen des Vaters leicht übererfüllt.

            Hä?

            Ganz einfach: Er will Umgang, macht den aber nicht konkret fest. So kommt nur vlt. einmal im Monat ein unregelmäßiger, unplanbarer Umgang zustande, wenn überhaupt.

            Ja, aber noch nicht mal der klappt!

            Kein Wunder, denn er ist nicht vollstreckbar.

            Ja, aber ich kann den Vater doch nicht zwingen ( mutterkultfeministische Falschformel, die aber leider sehr weit verbreitet ist ).

            Sollst Du auch nicht.

            Hä?

            Ganz einfach:
            Du stellst einen Umgangsantrag, den das Gericht anordnen, resp. auf dessen Vereinbarung es hinwirken soll.
            Dabei übertriffst Du die eh ungenauen Zeitangaben des Vaters und zwar ganz konkret und exakt.
            Bspw.:
            Der Vater hat jedes ungerade WE von x-y ( auf Minute genau ) Umgang mit dem Kind.
            Desweiteren in den geraden Wochen Mittwochs direkt von der Schule bis z-Uhr vor der Wohnung der Mutter.
            Ferien, Geburtstag, Weihnachten, Ostern etc.pp., alles exakt auf die Minute und deutlich mehr als das was bei dem bisherigen Gemurksel effektiv herauskam ( sie hatte schlauerweise schon mal die tatsächlichen Zeiten im Vergleich zu möglichen mitgeschrieben, was jetzt ein kräftiges Argument wurde ).

            Wichtig:
            Vollsteckungsklausel!
            Nach §89(2) FamFG ……. gilt bei Zuwiderhandlungen ein Ordungsmittel ( bis 25000€ ersatzweise ein halbes Jahr Ordnungshaft ) …als angedroht und wird ggf. nach §89(1) auch vollstreckt.
            Dazu die Wohlverhaltensklausel ( §1684 [2] BGB ), die Eltern haben alles zu vermeiden, … blah …..

            Und ab das Ding….

            Das klappt doch nie!
            Fiete, wat mokst Du dor för’n Schiet?
            So’n Quatsch!

            Doch, liebe Muddi, das muß möglich sein, ganz wichtig ist dabei, falls der Richter es schafft, das Ding zur elterlichen Vereinbarung ( Vergleich ) zu stricken ( und genau das geschah auch, Richter sind nämlich nicht per se doof ), mußt Du auf gerichtliche Billigung pochen, sonst ist die Vollstreckungsfähigkeit bei einigen Schlendrianrichtern weg.

            Gesägt, tun getan!
            Papa bastelt mal wieder einen Umgangsantrag ( also sein RA-Heini )
            Mutter geht in die Anhöung und knallt dem Richter ihren „Gegenantrag“ vor’n Latz.

            Der Richter war, wie gesagt, mit gewisser Restintelligenz behaftet und grinste ( nach kurzem Überfliegen ) bei dem „Gegenantrag“ meterbreit!
            Der Vater hatte das Kinn auf dem Knie, sein RA auch.
            Logisch, das Ding marschierte so durch, weil jedes Gegenangestinke den Vater lächerlich und unglaubwürdig gemacht hätte.
            ( Jugendamtmitwirkung war, glaube ich, nicht, hätte aber auch nix mehr kaputtgerissen, sondern wohl eher hilflos herumabernd geschnappatmet )

            Und was soll ich Euch sagen:
            Nach div. Monaten ( so 6-9 ganz locker ) kam eine Rückmeldung von ein paar Absätzen.
            Der Umgang liefe jetzt gut, es mußte anfangs einmal böse geguckt und ein wenig mit dem erhobenen Zeigefinger gedroht werden, dann hatte sich der Papa daran gewöhnt, das Kind trage jetzt selbst seine Termine ein und überwache den Kalender.
            Und – man staune- die völlig ruinierte Stimmung zwischen den Eltern hat sich soweit gebessert, daß sie sich bei dringenden, kurzfristigen Änderungen sogar schon mal informativ per Telefon o. SMS austauschen können, ohne daß ein monatelanges Drama draus wird.

            So, un nu kümmst Du!
            Und diese einfache Überlegung eines kaputten Expapas, zu einer „scheinbar unabänderlichen Eskalationsdynamik“, soll einem alterfahrenen FamRA, FamRi, oder sonstigen Geschäftspartnern derselben nicht intellektuell zumutbar sein?
            Den OLG-Senaten?
            Oder gar einem ganzen Bundestagsausschuss?
            Oder den Tausenden von sonstigen Beratungs- o. Helfershelferorganisationen?

            Mok Dich nich lächerlich!
            De wüllt dat nicht!
            So eenfach is dat ……

            Anm.1: „Das Gericht räumt dem Kindesvater großzügigen Umgang an jedem zweiten WE ein“ ( oder so ähnlich ), ist eine zynische Leerfloskel die einfach nur besagt: „Wir haben’s zumindest nicht verboten“. Anfangen kann man damit exakt garnix!
            Und, daß der RA der Mutter mindestens genau so ein Torfkopp war ( bestenfalls ), wie der des Vaters ( hauptsache mächtig Streit, weil das gibt mächtig Kohle ), sollte damit auch geklärt sein, sonst hätte mindestens einer von beiden genau da zielsicher einhaken müssen. Hamse abba beide nicht, sondern Bauklötze gestaunt, als Mama „mal eben“ das Dingen vom Tisch geräumt hat.

            Da komm mir noch einer mit: Aber das sind doch studierte Leute, die wissen ganz genau was sie tun, Fiete, Du hasscha keine Ahnung, alles nur Hass weil Du verloren hast …
            Nee, Lüd, ich kann bloß Gequaake zu Lasten von Kindern nich leiden.
            Die Beteiligten und Mitwirkenden daran sind sicher fast alle deutlich schlauer als ich.
            Aber viele offenbar auch aus soziokultureller und kindespsychologischer Sicht zu behämmert, um zu kapieren, daß NICHT alles was einen Kopf hat, ein Nagel ist.

  • @mikromollath:
    Zwangsweise Durchsetzung von gerichtlichen Beschlüssen kann durch ein Gericht angeordnet werden.
    Zum Fall:
    Der Filmer macht die Situation nicht besser. Er heizt zusätzlich mit an und das im angeblichen Namen des Kindeswohls.
    Bescheuert.
    Zum Sachverhalt:
    Als erstes müssen wir uns klarmachen, dass wir die Einzelheiten und alles nicht kennen. Wir wissen nicht, warum das Gericht entschieden hat, wie es entschieden hat. Dass ich das Kind so verzweifelt wehrt,, ist hingegen eine mir persönlich durchaus mehr als bekannte Situation. Ohne eine Grundlage dafür zu haben, wollte auch mein Kind nicht zu mir. Es wehrte sich verzweifelt, schrie, trat, biss, kratzte und behauptete dass ich Gewalt anwenden würde. Alles eingeredet durch die Mutter. Und von unvoreingenommen Dritten beobachtet, wollten diese dann immer verhindern dass ich mein Kind mit mir nehme zu meinem mir zustehenden Umgang. was diese dritten jedoch nicht gesehen haben, war die Situation wenn das Kind dann einmal bei mir war. Es dauert wenige Minuten, bis mein Kind sich beruhigt hatte und vollkommen normal mit mir die Umgang beging. Die Show die vorher gespielt wurde war nur für die andern. Die war dafür da, der Mutter zu zeigen, dass sie ja eigentlich nicht mit mir will. Und das obwohl sie es wollte. Dieses Verhalten konnte später erst durch mehrere Psychologen festgestellt werden. Eine Verurteilung in diesem Fall hier finde ich anhand eines Videos und der Rand Fakten die wir kennen etwas fragwürdig. Und ich bin sehr sehr auf der Seite der Väter. ich habe lange gekämpft für das was ich jetzt habe.

    • Wenn man dafür eintritt, dass ein (achtjähriges!) Kind auf gar keinen Fall gegen seinen geäußerten Willen gezwungen werden darf, erweist man der Väterbewegung eiben Bärendienst.

      Wenn die Schlussfolgerung aus dem Helbra-Fall ist, dass eine Übergabe durch Geschrei erfolgreich sabotiert werden kann, werden in erster Linie Väter die Leidtragenden sein.

    • „Die Show die vorher gespielt wurde war nur für die andern. Die war dafür da, der Mutter zu zeigen, dass sie ja eigentlich nicht mit mir will. Und das obwohl sie es wollte. Dieses Verhalten konnte später erst durch mehrere Psychologen festgestellt werden.“
      Siehste, @Lima!
      Mal abgesehen davon, daß der Begriff „Show“ arg übertrieben ist, weil das Kind daran am meisten leidet, es hat tatsächlich mordsmäßige Angst, nur nicht vor dem anderen Elternteil, sondern vor dem Verlust des einen, üblicherweise überwiegend betreuenden.
      Aber auffällig ist doch, daß Psychologen offenbar hinterher denn doch irgendetwas feststellen können, was vorher wichtig gewesen wäre.
      Nur: Genau das wurde erst hinterher gemacht!
      Finde den Fehler ……

  • Das Problem hier scheint doch zu sein, daß die Erzeugerin erst ab abgehauen ist, sich nicht für ihr Kind interessiert hat, und dann nach ein paar Jahren bei Gericht Eigentumsrechte geltend macht, die ihr vom deutschen Unrechtsstaat natürlich auch gewährt werden, weil ein Kind immer das persönliche Eigentum der Erzeugerin ist. Dann wird das Kind brutal und gewaltsam von seinem gelieben Papa, seinen Freunden, seiner Klasse, seinen Verwandten entrissen um es einer eiskalten, egozentrischen Erzeugerin zu überreichen. Es gibt doch in dem Fall keinerlei Anzeichen, das der Papa Umgangsboykott gegenüber der Erzeugerin begangen hat, das dürfte in Deutschland auch nicht gehen, Umgangsboykott steht nur Erzeugerinnen zu.

    • @ Egal:
      Was Du da schreibst, ist reiner Feminismus, genauer Mutterkultfeminismus, mit umgekehrten Vorzeichen.
      Schon die Synonymisierung Vater=Papa, Mutter=Erzeugerin, lässt keine Diskussion zu.

  • Dass die deutsche Exekutive sich besonders auf dem Gebiet der Jugendhilfe und des Familienrechts längst weit jenseits von Gut und Böse bewegt, um von GG und EMRK ganz zu schweigen, dazu wurde doch schon längst mit Nachdruck bundesweit veröffentlicht.

    https://www.youtube.com/watch?v=GuTfyBgMM50#t=1m42s

    Es gibt renommierte Wissenschaftler, die in Zusammenhang mit der Entfaltung exekutiver Allmacht in Deutschland von organisierter Kriminalität sprechen.

    https://www.youtube.com/watch?v=heFH_knWTAw

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