Familie Väter

Das Leid von Kindern als Geschäftsmodell

geschrieben von: Lucas Schoppe

Eine familienpolitische Aussprache im Bundestag und ihre Hintergründe in der Praxis

Am 15. März beriet der Deutsche Bundestag gleich über zwei Anträge, die für Kinder und Familien sehr wichtig sein können: Über den Antrag der FDP, die Doppelresidenz – das sogenannte „Wechselmodell“ – zum Regelfall nach Trennungen der Eltern zu machen, und über den Antrag der Linken, es Gerichten gesetzlich zu untersagen, dieses Modell auch gegen den Willen von Eltern anordnen zu können. Worüber dabei im Bundestag eigentlich debattiert wurde, wird aber erst beim Blick auf die Praxis von Verbänden, Gerichten und anderen Institutionen deutlich.

Ganz besonders hilfreich ist eine Rückschau in das Jahr 2014.

 

Über das Totschlagen von Argumenten

Damals hatte die Familienanwältin Cornelia Strasser einen Prozess gegen Jörg Mathieu geführt, der das väterrechtlich orientiert Magazin PAPA-YA herausgab. Das Magazin hatte über die Aufnahme einer Veranstaltung von Strasser beim Verband für alleinerziehende Mütter und Väter berichtet. Das Gerichtsverfahren endete zur Enttäuschung vieler Väterrechtler schließlich offenbar mit einer außergerichtlichen Einigung, und Mathieu zog sich aus der Arbeit an dem Magazin zurück.

Die Aufnahme ist jetzt noch im Netz erhältlich, ebenso eine eidesstattliche Versicherung einer Frau, die an der Veranstaltung teilgenommen hatte. Ich kann die juristischen Implikationen nicht beurteilen – zeitgeschichtlich aber ist diese Dokumentation ganz gewiss sehr verdienstvoll. Immerhin kann dadurch transparenter werden, auf welche Weise eigentlich jahre-, sogar jahrzehntelang Veränderungen des deutschen Kindschaftsrechts blockiert wurden – obwohl allen Beteiligten klar war und ist, dass die deutschen Regelungen Menschenrechte verletzten und Kindern erheblich schaden.

Das Kind als Ausdruck der elterlichen Verbindung. Auch wenn diese Verbindung beendet ist, ist die Beziehung des Kindes zu beiden Eltern noch immer existenziell.

Dass durch Klagedruck eine weitere Öffentlichkeit verhindert wurde, ist kaum zu legitimieren. Immerhin wurde hier eine Informationsveranstaltung einer Institution dokumentiert, die erhebliche öffentliche Mittel erhält und die in einem ganz besonders sensiblen Bereich tätig ist. Ich selbst kann einige bittere Erfahrungen besser einordnen, nachdem ich gerade bei Twitter auf die Quellen aufmerksam gemacht worden bin und sie gelesen bzw. gehört habe. Was laut eidesstattlicher Versicherung durch die Rechtsanwältin Strasser empfohlen worden sei, habe ich jedenfalls selbst erlebt, ohne die Gründe und Hintergründe jemals ganz nachvollziehen zu können.

Die Mutter unseres Kindes ist, ganz wie dort beschreiben, mehrmals kurzfristig umgezogen, zunächst ohne erkennbares Motiv. Auch die offenbar ebenfalls empfohlene langwierige, sich ewig zäh dahinschleppende Verzögerung und Dosierung der Umgangsmöglichkeiten haben unser Kind und ich lange erlebt. Zwei Mal bin ich vor Gericht gegangen, um mein Ausschleichen aus dem Umgang zu verhindern.

Zudem habe Strasser Kommunikationsschwierigkeiten als „Totschlagargument“ angepriesen, das sie auch schon angewandt habe. Ich habe erlebt, wie die Mutter über Jahre hinweg die Kommunikation mit mir komplett verweigerte, verlangte, dass ich nur über ihre Anwältin mit ihr kommunizieren dürfe – was dann natürlich gerade an den Wochenenden des Umgangs überhaupt nicht möglich war.

Gründe für die Kommunikationsverweigerung nannte sie nie – ich bin mir heute sicher, dass sie ihr schlicht als Mittel zur Eindämmung des väterlichen Einflusses nahegelegt worden war. In der Caritas-Elternberatung erlebte ich dann zum Beispiel, wie die Beraterin uns ohne erkennbaren Anlass ein Urteil zeigte, nach dem einem Vater das gemeinsame Sorgerecht gerichtlich verweigert worden war, weil die Mutter nicht mit ihm kommunizieren wollte – ein Wink in dem Zaunpfahl zur Mutter herüber.

Natürlich ist so etwas nicht im Interesse des Kindeswohls, so wie es auch nicht im Kindeswohlinteresse war, dass meine Ex-Partnerin eine tatsächlich hilfreiche Elternberatung bei Pro Familia in München nicht mehr fortführen und stattdessen – wie es von Strasser empfohlen worden sei – bei Kiebitz e.V. und der dortigen Frau Gstettenbauer eine Beratung beginnen wollte. Meine Anwältin riet mir damals dringend davon ab, weil dort Väter aus der Beziehung zu ihren Kindern herausberaten würden.

 

Kindesleid als Kriegswaffe

Ich erzähle hier deshalb von persönlichen Erfahrungen, weil ich deutlich machen möchte: Trennungsväter können enorm belastende Erfahrungen machen, mit Umgangs- und Kommunikationsverwiegerung konfrontiert werden – sie können feststellen, dass die Kinder unter diesen Bedingungen leiden – ohne aber Gründe für das mütterliche Verhalten erkennen zu können. Die Beratungen, in denen Müttern solch ein Verhalten nahegelegt wird, sind ja Vätern nicht bekannt – und auch in einigen Aspekten schlicht nicht vorstellbar.

Das Leid, das durch das offenbar anempfohlene mütterliche Verhalten Kindern zugefügt wird, ist nämlich kein Kollateralschaden des Elternkrieges, sondern es ist eine wichtige Waffe in diesem Krieg, zu deren Produktion durch Ratschläge wie die erwähnten ermuntert wird. Das Leid des Kindes an den Konflikten der Eltern ist schließlich ein gutes Argument gegen eine gemeinsame Sorge, gegen Wechselmodelle und gegen eine stärkere Beteiligung der Väter.

Welchen Zweck aber erfüllt das?

Mein Versuch war vergeblich, eine Rechtschutzversicherung zu finden, in der auch familienrechtliche Verfahren abgedeckt werden. Offenbar kann es sich keine Versicherung leisten, diese Kosten zu übernehmen. Das bedeutet aber eben auch: In diesen Verfahren wird eine ungeheuere Menge an Geld umgesetzt, und es gibt viele Beteiligte, die daran profitieren.

Der Verband der Alleinerziehenden VAMV  wiederum hat eine umso stärkere Stellung, je mehr „Alleinerziehende“ es gibt, je weniger Möglichkeiten Eltern also zu einer sinnvollen Kooperation finden. Der VAMV hat also ein objektiv nachvollziehbares, sehr starkes Interesse daran, dass Eltern eben nicht auch nach Trennungen eigenständig gute Möglichkeiten der Zusammenarbeit und der gemeinsamen Sorge finden.

Auch nach einer Trennung gehört es zur Verantwortung beider Eltern, den Kindern einen liebevollen Rahmen zu bieten.

Für mich war zudem nicht nur das Verhalten der Mutter rätselhaft, sondern auch die Gleichförmigkeit unterschiedlicher Beratungsstellen in ganz unterschiedlichen Städten. Die schon erwähnte Beraterin der Caritas sagte mir offen, dass ich aufpassen solle, was ich in der Beratung sage – wenn sie vor Gericht klarstelle, dass die Eltern nicht kommunizieren könnten, hätte ich keine Chance auf ein gemeinsames Sorgerecht. Natürlich ist solch ein kaum kaschiertes „Halt’s Maul“ das Gegenteil sinnvoller Mediationsansätze. Da ich selbst als Lehrer auch Mediationsgespräche führe, ist mir das selbstverständlich klar, und das wiederum weiß die Beraterin auch – nur hilft mir das in den Machtstrukturen dieser Situation überhaupt nicht.

Als ich mich darüber beklagte, dass durch beständige kurzfristige Absagen der Mutter etwa 60-80% der vereinbarten Beratungstermine ausfielen, brüllte sie – diese Caritas-Beraterin, nicht die Mutter – mich mitten in der gemeinsamen Beratung an und warf mir vor, ich wäre an unserem Kind ohnehin nur interessiert, um die Mutter unter Druck zu setzen.

Eine Beraterin der evangelischen Diakonie wiederum riet mir, mich doch weniger auf unser Kind zu konzentrieren und einfach mit einer anderen Frau ein Kind zu haben.

Immerhin macht diese entwaffnende Rohheit zwei Punkte deutlich. Erstens kann die Perspektive des Kindes trotz aller rituellen Berufung auf das Kindeswohl in Beratungssituationen ausgeschlossen sein.

Zweitens werden Väter beständig mit einem tief unmoralischen Angebot konfrontiert. Als Vater wird mir – meist unausgesprochen, aber mit großem Nachdruck –  deutlich gemacht: Meiner Hilflosigkeit, meiner Abhängigkeit von den Launen einer Mutter oder Beraterin, meinem enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand für den Umgang mit unserem Kind kann ich jederzeit ein Ende setzen, und ich habe jederzeit die Möglichkeit, aus dieser Situation herauszukommen.

Ich muss dafür eben nur den Kontakt zu unserem Kind beenden.

 

Wie ein Gewaltsystem politisch verkauft wird

Ich halte es mittlerweile für völlig ausgeschlossen, dass solche Beratungssituationen, die ich von mir und aus Erzählungen vieler anderer Väter kenne, rein zufällig große Regelmäßigkeiten der irrationalen Vaterfeindschaft aufweisen. Diese Regelmäßigkeiten werden offenkundig produziert – eben durch die Politik von Verbänden und Lobbygruppen, aber auch durch Veranstaltungen wie die, die peinlicherweise an die Öffentlichkeit gekommen war.

Diese Strukturen wären außerdem nicht möglich ohne politische Rückendeckung. Schon als Strasser gegen Mathieu vor Gericht zog, schlug sich Lydia Dietrich, grüne Gleichstellungsbeauftragte der Stadt München, demonstrativ solidarisch und empört auf ihre Seite – ohne auch nur ein einziges Mal nachzufragen, ob es nicht wichtig wäre, den gravierenden inhaltlichen Vorwürfen gegen Strasser und VAMV nachzugehen.

Auch im Bundestag trugen nun am 15. März die Gegnerinnen des Wechselmodells Argumente vor, die längst bekannt sind, deren Bedeutung aber erst erkennbar wird mit dem Blick auf eben die Strukturen, die damit verteidigt werden.

Bei manch einem besonders engagierten Vertreter des Wechselmodells werde ich den Verdacht nicht los, dass die Empörung über den als unge­recht empfundenen Kindesunterhalt größer ist als die laut vorgetragene Sorge um das Kindeswohl.“

Welcher Vertreter das ist, wodurch genau sie diesen Verdacht schöpft – das erklärt Katja Keul, Familienanwältin und grüne Abgeordnete, nicht. Sie muss es auch nicht: Das Ressentiment, das sie mit ihrem Satz bedient, ist lang gepflegt und wohlbekannt, und so erhält sie für ihren unterstellenden Satz laut Protokoll Beifall bei grünen, roten und schwarzen Abgeordneten.

Katja Keul (Bündnis 90/Grüne): Verdacht, dass bei Vätern „die Empörung über den als unge­recht empfundenen Kindesunterhalt größer ist als die laut vorgetragene Sorge um das Kindeswohl.“

Ganz offensichtlich geht Keul schon von dem statistischen Normalfall aus, dass nach einer Trennung das Kind bei der Mutter bleibt und der Vater unterhaltspflichtig ist. Anstatt aber auch nur vorsichtig zu fragen, wie angesichts von Quotendenken und Gender-Gap-Bedenken das ungeheure Übergewicht der mütterlichen gegenüber der väterlichen Alleinerziehung produziert wird, moralisiert sie. In diesem reaktionär instrumentalisierenden Denken ist es die Funktion der Väter, jemand anderem – der Mutter – das Leben finanziell zu ermöglichen. Keuls Vorwurf an Väter, ganz auf Geld fixiert zu sein, ist also eine offensichtliche Projektion.

Nicht diese Instrumentalisierung aber ist für sie und ihre Claquere empörend – sondern die Weigerung oder Unfähigkeit eines Mannes, seiner Funktion nachzukommen.

Es geht eben nicht um Elterngerechtigkeit, sondern allein um das Wohl des Kindes.“

Damit baut Keul eine falsche Alternative auf – als ob ein faires Verhältnis der Eltern im Widerspruch zum Wohle des Kindes stehen würde. „Gerechtigkeit statt Gleichmacherei,“ fordert Keuls AfD-Kollegin Nicole Höchst und meint dasselbe.

Nicole Höchst (AfD): Der FDP-Antrag als „totalitäre Zwangsbeglückung
aller in der Betreuungsfrage zerstrittenen Eltern“

Tatsächlich ist eben das Gegenteil richtig. Wer den Vater auf eine Funktion für die mütterliche Sorge reduziert, negiert dessen Bedeutung für das Kind. Wer den Vater damit faktisch ablehnt, reduziert wiederum das Kind ganz auf sein Verhältnis zur Mutter. Die Existenz des Kindes wird dann als Teil der Mutter-Kind-Diade bejaht, aber als eigenständige Existenz, die über diese Diade hinausweist, verneint.

Die Verachtung des Vaters ist also auch eine Verachtung des Kindes. Für eine Verachtung der Mutter gälte selbstverständlich dasselbe, sie ist nur eben deutlich weniger verbreitet, und sie wird nicht institutionell gestützt.

Sonja Steffen (SPD): „Für das Kind kann das Wechselmodell wirklich schrecklich sein“

Nicht nur in der Fixierung auf Ressentiments sind in der Debatte, mit Ausnahme der FDP, Positionen der etablierten Parteien von denen der AfD kaum zu unterscheiden. Sonja Steffen von der SPD und Nicole Höchst von der AfD wählen unterschiedliche Worte, sind sich aber in der Sache einig, wenn sie das Wechselmodell als Regelfall ablehnen und darauf beharren, dass im Einzelfall entschieden werden müsse – als ob das eine dem anderen widerspreche. Beide verschleiern, dass wir mit der mütterlichen „Alleinerziehung“ längst einen faktischen Regelfall haben, der zudem nachweislich für Kinder ungünstige Folgen hat.

Fast alle Rednerinnen – bis auf Marcus Weinberg von der CDU reden hier tatsächlich ausschließlich Frauen – greifen auf den Klassiker der Väterausgrenzung zurück: Das Einbinden des Vaters habe keinen Sinn, ja würde „zulasten der Kinder“ (Katrin Werner, LINKE) gehen, wenn die Eltern die „hohe Kommunikations- und Konfliktfähigkeit“ (Keul) nicht mitbrächten, die für eine Doppelresidenz unerlässlich wäre: „Das wäre ein echter Alptraum für das Kind.“ (Keul)

Katrin Werner (Die Linke): „Wie soll eigentlich ein Wechselmodell funktionieren, wenn die Eltern noch nie zusammen gewohnt haben?“

Damit unterschlagen die Rednerinnen nicht nur umfangreiche Literatur, aus der hervorgeht, dass eine Doppelresidenz die Kommunikationsfähigkeit von Eltern verbessert – auch dann, wenn beide Eltern dieses Modell zunächst ablehnen. Sie halten damit unausgesprochen auch an dem alten „Totschlagargument“ der Väterentsorgung fest, mit dem eine stärkere Beteiligung des Vaters einfach dadurch verhindert werden kann, dass die Mutter die Kommunikation mit ihm verweigert.

Tatsächlich ist eben das einer der Vorteile der Doppelresidenz: Hier lohnt sich die Verweigerung der Kommunikation für niemanden, statt dessen hat die Kommunikation für alle einen praktischen Nutzen. Daher ist es auch erklärlich, dass die elterliche Kommunikation  in diesem Modell gefördert wird, während die sogenannte „Alleinerziehung“ kommunikative Zusammenbrüche gar prämieren kann.

Ob nun aus Naivität oder Berechnung – die Beiträgerinnen im Bundestag, die trotz der vielfachen und positiven internationalen Erfahrungen mit der Doppelresidenz deren Stärkung im Gesetz blockieren, verkaufen dort ein real existierendes Gewaltsystem. Es ist ein System, das fortlaufend erhebliches Leid von Kindern produziert und nutzbar macht, das Vätern Leid zufügt, weil es ihnen die Möglichkeit zur Sorge für die Kinder nimmt, und das auch den Müttern schadet, die mit den Vätern ihrer Kinder kooperieren wollen. Schließlich wird diesen Vätern deutlich signalisiert, dass ihre Sorge erlässlich wäre.

Von diesem System profitieren Väter, die sich ihrer Verantwortung entziehen, es profitieren Mütter, die Väter ausgrenzen, und es profitieren Professionelle, die dies finanziell nutzen können. Zwar erklärt Mechthild Heil für die CDU:

Deutsche Familiengerichte müssen heute, im 21. Jahrhundert, wirklich nicht immer einfach noch davon ausgehen, dass die Kinder bei der Mutter automatisch immer besser aufgehoben sind,“ – 

sie erwähnt aber nicht, wie angesichts der herrschenden Bedingungen etwas an der faktisch geltenden Ideologie geändert werden kann, dass das Kind in jedem Fall zur Mutter gehöre. Es ist eine bittere Ironie, dass ausgerechnet die Parteien, die sonst mit beständig gespannter Empörungsbereitschaft für Geschlechtergerechtigkeit und Auflösung von Geschlechterklischees eintreten, an diesem längst überlebten Modell besonders verbissen festhalten.

Tatsächlich würde eine gesetzliche Bevorzugung der Doppelresidenz allein für eine Humanisierung der Verhältnisse nicht ausreichen, sie würde aber Rahmenbedingungen ändern, neue Spielregeln und, vor allem, eine neue, sinnvollere Logik der elterlichen Kommunikation und Kooperation etablieren.

Es ist kein Wunder, dass diejenigen, die vom bestehenden System profitieren, dagegen ankämpfen.

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44 Comments

  • Die Grünen, die Linke, die SPD, die CDU/CSU und die AfD vereint im Mutterschutz. Na Bravo. Sollte das der Partei „die Linke“ nicht zu denken geben? Wenn ich auch sonst ganz und gar kein Freund der FDP bin – in diesem Fall sind sie diejenigen, die eine fortschrittliche Politik anmahnen und erkannt haben, dass die gegenwärtige Rechtspraxis eine Sauerei ist.
    Bei der Partei „die Linke“ (damals noch PDS?) wurde der bürgerliche Feminismus durch die Fusion mit der WASG Teil des Selbstverständnisses, was ich schon vor der Fusion vorhergesagt hatte.

    • Dem schließe ich mich an!
      Ich habe gestern abend überlegt, ob ich dem Beitrag ergänzend kommentiere, aber es fiel mir dermaßen viel dazu ein und übersäuerte mir entsprechend den Magen, daß ich es dann doch lieber einfach gelassen habe.
      Ich vermute mal, das relative Understatement, welches ich in dem Text zu entdecken meine, ist der eigentliche Kraftakt an der Geschichte.
      Ehre wem Ehre gebührt!

      • Ja, das mit dem Magen kann ich gut nachvollziehen.

        Angesichts des puren Machtmissbrauchs, der sich jedem rationalen, an Tatsachen, Rechtsprinzipien oder moralischen Grundsätzen orientierten Diskurs verweigert, ob es um das tatsächliche Kindeswohl geht, oder um Grundrechte, die immer in Sonntagsreden auftauchen, und ständig für die Anpreisung moralischer Überlegenheit des sogenannten Wertesystems, dass sich so schön auf dem Papier macht, herhalten dürfen, aber wenn man mal konkret hinschaut, dahin, wo keine Kameras laufen, wo diese Grundrechte und Grundwerte völlig fiktiv erscheinen, wo einem knallhart, und offensichtlich OHNE JEDE BEFÜRCHTUNG, dafür jemals zur Rechenschaft gezogen zu werden, mehr oder weniger gesagt wird „Wir als Frauen scheißen auf Recht und Gesetz, denn wir sitzen von ganz oben gedeckt am längeren Hebel“, dieses „Outlawtum von Obrigkeits Gnaden“, dann kann einem wirklich übel werden, und ich kann mich oft schwer bremsen, nicht selber zu irrational zu werden.
        Ich erkläre mir das häufig mit dem klassischen „Double Bind“, diesem bewussten oder unbewussten Aussenden völlig widersprüchlicher Signale, das Frauen (nicht nur, aber überwiegend) praktizieren.
        Beim Flirtspiel ist es allgemein akzeptiert als eine Art „Shittest“, nun gut, so wird halt die emotionale Stabilität und Frustrationstoleranz des Männchens überprüft, das scheint eine uralte biologische Komponente bei zweigeschlechtlichen Spezies zu sein, das tun sowohl Raubtiere als auch Rindviecher in Afrika so.
        Aber dass dieses biologisch verankerte Balzverhalten der Weibchen nun als informelles Recht alles Andere von Grundrechten über Strafrecht bis zum Verwaltungsrecht ausstechen soll, und diese Rechtsräume zur völligen Staffage macht, sobald Frau irgendwelche Wünsche hegt, egal wie absurd, anmaßend oder kriminell sie auch seien, ist bestürzend, und sagt Einiges über den Verfall der Rechts- wie auch der Werteordnung aus.
        Der Staatsfeminismus als Test- und Präzedenzfall für noch viel schlimmere Formen zukünftiger Willkürherrschaft, das ist meine Meinung, und man kann hier für die nächsten Generationen von jungen Menschen wirklich apokalyptische Befürchtungen hegen.
        Zumal Ähnliches auch andere Bereichen betrifft, wo Menschen relativ oder absolut machtlos den oft auch finanziellen Interessen mächtiger Lobbygruppen ausgeliefert sind. Ich denke da an Kinder, hilflose ältere, arme oder kranke Menschen.
        Wo übrigens oft Frauen Macht ausüben, wegen des traditionellen Mythos, die sozialeren, mitfühlenderen Menschen, die besseren „Kümmerer“ zu sein. Was sich nun wirklich empirisch eher leicht widerlegen lässt.

        Ich wundere mich nur immer wieder, wieso gerade Männer so zahlreich diesem eigentlich für sie existenziell feindseligen Grundmythos aufsitzen.

        Jedenfalls bewundere ich regelmäßig den Autor, hier doch so nüchtern und geduldig bleiben zu können.
        Eigentlich war ja mal eine Forderung des Feminismus an die „neuen Männer, die das Land braucht“, doch bitte endlich Emotionen zu zeigen, und diese „kalte männliche Rationalität“ zu überwinden, allerdings erweist sich dass dann in der Praxis, wenn einem angesichts von wirklich haarsträubenden Zuständen oder Situationen ein paar Emotionen auch nur im Gesicht oder in der Stimme stehen, auf einmal als gar nicht so erwünscht.
        Das männliche Gegenstück zur hysterischen Xanthippe wird dann sofort in den Grenzbereich des Justiziablen oder Gemeingefährlichen versetzt, nichts da mit Meinungsfreiheit oder freier Entfaltung der Persönlichkeit, das ist auch erkennbar eine Hauptstrategie des ganzen Aufschrei- und Shitstorm-Unwesens.
        Frau darf sich von ALLEM, was ihr mal gerade eben so nicht passt, bedroht, beleidigt und diskriminiert fühlen, völlig unabhängig von realen Sachverhalten, und wie gesagt, meiner Ansicht nach ist der postmoderne Feminismus hier wirklich ein mächtiges Mittel zur Dehumanisierung der Gesellschaft, also das genaue Gegenteil davon, was er von sich selbst qua Weiblichkeitsmystik behauptet.

        • @ mikroMollath Den Eindruck der absoluten Amoralität und ganz schamlosen Machtfixiertheit teile ich natürlich, er lässt sich auch nur vermeiden, wenn man sich das verlinkte Material nicht näher ansieht. Ich hab aber auch noch eine weitere Erklärung dafür: nämlich eine sich durchziehende Hyper-Moralität.

          Dass Väter machtfixiert wären – dass es ihnen ums Geld ginge (das sie übrigens selbst verdienen) – dass sie mit den Kindern eigentlich gar nichts anfangen könnten – dass sie die Harmonie zerstörten, die Kinder doch so dringlich zum Aufwachsen bräuchten – dass sie den Kindern skrupellos Schäden würden, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen: Der Mutter-Diskurs ist von einem permanenten, ressentimentgeladenen Moralisieren geprägt, in dem schon der Gedanke, es könne um einen Ausgleich von Interessen oder einen Abgleich unterschiedlicher Perspektiven gehen, irgendwie kalt, technisch und herzlos wirkt.

          Schließlich geht es immer um das Kind, und schließlich will die Mutter immer das Beste für das Kind – wie könnte jemand, der sich ihr da in den Weg stellt, legitime Motive haben?

          Wer so auf die eigene Perspektive festgetackert ist, und wer diese Perspektive moralisch so hemmungslos überhöht – der kann andere Perspektiven dann eben nur noch als Bedrohung des Guten und Reinen wahrnehmen. Auf so jemanden kann dann eben alles projiziert werden, was der gute Mensch an sich selbst nicht wahrhaben darf, um weiterhin in der Illusion der eigenen endlosen Güte leben zu können.

          Denn was Mütterlobbyistinnen klischeehaft über Väter denken – das sind ja, ohne dass sie es bemerken würden, offenkundige Selbstbeschreibungen.

    • @uepsilonniks:

      Kann ich nachvollziehen. Aber Lucas macht es genau richtig: gerade durch dieses ruhige, minutiöse Vorführen entsteht ein marmornes Denkmal der Schande, das sich auch in fünfzig Jahren noch als Dokumentation der heutigen Zustände eignet.

  • Mit kurzen Worten, Es wird im Artikel nachvolziehbar beschriebe, wie sich Institutionen, Professionen, Verbände, freie Träger und überhaupt alle Nutzniesser, daran bereichern, das Väter für ein ganz natürliches Recht, wie atmen und trinken. immer wider vor Gericht müssen um ein kleines Wenig, am gross werden gemeinsamer Kinder teil zu haben. Diese obig benannten Gruppen bereichern sich erheblich aus jeder Kasse in die sie hinein greifen können. auch an Steuergelder, welche somit veruntreut werden. Skrupellos missachten sie Menschenrechte, und nähmen eine Schädigung der Kinder billigend in kauf. Noch immer jemandem nicht klar, weshalb diese Gruppe, gemeinsames Sorgerecht beukotiert haben, ebenso wie sie es mit der Doppelresidenz tun ? Schon in den Verfahren werden. vor allem Scheinargumente, Pseudowissenschaften etc. pp . angewendet. Dieses setzt sich auch bei jedem Vorstoss derer, ihr destruktives Wirken zu beenden, bis hinauf in die politische Ebenen weiter. Es wiederholt sich durch Scheinargumente . Pseudowissenschaft usw. Den etwas anderes können diese Gruppen, nach allem logischen, Verstand nicht entgegen bringen. Gleiche Muster sind leicht auch bei Sekten zu erkennen. S.C.

    • @Stephan:

      »Gleiche Muster sind leicht auch bei Sekten zu erkennen«

      Oder bei anderen Lobbies. Die Frauenlobby unterscheidet sich von der Waffenlobby und der Tabaklobby eigentlich nur dadurch, dass man ersterer (noch) nicht zutraut, der Öffentlichkeit bei Bedarf genauso skrupellos ins Gesicht zu lügen wie letzteren.

  • An diesem Beispiel wird deutlich, dass wir in einigen gesellschaftlichen Bereichen eine absolutistische Frauendominanz haben, die mit religiösem Eifer Schaden anrichtet.
    Die psychischen Schäden, die Kinder durch die fehlende positive Vaterbindung erfahren ziehen gravierende gesellschaftliche Folgeschäden nach sich. Die sogenannte Genderwissenschaft hat offensichtlich kein Interesse daran diese aufzudecken oder daran etwas zu ändern, weil sie sich damit das Wasser abgraben würde. Ein gestörtes Verhältnis zum Vater garantiert ein gestörtes Verhältnis zum Mann. Genau das braucht frau aber um das Patriarchat zu bekämpfen. So produziert die feministische Religion ihre Gläubigen.

    • @ Jochen Ich bin mir, was die Frauendominanz angeht, nicht so sicher. Natürlich, die fixe Idee, dass das Kind in jedem Fall zur Mutter gehöre, ist nicht zu übersehen. Nur profitieren davon eben nicht alle Frauen, und einigen Frauen fügt das auch erheblichen Schaden zu. Eben den Frauen nämlich, die mit verantwortungs-flüchtenden Männern kooperieren wollen. Ich kenn solche Frauen – eine ist sogar vors Familiengericht gegangen, um den Vater dazu zu bewegen, sich nicht völlig vom Kind zurückzuziehen. Sie hat auf Unterhaltszahlungen verzichtet und wollte nur, dass er für das Kind da ist. Auch die ist damit aufgelaufen.

      Es ist also kein Kampf Frauen gegen Männer. Das gegenwärtige System des Kindschaftsrechts funktioniert eigentlich noch schlimmer: Es bevorzugt Frauen und Männer, die egoistisch agieren, und versagt Frauen und Männern, die kooperieren wollen, die Unterstützung.

      Warum auch Männer sowas fördern, ist damit eigentlich schon klar. Zudem kann die faktische Männerabwertung – die Imagination von Männern als unverwundbaren, privilegierten Herrschern, die angeblich keine Empathie nötig hätten – für Männer eben zugleich auch ein Machtkick sein.

      Wenn selbst noch Väter, die um jeden kleinen Kontakt mit den eigenen Kindern bangen müssen und die kuschen, um wieder und wieder ihre Kooperationsbereitschaft nachzuweisen – wenn selbst solche Väter als privilegierte Profiteure patriarchaler Herrschaft imaginiert werden: Dann kann ein Mann sich völlig unabhängig von aller sozialen Realität in eine Position der Stärke fantasieren und Frauen als schwach wahrnehmen.

      Feministinnen hätten eigentlich guten Grund, sich vor solchen Allys in Acht zu nehmen.

      • @ Lucas: Als Vater bist du ständig von dominant auftretenden Frauen umgeben: andere Mütter, Lehrerinnen, Sozialpädagoginnen, Familienrichterinnen, alle angetrieben von der Inbrunst des feministischen Gutmenschen. Dass diese Dominanz Männern und Frauen schaden kann ist klar, Ausgewogenheit und Kooperation wären besser. Allerdings kann ich nirgendwo bei den Feministen einen Wunsch nach Kooperation feststellen, sondern nur die unersättliche Gier nach Dominanz und dem Endsieg über das Patriarchat.
        Die verantwortungs-flüchtigen Männer sind doch eher eine Randerscheinung, die zu Propagandazwecken aufgebauscht wird. Die Zahlungsbereitschaft bei unterhaltspflichtigen Männern ist wesentlich höher als bei unterhaltspflichtigen Frauen.

  • Gestern war die Beerdigung von Stéphane Ditchev, einem der Mitbegründer unserer Asso… Stéphane war Vater zweier Kinder, ausgegrenzt und an die Wand gefahren. Seine älteste Tochter ist drei Jahre jünger im Vergleich zu mir… Er saß im Knast weil er den Unterhalt verweigert hat, die 4K (Keine Kinder Keine Knete) und keine Ahnung was er in seinen „wilden Jahren“ noch so gemacht hat, er hat nie groß darüber gesprochen… Um es kurz zu machen, die wilde Zeit hat mehr zerstört wie er durch Verhandlung erreichen konnte. Und auch ich habe durch Ruhe, und manchmal etwas an die Wand fahren, mehr erreicht wie viele andere… Somit macht Lucas alles richtig.

    Ich habe mir nur die Grünen und die AfD angetan und den Antrag der Linken gelesen, mehr konnte ich mir nicht reinziehen ohne gleich zu den Waffen zu greifen und die Revolution anzuführen 🙂
    Irgendwann wurde die AfD in Väterkreisen doch mal hoch gehandelt, weil sie die EU Vorgabe zum Wechselmodell unterstützen wollte. Der einzige Grund warum ich mir die Rede von dem Hampelverein reingezogen habe. Nun ja, Enttäuschung auf ganzer Linie. Nein, natürlich nicht, habe von denen eh nix erwartet, nicht mal Argumente. Und genau das haben sie geliefert, NULL Argumente.

    Frau Heil Heil Keil hat da schon andere Geschütze aufgefahren… Unterhalt, wir wollen alle keinen Unterhalt zahlen. Frau Keil, mal unter uns Pastorentöchtern (keine extra Missgenderung), ich zahle nicht gerne, aber viel Unterhalt. Ich zahle sogar mehr Unterhalt damit ich meinen Sohn öfter sehe. Ich würde den Unterhalt sogar verdoppeln, wenn mein Sohn bei mir leben könnte. Ich kann mir das aber auch leisten, das schaffen aber nun mal nicht alle mit der Bestechung. Die einzigen die hier von Unterhalt reden, sind SIE! Sie unterstützen den Antrag der Linken, dieser spricht von Unterhalt, von Kinderarmut weil Alleinerziehend etc. pp. Er spricht auch von den Mehrkosten eines Wechselmodells. Wo die nun sein sollen, kann auch nur eine unlogisch denkende Grüne sicherlich nicht beantworten. Kommen Sie mir nicht mit Kinderzimmer, das in den meisten Fällen auch beim Vater vorhanden ist. Also, welche Mehraufwendungen?

    Und wo wir nun mal beim Unterhalt sind, in Deutschland betreut Mama und Papa zahlt. Nehmen wir mal das „klassische Modell“, also den Schrott mit dem Sie uns abfertigen. Somit sind wir hier bei jedem zweiten Wochenende und die Hälfte der Ferien. Das Jahr hat 3 Monate Schulferien (Deutschland) und 52 Wochenende, wovon wir 12 Abziehen, wegen Ferien. Dann ist das Kind mit dem Schrottmodell jeweils 20 Samstage und Sonntage beim Papa (somit 40 Tage). Nochmals 45 Tage bei 3 Ferienmonaten sind dann auch für Grüne 85 Tage. Somit übernimmt das Papilein, das geile und gewalttätige Schwein, gleich mal fast ein Viertel der Kundenbetreuung kostenlos (bei uns Froschfressern mal so aus Spaß sogar noch mehr wegen noch mehr Ferien).

    Und nun mal zu Ihrer gestörten Kommunikation Frau Heil Heil Keil. Ich hatte meinen Sohn am Wochenende, da erfuhr ich das er eine Operation am Fuß hatte. Kein Mensch hat mich informiert, ich wusste von nichts… Und nun dreht sich die Frage darum ob mein Sohn zum Fußball gehen kann oder nicht… Ich meine, warum sollte die Mutter mich informieren? Warum? Kindswohl? Lachen wir doch drüber, ist ja die liebsorgende Mutter und ich so ein Arsch das man nicht informieren muss… Erzählen Sie mir jedoch nicht das wir mehr Kommunikation im Wechselmodell brauchen.

    Nur, Frau Keil, durch Ihr System von einer Gewinnerin, die immer Gewinnerin ist, es sei denn sie macht wirklich grobe Fehler und hält sich beispielsweise an Gesetze (ja, sowas soll es geben), erzeugt auch einen Verlierer, den Vater und Personen die zwischen die Fronten geraten. Fronten die von beiden Eltern aufgebaut werden, von Papa, aber oft auch von Mama. Warum? Weil man es kann, nichts mehr zu verlieren hat, weil es eh egal ist… Die Kinder bleiben auf der Strecke, Großeltern interessieren eh nicht und ganz Wichtig, Papa muss Unterhalt zahlen…

    Dass nur die deutschsprachigen Länder kein Sorgerecht für Papas hatten, ganz kategorisch ausgeschlossen, und selbst EU Neulinge wie Polen da besser aufgestellt war, egal. Das jeder von den Grünen sofort als Antieuropäer eingestuft wird der sich gegen Europäische Regelungen stellt; ist so sicher ganz richtig. Das hier eine EU Regelung aber bewusst missachtet wird, interessiert nicht. Das dieses Modell seit über 10 Jahren genau so in Belgien funktioniert, dass Richter also als erstes das Wechselmodell prüfen müssen, interessiert nicht. Und nun zum Unterhalt, in Frankreich sind BEIDE Eltern barunterhaltspflichtig, so ist es in vielen anderen Ländern auch. Auch der betreuende Elternteil wird mit in die Berechnung einbezogen.

    Doch sein wir mal ehrlich, das jetzige Modell, bei dem Papa vom Brutto Unterhalt zahlt, diesen also versteuert, und an die finanzschwächere Mama überträgt, ist doch für den Staat ein Bombengeschäft. Wie viele Steuermillionen lassen sich da sparen? Und das die VW Manager die gerade den Dieselskandal verursacht haben alle ihre Büros Zuhause von der Steuer absetzen können, während Papa das Kinderzimmer für Lau unterhält, ist für die Grünen sicher auch normal… Und das Papa sein Kind holt und zurück bringt, egal wo Mama gerade hingezogen ist, ist für Grüne sicher auch normal. Auch hier hat der VW Manager Vorteile gegenüber dem Vater. Nur dass Papa etwas macht was dem Gemeinwohl dient…

    Und nun mal zur Quote, NULL Trennungsväter, kann aber auch nur dann aufrecht erhalten werden wenn man weiter Kinder fickt und Väter dämonisiert…

    In Frankreich ist sicherlich nicht alles Gold was glänzt, aber so gearscht wie von der dt. Politik werden wir hier nicht.

    • Auch hier in D. sind beide Eltern unterhaltspflichtig, zumindest laut Grundgesetz und auch der BGH hat darauf abgestellt, als er darlegte, daß in der paritätischen Doppelresidenz sich der Barunterhalt eben nicht automatisch gegeneinander aufhebt.
      Und das ist auch ganz logisch, denn Barunterhalt ist ja nur eine notdürftige finanzielle Entschädigung, die derjenige zu zahlen hat, der, warum auch immer, nicht in der Lage ist das Kind selbst zu unterhalten, wozu er ansonsten unzweifelhaft verpflichtet wäre.
      Da derjenige, der das Kind tatsächlich unterhält ( das muß kein Elternteil sein ), somit die „unerledigte Pflicht“ das Kind zu beherbergen, zu bekleiden, zu ernähren, anzuleiten, zu fördern und zu begrenzen mit entsprechend erhöhtem Aufwand betreiben muß, steht es ihm auch zu, diese Ersatz/Ausgleichszahlung treuhänderisch für das Kind zu verwalten.
      Nur interessieren diese Fakten in Politik, Verwaltung, niederen Gerichten und sonstigen geschäftlich damit befassten Institutionen und Unternehmen keine Sau.

      • Das ist so eben nicht ganz richtig… In Deutschland gibt es die Düsseldoofe Tabelle (ich als Stadt würde mich gegen diesen Namen wehren), da steht drinn was ein Kind kriegt. Das gibt es in Frankreich so nicht, auch ist unser Gesetz anders…

        Es ist aber doch in D so, eine Managerin mit riesigem Jahresgehalt, die einen ihere Angestellten genudelt hat und darauf Unterhalt erstreitet, diesen Mann dann rauswirft, erhält von diesem Mann weiterhin einen Mindestunterhalt. Das obwohl er nicht mal mehr das Geld hat ein Kinderzimmer zu unterhalten… Das ist Feminismus.

        Unterhalt sollte sich nach den Einkünften BEIDER Eltern und dem errechneten Bedarf des Kindes richten. Ein Trennungselternteil betreut im klassischen Modell das Kind immerhin noch 25% der Zeit, kostenlos, ohne irgendeinen steuerlichen Vorteil, im Gegenteil, dieser Trennungselternteil ist gearscht, darf sich totmalochen, hoffen nicht arbeitslos zu werden weil sonst die Unterhaltschulden sofort zu einem Schuldenberg angehäuft werden und es ein Jahr braucht bis der Vater diese runterklagen kann etc. pp. Und dieses Jahr braucht es damit MAMA sich drauf einstellen kann, denn sie hat ja das Kind. Wäre sie noch verheiratet hätte sie halt Pech gehabt und dürfte dann, bei Fristloser Kündigung oder Konkurs der Firma, direkt in die Scheisse greifen… Vor dem Gesetz sind alle gleich, nur das Gesetz ist halt nicht für alle gleich… und die die was ändern könnten denen sit das gleichgültig 🙂

        • @ Kai:
          Da bringst Du jetzt Gesetz, Recht, Rechtsprechung und (verwaltungs-)institutionelle Gepflogenheiten durcheinander.

          „Das ist so eben nicht ganz richtig… In Deutschland gibt es die Düsseldoofe Tabelle (ich als Stadt würde mich gegen diesen Namen wehren), da steht drinn was ein Kind kriegt. Das gibt es in Frankreich so nicht, auch ist unser Gesetz anders…“
          Und die ist kein Gesetz, sondern eine „interne“ Absprache der Richterschaft, was sie pauschal als Surrogatzahlung für angemessen halten. Eigentlich also eine Art Durchschnittsrichtwert, nur daß Richter eben alles, was sie mal praktisch finden über Gesetz und Recht stellen, wodurch es zum heiligen Fetisch wird.

          „Es ist aber doch in D so, eine Managerin mit riesigem Jahresgehalt, die einen ihere Angestellten genudelt hat und darauf Unterhalt erstreitet, diesen Mann dann rauswirft, erhält von diesem Mann weiterhin einen Mindestunterhalt. Das obwohl er nicht mal mehr das Geld hat ein Kinderzimmer zu unterhalten… Das ist Feminismus.“
          Richtig erkannt ( obwohl es natürlich keineswegs richtig ist ).
          Das ist weder Recht noch Gesetz, sondern eben ein weiterer Fetisch ( in diesem Fall sogar ein bestenfalls „halblegaler“ ), der Rechtsprechung.
          Bei ungefähr paritätischer Betreuung der Kinder müßte diese Mutter, nach Gesetz, Recht ( und ausnahmsweise sogar auch BGH-Spruch! ) den Barunterhalt an den Vater abdrücken. Nur verweigern die AG-Richter das ( und die meisten OLG-Senate ebenfalls ), wobei sie von den Jugendämtern, Alleinerziehungsverbänden, sonstigen Kinderhandelsprofiteuren nach Kräften gedeckt und unterstützt werden.
          Merke: Eine Barunterhaltsverweigernde Mutter wird in D. nicht verfolgt! Im Gegenteil wird solange zurechtgerechnet, Ausredentexte gschmiedet, Konzertierte Absprachen gebastelt, bis entweder gar nichts mehr passiert ( bestenfalls ), oder die jeweiligen Vorgaben sogar in das exakte Gegenteil verkehrt werden können, so daß der Vater zum Zahlesel wird.

          Die Gesetze sind zwar mittlerweile auch schon mehrfach in dioesem Sinne deutlich verschlechtert worden, geben das aber allein immer noch nicht her, das Recht an sich sowieso nicht.
          Insofern handelt es sich bei dieser Praxis immer noch allein um ein Produkt der politischen Rechtsprechung am ( insofern eigentlich in der aktuellen Form grundrechtlich verbotenen ) Sondergericht FG, welches übrigens auch der UNmrk ( Recht auf ein faires Verfahren ) diametral widerspricht.

          Eben darum schätze ich es sehr, das Lucas im obigen Artikel eindeutig das ( rein persönlich-private, politisch aufgestachelte ) Geschäftsinteresse der Vertreter der beteiligten Professionen erwähnt. Ein mutiger Schritt, der einem ( immer noch ) mit Pech sehr viel Ärger in diesem Land bringen kann.

          • Übrigens hat FJ Krieg gerade heute ein relativ typisches Beispiel veröffentlicht, in dem ein Vater beschreibt, wie derartige mafiöse Strukturen agieren.
            Außergerichtliche Hebel sind in erster Linie zwei Rechtsanwälte. Die erste RAIN täuscht rund ein Jahr lang dem gutgläubigen Vater eine Mediation vor, der zweite arbeitet eindeutig ( als angebl. RA des Vaters ) für die Gegenseite. Beide lügen und betrügen dermaßen, daß ein unbedarfter Dritter hochwahrscheinlich zum Schluss kommen muß, daß der Vater spinnt, weil es so kriminell ja gar nicht sein könne.
            Beide ganz offenbar mindestens mit „wohlwollender“ Billigung des Gerichts:
            https://vater.franzjoerg.de/was-unsere-familienrechtspraxis-von-einem-vater-uebrig-laesst/

    • „Und wo wir nun mal beim Unterhalt sind, in Deutschland betreut Mama und Papa zahlt.“
      Ich glaube, das ist der entscheidende ökonomische Hebel.
      Denn nur nach einer Trennung, bei der das Kind bei der Mutter bleibt, hat „Betreuung“ einen Wert.
      War es vorher „unbezahlte Arbeit“ (eine feministische Propagandalüge), hat der Staat mit dem Vater quasi einen „Unternehmer“ gefunden und damit wird es überhaupt erst „Arbeit“.
      Ich setze Arbeit in Anführungszeichen, denn alle diese *Tätigkeiten* lassen sich in einzelne Teiltätigkeiten zergliedern und für 99% der Tätigkeiten trifft zweierlei zu:
      1. Man braucht keinerlei berufliche Qualifikation und die meisten Frauen haben diese auch nicht.
      2. Für keine dieser Tätigkeiten würde man bereit sein, mehr als den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen.

      Der Witz ist jedoch, die Vergütung der Tätigkeiten bemisst sich nicht nach ihrem Wert auf dem Arbeitsmarkt, sondern nach dem Verdienst des Mannes.
      Was anders herum bedeutet, der Staat hat ein eigenes Tarifsystem erfunden, in dem sich die tarifliche Entlohnung der Beschäftigten nach dem Umsatz des Unternehmens richtet.
      Je nach Umsatz ist die eine Tätigkeit bei einem Unternehmen 8,84 Euro die Stunde wert, die gleiche bei einem anderen unter Umständen 26,52 Euro.
      Was selbstverständlich das letztere Unternehmen wesentlich attraktiver macht, bzw. diesen Unternehmer.
      Man könnte fast meinen, der patriarchale Staat hat den sexual market value von Männern zutiefst verinnerlicht – leider aus einer Frauenperspektive.

      Das nächste Problem: „Doch sein wir mal ehrlich, das jetzige Modell, bei dem Papa vom Brutto Unterhalt zahlt, diesen also versteuert, und an die finanzschwächere Mama überträgt, ist doch für den Staat ein Bombengeschäft. Wie viele Steuermillionen lassen sich da sparen?“

      Nun, hier verlässt der Staat seine Perspektive auf den Unternehmer „Papa“; das ist m.E. der eigentlich bemerkenswerte Punkt.
      Denn, wie uns Wiki erklärt: „Gewinn oder Ergebnis ist in der Wirtschaftswissenschaft der Überschuss der Erträge über die Aufwendungen eines Unternehmens. Ein negativer Gewinn heißt auch Verlust.“
      Angenommen ich setze dein Bruttoeinkommen als Ertrag und rechne dann bspw. Unterhalt, Fahrtkosten, Unterbringung des Kindes (Kinderzimmer=Arbeitszimmer) etc. als Aufwendungen dagegen, es wäre so viel zu versteuern nicht übrig.
      Allein die steuerliche Abzugsfähigkeit der Fahrtkosten beim Besuch eurer Kinder in Höhe von 30 Cent pro Kilometer, wäre bei vielen Vätern ein Batzen, rechnete man diese als Dienstfahrt oder Weg zur Arbeit.
      Würdest du auch noch die Umsatzsteuer für diese Aufwendungen vom Finanzamt rückerstattet haben wollen, dann sehe ich schwarz für die Staatseinnahmen.

      In diesem Moment sieht dich der Staat also zwangsläufig lieber in der Rolle des (vorwiegend abhängig beschäftigten) Steuerzahlers und das aus guten Grund: „Im Jahr 2016 betrugen die Einnahmen aus der Lohnsteuer in Deutschland rund 184,83 Milliarden Euro.“ (statista)
      Es geht also durchaus um größere Milliardenbeträge (ohne Umsatzsteuer).

      Per positivem Saldo ist nur ein Geschlecht für die Einnahmen des Staates (der ein Teil dieser Steuern zum eigenen Betrieb verwendet) zuständig und dieser organisiert die materiellen Transfers zum anderen Geschlecht.
      Womit sich m.E. erklärt, warum dieser Staat so ausgesprochen fürsorglich gegenüber Frauen ist.

      • @ Crumar Ich hab tatsächlich einfach mal beim Finanzamt nachgefragt, ob ich irgendetwas von den Kosten für den Umgang steuerlich geltend machen könnte. Immerhin ist der Umgang ja auch ein Recht unseres Kindes, und ich sorge dafür, dass dieses Recht auch realisiert wird. Mit Zweitwohnung, Zugfahrten, Kosten für das Kind, erhöhten Kosten für den zweiten Haushalt sind das immerhin 650-700 Euro pro Monat, konservativ gerechnet.

        „Wieso, das ist doch Ihr Privatvergnügen!“, hat mir die empört dreinblickende Finanzbeamtin auf meine Frage entgegnet.

        Zu den erhöhten Kosten für die Zweitwohnung zählt übrigens die Verpflichtung, einen doppelten Rundfunkbeitrag zu zahlen. Wenn es ums Kassieren geht, ist der Staat schnell dabei (tatsächlich übrigens der Staat, nicht nur der sogenannte „Beitragsservice“: Ich hatte den doppelten Rundfunkbeitrag so lange ignoriert, bis ich vom Gerichtsvollzieher in „Amtshilfe“ eine Zahlungsaufforderung bekam). Ich schau übrigens gar kein Fernsehen mehr, und Radio hör ich auch nicht.

        • @Lucas

          Ja, das ist eben der eine Punkt. Würdest du diese 700 Euro Kosten im Monat von vorne herein vom Gehalt herunterrechnen, wärst du bei bei einem ganz anderen – geringeren – zu versteuernden Einkommen.
          Deshalb wehren sie sich auch mit Händen und Füßen dagegen, diese *Privatisierung von Kosten* zu ändern.

          Allen ist klar, dass die realen Kosten eines Kindes (auch in einer Partnerschaft) wesentlich höher sind, als der staatlich bezuschusste Teil.
          Weil die *Differenz* zwischen diesen Kosten zu bezahlen eben konkret *einem Geschlecht* obliegt.
          Die Differenz wird nicht größer *nach* der Trennung, nur dann fällt dem Staat eben ein, dass er sonst auf diesen Kosten sitzen bleiben würde.
          Also minimiert er im *Anspruch* die Differenz zwischen den Kosten, während die *Differenz* zwischen diesen Kosten zu bezahlen eben konkret *einem Geschlecht* obliegt.

          Während es auf der anderen Seite kein Problem ist, die Kosten für alleinerziehende Mütter und traditionelle Hausfrauen zu *vergesellschaften*.
          Denn – wie ich oben schrieb – es gibt *in beiden Fällen* nur *ein* Geschlecht, das dafür aufkommt.

          Das Modell der „alleinerziehenden Mutter“ hat jedoch den Pferdefuß, dass der privatisierte Teil in vollem Umfang zahlungsfähig sein müsste, was jedoch nicht immer der Fall ist. Ergo muss der Staat hier in die Bresche springen und für die feministische Ideologie der Lobbyisten bluten. Das wird dann zu einem Problem, wenn zwar der Kindesunterhalt gedeckt wird, aber keine partnerschaftlichen Modelle vorliegen, die die langfristige Alimentierung der Frau juristisch sicherstellen.
          Pech, wenn das zu einem größeren Haushaltstitel wird, wie bspw. in GB.

          Deshalb die feministischen Ambitionen in bspw. Australien und Neuseeland, sich am *Besitz* der Männer schadlos zu halten, weil sie eingesehen haben, es gibt ohne diese Modelle keinen Anspruch auf Unterhalt.
          Die Idee ist, nach einer dreijährigen Phase des zusammen Lebens die Frauen mit einem Anspruch auf hälftigen Besitz von Haus, Wohnung und Haushalt zu versehen.
          Und nun darf man drei Mal raten, welches Geschlecht eher zum Erwerb von Eigentum in diesen Staaten neigt…

          „Die bürgerliche Ehe ist in Wirklichkeit die Gemeinschaft der Ehefrauen. Man könnte höchstens den Kommunisten vorwerfen, dass sie an der Stelle einer heuchlerisch versteckten eine offizielle, offenherzige Frauengemeinschaft einführen wollen. Es versteht sich übrigens von selbst, dass mit Aufhebung der jetzigen Produktionsverhältnisse auch die aus ihnen hervorgehende Frauengemeinschaft, d. h. die offizielle und nichtoffizielle Prostitution, verschwindet.“

          Nicht wirklich, Karl, nicht wirklich.

          • Die Idee ist, nach einer dreijährigen Phase des zusammen Lebens die Frauen mit einem Anspruch auf hälftigen Besitz von Haus, Wohnung und Haushalt zu versehen.

            Ja, es ist noch eine Menge Luft nach oben! Ist erst dieses verwirklicht, genügt dann, als nächste feministische Aktion zur „Gleichberechtigung“, ein regelmässiger Kontakt auf Twitter oder Facebook, um Unterhaltsansprüche anzumelden. Es ist nämlich nach wie vor so, dass die emotionale Arbeit der Frauen nicht entlohnt wird, lieber Crumar!

          • Oh ja, die legendäre emotionale Arbeit…
            Mein Traum ist natürlich, in jeder Beziehung/Freundschaft/Familie das Taxameter anzuwerfen, wenn mir persönliche Probleme erzählt werden.
            Ich finde es ebenfalls unzumutbar, diese „Zuhörarbeit“ als unentgeltliche Leistung erbringen zu müssen. 🙂

        • Auch da sind wir dann beim VW Manager… Der kann die Zweitwohnung, die er in der Nähe seiner Arbeit benötigt zumindest eine Zeit lang steuerlich absetzen… Evtl. solltest Du Deinem Kind mal mehr Dinge zu essen geben mit denen es umweltschädliche Furze in die Luft jagd, dann könntest Du sicherlich steuerlich was machen…

      • Ich möchte es mal anders ausdrücken…
        Irgendwann kam meine grandiose Anwältin, die blöde Kuh, auf die Idee der Gegenseite 350 Euro Unterhalt anzubieten. Wie sie auf diesen Betrag kam bleibt ihr Geheimnis. Diese zahle ich bis auf den heutigen Tag. Ich zahle die weil meine Exfrau nur 80% arbeitet, ich zahle die weil mein Kind mit dem Auto zu Aktivitäten gebracht wird, weil meine Ex eine Wohnung von 1300 Euro unterhält etc. pp. Ich zahle und zahle…

        Nun gibt es im Verlauf aber eine kleine Änderung, ich habe jeden zweiten Mittwoch die Betreuung übernommen, das bedeutet mein Sohn kommt am Dienstagabend nach der Schule zu mir und geht am Donnerstag von mir zur Schule. An einem Wechselmodell würde mir ein Abend nach der Schule bis Schulbeginn am Morgen fehlen, ein lächerlicher Tag die Woche. Ich weiss jedoch, würde ich z. B. sagen das die vielen Wechsel meinen Sohn stressen, also z. B. nur für den Montag oder nur für den Donnerstagabend zur Mami, wäre sofort Essig mit dem Modell, weil Mami da ja den Jungen ausfragen muss was er denn so gemacht hat mit mir. Würde ich anmerken das Mama jetzt (übrigens ungerechtfertigter Weise) in einer Sozialwohnung lebt, das Auto nur kurz auf ihren Namen lief damit sie die Kosten in die Höhe treibt und nun kein Grund besteht 80% zu arbeiten, da ich ja auch die 100% schaffe und der Mittwoch als Grund wegfällt, riskiere ich wieder den Mittwoch zu verlieren. Von den 350 käme ich aber auch sonst nicht runter, denn das Geld kommt ja klein Kai zugute…

        Trotz alle dem wäre ich bereit noch mehr zu zahlen, wenn meine Frau mir mehr Zeit geben würde, eben weil Kinderbetreuung nicht nur Arbeit ist, sondern weil es einfach andere Dinge gibt die dich dazu bringen das zu lieben. Und wenn alle Feministinnen immer schreien das Frauen wegen der Kinder so benachteiligt sind, dann sollten wir sofort schreien, KEIN PROBLEM übernehme ich! Lucas fährt ja nicht zum Spaß quer durch Deutschland und unterhält zwei Wohnungen, er zahlt sicherlich nicht hunderte Euro jeden Monat nur um die Mutter zu ärgern oder um sein Dominanzverhalten gegenüber klein Lucas auszuleben. Und, wenn er könnte würde er sicherlich sogar noch mehr zahlen um mehr Zeit mit dem Kind zu verbringen…

        Und deshalb ist der Ansatz nicht bei Stundenlöhnen, nicht bei Arbeit, Gebärarbeit oder sonst was, sondern dabei das Zeit mit Kindern eine privilegierte Zeit ist, und jemand der dafür riesen Summen braucht, die dem anderen Elternteil dann fehlen um eine ebenso privilegierte Zeit mit dem Kind zu verbringen, der ist dann wohl ein scheiss Elternteil der nicht im Interesse des Kindes handelt, sondern nur seinem eigenen Egoismus folgt. Wie wir in Frankreich sagen, er möchte die Butter, das Brot und das Geld für die Butter…

        Auf der anderen Seite, Schwesig muss als Fachministerin wissen das die Väter die keinen Unterhalt zahlen am Existenzminimum kratzen, immerhin sind das um die 10% des Budgets von ihrem ehemaligen Gesundheits- und Familienministerium. Sie muss das Vorgehen des Staates kennen, sie muss wissen das der Staat alle Möglichkeiten hat das Geld einzutreiben, wenn es denn da wäre. Doch entweder lässt sie mit Führerscheinentzug ihre totale Inkompetenz durchscheinen, oder sie ist einfach nur eine populistische Küstenbarbie (aussen Blond innen hohl) die ihre Ablehnung für Männer zum Ausdruck bringt, oder aber sie hat ganz bewusst und eiskalt Männer über die Klinge springen lassen um die Änderungen am Unterhaltsvorschuss durchzukriegen. Und in die gleiche Kerbe haut Heil, Heil, Keil, übrigens mit den Bremer Grünen die auch einen Führerscheinentzug fordern. Bei Männern, Vätern, Jungen etc. braucht man nicht gross hinsehen, die wollen nur Aufmerksamkeit, eh nicht die Kinder und zahlen wollen die auch nicht etc. pp. Dazu möchte ich dann auf den Beitrag von Lucas zu den Grünen und der Pädophilie verweisen… Alles wie gehabt, fickt Jungs, lasst Mädchen in Ruhe.

        Gestern habe ich mich noch mit einem Kollegen unterhalten, als ich sagte ich habe heute meinen Sohn. Ja, im Sorgerecht haben Frauen Vorteile, aber sonst, sie verdienen weniger etc. pp. Er ist kein Feminist, aber die Propaganda sitzt so tief… Da reicht es wenn Heil, Heil, Keil nur auf den Unterhalt verweist ohne mal grob zu prüfen was da los ist. Männer halt, nur am Meckern, wollen die Kinder nicht betreuen (so wie Lucas z. B. der ja kaum was macht) und nur über den Unterhalt am meckern (so wie Lucas in jedem seiner Beiträge das eben NICHT macht, sondern über die anderen Ungerechtigkeiten redet, es gibt keinen zum Unterhalt). Nur das Lucas und meine Wenigkeit zu den Besserverdienern gehören, andere müssen da am Existenzminimum kratzen und trotzdem versuchen die Kinder irgendwie zu hohlen… Das sind dann übrigens die wahren Heldenväter!

        • @ Kai Ich hab das mit den Besserverdienern sogar mal direkt in der „Bürgersprechstunde“ bei meiner SPD-Bundestagsabgeordneten angesprochen. Ich hab ihr kurz vorgerechnet, was ich so bezahle – hab ihr auch gesagt, dass ich selbst mit meinem Studienratsgehalt den Umgang in der Zeit meiner Betreuungsuntehaltspflicht (erste drei Lebensjahre des Kindes – die Verpflichtung des Vaters zur finanziellen Vollversorgung der Mutter) nur dadurch aufrechterhalten konnte, dass ich einen 4000-Euro-Kredit aufgenommen habe – und dass ich mit einem Facharbeitergehalt den Umgang mit unsrem Kind aus rein finanziellen Gründen niemals hätte aufrechterhalten können.

          Nur leider interessiert das in der ehemaligen Arbeiterpartei niemanden.

          • Als Studienrat bist Du ja auch kein Arbeiter 😀
            Spass beiseite… Natürlich interessiert das die SPD nicht, Du bist ein Profiteur des Systems, sozusagen der neue Kapitalist, und deshalb geschieht es Dir ja nur Recht. Und Dein Kumpel, der Ackermann ist halt Deutsche Bank Chef und auch deshalb musst Du bluten… Und da ist jetzt wirklich keine Ironie bei.

            Wie gesagt, mein Kollege der Felsenfest davon überzeugt ist Frauen verdienen weniger für die gleiche Tätigkeit. Das wird Dir solange eingebläut bis Du es glaubst. Als ich das entkräftet habe kam Gewalt und am Schluss waren wir bei Oscars… Da habe ich dann gefragt in wie weit seine Freundin unterdrückt ist weil die Lilly Spielberg für Regie in Hollywood keinen Oscar kriegt? All das ist egal, man sagt es uns jeden Tag also muss es stimmen. Alle anderen werden solange niedergeschrien bis sie aufgeben.

            Um daran was zu ändern braucht es entweder 10.000 Väter die auf Zuruf aufhören Unterhalt zu zahlen und bereit sind in den Knast zu gehen, dort in Hungerstreik treten etc. pp. oder eine Partei die sich mal Links einordnet. Halt eine Linke Partei wie sie sein sollte, eine Linke Partei mit humanen Werten, mit sozialen Ansichten, die das Grundgesetz achten etc. pp.

            Anders wird man diese Politik nicht mehr aufbrechen können. Wie auch, jeder andersdenkende wird niedergeschrien und erhält Beifall von der Politik. Denn Quote bedeutet ja nicht Vielfalt. Das konnte man ja bereits bei der Debatte um die Genitalverstümmelung sehen, wo bitte keine Menschen auftreten durften die damit irgendwie mal schlechte Erfahrungen gemacht haben. Das Protokoll des Ethikrates liest sich wie ein schlechter Witz, keine kritische Nachfrage nichts. Aber auch beim Wechselmodell ist es ganz gut und normal wenn nur Frauen reden, und wenn doch Männer bitte kein Scheidungsvater. Denn ein Lucas Schoppe würde unsere tollen Argumente leider nur stören…

            Das ist aber genau die Vielfalt die unsere Parteien wünschen, Jubelperser. Aber bitte keine Personen mit denen wir Reibungspunkte haben, die sind alle ganz weit Rechts… Wie man an Trittin sehen konnte, der nicht müde wurde genau das über die FDP zu verbreiten.

          • @ Kai „Als Studienrat bist Du ja auch kein Arbeiter“ Ich hatte für mich selbst ja auch schon gar keine Unterstützung mehr erhofft. Linke Politik ist schließlich Politik für die Marginalisierten, war das auch schon immer, oder so, und ich bin ja nunmal sowas von nichtmarginalisiert…

            Ich wollte ja auch nur darauf aufmerksam machen, dass den Männern aus der einstigen KERNWÄHLERSCHAFT der SPD, also den Leuten, von denen die Partei überhaupt aufgebaut wurde – dass denen ganz besonders hart geschadet wird, härter noch als mir.

            Da hatte ich den Eindruck: Natürlich erzähle ich damit einer SPD-Politikerin nichts Neues, das wissen die schon lange. Ist ja auch kein Geheimwissen. Es ist in der Partei nur halt egal.

            Leider weiß ich darüber hinaus nicht, was ich für unwahrscheinlicher halte – einen Massenzahlungsstreik von Vätern oder eine Entwicklung einer linken Partei zurück zu einer humanen Perspektive, die alle einschließt.

      • „Das nächste Problem: „Doch sein wir mal ehrlich, das jetzige Modell, bei dem Papa vom Brutto Unterhalt zahlt, diesen also versteuert, und an die finanzschwächere Mama überträgt, ist doch für den Staat ein Bombengeschäft. Wie viele Steuermillionen lassen sich da sparen?““

        Da liegt ein Mißverständnis vor.
        Denn Steuerausgaben zu sparen ist gerade kein „Bombengeschäft, im Gegenteil. In der sog. Dienstleistungsgesellschaft sind dem Steuerzahler aufbrummbare Kosten DAS große Geschäft, mit dem sich das BIP am effektivsten und propagandistisch werbewirksamsten aufhübschen lässt.
        Durch die paar Barunterhaltszahler, lässt sich gar nix nennenswert sparen, im Gegenteil. Das ganze Brimborium darum verursacht Kosten ohne Ende. Jugendamtskostenstellen, Gerichtskosten, Beratungskosten bei div. Institutionen, Gutachter, Rechtsanwälte – gern via VKH, Psychologische Psychotherapeuten, Heime Pflegestellen … etc. pp. ( too much to list ) können gar keine besseren Ressourcen haben, als ausgiebige Vernichtungsschlachten um Kinder.
        Nicht umsonst ist die Streitbewirtschaftungsindustrie der größte, reichste und am schnellsten und aggressivsten expandierende Bereich aller „Dienstleistungsbranchen“.
        Eine Triple-Win-Situation!
        Nur die Kinder und Eltern werden dabei lukrativ eingestampft, was mittelfristig weitere abzuschöpfende Geschäftsfelder eröffnet ( Bildungsgaps, Sozialghettos, Kriminalitätsraten, … profitabel zu bearbeitende gesellschaftliche Defizite aller Art )

  • Meine Mutter ist eine bibeltreue Christin, evangelisch. Ich habe als ich mal zu Besuch war ein einziges Mal ein paar Geschichten von Feministen, Frauenlobbyisten und der evangelischen Eheberatung erzahlt, die Vätern empfiehlt sich einfach neue Kinder zu machen und die vorhanden einfach loszulassen, wie eine kaputte Hose oder so und alle Emotionen und die Liebe zu vergessen.

    Ich selbst habe eine ziemliche Abneigung gegen jede Art von Religion, aber ihre Erklärung finde ich manchmal passend: Gottlosigkeit

    Diese Menschen denke nicht das man am Ende des Leben irgendwie mal für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird und handeln daher ohne Sorge über alle Maße unmoralisch und zum Schaden anderer.

    Diese Erklärung mag falsch sein, aber sie ist mir sympathisch, denn das so viele Menschen einfach so an diese Unrechtssystem mitwirken und ihr Leben einfach so weiterleben ist für mich unbegreiflich. Ich wurde so nicht erzogen. Ich könnte da auch nicht schlafen. Aber das menschliche Gehirn ist zu vielem fähig, leider auch zu Grausamkeit und einer Gewöhnung daran.

    Ich würde mir wünschen das diese Menschen sich mal Verantworten müssen, aber das sehe ich nicht. Die Politik zusammen mit den Medien und den Universität sind dabei alle „Ungläubigen“ mundtot zu machen.

  • @ Matze
    Mitgefühl, in der Religion bei richtiger Auslegung ein essenzieller Faktor, gibt es in der Tat im Feminismus mehr oder weniger nur für das „bessere Geschlecht“.
    Passt zu allen relevanten Themen wie : Beschneidung, Erziehungsmatriachat, Lebenserwartung, Selbstmordrate, Würde, sexuelle Würde, Gewalterfahrung u.s.w.
    Eine fest in den Köpfen verankerte Doppelmoral und grundsätzliche Politik des zweierlei Maßes lässt Mitgefühl für das „schlechtere Geschlecht“ erst gar nicht aufkommen.
    Es gab mal ein Gruppe ( Rare Bird ), die sang : “ And sympathy, is what we need my friend….“ , ein Lied, dass die Seele ein bißchen hüpfen lässt ( bei mir jedenfalls ).
    Die meinten doch tatsächlich beide Geschlechter.
    Das waren noch Zeiten…!!

    • Mitgefühl, in der Religion bei richtiger Auslegung ein essenzieller Faktor, gibt es in der Tat im Feminismus mehr oder weniger nur für das „bessere Geschlecht“.

      Ja, das empathischere Geschlecht. Es wird oft behauptet, dass Frauen das empathischere Geschlecht seien, nicht selten von den gleichen Personen, die an anderer Stelle solche Aussagen für essentialistisch halten und sie deswegen ablehnen. Feminismus zeichnet sich nicht nicht nur durch eine ausserordentliche Empathielosigkeit gegenüber Männern in Notlagen aus, sondern hält es in der Regel für angemessen, diese „Loser“ zu verhöhnen.

      Jahrzehnte feministischer Hetzpropaganda zeigen Wirkung. Das sind die gleichen Hohlköpfe, die bei jeder Gelegenheit „Respekt für alle“ anmahnen. Diese aufgeblasene Selbstgerechtigkeit ist einfach unerträglich.

      Der Grüne und teilweise die SPD-ler sind doch die Spiesser par excellence, die Spiesser, die sich selbst andauernd ihrer „Progressivität“ versichern müssen und daher bei jeder sich bietenden Gelegenheit betonen, sie befänden sich im Kampf gegen die Nazis und tut so, als stünden sie in der Tradition des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Dieser Typus braucht die AfD und die NPD, er braucht die Fundamentalreligiösen – als Negativfolie sozusagen – mögen sie noch so selten sein, um sich seines Selbstbilds des mutigen Kämpfers und Widerständlers gegen eine rechtsradikale Übermacht zu versichern.

      Ich hingegen sehe diese Leute viel mehr als Mitläufer, als Teil der grossen Masse der Opportunisten, die sich in ihrem „Kampf“ leichte Ziele auswählen und sich sicher sind, von einer grossen Mehrheit unterstützt zu werden.

      Es waren nicht die Opportunisten, die sich gegen den Nationalsozialismus auflehnten. Die Grünen wären wahrscheinlich in eine GroKo mit der NSDAP eingetreten, wenn Hitler versprochen hätte, keine Autobahnen zu bauen (ok, das war jetzt Polemik).

      • „Ja, das empathischere Geschlecht. Es wird oft behauptet, dass Frauen das empathischere Geschlecht seien, nicht selten von den gleichen Personen, die an anderer Stelle solche Aussagen für essentialistisch halten und sie deswegen ablehnen.“
        Man merke sich: ob pauschale Aussagen über Geschlechter sexistisch oder auch essentialistisch sind, hängt immer davon ab, ob sie zugunsten oder zuungunsten von Frauen ausfallen. „Frauen parken schlechter ein als Männer“ ist natürlich sexistische Kackscheiße. „Frauen fahren besser / sicherer Auto als Männer“ ist empowernd und ganz bestimmt zu 100+X % zutreffend. Ebenso wie sich zahlreiche „Qualitätsmedien“ nicht davon entblödeten, sich erst über James Damore, mittels völliger Verdrehung seiner Aussagen, als Ultrasexisten zu echauffieren, um dann keine 24 Stunden später über eine „Studie“ zu berichten (Recherchen ergaben meines Wissens, dass es sich nur um ein Pamphlet einer der einschlägig verdächtigen „Stiftungen“ handelte), dass Frauen die besseren Chefs seien; sie also zunächst Damore faktenwidrig verleumdeten, um sich über ihn in Rage schreiben zu können, als gäbe es kein Morgen mehr, nur um dann mit vertauschten Geschlechtervorzeichen exakt das zu schreiben, was sie Damore noch skandalisierend in die Schuhe schoben.

        Wäre mentale Gymnastik eine olympische Disziplin, würde das qualifizierte Teilnehmerfeld wohl ausschließlich aus feministisch sozialisierten MenschInnen bestehen. Denn derartige kognitive Dissonanzen, die solch eine Anhäufung an heuchlerischen Doppelstandards permanent hervorrufen muss, aufzulösen, grenzt schon an herkulische Leistungen.

        „Ich hingegen sehe diese Leute viel mehr als Mitläufer, als Teil der grossen Masse der Opportunisten, die sich in ihrem „Kampf“ leichte Ziele auswählen und sich sicher sind, von einer grossen Mehrheit unterstützt zu werden.

        Es waren nicht die Opportunisten, die sich gegen den Nationalsozialismus auflehnten. Die Grünen wären wahrscheinlich in eine GroKo mit der NSDAP eingetreten, wenn Hitler versprochen hätte, keine Autobahnen zu bauen (ok, das war jetzt Polemik).“
        Polemik macht den Kern ja nicht weniger wahr. Tatsächlich sind die Parallelen zwischen den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der westlichen Welt derzeit und denen im Vorlauf repressiver, totalitärer Regime in der Geschichte besorgniserregend. Wir haben Regierungsparteien, in denen der Irrsinn zur Methode und das sich vor ihm platzmachende Wegducken zur aufrechten Haltung verklärt wird. Immer wieder liest man von Abgeordneten in Bundes- und Landtagen, die unter vier Augen und vorgehaltener Hand anmerken, dass sie diesen oder jenen Antrag aus der feministisch-politischen Ecke für ausgemachten Schwachsinn oder gar für grob verfassungswidrig halten, nur um dann bei der Abstimmung im Parlament doch brav und pflichtbewusst ihr Händchen dafür zu heben.

        In den Medien ist eine kritische Berichterstattung über die Sinnhaftigkeit oder vor allen Dingen die teils offenkundige Ungerechtigkeit und Ressentimentbelastung feministisch motivierter Politik nur mit Mühe zu finden und wird dann verlässlich durch eine deutliche Überzahl stramm profeministischer Berichte flankiert; fast als würden diese rufen: „Bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen!“

        Das führt dann dazu, dass sich auch in der Gesellschaft viele kontrafaktische Narrative als „Wahrheit“ manifestieren. Die Mehrheit der Bevölkerung schüttelt fassungslos den Kopf über die Übertreibungen und Maßlosigkeiten feministischer Akteure, wenn sie diese mal ungefiltert mitbekommen, aber dass diese Übertreibungen und Maßlosigkeiten längst den politischen Diskurs in erheblicher Überrepräsentanz mitbestimmen, das bekommt kaum jemand mit oder will man mehrheitlich nicht wahrhaben. Und das ist ein Ergebnis davon, dass die gröbsten Auswüchse medial entweder verschwiegen über beschönigend rationalisiert werden.

        Gender Pay Gap ist real und beruht auf Frauendiskriminierung = wahr, weil sonst würden die Medien ja nicht ständig in dieser Form drüber berichten

        Von Gewalt sind in unserer patriarchalen Gesellschaft überwiegend Frauen betroffen und daher bedarf es ausschließlich auf Frauen ausgelegte Debatten und Lösungsvorschläge = wahr, weil sonst würden die Medien ja nicht ständig in dieser Form drüber berichten

        Alleinerziehende Mütter sind alles bitterarme Hascherls und Trennungsväter fast ausschließlich unterhaltsprellende Unmenschen, die Interesse am Kind nur vortäuschen, um damit die armen Mütter nur noch mehr zu drangsalieren = wahr, weil sonst würden die Medien ja nicht ständig in dieser Form drüber berichten

        Die Aufzählung könnte man ewig fortsetzen. Das ist genau die Art, wie auch schon die Nazis ihre Weltanschauung, trotz ihrer rational betrachtet offensichtlichen Idiotie, in abgeschwächter Form zum „Allgemeinwissen“ in der Bevölkerung zu etablieren. Man musste dann noch nicht einmal das Volk so weit bringen, den Massenmord an den Juden gutzuheißen. Es reichte, die Ressentiments der Menschen den Juden gegenüber so weit zu verfestigen, dass sich zumindest kaum jemand dann noch ernsthaft den Kopf darüber zerbrechen wollte, was denn mit diesen „Untermenschen“ passierte in den „Kommunen“ in die man sie deportierte.

        Genauso wie die Nazis uralte Ressentiments den Juden gegenüber aufgriffen, bedient sich auch der institutionalisierte Feminismus alter, teils auf archaische (evolutionäre?) Affekte zurückzuführender Affekte. Der Mann als unmoralisch und gewalttätig und die Frau als positives Gegenexemplar ist ja nun bekanntlich kein Topos, den der Feminismus erfunden hat. Das Kuriose am Feminismus ist nur, dass er es geschafft hat, sich zumindest in bestimmten politischen Biotopen als das derart allseits Gute und Alternativlose zu verfestigen, dass selbst massenhaft Männer in das ausufernde Männerbashing mit einstimmen. Da zeigt sich auch der Vorteil des feministischen Topos‘ gegenüber dem der Nazis: es gab meines Wissens keine vergleichbar signifikante Menge an Juden, die die Entmenschlichung des eigenen Volkes auch noch fröhlich mitgestalteten. Das dürfte sich tatsächlich damit erklären lassen, dass Judenhass rein kulturell und sozial gewachsen ist, während die ressentimentbeladene Sicht auf „Männlichkeit“ und die damit einhergehende Vergöttlichung des „Weiblichen“ eine sozial übersteigerte Groteske mit Wurzeln in biologisch determinierten Verhaltensmustern sein könnte.

        Aber so oder so; es ist schon gruselig zu sehen, wie viel dessen, was schon frühere Generationen falsch gemacht haben, wiederholt wird und kaum einem fällt es mit Sorge auf, nur weil man nicht zu der leichten geistigen Transferleistung imstande ist, die Parallelen zu erkennen, nur weil es eben diesmal nicht die Kommunisten oder die Nazis sind, die sich zunehmend totalitär und repressiv gebaren und dabei medial flankiert und von flächendeckendem Opportunismus oder schlichter Unterschätzung begünstigt werden.

        • @ Billy Coen „es ist schon gruselig zu sehen, wie viel dessen, was schon frühere Generationen falsch gemacht haben, wiederholt wird“

          Eben das hab ich auch schon öfter gedacht.

          Wir wissen zum Beispiel, dass es falsch ist, die Welt einfach in die Guten und die Bösen einzuteilen.

          Wir wissen, dass es falsch ist, die Beachtung der Menschenrechte davon abhängig zu machen, WAS FÜR EIN Mensch jemand ist.

          Wir wissen, dass es keine Perspektive hat, dem Guten dadurch zum Sieg zu verhelfen, dass wir das Böse einfach flächendeckend auslöschen.

          Wir wissen, dass es falsch ist, den Anspruch eines Menschen auf Empathie und Beachtung seiner Würde davon abhängig zu machen, zu welcher Gruppe von Menschen er gehört.

          Wir wissen, dass es falsch ist, Menschen Rechte entsprechend ihrer Geschlechts- oder Rassenzugehörigkeit zuzuteilen oder zu verweigern.

          Wir wissen, dass es fatal ist, Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung zu legitimieren.

          Wir wissen, dass es falsch ist, Menschen und selbst schon Kinder einzuteilen in die Gruppen, denen Empathie zustehe, und die Gruppen, denen Empathie guten Gewissens verweigert werden könne.

          Wir wissen, dass es falsch ist, bestimmten Gruppen von Menschen pauschal das Recht auf ihren Beitrag zu öffentlichen Debatten abzusprechen.

          Wir wissen, dass es in einem demokratischen Sinne falsch ist, prinzipiell nur über Menschen zu reden und nicht mit ihnen.

          Aber all das wird trotzdem gemacht, weil – JETZT ist das ja irgendwie was ganz anderes. Wenn WIR das machen, dann ja für etwas Gutes, für eine linke Identitätspolitik, die aufräumt mit dem weißen Rassismus, dem Patriarchat, den unsichtbaren Machtstrukturen der Gesellschaft etc.etc.

          Selbst der Nazi-Vergleich ist dafür nicht hergeholt, er bezieht sich halt auf einen bestimmten Aspekt. Es geht ja nicht darum, dass jetzt Lager gebaut würden – sondern darum dass ganz ohne Skrupel eine Politik betrieben wird, die auf Ressentiments und Projektionen setzt und die sich überhaupt nicht dafür interessiert, ob damit die soziale Realität eigentlich einigermaßen angemessen wiedergegeben wird.

  • @ Billy Coen „Genauso wie die Nazis uralte Ressentiments den Juden gegenüber aufgriffen, bedient sich auch der institutionalisierte Feminismus alter, teils auf archaische (evolutionäre?) Affekte zurückzuführender Affekte. Der Mann als unmoralisch und gewalttätig und die Frau als positives Gegenexemplar ist ja nun bekanntlich kein Topos, den der Feminismus erfunden hat. Das Kuriose am Feminismus ist nur, dass er es geschafft hat, sich zumindest in bestimmten politischen Biotopen als das derart allseits Gute und Alternativlose zu verfestigen, dass selbst massenhaft Männer in das ausufernde Männerbashing mit einstimmen. Da zeigt sich auch der Vorteil des feministischen Topos‘ gegenüber dem der Nazis: es gab meines Wissens keine vergleichbar signifikante Menge an Juden, die die Entmenschlichung des eigenen Volkes auch noch fröhlich mitgestalteten. Das dürfte sich tatsächlich damit erklären lassen, dass Judenhass rein kulturell und sozial gewachsen ist, während die ressentimentbeladene Sicht auf „Männlichkeit“ und die damit einhergehende Vergöttlichung des „Weiblichen“ eine sozial übersteigerte Groteske mit Wurzeln in biologisch determinierten Verhaltensmustern sein könnte.“

    Der Verlauf der Weltgeschichte zeigt doch m.E. eindeutig, dass Männer sich sehr schnell hassen können. Jahrtausende wurden und werden immer noch Männer in
    unzähligen Kriegen und Konflikten aufeinander gehetzt.
    Die genetische Disposition, dass ein Mann einen Geschlechtsgenossen hasst, ist also mehr oder weniger in ihm angelegt. Für einen Krieger ist sie sogar überlebenswichtig.
    Ob diese zum Ausbruch kommt, entscheidet viel seine Erfahrung in der Kindheit mit anderen Jungen, auch Mädchen und natürlich die elterliche Erziehung.
    Bei 90 Prozent w e i b l i c h e r Alleinerziehender sind das natürlich keine rosigen Aussichten….
    Lange Rede, kurzer Sinn : Der Feminismus ist auch deshalb so stark, weil er von vielen, ihre eigenen Geschlechtsgenossen dämonisierenden Männern nicht nur unterstützt, sondern auch vehement kolportiert wird.
    Dabei spielen sicher auch schlechte Erfahrungen mit Männern, frühe Agitation und eben auch tausende Jahre weiter vererbte legale Gewalterfahrung (Kriege) mit dem gleichen Geschlecht eine wichtige Rolle.
    Das spielt einem chauvinistisch-sexistischem Feminismus sehr in die Karten. Der Gegner bleibt der gleiche.
    Dabei offenbart sich ein leider nicht mehr ganz neues Zeitgeistphänomen:
    Männliche Helden sind out, es lebe der „Selbstentwertungsheld“, hier darf der Mann noch ganz Held sein!

  • Zum Wechselmodell finde ich es schön formuliert:
    „Wir wollen das Wechselmodell zum Regelfall machen […], von dessen Basis aus, wie derzeit auch, der konkrete Fall beurteilt werden muss.“

    Die strikte Ablehnung, im Rahmen eines Geschäftsmodells, wie Lucas hier schildert, zu analysieren ist wirklich gelungen. Auch warum versucht wird dieses Modell so rigorost zu verteidigen.

    Ich frage mich aber, wie es zu der imensen Nachfrage dafür kommt. Die Klienten hierfür sind letztlich Alleinerziehende (Mütter). Und diese können nicht alle derart mathematisch inkompetent sein nachzurechnen, dass in der Regel bei Trennung und Alleinerziehung, dass frei verfügbare Geld geringer ist als in der Partnerschaft.
    (Wie das im Wechselmodell aussieht habe ich keine Erfahrungswerte, würde mich aber interessieren. Wer da Angaben hat bitte melden.)
    Gerade Alleinerziehung ist ein, wenn nicht der, Risikofaktor für (Kinder)armut. Auch wenn hier natürlich gerne vorgeschoben wird, es wären die unterhaltsverweigernden Männer die, die Armut verursachen. (Wenn nicht gezahlt wird ist das auch so, wobei das Amt doch dann in Vorleistung tritt. Tut es das etwa nicht??? Und dass beißt ja auch irgendiwe, dass die Abgeorndetininnen ja selbst aufzeigen, dass die meißten Fälle nach der Trennung funktionierten und nicht auf dem Radar auftauchen.)
    Aber auch wenn der Unterhalt jeden Monat voll bezahlt wird, ist das verfügbare Einkommen dennoch niedriger als vorher.
    Ab jetzt schafft das Modell die Nachfrage selbst, weil ja dann der Unterhalt zu wenig sei und mehr eingefordert wird.
    Wenn vom gleichen Gehalt jetzt aber nun (man betrachte allein) doppelte Fixkosten bezahlt werden müssen, wie soll da am Ende so viel herauskommen, wie in der Partnerschaft.
    Mir ist keine Transferleistung, egal ob allein oder in Summe, egal ob staatlich oder partnerlich, die das verfügbare Einkommen nach der Trennung wieder auf den gleichen stand bringen kann.

    Hat sich das Angebot die Nachfrage also wirklich von Anfang an selbst produziert? Hab ich einen denkfehler?
    Oder Frage ich gerade nach der Henne und dem Ei?

    • @ Andreas In meinen Augen ist das einer der wichtigsten Aspekte bei der Regelung der Kindessorge – die Ökonomie der Familie.

      Es gib natürlich Alleinerziehende, die das Problem sehr wohl sehen, die aber keine Wahl haben – wenn etwa der Partner gestorben ist oder sich völlig zurückgezogen hat. Das sind die Fälle, mit denen sich der Anspruch begründet, dass Alleinerziehende einen Anspruch auf eine Hilfe der Solidargemeinschaft hätten.

      Während aber „Alleinerziehung“ politisch als Notlage verkauft wird, hält sich schon lange, und gerade in vorgeblich linken Milieus, der Glaube, dass „Alleinerziehung“ eine positive Möglichkeit wäre – dass eine Mutter unbedingt das Recht haben müsste, diese Möglichkeit zu wählen.

      „Alleinerziehen als Befreiung“, nannte Anita Heiliger das und meinte natürlich eine Befreiung vom „Patriarchat“ damit. https://man-tau.com/2014/01/12/monstrose-manner-reine-frauen-und-andere-sonderbarkeiten-moderner-familien/

      Auch in dem im Text angesprochenen Vortrag beim VAMV wird der Anspruch sehr deutlich, dass Frauen unbedingt ein Recht auf das Kind hätten. Die vortragende Rechtsanwältin macht sehr deutlich, dass eine Mutter den Vater doch eigentlich für nichts brauche.

      Das ist ein Milieu, in dem Frauen bzw. Müttern tatsächlich vermittelt wird, dass die Ökonomie der Familie nicht IHRE Verantwortung wäre. Ganz im Sinne eines konservativen Familienbildes, dass hier nur ins Extrem übersteigert wird. Demnach hätte der Mann einfach die Aufgabe, für Mutter und Kind zu sorgen, und wenn er das nicht tut, wäre er in jedem Fall moralisch zu verurteilen, und der Staat müsste einspringen.

      Dass Männer – wie seit Jahrzehnten bekannt ist – den Unterhalt meist nicht aus bösem Willen ganz oder teilweise nicht bezahlen, sondern weil sie es einfach finanziell nicht besser können – das muss angesichts des starken Moralisierens dann schon keiner mehr wahrnehmen.

      Dazu kommen dann ganz persönliche Bedürfnisse – zum Beispiel das Bedürfnis einer Mutter, das Kind für sich allein zu haben. Anstatt aber ein solches Bedürfnis, das für das Kind ja offenkundig destruktiv ist, zu konterkarieren und es auf humanere Positionen hin zu lenken, wird dieses Bedürfnis von einer mutterfixierten Beratungslandschaft noch legitmiert. Nicht von allen, natürlich – es finden sich aber überall genügend dysfunktional agierende Beraterinnen, auf die sich die Mutter dann ja konzentrieren kann.

      Politisch werden die einfachen ökonomischen Überlegungen, die Du anstellst, tatsächlich einfach ignoriert. Gabriel und Schwesig moralisieren heftig über unterhaltssäumige Trennungsväter, kämen aber gar nicht auf die Idee klarzustellen, dass es die Form der Alleinerziehung selbst ist, die diese Probleme wesentlich produziert.

      Statt immer mehr Unterstützungen für Alleinerziehende zu organisieren, müsste die Politik sich eigentlich darum bemühen, dass so wenige Kinder wie möglich in Verhältnissen der „Alleinerziehung“ aufwachsen. Damit würden Politiker allerdings in einen heftigen Konflikt mit einflussreichen Lobbygruppen geraten.

      Ich kann also schlecht einschätzen, was in den einzelnen Frauen vorgeht, wenn sie die Väter ihrer Kinder aus dem Verhältnis zu ihnen herausdrängen. Was aber deutlich ist: Es gibt eine ganze Kultur, die Frauen vermittelt, das Bedürfnis sei ganz in Ordnung, das Kind für sich allein haben zu wollen – und die ökonomische Fragen der Familie ignoriert, sie ausgerechnet an die ausgegrenzten Väter delegiert und sich dann moralisierend ereifert, dass diese Väter nicht so zahlen, wie es sich gehören würde.

      • Und um diesen Anspruch auf finanzielle Unabhängigkeit vom Partner, ironischerweise auch noch alimentiert durch diesen, zu ermöglichen, braucht es als Totschlagargument unbedingt das Anti-Ideal der toxischen „Männlichkeit an sich“, mit der man unabhängig vom realen Einzelfall die Alleinerziehung als quasi schon unabdingbaren Idealfall für die Befreiung „der“ Frau vom immanent Bösen hinstellen kann.
        Man abstrahiert vom bösen Wolf Mann auf „das toxische Tier“ als ewiges, metaphysisches Prinzip, charakterisiert axiomatisch als notwendiges allgemeines Merkmal „des Tiers“, als conditio sine qua non, seine Männlichkeit, dazu dient der postmoderne Neologismus „toxische Männlichkeit“—Frauen sind übrigens immanent gut und nicht animalisch-raubtierhaft, nicht toxisch, sondern lebensspendend, weil gebärend usw., wenn überhaupt animalisch, dann gutmütiges Beutetier, von dem und „dessen“ Kind der Mann, das Raubtier, der toxische Halbmensch, abgezäunt werden muss, und zur Strafe letztlich dem Beutetier auch noch das Futter bezahlen muss—, und so materialisiert man das toxisch-männliche Raubtierideal wieder als in allen realen Männern manifestiertes, immanentes Ur-Prinzip, so dass nun jeder auffindbare Mann Träger diese metaphysischen Anti-Ideals, dieses mystisch-archaischen Raubtierprinzips ist, egal was er tatsächlich tut, ob er zahlt oder nicht, ob er sein Kind unterstützt und für es sorgen will oder nicht-
        alles egal, das Männliche ist das Toxische. Davor muss man Mutti und Kind beschützen. Fertig aus.

        Zudem wird durch diese Mystik „dem Mann an sich“ jede Fähigkeit zu Empathie, zur Fürsorge und jeder Beschützerinstinkt abgesprochen. „Mann“ kann für Andere nicht als kompletter Mensch sorgen, für ein Kind da sein, einem Kind gut tun, deswegen hat sich seine Sorge schon aus Prinzip auf die einzige andere Art zu reduzieren, die in der bürgerlichen Gesellschaft übrig bleibt: Die finanzielle Leistung.

        Und selbst, wenn im unwahrscheinlichsten Fall der Mann wider seine Natur doch mal qualifiziert ist, durch seinen Umgang dem Kindeswohl zu dienen, so kann dem immer noch das Schutzbedürfnis der Frau vor dem manifestierten Toxischen, oder einfach ihr bloßer Wunsch, keine Verpflichtung ihm gegenüber zu haben, die imaginierte Bedrohung ihrer Selbstverwirklichung durch das manifestierte Toxische, Rechtfertigung genug sein, dem Mann UND dem Kind den Umgang zu verweigern, sogar wenn das dem Kind offenkundig schadet.
        Man will den bösen Wolf, das Raubtier „an sich“, bekämpfen, und tritt den Mops. Und hat so den Wolf, „das Tier an sich“, im Mops besiegt.
        Und auch: Man meint den Mann und tritt das Kind.

        Im Grunde nicht viel anders, als eine Hexenjagd, und der mystischere Teil der Feministinnen, von denen man tatsächlich viele unter der Gründungsgeneration der Grünen findet, meint das auch genau so, als Rache „des“ Weiblichen an „dem“ Männlichen für die Inquisition und alles Mögliche, worunter „Frau“ jemals zu leiden hatte, ob der konkrete Mann irgendeine Schuld trägt, oder die konkrete Frau sich wie der letzte Dreck aufführt, interessiert nicht, das mystische Prinzip überwiegt, im Gegensatz zu damals wird der vermeintlich vom Satan Besessene zwar nicht mehr hochnotpeinlich „befragt“, was wenigstens theoretisch noch die Möglichkeit des Freispruchs zuließ, nein, es wird die Schuld schon ohne jede Beweiserhebung vorab festgelegt.
        Und zwar von Femegerichten. Die übrigens ganz nebenbei laut Grundgesetz verboten sind.

      • @ Lucas:
        Kurz und formelhaft zusammengefasst stelle ich schon seit bald 10 Jahren die Forderung auf, daß zwischen Alleinerziehenmüssenden ( die übrigens recht selten sind ) und Alleinerziehenwollenden ( Kinderbesitzegomanikerinnen ) unbedingt zu unterscheiden ist.
        Erstere haben tatsächlich jegliche Unterstützung der staatlichen Gemeinschaft ( und das sind NICHT nur die Behörden, wie oft falsch vorausgesetzt wird ) nötig und i.d.R. auch verdient ( besonders um dieses zweitgrößte anzunehmende Unglück im Leben eines durchschnittlichen Kindes – gleich nach der Totalentelterung – zu beenden, oder zumindest so umfassend wie möglich abzumildern ).
        Während Zweitere als erstes umfassende Beratung und soziale Fortbildung brauchen und notfalls – bei Uneinsichtigkeit – auch gezielt zu sanktionieren sind – im Extremfall bis zur Entziehung der Sorge.

        Und auch in der Öffentlichkeitsarbeit müßte klargestellt werden, daß ein rein egozentrierter Kinderwunsch eine schwere dissoziale Störung ist, die schlimme generationenübergreifende Wirkungen entfaltet. Und das gilt nicht nur für heterosexuelle Mütter ( und Väter ) sondern eben ( selbstverständlich ) auch für homoerotische Möchtegernkindesbesitzer.
        Womit wir wieder bei der „Homphobie“ wären, die Amendt vorgeworfen wird. Jedenfalls habe ich ihn so verstanden und ich vermute, das ist genau der Trigger, den die jetzigen Antikongressaktivisten bedienen, um die Mutterkultler und Schwulenrechtler ( und deren Sympathisanten ) in ihren Aufkreisch zu integrieren.

        „Dass Männer – wie seit Jahrzehnten bekannt ist – den Unterhalt meist nicht aus bösem Willen ganz oder teilweise nicht bezahlen, sondern weil sie es einfach finanziell nicht besser können – das muss angesichts des starken Moralisierens dann schon keiner mehr wahrnehmen.“

        Es gibt auch gar nicht mal so wenige prinzipielle Verweigerer. Auch ich zähle mich grundsätzlich zu denen, obwohl tatsächlich zahlungsunfähig bin. Die meisten können das lediglich nicht so gut erklären, sondern belassen es bei der m.E. ungenügenden ( und sehr angreifbaren ) Formel „kein Umgang – kein Unterhalt“.
        Eben deshalb weise ich hartnäckig darauf hin, daß man zwischen dem Ein-Punkt-Surrogat Barunterhalt und dem 6-Punkte-( Original-)Programm Unterhalt ( vollumfängliche Ausübung der Sorge ) unbedingt unterscheiden muß!
        Ersteres ist – ganz streng genommen – das Eingeständnis, daß man nicht unterhaltsfähig ( im zweiteren Sinne ) ist, denn ansonsten wäre man grundrechtlich absolut dazu verpflichtet.
        Und Zweiteres schließt nunmal die Personensorge vollständig mit ein, w.h.: verpflichtet den entsorgten Vater ( rein rechtlich aus Sicht der besten Interessen des Kindes betrachtet ), sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Rechtsverletzung am Kind einzusetzen.
        Tja – und da bleibt gar keine andere konkrete Möglichkeit, zumindest im Extremfall ( bspw. „meinem“ – Kindesentziehung nach §235 StGB, welche durch die Rechtsprechung nicht anerkannt wird ), als das Mäzenatentum für dieses Verbrechen im Einzelfall zu verweigern.
        Ich vermute i.Ü., daß es dazu ( im entsprechend indoktrinierten Richter- u. Jugendamtsmitarbeiter- o. Politikergehirn ) auch den Umkehrschluss gibt. Nämlich, daß der Eindruck entsteht, da hat doch wer div. Jahre sich von der Erziehung des Kindes losgekauft und jetzt will er es – wo das Kind etwas pflegeleichter wird – plötzlich doch selbst mitaufziehen; da muß doch ein unlauteres – z.B. finanzielles – Interesse dahinterstecken.

      • also de facto doch die gezielte Rosinenpickerei.
        Gleichberechtigung/Gleichstellung fordern und aber um die Überwindung/unabhängigkeit vom Patriarchat zu erhalten sich in die Abhängigkeit begeben.
        Damit Frau sich dann nicht schlecht fühlt wird die Abhängigkeit, als „Recht“ (Frau) bzw. „Pflicht“ (Mann) umgedeutet…
        (Feministinnen ist der Widerspruch darin wohl nicht zugänglich?!)

        Zu meiner Frage ist also die These nachvollziehbar:
        Frauen werden in diesen schwachsinn hineinberaten. (Das Angebot produziert sich selbst die Nachfrage)

        • Ja, zumindest kommt das häufig vor.
          Und genaue Erhebungen, anhand derer man das quantitativ aufschlüsseln könnte, gibt es logischerweise nicht.
          Es gibt sogar einzelne Berichte von Müttern, die regelrecht zur Väterentsorgung erpresst wurden.
          Eine Möglichkeit, die ich mehrfach beschrieben bekam, lief ungefähr so:
          Junge Mutter jammert gelegentlich ein wenig über den Stress mit der alleinigen Übernahme des Haushalts. Eine „engagierte Fachkraft“, bspw. Kindergärtnerin mit ISEF-Lizenz ( „insofern erfahrene Fachkraft“ ) „berät“ sie, doch einmal beim Jugendamt vorzusprechen, da gäbe es entsprechend unterstützende Hilfen, die man beantragen könne. Die Mutter glaubt an eine Art Haushaltshilfe vom Amt und ist blauäugig genug, das zu versuchen.
          Tatsächlich bekommt sie dort einen Hilfeantrag vorgelegt und unterzeichnet den, nur allerdings für eine SPFH ( sozialpädagogische Familienhilfe ). Auch bei der ist es natürlich möglich, daß sie zertifizierte ISEF ist.
          Diese kommt auch, schwatzt die Mutter voll, hilft natürlich nicht, sondern verfasst recht negativ ausfallende Berichte. I.d.R. während der Vater zur Arbeit ist.
          Da steht dann etwa: „Frau X ist mit der Führung des gemeinsamen Haushalts und der Erziehung des Kindes überfordert. Es stehen volle Aschenbecher herum, schmutzige Wäsche liegt auf dem Fußboden, das Kind wird nicht bei den Schularbeiten unterstützt. Der Vater beteiligt sich nicht an Haushalt und Erziehung.“

          Was einfach konstruierbar ist, wenn die SPFH gegen Mittag auftaucht, die Mutter mehrere Stunden „berät“, ihr den Kaffee wegsäuft und die Bude vollqualmt, während alles andere so lange liegenbleibt.

          Daraufhin legt ihr die „Helferin“ nahe, sich doch besser vom Vater zu trennen, da dieser ja offenbar keine Unterstützung für sie wäre, sondern im Gegenteil, eine Belastung. Weigert sich die Mutter, wird ihr die Pistole auf die Brust gesetzt, daß man ansonsten ja wohl gezwungen wäre, das Kind in Obhut zu nehmen, was nach der Einschätzung zweier ISEF-Kräfte tatsächlich einfach möglich ist.
          Denn seit dem neuen FamFG sind reichen schon zwei entsprechende Stellungnahmen von solchen „Fachkräften“ ( von denen eine Beschäftigte beim Amt sein muß ), eine „Teamsitzung“ im Amt und das Einverständnis des Team- resp. Fachbereichsleiters aus, um die Herausnahme des Kindes zu initiieren.
          Manche Mutter ist dadurch ausreichend beeinflussbar.
          Wenn die Eltern in einer solchen Situation nicht sehr besonnen, klug und gegenseitig solidarisch reagieren, ist das Kind – mit etwas Pech – tatsächlich weg.
          (Was dann ggf. taktischerweise gern am Freitag vormittag mittels Abholung aus der Schule durchgezogen wird, da man es dann so arrangieren kann, daß die Eltern das ganze WE keine Information über Verbleib des Kindes und Hintergründe bekommen. Was dazu führt, daß sie, wenn Montag gegen Mittag ein Anruf kommt, sie sollen schnell in’s Amt kommen und entsprechende Papiere unterzeichnen – vorher erreichen sie dort nur den AB – , das auch quasi blind vor Sorge tun. Dabei kann man ihnen relativ leicht einen „Hilfeantrag auf freiwillige Herausnahme“ unterjubeln. Und das ist sehr praktisch, da dadurch die Bedingung der „Gefahr im Verzuge“ wegfällt und das Amt nicht mehr verpflichtet ist, unverzüglich einen Inobhutnahmeantrag bei Gericht zu stellen, oder das Kind binnen 48 Stunden wieder herauszugeben, weil die Eltern die Maßnahme ja „selbst initiiert“ haben. )

          Natürlich gibt es keine offiziellen Anweisungen zu solchen Strategien. Und selbstverständlich ist nicht jede Kindergärtnerin mit Zusatzausbildung, SPFH, Jugendamtsmitarbeiterin ASD/RSD so kaltschnäuzig derartige Schweinereien ( mit ) zu begehen, oder zu unterstützen.

          Aber hier greift Murphy’s Law: Alles was schief gehen kann, wird auch mal schiefgehen.

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