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Vom Hass auf ein kleines gallisches Dorf

geschrieben von: Lucas Schoppe

Über den Versuch einer Hetzkampagne gegen den kleinen gemeinnützigen Verein „Forum Soziale Inklusion“

Im kommenden Haushalt des Familienministeriums wird ausnahmsweise auch ein Verein gefördert, der sich von der Inszenierung eines Geschlechterkampfes bewusst absetzt. Die wütende Reaktion darauf mündet in dem Versuch, eine Hetzkampagne gegen den Verein zu initiieren.

Das verrät viel über die Art und Weise, wie in Deutschland Politik betrieben wird – und wie einige Medien dabei mitspielen.

  1. Eine kleine Revolution
  2. Wie Medien bei der Vermeidung offener Debatten behilflich sind
  3. Wie Herr Kemper Diskursbrocken als Waffen verteilt
  4. Dudley Dursley in der deutschen Politik
 

Eine kleine Revolution

Das ist eine kleine Revolution in der deutschen Familienpolitik – und die Art und Weise, wie auf sie reagiert wird, verrät viel darüber, wie Politik in Deutschland funktioniert. Die 400.000 Euro, die der Verein „Forum Soziale Inklusion“ aus dem Etat des Familienministeriums bekommen soll, sind ungeheuer viel für Menschen, die bislang ihr politisches Engagement für Väter, für Trennungsfamilien oder für Männer mit Gewalterfahrungen selbstverständlich ganz aus eigenen Mitteln geführt haben.

Es ist aber sehr wenig im Vergleich zu dem, was ihre politischen Gegner bekommen, die natürlich ein großes Interesse an der Beibehaltung bestehender Verhältnisse haben. Nur ein Bruchteil dessen, beispielsweise, was der Verband der Alleinerziehenden bekommt, der sich gegen eine Gleichberechtigung von Trennungsvätern stemmt. 

Im Kontext der deutschen Familien- und Geschlechterpolitik wirkt ein Verein wie das Forum Soziale Inklusion weiterhin wie ein kleines gallisches Dorf, nur eben eines ohne Zaubertrank.

Dennoch sind diese 400.000 Euro sehr wichtig, weil durch sie Vertreter der Interessen von Männern und Jungen in der Geschlechterpolitik erstmals Ressourcen bekommen, die ihnen eine reelle Chance geben, ihre Positionen überhaupt bekannt zu machen. Es ist eben ein großer Unterschied, ob Menschen neben ihrer Berufstätigkeit, aus Bordmitteln und ohne Zugänge zu einer politischen Infrastruktur versuchen, ihre Positionen zu formulieren – oder ob ihre Gegner eigens für ihr politisches Engagement mit gut dotierten Stellen ausgestattet werden und ihre Positionen mühelos über etablierte Institutionen verbreiten können.

Geschlechterpolitik in Deutschland (Symbolbild)

Diese radikal unterschiedliche Ausstattung verschiedener Gruppen mit öffentlichen Mitteln ist ohnehin ein erhebliches demokratisches Problem: Wer mehr Mittel und bessere institutionelle Zugänge hat, kann seine Positionen auch effizienter vertreten, und dadurch wiederum kann er seinen weiteren Zugriff auf öffentliche Mittel sichern. Politische Gegner, die diese Ausstattung nicht haben, sind dann keine Gesprächspartner im gemeinsamen demokratischen Diskurs – sondern es sind Feinde, die als Objekte, nicht als Subjekte des Diskurses behandelt werden: Über sie wird geredet, aber nicht mit ihnen.

Erst vor diesem Hintergrund wird die Funktion des seltsam undemokratischen Satzes von Thomas Gesterkamp klar, um „Männerrechtler“ müsse ein „cordon sanitaire“ gelegt werden, als wären sie eine ansteckende Krankheit, und als würden ihre Argumente sich unweigerlich weiter verbreiten, wenn sie denn überhaupt gehört werden können.

Deshalb sind diese 400.000 Euro, auch wenn sie nur ein winziger Posten im gigantischen Etat des Bundesfamilienministeriums sind, denn auch eine enorme Provokation für Gegner des gemeinnützigen Vereins: Sie geben ihm noch immer nicht annährend die Mittel in die Hand, die diese Gegner haben – sie statten ihn aber immerhin mit einer kleinen fighting chance aus.

Und: Die 400.000 Euro können mit der Gesterkamp-Logik als Durchbruch eines Virus in die Geschlechterpolitik interpretiert werden. Wenn es ganz normal ist, dass auch ein Verein, der sich von Männerseite aus für Gleichberechtigung engagiert, öffentlich gefördert wird – dann könnte gar irgendwann das ganze Ungleichgewicht in der öffentlich finanzierten Geschlechterpolitik kippen.

Das wiederum ist nicht einmal ein Ungleichgewicht von Frauen gegenüber Männern, denn von der Politik des Alleinerziehendenverbandes, zum Beispiel,  profitiert allenfalls ein kleiner Teil der Frauen. Gleiches gilt für die parteipolitisch so beliebten Frauenquoten in Vorständen. Es ist aber ein Ungleichgewicht von Positionen, die auf einen Geschlechterkampf setzen, gegenüber Positionen, die Kooperation betonen.

Hier können also viele Akteure ihre Besitzstände bedroht sehen, und daher war es erwartbar, dass sie scharf auf den Haushaltsbeschluss reagieren.

Ich bin selbst Mitglied im Forum Soziale Inklusion, weil der Vorsitzende Gerd Riedmeier auf eine Weise politisch arbeitet, die sich in meinen Augen sehr wohltuend von einem Väteraktivismus unterscheidet, den ich mehrfach erlebt habe. Trennungsväter befinden sich oft in einer völlig aussichtslosen Situation, in der sie den Kontakt zu ihren Kindern verlieren, von ihrem erarbeiteten Geld gleichwohl einen großen Teil an die Ex-Frau abgeben müssen und nirgendwo Hilfe finden. So treten Väteraktivisten manchmal mit einer Verbitterung, Wut und Dringlichkeit auf, die für andere, die ihre Position nicht kennen, befremdlich, wirr oder gar gefährlich erscheinen muss.

Riedmeier hingegen nimmt immer auch die Position seiner Gesprächspartner wahr und ernst, und er kann seine eigene Position so darstellen, dass sie anderen verständlich wird, die bislang wenig über die Nöte von Jungen, Trennungsvätern oder anderen Männern wussten. Wenn ich mich nicht irre, ist sein politischer Hintergrund sozialdemokratisch – das Interesse an der Vermittlung zwischen verschiedenen demokratischen Positionen passt jedenfalls in die besten Traditionen der Sozialdemokratie, auch wenn diese Traditionen in der heutigen SPD nicht mehr sichtbar sind.

Das Bild, dass die Gegner der verhältnismäßig kleinen Zuwendung an das Forum Soziale Inklusion nun entwerfen, unterscheidet sich davon radikal.

 

Wie Medien bei der Vermeidung offener Debatten behilflich sind

Für die grüne Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz ist es in der taz medienwirksam eine „Unverschämtheit“, dass die Familienministerin das Geld für das Forum Soziale Inklusion nicht verhindert hat und dass sie hinterher den Eindruck erwecke, „als sei das Ministerium nicht beteiligt gewesen“.

Nun hat Deligöz in der Bundestagsdebatte zum Haushalt des Familienministeriums selbst geredet – und kein Wort über diese Unverschämtheit verloren, über die sie sich hinterher so effektvoll echauffiert. Im ganzen Plenarprotokoll zur Haushaltsdebatte kommt das Forum Soziale Inklusion überhaupt nicht vor – allein der Linke Michael Leutert räsonniert diffus, dass da eine Initiative gefördert werde, „die in den Unterlagen unter zwei verschiedenen Namen auftaucht“.

Da hat Herr Leutert womöglich nicht recht einordnen können, dass das Forum Soziale Inklusion lange Zeit Mitglied der Initiative Jungen Männer Väter war, zu der auch andere männerpolitische Gruppen, MANNdat etwa, gehörten. Aber auch Leutert nimmt den Namen des gemeinnützigen Vereins nicht in den Mund, ganz so, als wäre er ein irgendwie anstößiges Wort.

Statt am richtigen Ort, nämlich in der offenen Debatte des Bundestags, offen ihre Kritik zu äußern und dann eben auch mit Widerspruch leben zu müssen, gehen die Aktivistinnen gegen das kleine FSI damit einen bequemeren Weg: Sie machen über wohlgewogene und daher leicht zu instrumentalisierende Medien Stimmung, die dann in soziale Medien weiter getragen wird.

Das gilt auch für die Grüne Ulle Schauws, ebenfalls Abgeordnete des deutschen Bundestags. Sie äußert sich wie ihre Parteigenossin nicht in der offenen Debatte, sondern erst in der taz zum Forum Soziale Inklusion, dann aber umso heftiger:

Der Verein diskreditiere alleinerziehende Mütter und die Gleichstellung von Frauen, so Ulle Schauws.

Der FSI sei nämlich glatt der Meinung, so Schauws empört, dass die Belange von Jungen, Männern und Vätern  in der Bundespolitik unsichtbar gemacht würden.

Warum diese Meinung alleinerziehende Mütter diskreditiert, verrät die grüne Empörungsbeauftragte zwar nicht, aber egal: Das Zentrum für politische Schönheit, berüchtigt seit einer abstoßenden Instrumentalisierung der Asche von Holocaust-Opfern, gleicht sich im Sprachgebrauch an und verkündet auf Twitter (in einem mittlerweile allerdings gelöschten Tweet), die Bundesregierung spendiere

einem Männerverein 400.000 Euro mit dem Zweck, Frauen und alleinerziehende Mütter zu diskriminieren.

Diskreditieren, diskriminieren – wenn eh alles egal ist, kann das Zentrum dann auch gleich noch irgendwie einen Zusammenhang dazu herstellen, dass die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes nicht als gemeinnützig anerkannt werden. Halt alles Nazis, irgendwie.

Schauws liefert der taz auch den Titel des Artikels, „Staatliches Geld für Antifeministen“, indem sie dem FSI typisch antifeministische Argumentationsmuster nachsagt.

Nun ist der Begriff „Antifeminismus“ heute allerdings kaum noch zu definieren, schon weil der Begriff „Feminismus“ kaum noch zu definieren ist. Zu vielen Fragen – zur Transsexualität zum Beispiel, zum Islam oder zur Prostitution – haben Feministinnen heute radikal konträre, unvereinbare Positionen. Es ist kaum möglich, irgendeine feministische Position zu beziehen, ohne damit aus anderer Perspektive als irgendwie antifeministisch dazustehen.

Schon der Webauftritt des Forum Soziale Inklusion lässt keinen Zweifel daran, dass Frauen hier systematisch diskriminiert bzw. diskreditiert werden. Oder so.

Wenn der Gegenbegriff „Antifeminismus“ also heute überhaupt noch einen erkennbaren Sinn haben soll, dann muss er wenigstens an seine historischen Quellen zurückverfolgt werden. Hedwig Dohm  hat 1902 „Die Antifeministen“ am Beispiel der „Herrenrechtler“ so beschrieben:

Die Charakterschwachen machen Front gegen die Frauenbewegung – aus Furcht. Sie haben immer Angst, von der Frau – besonders von ihrer eigenen – unterdrückt zu werden. Weil sie sich heimlich ihrer Schwäche bewußt sind, betonen sie bei jeder Gelegenheit ihre Oberhoheit.

Antifeministen bestehen bei Dohm aus religiösen oder egoistischen Gründen auf einer klaren Geschlechterhierarchie, auf einer klaren Trennung der Sphären von Mann und Frau, und sie betonen ihre Stärke, weil sie Angst davor haben, Erfahrungen der Schwäche einzugestehen.

Das ist exakt das Gegenteil dessen, was das Forum Soziale Inklusion vertritt: Dem geht es darum, dass die Sorge für Kinder gleichermaßen Verantwortung von Müttern und Vätern ist – und dass offen darüber gesprochen werden kann, wenn eben auch Männer Erfahrungen der Schwäche, der Hilflosigkeit und der Gewalt machen und dabei Hilfe brauchen.

Wer das als „Antifeminismus“ bezeichnet, zeichnet damit ein erbärmliches Bild des Feminismus.

 

Wie Herr Kemper Diskursbrocken als Waffen verteilt

Dazu gehört zum Beispiel Dag Schölper, Geschäftsführer des „Bundesforum Männer“, das mit Mittlen des Familienministeriums die bestehende Geschlechterpolitik nur ausnahmsweise und dann sehr vorsichtig kritisiert.  Schölper: „Ein antifeministisches Projekt werde nun in einer ähnlichen finanziellen Größenordnung gefördert wie das Bundesforum Männer.“

Wer sich für Ineffizienz bezahlen lässt, kann sich nun einmal bedroht sehen durch Akteure, die möglicherweise effektiver arbeiten als er. Dass Schölper aber das FSI als „das trojanische Pferd“ hinstellt, ist eine deplatzierte Metapher: Er redet, als würden die Männer (und Frauen) des FSI, wie einst die Griechen, nachts aus der Deckung kriechen und ihre gutgläubigen Förderer niedermetzeln.

Zu den Nutzern des Antifeminismus-Vorwurfs gehört denn auch Andreas Kemper, der von der taz ungerührt als „Antifeminismus-Experte“ vorgestellt wird. Nun ist Kemper für eine Männerpolitik, die kritisch mit feministischen Positionen umgeht, allerdings ungefähr so wenig Experte, wie Björn Höcke Experte für Migration ist: Beide haben davon keine Ahnung, reden aber trotzdem oder gerade deshalb beständig darüber, und sie haben keine Skrupel bei der Wahl ihrer Mittel im Kampf dagegen.

Zur Bundestagsentscheidung hat Kemper denn auch schnell auf Youtube ein 55minütiges Video über das Forum Soziale Inklusion eingestellt, in dem er auf eine Weise argumentiert, für die sensiblere Zeitgenossen gern den Begriff „perfide“ verwenden. Ich gehe auf das Video näher ein, weil damit die Brutalität deutlich wird, mit der hier ein kleiner Verein diskreditiert werden soll.

Kemper gesteht ein, dass es schwierig sei, dem FSI Antifeminismus nachzuweisen (was daran liegen könnte, dass es nicht antifeministisch ist) und dass dort nicht explizit gesagt werde, dass Frauen an den Herd gehörten. Damit könnte das Thema dann eigentlich auch schon erledigt sein.

Trotzdem sei eben das implizit gemeint, was Kemper irgendwie dadurch beweist, dass Riedmeier und andere Vorsitzende des FSI die „Frankfurter Erklärung“ unterschrieben hätten. In der würde behauptet, dass Männer und Frauen unterschiedlich intelligent wären, biologisch unterschiedliche Qualitäten hätten und soziale Unterschiede einfach nur eine Folge biologischer Unterschiede wären.

Das steht dort allerdings an keiner Stelle, in der Erklärung geht es um eine Unterscheidung von Gleichberechtigung und Gleichstellung. Kemper assoziiert hier frei zu der Passage, dass arbeitsmarktpolitische Unterschiede zwischen Männer und Frauen unter anderem auf unterschiedliche Qualifikationen – also: Ausbildungen – zurückzuführen seien.

Insgesamt interessieren Kemper die realen Positionen des FSI an keiner Stelle. Weder befragt er einen der Vorsitzenden, noch liest er eines der zahlreichen Positionspapiere auf der Webseite. Stattdessen assoziiert er den Verein beliebig und möglichst diskreditierend, etwa mit langwierigen Ausführungen dazu, dass Riedmeier 2015 auf dem Gender-Kongress eine Rede gehalten habe und dann 2017 auf dem nächsten Gender-Kongress (an dem Riedmeier laut Programm gar nicht teilnahm) ein Mitglied der AfD eine Rede gehalten habe.

Daneben streut er auch schlichte Lügen ein, so wie die Behauptung, dass die Frankfurter Erklärung den Begriff „Gender“ ablehne (16:25). Das soll wohl Riedmeier als Redner auf einem Gender-Kongress als Heuchler hinstellen, in der Frankfurter Erklärung kommt der Begriff „Gender“ allerdings überhaupt nicht vor.

In einem – von Kemper selbstverständlich nicht erwähnten – Text in Arne Hoffmanns Band Gleichberechtigung beginnt zu zweit, der auch Texte von Feministinnen wie Mithu Sanyal, Wendy McElroy oder Robin Urban enthält, beschreibt Riedmeier einen „Nachholbedarf“ der Politik, weil „der Anteil von Frauen bei den Bundestagsabgeordneten deutlich unter 50%“ liege (S. 121). Er beschreibt aber auch, dass die Bereiche „Geschlechter- und Familienpolitik“ ganz von Frauen dominiert wären.

Kurz gefasst: Er kritisiert in seinem Text politische Strukturen, die in den staatlichen Institutionen die Arbeitsteilung der klassischen bürgerlichen Familie nachbilden, in der nämlich Männer für das große Ganze verantwortlich sind, die Binnenstrukturen von Familie und Kindessorge aber bitteschön den Frauen überlassen sollen.

Er schließt damit, dass Männer und insbesondere Väter sich bei der letzten Wahl von den im Bundestag vertretenen Parteien ignoriert sahen:

Also wählten viele Männer alternativ: Sie gaben ihre Stimme der FDP oder der AfD, die freilich ihre familienpolitischen Interessen nicht wirklich vertritt. (138)

Das ist eine Warnung davor, dass die ignorierten Männer gegen ihre eigenen Interessen zur AfD abwandern könnten – und es ist eindeutig keine politische Nähe.

Wie windig ein Netzaktivismus sein kann, der sich als Aufklärung ausgibt, zeigt sich auch an diesem Beispiel einer Seite über angeblich rechte Männerrechtler. Andreas Kemper wird hier als AfD-Mitglied aufgeführt. Das ist sicherlich nur ein Spaß – es sei denn, natürlich, Kemper ist tatsächlich ein AfD-U-Boot, dass mit der unübersehbaren Unseriosität des eigenen Agierens linken Aktivismus auf lange Sicht hin diskreditieren soll.

Am Ende spricht Kemper dann ausführlich und ohne inhaltlichen Zusammenhang mit dem FSI über den Mord an einem amerikanischen Männerrechtler, der von einem anderen Männerrechtler erschossen worden war. Er betont, dass also „Gewalt für diese Leute ne Option ist“, und erwähnt als Beispiele „Andre Breiweg“ (er meint wohl den norwegischen Massenmörder Anders Breivik, der allerdings mit Männerrechtlern nichts zu tun hatte) und dem „Anschlag in Neuseeland“ (wohl den rassistischen Massenmord in Christchurch, der überhaupt keine männerrechtliche Hintergründe hatte).

Maskulisten, so Kemper vollständig beleglos, lehnten also Gewalt nicht ab, sondern sagten, es gäbe zu wenig Gewalt (51:37) – sie seien als Gruppierung zu sehen, „die einen Übergang haben zu Leuten, die tatsächlich bereit sind, andere Menschen zu ermorden“. Zu eben diesen Worten schwenkt das Bild von den Webseiten Genderama und Manndat zu den Namen der Vorsitzenden des Forum Soziale Inklusion. Wer auf den 50 Minuten zuvor noch irgendwie glauben wollte, dass Kemper vielleicht einfach nur über Themen redet, die er nicht versteht, muss spätestens jetzt zugestehen, dass dieses Video Hetzpropaganda ist – die sich zu allem Überfluss auch noch als Aufklärung ausgibt.

Kemper verteilt Diskursbrocken als Waffen gegen politische Gegner, ganz ohne Rücksicht darauf, ob diese Waffen aus seriösen Quellen stammen. Wenn Patricia Hecht in der taz den Mann, der solch eine primitive politische Verleumdung produziert, als seriösen „Experten“ präsentiert – dann ist klar, dass auch sie an einer ehrlichen Auseinandersetzung kein Interesse hat.

 

Dudley Dursley in der deutschen Politik

Ann-Katrin Müller agiert im Spiegel nicht besser als Hecht. Auch sie erklärt ohne weitere Differenzierung, dass ein „antifeministischer Verein (…) nach SPIEGEL-Informationen 400.000 Euro Fördergeld vom Staat“ erhalte. Auch sie kommt – als ob das irgendwie völlig selbstverständlich wäre – gar nicht erst auf die Idee, mit Riedmeier oder anderen Vertretern des FSI direkt zu reden, sondern sie interviewt lieber Lisi Meier, die Vizechefin des Deutschen Frauenrats. „Der Verein erscheine zwar gemäßigt“, sähe aber hinter den Kulissen ganz anders aus.

Von diesen Kulissen hat Frau Meier – anders als ich, übrigens – erkennbar überhaupt keine Ahnung. Müller und Meier argumentieren hier ebenso verschwörungstheoretisch wie Kemper: Wenn das, was vom Verein FSI sichtbar ist, nicht zu ihren Vormeinungen passt, dann wird ganz gewiss irgendeine böswillige Täuschung dahinterstecken, die unbedingt aufgedeckt werden muss.

Anstatt sich mit den Positionen des FSI auseinanderzusetzen, zitiert Müller kontextlos, dass der Verein auf seiner Webseite der Familienministerin „‘Hysterie mit realitätsferner Propaganda‘ über häusliche Gewalt in Zeiten von Corona“ vorwerfe.

Nun verwende ich den Begriff „Hysterie“ in diesem Blog tatsächlich nie, weil er ein sprachliches Klischee ist. Er ist auf der Webseite des FSI allerdings eingebettet in eine Argumentation, die Müller verschweigt: Giffey hätte in derselben Erklärung, in der sie vor steigender häuslicher Gewalt gegen Frauen warnte, ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es tatsächlich „keine relevanten Zahlensteigerungen“ gegeben habe. Ihre Kampagne sei also durch ihre eigenen Daten nicht gedeckt.

Eine seriöse Journalistin hätte nun diese Argumentation dargestellt und überprüft. Müller jedoch fixiert sich auf eine provozierende Wortwahl und agiert damit wie eine petzende Grundschülerin: Frau Lehrerin, die Jungs sagen böse Dinge über Sie – und DIE wollen sie auch noch belohnen?ß?

Der Artikel wird bei Twitter sogleich von einer radikal väterfeindlichen Organisation aufgegriffen – die Mütterlobbygruppe MIA regt sich, Müller verlinkend, „über die knapp 0,5 Mio.-Förderung für maskulinistisch-frauenfeindlichen Verein ‚FSI“ auf. So füttern hier Lobbyistinnen zunächst eine Journalistin, die das Gefütterte dann wieder hervorwürgt und damit wiederum andere Lobbyistinnen füttert.

Dass solche selbstbezüglichen Strukturen ihre Kreisbewegungen an den meisten Menschen vorbei führen, wird schon an den Kommentaren unter den taz– und Spiegel-Artikeln deutlich. Eine ganz andere Debatte, die um die Erhöhung der Rundfunkbeiträge, hat gerade erst auch gezeigt, dass es sich lohnen kann, wenn Politiker sich durch solche Empörungsbewirtschaftung nicht beeindrucken lassen. Die CDU Sachsen-Anhalts wurde zunächst massiv angegriffen und von politischen Gegnern – tatsächlich: bloß wegen der ausbleibenden Zustimmung zu einer Anhebung der Rundfunkbeiträge – gar öffentlich in die Nähe des Faschismus gerückt.

Nachdem aber nun die Anhebung der Gebühren gescheitert ist, erscheinen ganz selbstverständlich sachliche Überlegungen zur Legitimation des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks, und selbst Intendant Tom Buhrow präsentiert sich nach außen hin selbstkritisch.  

Noch ein Symbolbild

Schauws und Deligöz, Meier, Müller und Hecht, Kemper und Schölper agieren in ihren wütenden Angriffen auf den kleinen Verein Forum Soziale Inklusion wie Dudley Dursley, der im ersten Harry Potter-Band einen Wutanfall bekommt, weil er zum Geburtstag 37 und nicht die erwarteten 39 Geschenke erhalten hat. Zugleich achtet er verbissen darauf, dass sein Cousin Harry, der ohnehin in einem kleinen Verschlag unter der Treppe leben muss, nichts bekommt.

Vielleicht werden auch Parteien und Medien, die sich irgendwie als „links“ ansehen, irgendwann verstehen, dass sie zu einem solchen Empörungstheater Distanz halten müssen. Denn wer die unübersehbar egoistische und unverblümt unseriöse Kampagne gegen das FSI mitträgt, der wird auch dann noch unglaubwürdig sein, wenn er tatsächlich einmal guten Grund zur Empörung hat.

 

Im Text habe ich, soweit nicht verlinkt, zitiert nach:

Arne Hoffmann (Hrsg.): Gleichberechtigung beginnt zu zweit. Können Feminismus und Maskulismus für eine ganzheitliche Geschlechterpolitik zusammenwirken?, Baden baden 2019

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19 Comments

  • Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Betrag.
    Da du hier mehrfach die Berliner Zeitung „Taz“ zitierst bzw. hinweist, zunächst meine Meinung zur Taz.
    Über dieses „Revolver“-Blättchen rege ich mich schon lange nicht mehr auf. Ich lese dort seit einigen Jahren mit, und Anfangs habe ich mich, was besonders „Gender“ Themen anbelangt, bei manchen Artikeln mehr oder weniger aufregen müssen. Inzwischen kann ich dieses Blatt wirklich nicht mehr ernst nehmen.

    Kleines Beispiel:
    Da veröffentlicht die Taz einen Artikel mit der Überschrift „Männer mit nackten Oberkörper in der Öffentlichkeit – sind ein Symbol der männlichen Macht.“

    Ja nee, ist klar, in den Aufsichtsräten der DAX-Konzernen sitzen die Manager mit nackten Oberkörper in ihren Büros!

    Oder andersherum, Straßenbauarbeiter die man gelegentlich im Hochsommer mit nackten Oberkörper bei ihrer Maloche zu Gesicht bekommt, beherrschen Politik und Gesellschaft!

    Was für ein Schachsinn!
    Aber vielleicht, ist es ja Satire…

    … nö, kaum eine Woche später jubelt die Taz über eine Lesben und Schwulen Parade, und flankiert ihren Artikel mit einem Foto – von Männern mit nackten Oberkörpern!

    Da fehlen einem wirklich die Worte. Nein die Taz ist weder eine Satire noch eine ernstzunehmende Zeitung. Die kämpfen einfach um ihr Überleben!

    Fakten:
    Taz = relativ kleine Auflagen / Verbreitung . Die Apothekenrundschau oder die Bäckerblume erreichen um das vielfache mehr Menschen!

    Taz = Gedruckte Ausgaben laufen gar nicht mehr – daher legen sie ihren Schwerpunkt aufs digitale, haben aber Schiss davor, eine Bezahlschranke einzurichten wie die meisten andern Zeitungen / Verlage, weil sie befürchten müssen, dann vollkommen in die Bedeutungslosigkeit abzusinken!

    Daher setzen sie auf eine freiwillige Bezahlung. Wäre ich auch gerne bereit, wenn es dort guten und ansprechenden Journalismus gäbe. Den gibt es aber nicht! Stattdessen erlebt man dort „Krawall- Journalismus“ vom aller feinsten. Hetz- und Schmach Artikel gegen Feuerwehrleute, Polizisten, Landwirte, Kleingärtnern und – natürlich gegen Männerrechtlern und gegen alles und jeden der es wagt, Feminismus zu kritisieren.

    Taz = Auf YouTube. Läuft auch nicht! Bringen dort recht viel Content, aber ohne nennenswerter Resonanz, im Schnitt regenerieren sie zwei, drei bis maximal vierstellige Klickzahlen.

    Tja, die Zukunft sieht für die Taz alles andere als rosig aus. Die brauchen Aufmerksamkeit und Klickzahlen, daher dieser Krawall Journalismus.

    Und zu den 400.000 € für diesen Verein – den kannte ich bisher noch gar nicht – recherchiert mal mit welchen Summen dieses Ministerium u.a. z.B. Frauenprojekte in afrikanischen Ländern unterstützt / fördert – dagegen sind die 400.000 ein Witz!

    • „mit welchen Summen dieses Ministerium u.a. z.B. Frauenprojekte in afrikanischen Ländern unterstützt / fördert“

      Hast du da mal einen Link?

      • @ Matze
        Es gab ein Dokument über die komplette Förderungen diverser deutschen Ministerien speziell für „Frauenprojekte in afrikanischen Ländern“, also nicht nur das Bundesfrauenministerium, auch andere wie das Bildungsministerium und so weiter. Ist aber schon ein paar Jahre her, als ich eher zufällig darüber gestoßen bin. Weis auch nicht mehr ob es eine html seite war, oder ein pdf-dokument.

        Jedenfalls kamen da so unter dem Strich einige Milliönchen Entwicklungsgelder zusammen.

    • Erst einmal @ alle, besonders an die beiden, die hier zuerst kommentiert hatten: Hier sind durch einen technischen Fehler (von mir) die ersten beiden Kommentare verschwunden. Das war keine Absicht, ich bitte Euch um Entschuldigung. Falls Ihr Eure Texte noch habt, wäre es schön, wenn Ihr sie noch einmal einstellt.

      @Ralf Die taz kämpft ums Überleben, seit es sie gibt. Es ist eine sehr kleine Zeitung, aber das Milieu, für das sie schreibt, ist im Hinblick auf seinen Einfluss nicht zu unterschätzen. Es ist ein eher urbanes, akademisches und dort eher geistes- und sozial- als naturwisschenschaftlich geprägtes Milieu von Menschen, die – so zumindest meine Erfahrung – erhebliche gesellschaftliche Vorteile mit der Fantasie verbinden, irgendwie links zu sein und für „Marginalisierte“ einzustehen. Die taz hat es eigentlich nie auf Massenwirkung angelegt, sondern darauf, vergleichsweise einflussreiche Akteure zu erreichen.

      • Die taz hat auch insofern übermäßigen Einfluss, als durch ihre Redaktionsstuben jahrzehntelang Redakteure und Volontäre geschleust wurden, die nun in zum Teil einflussreichen Positionen in Zeitungen und ör Sendern sitzen.

  • Ich staune, in welchen Kontext Antifeminismus immer wieder gesetzt wird, wie Antifeministen schnell zwischen Terroristen, Nazis und allem anderen Bösen dieser Welt eingereiht werden.
    Dabei ist für mich Antifeminismus eine Art Bürgerpflicht für alle, die sich für die Gleichberechtigung der Menschen einsetzen.

    Feminismuskritik bedeutet, dass man Feminismus an sich akzeptiert, an der Ausformung aber dieses oder jenes auszusetzen hat. Antifeminismus hingegen bedeutet, dass man Bestrebungen ablehnt, ein Geschlecht besonders zu fördern, zu unterstützen, herauszustellen und ihm damit umfassende Zuwendung zukommen lässt, die das andere Geschlecht nicht erhält.

    In einer (westlichen) Welt, in der Frauen erheblich älter werden, in der Regel ausschließliche Verfügungsgewalt über die Ressource Mensch in Form der Kinder haben, in der Jungen in der Schule Nachteile erleiden, in der vorwiegend Frauen vor Gewalt geschützt werden und in der Not bevorzugt gerettet werden – in einer solchen Welt ein milliardenschweres Konstrukt namens Feminismus einzurichten, ist eine Verhöhnung der Kinder und Männer, eben der anderen.

    Wer für Gerechtigkeit zwischen Geschlechtern eintritt, muss einseitige Förderung und Höherbewertung eines Geschlechtes ablehnen. Er muss sich also antifeministisch positionieren. Denn Feminismus dreht sich unzweifelhaft nur um die Frau.

  • Die Verlinkung bei der TAZ zu dem Artikel hier (inkl. einer Triggerwarnung wegen anderer Meinung), hat ca. 2-3h überlebt, dann wurde der Beitrag gelöscht…
    Mal sehen ob ich jetzt wieder gesperrt bin…

    • @ Chris Ich dachte, die taz wäre berühmt für ihre liberale Haltung bei Kommentaren. Aber ich kann mir das schon vorstellen: Wer sich Verhältnisse so verdreht, dass er Kemper für einen seriösen Experten hält – der muss auch das Gefühl haben, der Text hier sei unerträgliche Hetze.

  • „Ich dachte, die taz wäre berühmt für ihre liberale Haltung bei Kommentaren.“

    @ Lucas Auf deren Facebook Seite sind meine Kommentare des öfteren gelöscht worden. Einmal habe ich ein Zitat aus dem Buch „Das polygame Geschlecht“ von Esther Vilar gepostet. Aus dem Kapitel über „Öffentliche Väter“ und die Rolle des Journalismus – lol 😉 Das war zu starker Tabak für die Taz-Leute, Das wurde ruckzuk gelöscht.

    • Die Bundesvorsitzende der Jusos… mir graut, was da kommt.
      Auf die Behauptung, dass die Politik sich nicht um die Belange von Jungen, Männer und Väter kümmert, antwortet die echt mit den Frauenanteilen in den Parteien. Omfg!

      • Wie sehr sie auch getriggert ist von dem historisch durchaus zutreffenden Hinweis darauf, dass die Demokratie in Deutschland wie in weiten Teilen der westlichen Welt vor allem von Männern erstritten wurde, meist noch unter wirklicher Gefahr für Leib und Leben, und Frauen diese meist dann früher oder später kredenzt bekamen.

        Sie soll mir mal namentlich Frauen aufzählen, die für „ihren Kampf“ verprügelt oder inhaftiert wurden (feministisch / Deutsch: Kampf = Transparente malen und sich plärrend auf die Straße stellen; wurde dankenswerter Weise durch die Etablierung sozialer Medien wie Twitter inzwischen aber erheblich erleichtert…), ohne dass sie zuvor, wie einige Suffragetten, Brandanschläge auf öffentliche Einrichtungen verübt haben.

        Meines Wissens bestand der „Kampf“ einer Emmeline Pankhurst vor allem daraus, auf roten Teppichen Anlauf nehmend offene Türen einzurennen. Historisch nachprüfbar wurden Frauen aller Orten beim Bestreben, gleiche Rechte unter stetem Ausschluss gleicher Pflichten zu erhalten, beständig von einer Mehrzahl der Männer in den Parlamenten unterstützt.

        Dabei zu beachten: Sie als JuSo ist max triggered and offended von diesen Aussagen, obwohl in den Textpassagen ausdrücklich die Sozialdemokraten als eine wesentliche Triebfeder der deutschen Demokratisierung erwähnt werden. Aber Geschlecht geht der großen JuSoline wohl über politische Standpunkte. „Scheiß was auf die Partei! Ich als Frau möchte mich toll fühlen, indem man mir etwas von tollen Leistungen anderer Frauen erzählt, was mich, weil ich mit ihnen das Geschlecht teile, automatisch mit aufwertet!“

        Das erklärt für mich auch die inzwischen nahezu umfassende parteipolitische Beliebigkeit feministischer Themen. Und es erklärt auch, warum vor allem junge und natürlich stramm feministische Frauen oft eine auffällige Parteienhopperkarriere vorweisen können. Gestern Grüne, heute Piraten, morgen Linke. Klassische Positionen dieser Parteien zu unterschiedlichen Themengebieten? Phhh!!! Was kümmert’s mich?! Hauptsache irgendwas mit Frauen machen!

  • Ein super Beitrag, Lucas! Beide Daumen hoch.

    Und mein ausdrücklicher Glückwunsch an das Forum soziale Inklusion und speziell an Gerd Riedmeier, den ich noch aus Agens-Zeiten kenne und bei dem ich immer wieder über seine positiv eingestellte Hartnäckigkeit staunte (wenn auch nicht gleicher Meinung seiend).

    Wenn einer dieses Zitat verdient hat, dann er – denn es charakterisiert seine Hartnäckigkeit wohl am besten:

    „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“
    Mahatma Gandhi

    Ich denke zwar, dass dieser Erfolg sehr viel mehr Väter hat. Und als jemand, der seit über einem Jahrzehnt in der Szene unterwegs ist, wage ich mal die Behauptung, dass auch andere Vereine, unermüdliche Einzelkämpfer, Foristen etc.pp. einen Teil indirekt dazu beitrugen, man denke u.a. nur an MannDat und all die einzelnen Kommentatoren in den feministisch durchsetzten Foren, dass euch dieser Erfolg wirklich für Alle von Herzen gegönnt sei!

    Das ausgerechnet dieses BuFoMä(h) rund um Gesterkamp nun diese Quadratur des Kreises zu hüpfen, spricht für mich ähnlich Bände, wie dieses Gezeter der „taz“ und anderen siechenden Autorinnen, pardon, Speakerinnen.

    Es ist nur ein Tropfen – aber ein ganz heißer, der da den erodierenden Stein umhüllt. Und das merkt diese Feminismus-Truppe wohl auch langsam. Mögen sie von ihrer eigenen Rezeptur auch einmal kosten dürfen.

    Das werden noch spannende Zeiten und ich gönne es den Männern, die in der Zukunft hoffentlich wieder besser und aufrecht geradeaus gucken sollten.

    Machts einfach!

  • Ich meine mich zu erinnern, dass Kemper so e Problem wirklich mal hatte…glaub er hatte darüber gebloggt, dass ein AfD Mann aus Süddeutschland oder dem Osten – weiß nicht mehr genau – mit gleichem Namen aufgetaucht war und sie das jetzt irgendwie regeln müssten…kA wie das weitergegangen ist

    cheers

  • Ich finde es auch eine Unverschämtheit einen solchen Antifeministischen Verein mit Steuergeldern zu überhäufen, während wirklich an einem Dialog und an Gleichberechtigung interessierte Vereine, wie der, wo diese Dame Vorsitzende ist https://man-tau.com/2019/07/26/schwab-tote-vaeter/
    oder die Berliner Mütterlobby, die im ersten Jahr Geld vom Berliner Senat bekommen hat, von irgendeinem Ausschuss mit irgendwass gegen häusliche Gewalt, am Hungertuch nagen. Sie sind im Gegensatz zu den Antifeministen absolut seriös und überhaupt nicht ausschliessend. Allein die Kommentare auf deren Seite, Mütter sind Heldinnen, wissen wann Kinder zum Vater wollen, spüren alles. Auf der anderen Seite die narzistischen (sic) Väter und das böse System, das diesen Macht gibt…

    Ich habe das Lesen von Zeitungen fast komplett eingestellt und lese nur noch die Headlines. Hernach informiere ich mich meist auf Blogs über die Themen die mich aus diesen Headlines interessieren… Auch weil ich Menschen wie Stokowsky und Berg oder Ann-Katrin mit meinem Geld nicht auch noch eine Bühne bereiten möchte.

  • Sie hat doch Recht! Auf der Titanic z. B. gab es nur männliche Befehlshaber. Der Anteil der Geretteten Männer lag bei 19,45 %. Der von Frauen bei nur 75.51%, denn Männer interessieren sich nur für ihre eigenen Interessen… Selbst Kinder wurden mit 49.47% seltener gerettet. Einzig die Babys mit 81.82% überlebten häufiger… Wie man sieht, Männer stellen ihre Geschlechterinteressen seltener zurück und arbeiten im Kollektiv…

    • Ich habe dazu mal einen Artikel gelesen (keine Ahnung wo das war. War aber englisch.). Da ging es darum, in wie weit diese Zahlen (gerettete Männer & Frauen) mit dem Spruch „Frauen und Kinder zuerst!“ begründbar ist.

      So wie es dargestellt wurde, und das klingt mMn. durchaus plausibel liegt die Hauptursache für die starke Diskrepanz aber in den unterschiedlichen Klassen. Es wurden ja hauptsächlich Reisende der oberen Klasse gerettet (die hatten auch Rettungswesten). Und in der 1. Klasse waren eben auch viele Frauen (Ehefrauen von Geschäftsmänner etc).

      Von den „lower decks“ (3. Klasse) , wo die Arbeiterklasse untergebracht war (zB. Migranten auf der Suche nach einem neuen Leben, laut wikipedia „meist nahezu mittellosen Auswanderer“), starben dann sehr viele. Und hier war der Frauenanteil eben deutlich geringer als in der 1. Klasse.

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