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Von Misstrauen, Schweigemauern und menschlichem Wohlwollen – Ein Rückblick auf den November

geschrieben von: Lucas Schoppe

Ein Rückblick auf die Texte des Monats November – von der Notwendigkeit und der Unmöglichkeit demokratischer Debatten

 

Die politische Produktion des Misstrauens

#metoo – Medienhysterie statt Betroffenenhilfe: Das war mit großem Abstand einer der meist-kommentierten und –diskutierten Texte des Jahres: crumar und Gunnar kontrastieren die Erregtheiten und Zuspitzungen der #metoo-Publikationen mit den bereits bestehenden Regelungen zur Eindämmung sexueller Belästigung.

Ein wesentlicher Punkt ihres sehr sorgfältig recherchierten Textes ist, dass #metoo im Interesse einer möglichst hart zugespitzten Darstellung der Situation die vielfältigen Regelungen und Möglichkeiten zur Eindämmung oder Verhinderung sexueller Belästigungen durchaus systematisch aus dem Blickfeld drängt.

Crumar schreibt beispielsweise in den Kommentaren über Frauke Gützkow, immerhin Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der GEW, sie würde nicht etwa  „stolz darauf verweisen, was gewerkschaftliche Errungenschaften sind“, sondern gewerkschaftlichen Erfolge ausblenden, um den Eindruck eines immensen Handlungsdrucks herzustellen.

Die vielen Kommentare zeigen aber auch: Es gibt eigentlich keine „Geschlechterdebatte“, es gibt bestenfalls mehrere Debatten, die aber weitgehend getrennt voneinander geführt werden. Es wäre ja durchaus möglich gewesen, dass sich hier jemand #metoo auch einmal stark macht, Argumente entkräftet, zu überzeugen versucht oder zumindest darstellt, weshalb #metoo aus der Sicht vieler eben nicht als einseitige Kampagne, sondern als Befreiung erlebt wurde.

Wie gewaltig das Bedürfnis ist, auch aus männlicher Sicht etwas zu #metoo zu sagen, wie wenig Resonanzraum dafür aber tatsächlich vorhanden ist, zeigt sich an einer Entwicklung  in den  USA: In Unternehmen vermeiden demnach Männer den Kontakt mit Kolleginnen, sie scheuen sich vor gemeinsamen Dinnern, vor benachbarten Sitzplätzen im Flugzeug, generell vor Einzelgesprächen. (vgl. Bloomberg, via Genderama)

Es ist offensichtlich, dass eine solche Selbst-Absicherung die Chancen von Frauen begrenzt, Mentoren zu finden und im Unternehmen aufsteigen zu können. Diese Absicherung ist weniger eine Folge des Schutzes vor sexueller Belästigung, der – wie crumar und Gunnar ja zeigen – auch ganz anders organisiert werden kann. Sie ist eine Folge der einseitigen Debatte: Männer haben offensichtlich den Eindruck, dass sie aus ihrer Perspektive gar kein Gehör mehr finden würden, wenn sie erst einmal eines Übergriffes beschuldigt würden.

Das bewusste Vermeiden einer gemeinsamen Debatte, das Schleifen gemeinsamer Regeln schadet schließlich allen Seiten, weil willkürliche Grenzen für eine Gruppe eben zugleich immer auch Grenzen für andere Gruppen sind.

Billy Coen hält in den Kommentaren zum Text dagegen, dass eine

grundlegend wohlwollende Haltung der Menschen im täglichen Miteinander das einzige [ist], was zwischen uns allen und einem totalitären Puritanismus steht.

Das lässt sich noch erweitern. Davon auszugehen, dass andere Menschen es grundsätzlich und bis auf Weiteres nicht böse mit uns meinen und dass sie kein Interesse daran haben, uns zu schaden, ist überhaupt eine Voraussetzung für zivile Strukturen.

Mit der zivilen Geste des Sich-die-Hand-Gebens zeigten bekanntlich ursprünglich beide Beteiligten einander, dass ihre Waffenhände leer sind. Wenn das Vertrauen, das so geschaffen wird, erodiert, dann rutschen wir in eine destruktive Eigendynamik. Das wird insbesondere am Vertrauensverlust staatlicher Institutionen sichtbar.

 

Spiralen des Misstrauens

Franziskay Giffey startete pünktlich zum International Men’s Day, an dem es eigentlich um spezifische gesundheitliche Belastungen für Männer und Jungen gehen sollte, eine Kampagne, um mehr Mittel für Frauenhäuser einzufordern: Die Ministerin, die häusliche Gewalt und die toten Jungen. Männer werden dabei weiterhin als Täter, Frauen als Opfer häuslicher Gewalt hingestellt, obwohl die internationale Forschung zum Thema schon seit vielen Jahren weiter ist und diese Position nicht teilt.

Besonders beunruhigend war die Wucht, mit der diese ministerielle Darstellung weithin in Medien geteilt wurde. Der Spiegel veröffentlichte sogar eine ganze Serie, die den Eindruck einer umfassenden männlichen Gewalt gegen Frauen erweckte. Diese gute Vorbereitung der Medien, die gleich reihenweise passende Artikel parat hatten, ist ohne eine vorhergehende Abstimmung zwischen Ministerium und Redaktionen kaum zu erklären.

Das wiederum ist geeignet, um ohnehin vorhandenes Misstrauen noch zu verschärfen: Da stimmen sich ein Ministerium und Medienvertreter offenbar ab, um gegen die seriösen Studien zum Thema den einen Teil der Bevölkerung als gewalttätig, den anderen als dessen Opfer hinzustellen. Wer so massiv Misstrauen schafft, der kann dann aber schließlich Menschen gar nicht mehr überzeugen – selbst dann nicht, wenn er einmal gute Argumente hat.

Wenn aber staatliche Institutionen das Vertrauen weiter Teile der Bevölkerung verlieren, dann liegt es für diese Institutionen nahe, autoritärer zu agieren, offene Debatten zu meiden und ihre eigene Informationspolitik stärker zu regulieren. Giffey beispielsweise liefert zwar keine offenen Falschinformationen – sie blendet aber alle Informationen aus, die zu einem differenzierteren Bild beitragen könnten, das auch Perspektiven von Männern – und den betroffenen Kindern! – einbindet.

Eben solch ein Agieren verstärkt dann aber natürlich umso mehr das Misstrauen, dessen Folgen es dämpfen soll. Solch eine Misstrauensspirale ist tödlich für einen demokratischen Diskurs, und umso wichtiger ist es, dass sich zivile Gruppen dagegen stellen und versuchen, ins Gespräch zu kommen. Die Gruppe agens hat das versucht, mit einem Aufruf: Keine Stigmatisierung der Männer in der Gewaltdebatte.

Von den avisierten 5000 Unterschriften gegen Giffeys Kampagne sind aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht einmal 300 zusammengekommen. Obwohl eigentlich alle betroffen sind von der rhetorischen Spaltung der Bevölkerung in Opfer und Täter, äußert sich kaum jemand offen dagegen. Es ist kaum ein Trost, dass immerhin einige Frauen mit unterschrieben haben.

Zum Teil ist sicherlich auch diese Zurückhaltung mit Misstrauen zu erklären. Wer sich offen und mit Klarnamen gegen eine feministisch inspirierte Frauenpolitik ausspricht, muss eben damit rechnen, damit als rechts, als rechtsradikal, als Frauenfeind hingestellt zu werden. Er kann zudem auch das Gefühl haben, dass eine Organisation wie agens doch gewiss etwas anrüchig sein muss, weil sie sonst stärker in die institutionalierte Geschlechterpolitik eingebunden wäre.

Schon vor Jahren redete Thomas Gesterkamp von einem Cordon Sanitaire, der um Männerrechtler gelegt werden müsse. Männerrechtler, oder Maskulisten, oder Maskus, oder der Einfachheit halber gleich „Nazis“ sind aus dieser Perspektive eigentlich schon alle, die eine feministische Geschlechterpolitik nicht in allen Punkten unterstützen. Insbesondere sind es Akteure, die sich dazu äußern, wie „Geschlechterdebatten“ aus der Perspektive von Männern aussehen.

Gesterkamps Metapher sagt mehr aus, als er aussagen möchte. Der „Cordon Sanitaire“ ist ja gerade nötig, um eine Ansteckung zu vermeiden. In einem Diskurs aber ist das, was hier metaphorisch als Infektion erscheint, weiter nichts als eine Änderung der eigenen Meinung angesichts der Argumente anderer: Etwas, wofür Diskurse überhaupt erst da sind.

 

Eine unendlich lange Übergangszeit

In der Familienpolitik verschiebt sich beispielsweise gerade, sehr sehr langsam, die Fixierung auf die mütterliche Erziehung auf die gemeinsame Erziehung durch beide Eltern, auch nach Trennungen. Das wäre schon seit Jahrzehnten möglich und nötig gewesen, und auch heute müssten sich politische, institutionelle und familienrechtliche Rahmen wesentlich schneller verändern, als sie es tun: Schließlich ist schon lange deutlich, dass die Entfremdung von einem Elternteil Kindern schadet. Dass die Entwicklung so quälend langsam ist, verdankt sich auch eben solchen Blockaden, wie Gesterkamp sie fordert.

Ich habe selbst gerade wieder einmal, dass wir in einer sich quälend langsam hinstreckenden Übergangszeit leben. Bei amazon prime ist, anders als beim politisch straffer auf Linie liegenden Netflix, Cassie Jayes Dokumentation The Red Pill über die amerikanische Männerrechtsbewegung mittlerweile verfügbar.  Als ich aber versuchte, meine Kritik dazu in einer überarbeiteten Form in den Kommentare einzustellen, bekam ich nur die Nachricht, dass ich damit Gemeinschaftsstandards verletzen würde und der Text nicht erscheinen können.

Dabei hatte ich natürlich nicht gehetzt oder gewütet, sondern lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass Feministinnen die Ausstrahlung des Filmes zu verhindern versucht hatten – und dass Jaye zunächst als Feministin gestartet war, sich zum Ende des Filmes aber nicht mehr als Feministin sieht.

Ich hatte sogar geschrieben, dass sie in meinen Augen in einem klassischen, einst weit verbreiteten Verständnis von Feminismus – als Kampf für Gleichberechtigung – durchaus noch Feministin ist.  Mein Artikel dazu im März des letzten Jahres, den ich nun vergeblich einzustellen versucht hatte, hieß ausgerechnet Schwierigkeiten beim Abbruch von Schweigemauern. 

Wer sich aber offenen Diskursen auf Dauer verweigert, der nimmt auch sich selbst die Möglichkeit, die eigene Position weiter zu entwickeln, sie mit sozialen Realitäten oder den Perspektiven anderer zu konfrontieren. Die eigene Position wird leer und lässt sich schließlich nur noch in der verschärften Konfrontation gegen die Feinde aufrechterhalten. Der Text Politische Leere, politische Gewalt beschrieb diesen Zusammenhang an Texten von Theresa Bücker und Antje Schrupp.

Der Zusammenhang zwischen Übergriffigkeit und der Störung offener Diskurse durch Diskursausschlüsse war schließlich schon zu Beginn des Monats Thema des Textes Ja: Nein heißt nein. Ich trete darin dafür ein, ein „Nein“ auf jeden Fall als „Nein“ zu interpretieren und es sich nicht als „vielleicht“, als „Streng dich mehr an“ oder ähnliches schönzureden – selbst wenn wohl jeder Mann die Erfahrung macht, dass das „Nein“ einer Frau manchmal eben so gemeint ist.

Auch im politischen Diskurs aber lernen Männer, selbst harte und scharf abwertende Ablehnungen als Aufforderungen zu größeren Anstrengungen zu interpretieren. Es hat aber keinen Sinn, dasselbe Verhalten, das in persönlichen Begegnungen schroff abgelehnt wird, in politischen Kontexten ebenso schroff einzufordern.

 

Strukturen des Missbrauchs

Ich versuche am Ende des Monatsrückblicks, jeweils auf einen Text hinzuweisen, den ich besonders wichtig fand. Ein Blogtext aus dem letzten Monat verwiest darauf, dass gestern – am 7.Dezember – der Purple Christmas begangen wird, der auf die sexuelle Gewalt gegen Kinder aufmerksam macht und der ein Zeichen der Solidarität mit deren Opfern ist.

Der Lotosritter hat in einem Text zu Strukturen des Missbrauchs den vergeblichen Versuch beschreiben, Münchner Stadträte zur Teilnahme zu bewegen.

Abschließend betrachte ich mein gescheitertes Vorhaben als einen weiteren Beleg dafür, dass sexueller Kindesmissbrauch und der Schutz der Kinder davor weiterhin ein Tabuthema ist, das nur in Sonntagsreden und selbstreferenziellen Arbeitskreisen vorkommt. Wirklich verstanden, worum es hier geht, nämlich um die Zertrümmerung von Kinderseelen durch sexuelle Gewalt, hat keiner der politisch Akteure.

 

 

Zum Abschluss ausnahmsweise einmal zwei Lieder des letzten Monats.

Die Gruppe Pavlov’s Dog ist in ihrer gegenwärtigen Besetzung geprägt von einem Zusammenspiel der Generationen und der Geschlechter. Sie wurde gerade im Februar von einer Tragödie erschüttert,wie sie im vergangenen Monat November eines der Themen weltweiter Veranstaltungen zur Männergesundheit war: Ihr junger Keyboarder Nathan Jatcko tötete sich selbst.

Zu ihrem im Dezember erschienen Album Prodigal Dreamer hatte Pavlov’s Dog schon vorher den Song Paris veröffentlicht, und ich habe das Gefühl, dass dieses Lied trotz der Traurigkeit, die sich darin ausdrückt, schöner wird, je öfter ich es höre.

Die Sängerin Beth Hart kannte ich von einigen Alben, die ich ganz schön fand, ohne nachdrücklich angetan davon zu sein. Ich hatte aber das Gefühl, dass ihre Musik live sehr gewinnen würde, und besuchte deshalb im letzten Jahr ein Konzert von ihr. Es war sehr beeindruckend und intensiv: Hart ist eine fantastische Sängerin.

Im November ist eine Doppel-Live-CD zu einem Konzert in der Albert Hall erschienen, und dort sang Hart auch das Lied Leave the Light On. Nach eigener Auskunft hat sie es geschrieben, als sie aus einer schweren, fast tödlichen Drogensucht herausfand. Der Titel ist, wenn ich ihn richtig verstehe, mehrdeutig: „Leave the light on!“ kann ein Kind sagen, dass Angst im Dunkeln hat – der Satz drückt aber auch aus, dass sie weiterlebt, ein Licht anlässt.

Im Konzert in der Albert Hall erzählt Hart sehr berührt davon, wie wichtig ihr Ehemann Scott – und auch ihr Manager – für sie gewesen wäre, als sie aus dieser Sucht herauskam. Die Erzählung hat etwas von den Erweckungserlebnissen evangelikaler Christen, die beschreiben, wie unendlich tief sie gesunken waren, bis sich schließlich alles änderte, als sie Jesus in ihr Leben ließen. Da in meiner Jugendzeit einige meiner Freunde in diese evangelikale Szene drifteten, habe ich eine ganze Reihe solcher Erlebnisse selbst gehört.

Immerhin erzählt Hart nicht davon, dass sie Gott, sondern davon, dass sie Scott in ihr Leben gelassen habe (Hab ich schon einmal erwähnt, dass ich es mir manchmal nicht verkneifen kann, zu unpassenden Gelegenheiten blöde Wortspiele zu machen?). So amerikanisch-rührselig die Erzählung auch klingt, so hat sie mich doch berührt.

Es ist angesichts der vielen anderen Texte, die ich in diesem Monat gelesen habe, schön, dass hier eine Frau erzählt, wie wichtig Männer ihres Lebens für sie waren und sind. Denn natürlich haben die meisten Männer – anders, als das mit politischen Kalkül projiziert wird – nicht das Bedürfnis, ihrer Partnerin zu schaden, sondern etwas zu tun, was gut für sie ist.

Es wäre sehr schön, von einem solchen grundlegenden Wohlwollen öfter etwas zu hören.

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4 Comments

  • Ein sehr schöner Rückblick! Und ich freue mich, dass man tau – Dank Lucas – immer mehr zu einem Gemeinschaftsprojekt wird, zu dem verschiedene Autoren beitragen.

    Nun zu meiner Eigenschaft als Musiknazi, der die Geschichte von Pavlov´s Dog so nicht stehen lassen kann. Der ursprüngliche Sänger der 1972 gegründeten Gruppe heißt David Surkamp. Das in – nun ja – prog rock-Kreisen gefeierte Album ist 1975 unter dem Titel Pampered Menial erschienen.
    Es galt als Debütalbum, war es jedoch nicht, denn nach der bereits fertigen Aufnahme ihres ersten Albums ist das Studio abgebrannt. Kopien dieser Aufnahme wurden per Zufall jedoch 2014 wieder gefunden und dann veröffentlicht.

    David Surkamp wurde wegen seiner hohen Stimme für eine Frau gehalten, es gab auch das – nicht zutreffende – Gerücht, die Band hätte mit Helium experimentiert.
    Ein Schicksal, das er mit Geddy Lee von Rush teilt.
    „Of Once and Future Kings“ hätte ich gerne mit dem Gesang von Peter Gabriel! 😉

    Das Album ist hier zu finden:

    https://www.youtube.com/watch?v=BM45H1t-63

  • Was #metoo angeht: auf der einen Seite ist es schön zu sehen, das die femnistischen Debatten (wenn man sie den so bezeichnen kann) über Sexismus auf immer mehr Widerspruch stoßen. Auf der anderen Seite stört es mich, dass diese wachsende Kritik sich aktuell so stark auf #metoo fokussiert, da das was man an #metoo kritisieren kann letztlich das ist, was an allen Sexismusdebatten der vergangenen Jahre zu kritisieren war. Bei #metoo kann man nur bedingt durch das Ausmaß der Debatte noch schwerer darüber hinwegsehen.

  • Die geringe Anzahl Unterschriften hat bestimmt einen anderen Grund; ich kann mir kaum vorstellen, dass die Angst vor “ associated guilt“ sonderlich viele Leute zurück hält. Das Anliegen könnte natürlich etwas uneindeutig formuliert gewesen sein, aber ich glaube eher, die Männer nehmen das nicht ernst.
    Ungefähr so, wie wenn ein großer Kerl von seiner kleinen Freundin gehauen wird: er steht da und lacht, im Vertrauen auf seine größeren Kräfte – sie bewirkt ja auch nichts. Und da kann man dann mal fragen, ob das so falsch ist – trotz der andersartigen Bezüge im Fall „Giffey Umfrage“ (ich hatte selbstverständlich unterzeichnet)?
    Denn im Endeffekt braucht doch nur 1 guter Journalist – ggf ein Ex-Richter *zwinkerzwinker* – mal an der richtigen Stelle nachhaken oder die geballte, vernichtende Kritik daran zusammenfassen, und schon rumpelt das riesige Propaganda-Kartenhaus in sich zusammen…peinliche Stille ob fehlender Antworten, ggf schon ein Schluchzen aus hinteren Reihen, wären das Ergebnis…wer denkt da nicht mindestens kurz: „ja, dann lass sie halt labern“? Das war sicher auch ungefähr das Motto der Männer in den letzten 20-30 Jahren, denn der größte Teil Frauenpolitik war ja doch nzr Symbolpolitik. Erst wenn/seit die Feminanzen dem einzelnen richtiggehend auf die Pelle rücken – wir wollen deine Videospiele verändern und so, Freunde, die der Wohnung verwiesen wurden oder falsch Beschuldigte, etc – zuckt der Mann zurück. Erst also, wenn es eigentlich schon weh tut.
    Tl;dr: Nicht-Unterzeichnung nur Ausdruck stoischen Ertragens, nicht Angst oder Feigheit

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