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Computerspiele und Kindheitsreservate – oder: Warum macht Schulunterricht eigentlich nicht glücklich?

Computerspiele werden an der Schule, auch für die Lehrkräfte, immer wieder zum Thema. Zum Beispiel dann, wenn Schüler einer Ganztagsschule (die also erst nach 16 Uhr zu Hause sind) darüber berichten, dass sie tägliche Bildschirmzeiten von 5-6 Stunden haben, die meisten beim Spielen, und man als Lehrer zu rechnen anfängt, wie sie das eigentlich hinkriegen…Meistens ...

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Ein Eisbär (Teil 1: Der Spinner)

Die folgende Erzählung habe ich selbstverständlich nicht selbst geschrieben, sondern lediglich aus einer alten Handschrift übersetzt. Es geht darin, wenn ich es richtig sehe, um eine auch für die heutige Zeit interessante Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Frauen und Männern und der Kindererziehung, nebenbei aber auch um ein Kartoffelkatapult, die Erfindung des Beamens, ein freundliches ...

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Winter

  Ich habe gehört, dass die Bäume zu anderer Zeit einmal Blätter und Blüten hatten – und auch, dass es wieder so sein wird, dereinst. Doch das glaube ich nicht. Ich habe gehört, dass es Vögel gibt, die den ganzen Tag über singen und die in den wärmeren Süden ziehn, ehe es kalt wird. Ich ...

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Warum Kinder die Sache mit der Gendergerechtigkeit nicht so richtig kapieren (Geschlechter als soziale Konstruktionen? – Teil 2)

Was bisher geschah: Die Vorstellung, Geschlechter seien soziale Konstruktionen, ist nicht absurd, wenn auch möglicherweise ein wenig banal. Problematisch aber ist die Idee, Geschlechterrollen ließen sich, da ja eh nur sozial konstruiert, auch beliebig umkonstruieren. Das ist nicht möglich, unter anderem deshalb, weil bestehende Konstruktionen wichtige Funktionen erfüllen und komplex sind. „Liebe Anwesenden und Anwesendinnen!“ ...

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Warum es in der Frauenförderung immer nur um Sex geht (Geschlechter als soziale Konstruktionen? – Teil 1)

Bruce Reimer wurde 1965 im kanadischen Winnipeg geboren. Nachdem ihm im Alter von acht Monaten bei einer missglückten Beschneidung der Penis irreperabel verbrannt worden war, folgten die Eltern einem Ratschlag des Psychologen John Money des John Hopkins Hospitals in Baltimore, der davon ausging, dass geschlechtsspezifisches Verhalten keineswegs angeboren wäre, sondern im sozialen Umfeld erlernt werde ...

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Rilke

Als wir des Abends über Rilke sprachen (wir hatten wohl nichts Besseres zu tun), geschah es, dass wir miteinander brachen. Es war nicht Rilkes Schuld, das weiß ich nun. Des Menschen Sorgen, seine tiefen Nöte – sprachst Du zu mir und warst wie neugeboren – verstünde Rilke besser noch als Goethe. Da wusste ich: Ich ...

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Heulende Arschlöcher – oder: Um welche Rechte welcher Väter geht es eigentlich?

„Heul doch, Papa!“ hält die „Rosa Antifa Wien“ auf einem Flugblatt der Demonstration von Menschen entgegen, die 2010 in Wien für eine gleichberechtigtes Sorgerecht für Väter (in Österreich: Obsorge) demonstrieren. „Die neuen Väter sind die alten Täter. Ich weiß einen Trick, tritt Papa in den Schritt!“ endet der entsprechende Text im Internet. Die Soziologin Anita ...

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Ein guter Mann spricht sich mal was von der Seele

Ihr seht es wohl, ich habe Recht: Der Mann an sich ist herzlich schlecht. Wobei ich durchaus nicht verhehle: Auch Männer haben eine Seele. Sie ist recht klein. Kann schnell verschrumpeln. Doch sitzt ein Mann mit seinen Kumpeln bei einem Wein oder beim Bier, dann wächst sein kleines Seelentier und bläst sich auf, und wird ...

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Warum Inkompetenz sich an der Schule lohnen kann

  Ein sehr guter Freund von mir, auch er ist Lehrer, hat gerade seine Schule gewechselt. Er kennt sich ausgesprochen gut mit Computern aus, mit ihrer Instandhaltung und der Pflege von Netzwerken (von Computernetzwerken, er ist kein Politiker), und so war er auf seiner alten Schule für die Computer verantwortlich. Eine enorme Arbeit, für die ...

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Schiffe

Im fernen Reich der Kindheit liegt ein Hafen Aus dem fast täglich Schiffe an mich gehn, auf eine lange und entbehrungsreiche Fahrt. Die meisten dieser Schiffe gehn verloren im Sturm und in der Windstille, die folgt. Doch viel zu viele können mich erreichen. Sie transportieren Bilder und Gerüche und Geräusche, Gedanken und Gefühle und Bilder, ...

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