Bürgerrechte Männer Männerechtsbewegung Männerpolitik

Der Herr Präsident spricht nicht mit jedem

geschrieben von: Lucas Schoppe

Gerd Riedmeier schreibt an Frank-Walter Steinmeier

Der Bundespräsident, der uns gerade zu Weihnachten zur Dialogbereitschaft aufgerufen hat, macht sich selbst zu einem weiteren Beispiel der Sprachlosigkeit.

Die mittlerweile schon fast wieder vergessene #NazisRaus-Kampagne – eine Werbung für Rasierer, die Männer als „toxisch“ präsentiert – die Verpflichtung einer Stadtverwaltung auf eine genderpolitisch korrekte Sprache: Schon die wenigen ersten Wochen des Jahres lieferten eine Reihe von Beispielen, die von Menschen unterschiedlicher politischer Einstellungen radikal unterschiedlich wahrgenommen wurden – als würden sie in verschiedenen Welten leben.

Die Aufspaltung in verschiedene Echokammern und Spiegelsäle, in denen Vertreter derselben politischen Positionen sich beständig gegenseitig bestätigen und andere Positionen nur noch als feindselig, bösartig und schlicht dumm ventilieren, verhindert eben auch einen gemeinsamen Bezug auf eine gemeinsame Welt. Tatsächlich gibt es so nicht einmal mehr sachliche Kontroversen – die jeweils andere Seite hat ja grundsätzlich überhaupt nichts Sachliches beizutragen, und ihre Positionen werden lediglich als Symptome politischer Dummheit oder Korruptheit gelesen, nicht als andere Sichtweisen auf dieselbe Welt.

Es war daher wichtig, und ganz im Einklang mit seiner Rolle, dass der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Weihnachtsansprache mahnte, dass wir über die unterschiedlichen Milieus und Positionen hinaus mehr miteinander reden, zur Not eben auch streiten müssten.

Ich habe den Eindruck, wir Deutsche sprechen immer seltener miteinander. Und noch seltener hören  wir einander zu.

Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter, Gerd Riedmeier, nahm den Präsidenten beim Wort und schrieb ihm einen Brief. Er verwies zum Beispiel auf die Bundesministerin Giffey, zuständig für Familien, Jugend, Frauen und Senioren, die zwar viel und ausführlich und sehr ressentimentgeladen über Männer redet, das Gespräch mit Interessenvertretungen für spezifisch männliche Problemlagen aber konsequent verweigert.

Die Vorsitzende des Familienausschusses lehnt es mit einem witzigen, aber durchaus nicht als Witz gemeinten Hinweis ab, dass die Interessengemeinschaft für Jungen, Männer und Väter – die sich immerhin für 50% der Bevölkerung einsetzt – vor dem Ausschuss sprechen kann. Dort könne doch schon der Deutsche Frauenrat sprechen, und der bilde schon die Vielfalt der Diskussion ab.

Das ist ungefähr so, als würden in einem Migrationsausschuss Vertretern von Migranten der Vortrag mit dem Argument verweigert, dass dort doch schon die AfD sprechen könne, die an sich schon für die Vielfalt der Diskussion stünde.

Riedmeier drückte das wesentlich freundlicher und verbindlicher aus als ich, nimmt den Präsidenten erfreut beim Wort und bittet um eine Einladung. Keine Antwort.

Er wartet einige Wochen – immer noch keine Antwort.

So hatte der Präsident die Sache mit der Notwendigkeit des Dialogs nun also auch wieder nicht gemeint – Dialog ist wichtig, aber ja nun nicht mit Menschen, die Meinungen haben, die man nicht hören will. Anders als die Vorsitzende des Familienausschusses hält es der Bundespräsident noch nicht einmal für nötig, die Verweigerung des Gesprächs irgendwie zu begründen.

„Und mehr noch als der Lärm von manchen besorgt mich das Schweigen von vielen anderen,“ erklärt er gleichwohl in seiner Ansprache. Die Interessenvertreter für Rechte von Jungen, Männern oder Vätern müssen natürlich nicht schweigen, es reicht vollkommen, wenn sie einfach nur die Klappe halten.

Sowohl der Präsident als auch die Mitglieder des Familienausschusses als auch die Familienministerin tragen übrigens für die gesamte Bevölkerung eine Verantwortung, nicht nur für eine ausgewählte Klientel. Der Brief von Riedmeier bietet jedenfalls überhaupt keinen Anlass, ihn einfach zu ignorieren und eine Reaktion zu vermeiden. Hier ist der Wortlaut:

 

Sprachlosigkeit und fehlender demokratischer Diskurs (Weihnachtsansprache)

Einladung an die IG-JMV zum persönlichen Gespräch 2019

24. Dezember 2018

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Steinmeier,

in Ihrer Weihnachtsansprache 2018 warnen Sie vor Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft. Unsere Demokratie baue darauf, „dass wir unsere Meinung sagen, für unsere Interessen streiten.“ Und: „Ich habe den Eindruck, wir Deutsche sprechen immer seltener miteinander. Und noch seltener hören wir einander zu.“

Immer mehr Menschen zögen sich zurück unter ihresgleichen, in die eigene Wahrnehmungsblase, in der alle einer Meinung seien. „Nur, so sehr wir uns über andere ärgern, eines gilt auch morgen noch: Wir alle gehören zu diesem Land – unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe, von Lebensanschauung oder Lieblingsmannschaft.“

Als Sprecher der Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter (IG-JMV) muss ich leider Ihre Aussagen und Ihre Wahrnehmung bestätigen. Es sind vor allem die Bundespolitik und dabei die Bundesministerien für Justiz und Familie, die einen offenen Diskurs mit authentischen Vertretern der Belange von Jungen, Männern und Vätern verweigern. Sie üben nahezu ausschließlich den Dialog mit Frauen- und Mütterverbänden. Die Bedürfnisse des männlichen Teils der Bevölkerung werden so unsichtbar gemacht.

Gehören wirklich wir alle zu diesem Land? Auch heterosexuelle Männer und (getrennt erziehende) Väter? Es sieht nicht danach aus.

Die formal zuständige Bundesministerin Dr. Giffey zeigt sich öffentlich ausschließlich mit Frauen- und Mütterverbänden. Ein persönliches Gespräch mit Männer- und Väterverbänden verweigert sie. Anstelle dessen beleidigt Frau Giffey getrennt erziehende Väter pauschal als Unterhaltspreller und droht ihnen mit Führerscheinentzug („Wer nicht zahlt – läuft“), ohne nach den Ursachen für die mangelnde Leistungsfähigkeit vieler Väter zu fragen (Niedriglohnsektor?).

In die vom BMFSFJ veröffentlichte Statistik über häusliche Gewalt werden auch außerhäusliche Gewalt, das Ausbleiben von Unterhaltszahlungen sowie Falschbeschuldigungen eingerechnet. Die tendenziöse Darstellung geht pauschal zu Lasten von Männern.

Die Vorsitzende des Familienausschusses des Bundestages verweigert der IG-JMV den Vortrag vor dem Ausschuss mit der Begründung, der Dt. Frauenrat „bilde bereits die Vielfalt im Diskurs ab…“

Zeit zum Reden? Zuhören? „Sprechen sie mit Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind.“ ??? Ich denke, es macht keinen Sinn, mit erhobenem Zeigefinger auf andere Länder zu zeigen, und gleichzeitig das offensichtliche Demokratiedefizit mitten in unserer Gesellschaft bewusst zu ignorieren.

Aus diesen Gründen ersuche ich Sie um ein persönliches Gespräch im Bundespräsidialamt. „Ein Versuch ist das wert.“ „Lassen Sie uns dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft mit sich im Gespräch bleibt!“

Die IG-JMV nimmt Sie mit Ihrem Vorsatz für das nächste Jahr ernst.

Ich bedanke mich im Namen der IG-JMV für Ihre Offenheit, sehe Ihren Terminvorschlägen erwartungsvoll entgegen und verbleibe mit besten Wünschen und freundlichen Grüßen zum Jahresbeginn

Gerd Riedmeier

1. Vorsitzender

FSI – Forum Soziale Inklusion e.V.

Sprecher der Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter (IG-JMV)

 

Soweit der Brief. Wer trotz allem versuchen möchte, den Bundestag daran zu erinnern, dass er die gesamte Bevölkerung vertritt und nicht nur eine kleine Klientel, der kann nun eine Petition unterschreiben, in der sich die Interessen vieler bündeln. Dort werden Positionen vertreten, die von der Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter schon lange formuliert werden. Zugleich ist eine der Petentinnen Cornelia Spachtholz, die Vorsitzende des Verbands berufstätiger Mütter. Vor allem aber setzt sich die Petition für etwas ein, das nach vielen unterschiedlichen Studien deutlich dem Wohl von Kindern dienen würde.

Es geht darum, nach Trennungen die Doppelresidenz als Standardmodell einzuführen. Das würde zur Gleichberechtigung von Eltern beitragen, aber vor allem würde es Kindern die Möglichkeit verschaffen, auch nach Trennungen einen guten Kontakt zu beiden Elternteilen zu behalten.

Es gibt keine vernünftigen Gründe gegen diese Forderung – lediglich Klientelinteressen einiger Mütterlobbyistinnen und Bundesministerinnen, die an der Vorstellung festhalten, dass Kinder in jedem Fall ganz zur Mutter gehören und dass der Vater vorwiegend zur Finanzierung da ist.

Die Forderung ist so vernünftig, dass sich vermutlich selbst der Bundespräsident von ihr überzeugen lassen würde – wenn er denn mal bereit wäre, mit Menschen seines Landes zu reden, die diese Forderung vertreten.

Aber wer gar nicht spricht und erst recht nicht zuhört, kommt Lösungen kein Stück näher. Sprachlosigkeit heißt Stillstand,

erklärt er er in seiner Ansprache. Da hat er völlig recht.

 

Hier geht es noch einmal zur Petition zur Doppelresidenz.

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31 Comments

  • Der Präsident Deutschlands ist ein postdemokratischer arroganter Saftsack, er repräsentiert aufs Beste die identitäre Partikularistenpartei SPD. Zum Glück hat er politisch nicht wirklich was zu melden.
    Das Harmoniegequatsche des Steinmeier ist nichts als eine bieder-spiessige Fassade, hinter der eine autoritäre Fratze verborgen ist.

    Insofern wundert es überhaupt nicht, dass vernünftige Avancen wie von Herrn Riedmeier nur ignoriert werden. Steinmeier verkörpert geradezu eine deutsche Politik des Irrationalen und des schwülstigen Kitsches einer moralischen Überlegensheitspose, zu der seine Kanzerlin die „grosse Vorsitzende“ abgibt.

    Was soll man mit diesen stinkreaktionären Typen reden? Abwählen und ersetzen muss die Lösung sein. So vollzieht sich der Machtwandel in einer Demokratie

  • Schoppes Text ist ein Versuch, mit einem weiteren öffentlichen Text auf den Einladungswunsch Riedmeiers aufmerksam zu machen, ihm legitimität zu vermitteln – und schwieriger zu machen, sowas einfach zu ignorieren.

    Auch wenn die konkrete wirksamkeit im hiesigen Fall wieder mal nicht eintritt – steter tropfen höhlt den Stein, die gesamtwahrnehmung als Legitimes Anliegen wächst, es gibt mehr zitierbare quellen mit legitimen anliegen, die gar nicht legitim ignoriert werden – und darauf kann man verweisen.

    Wie man solchen Texten die Legitimation aber wieder ganz einfach entziehen kann, macht Alex vor. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie ein Kritiker des Textes einfach alle Inhalte von Schope selbst ignoriert und einfach feststellt:

    >> Welche Geisteshaltung die übliche Anhängerschaft dieses Blogs tatsächlich vertritt, offenbart ein flüchtiger Blick in die Abgründe seiner eigenen Kommentarspalte. Gleich der erste geifert hasserfüllt:
    „Der Präsident Deutschlands ist ein postdemokratischer arroganter Saftsack, er repräsentiert aufs Beste die identitäre Partikularistenpartei SPD. Zum Glück hat er politisch nicht wirklich was zu melden.
    Das Harmoniegequatsche des Steinmeier ist nichts als eine bieder-spiessige Fassade, hinter der eine autoritäre Fratze verborgen ist.“

    Besser kann man das Verschwörungstheoretische Gebräu aus ressentiments gegen unsere demokratische Grundordnung kaum zusammenfassen.<<

    Alex, warum machst du die Delegitimation dieses Textes so einfach?

    • Lieber Maddes, ich habe mir abgewöhnt allzu diplomatisch zu sein und sage lieber direkt, was ich denke. Ich kann auch prima mit dem Vorwurf leben zu negativ zu sein. Die beständigen Angriffe auf die Demokratie und ihre Institutionen seitens der SPD haben in meinen Augen ein Ausmass erreicht, dass man über diese Leuten auch klar sagen muss, was sie sind, nämlich keine Demokraten. Und mit solchen Leuten parliert man nicht auf Augenhöhe, das kann die SPD mit der AfD – oder besser noch NPD – machen.

      Und ich gebe zu bedenken: wer sich dazu herablässt, Texte oder Webpages nur wegen fragwürdiger Kommentare drunter zu diskreditieren, der sucht sowieso nur nach Schmutz zum Schmeissen und den wird er immer finden oder das so hindrehen.

      • „wer sich dazu herablässt, Texte oder Webpages nur wegen fragwürdiger Kommentare drunter zu diskreditieren, der sucht sowieso nur nach Schmutz zum Schmeissen und den wird er immer finden oder das so hindrehen.“

        Wer sowas schreiben will, den erreichst du eh nicht.
        Aber Leute kommen und gucken nach.
        Bevor Leute anfangen, sich ernsthafter auseinanderzusetzen, kommt der Kurzcheck:
        Jo, stimmt schon, der Kommentar ist echt, die sind da tatsächlich so drauf.
        Abhaken, Seite schließen, lieber den Schlammwerfer weiterlesen, denn der scheint ja recht zu haben mit seiner „analyse“.

        Je größer die Diskrepanz zw. dem behaupteten Frauenverachtenden haufen Nazis und der angetroffenen realität ist, um so eher liest ein so vorbeikommender hier weiter.

        Je eher der erste Eindruck bestätigt wird, um so schneller wird wieder zugemacht.
        Und dein dämlicher Post klingt wirklich nicht mehr „nicht allzu diplomatisch“, sondern erfüllt die handelsüblichen anzeichen von verschwörungstheoretikern.
        Ein paradebeispiel dafür, wie Leute uns gern als verrückten Haufen „hater“ sehen wollen.

        Sehr ärgerlich.

          • „Da übertreibst du aber masslos.“

            Ich sprach von „anzeichen“ und nicht von belegen. Womit ich meine, dass nicht ich dich für einen halte.

            Aber dein Vokabular in den ersten 3 Sätzen:
            Postdemokratisch, identitäre partikularistenpartei, autoritäre Fratze – ja, doch, das löst in der Häufung bei mir meine Detektoren für vershwörungstheoretiker aus.
            Ist so ein Erfahrungsmuster, das sich durchaus schon bewährt hat. Leute, die dauerhaft so reden, sind oft verschwlrungstheoretiker der Art, die man nicht mehr ernst nehmen kann.

            Der Witz ist:
            Du redest ja gar nicht „dauerhaft“ oder ganz überwiegend so.
            Aber du eröffnest genau DIESEN Thread genau so. Dein Beitrag fängt so an und bleibt so.
            Wer dich sonst nicht kennt und das hier als ersten Post von dir liest, für den wirkst du als verschwörungstheoretiker, und gegen dieses Bild kämest du nach DIESEM ersten Eindruck ziemlich lange nicht mehr an.
            Nämlich so lange nicht, wie er sich an diesen ersten Beitrag erinnert.

      • Anders gesagt:
        Auch wer solche diffamierungen schreibt, bringt traffic hier her, ist also „werbung“.
        Die Frage ist, was ein solcher Zufalls-Gast hier als erstes vorfindet.
        Entspricht das dem, was der diffamierungs-Beitrag versprochen hat, holt er sich nur kurz diese Bestätigung und ist sofort wieder weg. Eine verpasste Chance.

        Eben ärgerlich.

      • @Alex „Und mit solchen Leuten parliert man nicht auf Augenhöhe“ In diesem Fall ist ein solcher Leut der Bundespräsident. Ganz unabhängig von der Person finde ich es tatsächlich, auch wenn das spießig wirkt, wichtig, vor dem Amt einen basalen Respekt zu haben. Einfach, weil es ein Amt ist, das alle repräsentiert – nicht als Respekt vor der Person Steinmeier, aber vor den Menschen, für die er eine Funktion erfüllen soll.

        Denn es ist ja gerade der implizite Vorwurf des Textes, dass er selbst diese Funktion nicht wahrnimmt, sondern dass er zwischen Bürgern erster und zweiter (dritter, vierter etc.) Klasse unterscheidet. Wenn ich ihm mangelnden Respekt vor seinem Amt vorwerfe, werde ich aber selbst widersprüchlich, sobald ich das Amt selbst überhaupt nicht respektiere.

        @ maddes8cht Ich sehe das ebenso wie Du, glaube aber auch: Wer nicht kommunizieren will, findet immer einen Grund, und wenn er keinen findet, fantasiert er sich notfalls was zusammen. Nur muss man es ihm halt nicht ganz so leicht machen.

        Was aber wichtig ist: Es ist schon gut, dass auch einmal deutlich wird, dass eine identitäre Politik – und die betreiben auch solche Leute wie Giffey oder Barley – eine Politik der Spaltung ist, die notwendig für eine Entfremdung sorgen muss zwischen dem Staat, der diese Politik exekutiert, und den Menschen, die davon betroffen sind. Das heißt eben auch: Sie werden sauer und reagieren entsprechend.

        Es wäre Aufgabe eines Präsidenten, genügend Reflexionsbereitschaft aufzubringen, sich nicht nur (durchaus zurecht) Beleidigungen zu verbitten, sondern auch klarzustellen, dass eine solche Politik der Spaltung von oben nicht zu legitimieren ist.

        • Aber tatsächlich hatte ich natürlich vor, diesen Artikel auch an das Bundespräsidialamt weiterzuleiten. Das geht natürlich besser, wenn die nicht sofort mit Beleidigungen konfrontiert werden, die sie sich einfach verbitten können, sondern mit sachlichen Argumenten. Ich erhoffe mir, wie gesagt, gar keine Antwort – aber man soll es anderen auch nicht zu leicht machen, sich zu entziehen.

        • @LS
          „unabhängig von der Person finde ich es tatsächlich, auch wenn das spießig wirkt, wichtig, vor dem Amt einen basalen Respekt zu haben.“

          Für diese „Spiessigkeit“ habe ich durchaus Sinn und es ist ja keine Verunglimpfung der Präsidentschaft darauf hin zu weisen, dass sie relativ machtlos ist.
          Ich wünsch mir natürlich auch eine positive Rezeption des Anliegens und finde es prinzipiell positiv, dass es vorgebracht wird! Viel Glück!

        • Da bin ich grundsätzlich bei dir – auch, wenn es mir täglich mehr und mehr schwer fällt, meinen Respekt vor dem Amt (nicht dem aktuellen Amtsinhaber) zu wahren!

          Ich kann @Alex daher schon verstehen, wenn er die Person Frank-Walter S. etwas rustikaler angeht, denn dieser bigotte Mensch verdient in seiner doppelbödigen Art einfach keinen Respekt, maximal vielleicht Toleranz.

          Dennoch muss ich auch @maddes8cht zustimmen, wenn er (nicht direkt) darauf eingeht, dass manche emotionaleren Aussagen durchaus auch mal im Kontext des Adressaten gesehen werden sollten. Und in diesem Fall geht es ja direkt darum, den Druck auf den Kessel dieser „Pharisäer“ in der Politik zu erhöhen.

          Sei es nun Barley, Steinmeier oder sonst jemandem. Deswegen würde ich aber und u.a. niemals einen Brief an diese ewige Kanzler-Darstellerin Merkel schreiben, weil das Höflichste von mir wäre, dass sie doch bitte als Blinde nicht mehr versuchen solle, den Menschen die Farbenlehre zu erklären. „Sie kann es nicht“, eines der wenigen guten Aussagen des EX-BK Schröders, der ich zustimmen konnte – von Anfang an.

          Wie auch immer, @Lucas, schick‘ das ans Präsidialamt, denn auch die durchaus sehr kultivierte Diskussion um den ersten Kommentar, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass dieser maximal als Vorwand zur stillschweigenden Ablehnung benutzt werden könnte.

          Aber sicher nicht als ‚empörte‘ Einwandsbehandlung!

          • Mist, ich meinte das natürlich andersherum:

            „Da bin ich grundsätzlich bei dir – auch, wenn es mir täglich mehr und mehr schwer fällt, meinen Respekt vor dem aktuellen Amtsinhaber (und nicht dem definierten Amt) zu wahren!“

  • „dass die Interessengemeinschaft für Jungen, Männer und Väter – die sich immerhin für 50% der Bevölkerung einsetzt – NICHT vor dem Ausschuss sprechen kann.“

    • @ Gunnar Vielen Dank! Ich hab öfter mal Fehler drin, weil ich sie betriebsblind irgendwann nicht mehr sehe. In diesem Fall fehl das „nicht“ aber nicht, weil es ja darum geht, dass die Vorsitzende eine Einladung ABLEHNT.

      • Hm. „… lehnt es mit dem Hinweis ab, dass IG dort sprechen kann“?? Der „Hinweis“ steht einfach an der falschen Stelle. Gemeint ist wohl, „lehnt es ab, dass die IG dort sprechen kann, mit dem Hinweis, dass bereits der Frauenrat …“

  • Letzten Sommer in Köln erzählte mir Gerd Riedmeiyer einmal in ein paar Minuten die eine oder andere Anekdote aus dem insofern „alltäglichen“ Erleben der Mitglieder der IG-JMV bei hren Versuchen mit potentiellen Ansprechpartnern in der Spitzenpolitk in’s Gespräch zu kommen.
    Unter anderem mit K. Barley als Frauenministerin.
    Es war ein lockerer Schnack unter Männern auf der Strasse, schon deshalb werde ich dieses konkret geschilderte Ereignes, bei welchem auch noch andere Politiker und Lobbyvertreter auftraten, nicht genauer beschreiben, da es nur mein subjektiver Eindruck und insofern „Stille Post“ wäre.

    Was ich aber sagen kann, ist, daß selbst ich über die Unverschämtheiten und offensichtlichen Intriganten Manieren dieser Leute einigermaßen schockiert war. Und ich bin nun auch schon über ein Jahrzehnt im Netz und der realen Welt zu den entsprechenden Themengebieten unterwegs, habe einiges selbst erlebt und sehr viele unmittelbare Schilderungen mitbekommen. Bspw. was Tristan Rosenkranz zur Geschichte des und um den Gleichmass-e.V. so berichtet hat. Da wirkte ja auch einiges an politischem Kaspertheater mit.

    Nun, mein Glauben an den „6-Punkte-Staat“ ist längst zerstört, so gern ich auch den allergrößten Teil meines Lebens fest an ihn geglaubt und ihn vehement verteidigt habe. Sicherlich ein Modell mit Haken und Ösen, welches gelegentlich auch versagt, aber, z.B. dank juristischer Instanzenwege, letztendlich seinen Zweck erfüllt, da die dafür angestellten und bezahlten Beamten am Ende doch quasi zwangsläufig das notwendige tun müssen, da sie ja auf ihre Aufgaben und entsprechende Vorgaben und Verfahrensweisen eingeschworen sind und es eine sehr umfassende Rechts- u- Gesetzeslage gibt…

    Pustekuchen!

    Ich habe lange gegrübelt, was für ein Weltbild ich, nachdem ich die Sichtweise auf „unsere“ Institutionen radikal korrigieren mußte, wohl im Alltag leben soll.
    Ein hauptberuflicher gesetzlicher Betreuer – ausgerechnet! – sagte vor recht genau 10 Jahren in einem privaten Gespräch zu diesem Zusammenhang mal zu mir ( sinngemäß ): „Aber Herr M., vergessen Sie das, keine Chance! Es ist ein Dschungel, Fressen und gefressen werden, nichts weiter, sparen Sie sich den Rest“.

    Und vor einigen Jahren ( muß so knapp 2010 about gewesen sein ), wurde ich in einer hangoveraner Rockerkneipe von einem stockbesoffenen Jugendverkehrsrichter, welcher dort mit seinem minderjärigen Sohn herumkajohlte, über eine Stunde mit seinen „Heldentaten“ und Machtdemonstrationen aufdringlich zuschwadroniert, bis ich die Bedienung bat, sie möge den widerlichen Kerl doch mal an Rechnung und Verschwinden erinnern, sonst könnte es sein, daß die Szene kein erbauliches Ende nimmt.

    Ich beherzige diesen als „Rat“ gemeinte Einschätzung ( „… vergessen Sie das ….“ ). Allerdings nur als einen wichtigen Aspekt genau der Verhältnisse, die wir „normalen Menschen“, also die Leute, die man jeden Tag trifft und mit denen man i.d.R. umgehen können muß, ob man will, oder nicht, gerade NICHT wollen.

    Und versuche v.dh. mit Verwandten, Freunden, Supermarktkassierern, Klempnern, Internetservicetechnikern ( gerade vor drei Tagen war der Herr Schulz da, jetzt flutscht mein Anschluss wie frisch geölt! ), Imbissbetreibern, Busfahrern, ja sogar mit den Angestellten von Ämtern, Stiftungen und sogar Polizisten ganz normal und auf Augenhöhe zu reden, ungefähr so, als wurden wir, unabhängig von „denen da oben“ ein säkulärer, laizistischer, freiheitlicher, demokratischer, sozialer, Rechtsstaat im Kleinen sein. Zumindest wenn wir „unter uns“ sind. Wohl wissend, das auch nur ein ein mehr oder weniger fataler Idealismus ist und noch riskant dazu.

    Mir fällt einfach nichts besseres ein, bin ich wohl auch zu alt zu.

    Aber eins ist sicher:
    „Die da oben“ wollen das nicht, bestenfalls ist es ihnen scheißegal, oft schlimmeres!

    Das heißt nicht, daß es darunter auch ein paaar relativ normale Leute geben kann. Ich habe auch einige sehr reiche Leute gekannt und bin bestens mit ihnen klargekommen und sie mit mir.

    Aber deren Parallelgesellschaft als ganze ist dermaßen verdorben, daß ich vermute, daß die meisten der Mitleser hier sich weder genau vorstellen wollen noch können, wie sie tatsächlich aussieht und was da en Detail passiert.

  • Hm, ich find das ja meist gut, was der Rietmeyer so macht, aber ich frage mich grade, ob ihr kollektiv nicht gerafft habt, dass der Steinmeier sich nicht selbst gemeint hat, oder ob das absichtlich ignoriert wird? Ich denke, der Präsi hat gemeint, die Bürger sollen sich untereinander wieder mehr austauschen – nicht notwendigerweise mit ihm. Dass er nicht mit tausend Interessengruppen reden kann/will, find eigentlich auch normal. Insofern wundere ich mich ein wenig über die Erwartungshaltung; woher kommt die?

    • Natürlich kann er als Bundespräsident nicht mit allen politischen Gruppierungen reden, die das gerne täten und sich mit diesem Wunsch an ihn wenden. Der vorliegende Fall steht aber stellvertretend für eine grundsätzliche Gesprächsverweigerung, die sich auf sämtliche politischen Akteure erstreckt, die sich um spezifische Problemlagen von Männern kümmern. Die Ausgrenzung und Diffamierung als rechtsradikal hat Methode, gerade auch in der SPD. Hier liegt das Problem.

      Wenn im Titel dieses Beitrags steht, dass der Bundespräsident nicht mit jedem spricht, dann ist das selbstverständlich nicht wortwörtlich zu verstehen, sondern dass er, wie seine Partei, Teile des politischen Spektrums auszugrenzen versucht. Das passt nicht zu seinen salbungsvollen Worten.

      • @ Pjotr Eben. Natürlich kann der Präsident nicht mit jedem Menschen einzeln sprechen, auch nicht mit Vertretern jeder Gruppe.

        Riedmeier bezieht sich allerdings direkt auf Giffey – und darauf, dass dort feministische Positionen extrem gut vertreten sind, andere Positionen aber überhaupt nicht. Es geht also eindeutig nicht darum, dass Politiker mit ihren Ressourcen haushalten müssen und nicht mit jedem sprechen können – sondern darum, dass offenbar eine gezielte Auswahl stattfindet, welche Positionen vorgelassen werden und welche nicht.

        Das wiederum widerspricht direkt dem Anspruch Steinmeiers, sich aus Filterblasen herauszubewegen und sich abweichenden Meinungen auszusetzen. Dieser Anspruch muss natürlich für Politiker in Verantwortungspositionen noch mehr gelten als für einfache Bürger.

        Zudem hätte es ja auch die Möglichkeit gegeben, Gespräche erst einmal an Mitarbeiter zu delegieren. Der Präsident muss ja nicht alles allein machen.

    • @ Mag Mammon:
      Ich vermute, da bist Du auf genau das gewünschte Framing hereingefallen, wäre mir auch fast passiert.
      Hat allerdings in dem Fall auch etwas gutes, wenn mehr Leute es wörtlich so verstehen, denn dann liegt die Interpretation nahe:
      „Scheiß auf das Politgelaber, ignoriert es und schließt Euch zusammen“.
      Das wäre ein wunderhübsches Eigentor für den Steini.

  • So – es langt mir jetzt mit dem bigotten Gefasel von Steinmeier!

    O-Ton Steinmeier heute zum 100. Jahrestag der Weimarer Republik:

    „Überlassen wir Schwarz-Rot-Gold niemals den Verächtern der Freiheit“

    Hehre Worte, denen heut, am selbigen Gedenktag exakt diese Konterkarierung, ausgelöst durch Frank Walters SPD dem Magazin „Tichys Einblick“ widerfährt:

    „Es muss gelöscht werden.

    früher, in den Papierzeiten, mussten Artikel geschwärzt oder herausgeschnitten werden. Heute geht es vermeintlich einfacher: Es wird gelöscht. TE ist diesen Weg gegangen und hat einen Beitrag so entfernt.

    Die Kosten einer rechtlichen Auseinandersetzung können sich auf einen hohen 5-stelligen Betrag belaufen, den dieses Unternehmen nicht riskieren kann.“

    Selbstverständlich kann TE nicht erklären, um welchen Artikel und Inhalt es geht. Aber ich konnte es recherchieren:

    SPD erzwingt Löschen von Artikel über SPD-Medienbeteiligung

    Heute hat die SPD das Online-Portal „Tichys Einblick“ um 14 Uhr dazu gezwungen, einen aus öffentlichen Quellen recherchierten Artikel vom 4. Februar 2019 mit dem Titel „Wie SPD in die Zeitungen kommt – Zeitungen, auf die die SPD heimlich und indirekt Einfluss nimmt“ über die Medienbeteiligungen der SPD zu löschen.

    Die SPD hat also direkt und unter Zwang in die freie Presse eingegriffen und ihr einen Maulkorb verpasst.“

    Es stinkt zum Himmel, was in diesem Land passiert und wie willkürlich und selbstherrlich diese Pfaffen rund um das Fürsten- und Königreich Berlin agieren. Sorry für diesen Rant, Respekt vor dem Amt oder unserer mehr und mehr versagenden Republik hin oder her. Aber was in der Bundesrepublik passiert, dass wäre vor drei Jahrzehnten noch undenkbar gewesen.

    Ach ja, hier kann man das gelöchte Original von TE einsehen:
    http://archive.is/y7liM – ich hoffe auf den Streisand-Effekt

    Möge sich jeder selbst seine Meinung zu diesem Skandal machen.

    Oben zitierte Quellen:

    – „Tichys Einblick“ (TE)
    – „Welt“ vom 6. Feb. 19
    – „PI-News“, gleicher Tag

    • @ Emannzer Ich kann den von Dir erwähnten Fall nicht im Einzelnen beurteilen – ich weiß zum Beispiel weder, wie gut die Recherchen von Tichy über die Redaktionsbeteiligungen der SPD waren, noch weiß ich, mit welcher Begründung die SPD gegen den Artikel vorgegangen ist.

      Wenn es so stimmt, dann sind hier aber gleich mehrere Aspekte sehr beunruhigend.

      Erstens ist es nicht gut, wenn große Mediennetzwerke entstehen. Natürlich sind die Synergien zwischen unterschiedlichen Lokalzeitungen hilfreich, aber es lassen sich damit eben auch gezielt bestimmte Positionen lancieren – ohne dass für die Leser immer nachvollziehbar wäre, dass die verschiedenen Zeitungen de facto gar keine unterschiedlichen Quellen sind, sondern koordiniert dasselbe schreiben.

      Zweitens ist es gefährlich, wenn eine Partei – wie zumindest die SPD das seit vielen Jahren tut – systematisch Medienbeteiligungen aufbaut, die Leser der Zeitungen aber in dem Gefühl gelassen werden, sie würden kritisch und unparteiisch unterrichtet. Das heißt: Wenn Parteien sich, und sei es indirekt, an Zeitungen beteiligen, dann müsste das dort unübersehbar vermerkt werden.

      Drittens ist es natürlich kritisch, wenn einzelne Akteure eine weit überlegene finanzielle Position ausnutzen können, um unliebsame Artikel aus der Welt zu schaffen. Es geht hier ja nicht darum, dass die SPD in jedem Fall im Recht wäre – sondern darum, dass Tichy es sich nach eigenen Angaben nicht leisten kann, darüber einen langen Prozess zu führen.

      Diese von der SPD offenbar gezielt angestrebte Monopolisierung des politischen Diskurses beendet Demokratie womöglich nicht mit einem Knall, sondern schleichend und unauffällig. Das gilt auch dann, wenn die Positionen, die aus dem Diskurs entfernt werden, idiotisch oder unhaltbar sind. Mit den „PI News“, die Du zitierst, kann ich z.B. überhaupt nichts anfangen, weil ihnen in meinen Augen die Unseriosität aus allen Poren quillt.

      Nur hat es ja – von Straftatbeständen wie Verleumdung oder Bedrohung etc. abgesehen – keinen Sinn zu behaupten, Pressefreiheit würde nur für nachweisbar seriöse Nachrichten gelten. Denn dann bräuchten wir eine Stelle, die seriöse von unseriösen Meldungen unterscheidet – was de facto eine Zensurbehörde wäre.

      Etwa in diesem Sinn argumentiert auch gerade Simon Hurtz in der Süddeutschen im Hinblick auf Gab. Er lehnt Gab deutlich ab, findet es hetzerisch und „hasserfüllt“ – zeigt aber trotzdem, wie gefährlich es ist, wenn eine solche Plattform von anderen, großen, unverzichtbaren Akteuren abgeschossen werden kann. „Das freie Netz stirbt vor unseren Augen“

      https://www.sueddeutsche.de/digital/gab-internet-zensur-meinungsfreiheit-1.4319069

      • Nachtrag: Stefan Niggemeier kommentiert Tichys Verhalten sehr kritisch und wirft ihm vor, „zutreffende, bekannte Fakten, die er als geheim oder wenigstens unbekannt darstellte, mit wüsten Unterstellungen“ zu verknüpfen.

        https://uebermedien.de/35556/kein-kampf-roland-tichy-macht-sich-zum-opfer/

        Allerdings wird mir auch bei Niggemeier nicht klar, welche Behauptungen Tichys denn nun nicht zutreffen. Es geht offenbar darum, dass Tichy unterstellt, die Medienbeteiligungen der SPD würden zwangsläufig auch eine Verpflichtung zur positiven Berichterstattung bedeuten.

        Tatsächlich muss so etwas belegt werden, etwa durch Aussagen von Redakteuren oder durch den Nachweis von Vorgaben für die Berichterstattung. Anderseits ist es ja nun nicht absurd davon auszugehen, dass sich die SPD durch Medienbeteiligungen eine Beeinflussung der Berichterstattung in ihrem Sinne verspricht.

  • Anderseits ist es ja nun nicht absurd davon auszugehen, dass sich die SPD durch Medienbeteiligungen eine Beeinflussung der Berichterstattung in ihrem Sinne verspricht.

    Das ist doch sehr wahrscheinlich, zumal die Beteiligung an Zeitungen nicht wirklich eine grosse Rendite verspricht, weil der Anteil der traditionelle etablierten Medien am ganzen Medien-Kuchen schrumpft. Ein Gewinn für die SPD kann deshalb nur ein mittelbarer, kein unmittelbarer sein.

    • „Ein Gewinn für die SPD…“

      im Sinne der möglichen Einflußnahme auf die Presse und damit die öffentliche Meinung ist durchaus wahrscheinlich, er kann jedenfalls nicht verhindert und kaum entdeckt werden. Das sollte Grund genug sein, solche Besitzverhältnisse generell zu verbieten (wenn schon der eigene Anstand nicht reicht).

      Die Presse besitzt in unserer Demokratie eine Reihe von Privilegien, die mit ihrer unterstellten Rolle als 4. Gewalt (hier lasse ich außen vor, ob sie diese Rolle auch erfüllt) zusammenhängen. Daß eine Partei oder die Regierung wesentliche Teile der Presse kontrollieren können, ist damit unvereinbar,

      • Parteien und Medien haben zunächst mal Meinungsfreiheit — die gleiche Art wie jeder andere auch. Mehr ist dazu gar nicht zu sagen.

        Die Freiheit in unserer Demokratie ist so gross, dass man die Feinde der Demokratie heute mit dem allbesten sozialen Gewissen wählen kann und sich dabei sogar noch als progressiver Demokrat in mindstens 100jähriger Tradition fühlen kann!

        Es liegt doch aber an uns, auch in der Eigenschaft als Wähler, was wir daraus machen.

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