Feindbild Mann Hate Speech Identitätspolitik Zivilgesellschaft

Der ganz alltägliche Hass der Sibel Schick

geschrieben von: Lucas Schoppe

Oder: Die unendlichen Abenteuer der Småland-Linken

„Weich gegen sich und streng gegen andre ist der verächtlichste Charakter,“ schreibt Friedrich Schiller in seinen Briefen zur ästhetischen Erziehung (hier, S. 26) – und das sogar, ohne jemals Auseinandersetzungen bei Twitter oder in anderen sozialen Medien erlebt zu haben. Bei anderen beliebig Hass zu entdecken und ihnen so abzusprechen, dass sie überhaupt irgendetwas Nennenswertes zu sachlichen Debatten beitragen können – und zugleich die eigenen Aggressionen gar nicht wahrzunehmen oder sie allenfalls zur Gegenwehr zu verklären: Das ist in politischen Netz-Debatten normal geworden.

Leider betrifft das auch die Linke, der ich mich ungebrochen zugehörig gefühlt habe, bis ich als Trennungsvater merkte, wie schnell auch mich die beliebige Unterstellung des Hasses treffen kann. Dabei sind gerade hier erhebliche Herabwürdigungen anderer alltäglich – und ganz ohne dass irgendjemanden in den Massenmedien telegen dagegen ankämpfen würde.

Ich habe mir einfach einmal eine dieser ganz alltäglichen gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeiten herausgesucht, auf die ich in der letzten Woche durch das Blog Alles Evolution aufmerksam wurde. Ich analysiere sie so seriös-bieder, wie es gewiss ein beliebiger öffentlich-rechtlicher Sender längst getan hätte, wenn er nicht nur bieder, sondern auch seriös wäre.

 

Tötet die Männer, dings, die Männlichkeit!

„Tötet die Männlichkeit!“ Das schrieb Sibel Schick, Autorin bei der taz und der Huffington Post, sich selbst zitierend nach dem Massenmord von Toronto.

Da aber natürlich auf die Aufforderung zum beliebigen Töten einer großen Gruppe von Menschen für gewöhnlich wenigstens eine leise, fragende Kritik geäußert wird, schiebt die taz-Autorin sogleich hinterher, dass „Männertränen“ (hier: der Unwille, getötet zu werden) nun wirklich ganz deplatziert wären.

Welch ein Glück also: Es geht bei Frau Schicks Eliminierungswünschen gar nicht um Männer, sondern um „Männlichkeit“. Die wiederum ist hier selbstverständlich keine biologische Eigenschaft, sondern eine Art Ideologie, von der dann aber zufällig ausschließlich biologische Männer befallen sind. Jungen jedenfalls würden so erzogen.

Und noch einmal Glück gehabt: Es geht Frau Schick gar nicht um das Töten von Männern, sondern darum, über Gefühle reden zu können. Aber warum kann sie das nicht direkt, sondern nur über eine auf den ersten Blick gewalttätig wirkende Formulierung äußern?

Natürlich: Weil sie provozieren will, um uns aufzurütteln, zu einer emazipatorischen Politik beizutragen, in patriarchale Strukturen zu intervenieren, usw.

Was aber würde wohl geschehen, wenn jemand der Forderung „Tötet den Islam!“ dann ein paar Tweets später „Aber doch nicht die Muslime!“ hinterherschicken würde? Oder wenn jemand „Tötet die Weiblichkeit! (aber ich meine doch nicht die Frauen)“ formulierte?

Ihm würde gewiss die feine Differenzierung zwischen dem abstrakten Begriff und den Menschen nicht ganz abgenommen, und das mit gutem Grund. Der Begriff „tötet“ ist eben zu wuchtig, als dass er umstandslos durch subtile nachgeschobene Unterscheidungen hindurchgeschleust werden könnte.

Hätte Schick aber auf das „töten“ verzichtet und einfach geschrieben: „Seid radikal kritisch gegenüber der Männlichkeit, aber nicht gegenüber den Männern“ – dann hätten wir uns allenfalls gefragt, warum wir denn eigentlich nicht kritisch gegenüber Männern sein sollen, aber niemand wäre ernsthaft provoziert gewesen.

Das, was Schick schreibt, ist nun einmal kaum zu lesen, ohne dabei den Satz „Tötet die Männer!“ zu assoziieren. Das hat einen einfachen Grund. Die Formulierung „Tötet die Männlichkeit!“ ist eine Personifikation – das Verb „töten“ ist grundsätzlich auf Personen oder, allgemeiner, auf Lebewesen bezogen.

Ist der Bezug stattdessen ein abstraktes Wort, dann müssen wir stillschweigend eine ganze Reihe von Überlegungen anstellen, um ihn zu verstehen: Dass der Bezug nicht versehentlich und fehlerhaft, sondern absichtlich hergestellt wurde – dass er metaphorisch gemeint ist – dass der konkrete Bezug eine Gemeinsamkeit mit dem abstrakten Bezug hat – dass diese Gemeinsamkeit zur Deutung des abstrakten Bezugs benutzt werden kann.

Nun sind wir normalerweise geübt im Deuten von metaphorischer Sprache und merken gar nicht, wie viel wir uns dabei unterschwellig zurechtlegen. Steht uns aber ein einfacher konkreter Bezug neben einem komplizierten metaphorischen zur Verfügung, dann haben wir natürlich erst einmal den einfachen Bezug im Kopf: Männer, nicht Männlichkeit.

Die Äußerung von Schick gewinnt ihre Wirkung also gerade dadurch, dass sie um den Gedanken der Tötung von Männern kreist, diesen Gedanken aber selbstverständlich im Nachsatz weit von sich weist.

An der Männlichkeit, um die es angeblich geht,  ist Schick dann allerdings kaum interessiert. Mit kaum merklichen Widersprüchen zum gerade erst formulierten Amüsement über Männertränen ist Männlichkeit für Schick gewaltnah – emotionsunfähig – hart – unfähig zum Zeigen von Zuneigung: Solch ein Bild von Männlichkeit hat eine Frau dann, wenn sie sich mit dem Leben von Männern noch nie näher beschäftigt hat.

Tatsächlich lerne ich als Lehrer an einer großen Schule in einer sozial schwierigen Gegend ganz unterschiedliche soziale Milieus kennen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen stimmt es einfach nicht, dass Jungen heute zur Gewaltnähe erzogen würden, ganz im Gegenteil. Zu einer Erziehung zur Gewalt hat es hingegen traditionell aber immer gehört, Kindern Empathie zu versagen und ihnen deutlich zu machen, dass sie so, wie sie sind, falsch wären.

Schicks Fantasie einer männlichen Gewalterziehung ist also eine Projektion – wenn schon, dann ist es ihre eigene Darstellung von Männlichkeit, die Gewalt nahelegt. Intellektuell und ethisch ähnlich verkorkst wäre es, wenn ein Mann Weiblichkeit mit oberflächlicher Affektiertheit, Unehrlichkeit und dem Unwillen zur schweren Arbeit assoziieren würde. Solche Klischees verraten mehr über die Ressentiments des Benutzers, als dass sie zur Beschreibung einer sozialen Wirklichkeit geeignet wären.

Ich habe mich allerdings an Äußerungen wie die von Schick schon so selbstverständlich gewöhnt, dass ich sie normalerweise nicht einmal ignorieren muss, sondern sie einfach geübt in Hintergrundrauschen verwandle. Warum also ausgerechnet an einem sonnigen Dienstag näher darauf eingehen?

 

Wir müssen nicht mehr wissen, was wir wissen (wenn denn nur das Feindbild stimmt)

Von Immanuel Kant stammt die berüchtigte Formulierung einer „Euthanasie des Judentums“. Das ist heute, im Wissen um den Holocaust und das Euthanasieprogramm der Nazis, natürlich eine katastrophale Äußerung. Allerdings hatte Kant eben das heutige Wissen und die heutigen Informationen nicht. Ihm ging es darum, dass das Judentum sich schließlich in der aufgeklärten Gesellschaft auflösen, dort gleichsam einen schönen Tod sterben werde.

Auch das ist natürlich nicht frei von Judenfeindlichkeit, aber aber darum geht es mir an dieser Stelle nicht. WIR wissen heute mehr als Kant und andere Aufklärer vor mehr als 200 Jahren.

Wir wissen längst, dass wir nicht abstrakten Gruppen – Männlichkeit, Weiblichkeit, Judentum, Islam, Behinderung, schwarze oder weiße Hautfarbe – den Tod wünschen können, die Mitglieder der Gruppe davon aber völlig unberührt bleiben. Wir wissen längst, dass die subtile Unterscheidung, auf der Schick besteht, trügerisch ist und im Zweifelsfall völlig unwichtig wird, und auch Schick selbst weiß das.

Vermutlich wird nun niemand tatsächlich losziehen und Männer töten, aber dadurch werden ihre Auslassungen nicht harmlos. Sie signalisiert, dass Mitglieder einer bestimmten Gruppe nicht einmal den basalen zivilen Respekt verdient haben, sie nicht als tötungswürdig hinzustellen. Die taz-Autorin bezieht also völlig unbeeindruckt Positionen, von denn wir schon lange wissen, dass sie falsch sind. Warum hat und bekommt die damit überhaupt keine Probleme?

Was wird wohl dabei herauskommen, wenn wir einfach alle mal unsere ganze Liebe zusammenpacken?

Wir wissen, dass es falsch ist, für die hochkomplexen Probleme einer hochkomplexen modernen Gesellschaft einfach eine bestimmte Gruppe von Menschen verantwortlich zu machen.

Wir wissen, das es falsch ist, mit simplen Gut-Böse-Mustern zu arbeiten, die dann auch noch auf soziale Gruppen bezogen werden.

Wir wissen, dass politisch betonierte Feindschaft – Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und mehr – durchweg projektiv funktioniert und zur Auseinandersetzung mit der sozialen Wirklichkeit nicht taugt.

Wie wissen, das es falsch ist, die anderen mit Hass, uns selbst aber mit Liebe zu identifizieren – und wir wissen, dass das eine Logik der Feindschaft ist.

Sobald aber das Feindbild stimmt, spielt dieses Wissen plötzlich keine Rolle mehr.

 

Wie ich einmal endlich verstanden habe, was „Mansplaining“ ist

Die linke Feministin Robin Urban hat vor einer Woche bei Twitter einen Rant darüber formuliert, dass sie „JEDEN VERDAMMTEN TAG“ abfällige, aggressive Rundumschläge gegen weiße Männer lesen würde.

Sie bestreitet nicht, dass weiße oder Männer privilegiert seien, sie bestätigt es auch nicht – sondern wendet sich einfach scharf gegen Menschen, die glauben, mit dieser Zuschreibung von Privilegien auch die Erlaubnis zum „Mobbing“ zu erwerben.

Es ist in linken Zirkeln sehr mutig, was Robin Urban schreibt – es ist aber auch deprimierend, dass Mut dazu gehört, diese Selbstverständlichkeiten zu formulieren: Wir können von dem Recht auf einen halbwegs zivilen Umgang nicht einfach Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Hautfarbe ausnehmen, „aufgrund von Merkmalen, FÜR DIE SIE NICHTS KÖNNEN, weil SIE SO GEBOREN SIND“.

Es ist absurd, dass ausgerechnet Menschen, die sich für links halten, basale Rechte von solchen Merkmalen abhängig machen.

Ausgerechnet Männer traten dann auf den Plan, um Urban zu erklären, wie falsch sie damit liegt – unter anderem Anatol Stefanowitsch, Professor für Sprachwissenschaft in Berlin.

„Natürlich ist nicht jeder weiße Mann böse. Ich bin zum Beispiel total nett.“ Allerdings würde er davon profitieren, „dass andere weiße Männer böse sind“. Als „Bildungsaufsteiger mit Migrationshintergrund“ sei er oft an Grenzen gestoßen, aber er werde nicht als weißer Mann diskriminert.

Dass es um all das in Robin Urbans Text gar nicht ging, kann der Professor, der sie in klassisch professoralem Habitus lediglich als Stichwortgeberin für eigene Ausgüsse braucht, gepflegt ignorieren. Die Rede vom „weißen Mann“, mit dem er sich vordergründig identifiziert und von dem er sich kokettierend unterscheidet, ist ihm lediglich Basis für eine Selbstdarstellung, in der er umso besser dasteht, je schlechter er die anderen aussehen lässt.

Endlich verstehe ich, was der Begriff Mansplainen bedeutet. Und auch das ist ein ebenso klischeehaft-typisches männliches Verhalten: Seine Privilegien ALS PROFESSOR – und eben nicht als „weißer Mann“ –  ignoriert Stefanowitsch in eben dem Maße, in dem er sie ausspielt.

Dabei verpasst er die Pointe von Robin Urbans Argumenten, hätte mit dieser Pointe aber vermutlich auch nicht anfangen können, wenn er sie bemerkt hätte. Im Mittelpunkt steht dort die ehemalige Selbstverständlichkeit, allen Menschen – unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung und anderem – einen grundsätzlichen Anspruch auf Achtung und zivilen Umgang zuzugestehen.

 

Die unendlichen Abenteuer der Småland-Linken

Wenn ein Kind bei Ikea im Småland bleibt und sich im Bällebad einrichtet, ist das dem Alter ganz angemessen. Wenn aber Erwachsene das immer noch tun, „Safe Spaces“ für sich einfordern, dann ist diese Forderung, nun, zumindest begründungsbedürftig. Begründen lässt sie sich wiederum nur, wenn andere Menschen  prinzipiell als Bedrohung, als übermächtig, als latent oder tatsächlich gewalttätig beschreiben werden.

Gerade diese strukturell notwendige Aggression gegen andere wiederum müssen die Angehörigen einer Småland-Linken dann aber gar nicht wahrnehmen – sie richten sich in der Phantasie einer kindlich anmutenden Unschuld ein, in der Ressentiments, Aggressionen und Hass immer nur zu anderen gehören. Selbst jemand, der von der gesicherten Position des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und einem Zwei-Millionen-Follower-Account aus zur beliebigen Hatz auf andere bläst, kann das dann in dem Gefühl tun, dass der Hass immer nur auf der anderen Seite steht.

Während die Großen gewichtige politische Entscheidungen treffen, soziale Ungleichheiten enorm wachsen und ganze Gruppen der Bevölkerung abgehängt werden, lassen sich überraschend viele Linke sich gern im Småland abgeben. Und wer das nicht vernünftig findet, ist bestimmt ein rechter Hetzer.

Public Spaces aber müssen Safe Spaces für alle sein, oder sie verlieren ihre Funktion als öffentliche Orte. Wer sich schon durch Kritik, abweichende Meinungen oder auch einfach nur die schiere Existenz eines anderen bedroht und angegriffen fühlt – der tut tatsächlich anderen etwas an. Er spricht ihnen das Recht ab, an einem gemeinsamen Diskurs teilzunehmen, und deutet ihre Äußerungen, vielleicht gar ihre bloße Existenz in Signale ihrer Bosheit, in einer modischen Formulierung: Er deutet sie in Hass um.

Natürlich gibt es auch tatsächlich dumpfe politische Aggressionen, Volksverhetzung. Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus – aber die projektive Unterstellung des Hasses zielt an eben dieser realen Feindseligkeit vorbei und macht keinen Unterschied zwischen sachlicher, vielleicht auch polemischer Kritik und destruktiver Hetze.

Auch den Angehörigen der Småland-Linken müsste eigentlich auffallen, dass es sinnlos ist, immer noch feinere, subtilere und irgendwie eben gerade dadurch schlimmere Formen von Hass aufzuspüren. Stattdessen ist es wichtig, dass Menschen, die am öffentlichen Diskurs teilnehmen, ein Mindestmaß an Robustheit entwickeln. Natürlich muss niemand sich beschimpfen oder bedrohen lassen. Wer es aber nicht einmal aushält, dass andere Menschen überhaupt andere Meinungen haben und äußern, hat keinen Anspruch auf Schutz – vor dem müssen andere geschützt werden.

Denn wenn ein Anspruch auf Safe Spaces richtig ist – warum sollte der Safe Space dann überhaupt begrenzt sein? Warum sollen dann die Opfer und nicht die anderen, die Gewalttäter, die Hater verschwinden? Könnte nicht die ganze Welt ein Safe Space sein, wenn es nur diese hasserfüllten Gestalten nicht gäbe?

Der Wunsch zur Eliminierung ganzer Menschengruppen ist weiter nichts als die Safe-Space-Logik, konsequent zu Ende gedacht.

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12 Comments

  • Ich fasse meinen Eindruck mal in einer einzigen Frage zusammen:
    Welche Männer will Frau Schick denn nun tatsächlich töten?
    Zwar nicht DIE Männer, aber dafür DIE Männer?

    Und führe aus:
    Männlichkeit lässt sich wertfrei m.E. nur auf drei ( eigentlich zweieinhalb ) Ebenen definieren:
    – Männliche Gene
    daraus folgend
    – Männlicher Körper
    und
    – Männlicher Geist

    Vernichtet ( „tötet“ ) man eines davon, stirbt der Rest auch ( ein Körper ohne Hirnaktivität wird auch nach gewisser Frist für tot erklärt, weil sich kein Geist mehr darin befindet ).

    Es kann ihr also nur um von ihr subjektiv gefühlte „soziologische“ Aspekte handelt, die sie meucheln will.
    Die haben aber mit Männlichkeit nur indirekt und ganz am Rande zu tun.
    Bspw.: eine Erziehung zur Gewalttätigkeit, weil die Eltern eine solche als „irgendwie besonders männlich“ imaginieren. Wobei dieses induzierte Defizit sich ganz genau so in die Weiblichkeit projizieren lässt. „Frauen töten eiskalt und ohne jede Gefühlsregung“, sagt man. Und auf die Frauen, die entsprechend ( dis-)sozialisiert wurden, trifft das auch zu. Siehe die bekannten KZ-Wärterinnen von Ravensbrück.
    Kein Grund, die Weiblichkeit und damit alle Frauen zu töten, oder?

    Sicher, feministisch verstrahlte Männer und Frauen leben in dem Wahn, daß „DIE Gesellschaft“ alle Männer zu Monstern erziehen und dabei meinen würde, das wäre ihre Pflicht. Tatsächlich gehen aber solche kriminellen Auswüchse seit Jahrzehnten zurück, las ich gerade in einem Mainstreammedium.
    Analog predigen die Mutterkultfeministinnen, daß Väter die größte Gefahr für ihre Kinder wären und diese Gefahr immer größer würde.
    Tatsächlich gehen die Zahlen getöterer oder an Verwahrlosung sterbender Kinder seit Jahrzehnten zurück. Noch dazu stirbt der größte Teil dieser Kinder gerade NICHT in seiner ursprünglichen Kernfamilie, sondern in ( oft durch Justiz und „Jugendhilfe“ initiierten ) Surrogatverhältnissen.

    Und das trotz der Verrohung und Entmenschlichung seitens staatsfeministisch-patriarchaler Politik und deren Verherrlichern!

    Und nein, diesen Leuten, wie Sibel Schick, dürfen wir ganz gewiss keine Safespaces bieten, von denen aus sie sich in brutalster menschenverachtender Weise in Volksverhetzung ergehen können.
    Deren „Schneeflöckchen“-Macht muß beendet werden!
    Sie sind KEINE unschuldigen Kinder ( mehr ), die nichts dafür können.

    Und wir Erwachsenen sind keine unzurechnungsfähigen per se schuldigen Monster, die sich von ihnen am Halsband durch deren Manege zerren lassen dürfen.

    Hirn einschalten! Gerade machen!
    DAS IST MÄNNLICH!

  • Eine Marginalie zum feministischen Zeitgeist, dem ich alltäglich begegne und dem auch alle anderen Männer ausgesetzt sind, wobei sich die meisten, mangels Hintergrundwissen selten dagegen wehren. Im speziellen Fall, den ich aus eigenem Erleben meine, handelt es sich um eine Psychiaterin und eine Psychotherapeutin, die mich beide längere Zeit behandelten.

    Die Psychiaterin meinte einmal, dass es ein Glück sei, dass das Patriarchat weitgehend entmachtet sei, denn noch vor 50 Jahren hätte sie als Frau kaum Chancen gehabt, ein Medizinstudium zu beginnen. Ich fragte sie nur, welches Patriarchat sie meine, da das Patriarchat vor 50 Jahren gerade damit fertig geworden war, Abermillionen Männer in zwei Weltkriegen zu verheizen.

    Die Psychotherapeutin wollte mir nach der Silvesternacht 2015 von Köln erzählen, dass ja auf dem Münchner Oktoberfest ebensoviele Frauen sexuell belästigt würden. Ich meinte, Sie sei schon lange nicht mehr auf der Wiesn gewesen, um einen solchen Unsinn zu verzapfen, plaudere sie doch unbedacht aus, was andere ihr vorkauten. Doch winkte ich auch gleichzeitig ab, dass ich nicht da sei, um mit ihr solche Diskussionen zu führen und wir uns besser dem therapeutischen Gespräch zuwenden sollten.

    Treppenwitz, beide behandelten mich wegen meines Posttraumas aufgrund sexuellem Missbrauch durch die Mutter in Kindheit und Jugend. Da sieht man, wie aktuell die feministische Ideologie wie Opium für das Weib den Geist mittelständischer Frauen umwölkt. – Schlimm daran ist vor allem, dass die Psychotherapie heute zu 80% von weiblichen Therapeuten ausgeübt wird. Männer haben also gar keine echte Wahl diesem Irrsinn zu entkommen.

    • Ich habe mal bei einer schriftlichen Arbeit für die Uni konsequent auch von Täterinnen geschrieben, also die Lektorin, die mir die Arbeit lektoriert hat, hat vermutlich Schnappatmung gekriegt, sie hat es auf jeden Fall subito wieder rausgenommen, aber sonst war natürlich die gendergerechte Sprache völlig in Ordnung. 🙂

    • Ich habe bisher drei mal Hilfe bei einem Psychologen suchen müssen und bin drei mal von einem Mann „behandelt“ worden, einmal deshalb, weil die eigentlich zuständige Psychologin so überlastet war (terminlich), dass ich dann von der Krankenkasse Auflassung bekam, einen Therapeuten „aussuchen“ zu können. Ich glaube schon, dass – wenn mann es will – auch zum Psychologen kommt. Ich meine, erfolgreiche Behandlung hängt ja auch vom Vertrauensverhältnis zwischen Therapeut und Patient ab.

    • Ich glaube nicht das man das so verallgemeinern kann oder sollte. Ich hatte eine Therapeutin, und die war sich sehr wohl bewusst, das „Mann sein“ nicht unbedingt Spaß ist. Die ist aber auch sonst für typisch feministische Gehirnverrenkungen unempfänglich und generell ziemlich fit im Kopf.

      Es ist bei Ärzten wie bei allen anderen Berufen auch, es gibt gute Leute, durchschnittliche, und leider manchmal auch welche, bei denen man sich fragt, wie sie es bis dahin geschafft haben.

  • Diese Attitude dieser charmanten kleinen Maus (siehe auch ihren Beitrag zu „Lösch Dich“ https://allesevolution.wordpress.com/2018/05/07/rayk-anders-loesch-dich/) findet man bei Feministen, Social Justice Warriors, Grünen, Veganern und eingefleischten Gutmenschen häufiger und zwar als automatischer Reflex auf Alles und Jeden, das/der nicht ihrem Weltbild entspricht. Es ist das Zurschaustellen der kompromisslosen Härte mit der man bereit ist das Böse zu bekämpfen. Diese Leute haben eine Mission und sind getrieben mit aller Gewalt zu missionieren. Das hat mehr mit steinzeitlicher Rohheit als mit Zivilisation zu tun, es ist die Verwahrlosung unserer „gebildeten“ Mittelschicht. Sie sind die Hooligans der Medien und Parteien.

  • Nun scheint mir Frau Schicks Einlassung gar nicht mal mehr sooo weit hergeholt zu sein. Mein kleines persönliches Hallo-wach-Erlebnis hatte ich vor ca. einem Jahr. Ich gehöre zu den relativ wenigen Arbeitnehmern, die ihr Recht auf einen einwöchigen Bildungsurlaub wahrnehmen. Seit mehreren Jahren besuche ich dabei interessante Veranstaltungen eines gewerkschaftlichen Anbieters. Das Freizeitangebot der Einrichtung beinhaltet die kostenlose Nutzung der hauseigenen Sauna. Natürlich gibt es einen Frauensaunatag. Nun habe ich mich erkühnt, im letzten Jahr eher scherzhaft vorzuschlagen, man möge doch im Sinne der Gleichberechtigung den Frauentag abschaffen oder einen Männertag einführen. Außerdem seien wir unter Gewerkschaftern. Die Reaktion kam prompt: Eine junge Frau (irgendwas mit Sozialwissenschaften) ging mich frontal an mit der Bemerkung, sie könne „Männerblicke“ auf sich nicht ertragen.
    Wenig gewitzt wie ich bin, kam ich natürlich nicht darauf, dem „Schneeflöckchen“ auseinanderzusetzen, dass sie erstens nichts hätte, das ich nicht schon gesehen hätte, und zweitens, dass mein „Männerblick“ sich – wenn schon – lohnende Ziele aussuchen würde, zu denen sie definitiv nicht zählen würde.

  • „Nun sind wir normalerweise geübt im Deuten von metaphorischer Sprache und merken gar nicht, wie viel wir uns dabei unterschwellig zurechtlegen. Steht uns aber ein einfacher konkreter Bezug neben einem komplizierten metaphorischen zur Verfügung, dann haben wir natürlich erst einmal den einfachen Bezug im Kopf: Männer, nicht Männlichkeit.

    Die Äußerung von Schick gewinnt ihre Wirkung also gerade dadurch, dass sie um den Gedanken der Tötung von Männern kreist, diesen Gedanken aber selbstverständlich im Nachsatz weit von sich weist.“

    Ich hatte ja aus anderem Anlaß vor ein paar Tagen eine Seite über weibliche intrasexuelle Konkurrenz bzw. Aggression geschrieben, bei dem vorstehenden Text hakt es gleich mehrfach ein. Ich habe die Seite jetzt noch um einen Abschnitt erweitert:

    Indirekte Aggression als typisch weibliche Form der Aggression

    Der Umweg über die metaphorische Sprache ist nachgerade ein weiterer Klassiker für indirekte Aggression (vielleicht integriere ich das noch in die Seite). Der erwähnte Nachsatz ist eine klassische Methode, die eigene Täterschaft zu verschleiern.

    Die ganze mediale Hetze gegen die angeblich toxische Männlichkeit oder eben auch die toxischen Männer und damit große Teile der feministischen Kampfmethoden sind ganz einfach klassischer weiblicher (hinterhältiger) Stil.

    Vermutlich muß man von dieser Warte drauf blicken, um die richtigen Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Der weiblicher Stil indirekter Aggression gegen Männer kann in den („linken“) Medien als gesetzte Größe unterstellt werden, man muß sich daran anpassen.

    Als wichtigste Gegenstrategie scheint es mir, die indirekte Aggression und den miesen Stil als solche bewußt zu machen. Mit der ironischen Brechung in diesem Blogpost klappt das schon ganz gut.

    Auf der Sachebene zu antworten, bringt dagegen mMn nichts ein, denn das lenkt nur von der Aggression als solcher bzw. von der Rolle der Aggressorin ab. Außerdem ist gar keine Diskussion auf der Sachebene intendiert.

  • Lässt man einmal weg das praktisch alles, was diese Sibel Schick von sich gibt mehr oder minder ideologischer und biologischer Mist ist, ähnlich genetischen Nazi Ideen, so sagen sowohl ihre Publikationsplattformen als auch ihr Name viel über sie aus.
    Publizieren bei Huffpost und TAZ sagen mir mit geistig anspruchsvollem Publikum hat sie es nicht. Wie sollte sie auch bei ihren Inhalten?
    Und ihr Vorname Sibel verrät wohl einiges über eine schwere Kindheit, denn die hat man mit dem falschen Vornamen irgendwie immer.
    Ihre sogenannten linken Inhalte haben wenig bis gar nichts mit Linken oder sozialen Ideen zu tun. Diese waren ursprünglich immer fortschrittlich im Sinne von Verbesserungen gesellschaftlicher Situationen für die Masse. Diese Ideen hatten wenig mit der Veränderung von biologischen oder genetischen Vorgaben des menschlichen Naturell zu tun.
    Sibel Schick jedoch geht es um völlig andere Dinge. Dinge die heute viele unter Genderwahnsinn verstehen. Nur weil das Thema heute Mainstreampolitik ist, hat es längst nichts mit linken Ideen zu tun. Diese Ideen sind eher konservativer und durchaus realistisch.
    Was natürlich in einer Kapital verseuchten Gesellschaft sowieso nicht passt. Denn die Umverteilung von oben nach unten darf überhaupt nicht funktionieren, nicht einmal theoretisch. Auf jeden Fall nicht in einer auf Profit- und Machtkonzentration orientierten Gesellschaft.
    Das Problem ist, diese mit Information überflutete Gesellschaft bietet heute schon wegen des politischen Opportunimus des Kapitals jeden psychisch nicht ganz auf der Höhe gebliebenen Wesen eine Plattform.
    Verwirrte müssen nur immer weiter dem gültigen auf Irrwege geratenen Mainstream folgen.
    Leider ist die Bildungsnotlage global so prekär, das oft der sonst auch als letzter Trottel geltende Versager so noch seinen ideologischen Messias findet.

    Sich pausenlos darüber aufregen bringt gar nichts. Denn es ist eine evolutionäre Entwicklung. Schon lange heißt es böse formuliert „Dumm fickt gut.“ Und damit ist meiner Meinung nach nicht die sexuelle Aktivität selbst gemeint, sondern die unmittelbare Folge. Die unkontrollierte Fortpflanzung, bei der die Dummen unschlagbar vor den geistig Überlegenen liegen.
    Ein Blick in die Realität religiöser und weltlicher Lebensformen, welche zwar humanoid, aber eher nicht menschlich sind und hier meine ich nicht die Bonobos, wird das schonungslos klar werden lassen.
    Wir sind Technologisch bereits so fortgeschritten, das Dummheit, Wirrköpfige Ideen und Ideologie uns nicht mehr generell schaden.
    Dummheit, eingeschränkter Horizont und Spezialisierung entwickelt sich zum evolutionären Vorteil, wenn es darum geht Drohnen für eine Ameisenzivilisation zu erschaffen.
    Es bedeutet nicht das diese Entwicklung richtig ist, doch rollt sie ist sie unaufhaltsam, selbst wenn sie in die evolutionäre Sackgasse führt. Denn die Natur denkt nicht, schon gar nicht, wenn einee Spezies eine Entwicklung selbst forciert.
    So entsteht durch Manipulation und die Bekämpfung jeder Art von Natürlichkeit, wozu auch Männlichkeit oder Weiblichkeit gehört ein evolutionärer Vorteil. Alles ist Evolution ist somit bewiesen. Es heißt nicht dass es jedem gefallen muss. Doch ist es unausweichlich.

  • Eine späte Anmerkung. Den Beitrag fand ich sehr gut und habe ihn mehrmals gelesen. Eine Passage habe ich in Gedanken umgeschrieben. Lucas schreibt:
    „Wir wissen längst, dass wir nicht abstrakten Gruppen – Männlichkeit, Weiblichkeit, Judentum, Islam, Behinderung, schwarze oder weiße Hautfarbe – den Tod wünschen können, die Mitglieder der Gruppe davon aber völlig unberührt bleiben.“
    Ich habe in Gedanken umgeschrieben:
    „Wir wissen, dass wir nicht abstrakten Konzepten – Männlichkeit, Weiblichkeit, Judentum, Islam, Behinderung, schwarze oder weiße Hautfarbe – den Tod wünschen können, die Träger dieser Konzepte davon aber völlig unberührt bleiben.“ Es geht nur um eine sprachliche Nuance, die für mich aber einen Unterschied in der Klarheit macht, denn Männlichkeit ist ja keine Gruppe, sondern eben ein Konzept. Als solches könnte es ja auch spielerisch oder ernsthaft von einer Frau erprobt werden.

    Ein herzliches Dankeschön für den wertvollen Beitrag!

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