Feindbild Mann Geschlechterdebatte Medien

Echte Männer im aufrechten Kriechgang

geschrieben von: Lucas Schoppe

Wie die ZEIT einmal aus Versehen das Elend des Qualitätsjournalismus herausarbeitete

Das ist unverkennbar eine Inszenierung: Die Zeit veröffentlicht einen Text, der wild, unvorsichtig und zum Teil verstiegen den heutigen Feminismus kritisiert – und kündigt schon für die Folgewoche einen Gegenrede an, die nun gerade erschienen ist. Solch eine Inszenierung wäre ja gar kein Problem, wenn denn nicht Rede und Gegenrede in einem selbstbezüglichen Spiel verstrickt wären – und wenn die Autoren ein Interesse für die sozialen Realität hätten, über die sie schreiben.

 

Kreisklasse für zwei Millionen

Der Zustand des Qualitätsjournalismus wurde eben gerade schlaglichtartig, aber eindrucksvoll an zwei Texten deutlich, die am selben Tag erschienen.

Bernd Ulrich, stellvertretender Chefredakteur der Wochenzeitung Die Zeit, präsentierte dort seinen Text „Mann irrt“ als Antwort auf den aufsehenerregenden Text Jens Jessens, der dort in der Vorwoche erschienen war. Am Abend veröffentlichte dann der Blogger djadmoros im Blog „Geschlechterallerlei“ eine Kritik an Ulrichs Text.

Schon flüchtigen Lesern wird auffallen, dass beide Texte qualitativ in ganz unterscheidlichen Ligen spielen. Der Text des Vize-Chefredakteurs, „Mann und Autor einer Wochenzeitung mit zwei Millionen Lesern“ (Selbstbeschreibung), ist richtungslos, eitel („Eine Bundesministerin sagte mir…“), desinteressiert an seinem Thema, uninformiert, beifallheischend unterwürfig („Da der Feminismus stetig voranschreitet, muss der Mann (also ich) ständig dazulernen“) und zugleich rechthaberisch („Das, lieber Jens, sind wirklich die falschen Fragen.“). Eine fremdschaminduzierende Textwüste.

Während der Zeit-Vize den Begriff des „Patriarchats“ selbstverständlich im Mittelpunkt seiner Ausführungen platziert, aber überhaupt nichts mit ihm anfangen kann, zeigt der Blogger im kleinen Blog noch am selben Tag, wie eine kompetente Auseinandersetzung mit dem Thema aussehen kann. Er vergleicht verschiedene Nutzungen des Begriffs bei verschiedenen Feministinnen, verweist auf seine sinnvolle Verwendung im religiösen („Patriarchen“ der Ostkirche) oder familiensoziologischen Zusammenhang (der Vater als Vorstand der bürgerlichen Familie). Er macht aber auch deutlich, dass die modische Rede vom „Patriarchat“ als einer allgemeinen „Männerherrschaft“ unscharf und ressentimentgeladen ist:

Der Mann und eine ‚toxische Männlichkeit‘ stehen stellvertretend für alle Schattenseiten, die wir an unserer modernen Zivilisation identifizieren (…)“

Wie nebenbei wird im Text des Bloggers im kleinen Blog deutlich, dass sich der stolze Autor der Wochenzeitung mit zwei Millionen Lesern niemals ernsthaft mit seinem Thema beschäftigt hat. Mehr noch, er hatte eine solche Beschäftigung in der Vorbereitung für seinen Text offenkundig auch gar nicht für nötig befunden.

Der Hinweis, dass der Mann in der Rede vom „Patriarchat“ stellvertretend für die Schattenseiten der Moderne stünde, spielt beispielsweise auf Christoph Kucklick und seine Schrift Das unmoralische Geschlecht an (hier im Blog hatte ich den Text in einer kleinen Artikelreihe vorgestellt). Doch auch diesen Text kennt Ulrich selbstverständlich nicht, ebenso wenig übrigens wie sein Vorredner Jessen.

Dabei hat Kucklick seine zentralen Thesen schon 2012 in einem Artikel eben für die Zeit formuliert.  Den Hamburger Qualitätsjournalisten aber ist wie selbstverständlich nicht zuzumuten, einen für ihr Thema zentralen Text auch nur zur Kenntnis zu nehmen – nicht einmal in einer einfach zusammengefassten Form in der eigenen Wochenzeitung.

Schon die Verwendung des Begriffs „Patriarchat“ für die Ordnung der bürgerlichen Familie ist, wie djadmoros ebenfalls zeigt, verkürzend, bezieht sich aber zumindest noch auf konkret nachvollziehbare Strukturen. Ulrich hingegen beklagt, Jessen sei „bemüht, die Unterdrückung der Frau zu vergestrigen, zu marginalisieren und aufs Handfeste wie Vergewaltigung oder Lohn-Ungleichheit zu reduzieren“ – als wäre es irgendwie empörend zu erwarten, dass jemand Behauptungen auch handfest belegen könne.

In seiner modisch gewordenen Verwendung, der sich Ulrich ohne störende eigene Gedanken anschließt, wird der Begriff des „Patriarchats“ zugleich entkernt und überspannt. Er bezeichnet keine nachvollziehbaren sozialen Funktionen, sondern eine diffuse selbstzweckhafte Machtgier, die aus nie geklärten Gründen an das männliche Geschlecht gebunden sei – und er wird in dieser Form dann auch noch aus dem Bereich der Familie schnurstracks auf die gesamte gesellschaftliche Ordnung übertragen.

Das hat, wie auch schon in djadmoros’ Text deutlich wird, zwei erhebliche Folgen.

 

Wozu ist dieses Patriarchat eigentlich gut?

Erstens werden damit Herrschaftstrukturen ausgeblendet, wenn sie sich nicht auf Geschlechterverhältnisse zurückführen lassen. Männer hätten, so Ulrich, immer schon in Herrscherpositionen agiert, und erst heute, „erstmals in der Geschichte der Menschheit“, könne einem Mann

etwas widerfahren, das doch bislang nur den Frauen vorbestimmt war: Er kann wegen seines Geschlechts diskriminiert und angegriffen werden (…)“.

Diesem Credo lässt djadmoros schon mit dem kurzen Hinweis auf die biblische Geschichte von David und Potiphars Frau – die Herrin des Sklaven David war – leicht die Luft heraus: Anders als von Ulrich suggeriert, können Männer offenkundig nicht erst mit MeToo Opfer von Falschbeschuldigungen werden.

Auch die rassistische Lynchjustiz übrigens nutzte schon Falschbeschuldigungen – den Vorwurf, schwarze Männer hätten weiße Frauen vergewaltigt – als wesentlichen Treibstoff. Das könnte eigentlich jeder wissen, der wenigstens schon einmal Harper Lees Welterfolg To Kill a Mockingbird (dt: Wer die Nachtigall stört) gelesen hat.

Neben der Blindheit für soziale Herrschaftsstrukturen, die sich nicht als Mann-Frau-Herrschaft kodieren lassen, ist die Anfälligkeit für anti-moderne Ressentiments ein wesentliches Problem der unreflektierten Rede vom Patriarchat. Die Unüberschaubarkeit moderner Herrschaftsstrukturen – das Gefühl des Ausgeliefertseins – die Angst vor der Auflösung vertrauter Zusammenhänge – der Eindruck, das konkrete, fassbare Leben würde sich in abstrakten, technokratischen, industriell verzweigten Strukturen auflösen – die Ohnmacht des einzelnen Menschen gegenüber der Ordnung einer Massengesellschaft – die Reduzierung des einzelnen Menschen auf eine begrenzte Funktion in einem unüberschaubar großen Funktionszusammenhang: Solche und ähnliche  Erfahrungen sind als Unbehagen an der Moderne von Beginn an Teil der Moderne selbst gewesen.

Zum ideologischen Ressentiment aber werden sie, wenn die positiven, humanen Gegenstücke – die gigantischen, lebensrettenden Erfolge moderner Wissenschaft, die Erleichterungen des alltäglichen Lebens, die enormen Vereinfachungen der Kommunikation, die Befreiung aus einengenden Zusammenhängen, Demokratie, Menschenrechte – programmatisch nicht wahrgenommen werden.

Eben das beschreibt schon Kucklick, der umfangreich darstellt, wie das Unbehagen an den abstrakten, ungreifbaren Strukturen der Moderne in die konkreten, vertrauten Formen des bürgerlichen Geschlechterverhältnisses eingegossen wurde. Die Rede vom „Patriarchat“, von der „Männerherrschaft“ projiziert dieses Unbehagen auf den Begriff der „Männlichkeit“ und fantasiert sich „Weiblichkeit“ damit zugleich als Refugium des unschuldig und echt Gebliebenen – als Trägerin des eigentlich Lebendigen, das von der schlechten Männlichkeit leider ständig bedroht und unterdrückt sei.

Die Rede vom Patriarchat ist somit gleich doppelt reaktionär: Erstens, weil sie ein Ressentiment gegen die Moderne artikuliert, deren positive Seiten programmatisch ausgeblendet bleiben – und zweitens, weil sie dieses Ressentiment auch noch in die Ordnung einer bürgerlichen Kleinfamilie aus der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts einspielt.

Wie es eigentlich möglich ist, dass eine solch reaktionäre Projektion ausgerechnet in Parteien mit einem linken Selbstverständnis zum Allgemeingut werden konnte, hat Leszek hier im Blog gerade in einem Post sehr differenziert gezeigt (und besonders in diesem Kapitel).

 

Stoki schreibt’s an jede Wand: Echte Männer braucht das Land

Auch an den maßlos aggressiven Reaktionen auf Jessens Text lässt sich diese reaktionäre Haltung leicht erkennen. Ulrich allerdings nimmt diese Reaktionen gar nicht zur Kenntnis, unterstellt allein Jessen selbst „Wut“ und knüpft so an das Klischee vom wütenden weißen Mann an, der um den Verlust seiner Machtposition besorgt sei.

„Ganz großes Gejammer“ sei der Text von Jessen, so Patricia Hecht in der taz, die in ihrem Text ebenfalls gedankenfrei mit dem Patriarchatsbegriff hantiert. Dort „lamentiert“ Jessen und bräuchte, so Hecht höhnisch, einfach „jemanden, der ihn an die Hand nimmt, wenn er sich ausgeweint hat“. 

Eigentlich dasselbe schreibt Margarete Stokowski im Spiegel, formuliert nur noch krasser, weil sie ja irgendwie rechtfertigen muss, dass sie aus denselben Vorwürfen noch einmal einen neuen Text macht. Mit seinen „weinerlichen Ausführungen“ wäre Jessen nun „der Peinlichste in der #MeToo-Debatte“. „Jessens halt- und ehrloses Geflenne“ darüber, „dass alle Männer elendig geknechtete Wesen sind“, steht auch in diesem Text als erbarmungswürdig lachhaft dar.

Natürlich greifen Stokowski und Hecht, wie viele andere, auf ein reaktionäres Männerbild zurück. Was ein richtiger Mann ist, der jammert und flennt nicht, der hat und bietet jederzeit Halt, und dessen Ehre heißt Treue. Dass ein Mann – und sei es noch so verstiegen und unstrukturiert – über eigene Verunsicherungen, vielleicht gar über Leiderfahrungen schreibt, erregt hier immer wieder einen Widerwillen, der urtümlich, instinktiv und unreflektiert wirkt. Der Kern dieser feministischen Kritik an Jessen ist, dass der Autor eben kein richtiger Mann sei.

Das klischeehafte Wut-Motiv, das auch der ehemalige Medienkritiker Stefan Niggemeier strapaziert, bedient sich ebenfalls aus dem Vorwurf der Unmännlichkeit: Denn der klassische bürgerliche, würdevolle Mann, der echte Patriarch, zeichnet sich ja eben dadurch aus, dass er ganz und gar nicht von seinen Gefühlen geleitet wird, sondern sich jederzeit unter Kontrolle hat.

Beim Bildblog, der einmal von Niggemeier mitgegründet wurde, beschimpft Alf Frommer derweil Jessen als „Troll-Journalisten“, der das aufschreibe, was „man früher an den ‚Klowänden des Internets’ bewundern durfte“. Da er nun dergestalt der Unterschied zwischen den unseriösen Schreihälsen im Netz und sich selbst klargestellt hat, kann Frommer dann Jessen keck mit Jens R. vergleichen, dem psychisch kranken, mörderischen Amokfahrer von Münster. Wie schön, dass hier wenigstens noch einer richtig witzig ist.

 

Über Leichen kriechen

Mit einer Kollegin habe ich vor wenigen Tagen über einen gemeinsamen Bekannten gesprochen, der als Trennungsvater gerade um die Möglichkeit kämpfen muss, den Kontakt zu seinem Kind behalten zu können. Obwohl er, und nicht seine Ex-Partnerin, sich wesentlich um das Kind gekümmert hatte, läuft er in den Institutionen auf mit seinem Bemühen, das Kind wenigstens etwas häufiger als alle zwei Wochen mal am Wochenende sehen zu können. Dies, obwohl das Kind ausdrücklich sagt, dass es häufiger beim Vater sein möchte. „Das hab ich nicht gewusst, dass das so ist“, sagt meine Kollegin, die wütend und offensichtlich erschüttert ist über das, was sie da aus der Nähe erlebt.

Ich wiederum habe mich gefragt, warum sie das nicht gewusst hat. Schließlich gehen Väter seit Jahrzehnten mit ihren Geschichten an die Öffentlichkeit, und wer auch nur ein wenig Interesse aufbringt, kann sich schnell darüber informieren, wie verzweifelt die Situation von Vätern – und ihren Kindern – ist, wenn sie gegen den Willen einer Mutter versuchen, den Kontakt zu behalten.

Dass solche brutalen Zustände, von denen die Betroffenen regelmäßig in existentielle Not gebracht werden, faktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiter exerziert werden können – das liegt eben auch daran, dass jede Erzählung eines solchen Vaters übertönt wird von einem beständigen Hintergrundrauschen, mit dem noch die Existenz rosafarbener Schokoladen-Osterhasen oder das breitbeinige Sitzen in U-Bahnen zum Beleg einer umfassenden patriarchalen Herrschaft hochgejazzt wird.

Wird der Begriff „Patriarchat“ als „Vaterherrschaft“ wörtlich genommen, dann müsste seine Absurdität eigentlich jedem auffallen. Das zwanzigste Jahrhundert mit seinem beiden Weltkriegen, später mit der Arbeitsbelastung im Wirtschaftswunder, noch später mit der juristisch betriebenen Ausgrenzung von Vätern war ja eben kein Jahrhundert der Vaterherrschaft, sondern eines des beständigen Vaterverlusts. Der Begriff „Patriarchat“ und die Inszenierung eines Kampfes dagegen kleidet daher, unter anderem, eine Leiderfahrung von Millionen ideologisch ein und deutet den Vaterverlust, schmerzvermeidend und machtwahrend, in eine Befreiung von einer unmenschlichen Herrschaft um.

Solche Projektionen, die heute ein selbstbezügliches mediales System aufgreift und in rituellen Wiederholungen beständig kreisen lässt, erlauben der Darstellung realer sozialer Erfahrungen kaum noch einen Raum. „Ein publizistisches Perpetuum mobile von Empörung und Gegenempörung hat sich da etabliert“, schreibt Ulrich, und das wäre der einzige aufrichtige Satz in seinem Text, wenn der Autor denn nur sich selbst dabei einschließen würde.

Die Zeit hat mit den Texten Jessens und Ulrichs ein geschicktes, sicher auch lohnendes, aber unverkennbar gelangweiltes und uninformiertes Empörungsmanagement betrieben. Ganz und gar desinteressiert sind die Diskursmanager daran, woraus sich denn eigentlich die Empörung speist, die sie da gewinnbringend hochputschen und anzapfen. Dass sie möglicherweise reale, existenzielle Erfahrungen von Menschen, unter anderem auch beträchtliche Leiderfahrungen ausbeuten, spielt in dieser Inszenierung keine Rolle.

Wer so inszeniert, der geht ohne große Bedenken auch über Leichen – das ließe sich leicht sagen, wäre aber falsch. Denn wer geht, der hält sich wenigstens aufrecht. Die Inszenierung der Zeit aber führt einen oberflächlich argumentierenden, wilden Angriff auf den heutigen Feminismus zurück in eine noch oberflächlicher argumentierende Unterordnung unter eben die Diskursmuster, die Jessen kurz durcheinander gebracht hat.

Wer so agiert, der geht nicht – der kriecht.

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35 Comments

  • Mir reicht ein Abschnitt aus dem Ulrich Text:
    »Erstmals in der Geschichte der Menschheit kann nun also dem Mann etwas widerfahren, das doch bislang nur den Frauen vorbestimmt war: Er kann wegen seines Geschlechts diskriminiert und angegriffen werden, er ist unter Umständen schutzlos der Niedertracht von Frauen ausgeliefert. Das ist da, wo es wirklich geschieht, furchtbar, vor allem aber ist es eine Weltneuheit: Diskriminierung jetzt auch für Männer! Eines jedoch wird dabei gern vergessen, und auch Jens Jessen unterschlägt es: Dass Männer ohne Beweise wegen sexueller Nötigung oder Schlimmerem ins soziale Abseits geraten können, ist lediglich die Kehrseite eines anderen, weit häufigeren Tatbestands, dass nämlich Frauen sexuelle Nötigung oder Schlimmeres erleben und der Mann anschließend straffrei ausgeht, weil es in der Natur der Sache liegt, dass es meistens keine Beweise gibt. Es handelt sich hier also keineswegs um eine totalitäre Attacke des Feminismus, sondern um ein tragisches Dilemma, das Frauen schon immer getroffen hat und Männer neuerdings treffen kann.«

    Jessen geht sehr wohl auf Meeto ein, er schreibt von der Besetzungcouch oder damit das die Karriere in Hollywood mit Prostitution beginnt oder endet. Jessen findet MeToo auch nicht sonderlich schlimm, nur die Kollektivschuld die geht im auf den Keks…

    Was Ulrich macht geht nun jedoch noch einen Schritt weiter, wir müssen laut Ulrich ertragen das wir jederzeit öffentlich und ohne Beweise im Internet fertig gemacht werden können. Ulrich, der Kämpfer für Recht, Freiheit und arme Witwen und geistig verwaiste, findet es ist eine ausgleichende Gerechtigkeit zu dem immensen Unglück das Frauen ertragen müssen. Nicht nur das er nicht im Geringsten daran interessiert ist sich nur 5 Minuten mit den Gegenthesen zu beschäftigen, er wischt die Kritik an MeToo als Naturkatastrophe hinweg, die wir einfach ertragen müssen, so wie Frauen ja auch die Angst vor Vergewaltigung ertragen mussten. Das er die komplette Geschichte der letzten Jahrhunderte ausblendet sei ihm verziehen, was er aber hier schreibt zeigt seinen wahren Charakter. Nein, tut es nicht, es zeigt das er keinen hat.

    Damit negiert er dann so grundlegende Formen unseres Rechtstaates und unserer Demokratie wie das vor öffentlichen Verleumdungen, übler Nachrede und Falschbeschuldigungen geschützt zu werden und tut so als ob wir diese Form der Standgerichte einfach nur ertragen müssen, so wie einst die Franzosen den Terror von Robespierre, der ja auch nur das Gute und Tugenhafte wollten zu ertragen hatten um eine bessere Welt zu erhalten. Er stellt es einer „Aussage gegen Aussage“ Situation gegenüber, die es so in Vergewaltigungsprozessen aber nicht gibt. Auch dort wird mit Gutachten gearbeitet, egal wie schlecht diese sind, dort gibt es die „Opferzeugin“ und wie im Fall von Lohfink sogar Filmbeweise. Doch wir müssen es jetzt ertragen, weil wir als Männer Schuld auf uns geladen haben, denn wir waren Profiteure des Patriarchats und erhalten nun den Spiegel unseres tuns. Damit bestätigt er zu 1000% den vorhergehenden Beitrag von Jessen. Doch noch mehr, er sieht massive Gesetzesübertretungen als gerechten Zorn an… Anders ausgedrückt, auch ein Nazi hätte Ulrichs Text so schreiben können, tauschen wir Patriarchat durch internationales Finanzjudentum und Männer durch Juden, und schon sind wir wieder auf seinem Argumentationsniveau…

    »Erstmals in der Geschichte der Menschheit kann nun also dem Juden etwas widerfahren, das doch bislang nur der deutschen Rasse vorbestimmt war: Er kann wegen seiner Taten diskriminiert und angegriffen werden, er ist unter Umständen schutzlos der Niedertracht von Menschen ausgeliefert. Das ist da, wo es wirklich geschieht, furchtbar, vor allem aber ist es eine Weltneuheit: Diskriminierung jetzt auch für Juden! Eines jedoch wird dabei gern vergessen, und auch Jens Jessen unterschlägt es: Dass Juden ohne Beweise ins soziale Abseits geraten können, ist lediglich die Kehrseite eines anderen, weit häufigeren Tatbestands, dass nämlich die arische Rasse Schlimmeres erleben und der Jude als Mitglied des Finanzjudentums anschließend straffrei ausgeht, weil es in der Natur der Sache liegt, dass es meistens keine Beweise gibt. Es handelt sich hier also keineswegs um eine totalitäre Attacke des Nationlasozialismus, sondern um ein tragisches Dilemma, das Arier schon immer getroffen hat und Juden neuerdings treffen kann.« Adolf Hitler… äh, Bernd Ulrich, Zeitredakteur 21 Jahrhundert…

    Ich sach es ja immer, Vielfalt ist für Feministinnen wenn alle Heil der gerechten Sache schreien…

    • „Damit negiert er dann so grundlegende Formen unseres Rechtstaates und unserer Demokratie“

      Dieser Punkt ist mir auch bei dem Ulrich-Text sofort sauer aufgestoßen. Ulrich scheint noch nicht einmal zu merken, daß er eine Blutrache-Argumentation benutzt und in wessen Geistesverwandtschaft er sich damit begibt. Wie kann man nach jahrenlangen Debatten dermaßen blind sein?

      Das hat mich auch spontan an einen der ersten Texte auf meinem Blog erinnert: Sippenhaft, Blutrache und Kollektivrechte. Ich habe ihn seit Jahren nicht mehr verändert (deswegen ist er etwas angestaubt) und ihn damals, 2013, wegen der exakt gleichen Blutrache-Argumentationen im Rahmen der Aufschrei-Debatte geschrieben, sozusagen als Aufschrei gegen die Aufgabe ethischer Mindeststandards.

      Das eigentlich Deprimierende ist, daß es heute, 5 Jahre später, keinen Deut besser geworden ist. Stattdessen haben wir die AfD im Bundestag, die sich mit der Opposition gegen Quoten u.ä. als Retter von Grundrechten darstellen kann, und der Spiegel rätselt über das Meinung von Gebildeten über Medien, die von Figuren wie Ulrich dominiert werden zu.

      Ich fürchte, in weiteren 5 Jahren sind wir immer noch keinen Schritt weiter.

      • Die Blutrache basiert auf Auge um Auge, Zahn um Zahn. Du vergewaltigst meine Schwester, also vergewaltige, töte, etc. pp. ich einen Deiner Familienangehörigen. Es geht also konkrete Tat bzw. Tatvorwurf reicht, um eine Gegenreaktion auszulösen…
        Hier geht es eher um das Brunnenvergiften… Die (Juden) haben unsere Brunnen vergiftet, das ist bei ihm, ich habe den Eindruck das es evtl. möglich ist das es doch mehr Vergewaltigungen gibt wie ich denke… Rechte in Deutschland haben ja ebenfalls den Eindruck das es mehr Straftaten gibt die durch Migranten verursacht sind. Einmal gibt es einseitige Statistiken die nur Gewalt von Ausländern ermitteln, einmal gibt es diese Statistiken nicht. Einmal gibt man sich mit den PKS zufrieden, einmal muss man das Dunkelfeld aufbauschen… Alles lang und breit durch Lukas und Deinen Blog aufgezeigt…
        Es gibt also keine konkrete nachweisbare Tat, sondern nur das Volksempfinden, das Empfinden von Bernd Ulrich oder das von Feministinnen oder das von denen die glauben die Juden beherrschen die Finanzwelt…

    • „hier schreibt zeigt seinen wahren Charakter.“

      Ulrich ist ein Barbar. Als Chefideologe rechtfertigt er Ungerechtigkeit mit einer kollektivistischen Ideologie, die das Individuum ausschliesst.

      Früher waren es Kollektivismen von „Nation“ und „Volk“, die alles Unrecht rechtfertigen sollten, heute dient das „Geschlecht“ dazu.

  • Ein lustig Liedlichen vom Patriachat auf den Lippen, schlendert man lässig über den Friedhof…

    Lukas stellt überzeugend dar, wie die Selbstinszenierung einer „Debatte“ über den Feminismus bei der grossen Wochenzeitung „Die Zeit“ eine Inszenierung der Hohl- und Falschheit ist. Denn diese „Debatte“ ist keinem auch nur als ausreichend zu bezeichnenden Sachniveau verhaftet und es werden jegliche etablierte Bezugsgrössen aus einer wissenschaftlich orientierten Literatur ignoriert.

    Dem gegenüber, so Lukas, steht eine intellektuell verkümmerte und verbildete Öffentlichkeit, in der die Erfahrung mit den realen gesellschaftlichen Umständen indessen nur noch schockierend ausfallen kann: „„Das hab ich nicht gewusst, dass das so ist““.

    Das ist eine durchaus berechtige Sicht. Leider bleibt bei dieser Darstellung der wie ich meine positive intellektuelle Beitrag Jessens zum Verständnis des Feminismus auf der Strecke, wobei ihn seine polemischen Spitzen als „wild, unvorsichtig und zum Teil verstiegen“ disqualifizieren würden und da ihm die „fremdschaminduzierende Textwüste“ von Ulrich als Teil der Inszenierung einer Debatte beigeordnet werden müsse. Und so musste Lukas auch den potentiell „einzigen aufrichtigen Satz“ im Text von Ulrich ausgerechnet in der relativistischen und unrichtigen Behauptung sehen, die Auseinandersetzung um den Feminismus sei nur ein „Perpetuum mobile von Empörung und Gegenempörung“ und kein Monolog, der mal von Einzelstimmen kurz unterbrochen wird.

    Zum Glück gibt ja abseits des entgleisten Jounalismusbetriebs auch noch Debatte um den Feminismus, die ergebnisorientierter sich am Sachgegenstand orientiert, wie an der Erläuterung des Patriarchats-Begriffs. Und hier lieferte Lukas neuer Aufsatz für mich einen ungeahnten Einblick in eine überaus merkwürdige Form der Vergangenheitsbewältigung, dort wo er schreibt:

    „Der Begriff „Patriarchat“ und die Inszenierung eines Kampfes dagegen kleidet daher, unter anderem, eine Leiderfahrung von Millionen ideologisch ein und deutet den Vaterverlust, schmerzvermeidend und machtwahrend, in eine Befreiung von einer unmenschlichen Herrschaft um.“

    Die Schattenseite der Moderne, insbesondere auch die beiden Weltkriege, werden so einer gemeinsamen bösen Essenz zugeschrieben und derart als moderner Teufel „gebannt“, als „der Mann“. Statt eine geschichtliche Ungerechtigkeit allererster Qualität darin zu sehen, dass ein beträchtlicher Teil der Männer im Krieg verheizt wurde, muss man jetzt eine radikale Umdeutung vornehmen und zynisch eine höhere Gerechtigkeit erblicken, die den Zerfall des „Patriarchats“ bedingt hätte. Zwangsläufig führt das feministische Konzept einer Patriarchatsherschaft und seines angeblichen Kontrollverlustes zu einer Rechtfertigung, ja sogar zur Verherrlichung der Weltkriege.

    Dazu kam mir dann das Bild mit dem „Pfeifen im Walde“, welches ich dann zum „Pfeifen auf dem Friedhof“ abwandelte (was sowieso die amerikanische Variante ist), um diesem sich abzeichnenden monströsen Geschichtsrevisionismus Ausdruck zu verleihen.

    • @Alex „Statt eine geschichtliche Ungerechtigkeit allererster Qualität darin zu sehen, dass ein beträchtlicher Teil der Männer im Krieg verheizt wurde, muss man jetzt eine radikale Umdeutung vornehmen und zynisch eine höhere Gerechtigkeit erblicken, die den Zerfall des „Patriarchats“ bedingt hätte.“ Der Punkt ist mir auch wichtig, weil ich mir überlege, welche Talente Erfahrungen eigentlich den so oberflächlichen, auch so erkennbar projektiven Positionen wie der von Ulrich und vielen andern zu Grunde liegen.

      Schon Margarete Mitscherlich hat – und tatsächlich ausgerechnet in „Die friedfertige Frau“ – die Fünfziger Jahre als Zeit einer „konservativen und regressiven Konsolidisierung der Familien- und Geschlechterverhältnisse“ beschrieben. Die Zeit des Krieges nämlich sei aufgrund der Abwesenheit der Männer für viele Frauen eine Zeit der Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit gewesen.

      Die Entstehung der neuen Frauenbewegung erklärt sich Mitscherlich dann auch tatsächlich mit der Sehnsucht von Frauen nach eben den Müttern, die sie als kleine Kinder so selbstständig und selbstbestimmt erlebt hätten. https://man-tau.com/2014/06/08/wozu-mannliche-monstren-und-friedliche-frauen-gut-sind-margarete-mitscherlichs-die-friedfertige-frau/

      Tatsächlich, das steht da so bei dieser Verkünderin weiblicher Friedfertigkeit. Dass Millionen Männer auf den Schlachtfeldern krepierten, kommt bei ihr lediglich als Chance zu größerer Selbstständigkeit an. Die nationalsozialistischen Massenmorde, die Verwandlung Europas in einen Trümmerhaufen – das alles passiert irgendwo an der Peripherie, während die Erfahrung weiblicher Selbstbestimmung zentral ist. Zum Problem werden erst die Fünfziger Jahre, wenn die Männer wieder kommen.

      Es ist kaum zu glauben, dass Mitscherlich Psychologin war. Selbst absoluten psychologischen Laien müsste eigentlich auffallen, dass hier enorme Leiderfahrungen, schmerzvermeidend ideologisierend, in positive Beferiungserfahrungen umgedeutet werden.

      Zugleich wird aber eben auch deutlich, wie viel Brutalität stillschweigend in der Fantasie einer allgemeinen weiblichen Friedfertigkeit enthalten ist.

      • @LS
        „Es ist kaum zu glauben, dass Mitscherlich Psychologin war.“

        Ich finde es vielmehr bezeichnend, dass diese stark politisierte Profession ihre diffusen Theoreme nutzt, um Politik zu betreiben, hier „Vergangenheitsbewältigung“ in jedem negativen Sinn. Ob das an Mitscherlichs „Unfähigkeit zum Trauern“ liegt, oder eher an einer Unfähigkeit positive Verantwortung zu übernehmen?

        Mitscherlich muss mit der Anforderung mit Schuld umzugehen vollkommen überfordert gewesen sein, so dass sie diese Schuld rundum abstreitet und natürlich auch keine Verantwortung sehen will, sondern die Pseudolösung anbietet, sich in eine heile Welt eines eingebildeten Femininen einzurichten, in der das Geschlecht der Frau soetwas wie ein natürlicher „Widerstand“ gewesen ist.

        Unfassbar, dass sie die sexistischen Behauptungen in ihrem Machwerk auch noch ausdrücklich abstreitet. Das zeigt ja mindestens, wie intellektuell konfus Mitscherlich ist, wenn nicht ausgeprochen unehrlich bzw lügnerisch.

      • Da Ihr, @ Lucas&Alex, schon bis zu den Kriegsfolgen und den „modernen“ ( oder besser postmodernen? ) Interpretationen dazu ausgreift, fällt mir wieder ein Gedankengang ein, der mir im Laufe meiner Befassung mit PAS/EKE erst dämmerte:
        Warum ist jede Diskussion über Kriegs- u. Nachkriegs(halb-)waisen, und auch über die – in dem Zusammenhang kaum bis gar nicht zur Verfügung stehenden – Männer und Väter eigentlich so ungefähr ab Ende der 70er nach und nach praktisch vollständig verschwunden, vermutlich auch aus dem akademischen Bereich?
        Nur durch diese Verödung ( Realitätsflucht ) können doch solche Auffassungen, wie die von Mitscherlich, Heiliger u.s.w. erst als „gut“ akzeptiert werden und sich ausbreiten.
        Überspitzt gesagt: Wer liest denn heute noch Borchert o. Fallada ( oder so ) und warum nicht?
        Liegt es möglw. auch mit daran, daß sich schon vor mehreren Jahrzehnten das Schneeflöckchentum zu entwickeln begann, welches dann zu irgendwelchen Safespaces u.ä. führte?
        Manchmal denke ich, daß z.B. Borchert heute regelrecht zu wütenden Protesten führen könnte ( unzumutbar, triggernd, brutal! ), auch und gerade in den soziologischen Bereichen. Bei erwachsenen Menschen! Ich habe den Themenbereich ( noch ) ungefähr ab der 5-6 Klasse „um die Ohren gehauen“ bekommen. Und das war richtig, mein Pazifismus basiert nicht zuletzt darauf.

        Da liegt m.E. irgendwo ein derber Bruch, um nicht zu sagen eine tiefe Lücke vor. Vorher gab es seriöse und anerkannte Forschung dazu, die ich für ausgesprochen wichtig halte und die übrigens eine starke „linke“ Basis hatte. „Danach“ drehte sich die Geschichte dann um. Plötzlich war Vaterlosigkeit etwas positives, Forschung dazu wurde „irgendwie rechts, patriarchal“ o.ä. markiert.
        Was ist dazwischen schief gelaufen?

  • Ja immer wieder verblüffend. Männer sind gewalttätig und repressiv, und wenn es mal einer nicht ist, ist er ein Jammerlappen und eine Memme und sollte sich mal wie ein richtiger Mann verhalten. Wie man´s macht macht man´s falsch.

    • „Die Wortführerinnen der Debatte haben eine neue Argumentationsstruktur geschaffen, die einem alten Trick beim Mühle-Spiel gleicht: Mit jedem Zug setzt sich der Gegner selber matt.“ — Jens Jessen

  • „Die Rede vom Patriarchat ist somit gleich doppelt reaktionär: Erstens, weil sie ein Ressentiment gegen die Moderne artikuliert, deren positive Seiten programmatisch ausgeblendet bleiben – und zweitens, weil sie dieses Ressentiment auch noch in die Ordnung einer bürgerlichen Kleinfamilie aus der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts einspielt.“

    Nein, weder das eine noch das andere. Es mag diesen reaktionären Patriarchats-Diskurs, wie ihn Kucklick beschreibt, geben, aber das heißt noch lange nicht, dass wenn irgendwelche Feministen „gegen das Patriarchat“ kämpfen, dadurch reaktionär sind. Sie kritisieren einfach nur, dass die Schlüsselpositionen in Politik und Wirtschaft in männlicher Hand sind und das erinnert sie halt an das alte Patriarchat. Und das auch durchaus zu recht; denn die Ursache des Patriarchats ist die geschlechtliche Arbeitsteilung, die es in Grundzügen bis heute gibt.

    • @Jonas:

      »Es mag diesen reaktionären Patriarchats-Diskurs, wie ihn Kucklick beschreibt, geben, aber das heißt noch lange nicht, dass wenn irgendwelche Feministen „gegen das Patriarchat“ kämpfen, dadurch reaktionär sind.«

      Das »Reaktionäre« des Feminismus besteht in seinem faktischen Schulterschluss mit reaktionären Positionen, sobald sie auf ihre Vorteile in der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung verzichten sollen. Nicht, dass sie »das Patriarchat« bekämpfen, macht sie reaktionär, sondern dass sei völlig inkonsequent sind, sobald sie dieselbe Verantwortung wie »patriarchale Männer« tragen müssten. Dann ziehen sie sich auf die »Jungfrau in Nöten« zurück, also auf ein traditionelles Geschlechterklischee.

      »Sie kritisieren einfach nur, dass die Schlüsselpositionen in Politik und Wirtschaft in männlicher Hand sind und das erinnert sie halt an das alte Patriarchat. Und das auch durchaus zu recht; denn die Ursache des Patriarchats ist die geschlechtliche Arbeitsteilung, die es in Grundzügen bis heute gibt.«

      Klar, wenn die Mädels ein bißchen doof sind und keinen klaren Gedanken selbständig und geradeaus zu Ende denken können, dann verwechseln sie geschlechtsspezifische Arbeitsteilung halt schon mal mit »dem alten Patriarchat«. Nun beanspruchen unsere Femistinnen aber, die Avantgarde einer kritischen Theorie der Gesellschaft zu sein, und da darf man doch wohl etwas höhere Erwartungen an ihre analytische Kompetenz richten.

      • sei doch nicht so streng du Patriarch du. Klar sind die Femi-Prinzesschen ein bisschen dumm, aber trotzdem machen sie eine für mich nachvollziehbare Erfahrung der Gesellschaft auch wenn sie diese Erfahrung falsch deuten. Diese Erfahrung ist, dass ihnen von Schule, Politik und Familie vorgegaukelt wird, dass Frauen angeblich genauso sein können und sein wollen wie Männer aber die Mädels dann merken, dass Frauen trotz „Gleichberechtigung“ und „Emanzipation“ immer noch politisch und ökonomisch „unterrepräsentiert“ sind – also in diesem Sinne weniger gesellschaftlichen Einfluss und weniger Einkommen haben als Männer. Wie sollen diese verdummten und genderverwirrten Spießbürgertöchter das anders erklären als durch irgendwelche fiesen „patriarchalen Strukturen“ oder dergleichen?

        • @Jonas:
          „Diese Erfahrung ist, dass ihnen von Schule, Politik und Familie vorgegaukelt wird, dass Frauen angeblich genauso sein können und sein wollen wie Männer aber die Mädels dann merken, dass Frauen trotz „Gleichberechtigung“ und „Emanzipation“ immer noch politisch und ökonomisch „unterrepräsentiert“ sind – also in diesem Sinne weniger gesellschaftlichen Einfluss und weniger Einkommen haben als Männer.“

          Ähh …wa?
          Wieso „aber“ und „trotz“?
          Du meinst bestimmt, „weshalb“ und „eben wegen“, oder?
          Siehe auch Anteile der IT-Studeninnen nach Staaten aufgeschlüsselt.

    • @ Jonas „Es mag diesen reaktionären Patriarchats-Diskurs, wie ihn Kucklick beschreibt, geben, aber das heißt noch lange nicht, dass wenn irgendwelche Feministen „gegen das Patriarchat“ kämpfen, dadurch reaktionär sind.“ Doch, das ist genau das, was ich behaupte.

      Es wäre ja schön, wenn es tatsächlich beim Kampf gegen „das Patriarchat“ einfach um eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung ginge. Dann könnten wir überlegen, warum Männer in manchen Positionen enorm überproportional vertreten sind (Aufsichtsräte, Vorstände, Müllabfuhr, Militär, …). Sollte es etwas mit unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt zu tun haben, wäre es unbedingt im Sinne der Chancengleichheit, diese Unterschiede zu beseitigen.

      Ich finde es auf jeden Fall wichtig, dass Frauen eben dieselben Möglichkeiten einer Berufswahl haben wie Männer. Dazu gehört dann als logisches und praktisches Gegenstück natürlich auch, dass Männer eben dieselbe Möglichkeit wie Frauen haben müssen, sich für die Betreuung ihrer Kinder zu entscheiden.

      Da hört es dann aber sofort auf mit dem feministischen Kampf gegen das „Patriarchat“, mehr noch: Jetzt bedeutet der antipatriarchale Kampf plötzlich, Vätern die Möglichkeit zur Kindessorge ganz zu nehmen und „Alleinerziehen als Befreiung“ zu propagieren – als Befreiung von der patriarchalen Herrschaft nämlich.

      Dass die Idologie, nach der das Kind unbedingt zur Mutter gehöre, im praktischen Widerspruch zur Erwartung gleicher Beteiligung von Frauen am Erwerbsleben steht – das nimmt keine der wackeren antipatriarchalen Kämpferinnen als ihr eigenes Problem wahr. Statt dessen erwartet sie vom „Patriarchat“, diesen Widerspruch aufzufangen (durch staatliche Kinderbetreuung oder finanzielle und weitere institutionelle Unterstützung), weil dadurch ja Frauen unterdrückt würden.

      Reaktionär ist der Kampf gegen das „Patriarchat“, weil es dabei tatsächlich nirgends um etwas Konkretes wie z.B. die gleichberechtigte Beteiligung am Erwerbsleben geht. „Patriarchat“ ist eine diffuse, irgendwie allumfassende, aber in jedem Fall inhumane Männerherrschaft, an der irgendwie alle Männer teilhätten, auch die Marginalisierten (siehe Cornells Rede von der „patriarchalen Dividende“). Konkrete Beispiele gibt es dafür lediglich, weil die soziale Wirklichkeit beständig nach Bestätigungen für diese allgemeine Weltsicht gescannt wird, ohne dass sie durch irgendwelche empirischen Daten jemals in Frage gestellt werden könnte. Daher spielt dann auch z.B. die Besetzung von Aufsichtsratsposten eine zentrale Rolle, die extremen Geschlechterunterschiede im Sorgerecht, bei den Kriegstoten, bei der Betroffenheit von Obdachlosigkeit oder der Lebenserwartung (und vieles mehr) jedoch nicht.

      Ich finde daher auch, @djadmoros, dass die feministische Rede vom „Patriarchat“ nicht erst durch ihre Widersprüche reaktionär wird. An diesen Widersprüchen wird ihr reaktionärer Charakter lediglich augenfällig. Reaktionär ist sie, weil sie ganz und gar Ausdruck einer projektiven Weltsicht ist, deren Vertreterinnen beständig eigene uneingestandene Ressentiments als objektive Bestandteile der sozialen Wirklichkeit wahrnehmen, ohne überhaupt ein eigenständiges Interesse an sozialen Daten zu haben. Reaktionär ist sie, weil sich diese Ressentiments – mit Kucklick – unschwer als antimoderne Ressentiments identifizieren lassen. Reaktionär ist sie, weil sie diese Ressentiments in einer Geschlchterordnung spiegelt, die längst überlebten Zeiten zugehört – und die auch damals nur einen winzigen Teil der Bevölkerung betraf (in proletarischen Familien war das bürgerliche Geschlechtemodell mangels finanzieller Ressourcen ja gar nicht zu realisieren).

      Würde es anders sein, dann hätten Feministinnen sich ja einmal darum bemühen können, den Patriarchatsbegriff sinnvoll zu operationalisieren – also so zu formulieren, dass klar unterscheidbar wäre, was nun „patriarchal“ ist und was nicht. Eben daran haben sie aber gar kein Interesse. Es gehört zur projektiven Natur dieser Weltsicht, dass sich die Projektionen jederzeit auf alles richten können, und zugleich auf das Gegenteil.

      Das ist dann übrigens ein Punkt, mit dem Jessen völlig recht hat: Prinzipiell kann jedes männliche Verhalten als patriarchale Machtausübung gedeutet werden, ebenso wie das Unterlassen dieses Verhaltens. Das gehört strukturell dazu. Im Lichte der reaktionären Rede vom „Patriarchat“ ist das nämlich natürlich kein Anlass, die eigenen Grundlagen zu überprüfen – sondern ganz im Gegenteil Beleg für die eigene Fantasie, die Männerherrschaft wäre allumfassend.

      • „Jetzt bedeutet der antipatriarchale Kampf plötzlich, Vätern die Möglichkeit zur Kindessorge ganz zu nehmen und „Alleinerziehen als Befreiung“ zu propagieren – als Befreiung von der patriarchalen Herrschaft nämlich.
        […] die Idologie, nach der das Kind unbedingt zur Mutter gehöre“

        ok, das kann man von mir aus als „reaktionär“ bezeichnen, auch wenn ich diesen schwammigen modernistisch-jakobinischen Kampfbegriff eigentlich ablehne. Aber bei dem Rest kann ich nicht mitgehen.
        Widersprüchlichkeit, Schwammigkeit, Unlogik, Ressentiments und Doppelmoral im Dogma (bei den Femis heute alles zur Genüge vorhanden) machen eine Ideologie nicht „reaktionär“, sondern einfach nur hässlich und Hässlichkeit hat keine festgelegte Farbe. Daher sehe ich nicht ein, was an einem Kampf „gegen das Patriarchat“ grundsätzlich „reaktionär“ sein soll. Nehmen wir ein konkretes Beispiel, an dem du deine steile These belegen kannst. Es ist das erste, was mir gerade in die Finger gekommen ist. ich halte es für ein repräsentatives Beispiel femistischer anti-patriarchaler Rabulistik:

        https://kickthemout.noblogs.org/post/2018/03/22/demo-konsequent-feministisch-antifaschistisch-kick-them-out-nazizentren-dichtmachen/

        eine feministische Antifa-Demo gegen die IB, weil die IB doch so fies „traditionell“, „patriarchal“ und „sexistisch“ ist (aber vor allem deswegen weil die Neue Rechte versucht, den Feminismus zu „kapern“ und die Deutungshoheit in ernster Gefahr ist 😉 ). Die Antifa fordert hier in der Sache das gleiche wie du: Die Geschlechterrollen abzuschaffen, weil sie „überkommen“ sind. Davon, Vätern die Kinder wegzunehmen, steht da nichts, weil es einfach nicht um die Sorgerechtsproblematik geht, weil sie einfach ein anderes Thema ist. Natürlich ist die Antifa väterfeindlich und keineswegs an echter Gleichberechtigung interessiert, aber das ist eben nur ein ideologischer Widerspruch, der aber ganz typisch linksradikal ist und es ist hier nicht das Thema.
        Nun sind die Antifa-Femi-Faschos, davon überzeugt, dass die Ungleichverteilung von Schlüsselpositionen und Einkommen durch „patriarchale“ Geschlechterrollenverteilung zustande kommt. Unabhängig davon, ob das wahr ist oder nicht: Stell dir vor, du musst diesen Typen jetzt konkret erklären, warum sie „reaktionär“, also an vorrevolutionären Verhältnissen orientiert sind.

        Es ist einfach nur progressives Jakobinertum.

        • @Jonas
          „Widersprüchlichkeit, Schwammigkeit, Unlogik, Ressentiments und Doppelmoral im Dogma (bei den Femis heute alles zur Genüge vorhanden) machen eine Ideologie nicht „reaktionär““

          Da sind natürlich keine hinreichenden Bedingungen.
          Trotzdem ist Feminismus im allerbesten Sinne „reaktionär“, im Sinne von politisch rechtsextrem.
          Denn es handelt sich hier um eine antiintellektuelle, antirationale, suprematische und trimumphalistische Überlegenheitsideologie des Weiblichen, die zutiefst antimodern geprägt ist. Sie ist gegen jeden Liberalismus gerichtet („Antikapitalismus“), totalitär-kollektivistisch (Individualrechte verleugnend) und strikt antirational (Vernunft sei eine Erfindnung zur Unterdrückung), dazu wahnhaft paranoid.

          Eindeutig einzuordnen unter „Faschismus“.

          • rechtsextrem?
            rechts ist das, was im allgemeinen als politsch „rechts“ gilt, so wie schön das ist, was als schön gilt. rechts und links haben keinen konkreten Inhalt sondern beschreiben nur zwei gegnerische Seiten. Und Feminismus gehört definitiv (noch) zur linken Seite. Aber natürlich hat Feminismus locker das Zeug bei der rechten Seite Anschluss zu finden.

            antiintellektuell?
            Feminismus ist eine intellektuelle Bewegung. Intellektuell ist nicht zu verwechseln mit „klug“, sondern bedeutet, dass eine Bewegung wesentlich vom Bidungsbürgertum getragen wird, egal wie dämlich und brutal die Ideologie ist.
            Auch Nationalismus, Rassismus und Kommunismus waren ursprünglich intellektuelle Bewegungen. Später wurden sie dann zu vulgären Hassventilen von ungebildeten Hasardeuren. Den Feminismus wird bald dasselbe Schicksal ereilen; hier hat er noch großes Potential. Aber noch ist es eine intellektuelle, akademische Bewegung.
            Intellektuell und nicht-intellektuell machen im übrigen keineswegs den Unterschied zwischen „reaktionär“ und „progressiv“ aus.

            Antirational?
            Nein, „antirational“ würde bedeuten, dass die Femis gegen die Ratio an sich argumentieren. Das würde dann so aussehen, dass sie Romantiker, Mystiker oder auf andere Weise spiritualistisch sind. Auch wenn Feministen gelegentlich diesen Eindruck machen, als würden sie sich in ihrer bornierten Unvernunft von der Ratio an sich abwenden, trügt dieser Eindruck. Feminismus ist eine rationalistische Ideologie in der Tradition der sog. „Aufklärung“. Und so wie alle anderen rationalistischen Ideologien auch, hat er zwar einen irrationalen Kern (denn das gehört zur Natur des Menschen), aber ist eben nicht antirational. Ich hoffe, dieser wichtige Unterschied ist verständlich.

            suprematisch und trimumphalistisch?
            Ja schon irgendwie. Aber das macht nicht „reaktionär“. Bei politischen Ideologien, egal ob „reaktionär“ oder „progressiv“ gehts meistens darum, Herrschaftsansprüche durch Überlegenheit zu rechtfertigen.

            zutiefst antimodern?
            Definitiv falsch. Der Feminismus ist modern. „Modern“ ist nicht zu verwechslen mit „gut“. Mao war auch modern.

            Antiliberal?
            Ja, heutzutage ist der Feminismus durchweg antiliberal. Dennoch heißt das nicht, dass er reaktionär ist; denn reaktionär heißt immer noch, dass man zurück zu konkreten alten (vorrevolutionären) Verhältnissen will.

            totalitär-kollektivistisch?
            Ja, radikale Auswüchse des Feminismus sind so. Aber was sollte daran „reaktionär“ sein? Kollektivistische, totalitäre Ideologien könnte man genauso als „progressiv“ bezeichnen. Machen die Sozialisten bis heute.

            paranoid?
            ja ein bisschen. Das sagt aber nichts über die politische Einordnung aus.

            Faschismus?
            Ach hör doch auf, das ist nur noch Polemik. Wo siehst du beim Feminismus bitte den aggressiven Nationalimus und Militarismus, der das Wesen des Faschismus ausmacht?
            Nichts gegen Polemik, aber sie sollte auch als solche gekennzeichnet werden und sich nicht den Anschein analytischer Theorie geben.

          • @Jonas
            „rechts und links haben keinen konkreten Inhalt“

            Doch. Links: die Menschen sind gleich. Rechts: die Menschen sind esseniell verschieden, von ihrer „Natur“ her.
            Der Feminismus? Extrem rechts.

            „Intellektuell ist nicht zu verwechseln mit „klug“, sondern bedeutet, dass eine Bewegung wesentlich vom Bidungsbürgertum getragen wird“

            Intellektuell bedeutet – wenn man den Begriff ausweitet – schlicht Denken in planvoller, rationaler Manier. Eigentlich bedeutet er aber eine ethische Haltung für Gerechtigkeit und Wahrheit. Als „Begründer“ des Intellektualismus gilt daher Zola mit seinem „J´ accuse“.

            Feminismus lehnt jede Rationalität ab, daneben die Ideen von Wahrheit und Gerechtigkeit. Daher ist Feminismus rein antiintellektuell. Es handelt sich sogar um die extremste Form des Antiintellektualismus, die es je gab.

            „Nein, „antirational“ würde bedeuten, dass die Femis gegen die Ratio an sich argumentieren.“

            Genau das machen sie, Judith Butler zB. Solanas. Da gibt es keine Gegenstimme zu, also ist es wohl Konsenz. Der natürlich schwer zu verteidigen ist, daher wird das meist einfach verleugnet.

            „Feminismus ist eine rationalistische Ideologie in der Tradition der sog. „Aufklärung“.“

            Feminismus ist eine Weltanschauung, die das Weibliche als überlegen sieht, ein Suprematismus. Irrational und anti-aufklärerisch. Eine *Reaktion* auf die Aufklärung.

            „denn reaktionär heißt immer noch, dass man zurück zu konkreten alten (vorrevolutionären) Verhältnissen will“

            Feminismus will eine Art des Feudalismus, mit „Frauen“ als Herrscher. Er wäre damit definitionsgemäss „Reaktion“ und „extrem rechts“.

            „Wo siehst du beim Feminismus bitte den aggressiven Nationalimus und Militarismus, der das Wesen des Faschismus ausmacht?“

            Inwiefern soll Nationalismus und Militarismus das „Wesen“ des Faschismus ausmachen? Weil diese einst typisch waren?

            Ich bin sicher, dass das Wesen des Faschismus in der zentralen Idee liegt, das nur *Macht* real ist. Daraus leitet sich dann auch ab, welche Bedeutung Organisatorisches wie ein Staat oder das Militär für den Faschismus hat. Es sind eben *Machtmittel*.

            Der Feminismus, sowie seine progressiven Schwester, glauben nur an die Realität der Macht. Sein Machtmittel sind – im Stil der Zeit – (noch) Pazifismus, Gleichstellungspolitik, etc — alles Massnahmen, die einer Expansion und Konsolidierung dienen.

            Sobald der Feminismus sich etabliert haben wird, wird er sicherlich die klassischen Machtmittel Staat und Militär „wiederentdecken“.

            Gut möglich ist auch, dass der Feminismus sich so stark verändert oder/und in seinen progressiven Schwestern aufgeht, dass er etwas ganz anderes sein wird als heute. Denn auf Kontinuität im intellektuellen Sinn wird der Feminismus ohnehin nicht den geringsten Wert legen.

  • Diesem Credo lässt djadmoros schon mit dem kurzen Hinweis auf die biblische Geschichte von [Joseph, nicht David 😉 ] und Potiphars Frau – die Herrin des Sklaven [Josseph] war – leicht die Luft heraus: Anders als von Ulrich suggeriert, können Männer offenkundig nicht erst mit MeToo Opfer von Falschbeschuldigungen werden.

    mit Sicherheit gibt es Falschbeschuldigung schon länger aber der Vergleich hinkt trotzdem etwas:
    1. Bei Potifars Frau und Joseph geht es nicht um Vergewaltigung sondern um sexuelle Belästigung. Die mächtige Ägypterin belästigt den Sklaven Joseph und nachdem er wiederholt ihre aufdringlichen Avancen ablehnt, „twittert“ sie einfach, dass dieses sexistische Judenschwein Joseph sie belästigt hat. Daraufhin kommt Joseph in den Knast. Die Frau behauptet jedoch nicht, dass Joseph sie geschändet oder auch nur angefasst hätte und das ist in dieser Zeit ein wichtiger Unterschied, denn ihre Ehre ist dadurch gewahrt.

    2. Wenn eine Frau heutzutage damit hausieren geht, dass sie „vergewaltigt“ wurde (was auch immer sie darunter versteht und unabhängig davon, ob sie die Wahrheit sagt oder nicht) hat sie keine Nachteile zu erwarten. Im Gegenteil, Trends wie Metoo geben ihr sogar die Möglichkeit, daraus Kapital zu schlagen. In der Vormoderne jedoch, bedeutete eine Vergewaltigung eine Schändung, also eine Entehrung der Frau und ihrer Familie bzw. ihres Ehemannes. Eine solche Entehrung hätte eine Frau nicht freiwillig auf sich genommen und dementsprechend war eine Falschbeschuldigung (insbesondere in der Öffentlickeit) viel unwahrscheinlicher als heute.
    Insofern hat Ulrich nicht unrecht, wenn er von „einem tragischen Dilemma, das Frauen schon immer getroffen hat und Männer neuerdings treffen kann“ redet.

    • @Jonas
      „Insofern hat Ulrich nicht unrecht, wenn er von „einem tragischen Dilemma, das Frauen schon immer getroffen hat und Männer neuerdings treffen kann“ redet.“

      Dass dies „schon immer“ der Fall war, ist völlig unbegründet und unbewiesen.
      Warum nur redet Ulrich nicht von den zahlreichen nachvollziehbaren und vorliegenden Fällen, bei denen Vorwürfe und Behauptungen tatsächlich zu einer Verurteilung der anklagenden Frau führten, regelmässig im Rahmen islamischer Jurisdiktion? Weil dies die Messlatte ist, über die Ulrich die ganze Weltgeschichte spingen lassen will?

    • @Jonas:

      »Die Frau behauptet jedoch nicht, dass Joseph sie geschändet oder auch nur angefasst hätte«

      Halte ich für ein nachrangiges Detail, es bleibt eine Falschbeschuldigung mit Konsequenzen für den Beschuldigten. Ich habe mir diesen historischen Fall darum herausgepickt, weil Ilse Lenz so tut, als müsse die Geschichte dieser Falschbeschuldigung zwingend eine böswillige »patriarchale« Unterstellung sein und könne auf gar keinen Fall einer historischen Realität entsprechen.

      »Eine solche Entehrung hätte eine Frau nicht freiwillig auf sich genommen und dementsprechend war eine Falschbeschuldigung (insbesondere in der Öffentlickeit) viel unwahrscheinlicher als heute.«

      Mein grundsätzliches Argument läuft auch darauf hinaus, dass es, sobald Klassenunterschiede im Spiel sind, eine Vielzahl von Möglichkeiten von Frauen gibt, Willkür gegen Männer zu üben, da muss man sich nicht auf Falschbeschuldigungen oder auf den sexuellen Bereich einschränken.

    • Eine solche Entehrung hätte eine Frau nicht freiwillig auf sich genommen und dementsprechend war eine Falschbeschuldigung (insbesondere in der Öffentlickeit) viel unwahrscheinlicher als heute.

      Warum verengst Du den Begriff „Falschbeschuldigung“ auf Vergewaltigung? Weder Schoppe noch Ulrich nehmen diese Einengung vor. Sie wäre auch unsinnig: Eine falsche Beschuldigung über eine anzügliche Bemerkung gegenüber einen weißen Frau dürfte in den Südstaaten zur Zeit der Rassentrennung mit hoher Wahrscheinlichkeit den Tod durch Lynchen nach sich gezogen haben, eine eben solche über eine Vergewaltigung heutzutage vergleichsweise „harmlose“ 10 Jahre Gefängnis + sozialer Tod. Die Angst vor Falschbeschuldigung ist geprägt von den daraus erwachsenen Konsequenzen, nicht von der Spezifik der vorgeworfenen Tat.

      der Vormoderne jedoch, bedeutete eine Vergewaltigung eine Schändung, also eine Entehrung der Frau und ihrer Familie bzw. ihres Ehemannes. Eine solche Entehrung hätte eine Frau nicht freiwillig auf sich genommen und dementsprechend war eine Falschbeschuldigung (insbesondere in der Öffentlickeit) viel unwahrscheinlicher als heute.

      Das ist gelinde gesagt Unsinn. Du betrachtest nicht, was der Frau im Fall, dass sie nicht falsch beschuldigt, droht. Nach der Publikation „Vergewaltigung und sexuelle Nötigung in Bayern“ (2005), S.188 ff des bayr. LKA ist der zweithäufigste Grund für Falschbeschuldigungen wg. §177 Abs. 2 die Verdeckung sexueller Beziehungen – also die Umdeutung von einvernehmlichen, aber im Umfeld nicht akzeptierten sexuellen Beziehungen zu Vergewaltigungen. Ein Seitensprung wird gegenüber dem Partner, eine voreheliche Beziehung gegenüber der Familie zur Vergewaltigung umgedeutet. Besonders häufig tritt dies in sexuell sehr repressiven Kulturen auf, da zwar die Vergewaltigung einem Ehrverlust bedeutet, dieser aber geringer ausfällt als beim Eingeständnis des tatsächlich Geschehenen. Selbiger Mechanismus ist auch auf vormoderne Zeiten anwendbar, und Seitensprünge und uneheliche Beziehungen hat es zu jeder Zeit wahrlich genug gegeben. Deine Schlussfolgerung geht also von einer grob unvollständigen Ausgangssituation aus.

      Im Übrigen war und ist es für den Falschbeschuldigten von untergeordneter Bedeutung, ob die Anschuldigung in der Öffentlichkeit erfolgt oder sich die Familie/das Umfeld des vermeintlichen Opfers direkt rächt.

      • ich verenge Falschbesch. nicht auf Vergewaltigung; ich wollte nur sagen, bei der Schändung einer Frau verhält es sich soundso und bei einer harmlosen Anzüglichkeit soundso.

        “ ist der zweithäufigste Grund für Falschbeschuldigungen wg. §177 Abs. 2 die Verdeckung sexueller Beziehungen – also die Umdeutung von einvernehmlichen, aber im Umfeld nicht akzeptierten sexuellen Beziehungen zu Vergewaltigungen.
        […] da zwar die Vergewaltigung einem Ehrverlust bedeutet, dieser aber geringer ausfällt als beim Eingeständnis des tatsächlich Geschehenen.“

        Ein sehr interessanter Aspekt, danke. Das ist aber nur eine Notlüge.
        Das verändert aber nichts daran, dass eine Frau in einer vormodernen Gesellschaft unmöglich mit ihrer Schändung hausieren gehen kann, wie bei metoo.

        „Eine falsche Beschuldigung über eine anzügliche Bemerkung [eines Schwarzen] gegenüber einer weißen Frau dürfte in den Südstaaten zur Zeit der Rassentrenung [du meinst wohl: Sklaverei, RT bezieht sich eher auf die Zeit nach der Sklaverei] mit hoher Wahrscheinlichkeit den Tod durch Lynchen nach sich gezogen haben“

        Weiß nicht, ob das so heftig war. Auspeitschung vielleicht. Das ist dasselbe, wie bei der Joseph-Geschichte. Aber jetzt denk dir: desselbe mit einer Vergewaltigung. Würde das eine Südstaaten-Lady machen? In der Öffentlichkeit (falsch) behaupten, dass ein „Nigger“ sie geschändet hat? Da wäre sie verloren, also würde sie es nur im äußersten Notfall machen. Selbst wenn es wahr wäre, würde sie damit kaum an die Öffentlichkeit gehen.

        „für den Falschbeschuldigten von untergeordneter Bedeutung, ob die Anschuldigung in der Öffentlichkeit erfolgt oder sich die Familie/das Umfeld des vermeintlichen Opfers direkt rächt.“

        nein, das kann einen bedeutenden Unterschied machen. Sofern die Öffentlichkeit nicht informiert ist, gibt es keinen Skandal. Ohne Skandal ist die Ehre der Frau gewahrt. Sofern es dann überhaupt eine Reaktion gibt, wird diese bedeutend milder ausfallen. Aus der arabischen Gesellschaft kenn ich das so, dass bei einem Vorfall ohne Skandal einfach die Familien untereinander irgeneine Abmachung treffen eben damit keine Gewalt ausbricht.

        • @jonas: Nun, du schreibst weiter oben:

          Insofern hat Ulrich nicht unrecht, wenn er von „einem tragischen Dilemma, das Frauen schon immer getroffen hat und Männer neuerdings treffen kann“ redet.

          und Begründest das mit dem Argument, Falschbeschuldigung wg. Vergewaltigung sei früher kaum vorgekommen, maximal wg. bloßer Belästigung. Aus meiner Sicht ist diese Unterscheidung sinnlos, da es nur auf die konkreten Auswirkungen der falschen Beschuldigung auf das Opfer ankommt, nicht auf den konkreten Tatvorwurf. Wie schon geschrieben, waren in manchen Gesellschaften die Konsequenzen für Belästigungsvorwürfe weit schlimmer als heute für Vergewaltigung.

          [du meinst wohl: Sklaverei, RT bezieht sich eher auf die Zeit nach der Sklaverei]

          Nein, ich meine konkret die Zeit der Rassentrennung. Ich hatte dabei diesen Fall im Sinn:
          http://www.spiegel.de/panorama/us-justiz-lynchmord-kommt-nach-50-jahren-vor-gericht-a-299351.html
          Das war 1955… Die im Artikel beschriebenen Umstände zeigen, dass zumindest von der dortigen lokalen weißen Gesellschaft die extreme Gewalt keinesfalls als abartig oder ungerechtfertigt empfunden wurde.

          Weiß nicht, ob das so heftig war. Auspeitschung vielleicht. Das ist dasselbe, wie bei der Joseph-Geschichte. Aber jetzt denk dir: desselbe mit einer Vergewaltigung. Würde das eine Südstaaten-Lady machen? In der Öffentlichkeit (falsch) behaupten, dass ein „Nigger“ sie geschändet hat? Da wäre sie verloren, also würde sie es nur im äußersten Notfall machen.

          Wahrscheinlich nicht, aber warum sollte sie das auch tun? Der verlinkte Fall zeigt, das schon ein die Behauptung eines anzüglichen Piffs reichte, um einen Schwarzen bestialisch lynchen zu lassen. Welche Steigerung durch eine behauptete Vergewaltigung soll da noch möglich sein?

          nein, das kann einen bedeutenden Unterschied machen. Sofern die Öffentlichkeit nicht informiert ist, gibt es keinen Skandal. Ohne Skandal ist die Ehre der Frau gewahrt. Sofern es dann überhaupt eine Reaktion gibt, wird diese bedeutend milder ausfallen.

          Natürlich kann es einen Unterschied machen, am Ende ist aber nur die Gesamtheit der negativen Konsequenzen für den Falschbeschuldigten entscheidend. Also: Sozialer Tod in der Öffentlichkeit und Gefängnis ist immer noch besser als umgebracht zu werden ohne öffentliche Beschuldigung. Das es für die Beschuldigerin einen Unterschied machen kann, ist eine andere Sache. Aber sie hat ja beide Optionen, zumindest theoretisch.

          Aus der arabischen Gesellschaft kenn ich das so, dass bei einem Vorfall ohne Skandal einfach die Familien untereinander irgeneine Abmachung treffen eben damit keine Gewalt ausbricht.

          Ja, aber das ist ja nicht auf Sexualdelikte beschränkt. Auch bei Mord kann sich teilweise ja der Beschuldigte freikaufen, weil eben kein Interesse an einer Blutfehde zwischen zwei Familien, die miteinander auskommen müssen, besteht.
          Aber das funktioniert doch auch nur, wenn der Beschuldigte sozial nicht deutlich niedriger gestellt ist? Also armer Bauer vergewaltigt reiche Kaufmannsfrau: Wird der sich loskaufen können? Kenne dazu die üblichen Vorgehensweisen nicht.

          Ich bleibe daher dabei: Ulrichs Aussage ist Unsinn. Gerade da es bei #metoo ja zum größten Teil um Belästigung, nicht um Vergewaltigung geht. Das einzige Neue bei #metoo könnte man darin sehen, dass früher hochgestellte Männer diese Angst vor Falschbeschuldigung kaum haben mussten – das Ulrich als selbst statushoher Mann an die weiter unten angesiedelten keinen Gedanken verschwendet, ist dabei bezeichnend.

  • „Der Begriff „Patriarchat“ und die Inszenierung eines Kampfes dagegen kleidet daher, unter anderem, eine Leiderfahrung von Millionen ideologisch ein und deutet den Vaterverlust, schmerzvermeidend und machtwahrend, in eine Befreiung von einer unmenschlichen Herrschaft um.“

    Meiner Ansicht nach ist es eher umgekehrt. Der gesellschaftlich akzeptierte Vaterverlust im Fall einer Trennung wird nicht umgedeutet, sondern ist das gewollte Ergebnis der Bestrebungen, ein vermeintliches familiäres „Patriarchat“ zu überwinden.

    Also nicht: Kinder verlieren ihre Väter, aber das ist OK, weil wir das Patriarchat besiegen wollen. Sondern: Wir wollen das Patriarchat besiegen, darum müssen wie Männern die Macht über ihre Kinder nehmen.

    Man kann sich freilich auch zurücklehnen und einfach sagen, dass die Aufenthaltsbestimmungsrechtsentscheidungen einfach das klassische Familienbild mit einer fürsorglichen Mutter, die für die Kinder zuständig ist, widerspiegeln, das auch die progressivsten Kräfte immer dann hochhalten, wenn es ihren Interessen dient.

    • @ pehar:
      „Also nicht: Kinder verlieren ihre Väter, aber das ist OK, weil wir das Patriarchat besiegen wollen. Sondern: Wir wollen das Patriarchat besiegen, darum müssen wie Männern die Macht über ihre Kinder nehmen.“

      Beides zusammen bringt aber noch mehr, als nur die Summe seiner Teile!
      Anders: Ping-Pong-artige Aufschaukelung ist immer besser, das wissen selbst Gendertröten!

      „Man kann sich freilich auch zurücklehnen und einfach sagen, dass die Aufenthaltsbestimmungsrechtsentscheidungen einfach das klassische Familienbild mit einer fürsorglichen Mutter, die für die Kinder zuständig ist, widerspiegeln, das auch die progressivsten Kräfte immer dann hochhalten, wenn es ihren Interessen dient.“

      Jupp! Die Erkenntnis kann man mittlerweile auf Man-Tau, AE, Geschlechterallerlei u.s.w. als Binse einsortieren.

    • @ pehar „Also nicht: Kinder verlieren ihre Väter, aber das ist OK, weil wir das Patriarchat besiegen wollen. Sondern: Wir wollen das Patriarchat besiegen, darum müssen wie Männern die Macht über ihre Kinder nehmen.“ Wie Fiete glaube ich auch, dass beides sich nicht ausschließt, sondern ergänzt. In der Entwicklungspsychologie ist es längst gängige Annahme, dass Menschen eigene leidvolle Erfahrungen später als Akteure (z.B. an ihren eigenen Kindern) wiederholen, wenn sie sich diese Erfahrungen als positiv umdeuten. Der Satz „Schläge haben mir auch nicht geschadet“ ist ein gängiges Beispiel.

      Eben dieses Beispiel zeigt aber auch, dass es keinen geheimnisvollen „Wiederholungszwang“ gibt, oder dass er zumindest nicht zentral wichtig ist. Werden eigene Leiderfahrungen nicht mehr ins Positive umgedeutet, dann wird auch die Wahrscheinlichkeit sehr viel geringer, dass Menschen später ihre Kinder oder ander Menschen ähnlichen Erfahrungen aussetzen. Die Gewalt gegenüber Kindern ist in den Familien allgemein deutlich geringer geworden – und nicht dadurch, dass alle Familien sich einer Psychoanalyse unterzogen hätten, sondern einfach dadurch, dass die Vorstellung einer „gesunden Watschen“ allgemein nicht mehr akzeptiert wurde.

      Eben hier haben Ideologinnen des Vaterentzugs, wie z.B. die furchtbare Anita Heiliger oder die Vertreterinnen des VAMV, tatsächlich einen enormen Schaden angerichtet. Sie haben nämlich alles getan, um leidvolle Erfahrungen von Millionen in positive Befreiungserlebnisse umzudeuten – und damit die Grundlage dafür zu legen, das weiter Millionen ähnliche Erfahrungen machen müssen.

      • Der Titel „Männer im aufrechten Kriechgang“ ist treffend gewählt.

        Einerseits wollen Männer wie Ulrich sich als souveräne Männlichkeit darstellen, andrerseits nehmen sie eine devote Haltung gegenüber feministischen Frauen ein und üben sich in Selbstgeisselung. Diese Ambivalenz ist bemerkenswert und ich frage mich, ob das Ulrich nicht bewusst ist.
        Ich bin schon länger zur Überzeugung gelangt, dass die Aggressivität, mit der profeministische Männer Feminismuskritikern begegnen eine Kompensationshandlung ist, eine Kompensation für ihre Feigheit. Es ist doch auffällig, dass dieser Typus sich krampfhaft einredet, mutig für die Sache der Frau einzustehen – gegen eine herbei fantasierte Übermacht von frauenfeindlichen Rechtsradikalen – obwohl doch für jeden offensichtlich ist, dass feministische Positionen zu vertreten eines ganz sicher nicht abverlangt: Mut.

  • Es zeigt sich immer mehr die hässliche Fratze des Feminismus:
    Kein Mitgefühl mit den B-Menschen !
    Im Gegenteil: Häme, Freude und Befriedigung gegenüber deren Missgeschick und Leid . Und das ganz offenkundig, unverhohlen, fast triumphierend.
    Die Worte „Mitgefühl“ und „Würde“ scheinen nur noch für ein Geschlecht zu gelten.
    Gefördert und subventioniert durch eine fast allmächtige öffentlich-rechtlich-selbstgerecht-feministische Medienpropaganda.

    Irgendwie erinnert das alles an fast vergessene gruselige zurückliegende Zeiten….

  • […] In einer Replik auf Jens Jessens Artikel „Der bedrohte Mann“ titelt die taz „Ganz großes Gejammer“. Wenn man als Feministin Männer zu Gefühlsausbrüchen motivieren möchte, wäre es ja vielleicht ganz sinnvoll, seine männlichen Gegner nicht immer als weinerliche Heulsusen zu bezeichnen, sondern vielleicht auch mal als gefühlskalten Klotz. Und doch bringen sie jedes mal wieder das Bild vom verweichlichten Mann. Lucas Schoppe schreibt dazu: […]

  • Ich las DIE ZEIT seit den sechziger Jahren, als Walter Jens dort noch mutig schrieb („Ein gescheites Wort, schon ist man Kommunist“) und Nettelbeck als Erster begeistert & seriös (!) über die neue Musik aus GB schrieb (Stones, Beatles) und prompt rausgeworfen wurde.
    Seitdem die Redakteure dort auf den Gendertrötenzug aufsprangen (dazu dann noch „Ukraine“ und das Gejubel für die Öffnung der Grenzen) kauf und les ich dies Blatt nicht mehr.
    Früher gab’s die Blödzeitung für die Deppen, heut‘ gibt’s für dämlichen Moden hinterher rennende Ahnungsbefreite Soziologie- & Theaterwissenschaftsjüngerinnen die ZEIT.
    Wie bezeichnete ZEIT-Journalist Fritz J. Raddatz in seiner Autobiographie (unzensiert) seine Chefin? = „die dusslige Gräfin“. So engstirnig wie die jungen Leute der ZEIT heute war die aber nicht immer.

  • Wer diesen Dreck auch nur kommentiert macht sich mitschuldig.

    Rassismus in Reinform wird nicht besser wenn er in einen künstlichen Diskurs gestellt wird. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden … scheint diesen Figuren der Journaille ja noch nie unter ihre Touchscreens gekommen zu sein. Diese ganze Branche beweist nur das gottloses Gesindel an nichts glaubt keine Tautologie ist.

    Wozu?

    Schlimm wer sich mit diesem Elend auch nur beschäftigt. Er trägt nur dazu bei das diese tote Branche weiter von den Mächtigen finanziert wird.

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