Grüne Kindheit Väter

Das Kind als Beute

geschrieben von: Lucas Schoppe

Über grüne Familienpolitik und ihre unmodernen Wurzeln

Was die Ausbeutung von Kindern für die Bedürfnisse Erwachsener angeht, hat keine andere Partei im Deutschen Bundestag eine so schreckliche Geschichte wie die Partei Bündnis 90/Die Grünen. Ein neuer Gesetzesentwurf zeigt, dass die Grünen leider gar nicht auf die Idee kommen, sie könnten aus dieser Geschichte irgendetwas lernen.

 

Echte Mütter, noch mehr Mütter und fiktive Väter

Für mich hat die Misandrie in dem Antrag auf eine Abstammungsrechtsreform der Grünen aus der vergangenen Woche jetzt ein Maß erreicht, wo man die Menschenverachtung bei den Bündnisgrünen auf eine Stufe mit anderen menschenverachtenden Ideologien wie Antisemitismus und Rassismus stellen muss. Wer offen die Entrechtung von Vätern fordert, gehört nicht in ein deutsches Parlament, sondern woanders hin.

So massiv reagiert der Liberale Tim Walter bei Facebook auf einen Gesetzgebungsantrag der Grünen (verlinkt bei Genderama). Misandrie, also Männerhass, und Menschenverachtung – Parallelen zum Antisemitismus und RassismusEntrechtung von Vätern: Sind das Überspitzungen, die in der Aufmerksamkeitsökonomie der sozialen Medien üblich geworden sind, oder lassen sich solche harten Vorwürfe irgendwie rechtfertigen?

Zuvor hatten sich allein homosexuelle Männer gegen den grünen Vorschlag gewandt. Michael Kauch nimmt als Vorsitzender der Liberalen Schwulen und Lesben einen wesentlichen Vorwurf Walters schon vorweg:

Hier geht es nicht um die Angleichung an die Ehe für alle, hier geht es um die Entrechtung von schwulen Vätern. 

Was aber haben die Grünen, allen vorweg Ulle Schauws und die schon als Polemikerin gegen die Doppelresidenz bekannte Katja Keul, da eigentlich vorgelegt?

„Mit diesem Gesetzentwurf sollen die abstammungsrechtlichen Regelungen an die Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen angepasst werden. Hierzu wird […] die sog. gesetzliche Fiktion, wonach der Ehemann der Mutter automatisch der zweite rechtliche Elternteil des Kindes ist, auf die Ehefrau der Mutter erweitert.

Nun ist es tatsächlich eine Fiktion, dass ein Ehemann notwendig auch Vater eines in der Ehe geborenen Kindes sein müsse, und diese Fiktion hat eine juristische Funktion – sie erlaubt eine einfache Festlegung des Vaters, der zugleich mit der Mutter meist in einer familiären Gemeinschaft lebt und daher für das Kind sorgen kann. Gleichwohl ist diese Fiktion natürlich nicht in den leeren Raum hinein entworfen, sondern baut auf der Überzeugung auf, dass der Ehemann in aller Regel tatsächlich der leibliche Vater des Kindes ist, dass nämlich in einer Ehe in aller Regel mit sexueller Treue gerechnet werden könne.

Spätestens die Debatten um Kuckuckskinder und Kuckucksväter haben gezeigt, dass diese Fiktion nicht rundweg realistisch ist. Kuckucksväter und andere fordern daher schon lange einen obligatorischen Vaterschaftstest bei der Geburt eines Kindes.

Die Grünen hingegen marschieren in eine ganz andere Richtung. Anstatt der Erfahrung Rechnung zu tragen, dass die Hoffnung auf eheliche Treue trügerisch sein kann, anstatt also das Abstammungsrecht an typische Erfahrungen moderner Familien anzupassen, halten sie an dieser Fiktion fest – um sie in eine Richtung auszuweiten, in der sie dann ganz offenkundig irreal wird. Denn niemand, und sei er noch so naiv, wird ernsthaft glauben, dass die Ehefrau einer Kindesmutter ebenfalls seine leibliche Mutter ist.

Der Vorschlag der Grünen hat zwei Konsequenzen: Die juristische Elternschaft und die leibliche Elternschaft werden radikal voneinander getrennt, mit der zentralen Ausnahme der leiblichen Mutter – und der leibliche Vater wir dabei ganz aus dem Spiel genommen.

Ohne das verdienstvolle gesetzgeberische Engagement der Grünen hätte dieses Mädchen vermutlich nie eine Chance zu erfahren, dass seine Beziehung zu seinem Vater bloß fiktiv ist.

Der grüne Vorschlag hält zudem die Chancen dieser Väter gering, sich dann wieder ins Spiel zu bringen, also das Recht zur Sorge für ihre Kinder zu erwerben und auch rechtlich als ihre Väter zu gelten. Der leibliche Vater darf die Mutterschaft der Mutter-Ehefrau zwar durchaus anfechten, aber nur unter der Voraussetzung,

dass zwischen dem Kind und seiner Mutter im Sinne von § 1591 Nr. 2 und Nr. 3 [das bezieht sich auf die Ehefrau oder Lebenspartnerin der leiblichen Mutter, LS] keine sozial-familiäre Beziehung besteht.

Ob hingegen der Vater selbst eine sozial-familiäre Beziehung zum Kind hat, spielt – darauf weist auch Kauch schon hin – hier überhaupt keine Rolle. Es ist auch unwichtig, ob nicht der Aufbau einer solchen Vater-Kind-Beziehung möglicherweise gerade durch die Mutter-Mutter-Konstruktion verhindert wird. Die leibliche Mutter und die Beziehung ihrer Partnerin zum Kind haben hier juristischen Wert, die Beziehung des leiblichen Vaters zum Kind wird sorgfältig ausgeklammert.

 

Der grüne Regenbogen hat nur eine Farbe

Verkauft wird dieser Gesetzentwurf dann auch noch als schlüssige Fortsetzung der bereits erfolgten rechtlichen Gleichstellungen homosexueller Paare. Dass diese Darstellung falsch ist, lässt sich leicht zeigen.

Homosexuelle Väter werden schließlich ebenso ausgeschlossen wie heterosexuelle. Wenn, wie Kauch andeutet, in „Regenbogenfamilien“ häufig homosexuelle Männer mit lesbischen Frauen eine gemeinsame Elternschaft arrangieren, dann richtet sich der grüne Vorschlag sogar besonders scharf gegen homosexuelle Väter. Es geht offensichtlich nicht um gleiche Rechte für homo- und heterosexuelle Menschen, sondern um eine radikale rechtliche Bevorzugung der Mutterschaft. Der grüne Regenbogen hat nur eine Farbe.

Das lässt sich leicht an der schon zitierten Konstruktion des grünen § 1591.2 nachvollziehen, nach dem neben der leiblichen Mutter die Mutter eines Kindes die Frau sei, „die zum Zeitpunkt der Geburt mit der Frau, die das Kind gebiert, verheiratet oder durch Lebenspartnerschaft verbunden ist“. Ein väterliches Gegenstück gibt es nicht – kein Lebenspartner des Vaters wird auf dieselbe Weise zum Vater im juristischen Sinne.

Das würde auch offenkundig erhebliche Konflikte nahelegen, weil das Kind dann rechtlich zwei Väter und zwei Mütter hätte, die gegeneinander auf ihren Sorgerechten beharren könnten und die dann die ohnehin schon verworrenen Streitigkeiten heterosexueller Elternpaare noch einmal verdoppeln würden. Die Mutterfixierung ist also kein Flüchtigkeitsfehler der grünen Konstruktion – ohne die Absolutsetzung der Mutterschaft würde diese Konstruktion überhaupt nicht funktionieren.

Die Mutterschaft wiederum steht so selbstverständlich im Zentrum dieses Gesetzesvorschlags, dass ihre radikalen rechtlichen Privilegien gegenüber der Vaterschaft nicht einmal erwähnt oder gar begründet werden. Sie sind schlicht immer schon gesetzt.

Damit ist der grüne Vorschlag, der sich oberflächlich so modern gibt, ganz aus der Zeit gefallen. Schon längst ist deutlich, dass Väter für Kinder ähnlich wichtig sind wie Mütter, und dass Kinder von einer gleichberechtigte Elternbeziehung profitieren. Wir wissen auch aus der Adoptionsforschung oder aus den Erfahrungen von Spenderkindern, dass die leibliche Elternschaft für Kinder eine Bedeutung hat, die durch andere, soziale Eltern niemals vollständig zu ersetzen ist – so wichtig diese auch sein mögen.

Das liegt nicht am Mythos eines gemeinsamen Bluts, auch wenn die Kenntnis der leiblichen Eltern medizinisch natürlich manchmal sehr wichtig sein kann. Wichtig ist: Ohne die leiblichen Eltern wäre das Kind eben gar nicht auf der Welt – ihre Bedeutung ist für das Kind und auch noch für den erwachsenen Menschen existenziell, uneinholbar, niemals vollständig zu objektivieren. Das gilt selbst für Väter, die kein Interesse am Kind hatten, die vielleicht schlicht aus finanziellen Gründen ihren Samen zur Verfügung gestellt hatten.

 

Die Mutter als wichtigste Staatsbügerin

Erwägungen zur Perspektive der Kinder aber kommen bei den Grünen überhaupt nicht vor. Diese Perspektive ist hier radikal unwichtig, von Bedeutung sind die Bedürfnisse Erwachsener nach Elternschaft, und darunter wiederum allein die Bedürfnisse von Frauen nach Mutterschaft. Kauch hat Recht, wenn er schreibt, dass „nach dem Entwurf jede – auch nicht verheiratete – Partnerin der Mutter mittels Mutterschaftsankennung den leiblichen Vater verdrängen“ könne.

In der deutschen Geschichte gibt es für solch eine Konstruktion kaum ein Vorbild. Selbst noch streng konservative Modelle, etwa im Bürgertum des Kaiserreichs, drückten Väter und Mütter zwar in ein enges Rollenkorsett, ließen aber zumindest beiden Raum zur Präsenz bei ihren Kindern. Die radikale rechtliche Privilegierung der Mutterschaft gegenüber der Vaterschaft findet sich nicht einmal in den reaktionärsten Modellen wieder, nach denen das Kind allein zur Mutter gehöre und allein der Vater für die Finanzierung der Familie zuständig wäre.

Der einzige historische Vorläufer für die grüne Konstruktion ist die Mutterideologie des Nationalsozialismus. Dort wurde die Beziehung zwischen Mutter und Kind, begründungslos mystifiziert, als Mittelpunkt des Volkes angesehen. Der Vater hingegen war disponibel, verzichtbar, wurde an der Peripherie des Reiches beim Kampf auf den Schlachtfeldern gebraucht, nicht aber in der Sorge für seine Kinder.

Sicherlich würden Schauws, Keul und andere Grüne auf diese Parallele mit geübter Empörung reagieren. Schließlich würden sie doch für LGBTQ-Rechte eintreten, und eben diese Gruppen wären doch schließlich vom Nationalsozialismus verfolgt worden.

Nur geht es eben in ihrem Vorschlag  nur oberflächlich um die Rechte homosexueller Partnerschaften. Es waren zudem insbesondere homosexuelle Männer, die von den Nazis verfolgt, in Konzentrationslager gesperrt und ermordet wurden – und für homosexuelle Männer interessiert sich der grüne Vorschlag überhaupt nicht, er schadet ihnen möglicherweise sogar ganz besonders stark. Der Kern des Vorschlags ist die Verabsolutierung der Mutterschaft, nicht der Einsatz für Gleichberechtigung: Rechtliche Gleichheit wird von ihm eher beschädigt als befördert.

Keul, Schauws und eine Propaganda-Postkarte. In deren Beschriftung wird mit einem Hitler-Zitat „die Mutter als wichtigste Staatsbürgerin“ bezeichnet. Natürlich beziehen sich die Grünen nicht explizit auf diese Traditionen, würden sie auch entschieden ablehnen, sind aber blind für die Parallelen zu ihrer eigenen Politik.

Ich weiß, dass Vergleiche mit dem Nationalsozialismus fast immer übertrieben wirken, als unseriöser Schachzug erscheinen, mit dem politischen Gegnern geschadet werden soll, auch wenn dadurch die ungeheuren Verbrechen der Nazis verharmlost werden. Nur ist eben das ein Aspekt, der in diesem Zusammenhang vielleicht besonders wichtig ist.

Gerade die beliebige Belegung politischer Gegner mit Begriffen wie „Nazi“ oder „Faschist“ erschwert die Auseinandersetzung mit konkreten Aspekten nationalsozialistischer Gewalt. Einerseits sehen wir dann beliebig überall Nazis – andererseits werden wir blind für die Anteile der nationalsozialistischen Ideologie, die tatsächlich in unserer Gegenwart Fortsetzungen finden. Vor allem: Wenn wir uns daran gewöhnen, dass natürlich immer nur die anderen Nazis sind – dann immunisieren wir uns gegen den Gedanken, dass auch wir selbst in einigen unserer Positionen auf Traditionen zurückgreifen, mit denen wir eigentlich gar nichts zu tun haben möchten.

Auch Menschen, die sich für politisch links halten, sind aber natürlich nicht immun dagegen, sich in Traditionen des Faschismus zu bewegen. Der Mutterkult wiederum gehört zu den zentralen Aspekten des Nationalsozialismus, mit denen eine offene, klare Auseinandersetzung ausgeblieben ist – auch und gerade unter Linken.

Walters wütende Vorwürfe sind also nicht einfach Effekthascherei. Eine Politik, für die der grüne Vorschlag ein Beispiel ist, lässt sich vielleicht mit dem Begriff „Postfaschismus“ bezeichnen. Einige wesentliche Elemente faschistischer Ideologie werden dabei reproduziert und oberflächlich mit Elementen moderner Politik versetzt. Hier bedeutet das: Die Mutterfixierung ist Mittel- und Angelpunkt des ganzen grünen Vorschlags, wird aber versetzt mit einer Rhetorik der Gleichberechtigung Homosexueller.

Wie oberflächlich und aufgesetzt diese Gleichberechtigungs-Rhetorik ist, zeigt sich dann schon am nicht einmal kaschierten Desinteresse gegenüber homosexuellen Vätern. Die werden rechtlich ebenso benachteiligt wie alle anderen Väter auch – so wie auch das Recht von Kindern auf die Sorge beider Eltern hier keine Rolle spielt. Alles läuft hinaus auf die Entscheidung der leiblichen Mutter, deren Wille den Rechten aller anderen Beteiligten vorgezogen wird.

Die Kinder bleiben bei den Grünen Beute der Bedürfnisse Erwachsener.

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48 Comments

  • Ich habe mich mit diesem Thema nicht weiter befasst. Trotzdem wage ich die These, dass die Ehe für alle, den Boden für diese Entwicklung begrifflich vorbereitet hat. Der linke Maskulismus hat die Ehe für alle kräftig unterstützt (wegen der Liebe und so), was natürlich folgt, wenn einem Unterscheidungskriterien ausgehen. Wenn die Ehe für alle voraussetzt, dass der Reproduktionsgedanke aufgegeben wird, dann hat man ein Kriterium weniger, um einen Vater der Mutter gleichzustellen. Gängige These bei linken Maskus war, weil nun Homosexuelle in die Ehe einträten, könne die ungerechte Behandlung von Vätern nicht mehr so ohne weiteres von den Gerichten praktiziert werden. Ich finde, Linke können nicht mehr richtig analytisch denken und Konsequenzen antizipieren.

    • Wenn man vom von dem Patriarchat Links Feed auf deine Seite zugreift, erhält man das folgende. Offenbar bist du wirksam:

      „Warnung: Dieser Link ist möglicherweise nicht sicher
      https://ift.tt/2I56W8V

      Der Link, auf den Du zuzugreifen versuchst, wurde von Twitter oder unseren Partnern als möglicherweise schädigend oder als Verletzung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Twitter eingestuft. Dieser Link könnte auf eine Seite verweisen, die:

      stiehlt Dein Passwort oder andere private Informationen
      installiert schädliche Softwareprogramme auf Deinem Computer
      sammelt Deine privaten Informationen zu Spam-Zwecken
      die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Twitter verletzt
      Mehr erfahren über unsichere Links

      Diese Warnung ignorieren und fortfahren“

      • @crumar

        „Der Linken“ analytische Schwäche vorzuwerfen, ergibt sich daraus, dass sie der Entwicklung heterosexueller Beziehungen seit den letzten 50 Jahren tatenlos zugesehen haben, anstatt die Institution „Ehe“ anzupassen, sprich, die Wahlfreiheit von Frauen einzuschränken. Es gehört nicht viel Gehirnschmalz dazu, einer erodierten Institution, die keiner mehr will, bunt aufzupeppen. Der „faschistische Mutterkult“ der Grünen, samt der damit beabsichtigten „Verzweckung“ von Männern ist hier eine mögliche Folge, nicht die Ursache. Fiete hat hier meiner Meinung nach die richtigen Stichworte gebracht. Die Ehe wird jetzt mehr zu einem juristischen Werkzeug, um den Handel mit Kindern zu regulieren. Das Kind ist jetzt kein Bestandteil einer Triade Mutter-Vater-Kind, sondern hauptsächlich die Produktion der Mutter, ein Besitz der Mutter. Durch Polygamie haben wir dann auch noch mehrere Väter und eine Mutter, wobei die Mutter das Stationäre, der Mittelpunkt ist. Der Feminismus garantierte, dass eine Frau vor der Geburt ihres Kindes bestimmen kann, ob es leben darf. In Zukunft wird der Feminismus der Mutter garantieren, über dem Kindesbesitz auch nach der Geburt frei verfügen zu können. Da Männer, unter anderem durch die Erosion der Ehe, das Interesse an einer Verantwortung für Kinder verlieren, werden sie sich nicht gegen diese Entwicklung stemmen.

        • @quellwerk

          Ich habe mir a. schon auf GA deine These angehört, es müsse darum gehen, „die Wahlfreiheit von Frauen einzuschränken“, es ist weiterhin offensichtlich, dass du dich b. gegen das Abtreibungsrecht positionierst.

          Du hast nur leider nicht ausgeführt, wie und in welcher Gesellschaft das funktionieren soll; in einer demokratischen und emanzipierten Gesellschaft ist das unmöglich und ich denke, du weißt das.

          Wie soll das gehen?
          Willst du Frauen Männer zuteilen?
          Oder anders herum?
          Selbst die Kirche geht von dem Grundsatz der Freiwilligkeit der Ehe aus, du fielst damit hinter diese zurück und wärst somit bei der Zwangsehe.
          Darf ich als MGTOW dann gegen dein Konzept sein oder habe ich mich dem „zum-Wohle-des-größeren-Ganzen“ unterzuordnen?

          Du scheinst m.E. zu vergessen, Feministinnen propagieren die allein selig machende „alleinerziehende Mutter“ gegen die Interessen allein erziehender Mütter.
          Die wissen nämlich sehr genau, es ist alleinstehend mit Kind/Kindern ein hartes Leben und die meisten sind auf der Suche nach einem Partner zwecks zeitlichem und finanziellem „burden sharing“.
          Zweitens wagen die Staatsvertreter dem Staatsfeminismus nicht zu widersprechen, aber der KULT ist ein teurer und lieber wäre es ihnen, die Kosten der Kinder direkt beim Erzeuger oder Lebenspartner abzuladen.

          Ein feministisch endgültig durchgesetzte Gesellschaft „alleinerziehender Mütter“ wäre nicht finanzierbar und politisch nicht durchsetzbar. Ich brauche noch nicht einmal die Wünsche von Frauen zu berücksichtigen.

          • Wie feministisch du argumentierst. Ich rede von Gleichheit der Rechte, du machst daraus Zwangsehe. Du kriegst eine Praline als Preis für deine zur Schau getragene, aber Konsquenz scheuende Liberalität.
            Es reicht völlig, alleinerziehende Mütter nicht mehr zu unterstützen, d.h., Männer, die mit alleinerziehenden Müttern nichts zu tun haben, sollen mit ihren Steuergeldern nicht für sie aufkommen müssen. Da Männer den Löwenanteil der Steuern beibringen und den geringeren Teil an Sozialleistungen herausholen, wäre dies eine völlig legitime Interessenformulierung im Sinne der Männer (= im Wesentlichen diejenigen, die an Reproduktion interessiert sind und Mehrwert produzierend. Zugegeben, eine kleiner werdende Gruppe). Frauen handeln regelmäßig in ihrem Gruppeninteresse. Ist das schon zu stark für dich? Wenn Männer dies aus moralischen Gründen nicht machen, dann sollte dieses Modell, soweit es sich durch die Gemeinschaft finanziert, wenigstens gesellschaftlich geächtet sein. Wahl hat Folgen. Durch den Wegfall der Finanzierung und der Angleichung der Rechte in der Ehe zwischen Mann/ Frau hast du automatisch Monogamie: jeder kriegt eine, jede kriegt einen. Keiner kann sich ohne weiteres verpissen, ohne gravierende Nachteile zu haben. Ist das für deinen liberalen Geist zuviel? Vielleicht reicht sogar schon die Angleichung der Rechte, so dass alleinerziehende Mütter schon dadurch die Ausnahme werden und eine Finanzierung durch die Gesellschaft nicht ins Gewicht fallen würde. Das heisst, es gäbe keine herzzerreissende Berichte über arme kleine Dinger mit 3 Kindern. Das ist alles sehr simpel. Man muss sich nur dafür entscheiden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man dafür auch Frauen gewinnen kann. Man muss es wollen und machen. Wenn du MGTOW sein willst,sei es doch. Das bedeutet lediglich, dass du dich nicht reproduzieren willst. Das gab es schon immer. Die bringen i.d.R. einen überdurchschnittlichen (geistigen) Input für die Gesellschaft.

          • @quellwerk

            Frauen sind das reproduktive Nadelöhr der Gesellschaft – Feministinnen wissen das und nutzen ihre Möglichkeit, für „die Frauen“ zu sprechen, bzw. erwecken den Anschein, feministische Ideologie und die Interessen „der Frauen“ seien deckungsgleich.
            So weit, so bekannt.
            Weiterhin gibt es einen gesellschaftlichen Gynozentrismus, der auch keine politischen Lager oder Parteien kennt.
            Der Schlachtruf: „Frauen und Kinder zuerst!“ ist nicht von Linken erfunden worden.

            Daher ist deine Idee: „Es reicht völlig, alleinerziehende Mütter nicht mehr zu unterstützen, d.h., Männer, die mit alleinerziehenden Müttern nichts zu tun haben, sollen mit ihren Steuergeldern nicht für sie aufkommen müssen“ politisch ebenso wenig durchsetzbar.

            Es wäre eine provokative Forderung und danach würden dich alle grillen, denn das zeigte nicht nur deine Frauen- und Kinderfeindlichkeit, sondern deine zutiefst inhumane Einstellung.
            Diese Reaktion auf deinen Vorschlag vorauszusehen dürfte unstrittig sein.

            Ich möchte dein Augenmerk auf die Tatsache richten, bisher wurden zum Thema der gesellschaftlichen Reproduktion ausschließlich die Meinungen, Interessen und Bedürfnisse von Frauen berücksichtigt.
            Männer wurden und werden gar nicht erst gefragt.
            Es wird aber nur so getan, als wären Meinungen, Interessen und Bedürfnisse von Männern irrelevant, denn die gesellschaftliche Realität ist eine andere.

            Die lustige feministische Idee, Familien ohne Männer zu etablieren scheitert an der ökonomischen Realität; ohne materielle Transfers von Männern zu Frauen führte diese „Utopie“ in spätestens fünf Jahren zum Staatsbankrott.
            Dabei rede ich nicht nur von den Steuergeldern, sondern auch von den Transfers, die in Beziehungen und Ehen von statten gehen.

            Ideologisch gehen diese Knallchargen aber davon aus, auf „schweigende Männer“ und die weitere Existenz der bestehenden Verhältnisse setzen zu können. Angesichts der Umfragen, nach der junge Männer zu 20% bereits jetzt keine Kinder haben wollen mehr als gewagt.
            Den demographischen Wandel ohne die Beteiligung von Männern bewältigen zu wollen ist aussichtslos.

            Noch einmal: Der feuchte Traum der Feministinnen ist nicht finanzierbar und er beruht auf der Aufrechterhaltung traditioneller Verhältnisse.
            Feministinnen und Genderistinnen sind nicht „progressiv“, sie sind die beschissene Reaktion.

            Unser Job ist es, Männer zum sprechen zu bringen und dafür zu sorgen, dass diese Stimme Gehör findet.
            Quellwerk, die alte Weisheit „Wer zahlt, bestimmt die Musik“ sollte die Verhältnisse ein bisschen zum tanzen bringen.

            Hey, Ho, Let’s Go!

    • @quellwerk

      „Wenn die Ehe für alle voraussetzt, dass der Reproduktionsgedanke aufgegeben wird, dann hat man ein Kriterium weniger, um einen Vater der Mutter gleichzustellen.“

      Wenn immer weniger heterosexuelle Paare heiraten, dann nützt auch „der Reproduktionsgedanke“ nichts bei der Rettung der Institution der Ehe.

      Wenn zudem immer mehr Kinder von unverheirateten Paaren geboren werden, die den „Reproduktionsgedanken“ außerhalb der Institution der Ehe in Realität umsetzen, dann hat man nicht „ein Kriterium weniger, um einen Vater der Mutter gleichzustellen“, sondern gar keins mehr.

      Rein praktisch zieht deine Argumentation nicht, weil sich die traditionelle Verbindung von heterosexueller Paarbildung-Ehe-Reproduktion bereits aufgelöst hat.
      Angesichts dieser Tatsachen und der, dass viele heterosexuelle Paare in einer Ehe leben, die keine Kinder haben war es unmöglich zu sagen, es gäbe ein Junktim von Reproduktion und Ehe und diese Institution sei daher nur Heterosexuellen vorzubehalten.

      „Der Linken“ analytische Schwäche vorzuwerfen, leidet erkennbar daran, die Entwicklung heterosexueller Beziehungen seit den letzten 50 Jahren nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen.

      Was Lucas in seinem Artikel gezeigt hat, ist die Radikalisierung eines bereits existiert habenden MUTTERKULTS der Grünen, der sich vorher schon gegen heterosexuelle Männer richtete.
      Er hat richtig herausgestellt, es handelt sich bei diesem Kult um einen mit faschistischen Wurzeln, der als ZWECK hatte, die Disponibilität der Männer, also deren VERZWECKUNG, ideologisch zu rechtfertigen.

      Wenn Männer in Divisionen gerechnet werden, dann zählen sie funktional und mit ihrem Reproduktionserfolg nur insofern, als der auf den Schlachtfeldern verheizt werden kann.
      So es sich um männlichen handelt, natürlich.
      Die Nazis waren gegen jede Benachteiligung von Frauen mit außerehelichem Nachwuchs – die Institution der Ehe war ihnen ebenfalls völlig Wurst, Hauptsache die Divisionen waren existent.

      Da Väter in der Sorge für das Kind damit als abwesend und damit überflüssig betrachtet wurden, verschob sich der staatliche Fokus für die notwendige Aufzucht der künftigen Divisionen auf die Frau und Mutter.
      Die faschistische Überhöhung der Mutter und die Betonung der einzigartigen Bindung zum Kind trug jedoch dem Umstand Rechnung, dass der einkalkulierte Tod des Vaters Grundlage der Ideologie war.

      Der offensichtliche Mutterkult stand Seite an Seite mit einem Todeskult, der aber nur für Männer und dann im doppelten Sinne des Wortes galt.

        • @Fiete

          Kennst du den schon?
          Kommt eine Frau zur Samenbank: „Iff möffte eine Einfahlug maan!“

          Darauf läuft es nämlich heraus, wenn sie behauptet, eine Mutter mit vier Kindern sei eine Familie – es handelte sich bestimmt um eine jungfräuliche Geburt. Mehrfach.
          Oder sie hat ihr Konto überzogen? 😉

          Spaß beiseite, es handelt sich um ein feministisches Wahnsystem ohne Bezug zur Realität.

          • Kannte ich noch nicht ….. 🙂

            Kurz zu @Quellwerk:
            Eine Einschränkung der Wahlfreiheit der Frauen, anhand des Kriteriums, ob Männer mit ihnnen ( in einer bestimmten Rolle ) etwas zu tun haben wollen, lässt sich gesetzlich wie admninistrativ wohl kaum handhaben.
            Naheliegender wäre da schon die längst diskutierte Abschaffung der Konsequenzenfreiheit.
            Kurzbeispiel:
            Natürlich ist es ganz allein Sache der Frau ( genau wie umgekehrt ) mit wem sie ein Kind zeugt. Nur muß ihr auch vorher schon klar sein, daß diese Entscheidung beeinhaltet, es auch mit genau diesem Partner aufzuziehen, da die Entscheidung nunmal nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Egal ob nun in gemeinsamer Wohnung o. getrennt.
            Noch kürzer: Die willkürliche Entkoppelung von Recht und Pflicht ist der Fehler.

    • @ quellwerk „Gängige These bei linken Maskus war, weil nun Homosexuelle in die Ehe einträten, könne die ungerechte Behandlung von Vätern nicht mehr so ohne weiteres von den Gerichten praktiziert werden.“ Ich glaube, das habe ich dann überlesen. Ich kann mich nicht an die Hoffnung erinnern, eine Anerkennung homosexueller Väter würde vielleicht irgendwann auch zur Anerkennung von Vätern generell führen – ich finde auch, dass diese Hoffnung irgendwie etwas Unterwürfiges hätte.

      Wenn linke Maskus für Homosexuelle eingetreten sind, dann weil sie es vernünftig finden, und zudem sicher auch in dem Wissen, dass sie das von einigen Rechten unterscheiden wird. Aber Hoffnungen für heterosexuelle Väter lassen sich damit m.E. nicht verknüpfen.

      Ich kann mich an ein Gespräch mit einem anderen Vater beim VafK erinnern, in dem es genau um dieses Thema ging – schon vor Jahren, etwas 2013. Ich hatte die These vertreten, dass es keinen Sinn hat, Homosexuellen das Adoptionsrecht zu verweigern, weil man nicht die Rechte der einen schützen könne, indem man anderen Rechte verweigere. Er entgegnete, dass nach seiner Einschätzung ein Adoptionsrecht Homosexueller für schwule Männer wenige Vorteile brächten, weil sie immer noch als Väter diskriminiert wären – dass aber ein Adoptionsrecht lesbischer Frauen nur weitere Möglichkeiten zur Ausgrenzung von Vätern schaffen würde. Angesichts der Väterfeindlichkeit in den zuständigen Institutionen ist dieser Gedanke schlicht nicht von der Hand zu weisen.

      Ich hab seitdem, auch öfter hier im Blog, die Position vertreten, dass die Reihenfolge dieser Politik absurd ist. Brigitte Zypries (SPD) hatte sich z.B. schon bei der vorletzten Bundestagswahl für ein Adoptionsrecht Homosexueller stark gemacht. Das kam mir nicht der Sache wegen absurd vor, wohl aber deswegen, weil Zypries als Justizministerin alles getan hatte, um selbst kleine Verbesserungen der aussichtslosen Rechtssituation nichtehelicher leiblicher Väter zu verhindern.

      Das eben ist absurd: Da wird ein Adoptionsrecht höher bewertet als das Recht leiblicher Eltern, für ihre Kinder sorgen zu können. Dafür gibt es überhaupt keine Rechtfertigung, und das hat natürlich auch etwas Krankes.

      Meine Position dazu ist daher schon lange: Ich bin für das Adoptionsrecht Homosexueller und für weitere rechtliche Angleichungen – aber das liegt an, sobald leibliche Väter und Mütter in allen Belangen, auch in der institutionellen Unterstützung, gleichberechtigt sind. Vorher ist es eine absurde, destruktive Schaufensterpolitik, die lediglich für die weitere Ausgrenzung von Vätern funktionalisiert wird.

      • @ Lucas:
        „Ich hatte die These vertreten, dass es keinen Sinn hat, Homosexuellen das Adoptionsrecht zu verweigern, weil man nicht die Rechte der einen schützen könne, indem man anderen Rechte verweigere.“

        Es macht aber bestenfalls auch überhaupt keinen Sinn, verbissen für ein Recht einzutreten, das längst Selbstverständlichkeit ist.
        Wie will man denn den Homos ein Adoptionsrecht „verweigern“, das sie seit div. Jahrzehnten haben? Dazu müßte man ja aktuell gültige Gesetze und Rechte brechen.
        Fakt ist, daß mir von asymmentrischen Rechten adulter Personen im Adoptionsrecht nicht das geringste bekannt ist. Schon gar nicht von Sondergesetzen, die auf erotischen Präferenzen basieren.
        Wo soll denn bitte stehen, daß der schwule Bruder das Kind nach dem Tod der Eltern nicht adoptieren darf? ( Der Fall Brederlow beweist das Gegenteil und der ist jetzt locker um die zwei Jahrzehnte alt, oder noch älter )
        Ich behaupte mal, diese Propagandaente ist DAS deutlichste und typischte Beispiel dafür, daß die Homos in extrem boshafter Manier mittels Lügen zu gesteuerten Wutausbrüchen instrumentalisiert werden, um bestehende Rechte mittels der angeblichen Zuweisung von Gruppenprivilegien abzuschaffen. Hier das Recht des Kindes auf seine Eltern.
        Nochmal von vorn:
        Das Adoptionsrecht als reines (Anspruchs-)Recht ist ein ( Bedarfs-)Recht des Kindes. Es hat ggf. das Recht von der am besten geeigneten Ersatzbezugsperson adoptiert zu werden.
        Prinzipiell sind das die nächsten Verwandten und – falls die nicht zur Verfügung, resp. geeignet sind – die nächsten sonstigen Bezugspersonen.
        Und genau das wollen die Kampagneros abschaffen!
        Dabei ist es zunächst völlig egal, welche erotischen Vorlieben diese haben. Menschen in gegengeschlechtlicher Konstellation wären da in der Abwägung zwar prinzipiell ( bei ansonsten gleicher Eignung ) vorzuziehen, das kann aber durch andere Kriterien überwogen werden ( engere Bindung bspw. ) und hat nix mit der Erotisch, sondern nur mit der Eignung des häuslichen Umfelds zu tun.
        Erwachsene haben insofern gar kein statusunabhängiges Adoptionsrecht, es kann kein Recht geben ein Kind um der Adoption willen ( also bspw. weil man gern ein Kind hätte ) zu adoptieren. Diese ganze Debatte ist v.dh. kompletter Bullshit, denn sie dreht sich permanent um nix anderes, als so ein Phantasierecht herbeizubeschwören.
        Wenn jemand aus der Tatsache, daß er einen unbezwingbaren Kinderwunsch hat, ein Recht ein solches sich mit allen Mitteln zu verschaffen ableitet, dann ist derjenige ein Fall für Beratung und Therapie, aber nicht nur kein Grund über so eine Privilegienerschaffung zu diskutieren, sondern im Gegenteil, sich zu überlegen, wie man solche Leute im besten Interesse aller Kinder in den Griff kriegen kann.
        In einer Abwägung, welcher Kandidat zur Übernahme einer Adoption besser geeignet wäre, würde das also als Minuspunkt zu beachten sein.

        „Brigitte Zypries (SPD) hatte sich z.B. schon bei der vorletzten Bundestagswahl für ein Adoptionsrecht Homosexueller stark gemacht.“

        Das zeigt, daß Zypries ( soweit ich weiß studierte Juristin ) sich weder für Homos, noch für Gleichberechtigung, noch gar für Kinder, noch für realitätsbasierte Politik interessiert, sondern lediglich für korrupten Stimmenfang, mittels verlogenster Mittel.
        Tatsächlich geht es bei diesen Kampagnen darum, den Kindern das Recht auf ihre Eltern wegzunehmen, indem man vorgaukerlt, Eltern wären schlechtere Eltern, als Nichteltern, was schon durch die sprachlichen Diffamierungen ( „leiblich“, „biologisch“, im Gegensatz zu den Positivattributierungen „sozial“, „rechtlich“, was glatt gelogen ist, da Eltern IMMER auch sozial UND rechtlich Eltern des Kindes sind, Nichteltern dadurch aber nicht im geringsten zu Eltern werden ) eindeutig vorgegeben ist.
        Die überproportionale Steigerung der Kinderhandelsexpansion soll damit noch weiter gesteigert werden. Die größte, reichte und am schnellsten und aggressivsten expandierende Branche im Dienstleistungsbereich verlangt noch mehr Befriedigung ihrer absolut krankhaften Profitgier. Das ist des ganzen Rätsels einzige Lösung.

        „Das eben ist absurd: Da wird ein Adoptionsrecht höher bewertet als das Recht leiblicher Eltern, für ihre Kinder sorgen zu können. Dafür gibt es überhaupt keine Rechtfertigung, und das hat natürlich auch etwas Krankes.“

        Eben! Mehr Ziel hat diese Bullshitdebatte nicht!

        „Meine Position dazu ist daher schon lange: Ich bin für das Adoptionsrecht Homosexueller und für weitere rechtliche Angleichungen“

        Für den Erhalt eines bestehenden Rechts zu sein, ist ja löblich, aber doch nicht indem man sich auf dazu falsch unterstellte Prämissen einlässt, die lediglich erfunden werden, um dieses Recht abzuschaffen. Was sollte denn da konkret „angeglichen“ werden? Welches bestehende Recht willst Du denn einschränken o. abschaffen? Ohne Einschränkung o. Abschaffung eines Rechts kann man aber kein Privileg kreieren und Gruppenprivilegen sind im Recht per se ( und zu Recht ) bis auf eine einzige Ausnahme verboten. Und diese Ausnahme ist das Kinderrecht, dessen essentielle Basis das Recht des Kindes auf seine Eltern ist.
        Ganz ehrlich, ich wüßte noch nicht mal was es da zu diskutieren gäbe.

        „Vorher ist es eine absurde, destruktive Schaufensterpolitik, die lediglich für die weitere Ausgrenzung von Vätern funktionalisiert wird.“

        Vorher, mittendrin und hinterher! Es geht um nix anderes, als die Abwertung von beiden Eltern zum Zecke der lukrativen Ausgrenzung, da es gar keine Benachteiligung von Homos auf dem Gebiet gibt.

  • Ich denke, ich werde mich erstmal einige Tage in Ruhe mit dem Thema befassen, bevor ich überhaupt fähig bin, einigermaßen ruhig dazu etwas zu äußern. Schon beim Lesen des von Arne Hoffmann zitierten Textes des Schwulen- u. Lesbenaktivisten haben sich mir, allein aufgrund der äußerst bizarren Sprache, sämtliche Fußnägel aufgerollt. Das war schon reichlich gruselig.
    Ein paar zufällig gefundene Sätze aus den darin kritisierten Äußerungen der Grünbrauns taten dann den Rest.
    Da lief ein Horrorfilm im Kopf ab.
    Daß es jetzt scheinbar schon unumgänglich ist, zu Recht attributierte Surrogatbegriffe mit tatsächlichen Eltern nicht nur gleichzusetzen ( was schon eine gezielte Diffamierung ist, wie ich seit bald einem Jahrzehnt immer wieder betone ), sondern in den entsprechenden Formulierungen zu „besseren, weil irgendwie echteren ‚Eltern'“ zu überhöhen, war da nur ein Schrecken und nicht mal der schlimmste.
    Jetzt wird sogar schon schon von Mehrelternfamilien gesprochen ( ein übler Zynismus per se, da Kinder immer zwei gegengeschlechtliche Eltern haben, es sich also um eine weitere Steigerung der „leiblich-biologisch-Kinds“-Diffamierung handelt ), sondern diese werden dann auch noch mit „Mehrväter“- o. „Mehrmütter-Familien“ ( defakto z.T. WGs ohne Verwandschaftsbeziehung zum Kind ) bestenfalls gleichgesetzt. So quasi als „Ideal des verqueren ‚Regenbogen-Flickenteppichs'“.
    Trend scheint die uralte, wirre radikalfeministische These zu sein, daß Kinder sowieso lediglich irgendeine zugewiesene Bezugsperson bräuchten, welche von den Kinder- u. Sorgehandelsprofessionen dahingehend erweitert wurde, daß die totale Fremderziehung in von studierten „Erziehern“ gedrillten Gleichaltrigeneinheiten geradezu DAS Ideal für die Aufzucht der „Humanressource Kind“ wäre, um diese optimal abschöpfen zu können. Von wegen besserer Indoktrination von „postmoderner neosozialer Grundbildung“ ( Modell Nordkorea ) o.ä..
    Daß sämtliche damit seit Beginn der Kriegs- u. Nachkriegswaisenforschung befassten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Rechtswerke der UN-krk, sowie der Common Sense praktisch aller natürlichen Eltern seit Menschengedenken diametal negiert werden, sämtliche bekannten Experimente dazu vollständig in die Hose gingen, scheint dank des schrillen Propagandabombardements kaum noch irgendwem aufzufallen.

    Manchmal möchte ich einfach losbrüllen:
    Verdammt, es geht nicht um irgendwelche eingebildeten „Väterrechte“, sondern um die Zukunft aller von gezielter sozialer Vollverblödung unmittelbar bedrohter Kinder!

    Na ja, wollte eh meinen seit gut einem halben Jahr stillgelegten Blog mal reaktivieren und von dem ganzen lächerlichen Geschlechterkriegsgedöns auf ernsthaftes Kinder- und Familienunrecht umstricken.
    Und eine noch schlimmere „Gelegenheit“ kann es wohl kaum noch geben.

    • „… attributierte Surrogatbegriffe mit tatsächlichen Eltern nicht nur gleichzusetzen ( was schon eine gezielte Diffamierung ist, … ), sondern in den entsprechenden Formulierungen zu „besseren, weil irgendwie echteren ‚Eltern’“ zu überhöhen, …“
      „… Mehrelternfamilien … eine weitere Steigerung der „leiblich-biologisch-Kinds“-Diffamierung … diese werden dann auch noch mit „Mehrväter“- o. „Mehrmütter-Familien“ ( defakto z.T. WGs ohne Verwandschaftsbeziehung zum Kind ) bestenfalls gleichgesetzt.“
      „Daß sämtliche damit seit Beginn der Kriegs- u. Nachkriegswaisenforschung befassten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Rechtswerke der UN-krk, sowie der Common Sense praktisch aller natürlichen Eltern seit Menschengedenken diametal negiert werden, sämtliche bekannten Experimente dazu vollständig in die Hose gingen, …“

      Guter Punkt!

  • Verstehe ich das richtig?

    Frau A war liiert mit Herrn B, beide haben Kind C. B ist voll zahlungspflichtig für C.

    Frau A sucht sich einen neuen Partner D.

    Wenn D ein Mann ist, dann bleibt B vermutlich trotzdem der leibliche Vater und hat diverse Rechte und Pflichten – ich kenne die Rechtslage hier zu wenig.

    Wenn D eine Frau ist, dann soll B jetzt automatisch sämtliche Rechte verlieren. Auch die Pflichten? Das wäre eine Ungleichbehandlung von Frauen und Männern und wieder mal grundgesetzwidrig, wie üblich bei den Grünen.

    Oder hat das neue Gesetz auch Auswirkungen auf den Fall, wo D ein Mann ist, und würde für diesen die Lage verschlechtern?

    • Es ist viel schlimmer, dieses Gesetz initiiert ( in Kombination mit der sog. „Ehe für alle“ ) die endgültige Abschaffung des Kinderrechts auf seine Eltern und die Einführung ( genauer: die Verdoppelung ) der umsatzstarken staatlichen Zwangsadoption durch überhaupt nicht mit dem Kind verwandte Personen, per Knebelvertrag. Lockvogel sind ein paar angebl. Steuerersparnisse und die Möglichkeit lukrativer Scheidungskriege auf dem Rücken des Kindes, sowie ein wenig intelligenzfreies Gelaber über angebl. Diffamierungen von ein paar Homoerotikern.
      Lasst doch diesen lächerlichen Geschlechterbenachteiligungsmüll einfach mal beiseite und denkt an die Hauptbetroffenen!
      Nach der sog. „Ein-Eltern-‚Familie'“ kommt jetzt die NULL-Eltern-‚Familie‘!

      ES WIRD LANGSAM ZEIT, MIT DEM HEREINFALLEN AUF BILLIGE ABLENKUNGSMANÖVER AUFZUHÖREN!
      MÜTTER UND VÄTER MÜSSEN ENDLICH KAPIEREN, DASS SIE ZU VÖLLIG UNWICHTIGEN STATISTEN ( ERZEUGER UND INKUBATOREN ) IM STAATLICH GEPUSHTEN KINDERHANDEL DEGRADIERT WERDEN!
      UND SICH OFFEN DAGEGEN AUFLEHNEN!

      Einfaches Beispiel:
      Mutter besorgt sich einen schwulen Samenspender und bekommt ein Kind. Ihre Knebelvertragspartnerin ist schlau, latscht zu Wildwasser und denunziert sie mit institutioneller Unterstützung. Dann bekommt die sie das Kind als Prämie zugeschoben!
      ERGO: DIESES KIND HAT PER GRÜNFASCHISTISCHER STAATSDOKTRIN GAR KEINE ELTERN MEHR!
      DAS IST NIX ANDERES ALS DIE KEIN ELTERN-‚FAMILIE‘!
      UND DAMIT DIE VOLLSTÄNDIGE AUSSERKRAFTSETZUNG DER UNKRK!
      DAS IST LEBENSBORN!

  • Ich habe mich mit diesem Thema nicht weiter befasst. Trotzdem wage ich die These, dass die Ehe für alle, den Boden für diese Entwicklung begrifflich vorbereitet hat. Der linke Maskulismus hat die Ehe für alle kräftig unterstützt (wegen der Liebe und so), was natürlich folgt, wenn einem Unterscheidungskriterien ausgehen.

    Hier fühle ich mich angesprochen.
    Ich habe immer die Fragen der Rechtsfolgen angesprochen, insbesondere die Rechtsfolgen bezüglich des Kindschaftsrechts und ob da nicht in der Tendenz die Entrechtung des leiblichen Vaters vorangetrieben wird. Das wurde in der Diskussion um die „Ehe für alle“ nie thematisiert. Väter interessieren nicht ausser in ihrer Funktion als Versorger. Ich kann deshalb mit einigem Recht behaupten, dass ich eine solche Entwicklung zwar nicht klar vorausgesehen, aber zumindest geahnt habe.
    Wenn die „Grünen – Team Gina Lisa“ etwas politisch vorantreiben, dann immer mit der ganz grossen Moralkeule. Eine sachliche Diskussion über mögliche Folgen einer Gesetzesänderung hat da keine Chance. Das Religionsgedöns „heiliges Sakrament der Ehe“ und dergleichen von konservativer Seite hilft da auch nicht wirklich.

    • „Ich habe immer die Fragen der Rechtsfolgen angesprochen, insbesondere die Rechtsfolgen bezüglich des Kindschaftsrechts und ob da nicht in der Tendenz die Entrechtung des leiblichen Vaters vorangetrieben wird“
      Und ich wiederhole seit Jahren, daß es nicht nur um die Entrechtung des Vaters, sondern auch der Mutter, der Familie insgesamt und damit um die den vollständigen Zugriff auf die Kinder als Handelsware geht.
      Übrigens sind Väter immer leiblich und biologisch, weshalb diese dummdreiste Diffamierung zum bestenfalls Pseudosurrogat ( und noch darunter ) eine klare Ansage ist, was ich auch seit div. Jahren herunterbete.
      Genau wie „Kindseltern“. Damit soll implizit aber hochwirkungsvoll abgestritten werden, daß es gar keine anderen Eltern als die Eltern gibt!
      Warum wird dieser extrem kinderverachtende Mist sogar hier völlig kritiklos übernommen und sogar gebetsmühlenhaft nachgeplappert?
      Denkt doch mal für wenigsten zwei fucking Groschen nach, Leute!
      Checkt das endlich mal wer?

      • Übrigens sind Väter immer leiblich und biologisch

        Nein. Du musst unterscheiden zwischen Vater als biologischem Begriff und Vater als Rechtsbegriff. Das ist eben nicht deckungsgleich.

        • @ Piotr:
          Dann mußt Du aber auch unterscheiden, zwischen einem echten Rechtsbegriff und einem vorsätzlich falsch so benannten Propagandaschlagwort..
          Der „rechtliche“ „Vater“ ist ein gezielt gestreuter Vulgärpopulismus, welcher falsch unterstellt dieser Mann wäre aufgrund irgendeines Phantasierechts angeblich Vater.
          Ist er aber nicht, das Recht ist da absolut eindeutig. Ab GG aufwärts gibt es keinen „rechtlichen“ „Vater“. Und unterhalb dessen gibt es nur Gesetz und Rechtsprechung.
          Ergo: Der Vater ist IMMER auch rechtlich, biologisch, genetisch und sozial der Vater.
          Der Gatte der Mutter ist es lediglich nationalgesetzlich und jurisdiktatorisch.
          Er ist ein Rechtsbruch von Legislative und Exekutive.

  • „… zwei Konsequenzen: Die juristische Elternschaft und die leibliche Elternschaft werden radikal voneinander getrennt, mit der zentralen Ausnahme der leiblichen Mutter – und der leibliche Vater wir dabei ganz aus dem Spiel genommen.“
    „Der Kern des Vorschlags ist die Verabsolutierung der Mutterschaft, nicht der Einsatz für Gleichberechtigung: Rechtliche Gleichheit wird von ihm eher beschädigt als befördert.“

    Oh Mann, das ist bitter.

  • Weil Du hier zufällig auch über den „Nazi-Vergleich“ reflektierst, den Du ja öfters bemühst:

    Ich halten den für unangebracht und daher für schlechten Stil. Es wäre sehr interessant, mal eine kundige „Kulturgeschichte des Mutterkultes“ zu haben und auch detaillierte Untersuchung des Mutterkultes der Nazis. Aber im Zusammenhang mit dem modernen Gynozentrismus und Feminismus wirkt es als eher willkürlich bemühte Gemeinsamkeit ohne hinreichend verbindende weitere Gemeinsamkeiten. Wenn man ernsthaft behaupten will, Feminismus sei eine Art Fortsetzung eines Teils der Nazi-Ideologie, dann würde ich das zwar mangels tieferer Kenntnisse nicht von vornherein ausschließen, aber jedenfalls würde das einen sehr viel größeren Begründungsaufwand erfordern. Und wenn man das nicht behaupten will, dann sollte man den „Nazi-Vergleich“ lassen.

    • Dieser Zusammenhang ist rein zeitlich gegeben. Der Feminismus war unmittelbar vor den Weltkriegen virulent. Der Zusammenhang zwischen Feminismus und Krieg wurde noch nie ernsthaft erforscht.

    • Okay, der Nazivergleich hat was tunnelblickhaftes, unbenommen. Aber er zeigt einen realen, um nicht zu sagen den naheliegendsten, bekanntesten, deutlichsten und verständlichsten prinzipiellen Aspekt der Sache unmißverständlich auf.
      Die eiskalte Initiierung und Instrumentalisierung eines vollkommen hirnrissig-dissozialen Kults zum reinen Zweck von Macht und Profit.

      Wobei ich manchmal auch ein wenig den Verdacht habe, daß es den Initiatoren ( zumindest einigen davon ) auch darum geht, sich daran aufzugeilen, riesigen Menschenmassen zu längst felsenfest bewiesenen, allgemein bekannten Erkenntnissen ihre diametral entgegengesetzten Irrsinns-Konstruktionen völlig willkürlich aufzuzwingen.

    • @ lh Ich stelle den Bezug zum Nationalsozialismus immer im selben Kontext her: Für eine Fantasie der Verschmelzung von Mutter und Kind bzw. der völligen Vereinnahmung des Kindes durch die Mutter auf der einen Seite – und der radikalen Eliminierung der Vaterschaft auf der anderen Seite. Das, worüber crumar und quellwerk u.a. diskutieren, nämlich die Übernahme der Versorgungsleistungen durch staatliche Institutionen bzw. die Einsetzung des Staats als Supervater, gehört dazu („dem Führer ein Kind“), ist aber für den Nationalsozialismus m.E. nicht spezifisch.

      Ich grenze das auch ab gegen andere Traditionen, die ich ebenfalls destruktiv oder dysfunktional finde, nämlich eine starre konservative Aufteilung der Funktionen von Mutter und Vater – die aber eindeutig nicht faschistisch sind (auch wenn sich der nationalsozialistische Mutterkult ohne diese Traditionen wohl kaum hätte entwickeln können).

      Es ist also kein beliebiger Nazi-Vergleich. Kennst Du denn irgendeine andere Tradition als die nationalsozialistische, die eine Verherrlichung der Mutterschaft als staatlicher Aufgabe, ein inzestuös grundiertes Aufgehen des Kindes in der Mutter und eine Eliminierung des radikal disponiblen Vaters miteinander verknüpft?

      • Wie gesagt bin ich mit den Details des Nazi-Mutterkultes nicht ausreichend vertraut um dessen spezifische Eigenheiten feststellen zu können. Aber das Grundprinzip des disponiblen Mannes zusammen mit dem Wert der Frau aus ihrer Mutterschaft (oder dem Potential dazu, das sie auch tunlichst ausschöpfen soll) halte ich für den völligen Regelfall einer jeder Kultur. Die Frage wäre eher, welche Kultur nicht so angelegt ist und ob das dann überhaupt noch „Kultur“ ist. Ohne Kenntnis der Details gehe ich davon aus, dass die Nazis wie so häufig einfach nur noch ein bisschen radikaler waren.

  • Ich würde eher von einem inzwischen ganz normalen “ Frauenkult “ sprechen. Das ist natürlich keine tiefgreifende neue Erkenntnis.
    Aber Frau- und Mutter- sein gehört nun mal zusammen. Das eine ist notwendig für das andere.
    Im Mittelpunkt steht ( so vor allem auch bei den Grünen ) die „Frau“ und die wird oder ist sehr oft auch Mutter.
    Deshalb werden natürlich auch die „Mütterrechte“ so konstruiert, wie geschildert.

    Der daraus zwangsläufig resultierende “ Mutterkult “ ist mehr eine logische Konsequenz der allgemeinen Bevorzugung von weiblichen Menschen in der Politik und passt vom Anspruch der Grünen eigentlich gar nicht in ihr Bild einer „modernen“ Frau.

    Im übrigen frage ich mich schon lange, ob die wirklich realisieren, was sie da so treiben?

    • Ich denke, es ist eher umgekehrt, @Gunther.
      Der vorgeschobene Frauenkult sattelt auf dem Mutterkult auf, um den wichtigeren Aspekt, nämlich die Tatsache, daß Frauen den Femis scheißegal sind und nur instrumentalisiert werden, zu verschleiern.
      Tatsächlich geht es den Femiführern nur um sich und ihre feedbackfähige Klientel.
      Man wählt den Umweg über einen angebl. Frauenkult nur, weil man es sich nicht leisten kann, direkt auf Adolf & Co aufzubauen.

  • Konsequenterweise müssten die GRÜNEN auch für den Fall, dass ein (mit wem auch immer) verheirateter Mann ein außereheheliches Kind zeugt, fordern, dass dieses Kind als eheliches Kind des Mannes und seines Ehepartners gilt.

  • Im Matriarchat gibt es keine Väter. Offenbar gibt es nicht wenige, die eine solche Gesellschaftsform etablieren wollen bzw. die bereits in ihrem Denken verinnerlicht haben, dass der Vater eine Nichtperson ist ohne Rechte oder gar ohne Existenz.

  • ACHTUNG EIN WENIG OT:
    Ich möchte auf diesen neuen Artikel bei Telepolis hinweisen:
    https://www.heise.de/tp/features/Von-Maennern-Moerdern-und-Migranten-4086581.html

    Vielleicht möchte jemand an dem „Diskurs“ teilnehmen.
    „Der Mann“ ist jetzt auch bei TP endlich eine eigene Tätergruppe, nicht aber „die Frau“.
    Für mich ist das schon Volksverhetzung, genauso, wie wenn man sagen würde, Ausländer bzw. Flüchtlinge bzw. „Neger“ seien alles Vergewaltiger, Kriminelle und Mörder.
    Zu einer Tätergruppe gehören vor allem erst einmal Täter, und nicht Geschlechter oder andere pauschale Gruppen.
    Dann wird dort auch die Verdächtigungsquote gegen Männer mit der Menge schuldiger Täter gleichgesetzt und und und…

    Ich werde dort nicht mehr diskutieren, das Medium Telepolis ist für mich gestorben, und ich habe dort jetzt auch bereits einen Bann.
    Ich kann zu solchem faschistoiden Rotz nicht mehr meinen Mund halten, und will auch nicht so eine verkommene Webseite nicht durch meine Anwesenheit ehren und ihr auch noch eine relevante Userquote verleihen.

    Und der Rötzer begibt sich aus mir unerfindlichen Gründen genauso aufs Glatteis des Femisexismus, wie die Chefredakteure der ÖR und der großen Print-„Qualitätsmedien“.
    Irgendwann ist es genug.
    Dass dieser Rotz dann auch noch mit „Linkssein“ identifiziert wird, wird der „Linken“ noch mal schwer auf die Füße fallen.

  • Ich halte die Kritik an dem Gesetzentwurf in der Form, wie sie jetzt geäußert wird, für weitgehend verfehlt. Denn mir scheint der Gesetzentwurf tatsächlich nicht mehr zu sein als eine konsequente Umsetzung der bestehenden Rechtslage auf lesbische Partnerschaften/Ehen.
    Wir haben bereits die Verabsolutierung der Mutterschaft. Der leibliche Vater eines (während der Ehe geborenen) Kindes einer mit einem Mann verheirateten, nicht getrennt lebenden Mutter ist ebenfalls völlig rechtlos. Und mit der „Ehe für alle“ einschließlich voller Geltung des Adoptionsrechts wurde gesetzlich klargestellt, dass ein Kind keinen Anspruch auf Eltern beider Geschlechter hat.
    Die logische Konsequenz hieraus, nämlich dass die Ehe-/Lebenspartnerin einer lesbischen Mutter zulasten des leiblichen Vaters als Elternteil fingiert wird, lässt sich m.E. perspektivisch nur verhindern, wenn die dahinter stehenden beiden Grundannahmen (soziale Elternschaft bricht leibliche Elternschaft und gleichgeschlechtliche Eltern sind gleichwertig) erfolgreich angegriffen werden.

    • „Denn mir scheint der Gesetzentwurf tatsächlich nicht mehr zu sein als eine konsequente Umsetzung der bestehenden Rechtslage auf lesbische Partnerschaften/Ehen.“

      Wenn Du in dem Satz die „Rechtslage“ gegen „Gesetzeslage und Rechtsprechungsdirektiven“ austauscht, wird er sinnvoll.
      Die Rechtslage ist dazu exakt diametral entgegengesetzt.

        • Die Anwendung/Umsetzung, so es sie gäbe, wäre die Judikative, afaik. In Ermangelung einer solchen in D. also die Rechtssprechung ( Jurisdiktion ).
          Mit der Lage des Rechts haben beide nichts zu tun. Sondern lediglich mit der akuten Umsetzung, resp. in D. dem sog. „Spruchrecht“ welches nicht in direktem Zusammenhang mit dem Recht steht.

          Ich weiß zwar auch, daß jedem Jurastudenten in D. massiv eingeschärft wird zu glauben: „Was der Richter spricht, wird ( eben dadurch zu ) Recht!
          Aber es wird gezielt dabei verschwiegen, daß „Recht“ in der jurapopulistischen Kurzformel ein reines Synonym für „Spruchrecht“ u. „Rechtstatsache“ ( ein völlig realitätsfremdes Geschäftskonstrukt ) ist.

          Was jemand als ( im weitesten Sinne ) „richtig ansieht“, kann in diesem Bezug also ausschließlich Spruchrecht meinen, also ein Produkt der Jurisdiktion, bestenfalls in Vertretung einer Judikative. Ansonsten wäre es halt irgendetwas, was irgendwer als richtig ansieht und hätte insofern überhaupt nix, noch nicht mal indirekt mit Recht zu tun.
          Und, daß Richter auch nur Menschen sind und nach eigener Überzeugung handeln, sagt auch nix weiter, als daß sie irgendetwas tun, weil sie es FÜR SICH SELBST für irgendwie richtig halten. Ein Rückschluss auf das Recht an sich ist dadurch nicht möglich, noch nicht mal auf die Gesetzeslage, da die Abhängigkeit auch davon sehr variabel ist.

          Beispiel:
          Nach gültiger Rechtslage haben Väter spätestens von Geburt des Kindes an, die Pflicht ihr Kind nach bestem Können großzuziehen ( ab Art. 6 [2] GG aufwärts ). Und auch das unverbrüchliche Recht dazu erster in der Ausübung dieser Pflicht ( Vulgo: Unterhalt, als praktische Ausübung der Sorge ) zu sein.
          Nach dem Gesetz nicht und nach der politischen Rechtsprechung noch viel weniger.
          Und eine nationale Institution zur Anwendung und Umsetzung des Rechts gibt es hier nicht.

          • Fiete, ich verstehe ja, was du meinst. Aber das ändert nichts daran, dass sich die „Rechtslage“ aus den geltenden Gesetzen und ggf. der höchstrichterlichen Rechtsprechung ergibt. Ob man die Gesetze richtig und die Rechtsprechung zutreffend findet, ist insoweit irrelevant.

          • Okay, Hugor, ich verstehe ja was Du meinst, allerdings ist das ein Widerspruch in sich.
            Du meinst, weil Du das so richtig finden möchtest, daß es zwischen Rechtslage, Gesetzeslage und Rechtsprechung ( egal ob „höchstrichterlich“ oder nicht ) nur einen Unterschied gibt, nämlich den, daß Rechtslage in vulgo ein unbestimmter Begriff ist, der synonym für alls mögliche gesetzt werden kann ( und wird ), wärend Gesetzeslage und Rechtsprechung spezielle „Unterabteilungen“ fachlich bezeichnen.
            Verstehe ich Dich so eingermaßen richtig?
            Nun denn, stelle doch bitte mal den Zusammenhang dar, warum dem so sein sollte ( ich ahne da schon was, will aber nicht übereilt vorgreifen ) und warum da in einem Fall Ghettoslang zu offizieller Hochsprache erklärt wird, in den beiden anderen jedoch nicht.

            Btw., die implizite Parallele zu „Kindeseltern“ und „Unterhalt“ ist mir durchaus klar, nur ändert sie an den Fakten nix.

          • @Fiete – mir ist nicht recht klar, warum du hier so rumzankst. Es gibt einen klaren Sprachgebrauch für „Rechtslage“. Wenn du den Begriff für dich umdefinieren willst, kannst du das natürlich gern tun, ich halte das aber für wenig zielführend.

          • @ Hugor:
            Wie wäre es mal mit einem Argument, anstatt immer nur: „ich finde das aber irgendwie nicht richtig?“.
            Was Du als „klaren Sprachgebrauch“ bezeichnest ließe sich genau so auf „Unterhalt“, „Kindeseltern“, „soziale Väter“, „Herbergsväter“, „Mütter der Kanonen“, „Mutterplatten“, „Papi-Böden“ ( alles umgangssprachlich – auch von „Fachleuten“ gern gebrauchte Begriffe, die allerdings mit einem „klaren Sprachgebrauch“ zum Thema Elternschaft nicht das geringste zu tun haben, sondern reine Wischi-Waschi-Mangel-„Synonymisierungsversuche“ – z.T. mit diffamierenden politischen Hintergründen – darstellen ) ,……. etc.pp. anwenden und bliebe trotzdestonix lächerlicher Unfug.

            Anders gesagt: Nur weil Du dazwischen nicht unterscheiden kannst, macht es keinen Sinn mir fälschlicherweise irgendein „Gezanke“ anzudichten.

    • @ Hugor „Der leibliche Vater eines (während der Ehe geborenen) Kindes einer mit einem Mann verheirateten, nicht getrennt lebenden Mutter ist ebenfalls völlig rechtlos.“

      Das stimmt. Der Unterschied zum grünen Entwurf aber ist, dass im Fall einer verheirateten Frau die Annahme naheliegend ist, dass ihr Ehemann der Vater eines gezeugten Kindes ist. Wir wissen, dass das naiv ist, daher gibt es ja auch die Forderung nach einem obligatorischen Vaterschaftstest. Aber es ist eben naiv, nicht absurd.

      Das aber ist im grünen Entwurf anders. Hier weiß jeder, dass die zweite „Mutter“ das Kind nicht gezeugt hat und dass es einen Vater gibt, der zu dem Kind in einer einzigartigen, existenziellen Beziehung steht (selbst dann, wenn er diese Beziehung selbst gar nicht will). Hier weiß jeder der Beteiligten, dass diese Beziehung eliminiert wird, um dem Wunsch der Mutter-Partnerin zu genügen, selbst als Mutter firmieren zu können.

      Diese Beliebigkeit wiederum, mit der hier leibliche Elternschaft durch eine soziale Elternschaft verdrängt wird, ist absurd, ist aber m.E. nicht der Kern des Entwurfs. Denn dann müssten ja der Vater und sein Partner eben dieselben Rechte habe – haben sie aber nicht. Tatsächlich hat der grüne Entwurf nur eine einzige Achse, um die er sich dreht, und überhaupt nur drehen kann: Das ist die leibliche Mutterschaft. Wen die Mutter als Partner ansieht, der (oder eben: die ) wird damit zum Elternteil des Kindes.

      Daher bin ich auch nicht der Meinung, dass die von Dir skizzierte Vorstellung („soziale Elternschaft bricht leibliche Elternschaft und gleichgeschlechtliche Eltern sind gleichwertig“) der wesentliche Punkt ist. Es gibt hier ja eine leibliche Elternschaft, die höher als alles andere bewertet wird. Kern und Kernproblem des grünen Entwurfs ist seine radikale Mutterfixiertheit.

      • „Der Unterschied zum grünen Entwurf aber ist, dass im Fall einer verheirateten Frau die Annahme naheliegend ist, dass ihr Ehemann der Vater eines gezeugten Kindes ist.“

        Das ist richtig, aber m.E. nicht entscheidend. Es handelt sich um eine generelle Fiktion, die sich bei sozialer Vaterschaft des Ehemannes nicht angreifen lässt, selbst dann nicht, wenn der Ehemann (aus welchen Gründen auch immer) offenkundig nicht der biologische Vater sein kann. Dem liegt ersichtlich die gesetzgeberische Intention zugrunde, die soziale Vaterschaft höher zu gewichten als die biologische (zumindest bei verheirateten Paaren).
        Ich stimme dir allerdings absolut zu, dass Hintergrund hierfür die radikale Mutterfixiertheit ist. Diese kommt aber nicht erst in dem grünen Gesetzentwurf zum Ausdruck, sondern liegt eben auch schon den Regelungen für heterosexualle Ehepaare zugrunde. Deswegen würde ich meine Kurzform „soziale Elternschaft bricht leibliche Elternschaft“ wie folgt modifizieren: „Sozialbeziehung der Kindsmutter bricht biologische Vaterschaft“. Und angesichts dessen ist – in Verbindung mit der völligen Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Ehepaare – der Gesetzentwurf mMn. tatsächlich nur eine konsequente Fortführung der bereits bestehenden Situation, so dass Kritik, die sich nur auf den Gesetzentwurf bezieht, wohl zu kurz greift.

  • Da agieren die Grünen ganz im Sinne der marxistischen Philosophie. Für Marx und Engels war die kapitalistische Gesellschaft das Patriarchat, das überwunden werden sollte, damit der Ur-Zustand, das Matriarchat, in dem die Frauen die absolute Kontrolle über Kinder und Ressourcen bekommen sollten, hergestellt werden kann. Die Zerstörung der bürgerlichen Familie ist Kernelement des Marxismus. Die Homo-Ehe etc. hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun, sondern ist nur ein Instrument, um das durchzusetzen.

    Anhand solcher Geschichten/Gesetzen sieht man immer wieder schön, welche Blüten die erzwungene Gleichmacherei von ungleichen Dingen treibt. Letzlich ist keinem geholfen, aber gesellschaftliche Institutionen wie die Ehe oder so etwas simples wie Elternschaft wird auf dem ideologischen Altar geopfert und zerstört.

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