Deutschland Familie Väter

Von der Bewirtschaftung kindlichen Leids

geschrieben von: Lucas Schoppe

Ein Text auf der Webseite einer Anwaltskanzlei, der Müttern Hinweise zur Verhinderung einer Doppelresidenz – dem „Wechselmodell“ – gibt, macht in einer erstaunlichen Offenheit eine destruktive Logik des deutschen Familienrechts deutlich.

 

„So verhindern Sie das Wechselmodell“

Als ich den kurzen Artikel zum ersten Mal las, hielt ich ihn für eine bittere Satire.  Ich las ihn noch einmal, weil sich andere in sozialen Netzwerken so über den Text aufgeregt hatten und weil ich nach Zitaten suchte, um ihnen deutlich zu machen, dass alles bloß satirisch gemeint sei. Ich fand aber keine solche Passage und gewöhnte mich langsam an den Gedanken, dass der Text ernst macht.

Er wurde auf der Homepage der Rechtsanwaltskanzlei wendelmuth veröffentlicht, besteht aus zwei Teilen und trägt den Titel Familienrecht: So verhindern Sie das Wechselmodell“.   

Inzwischen hat die Kanzlei den ursprünglichen Text verändert, aus dem ich aber im folgenden Text gleichwohl zitiere (ich hab eh Screenshots gemacht):

Trotz ausdrücklichem Hinweis auf eine überspitzte Darstellung haben einige Leser gemeint, dass wir ein Verhalten empfehlen, das eine Kindeswohlgefährdung bedeuten könnte. Das ist natürlich nicht der Fall.

Tatsächlich hat die neue Version einige Härten entfernt, aber an der Logik des ursprünglichen Textes ändert sich überhaupt nichts: Dadurch, dass der BGH den Weg zur gerichtlichen Anordnung der Doppelresidenz geöffnet habe, zwinge das Gericht Mütter zu einem Verhalten, das in der Konsequenz sehr wohl erheblich kindsschädigend ist. Aus der neuen Version:

Will die Mutter das Wechselmodell nicht, weil sie der festen Überzeugung ist, dass das Kind bei ihr besser aufgehoben ist oder weil sie weiterhin den vollen Unterhalt bekommen möchte oder weil sie glaubt, dass der Vater das Wechselmodell nur will, um Unterhalt zu sparen, zwingt der BGH sie, das Verhältnis zum Vater zu verschlechtern.

Wenn hier aber das Verhalten beschreiben wird, zu dem der BGH Mütter angeblich zwinge, dann arbeitet dieser Text – wohl ungewollt – die Logik heraus, mit der eine Doppelresidenz sich blockieren lässt, indem die Interessen der Kinder systematisch verletzt werden.

Mit einem solchen Bild illustriert die Kanzlei ihre beiden Beiträge, Bildunterschrift: „(Wechsel)spannungsgeladen“. Die Doppelresidenz wird, trotz nachträglich eingefügter vermittelnder Formulierungen, vor allem als Ursache starker Spannungen präsentiert.

Der Text, gerade auch der ursprüngliche, sollte so nicht als Beispiel für die tatsächliche oder vermeintliche Skrupellosigkeit einer spezifischen Anwaltskanzlei gelesen werden, sondern als dankenswert deutliches Ausbuchstabieren einer destruktiven Logik der Konfliktbewirtschaftung.

Aber noch einmal: Ich zitiere im Folgenden aus der ursprünglichen Version, von der sich die Kanzlei keineswegs distanziert, die in ihren Augen nur öfter einmal missverstanden worden wäre. Wer will, kann über die Links unschwer die Versionen vergleichen.

 

Betreuungskuchen und Pandorabüchsen

Es wird durch die Rechtsprechung des BGH nicht leichter für die Mütter, vom Betreuungskuchen mehr als 50% zu bekommen.“

Dieser Eingangssatz des zweiten Teils bezieht sich auf das Urteil des Bundesgerichtshofes vom 1. Februar 2017, nach dem ein Gericht die gleichmäßige Betreuung des Kindes nach einer Trennung auch gegen den Willen der Eltern bzw. eines Elternteils anordnen kann.

Ganz gegen die sonstige Darstellung vom aufopferungsvollen Leben Alleinerziehender schreiben die Wendelmuth-Anwält*innen hier offen von einem „Betreuungskuchen“, von dem zudem die Mutter ganz selbstverständlich mehr als 50% abbekommen sollte. Die Sorge für das Kind dient hier, ohne dass das kaschiert würde, der Versorgung Erwachsener.

Im ersten Textteil werfen sie dem BGH pathetisch vor, „die Büchse der Pandora“ geöffnet, also viele Schrecknisse auf die Menschheit losgelassen zu haben. Für die Hoffnung, die der Sage nach ja als Letztes aus der Büchse kommen sollte, fühlen sie sich hingegen selbst zuständig: Sie skizzieren Auswege aus den Schrecknissen der Doppelresidenz. „Das ist die Konsequenz der undurchdachten Entscheidung des BGH“:

Wir können nichts dafür, das Gericht hat uns gezwungen.

Das Gericht und dazu die Väter natürlich, die „nach der Trennung plötzlich Interesse am Kind haben, obwohl der anstrengende Job für Elternzeit keine Zeit ließ“, die „ – mit dem Rückenwind des BGH – ihre 50% einfordern, und zwar exakt“, weil sie damit natürlich „der Ex ja auch noch eins mit auswischen“ können. Außerdem spiele bei Vätern bekanntlich „Geld nicht die ganz große Rolle“, da „man(n) ja die berufliche Karriere gut vorangebracht hat“ und dann die Betreuungszeit doch „prima mit Babysitterin oder neuer Partnerin abdecken“ könne.

In der Logik des Textes sitzt der Vater hier nur deshalb bei seiner Tochter, weil er der Mutter nicht den ganzen „Betreuungskuchen“ gönnt.

Dass eine Mutter mehr als die Hälfte vom „Betreuungskuchen“ will, ist hier ganz normal – aber ein Vater, der das Kind gern zur Hälfte betreuen würde, steht als formalistischer Korinthenkacker da, der ohne Rücksicht auf Verluste haben will, was er für sein Recht hält. Aus der Perspektive der Wendelmuther Kanzlei erscheint er als eine seltsame Kreuzung aus Donald Trump und Michael Kohlhaas.

Es ist praktisch und nützlich, dass in diesem Universum viel Platz für Klischees, aber keiner für den Gedanken ist, dass Väter möglicherweise ein Interesse an der Sorge für ihr Kind haben könnten. Auch das befreit die Anwält*innen von der Verantwortung für das, was Mütter tun müssen, um Väter von den Kindern fern und Kuchen für die Mütter vorrätig zu halten.

 

Fahrzeit 30 Minuten, besser noch eine Stunde

Erster anwaltlicher Hinweis: „Räumliche Distanz schaffen.“ Da die Doppelresidenz nur funktioniere, „wenn die Eltern nicht zu weit auseinanderwohnen“, müsse das Gericht sich beim Wegzug „(Fahrzeit 30 Minuten, besser noch eine Stunde)“ für ein Elternteil entscheiden.

Hier ist die Mutter oft im Vorteil (engere Bindung, mehr Zeit fürs Kind).

Dass die Mutter deshalb mehr Zeit für das Kind hatte, weil der Vater für sie mitarbeitete, ist hier kein Anlass für Skrupel. Schon gar nicht, dass es vor allem darum geht, es dem Kind so schwer wie möglich zu machen, den Kontakt zu einem seiner beiden Eltern zu bewahren. Zu bedenken sei lediglich, dass der „Wegzug sanktioniert werden und das Aufenthaltsbestimmungsrecht (…) dem Vater zugesprochen“ werden könne.

Das bedeutet erstens, dass die Mutter hier ausschließlich durch ihr Eigeninteresse dazu bewegt werden könne, ihre Entscheidung zum hoch belastenden Wegzug zu überdenken. Dieses anwaltliche Mutterbild sollten alle, die mit dem Begriff „Mutter“ vor allem Aufopferungsbereitschaft und Selbstlosigkeit verbinden, unbedingt zur Kenntnis nehmen.

Zweitens lassen die Juristen hier keinen Zweifel daran, dass die Fixierung auf das mütterliche Eigeninteresse, und nur die, so auch ganz in Ordnung wäre. Wie auch anders: Wenn das, was für die Mutter gut ist, immer auch für das Kind gut ist – dann kann jede Mutter überzeugt sein, dass sie am besten für ihr Kind sorgt, wenn sie an sich selbst denkt. Das deutsche Familienrecht entdeckt die unendliche Selbstlosigkeit des Egoismus.

 

Vom Nutzen kindlichen Leids

Der zweite vorgeschlagene mütterliche Ausweg aus der Doppelresidenz: „Streit, aber nicht nur ein bisschen, sondern so richtig.“ Denn:

Wer auf Harmonie macht, bereitet der Anordnung des paritätischen Wechselmodells den Boden.

Eltern, die miteinander kooperieren, tun das hier also nicht im Interesse des Kindes und weil sie vernünftige Erwachsene sind, sondern machen auf Harmonie, was dann alle möglichen Schrecknisse (Pandora!) nach sich ziehen wird. Die daraus folgenden Anweisungen an Mütter zitiere ich lieber gleich ganz, weil es mir eh niemand glauben wird, wenn ich sie in meinen Worten wiedergebe. In der überarbeiteten Version sind diese Absätze denn auch stark gekürzt worden.

Deshalb: Streiten Sie sich über alles: Unterhalt, jeden Arztbesuch und alle Nichtigkeiten. Und ganz wichtig: Beleidigen Sie den (Ex)Partner aufs Übelste, aber bitte nicht nachweisbar. Er soll ausrasten, wenn er sie sieht (optimal: Eskalation vorm Richter). Und werfen Sie mit Dreck: Schwere Alkoholiker mit abartigen Neigungen sind nicht gut fürs Kind.

Es gibt schon eine richterliche Anordnung, z.B. für den Ferienumgang? Geben Sie das Kind einfach mal nicht raus. Das wird beim ersten Mal noch nicht so teuer, auch wenn das Gericht Strafen angedroht hat. Das Geld ist gut investiert, denn ein vereitelter Urlaub macht so richtig schlechte Stimmung. Und Sie arbeiten mit den ganz schmutzigen Methoden: Machen Sie dem Kind deutlich, dass es bei Papa nicht schön ist und es seine Schuld ist, dass Sie keine Familie mehr sind. Ein bisschen Manipulation des Kindes ist Notwehr.

Die gerichtlichen Strafen für schweres mütterliches Fehlverhalten sind in den anwaltlichen Augen also so gering, dass sie sich mühelos als „Investition“ einplanen lassen: Wenn auf die Strafe der ganze „Betreuungskuchen“ folgt, dann hat sich die Investition gelohnt. Sogar Straftaten wie Verleumdung oder üble Nachrede lohnen sich in dieser ökonomischen Logik.

Eine Mutter wiederum, die den Vater beim Kind gezielt schlechtmacht, wird sich – das wissen auch die Wendelmuther – auf eine Lobby verlassen können, die den Eindruck erweckt, Parental Alienation (elternentfermdendes Verhalten) gäbe  es ohnehin nicht.

Die Überzeugung, in „Notwehr“ zu agieren, also irgendwie Gegenwehr gegen die Destruktivität anderer (BGH!) leisten zu müssen, enthemmt offenbar: Wir tun nur das, wozu IHR uns gezwungen habt.

Die direkt an die zitierten Passagen anschließende Klausel setzt jedenfalls eher noch eine höhnische Pointe, als dass sie die Gewaltsamkeit der Hinweise entschärfen würde:

Mit-Ausweg 2-Mandanten können wir uns übrigens nicht identifizieren. Wir orientieren uns am Kindeswohl.

Das ist, auch als „Zuspitzung“, so nicht glaubwürdig. Nach lustvoll ausbuchstabierten Hinweisen zur gezielten Produktion kindsschädigender Konflikte ist die Berufung auf das Kindeswohl demonstrativ hohl.

Angenommen, Neonazis würden zwei Absätze lang genüsslich Empfehlungen für Gewalttaten gegen politische Gegner geben und sich dann schließlich kurz davon distanzieren, weil sie ja schließlich fest auf dem Boden des Grundgesetzes stünden: Würde irgendjemand das als Distanzierung ernst nehmen und etwas anderes darin sehen als eine Verhöhnung eben des Gesetzes, auf das sie sich berufen?

Schockierend ist die anwaltliche Webseite nicht, weil hier ein BGH-Urteil kritisiert wird, sondern weil die Logik der Hinweise unverkennbar ist: Die Mutter solle dafür sorgen, dass das Kind leidet, wenn sie ihren Willen nicht bekommt. Im Interesse des „Kindeswohls“ müsse dann nämlich ihren Vorstellungen entsprechend entschieden werden.

Die Kanzlei distanziert sich von der naheliegenden Interpretation, diese Hinweise als Empfehlungen zu verstehen. Es ist müßig, darüber zu debattieren, wie glaubwürdig das ist: Wichtig ist, dass die hier skizzierte Logik wirksam und real und vielen Vätern und Kindern bekannt ist.

 

Die Ministerin und das empfindlichste Körperteil des Mannes

Deutlich ist dabei, trotz des Geredes von „Notwehr“, wie ungeheuer stark die gerichtliche Position der Mutter nach anwaltlicher Einschätzung ist. Selbst eine systematisch kindsschädigend agierende Trennungsmutter scheint einen Entzug des Sorgerechts nicht befürchten zu müssen, sondern noch damit rechnen zu können, dass die Sorge des Vaters eingeschränkt wird, wenn die Mutter sich nur destruktiv genug verhält.

Die Webseite formuliert damit auch in der überarbeiteten Version eine Position hochprivilegierter Akteure, die ihre Privilegien nicht rechtfertigen und sich ihrer noch nicht einmal selbst klar werden müssen – und die auch extreme Verhaltensweisen als legitim, als „Notwehr“ empfinden, wenn sie nur geeignet sind, eine Bedrohung ihrer Privilegien abzuwehren.

Das wäre so nicht möglich, wenn die Wendelmuther nicht auf den Beistand einer stabilen Infrastruktur vertrauen könnten, die bis hoch in die Politik reicht. Familienministerin Giffey beispielsweise unterstützt mit ihrem Ministerium zwar Lobbyistinnen der mütterlichen Einzelresidenz mit Millionenbeträgen, ist zu Gesprächen mit Vätervertretern aber nicht bereit und erklärt:

Wir müssen an das empfindlichste Körperteil des Mannes: sein Portemonnaie.“

Das wiederholt die Geldfixierung der Wendelmuther Webseite auf politischer Ebene, schiebt sie dabei aber zugleich projektiv denen zu, die dafür bezahlen sollen.

Obwohl die Webseite denen, die Geschichten von Trennungsvätern (und wenigen ausgegrenzten Trennungsmüttern) kennen, nichts Neues mitteilen wird, ist es doch beunruhigend, wie offen und ungehemmt die Vaterentfremdung hier in einem professionellen Umfeld propagiert wird, wenn dies nur als „Zuspitzung“ verkauft werden kann – und wie selbstverständlich Anwält*innen Hinweise geben, Gesetze und richterliche Entscheidungen zu unterlaufen, wenn sie nicht genehm sind.

Was lässt sich gegen diese Enthemmung tun?

 

Was tun?

Gerichte: Der BGH hat tatsächlich – und darauf berufen sich die Wendelmuther sogar ausdrücklich selbst – ungünstig entschieden, als das Gericht formulierte, dass die Doppelresidenz bei erheblichen Elternkonflikten nicht „im wohlverstandenen Interesse des Kindes“ wäre. Das war vermutlich ein gerichtlicher Versuch der Vermittlung mit Akteuren, die zur Vermittlung nicht bereit sind, und lädt nun dazu ein, durch Konfliktbewirtschaftung die Doppelresidenz zu verhindern. Es entspricht aber nicht der Forschungslage: Die Doppelresidenz ist ihrerseits durchaus geeignet, um Konflikte zu entschärfen.

Dafür ist es aber notwendig, den Eltern ein Mindestmaß an Kooperation abzuverlangen. Sie müssen ja nicht liebevoll zusammenarbeiten, sondern im Sinne eines „Co-Parenting“ nur so weit verlässlich Absprachen treffen, dass sie die elterliche Sorge des jeweils anderen Elternteils nicht nachdrücklich behindern. Wer das Eltern nicht zutraut und zumutet, der kann ihnen auch nicht zutrauen, dass sie kleinen Kindern eigenständig die Windeln wechseln, selbstständig Essen zubereiten oder größere Kinder zur Schule schicken zu können.

Wer Eltern für so unfähig hält, muss ihnen das Sorgerecht entziehen, anstatt sie mit dem ganzen „Betreuungskuchen“ zu belohnen.

 

Familienpolitik: Die Chefin der Kanzlei präsentiert sich bei Facebook, ausgerechnet, mit dem Spruch „Aufstehen gegen rechte Hetze“, ohne realisieren zu müssen, dass sie selbst auf der Webseite ihrer Kanzlei einen Text ins Netz stellt, der als rechte Hetze verstanden werden kann.

Denn die Vorstellung, dass das Kind zur Mutter gehöre, ist zwar konservativ – aber im konservativen Familienbild gibt es immer auch einen Ausgleich zwischen Mutter und Vater. Die Fantasie der inzestuösen Verschmelzung von Mutter und Kind, in der für eigenständige Interessen des Kindes ebenso wenig Raum bleibt wie für eine Präsenz des Vaters, hat politisch einen ganz anderen Ursprung.

Barbara Vinken hat in ihrem Buch „Die deutsche Mutter“ das nationalsozialistische Ideal rekonstruiert, in dem die deutsche Mutter als Mitte des deutschen Volkes mit dem Kind bis hin zu dessen Auslöschung als eigenständige Person verschmilzt, während der Vater entbehrlich ist, an der Front verwendet und ohnehin durch staatliche Institutionen – „dem Führer ein Kind schenken“ – ersetzt wird.

Es wäre also gerade für diffus „linke“ Parteien wichtig, eine Familienpolitik, die konservative Vorstellungen  noch weit rechts überholt, nicht als „moderne Familienpolitik“ zu verkaufen.

 

Institutionen: Die schambefreite Offenheit der anwaltlichen Hinweise wäre ohne das Wissen um eine breite institutionelle Unterstützung so kaum denkbar. Zu diesen Institutionen gehört beispielsweise der Verband der Alleinerziehenden VAMV, der sich im Ton verbindlicher, aber in der Sache ähnlich positioniert. Das ist im nachvollziehbaren Verbandsinteresse: Je mehr Kinder in der Einzelresidenz aufwachsen, desto stärker ist der Verband, und desto besser kann er seine erheblichen finanziellen Zuweisungen aus öffentlichen Mitteln legitimieren.

Nur widerspricht das Verbandsinteresse nun einmal dem Kindeswohl. Die erschreckende, offene Härte der anwaltlichen Hinweise ist ein starkes Indiz für eine Verrohung des Umfeldes – und es ist dringend, hier zu kontrollieren, wer zu dieser Verrohung beiträgt.

Das heißt: Öffentliche Mittel dürfen nur noch an Organisationen fließen, die im Sinne einer elterlichen Kooperation und damit im Sinne der Kinder agieren – und für beteiligte Institutionen, etwa Beratungsstellen, braucht es klare Qualititätskriterien und Kontrollen. Wichtig wären auch Ombudsstellen für Väter oder auch für ausgegrenzte Mütter, die ihnen Schutz vor institutioneller oder anwaltlicher Willkür gewähren.

 

Anwaltliche und elterliche Verantortung: Die Webseite ist auch ein Beispiel dafür, in welcher Amoralität es münden kann, wenn hochprivilegierte Akteure sich an gemeinsame Regeln nicht gebunden fühlen, weil sie ihre Position als moralisch überlegen wahrnehmen.

Ich gehe nicht davon aus, dass alle Familienanwälte so skrupellos agieren, wie es hier skizziert wird. Aber: In einem Feld, dass auf Zivilität und gemeinsame Regeln angewiesen ist, zerstören schon relativ wenige antisoziale und destruktive Akteure die Interaktion, wenn andere sie gewähren lassen.

Wenn in einer Schulklasse nur fünf Schüler permanent und offen auf Kosten der anderen und auf Kosten des Unterrichts agieren und der Lehrer nicht einschreitet, zerschlagen sie die Struktur der Gruppe auch dann, wenn die übrigen 25 sich ihrem destruktiven Verhalten nicht anschließen.

Auch wenn der Text vielleicht keine Mehrheit repräsentiert, beschreibt er doch keine Einzelfälle: Das weiß jeder, der Geschichten von Trennungsvätern kennt. Anwaltskammern und Gerichte sind nicht vertrauenswürdig, wenn sie ein solches Agieren stillschweigend tolerieren.

Vor allem: Familienanwältinnen und –anwälte profitieren selbst finanziell erheblich von Elternkonflikten und haben so ein nachvollziehbares Eigeninteresse daran, solche Konflikte zu schüren. Auch wenn nicht alle so skrupellos sind, diesem Interesse zu folgen, ist es offensichtlich wichtig, den anwaltlichen Einfluss zu begrenzen und so viel Verantwortung wie möglich den Eltern selbst zuzuweisen.

Denn diese Verantwortung haben Eltern ohnehin. Die Wendelmuther legen es in jeder Version ihres Textes unterschwellig, aber deutlich nahe, die eigene Verantwortung an andere zu delegieren: Wenn ich destruktiv agiere, dann nur, weil andere mir keine Wahl lassen!

Wer das akzeptiert, wird jede vernünftige, an den Interessen von Kindern – und auch Eltern – orientierte Lösung verhindern.

 

Nachtrag 29.7.: Seit dem 26. Juli ist der Text der Kanzlei nun ganz von der Webseite verschwunden, ohne weitere Erklärung, ohne Kommentar oder gar Entschuldigung – als ob es ihn nie gegeben hätte. Ich habe aber vom gesamten Text, in beiden Versionen, Screenshots gemacht, um ggfs. nachweisen zu können, dass ich mir hier nicht irgendetwas aus den Fingern gesaugt habe. Hier ist zum Beispiel eine der zentralen Passagen aus der ursprünglichen Version:

Hier der Link zu meinem Screenshot.

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82 Comments

  • „Wenn in einer Schulklasse nur fünf Schüler permanent und offen auf Kosten der anderen und auf Kosten des Unterrichts agieren und der Lehrer snicht einschreitet“

    There is no spoon.

    Es gibt keinen Lehrer, keine Autorität, die einschreiten könnte.

    Es gibt nur eine unüberschaubare Masse von Akteuren, die einzeln, Stück für Stück, von ihrem Gynozentrismus abrücken müssten, damit sich was ändert.

    Richtig erfolgsversprechende Konzepte, wie das funktionieren soll, kenne ich nicht.

    Außer der „So nicht!“ Geste von MGTOW, die vielleicht vernünftige Frauen zum Reflektieren bringen kann, weil sie und ihre Töchter von den Folgen betroffen sind. Aber auch das ist mit mehreren Schiffsladungen von „vielleicht“ belastet.

    • Richtig erfolgsversprechende Konzepte, wie das funktionieren soll, kenne ich nicht.

      Ich glaube, es findet erst dann ein Umdenken statt, wenn nicht mehr geleugnet werden kann, dass das bisherige System dysfunktional ist. Bis diese Einsicht erfolgt, wird noch sehr viel Schaden angerichtet.

      • @ Pjotr “ (…) dass das bisherige System dysfunktional ist. Bis diese Einsicht erfolgt, wird noch sehr viel Schaden angerichtet.“ Ich fürchte, es ist noch ein wenig deprimierender. Tatsächlich ist schon fast allen klar, dass das System dysfunktional ist – es können nur zu viele gut daran verdienen.

        Oder, anders formuliert – wichtig ist die Frage, in welcher Hinsicht es funktional ist. Es ist ganz gewiss nicht funktional, wenn es darum gehen soll, die Verantwortung von Eltern und ihre Kooperation miteinander zu stärken. Es ist auch gewiss nicht funktional, wenn es darum gehen sollte, Kindern Schädigungen und unnötiges leid zu ersparen.

        Es ist aber hochfunktional als System, das sehr hohe Geldtransfers garantiert. Es gibt m.W. keine Rechtsschutzversicherung, die Familienrechtssachen mit absichert – weil das einfach jede Versicherung ruinieren würde, so groß sind die Summen, die permanent in dieses System hineingepumpt werden. Für Akteure, die dort gut etabliert sind, ist es ein riesiger Selbstbedienungsladen.

        EIN Problem des Systems ist also, dass es in dieser Hinsicht durchaus hochfunktional ist.

        Das lässt sich auch politisch unterfüttern, und an einem Punkt, den ich im Text eher noch zu harmlos dargestellt habe. Es ist richtig, dass Frauenorganisationen massiv mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, während Vertreter von Männern gar nichts bekommen.

        Im Kontext noch wichtiger ist aber: Gefördert wird, und offenbar mit Millionenmitteln, Lobbyarbeit für die Einzelresidenz, gegen die Doppelresidenz und gegen die stärkere Einbeziehung von Vätern.

        KEINE Förderung erhält eine Lobbyarbeit für die Sorge beider Eltern auch nach Trennungen.

        Es gibt also einfach zu viele Profiteure der gegenwärtigen Praxis – und eben gerade weil sie profitieren, sind sie auch in (finanziell, institutionell, in der politischen Einbindung) in einer so starken Position, dass sie ihre Privilegien verteidigen können.

        • Es ist zweifellos so, dass es Interessengruppen gibt, die die bestehende Rechtslage und Rechtspraxis verteidigen und erhalten, weil sie von ihr profitieren. Insofern ist aus deren Sicht die gegenwärtige Praxis funktional. Es kann für mich aber auch kein Zweifel daran bestehen, dass die sozialen Kosten in der Summe erheblich sind.

          Es wäre die Aufgabe von Soziologen, die kollateralen Schäden aufzuzeigen. Ein grundsätzliches Problem ist, dass die Kollateralschäden meist nicht unmittelbar eintreten und langfristiger Natur sind.

          Wie viele Kinder rutschen durch diese Praxis in finanziell prekäre Verhältnisse ab – mit allen negativen Konsequenzen für ihre Entwicklung? Wie viele Kinder werden wegen der Trennungserfahrung psychisch geschädigt? Wie viele entsorgte Väter verlieren jede Motivation und gleiten in die Sozialhilfe ab? Wie viele der „Alleinerziehenden“ fassen keinen Tritt mehr im Erwerbsleben, wenn die Kinder erwachsen sind?

          Letztendlich wird der Widerstand gegen Reformen in sich zusammenbrechen, weil die Realität die hohle Propaganda der Interessengruppen als solche erkannt wird, nur dauert das sehr, sehr lange. Noch sind die Reaktionäre bestimmend, aber es zeigen sich erste Risse in der feministischen Volksfront.

  • Will die Mutter das Wechselmodell nicht, weil sie der festen Überzeugung ist, dass das Kind bei ihr besser aufgehoben ist oder weil sie weiterhin den vollen Unterhalt bekommen möchte oder weil sie glaubt, dass der Vater das Wechselmodell nur will, um Unterhalt zu sparen, zwingt der BGH sie, das Verhältnis zum Vater zu verschlechtern.

    In einer gerechten Welt könnte man solche Tipps nur empfehlen. Denn wer die Ratschläge befolgt, zeigt damit eigentlich nur ganz deutlich, dass es um die eigenen Interessen und nicht um das Kindeswohl geht.
    Imho ein Ausschlusskriterium für das Sorgerecht.

    Nur leben wir leider nicht in einer gerechten Gesellschaft, sondern wir erlauben uns den Luxus, Väter und Kinder zum Wohle der Mutter zu diskriminieren.

  • Warum zum Henker wird eigentlich solcher Mischpoke nicht konsequent die Zulassung entzogen, wenn sie derlei Hetze auf ihren Homepages verbreiten? Wir reden hier ja nicht nur von der Empfehlung, mal ein Bisschen Radau zu machen. Nein, denn ich glaube, dass jeder weiß, was mit „abartigen Neigungen“ gemeint ist. Genau das, was hier unter anderem beschrieben wird: https://vater.franzjoerg.de/der-missbrauch-des-missbrauchsvorwurfs-als-politisch-gesteuerte-methode/

    Das ist ein unverblümter Aufruf zu einer Straftat: der bewusst und absichtsvoll getätigten Bezichtigung einer schweren Straftat eines Unschuldigen. Bezeichnenderweise ist es eine Straftat, die allgemein wenig und in diesem Kontext so gut wie nie geahndet wird, selbst wenn sich sowohl die Äußerung der Unterstellungen wie auch die letztliche Feststellung deren nicht vorhandenen Wahrheitsgehaltes vor Gericht, also vor Richtern und Anwälten, vollzogen hat.

    Die vollkommene Entmenschlichung von Vätern ist hierbei ohnehin schon weit jenseits von Gut und Böse. Dass man keinerlei Skrupel hat, die weniger Zeit, die der in der Regel in Vollzeit tätige Vater mit seinem Kind verbracht hat, um Kind und Frau von seinem Einkommen zu versorgen, wird dadurch ermöglicht, indem man den üblichen feministischen Gipfeltrugschluss bemüht, dass er das nur macht, um seine Karriere voranzutreiben, die es ihm dann ja auch ermöglichen würde, bei geteilter Kindessorge ein viel leichteres Leben zu führen, als die arme, arme Mutter. Das alles natürlich einhergehend mit der immer wieder üblichen Unterstellung, dass er ohnehin eigentlich nur Vollzeit arbeitet, um möglichst wenig Zeit mit dem Kind und den unfassbaren Belastungen des Haushaltes verbringen zu müssen.

    Dass gewiss weit mehr als 90 % der Männer weit von dem entfernt sind, was man landläufig unter „Karriere machen“ versteht, lässt man da natürlich unter den Tisch fallen, denn die Erwähnung von Männern, die beschissenen Drecksjobs nachgehen, einfach weil das Geld für die Familie ja irgendwo herkommen muss, würde es schwerer machen, sie argumentativ im Entsorgungsfalle als rücksichtslosen Abschaum darzustellen, der es eh nicht anders verdient hat.

    Hier wird genau (frei nach Warren Farrell) die Urtragödie des Mannes sichtbar: der ihm zugetragene Anteil an der Sorge für Frau und Kind wird bei Bedarf als Argument herangezogen, um ihn nach Belieben von seinem Kind zu trennen.

    Dass das aber auch grundsätzlich mit derartiger Kälte vermittelt werden kann, liegt daran, dass diese Anwältinnen, die ganzen Mutterlobbyistinnen, die Vertreter in den zuständigen Ministerien und das ganze andere misandrische Moralprekariat sich rigoros des Abgleiches ihrer wahnhaften, hassgetriebenen Hetze mit der Realität verweigern.

    Mein kleiner ist jetzt drei Jahre alt. Er ist, zumindest derzeit, in einer ziemlichen Papaphase. Heißt: fast immer, wenn man ihn fragt, wer denn gerade mal was machen solle (ihn baden, ihn umziehen, ihm was vorlesen, mit ihm spielen), kommt als Antwort: „Papa!“. Manchmal ist da so extrem, dass ich schon versuche, ein wenig zu moderieren, weil mir meine Frau (wir sind zwar noch nicht verheiratet, aber der Einfachheit halber nenne ich sie immer so) bisweilen leid tut, weil ich nicht möchte, dass sie sich zurückgesetzt fühlt, zumal sie auch sehr liebevoll mit dem Kleinen umgeht, sich um sehr vieles kümmert und bemüht ist, alles für ihn zu tun.

    Vor dem Hintergrund dessen, wie die Beziehung zwischen mir und meinem Sohn ist und wenn ich mir dann vorstelle, meine Frau würde im Trennungsfall eine derartige Schweinenummer abziehen, wie sie von den Anwältinnen beschrieben und gewiss auch schon öfters mit Mandantinnen umgesetzt wurde, bin ich sicher, dass das sehr tiefe Narben in der Seele meines Sohnes hinterlassen würde. Und in meiner gewiss auch.

    Dabei verweigere ich mich aber der Selbstverliebten Annahme, dass ich dabei gewiss nur eine gaaaaaaaanz große Ausnahme unter den ansonsten klar mehrheitlich völlig desinteressierten und pflichtvergessenen Vätern wäre. Ich weiß zwar, dass die damit einhergehende Selbstüberhöhung diese misandrischen Narrative auch für einige Männer sehr attraktiv macht, aber ich erachte es als nicht erstrebenswert, mich selbst nur über die Abwertung anderer aufzuwerten.

    Es werden da Heerscharen von Vätern und Kindern kaputtgespielt. Dabei wird den Vätern jegliche Empathie entzogen, indem man sie grundsätzlich nur als patriarchale, stinkreiche, an nichts als ihrem Job und eigenen Wohlergehen interessierte Karrieristen skizziert. Hunderttausende von Menschen werden zu zweidimensionalen Flächen degradiert, auf die man wild alles projizieren kann, was man für sich persönlich an Gründen gebrauchen kann, um nicht doch in einem Moment der Schwäche einem Anflug von Mitgefühl zu erliegen. Und dabei wird dann noch so viel auf diese Fläche projiziert, dass selbst die betroffenen Kinder nicht mehr von Interesse sind, denn der Papa wäre ja eh nicht gut für sie.

    Und dabei muss man sich immer wieder vor Augen führen, dass diese ganzen Spinner voll und ganz davon überzeugt sind, wir lebten in einem Patriarchat, was ja erkennbar auch die Meinung dieser Anwältinnen ist, wenngleich dort immer dargestellt als mütterfeindliche Rechtsprechung. Das ist dann der auch in vielen anderen Bereichen getätigte Kniff, um kognitive Dissonanzen aufzulösen: Dieser Quatsch ist nämlich angenehm vielseitig in seiner Deutung. Verweist man auf Dinge, die in unserer Gesellschaft Männer klar schlechter stellen, kann immer gesagt werden, dass dies nun mal die Kehrseiten des männergemachten Patriarchats wären (vulgo: selber Schuld). Kommen dann aber Dinge auf den Tisch, wo Männer gar rechtlich regelrecht wie Dreck behandelt werden, kann das Patriarchat zumindest noch als Legitimation herhalten, denn in diesem frauenunterdrückenden Konstrukt ist jede Benachteiligung von Männern keinesfalls als Antithese zu verstehen, sondern ist nur absolut berechtigter Ausgleich für die Leiden, die Frauen seit Jahrmilliarden auszustehen hatten und haben. Denn merke: kein brutal entsorgter Vater und kein im sozialen Zwangsdienst zu Tode gekommener Mann kann auch nur annähernd das Schicksal aufwiegen, welches Frauen erfahren, wenn sie das Unbill des Patriarchats dazu zwingt, zwischen Halbtagsstelle und Chefposten wählen zu müssen…

    • @ Billy „Warum zum Henker wird eigentlich solcher Mischpoke nicht konsequent die Zulassung entzogen, wenn sie derlei Hetze auf ihren Homepages verbreiten?“

      Es ist ja aus ihrer Sicht keine Hetze, sondern arbeitet nach ihrem Verständnis lediglich das Verhalten heraus, zu dem der BGH die Mütter – wörtlich – „zwingt“. Die Krassheit, mit der hier offenkundig destruktives Verhalten in Form von Empfehlungen (die dann aber doch keine Empfehlungen sein sollen) (natürlich) beschreiben wird, legitimiert sich eben durch diese Idee: WIR wollen uns ja gar nicht SO verhalten, WIR finden DIESES Verhalten ja auch furchtbar – aber IHR lasst uns keine andere Wahl!

      Ich finde allerdings, dass das offensichtlicher Quatsch ist. Was hindert denn eine Anwältin daran, einer Mandantin die Empfehlung zu geben, ein richterliches Urteil vielleicht auch einfach mal zu akzeptieren? Was hindert sie denn daran, einer Mandantin zu erklären, dass Kinder eben tatsächlich Vater und Mutter brauchen, und dass es durchaus rationale Gründe hat, wenn andere die Meinung nicht teilen, die Mutter würde ausreichen, vielleicht ergänzt durch gelegentliche Besuche des Vaters (falls er keinen Ärger macht)?

      Warum muss eine Anwältin (denn ich gehe einfach mal davon aus, dass die Kanzleichefin selbst den Text geschrieben hat) stattdessen bei hochdestruktivem Verhalten einer Mandantin einfach zuschauen und dann Blogtexte schreiben, die klarmachen sollen, dass an alledem nur der BGH die Schuld trage – anstatt ihre Mandantin zur Vernunft zu bringen?

      Die Argumentation ist ungefähr genau so ein Quatsch, als wenn ich jemandem gewaltsam etwas wegnehmen und dann behaupten würde, er sei daran selbst Schuld, weil er es mir ja nicht freiwillig gegeben habe. Ich könne da gar nix für, ich hätt es auch gern anders gehabt.

      „Dabei verweigere ich mich aber der Selbstverliebten Annahme, dass ich dabei gewiss nur eine gaaaaaaaanz große Ausnahme unter den ansonsten klar mehrheitlich völlig desinteressierten und pflichtvergessenen Vätern wäre. Ich weiß zwar, dass die damit einhergehende Selbstüberhöhung diese misandrischen Narrative auch für einige Männer sehr attraktiv macht, aber ich erachte es als nicht erstrebenswert, mich selbst nur über die Abwertung anderer aufzuwerten.“

      Das ist ganz nebenbei eine gute Erklärung, warum sehr negative Männerbilder („Alle Männer sind potenzielle Vergewaltiger“ etc.) auch für Männer attraktiv sein können. Wer die Bilder übernimmt und somit eine kritische Distanz zu seiner eigenen Männlichkeit nachweist, kann sich in dem Glauben wiegen, schon ein irgendwie besserer Mann zu sein als die anderen. Er darf das nur nicht zu deutlich heraushängen lassen, weil er damit seine kritische Distanz wieder in Frage stellen würde.

      „Hunderttausende von Menschen werden zu zweidimensionalen Flächen degradiert, auf die man wild alles projizieren kann, was man für sich persönlich an Gründen gebrauchen kann, um nicht doch in einem Moment der Schwäche einem Anflug von Mitgefühl zu erliegen.“

      Finde ich sehr passend. Und was im Kontext auch passt: Wer andere so dringlich zu Projektionsflächen macht, der hat dann eben auch eine ganze Menge zu projizieren. So wie Giffey die Geldbeutel den wichtigsten männlichen Körperteilen erklärt und selbst eine Politik betreibt, die Männer auf die Rolle der Finanzierer reduziert.

      Er ist ein verdammter Egoist, weil er nicht alles, was er tut, nur für mich tut.

      Danke insgesamt für den Text, der auch von den persönlichen Schilderungen lebt! Dadurch wird ja erst deutlich, wie viel Vätern und Kindern verloren geht durch eine Familienrechtspolitik, die Vätern zuallererst und wesentlich eine finanzielle Funktion zuweist. Zur Farrells „männlicher Tragödie“, die mit diesen Vaterbildern zusammenhängt, hab ich sogar selbst mal was geschrieben:

      https://man-tau.com/2013/03/21/die-mannliche-tragodie/

      • Ich tippe mal auf Kognitive Dissonanz und Profit-Streben. Kein Anwalt hat (zumeist) Interesse an einer „gütlichen Einigung“; warum denn auch? Bringt doch jede weitere Eskalationsstufe noch mehr Geld in die Kanzlei – und da dürfen Papa und Kind nun mal kein Faktor einer Rücksichtnahme darstellen. Das ist pures Umsatzkalkül auf dem Rücken der Beteiligten.

        Mit einer Ausnahme: Mutti bleibt unbehelligt, denn die ist ja per se das Beste für das Kind und wenn ich als Anwältin noch im Deutschen Juristinnenbund bin, dann tu‘ ich auch noch etwas für die gute, feministische Sache. So deren Denke.

        Solange Kindesentzug und Falschbeschuldigung, Frauenüberhöhung und Mutterkult, Familiengesetzgebung und Justiz in dieser Form nicht geächtet werden oder komplett überdacht werden in seinem einseitigen Grundkonzept, so lange wird dieses kinderfeindlich Treiben Tag für Tag, Jahr für Jahr weitergehen.

        Und Anwälte in Familiengerichtsbarkeiten hineinzuzwingen, so wie es die glücklicherweise ausgeschiedene ausgeschiedene Brigitte Zypries qua Gesetz getan hat, so lange liefert man hochstaatlich legislativ und judikativ Waffen in hochbrisante Krisengebiete.

        Bin ich froh, diesen Scheixx hinter mir zu haben. Für mich gilt aber seitdem: Ich würde für mein Kind sterben – aber mit dem Wissen von heute würde es dieses gar nicht geben!

        Bitter eigentlich – und sicherlich auch ein Grund für MGTOW

        PS: Wir haben immer noch „400 Scheidungskinder“, Gerichts-Tag für Gerichts-Tag. Da berücksichtigt nicht die unehelichen Trennungskinder. Möge sich jeder bei diesen Zahlen seine eigenen Gedanken machen: https://www.freiewelt.net/blog/400-scheidungskinder-taeglich-3392/

        Diese Kanzlei „wendelmuth“ ist das Allerletzte mit solchen Aussagen, dürfte aber zur gleichen Truppe gehören wie diese RAin Edith Schwab vom VAMv, welche für ihre unsägliche Spalterei auch noch mit dem Bundesverdienstkreuz behangen wurde.

      • @Lucas:

        »Er ist ein verdammter Egoist, weil er nicht alles, was er tut, nur für mich tut.«

        Esther Vilar, Der dressierte Mann (Hervorhebung von mir):

        »Was ist der Mann? Der Mann ist ein Mensch, der arbeitet. Mit dieser Arbeit ernährt er sich selbst, seine Frau und die Kinder seiner Frau. Eine Frau dagegen ist ein Mensch, der nicht (oder nur vorübergehend) arbeitet. Die meiste Zeit ihres Lebens ernährt sie weder sich selbst noch ihre Kinder, geschweige denn ihren Mann. Alle Eigenschaften eines Mannes, die der Frau nützen, nennt sie männlich, und alle, die ihr nicht nützen und auch sonst niemandem, nennt sie weibisch. Der äußeren Erscheinung eines Mannes wird deshalb nur dann Erfolg bei den Frauen beschieden sein, wenn sie männlich ist, das heißt, wenn sie ganz auf den einzigen Daseinszweck des Mannes, die Arbeit, abgestimmt und dermaßen gestaltet ist, daß er jeder Aufgabe, die man ihm stellen könnte, jederzeit nachkommen kann.«

        • Ich wünschte, das Buch hätten einen Untertitel: Wie Feministinnen und ihnen anverwandte Gold Digger den Mann sehen… es hätte so viele Abnehmer verdient.
          Manchmal braucht es den Claymore, da ist das feine Stilett einfach zu subtil.

      • „Es ist ja aus ihrer Sicht keine Hetze“

        Ihre Sicht ist allerdings nicht maßgebend. Schon klar, in der eigenen Geschichte ist niemand der Böse, wer sollte das nicht besser wissen als Juristen.

        Recht und Rechtsstaat sind Versuche, richtiges Verhalten an objektiven und objektivierbaren Maßstäben zu orientieren.

        Zu den Zugeständnissen bzgl Wechselmodell hat der EUGH meines Wissens Deutschland recht deutlich hin-nötigen müssen.

        Was die Kanzlei hier treibt, sind offene Ratschläge, wie geltendes Recht hintertrieben werden kann, und unterlegt das mit einer deutlichen verallgemeinernden Diffamierung der beteiligten potentiellen Gegner.

        Da kann man die Frage nach der Zulassung schon mal zurecht stellen.

        Eine Kanzlei soll und darf ihren Klienten Ratschläge geben, wie sie ihre Interessen durchsetzt, und zwar auch gegen die berechtigten Interessen eines Gegners.
        Aber das hat sie im Rahmen der geltenden Rechtslage zu tun. Wenn sie ihre Stellung missbraucht, um geltendes Recht zu hintertreiben, so ist das mit diesem Auftrag nicht mehr in Deckung.

        Das es sich bewusst genau darum handelt, zeigen die selbstgewählten Formulierungen:

        „Die Wege, ein Umgangsrecht zu hintertreiben, sind bekannt.“

        Es geht um ein hintertreiben.
        Man bezieht sich auf „„Ist das Verhältnis der Eltern erheblich konfliktbelastet, so liegt die auf ein paritätisches Wechselmodell gerichtete Anordnung in der Regel nicht im wohlverstandenen Interesse des Kindes.““

        Die korrekte Rechtsstaatliche Reaktion darauf müsste eigentlich so aussehen: Die Partei, die den Konflikt anheizt, kann nicht diejenige sein, die dann den Umgang erhält. Wenn es wegen Streit kein Wechselmodell geben kann, dann kann nicht die für den Konflikt verantwortliche Seite die sein, bei der das Kind bleiben muss.

        Wobei ich schon sehe, dass das schlüpfriges Gelände ist.
        Rechtsanwälte leben durchaus davon, Recht eben möglichst weitläufig zu Gunsten ihrer Klienten auslegen zu können, und das müssen sie auch dürfen.

        Aber man vergleiche das Vorgehen mal mit hinweisen zu steuersparmodellen.
        Es gibt da schon eine sehr sensible Wahrnehmung dafür, dass ab einem gewissen Punkt auch das „ausnutzen“ legaler Möglichkeiten umkippt in einen Missbrauch, für den dann Klienten und auch Anwälte geradezustehen haben.

        In diesem Sinne:
        So war das mit dem Hinweis auf „konfliktbelastete beziehungen“ nicht gemeint, das man gezielt dann Streit vom Zaun bricht, um seine Interessen durchzusetzen – schon gar nicht, wenn dabei das eigentlich angestrebte Kindeswohl genau durch den missbrauchten Streit massiv beschädigt wird.

      • Die Anwälte arbeiten für die Mutter und nicht für das Kind. Ethik und Moral bei Anwälten…habe ich bisher noch in keinem Feld erleben dürfen. Wobei das aber auch garnicht ihr Job ist.

    • @billy: wenn es so etwas wie gerechten Zorn gibt, dann ist dein Kommentar ein Ausdruck davon. Ich kann sehr gut nachfühlen was du schreibst.
      Ich hoffe diese ganze Geschichte mündet in dem öffentlichen Aufschrei den eine solche sauerei verdient. Und dann – vielleicht, hoffentlich – wird dieser mischpoke die Zulassung entzogen.

  • Ich hab gestern schon auf den Link geklickt und konnte ähnlich wie du nicht glauben, dass das ernst gemeint ist. Nicht weil es vorkommend (wohl eher bereits gängige Praxis) ist, eben wegen der „schabefreiten Offenheit.“

    „Die schambefreite Offenheit der anwaltlichen Hinweise wäre ohne das Wissen um eine breite institutionelle Unterstützung so kaum denkbar.

    Das heißt: Öffentliche Mittel dürfen nur noch an Organisationen fließen, die im Sinne einer elterlichen Kooperation und damit im Sinne der Kinder agieren – und für beteiligte Institutionen, etwa Beratungsstellen, braucht es klare Qualititätskriterien und Kontrollen.“

    Die Institutionen haben doch Qaulitätskriterien:
    Frauen mehr als die Hälfte vom Kuchen.
    Keine Verantwortung für Frauen.
    Männer müssen Zahlen (wichtigste Körperteil!).
    Ansonsten bitte fernhalten.
    Frauen ohne nachweisbare Leistung in die Führungsriege.
    Gehaltserhöhung für Frauen, weil sie ja 21% weniger verdienen (für die gleiche Arbeit versteht sich!)
    Noch mehr Geldtransfers, weil Frauen ja mehr unbezahlte Carearbeit leisten.

    Gut, manche beziehen sich jetzt nicht konkret auf „Familiensituationen“.
    Aber wie du ja schön rausgearbeitet hast, werden doch viele bis alle Kriterien erfüllt, ergo brauch es doch keine Änderung.

    Und Weitere Qualitätsmerkamle aufzählen führt ja nur dazu die Qualität noch weiter und stärker zu bestätigen.

  • @Billy Coen
    Dein Kommentar gefällt mir außerordentlich gut.
    Das Geschäftsmodell „Scheidung für Sie“ ist sehr lukrativ und wird in meiner Stadt unverblümt von einer Kanzlei mit genau dieser Schlagzeile für ihre „familienrechtliche“ Tätigkeit beworben.
    Viel mehr Matriachat geht nicht.

    • Die Zulassung entziehen geht nach § 14 Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO). Die Voraussetzungen liegen nicht vor. Man könnte einen Verstoß gegen § 43b BRAO in Betracht ziehen. Danach ist dem Rechtsanwalt Werbung nur erlaubt, soweit sie über die berufliche Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet. Man könnte sich an die Rechtsanwaltskammer wenden und eine Rüge nach § 74 BRAO beantragen. Ob das erfolgversprechend wäre, wage ich zu bezweifeln.

        • @ Pjotr Ein nettes Beispiel dafür, dass man irgendwie alles sagen kann, wenn man es nur als „Spaß“ oder „Überzeichung“ oder „Satire“ oder sonstwas ausgibt. Tötungsfantasien einfach mit Smileys versehen, schon ist alles nett.

          Was mir aber auf die Nerven geht, ist, wie oft und wie selbstverständlich so etwas problemlos durchgeht, gerade auch massenmedial. Alles nur Spass.

          • Ja, entschuldige, ich bin ab und zu etwas derb in meiner Ausdrucksweise und auch den Scherzen. Kannst es löschen, nehme ich nicht übel.

  • Ich wollte nach Trennung das Wechselmodell, die Mutter das klassische 12/2 Modell.. Mein größter Fehler, heute sehe ich mein Kind überhaupt nicht mehr, mit gerichtlicher Unterstützung. Das BGH nimmt sowas nicht mal an…

    Ein Hauptpunkt fehlt in dem Artikel: Umgangsentzug, das Kind -völlig straffrei- behalten und entsprechend bearbeiten, bis es nicht mehr zum anderen Elternteil möchte… vor 5 Jahren 15 Monate lang, 2018 nochmal 3 Monate, ein Jahr kein Ferienumgang. Mein Antrag wurde von der Mutter Punkt für Punkt mit dem Kind diskutiert und „verteufelt“, das fanden alle ok….
    Der Rest genauso bei mir geschehen, mein Sohn ist jetzt 13 Jahre alt, darf jetzt endlich nach Gerichtsbeschluss pro Mutter Ritalin nehmen, was sie seit 6 Monaten schon wollte.

    Das Ganze ist nach fast 9 Jahren Streit (nachdem ich ihn die ersten 5 Jahre fast alleine erzogen habe) eskaliert, die Mutter hat gerade in allen Punkten Recht bekommen, direkt nach Beschluss nur noch ein Umgang, keine Feiertagsumgänge im Beschluss inkl Ferien wurden eingehalten… 60kEuro wegund das wars für meinen Sohn, mit 13…

    Das Familienrecht ist durchsetzt mit Gutmenschem die meinen, mit Gesprächen bei der Begutachtung und vor Gericht ist alles gut. Danach ist alles egal. Verfahrensbeistand: das geht aus wie das letzte Mal“… dann geht der noch regelmäßig Essen mit der Richterin.. und im Beschluss stehen dann z.T. seine Fromulierungen.

    Mein Fazit: Umgangsentzug sofort zur Strafsache machen mit entspr. professioneller Begleitung… dann würde es viele Verfahren/Entfremdungen gar nicht geben. Und auch ein Wechselmodell wäre möglich… wenn Väter gleichberechtigt behandelt werden.

    • „.. Umgangsentzug sofort zur Strafsache machen ..“

      In Spanien ist das übrigens, so glaube ich mich zu erinnern, ein Straftatbestand und die umgangsentziehene Person, meist also die Mutter, wird ruckzuck mit Sorgerechtsentzug ‚belohnt‘.

      • Nunja, @Emannzer, ein Straftatbestand ist es hier auch. Nur wird dieser weder von den Vorgesetzten der Staatsanwaltschaften, noch von den Exekutivrichtern als solche anerkannt, außer in äußerst seltenen Ausnahmefällen, wo Macht- u. Geldverluste von Polititik und Administration zu befürchten sind.

        • Ich meine, sogar in Brasilien, was ja nun nicht gerade „linksprogessiv“ ist, wurde aktive Entfremdung vor einigen Jahren zum Straftatbestand erklärt.

      • @Emannzer: In Spanien muss die Mutter dem Vater einfach nur häusliche Gewalt vorwerfen und schon ist er das Sorgerecht los, Beweise sind nicht notwendig, und zur Belohnung bekommt sie dann auch noch 700€ monatlich vom Staat.

  • „Aufstehen gegen rechte Hetze“? Das macht doch die Kanzlei. Männer die für ihre Rechte als Väter kämpfen, Männer die für ihre Kinder da sein wollen, Männer die sprichwörtlich auch in der Erziehung ihren „Mann“ stehen wollen, werden doch als „Rechts“ hingestellt.

    Denn wer gegen den aktuellen Maistream ist, ist rechts. Jeder Mann der nicht alle Frauen als viel fähiger, viel klüger und viel geeigneter für alle Lebensfragen hält, ist doch ein Nazi.

    Und am schlimmsten sind die Männer mit weißer Hautfarbe. Die sind sowieso verabscheuungswürdig und wegen der Hautfarbe schuld an jedem Elend dieser Welt.

  • Lieber Lucas Schoppe,
    eine sehr guter Artikel. Vielen Dank für die umfassende Betrachung.
    Mein erstes Gefühl war mich der Empörung anzuschließen. Dieses Gefühl ist aber eine leichten Bewunderung für die klare und offene Haltung der Kanzlei gewichen. Wäre ich in einer strittigen Trennung würde ich mir überlegen ob ich mich durch diese Kanzlei vertreten lassen würde.
    Warum? Ein Anwalt hat die Aufgabe seinen Mandanten mit allen Mitteln und bestmöglich zu vertreten. Sein Mandant ist nicht das Kind sondern ein Elternteil hier die Mutter. Und genau auf diese Zielgruppe ist der Aufmacher zugeschnitten.
    ZUsätzlich lese ich nicht nur eine Anleitung wie man das Wechselmodell unmöglich macht sondern auch Kritik am BGH. Der BGH zwingt einen Anwalt, der seinen Beruf mit Engagement ausübt und seinen Mandanten über alle Möglichkeiten aufklärt, sich an die beschrieben Vorgehensweise zu halten. Wäre der BGH klarer und würde er zB das Wechselmodell grundsätzlich als Umgangsregelung festlegen und Zuwiderhandlungen strafrechtlichen Verfolgen wären die Ratschläge eines Anwaltes anders. Moralisch gesehen ist jeder Mensch verpflichtet sich gegenüber seinen Mitmenschen gut zu verhalten. Aber was genau das ist weiß niemand so richtig und hängt von vielen Parametern ab, Kompetenz, Intelligenz, Glaube….
    Viel wichtiger als das Streben eines Anwaltes seinen Beruf auszufüllen ist das Verhalten der Mutter. Sie wird nicht gezwungen den Ratschlägen des Anwaltes zu folgen. Es ist ausschließlich die Entscheidung der Mutter wie sie sich verhält – gegenüber einem Exmann, einem Vater der gemeinsamen Kinder.
    Es wäre falsch dem Anwalt jetzt moralische Verpflichtungen aufzuerlegen und ihr Fehlverhalten vorzuwerfen dessen sie sich nicht schuldig gemacht hat. Wie gesagt, sie vertritt ihre Mandantin, eine Frau und Mutter. Und die Mutter muss sich den Vorwürfen stellen. Was die Frage aufwirft ob Mütter, die die geratenen Wege gehen wirklich gute Mütter sind (oder Väter die ebenso handeln). Vielleicht müssen wir anstelle er Negativwerbung für diese Kanzlei zu machen überlegen wie das Familienrecht ausgestaltet werden muss damit genau diese Lücken die die Anwältin beschreibt geschlossen werden und Eltern sich ihrer eigenen Verantwortung stellen müssen und sich viel besser über die Auswirkungen ihres Verhaltens auf die physische und psychische Gesundheit ihrer Kinder informieren müssen. Und ich wage hier die Behauptung, dass sich diese Eltern, die sich um ihrer Kinder kümmern aus Liebe zu ihren Kindern lieber friedliche Lösungen suchen.
    Ich persönlich finde eine offene klare Haltung besser, dann weiß ich wem ich gegenüber stehe, als ein undurchsichteges oder falsches Verhalten, wie zB eine Kanzlei die auf ihrer Website sich als Interessenvertreter der Kinder darstellt und im geschlossenen Raum dennoch solche Ratschläge gibt.
    Die Anwältin rät schonungslos offen zu Streit und klagt gleichzeitig an, dass der BGH wegen seiner mutlosen Entscheidung, soviel Raum gibt, dass niederträchtiges Verhalten eines Elternteils belohnt wird.

    Ob die offene Haltung der Kanzlei wirklich eine Verrohung darstellt? Ich glaube nicht. Menschen sind immer zu allem fähig. Die Anwältin möchte erfolgreich sein, gut verdienen und sie macht dies damit sie selbst ein Leben nach ihren Vorstellungen leben kann, gemütlich, luxuriös mit guter Altersvorsorge. Und wie gesgat sie vertritt ihre Mandanten und nicht deren Kinder.
    Außerdem ist eine demokratische Einstellung und die einer offenen Gesellschaft wohl so, dass jeder seine Meinung offen sagen darf. Ich selbst kann also werde eine schädigendes Verhalten erkennen, wenn ich zulasse, dass Menschen andere Überzeugungen haben dürfen als ich selbst, zB, dass Menschen überzeugt sein können, dass Kinder zu Müttern gehören. Und solche Überzeugung finde ich auch bei Männern.

    Es sind immer die Eltern selbst.

    Mein Kommentar ist keine Kritik. Ich sehe mich in einer Diskussion.

    • Vier Sätze in drei Zitaten:

      „Ein Anwalt hat die Aufgabe seinen Mandanten mit allen Mitteln und bestmöglich zu vertreten. Sein Mandant ist nicht das Kind sondern ein Elternteil hier die Mutter.“

      „ZUsätzlich lese ich nicht nur eine Anleitung wie man das Wechselmodell unmöglich macht sondern auch Kritik am BGH. Der BGH zwingt einen Anwalt, der seinen Beruf mit Engagement ausübt und seinen Mandanten über alle Möglichkeiten aufklärt, sich an die beschrieben Vorgehensweise zu halten.“

      „Sie wird nicht gezwungen den Ratschlägen des Anwaltes zu folgen.“

      Ein Anwalt hat auch die Aufgabe, seinen Mandanten bestmöglich zu BERATEN.
      Im Vorliegenden Fall kann ich mutmaßen, dass die Frau Anwalt vor allem in die eigene Tasche wirtschaftet, denn der Rat zu viel Streit ist einer zu viel anwaltlicher Arbeit – der Rat, im Rechtsstreit möglichst viel eigenes geld und Geld des „Gegners“ zu verbrennen.
      Die „Kritik“ am BGH liest sich so:
      „Will die Mutter das Wechselmodell nicht, weil sie der festen Überzeugung ist, dass das Kind bei ihr besser aufgehoben ist oder weil sie weiterhin den vollen Unterhalt bekommen möchte oder weil sie glaubt, dass der Vater das Wechselmodell nur will, um Unterhalt zu sparen, zwingt der BGH sie, das Verhältnis zum Vater zu verschlechtern.“

      Es ist natürlich nicht im Sinne des BGH, dass sich die Eltern dann mehr streiten – eigentlich soll der Druck in die Richtung gehen, dass die Umgangsverweigerin ihre Sturheit aufgibt.
      Eine Sachgerechte Beratung durch einen Anwalt sollte an der Stelle zuerst sein, zu überlegen, wie und ob ein Wechselmodell nicht doch gestaltet werden könnte – daran verschwendet sie nicht den allerkleinsten Gedanken. Sie setzt durchgängig auf Eskalation – daher empfinde ich als fraglich, dass sie bei einer anderen BGH-Entscheidung anders agieren würde. Für mich klingt es so, dass es vor allem drum geht, ein Wechselmodell um jeden Preis zu verhindern und einer Frau genau dazu auch zu raten. Ein Anwalt, der solcherart durchgängig auf Eskalation setzt, ist keiner, den ich in einem Rechtsstreit wählen würde. Wer das trotzdem tut, zeigt sich bereits bei der Wahl des Anwalts als Konflikteskalierend.

      Nicht nur die Frau ist „nicht gezwungen, den Ratschlägen des Anwalts zu folgen“ – auch der Anwalt ist nicht gezwungen, sich in seinen „Vorschlägen“ an der maximaleskalierenden Fantasie eines Klienten auszurichten. Ein Anwalt könnte auch erst mal deeskalierende Vorschläge in die Diskussion bringen und versuchen, einen Klienten zu kooperativem Kurs zu beraten. Nichts davon geschieht hier, nicht die geringste Spur.

      Ich würde einen solchen Anwalt nicht in Betracht ziehen – würde ich allerdings sehen, dass ein Verfahrensgegner einen solchen eskalierenden Anwalt wählt, würde ich das als klares Signal und Kampfansage sehen – und mir die Wahl des eigenen Anwalts noch einmal überlegen und gegebenenfalls an diese Kriegserklärung anpassen.

    • Ich finde, das geht ein gutes Stück an den Inhalten des Traktats dieser Kanzlei vorbei.

      Zum einen wird an keiner Stelle deutlich, dass sie lediglich die Schwammigkeit des Urteils kritisieren, sondern die Stoßrichtung ist ganz klar die der üblichen Mütterlobbies: jede Verkleinerung der rechtlichen Benachteiligung von Vätern wird angegriffen und sofort nach Wegen gesucht, diese zu unterminieren. Hätte man sich schon weit deutlicher zum Wechselmodell als Normalzustand bekannt, würde dieselbe Dame in noch radikalerer Weise dagegen wetten und zu noch kriminelleren Methoden raten, um eben dann das Gericht davon zu überzeugen, dass der Vater in jedem Falle zu den Ausnahmen (gemäß dann etablierter Praxis) gehört, auf die das Wechselmodell keinesfalls angewandt werden kann. Dabei ist und wäre der Wahl der Wege keine Grenze gesetzt, denn:

      Zum anderen sind die genannten Tipps nicht gleichzusetzen mit normalen anwaltlichen Ratschlägen, wie man z. B. in laufenden Prozessen im Rahmen des Gesetzes möglichst gut bei wegkommt. Die Dame empfiehlt dort, den Vater anzugreifen, zu beleidigen, zu kränken (mit dem wichtigen Ratschlag, dies immer außerhalb der Nachweisbarkeit zu tun), um ihn emotional für Verhandlungstage sturmreif zu schießen. Und auch was sie für die Verhandlungen selber empfiehlt, dürfte umfassend den Tatbestand mindestens einer Verleumdung erfüllen. Ihr augenzwinkernder Verweis auf „sich auszahlende Investitionen“ legt nahe, dass ihr das sogar sehr bewusst ist, dass sie sich damit abseits des Legalen bewegt.

      Und dann natürlich die Vorschläge zum Umgang mit dem Kind… Da kriegt jeder Psychologe die Pimpernellen. Das was dieses [edit, LS] da empfiehlt, ist nichts anderes als die gezielte Zerstörung der Seele eines Kindes mit dem einzigen Ziel der Befriedigung zutiefst narzisstischer Egoismen der Mutter.

      So etwas einfach zu entschuldigen mit „Anwälte müssen nun mal das beste für ihre Mandanten rausholen und sind für das, was die Mandanten dann von den Empfehlungen nutzen moralisch nicht mit in die Verantwortung zu ziehen“ ist in meinen Augen schon eine viel zu weit gediehene Akzeptanz des schmierigen, vor nichts zurückschreckenden Rechtsverdrehers als geradezu Normalzustand dieses Berufes.

      Diese Kanzlei inklusive der dort Arbeitenden bewegt sich in ihrer professionellen Seriosität wie auch ihrem offenherzig zur Schau gestellten Mangel an Berührungsängsten mit kriminellen Methoden auf einer Stufe mit der Rechtsanwaltskanzlei Urmann + Collegen (https://de.wikipedia.org/wiki/RedTube-Abmahnaff%C3%A4re).

      Ich fände es sehr begrüßenswert, wenn dieser [edit, LS] denselben Weg wie besagte Kanzlei gehen würde. Bei derlei [edit, LS] hielte sich mein Mitleid in sehr überschaubaren Grenzen, die irgendwann dabei beobachten zu können, wie sie den Rest ihres Daseins damit verbringen, Lebensmittel aus den Abfallcontainern hinterm nächsten EDEKA-Markt zu fischen (mit ihrem dargebotenen Väterbild dürften sie durchaus mit dieser Kette seit einer Weile sympathisieren).

      Für Menschen die so kaltlächelnd Anleitungen zur Verbreitung unvorstellbaren Leides geben, wäre ein solches Schicksal in meinen Augen sogar noch geradezu gnädig…

      [Lieber Billy, auch wenn ich die Wut berechtigt finde, habe ich ein paar Ausdrücke aus Deinem Kommentar gelöscht. Nicht, weil ich Dich unbedingt zensieren wollte, ich lese Deine Kommentare sehr gern – sondern weil ich nicht beurteilen konnte, ob sie nicht strafrechtlich relevant sind. Immerhin haben wir es hier mit Juristen zu tun. Lucas Schoppe]

      • @ Lucas

        😉

        Ich hatte beim Schreiben sogar denselben Gedanken. Wer weiß, über welche Umwege die mal hier drauf stoßen könnten. Kann ich verstehen; will ja nicht, dass du als Betreiber hier noch in die Bredouille kommst…

        Entsprechend: No offence taken! 😀

      • @ Billy Die Kanzlei gibt in der Tat nach ihrem eigenen Verständnis keine expliziten Anweisungen, auch wenn sie sprachpragmatisch Sätze in Anweisungsform formulieren. Das Ziel ist nach eigenem Verständnis, die Verrohung offenzulegen, in die das BGH-Urteil Mütter dadurch „zwingt“ (Originalton), dass es die gerichtliche Festlegung der Doppelresidenz auch gegen den Willen der Mutter ermöglicht hat.

        Wichtig aber ist: Die Kritik richtet sich NICHT gegen die Eskalationslogik, dass eine Mutter davon profitieren kann, wenn sie dem Kind schadet.

        Dabei entsteht dann eine seltsam widersprüchliche, aber in der Praxis dann ungeheuer destruktive Form. Einerseits sind sich Mütter – und mit ihnen ihre Anwält*innen – ihrer enormen Machtposition völlig selbstverständlich bewusst: Sie können erheblich destruktiv agieren, aber zugleich darauf spekulieren, dass sie selbst davon keinen Nachteil haben, sondern eher noch den Vater aus der Beziehung zum Kind herausmanövrieren werden.

        Andererseits aber werden Mütter – und das ist O-Ton der Kanzlei, es ist keine „Überspitzung“ – als Opfer einer gerichtlichen Entscheidung präsentiert, die ihnen gar keine Wahl lassen würde, als eben so wie skizziert zu handeln.

        Zugleich ungeheuer mächtig und absolut nicht verantwortlich für das eigene Handeln: Das ist eine furchtbare Mischung. Und diese Mischung rührt die Kanzlei selbst an, die kann sie nicht dem BGH zuschieben.

        Die extremen Passagen zur gezielten Streit-Eskalation werden dann eben auch nicht mit dem Hinweis versehen, dass Mütter sich so nicht verhalten dürften, weil es dem Kind massiv schadet. Die Kanzlei distanziert sich nur selbst davon, macht aber darauf aufmerksam, dass „Kollegen“ den Job übernehmen würden.

        Die Pointe von alledem: Die skizzierten Verhaltensweisen sind überhaupt nicht „überzeichnet“, sie sind ganz real, und jeder, der sich schonmal mit Geschichten von Trennungsvätern beschäftigt hat, wird das wissen. Es ist nur ungewöhnlich, dass sie auf der Webseite einer Anwaltskanzlei so offen dargestellt werden.

        Und, wie erwähnt: Die Kritik richtet sich NICHT gegen dieses Verhalten – sondern gegen den vermeintlichen „Zwang“, den der BGH auf Mütter ausübe.

    • Ach komisch, @kiki:

      Wenn eine Mutter den Unterhalt einklagt, dann setzt sie als Erziehungsberechtigte den Anspruch des Kindes durch – soweit die Rechtsprechung.

      Hält sich eine Mutter aber an die ‚Tipps‘ dieser Kanzlei, dann betreibt sie keinen „Kindesentzug“, kein „PAS“, keine postnatale Deprivation, reißt keine Wunden, kümmert sich um ihre(!) Unterhaltsmaximierung und geht damit ganz offen gegen(!) die Rechte des gemeinsamen Kindes vor.

      Ersteres wäre dann OK, weil im Sinne des Kindes handelnd – letztgenanntes dann allerdings ein legitimes Recht der Mutter und daran hat der Anwalt keine Schuld?

      Ich weiß, dass du das nicht so gesagt hast – aber es liest sich zwischen den Zeilen so. Das ist kein Anwurf – aber eine Antwort auf deinen Einwurf in dieser Diskussion. Mal so ganz platt und s/w formuliert, kiki.

      PS: Ergänzend dazu mein Einwurf weiter oben zu Waffenlieferungen in Krisengebiete (aka: Anwälte & Trennungen): https://man-tau.com/2019/07/22/doppelresidenz-widerstand-juristen/#comment-29760

      PPS: Schon öfters von Frauen gehört: „Ich hätte ihn fertig machen können!“ – Man weiß also um seine Macht.

  • Nur um das hier einmal klarzustellen, wo die oben sagen, hubsibusbis, ist natürlich nicht Kindeswohl, die Passage davor ist aber ganz witzig:

    diese Passage:
    „… Und ganz wichtig: Beleidigen Sie den (Ex)Partner aufs Übelste, aber bitte nicht nachweisbar. Er soll ausrasten, wenn er sie sieht (optimal: Eskalation vorm Richter). Und werfen Sie mit Dreck: Schwere Alkoholiker mit abartigen Neigungen sind nicht gut fürs Kind.“

    1. Einen Aufruf zur üblen Nachrede (die Sache mit dem Alki), den StGB Artikel dazu habe ich in 10 Sekunden rausgesucht
    2. Aufruf zur Beleidigung (Beleidigen Sie den …, aber bitte nicht nachweisbar…)
    3. Aufruf zur Falschbeschuldigung einer Straftat (abartige Neigungen) [wenn auch nicht vor Polizei, so eingeschränkt]

    Das ist übrigens ganz normal, habe ich alles hinter mir…
    Danach, das mit dem Umgangsurteil, das da mal nicht befolgt werden soll, ist dann noch locker flockig ein Aufruf zur Rechtsbeugung…

    Das sind innerhalb von 2 Abschnitten mal nett und locker ganze 3 bis 4 Aufrufe zu einer Straftat. Die gibt es bei Anwälten, das machen die aber im stillen Kellerlein. Was hier angezeigt wird, ist eben, das man das ganz offen machen kann.

    Und nu ich, ich male jetzt ein Bild, male Blümchen drauf und schreibe drüber „Tötet Tante Hilde, wohnhaft in …, Sie setzt sich für Muslime ein“. Das ganze ist natürlich als Satire zu verstehen, die Blümchen zeigen an, dass es garnicht so gemeint war, sind sie doch ein Zeichen der Freundschaft…

    Den Richter möchte ich sehen, der das durchgehen lässt.

    „Sein Mandant ist nicht das Kind sondern ein Elternteil hier die Mutter.“

    Sein Mandant ist die Mutter, in deren INTERESSE der Anwalt zu handeln hat! Wenn es jetzt das Interesse der Mutter ist ein verstörtes Kind zu haben, dann sollten wir mal beim Cochemer Modell reinschauen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Cochemer_Modell

    Wird, nachdem die Akteure durch Akteurinnen erstzt wurden, nicht mehr angewandt… Na dann, auf zum Kindswohl…

    Doch auch, das diese Überlegungen überhaupt so angedacht werden können, zeigt wie wenig Väter hier an Lobby haben.

    • @ Kai Schön, mal wieder von Dir hier etwas zu lesen!

      „Das ganze ist natürlich als Satire zu verstehen, die Blümchen zeigen an, dass es garnicht so gemeint war, sind sie doch ein Zeichen der Freundschaft…“

      Mir geht es ohnehin auf den Keks, wie häufig verrohte Texte und Aussagen zu lesen sind, die dann aber natürlich als „Überspitzung“, als „Satire“ etc. zu verstehen wären.

      #KillAllMen #MenAreTrash Männer alle umbringen oder lieber alle in Umerziehungslager? (https://man-tau.com/2019/07/11/gender-empathy-gap-day/ ) Väter verleumden, Umgang vereiteln, Konflikte verschärfen, Kindern schaden, alles für einen guten Zweck.

      Warum eigentlich ist das Bewusstsein dafür verloren gegangen, dass man bei einer größeren Brisanz der Aussagen auch vorsichtiger formulieren muss? Wenn jemand „Schalke ist ne tolle Mannschaft“ schreibt und das ironisch meint, kann das ruhig schonmal daneben gehen – wenn jemand schreibt „Töte xy“ und das ironisch bzw. überspitzt meint, dann muss er schon dafür sorgen, dass das so auch verstanden wird.

      Das heißt: Dieses Spiel mit „Ironie“ ist seltsam selbstbezogen, auf die eigene Perspektive fixiert: Wenn die anderen sich aufregen, haben sie es halt falsch verstanden, ihre Schuld. Wenn jemand schlecht findet, was ich sage, dann kann es ja ohnehin nur daran liegen, dass ich falsch verstanden wurde….

      Ginge es Feministinnen tatsächlich um Autonomie von Frauen, dann würden sie solche Manöver nicht fahren. Denn eigentlich funktionieren sie jeweils lediglich durch ein stillschweigend zu Grunde gelegtes Weibchenschema: Ich bin doch bloß ein Mädchen, ich mein das gar nicht so.

      So auch, glaube ich, bei dieser Kanzlei. Der Phantasie der mütterlichen Unschuld ist so tief verwurzelt, dass die Akteure gar nicht auf die Idee kommen, eine Mutter, die sich systematisch destruktiv verhält, wäre dafür selbst verantwortlich. Irgendwie sind ganz gewiss die Männer (Väter! BGH!) daran schuld.

  • Okay, es kotzt mich zwar an, aber es gibt hier dermaßen viele offene Fragen und z.T. aus dem Wunschdenken herbeigezogene Interpretationen, daß ich heute abend wohl mal wieder die Arschkarte ziehen und mehrere überlange Kommentare verfassen werde.
    ( Mein Besuch morgen Mittag ist da recht tolerant und kennt das schon von mir, daß ich ab und zu mal mit knallroten Augen und ansonsten kaum vorbereitet vor’m PC hocke )

    Ich bitte die unbedarften Mitleser schon jetzt um Verzeihung dafür, daß sie einiges davon wahrscheinlich für dermaßen unglaublich halten werden, daß sie es möglw. unter Spinnerei abhaken. Noch unglaublicher, als das was @Lucas ganz oben vorsichtig und diplomatisch zu umschreiben versucht hat!
    Merke: Die schärfste Waffe im geheimen Sondergerichtsprozess ( und um nichts anders geht es hier! Das kann ich vorab schon mal verraten ) ist die absolute Unglaublichkeit!
    Und nein, es wird keine Belegsammlung dazu geben, weil das schon aus Zeitgründen gar nicht mehr möglich ist. Selbst wenn ich nur das Wesentlichste grob neu recherchieren wollte, würde das Tage, wahrscheinlich eher Wochen dauern.

    Auch persönliche Beispiele werden dabei viel zu kurz kommen, da ich die oft gemachte Erfahrung, von einigen Verbohrten ad hominem attackiert zu werden, was dann leicht in wutentbranntes Hick-Hack ausartet, nicht nochmal en Detail wiederholen möchte. Bringt nix, der Troll gewinnt in dem Fall immer, einfach weil er die Diskussion auf Idiotenniveau herunterzieht und damit ernsthaft interessierte Mitleser abschreckt.
    Das würde auch den gepflegten Gepflogenheiten hier auf Lucas‘ Blog nicht gerecht werden.

    Kurz: Es wird, so gesehen, eine nahezu reine Polemik werden. Allerdings eine umfangreich fundierte – nur: Das Fundament darf der geneigte Mitleser gern selbst auszubuddeln versuchen.
    Aber das ist mir wurst, wenn es denn zumindest ein paar Leute ein wenig zum Nachdenken anregt.

    Nicht mehr und nicht weniger.

    Bis gleich …

  • Ich verstehe euch alle und, ja, auch ich habe alles hinter mir. All diese Aufzählungen.
    Dennoch, wenn ich lese, diese Aufrufe sind Straftatbestände, dann bitte bringt es zur Anzeige. Vielleicht wird sie diese Anleitung dann von ihrer Site löschen. Aber wenn es zu keiner Maßnahme gegen sie kommt ist solch eine Anleitung zulässig und dann lieber offen als hintenrum.

    Im Übrigen gibt es das gleiche Verhalten von Anwälten und Vätern, die die Mütter ausgrenzen. Es sind die Eltern die ihre eigenen Kinder verbrennen.

    Die Verteidigerin eines Vergewaltigers erklärte vor Gericht, dass das Mädchen dies genauso wollte. Auch dagegen echauffierten sich einige und auch ich finde dies schrecklich. Aber unser Rechtssystem ist, soweit ich es verstehe, eben in diesem Sinne aufgebaut, bewußt so aufgebaut.

    Sollte sich ein Anwalt hier befinden könnte dieser etwas Klärendes dazu sagen.

    Ich finde die offene Darstellung der Kanzlei gut! Sie sagt klar was Sache ist, wie schäbig sich Elternteile verhalten müssen um sich finanzielle Vorteile zu sichern und zeigt klar, dass es ihnen eben nicht um das Kind geht.

    Ich für mein Teil wünsche mir noch mehr solch offene Darstellungen. Diejenigen, die ich in der Pflicht sehe sind die Ämter, Gericht und Jugendamt. Hoffentlich lesen viele Richter und Sozialarbeiter diese Anleitungen und finden sie ebenso niederträchtig wie ihr und ich und stellen sich dann gegen diese Art von Eltern oder denken, aha jetzt kommt der Anwalt, der eskaliert und entscheidet dann eben nach anderen Gesichtspunkten.

    Also werde ich die Seite und den Artikel von Lucas an alle meine Bekannten verteilen auch denen, die glücklich verheiratet sind und keine Berührungspunkte mit unserem Familienrecht haben und auch nicht wissen was PAS ist. Wenn sie diese Anleitung aber lesen werden sie sich fragen was das soll und sensibel was los ist in unserem Familienrecht.

  • Vorab auf die Schnelle schon mal ein wenig Terminologie:

    „Wechselmodell“
    Ein gezielt mit niederem Geschäftsinteresse eingeführter falscher Begriff, der suggerieren soll ( und das auch sehr erfolgreich schafft! ), daß das Kind gar kein „richtiges Zuhause“ hat, sondern ständig hin- u. her- und aus „seiner Familie“ ( bei der Mutter natürlich ) gerissen wird.

    Daß sich selbst alterfahrene Kinderrechtler ( meist wohl einfach aus falsch verstandener Pragmatik ) anhand dieses unsinigen Begriffes am Nasenring durch die Manege der Kinder- u. Sorgehändler zerren lassen, ist zwar sehr schade, aber es interessiert scheinbar so gut wie niemanden.
    Wer Lust hat, mal die Zahlen nachzuvollziehen, kann selbst übliche Beispielrechnungen aufstellen und wird, ein wenig Sorgfalt vorausgesetzt, selbstständig ermitteln können, daß die klassische Einzelresidenz DAS Modell ist, welches eben jene o.a. negativen Folgen zeitigt, da es die meisten Wechsel und den wenigsten familiären Zusammenhang mit den Eltern generiert.

    Korrekt wäre der Terminus „paritätische Doppelresidenz“, auf deutsch etwa die „Zwei-Zuhause-Regel“. Da wird nichts hin- u. her- und noch weniger aus seinem Zuhause gerissen. Das Kind begibt sich lediglich regelmäßig von einem Teil seines, räumlich geteilten, doppelten Zuhauses in den jeweils anderen, ähnlich wie von der Küche in das Wohn- oder Kinderzimmer, oder von der Scheune in den Kuhstall 😉 .
    Wesentlich dabei ist der Erhalt beider Elternteile, also, daß keiner von beiden zum familienfremden Zwangsbesuchsonkel degradiert und somit eklatant ggü. dem Kind herabgesetzt wird.

    Wer sich dazu näher informieren möchte, kann das z.B. auf den Seiten von twohomes.org gern tun:
    https://www.twohomes.org/category/news-de/?lang=de

    Daß auch diese Organisation gelegentlich dazu neigt, Dinge in flachverstandener Diplomatie ein wenig schönzureden, kann man diesem PDF entnehmen,
    https://www.jugendhilfeportal.de/fileadmin/user_upload/fkp_quelle/pdf/ICSP_Presseinformation_DE_2015-12-23.pdf
    … in welchem leider falsch unterstellt wird, daß die PD auch in der psychologischen u. juristischen Praxis anerkannt wäre, was – leider, leider – überhaupt nicht stimmt. Lediglich die Kindschaftsforschung erkennt die PD als im Schnitt bestes aller gemeinsam-getrennterziehen-Modelle ( gleich nach dem – meist an den Alltagsvoraussetzungen schon scheiternden – Nestmodell ) an.

    Siehe auch:
    https://www.doppelresidenz.org/page/decisiondatabaseposts/doppelresidenz-kann-auch-erstmals-angeordnet-werden-bringt-mehr-stabilitaet-ins-leben-der-kinder-kinder-profitieren-von-der-unterschiedlichkeit-der-eltern-22.php?n=0

    https://vaeteraufbruch.de/fileadmin/_migrated/content_uploads/PAPAYA-PDR-201209-Leitartikel-AH.pdf

    https://www.vafk-koeln.de/beratung/wechselmodell-doppelresidenz.html

    Ein paar kontroverse Diskussionsbeiträge dazu:
    http://www.vaterlos.eu/category/paritaetischedoppelresidenz/

    Ein Fachbeitrag von Jan Piet de Man ( auch als PDF zu downloaden ):
    https://www.researchgate.net/publication/320267909_Das_Wechselmodell_paritatische_Doppelresidenz_und_das_KindeswohlEntwicklung_und_Erfahrungen_in_Belgien_und_anderswo

    Und noch eine populistische, wohlmeinende, allerdings von vornherein fruchtlose, „Petition“ dazu, die aber ein paar interessante Nebenaspekte liefert, bspw., daß es dem „Petenten“ gerade mal gelungen ist ganze 47 Unterstützer zu erreichen.
    https://www.openpetition.de/petition/online/schluss-mit-unterhalt-im-paritaetischen-wechselmodell-bgh-verfehlt-einfache-und-gerechte-loesungen

    Und noch einen hochinteressanten Begriff gälte es einmal zu beleuchten, nämlich das sog. „Kindeswohl“.
    Noch so ein Kampfterminus, der gerade auf der juristischen und institutionellen Ebene eine perfide Universalwaffe darstellt.
    Im obigen Artikel zitiert Lucas die Perversion „im wohlverstandenen Interesse des Kindes“ wäre“ , des BGH, die übrigens keineswegs ein „Versehen“, oder gar eine „Ausnahme“ ist. Der BGH betreibt solche eklatanten Begriffsverwirrungen mit deutlich ermittelbarem Vorsatz. Ein anderes, noch leichter zu erkennendes Beispiel wäre die BGH-Begriffsschöpfung: „Objektives Kindeswohl“ vs. „subjektive Interessen des Kindes“, welche die rechtlichen Inhalte der Termini um satte 180° in Gegenrichtung verdreht.

    Tatsache ist, daß das höhere Recht, ab GG aufwärts eindeutig die besten Interessen des Kindes definiert, sie sind objektiv feststellbar und in den entsprechenden Rechtswerken niedergelegt. Bspw. im vom Individualrecht auf Wohnung und Familie ( UNmrk ) abgeleiteten Recht des Kindes auf seine Eltern ( UNkrk ), welche beide in D. von der Exekutive ( Jurisdiktion ) in der Spruchrechtspraxis NICHT anerkannt werden.

    Ein sog. „Kindeswohl“ hat mit diesem objektiven Recht überhaupt gar nichts zu tun. Sondern ist – und da gibt es Auslegungsbeispiele in Begründungen von Gerichtsurteilen zu – eine persönliche Meinungsäußerung desjenigen, der es ausspricht und somit unter „Meinungsfreiheit“ grundrechtlich geschützt, somit unangreifbar (!), selbst wenn es zu Verbrechen unverkennbar gegen die Menschlichkeit ermuntert, oder solche „rechtfertigt“.

    Einfaches Beispiel eines fiktiven, aber sehr oft ähnlich gelesenen Satzes irgendeines ASD/KSD/RSD- Sachbearbeiters ( vulgo „JA-MA“ ): „Aus hiesiger fachlicher Sicht entspricht ein Aufenthalt des Kindes beim Vater nicht dem Kindeswohl“.
    Selbst wenn der Vater das Kind jahrelang und durch Belege gesichert liebevoll versorgt hat und die Mutter einen absolut nicht kindgerechten Lebenswandel führt, darf die JA-MA das jederzeit behaupten und kann dafür juristisch unmöglich belangt werden. Gleiches gilt für alle Beteiligten und Mitwirkenden im FamVerfahren, inkl. Richter.

    Grob verkürztes Gegenbeispiel, das man so sicherlich nie lesen wird: „Sich bei den Eltern aufzuhalten ist nicht im besten Interesse des Kindes!“
    Vorausgesetzt, daß keine objektiven Beweise in dem ganz speziellen Fall vorliegen, welche eine existenzielle Gefahr für das Kind durch beide Eltern zweifelsfrei nachweisen, wäre diese Formulierung strafwürdig, weil objektiver Rechtsbruch.

    Im Russischen werden die besten Interessen des Kindes sogar als „Garantie der besten Interessen des Kindes“ übersetzt, was den höherrechtlichen Druck auf potentielle Beteiligte und Mitwirkende im Verfahren erhöhen soll. Mag auf den ersten Blick leicht schräg klingen, macht letztendlich aber Sinn, wenn man es mit dem Hintergrund der Art. 1-18 GG in Relation setzt ( Grund- u. Abwehrrechte, welche auch sicherstellen sollen, daß der Staat – sowohl als staatliche Gemeinschaft – wir alle, siehe Art.6[2], Satz zwei – als auch als institutionelles Wesen – Ämter, Gerichte, Politik etc. – verpflichtet ist, jede willkürliche Mißbräuchlichkeit des Rechts an sich, strikt zu vermeiden, resp. abzustellen und zu unterbinden ).
    Wäre natürlich schon schön, wenn es einen solchen Rechtsstaat bei uns tatsächlich gäbe, aber dazu kommen wir später.

    Und, soviel zum Abschluss der Vorabinfo, die hier von einigen hier mehr oder weniger implizit unterstellte „Ahnungslosigkeit, Amateurhaftigkeit, Schlampigkeit“ des BGH ist eine illusionäre Fluchtreaktion in die Fatalität.
    Es gibt kein „Versehen“ auf dieser Ebene der exekutiven Jurisdiktion!
    Jeder BGH-Richter hat zwei Staatsexamen in Jura, einen Amtseinführungseid abgelegt und jede Menge Erfahrung ( von einer selbstständigen Fortbildungspflicht mal ganz zu schweigen ) und ist somit verpflichtet, sich mit dem Themenbereich umfassend vertraut gemacht zu haben.

    Salopp gesagt: Wenn ein aktiv denkbehinderter Ex-Hilfsarbeiter wie ich das hinreichend recherchieren und begreifen kann, dann muß ein Richter ( besonders natürlich ein BGH-Richter ) das vollständig und jederzeit anwendbar verinnerlicht haben! Das darf und muß der Rechtsuchende von ihm jederzeit und vollumfänglich erwarten!
    Nur, wird genau das leider in keinem deutschen Studium, keiner Fortbildung und bei keiner Beförderung gelehrt oder gar überprüft!
    Und das bei einem so einfachen und naheligenden Sachverhalt, daß es keine andere sinnvolle Erklärung dafür gibt, als den unbedingten politischen und ökonomischen Willen in Legislative und Exekutive selbst ( und mehr als diese beiden habe wir in D. nunmal nicht, aber das ist auch schon wieder ein Vorgriff, den ich später genauer ausführe )!

    Sodele, das eben mal kurz vorweg, nachher geht es tiefer in’s Eingemachte.

  • @Lucas: Kannst Du mal nachschauen, ob mein zweiter Kommentar irgendwo im Filter klemmt, oder so? Ich hatte ihn abgeschickt, da bin ich mir recht sicher.
    Es ging dabei um die schon hier erkennbar fehlgeleitete Terminologie zu den Begriffen „Wechselmodell“ und „Kindeswohl“. Sollte sich der Text retten lassen, kann dieser Kommentar selbstverständlich weg.
    Danke im Voraus!

  • Dank an die Rechtsanwaltskanzlei Wendelmuth!
    Das meine ich ernst, meinen aufrechten Dank!
    Vielen Dank an die beiden Familienanwältinnen der Kanzlei!

    Seit Jahren erzählen mir spinnerte Feministinnen, dass Mütter die Kinder nicht mit in den Krieg hineinziehen, denn Mütter schaden ihren Kindern nicht!
    Seit Jahren erzählen mir die gleichen Feministinnen, dass es diese „angeblichen“ Falschbeschuldigungen gegen Väter nicht gibt, weil Mütter ja damit den Kindern schaden würden. Warum sollte eine Mutter sowas machen.
    Seit Jahren erzählen mir Feministinnen, das Frauen vor der Gewalt der Männer geschützt werden müssen, besonders bei Trennung.
    Und nu dieser Hammer der Kanzlei, Danke Danke Danke!!!

    All das konterkarriert die Kanzlei Wendelmuth hier offen und zeigt den Frauen, dass sie zum äussersten greifen sollen, inklusive von Straftaten. All das im Kampf um das heilige Kind!
    Nicht das wir das Verhalten nicht auch vom Verband Alleinzerstörender Mütter kennen, aber hier mal so klar ausgedrückt! Hammer

    Frau Flachanwältin Wendelmuth sagt bestimmt auch ihren Kindern, wenn Du an das Eis oben im Gefrierschrank möchtest, dann kannst Du den Schrank unten öffnen, danach die Schublade mit den Messern und hochklettern, danach dann auf die Arbeitsplatte neben der Brotschneidemaschine steigen, dich vorn über beugen und die Gefrierschranktür öffnen, hernach dich um den Kühlschrankeck beugen und das Eis rausholen. Aber, Du kleiner süsser 4-jähriger weisst ja, von Eis kriegt man Karies!

    Natürlich würde jedes Jugendamt sofort sagen, klar, gut gemacht Mutter Wendelmuth! Denn schliesslich hat sie ja gezeigt, das Eis essen gefahren (Karies) birgt!

    Man kann nur hoffen, dass alle Väter, deren (Ex-)Frauen von der Kanzlei Wendelmuth vertreten werden obigen Text finden (schön wären hier noch die Screenshots), wenn ihre Frauen ein solches Verhalten zeigen. Wenn dann der Richter weiter den Kindersoldaten an Muttergeneral gibt, dann sollte man auch hier sofort in Berufung gehen…

    PS:
    Demnächst auf RTL, „Holt mich hier raus, ich bin eine Mutter!“, in der ersten Folge Frau Quandt, oder besser Frau Göbbels, mit Liveschaltung in den Führerbunker (wird sie es schaffen das Kindeswohl über ihre Interessen zu stellen? Wir sind gespannt und bleiben drann!)

    • habe vergeblich auf der Rechtsanwaltskanzlei Wendelmuth! Webseite gesucht. Nix gefunden. Wer hat einen Link ? Und wo ist dieser Schoppe Kommentar ?

    • Ein durchaus interessanter Ansatz (Zitat: Man kann nur hoffen, dass alle Väter, deren (Ex-)Frauen von der Kanzlei Wendelmuth vertreten werden obigen Text finden (schön wären hier noch die Screenshots), wenn ihre Frauen ein solches Verhalten zeigen. Wenn dann der Richter weiter den Kindersoldaten an Muttergeneral gibt, dann sollte man auch hier sofort in Berufung gehen…). Zu überlegen wäre, wie man das in die Öffentlichkeit bringen kann, um die damit konfrontierten Väter zu erreichen. Das dürfte dann relativ unangenehm für die Kanzlei werden, und die schönen, gewonnen Preise wären auf längere Zeit dahin… Schade, dass es keine Organisation „Medienmänner“ (äquivalent zu den „Medienfrauen“) gibt (das wäre aber natürlich total sexistisch ;o)…
      Aber vielleicht reicht es einfach auch mal ein Anzeige in der lokalen Presse zu schalten, rechtlich abgesichert, natürlich…

  • Die Schuld auf den BGH abschieben zu wollen ist natürlich albern. Und die Konkretheit der Empfehlungen auch. Aber ein Rechtsanwalt ist nun einmal den Interessen seines Mandanten verpflichtet, inklusive der Pflicht zum Hinweis auf eventuelle negative Konsequenzen. Ich kann Dir jedenfalls sagen, dass ich jeden Mandanten mit einer Kindschaftssache auf die beschriebene Logik des Familienrechts aufmerksam mache: Wer das Kind hat, dem nützt Streit und wer es nicht hat, dem nützt Harmonie.
    Ich erkläre Mandanten dann übrigens in der Regel auch, dass Gerichte quasi nie irgendwas durchsetzen, sondern eigentlich nur einen Status-Quo der (Macht-)Verhältnisse ordnen und festschreiben. Kindschaftssachen werden nicht vor Gericht gewonnen oder verloren.

    Und wenn jemand mit dem Kindeswohl argumentiert, dann sei darauf hingewiesen, dass diese Logik des Familienrechts ein direkter Ausfluss vor allem des Kontinuitätsprinzips als Ausgestaltung des Kindeswohls ist. Dem Kind soll erspart werden ständig erzwungen hin und her zu wechseln. Damit gehen nämlich immer Bindungsveränderungen oder -abbrüche einher, die wohl der kindlichen Entwicklung tatsächlich sehr abträglich sind.

    Schließlich trifft es auch nicht zu, dass Anwälte finanzielle Anreize zu maximalem Streit haben. Für einen Entzug des Sorgerechts gibt es nicht einmal eine Einigungsgebühr. Gut fürs Geschäft sind aber tatsächlich eine Vielzahl von Verfahren. Nur bekommt man die nicht, wenn die Eltern wirklich richtig streiten. Sondern wenn sie immer wieder spätestens im Gerichtssaal kooperieren, aber ansonsten in vielem nicht einig sind. Und letzteres wird bei Leuten, die sich immerhin mit allen Konsequenzen getrennt haben, weil es miteinander nicht mehr geklappt hat, eher die Regel als die Ausnahme sein. Und je mehr sich beide im Interesse des Kindeswohls einbringen, um so eher streiten sie darüber. Aber ich glaube nicht, dass auch nur eine nennenswerte Menge an Kollegen darauf hinarbeiten. Dafür wechseln familienrechtliche Mandanten zu gerne die Anwälte.

    Was aber finanziell reizvoll sein dürfte, ist eine schöne Polemik mit gutem Echo in sozialen Medien und Blogs. Die Verlinkung durch ein ernsthaftes Blog wie dieses hier ist bares Geld wert.

  • Na gut, das ganze noch einmal von vorn. Vorhin ist ein Vorabkommentar von mir offenbar im Datennirwana verschwunden, an dem ich ( „nur mal eben auf die Schnelle“ ) rund zwei Stunden herumgefeilt hatte. Ärgerlich, da der zweite Versuch meistens deutlich schlechter ausfällt. Nützt nix, geht los ( diesmal in .odt gesichert ):

    Ein wenig Terminologie vorab:

    „Wechselmodell“
    Ein Kampfbegriff der Kinder- u. Sorgehandelsbranche, der leider auch von Kinder-, Eltern-, Familien- u. Männerrechtlern ( meist wohl in falschverstandener Pragmatik ) unkritisch repetiert wird, offenbar ohne zu merken, daß sie daran am Nasenring durch die Manege des Geschäftsinteresses gezerrt werden.
    Er suggeriert ( und zwar überaus erfolgreich! ), daß das Kind ständig hin- u. her- u. aus seiner Familie ( natürlich üblicherweise nur bei der Mutter ) gerissen wird und somit vom wohlbehüteten Heim in eine gefährliche Fremdwelt wechseln muß.
    Tatsächlich trifft diese ( implizite, aber ganz deutliche ) unterschwellige, emotionale Definition nur auf das „klassische“ 12+2-Modell zu ( die Einzelresidenz ), oder auf sog. Begleitete Umgänge, die tatsächlich meist bewachte o. hart kontrollierte und z.T. zensierte Kurz-Besuche unter unwürdigen Bedingungen sind, was deren originären Aufgaben diametral widerspricht.
    Wer mag, kann das an ein paar selbsterdachten fiktiven Beispielen nachrechnen, etwas Sorgfalt vorausgesetzt. Auch auf soziologischem u. pädagogischen Gebiet dürfte das unschwer nachzuvollziehen sein. Um ein Kind großzuziehen reichen Minimalkontakte alle paar Wochen schlicht nicht aus, wie jeder Elternteil garantiert unzweifelhaft bestätigen kann.

    Es geht hier also nicht im geringsten um DAS „Wechselmodell“, sondern um die paritätische Doppelresidenz! Übersetzt ungefähr „das Zwei-Zuhause-Modell“!

    Dabei begibt sich das Kind lediglich mehr oder weniger regelmäßig von einem Zuhause in das ( leider räumlich getrennte ) andere, ähnlich dem Wechsel von Küche ins Wohnzimmer, Kinderzimmer o.ä.. Oder vom Garten in die Scheune oder den Kuhstall … 😉

    Ein Herausreißen aus der Familie findet nicht statt!
    Und – je nach Alter des Kindes und Aushandlungsfähigkeit der Eltern, sind die „Wechsel“ z.T. erheblich seltener, als bei der Einzelresidenz. Noch optimaler wäre das sog. Nestmodell ( die Eltern wechseln, das Kind bleibt in [s]einem Zuhause ), welches aber an den Alltagsgegebenheiten und Möglichkeiten der allermeisten Eltern scheitert.

    Wer sich dazu mal etwas näher informieren möchte, mag einen der folgenden Links anklicken:
    https://www.twohomes.org/category/news-de/?lang=de

    https://www.jugendhilfeportal.de/fileadmin/user_upload/fkp_quelle/pdf/ICSP_Presseinformation_DE_2015-12-23.pdf

    ( an dem PDF kann man übrigens recht gut ablesen, daß auch twohomes.org dazu neigt sich die Verhältnisse ein wenig schönzulügen. Dort steht bspw., daß die juristische u. psychologische Praxis die PD anerkennen, was schlicht überhaupt nicht stimmt. Lediglich die Kindschaftsforschung stimmt mit der PD überein. Juristen und Psychologen agieren i.d.R. nach Geschäftsinteresse und das orientiert sich grundsätzlich am abzuschöpfenden Profit, vollkommen ungeachtet der besten Interessen des Kindes )

    https://www.doppelresidenz.org/page/decisiondatabaseposts/doppelresidenz-kann-auch-erstmals-angeordnet-werden-bringt-mehr-stabilitaet-ins-leben-der-kinder-kinder-profitieren-von-der-unterschiedlichkeit-der-eltern-22.php?n=0
    ( eine der sehr seltenen Ausnahmen der exekutiven Rechtsprechung )

    https://vaeteraufbruch.de/fileadmin/_migrated/content_uploads/PAPAYA-PDR-201209-Leitartikel-AH.pdf

    https://www.vafk-koeln.de/beratung/wechselmodell-doppelresidenz.html

    http://www.vaterlos.eu/category/paritaetischedoppelresidenz/
    ( da finden sich einige kontroverse Diskussionen unter den Beiträgen, z.T. auf unterirdischem Niveau )

    https://www.researchgate.net/publication/320267909_Das_Wechselmodell_paritatische_Doppelresidenz_und_das_KindeswohlEntwicklung_und_Erfahrungen_in_Belgien_und_anderswo
    ( Fachdarstellung von Jan Piet de Man )

    https://www.openpetition.de/petition/online/schluss-mit-unterhalt-im-paritaetischen-wechselmodell-bgh-verfehlt-einfache-und-gerechte-loesungen
    ( eine sicherlich wohlmeinende, populistische, ziemlich dilettantische und am Ende auch völlig fruchtlose „Petition“, die aber ein paar Randaspekte aufzeigt, bspw. daß der „Petent“ es gerade mal geschafft hat, ganze 47 Unterstützer zu aktivieren ).

    Der zweite, üblicherweise unreflektiert ( und falsch ) übernommene Begriff ist das sog. „Kindeswohl“.
    DIE Universalwaffe der Streitbewirtschaftungsbranche!
    Eine gezielte, man könnte ohne Übertreibung sagen vorsätzliche, Falschübersetzung des objektivierbaren Begriffs „beste Interessen des Kindes“ ( best childs interests ).
    Das hat pragmatische und juristische Gründe!
    Ein „Kindeswohl“ ist eine ganz persönliche Meinungsäußerung desjenigen, der es ausspricht und somit juristisch unangreifbar, selbst wenn dadurch die unverbrüchlichen Rechte des Kindes ( verbal ) vollständig negiert werden. Das fällt hier in D. unter „Meinungsfreiheit“ und ist somit grundgesetzlich vollumfänglich geschützt.

    Einfaches Beispiel:
    Eine Sachbearbeiterin eines AsD/KsD/RsD ( im folgenden vulgo „JA-MA“ abgekürzt ) äußert in ihrer bürgermeisteramtlichen Stellungnahme den fiktiven, aber sehr oft ähnlich gefundenen Satz: „ Aus hiesiger fachlicher Sicht entspricht ein Aufenthalt des Kindes beim Vater nicht dem Kindeswohl“.
    Dann darf sie das und niemand kann ihr dafür etwas an’s Zeug flicken! Das gilt auch für jeden anderen im Verfahren Beteiligten oder Mitwirkenden, inkl. Richter.
    Und zwar auch dann, wenn der Vater jahrelang und felsenfest belegt vorbildlich das Kind umsorgt hat und nichts gegen ihn vorliegt, während die Mutter einen absolut nicht kindgerechten Lebenswandel führt!
    Meinungsfreiheit halt. Dazu gibt es Strafrechtsurteile, die das knallhart belegen!

    Würde sie statt dessen schreiben ( ganz grobes, eigentlich nie zu findendes Beispiel ):
    „Der Aufenthalt bei seinen Eltern ist gegen die besten Interessen des Kindes“,
    so müßte sie für den ganz speziellen Fall schon nachweisen, daß eine mehr oder weniger akute, existenzielle Gefahr für das Kind bei beiden Eltern besteht. Ansonsten würde sie sich strafbar machen ( Grundrechtsbruch ).
    Im Russischen heißt es sogar: „Garantie der besten Interessen des Kindes“!
    Das mag auf den ersten Blick etwas schräg klingen, macht aber Sinn, wenn man es in Relation zu den Hintergründen der GG-Artikel 1-18 ( sog. Grund- u. Abwehrrechte ) setzt.
    Es soll den Druck erhöhen und institutionell Handelnde ermahnen, das Recht selbst nicht rechtsmißbräuchlich gegen die Rechtssubjekte anzuwenden. Analog zum Art.6(2), Satz 2 GG ( „Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“ ), welcher die staatliche Gemeinschaft, also zunächst uns alle, aber auch den Staat und sämtliche dazugehörigen Institutionen an sich, selbstverpflichtend adressiert ( um den Inhalt des Satzes 1 [ „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“ ] ) zu gewähren, garantieren [!]und darüber sorgfältigst zu wachen ).

    Lucas zitiert im obigen Artikel den BGH mit dem schon arg pervertierten Satzteil:
    „im wohlverstandenen Interesse des Kindes“. Ein weiteres Beispiel für die vorsätzliche Willkür des BGH wäre die diametral sinnentstellte Kombination: „objektives Kindeswohl“ vs. „subjektive Interessen des Kindes“, welche sich beide in einer Entscheidungsbegründung tatsächlich genau so finden lassen.
    Das ist KEIN Versehen, auch keine Schlampigkeit oder auch nur Fahrlässigkeit, sondern unzweifelhaft gezielter Vorsatz, um die ordnungsgemäße Verwendung der richtigen Begriffe zu verhindern/verunmöglichen!
    Denn: Gerade im sensibelsten Bereich der Rechtsanwendung ( welche wir in D. defakto gar nicht haben, sondern statt dessen eine exekutive politische Jurisdiktion, aber das ist ein anderes Thema, das der Rechtsuchende nicht kennen muß; vielleicht später noch ein paar Worte dazu ), wenn es um das einzige weltweit akzeptierte Gruppenprivileg ( Sorge und Schutz ) der schwächsten Bevölkerungsgruppe geht, darf und muß man sich darauf verlassen, daß die vom Souverain beauftragten Personen, besonders in so gehobener, hochermächtigter Position, hinreichend aus- u. fortgebildet sind, immerhin haben sie zwei Staatsexamen abgelegt ( plus Praktika ), damit Richteramtsbefugnis erlangt, sind selbstständig fortbildungspflichtig und haben auf Grundgesetz und höheres Recht einen Amtseinführungseid abgelegt ( der mittlerweile von den meisten mehr als eine Art „folkloristischer Mummenschanz“ betrachtet, verachtet und mit Füssen getreten wird ).
    Selbstverständlich ist mir schmerzhaft bewußt, daß all das im gemeinen Wesen D. nicht nur nicht ernst genommen, sondern vollkommen willkürlich negiert wird. Das ändert aber weder am Recht, noch am Gesetz, noch an der realen Praxis irgendetwas. Tatsächlich ist es so, daß es schon im Studium keinen ordentlichen Ausbildungsgang Familienrecht gibt. In den letzten Jahren werden hie und da ein paar „Fachkurse“ angeboten, das war es auch schon. Am Ende landen die schlechtesten Jurastudenten auf der Schiene, weil sie mehr einfach nicht geschafft haben. D.h.: Es gibt auch keine vielbeschworene „Bestenauslese“!
    Sondern rein politischen Proporz und eine dazugehörige Narrenfreiheitskappe auf Lebenszeit!

    Damit sind wir beim letzten Begriff, den es zu klären gilt und von dessen Verwendung ich jedem, der auch nur mit einem möglichen Verfahren in nächster Zukunft rechnen muß, dringendst abrate!
    „Geheimes Sondergericht!“
    Diese Gerichtsform ist, soweit mir bekannt, ungefähr seit dem Ende des „zwölfjährigen Reiches“ international geächtet und ausdrücklich im UN-Raum verboten!
    Und doch existiert sie hier, mitten unter uns und feiert fröhliche Urständ!
    Nämlich in Form der Amtsgerichte/Familiengerichte!
    Die dazugehörigen Kriterien:
    Es gibt KEINE öffentliche Kontrolle!
    KEIN gesichertes Protokoll!
    KEINE gesicherte Anhörung!
    KEINE Zeugen(zulassungs)pflicht!
    KEINE Beweispflicht!
    KEINE Dienstaufsicht!
    KEINE gesicherte Beschwerdemöglichkeit!
    KEINE Weiterleitungs- o. Meldepflicht bei Straftaten!
    KEINEN Ankläger ( Staatsanwalt )!
    KEINEN Verteidiger!

    Dafür aber bis zu lebenslängliche ( sic! ) Urteile, die aber wohlweislich NICHT im Namen des Volkes gesprochen, sondern im Namen des Richters willkürlich ( per Dezernatsbeschluss ) verhängt und niemals überprüft werden!
    Tatsächlich ist es auch vom BverfG anerkannt und festgestellt, daß JEDER nennenswerte Eingriff in die Menschen- u./o. Kinderrrechte nur in mildester Form UND nach Ausprobieren und Versagen der milderen Alternativen überhaupt erfolgen kann UND dann zum Zwecke der möglichst schnellen „Heilung“ regelmäßig überprüft werden muß. Nur hält sich NIEMAND daran! Das BVerfG hatte auch festgestellt, daß die Kinderrechte nach Unkrk im GG fest verankert sind, im Range eines „einfachen“ Bundesgesetzes stehen ( also etwa die gleiche Rechtskraft entfalten, wie das BGB, oder das StGB ) UND vorrangig vor den entsprechenden Vorschriften für adulte Personen beachtet werden müssen!
    Aber auch das interessiert keinen exekutiv tätigen Juristen! Im Gegenteil fährt die Legislative in D. regelmäßig millionenschwere Agit-Prop-Kampagnen unter dem Slogan „Kinderrechte ins Grundgesetz“, mit dem Ziel dieselben mittels selbstgebastelter Pseudorechte ( z.B. Recht auf TV ) aus dem nationalen Recht zu verdrängen!
    Und viele von Entsorgung bedrohte Elternteile fallen darauf herein und unterstützen diese Willkür gegen ihre Kinder noch ahnungsloserweise!
    Und die hiesige Strafjuristik spielt da komplizenhaft mit. Strafanzeigen dagegen werden per „kurzem Dienstweg“ ( Festnetztelefon ) in den Shredder verschoben, oder umgedreht ( wenn Juristen sich von der Wahrheit beleidigt fühlen ) und zu Restriktionen gegen den Beschwerdeführer ( und dessen Kind) verwandelt!

    Soviel erstmal vorab. Jetzt lese ich den ganzen Thread komplett noch einmal und hangel mich dann mal anhand von Zitaten von oben nach unten durch.

    • Sodele! Nachdem der zweite Versuch einer einleitenen Begriffsfindung denn doch glücklicherweise angekommen ist ( Danke @Lucas! Nochmal wäre auch heftig geworden, wahrscheinlich noch länger und kein Stück besser ), kommen wir jetzt

      Zum Artikel:
      „Trotz ausdrücklichem Hinweis auf eine überspitzte Darstellung haben einige Leser gemeint, dass wir ein Verhalten empfehlen, das eine Kindeswohlgefährdung bedeuten könnte. Das ist natürlich nicht der Fall.„

      Nun, nach dem durchschnittlichen Rechtsverständnis des Normalbürgers IST es selbstverständlich sehr wohl eine KWG!
      Aber als Mensch mit Richteramtsbefugnis ( Volljurist ) kann man natürlich über das Wissen verfügen, es anders zu interpretieren.
      Man kann der Meinung ( und die ist frei ) sein, daß es eben grundsätzlich keinen Schaden anrichtet und sich zusätzlich auf den Standpunkt zurückziehen, daß es ja nur um sein eigenes „Kindeswohl“ ginge, welches nicht auf ( Kinder ) andere(r) Leute zutreffen muß. Das könnte so justitiabel sein, in diesem Staate.

      Edith Schwab, seinerzeit Vorsitzende des VAMV, riet der Journalistin Tina Klopp ( „Brigitte“ ), auf die Frage, wie man dem Kind die bevorstehende Entsorgung des Vaters am besten erkläre ( wörtlich ): „Dann lassen Sie den Vater doch einfach sterben!“.
      Und Frau Schwab ist immer noch, soweit mir bekannt, hochgeschätzte Funktionärin ( auch im djb, wenn ich mich nicht irre ) und politisch beratende Lobbyistin der Alleinerziehungsbranche.

      „Will die Mutter das Wechselmodell nicht, weil sie der festen Überzeugung ist, dass das Kind bei ihr besser aufgehoben ist oder weil sie weiterhin den vollen Unterhalt bekommen möchte oder weil sie glaubt, dass der Vater das Wechselmodell nur will, um Unterhalt zu sparen, zwingt der BGH sie, das Verhältnis zum Vater zu verschlechtern.„

      Das ist arg dreist! Tatsächlich verstehen sich die zuständigen Richterdarsteller des BGH und Frau Wendemuth wahrscheinlich ganz prächtig, bauen sie doch das gleiche potempkinsche Dorf auf. Nur mit leicht anders bemalten Fassaden.
      Tatsächlich ging es dem BGH darum mal ein wenig proforma Aktivismus zum Thema Gleichberechtigung in Kombination mit dem „wohlverstandenen Kindesinteresse“ ( ha ha! ) zu entfalten. Allerdings hat er da auch wohlüberlegt eine Hintertür aus Gummi eingebaut. Und das wohlwissend, daß dieselbe von Wendemuth&Co sofort erkannt und geschäftstüchtig genutzt werden würde! Es gibt keine Zufälle, Versehen oder Schlampigkeiten auf dieser Ebene der Politik ( und um nichts anders handelt es sich ). Natürlich weiß man ( ansonsten unbekannterweise ) voneinander und bedient die gleichen lobbyistischen Geschäftsinteressen!
      Kurz: Der BGH zwingt die Lobbyanwältin nicht, ermuntert sie aber implizit zu genau diesem Verhalten! Und selbstverständlich kommt dann auch ( quasi auf stillen Zuruf ) genau das!
      BGH ist Anwalts Liebling!
      Alte Regel zum Thema „Verschwörungstheorie“: Solche Leute brauchen keine Verschwörung, sie wissen auch so was sie zu tun haben!

      Lucas schreibt dazu:
      „Wenn hier aber das Verhalten beschreiben wird, zu dem der BGH Mütter angeblich zwinge, dann arbeitet dieser Text – wohl ungewollt – die Logik heraus, mit der eine Doppelresidenz sich blockieren lässt, indem die Interessen der Kinder systematisch verletzt werden.“

      Garantiert genau so gewollt, da kann es überhaupt keinen vernünftigen Zweifel dran geben!
      Ob es Sinn macht, derartiges als „eine Logik“ zu bezeichnen ( als Holist meine ich nein ), sei dahingestellt. Rein rechtlich betrachtet hört exakt hier aber jedes persönliche „Kindeswohl“ auf. Du selbst schreibst ja ganz richtig: „indem die Interessen der Kinder systematisch verletzt werden.“
      Das ist eindeutig ein eklatanter und vorsätzlicher Rechtsbruch! Ein Mensch mit Richteramtsbefugnis hat den Unterschied zu kennen, oder man kann seinen Juraabschluss als Fake in die Tonne treten! Denn auch ein ( noch so schlechter ) RA ist ein Mensch, lebt in diesem Staat und fällt damit ausdrücklich unter das Gebot von Art. 6(2),S.2. W.h.: Als Mitglied der staatlichen Gemeinschaft MUSS der Mensch, ( gerade als fachlich angebl. vorgebildeter! ) seinen angemessenen Anteil daran leisten, den Inhalt des Satzes 1 zu gewährleisten!
      Anwalt hin, Geschäftsinteresse her! Und das gilt im übrigen auch für alle anderen Beteiligten und Mitwirkenden, inkl. Richterdarsteller. Das ergibt sich logisch zwingend aus dem Inhalt meines zweiten Versuchs eines Vorabkommentars, der leider wieder im Filter verschwunden ist ( vermutlich zu viele Links drin ). ( Nö! diesmal hat’s geklappt, kann eins hüher nachgelesen werden 🙂 )
      Nun weiß ich natürlich, und nicht als einziger Kommentator hier, daß „unser Rechtsstaat“ eine Illusion ist ( auch von den anderen 5 Punkten des 6-Punkte-Staates: Sekulär, laizistisch, freiheitlich, demokratisch, sozial, Rechtsstaat – ist keiner erfüllt, aber das nur am Rande ). Aber auf eben jenen „Rechtsstaat“ berufen sich sämtliche Juristen in D., also auch Wendemuth und die fluktuierenden BGH-Besetzungen. Sonst müßten sie ja Grundsatzbeschwerden schreiben und für den Rechtsstaat kämpfen, laut Studienabschlüssen und Amtseinführungseid.
      Also müssen sie ( und gerade sie! ) sich an diesem Maßstab auch messen lassen!
      Und der Maßstab, das sind in diesem Fall die höheren Rechte, ab GG, bis hinauf zur Unkrk!
      Und daran vorrangig zu beachten die Kinderrechte.
      Genauer und objektiv feststell- u. überprüfbar: Die besten Interessen des Kindes, hier das Recht auf seine Eltern!
      Handeln sie im Widerspruch dazu verhalten sie sich im harmlosesten Fall verfassungsfeindlich!
      Nur interessiert das weder den BGH, noch das BVerfG, noch irgendeinen Juristen in der Legislative ( da findet man übrigens die schlechtesten und korruptesten, wie durch die Ernennung von Christine Lambrecht zur Justizministerin gerade wieder unter Beweis gestellt wurde, wer mag kann sich ja mal diese Worte der Dame in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen:
      https://www.youtube.com/watch?v=0UxpXRAClPk ).
      Würde man allerdings jedem faulen Winkeladvokaten in D. die „Lizenz zum Richten“ entziehen, blieben kaum noch welche übrig, um den Gerichtsbetrieb, der eh schon auf dem allerletzten Loch pfeift, aufrecht zu erhalten.

      Wendemuth:
      „Es wird durch die Rechtsprechung des BGH nicht leichter für die Mütter, vom Betreuungskuchen mehr als 50% zu bekommen.“

      Das hat allerdings weder mit einem persönlichen „Kindeswohl“, noch mit den besten Interessen des Kindes irgendetwas zu tun und ist klar und eindeutig die Einleitung zu einem „Investitionsvorschlag“, bei welchem das Kind zu einer abzuschöpfenden Finanz- und ggf. Machtressource gemacht wird. Klappern mag zum Handwerk gehören, bei Reklame für Kindesmißbrauch hört der Spaß allerdings auf!
      Und es ist m.E. unzweifelhaft klar, daß der Text zur Kundenakquise gehört, w.h.: „Halten Sie sich an unsere Gebrauchsanleitung und überlassen Sie uns den Rest, dann wird das ein Win-Win-Geschäft. Ihr persönlicher Vorteil ist unser Gewinn!“.

      „Das ist die Konsequenz der undurchdachten Entscheidung des BGH“
      Falsch!
      Der Beschluss ( KEIN Urteil! ) ist äußerst wohldurchdacht und Wendemuth erkennt das sofort! Sie nutzt die Möglichkeit dieser faulen Ausrede und der im Beschluss enthaltenen impliziten, aber deutlichen Anleitung konsequent!

      Lucas: „Wir können nichts dafür, das Gericht hat uns gezwungen.“

      Ja, so soll es ankommen, Wegelagerer als christliche Pfadfinder, sage ich da nur!
      Allerdings ist es schon verdammt anrüchig, in dem Fall so zu tun, als wären die potenziellen Mandantinnen schwachsinnig und würden das glauben. Ich würde das so interpretieren:
      „Egal, ob Sie es schaffen, sich das einzureden, oder eben nicht, es muß ihnen als Glaube abgekauft werden, es funktioniert, dafür sorgen wir, Sie machen auf dumm, wir machen den Rest“.
      Wider besseres Wissen, zumindest ist das bei Wendemuth voraussetzbar.

      ‚Das Gericht und dazu die Väter natürlich, die „nach der Trennung plötzlich Interesse am Kind haben, obwohl der anstrengende Job für Elternzeit keine Zeit ließ“, die „ – mit dem Rückenwind des BGH – ihre 50% einfordern, und zwar exakt“, weil sie damit natürlich „der Ex ja auch noch eins mit auswischen“ können. Außerdem spiele bei Vätern bekanntlich „Geld nicht die ganz große Rolle“, da „man(n) ja die berufliche Karriere gut vorangebracht hat“ und dann die Betreuungszeit doch „prima mit Babysitterin oder neuer Partnerin abdecken“ könne.‘

      Da geht es dann direkt in die feministisch korrekte Hetzanleitung! Männer sind Schweine, der BGH ist auch so ein patriarchaler Verein und überhaupt ist nur gerecht, sich für soooviel Hintertriebenheit entsprechend zu rächen, scheiß doch auf das Blag, wäre von dem Ex ja sowieso nur falsch verzogen worden!
      Könnte direkt aus dem Handbuch für feministische Hasspredigten herauskopiert worden sein. Und tatsächlich gibt es z.B. auf FB Müttergruppen, die praktisch nix anderes machen, als sich permanent in so einen rituellen Brausebrand hineinzusteigern. Oft mit zweitem Standbein in der populären „Narzissmusbearbeitung“ ( ein – wie sollte es anders sein – grundsätzlich bei Männern – und noch mehr bei Vätern – anzutreffendes Phänomen ). Ich kannte mal eine Userin, die mir gelegentlich ein paar screenshots aus solchen Gruppen zugespielt hat. Ihr glaubt nicht, was da abgeht! Und ganz ehrlich, nachdem ich mal ein wenig darauf geachtet habe, wer da was wann und in welchem Duktus absondert, bin ich ziemlich überzeugt, daß sich dort ganz gezielt FamRAe tummeln, um bei Bedarf per PN Kunden abzuphischen.

      Lucas:
      „Es ist praktisch und nützlich, dass in diesem Universum viel Platz für Klischees, aber keiner für den Gedanken ist, dass Väter möglicherweise ein Interesse an der Sorge für ihr Kind haben könnten. Auch das befreit die Anwält*innen von der Verantwortung für das, was Mütter tun müssen, um Väter von den Kindern fern und Kuchen für die Mütter vorrätig zu halten.“

      Das sehe ich anders. Im Gegenteil suggeriert das den Müttern, ( gegen besseres Wissen ) keine Verantwortung übernehmen zu müssen, WEIL die RAE – zum Wohl der Mütter – ihnen diese Verantwortung abnehmen und sie mit faulen Ausreden so überschütten, daß sie gar keinen Gedanken daran verschwenden müssen, daß ausgerechnet ihr Ex nicht zur Gruppe der „erziehungsunwilligen Mutter-und-Kind-Schänder“ gehören könnte. Da wird der Fememord schon zur reinen Notwehr on demand.

      Beim Aspekt des möglichen plausible denial stimme ich wieder zu. Natürlich war das ganze dann – falls die Strategie auffliegen sollte – „eigentlich irgendwie gar nicht so gemeint, wir haben ja nicht gesagt, daß es genau so gemacht werden soll, sondern nur eine mögliche Sichtweise, plus mögliches Vorgehen, im möglichen Einzelfall …“.

      Dann kommt der scheinbar gutgemeinte Hinweis auf die Stolperfalle mit der „Umzugsgenehmigung“, den ich eher als Hinweis i.S.v.: „Unternehmen Sie nix ohne konkrete Absprache mit uns, WIR sind die Experten!“, verstehe.
      Damit ist das „Investitionskonzept“ dann auch ausreichend beworben und es geht direkt über in die aufpeitschende Hasspredigt, mit Kratzen, Beißen, Treten, Spucken und Haareausreißen:

      „Deshalb: Streiten Sie sich über alles: Unterhalt, jeden Arztbesuch und alle Nichtigkeiten. Und ganz wichtig: Beleidigen Sie den (Ex)Partner aufs Übelste, aber bitte nicht nachweisbar. Er soll ausrasten, wenn er sie sieht (optimal: Eskalation vorm Richter). Und werfen Sie mit Dreck: Schwere Alkoholiker mit abartigen Neigungen sind nicht gut fürs Kind.“ [ … ]

      Da wird gesabbert und gegeifert, daß irgendein Interesse des Kindes längst total ausgeblendet ist und überhaupt: Diese Väter kapieren die Sanktionsmöglichkeiten eh nicht, besonders wenn die lieben Kollegen in JA, dKSB, sonstigen Beratungsstellen UND der Verfahrensbeistand eindringlich ( vielleicht vordergründig ein wenig bedauernd ) bestätigen, daß man sowieso nix machen kann, wenn eine Mutter nicht will. Der Richter ( den kenne ich, ist voll auf „unserer“ Seite ) sagt dazu erstmal sowieso nix und wenn der Vater es irgendwann spitzkriegt und einen Vollstreckungsantrag stellt, „… Na, dann zahlen Sie halt, nach div. Androhungen und Ermahnungen, einmalig vielleicht 250 bis max. 500€uro ( Ratenzahlung kein Problem, sonst wäre das ja sekundäre KWG ), das ist die Sache wert, glauben Sie uns, wir machen das täglich!“.

      Lucas:
      „Sogar Straftaten wie Verleumdung oder üble Nachrede lohnen sich in dieser ökonomischen Logik.“

      Und das ist tatsächlich so, völlig unabhängig von irgendeiner „Logik“, das ist Erfahrung!
      Siehe meine einleitende Begriffserklärung ( hust! ), kein geheimer Sonderrichter AG/FG meldet strafwürdige Parteiverhalten an eine Staatsanwaltschaft, außer er selbst fühlt sich dadurch irgendwie beleidigt! Im Gegenteil, wird er, wenn die Anzeigerei losgeht, ggf. zum Telefon greifen und die Bearbeitung verhindern, oder umdrehen! Sonst könnte ja sein ganzer schöner Geschäftsplan platzen!
      Da hat Wendemuth, so schlimm das tatsächlich auch ist, leider ganz Recht! Dazu müßte man das Geschäftsgebaren und die „Aufstiegsmöglichkeiten“ von Richtern erklären, komme ich vielleicht später noch drauf zurück. Jedenfalls hackt da keine Krähe einer anderen ein Auge aus, der StA spurt sicher!

      „Eine Mutter wiederum, die den Vater beim Kind gezielt schlechtmacht, wird sich – das wissen auch die Wendelmuther – auf eine Lobby verlassen können, die den Eindruck erweckt, Parental Alienation (elternentfermdendes Verhalten) gäbe  es ohnehin nicht.“

      Das ist tägliches Gebet im FamGottesdienst, bei praktisch allen Beteiligten und Mitwirkenden. Übrigens gilt das auch für MbPS ( Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom ), was die eiskalte Unmenschlichkeit der Mitglieder dieser Branche überdeutlich aufzeigt. Es wird einfach zu einer Phantasie rachsüchtiger, narzisstischer Väterschweine umgedichtet. Empathie, mütterliche Liebe zum Kind gar? Fehlanzeige!

      Wendemuth:
      „Mit-Ausweg 2-Mandanten können wir uns übrigens nicht identifizieren. Wir orientieren uns am Kindeswohl.“

      Gedankliche Fortsetzung: „… und was unser Kindeswohl ist bestimmen wir nach Umsatzbedarf“. Daß sich Wendemuth mit irgendwem „identifiziert“, ist sowieso äußerst unwahrscheinlich, da sei der heilige Egozentrismus vor.

      Für dieses Muster hat übrigens gerade ( OT ) einer der Regierungssprecher ein hübsches Beispiel geliefert, das so verblüffend ist, daß ich es hier anführe. Es ging um die Rechtfertigung der Kaperung eines in iranischem Auftrag nach Syrien fahrenden Tankers. Da erklärte der Sprecher dem ungeschickt nachfragenden Reporter erst umständlich ( quasi für Dummies ) was eine Tautologie sei ( am Formulierungsbeispiel „einseitige Sanktionen“ ), um dann, auf die eigentliche Frage, ob die Kaperung ( im Rahmen der EU-Sanktionen ) nicht völkerrechtswidrig sei, sinngemäß zu antworten: „Natürlich ist das vom Völkerrecht gedeckt, sonst hätten wir es ja nicht gemacht ( Sanktionen verhängt ).“
      Ich war völlig baff ob dieser Dreistigkeit!
      Und genau so dummfrech finde ich die Bemerkung von Wendemuth.

      Lucas:
      „Im Interesse des „Kindeswohls“ müsse dann nämlich ihren Vorstellungen entsprechend entschieden werden.“

      Und auch das hat nichts mit Logik zu tun, sondern ist zutreffende Erfahrung! Genau so ( falsch ) entscheiden und begründen die Kollegen am Richtertisch!

      „Die Kanzlei distanziert sich von der naheliegenden Interpretation, diese Hinweise als Empfehlungen zu verstehen. Es ist müßig, darüber zu debattieren, wie glaubwürdig das ist: Wichtig ist, dass die hier skizzierte Logik wirksam und real und vielen Vätern und Kindern bekannt ist.“

      Hinterher! Ja! Vorher glaubt das niemand!
      Schließlich ist man ja in einem vermeintlichen „Rechtsstaat“ sozialisiert worden und meint, da sitzen die eigenen Angestellten mit einem exakten Serviceauftrag. Daß dort die politische Exekutive der regierenden Lobbies residiert, muß man erstmal begreifen und verdauen!

      Dem nächsten Abschnitt ( Giffey und das Portemonnaie ) stimme ich zu und fasse es unter „egozentristisches Opferaboprivileg“ zusammen. Und ja, das ist Staatsdoktrin in D..
      ( mir fällt dabei immer ein, wie Gerd Riedmeyer die Geschichte von seinem Versuch, mit Barley ins Gespräch zu kommen, geschildert hat. Das war schon ziemlich gruselig. Oder die Anfragen diverser Leute, nach der Wissenschaftlichkeit und dem Nutzen von Gender Studies )

      Tja, was wäre zu tun?
      Du zählst da schon einiges auf, besonders der Hinweis auf die „Wohlverhaltensklausel“ ( §1684[2] BGB ) ist richtig und wichtig, aber die wird i.d.R. einseitig nur zulasten der Väter angewandt.
      Und auch, daß der BGH-Beschluss die Forschungslage negiert, sollte nicht übersehen werden.

      „Barbara Vinken hat in ihrem Buch „Die deutsche Mutter“ das nationalsozialistische Ideal rekonstruiert, in dem die deutsche Mutter als Mitte des deutschen Volkes mit dem Kind bis hin zu dessen Auslöschung als eigenständige Person verschmilzt, während der Vater entbehrlich ist, an der Front verwendet und ohnehin durch staatliche Institutionen – „dem Führer ein Kind schenken“ – ersetzt wird.“

      Das geht noch etwas genauer. Das politische Motto dazu stammt von Bonaparte und war einer der Lieblingssprüche des Adolf: „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft!“
      Bis dahin, also etwa bis HJ- und BDM-Beitritt galt, daß das Kind „ethischer Besitz und Recht der Mutter“ wäre.
      Heute sieht man das in bunten Regenbogenfarben, aber ansonsten kaum anders: „Kinder sind UNSERE Zukunft!“ Honi soit qui mal y pense ….

      „Es wäre also gerade für diffus „linke“ Parteien wichtig, eine Familienpolitik, die konservative Vorstellungen  noch weit rechts überholt, nicht als „moderne Familienpolitik“ zu verkaufen.“

      „Modern“ sicherlich nicht, aber feministisch postmodern. Das ist nunmal, nach den klassischen Regeln „rechtskonservativ“. Da ist kein „progressives“ Hinterfragungspotential. In den Debatten zur paritätischen Doppelresidenz – März 2018 und März 2019 – konnte man genau beobachten, wie die Linkspartei praktisch deckungsgleiche Positionen mit der AfD vertrat, die grünbraune Fraktion druckste nichtssagend herum und von der SPD kam das übliche Männerbashinggeschwurbel
      Das oben verlinkte Geblubber „unserer“ neuen Justizministerin ist übrigens schon von 2011. Und ich gehe davon aus, daß sich auch bei der desbez. nix geändert hat.

      Deine Vorschläge zur Änderung der Verfahrenspraxis sind ja nicht schlecht, Lucas, aber mir nicht genau genug. Ich denke, es braucht zunächst Rechtsöffentlichkeit, die bis jetzt behauptete „Gerichtsöffentlichkeit“ ist nämlich eine absolut leere Hülse, da ist nix und da war nix und da kommt ( von allein ) auch garantiert nix!
      Schon da muß es eine dem Richter unzugängliche Vollprotokollierung geben. Dazu regelmäßig wechselnde, unabhängige, aktive Dienstaufsicht, damit nicht mehr einfach wilde Sau gespielt werden kann! Der Direktor, Präsident, oder meinetwegen auch Direktorpräsident ist dafür, schon aufgrund der innerbetrieblichen Strukturen, völlig ungeeignet.
      Ombudsstellen sind grundsätzlich eine gute Idee, dürfen aber gerade NICHT für eine Partei stehen! Müssen aber für jeden im Verfahren jederzeit problemlos anrufbar sein. Sie dürfen nur ( ! ) die Einhaltung der hohen Rechte überwachen und brauchen dafür eigene Prozessrechte, die durchgehend zu gewähren sind.

      Und – last not least – Die Juristen, egal welcher Position, müssen vernünftiger ausgebildet und geprüft werden! Und sie müssen – wie jeder Bürger – dem Strafrecht unterliegen! Also nicht nur weiterleitungspflichtig sein ( was schon ein erheblicher Fortschritt, besonders im Fall von Offizialdelikten, wäre ), sondern auch ihre Narrenfreiheit vollständig verlieren!

      Keine persönlichen Privilegien für Fledermäuse!
      Wer Mist baut, fliegt gnadenlos raus und entsprechende Entscheide wären ( ab einem bestimmten Gewicht ) unwirksam, resp. neu zu verhandeln!
      Und in dem Bereich wären m.E. auch übergreifende Berufsverbote zu überlegen.

      Anders ist den Mauscheleien der Pappenheimer nicht beizukommen!

      • @ Fiete Ich selbst schreibe ja, darauf hat Emmanzer hier neulich noch einmal völlig zurecht hingewiesen, viel zu lange Texte, insbesondere für Internet-Gewohnheiten. Das liegt sicherlich auch daran, dass es keinen Kanon des Selbstverständlichen gibt, auf den sich Menschen beziehen könnten, die sich mit der gegenwärtigen Geschlechterpolitik auseinandersetzen – sondern das bei allen Punkten immer mal wieder eine Herleitung nötig ist.

        Außerdem liegt es bei allen, die feministische Positionen nicht selbstverständlich teilen, nahe, sie der „Hetze“ oder der Uninformiertheit zu bezichtigen. So dass ich eher zu häufig als zu selten absichere, was ich schreibe.

        Bei dem, was Du schreibst, geht es mir allerdings ähnlich. Es sind immer sehr wichtige Punkte darin – aber ich bin in Gefahr, sie zu übersehen, weil es sehr, sehr viel Punkte auf einmal sind.

        Ich gehe hier auf ein paar noch einmal ein, besonders auf einen, der mich vom Hocker gehauen hat.

        „Edith Schwab, seinerzeit Vorsitzende des VAMV, riet der Journalistin Tina Klopp ( „Brigitte“ ), auf die Frage, wie man dem Kind die bevorstehende Entsorgung des Vaters am besten erkläre ( wörtlich ): „Dann lassen Sie den Vater doch einfach sterben!““

        Das ist so irre und so drastisch, dass ich es glatt noch einmal nachgeschlagen habe. Der Kontext ist: Tina Klopp schreibt für ein Dossier der Brigitte auf, welche Möglichkeiten es gibt, wenn eine Frau „Ein Kind ohne Mann kriegen“ (Titel des Dossiers) bekommen möchte. Sie geht die Möglichkeiten der anonymen Samenspende durch, aber auch der privaten Samenspende – am Beispiel einer Frau, der die Freundin den Mann, so wörtlich, „sozusagen ausgeliehen“ hatte. (Ich möchte, nebenbei bemerkt, mal wissen, was los wäre, wenn männliche Journalisten ganz offen und unschuldig darüber schreiben, dass ein Mann einem anderen die Frau „ausgeliehen“ hat.)

        Dann redet sie mit Schwab vom Alleinerziehndenverband, der seit vielen Jahren mit Millionenbeträgen aus öffentliche Kassen gefördert wird.

        „Die Juristin ist zugleich Bundesvorsitzende des VAMV, dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter. Bei einem privaten Spender rät sie zum Vertrag: Ich fordere keinen Unterhalt, er keinen Umgang. „In Stein
        gemeißelt ist das aber nicht.“ Es sei ja noch das Kind im Spiel. Und das werde womöglich alles tun, um seinen Vater später ausfindig zu machen, darauf könne ich mich jetzt schon einmal so sicher einstellen wie aufs Windelnwechseln. Entweder also ich
        greife gleich auf eine anonyme Spende zurück – adios Johnny Depp aus dem Online-Shop. „Oder Sie denken sich eine richtig tolle Geschichte aus.“ Wie? „Na, am besten, Sie lassen den Vater einfach sterben.“ Sie meint das ernst. „Die Kinder entwickeln eine
        unheimliche Sehnsucht nach dem abwesenden Elternteil.“

        http://www.tinaklopp.de/listen/brigitte_Dossier.pdf

        Immerhin reagiert Klopp nicht mit sofortigem Enthusiasmus („Ich halte den Hörer immer noch am Ohr. Sie hat schon lange aufgelegt. Mir rauscht der Kopf.“)

        Was aber vorn allem wichtig ist: Erstens ist Schwab, die in der deutschen Familienpolitik über viele Jahre schon eine der einflussreichsten Figuren ist, das Bedürfnis des Kindes ausdrücklich völlig scheißegal. Wenn es überhaupt erwogen wird, dann als mögliche Komplikation für den Willen der Mutter.

        Sie WEISS, dass dem Kind der Vater existentiell wichtig ist und dass das Kind „alles tun“ werde, um ihn ausfindig zu machen. Ich habe sogar einmal, ganz am Anfang dieses Blogs, über dieses existentielle Bedürfnis auch bei Spenderkindern geschreiben ( https://man-tau.com/2013/02/07/habe-ich-uberhaupt-ein-recht-zu-existieren-oder-was-man-von-spenderkindern-uber-alle-kinder-erfahrt-und-uber-vater/ ).

        Die existentielle Bedeutung für das Kind bedeutet für die Mütterlobbyistin allerdings weiter nichts, als dass mit einer großen, störenden Hartnäckigkeit des Kindes zu rechnen sein werde. DESHALB empfiehlt sie dann, das Kind doch gleich anzulügen – wohlgemerkt: in einer der existentiellen Fragen seines Daseins! – und bezeichnet die fantasierte Tötung des Vaters dann auch noch als „tolle Geschichte“.

        Ekelhaft dann auch die Pointe, in denen die Ratschläge der Juristin (!) münden. Sie weiß ganz genau, dass die Kinder „eine unheimliche Sehnsucht nach dem abwesenden Elternteil“ entwickeln. Aber sie kommt nicht eine Sekunde lang auf die Idee, dass diese Sehnsucht bedeutungsvoll sein könnte, oder dass Erwachsene sie ernst nehmen müssten.

        Für sie, als Erwachsene, spielt die Sehnsucht nur insoweit eine Rolle, wie sie die erwachsenen Pläne stören könnte.

        Das ist nicht einmal empathiefrei – sie ist ja durchaus in der Lage, Gefühle anderer wahrzunehmen. Für sie haben diese Gefühle lediglich überhaupt keine Bedeutung. Ich habe mal ein Interview mit einem jugendliche Mehrfachstraftäter gesehen, der gefragt wurde, warum er andere so heftig zusammengeschlagen habe. Seine Antwort: „Warum nicht? Das tut doch ihm weh und nicht mir.“

        Das, wovon Klopp da berichtet, ist deutlich eine soziopathische Haltung. All die Verachtung, die Schwab auch gegen Väter ganz selbstverständlich mitausdrückt, richtet sich immerhin gegen andere ERWACHSENE, die Möglichkeiten haben, auch furchtbare Erfahrungen einzubauen.

        Aber die ungeheure, jedoch völlig selbstverständlich formulierte Missachtung des kindlichen Erlebens, das Schwab allein auf den Vorteilswert für die Interessen Erwachsener abklopft, richtet sich gegen Menschen, die nicht die geringste Chance haben, sich gegen ihre Manöver, die Lügen und die Ausbeutung zu wehren.

        Eben das meine ich aber auch mit „Logik“. Was Schwab und andere, die Kindern sehenden Auges und zum eigenen Vorteil großes Leid zufügen, tun, hat eben durchaus eine Logik, sie ist nur eben nicht (in Deinem Begriff) „holistisch“. Sie geht von der Prämisse aus, dass lediglich der eigene Nutzen von belang wäre, und geht von der aus völlig schlüssig weiter.

        Es ist einer der vielen Skandale der deutschen „Familienpolitik“, dass eine Person wie Schwab eine entscheidende Rolle spielen kann, anstatt persona non grata zu sein und als abschreckendes Beispiel kinderfeindlichen Agierens zu dienen. Es zeigt aber auch, wie wenig den verantwortlichen Politikerinnen (es sind ja deutlich mehr Frauen als Männer in der Familienpolitik) daran gelegen ist, politische Entscheidungen, die Kinder betreffen, auch aus deren Perspektive zu sehen.

          • @Kai Bundesverdienstkreuz für so etwas? Das wäre dann doch zu zynisch, das nimmt einem niemand mehr ab. Weißt Du: Die Kunst ist, zwar zu überzeichnen – aber nicht so radikal zu überzeichnen, dass es mit der Realität nichts mehr zu tun hat.

            Und so korrupt kann das System nun wirklich nicht sein, das wissen doch alle.

          • Das, lieber Lucas, ist, sofern ich mich nicht irre, mit Abstand das Böseste, was ich je von Dir gelesen habe.
            Aber Treffer, versenkt!

        • Ja, @Lucas, ich kenne die DIN A4 o. 20-Sekunden-Regel sehr wohl, Nützt aber nix, ich kann es nunmal nicht besser.

          Zumal das Thema schon recht komplex und der Sumpf aus Überzeichnungen noch wesentlich komplexer ist. DAS ist ja das widerliche daran!

          Und das schlimmste ist, das war bis jetzt „nur“ Vorbemerkung und Einleitung/Grundlage!
          Es geht noch weiter, mit den Kommentaren, ich habe den Text endlich praktisch fertig und werde „gleich“ ( möglichst noch vor Morgengrauen ), nach einem letzten Selbstlektorat, versuchen ihn irgendwie in ein paar Teilen noch unten anzuhängen. Asche auf mein greises Haupt …

          Und ich muß gestehen, ich habe bedenken, obwohl ich schon ziemlich gründlich versucht habe, möglichst im Bereich der erlaubten Kritik zu bleiben. Solltest Du damit Probleme befürchten, editiere ruhig radikal. Ich habe die .odt-Datei noch, kann also vergleichen und ggf. weiter entschärfte Formulierungen nachliefern. Aber eigentlich müßte, bis auf ein paar Tüten voll „m.E.“ und „mutmaßlich, vermutlich, m.M.n.“, alles einigermaßen okay sein, weshalb ich @Alle bitte, im Zweifel entsprechend nachwürzend drüberzustreuen.

          „Was Schwab und andere, die Kindern sehenden Auges und zum eigenen Vorteil großes Leid zufügen, tun, hat eben durchaus eine Logik, sie ist nur eben nicht (in Deinem Begriff) „holistisch“. Sie geht von der Prämisse aus, dass lediglich der eigene Nutzen von belang wäre, und geht von der aus völlig schlüssig weiter.“

          Okay, das verstehe ich, eine Art fragmentarisch startender, relativ linearer „Logik“. Ich würde es eben eher als Labeling, i.S.v. „Brett vor’m Kopf“ betrachten, also schwerst antiholistisch ( man könnte wohl auch von „Scheuklappenfetisch“ sprechen und das wäre immer noch eine Beschönigung ), kommt aber fast auf das gleiche raus.
          Während meiner Lehre fragte der Meister mal, was das Gegenteil von Inkrementalbemaßung wäre ( er meinte allerdings gar nicht „das Gegenteil“, es war ein Versprecher, sollte eigentlich „die Alternative“ heißen und auf „Absolutbemaßung“ hinauslaufen ). Ein findiger Mitazubi sagte, wie aus der Pistole geschossen: „Exkrementalbemaßung!“.
          Ich denke, das trifft es hier auch recht gut. 🙂

      • Ergänzend hier noch eine Rede von Franzjörg Krieg, zur familienrechtlichen Problematik, in der er in scharfer Form u.a. auch auf Schwab’s Äußerung ggü. Klopp eingeht ( m.E. ein unbedingt zur Gänze empfehlenswerter Vortrag ):
        https://www.youtube.com/watch?v=sq3M-Qt-PLo

        Eine weitere Schilderung der üblen Tricks und Unterstellungen im Kinder- und Sorgehandel liefert hier Prof. A. Christides ( z.T. aus seinem eigenen Fall ):
        https://www.youtube.com/watch?v=__meyTSoHCQ

        In meinem Fall wurde übrigens von Jugendamt und Gegenpartei allen ernstes vorgetragen, es könne noch nicht mal begleitete Umgänge geben, da ich vorhätte, mir wärend derselben „das Kind unter den Arm zu klemmen“ ( wortgenau ), damit aus der Einrichtung zu stürmen mein Motorrad zu besteigen und nach England zu flüchten. Mal abgesehen davon, daß ich niemanden in England kenne und derzeit nur über ein prekäres Einkommen verfügte, daß derartiges schon finanzell nicht ermöglicht hätte, dürfte für jeden, der schon einmal Motorrad gefahren ist, klar sein, daß es vollkommen unmöglich ist, mit einer Hand ein geparktes Motorrad zu starten in den Berufsverkehr einer größeren Stadt einzufädeln und ( immer noch mit dem verängstigten Kind unter dem Arm ), ( nach England ) flüchten.

  • Teil eins vom „Rest“

    So, endlich komme ich mal dazu, die Kommentare durchzugehen ( sorry, ging nich eher ). [ Das war gestern nachmittag! ]

    Ich hoffe, es stört Euch nicht allzusehr, wenn ich einen langen Blocktext davon mache, ist einfacher, weil ich dann nicht dauernd wie’n Blöder am Scrollrad drehen muß.

    Geht los:
    @Piotr:
    „Es ist zweifellos so, dass es Interessengruppen gibt, die die bestehende Rechtslage und Rechtspraxis verteidigen und erhalten, weil sie von ihr profitieren.“

    Die Rechtslage is eigentlich noch recht i.O.. Okay, am GG wurde schon einiges geschraubt, EMRK weiß ich nich, beachtet eh kaum wer, und Unmrk u.- krk sind zwar arg verschwurbelt ( und haben zentnerweise Zusatzprotokolle und so’n Kram ), aber AFAIK sind die Kerninhalte bis jetzt stabil.
    Das Problem ist, neben der schon derbe breitgetretenen Gesetzeslage, die sog. „Rechtspraxis“, w.h.: die politische Jurisdiktion und was sie an institutioneller Alltagsumsetzung so zulässt. Da stinkt es an allen Ecken und Kanten.
    Daß auch das in den Griff zu kriegen wäre, zeigen die immer wieder vorkommenden „Ausreißer“, wo irgendein unwichtiger Richter plötzlich astreine, saubere und vernünftige Entscheidungen fällt, die auch nicht von höheren Instanzen geknickt werden ( können ).
    Kommt vor, allerdings reichlich selten.
    Beispiel FamFG: Daß es da seit Sept 2009 ein paar kleine Verbesserungen gibt, die gute Möglichkeiten bieten, sieht man am §89 und korrespondierenden. Umgang ist vollstreckbar und zwar in jeweils beide Richtungen! Das ist bis jetzt aber seltsamerweise bei den Kollegen von „Ih“ und ihren Richterkumpels überhaupt nicht angekommen und das ganz gewiss nicht, weil sie darüber nicht informiert wurden! Die Richter sagen nix und reden sich auf das „Antragsrecht“ raus ( was aus der Perspektive glatt gelogen ist ) und die Herren Advocati halten fein den Schnabel, da immer noch gilt: Je mehr Ärger desto mehr Kohle.
    Und andersrum kommt im FamFG die „ISEF“-Regelung zum tragen ( „insofern erfahrene Fachkraft“, ein Schein, den man z.B. über das Weinsberger Forum erwerben kann, der nix mit tatsächlicher Erfahrung zu tun hat, zu deutsch: Lizenz zum Kinderklau; hab die §§ nicht im Kopp, sorry ), was bedeutet, es reicht eine „Interne“ ISEF im Amt und eine Externe“ ISEF, plus ein Teamgespräch u./o. Rückkoppelung mit dem Fachbereichsfuzzy und schon kann die interne ein Kind verschleppen! Grob gesagt, funktioniert aber in der Praxis oftmals genau so!

    Ergo: Das Hauptproblem sind und bleiben die Richter, die RAe und die Sondergerichtsstrukturen ( okay, die hoheitlichen Sonderstatuten der Sachbearbeiter im regionalen Amt, mit ihren Vorgriffsmöglichkeiten ergänzen das noch, wären aber kontrollierbar, wenn die Richter den Mist nicht nachträglich vom Stapel abzeichnen, sondern pflichtgemäß bearbeiten würden ).

    „Es kann für mich aber auch kein Zweifel daran bestehen, dass die sozialen Kosten in der Summe erheblich sind.“

    DAS ist einer der Gründe, WARUM der Scheiß gemacht wird. Es hält die einfache Bevölkerung schön unter Druck ( unterschwellige Angst um das Kind macht pflegeleicht ) und am Jahresende geht es uns mal wieder besser als je zuvor, weil das BIP wieder mehr denn je „gewachsen“ ist. Beim höchsten Gesamtumsatz und höchster Expansionsrate aller Dienstleistungsbranchen eine einfache Rechnung.

    „Es wäre die Aufgabe von Soziologen, die kollateralen Schäden aufzuzeigen. Ein grundsätzliches Problem ist, dass die Kollateralschäden meist nicht unmittelbar eintreten und langfristiger Natur sind.“

    Korrekt! Aber auch die verfahren nicht mehr nach dem Urgrundsatz jeglicher Sozialarbeit, nämlich sich selbst so schnell und gründlich wie möglich überflüssig zu machen, sondern arbeiten in einer profitorientierten „Wachstumsbranche“. Vom Ärger, den ein Einsatz gegen eine der Finanzträgerschaften und die Justiz einbringt, ganz zu schweigen.
    Und – wie Du ganz richtig anmerkst – die Schäden, kollateral oder nicht, sind praktisch immer äußerst langfristig. Wenn kümmert es, wenn das „gerettete“ Kind in zwanzig Jahren, zwei bis drei weitere zu „rettende“ Opfer produziert? Im Gegenteil erhöht das den Umsatz langfristig ja noch. Analog zur alten Hilfssheriffsregel: „Wer schreibt, der bleibt“.

    Einschub: Ausgerechnet meine liebste Bekannte Sozialarbeiterin, mit der ich vorhin gerade eine mittelschwere Bluessession hatte, wechselt demnächst in den lokalen AsD. Weiß gar nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll. Einerseits ist hier Hardcoretown und es ist lang überfällig, daß sich da mal ein paar vernunftbegabte Menschen mäßigend und möglichst kreativ einbringen. Andererseits ist mir aber auch schmerzhaft bewußt, daß der Job heftig persönlichkeitsverändernde Wirkungen zeigen kann. Das wird ein harter Film für die Dame, das ist sicher. Ich hoffe, sie nimmt keinen ernsthaften Schaden.
    Schaun mer mal, wie sich unser Verhältnis in den nächsten Jahren entwickelt …..

    „Wie viele Kinder werden wegen der Trennungserfahrung psychisch geschädigt? Wie viele entsorgte Väter verlieren jede Motivation und gleiten in die Sozialhilfe ab? Wie viele der „Alleinerziehenden“ fassen keinen Tritt mehr im Erwerbsleben, wenn die Kinder erwachsen sind?“
    Wenn es nach dem Finanzwesen geht, je mehr desto besser!
    Hatten wir letztes Jahr einen Einbruch bei den Produktionsumsätzen von 0.5% und bei den sozialen Kosten einen Anstieg um 1%, sind das zusammen lockere 0.5% „Wachstum“!
    Issso! So what?

    „Letztendlich wird der Widerstand gegen Reformen in sich zusammenbrechen, weil die Realität die hohle Propaganda der Interessengruppen als solche erkannt wird, nur dauert das sehr, sehr lange. Noch sind die Reaktionäre bestimmend, aber es zeigen sich erste Risse in der feministischen Volksfront.“

    Dein Wort in wessen Ohr auch immer! Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben. Und ja, ich denke auch, daß sich die jungen ( potenziellen ) Eltern nicht mehr ganz so leicht verarschen lassen und der Trend dahin geht, von den entsprechenden Institutionen möglichst weg zu bleiben. Wobei die untersten Schichten aber das Problem haben, daß sie immer mehr auf Stützleistungen angewiesen sind und v.dh. auch stärker überwacht und angegriffen werden. Dieser „Lösungsweg“ läuft also zunächst auch größtenteils über die ( schrumpfende ) Mittelschicht.

    @Mario:
    „In einer gerechten Welt könnte man solche Tipps nur empfehlen. Denn wer die Ratschläge befolgt, zeigt damit eigentlich nur ganz deutlich, dass es um die eigenen Interessen und nicht um das Kindeswohl geht.
    Imho ein Ausschlusskriterium für das Sorgerecht.“

    Gar nicht dumm gedacht, wenn Richter common sense und Rechtsbewußtsein hätten, würde das evtl. sogar funktionieren, sofern keine semiprekären RA-Existenzen ( bspw. auch viele Verfahrensbeistände und „Rechts-“, Ergänzungspfleger in den Verhandlungsräumen und drumherum herumgammeln würden.

    @Billy:
    „Warum zum Henker wird eigentlich solcher Mischpoke nicht konsequent die Zulassung entzogen, wenn sie derlei Hetze auf ihren Homepages verbreiten?“

    Siehe oben! Sie sind „Umsatzmotoren“!
    Und wahrscheinlich gute Kumpels in den Kinder- u. Sorgehandelsnetzwerken, der Anwälte, Richter, Gutachter und Beratungsstellen! Dazu kommen noch Heim-, Pflegestellen- und Adoptionsketten und -Netzwerke.
    „Meine“ Richterin, referierte zur Fortbildung seinerzeit in den Räumen des DW, bei einer Veranstaltung von ( ich glaube es war BIZZ, oder so, eine „Kinderschutz-NGO“), bei der auch „mein“ zweiter Gutachter ( ein aalglatter Spinner, hochaggressiv und ohne jegliche Ahnung vom Fach ) auftrat. Kurze Zeit später hielt dort „meine“ Rain ( die mir jede Menge Ärger zusätzlich eingehandelt hat, eine astreine Parteiverräterin ) einen Fortbildungsvortrag. Mit sowas lassen sich übrigens schon mal lockere 300@€uro pro halbe Stunde Referat machen ( sicherlich auch mehr, aber genau die Summe habe ich mal nachrecherchiert ).

    Gegen solche, knüppelhart etablierte Strukturen komme mal erst gegenan!

    „Das ist ein unverblümter Aufruf zu einer Straftat: der bewusst und absichtsvoll getätigten Bezichtigung einer schweren Straftat eines Unschuldigen. Bezeichnenderweise ist es eine Straftat, die allgemein wenig und in diesem Kontext so gut wie nie geahndet wird, selbst wenn sich sowohl die Äußerung der Unterstellungen wie auch die letztliche Feststellung deren nicht vorhandenen Wahrheitsgehaltes vor Gericht, also vor Richtern und Anwälten, vollzogen hat.“

    Absolut richtig! Antwort: Siehe oben, KEINE Weiterleitungspflicht, weil geheimes Sondergericht! Und den dort anwesenden Profiteuren ( also ALLE, außer den Parteien selbst ) geht es grinsend am Arsch vorbei.
    Ich bekam z.B. in der zweiten „Anhörung“ ( letzte vor Beschlussverkündung ) von der derzeitigen Verfahrenspflegerin, über die Richterin, den Schriftsatz ersterer ausgehändigt. Dadurch ist die Anhörungspflicht schon mal eklatant verletzt, eigentlich hätte die VerfPfl. ( die das IMMER so macht, wie ich mittlerweile weiß ) dafür einen Ordnungsruf kassieren und die Anhörung um mindestens 14 Tage vertagt werden müssen. Nix da! Während ich versuchte nebenbei das Schriftstück zu lesen, kungelte die Riin mit der RAin der Gegenseite:
    RAin: „Frau P., müssen wir das ins Protokoll aufnehmen, müssen wir doch nicht oder?“
    Riin ( geht zum Parteitisch, schaut sich den Zettel an, dann zu mir herüber, dreht sich zur RAin ): „Nöh, das müssen wir nicht in das Protokoll aufnehmen.“
    ( Vermutlich handelte es sich um eine Aussage/ein Indiz von mir, die/das der Gegenseite nicht passte. Ist schlecht nachvollziehbar, da in der Sitzung KEINE meiner Aussagen und KEINER meiner Anträge protokolliert wurde. Statt dessen log die Richterin zweimal ausdrücklich in ihr Diktaphon, daß ich weder jetzt, noch vorher je irgendetwas ausgesagt oder beantragt hätte. Im offiziellen Protokoll stand dann – ebenfalls zweimal – daß ich „hier und heute“ nix gesagt oder beantragt hätte, was schlicht diametral gelogen war, da ich mich vor und während der Sitzung – ebenfalls zweimal – eindeutig geäußert hatte, daß ich unbedingt meine auf dem Richtertisch befindlichen Aussagen und Anträge endlich mal abgehandelt haben möchte, und das waren rund 15cm Papierstapel! ).

    Gäbe es dort eine Dienstaufsicht, die sich wohlmöglich auch noch für Straftaten interessieren würde, würden solche Leute innerhalb kürzester Zeit nicht nur die Lizenzen los, sondern mancher davon im Knast landen!
    Stichwort: Narrenfreiheit!
    ( Die beiden „Justizwachtmeister“, die zu meiner Bewachung abgestellt waren, bekamen Stielaugen, packten sich an den Kopp und kamen aus dem Schütteln gar nicht mehr heraus, aber die waren für das Damenkränzchen lediglich Lumpenpräkariat und leider nicht die entscheidenden Funktionsträger, wurden also genau so ignoriert, wie ich )

    „Dass das aber auch grundsätzlich mit derartiger Kälte vermittelt werden kann, liegt daran, dass diese Anwältinnen, die ganzen Mutterlobbyistinnen, die Vertreter in den zuständigen Ministerien und das ganze andere misandrische Moralprekariat sich rigoros des Abgleiches ihrer wahnhaften, hassgetriebenen Hetze mit der Realität verweigern.“

    Exakt! Auf AE nenne ich das nur noch „Crumar’s These“! Deren kognitive Dissonanzen sind dermaßen stark, daß der entsprechende Bereich der Wahrnehmung vollständig abgespalten ist ( sic! ), die merken schlicht garnix davon!
    Anders ist so eine Art von Unmenschlichkeit nicht erklärbar!

    „Vor dem Hintergrund dessen, wie die Beziehung zwischen mir und meinem Sohn ist und wenn ich mir dann vorstelle, meine Frau würde im Trennungsfall eine derartige Schweinenummer abziehen, wie sie von den Anwältinnen beschrieben und gewiss auch schon öfters mit Mandantinnen umgesetzt wurde, bin ich sicher, dass das sehr tiefe Narben in der Seele meines Sohnes hinterlassen würde. Und in meiner gewiss auch.“

    Der Unterschied ist, daß Du Dich davon distanzieren, den Vorgang abstrahieren und mittels Bewußtsein gegenansteuern könntest. Dein Sohn könnte das alles nicht, er müßte Dich quasi zwangsläufig hassen, schon allein um den zweiten Elternteil nicht auch noch zu verlieren. Entsprechend wäre später seine Fähigkeit zur Beziehungsaufnahme und -verarbeitung gestört.

    „Und dabei wird dann noch so viel auf diese Fläche projiziert, dass selbst die betroffenen Kinder nicht mehr von Interesse sind, denn der Papa wäre ja eh nicht gut für sie.“

    Das ist vermutlich das, was Lucas als „diese Logik“ bezeichnet, ich sehe da nix als ein Etikett/Label. Bei manchen müßte man wohl schon eher von einem Brett vor’m Kopf reden.

    @Lucas:
    „Die Krassheit, mit der hier offenkundig destruktives Verhalten in Form von Empfehlungen (die dann aber doch keine Empfehlungen sein sollen) (natürlich) beschreiben wird, legitimiert sich eben durch diese Idee: WIR wollen uns ja gar nicht SO verhalten, WIR finden DIESES Verhalten ja auch furchtbar – aber IHR lasst uns keine andere Wahl!“

    Was sehr leicht fällt, wenn man mit so einem Verhalten eine schöne fette wirtschaftliche und machtbesoffene Karriere, mit dickem SUV und eigenem Haus aufbauen kann. Verbandsposten in djb, VAMV, bis hin zur Spitzenpolitik sind weitere Optionen, da kann man doch schon mal Schwein sein, oder?
    Diese psychosoziale Störung ist eine echte „Edelressource“!

    „Ich finde allerdings, dass das offensichtlicher Quatsch ist. Was hindert denn eine Anwältin daran, einer Mandantin die Empfehlung zu geben, ein richterliches Urteil vielleicht auch einfach mal zu akzeptieren? Was hindert sie denn daran, einer Mandantin zu erklären, dass Kinder eben tatsächlich Vater und Mutter brauchen, und dass es durchaus rationale Gründe hat, wenn andere die Meinung nicht teilen, die Mutter würde ausreichen, vielleicht ergänzt durch gelegentliche Besuche des Vaters (falls er keinen Ärger macht)?
    Warum muss eine Anwältin (denn ich gehe einfach mal davon aus, dass die Kanzleichefin selbst den Text geschrieben hat) stattdessen bei hochdestruktivem Verhalten einer Mandantin einfach zuschauen und dann Blogtexte schreiben, die klarmachen sollen, dass an alledem nur der BGH die Schuld trage – anstatt ihre Mandantin zur Vernunft zu bringen?“

    Gegenfrage: Warum sollte sie das denn tun, wenn es doch Arbeit macht und Nachteile bringt?
    Da kommt eine stinkensaure, auf Amok gepolte Gestörte herein und will den Ex fertig machen, koste es was es wolle. Soll sie die erstmal therapieren? Das wurde mindestens Stunden dauern, in denen sie locker 1-2 tausend €uro einnehmen könnte. Wo doch ein Schriftsatz, der in zehn Minuten diktiert ist, fett Kohle bringt, eine befriedigte Kundin hinterlässt und mit guter Wahrscheinlichkeit auch noch Folgeaufträge und Weiterempfehlungen bringt?
    So einfach ist die Rechnung!
    Mal ganz davon abgesehen, daß ihr eigenes soziales Geschäftsumfeld auf der gleichen Schiene fährt und sie kein Interesse daran hat, sich von demselben ausgrenzen zu lassen, nur um ein verzogenes Blag unter zweifelhaften Umständen zu „retten“. Das wäre ja wiederum reputations- und portemonneieschädigend.

    Merke: RAe taugen als Rebellen nich in’ne Wurst!
    ( extrem seltene Ausnahmen bestätigen die Regel, der Saschenbrecker war so eine, aber der lebt nicht mehr )

    „Wer die Bilder übernimmt und somit eine kritische Distanz zu seiner eigenen Männlichkeit nachweist, kann sich in dem Glauben wiegen, schon ein irgendwie besserer Mann zu sein als die anderen.“

    Logischerweise ein reines Trugbild, denn die Distanz wird tatsächlich nicht zur Männlichkeit aufgebaut, sondern zu einem – größtenteils nur als übles Phantasiegebilde existierenden – Klischee, das noch nicht einmal eine solide stereotypische Basis hat. Wenn man so will, kaum überspitzt ausgedrückt, eine neoviktorianische Waschweiberstory. Was nicht heißt, daß es solche Männer nicht gibt, sie sind aber nicht DAS Abbild DER Männlichkeit, eher im Gegenteil.
    Ich sage mal so: Würde jeder zweite Mann im Scheidungsverfahren behaupten, seine Exe hätte nachts mit dem Messer am Bett gestanden, um ihn zu kastrieren, weil Frauen nunmal pervers sind, würde dazu sogar eine eigene Art „Rechtsphilosophie“ darauf gegründet, eine Staatspolitik praktisch durchgehend darauf geeicht, dann gäbe es längst einen milliardenschweren akademischen Forschungszweig in der gesamten westlichen Welt, der das Phänomen gründlich analysieren würde!
    Tja, hier analysiert außer uns aber so gut wie niemand und IMMER auf eigene Kosten!

    „Finde ich sehr passend. Und was im Kontext auch passt: Wer andere so dringlich zu Projektionsflächen macht, der hat dann eben auch eine ganze Menge zu projizieren. So wie Giffey die Geldbeutel den wichtigsten männlichen Körperteilen erklärt und selbst eine Politik betreibt, die Männer auf die Rolle der Finanzierer reduziert.
    Er ist ein verdammter Egoist, weil er nicht alles, was er tut, nur für mich tut.“

    Erstens eine perfekte Kernsymptombeschreibung!
    Und zweitens ein Indikator, WIE weit fortgeschritten und gefährlich diese Störung im Sozialgefüge schon ist! Sie führt direkt in den Hypernarzissmus!

  • Teil zwei vom „Rest“

    @Emannzer:
    „Ich tippe mal auf Kognitive Dissonanz und Profit-Streben. Kein Anwalt hat (zumeist) Interesse an einer „gütlichen Einigung“; warum denn auch? Bringt doch jede weitere Eskalationsstufe noch mehr Geld in die Kanzlei – und da dürfen Papa und Kind nun mal kein Faktor einer Rücksichtnahme darstellen. Das ist pures Umsatzkalkül auf dem Rücken der Beteiligten.“

    Mein Reden! (s.o.)
    Dazu kommt ein alles überzeichnendes „Karriere“-Streben!

    „Mit einer Ausnahme: Mutti bleibt unbehelligt, denn die ist ja per se das Beste für das Kind und wenn ich als Anwältin noch im Deutschen Juristinnenbund bin, dann tu‘ ich auch noch etwas für die gute, feministische Sache. So deren Denke.“

    Eben! Eine Win-Win-Konstellation!

    „Solange Kindesentzug und Falschbeschuldigung, Frauenüberhöhung und Mutterkult, Familiengesetzgebung und Justiz in dieser Form nicht geächtet werden oder komplett überdacht werden in seinem einseitigen Grundkonzept, so lange wird dieses kinderfeindlich Treiben Tag für Tag, Jahr für Jahr weitergehen.
    Und Anwälte in Familiengerichtsbarkeiten hineinzuzwingen, so wie es die glücklicherweise ausgeschiedene ausgeschiedene Brigitte Zypries qua Gesetz getan hat, so lange liefert man hochstaatlich legislativ und judikativ Waffen in hochbrisante Krisengebiete.“

    Tja, das ist akuter Stand der Dinge und es wird bestimmt in nächster Zeit keine entsprechend große, internationale Bewegung geben, die es hinkriegt, daß unsere Regierung, plus sonstige Administration, mal eben offiziell geächtet werden.
    Wen interessieren denn schon die beiden großen UN-Konventionen – und wenn, wie durchsetzen?
    Vor dem Reichstag wird niemand ein Tiennanmen-Massaker veranstalten müssen, weil Eltern gegen Panzer anrennen!
    Was bleibt ist der schleichende Widerstand von unten, grob gesagt: Einfach nicht drum kümmern und sein eigenes Ding machen. Da laufen MGTOW und junge Eltern ( noch zu wenige, aber es werden mehr, habe ich den Eindruck ) schon auf der bestmöglichen Schiene.

    Daher mein Appell: Kümmert Euch um junge Leute mit Kindern! Lasst sie auf keinen Fall im Stich! Informiert sie! Unterstützt sie! Seid immer für sie da! Niemand sonst wird es tun!
    Eine meiner Nachbarinnen hat im Winter Stichtag. Ihr glaubt gar nicht was mich das freut, daß sie und ihr Partner beschlossen haben, daß sie in ihrer Wohnung bleibt, obwohl die sehr klein und er WE-Pendler ist!

    „PS: Wir haben immer noch „400 Scheidungskinder“, Gerichts-Tag für Gerichts-Tag. Da berücksichtigt nicht die unehelichen Trennungskinder.“

    Wenn ich mich nicht irre sind das Zahlen von ungefähr 2010, bis dahin war der Umsatzzuwachs der Branche ca. 6-8% p.A., ab etwa 2013 ist der auf 8-10% p.A. gestiegen.
    Überlegt selbst, was das für die heutigen Zahlen bedeuten mag. Von irgendetwas about analogem muß man wohl ausgehen.

    @Maddes:
    [ zu Lucas: ] „„Es ist ja aus ihrer Sicht keine Hetze“
    Ihre Sicht ist allerdings nicht maßgebend. Schon klar, in der eigenen Geschichte ist niemand der Böse, wer sollte das nicht besser wissen als Juristen.
    Recht und Rechtsstaat sind Versuche, richtiges Verhalten an objektiven und objektivierbaren Maßstäben zu orientieren.“

    Sagen wir mal so: In einem funktionierenden Rechtsstaat mit beachtetem Recht, wäre ihre Sicht unmaßgeblich. Aber nicht hier.

    „Da kann man die Frage nach der Zulassung schon mal zurecht stellen.“

    Ja, aber ( s.o., kein funktionierender Rechtsstaat ) ….

    „Aber das hat sie im Rahmen der geltenden Rechtslage zu tun. Wenn sie ihre Stellung missbraucht, um geltendes Recht zu hintertreiben, so ist das mit diesem Auftrag nicht mehr in Deckung.“

    Völlig richtig, aber … ( s.o. )

    „Man bezieht sich auf „„Ist das Verhältnis der Eltern erheblich konfliktbelastet, so liegt die auf ein paritätisches Wechselmodell gerichtete Anordnung in der Regel nicht im wohlverstandenen Interesse des Kindes.““

    Klar, der BGH-Haken. Und der ist nunmal eine echte, ( halb-)offizielle Gebrauchsanweisung unter Deutschlands Advocati und Richtersleut‘.

    „Die korrekte Rechtsstaatliche Reaktion darauf müsste eigentlich so aussehen: Die Partei, die den Konflikt anheizt, kann nicht diejenige sein, die dann den Umgang erhält. Wenn es wegen Streit kein Wechselmodell geben kann, dann kann nicht die für den Konflikt verantwortliche Seite die sein, bei der das Kind bleiben muss.“

    Weit offene Scheunentore, Maddes! Du sagst das, vermutlich alle hier, ich auch und die meisten mit Entfremdung befassten Forscher auf der ganzen Welt garantiert. Aber die Macht liegt in den Händen der Industrielobbies und das ist eine der fettesten Industrien der Welt und gewiss die mit den höchsten Steigerungsraten ( der militärisch-industrielle Komplex könnte ähnlich reich, mächtig und am „Wachsen“ sein, aber das war es dann auch schon ).

    @Andreas:
    „Ich hab gestern schon auf den Link geklickt und konnte ähnlich wie du nicht glauben, dass das ernst gemeint ist.“

    Mich erschüttert sowas nicht mehr, da ( seit ) ich weiß, daß das in der gesamten Branche DIE Normalität ist. Wenige formulieren nach außen so deutlich, aber hinter vorgehaltener Hand sind es wohl die meisten, denn: davon lässt sich unverschämt gut leben!
    Wieder der Unglaublichkeitstrick!

    @Werner:
    „Mein Antrag wurde von der Mutter Punkt für Punkt mit dem Kind diskutiert und „verteufelt“, das fanden alle ok…“

    Das wird ganz offiziell geraten, nur „nicht ganz wortgenau“, es heißt dann, man soll dem Kind nichts wichtiges verschweigen, sondern „kindgerecht erörtern“.
    Daß sich das auf solche gehirnwäschartigen Schweinereien bezieht, habe ich auch erst kapiert, als es mir von einer JA-MA lächelnd so erklärt wurde. Kurz gesagt: Wenn Du so etwas monierst, kriegst Du bei Amt, Gericht, sonstigen Beteiligten und Mitwirkenden die Arschkarte zugeschoben, NICHT die Exe! Von wegen, wer ist hier „Erziehungsungeeignet“?

    Schwer zu glauben? Ja! Aber issso!

    „Der Rest genauso bei mir geschehen, mein Sohn ist jetzt 13 Jahre alt, darf jetzt endlich nach Gerichtsbeschluss pro Mutter Ritalin nehmen, was sie seit 6 Monaten schon wollte.“

    Das macht pflegeleicht und bestätigt eindeutig, daß Du dem Kind schadest! Das arme Kind, gut daß es eine so liebevoll umsorgende Mutter hat und die Pharmabranche da heute gute Medizin anbietet. ( cyninism off ).
    So und nicht anders ist das zu verstehen.

    „…und das wars für meinen Sohn, mit 13…“

    DAS ( das alter des Kindes ) darfst Du als relativ ernsthafte Chance werten, ganz ehrlich. Irgendwann kriegt er höchstwahrscheinlich Zweifel, setzt die Droge ab und wird neugierig auf den Rest der Welt. Zumal er sich noch relativ gut an Dich wird erinnern können. Wenn Du dann zur Stelle bist, hast Du gute Karten. Ich drück Dir die Daumen!

    „Das Familienrecht ist durchsetzt mit Gutmenschem die meinen, mit Gesprächen bei der Begutachtung und vor Gericht ist alles gut. Danach ist alles egal. Verfahrensbeistand: das geht aus wie das letzte Mal“… dann geht der noch regelmäßig Essen mit der Richterin.. und im Beschluss stehen dann z.T. seine Fromulierungen.“

    Natürlich, nach dem Fall ist vor dem nächsten Fall. Und denkst Du etwa, ein Richter hat Lust selbst herumzuformulieren, wenn es heutzutage locker mit Copy&Paste geht?
    In meinem Fall schrieben , die JA-MA, die Gutachter und die Verfahrenspflegerin von der Mutter und sich gegenseitig ab und die Richterin hat sich da die „rechtswirksamsten“ Bausteine rausgesucht. Auch das ist ganz übliche Normalität im geheimen Sondergericht, das machen die praktisch immer so. Ein ganz übliches Geschäftsverhältnis.
    Wenn beide Seiten gleich angehört und die Inhalte entsprechend gleich gewichtet würden, die Bausteine als solche gekennzeichnet wären, wäre die Abkupferei eigentlich auch i.O., aber …..

    „Mein Fazit: Umgangsentzug sofort zur Strafsache machen mit entspr. professioneller Begleitung… dann würde es viele Verfahren/Entfremdungen gar nicht geben. Und auch ein Wechselmodell wäre möglich… wenn Väter gleichberechtigt behandelt werden.“

    Jup! Wenn es denn ein Strafgericht wäre, oder die Weiterleitungspflicht beachtet würde ….

    @Kiki:
    „Mein erstes Gefühl war mich der Empörung anzuschließen. Dieses Gefühl ist aber eine leichten Bewunderung für die klare und offene Haltung der Kanzlei gewichen. Wäre ich in einer strittigen Trennung würde ich mir überlegen ob ich mich durch diese Kanzlei vertreten lassen würde.“

    Irgendwie scheinst Du überhaupt nicht zu verstehen, was hier Phase ist. Ich setze mal wohlwollend voraus, daß der erste Satz keine niederschwellige boshafte Anspielung sein soll. Es geht hier nicht im geringsten um eine emotionale Empörung, nach der FB-Gruppen-Methode.
    Erschreckend ist, daß Du im zweiten und dritten Satz das Kind vollständig ausblendest, da fällt das „Wohlmeinen“ dann schon deutlich schwerer.

    „Ein Anwalt hat die Aufgabe seinen Mandanten mit allen Mitteln und bestmöglich zu vertreten.“

    Das meinst Du nicht wirklich ernst, oder? Darf der RA auch mit der AK47 in die Anhörung gehen und die Gegenpartei abknallen? Ich meine nein! Selbst dann nicht, wenn sein Mandant ein Mörder ist und das die „letzte Verteidigung“ wäre.
    Auch der widerlichste Winkeladvokat, hat sich in JEDEM Rechtsstaat an Recht und gesetzliche Legalität zu halten! Aufrufe/eindeutige Ermunterungen zu Schwerstverbrechen ( und genau darum handelt es sich beim Diskussionsgegenstand ) sind selbstverständlich niemals legal!
    Und komme jetzt nicht mit dem tautologischen „Argument“, daß das ja legal sein muß, weil sonst wäre Frau Wendelmuth ja verhaftet worden ( das wäre Regierungssprecherniveau und in diese geistige Tiefgarage wollen wir uns nicht begeben, oder? ).

    „Sein Mandant ist nicht das Kind sondern ein Elternteil hier die Mutter. Und genau auf diese Zielgruppe ist der Aufmacher zugeschnitten.“

    Das hat hier auch niemand bezweifelt. Aber ist es Aufgabe eines Anwalts, der beste Werbefachmann im Lande zu sein? Den Eskimos Kühlschränke anzudrehen o.ä.? Oder gar Kindesmißbrauch zu propagieren? Frau Wendelmuth meint ja, wir hier ( ich denke, da darf ich mal pauschal für alle sprechen ) meinen nein.
    Oder zweifelst Du an der Begründung, also z.B. daß führende Forscher in den entsprechenden Gebieten ( und zwar in Psychologie, Psychiatrie und neuerdings auch Neurologie UND Genetik ) vollzogene, gezielte Entfremdung mit seelischer Vergewaltigung ganz offiziell einsortieren? Siehst Du da wirklich den Straftatbestand nicht?

    „ZUsätzlich lese ich nicht nur eine Anleitung wie man das Wechselmodell unmöglich macht sondern auch Kritik am BGH. Der BGH zwingt einen Anwalt, der seinen Beruf mit Engagement ausübt und seinen Mandanten über alle Möglichkeiten aufklärt, sich an die beschrieben Vorgehensweise zu halten.“

    Na klar, nur, daß die Kritik erlogen ist, da sie exakt gegenteilig lauten müßte. Der BGH zwingt niemanden Straftaten zu begehen! Er ermuntert nur „zwischen den Zeilen“ dazu und genau DAS kritisiert Frau Wendelmuth nicht nur überhaupt nicht, sondern sie greift es explizit auf und verwendet es als Reklame!
    Denn tatsächlich weiß auch der BGH ( dazu ist er sogar verpflichtet ), daß die Disziplinierung amokartige Straftaten planender Parteien „Ruhe in das Verfahren“ bringt UND das Parteienverhältnis im Schnitt sogar meßbar verbessert! Und auch Frau Wendelmuth muß das wissen, sonst ist ihre Lizenz bestenfalls von Jahrmarktwert.

    „Wäre der BGH klarer und würde er zB das Wechselmodell grundsätzlich als Umgangsregelung festlegen und Zuwiderhandlungen strafrechtlichen Verfolgen wären die Ratschläge eines Anwaltes anders.“

    Nur kann das der BGH gar nicht, denn er ist nicht der Gesetzgeber sondern lediglich Exekutive!

    „Moralisch gesehen ist jeder Mensch verpflichtet sich gegenüber seinen Mitmenschen gut zu verhalten. Aber was genau das ist weiß niemand so richtig und hängt von vielen Parametern ab, Kompetenz, Intelligenz, Glaube….“

    Noch mal extra für Dich, Kiki ( das ist ein Bildungsangebot, da ich da bei Dir Defizite zu entdecken meine ):
    Die obersten Prämissen für einen Anwalt, genau wie für jeden Bürger, haben Gesetz und Recht zu sein und da gibt es ( übrigens letztendlich auch auf „moralischem“ Gebiet ) ganz klare Regeln und die sind auch hier in D. zumindest offiziell gültig!
    Reklame für Verbrechen gehört eindeutig NICHT dazu!

    „Viel wichtiger als das Streben eines Anwaltes seinen Beruf auszufüllen ist das Verhalten der Mutter. Sie wird nicht gezwungen den Ratschlägen des Anwaltes zu folgen. Es ist ausschließlich die Entscheidung der Mutter wie sie sich verhält – gegenüber einem Exmann, einem Vater der gemeinsamen Kinder.“

    Auch da liegst Du falsch. Erstens erfüllt der Anwalt ( hier: Wendelmuth ) seinen Beruf gerade nicht, sondern arbeitetet ganz klar gegen die dafür existierenden Regeln.
    Zweitens ist unlauterer Wettbewerb mittels krimineller Werbung garantiert GAR NICHT in der anwaltlichen Berufsbeschreibung zu finden, nirgendwo.
    Nebenbei ist der Vater NICHT „ein Vater der gemeinsamen Kinder“, sondern ganz exakt DER Vater der gemeinsamen Kinder! Nur so als kleine Randinfo.
    Es ist eben NICHT ganz allein Entscheidung der Mutter, sondern jedes Mitglied der staatlichen Gemeinschaft entscheidet ggf. mit, also auch der Anwalt ( vom Berufsethos mal ganz zu schweigen ). Lies mal was im GG unter Art.6(2), Satz 2 steht. Ich kann es auswendig, spare Dir die Recherche, da steht wortwörtlich: „Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft“!
    Also NICHT nur der Richter, der Anwalt, oder eine JA-MA, sondern wir alle, AUCH Du selbst!
    ( Ich sage ja immer, so schlecht ist das GG wirklich [ noch ] nicht, wer sich damit befasst, kann da hie und da einiges an grundsolidem sozialen Sinn drin entdecken. Man muß es nur wollen und tun )

    „Es wäre falsch dem Anwalt jetzt moralische Verpflichtungen aufzuerlegen und ihr Fehlverhalten vorzuwerfen dessen sie sich nicht schuldig gemacht hat.“

    Stimmt! Das wäre es, aber das tut hier auch keiner. Aber die moralischen Verpflichtungen die der RA per se hat, kann man geltend machen und erfolgtes, eindeutig schuldhaftes, schweres Fehlverhalten kann, darf und muß man letztendlich sogar kritisieren und das nicht zuletzt auch in Form ganz konkreter Anwürfe.

    „Wie gesagt, sie vertritt ihre Mandantin, eine Frau und Mutter.“

    Und wenn sie den Kaiser von China verträte würde das genau gar nichts ändern.

    „Und die Mutter muss sich den Vorwürfen stellen“

    Das muß sie, aber es ist ihr gutes Recht, dabei auf ein berufliches Kompetenzgefälle hinzuweisen und sich im Zweifel vor einem Strafgericht auch explizit darauf zu berufen.
    Die RAin trifft qua Beruf ohne jeden Zweifel die weitaus größere Schuld in dem Fall, da gibt es überhaupt nix dran zu deuteln!
    Was nicht heißt, daß es nicht noch weitere Leute mit Schuldanteilen gibt. Es kann z.B. im Hintergrund auch noch eine Nötigungssituation durch eine JA-MA mit hineinspielen, aber das genau auszuführen führe hier jetzt zu weit vom Thread-Thema weg.

    „Was die Frage aufwirft ob Mütter, die die geratenen Wege gehen wirklich gute Mütter sind (oder Väter die ebenso handeln)“

    Das kann nur im konkreten Einzelfall bei Kenntnis aller relevanten Umstände im Nachhinein beurteilt werden ( s.o., u.U. Nötigungssituation ). Wir ( und da schließe ich Dich jetzt mit ein ) können es hier und jetzt jedenfalls nicht.

    „Vielleicht müssen wir anstelle er Negativwerbung für diese Kanzlei zu machen überlegen wie das Familienrecht ausgestaltet werden muss damit genau diese Lücken die die Anwältin beschreibt geschlossen werden und Eltern sich ihrer eigenen Verantwortung stellen müssen und sich viel besser über die Auswirkungen ihres Verhaltens auf die physische und psychische Gesundheit ihrer Kinder informieren müssen.“

    Nein, das müssen wir hier und jetzt auch nicht, zumal es sich nicht um „Negativwerbung“ handelt, sondern um eine freie Diskussion, die sich ausdrücklich mit dem Text der RAin und damit zusammenhängenden Vorgängen, Ereignissen, Wissensbeständen und Erfahrungen beschäftigt. Ein Geschäftsinteresse verbindet sicherlich keiner hier damit und ich denke, daß nach mehreren Jahrzehnten medialem und politischem Shitstorms gegen Väter und ihre Kinder, die wesentlichen gesundheitlichen Aspekte der Erziehung jedenfalls fast allen hier versammelten einigermaßen bewußt sind. Von Rechtslücken desbezüglich habe ich noch nichts gehört und die gesetzlichen und jurisdiktatorischen „Lücken“ und Fehler sind vermutlich auch den meisten hier wenigstens grob bekannt und hier und jetzt auch kaum von großem Interesse, bezüglich des Diskussionsgegenstandes. Sowieso geht es einfach NICHT darum gegen Eltern anzuschreiben, sondern den Zustand der Verhältnisse zwischen RAen und Jurisdiktion/Strafverfolgung und die Auswirkungen, Lösungsmöglichkeiten etc. ( möglichst sachgerecht, was für z.T. betroffene Menschen gar nicht so einfach ist ) zu diskutieren und das an einem ganz konkreten Beispiel.
    So ungefähr würde ich das zumindest zum Ausdruck bringen, falls Lucas das anders sieht, oder ihm noch ein paar Ergänzungen dazu einfallen, mag er etwas dazu sagen.

    „Und ich wage hier die Behauptung, dass sich diese Eltern, die sich um ihrer Kinder kümmern aus Liebe zu ihren Kindern lieber friedliche Lösungen suchen.“

    Thema wieder verfehlt!

    „Ich persönlich finde eine offene klare Haltung besser, dann weiß ich wem ich gegenüber stehe, als ein undurchsichteges oder falsches Verhalten, wie zB eine Kanzlei die auf ihrer Website sich als Interessenvertreter der Kinder darstellt und im geschlossenen Raum dennoch solche Ratschläge gibt.“

    Okay, mir sind Leute, die die Maschinenpistole offen vor dem Bauch hängen haben, auch lieber, als solche, die sie unter einem Mantel verbergen, aber was willst Du damit sonst noch sagen?

    „Die Anwältin rät schonungslos offen zu Streit und klagt gleichzeitig an, dass der BGH wegen seiner mutlosen Entscheidung, soviel Raum gibt, dass niederträchtiges Verhalten eines Elternteils belohnt wird.“

    Nein! Sie lügt in dem Punkte ganz eindeutig ( s.o. )! Und ob es Mut seitens des BGH braucht, egal wofür, ist i.d.Bez. vollkommen unwesentlich. Wenn die RAin eine Klage führen wollte, stünde ihr der Rechtsweg sperrangelweit offen, ausgebildet ist sie dafür.

    „Ob die offene Haltung der Kanzlei wirklich eine Verrohung darstellt?“

    Was sonst?

    „Menschen sind immer zu allem fähig.“

    Und? Legitimiert das irgendwas, wenn ja, was genau? Mord, Vergewaltigung? Terroristische Rädelsführerei? Diebstahl? Erpressung? Oder sonst irgendetwas, was in das StGB gehört? Ich meine nicht!

    „Die Anwältin möchte erfolgreich sein, gut verdienen und sie macht dies damit sie selbst ein Leben nach ihren Vorstellungen leben kann, gemütlich, luxuriös mit guter Altersvorsorge. Und wie gesgat sie vertritt ihre Mandanten und nicht deren Kinder.“

    Ich denke, diese Redundanz erneut zu kommentieren, erspare ich mir einfach, das sollte mittlerweile jeder hier selbst beantworten können.

    „Außerdem ist eine demokratische Einstellung und die einer offenen Gesellschaft wohl so, dass jeder seine Meinung offen sagen darf.“

    Auch dafür gibt es klare Regeln, die gerade wieder aktuell diskutiert werden, nicht zuletzt auch hier. Und nein, unwahr vortragendes manipulatives Verhalten zu kriminellen Zwecken fällt NICHT unter freie Meinungsäußerung.

    „Ich selbst kann also werde eine schädigendes Verhalten erkennen, wenn ich zulasse, dass Menschen andere Überzeugungen haben dürfen als ich selbst, zB, dass Menschen überzeugt sein können, dass Kinder zu Müttern gehören.“

    Das glaube ich Dir zwar nicht, aber sei es drum. Außerdem vertritt hier bis jetzt NIEMAND die Meinung, daß Kinder nicht zu ihrer Mutter gehören. Auch das ist schlicht nicht Diskussionsgegenstand. Nebenbei gehören Kinder genau so zu ihrem Vater und wenn möglich zu ihren sonstigen näheren Verwandten.

    „Und solche Überzeugung finde ich auch bei Männern.“

    Wahrscheinlich sogar bei allen hier.

    „Es sind immer die Eltern selbst.“

    Was? Schuldig? Nein! Eltern? Ja.
    Abschließende Bemerkung @Kiki: Dein Argumentationsmuster finde ich auffällig, darf ich fragen, was Du so beruflich machst?

  • Teil drei vom „Rest“

    @Maddes:
    „Es ist natürlich nicht im Sinne des BGH, dass sich die Eltern dann mehr streiten – eigentlich soll der Druck in die Richtung gehen, dass die Umgangsverweigerin ihre Sturheit aufgibt.“

    Korrekt erkannt, dafür gibt es extra die §§ 278 ZPO und 156 FamFG, ich meine, im BGB steht das auch irgendwo ( 15xx, oder so ), sinngemäß: „Das Gericht wirkt in jeder Lage des Verfahrens auf ein Einvernehmen hin“. Also auch in einem „unkonkreten“ Verfahren.
    Nur die geheimen Sondergerichte interessiert das überhaupt nicht. Und der BGH in diesem Fall, na ja ….

    „Ein Anwalt, der solcherart durchgängig auf Eskalation setzt, ist keiner, den ich in einem Rechtsstreit wählen würde. Wer das trotzdem tut, zeigt sich bereits bei der Wahl des Anwalts als Konflikteskalierend.“

    Jo! Eindeutige Klientelpolitik! Und zwar für eine äußerst spezielle Zielgruppe. Da ist dann auch klar, wer sich davon anlocken lässt.

    „Ich würde einen solchen Anwalt nicht in Betracht ziehen – würde ich allerdings sehen, dass ein Verfahrensgegner einen solchen eskalierenden Anwalt wählt, würde ich das als klares Signal und Kampfansage sehen – und mir die Wahl des eigenen Anwalts noch einmal überlegen und gegebenenfalls an diese Kriegserklärung anpassen.“

    Etwas anderes würde Dir beim heutigen Zustand der Jurisdiktion auch gar nicht übrig bleiben, könnte aber für Dich als Vater verdammt teuer werden.

    @Billy:
    „jede Verkleinerung der rechtlichen Benachteiligung von Vätern wird angegriffen und sofort nach Wegen gesucht, diese zu unterminieren“

    Ganz klare VAMV-Linie!

    „Ihr augenzwinkernder Verweis auf „sich auszahlende Investitionen“ legt nahe, dass ihr das sogar sehr bewusst ist, dass sie sich damit abseits des Legalen bewegt.“

    Volle Zustimmung, einer der Knackpunkte des Pamphlets!

    „Das was dieses [edit, LS] da empfiehlt, ist nichts anderes als die gezielte Zerstörung der Seele eines Kindes mit dem einzigen Ziel der Befriedigung zutiefst narzisstischer Egoismen der Mutter.“

    Da würde ich sogar noch einen halben Schritt weiter gehen und sagen, daß es sich um mehr als zustimmende Billigung handelt, Richtung Förderung/Ermunterung mindestens. Wobei das aber „nur“ Sekundärziel ist. Primär steht der Dame offenbar die eigene Vorteilsnahme noch deutlich näher.

    @Lucas:
    „Wichtig aber ist: Die Kritik [ der Rain am BGH ] richtet sich NICHT gegen die Eskalationslogik, dass eine Mutter davon profitieren kann, wenn sie dem Kind schadet.“

    Der innerste Kernpunkt und wesentlichste Diskussionsansatz hier, denke ich!

    „Einerseits sind sich Mütter – und mit ihnen ihre Anwält*innen – ihrer enormen Machtposition völlig selbstverständlich bewusst: Sie können erheblich destruktiv agieren, aber zugleich darauf spekulieren, dass sie selbst davon keinen Nachteil haben, sondern eher noch den Vater aus der Beziehung zum Kind herausmanövrieren werden.“

    Sehe ich genau so und erachte das als praktisch unumstößlichen Beweis der eklatanten Schieflage, egal was irgendwelche „Mütterlobbyisten“ da bestreiten und herumjammern.
    Das Problem ist, gerade nachdem die RAin sich, m.E. vorsätzlich, dumm stellt, dieses Bewußtsein gerichtsfest nachzuweisen. Den Müttern kann man damit kaum je was ans Zeug flicken, aber das wäre nicht so schlimm, die sind im Schnitt relativ „einfach“ zur Vernunft zu bringen. Aber den RAen, bundesweit, schon – und das wäre auch dringend notwendig!

    „Zugleich ungeheuer mächtig und absolut nicht verantwortlich für das eigene Handeln: Das ist eine furchtbare Mischung. Und diese Mischung rührt die Kanzlei selbst an, die kann sie nicht dem BGH zuschieben.“

    Das ist nicht nur furchtbar, sondern auch eine ganz faule Ausrede, sofern die Dame eine ganz normale Schule besucht hat. Ich gehe jedenfalls davon aus, daß es Lehrinhalt in Soziologie ( auch in der Grundschule ) ist, daß Macht IMMER mit Verantwortung einhergeht.
    Wobei ich dem BGH ja durchaus eine indirekte Mitschuld gebe, aber eben „lediglich“ in Form eines als solches nicht ausdrücklich gekennzeichneten Signals.

    „Die extremen Passagen zur gezielten Streit-Eskalation werden dann eben auch nicht mit dem Hinweis versehen, dass Mütter sich so nicht verhalten dürften, weil es dem Kind massiv schadet.“

    Und das werte ich, aufgrund des Ausbildungsstandes und offiziellen Berufsethos‘ JEDES RAs, als ganz gezielte Unterlassung zum Zwecke der Aufwiegelung. Auf ein bedauerliches „Versehen“ kann die sich nicht herausreden.

    „Die Pointe von alledem: Die skizzierten Verhaltensweisen sind überhaupt nicht „überzeichnet“, sie sind ganz real, und jeder, der sich schon mal mit Geschichten von Trennungsvätern beschäftigt hat, wird das wissen.“

    Der „gute alte Trick“ mit der Unglaublichkeit …..
    Die, die es wissen haben keinen Nutzen davon, die, die es nicht wissen, glauben es nicht.

    @Kiki:
    „Dennoch, wenn ich lese, diese Aufrufe sind Straftatbestände, dann bitte bringt es zur Anzeige.“

    Ich mache gern den Nebenkläger, wenn Du es anzeigst und Strafantrag stellst. Nimmst Du mich beim Wort? Oder geht das schon aus „technischen Gründen“ nicht?
    Oder lese ich da zwischen den Zeilen ein „Ha ha! Ihr schwafelt ja bloß“?

    „Aber wenn es zu keiner Maßnahme gegen sie kommt ist solch eine Anleitung zulässig und dann lieber offen als hintenrum.“

    Auch da liegst Du falsch. Nichts wird einfach dadurch legal, daß es niemand zur Anzeige bringt! Das eine hat mit dem anderen schlicht nichts zu tun! Sonst gäbe es auch ein „Gewohnheitsrecht auf Vergewaltigung“!

    „Im Übrigen gibt es das gleiche Verhalten von Anwälten und Vätern, die die Mütter ausgrenzen. Es sind die Eltern die ihre eigenen Kinder verbrennen.“

    Redundanz! Längst erledigt ( s.o. )!

    „Die Verteidigerin eines Vergewaltigers erklärte vor Gericht, dass das Mädchen dies genauso wollte. Auch dagegen echauffierten sich einige und auch ich finde dies schrecklich. Aber unser Rechtssystem ist, soweit ich es verstehe, eben in diesem Sinne aufgebaut, bewußt so aufgebaut.“

    Erstens ist es das nicht und zweitens betreibst Du damit stumpfes Derailing, durch ( unwahren ) Whataboutism.

    „Sie sagt klar was Sache ist, wie schäbig sich Elternteile verhalten müssen um sich finanzielle Vorteile zu sichern und zeigt klar, dass es ihnen eben nicht um das Kind geht.“

    Und woher will die Dame das wissen, daß es Eltern ( welchen und wann? ) nicht um das Kind geht?
    Und was hat das bitte mit der Legitimität solcher Agit-Prop-Reklame zu tun? Außer, daß Du derartiges, nach eigener Aussage, sogar gut findest?

    „Ich für mein Teil wünsche mir noch mehr solch offene Darstellungen.“

    DAS, liebe Kiki, glaube ich Dir sogar Wort für Wort und erinnere an meine abschließende Frage zu Deinem ersten Kommentar.

    „Diejenigen, die ich in der Pflicht sehe sind die Ämter, Gericht und Jugendamt.“

    Die sind aber nicht RA der Mandantin! Können also auch nicht stellvertretend für sie Verantwortung übernehmen. Das muß die Frau Wendelmuth schon selbst machen!
    Ach, übrigens: Warum blendest Du hier die Hauptverantwortliche ( und den Anlass der Diskussion ) gezielt aus?

    „Hoffentlich lesen viele Richter und Sozialarbeiter diese Anleitungen und finden sie ebenso niederträchtig wie ihr und ich und stellen sich dann gegen diese Art von Eltern oder denken, aha jetzt kommt der Anwalt, der eskaliert und entscheidet dann eben nach anderen Gesichtspunkten.“

    Schlecht getarnte Schuldverschiebung auf die Eltern ( beide wohlmöglich ). Nein, für das anwaltliche Handeln ist niemand außer der RA selbst zuständig! Punktum!

    @Ih:
    „Aber ein Rechtsanwalt ist nun einmal den Interessen seines Mandanten verpflichtet, inklusive der Pflicht zum Hinweis auf eventuelle negative Konsequenzen“

    Geaber! Aber nicht zuvörderst! Und das weißt Du.

    „Ich kann Dir jedenfalls sagen, dass ich jeden Mandanten mit einer Kindschaftssache auf die beschriebene Logik des Familienrechts aufmerksam mache: Wer das Kind hat, dem nützt Streit und wer es nicht hat, dem nützt Harmonie.“

    Ich werte das jetzt wohlmeinend nicht als unterschwelliges Geständnis. Aber sicherlich meinst nicht das Familienrecht, sondern die Familienrechtspraxis. Keine Ursache, den Gefallen tu ich Dir gern 😉

    „Ich erkläre Mandanten dann übrigens in der Regel auch, dass Gerichte quasi nie irgendwas durchsetzen, sondern eigentlich nur einen Status-Quo der (Macht-)Verhältnisse ordnen und festschreiben.“

    Richter und JA-MA reden im gleichen Zusammenhang zwar stets von „nach dem Ist-Zustand gehen“, aber ich denke, Du meinst genau das, nämlich den überzogenen Fetisch des Kontinuitätsprinzips.

    „Kindschaftssachen werden nicht vor Gericht gewonnen oder verloren.“

    Nun, Du weißt, daß wir leider hier nicht die Macht haben geheime Sondergerichte abzuschaffen, oder gar zu verbieten.
    Und so lange es die noch gibt, werden diese strittigen Fälle, um die es geht, praktisch ausschließlich dort gewonnen oder verloren. Meist logischerweise verloren, zu mindestens zwei Dritteln Parteianteil, eher sogar mehr, wenn man Folgeverfahren mit einrechnet ( allein schon durch die u.U. später anliegende Totalentelterung ).

    „Und wenn jemand mit dem Kindeswohl argumentiert, dann sei darauf hingewiesen, dass diese Logik des Familienrechts ein direkter Ausfluss vor allem des Kontinuitätsprinzips als Ausgestaltung des Kindeswohls ist.“

    Immerhin, wenn auch gruselig formuliert ( s.o. ).

    „Dem Kind soll erspart werden ständig erzwungen hin und her zu wechseln.“

    Und eben das ist schon rein rechnerisch Unfug! Vom Bindungsaspekt ganz zu schweigen und ich vermute stark, daß Du auch das weißt. Möchtest Du hier selbst ein wenig klappern?

    „Damit gehen nämlich immer Bindungsveränderungen oder -abbrüche einher, die wohl der kindlichen Entwicklung tatsächlich sehr abträglich sind.“

    Womit genau? Mit der Doppelresidenz? Nicht wirklich, oder? Erkläre doch mal ein wenig exakter und etwas weniger zweideutig.

    Der Rest Deines Kommentars ist einigermaßen wirr, mag aber Deine ganz persönliche Erfahrung sein, weshalb ich dazu auch nix sage.
    Bis auf den letzten Absatz, da stimme ich Dir zu:

    „Was aber finanziell reizvoll sein dürfte, ist eine schöne Polemik mit gutem Echo in sozialen Medien und Blogs. Die Verlinkung durch ein ernsthaftes Blog wie dieses hier ist bares Geld wert.“

    Nun, das können wir kaum verhindern, aber schon ein wenig in die leckere Suppe spucken, manch potenzieller Mandant kann ja durchaus lesen ….

    Pühüh! Geschafft! Zeit für eine ordentliche Kumme Augenpflege!

    Nochmal sorry für schlechten Stil, verunglückte Formulierungen und überhaupt ….

    CU!
    ( hoffentlich bei weniger komplex zu bearbeitenden Gesprächsinhalten! )

    • @ chris Ja, ich habe heute auch gemerkt, dass der Text wohl in beiden Teilen vollständig aus dem Netz genommen wurde. Es gibt aber, soweit ich es sehe, auch keine Erklärung dafür, keine Rechtfertigung oder Richtigstellung oder gar Entschuldigung – die Texte sind einfach nicht mehr da.

      Das sollte man, denke ich, grundsätzlich auch einfach so akzeptieren. Daher möchte ich die Screenshots, die ich vom gesamten Text in beiden Versionen habe, hier auch nicht als Fotos veröffentlichen. Ich mache hier lediglich ein zentrales Zitat per Link verfügbar, um belegen zu können, dass ich mir hier im Blog nicht irgendetwas aus den Fingern gesaugt habe. Es ist ja unglaublich genug.

      Mein eigener Text erschien am 22.7., der zweite Textteil auf der Webseite der Kanzlei nach meinen Informationen am 18.7. Er wurde, wenn ich das richtig mitbekommen habe, am Morgen kurz vor der Veröffentlichung meines Textes überarbeitet, war also immerhin vier Tage in der Originalversion im Netz. In dieser Zeit gab es schon heftige Beschwerden bei Twitter und bei Facebook, die dann wohl zur Überarbeitung geführt haben.

      Die Originalversion ist u.a. relevant, weil sich die Anwaltskanzlei meines Wissens niemals davon distanziert hat – sie erklärte nur, dass einige Leser sie missverstanden hätten.

      Sie ist aber vor allem wichtig, weil sie ein Schlaglicht wirft auf die Wut, die angesichts der begrüßenswerten Entwicklung hin zur Doppelresidenz bei vielen Profiteuren des bisherigen und weiter aufrechterhaltenen Systems hochkocht – und auf die Methoden, die erwogen (und, nach der Erfahrung vieler, angewandt) werden, um die eigene Position zu verteidigen.

      Daher ist die Dokumentation auch wichtig.

  • Haha.
    Gut, DIESE eine RA formuliert weit übers Ziel hinaus. Schlimm. Und jetzt?

    Nur, was „vergessen“ wird zu erwähnen: die VÄTERLOBBY ist die Seite im Spiel mit den massivsten aggressiven Kommentaren und der selbstgerechten Vorgehensweise. Völlig anders als erwähnt… „Ich kenne keinen Vater der so abwertend über Mütter spricht“?
    In jedem Väter-Blog, in jedem Gericht täglich, in jeder Antragsschrift stehen die abwertendsten Dinge von Vätern über Mütter, unzählbar.

    Es ist angesichts der Fakten absurd zu verallgemeinern, dass arme Väter immer nur benachteiligt werden.
    Über 90% der Alleinerziehenden sind Mütter. Nicht freiwillig. Warum? Weil Väter sich meist aus der Verantwortung ziehen, anwesend sind, oder sogar schlimmeres (Gewalt etc).
    Hier müssten fallbezogen immer die Kinder im Blick behalten werden.
    Stattdessen pochen Väterlobbyisten auf „ihre“ Rechte. Was hat das mit dem Kind zu tun? Nichts, garnichts genauer gesagt.

    Wenn vorher kaum Interesse, Verantwortungsübernahme und aktives Einbringen vom Vater vorhanden war, liegt es auf der Hand, dass es vielen Vätern hinterher v.a. um ihr eigenes Ego, gekränkte Eitelkeit und formale „GleichberRECHTigung“ statt tatsächlich um die BEDÜRFNISSE der Kinder geht.
    Pflichten und Fürsorge fürs Kind bleiben in den meisten Fällen immer noch zumeist an der Mutter hängen, ebenso, wie die Pflicht, Unterhalt fürs Kind zu zahlen, die meisten ach so benachteiligten Väter ja kaum interessiert (Über 50% zahlen keinen Unterhalt).

    Wo bleiben da die Rechte der Mütter? Wo bleibt da die Gleichverteilung von Rechten, UND Pflichten?

    Schwach, einseitig und regelrecht „Rosinenpickerei“, dieser „Artikel“.

    • Sei doch so gut, liebe Anne, und biete uns mal ein paar Belege für Deine vielen vollmundigen Behauptungen.

      Du behauptest z. B., dass die alleinerziehenden Mütter „nicht freiwillig“ alleinerziehend sind. Bring dafür doch bitte mal Belege.

      Dann Deine Behauptung, dass über 50% der getrennten Väter keinen Unterhalt zahlen. Auch dafür brauchen wir Belege. Wobei ich mal unterstelle, dass Du allein jene Fälle im Blick hast, wo die Väter überhaupt in der Lage sind, Unterhalt zu zahlen, dies aber nicht tun.

      „Über 50%“ also. Und „über 90% der Alleinerziehenden“. So viele Prozentangaben und so wenig Belege – das macht keinen Spaß.

      Das gilt natürlich auch für Dein: „Pflichten und Fürsorge fürs Kind bleiben in den meisten Fällen immer noch zumeist an der Mutter hängen, …“ In den meisten Fällen. Immer. Zumeist.

      Doch Deine Frage „Wo bleiben da die Rechte der Mütter?“ können wir schnell beantworten: Beim Familiengericht, beim Jugendamt und bei der Schlichtungsstelle. Und dann noch in der Presse und auch in der Talk-Show. Reicht Dir das?

      Und Deine Frage „Wo bleibt da die Gleichverteilung von Rechten, UND Pflichten?“ ist sehr berechtigt. Vielleicht haben deshalb getrennte Väter diese Frage immer wieder gestellt.

      Also nicht vergessen: „In God we trust – all others must bring data“.

      • @jochen: Danke, du hast ziemlich genau geschrieben was mir auch durch den Kopf ging. Ergänzen möchte ich noch, dass natürlich auch folgende Behauptung dringend einer unterfütterung mit handfesten belegen bedarf:

        „Wenn vorher kaum Interesse, Verantwortungsübernahme und aktives Einbringen vom Vater vorhanden war, liegt es auf der Hand, dass es vielen Vätern hinterher v.a. um ihr eigenes Ego, gekränkte Eitelkeit und formale „GleichberRECHTigung“ statt tatsächlich um die BEDÜRFNISSE der Kinder geht.“

        Solange diese Belege ausbleiben, bezeichne ich obiges als das was es ist: eine stereotype Unterstellung. Dass eine solche vor allen aus dem feministischen Spektrum kommt, wo wir doch alle wissen dass gerade der feminismus sich den Kampf gegen stereotype rollenklischees verschrieben hat, mag für Anne eine interessante Anregung zur reflektion sein. In diesem Forum kann es niemanden mehr überraschen.

        @anne: Fast alles was du ansprichst ist schon seit Jahren von uns durchgedacht und ausformuliert. Deine platten Vorwürfe locken keinen hund mehr hinter dem Ofen hervor. Als Anregung kannst du dir mal anlesen, was Warren Farrell über den disposable Male, den wegwerfmann, geschrieben hat.

    • „Schwach, einseitig und regelrecht „Rosinenpickerei“, dieser „Artikel““

      Nö, aber der Kommentar von @Anne E.!

      Zu den tatsächlichen Prozentzahlen nicht zahlender Väter ( ich selbst bin so einer ) hätte ich dann auch gern die Vergleichsgruppe, also die Prozentzahlen nicht zahlender Mütter. Wenn ich mich nicht irre, dürfte Anne E. bei deren Anblick vor Scham im Boden versinken ….

      • Ach, noch was:
        „In jedem Väter-Blog, in jedem Gericht täglich, in jeder Antragsschrift stehen die abwertendsten Dinge von Vätern über Mütter, unzählbar.“

        Okay, Gerichtsdokumente muß man nicht unbedingt en Detail in der Öffentlichkeit diskutieren. Aber dies ist ein „Väter-Blog“. Suche doch mal eben die abwertendsten Dinge über Mütter hier heraus.

        Oder hier, vom Lutz:
        https://fatherleft.wordpress.com/

        Oder hier, vom Franzjörg:
        http://vater.franzjoerg.de/

        Nur um mal drei der bekanntesten vornanzustellen, es können gern mehr „Probanden“ mit Adresse vorgeschlagen werden.

        • Ich habe die Zahlen dazu nicht im Kopf, aber es gibt sie. Ich meine deutlich weniger als die Hälfte der verknackten Väter sind Nichtzahler und mindestens dreiviertel der Mütter. Rein moralisch kann Anne E. hier also mal gar nicht punkten. Allerdings sind die reinen Zahlen auch nicht so richtig DAS Maß, da daraus nicht ersichtlich ist, wer freiwillig kein Elternteil mehr ist und wer nicht und was für angebliche oder tatsächliche Gründe hinterstecken. Ich z.B. würde lieber im Knast verrecken, als auch nur einen Cent für die Vernichtung meines Kindes zu bezahlen. Wer allerdings bspw. Kinder so schlecht behandelt, daß er ihnen ernsthafte Schäden zufügt, muß wenigstens versuchen seiner Verantwortung in Form einer Entschädigungszahlung ( analog einer Leibrente ) nachzukommen. So ähnlich wurde das auch schon von Rechtswissenschaftlern formuliert. Wobei es weniger um Schild geht, als eher um Fähigkeiten.

          • das es Zahlen gibt weis ich,
            in meinem Kopf geistern, 50% der Männer die keinen oder unvollständigen Unterhalt zahlen und 80% der Frauen die keinen oder unvollständigen Unterhalt zahlen, herum.
            Ich hab nur keine Ahnung, wo ich die herhab und finde die Quelle nicht mehr.
            Ich stimme dir zu, dass es zusätzlich wichtig wäre diese Zahlen weiter aufzuschlüsseln, warum nicht gezahlt/verspätet gezahlt/ unvollständig gezahlt wird.
            Ich würde mal als These aufstellen, dass zwischen Kindesentzug und nicht zahlen mindestens eine Korrelation besteht.
            Eventuell sogar eine Kausalität

    • Über 90% der Alleinerziehenden sind Mütter. Nicht freiwillig. Warum? Weil Väter sich meist aus der Verantwortung ziehen, anwesend sind, oder sogar schlimmeres (Gewalt etc).

      Tatsache ist, dass die Väterlobby das Wechselmodell als beste Lösung propagiert, während die Mütterlobby opponiert. Bleiben wir doch mal bei den Tatsachen. Die Mütterlobby will ihre Verfügungsgewalt über die Kinder nicht teilen, fürchtet den Machtverlust und fährt deshalb die Dauerpropaganda von den entrechteten, alleinerziehenden Müttern, denen diese Rolle aufgezwungen worden sei. Das sind Lügen, nichts weiter.

      • @ Pjotr „Das sind Lügen, nichts weiter.“ Ja, im Hinblick auf den Wahrheitsgehalt sind es politisch passende Unwahrheiten, also Lügen. Es ist aber auch eine Projektion, die dadurch möglich wird, dass viel ÜBER Väter, aber nicht MIT Vätern und ihren Vertretern geredet wird. Das wiederum ist nicht die Verantwortung von Anne, das ist politisches Programm, von der Spitze des zuständigen Familienministeriums.

        Die Pointe dieser Politik ist gar nicht, dass eine Politik für Mütter und gegen Väter gemacht würde. Tatsächlich wird eine Politik gemacht für Mütter UND Väter, die sich auf Kosten ihrer Kinder und auf Kosten des anderen Elternteils egoistisch verhalten – und GEGEN Väter UND Mütter, die im Interesse ihrer Kinder an der Kooperation miteinander interessiert sind.

        Denn natürlich gibt es Väter, die ihre Verantwortung verweigern, die Mütter und Kinder allein lassen. Ich kenne solche Fälle – in einem bekommt ein Vater es nicht einmal hin, seiner Tochter mal zum Geburtstag zu gratulieren.

        Nur: Solche Väter haben es sehr leicht – und wenn die Mütter sich darum bemühen, sie in die Kindessorge einzubinden, hören sie von Ämtern und Gerichten dasselbe, das sonst ausgegrenzte Väter hören: „Tja, wenn der Vater (die Mutter) nicht mitspielt, kann man da leider nix machen.“

        Die Ausgrenzung von Vätern und die Schonung verantwortungsverweigernder Väter sind zwei Seiten derselben Politik. Wer Vätern grundsätzlich nicht einmal das Sorgerecht gibt – oder wer es leicht macht, Väter von ihren Kindern wegzudrängen – der signalisiert eben unweigerlich, dass die Sorge von Vätern für ihre Kinder eigentlich gar nicht unbedingt nötig und vielleicht auch nicht einmal erwünscht ist.

        Von der „Alleinerziehungs“-Lobby (der Begriff „Mütterlobby“ ist aus den erwähnten Gründen wiederum eine Lüge, weil die Interessen vieler Mütter dadurch erheblich verletzt und keineswegs vertreten werden) ist es heuchlerisch, einerseits alles zu tun, um die Möglichkeit zu bewahren, Väter aus dem Leben ihrer Kinder zu tilgen – und andererseits lauthals die Verantwortungslosgkeit von Vätern zu beklagen, die sich nicht um ihre Kinder kümmern.

        Wer wirklich daran interessiert ist, dass Väter die Verantwortung für ihre Kinder wahrnehmen, der wird gar nicht erst auf die Idee kommen, es wäre sinnvoll, zu diesem Zwecke einfach pauschal die väterliche Kindessorge zu entwerten oder die Möglichkeit zur beliebigen Entfernung von Vätern bereitzuhalten.

        Ich würde es zum Beispiel für sinnvoll halten, in Fällen, in denen Väter sich ihrer Verantwortung entziehen, Zwangsberatungen durchzusetzen. Aber das ist ein anderes Thema – an dem die „Alleinerziehungs“-Lobby selbstverständlich auch gar kein Interesse hat.

        • „Nur: Solche Väter haben es sehr leicht – und wenn die Mütter sich darum bemühen, sie in die Kindessorge einzubinden, hören sie von Ämtern und Gerichten dasselbe, das sonst ausgegrenzte Väter hören: „Tja, wenn der Vater (die Mutter) nicht mitspielt, kann man da leider nix machen.““

          Und eben das sehe ich als boshaften Vorsatz an. Allein schon, weil das FamFG jetzt 10 Jahre alt wird und es seinerzeit lauthals gefeiert wurde, eben WEIL man „was machen“ kann, was vorher nicht praktisch umsetzbar war.
          Denn – und das wird immer noch gern von Juristen und sonstigen Profiteuren bestritten, oder als sinnlos dargestellt: Der §89 FamFG GILT IN BEIDE RICHTUNGEN! Und das funktioniert auch, wenn man einen Richter hat, der sich einen Rest Logik und Humanität bewahrt hat. Ein „kann man nichts machen“ gibt es im Gesetz nicht mehr! Es ist reine Geschäftspolitik wider besseres Wissen!

          „Ich würde es zum Beispiel für sinnvoll halten, in Fällen, in denen Väter sich ihrer Verantwortung entziehen, Zwangsberatungen durchzusetzen. Aber das ist ein anderes Thema – an dem die „Alleinerziehungs“-Lobby selbstverständlich auch gar kein Interesse hat.“

          Als unterstützende Maßnahme wäre das sicherlich nicht falsch. Ich würde da die Schulen auch in der Pflicht sehen, mit einer Art sozialem Staatsbürgerkundeunterricht, der nicht auf hysterisches Hüpfen o.ä., sondern auf humanitäre Aufklärung ausgerichtet ist. Überspitzt gesagt: Wenn schon Fremderziehung, dann doch bitte eine, die schon mal ein wenig darauf vorbereitet, was passiert, wenn man wieder zuhause ist. Irgendwann muß der junge Mensch ja eigenverantwortlich handeln und vom elterlichen/familiären/umfeldlichen Vorbild wird ja mittels 24/7-Kita und Vollzeitschule immer mehr abgeschnitten. Also muß der abgeschnittene Teil wenigstens als formeller Unterricht zu kompensieren versucht werden.

          • „(der Begriff „Mütterlobby“ ist aus den erwähnten Gründen wiederum eine Lüge, weil die Interessen vieler Mütter dadurch erheblich verletzt und keineswegs vertreten werden)“

            Fällt mir jetzt erst auf und sollte m.E. ruhig noch einmal extra betont werden!
            Ich habe den Begriff oben auch ganz selbstverständlich verwendet, ohne ihn in seiner grundsätzlichen Falschheit zu erklären. Einfach weil es sich so eingespielt hat, „unter uns“ davon auszugehen, daß die Anführungszeichen dafür ausreichend sind. Tatsächlich würden sich wohl die meisten Mütter NICHT von solchen Argumentationsweisen „gut vertreten fühlen“. „Alleinerziehungslobby“ träfe es besser. Noch genauer wäre wohl „Alleinerziehungs- u. davon Profitierenden-Lobby“, nur wäre das ein ziemlich umständliches Begriffsmonster.

            Wenn man meistens mit Leuten diskutiert, die sich des Worturspungs ( bspw. „Mütterlobby-e.V.“ ) und der erweiterten Bezugsgruppe einigermaßen bewußt sind, vergisst man das sehr leicht.
            Tatsächlich vertritt – wie oben bereits indirekt erwähnt – diese Lobby gerade NICHT „Die Mütter“, sondern eine ganz spezielle Klientel, die sich aus mehr oder weniger pathologisch gestörten Müttern ( gelegentlich auch Vätern ) und eben einigen weiteren an deren Zielen ( warum auch immer, z.T. beruflich ) interessierten Leuten zusammensetzt!
            Ich denke, man kann naheliegend vermuten, daß solche potentiellen „Mißverständnisse“ gezielt und gern von eben solchen „Mütterlobbyvertretern“ zu Aufschaukelungsversuchen genutzt werden, also um eine „Mütterfeindlichkeit“ der „Maskugruppen“ ( was ebenso falsch ist! ) zu suggerieren und zu eskalieren.

            Sollte man durchaus verstärkt drauf achten.

  • Ach, übrigens, @all:
    Zu den möglichen ( häufigen ) Folgen erzwungenen Elternteilentzugs habe ich gerade beim Lotosritter ( Filmbesprechung „Du gehörst mir“ )
    https://lotoskraft.wordpress.com/2019/07/02/filmkritik-weil-du-mir-gehoerst-oder-die-alltaegliche-kindesmisshandlung-durch-elternentfremdung/

    … in den Kommentaren einen Verweis auf ein Papier von W. v. Boch-Galhau gefunden ( vermutlich dem z.Zt. führenden Eltern-Kind-Entfremdungsexperten in D. ), welches sich mit dem PA-Syndrom beschäftigt. Gute Zusammenfassung, ellenlange Literaturliste unten dran, unabdingbares Standardwissen zu dem Thema, wie ich meine:
    https://link.springer.com/article/10.1007/s40211-018-0267-0

    Wer das inhaltlich einigermaßen beherrscht, hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon mehr Bildung zum Thema, als seine Lokale AsD-JA-MA ( außer hier in der Stadt, ich habe der demnächst zuständigen gerade den Link mit ein paar Bemerkungen zugeschickt und bin mit ganz sicher, die wird das Lesen 😉 ), die Richterschaft, die Verfahrensbeistände ( bis auf Ausnahmen ), sämtliche Umgangsbegleiter und sonstige mitwirkenden Orgs, NGOs u.s.w.
    Lohnt sich also!

  • Elternteile die sich für die Verhinderung des WM entscheiden,sollten

    mit Unterschrift bestätigen,dass sie für negative Folgen beim Kind

    verantwortlich sind.

  • Die Frage, die ich mir stelle:

    Wurden alle Gerichte, Jugendämter, Familienpsychologen, Verfahrensbeistände und die anderen Kanzleien der Gegend, im Einzugsbereich über die Strategie dieser Kanzlei informiert?

    Es ist wichtig, daß hier schon von vornherein klar ist, wie hier beraten wird um dieser Strategie den Wind aus den Segeln zu nehmen. Nur wenn offiziell alle Betrefenden informiert wurden kann den Kindern geholfen werden, ihre Väter zu behalten!

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