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Politische Bildung als Erziehung zur Unmündigkeit

geschrieben von: Lucas Schoppe

Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet viele gute Möglichkeiten, leicht und günstig an politische Informationen, an Texte und Bücher zu gelangen. Ausgerechnet in der Geschlechterpolitik aber, von der alle Menschen in ganz persönlichen Lebensbereichen betroffen sind, versperrt sie politische Debatten, anstatt Zugänge zu ihnen zu schaffen – und verzerrt sie Positionen politischer Gegner, anstatt sie zu Wort kommen zu lassen. 

  1. Braucht Bildung klare Fronten?
  2. Harry Potter und der Shitstorm gegen die TERF
  3. Incels: Im unfreiwilligen Zölibat
  4. PickUpArtists: Verführung als Handwerk und  Zwangshandlung
  5. MGTOWs: Von der Wut auf einsame, glückliche Cowboys
  6. Männerrechtler: Ist Gleichberechtigung nur etwas für Frauen?
  7. Sakralisierung und Entmündigung
 

Braucht Bildung klare Fronten?

Für ihre angemessene Bildung  ist es bekanntlich unverzichtbar, Menschen ab und zu ein wenig durcheinander zu bringen. Wer sich sicher ist, ohnehin immer schon alles sicher zu wissen, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit nichts dazulernen. Lernen wiederum bedeutet nicht nur, neue Erfahrungen zu machen – sondern auch zu merken, dass das, was wir für sicher und selbstverständlich gehalten haben, tatsächlich fragwürdig oder haltlos sein kann.

Die Geschlechterpolitik, zum Beispiel, ist schon lange von Frontstellungen unterschiedlicher Bescheidwisser*innen geprägt. Sie ist auch deswegen wichtig, weil sie gleichsam eine Blaupause für die Identitätspolitik ist, die sowohl auf der linken wie auf der rechten Seite des Spektrums politische Diskurse heute dominiert.

Die Frau als Wurzel allen gesellschaftlichen und persönlichen Übels – das ist der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich Antifeministen, Männerrechtler und andere Frauenhasser im Netz verständigen können.

So stellt die Bundeszentrale für politische Bildung Carina Huppertz‘ Podcast „’Girls, I will destroy you‘ – Frauenhass im Internet“ vor. Die Bundeszentrale gehört zum Innenministerium, wird von dort aus finanziert und hat eine beachtliche Infrastruktur zur Verfügung. Wenn hingegen Arne Hoffmann in seiner Besprechung argumentiert, dass dieser Podcast „Unfug“ sei, dann macht er das in einem privat betriebenen Blog.

Im Beitrag werden der Dissens-Mitarbeiter Andreas Hechler und die Geschlechterforscherin Franziska Schutzbach zustimmend interviewt, und sie erläutern, dass „Antifeminismus“ eine Brücke zwischen unterschiedlichen Gruppen wäre, die allesamt für eine hierarchische, männerdominierte Gesellschaft einträten: Incels, MGTOWs, Rechtsradikale, PU-Artists, Männerrechtler.

Diese Brückenthese wurde schon im Jahr 2012 von Hinrich Rosenbrock in der Schrift „Die antifeministische Männerrechtsbewegung“ formuliert, herausgegeben von der grünen, ebenfalls durch erhebliche Steuermittel finanzierte Heinrich-Böll-Stiftung. Dass sie schon damals unhaltbar war, hat ihrer politischen Nützlichkeit nicht geschadet.

Aus feministischer Perspektive ist diese These seltsam selbstbezogen: All die ganz unterschiedlichen, zum Teil scharf widersprüchlichen Gruppen hätten eine heimliche Verbindung – sie richten sich GEGEN UNS!!

Wichtiger noch: Sie erweckt den Eindruck zweier homogener, konträrer Blöcke Feminismus und Antifeminismus.

Das kaschiert einerseits die zahlreichen Überschneidungen zwischen beiden Bereichen, die beispielsweise in Hoffmanns – im Podcast der Bundeszentrale völlig unerwähnt bleibenden – Sammelband „Gleichberechtigung beginnt zu zweit“ deutlich werden, der aus Texten von Männer und Frauen, Feministinnen und Kritikern feministischer Positionen zusammengestellt ist.

Andererseits homogenisiert die Brückenthese beide Seiten und verdeckt ihre erheblichen inneren Widersprüche und Unterschiede  – als hätte noch niemals jemand darauf hingewiesen, dass es DEN Feminismus gar nicht gäbe. Tatsächlich sind dessen Widersprüche heute gigantisch.

Für mich als Trennungsvater, der konstant rot-grün gewählt und sich an der Uni und anderswo schon lange intensiv auch mit feministischen Positionen beschäftigt hatte, war nach der Trennung von meinem Kind natürlich vor allem ein Widerspruch unübersehbar: der zwischen der Selbstdarstellung, für die Gleichberechtigung der Geschlechter und eine Verflüssigung bestehender Geschlechterrollen einzutreten, und dem verbissenen Engagement feministischer Politikerinnen für die betonierten Strukturen des Familienrechts und gegen eine Angleichung der Rechte von Vätern und Müttern.

Der berühmte feministische Spruch von Fisch und Fahrrad kam mir immer ein wenig selbstverletzend vor. Er bedeutet schließlich im Umkehrschluss, dass ein Mann eine Frau so dringend braucht wie ein Fahrrad einen Fisch. Und im Zweifelsfall wäre ein Fahrrad wohl mehr wert als ein Fisch. Was soll also solch ein Spruch? (Ausriss aus „We are Feminists!“ der Bundeszentrale für politische Bildung)

 

Doch nicht nur zwischen Schein und Sein, auch auf einer inhaltlichen Ebene sind die internen Widersprüche im heutigen Feminismus so massiv und unversöhnlich, dass eine Überbrückung der Widersprüche faktisch nicht möglich ist.

Das Verhältnis zur Prostitution bzw. zur Sexarbeit zum Beispiel – das Verhältnis zum Islam, symbolisiert durch das Kopftuch – das Verhältnis zur Trans- und Intersexualität: Jeweils sind die Widersprüche so scharf, dass sie kaum noch als verschiedene Varianten derselben politischen Bewegung verkauft werden können. Es sind jeweils Gegenbewegungen.

Pointiert formuliert: Angesichts dieser unversöhnbaren Widersprüche wird jeder Mensch, der heute in irgendeiner Hinsicht eine feministische Position formuliert, damit zugleich auch zwangsläufig irgendeine antifeministische Position beziehen. Die einzige Chance, nicht aus Versehen „antifeministisch“ zu werden, ist es, sich gar nicht für Geschlechterfragen zu interessieren.

 

Harry Potter und der Shitstorm gegen die TERF

Besonders hart trifft es gerade die Harry Potter-Autorin Joanne K. Rowling. Sie wendet sich dagegen, dass Transfrauen – also Männer, die sich selbst als Frauen definieren – schlicht als Frauen wahrgenommen werden und dann, beispielsweise, Umkleideräume und öffentliche Toiletten von Frauen benutzen können.

Die Reaktionen auf Rowling sind heftig. Mitarbeiter ihres Verlages kündigen an, zur Veröffentlichung ihrer Bücher ihre Arbeit aus Protest niederzulegen – andere Autoren verlassen empört ihre Agentur – einer Autorin, die  Rowling öffentlich unterstützt, wird deswegen gekündigt.

Hier stehen sich zwei Gruppen von Feministinnen gegenüber, die jeweils der anderen Verrat am Feminismus vorwerfen.

Für ihre Gegner beharrt Rowling  – als TERF, trans-exclusionary radical feminist beschimpft – auf der binären Geschlechterordnung, die für das Patriarchat kennzeichnend wäre. Rowling selbst wiederum argumentiert in einem längeren Text auf ihrer Website, dass Transaktivisten nötige Schutzräume für Frauen bedrohten und dass Frauen in transaktivistischen Formulierungen wie „Menschen, die menstruieren“ oder „Menschen mit Vagina“ ganz im Sinne eines traditionellen frauenfeindlichen Geschlechterverständnisses auf Körperteile und Körperfunktionen reduziert würden.

Wie aber lässt sich dieser Konflikt abseits der gegenseitigen Zuschreibungen erklären?

Grundsätzlich geht es um einen Widerspruch zwischen Selbst- und Fremdbildern. Dass Trans- und Intersexuelle von außen anders wahrgenommen werden, als sie sich selbst wahrnehmen, wird von Transaktivisten als massive Bedrohung, gar als Vernichtung und Auslöschung ihrer Existenz beschrieben.

Selbst die Thematisierung realer Morde an Trans- und Intersexuellen kann in der Unterstellung einer Existenzvernichtung durch fehlende Anerkennung des Selbstbildes  münden: Die BBC berichtet in eben diesem Zusammenhang über Diskriminierungs-Vorwürfe an homosexuelle Männer, die keine Transmänner daten wollten. Als hätten Homosexuelle nicht ohnehin schon jahrhundertelang und in ganz ähnlicher Weise Schwulenfeinde erlebt, die ihr sexuelles Begehren moralisierend gängelten und regulierten.

Nirgends wird in solchen Debatten klar, warum sich der Konflikt um Differenzen zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmungen in dieser Schärfe ausgerechnet auf die Geschlechtszugehörigkeit konzentriert, während andere Aspekte menschlicher Identität unbeachtet bleiben.

Denn grundsätzlich gehört es ja ganz selbstverständlich in allen Bereichen des Lebens zu den zivilen Erwartungen an alle Menschen, diese Differenzen zu moderieren. Wer sich selbst als stabiles Genie wahrnimmt, aber von den meisten anderen für einen Trottel gehalten wird, kommt damit vermutlich eher früher als später in ernsthafte Schwierigkeiten (und wird nur in seltenen Ausnahmefällen amerikanischer Präsident). Warum sollte es ausgerechnet im Hinblick auf die Geschlechtsidentität völlig unzumutbar, ja existenzvernichtend sein, wenn Menschen damit konfrontiert werden, dass ihre Selbstwahrnehmung sich von der Wahrnehmung einiger anderer Menschen unterscheidet?

Anstatt Geschlechterbilder zu depotenzieren, erhebt dieser Aktivismus sie zu einem schlechthin unhintergehbaren Kern menschlicher Existenz. Dass diese Position aus feministischer und anderer Perspektive auf Widerspruch stößt, ist keine Überraschung.

Die deutsche Feministin Antje Schrupp aber – als eines von vielen möglichen Beispielen – wirft Rowling vor, keine Argumente zu haben und lediglich Ressentiments zu bedienen. Zugleich klagt sie „Offenheit, Austausch, Kontroverse, Differenz unter Feministinnen. Vermittlungsarbeit“ ein, ganz ohne die Ironie zu bemerken: Dass sie hier Vermittlungsarbeit einfordert und zugleich die offen formulierten Argumente einer abweichenden Position schnurstracks für inexistent erklärt, wirkt von außen betrachtet unehrlich, lässt sich aber leicht erklären.

Die einfache Darstellung wird den scharfen inneren Widersprüchen im Feminismus nicht gerecht. Ausriss aus „We are Feminists!“

Für Schrupp bedeutet „Frau“, so erläutert sie, eine Differenz zur männlichen, patriarchalen Gesellschaft – gleichsam eine zum Geschlecht gewordene Utopie, die den Unterschied zu den als männlich wahrgenommenen Machtstrukturen markiert. Im Kampf gegen dieses irgendwie immer destruktive männliche Außen kann sie dann ein solidarisches feministisches Innenleben einfordern.

Rowling ihrerseits argumentiert ganz ähnlich: Ganz so, als würde sie von Männerrechtlern und nicht von anderen Feministinnen scharf attackiert, verweist sie auf Männerrechtler als gemeinsame Gegner. Eben diese Betonierung der Frontstellungen nach außen aber spiegelt sich in betonierten internen Fronten wider: Interne Konflikte im Feminismus sind auch deshalb nicht verhandelbar, weil die jeweilige Gegenseite als Agent des großen äußeren Feindes wahrgenommen wird.

Der Schein gemeinsamer Ziele kann wiederum nur durchgehalten werden, wenn das Bild des politischen Feindes intakt bleibt. Im Podcast der Bundeszentrale für politische Bildung werden daher nicht nur ganz unterschiedliche Gruppen von Männern umstandslos einer gemeinsamen gegnerischen Front zugeordnet, sie werden auch jeweils für sich eindimensional und entstellend präsentiert.

 

Incels: Im unfreiwilligen Zölibat

„Incels“ beispielsweise präsentiert Huppertz gemeinsam mit ihren Interviewpartnern als Männer, die im Internet frauenfeindliche Folterphantasien verbreiten und zu einem weiblichen Genozid aufrufen würden, die zudem einen „Todeskult mit einem ganz klaren Feindbild“ (Hechler) pflegten. Sie begründen das gleich zum Einstieg der Podcasts mit dem Beispiel des Mörders Elliot Rodger, der 2014 in Kalifornien sechs Menschen erschossen hatte: Er „soll aus Frauenhass gehandelt haben“ – eine Formulierung, die den Eindruck einer mörderischen, spezifisch frauenfeindlichen Gewalt erweckt.

Unerwähnt bleibt, dass vier der sechs Ermordeten Männer waren. Unerwähnt bleibt auch, dass es zu Rodgers zitierten Träumen davon, Frauen in ein KZ zu sperren, seit Jahrzehnten schon schon ein wesentlich bekannteres und erfolgreicheres feministisches Gegenstück gibt. In ihrem SCUM-Manifest knüpft die Warhol-Attentäterin Valerie Solanas unübersehbar, detailliert und ganz ohne kritische Distanz an die nationalsozialistische Holocaust-Ideologie an und fordert eine systematische Ermordung aller Männer. Bis heute ist diese Schrift ein feministisches Kultbuch, das bei Feministinnen selbst kaum einmal auf Kritik stößt.

Erst spät wird im Podcast erklärt, dass „Incels“ grundsätzlich „involuntary celibates“ sind, also Menschen, die ungewollt ohne Sexualität mit anderen leben und die darunter leiden. Dass es auch weibliche Incels gibt, bleibt jedoch ebenfalls völlig unerwähnt.

Die durchgängige These des Podcasts, es ginge im „Antifeminismus“ um die Betonierung männlicher Machtstrukturen, versperrt den Blick für ein grundlegendes Problem. Männliche Incels erleben offenkundig eine eigentlich unübersehbare, existentielle Abhängigkeit von weiblicher Aufmerksamkeit und weiblicher Nähe. Dadurch erst werden die Fantasien der „Vergeltung“, die Hechler anspricht, deutlich als imaginäre Gegenwehr gegen die ebenso imaginäre Zerstörung der eigenen Existenz durch fehlendes weibliches Interesse.

Rodger, der sich selbst als „perfekten Gentleman“ sah, hat sich an Frauen gerächt, die ihn anders wahrnahmen – und an Männern, die für diese Frauen attraktiver waren. Er verbindet eine als unendlich erlebte Bedürftigkeit mit der Anmaßung, das sexuelle Begehren anderer moralisierend steuern zu können.

 

PickUpArtists: Verführung als Handwerk und  Zwangshandlung

Die Vorstellung, ein „Anrecht auf Sex“ zu haben, unterstellt der Podcast auch den PickUp-Artists. Schutzbach beschreibt deren angebliche Vorstellung einer hierarchischen Ordnung der Geschlechter als Gemeinsamkeit mit einer Politik von Rechtsaußen.

Tatsächlich geht es ihnen darum, die Verführung von Frauen gleichsam als erlernbares Handwerk zu begreifen. In der Fixiertheit auf die Nähe und Aufmerksamkeit von Frauen können PickUpper den Incels durchaus ähneln, unterscheiden sich durch ihr Streben nach Handlungsfähigkeit jedoch erheblich von ihnen.

Grundsätzlich entzaubern PU-Artists die Beziehungsanbahnung – legen Männern, wie auch im Podcast erwähnt, tatsächlich nahe, Frauen nicht hinterher zulaufen, sondern sich lieber auf Frauen zu konzentrieren, bei denen sie Chancen haben.

So entromantisieren sie auch das weibliche Begehren. Frauen würden nicht allezeit auf tiefe innere Werte achten, sondern im Allgemeinen ähnlich berechenbar wie Männer, auf einfache äußere Signale reagieren – auf Statussignale nämlich.

Es ist wohl diese Aufmerksamkeit für Status- und Hierarchiesignale, aus der Schutzbach eine Nähe zum Rechtsextremismus konstruiert – was irreführend ist, auch wenn einzelne Akteure wie der ehemalige PickUpper und Judenfeind Roosh politisch weit rechts stehen.

Warum sollten eigentlich nur Frauen Verführungsratgeber lesen? Ausriss aus einer beliebigen Google-Suche zur Verführung von Männern

Unerwähnt bleibt im Podcast aber, natürlich, dass es grundsätzlich schlicht positiv ist, wenn Menschen Selbstbewusstsein und Handlungsfähigkeit erlernen. Warum sollten nur Frauen und nicht auch Männer Verführungsratgeber lesen können?

Destruktive Aspekte des Milieus aber entwickeln sich aus einer Kombination der uneingestandenen Abhängigkeit von Frauen und einem Gestus des Bescheidwissens, der von außen betrachtet albern wirken kann.

Ich erinnere mich noch daran, wie abgestoßen ich vor ein paar Jahren vom Blog des Pickuppers Krauser war, der als Mann in den Vierzigern wieder und wieder junge Frauen verführte, seinen Anhängern weitschweifend über seine Erfolge berichtete und der als Erfolgsbelege Videos vom Sex mit den Frauen ins Netz stellte – die offenbar ohne deren Wissen aufgenommen worden waren.

Der serielle Sex mit Frauen, der früher „Donjuanismus“ genannt wurde, ist hier gleichsam ein Gegengift gegen die Abhängigkeit von einer Frau, im PU-Jargon als „Oneitis“ bezeichnet. Er bewahrt in der Zwanghaftigkeit immer neuer Eroberungen und ihrer triumphalen Präsentation die tiefe Abhängigkeit  von Frauen zugleich auf.

 

MGTOWs: Von der Wut auf einsame, glückliche Cowboys

Weniger widersprüchlich sind MGTOWs, Men Going Their Own Way, die im Podcast allerdings besonders empört präsentiert werden: Sie würden Frauen so sehr hassen, dass sie nichts mit ihnen zu tun haben wollten, würden Frauen links liegen lassen und sich lieber Sexroboter kaufen.

Tatsächlich geht es MGTOWs darum, sich eben nicht von Frauen abhängig zu machen, den eigenen Weg zu gehen – und die traditionelle Rolle des männlichen Versorgers zu verweigern. Die enorme Wut auf sie, die Huppertz in ihrem Podcast kaum verhehlt, hat damit eine ähnliche Wurzel wie die traditionelle und scharfe Ablehnung von „Hagestolzen“, also ledig bleibenden Männern, und homosexuellen Männern, die ihrerseits die traditionelle Funktion des männlichen Versorgers nicht erfüllen.

Auch MGTOWs können Ressentiments und Aggressionen pflegen, wenn sie Frauen pauschal Wünsche nach einer Ausbeutung von Männern unterstellen. Doch selbst dann ist nicht ganz klar, wodurch sie Frauen überhaupt schaden sollten, wenn sie einfach nur Beziehungen mit ihnen vermeiden, die sie als Abhängigkeiten wahrnehmen. Bei Frauen selbst wird eine solche Haltung seit Jahrzehnten schon als Emanzipation gefeiert.

 

Männerrechtler: Ist Gleichberechtigung nur etwas für Frauen?

Männerrechtler schließlich werden zwar im Podcast, ebenso ausdrücklich wie diffus, für den Erfolg der AfD verantwortlich gemacht, nehmen aber tatsächlich lediglich das feministische Selbstverständnis ernst, für die Gleichberechtigung der Geschlechter einzutreten – wozu dann eben auch die Rechte von Männern gehörten.

Ihr Unterschied zu Feministinnen besteht meist überhaupt nicht in den nach außen hin vertretenen Werten, sondern in einer anderen politischen Einschätzung gesellschaftlicher Verhältnisse: Sie gehen nicht davon aus, in einem „Patriarchat“ zu leben, das Frauen flächendeckend unterdrücke, sondern davon, dass sowohl die Positionen von Männern als auch die von Frauen mit jeweils spezifischen Schwierigkeiten verbunden wären.

Dass sie von Schutzbach mit Tieren verglichen werden, die – angeschossen durch den Abbau des Patriarchats – noch gefährlicher würden, ist daher eine polemische Projektion.

Dass real existierende feministische Politik weithin eben keine Politik der Gleichberechtigung ist, listet der Autor Gunnar Kunz über Hunderte von Seiten in seinem Werk „Besonders Frauen“-Schwarzbuch Feminismus 1968-2019 auf. Eine enorme Arbeit, die eigentlich universitärer Geschlechterforscherinnen erledigen müssten.

Polemisch und verzerrend ist im Podcast so auch die Darstellung eines jungen Mannes, der davon berichtet, wie er im Netz massive negative Reaktionen erfuhr, als er der feministischen Darstellung eines „Gender Pay Gaps“ widersprach. Was an diesem Widerspruch eigentlich so schlimm ist, wird hier nicht erklärt – im Kontext wirkt der junge Mann trotzdem so, als würde er damit in einer Reihe mit mörderischen Frauenhassern und rechtsradikalen Massenmördern wie Anders Breivik gehören.

 

Sakralisierung und Entmündigung

Das ist nicht nur eine Diffamierung politischer Gegner, sondern es entpolitisiert auch feministische Positionen. Denn für politische Positionen ist es in einem demokratischen Sinn unverzichtbar, dass sie Teil und Gegenstand von kontroversen Debatten, von Zustimmung und Kritik werden. Wer also schon den bloßen Widerspruch zu feministischen Positionen ganz selbstverständlich als Beleg für die Falschheit, gar für die moralische Verkommenheit und Gewaltsamkeit dieses Widerspruchs hinstellt – der entpolitisiert und sakralisiert den Feminismus.

Da dieser damit der demokratischen Debatte enthoben wird, ist es nur schlüssig, dass der Podcast der Bundeszentrale für politische Bildung in einem verbissenen autoritären Exzess mündet. Hechler fordert ein De-Platforming von „Sexisten“ (wen auch immer er damit meint), strikte Beobachtung („Monitoring“ – ohne genau zu sagen, wer und was da eigentlich beobachtet werden soll), Recherchen (ohne zu sagen, was denn eigentlich zu recherchieren ist) und ausdrücklich staatliche Repressionen: Denn es handle sich (wobei auch immer) schließlich um Terrorismus, und da schließt Hechler Gaming– und Rap-Foren explizit ein.

Die millionenschwere Ehefrau eines millionenschweren Ex-Präsidenten als Heilige. Könnte es sein, dass die progressive linke Politik eine eher seltsame Richtung eingeschlagen hat? Ausriss aus „We are Feminists!“

So mündet die Sakralisierung politischer Positionen in einer infantilen, aber gefährlichen Haltung, bei der die eigene Position jederzeit als schützenswert, die Kritik daran als feindlich und falsch wahrgenommen wird.

Gerade im Bestreben aber,  den Gegner als geschlossene Front des Falschen hinzustellen, verkennen Huppertz, Schutzbach und Hechler die tatsächlich problematischen Aspekte der tatsächlich ganz unterschiedlichen Positionen ihrer Gegner. Ganz konzentriert auf die Unterstellung, diese Gegner würden fast verlorenen patriarchalen Machtpositionen nachtrauern, verdecken sie legitime und wichtige Interessen in männerrechtlichen Positionen – aber eben auch die tiefen, irritierenden und in der Konsequenz destruktiven Abhängigkeiten von Frauen bei einigen Incels oder PickUppern.

Vor allem: Huppertz vermeidet als journalistischer Sidekick von Schutzbach und Hechler den für zivile Debatten unverzichtbaren Versuch, die eigene Position aus der Perspektive anderer nachzuvollziehen.

Wie kindisch damit komplexe politische Debatten auf einfache Botschaften und simple Freund-Feind-Muster reduziert werden, illustriert die Bundeszentrale für politische Bildung in einer anderen Veröffentlichung: in der gerade herausgebenen Schrift „We are Feminists!“, zu der Margarete Stokowski ein Vorwort beisteuert.

Mit vielen Bildern und betont einfachen, kurzen, durchgängig unkritischen und undifferenzierten Texten zur Geschichte des Feminismus wirkt das Buch wie ein Kinderbuch, ist aber offenkundig für Erwachsene gedacht.

Diese politische Bildung ist eine Erziehung zur Unmündigkeit.

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12 Comments

  • Wenn eine bestimmte Frau keinen Mann braucht oder ein bestimmter Mann keine Frau, ist das deren Lebensweise. Das nehme ich achselzuckend zur Kenntnis; was soll man sonst dazu sagen?

    Nach meiner Beobachtung verzichtet eine Minderheit der sich als „Feministin“ bezeichnenden Frauen auf ein Leben mit Männern, nicht nur wegen des mit Männern und durch Männer ermöglichten höheren Lebensstandards. Männer müssen – sind sie nicht reich geboren, was ja nur in Ausnahmefällen gegeben ist – für den gehobenen Lebensstandard viel lernen und hart arbeiten. (Ich rede von60 Stunden pro Woche.)

    Wer als Frau nicht oder wenig erwerbstätig ist und durch den Mann ein bequemes Leben führt, hat zwei Möglichkeiten sich zu positionieren: Entweder sie freut sich des Lebens und ist mit ihrem Mann glücklich oder sie mäkelt, ist unzufrieden, weil sie „auf ihre berufliche Erfüllung verzichtet“ habe. Was der Mann dann tun sollte: So schnell wie möglich scheiden lassen. Es findet sich entweder eine tüchtige erwarbstätige oder eine mit der Rolle als Hausfrau zufriedene.
    Jedes Jahr, das der Mann mit der Scheidung wartet, verschafft ihr mehr und ihm weniger Rentenansprüche. (Ich hatte zu lange gewartet.)

  • Bis heute ist diese Schrift ein feministisches Kultbuch, das bei Feministinnen selbst kaum einmal auf Kritik stößt.

    Die NYT hat kürzlich noch einen draufgesetzt mit folgendem Jubel-Artikel über Solanas:

    Bonnie Wertheim: Overlooked No More: Valerie Solanas, Radical Feminist Who Shot Andy Warhol https://www.nytimes.com/2020/06/26/obituaries/valerie-solanas-overlooked.html

    Auf Twitter hierzu:

    Valerie Solanas is best known as the woman who shot Andy Warhol. But to focus on the shooting is to ignore her contributions to the feminist movement, including her seminal text, „SCUM Manifesto.“

    Das SCUM Manifesto als „seminal text“, als bahnbrechenden oder wegweisenden Text zu bezeichnen ist schon eine sehr eindeutige Selbstverortung.

    Die NYT ist (genauso wie die ZEIT) intellektuell brankrott, seit sie komplett von Feministen / SJWlern / neuerdings BLMlern gekapert wurde. Daß Bari Weiss gehen oder gefeuert werden würde, war schon lange abzusehen.

    • Gott, das ist sowas von krank! Da wird also ein sogar noch in Worte gegossenes Weltbild, das als Idealvorstellung eine Art Holocaust gegen Männer beinhaltet, als großer Beitrag gefeiert und gleichsam ein Mordanschlag davon abgespalten, so als habe das eine mit dem anderen gar nichts zu tun.

      „Adolf Hitler ist am besten bekannt für die Vernichtung der europäischen Juden. Aber sich auf den Völkermord zu fokussieren, verkennt seine Beiträge zur völkischen Bewegung, inklusive seines wegweisenden Textes „Mein Kampf“.“

  • Ich finde es ja einen guten Versuche, dass es nun eine Unterteilung in Sub-Kapitel gibt und der geneigte Leser sich durchhangeln kann.

    Aber der Gesamtkontext ist und bleibt definitiv zu lang gehalten, als das man Lust hat ihn in Gänze zu lesen, Lucas.

    Schlag mich tot, aber bei 164 abonnierten Blogs fehlt mir einfach die Zeit mich durch diese ‚kilometerlangen‘ Seiten Text zu lesen.

    Es geht doch nicht um irgendwelche wissenschaftlichen Abhandlungen, die vielen Rezensionen oder kritische Betrachtungen Stand halten müssen; es geht darum die Leser zu überzeugen oder zumindest zum Komplettlesen zu animieren.

    Und genau das fehlt mir hier: Ein Abstract, ein Management Summary, dass mich animiert, tiefer einzusteigen bzw. einem Link zum Unterkapitel zu folgen.

    Nichts gegen die Komplexität, die auch mir nicht fremd ist. Aber ich finde es schade, dass man bei der Tiefe der Artikel dennoch unfreiwillig an der Oberfläche kratzt. Wen soll das erreichen, außer den allseits bekannten und geschätzten ‚Verdächtigungen‘.

    Das ist irgendwie schade, sind die Inhalte doch so richtig (und wichtig)! Nichts für ungut an dieser Stelle.

  • Wenn eine dem Innenministerium nachgeordnete Behörde solche Positionen ergreift, die sich klar gegen alle Männer richten, die sich nicht dem Feminismus zugewandt haben, ist das der eindeutige Beweis für Staatsfeminismus. Für mich ist das die unmittelbare Vorstufe zum Matriarchat. Einem Matriarchat, das in seiner Meinungstotalität weitaus extremer ist, als was dem Patriarchat im Laufe von drei Feminismus-Wellen zugeschrieben wurde.

    Es wird versucht Menschen, die mit dem ganzen Mist nichts zu tun haben wollen, in die Nähe von Terroristen zu rücken (MGTOWs). Das wird mit öffentlichen Geldern und ohne Gegenstandpunkte jungen heranwachsenden Menschen zugänglich gemacht, geradezu angetragen.

    Die Äußerungen dieser Behörde sind nicht einfach meinungpluralistisch zu werten wie taz-Hasskolumnen oder öffentlich-rechtliche Beiträge über die angeblich überall unterjochten Frauen. Sie reihen sich vielmehr ein in Schriften über das Grundgesetz oder Einordnungen zur Verantwortung, die sich aus der deutschen Vergangenheit ergibt.

    Wenn man als Deutscher ein Grundgesetz haben will, bekommt man es von der Bundeszentrale für politische Bildung umsonst zugeschickt. Von der gleichen Behörde, die gegen kritische oder freiheitsliebende Männer hetzt.

    Das ist dramatisch.

    • Mit dem Familienministerium hat es angefangen. Das hat man den Feministinnen quasi „geschenkt“. Seitdem erobern sie ein Ministerium nach dem anderen. Der Duktus ist in Richtung Männer ist ja eindeutig: Arbeiten, Zahlen und Klappe halten.

    • @ Beweis „Das ist dramatisch.“ Ich finde die Bundeszentrale für politische Bildung insgesamt sehr sinnvoll, und man bekommt dort viele interessante Schriften. Was Geschlechterpolitik angeht, ist sie aber tatsächlich sehr einseitig – doch dadurch wird sie noch nicht insgesamt zu einer feministischen Institution. Wer sich mit geschlechterpolitischen Fragen intensiv beschäftigt, vergisst manchmal, dass sie für die meisten Menschen nur ein kleiner und nicht besonders wichtiger Teil der Politik sind.

      Anders als viele Kritiker (und natürlich Kritiker*innen) des Begriffs „Staatsfeminismus“ finde ich ihn sehr nützlich, um Unterscheidungen zu treffen. Er bezeichnet für mich aber eben gerade keinen feministischen Staat (das wäre eher „Feminismusstaat“). Es gibt bestimmte Institutionen, die stark von feministischen Lobbygruppen geprägt sind, beispielsweise in Jugendämtern und in der Elternberatung – aber selbst dort gibt es auch andere Positionen. Dass unsere Institutionen insgesamt feministisch ausgerichtet wären, ist eine Übertreibung.

      Es fehlt allerdings a. an selbstverständlicher Kritik feministischer Positionen, so wie andere politische Positionen ja auch kritisiert werden, und b. an einer einfachen Übersicht, wie viele öffentliche Mittel denn eigentlich in feministisch geprägte und in andere geschlechterpolitische Projekte und Institutionen fließen.

      Der Begriff „Staatsfeminismus“ ist m.E. deswegen sinnvoll, weil er es erlaubt, verschiedene Spielarten des Feminismus zu unterscheiden. Staatsfeminismus ist dann eine Art des Feminismus, die sich weitgehend auf die Verankerung in öffentlichen Institutionen stützt. Das hat dann natürlich auch Auswirkungen auf die Entwicklung der politischen und theoretischen Positionen – wie sich im vergleich mit einer anarchistischen Feministin wie Wendy McElroy oder einer liberalen Feministin wie Elisabeth Badinter ja leicht zeigen lässt.

      Einfach formuliert: Ein institutionengestützter Feminismus – „Staatsfeminismus“ – ist darauf angewiesen, Gesellschaft fortlaufend so zu beschreiben, dass Eingriffe staatlicher Institutionen nötig erscheinen. Er wird sich kaum von Vorstellungen wie der eines umfassenden Patriarchats trennen können, denn es sind ja gerade diese „patriarchalen Strukturen“, denen aus den Instituionen begegnet werden muss.

      Ein klassisches Grundproblem des „Staatsfeminismus“ ist demnach durch die Frage markiert, wie es denn eigentlich möglich ist, dass sich in einer rundum patriarchalen Gesellschaft ausgerechnet die mächtigsten – staatlichen – Institutionen antipatriarchal entwickeln können.

      • @Schoppe
        WikiMANNia verwendet den Begriff Staatsfeminismus in Deinem Sinne. Damit soll klargestellt werden, dass der Feminismus nicht etwa eine Graswurzelbewegung ist, sondern – in allen seinen Ausprägungsformen – maßgeblich vom Staat finanziert und gefördert wird.

        Das fängt damit an, dass der Staat seine Institutionen dem Feminismus als Plattform für feministische Propaganda und Handlung bereitstellt, als da wären Jugendämter, Ministerium für alle außer Männer, Justizministerium, zunehmend auch die Gerichte bis zum Bundesverfassungsgericht (Persona Susanne Baer).
        Dann kommt die Finanzierung dazu, das fängt bei der Subventionierung der EMMA (gesichterte Abnahme von Abos durch staatliche Bibliotheken etc. und Mitfinanzierung des so genannten FrauenMediaTurms), den Frauenhäusern, den Frauenbeauftragten, den Gleichstellungsbeauftragten angefangen in kommunalen Rathäusern über Universitäten bis hin zu staatlichen und überstaatlichen Institutionen, indirekte Finanzierung durch so genannte „parteinaher Stiftungen“ (viele männerhassende Broschüren wurden erstellt und finanziert), dann indirekte Finanzierung feministischer Schreiberlinge in der Meinungswirtschaft durch die indirekte Finanzierung derselben durch die Politik, der gesamte Bereich der so genannten öffentlich-rechtlichen Medien finanziert sehr breit feministische Aktivitäten und Veröffentlichungen, und so weiter, die Aufzählung ist nicht vollständig.

        „Staatsfeminismus ist dann eine Art des Feminismus, die sich weitgehend auf die Verankerung in öffentlichen Institutionen stützt.“

        Zunächst einmal ist Feminismus etwas, was politisch gewollt ist. In der Folge kann dann der so gewollte und finanzierte Feminismus dann umgekehrt öffentliche Institutionen nutzen. (Öffentlich-rechtliche Medien, Jugendämter, etc.) Das wird dann eine wechselseitige Angelegenheit.

        In einem Blog-Beitrag, WikiMANNia – Das Blog, haben wir es so umschrieben:

        „Der Begriff Staatsfeminismus beschreibt den Umstand, dass heute in Deutschland die Grenze nicht mehr klar ist, wo der Feminismus aufhört und der Staat beginnt, beziehungsweise andersherum, wo der Bereich Staat aufhört und der feministische Bereich beginnt. Es geht beides nahtlos ineinander über und inzwischen so stark in einander verklammert, dass der Feminismus gar nicht mehr aus dem Staat entfernt werden kann, ohne Organe des Staates selbst zu beschädigen.

        Staatsfeminismus meint nichts anderes als die Institutionalisierung des Feminismus. Der Feminismus wurde zur Staatsräson, verankert in Gesetzen, Verordnungen und Behörden­strukturen. War Feminismus zunächst nur die Weltbild einzelner Persönlichkeiten, die ihn ausformulierten und zu einer ideologische Strömung machten, so ist der Feminismus inzwischen derart institutionell verfestigt und verrechtlicht, dass er auch noch eine längere Zeit weiter­bestehen würde, wenn er in der Gesellschaft seine legitimierende Grundlage längst verloren hätte.“

  • „Der berühmte feministische Spruch von Fisch und Fahrrad kam mir immer ein wenig selbstverletzend vor. Er bedeutet schließlich im Umkehrschluss, dass ein Mann eine Frau so dringend braucht wie ein Fahrrad einen Fisch. Und im Zweifelsfall wäre ein Fahrrad wohl mehr wert als ein Fisch. Was soll also solch ein Spruch?“
    Wenn Frau Fisch, dann Mann wohl auch. Demnach hat er ebenfalls nix von einem Fahrrad. Wahrscheinlich soll damit rein utilitaristisch festgestellt werden, dass Frau (heutzutage?) ihr Leben unabhängig vom Mann gestalten kann. Das gilt umgekehrt natürlich genauso.

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